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|{{Box2|Ueberschrift=Neue und überarbeitete Artikel|Fliesstext={{Bild-links|Bild=Carrascal fire Portugal Aug 2023.jpg|Breite=280px}} '''[[Waldbrände im Mittelmeerraum]]''' Der Mittelmeerraum ist die durch Waldbrände am stärksten gefährdete Region in Europa. Über 60% der europäischen Waldbrände und 80% der verbrannten Fläche fielen in jüngster Zeit auf den Mittelmeerraum. Auch wenn die jährliche Anzahl der Brände sich zuletzt kaum verändert hat, nahmen die sogenannten Megafeuer mit einer Fläche von über 5.000 ha zu, vor allem in Spanien und Portugal. Die Gründe liegen einerseits in der Erhöhung der Temperatur und Verstärkung von Dürren. Andererseits hat auch die Änderung der Landbedeckung und der Verlust an Landschaftspflege durch die Abwanderung der Landbevölkeung in die Städte dazu beigetragen.
|{{Box2|Ueberschrift=Neue und überarbeitete Artikel|Fliesstext={{Bild-links|Bild=Lübeck im Spätmittelalter.jpg|Breite=280px}} '''[[Mittelalterliche Warmzeit]]''' Die Mittelalterliche Warmzeit war lange ein viel diskutiertes Thema. Besonders Klimaleugnern war und ist sie immer noch ein "Beweis" dafür, dass auch die aktuelle Erwärmung ganz natürliche Ursachen habe, einfach, weil die Mittelalterliche Warmzeit wärmer gewesen sein soll als unsere Gegenwart. Dabei geht es in der Wissenschaft heute darum, ob es eine solche warme Klimaepoche im Mittelalter überhaupt gegeben hat, jedenfalls als ein weltweites Phänomen. Aktuelle Erkenntnisse zeigen vielmehr, dass höhere Temperaturen nur in bestimmten Regionen im Nordatlantikraum belegbar sind und dass auch die keine höheren Werte zeigen als die globale Erwärmung, in der wir leben.<br>
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[[Bild:Greenhouse-effect.png|left|280 px]]'''[[Treibhauseffekt]]''' Ohne den Treibhauseffekt wäre es auf der Erde so kalt, dass kein Leben darauf möglich wäre. Gäbe es keine Atmosphäre und darin keine Treibhausgase, wäre es auf der Erde am Tage extrem heiß und nachts extrem kalt - so wie auf dem Mond. Die Atmosphäre verhindert, dass die Energie der Sonne größtenteils wieder in den Weltraum entweicht. Die Treibhaugase fangen dabei zu einem großen Teil die Wärmestrahlen ab, die von der durch die Sonne erwärmten Erdoberfläche ausgehen. Durch menschliche Aktivitäten werden zusätzliche Treibhausgase in die Atmosphäre emittiert, wie Kohlendioxid durch das Verbrennen von fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl und Gas. Durch die Verstärkung des natürlichen Treibhauseffekts wird die Atmosphäre so stark erwärmt, dass Ökosysteme und die menschliche Gesellschaft zunehmend durch Wetterextreme, Meeresspiegelanstieg und andere Folgen bedroht sind.
[[Bild:Klimawandel-Grundwasser.jpg|left|280 px]]'''[[Wasserressourcen und Klimawandel]]''' Werden die verfügbaren Wasserressourcen durch den Klimawandel reichhaltiger oder nehmen sie ab? Eine Hypothese geht davon aus, dass die feuchten Gebiete feuchter und die trockenen Gebiete trockener werden (wet-getting-wetter and dry-getting-drier) und dadurch der Gegensatz zwischen trockenen und feuchten Regionen durch die globale Erwärmung zunehmen wird. Die andere Hypothese behauptet, dass es zu einer globalen Austrocknung kommen wird, weil die Zunahme der potentiellen Verdunstung die Änderungen der Niederschläge in den meisten Regionen übertreffen wird. Die Feuchter-Trockener-Hypothese trifft nach Beobachtungen und theoretischen Überlegungen weitgehend über dem Ozean zu. Über dem Land sind die Untersuchungsergebnisse jedoch nicht eindeutig.
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[[Bild:Chennai Monsoon rain.jpg|left|280 px]]'''[[Südasiatischer Monsun]]''': Der Südasiatischer Monsun bildet die Lebensgundlage für mindestens ein Viertel der Menschheit. Er ist der Hauptregenbringer für den indischen Subkontinent und seine leistungsfähige Landwirtschaft, die mit Indien den bevölkerungsreichsten Staat der Erde ernährt. Indien erhält 80% seiner Niederschläge während der Monsunzeit in den Sommermonaten von Juni bis September. Antriebskraft des Monsuns ist der Temperaturgegensatz zwischen dem Kontinent und dem Indischen Ozean. Jahrzehntelang hat die Luftverschmutzung durch Aerosole die Monsunwinde abgeschwächt und zu Dürren und Missernten geführt. Gegenwärtig zeichnet sich eine Wiederbelebung der Monsunniederschläge durch die globale Erwärmung ab, die nach Modellsimulationen auch über die kommenden Jahrzehnte anhalten wird.
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[[Bild:Meeresspiegelanstieg Zeitskalen.png|left|280 px]]'''[[Meeresspiegel der Zukunft]]'''  Der Meeresspiegelanstieg ist einer der schwerwiegendsten Folgen des Klimawandels. Er hat sich bisher nur langsam erhöht, aber dennoch in einem zunehmenden Tempo. Und er wird sich in Zukunft über Hunderte und Tausende von Jahren mit hoher Sicherheit weiter erhöhen, auch wenn die Menschheit es schaffen sollte, ihre fossilen Emissionen einzustellen. Die Erhöhung der Treibhausgase hat mit der Erwärmung des Ozeans und dem Schmelzen der beiden großen Eisschilde auf Grönland und der Antarktis Prozesse angestoßen, die sehr lange brauchen, bis sie sich dem jeweils herrschenden Klima auf der Erde angepasst haben. Die aktuellen Projektionen gehen von einem Anstieg des Meeresspiegels bis 2100 von maximal 1 m aus. Da vor allem das Abschmelzen der Eisschilde und seine Wechselwirkungen mit dem Klimasystem aber nur begrenzt verstanden sind und in Modellen abgebildet werden können, sind 2 m oder mehr nicht ausgeschlossen.<br>
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|{{Box2|Ueberschrift=Bildersammlung|Fliesstext={{Bild-links|Bild=Europa temp RCP85.jpg|Breite=280px}}'''[[:Kategorie:Bildergalerien|Bilder mit freien Lizenzen]]''': Eine Sammlung von z.Zt. ca. 2000 Abbildungen mit freien Lizenzen, die - meistens unter bestimmten Bedingungen - weiter verwendet werden können. Es gibt z.B. Bilder zu folgenden Kategorien: [[Atmosphärische Zirkulation (Bilder)|Atmosphärische Zirkulation]], [[Dürren (Bilder)|Dürren]], [[Eisschilde (Bilder)|Eisschilde]], [[Tropische Wirbelstürme (Bilder)|Tropische Wirbelstürme]] etc. Die Bilder entstammen frei zugänglichen wissenschaftlichen Zeitschriften, Plattformen von Organisationen, die weitgehend copyrightfreies Material zur Verfügung stellen, und z.T. auch Büchern. Sie sind mit Erläuterungen versehen und wichtigen Themen des Klimawiki zugeordnet, was ein Verständnis im sachlichen Kontext ermöglicht. Die Sammlung wird ausgebaut. - Eine neue Sammlung bietet [[:Kategorie:Einfache_Bilder|Einfache Bilder]] an, die komplexe Zusammenhänge auch ohne tieferes Vorwissen veranschaulichen.
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Aktuelle Version vom 31. Januar 2026, 17:03 Uhr

KLIMAWANDEL UND KLIMAFOLGEN

Neue und überarbeitete Artikel

Mittelalterliche Warmzeit Die Mittelalterliche Warmzeit war lange ein viel diskutiertes Thema. Besonders Klimaleugnern war und ist sie immer noch ein "Beweis" dafür, dass auch die aktuelle Erwärmung ganz natürliche Ursachen habe, einfach, weil die Mittelalterliche Warmzeit wärmer gewesen sein soll als unsere Gegenwart. Dabei geht es in der Wissenschaft heute darum, ob es eine solche warme Klimaepoche im Mittelalter überhaupt gegeben hat, jedenfalls als ein weltweites Phänomen. Aktuelle Erkenntnisse zeigen vielmehr, dass höhere Temperaturen nur in bestimmten Regionen im Nordatlantikraum belegbar sind und dass auch die keine höheren Werte zeigen als die globale Erwärmung, in der wir leben.


Treibhauseffekt Ohne den Treibhauseffekt wäre es auf der Erde so kalt, dass kein Leben darauf möglich wäre. Gäbe es keine Atmosphäre und darin keine Treibhausgase, wäre es auf der Erde am Tage extrem heiß und nachts extrem kalt - so wie auf dem Mond. Die Atmosphäre verhindert, dass die Energie der Sonne größtenteils wieder in den Weltraum entweicht. Die Treibhaugase fangen dabei zu einem großen Teil die Wärmestrahlen ab, die von der durch die Sonne erwärmten Erdoberfläche ausgehen. Durch menschliche Aktivitäten werden zusätzliche Treibhausgase in die Atmosphäre emittiert, wie Kohlendioxid durch das Verbrennen von fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl und Gas. Durch die Verstärkung des natürlichen Treibhauseffekts wird die Atmosphäre so stark erwärmt, dass Ökosysteme und die menschliche Gesellschaft zunehmend durch Wetterextreme, Meeresspiegelanstieg und andere Folgen bedroht sind.


Meeresspiegel der Zukunft Der Meeresspiegelanstieg ist einer der schwerwiegendsten Folgen des Klimawandels. Er hat sich bisher nur langsam erhöht, aber dennoch in einem zunehmenden Tempo. Und er wird sich in Zukunft über Hunderte und Tausende von Jahren mit hoher Sicherheit weiter erhöhen, auch wenn die Menschheit es schaffen sollte, ihre fossilen Emissionen einzustellen. Die Erhöhung der Treibhausgase hat mit der Erwärmung des Ozeans und dem Schmelzen der beiden großen Eisschilde auf Grönland und der Antarktis Prozesse angestoßen, die sehr lange brauchen, bis sie sich dem jeweils herrschenden Klima auf der Erde angepasst haben. Die aktuellen Projektionen gehen von einem Anstieg des Meeresspiegels bis 2100 von maximal 1 m aus. Da vor allem das Abschmelzen der Eisschilde und seine Wechselwirkungen mit dem Klimasystem aber nur begrenzt verstanden sind und in Modellen abgebildet werden können, sind 2 m oder mehr nicht ausgeschlossen.


Bildersammlung

Bilder mit freien Lizenzen: Eine Sammlung von z.Zt. ca. 2000 Abbildungen mit freien Lizenzen, die - meistens unter bestimmten Bedingungen - weiter verwendet werden können. Es gibt z.B. Bilder zu folgenden Kategorien: Atmosphärische Zirkulation, Dürren, Eisschilde, Tropische Wirbelstürme etc. Die Bilder entstammen frei zugänglichen wissenschaftlichen Zeitschriften, Plattformen von Organisationen, die weitgehend copyrightfreies Material zur Verfügung stellen, und z.T. auch Büchern. Sie sind mit Erläuterungen versehen und wichtigen Themen des Klimawiki zugeordnet, was ein Verständnis im sachlichen Kontext ermöglicht. Die Sammlung wird ausgebaut. - Eine neue Sammlung bietet Einfache Bilder an, die komplexe Zusammenhänge auch ohne tieferes Vorwissen veranschaulichen.



Aktuelle Entwicklungen

CO2 auf Rekord-Niveau Nach den Messwerten auf dem Mauna Loa erreichte die CO2-Konzentration der Atmosphäre im Jahr 2024 mit über 422 ppm einen neuen Jahresrekord. Im Mai 2025 wurden sogar 430 ppm übertroffen. Über mindestens 800.000, evtl. sogar über 2-3 Millionen Jahre betrug dieser Wert weniger als 300 ppm, vor Beginn der Industrialiserung sogar weniger als 280 ppm. Im Vergleich dazu bedeutet die aktuelle CO2-Konzentration eine Steigerung um 50% in nur gut 200 Jahren, was gegenüber natürlichen Veränderungen geradezu explosiv ist. Mehr: Kohlendioxid-Konzentration



Immer weniger Meereis Das arktische Meereis hat bisher vor allem im September, dem Monat seiner geringsten Ausdehnung, stark abgenommen. Im September 2020 wurde fast das bisherige Minimum vom September 2012 erreicht und seit Beginn der Satellitenmessungen nach 2012 zum zweiten Mal die 4 Mio. km2 Grenze unterschritten. Die Eiskante lag nördlich des 85. Breitengrads weit nördlich der Inselgruppen Spitzbergen, Franz-Josef-Land und Sewernaja Semlja und damit so weit im Norden wie bisher noch nie in der Satellitenära. Über den Zeitraum 1979-2019 zeigte das September-Eis eine Rate von -12,9 % pro Jahrzehnt.
Das antarktische Meereis nahm in den letzten Jahrzehnten dagegen eher leicht zu, worüber es verschiedene Erklärungsversuche gibt. Seit 2017 nahm die Ausdehnung des Eises rund um die Antarktis jedoch bis zum aktuellen Jahr überraschenderweise deutlich ab. Mehr: Arktisches Meereis, Antarktisches Meereis


2023 und 2024 - die wärmsten Jahre 2024 hat das bisher wärmste Jahr 2023 noch einmal um 0,12 °C globale Mitteltemperatur übertroffen und ist jetzt das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen. Die globale Mitteltemperatur lag nach dem europäischen Copernicus Climate Change Service mit 1,60 °C über den vorindustriellen (1850-1900) Temperaturen und war damit das erste Kalenderjahr, das die 1,5-Grad-Grenze des Klimaabkommens von Paris (2015) übertroffen hat. Wie im bisherige Rekordjahr 2023 waren die hohen Temperaturen auch 2024 durch einen El Niño, eine ungewöhnliche Erwärmung im tropischen Pazifik, mit beeinflusst. 2023 hatte sich ein starker El Niño entwickelt, der in das Jahr 2024 hinein angehalten hat. Grundlegend für die hohen Temperaturen in den Jahren 2023 und 2024 waren aber vor allem der Klimawandel durch die Emission anthropogener Treibhausgase. Auch die Ozeane waren in beiden Jahren historisch warm, mit besonders hohen Meeresoberflächentemperaturen im Nordatlantik.

Climate Engineering

Climate Engineering: Trotz zahlreicher Warnungen aus der Wissenschaft vor den Folgen des Klimawandels zeigen die internationalen Bemühungen um den Klimaschutz nur wenig Wirkung. Die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre steigt unvermindert an und liegt inzwischen bei über 420 ppm. Angesichts dieser Entwicklung halten es viele Wissenschaftler für kaum noch möglich, dass das allgemein anerkannte Klimaziel, den globalen Temperaturanstieg auf 2 °C oder gar 1,5 °C zu begrenzen, erreicht werden kann. Daher werden zunehmend Eingriffe in das Klimasystem diskutiert, die die Auswirkungen des Klimawandels begrenzen sollen. Solche Eingriffe werden unter dem Begriff Climate Engineering zusammengefasst. Dabei geht es zum einen um die nachträgliche Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre und zum anderen um die Beeinflussung der Sonneneinstrahlung.

Climate Engineering, Solar Radiation Management (SRM), Modifikation mariner Schichtwolken, Climate Engineering und Arktisches Meereis, Ozeandüngung, Kohlendioxidentzug durch Aufforstung, Ökonomische Aspekte des Climate Engineering, Politische Herausforderungen von Climate Engineering

Bildungswiki Klimawandel

Das "Bildungswiki Klimawandel" ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Deutschen Bildungsserver, dem Climate Service Center und dem Hamburger Bildungsserver zum Aufbau einer Enzyklopädie über den anthropogenen Klimawandel und seine Folgen. In der sachlichen Richtigkeit sind die Artikel an den Ergebnissen aktueller wissenschaftlicher Veröffentlichungen orientiert, die in renommierten Fachzeitschriften erschienen und zumeist in die zusammenfassenden Sachstandsberichte des Weltklimarates IPCC eingegangen sind.

Anmeldung zur Mitarbeit bitte über Dieter Kasang.

Kontakt: Dieter Kasang