Diskussion:Lufttemperatur

Aus Klimawandel
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Jahreszeitliche klimatische Schwankungen

[...] Strahlt eine Punktquelle, beispielsweise eine Schallquelle, Energie in drei Dimensionen aus und gibt es keinen Energieverlust, dann fällt die Intensität mit dem Abstand r vom Objekt mit 1/r^2 ab: [...]

  • Bezüglich der Strahlungsintensität der Sonne steht - demgegenüber - in der de:WP (vgl. Jahreszeit#Allgemeines):

[...] Der im Jahresverlauf leicht veränderliche Abstand der Erde von der Sonne ist nicht die Ursache für die Jahreszeiten. Er macht lediglich die Südwinter etwas strenger und die Nordwinter etwas milder als sie bei kreisförmiger Erdbahn wären. Die Erde ist nämlich im Nordwinter an ihrem sonnennächsten Punkt (Perihel, ca. 3. Januar), während sie im Südwinter etwas weiter von der Sonne entfernt ist (Aphel, ca. 5. Juli). Stattdessen liegt der Grund für die Jahreszeiten im Winkel und der Dauer der Sonneneinstrahlung. Für Mitteldeutschland (geographische Breite 50°) beträgt der Winkel im Sommer 63,5° und die Sonnenscheindauer 16-17 Stunden, im Winter sind es hingegen 7-8 Stunden bei einem Winkel von 16,5°. [...]

Änderung der Sonnenstrahlungsleistung im Jahresverlauf Jahreszeitlicher Temperaturverlauf
Juli (Minimum): Aphel = sonnenfernster Punkt der Planetenbahn
Dezember (MAXIMUM): Perihel = sonnennächster Punkt der Planetenbahn.
Datenpunkte: jeweils der 21. des Monats.
Kurvenverlauf berechnet auf Basis der von Jones et. al. publizierten Daten[1] (Mittelwerte + Magnitude).

Erstaunlich ist, dass der - globale - Temperaturverlauf (vgl. Jones et al., a.a.O) anscheinend "phasenversetzt" (um eine halbe Schwingungsdauer) gegenüber der - infolge des variierenden Abstands der Erde zur Sonne - Änderung der Sonnenstrahlungsleistung PA verläuft.

  • FRAGE Nr.1: Wie ist dieser - scheinbare - Widerspruch (qualitativ sowie quantitativ) zu erklären (nämlich der anhand der Grafiken zu erkennende Sachverhalt, dass bei der globalen Lufttemperatur SATGLOBAL ein Maximum DANN zu verzeichnen ist, wenn bei der Sonnenstrahlungsleistung PA ein Minimum auftritt) ?

--Sandra Burger 11:23, 7. Mär. 2010 (UTC)

Die NH erwärmt sich im Sommer stärker und kühlt sich im Winter stärker ab als die SH. Der Grund sind die größeren Landmassen auf der NH und die größeren Meeresoberflächen auf der SH. Durch den Land-Meer-Gegensatz wird die globale Mitteltemperatur stärker beeinflusst als durch die jahreszeitlichen Schwankungen der Solarstrahlung.
Dieter Kasang 26.3.2010, 20:55
Wir sprechen hier – ganz offensichtlich – über ein „Phänomen“ bzw. über einen Sachverhalt, den ich persönlich zu den „essentials“ zählen würde, wenn es um den Unterrichtsstoff „Klima“ geht. (Und wenn ich Dich korrigieren darf, denn die von Dir gewählte Formulierung ist ausgesprochen unpräzise – aus der Grafik ist mitnichten zu entnehmen, dass sich die Nordhalbkugel INSGESAMT im Nordsommer stärker erwärmen würde etc. pp. Vielmehr zeigt die Grafik von Jones et al. – lediglich (!) – die Lufttemperatur (engl.: Surface air temperature).
Allerdings blieb meine Frage unbeantwortet: wie erklärt die Klimaforschung (ganz konkret und Punkt für Punkt - Stichwörter: Absorption; Remission; Konvektion pp. Verdunstung) in einer naturwissenschaftlich nachvollziehbaren Art und Weise diesen – scheinbaren – Widerspruch? Denn es gilt ja bei konstanter Masse (grundsätzlich; zu beachten ist dies) folgende physikalische Gesetzmäßigkeit: Δ E ~ Δ T Besten Gruß:. --Sandra Burger 07:02, 28. Mär. 2010 (UTC) P.S.: Um nur EIN (beliebtes) Beispiel aus der Physik zu nennen: ein - scheinbarer (!) - Widerspruch: das „Phänomen“ Eislaufen wird z. Bsp. hier (qualitativ) erklärt.
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