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[[Bild:April 2023 temp W-Mediterranean.jpg|left|280 px]]'''[[Extremereignisse 2023]]''': Das Jahr 2023 war möglicherweise der Einstieg in eine von der Menschheit nie erfahrenen Klimaperiode. Manche Forscher sprechen von einem 'unvermessenen Territorium', in das die Welt sich begeben habe. Die globalen Mitteltemperaturen lagen fast 1,5 °C über der vorindustriellen Periode 1850-1900, ein Wert, der längerfristig nicht überschritten werden sollte, wenn die Menschheit einen gefährlichen Klimawandel vermeiden will. Die Folge hoher Mitteltemperaturen waren in vielen Teilen der Welt beispiellose Wetter- und Klimaextreme. Bereits im Frühjahr kam es im westlichen Mittelmerraum zu Rekordtemperaturen um die 40°C, die zusammen mit extrem trockenen Bedingunen besonders die Landwirtschaft schädigten. Im darauf folgenden Sommer waren erneut der Mittelmeerraum und Nord-China von extremer Hitze betroffen. Besonders zusammengesetze Extremereignisse, bei denen verschiedene Extreme sich gleichzeitig oder zeitlich aufeinander folgend ereignen können, haben teils verheerende Folgen gehabt. Tropische Wirbelstürme waren in mehreren Regionen von heftigen Starkniederschlägen begleitet, so in Libyien mit über 10.000 Todesopfern, und vorausgehende Dürren haben in Kalifornien und Ostafrika ebenfalls gewaltige Hochwasser zur Folge gehabt.<br /> | [[Bild:April 2023 temp W-Mediterranean.jpg|left|280 px]]'''[[Extremereignisse 2023]]''': Das Jahr 2023 war möglicherweise der Einstieg in eine von der Menschheit nie erfahrenen Klimaperiode. Manche Forscher sprechen von einem 'unvermessenen Territorium', in das die Welt sich begeben habe. Die globalen Mitteltemperaturen lagen fast 1,5 °C über der vorindustriellen Periode 1850-1900, ein Wert, der längerfristig nicht überschritten werden sollte, wenn die Menschheit einen gefährlichen Klimawandel vermeiden will. Die Folge hoher Mitteltemperaturen waren in vielen Teilen der Welt beispiellose Wetter- und Klimaextreme. Bereits im Frühjahr kam es im westlichen Mittelmerraum zu Rekordtemperaturen um die 40°C, die zusammen mit extrem trockenen Bedingunen besonders die Landwirtschaft schädigten. Im darauf folgenden Sommer waren erneut der Mittelmeerraum und Nord-China von extremer Hitze betroffen. Besonders zusammengesetze Extremereignisse, bei denen verschiedene Extreme sich gleichzeitig oder zeitlich aufeinander folgend ereignen können, haben teils verheerende Folgen gehabt. Tropische Wirbelstürme waren in mehreren Regionen von heftigen Starkniederschlägen begleitet, so in Libyien mit über 10.000 Todesopfern, und vorausgehende Dürren haben in Kalifornien und Ostafrika ebenfalls gewaltige Hochwasser zur Folge gehabt.<br /> | ||
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[[Bild: | [[Bild:Flooding Kampala 2023.jpg|left|280 px]]'''[[Starkregen und Hochwasser in Ostafrika]]''': Ostafrika leidet sowohl unter Dürren wie unter Starkregen und Hochwasser. Die Starkregen haben sind in jüngster Zeit intensiver geworden und werden nach Modellsimulationen auch zukünftig weiter zunehmen. Als einer der Haupteinflussfaktoren gilt der Indian Ocean Dipole (IOD), eine Temperaturschwankung im Indischen Ozean ähnlich wie ENSO im Pazifik. Bei einem positiven IOD wärmt sich der westliche Indische Ozean vor der Küste Ostafrikas stark auf und es kommt zu starken Niederschlägen über Ostafrika. Die Folgen sind oft verheerende Hochwasserereignisse mit Zerstörungen von Gebäuden, Ernten, Brücken und Straßenn sowie dem Verlust von Leben sowohl von Menschen wie Vieh. Für die Überschwemmungen sind zusätzlich die Vernichtung von Wäldern und die rapide Verstädterung mit der Entstehung von informellen Siedlungen verantwortlich.<br /> | ||
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Version vom 16. Juli 2024, 13:40 Uhr
KLIMAWANDEL UND KLIMAFOLGEN
Neue und überarbeitete Artikel
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Bildersammlung
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Aktuelle Entwicklungen
Das antarktische Meereis nahm in den letzten Jahrzehnten dagegen eher leicht zu, worüber es verschiedene Erklärungsversuche gibt. Seit 2017 nahm die Ausdehnung des Eises rund um die Antarktis jedoch bis zum aktuellen Jahr überraschenderweise deutlich ab. Mehr: Arktisches Meereis, Antarktisches Meereis
2023 - das wärmste Jahr 2023 ist das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen. Die globale Mitteltemperatur lag nach dem Copernicus-Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union mit 1,48 °C über den vorindustriellen (1850-1900) Temperaturen nur noch knapp unter der 1,5-Grad-Grenze, die nach dem Klimaabkommen von Paris (2015) im 21. Jahrhundert längerfristig nicht überschritten werden sollte, um einen gefährlichen Klimawandel zu vermeiden. 2023 übertraf damit das bisherige Rekordjahr 2016, dessen hohe Temperaturen durch einen starken El Niño, eine ungewöhnliche Erwärmung im tropischen Pazifik, mit beeinflusst wurden. Auch 2023 hat sich ein starker El Niño entwickelt, der wahrscheinlich noch in das Jahr 2024 hinein anhalten wird. Grundlegend für die hohen Temperaturen im Jahr 2023 war aber vor allem der Klimawandel durch die Emission anthropogener Treibhausgase. Das belegt das Jahr 2020, das trotz des Einflusses durch eine La Niña, die kalte Schwester von El Niño, nur knapp nach 2016 das bisher drittwärmste Jahr wurde. Auch die Ozeane waren 2023 historisch warm, mit besonders hohen Meeresoberflächentemperaturen im Nordatlantik. |
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Bildungswiki KlimawandelDas "Bildungswiki Klimawandel" ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Deutschen Bildungsserver, dem Climate Service Center und dem Hamburger Bildungsserver zum Aufbau einer Enzyklopädie über den anthropogenen Klimawandel und seine Folgen. In der sachlichen Richtigkeit sind die Artikel an den Ergebnissen aktueller wissenschaftlicher Veröffentlichungen orientiert, die in renommierten Fachzeitschriften erschienen und zumeist in die zusammenfassenden Sachstandsberichte des Weltklimarates IPCC eingegangen sind. Anmeldung zur Mitarbeit bitte über Dieter Kasang. |



