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|{{Box2|Ueberschrift=Neue und überarbeitete Artikel|Fliesstext={{Bild-links|Bild=Globale temp1850-2025.jpg|Breite=280px}} '''[[2023, 2024 und 2025 - die wärmsten Jahre|2023, 2024 und 2025]]''' - das Trio Infernale. Die letzten drei Jahre 2023, 2024 und 2025 sind global die wärmsten drei Jahre seit Beginn der Messungen bzw. seit 1850. Sie ragen gegenüber den vorhergegangenen Jahren deutlich hervor und lassen eine Beschleunigung der Erderwärmung vermuten. 2024 war das wärmste Jahr mit einer Temperatur von über 1,5 °C über der vorindustriellen Temperatur von 1850-1900, gefolgt von 2023 und 2025. Möglicherweise ist 2023-2025 sogar die wärmste 3-Jahres-Periode seit der letzten Zwischeneiszeit vor 120.000 Jahren. Der Hauptgrund für die sich anscheinend beschleunigende Erwärmung ist die weiterhin zunehmende Treibhausgaskonzentration durch menschliche Aktivitäten. Hinzu kommt die ebenfalls durch menschliches Handeln bewirkte Abnahme der Aerosol-Emission, durch die der abkühlende Effekt der Aerosole nach und nach entfällt.<br>
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[[Bild:Lübeck im Spätmittelalter.jpg|left|280 px]]'''[[Mittelalterliche Warmzeit]]''' Die Mittelalterliche Warmzeit war lange ein viel diskutiertes Thema. Besonders Klimaleugnern war und ist sie immer noch ein "Beweis" dafür, dass auch die aktuelle Erwärmung ganz natürliche Ursachen habe, einfach, weil die Mittelalterliche Warmzeit wärmer gewesen sein soll als unsere Gegenwart. Dabei geht es in der Wissenschaft heute darum, ob es eine solche warme Klimaepoche im Mittelalter überhaupt gegeben hat, jedenfalls als ein weltweites Phänomen. Aktuelle Erkenntnisse zeigen vielmehr, dass höhere Temperaturen nur in bestimmten Regionen im Nordatlantikraum belegbar sind und dass auch die keine höheren Werte zeigen als die globale Erwärmung, in der wir leben.
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[[Bild:Greenhouse-effect.png|left|280 px]]'''[[Treibhauseffekt]]'''  Ohne den Treibhauseffekt wäre es auf der Erde so kalt, dass kein Leben darauf möglich wäre. Gäbe es keine Atmosphäre und darin keine Treibhausgase, wäre es auf der Erde am Tage extrem heiß und nachts extrem kalt - so wie auf dem Mond. Die Atmosphäre verhindert, dass die Energie der Sonne größtenteils wieder in den Weltraum entweicht. Die Treibhaugase fangen dabei zu einem großen Teil die Wärmestrahlen ab, die von der durch die Sonne erwärmten Erdoberfläche ausgehen. Durch menschliche Aktivitäten werden zusätzliche Treibhausgase in die Atmosphäre emittiert, wie Kohlendioxid durch das Verbrennen von fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl und Gas. Durch die Verstärkung des natürlichen Treibhauseffekts wird die Atmosphäre so stark erwärmt, dass Ökosysteme und die menschliche Gesellschaft zunehmend durch Wetterextreme, Meeresspiegelanstieg und andere Folgen bedroht sind.
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|{{Box2|Ueberschrift=Neue Artikel|Fliesstext={{Bild-links|Bild=Temp 3000 Nullemission.jpg|Breite=220px}}'''[[Langfristige Klimaprojektionen]]''' Die Diskussionen über den Klimawandel drehen sich zeitlich normalerweise um die letzten 150 Jahre und das 21. Jahrhundert. Der Blick auf die 250 Jahre von 1850 bis 2100 verdeckt jedoch einige der grundlegenden Probleme, die mit dem Klimawandel verbunden sind. Denn die klimapolitischen Entscheidungen der nächsten Jahre bis Jahrzehnte werden Auswirkungen auf das globale Klima, die Ökosysteme der Erde und die menschliche Gesellschaft bis in die nächsten Jahrhunderte und Jahrtausende haben. Auch nach einer Beendigungen der Treibhausgasemissionen fällt die CO<sub>2</sub>-Konzentration über viele Jahrhunderte nur langsam ab und der Ozean und die großen Eisschilde reagieren nur sehr verzögert auf veränderte Temperaturen. Entsprechend ändert sich die globale Mitteltemperatur nur geringfügig und fällt auch über 1000 Jahre nur um wenige Zehntel Grad Celsius.[[Langfristige Klimaprojektionen|Mehr...]]<br />  
|{{Box2|Ueberschrift=Bildersammlung|Fliesstext={{Bild-links|Bild=Europa temp RCP85.jpg|Breite=280px}}'''[[:Kategorie:Bildergalerien|Bilder mit freien Lizenzen]]''': Eine Sammlung von z.Zt. ca. 2000 Abbildungen mit freien Lizenzen, die - meistens unter bestimmten Bedingungen - weiter verwendet werden können. Es gibt z.B. Bilder zu folgenden Kategorien: [[Atmosphärische Zirkulation (Bilder)|Atmosphärische Zirkulation]], [[Dürren (Bilder)|Dürren]], [[Eisschilde (Bilder)|Eisschilde]], [[Tropische Wirbelstürme (Bilder)|Tropische Wirbelstürme]] etc. Die Bilder entstammen frei zugänglichen wissenschaftlichen Zeitschriften, Plattformen von Organisationen, die weitgehend copyrightfreies Material zur Verfügung stellen, und z.T. auch Büchern. Sie sind mit Erläuterungen versehen und wichtigen Themen des Klimawiki zugeordnet, was ein Verständnis im sachlichen Kontext ermöglicht. Die Sammlung wird ausgebaut. - Eine neue Sammlung bietet [[:Kategorie:Einfache_Bilder|Einfache Bilder]] an, die komplexe Zusammenhänge auch ohne tieferes Vorwissen veranschaulichen.
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[[Bild:Flüchtlingscamp im Tschad.jpg|left|220 px]]
'''[[Klimawandel und Migration]]''' Bereits 1990 hat der Weltklimarat IPCC vor Migration als eine der Folgen des Klimawandels gewarnt. Der globale Klimawandel durch den Menschen würde in manchen Regionen zu einer Knappheit von Ressourcen führen, wodurch Migration und Konflikte ausgelöst werden können. Manche Prognosen sehen 250 Millionen und mehr Menschen bis zum Jahr 2050 durch den Klimawandel auf der Flucht. Neuere Forschung macht jedoch darauf aufmerksam, dass die Gründe für Migration im konkreten Fall immer sehr komplex sind und sich selten monokausal auf den Klimawandel zurückführen lassen. Migration sollte auch nicht nur negativ betrachtet werden, sondern hat z.B. durch Rücküberweisungen oft auch positive Effekte für die Herkunftsländer und kann deren Anpassungsmöglichkeiten an den Klimawandel verbessern.[[Klimawandel und Migration|Mehr...]]<br /> 
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|{{Box2|Ueberschrift=Aktuelles|Fliesstext={{Bild-links|Bild=Temp1980-2015.jpg|Breite=220px}}'''2015 das wärmste Jahr!''' Lange schien es so, als ob sich die globale Mitteltemperatur trotz einer steigenden Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre nicht weiter erhöhen würde. Die Werte im neuen Jahrhundert lagen nur bei wenigen Jahren geringfügig über dem Spitzenjahr am Ende des letzten Jahrhunderts 1998. In manchen Medien wurde ein Aussetzen des Klimawandels ausgerufen, und in der Wissenschaft wurde nach Gründen für die "Klimapause" gesucht. Mit den Daten der Jahre 2014 und 2015 meldet sich jedoch der Klimawandel zurück. Die Jahresmitteltemperatur des Jahres 2014 liegt deutlich über den bisherigen Rekordwerten, obwohl es 2014 keinen El Niño gab. Jene ungewöhnliche Erwärmung im tropischen Pazifik mit globalen Auswirkungen hatte 1998 zu einem warmen Rekordjahr gemacht und hat aktuell dazu beigetragen, dass 2015 das Jahr 2014 noch einmal deutlich übertroffen hat. [[Aktuelle Klimaänderungen|Mehr zur aktuellen Klimaänderung]]<br />
|{{Box2|Ueberschrift=Aktuelle Entwicklungen|Fliesstext={{Bild-links|Bild=Konzentration_CO2_aktuell.jpg|Breite=280px}}'''CO<sub>2</sub> auf Rekord-Niveau''' Nach den Messwerten auf dem Mauna Loa erreichte die CO<sub>2</sub>-Konzentration der Atmosphäre im Jahr 2024 mit über 422 ppm einen neuen Jahresrekord. Im Mai 2025 wurden sogar 430 ppm übertroffen. Über mindestens 800.000, evtl. sogar über 2-3 Millionen Jahre betrug dieser Wert weniger als 300 ppm, vor Beginn der Industrialiserung sogar weniger als 280 ppm. Im Vergleich dazu bedeutet die aktuelle CO<sub>2</sub>-Konzentration eine Steigerung um 50% in nur gut 200 Jahren, was gegenüber natürlichen Veränderungen geradezu explosiv ist. Mehr: [[Kohlendioxid-Konzentration]]<br />
 
 
 
 
[[Bild:Arctic Sept ice1879-2013.jpg|left|280 px]]'''Immer weniger Meereis''' Das arktische Meereis hat bisher vor allem im September, dem Monat seiner geringsten Ausdehnung, stark abgenommen. Im September 2020 wurde fast das bisherige Minimum vom September 2012 erreicht und seit Beginn der Satellitenmessungen nach 2012 zum zweiten Mal die 4 Mio. km<sup>2</sup> Grenze unterschritten. Die Eiskante lag nördlich des 85. Breitengrads weit nördlich der Inselgruppen Spitzbergen, Franz-Josef-Land und Sewernaja Semlja und damit so weit im Norden wie bisher noch nie in der Satellitenära. Über den Zeitraum 1979-2019 zeigte das September-Eis eine Rate von -12,9 % pro Jahrzehnt.<br> Das antarktische Meereis nahm in den letzten Jahrzehnten dagegen eher leicht zu, worüber es verschiedene Erklärungsversuche gibt. Seit 2017 nahm die Ausdehnung des Eises rund um die Antarktis jedoch bis zum aktuellen Jahr überraschenderweise deutlich ab. Mehr: [[Arktisches Meereis]], [[Antarktisches Meereis]]<br />
 
 
 
[[Bild:Global-temp-1940-2025.jpg|left|280 px]]
'''[[2023 und 2024 - die wärmsten Jahre]]''' 2024 hat das bisher wärmste Jahr 2023 noch einmal um 0,12 °C globale Mitteltemperatur übertroffen und ist jetzt das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen. Die globale Mitteltemperatur lag nach dem europäischen Copernicus Climate Change Service mit 1,60 °C über den vorindustriellen (1850-1900) Temperaturen und war damit das erste Kalenderjahr, das die 1,5-Grad-Grenze des Klimaabkommens von Paris (2015) übertroffen hat. Wie im bisherige Rekordjahr 2023 waren die hohen Temperaturen auch 2024 durch einen El Niño, eine ungewöhnliche Erwärmung im tropischen Pazifik, mit beeinflusst. 2023 hatte sich ein starker El Niño entwickelt, der in das Jahr 2024 hinein angehalten hat. Grundlegend für die hohen Temperaturen in den Jahren 2023 und 2024 waren aber vor allem der Klimawandel durch die Emission anthropogener Treibhausgase. Auch die Ozeane waren in beiden Jahren historisch warm, mit besonders hohen Meeresoberflächentemperaturen im Nordatlantik.<br />




[[Bild:CO2-konzentration aktuell.jpg|left|220 px]]'''400 ppm überschritten!''' Zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte wurde die Grenze von 400 ppm Kohlendioxid (CO<sub>2</sub>) in der Atmosphäre im April und Mai 2014 überschritten. Vor Beginn der Industrialisierung schwankte die Kohlendioxidkonzentration um 280 ppm. Durch die Emission aufgrund der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas stieg der CO<sub>2</sub>-Gehalt immer höher und lag schon in den letzten Jahren kurzfristig über der 400-ppm-Marke. 2015 betrug die CO<sub>2</sub>-Konzentration aber auch im Monatsmittel und saisonal bereinigt mehr als 400 ppm. Im April 2016 lag der Kohlendioxid-Gehalt der Atmosphäre bei 407 ppm. Grund für diesen Rekordwert sind neben den anthropogenen Emissionen auch der El Niño von 2015/16, der zu ungewöhnlich hohen Emissionen von tropischen Wäldern durch Waldbrände und Dürren geführt hat. [[Kohlendioxid-Konzentration|Mehr zur aktuellen Kohlendioxid-Konzentration]] <br />
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|{{Box2|Ueberschrift=Climate Engineering|Fliesstext={{Bild-links|Bild=CE Verfahren.jpg|Breite=220px}}Trotz zahlreicher Warnungen aus der Wissenschaft vor den Folgen des Klimawandels zeigen die internationalen Bemühungen um den Klimaschutz so gut wie keine Wirkung. Die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre steigt mit 3,1 % pro Jahr unvermindert an und liegt inzwischen bei über 400 ppm. Angesichts dieser Entwicklung halten es viele Wissenschaftler für kaum noch möglich, dass das allgemein anerkannte Klimaziel, den globalen Temperaturanstieg auf 2 °C zu begrenzen, erreicht werden kann. Daher werden zunehmend Eingriffe in das Klimasystem diskutiert, die die Auswirkungen des Klimawandels begrenzen sollen. Solche Eingriffe werden unter dem Begriff ''Climate Engineering'' zusammengefasst. Dabei geht es zum einen um die nachträgliche Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre und zum anderen um die Beeinflussung der Strahlungsbilanz. In den nächsten Monaten werden auf dem Klima-Wiki mehrere Artikel zum Climate Engineering erscheinen. Ein Einführungsbeitrag und Artikel über die Aufhellung von Wolken über dem Ozean sowie über die Eisendüngung des Ozeans zur Anregung von Algenwachstum geben einen ersten Einblick in die Thematik.
|{{Box2|Ueberschrift=Climate Engineering|Fliesstext={{Bild-links|Bild=CE Verfahren.jpg|Breite=280px}}[https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Kategorie:Climate_Engineering Climate Engineering]: Trotz zahlreicher Warnungen aus der Wissenschaft vor den Folgen des Klimawandels zeigen die internationalen Bemühungen um den Klimaschutz nur wenig Wirkung. Die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre steigt unvermindert an und liegt inzwischen bei über 420 ppm. Angesichts dieser Entwicklung halten es viele Wissenschaftler für kaum noch möglich, dass das allgemein anerkannte Klimaziel, den globalen Temperaturanstieg auf 2 °C oder gar 1,5 °C zu begrenzen, erreicht werden kann. Daher werden zunehmend Eingriffe in das Klimasystem diskutiert, die die Auswirkungen des Klimawandels begrenzen sollen. Solche Eingriffe werden unter dem Begriff ''Climate Engineering'' zusammengefasst. Dabei geht es zum einen um die nachträgliche Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre und zum anderen um die Beeinflussung der Sonneneinstrahlung.  
[[Climate Engineering]], [[Solar Radiation Management (SRM)]], [[Modifikation mariner Schichtwolken]], [[Climate Engineering und Arktisches Meereis]], [[Ozeandüngung]], [[Kohlendioxidentzug durch Aufforstung]], [[Ökonomische Aspekte des Climate Engineering]], [[Politische Herausforderungen von Climate Engineering]]
[[Climate Engineering]], [[Solar Radiation Management (SRM)]], [[Modifikation mariner Schichtwolken]], [[Climate Engineering und Arktisches Meereis]], [[Ozeandüngung]], [[Kohlendioxidentzug durch Aufforstung]], [[Ökonomische Aspekte des Climate Engineering]], [[Politische Herausforderungen von Climate Engineering]]
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|{{Box2|Ueberschrift=5. Sachstandsbericht des IPCC|Fliesstext={{Bild-links|Bild=IPCC AR5 WGI cover.jpg|Breite=180px}}Der [[IPCC|Weltklimarat IPCC]] (Intergovernmental Panel on Climate Change) hat 2013/14 in drei Teilen seinen 5. Sachstandsbericht herausgegeben.  Der 1. Teil zu den Veränderungen des physikalischen Klimasytems und deren Ursachen ist im September 2013 erschienen, der zweite Teil über die Folgen und Risiken des Klimawandels im März und der dritte Teil über Anpassungsmöglichkeiten an den Klimawandel und Vermeidung eines gefährlichen Klimawandels im April 2014. Der Bericht bestätigt fundierter als bisher, dass sich das Klima der Erde durch den menschlichen Einfluss ändert und dass bei einem ungebremsten Ausstoß von Treibhausgasen ein gefährlicher Klimawandel bevorsteht. Ein globaler Temperaturanstieg um 4°C und mehr gegenüber dem vorindustriellem Niveau ist danach möglich. Die Folge wären unvermeidbare Schäden durch den Meeresspiegelanstieg und Extremereignisse wie Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen für den Menschen und zahlreiche Ökosysteme. Die gegenwärtigen Vermeidungs- und Anpassungsmaßnahmen werden zur Verhinderung dieser Folgen nicht ausreichen.<br />
[[IPCC]]
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|{{Box4|Ueberschrift=Bildungswiki '''"Klimawandel"'''|Fliesstext=Das Bildungswiki '''"Klimawandel"''' ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Deutschen Bildungsserver, dem Climate Service Center und dem Hamburger Bildungsserver zum Aufbau einer Enzyklopädie über den anthropogenen Klimawandel und seine Folgen.  
|{{Box4|Ueberschrift=Bildungswiki Klimawandel|Fliesstext=Das '''"Bildungswiki Klimawandel"''' ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Deutschen Bildungsserver, dem Climate Service Center und dem Hamburger Bildungsserver zum Aufbau einer Enzyklopädie über den anthropogenen Klimawandel und seine Folgen.  
In der sachlichen Richtigkeit sind die Artikel an den Ergebnissen aktueller wissenschaftlicher Veröffentlichungen orientiert, die in renommierten Fachzeitschriften erschienen und zumeist in die zusammenfassenden Sachstandsberichte des Weltklimarates IPCC eingegangen sind.
In der sachlichen Richtigkeit sind die Artikel an den Ergebnissen aktueller wissenschaftlicher Veröffentlichungen orientiert, die in renommierten Fachzeitschriften erschienen und zumeist in die zusammenfassenden Sachstandsberichte des Weltklimarates IPCC eingegangen sind.
   
   
'''Autorinnen und Autoren mit Fachwissen und Schreibfertigkeit sind jederzeit willkommen.''' Das Wiki "Klimawandel" ist auf die Nutzung im Bildungsbereich ausgerichtet. Wünschenswert sind daher einerseits populärwissenschaftliche Fachartikel, andererseits einfache Artikel für jüngere Schüler. Hinweise auf die Verwendung im Unterricht, von einfachen Fragestellungen oder Experimenten bis hin zu ganzen Unterrichtskonzepten, sind ausdrücklich erwünscht. Eine erste Einführung in die Arbeit mit dem Wiki "Klimawandel" bietet die [[Klimawandel:Hilfe|Hilfe]]. Anmeldung zur Mitarbeit bitte über [[Benutzer:Dieter_Kasang|Dieter Kasang]].
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Aktuelle Version vom 7. Februar 2026, 19:54 Uhr

KLIMAWANDEL UND KLIMAFOLGEN

Neue und überarbeitete Artikel

2023, 2024 und 2025 - das Trio Infernale. Die letzten drei Jahre 2023, 2024 und 2025 sind global die wärmsten drei Jahre seit Beginn der Messungen bzw. seit 1850. Sie ragen gegenüber den vorhergegangenen Jahren deutlich hervor und lassen eine Beschleunigung der Erderwärmung vermuten. 2024 war das wärmste Jahr mit einer Temperatur von über 1,5 °C über der vorindustriellen Temperatur von 1850-1900, gefolgt von 2023 und 2025. Möglicherweise ist 2023-2025 sogar die wärmste 3-Jahres-Periode seit der letzten Zwischeneiszeit vor 120.000 Jahren. Der Hauptgrund für die sich anscheinend beschleunigende Erwärmung ist die weiterhin zunehmende Treibhausgaskonzentration durch menschliche Aktivitäten. Hinzu kommt die ebenfalls durch menschliches Handeln bewirkte Abnahme der Aerosol-Emission, durch die der abkühlende Effekt der Aerosole nach und nach entfällt.


Mittelalterliche Warmzeit Die Mittelalterliche Warmzeit war lange ein viel diskutiertes Thema. Besonders Klimaleugnern war und ist sie immer noch ein "Beweis" dafür, dass auch die aktuelle Erwärmung ganz natürliche Ursachen habe, einfach, weil die Mittelalterliche Warmzeit wärmer gewesen sein soll als unsere Gegenwart. Dabei geht es in der Wissenschaft heute darum, ob es eine solche warme Klimaepoche im Mittelalter überhaupt gegeben hat, jedenfalls als ein weltweites Phänomen. Aktuelle Erkenntnisse zeigen vielmehr, dass höhere Temperaturen nur in bestimmten Regionen im Nordatlantikraum belegbar sind und dass auch die keine höheren Werte zeigen als die globale Erwärmung, in der wir leben.


Treibhauseffekt Ohne den Treibhauseffekt wäre es auf der Erde so kalt, dass kein Leben darauf möglich wäre. Gäbe es keine Atmosphäre und darin keine Treibhausgase, wäre es auf der Erde am Tage extrem heiß und nachts extrem kalt - so wie auf dem Mond. Die Atmosphäre verhindert, dass die Energie der Sonne größtenteils wieder in den Weltraum entweicht. Die Treibhaugase fangen dabei zu einem großen Teil die Wärmestrahlen ab, die von der durch die Sonne erwärmten Erdoberfläche ausgehen. Durch menschliche Aktivitäten werden zusätzliche Treibhausgase in die Atmosphäre emittiert, wie Kohlendioxid durch das Verbrennen von fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl und Gas. Durch die Verstärkung des natürlichen Treibhauseffekts wird die Atmosphäre so stark erwärmt, dass Ökosysteme und die menschliche Gesellschaft zunehmend durch Wetterextreme, Meeresspiegelanstieg und andere Folgen bedroht sind.




Bildersammlung

Bilder mit freien Lizenzen: Eine Sammlung von z.Zt. ca. 2000 Abbildungen mit freien Lizenzen, die - meistens unter bestimmten Bedingungen - weiter verwendet werden können. Es gibt z.B. Bilder zu folgenden Kategorien: Atmosphärische Zirkulation, Dürren, Eisschilde, Tropische Wirbelstürme etc. Die Bilder entstammen frei zugänglichen wissenschaftlichen Zeitschriften, Plattformen von Organisationen, die weitgehend copyrightfreies Material zur Verfügung stellen, und z.T. auch Büchern. Sie sind mit Erläuterungen versehen und wichtigen Themen des Klimawiki zugeordnet, was ein Verständnis im sachlichen Kontext ermöglicht. Die Sammlung wird ausgebaut. - Eine neue Sammlung bietet Einfache Bilder an, die komplexe Zusammenhänge auch ohne tieferes Vorwissen veranschaulichen.



Aktuelle Entwicklungen

CO2 auf Rekord-Niveau Nach den Messwerten auf dem Mauna Loa erreichte die CO2-Konzentration der Atmosphäre im Jahr 2024 mit über 422 ppm einen neuen Jahresrekord. Im Mai 2025 wurden sogar 430 ppm übertroffen. Über mindestens 800.000, evtl. sogar über 2-3 Millionen Jahre betrug dieser Wert weniger als 300 ppm, vor Beginn der Industrialiserung sogar weniger als 280 ppm. Im Vergleich dazu bedeutet die aktuelle CO2-Konzentration eine Steigerung um 50% in nur gut 200 Jahren, was gegenüber natürlichen Veränderungen geradezu explosiv ist. Mehr: Kohlendioxid-Konzentration



Immer weniger Meereis Das arktische Meereis hat bisher vor allem im September, dem Monat seiner geringsten Ausdehnung, stark abgenommen. Im September 2020 wurde fast das bisherige Minimum vom September 2012 erreicht und seit Beginn der Satellitenmessungen nach 2012 zum zweiten Mal die 4 Mio. km2 Grenze unterschritten. Die Eiskante lag nördlich des 85. Breitengrads weit nördlich der Inselgruppen Spitzbergen, Franz-Josef-Land und Sewernaja Semlja und damit so weit im Norden wie bisher noch nie in der Satellitenära. Über den Zeitraum 1979-2019 zeigte das September-Eis eine Rate von -12,9 % pro Jahrzehnt.
Das antarktische Meereis nahm in den letzten Jahrzehnten dagegen eher leicht zu, worüber es verschiedene Erklärungsversuche gibt. Seit 2017 nahm die Ausdehnung des Eises rund um die Antarktis jedoch bis zum aktuellen Jahr überraschenderweise deutlich ab. Mehr: Arktisches Meereis, Antarktisches Meereis


2023 und 2024 - die wärmsten Jahre 2024 hat das bisher wärmste Jahr 2023 noch einmal um 0,12 °C globale Mitteltemperatur übertroffen und ist jetzt das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen. Die globale Mitteltemperatur lag nach dem europäischen Copernicus Climate Change Service mit 1,60 °C über den vorindustriellen (1850-1900) Temperaturen und war damit das erste Kalenderjahr, das die 1,5-Grad-Grenze des Klimaabkommens von Paris (2015) übertroffen hat. Wie im bisherige Rekordjahr 2023 waren die hohen Temperaturen auch 2024 durch einen El Niño, eine ungewöhnliche Erwärmung im tropischen Pazifik, mit beeinflusst. 2023 hatte sich ein starker El Niño entwickelt, der in das Jahr 2024 hinein angehalten hat. Grundlegend für die hohen Temperaturen in den Jahren 2023 und 2024 waren aber vor allem der Klimawandel durch die Emission anthropogener Treibhausgase. Auch die Ozeane waren in beiden Jahren historisch warm, mit besonders hohen Meeresoberflächentemperaturen im Nordatlantik.

Climate Engineering

Climate Engineering: Trotz zahlreicher Warnungen aus der Wissenschaft vor den Folgen des Klimawandels zeigen die internationalen Bemühungen um den Klimaschutz nur wenig Wirkung. Die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre steigt unvermindert an und liegt inzwischen bei über 420 ppm. Angesichts dieser Entwicklung halten es viele Wissenschaftler für kaum noch möglich, dass das allgemein anerkannte Klimaziel, den globalen Temperaturanstieg auf 2 °C oder gar 1,5 °C zu begrenzen, erreicht werden kann. Daher werden zunehmend Eingriffe in das Klimasystem diskutiert, die die Auswirkungen des Klimawandels begrenzen sollen. Solche Eingriffe werden unter dem Begriff Climate Engineering zusammengefasst. Dabei geht es zum einen um die nachträgliche Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre und zum anderen um die Beeinflussung der Sonneneinstrahlung.

Climate Engineering, Solar Radiation Management (SRM), Modifikation mariner Schichtwolken, Climate Engineering und Arktisches Meereis, Ozeandüngung, Kohlendioxidentzug durch Aufforstung, Ökonomische Aspekte des Climate Engineering, Politische Herausforderungen von Climate Engineering

Bildungswiki Klimawandel

Das "Bildungswiki Klimawandel" ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Deutschen Bildungsserver, dem Climate Service Center und dem Hamburger Bildungsserver zum Aufbau einer Enzyklopädie über den anthropogenen Klimawandel und seine Folgen. In der sachlichen Richtigkeit sind die Artikel an den Ergebnissen aktueller wissenschaftlicher Veröffentlichungen orientiert, die in renommierten Fachzeitschriften erschienen und zumeist in die zusammenfassenden Sachstandsberichte des Weltklimarates IPCC eingegangen sind.

Anmeldung zur Mitarbeit bitte über Dieter Kasang.

Kontakt: Dieter Kasang