Regionale Klimaänderungen

Aus Klimawandel
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Abb. 1: Regionale Erwärmung 2005-2016 im Vergleich zur vorindustriellen Zeit (1850-1900) im Jahresmittel, im Sommer und im Winter. Grün eingerahmt Großregionen der Erde. WAF=Westafrika usw. (Daten von NASA GISTEMP)

1 Überblick

1.1 Temperaturen

Die Temperaturen in den letzten 100 Jahren sind über dem Land, insbesondere über den großen Kontinentalmassen der Nordhalbkugel, stärker als über dem Meer angestiegen. So sind die Meeresoberflächentemperaturen im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts nur etwa halb so stark gestiegen wie die Landtemperaturen. So lag nach Einschätzung der World Meteorological Organization WMO die mittlere globale Temperatur über dem Land 2015-2019 um ca. 1,7 °C über den vorindustriellen (1850-1900) Werten. Die Meeresoberflächentemperaturen waren 2015-2019 um etwa 0,8 °C wärmer als in vorindustrieller Zeit.[1] Einzelne Ozeangebiete zeigen sogar eine Abkühlung, so im Nordatlantik und am Rande der Antarktis (Abb. 1). Laut Weltklimarat IPCC haben bereits im Zeitraum 2006-2015 mindstens 20-40 % der Weltbevölkerung in wenigstens einer Jahreszeit eine Erwärmung von mehr als 1,5 °C erfahren.[2]

Der stärkste Temperaturanstieg wurde mit 0,3 °C und mehr pro Jahrzehnt in der Zeit von 1979 bis 2005 auf den Kontinenten der mittleren und höheren Breiten der Nordhalbkugel beobachtet, was einem Temperaturanstieg von über drei Grad Celsius in 100 Jahren entsprechen würde. Besonders stark ist die Temperaturzunahme 2006-2015 gegenüber der vorindustriellen Zeit (s. Abb. 1) über dem nördlichen Nordamerika und Grönland. Auf der südlichen Hemisphäre ist der Temperaturanstieg wegen der großen Wassermassen geringer als auf der nördlichen, aber auch die Landtemperaturen selber sind hier vor allem in den letzten 30 Jahren deutlich weniger stark angestiegen als auf der Nordhalbkugel.

Abb. 2: Änderung der Jahresmittelwerte der Niederschläge der Periode 1986-2015 im Vergleich zu 1901-1960

1.2 Niederschlag

In den ohnehin trockenen Subtropen verstärkt sich die potentielle Verdunstung, die in der wärmeren Atmosphäre aber seltener zu einer Wasserdampfsättigung und damit zu Niederschlägen führt. Wenn Niederschläge hier fallen, dann können sie wegen des höheren Wasserdampfgehalts der Atmosphäre heftiger ausfallen. Seit 1900 sind vor allem die Sahelzone, Südafrika, der Mittelmeerraum, Nordostbrasilien und das östliche Australien deutlich trockener geworden (Abb. 2).

Über den Ozeanen wurde in Übereinstimmung mit einer Zunahme der Meeresoberflächentemperatur eine Erhöhung des Wasserdampfgehalts der Troposphäre um 4% seit 1970 beobachtet. In den mittleren und höheren Breiten ist aufgrund der atmosphärischen Zirkulation, die einerseits das verdunstete Wasser aus den Subtropen in höhere Breiten transportiert und zum anderen das Mehr an Wasserdampf von den Ozeanen Richtung Kontinente befördert, allgemein mit höheren Niederschlägen zu rechnen. Tatsächlich haben die Niederschläge hier in der Zeit von 1900 bis 2005 nahezu durchgehend um 6-8% zugenommen. Deutliche Zunahmen finden sich auch über Argentinien und der La-Plate-Region sowie über dem westlichen Australien. [3]

2 Einzelne Regionen

2.1 Afrika

2.2 Asien

2.3 Nordamerika

2.4 Polargebiete

2.5 Lateinamerika

2.6 Europa

Das europäische Klima hat sich etwas stärker als im globalen Mittel erwärmt. Der mediterrane Raum ist deutlich trockener geworden, der Norden Europas dagegen deutlich feuchter. In Mitteleuropa zeigen sich jahreszeitlich unterschiedliche Entwicklungen, mit trockeneren Sommern und feuchteren Wintern.

3 Einzelnachweise

  1. World Meteorological Organization (2019): The Global Climate in 2015-2019
  2. IPCC (2018): Global Warming of 1.5 °C, 1.1
  3. IPCC (2007): Climate Change 2007, Working Group I: The Science of Climate Change, 3.3.2.2


4 Lizenzhinweis

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