Klimaforschung

Aus Klimawandel
Wechseln zu: Navigation, Suche

Unter Klimaforschung (in der Fachsprache auch als Klimatologie bezeichnet) versteht man die Erforschung des Klimas, seinen Änderungen und deren Auswirkungen.

Inhaltsverzeichnis

1 Gliederung der Klimatologie

Inhaltlich gliedert sich die Klimatologie in

  • die klimatologische Informationserfassung: Damit ist die Erfassung von Klimadaten, neo- bzw. paläoklimatologisch bzw. historisch, Klimaänderungen und der Paläoklimatologie gemeint.
  • die Klimadiagnostik: Ziel ist es hierbei ein besseres Verständnis von physikalischen Prozessen in der Atmosphäre zu erlangen. Gegenstände der diagnostischen Untersuchungen sind Klimavariabilität mit großskaligen Mustern (z.B. der Nordatlantik-Oszillation NAO), Zyklonen (Identifikation, Bahnen, Wachstumsbedingungen, Wirkungen), das Auftreten meteorologischer Extremereignisse und seine Bedingungen, die Auswirkungen von Extremereignissen oder die Änderungen hinsichtlich anthropogener Klimaänderungen.
  • die Klimamodellierung: siehe Hauptartikel Klimamodelle und
  • die Klimawirkungsforschung

2 Institute, an denen Klimaforschung betrieben wird

Wo wird Klimaforschung betrieben und von wem? Im Folgenden sollen einige der bedeutendsten deutschen Forschungsinstitute im Bereich der Klimaforschung mit ihren jeweiligen Schwerpunkten vorgestellt werden.

2.1 Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung

Das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung ist ein Forschungsinstitut in Bremerhaven, benannt nach dem Polarforscher und Geowissenschaftler Alfred Wegener. Es ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren und forscht in der Arktis, Antarktis und den Ozeanen der mittleren und hohen Breiten. Es koordiniert die Polarforschung in Deutschland und stellt wichtige Infrastruktur wie den Forschungseisbrecher Polarstern und Stationen in der Arktis und Antarktis für die nationale und internationale Wissenschaft zur Verfügung.

2.2 Max-Planck-Institut für Meteorologie

Das zur Max-Planck-Gesellschaft gehörende Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) in Hamburg ist ein international anerkanntes Institut zur Erforschung des Erdklimas. Das Institut befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur geowissenschaftlichen Fakultät der Universität Hamburg. Gemeinsam mit sechs universitären Einrichtungen bildet das MPI-M das Zentrum für Marine und Atmosphärische Wissenschaften ZMAW.

Ziel der Wissenschaftler am MPI-M ist es, zu verstehen, wie physikalische, chemische und biologische Prozesse sowie menschliches Verhalten zur Dynamik des Erdsystems und insbesondere zu globalen und regionalen Klimaänderungen beitragen. Am MPI-M werden Modelle und Messmethoden entwickelt, um die natürliche Variabilität der Atmosphäre, des Ozeans und der Biosphäre zu erklären und Abschätzungen über den Einfluss von Landnutzungsänderungen, industrieller Entwicklung, Verstädterung und anderen menschlichen Einflüssen durchführen zu können. Komplexe Erdsystemmodelle werden benutzt, um das Verhalten der Atmosphäre, des Ozeans, der Kryosphäre und der Biosphäre zu simulieren und die Wechselwirkungen zwischen den Komponenten des Erdsystems zu verstehen.

2.3 Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ist Mitglied der Leibniz Gemeinschaft, einer Vereinigung außeruniversitärer Forschungsinstitute, und hat seine Schwerpunkte in der Untersuchung von wissenschaftlich und gesellschaftlich relevanten Fragestellungen in den Bereichen Globaler Wandel, Klimawirkung, und nachhaltige Entwicklung. Natur- und Sozialwissenschaftler erarbeiten zusammen am PIK interdisziplinäre Einsichten, welche eine robuste Grundlage für Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft darstellen. Die wichtigsten methodischen Ansätze am PIK sind System- und Szenarienanalyse, quantitative und qualitative Modellierung, Computersimulation und Datenintegration.

2.4 Helmholtz-Zentrum Geesthacht

Am Helmholtz-Zentrum Geesthacht wird im Institut für Küstenforschung das Hauptaugenmerk auf den Lebensraum Küste gelegt. Es werden Werkzeuge, Analysen und Szenarien für ein Management dieser empfindlichen Landschaft durch Wandel und Anpassung unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit entwickelt. Die Forschungsaktivitäten erstrecken sich sowohl auf naturwissenschaftliche als auch auf gesellschaftliche Aspekte im regionalen und globalen Kontext. Aus Untersuchungen des aktuellen Zustands des Lebensraums Küste sowie seiner Empfindlichkeit gegenüber natürlichen und menschlichen Einflüssen werden Szenarien künftiger Optionen abgeleitet.

3 Weblinks: wissenschaftliche Einrichtungen

4 Lizenzhinweis

Dieser Artikel ist ein Originalartikel des Klima-Wiki und steht unter der Creative Commons Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland. Informationen zum Lizenzstatus eingebundener Mediendateien (etwa Bilder oder Videos) können in einigen Fällen durch Anklicken dieser Mediendateien abgerufen werden und sind andernfalls über Dieter Kasang zu erfragen. CC-by-sa.png
Kontakt: Dieter Kasang


Meine Werkzeuge