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Aus Klimawandel
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1 KLIMAWANDEL UND KLIMAFOLGEN

1.1 Neue und überarbeitete Artikel

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Dürren 2018-2020 in Europa: Nach dem „Jahrhundertsommer“ 2003 und der Dürre 2015 waren besonders die Sommer in den Jahren 2018 bis 2020 durch ungewöhnlich hohe Temperaturen und extreme Niederschlagsdefizite gekennzeichnet. Die Temperaturen erreichten europäische und nationale Rekordwerte und bewirkten zusammen mit starken Niederschlagsdefiziten in manchen Regionen extreme Dürren. Dabei übertraf die räumliche Ausdehnung trockener Gebiete die von Dürre betroffenen Flächen von 2003 teilweise erheblich. In allen drei Jahren 2018, 2019 und 2020 war Mitteleuropa ein Zenrum der heißen und trockenen Wetterverhältnisse. Durch die lang anhaltenden niederschlagsarmen und sehr warmen Verhältnisse trockneten die Böden bis in sehr große Tiuefen aus. Die Folgen waren erhebliche Schäden in der Land- und Forstwirtschaft.



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Meeresspiegelanstieg und Megastädte: Immer mehr Menschen leben in großen Städten über 10 Mill. Einwohner, die als Mergastädte bezeichnet werden. Die Megastädte liegen hauptsächlich an niedrigen Küsten, vielfach in großen Deltagebieten und schwerpunktmäßig in Süd-, Südost- und Ostasien. Dort sind sie nicht nur zunehmend durch den globalen Meeresspiegelanstieg infolge des Klimawandels gefährdet, sondern oft noch mehr durch eine weit verbreitete Bodenabsenkung. Diese Subsidenz wird von den Megastädten und ihrer Bevölkerung in den meisten Fällen durch Grundwasserentnahme, Öl- und Gasförderung und die Belastung durch Gebäude und Infrastrukturanlagen selbst erzeugt.


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Mangroven im Klimawandel: Mangroven bedecken nur 0,1% der kontinentalen Erdoberfläche, gehören aber zu den kohlenstoffreichsten Ökosystemen der Erde. Pro Flächeneinheit speichern Mangroven vier Mal so viel Kohlenstoff wie tropische Regenwälder. Mangroven bieten außerdem wichtige Ökosystemleistungen für die Bevölkerung von zahlreichen tropischen und subtropischen Küsten, die vom Schutz vor Erosion an den Küsten, dem Schutz der Bevölkerung vor Extremereignissen wie Tsunamis, Sturmfluten und Hochwasser bis zur Beherbergung zahlreicher Fischarten reichen. Die Mangrovenwälder der Erde sind aber auch stark gefährdet und haben einen großen Teil ihrer Fläche verloren. Ursachen sind natürliche Risiken wie Küstenerosion und Wetterextreme sowie direkte menschliche Eingriffe durch die Umwandlung in Agrarflächen und Aquakulturen. Hinzu kommt der Klimawandel durch den Meeresspiegelanstieg und die Verstärkung tropischer Wirbelstürme.

1.2 Bildersammlung

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Bilder mit freien Lizenzen: Eine Sammlung von z.Zt. ca. 1500 Abbildungen mit freien Lizenzen, die - meistens unter bestimmten Bedingungen - weiter verwendet werden können. Es gibt z.B. Bilder zu folgenden Kategorien: Atmosphärische Zirkulation, Dürren, Eisschilde, Tropische Wirbelstürme etc. Die Bilder entstammen frei zugänglichen wissenschaftlichen Zeitschriften, Plattformen von Organisationen, die weitgehend copyrightfreies Material zur Verfügung stellen, und z.T. auch Büchern. Sie sind mit Erläuterungen versehen und wichtigen Themen des Klimawiki zugeordnet, was ein Verständnis im sachlichen Kontext ermöglicht. Die Sammlung wird ausgebaut.

1.3 Aktuelle Entwicklungen

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CO2 auf Rekord-Niveau Nach den Messwerten auf dem Mauna Loa erreichte die CO2-Konzentration der Atmosphäre im Jahr 2020 mit fast 415 ppm einen neuen Rekordwert. Über mehrere Millionen Jahre betrug dieser Wert weniger als 300 ppm, vor Beginn der Industrialiserung sogar weniger als 280 ppm. Im Vergleich dazu bedeutet die aktuelle CO2-Konzentration eine Steigerung um fasst 50% in nur gut 200 Jahren, was gegenüber natürlichen Veränderungen geradezu explosiv ist. Auch die aktuelle Corona-Krise wird daran so gut wie nichts ändern und hat den CO2-Anstieg des Jahres 2020 nur geringfügig gedämpft. Mehr: Kohlendioxid-Konzentration



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Immer weniger Meereis Das arktische Meereis hat bisher vor allem im September, dem Monat seiner geringsten Ausdehnung, stark abgenommen. Im September 2020 wurde fast das bisherige Minimum vom September 2012 erreicht und seit Beginn der Satellitenmessungen nach 2012 zum zweiten Mal die 4 Mio. km2 Grenze unterschritten. Die Eiskante lag nördlich des 85. Breitengrads weit nördlich der Inselgruppen Spitzbergen, Franz-Josef-Land und Sewernaja Semlja und damit so weit im Norden wie bisher noch nie in der Satellitenära. Über den Zeitraum 1979-2019 zeigte das September-Eis eine Rate von -12,9 % pro Jahrzehnt.
Das antarktische Meereis nahm in den letzten Jahrzehnten dagegen eher leicht zu, worüber es verschiedene Erklärungsversuche gibt. Seit 2016 lag die Ausdehung jedoch bis zum aktuellen Jahr leicht unter dem Mittel der Jahre 1981-2010. Mehr: Arktisches Meereis, Antarktisches Meereis


Temp global aktuell.jpg

2016 das wärmste Jahr! Nach der Jahrhundertwende schien es zunächst, als ob sich die globale Mitteltemperatur trotz einer steigenden Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre nicht weiter erhöhen würde. Die Werte im neuen Jahrhundert lagen nur bei wenigen Jahren geringfügig über dem Spitzenjahr am Ende des letzten Jahrhunderts, 1998. In den 2010er Jahren sind die Temerpaturen jedoch wieder deutlich angestiegen. 1998 wurde von fast allen Jahren übertroffen. 2015 und 2016 lagen sogar um etwa 0,3 °C über dem Rekordjahr der 1990er Jahre. Grund war wie für 1998 ein starker El Niño, jene ungewöhnliche Erwärmung im tropischen Pazifik, die 2016 zu dem bisher wärmsten je gemessenen Jahr gemacht hat. Obwohl dann in den Folgejahren der El Niño-Einfluss verschwand, waren aber auch 2017, 2018 und 2019 noch relativ warm und gehörten zu den bis dahin fünf wärmsten Jahren seit Beginn der Messungen. 2020 wurde dann das zweitwärmste Jahr knapp nach 2016, obwohl es unter dem Einfluss einer La Niña stand, der kalten Schwester von El Niño. In Europa war 2020 jedoch wärmer als alle Jahre zuvor. Mehr zur aktuellen Klimaänderung

1.4 Climate Engineering

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Trotz zahlreicher Warnungen aus der Wissenschaft vor den Folgen des Klimawandels zeigen die internationalen Bemühungen um den Klimaschutz nur wenig Wirkung. Die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre steigt mit 3,1 % pro Jahr unvermindert an und liegt inzwischen bei über 400 ppm. Angesichts dieser Entwicklung halten es viele Wissenschaftler für kaum noch möglich, dass das allgemein anerkannte Klimaziel, den globalen Temperaturanstieg auf 2 °C oder gar 1,5 °C zu begrenzen, erreicht werden kann. Daher werden zunehmend Eingriffe in das Klimasystem diskutiert, die die Auswirkungen des Klimawandels begrenzen sollen. Solche Eingriffe werden unter dem Begriff Climate Engineering zusammengefasst. Dabei geht es zum einen um die nachträgliche Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre und zum anderen um die Beeinflussung der Sonneneinstrahlung.

Climate Engineering, Solar Radiation Management (SRM), Modifikation mariner Schichtwolken, Climate Engineering und Arktisches Meereis, Ozeandüngung, Kohlendioxidentzug durch Aufforstung, Ökonomische Aspekte des Climate Engineering, Politische Herausforderungen von Climate Engineering

1.6 Bildungswiki Klimawandel

Das "Bildungswiki Klimawandel" ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Deutschen Bildungsserver, dem Climate Service Center und dem Hamburger Bildungsserver zum Aufbau einer Enzyklopädie über den anthropogenen Klimawandel und seine Folgen. In der sachlichen Richtigkeit sind die Artikel an den Ergebnissen aktueller wissenschaftlicher Veröffentlichungen orientiert, die in renommierten Fachzeitschriften erschienen und zumeist in die zusammenfassenden Sachstandsberichte des Weltklimarates IPCC eingegangen sind.

Anmeldung zur Mitarbeit bitte über Dieter Kasang.

Kontakt: Dieter Kasang


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