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|{{Box2|Ueberschrift=Neue und überarbeitete Artikel - und ein neues Portal!|Fliesstext={{Bild-links|Bild=Klima2know_Logo.jpg|Breite=280px}} '''[https://www.bildungsserver.de/klima2know/ klima2know]''' Der Deutsche Bildungsserver hat in Kooperation mit dem Hamburger Bildungsserver ein neues Portal zum Klimawandel für junge Leute entwickelt. Es bietet verständlich aufbereitete Informationstexte und einfache Schaubilder, widerlegt Falschbehauptungen über den Klimawandel und seine Folgen, zeigt in Interviews, was Forschende und Aktivist*innen denken. Interaktive Elemente wie Quizfragen ermöglichen eine spielerische Auseinandersetzung mit dem komplexen Thema Klimawandel. Videos und Podcasts erweitern das Medienangebot. Die Inhalte werden laufend erweitert. Darüber hinaus setzt das Pilotprojekt verstärkt auf die Ansprache jüngerer Zielgruppen über soziale Medien. Inhaltlich baut das Webangebot auf dem hier vorliegenden und bereits etablierten Klimawiki des Deutschen und des Hamburger Bildungsservers auf. <br>
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[[Bild:Kelp canopy.jpg|left|280 px]]'''[[Algen als CO2-Speicher]]''' In jüngster Zeit sind Makroalgen als bedeutende ozeanische Kohlenstoffsenke in den Blick geraten. Zwei Arten mit einem hohen Speicherpotential sind Tang-Wälder und Sargassum. Die einen finden sich in mittleren bis hohen Breien, die anderen eher in den Tropen. Während Tang-Wälder auf felsigem Meeresboden verankert sind, besitzt Sargassum eine frei schwimmende Lebensweise. Makroalgen bedecken eine Fläche von 600-722 Millionen Hektar und nehmen 61-268 Mio. Tonnen Kohlenstoff jährlich auf. Sie bieten oft für andere Meereslebewesen im Meer wertvolle Lebensräume und werden von Menschen teilweise als Basis für Nahrungsmittel und sonstige Zwecke genutzt. Initiativen zur Verstärkung der CO<sub>2</sub>-Aufnahme aus der Atmosphäre stecken noch in den Anfängen.
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[[Bild:RCP8.5-vermieden.jpg|left|280 px]]'''[[Neue Szenarien für den 7. IPCC-Bericht]]''' Etwa alle 7 Jahre gibt der Weltklimarat IPCC einen Sachstandsbericht über den aktuellen Stand der Klimaforschung heraus. Im Vorlauf des 7. Berichts, der 2028/29 erscheinen soll, erschien im April 2026 eine Darstellung neuer Szenarien, die in der Öffentlichkeit einige Aufmerksamkeit erregt hat. Grund war die Streichung des bisher höchsten Szenarios, nach dem zum Ende des Jahrhunderts eine globale Erwärmung von 4,5 °C möglich wäre. Eine solche katastrophale Klimaänderung, die dem Unterschied zwischen der letzten Eiszeit und der heutigen Warmzeit entspricht, wird nun aufgrund der Erfolge des weltweiten Klimaschutzes nicht mehr für plausibel gehalten. Allerdings wird in dem Entwurf der neuen Szenarien auch ausgeschlossen, dass das 1,5-Grad-Ziel einer nicht gefährlichen Klimaentwicklung noch erreichbar ist.
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[[Bild:Grönland-Prozesse.jpg|left|280 px]]'''[[Grönländischer Eisschild]]''' Auf der Erde gibt es in der gegenwärtigen Warmzeit zwei Eisschilde, den Grönländischen und den Antarktischen Eisschild. Bei einem vollständigen Abschmelzen würde der Meeresspiegel durch den Grönländischen Eisschild um 7,4 m steigen, durch den Antarktische Eisschild um 58 m. Bis zum Ende des 21. Jahrhunderts könnte der Meeresspiegelanstieg durch den Beitrag Grönlands um 3-10 cm, nach manchen Berechnungen aber auch bis 30 cm ansteigen. An dem Eisverlust Grönlands sind verschiedene Prozessse beteiligt. Zum einen fließt das Eis von hoch gelegenen Innern der Insel sehr langsam ins Meer und schmilzt dort durch das wärmer werdende Meerwasser, zum anderen schmilzt das Eis an der Oberfläche durch die sich erwärmende Atmosphäre. Mit einem vollständigen Abschmelzen des Grönländischen Eisschilds wird in einem oder mehreren Jahrtausenden gerechnet. 
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|{{Box2|Ueberschrift=Neue Artikel|Fliesstext={{Bild-links|Bild=Gletschergebiete N-Amerika.jpg|Breite=220px}}'''[[Gletscher in Nordamerika]]''' Nordamerika ist der Kontinent mit der mit Abstand größten Gletscherfläche außerhalb von Grönland und der Antarktis. Die Gletscher finden sich vor allem in der kanadischen Arktis und in Alaska. Die Temperaturen sind in diesen hohen Breiten überdurchschnittlich stark gestiegen. So sind im kanadisch-arktischen Archipel die mittleren Jahrestemperaturen um 2,2 °C in den letzten 25 Jahren angestiegen, und in Alaska haben die Wintertemperaturen in den letzten 60 Jahren um 3,4 °C zugenommen. Die Folge ist ein nahezu überall zu beobachtender Rückgang der Eisbedeckung. Zahlreiche kleinere Gletscher sind ganz verschwunden. Große Gezeitengletscher in Alaska, die in den Golf von Alaska münden, verloren mehrere Kilometer an Länge. In der kanadischen Arktis verkleinerten sich die Flächen der großen Eiskappen. Am Nordrand der Ellesmere-Insel hat sich ein großes Schelfeisgebiet nahezu aufgelöst.<br />
|{{Box2|Ueberschrift=Bildersammlung|Fliesstext={{Bild-links|Bild=Europa temp RCP85.jpg|Breite=280px}}'''[[:Kategorie:Bildergalerien|Bilder mit freien Lizenzen]]''': Eine Sammlung von z.Zt. ca. 2000 Abbildungen mit freien Lizenzen, die - meistens unter bestimmten Bedingungen - weiter verwendet werden können. Es gibt z.B. Bilder zu folgenden Kategorien: [[Atmosphärische Zirkulation (Bilder)|Atmosphärische Zirkulation]], [[Dürren (Bilder)|Dürren]], [[Eisschilde (Bilder)|Eisschilde]], [[Tropische Wirbelstürme (Bilder)|Tropische Wirbelstürme]] etc. Die Bilder entstammen frei zugänglichen wissenschaftlichen Zeitschriften, Plattformen von Organisationen, die weitgehend copyrightfreies Material zur Verfügung stellen, und z.T. auch Büchern. Sie sind mit Erläuterungen versehen und wichtigen Themen des Klimawiki zugeordnet, was ein Verständnis im sachlichen Kontext ermöglicht. Die Sammlung wird ausgebaut. - Eine neue Sammlung bietet [[:Kategorie:Einfache_Bilder|Einfache Bilder]] an, die komplexe Zusammenhänge auch ohne tieferes Vorwissen veranschaulichen.
[[Gletscher in Nordamerika|Mehr...]]<br />
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|{{Box2|Ueberschrift=Aktuelle Entwicklungen|Fliesstext={{Bild-links|Bild=Klimaindikatoren-2025-Startseite.jpg|Breite=280px}}'''[[Aktuelle Klimadaten]]''' Alle 6-8 Jahre veröffentlicht der Weltklimarat IPCC einen Bericht über die Änderung des Klimas durch die menschliche Emissionen von Treibhausgasen. Der letzte Bericht ist 2021/22 erschienen, der nächste ist für 2029 geplant. Da die Klimaänderung weitergeht, veröffentlichen in der Zwischenzeit IPCC-Autoren wichtige aktuelle Klimadaten in jährlichen Darstellungen. Hier wird der jeweils letzte Berichte vereinfacht zusammengefasst. Dazu gehören die aktuellen Treibhausgasemissionen und -konzentrationen, der Strahlungsantrieb, die aktuelle globale Mitteltemperatur und das verbleibende CO<sub>2</sub>-Budget bis zur Erreichung des 1,5°C-Ziels.<br />
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[[Bild:CO2-konzentration aktuell.jpg|left|280 px]]'''[[Kohlendioxid-Konzentration|CO<sub>2</sub> auf Rekord-Niveau]]''' Nach den Messwerten auf dem Mauna Loa erreichte die CO<sub>2</sub>-Konzentration der Atmosphäre im Jahr 2024 mit über 422 ppm einen neuen Jahresrekord. Im Mai 2025 und 2026 wurden sogar 430 ppm übertroffen. Über mindestens 800.000, evtl. sogar über 2-3 Millionen Jahre betrug dieser Wert weniger als 300 ppm, vor Beginn der Industrialiserung sogar weniger als 280 ppm. Im Vergleich dazu bedeutet die aktuelle CO<sub>2</sub>-Konzentration eine Steigerung um 50% in nur gut 200 Jahren, was gegenüber natürlichen Veränderungen geradezu explosiv ist. Mehr: [[Kohlendioxid-Konzentration]]<br />
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[[Bild:Syr Darya Flussverlauf.jpg|left|220 px]]
'''[[Wasserprobleme in Zentralasien]]''' Zentralasien gehört zu den wichtigsten Regionen auf der Welt, die wahrscheinlich mit Wasserknappheit, sozialen Konflikten und politischer Gewalt rechnen müssen, weil der Klimawandel die wasserspendenden Gletscher der Hochgebirge abschmelzen lässt. Im semiariden bis ariden Zentralasien hängen Leben und Wirtschaft stark von den Wasserressourcen ab, die aus den Oberläufen der Flüsse aus dem Pamir und vor allem dem Tien Shan stammen, einem ca. 2000 km langen Gebirgszug, der wegen seiner vielen Gletscher und deren Bedeutung für die Wasserführung der Flüsse auch als "Wasserschloss Asiens" bezeichnet wird. Die Gebirgsgletscher sind besonders in den trockenen Sommermonaten, wenn das Wasser für die Bewässerung der Felder am meisten gebraucht wird, von entscheidender Bedeutung. Der Abfluss in den wichtigsten Tien-Shan-Flüssen wird in naher Zukunft möglicherweise stabil bleiben oder durch die zunehmende Gletscherschmelze bzw. steigenden Niederschläge sogar leicht ansteigen, bis zum Ende des Jahrhunderts aber wahrscheinlich deutlich sinken.<br />
[[Wasserprobleme in Zentralasien|Mehr...]]<br />


[[Bild:Arctic Sept ice1879-2013.jpg|left|280 px]]'''Immer weniger Meereis''' Das arktische Meereis hat bisher vor allem im September, dem Monat seiner geringsten Ausdehnung, stark abgenommen. Im September 2020 wurde fast das bisherige Minimum vom September 2012 erreicht und seit Beginn der Satellitenmessungen nach 2012 zum zweiten Mal die 4 Mio. km<sup>2</sup> Grenze unterschritten. Die Eiskante lag nördlich des 85. Breitengrads weit nördlich der Inselgruppen Spitzbergen, Franz-Josef-Land und Sewernaja Semlja und damit so weit im Norden wie bisher noch nie in der Satellitenära. Über den Zeitraum 1979-2019 zeigte das September-Eis eine Rate von -12,9 % pro Jahrzehnt.<br> Das antarktische Meereis nahm in den letzten Jahrzehnten dagegen eher leicht zu, worüber es verschiedene Erklärungsversuche gibt. Seit 2017 nahm die Ausdehnung des Eises rund um die Antarktis jedoch bis zum aktuellen Jahr überraschenderweise deutlich ab. Mehr: [[Arktisches Meereis]], [[Antarktisches Meereis]]<br />






[[Bild:Global-temp-1940-2025.jpg|left|280 px]]
'''[[2023, 2024 und 2025 - die wärmsten Jahre]]''' 2024 hat das bisher wärmste Jahr 2023 noch einmal um 0,12 °C globale Mitteltemperatur übertroffen und ist jetzt das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen. Die globale Mitteltemperatur lag nach dem europäischen Copernicus Climate Change Service mit 1,60 °C über den vorindustriellen (1850-1900) Temperaturen und war damit das erste Kalenderjahr, das die 1,5-Grad-Grenze des Klimaabkommens von Paris (2015) übertroffen hat. Wie im bisherige Rekordjahr 2023 waren die hohen Temperaturen auch 2024 durch einen El Niño, eine ungewöhnliche Erwärmung im tropischen Pazifik, mit beeinflusst. 2023 hatte sich ein starker El Niño entwickelt, der in das Jahr 2024 hinein angehalten hat. Grundlegend für die hohen Temperaturen in den Jahren 2023 und 2024 waren aber vor allem der Klimawandel durch die Emission anthropogener Treibhausgase. Auch die Ozeane waren in beiden Jahren historisch warm, mit besonders hohen Meeresoberflächentemperaturen im Nordatlantik.<br />


[[Bild:Bundestag.jpg|left|220 px]]
'''[[Politische Herausforderungen von Climate Engineering]]'''  Climate Engineering kam stärker in die klimapolitische Diskussion, als drastische Einsparungen von Treibhausgasemissionen immer unwahrscheinlicher wurden. Die aktuelle Klimapolitik steckt in dem Dilemma, sich für die Reduktion von Emissionen einzusetzen, aber dennoch zu scheitern. Climate Engineering ist erst aufgrund dieser aktuellen Problematik bekannt und politisch bedeutsam geworden, nachdem es einige Jahrzehnte vor allem von Wissenschaftlern und Militärs diskutiert worden war.<br />
[[Politische Herausforderungen von Climate Engineering|Mehr...]]<br />
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|{{Box2|Ueberschrift=Ein neuer Themenbereich|Fliesstext={{Bild-links|Bild=CE Verfahren.jpg|Breite=220px}}'''[[Climate Engineering]]''' Trotz zahlreicher Warnungen aus der Wissenschaft vor den Folgen des Klimawandels zeigen die internationalen Bemühungen um den Klimaschutz so gut wie keine Wirkung. Die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre steigt mit 3,1 % pro Jahr unvermindert an und hat im Mai 2013 kurzfristig die magische Grenze von 400 ppm überschritten. Angesichts dieser Entwicklung halten es viele Wissenschaftler für kaum noch möglich, dass das allgemein anerkannte Klimaziel, den globalen Temperaturanstieg auf 2 °C zu begrenzen, erreicht werden kann. Daher werden zunehmend Eingriffe in das Klimasystem diskutiert, die die Auswirkungen des Klimawandels begrenzen sollen. Solche Eingriffe werden unter dem Begriff ''Climate Engineering'' zusammengefasst. Dabei geht es zum einen um die nachträgliche Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre und zum anderen um die Beeinflussung der Strahlungsbilanz. In den nächsten Monaten werden auf dem Klima-Wiki mehrere Artikel zum Climate Engineering erscheinen. Ein Einführungsbeitrag und Artikel über die Aufhellung von Wolken über dem Ozean sowie über die Eisendüngung des Ozeans zur Anregung von Algenwachstum geben einen ersten Einblick in die Thematik.
[[Climate Engineering]], [[Modifikation mariner Schichtwolken]], [[Ozeandüngung]], [[Kohlendioxidentzug durch Aufforstung]], [[Ökonomische Aspekte des Climate Engineering]], [[Politische Herausforderungen von Climate Engineering]]
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|{{Box2|Ueberschrift=5. Sachstandsbericht des IPCC|Fliesstext={{Bild-links|Bild=IPCC AR5 WGI cover.jpg|Breite=180px}}Der [[IPCC|Weltklimarat IPCC]] (Intergovernmental Panel on Climate Change) gibt 2013/14 in drei Teilen seinen 5. Sachstandsbericht heraus. Der 1. Teil zu den Veränderungen des physikalischen Klimasytems und deren Ursachen ist im September 2013 erscheinen, der zweite Teil über die Folgen und Risiken des Klimawandels im März und der dritte Teil über Anpassungsmöglichkeiten an den Klimawandel und Vermeidung eines gefährlichen Klimawandels im April 2014. Der Bericht bestätigt fundierter als bisher, dass sich das Klima der Erde durch den menschlichen Einfluss ändert und dass bei einem ungebremsten Ausstoß von Treibhausgasen ein gefährlicher Klimawandel bevorsteht. Ein globaler Temperaturanstieg um 4°C und mehr gegenüber dem vorindustriellem Niveau ist danach möglich. Die Folge wären unvermeidbare Schäden durch den Meeresspiegelanstieg und Extremereignisse wie Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen für den Menschen und zahlreiche Ökosysteme. Die gegenwärtigen Vermeidungs- und Anpassungsmaßnahmen werden zur Verhinderung dieser Folgen nicht ausreichen.<br />
|{{Box2|Ueberschrift=Climate Engineering|Fliesstext={{Bild-links|Bild=CE Verfahren.jpg|Breite=280px}}[https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Kategorie:Climate_Engineering Climate Engineering]: Trotz zahlreicher Warnungen aus der Wissenschaft vor den Folgen des Klimawandels zeigen die internationalen Bemühungen um den Klimaschutz nur wenig Wirkung. Die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre steigt unvermindert an und liegt inzwischen bei über 420 ppm. Angesichts dieser Entwicklung halten es viele Wissenschaftler für kaum noch möglich, dass das allgemein anerkannte Klimaziel, den globalen Temperaturanstieg auf 2 °C oder gar 1,5 °C zu begrenzen, erreicht werden kann. Daher werden zunehmend Eingriffe in das Klimasystem diskutiert, die die Auswirkungen des Klimawandels begrenzen sollen. Solche Eingriffe werden unter dem Begriff ''Climate Engineering'' zusammengefasst. Dabei geht es zum einen um die nachträgliche Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre und zum anderen um die Beeinflussung der Sonneneinstrahlung.  
[[IPCC]]
[[Climate Engineering]], [[Solar Radiation Management (SRM)]], [[Modifikation mariner Schichtwolken]], [[Climate Engineering und Arktisches Meereis]], [[Ozeandüngung]], [[Kohlendioxidentzug durch Aufforstung]], [[Ökonomische Aspekte des Climate Engineering]], [[Politische Herausforderungen von Climate Engineering]]
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|{{Box4|Ueberschrift=Bildungswiki '''"Klimawandel"'''|Fliesstext=Das Bildungswiki '''"Klimawandel"''' ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Deutschen Bildungsserver, dem Climate Service Center und dem Hamburger Bildungsserver zum Aufbau einer Enzyklopädie über den anthropogenen Klimawandel und seine Folgen.  
|{{Box4|Ueberschrift=Bildungswiki Klimawandel|Fliesstext=Das '''"Bildungswiki Klimawandel"''' ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Deutschen Bildungsserver, dem Climate Service Center und dem Hamburger Bildungsserver zum Aufbau einer Enzyklopädie über den anthropogenen Klimawandel und seine Folgen.  
In der sachlichen Richtigkeit sind die Artikel an den Ergebnissen aktueller wissenschaftlicher Veröffentlichungen orientiert, die in renommierten Fachzeitschriften erschienen und zumeist in die zusammenfassenden Sachstandsberichte des Weltklimarates IPCC eingegangen sind.
In der sachlichen Richtigkeit sind die Artikel an den Ergebnissen aktueller wissenschaftlicher Veröffentlichungen orientiert, die in renommierten Fachzeitschriften erschienen und zumeist in die zusammenfassenden Sachstandsberichte des Weltklimarates IPCC eingegangen sind.
   
   
'''Autorinnen und Autoren mit Fachwissen und Schreibfertigkeit sind jederzeit willkommen.''' Das Wiki "Klimawandel" ist auf die Nutzung im Bildungsbereich ausgerichtet. Wünschenswert sind daher einerseits populärwissenschaftliche Fachartikel, andererseits einfache Artikel für jüngere Schüler. Hinweise auf die Verwendung im Unterricht, von einfachen Fragestellungen oder Experimenten bis hin zu ganzen Unterrichtskonzepten, sind ausdrücklich erwünscht. Eine erste Einführung in die Arbeit mit dem Wiki "Klimawandel" bietet die [[Klimawandel:Hilfe|Hilfe]]. Anmeldung zur Mitarbeit bitte über [[Benutzer:Dieter_Kasang|Dieter Kasang]].
Anmeldung zur Mitarbeit bitte über [[Benutzer:Dieter_Kasang|Dieter Kasang]].
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Aktuelle Version vom 25. Juni 2026, 14:46 Uhr

KLIMAWANDEL UND KLIMAFOLGEN

Neue und überarbeitete Artikel - und ein neues Portal!

klima2know Der Deutsche Bildungsserver hat in Kooperation mit dem Hamburger Bildungsserver ein neues Portal zum Klimawandel für junge Leute entwickelt. Es bietet verständlich aufbereitete Informationstexte und einfache Schaubilder, widerlegt Falschbehauptungen über den Klimawandel und seine Folgen, zeigt in Interviews, was Forschende und Aktivist*innen denken. Interaktive Elemente wie Quizfragen ermöglichen eine spielerische Auseinandersetzung mit dem komplexen Thema Klimawandel. Videos und Podcasts erweitern das Medienangebot. Die Inhalte werden laufend erweitert. Darüber hinaus setzt das Pilotprojekt verstärkt auf die Ansprache jüngerer Zielgruppen über soziale Medien. Inhaltlich baut das Webangebot auf dem hier vorliegenden und bereits etablierten Klimawiki des Deutschen und des Hamburger Bildungsservers auf.


Algen als CO2-Speicher In jüngster Zeit sind Makroalgen als bedeutende ozeanische Kohlenstoffsenke in den Blick geraten. Zwei Arten mit einem hohen Speicherpotential sind Tang-Wälder und Sargassum. Die einen finden sich in mittleren bis hohen Breien, die anderen eher in den Tropen. Während Tang-Wälder auf felsigem Meeresboden verankert sind, besitzt Sargassum eine frei schwimmende Lebensweise. Makroalgen bedecken eine Fläche von 600-722 Millionen Hektar und nehmen 61-268 Mio. Tonnen Kohlenstoff jährlich auf. Sie bieten oft für andere Meereslebewesen im Meer wertvolle Lebensräume und werden von Menschen teilweise als Basis für Nahrungsmittel und sonstige Zwecke genutzt. Initiativen zur Verstärkung der CO2-Aufnahme aus der Atmosphäre stecken noch in den Anfängen.


Neue Szenarien für den 7. IPCC-Bericht Etwa alle 7 Jahre gibt der Weltklimarat IPCC einen Sachstandsbericht über den aktuellen Stand der Klimaforschung heraus. Im Vorlauf des 7. Berichts, der 2028/29 erscheinen soll, erschien im April 2026 eine Darstellung neuer Szenarien, die in der Öffentlichkeit einige Aufmerksamkeit erregt hat. Grund war die Streichung des bisher höchsten Szenarios, nach dem zum Ende des Jahrhunderts eine globale Erwärmung von 4,5 °C möglich wäre. Eine solche katastrophale Klimaänderung, die dem Unterschied zwischen der letzten Eiszeit und der heutigen Warmzeit entspricht, wird nun aufgrund der Erfolge des weltweiten Klimaschutzes nicht mehr für plausibel gehalten. Allerdings wird in dem Entwurf der neuen Szenarien auch ausgeschlossen, dass das 1,5-Grad-Ziel einer nicht gefährlichen Klimaentwicklung noch erreichbar ist.


Grönländischer Eisschild Auf der Erde gibt es in der gegenwärtigen Warmzeit zwei Eisschilde, den Grönländischen und den Antarktischen Eisschild. Bei einem vollständigen Abschmelzen würde der Meeresspiegel durch den Grönländischen Eisschild um 7,4 m steigen, durch den Antarktische Eisschild um 58 m. Bis zum Ende des 21. Jahrhunderts könnte der Meeresspiegelanstieg durch den Beitrag Grönlands um 3-10 cm, nach manchen Berechnungen aber auch bis 30 cm ansteigen. An dem Eisverlust Grönlands sind verschiedene Prozessse beteiligt. Zum einen fließt das Eis von hoch gelegenen Innern der Insel sehr langsam ins Meer und schmilzt dort durch das wärmer werdende Meerwasser, zum anderen schmilzt das Eis an der Oberfläche durch die sich erwärmende Atmosphäre. Mit einem vollständigen Abschmelzen des Grönländischen Eisschilds wird in einem oder mehreren Jahrtausenden gerechnet.


Bildersammlung

Bilder mit freien Lizenzen: Eine Sammlung von z.Zt. ca. 2000 Abbildungen mit freien Lizenzen, die - meistens unter bestimmten Bedingungen - weiter verwendet werden können. Es gibt z.B. Bilder zu folgenden Kategorien: Atmosphärische Zirkulation, Dürren, Eisschilde, Tropische Wirbelstürme etc. Die Bilder entstammen frei zugänglichen wissenschaftlichen Zeitschriften, Plattformen von Organisationen, die weitgehend copyrightfreies Material zur Verfügung stellen, und z.T. auch Büchern. Sie sind mit Erläuterungen versehen und wichtigen Themen des Klimawiki zugeordnet, was ein Verständnis im sachlichen Kontext ermöglicht. Die Sammlung wird ausgebaut. - Eine neue Sammlung bietet Einfache Bilder an, die komplexe Zusammenhänge auch ohne tieferes Vorwissen veranschaulichen.

Aktuelle Entwicklungen

Aktuelle Klimadaten Alle 6-8 Jahre veröffentlicht der Weltklimarat IPCC einen Bericht über die Änderung des Klimas durch die menschliche Emissionen von Treibhausgasen. Der letzte Bericht ist 2021/22 erschienen, der nächste ist für 2029 geplant. Da die Klimaänderung weitergeht, veröffentlichen in der Zwischenzeit IPCC-Autoren wichtige aktuelle Klimadaten in jährlichen Darstellungen. Hier wird der jeweils letzte Berichte vereinfacht zusammengefasst. Dazu gehören die aktuellen Treibhausgasemissionen und -konzentrationen, der Strahlungsantrieb, die aktuelle globale Mitteltemperatur und das verbleibende CO2-Budget bis zur Erreichung des 1,5°C-Ziels.


CO2 auf Rekord-Niveau Nach den Messwerten auf dem Mauna Loa erreichte die CO2-Konzentration der Atmosphäre im Jahr 2024 mit über 422 ppm einen neuen Jahresrekord. Im Mai 2025 und 2026 wurden sogar 430 ppm übertroffen. Über mindestens 800.000, evtl. sogar über 2-3 Millionen Jahre betrug dieser Wert weniger als 300 ppm, vor Beginn der Industrialiserung sogar weniger als 280 ppm. Im Vergleich dazu bedeutet die aktuelle CO2-Konzentration eine Steigerung um 50% in nur gut 200 Jahren, was gegenüber natürlichen Veränderungen geradezu explosiv ist. Mehr: Kohlendioxid-Konzentration



Immer weniger Meereis Das arktische Meereis hat bisher vor allem im September, dem Monat seiner geringsten Ausdehnung, stark abgenommen. Im September 2020 wurde fast das bisherige Minimum vom September 2012 erreicht und seit Beginn der Satellitenmessungen nach 2012 zum zweiten Mal die 4 Mio. km2 Grenze unterschritten. Die Eiskante lag nördlich des 85. Breitengrads weit nördlich der Inselgruppen Spitzbergen, Franz-Josef-Land und Sewernaja Semlja und damit so weit im Norden wie bisher noch nie in der Satellitenära. Über den Zeitraum 1979-2019 zeigte das September-Eis eine Rate von -12,9 % pro Jahrzehnt.
Das antarktische Meereis nahm in den letzten Jahrzehnten dagegen eher leicht zu, worüber es verschiedene Erklärungsversuche gibt. Seit 2017 nahm die Ausdehnung des Eises rund um die Antarktis jedoch bis zum aktuellen Jahr überraschenderweise deutlich ab. Mehr: Arktisches Meereis, Antarktisches Meereis


2023, 2024 und 2025 - die wärmsten Jahre 2024 hat das bisher wärmste Jahr 2023 noch einmal um 0,12 °C globale Mitteltemperatur übertroffen und ist jetzt das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen. Die globale Mitteltemperatur lag nach dem europäischen Copernicus Climate Change Service mit 1,60 °C über den vorindustriellen (1850-1900) Temperaturen und war damit das erste Kalenderjahr, das die 1,5-Grad-Grenze des Klimaabkommens von Paris (2015) übertroffen hat. Wie im bisherige Rekordjahr 2023 waren die hohen Temperaturen auch 2024 durch einen El Niño, eine ungewöhnliche Erwärmung im tropischen Pazifik, mit beeinflusst. 2023 hatte sich ein starker El Niño entwickelt, der in das Jahr 2024 hinein angehalten hat. Grundlegend für die hohen Temperaturen in den Jahren 2023 und 2024 waren aber vor allem der Klimawandel durch die Emission anthropogener Treibhausgase. Auch die Ozeane waren in beiden Jahren historisch warm, mit besonders hohen Meeresoberflächentemperaturen im Nordatlantik.

Climate Engineering

Climate Engineering: Trotz zahlreicher Warnungen aus der Wissenschaft vor den Folgen des Klimawandels zeigen die internationalen Bemühungen um den Klimaschutz nur wenig Wirkung. Die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre steigt unvermindert an und liegt inzwischen bei über 420 ppm. Angesichts dieser Entwicklung halten es viele Wissenschaftler für kaum noch möglich, dass das allgemein anerkannte Klimaziel, den globalen Temperaturanstieg auf 2 °C oder gar 1,5 °C zu begrenzen, erreicht werden kann. Daher werden zunehmend Eingriffe in das Klimasystem diskutiert, die die Auswirkungen des Klimawandels begrenzen sollen. Solche Eingriffe werden unter dem Begriff Climate Engineering zusammengefasst. Dabei geht es zum einen um die nachträgliche Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre und zum anderen um die Beeinflussung der Sonneneinstrahlung.

Climate Engineering, Solar Radiation Management (SRM), Modifikation mariner Schichtwolken, Climate Engineering und Arktisches Meereis, Ozeandüngung, Kohlendioxidentzug durch Aufforstung, Ökonomische Aspekte des Climate Engineering, Politische Herausforderungen von Climate Engineering

Bildungswiki Klimawandel

Das "Bildungswiki Klimawandel" ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Deutschen Bildungsserver, dem Climate Service Center und dem Hamburger Bildungsserver zum Aufbau einer Enzyklopädie über den anthropogenen Klimawandel und seine Folgen. In der sachlichen Richtigkeit sind die Artikel an den Ergebnissen aktueller wissenschaftlicher Veröffentlichungen orientiert, die in renommierten Fachzeitschriften erschienen und zumeist in die zusammenfassenden Sachstandsberichte des Weltklimarates IPCC eingegangen sind.

Anmeldung zur Mitarbeit bitte über Dieter Kasang.

Kontakt: Dieter Kasang