Panait Istrati

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Panait Istrati, eigentl. Name Gherasim Panait Istrati (*August 1884 †April 1935), war einer der bedeutendsten rumänischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Fast alle Erzählungen Istratis wurden in französischer Sprache veröffentlicht und sind erst nachträglich ins Rumänische übersetzt worden. Seine Sympathie galt den Armen und Schwachen, die am Rande der Gesellschaft lebten. Ihnen hat er in seinen Erzählungen ein Denkmal gesetzt und gleichzeitig seine eigene von Armut geprägte Kindheit aufgearbeitet.

1 Leben

Im August 1884 wurde Panait Istrati (Gherasim Panait Istrati) in Baldovinesti/Braila , als Sohn einer Wäscherin und eines griechischen Seemanns geboren. Er wuchs in dem Dorf Baldovinesti nahe Brăila auf, wo er die Allgemeinschule besuchte. Später verdiente er seinen Lebensunterhalt als Kellner und als Gehilfe eines Bäckers. In dieser Zeit war er ein unermüdlicher Leser. Nach einem abgebrochenen Studium startete seine publizistische Karriere 1906 in Bukarest, er engagierte sich in der sozialistischen Arbeiterbewegung und war Mitglied in der Arbeitergewerkschaft. Er führte ein abenteuerliches Leben zwischen Orient und Okzident, seine Reisen brachten ihn nach Konstantinopel, Kairo, Neapel und Paris. 1921 knüpfte er Kontakte zu Romain Rolland, der eine wichtige Rolle in seiner literarischen Karriere spielen sollte. 1922/1923 begann sein literarisches Debüt in Frankreich mit der Erzählung Kyra Kyralina, die in der Zeitschrift „Europe“ in Paris veröffentlicht wurde. Im Vorwort nannte Romain Rolland ihn den „Gorki des Balkans“. 1927 reiste er gemeinsam mit Nikos Kasantzakis, mit dem ihn eine enge Freundschaft verband, nach Russland und besuchte Moskau und Kiew. Eine zweite Reise in die Sowjetunion 1929 inspirierte ihn zu seinem berühmten Buch „Auf falscher Bahn“ – eine Kritik der Zustände in der kommunistischen Sowjetunion. Seine früheren sozialistischen Freunde in Frankreich wandten sich von ihm ab. Er kehrte krank und gebrochen nach Rumänien zurück, wo er 1935 an Tuberkulose starb.

2 Werk


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