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|{{Box2|Ueberschrift=Neue Artikel|Fliesstext={{Bild-links|Bild=Rhonegletscher 1900.jpeg|Breite=220px}}'''[[Gletscher in den Alpen]]''' In den Alpen gibt es etwa 5000 Gletscher. Einige sind Hauptquellort für die großen europäischen Flüsse Rhein, Rhône, Po und Donau, weshalb die Alpen auch als „Wasserschloss“ Europas bezeichnet werden. Wie fast überall auf der Welt gehen auch die Alpengletscher zurück, besonders seit den 1980er Jahren. Ihre größte Ausdehnung besaßen die Gletscher der Alpen am Ende der Kleinen Eiszeit in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Das jetzige Gletschervolumen liegt bei einem Drittel des ursprünglichen Volumens von 1850. Als Ursachen für den Rückgang der Gletscher in den Alpen kommen sowohl natürliche Schwankungen des Klimas wie der Klimawandel durch den Menschen in Frage. Neben der globalen Erwärmung sind die Nordatlantische Oszillation  und die Atlantische Multidekaden Oszillation wichtige Einflussfaktoren.<br />  
|{{Box2|Ueberschrift=Neue und überarbeitete Artikel|Fliesstext={{Bild-links|Bild=Globale temp1850-2025.jpg|Breite=280px}} '''[[2023, 2024 und 2025 - die wärmsten Jahre|2023, 2024 und 2025]]''' - das Trio Infernale. Die letzten drei Jahre 2023, 2024 und 2025 sind global die wärmsten drei Jahre seit Beginn der Messungen bzw. seit 1850. Sie ragen gegenüber den vorhergegangenen Jahren deutlich hervor und lassen eine Beschleunigung der Erderwärmung vermuten. 2024 war das wärmste Jahr mit einer Temperatur von über 1,5 °C über der vorindustriellen Temperatur von 1850-1900, gefolgt von 2023 und 2025. Möglicherweise ist 2023-2025 sogar die wärmste 3-Jahres-Periode seit der letzten Zwischeneiszeit vor 120.000 Jahren. Der Hauptgrund für die sich anscheinend beschleunigende Erwärmung ist die weiterhin zunehmende Treibhausgaskonzentration durch menschliche Aktivitäten. Hinzu kommt die ebenfalls durch menschliches Handeln bewirkte Abnahme der Aerosol-Emission, durch die der abkühlende Effekt der Aerosole nach und nach entfällt.<br>
[[Gletscher in den Alpen|Mehr...]]<br />  
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[[Bild:Lübeck im Spätmittelalter.jpg|left|280 px]]'''[[Mittelalterliche Warmzeit]]''' Die Mittelalterliche Warmzeit war lange ein viel diskutiertes Thema. Besonders Klimaleugnern war und ist sie immer noch ein "Beweis" dafür, dass auch die aktuelle Erwärmung ganz natürliche Ursachen habe, einfach, weil die Mittelalterliche Warmzeit wärmer gewesen sein soll als unsere Gegenwart. Dabei geht es in der Wissenschaft heute darum, ob es eine solche warme Klimaepoche im Mittelalter überhaupt gegeben hat, jedenfalls als ein weltweites Phänomen. Aktuelle Erkenntnisse zeigen vielmehr, dass höhere Temperaturen nur in bestimmten Regionen im Nordatlantikraum belegbar sind und dass auch die keine höheren Werte zeigen als die globale Erwärmung, in der wir leben.
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[[Bild:Amazon drought 2005.jpg|left|220 px]]  
[[Bild:Greenhouse-effect.png|left|280 px]]'''[[Treibhauseffekt]]''' Ohne den Treibhauseffekt wäre es auf der Erde so kalt, dass kein Leben darauf möglich wäre. Gäbe es keine Atmosphäre und darin keine Treibhausgase, wäre es auf der Erde am Tage extrem heiß und nachts extrem kalt - so wie auf dem Mond. Die Atmosphäre verhindert, dass die Energie der Sonne größtenteils wieder in den Weltraum entweicht. Die Treibhaugase fangen dabei zu einem großen Teil die Wärmestrahlen ab, die von der durch die Sonne erwärmten Erdoberfläche ausgehen. Durch menschliche Aktivitäten werden zusätzliche Treibhausgase in die Atmosphäre emittiert, wie Kohlendioxid durch das Verbrennen von fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl und Gas. Durch die Verstärkung des natürlichen Treibhauseffekts wird die Atmosphäre so stark erwärmt, dass Ökosysteme und die menschliche Gesellschaft zunehmend durch Wetterextreme, Meeresspiegelanstieg und andere Folgen bedroht sind.
'''[[Klimaprojektionen Amazonasgebiet]]''' Die Folgen der globalen Erwärmung auf das Amazonasgebiet und die Wirkung von Veränderungen des Amazonasregenwaldes auf das regionale und globale Klima haben besondere Aufmerksamkeit erlangt. Dieser größte tropische Regenwald der Erde ist vor allem als CO<sub>2</sub>-Speicher für das globale Klima von Bedeutung. Er hat aber auch über den Kohlenstoff- und Wasserkreislauf sowie den Strahlungshaushalt einen Einfluss auf das lokale, regionale und globale Klima. Zugleich ist der Amazonasregenwald durch die mit dem  Klimawandel verbundene regionale Abnahme des Niederschlags bedroht, zusätzlich zu der Bedrohung durch die direkten Eingriffe des Menschen. Einige Wissenschaftler sehen im Amazonasgebiet einen Kipppunkt im Klimasystem und befürchten eine unumkehrbare Austrocknung des Regenwaldes. Die Dürren in den Jahren 2005 (s. Abb.) und 2010, in denen die Niederschläge in manchen Gebieten um 50 % und mehr unter den Durchschnittswerten lagen, gelten manchen Experten als Vorboten der künftigen Entwicklung.<br />  
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[[Klimaprojektionen Amazonasgebiet|Mehr...]]
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|{{Box2|Ueberschrift=Bildersammlung|Fliesstext={{Bild-links|Bild=Europa temp RCP85.jpg|Breite=280px}}'''[[:Kategorie:Bildergalerien|Bilder mit freien Lizenzen]]''': Eine Sammlung von z.Zt. ca. 2000 Abbildungen mit freien Lizenzen, die - meistens unter bestimmten Bedingungen - weiter verwendet werden können. Es gibt z.B. Bilder zu folgenden Kategorien: [[Atmosphärische Zirkulation (Bilder)|Atmosphärische Zirkulation]], [[Dürren (Bilder)|Dürren]], [[Eisschilde (Bilder)|Eisschilde]], [[Tropische Wirbelstürme (Bilder)|Tropische Wirbelstürme]] etc. Die Bilder entstammen frei zugänglichen wissenschaftlichen Zeitschriften, Plattformen von Organisationen, die weitgehend copyrightfreies Material zur Verfügung stellen, und z.T. auch Büchern. Sie sind mit Erläuterungen versehen und wichtigen Themen des Klimawiki zugeordnet, was ein Verständnis im sachlichen Kontext ermöglicht. Die Sammlung wird ausgebaut. - Eine neue Sammlung bietet [[:Kategorie:Einfache_Bilder|Einfache Bilder]] an, die komplexe Zusammenhänge auch ohne tieferes Vorwissen veranschaulichen.
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|{{Box2|Ueberschrift=Hintergrundartikel zu aktuellen Themen|Fliesstext={{Bild-links|Bild=Kate 2003.jpg|Breite=220px}}Der Taifun Haiyan hat mit seinen Verwüstungen auf zahlreichen Inseln der Philippinen wieder einmal die gewaltige Zerstörungskraft tropischer Wirbelstürme weltweit ins Bewusstsein gerückt. Er war einer der stärksten tropischen Wirbelstürme, die je gemessen wurden, und erreichte mit Windgeschwindikeiten deutlich über 300 km/h die Kategorie 5 eines Supertaifuns. Der Sturm verwüstete am 7. und 8. November 2013 auf den Inseln Leyte und Samar durch orkanartige Winde, starke Niederschläge und Flutwellen weite Landstriche und ganze Städte. Die Zahl der Todesopfer wird auf mehrere Tausend Menschen geschätzt. Tropische Wirbelstürme treten nicht nur im Pazifik auf, wo sie Taifune heißen. Vor einem Jahr verursachte etwa der Hurrikan Sandy an der US-amerikanischen Ostküste Schäden von ca. 90 Mrd. US$ und tötete allein in New York 43 Menschen. Eine viel diskutierte Frage ist, ob solche gewaltigen Extremereignisse durch den Klimawandel häufiger auftreten und/oder stärker werden.<br />
Mehr zu dem Thema findet sich in den folgenden Artikeln: [[Tropische Wirbelstürme]], [[Tropische Wirbelstürme und globale Erwärmung]], [[Taifune im Nordwest-Pazifik]], [[Hurrikan Sandy]]<br />
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|{{Box2|Ueberschrift=Ein neuer Themenbereich|Fliesstext={{Bild-links|Bild=CE Verfahren.jpg|Breite=220px}}'''[[Climate Engineering]]''' Trotz zahlreicher Warnungen aus der Wissenschaft vor den Folgen des Klimawandels zeigen die internationalen Bemühungen um den Klimaschutz so gut wie keine Wirkung. Die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre steigt mit 3,1 % pro Jahr unvermindert an und hat im Mai 2013 kurzfristig die magische Grenze von 400 ppm überschritten. Angesichts dieser Entwicklung halten es viele Wissenschaftler für kaum noch möglich, dass das allgemein anerkannte Klimaziel, den globalen Temperaturanstieg auf 2 °C zu begrenzen, erreicht werden kann. Daher werden zunehmend Eingriffe in das Klimasystem diskutiert, die die Auswirkungen des Klimawandels begrenzen sollen. Solche Eingriffe werden unter dem Begriff ''Climate Engineering'' zusammengefasst. Dabei geht es zum einen um die nachträgliche Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre und zum anderen um die Beeinflussung der Strahlungsbilanz. In den nächsten Monaten werden auf dem Klima-Wiki mehrere Artikel zum Climate Engineering erscheinen. Ein Einführungsbeitrag und ein Artikel über die Aufhellung von Wolken über dm Ozean geben einen ersten Einblick in die Thematik.
|{{Box2|Ueberschrift=Aktuelle Entwicklungen|Fliesstext={{Bild-links|Bild=Konzentration_CO2_aktuell.jpg|Breite=280px}}'''CO<sub>2</sub> auf Rekord-Niveau''' Nach den Messwerten auf dem Mauna Loa erreichte die CO<sub>2</sub>-Konzentration der Atmosphäre im Jahr 2024 mit über 422 ppm einen neuen Jahresrekord. Im Mai 2025 wurden sogar 430 ppm übertroffen. Über mindestens 800.000, evtl. sogar über 2-3 Millionen Jahre betrug dieser Wert weniger als 300 ppm, vor Beginn der Industrialiserung sogar weniger als 280 ppm. Im Vergleich dazu bedeutet die aktuelle CO<sub>2</sub>-Konzentration eine Steigerung um 50% in nur gut 200 Jahren, was gegenüber natürlichen Veränderungen geradezu explosiv ist. Mehr: [[Kohlendioxid-Konzentration]]<br />
[[Climate Engineering]], [[Modifikation mariner Schichtwolken]]
 
 
 
 
[[Bild:Arctic Sept ice1879-2013.jpg|left|280 px]]'''Immer weniger Meereis''' Das arktische Meereis hat bisher vor allem im September, dem Monat seiner geringsten Ausdehnung, stark abgenommen. Im September 2020 wurde fast das bisherige Minimum vom September 2012 erreicht und seit Beginn der Satellitenmessungen nach 2012 zum zweiten Mal die 4 Mio. km<sup>2</sup> Grenze unterschritten. Die Eiskante lag nördlich des 85. Breitengrads weit nördlich der Inselgruppen Spitzbergen, Franz-Josef-Land und Sewernaja Semlja und damit so weit im Norden wie bisher noch nie in der Satellitenära. Über den Zeitraum 1979-2019 zeigte das September-Eis eine Rate von -12,9 % pro Jahrzehnt.<br> Das antarktische Meereis nahm in den letzten Jahrzehnten dagegen eher leicht zu, worüber es verschiedene Erklärungsversuche gibt. Seit 2017 nahm die Ausdehnung des Eises rund um die Antarktis jedoch bis zum aktuellen Jahr überraschenderweise deutlich ab. Mehr: [[Arktisches Meereis]], [[Antarktisches Meereis]]<br />
 
 
 
[[Bild:Global-temp-1940-2025.jpg|left|280 px]]
'''[[2023 und 2024 - die wärmsten Jahre]]''' 2024 hat das bisher wärmste Jahr 2023 noch einmal um 0,12 °C globale Mitteltemperatur übertroffen und ist jetzt das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen. Die globale Mitteltemperatur lag nach dem europäischen Copernicus Climate Change Service mit 1,60 °C über den vorindustriellen (1850-1900) Temperaturen und war damit das erste Kalenderjahr, das die 1,5-Grad-Grenze des Klimaabkommens von Paris (2015) übertroffen hat. Wie im bisherige Rekordjahr 2023 waren die hohen Temperaturen auch 2024 durch einen El Niño, eine ungewöhnliche Erwärmung im tropischen Pazifik, mit beeinflusst. 2023 hatte sich ein starker El Niño entwickelt, der in das Jahr 2024 hinein angehalten hat. Grundlegend für die hohen Temperaturen in den Jahren 2023 und 2024 waren aber vor allem der Klimawandel durch die Emission anthropogener Treibhausgase. Auch die Ozeane waren in beiden Jahren historisch warm, mit besonders hohen Meeresoberflächentemperaturen im Nordatlantik.<br />
 
 
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|{{Box2|Ueberschrift=Folgen des Klimawandels|Fliesstext={{Bild-links|Bild=AnophelesGambiaemosquito.jpg|Breite=220px}}Der Klimawandel kann sich unmittelbar oder mittelbar über Krankheisträger auf die menschliche Gesundheit auswirken. Beispielsweise können steigende Durchschnittstemperaturen oder vermehrt vorkommende Hitzewellen zu höheren Sterberaten führen oder das verstärkte Auftreten von Krankheiten fördern. So fielen der mittel- und westeuropäischen Hitzwelle 2003 nach heutigen Schätzungen über 70 000 Menschen zum Opfer, zumeist alte und kranke Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen. Ein verändertes Klima kann aber auch für zahlreiche Überträger von Krankheiten die Lebensbedingungen so verändern, dass sich Krankheiten in Regionen verbreiten, in denen sie bisher nicht zuhause waren. So stellt sich die Frage, ob sich die an sich in den Tropen heimische Anopheles-Nücke künftig auch in Europa ausbreiten und Malaria übertragen könnte. Oder ob die Verbreitung von Allergien verursachenden Pollen zunehmen wird, z.B. auch durch zuvor in Deutschland nicht heimische Pflanzen wie die Ambrosia artemisiifolia.<br />
|{{Box2|Ueberschrift=Climate Engineering|Fliesstext={{Bild-links|Bild=CE Verfahren.jpg|Breite=280px}}[https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Kategorie:Climate_Engineering Climate Engineering]: Trotz zahlreicher Warnungen aus der Wissenschaft vor den Folgen des Klimawandels zeigen die internationalen Bemühungen um den Klimaschutz nur wenig Wirkung. Die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre steigt unvermindert an und liegt inzwischen bei über 420 ppm. Angesichts dieser Entwicklung halten es viele Wissenschaftler für kaum noch möglich, dass das allgemein anerkannte Klimaziel, den globalen Temperaturanstieg auf 2 °C oder gar 1,5 °C zu begrenzen, erreicht werden kann. Daher werden zunehmend Eingriffe in das Klimasystem diskutiert, die die Auswirkungen des Klimawandels begrenzen sollen. Solche Eingriffe werden unter dem Begriff ''Climate Engineering'' zusammengefasst. Dabei geht es zum einen um die nachträgliche Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre und zum anderen um die Beeinflussung der Sonneneinstrahlung.  
[[Klimawandel und Gesundheit]], [[Hitzewellen und Gesundheit]], [[Malaria]], [[Klimawandel und Allergien]]
[[Climate Engineering]], [[Solar Radiation Management (SRM)]], [[Modifikation mariner Schichtwolken]], [[Climate Engineering und Arktisches Meereis]], [[Ozeandüngung]], [[Kohlendioxidentzug durch Aufforstung]], [[Ökonomische Aspekte des Climate Engineering]], [[Politische Herausforderungen von Climate Engineering]]
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|{{Box4|Ueberschrift=Bildungswiki '''"Klimawandel"'''|Fliesstext=Das Bildungswiki '''"Klimawandel"''' ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Deutschen Bildungsserver, dem Climate Service Center und dem Hamburger Bildungsserver zum Aufbau einer Enzyklopädie über den anthropogenen Klimawandel und seine Folgen.  
|{{Box4|Ueberschrift=Bildungswiki Klimawandel|Fliesstext=Das '''"Bildungswiki Klimawandel"''' ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Deutschen Bildungsserver, dem Climate Service Center und dem Hamburger Bildungsserver zum Aufbau einer Enzyklopädie über den anthropogenen Klimawandel und seine Folgen.  
In der sachlichen Richtigkeit sind die Artikel an den Ergebnissen aktueller wissenschaftlicher Veröffentlichungen orientiert, die in renommierten Fachzeitschriften erschienen und zumeist in die zusammenfassenden Sachstandsberichte des Weltklimarates IPCC eingegangen sind.
In der sachlichen Richtigkeit sind die Artikel an den Ergebnissen aktueller wissenschaftlicher Veröffentlichungen orientiert, die in renommierten Fachzeitschriften erschienen und zumeist in die zusammenfassenden Sachstandsberichte des Weltklimarates IPCC eingegangen sind.
   
   
'''Autorinnen und Autoren mit Fachwissen und Schreibfertigkeit sind jederzeit willkommen.''' Das Wiki "Klimawandel" ist auf die Nutzung im Bildungsbereich ausgerichtet. Wünschenswert sind daher einerseits populärwissenschaftliche Fachartikel, andererseits einfache Artikel für jüngere Schüler. Hinweise auf die Verwendung im Unterricht, von einfachen Fragestellungen oder Experimenten bis hin zu ganzen Unterrichtskonzepten, sind ausdrücklich erwünscht. Eine erste Einführung in die Arbeit mit dem Wiki "Klimawandel" bietet die [[Klimawandel:Hilfe|Hilfe]]. Anmeldung zur Mitarbeit bitte über [[Benutzer:Dieter_Kasang|Dieter Kasang]].
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Aktuelle Version vom 7. Februar 2026, 19:54 Uhr

KLIMAWANDEL UND KLIMAFOLGEN

Neue und überarbeitete Artikel

2023, 2024 und 2025 - das Trio Infernale. Die letzten drei Jahre 2023, 2024 und 2025 sind global die wärmsten drei Jahre seit Beginn der Messungen bzw. seit 1850. Sie ragen gegenüber den vorhergegangenen Jahren deutlich hervor und lassen eine Beschleunigung der Erderwärmung vermuten. 2024 war das wärmste Jahr mit einer Temperatur von über 1,5 °C über der vorindustriellen Temperatur von 1850-1900, gefolgt von 2023 und 2025. Möglicherweise ist 2023-2025 sogar die wärmste 3-Jahres-Periode seit der letzten Zwischeneiszeit vor 120.000 Jahren. Der Hauptgrund für die sich anscheinend beschleunigende Erwärmung ist die weiterhin zunehmende Treibhausgaskonzentration durch menschliche Aktivitäten. Hinzu kommt die ebenfalls durch menschliches Handeln bewirkte Abnahme der Aerosol-Emission, durch die der abkühlende Effekt der Aerosole nach und nach entfällt.


Mittelalterliche Warmzeit Die Mittelalterliche Warmzeit war lange ein viel diskutiertes Thema. Besonders Klimaleugnern war und ist sie immer noch ein "Beweis" dafür, dass auch die aktuelle Erwärmung ganz natürliche Ursachen habe, einfach, weil die Mittelalterliche Warmzeit wärmer gewesen sein soll als unsere Gegenwart. Dabei geht es in der Wissenschaft heute darum, ob es eine solche warme Klimaepoche im Mittelalter überhaupt gegeben hat, jedenfalls als ein weltweites Phänomen. Aktuelle Erkenntnisse zeigen vielmehr, dass höhere Temperaturen nur in bestimmten Regionen im Nordatlantikraum belegbar sind und dass auch die keine höheren Werte zeigen als die globale Erwärmung, in der wir leben.


Treibhauseffekt Ohne den Treibhauseffekt wäre es auf der Erde so kalt, dass kein Leben darauf möglich wäre. Gäbe es keine Atmosphäre und darin keine Treibhausgase, wäre es auf der Erde am Tage extrem heiß und nachts extrem kalt - so wie auf dem Mond. Die Atmosphäre verhindert, dass die Energie der Sonne größtenteils wieder in den Weltraum entweicht. Die Treibhaugase fangen dabei zu einem großen Teil die Wärmestrahlen ab, die von der durch die Sonne erwärmten Erdoberfläche ausgehen. Durch menschliche Aktivitäten werden zusätzliche Treibhausgase in die Atmosphäre emittiert, wie Kohlendioxid durch das Verbrennen von fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl und Gas. Durch die Verstärkung des natürlichen Treibhauseffekts wird die Atmosphäre so stark erwärmt, dass Ökosysteme und die menschliche Gesellschaft zunehmend durch Wetterextreme, Meeresspiegelanstieg und andere Folgen bedroht sind.




Bildersammlung

Bilder mit freien Lizenzen: Eine Sammlung von z.Zt. ca. 2000 Abbildungen mit freien Lizenzen, die - meistens unter bestimmten Bedingungen - weiter verwendet werden können. Es gibt z.B. Bilder zu folgenden Kategorien: Atmosphärische Zirkulation, Dürren, Eisschilde, Tropische Wirbelstürme etc. Die Bilder entstammen frei zugänglichen wissenschaftlichen Zeitschriften, Plattformen von Organisationen, die weitgehend copyrightfreies Material zur Verfügung stellen, und z.T. auch Büchern. Sie sind mit Erläuterungen versehen und wichtigen Themen des Klimawiki zugeordnet, was ein Verständnis im sachlichen Kontext ermöglicht. Die Sammlung wird ausgebaut. - Eine neue Sammlung bietet Einfache Bilder an, die komplexe Zusammenhänge auch ohne tieferes Vorwissen veranschaulichen.



Aktuelle Entwicklungen

CO2 auf Rekord-Niveau Nach den Messwerten auf dem Mauna Loa erreichte die CO2-Konzentration der Atmosphäre im Jahr 2024 mit über 422 ppm einen neuen Jahresrekord. Im Mai 2025 wurden sogar 430 ppm übertroffen. Über mindestens 800.000, evtl. sogar über 2-3 Millionen Jahre betrug dieser Wert weniger als 300 ppm, vor Beginn der Industrialiserung sogar weniger als 280 ppm. Im Vergleich dazu bedeutet die aktuelle CO2-Konzentration eine Steigerung um 50% in nur gut 200 Jahren, was gegenüber natürlichen Veränderungen geradezu explosiv ist. Mehr: Kohlendioxid-Konzentration



Immer weniger Meereis Das arktische Meereis hat bisher vor allem im September, dem Monat seiner geringsten Ausdehnung, stark abgenommen. Im September 2020 wurde fast das bisherige Minimum vom September 2012 erreicht und seit Beginn der Satellitenmessungen nach 2012 zum zweiten Mal die 4 Mio. km2 Grenze unterschritten. Die Eiskante lag nördlich des 85. Breitengrads weit nördlich der Inselgruppen Spitzbergen, Franz-Josef-Land und Sewernaja Semlja und damit so weit im Norden wie bisher noch nie in der Satellitenära. Über den Zeitraum 1979-2019 zeigte das September-Eis eine Rate von -12,9 % pro Jahrzehnt.
Das antarktische Meereis nahm in den letzten Jahrzehnten dagegen eher leicht zu, worüber es verschiedene Erklärungsversuche gibt. Seit 2017 nahm die Ausdehnung des Eises rund um die Antarktis jedoch bis zum aktuellen Jahr überraschenderweise deutlich ab. Mehr: Arktisches Meereis, Antarktisches Meereis


2023 und 2024 - die wärmsten Jahre 2024 hat das bisher wärmste Jahr 2023 noch einmal um 0,12 °C globale Mitteltemperatur übertroffen und ist jetzt das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen. Die globale Mitteltemperatur lag nach dem europäischen Copernicus Climate Change Service mit 1,60 °C über den vorindustriellen (1850-1900) Temperaturen und war damit das erste Kalenderjahr, das die 1,5-Grad-Grenze des Klimaabkommens von Paris (2015) übertroffen hat. Wie im bisherige Rekordjahr 2023 waren die hohen Temperaturen auch 2024 durch einen El Niño, eine ungewöhnliche Erwärmung im tropischen Pazifik, mit beeinflusst. 2023 hatte sich ein starker El Niño entwickelt, der in das Jahr 2024 hinein angehalten hat. Grundlegend für die hohen Temperaturen in den Jahren 2023 und 2024 waren aber vor allem der Klimawandel durch die Emission anthropogener Treibhausgase. Auch die Ozeane waren in beiden Jahren historisch warm, mit besonders hohen Meeresoberflächentemperaturen im Nordatlantik.

Climate Engineering

Climate Engineering: Trotz zahlreicher Warnungen aus der Wissenschaft vor den Folgen des Klimawandels zeigen die internationalen Bemühungen um den Klimaschutz nur wenig Wirkung. Die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre steigt unvermindert an und liegt inzwischen bei über 420 ppm. Angesichts dieser Entwicklung halten es viele Wissenschaftler für kaum noch möglich, dass das allgemein anerkannte Klimaziel, den globalen Temperaturanstieg auf 2 °C oder gar 1,5 °C zu begrenzen, erreicht werden kann. Daher werden zunehmend Eingriffe in das Klimasystem diskutiert, die die Auswirkungen des Klimawandels begrenzen sollen. Solche Eingriffe werden unter dem Begriff Climate Engineering zusammengefasst. Dabei geht es zum einen um die nachträgliche Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre und zum anderen um die Beeinflussung der Sonneneinstrahlung.

Climate Engineering, Solar Radiation Management (SRM), Modifikation mariner Schichtwolken, Climate Engineering und Arktisches Meereis, Ozeandüngung, Kohlendioxidentzug durch Aufforstung, Ökonomische Aspekte des Climate Engineering, Politische Herausforderungen von Climate Engineering

Bildungswiki Klimawandel

Das "Bildungswiki Klimawandel" ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Deutschen Bildungsserver, dem Climate Service Center und dem Hamburger Bildungsserver zum Aufbau einer Enzyklopädie über den anthropogenen Klimawandel und seine Folgen. In der sachlichen Richtigkeit sind die Artikel an den Ergebnissen aktueller wissenschaftlicher Veröffentlichungen orientiert, die in renommierten Fachzeitschriften erschienen und zumeist in die zusammenfassenden Sachstandsberichte des Weltklimarates IPCC eingegangen sind.

Anmeldung zur Mitarbeit bitte über Dieter Kasang.

Kontakt: Dieter Kasang