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|{{Box2|Ueberschrift=Neue und überarbeitete Artikel|Fliesstext={{Bild-links|Bild=Valencia flood 2024 cars sm.jpg|Breite=280px}}'''[[Starkregen und Hochwasser im Mittelmeerraum]]''': Der Mittelmeerraum gilt als Hotspot des Klimawandels. Dabei wird vor allem an Hitzewellen und Dürren gedacht. Dennoch kommt es in verschiedenen Gebieten immer wieder auch zu extremen Niederschlags- und Hochwasserkatastrophen wie im Oktober 2024 durch die Überflutungen mit weit über 200 Toten im Raum Valencia im Osten Spaniens und ein Jahr zuvor durch die gewaltigen Überflutungen mit 10.000 bis 20.000 Opfern in Libyen. Extreme Starkregenereignisse und damit verbundenen Überflutungen treten hauptsächlich im Herbst auf, wenn das immer wärmere Mittelmeer als Wärme- und Feuchtigkeitsquelle fungiert und die wasserdampfgesättigten Luftmassen durch starke Winde Richtung Land getrieben werden und sich an den Hängen der Küstengebirge abregnen oder auf Kaltluftströmungen aus nördlicheren Breiten treffen. Besonders durch die zunehmende Ewärmung des Meerwassers verstärkt der globale Klimawandel die Häufigkeit und Intensität derartiger Wetterextreme.<br />  
|{{Box2|Ueberschrift=Neue und überarbeitete Artikel - und ein neues Portal!|Fliesstext={{Bild-links|Bild=Klima2know_Logo.jpg|Breite=280px}} '''[https://www.bildungsserver.de/klima2know/ klima2know]''' Der Deutsche Bildungsserver hat in Kooperation mit dem Hamburger Bildungsserver ein neues Portal zum Klimawandel für junge Leute entwickelt. Es bietet verständlich aufbereitete Informationstexte und einfache Schaubilder, widerlegt Falschbehauptungen über den Klimawandel und seine Folgen, zeigt in Interviews, was Forschende und Aktivist*innen denken. Interaktive Elemente wie Quizfragen ermöglichen eine spielerische Auseinandersetzung mit dem komplexen Thema Klimawandel. Videos und Podcasts erweitern das Medienangebot. Die Inhalte werden laufend erweitert. Darüber hinaus setzt das Pilotprojekt verstärkt auf die Ansprache jüngerer Zielgruppen über soziale Medien. Inhaltlich baut das Webangebot auf dem bereits etablierten Klimawiki des Deutschen und des Hamburger Bildungsservers auf.<br>
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[[Bild:CO2 Düngung.jpg|left|280 px]]'''[[Der CO2-Düngeeffekt]]''' Die Folgen der zunehmenden CO<sub>2</sub>-Konzentration in der Atmosphäre durch das Verbrennen fossiler Energien werden oft verharmlost, indem darauf hingewiesen wird, dass Kohlendioxid das Pflanzenwachstum überhaupt erst ermöglicht. Das stimmt zwar, ist aber nur die halbe Wahrheit. Die Wirkung von mehr CO<sub>2</sub> auf unsere pflanzlichen Nahrungsmittel funktioniert nur bei einem Teil der Pflanzen und gerade bei den Pflanzen nicht, die wie Hirse und Mais gerade in den ärmsten Ländern die wichtigsten Nahrungsmittel sind. Und außerdem ist der CO<sub>2</sub>-Düngeeffekt mit Nebenwirkungen versehen: Der Nährstoffgehalt der Pflanzen nimmt dadurch ab! Das wichtigste Argument gegen das Bild von CO<sub>2</sub> als Pflanzennahrung ist aber, dass dieses Treibhausgas die Hauptursache des menschengemachten Klimawandels ist und damit durch Hitze, Dürren und andere Wetterextreme mehr an Nahrungsmitteln zerstört, als es durch den Düngeeffekt wachsen lässt.
[[Bild:Atmospheric river Iberia2001.jpg|left|280 px]]'''[[Atmosphärische Flüsse]]''': Atmosphärische Flüsse sind relativ schmale Luftströmungen mit einem hohen Wasserdampfgehalt, die sich in 1-2,5 km Höhe bewegen. Diese „Wasserdampfförderbänder“ transportieren große Mengen an Wasserdampf von den Tropen und Subtropen, wo infolge der starken Sonneneinstrahlung sehr viel Wasser verdunstet, in die mittleren Breiten und können hier zu extremen Niederschlägen führen. Sie treten vor allem an den Westküsten von Südamerika, Südafrika, Nordamerika und Europa sowie den Ostküsten von Japan und Neuseeland auf. Besonders bekant sind sie an der Westküste Kaliforniens, wo sie manchmal auch dazu beitragen, langanhaltende Dürren zu beenden. Durch den Klimawandel können Atmosphärische Flüsse häufiger und ausgedehnter werden und mehr Wasserdampf mitführen. <br />
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[[Bild:Energiebilanz-2006-2020.jpg|left|280 px]]'''[[Das Energie-Ungleichgewicht der Erde]]''' Der beste Maßstab für die Erwärmung der Erde durch den menschlich bedingten Klimawandel ist die Ein- und Ausstrahlung an der Obergrenze der Atmosphäre. Hier kann man mit Satelliten genau messen, wieviel Strahlung die Erde von der Sonne erhält und wieviel Strahlung die Erde an den Weltraum wieder abgibt. Seit einigen Jahrzehnten hat man festgestellt, dass der Unterschied zwischen Ein- und Ausstrahlung  der Erde zunimmt. Einerseits verringern die durch den Menschen emittierten Treibhausgase die Ausstrahlung. Andererseits werden von der Erde weniger Sonnenstrahlen reflektiert und mehr absorbiert. Dadurch ergibt sich ein zunehmendes Ungleichgewicht zwischen Ein- und Ausstrahlung, und die Erde wird wärmer. Dass die Erde weniger Sonneneinstrahlung direkt reflektiert, hängt damit zusammen, dass die Erde zunehmend dunkler wird. Ein Grund ist die abnehmende Wolkenbedeckung, ein anderer die Abnahme von hellen Eis- und Schneeflächen.  
[[Bild:Global temp Holocene +2000.jpg|left|280 px]]'''[[Holozän]]''': Als Holozän wird die geologische Epoche nach der letzten Kaltzeit des Eiszeitalters bezeichnet, die bis in die Gegenwart reicht. Das Klima des Holozäns gilt insgesamt als eine sehr stabile Phase in der Erdgeschichte, die vielfach als positive Voraussetzung für die Entwicklung der menschlichen Hochkulturen gesehen wird. Das Holozän begann mit einer relativ schnellen Erwärmung nach der letzten Eiszeit vor ca. 12.000 Jahren, die ihren Höhepunkt um 6.500 vh. erreichte und von einer langsamen Abkühlung bis ins 19. Jahrhundert abgelöst wurde. Darauf folgt die im Vergleich zu natürlichen Veränderungen rapide globale Erwärmung der Gegenwart, die auch als eine neue geologische Epoche gesehen und als [[Anthropozän]] bezeichnet wird. Die jüngste Forschung zeigt, dass die globale Mitteltemperatur des letzte Jahrzehnts (2014-2023) die wärmste Periode des Holozäns inzwischen übertrifft. Die wichtigsten Ursachen von Klimaänderungen im Holozän sind Änderungen der Sonneneinstrahlung, Vulkanausbrüche und natürliche Rückkopplungsprozesse, die des gegenwärtigen Klimawandels Emissionen von Treibhausgasen durch den Menschen.<br />
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|{{Box2|Ueberschrift=Bildersammlung|Fliesstext={{Bild-links|Bild=Europa temp RCP85.jpg|Breite=280px}}'''[[:Kategorie:Bildergalerien|Bilder mit freien Lizenzen]]''': Eine Sammlung von z.Zt. ca. 2000 Abbildungen mit freien Lizenzen, die - meistens unter bestimmten Bedingungen - weiter verwendet werden können. Es gibt z.B. Bilder zu folgenden Kategorien: [[Atmosphärische Zirkulation (Bilder)|Atmosphärische Zirkulation]], [[Dürren (Bilder)|Dürren]], [[Eisschilde (Bilder)|Eisschilde]], [[Tropische Wirbelstürme (Bilder)|Tropische Wirbelstürme]] etc. Die Bilder entstammen frei zugänglichen wissenschaftlichen Zeitschriften, Plattformen von Organisationen, die weitgehend copyrightfreies Material zur Verfügung stellen, und z.T. auch Büchern. Sie sind mit Erläuterungen versehen und wichtigen Themen des Klimawiki zugeordnet, was ein Verständnis im sachlichen Kontext ermöglicht. Die Sammlung wird ausgebaut.
|{{Box2|Ueberschrift=Bildersammlung|Fliesstext={{Bild-links|Bild=Europa temp RCP85.jpg|Breite=280px}}'''[[:Kategorie:Bildergalerien|Bilder mit freien Lizenzen]]''': Eine Sammlung von z.Zt. ca. 2000 Abbildungen mit freien Lizenzen, die - meistens unter bestimmten Bedingungen - weiter verwendet werden können. Es gibt z.B. Bilder zu folgenden Kategorien: [[Atmosphärische Zirkulation (Bilder)|Atmosphärische Zirkulation]], [[Dürren (Bilder)|Dürren]], [[Eisschilde (Bilder)|Eisschilde]], [[Tropische Wirbelstürme (Bilder)|Tropische Wirbelstürme]] etc. Die Bilder entstammen frei zugänglichen wissenschaftlichen Zeitschriften, Plattformen von Organisationen, die weitgehend copyrightfreies Material zur Verfügung stellen, und z.T. auch Büchern. Sie sind mit Erläuterungen versehen und wichtigen Themen des Klimawiki zugeordnet, was ein Verständnis im sachlichen Kontext ermöglicht. Die Sammlung wird ausgebaut. - Eine neue Sammlung bietet [[:Kategorie:Einfache_Bilder|Einfache Bilder]] an, die komplexe Zusammenhänge auch ohne tieferes Vorwissen veranschaulichen.
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|{{Box2|Ueberschrift=Aktuelle Entwicklungen|Fliesstext={{Bild-links|Bild=Konzentration_CO2_aktuell.jpg|Breite=280px}}'''CO<sub>2</sub> auf Rekord-Niveau''' Nach den Messwerten auf dem Mauna Loa erreichte die CO<sub>2</sub>-Konzentration der Atmosphäre im Jahr 2023 mit über 420 ppm einen neuen Rekordwert. Über mehrere Millionen Jahre betrug dieser Wert weniger als 300 ppm, vor Beginn der Industrialiserung sogar weniger als 280 ppm. Im Vergleich dazu bedeutet die aktuelle CO<sub>2</sub>-Konzentration eine Steigerung um 50% in nur gut 200 Jahren, was gegenüber natürlichen Veränderungen geradezu explosiv ist. Auch die [[Corona-Virus und CO2-Emissionen|Corona-Krise]] hat daran so gut wie nichts geändert und hat den CO<sub>2</sub>-Anstieg des Jahres 2020 nur geringfügig gedämpft. Mehr: [[Kohlendioxid-Konzentration]]<br />  
|{{Box2|Ueberschrift=Aktuelle Entwicklungen|Fliesstext={{Bild-links|Bild=CO2-konzentration aktuell.jpg|Breite=280px}}'''CO<sub>2</sub> auf Rekord-Niveau''' Nach den Messwerten auf dem Mauna Loa erreichte die CO<sub>2</sub>-Konzentration der Atmosphäre im Jahr 2024 mit über 422 ppm einen neuen Jahresrekord. Im Mai 2025 und 2026 wurden sogar 430 ppm übertroffen. Über mindestens 800.000, evtl. sogar über 2-3 Millionen Jahre betrug dieser Wert weniger als 300 ppm, vor Beginn der Industrialiserung sogar weniger als 280 ppm. Im Vergleich dazu bedeutet die aktuelle CO<sub>2</sub>-Konzentration eine Steigerung um 50% in nur gut 200 Jahren, was gegenüber natürlichen Veränderungen geradezu explosiv ist. Mehr: [[Kohlendioxid-Konzentration]]<br />  




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[[Bild:Global-temp-1940-2024.jpg|left|280 px]]
[[Bild:Global-temp-1940-2025.jpg|left|280 px]]
'''[[2023 - das wärmste Jahr|2024 - das wärmste Jahr]]''' 2024 hat das bisher wärmste Jahr 2023 noch einmal um 0,12 °C globale Mitteltemperatur übertroffen und ist jetzt das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen. Die globale Mitteltemperatur lag nach dem europäischen Copernicus Climate Change Service mit 1,60 °C über den vorindustriellen (1850-1900) Temperaturen und war damit das erste Kalenderjahr, das die 1,5-Grad-Grenze des Klimaabkommens von Paris (2015) übertroffen hat. Wie im bisherige Rekordjahr 2023 waren die hohen Temperaturen auch 2024 durch einen El Niño, eine ungewöhnliche Erwärmung im tropischen Pazifik, mit beeinflusst. 2023 hatte sich ein starker El Niño entwickelt, der in das Jahr 2024 hinein angehalten hat. Grundlegend für die hohen Temperaturen in den Jahren 2023 und 2024 waren aber vor allem der Klimawandel durch die Emission anthropogener Treibhausgase. Auch die Ozeane waren in beiden Jahren historisch warm, mit besonders hohen Meeresoberflächentemperaturen im Nordatlantik.<br />
'''[[2023, 2024 und 2025 - die wärmsten Jahre]]''' 2024 hat das bisher wärmste Jahr 2023 noch einmal um 0,12 °C globale Mitteltemperatur übertroffen und ist jetzt das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen. Die globale Mitteltemperatur lag nach dem europäischen Copernicus Climate Change Service mit 1,60 °C über den vorindustriellen (1850-1900) Temperaturen und war damit das erste Kalenderjahr, das die 1,5-Grad-Grenze des Klimaabkommens von Paris (2015) übertroffen hat. Wie im bisherige Rekordjahr 2023 waren die hohen Temperaturen auch 2024 durch einen El Niño, eine ungewöhnliche Erwärmung im tropischen Pazifik, mit beeinflusst. 2023 hatte sich ein starker El Niño entwickelt, der in das Jahr 2024 hinein angehalten hat. Grundlegend für die hohen Temperaturen in den Jahren 2023 und 2024 waren aber vor allem der Klimawandel durch die Emission anthropogener Treibhausgase. Auch die Ozeane waren in beiden Jahren historisch warm, mit besonders hohen Meeresoberflächentemperaturen im Nordatlantik.<br />





Aktuelle Version vom 8. Mai 2026, 17:13 Uhr

KLIMAWANDEL UND KLIMAFOLGEN

Neue und überarbeitete Artikel - und ein neues Portal!

klima2know Der Deutsche Bildungsserver hat in Kooperation mit dem Hamburger Bildungsserver ein neues Portal zum Klimawandel für junge Leute entwickelt. Es bietet verständlich aufbereitete Informationstexte und einfache Schaubilder, widerlegt Falschbehauptungen über den Klimawandel und seine Folgen, zeigt in Interviews, was Forschende und Aktivist*innen denken. Interaktive Elemente wie Quizfragen ermöglichen eine spielerische Auseinandersetzung mit dem komplexen Thema Klimawandel. Videos und Podcasts erweitern das Medienangebot. Die Inhalte werden laufend erweitert. Darüber hinaus setzt das Pilotprojekt verstärkt auf die Ansprache jüngerer Zielgruppen über soziale Medien. Inhaltlich baut das Webangebot auf dem bereits etablierten Klimawiki des Deutschen und des Hamburger Bildungsservers auf.


Der CO2-Düngeeffekt Die Folgen der zunehmenden CO2-Konzentration in der Atmosphäre durch das Verbrennen fossiler Energien werden oft verharmlost, indem darauf hingewiesen wird, dass Kohlendioxid das Pflanzenwachstum überhaupt erst ermöglicht. Das stimmt zwar, ist aber nur die halbe Wahrheit. Die Wirkung von mehr CO2 auf unsere pflanzlichen Nahrungsmittel funktioniert nur bei einem Teil der Pflanzen und gerade bei den Pflanzen nicht, die wie Hirse und Mais gerade in den ärmsten Ländern die wichtigsten Nahrungsmittel sind. Und außerdem ist der CO2-Düngeeffekt mit Nebenwirkungen versehen: Der Nährstoffgehalt der Pflanzen nimmt dadurch ab! Das wichtigste Argument gegen das Bild von CO2 als Pflanzennahrung ist aber, dass dieses Treibhausgas die Hauptursache des menschengemachten Klimawandels ist und damit durch Hitze, Dürren und andere Wetterextreme mehr an Nahrungsmitteln zerstört, als es durch den Düngeeffekt wachsen lässt.



Das Energie-Ungleichgewicht der Erde Der beste Maßstab für die Erwärmung der Erde durch den menschlich bedingten Klimawandel ist die Ein- und Ausstrahlung an der Obergrenze der Atmosphäre. Hier kann man mit Satelliten genau messen, wieviel Strahlung die Erde von der Sonne erhält und wieviel Strahlung die Erde an den Weltraum wieder abgibt. Seit einigen Jahrzehnten hat man festgestellt, dass der Unterschied zwischen Ein- und Ausstrahlung der Erde zunimmt. Einerseits verringern die durch den Menschen emittierten Treibhausgase die Ausstrahlung. Andererseits werden von der Erde weniger Sonnenstrahlen reflektiert und mehr absorbiert. Dadurch ergibt sich ein zunehmendes Ungleichgewicht zwischen Ein- und Ausstrahlung, und die Erde wird wärmer. Dass die Erde weniger Sonneneinstrahlung direkt reflektiert, hängt damit zusammen, dass die Erde zunehmend dunkler wird. Ein Grund ist die abnehmende Wolkenbedeckung, ein anderer die Abnahme von hellen Eis- und Schneeflächen.



Bildersammlung

Bilder mit freien Lizenzen: Eine Sammlung von z.Zt. ca. 2000 Abbildungen mit freien Lizenzen, die - meistens unter bestimmten Bedingungen - weiter verwendet werden können. Es gibt z.B. Bilder zu folgenden Kategorien: Atmosphärische Zirkulation, Dürren, Eisschilde, Tropische Wirbelstürme etc. Die Bilder entstammen frei zugänglichen wissenschaftlichen Zeitschriften, Plattformen von Organisationen, die weitgehend copyrightfreies Material zur Verfügung stellen, und z.T. auch Büchern. Sie sind mit Erläuterungen versehen und wichtigen Themen des Klimawiki zugeordnet, was ein Verständnis im sachlichen Kontext ermöglicht. Die Sammlung wird ausgebaut. - Eine neue Sammlung bietet Einfache Bilder an, die komplexe Zusammenhänge auch ohne tieferes Vorwissen veranschaulichen.



Aktuelle Entwicklungen

CO2 auf Rekord-Niveau Nach den Messwerten auf dem Mauna Loa erreichte die CO2-Konzentration der Atmosphäre im Jahr 2024 mit über 422 ppm einen neuen Jahresrekord. Im Mai 2025 und 2026 wurden sogar 430 ppm übertroffen. Über mindestens 800.000, evtl. sogar über 2-3 Millionen Jahre betrug dieser Wert weniger als 300 ppm, vor Beginn der Industrialiserung sogar weniger als 280 ppm. Im Vergleich dazu bedeutet die aktuelle CO2-Konzentration eine Steigerung um 50% in nur gut 200 Jahren, was gegenüber natürlichen Veränderungen geradezu explosiv ist. Mehr: Kohlendioxid-Konzentration



Immer weniger Meereis Das arktische Meereis hat bisher vor allem im September, dem Monat seiner geringsten Ausdehnung, stark abgenommen. Im September 2020 wurde fast das bisherige Minimum vom September 2012 erreicht und seit Beginn der Satellitenmessungen nach 2012 zum zweiten Mal die 4 Mio. km2 Grenze unterschritten. Die Eiskante lag nördlich des 85. Breitengrads weit nördlich der Inselgruppen Spitzbergen, Franz-Josef-Land und Sewernaja Semlja und damit so weit im Norden wie bisher noch nie in der Satellitenära. Über den Zeitraum 1979-2019 zeigte das September-Eis eine Rate von -12,9 % pro Jahrzehnt.
Das antarktische Meereis nahm in den letzten Jahrzehnten dagegen eher leicht zu, worüber es verschiedene Erklärungsversuche gibt. Seit 2017 nahm die Ausdehnung des Eises rund um die Antarktis jedoch bis zum aktuellen Jahr überraschenderweise deutlich ab. Mehr: Arktisches Meereis, Antarktisches Meereis


2023, 2024 und 2025 - die wärmsten Jahre 2024 hat das bisher wärmste Jahr 2023 noch einmal um 0,12 °C globale Mitteltemperatur übertroffen und ist jetzt das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen. Die globale Mitteltemperatur lag nach dem europäischen Copernicus Climate Change Service mit 1,60 °C über den vorindustriellen (1850-1900) Temperaturen und war damit das erste Kalenderjahr, das die 1,5-Grad-Grenze des Klimaabkommens von Paris (2015) übertroffen hat. Wie im bisherige Rekordjahr 2023 waren die hohen Temperaturen auch 2024 durch einen El Niño, eine ungewöhnliche Erwärmung im tropischen Pazifik, mit beeinflusst. 2023 hatte sich ein starker El Niño entwickelt, der in das Jahr 2024 hinein angehalten hat. Grundlegend für die hohen Temperaturen in den Jahren 2023 und 2024 waren aber vor allem der Klimawandel durch die Emission anthropogener Treibhausgase. Auch die Ozeane waren in beiden Jahren historisch warm, mit besonders hohen Meeresoberflächentemperaturen im Nordatlantik.

Climate Engineering

Climate Engineering: Trotz zahlreicher Warnungen aus der Wissenschaft vor den Folgen des Klimawandels zeigen die internationalen Bemühungen um den Klimaschutz nur wenig Wirkung. Die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre steigt unvermindert an und liegt inzwischen bei über 420 ppm. Angesichts dieser Entwicklung halten es viele Wissenschaftler für kaum noch möglich, dass das allgemein anerkannte Klimaziel, den globalen Temperaturanstieg auf 2 °C oder gar 1,5 °C zu begrenzen, erreicht werden kann. Daher werden zunehmend Eingriffe in das Klimasystem diskutiert, die die Auswirkungen des Klimawandels begrenzen sollen. Solche Eingriffe werden unter dem Begriff Climate Engineering zusammengefasst. Dabei geht es zum einen um die nachträgliche Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre und zum anderen um die Beeinflussung der Sonneneinstrahlung.

Climate Engineering, Solar Radiation Management (SRM), Modifikation mariner Schichtwolken, Climate Engineering und Arktisches Meereis, Ozeandüngung, Kohlendioxidentzug durch Aufforstung, Ökonomische Aspekte des Climate Engineering, Politische Herausforderungen von Climate Engineering

Bildungswiki Klimawandel

Das "Bildungswiki Klimawandel" ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Deutschen Bildungsserver, dem Climate Service Center und dem Hamburger Bildungsserver zum Aufbau einer Enzyklopädie über den anthropogenen Klimawandel und seine Folgen. In der sachlichen Richtigkeit sind die Artikel an den Ergebnissen aktueller wissenschaftlicher Veröffentlichungen orientiert, die in renommierten Fachzeitschriften erschienen und zumeist in die zusammenfassenden Sachstandsberichte des Weltklimarates IPCC eingegangen sind.

Anmeldung zur Mitarbeit bitte über Dieter Kasang.

Kontakt: Dieter Kasang