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|{{Box2|Ueberschrift=Neue und überarbeitete Artikel|Fliesstext={{Bild-links|Bild=D-temp-Jahrzehnte-1881-2020.jpg|Breite=220px}}'''[[Klimaänderungen in Deutschland]]''': Die Jahresmitteltemperatur in Deutschland hat sich deutlich stärker erwärmt als im globalen Mittel. Vergleicht man die Mittelwerte der einzelnen Jahrzehnte (Abb. links), so liegt das Mittel der Jahrestemperaturen 2011-2020 bereits um 2 °C über den Jahresmittteltemperaturen um 1900. Damit ist in Deutschland die 2-Grad-Grenze, die nach der Pariser Klimakonferenz bis 2100 nicht überschritten werden sollte, bereits heute erreicht. Global hat die Temperatur in diesem Zeitraum nur um etwa 1,2 °C zugenommen. Allerdings werden hier auch die Temperaturen über den Ozeanen berücksichtigt. Bemerkenswert ist auch, dass sich seit den 1960er Jahren die Anzahl der Heißen Tage (max. Temperatur >30 °C) in Deutschland um etwa 10 Tage zugenomen hat, während die der Eistage (max. Temperatur <0 °C) deutlich zurückgegangen ist.<br />  
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[[Bild:D-Niederschlagssumme-Juni2021sm.jpg|left|220 px]]'''[[Starkregen und Hochwasser in Deutschland]]''': Die Anwohner der großen deutschen Flüsse haben seit Jahrhunderten mit Hochwasserkatastrophen zu kämpfen gehabt. In den letzten Jahrzehnten hat sich zunehmend die Frage gestellt, ob die großen Hochwasserkatastrophen durch den Klimawandel bedingt sind. In den 1990er Jahren war vor allem der Rhein betroffen, in den 2000er Jahren zerstörten Hochwasser Siedlungen und Inrastruktur an der Elbe und ihren Nebenflüssen. Im Juli 2021 verwüsteten extreme Niederschläge und die daraus entstandenen Fluten ganze Dörfer an kleinen Flüssen der Eifel und des Rheinischen Schiefergebirges. In Politik und Öffentlichkeit wurde nahezu einhellig der menschengemachte Klimawandel als Ursache dieses möglicherweise verheerendsten Flusshochwassers der jüngsten deutschen Geschichte gesehen.<br />  
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[[Bild:D-Niederschlagssumme-Juni2021sm.jpg|left|220 px]]'''[[Starkregen und Hochwasser in Deutschland]]''': Die Anwohner der großen deutschen Flüsse haben seit Jahrhunderten mit Hochwasserkatastrophen zu kämpfen gehabt. In den letzten Jahrzehnten hat sich zunehmend die Frage gestellt, ob die großen Hochwasserkatastrophen durch den Klimawandel bedingt sind. In den 1990er Jahren war vor allem der Rhein betroffen, in den 2000er Jahren zerstörten Hochwasser Siedlungen und Infrastruktur an der Elbe und ihren Nebenflüssen. Im Juli 2021 verwüsteten extreme Niederschläge und die daraus entstandenen Fluten ganze Dörfer an kleinen Flüssen der Eifel und des Rheinischen Schiefergebirges. In Politik und Öffentlichkeit wurde nahezu einhellig der menschengemachte Klimawandel als Ursache dieses möglicherweise verheerendsten Flusshochwassers der jüngsten deutschen Geschichte gesehen.<br />  
  
  

Aktuelle Version vom 13. September 2021, 17:18 Uhr

1 KLIMAWANDEL UND KLIMAFOLGEN

1.1 Neue und überarbeitete Artikel

D-temp-Jahrzehnte-1881-2020.jpg
Klimaänderungen in Deutschland: Die Jahresmitteltemperatur in Deutschland hat sich deutlich stärker erwärmt als im globalen Mittel. Vergleicht man die Mittelwerte der einzelnen Jahrzehnte (Abb. links), so liegt das Mittel der Jahrestemperaturen 2011-2020 bereits um 2 °C über den Jahresmittteltemperaturen um 1900. Damit ist in Deutschland die 2-Grad-Grenze, die nach der Pariser Klimakonferenz bis 2100 nicht überschritten werden sollte, bereits heute erreicht. Global hat die Temperatur in diesem Zeitraum nur um etwa 1,2 °C zugenommen. Allerdings werden hier auch die Temperaturen über den Ozeanen berücksichtigt. Bemerkenswert ist auch, dass sich seit den 1960er Jahren die Anzahl der Heißen Tage (max. Temperatur >30 °C) in Deutschland um etwa 10 Tage zugenommen hat, während die der Eistage (max. Temperatur <0 °C) deutlich zurückgegangen ist.



D-Niederschlagssumme-Juni2021sm.jpg
Starkregen und Hochwasser in Deutschland: Die Anwohner der großen deutschen Flüsse haben seit Jahrhunderten mit Hochwasserkatastrophen zu kämpfen gehabt. In den letzten Jahrzehnten hat sich zunehmend die Frage gestellt, ob die großen Hochwasserkatastrophen durch den Klimawandel bedingt sind. In den 1990er Jahren war vor allem der Rhein betroffen, in den 2000er Jahren zerstörten Hochwasser Siedlungen und Infrastruktur an der Elbe und ihren Nebenflüssen. Im Juli 2021 verwüsteten extreme Niederschläge und die daraus entstandenen Fluten ganze Dörfer an kleinen Flüssen der Eifel und des Rheinischen Schiefergebirges. In Politik und Öffentlichkeit wurde nahezu einhellig der menschengemachte Klimawandel als Ursache dieses möglicherweise verheerendsten Flusshochwassers der jüngsten deutschen Geschichte gesehen.



Middle East heat June 2021.jpg
Hitzewellen im Nahen Osten: Der Nahe Osten gehört zu den heißesten Regionen der Erde. Temperaturen von über 50 °C treten in jüngster Zeit häufiger auf, so in Kuwait mit 53,9 °C im Juli 2016. Die Region ist dicht besiedelt und stark verstädtert, so dass städtische Wärmeinseln die allgemein hohen Temperaturen noch erhöhen. Projektionen gehen davon aus, dass die Urbanisierung im Laufe der nächsten Jahrzehnte weiter zunimmt. Besonders belastend für die Bevölkerung ist in der Golf-Region das Zusammentreffen von hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit, die durch die starke Verdunstung über dem Persichen Golf entsteht und durch anschließenden Lufttransport Richtung Land auch die Ballungsräume der Region erreicht.

1.2 Bildersammlung

Europa temp RCP85.jpg
Bilder mit freien Lizenzen: Eine Sammlung von z.Zt. ca. 1500 Abbildungen mit freien Lizenzen, die - meistens unter bestimmten Bedingungen - weiter verwendet werden können. Es gibt z.B. Bilder zu folgenden Kategorien: Atmosphärische Zirkulation, Dürren, Eisschilde, Tropische Wirbelstürme etc. Die Bilder entstammen frei zugänglichen wissenschaftlichen Zeitschriften, Plattformen von Organisationen, die weitgehend copyrightfreies Material zur Verfügung stellen, und z.T. auch Büchern. Sie sind mit Erläuterungen versehen und wichtigen Themen des Klimawiki zugeordnet, was ein Verständnis im sachlichen Kontext ermöglicht. Die Sammlung wird ausgebaut.

1.3 Aktuelle Entwicklungen

Konzentration CO2 aktuell.jpg
CO2 auf Rekord-Niveau Nach den Messwerten auf dem Mauna Loa erreichte die CO2-Konzentration der Atmosphäre im Jahr 2020 mit fast 415 ppm einen neuen Rekordwert. Über mehrere Millionen Jahre betrug dieser Wert weniger als 300 ppm, vor Beginn der Industrialiserung sogar weniger als 280 ppm. Im Vergleich dazu bedeutet die aktuelle CO2-Konzentration eine Steigerung um fasst 50% in nur gut 200 Jahren, was gegenüber natürlichen Veränderungen geradezu explosiv ist. Auch die aktuelle Corona-Krise wird daran so gut wie nichts ändern und den CO2-Anstieg des Jahres 2020 nur geringfügig dämpfen. Mehr: Kohlendioxid-Konzentration



Arctic Sept ice1879-2013.jpg
Immer weniger Meereis Das arktische Meereis hat bisher vor allem im September, dem Monat seiner geringsten Ausdehnung, stark abgenommen. Im September 2020 wurde fast das bisherige Minimum vom September 2012 erreicht und seit Beginn der Satellitenmessungen nach 2012 zum zweiten Mal die 4 Mio. km2 Grenze unterschritten. Die Eiskante lag nördlich des 85. Breitengrads weit nördlich der Inselgruppen Spitzbergen, Franz-Josef-Land und Sewernaja Semlja und damit so weit im Norden wie bisher noch nie in der Satellitenära. Über den Zeitraum 1979-2019 zeigte das September-Eis eine Rate von -12,9 % pro Jahrzehnt.
Das antarktische Meereis nahm in den letzten Jahrzehnten dagegen eher leicht zu, worüber es verschiedene Erklärungsversuche gibt. Seit 2016 lag die Ausdehung jedoch bis zum aktuellen Jahr leicht unter dem Mittel der Jahre 1981-2010. Mehr: Arktisches Meereis, Antarktisches Meereis


Temp global aktuell.jpg

2016 das wärmste Jahr! Nach der Jahrhundertwende schien es zunächst, als ob sich die globale Mitteltemperatur trotz einer steigenden Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre nicht weiter erhöhen würde. Die Werte im neuen Jahrhundert lagen nur bei wenigen Jahren geringfügig über dem Spitzenjahr am Ende des letzten Jahrhunderts, 1998. In den 2010er Jahren sind die Temerpaturen jedoch wieder deutlich angestiegen. 1998 wurde von fast allen Jahren übertroffen. 2015 und 2016 lagen sogar um etwa 0,3 °C über dem Rekordjahr der 1990er Jahre. Grund war wie für 1998 ein starker El Niño, jene ungewöhnliche Erwärmung im tropischen Pazifik, die 2016 zu dem bisher wärmsten je gemessenen Jahr gemacht hat. Obwohl dann in den Folgejahren der El Niño-Einfluss verschwand, waren aber auch 2017, 2018 und 2019 noch relativ warm und gehörten zu den bis dahin fünf wärmsten Jahren seit Beginn der Messungen. 2020 wurde dann das zweitwärmste Jahr knapp nach 2016, obwohl es unter dem Einfluss einer La Niña stand, der kalten Schwester von El Niño. In Europa war 2020 jedoch wärmer als alle Jahre zuvor. Mehr zur aktuellen Klimaänderung

1.4 Climate Engineering

CE Verfahren.jpg
Trotz zahlreicher Warnungen aus der Wissenschaft vor den Folgen des Klimawandels zeigen die internationalen Bemühungen um den Klimaschutz nur wenig Wirkung. Die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre steigt mit 3,1 % pro Jahr unvermindert an und liegt inzwischen bei über 400 ppm. Angesichts dieser Entwicklung halten es viele Wissenschaftler für kaum noch möglich, dass das allgemein anerkannte Klimaziel, den globalen Temperaturanstieg auf 2 °C oder gar 1,5 °C zu begrenzen, erreicht werden kann. Daher werden zunehmend Eingriffe in das Klimasystem diskutiert, die die Auswirkungen des Klimawandels begrenzen sollen. Solche Eingriffe werden unter dem Begriff Climate Engineering zusammengefasst. Dabei geht es zum einen um die nachträgliche Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre und zum anderen um die Beeinflussung der Sonneneinstrahlung.

Climate Engineering, Solar Radiation Management (SRM), Modifikation mariner Schichtwolken, Climate Engineering und Arktisches Meereis, Ozeandüngung, Kohlendioxidentzug durch Aufforstung, Ökonomische Aspekte des Climate Engineering, Politische Herausforderungen von Climate Engineering

1.6 Bildungswiki Klimawandel

Das "Bildungswiki Klimawandel" ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Deutschen Bildungsserver, dem Climate Service Center und dem Hamburger Bildungsserver zum Aufbau einer Enzyklopädie über den anthropogenen Klimawandel und seine Folgen. In der sachlichen Richtigkeit sind die Artikel an den Ergebnissen aktueller wissenschaftlicher Veröffentlichungen orientiert, die in renommierten Fachzeitschriften erschienen und zumeist in die zusammenfassenden Sachstandsberichte des Weltklimarates IPCC eingegangen sind.

Anmeldung zur Mitarbeit bitte über Dieter Kasang.

Kontakt: Dieter Kasang


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