Hitzewellen

Aus Klimawandel
Version vom 5. März 2008, 22:01 Uhr von Dieter Kasang (Diskussion | Beiträge)
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Unter einer Hitzewelle versteht man eine längere Periode mit ungewöhnlich hohen Temperaturen. Es gibt keine allgemein gültige Definition für eine Hitzewelle, da der Begriff vom üblichen Wetter der jeweiligen Region abhängig ist. Was in einem heißen Klima als normales Wetter erscheint, wird in einem kühleren Klima als Hitzewelle erlebt. Hitzewellen können ernsthafte Auswirkungen auf die Landwirtschaft haben, Waldbrände hervorrufen und die Gesundheit von Menschen gefährden.

Das globale wie das europäische Klima der letzten Jahrzehnte hat sich zunehmend zu wärmeren Bedingungen hin entwickelt. Global beträgt die Erhöhung der bodennahen Mitteltemperatur in den letzten 100 Jahren fast 0,8 Grad Celsius. Eine solche Erwärmung hat es in den letzten 1000 Jahren wahrscheinlich nicht gegeben. Seit dem Ende der 1970er Jahre hat sich das Tempo der Erwärmung noch einmal deutlich erhöht und liegt zu Beginn des 21. Jahrhunderts bei 2 oC pro 100 Jahre. Von den fünf wärmsten Jahren seit 1860 liegen bereits vier im neuen Jahrhundert. Die europäischen Sommer zeigen seit 1977 sogar einen Erwärmungstrend um 0,7 sup>o</sup>C pro Jahrzehnt, und 1994-2003 war das wärmste Sommerjahrzehnt seit 1500. Die höhere Mitteltemperatur erhöhte auch die Wahrscheinlichkeit von extrem heißen Sommern, wie z.B. in Europa im Jahre 2003, da in einem wärmeren Klima bisherige heiße Perioden "normaler" werden.

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