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Nicht allen ist es bewusst. Aber wir befinden uns in einer Energierevolution.<ref name="Walter 2025">Walter, D., EMBER (2025): [https://ember-energy.org/latest-insights/silos-for-sunshine-weve-mastered-harvesting-the-sun-but-storage-is-the-gamechanger/ Silos for Sunshine: we’ve mastered harvesting the sun, but storage is the gamechanger]</ref> Und das ist eine Revolution, wie sie die Menschheit seit Tausenden von Jahren nicht erlebt hat | Nicht allen ist es bewusst. Aber wir befinden uns in einer Energierevolution.<ref name="Walter 2025">Walter, D., EMBER (2025): [https://ember-energy.org/latest-insights/silos-for-sunshine-weve-mastered-harvesting-the-sun-but-storage-is-the-gamechanger/ Silos for Sunshine: we’ve mastered harvesting the sun, but storage is the gamechanger]</ref> Und das ist eine Revolution, wie sie die Menschheit seit Tausenden von Jahren nicht erlebt hat, seit der Agrar-Revolution vor 8000 Jahren. Bis dahin sind die Menschen als Jäger und Sammler durch die Wälder gezogen, um Tiere zu jagen und nach Früchten zu suchen. Andernfalls wären sie verhungert. Dann lernten sie, Nahrungsmittel anzubauen und Tiere zu züchten. Und sie lernten Vorräte anzulegen, um Zeiten der Not zu überstehen. Heute jagen wir immer noch rund um den Globus, um Energierohstoffe tief aus der Erde zu holen. Damit wir im Winter nicht frieren, im Sommer unsere Vorräte kühlen können und um uns überall hinzubewegen, wohin es uns treibt. | ||
Aber zugleich stecken wir in einer völlig neuen dynamischen Entwicklung, Energie gänzlich anders zu erzeugen. Aus der Kraft der Sonne, aus Wind und Erdwärme. Und wenn wir es uns genau überlegen, ist dieser Schritt in der Energiegewinnung für die Menschheitsgeschichte noch bedeutender als die Agrarrevolution vor 8000 Jahren. Seit seinem Bestehen hat der Mensch das Feuer genutzt, um Energie zu gewinnen. Und er tut es noch immer. Immer noch verbrennen wir Pflanzen und Pflanzenreste. In Kraftwerken, die Strom erzeugen, und in Motoren, die Bewegungsenergie erzeugen. Wenn wir heute Kohle, Öl und Gas verbrennen, tun wir im Prinzip nichts anderes als die Menschen der Urzeit, die Äste und Zweige verbrannten. Wir nehmen die Pflanzenreste nur nicht mehr aus dem Wald, sondern aus unterirdischen Lagerstätten, wo sie in Millionen von Jahren zu Kohle, Öl und Gas geworden sind. | Aber zugleich stecken wir in einer völlig neuen dynamischen Entwicklung, Energie gänzlich anders zu erzeugen. Aus der Kraft der Sonne, aus Wind und Erdwärme. Und wenn wir es uns genau überlegen, ist dieser Schritt in der Energiegewinnung für die Menschheitsgeschichte noch bedeutender als die Agrarrevolution vor 8000 Jahren. Seit seinem Bestehen hat der Mensch das Feuer genutzt, um Energie zu gewinnen. Und er tut es noch immer. Immer noch verbrennen wir Pflanzen und Pflanzenreste. In Kraftwerken, die Strom erzeugen, und in Motoren, die Bewegungsenergie erzeugen. Wenn wir heute Kohle, Öl und Gas verbrennen, tun wir im Prinzip nichts anderes als die Menschen der Urzeit, die Äste und Zweige verbrannten. Wir nehmen die Pflanzenreste nur nicht mehr aus dem Wald, sondern aus unterirdischen Lagerstätten, wo sie in Millionen von Jahren zu Kohle, Öl und Gas geworden sind. | ||
[[Bild:Erde-Energieressourcen.jpg|thumb|520px|Abb. 1: Energieressourcen der Erde: Fossile und Solar-Energie ]] | [[Bild:Erde-Energieressourcen.jpg|thumb|520px|Abb. 1: Energieressourcen der Erde: Fossile und Solar-Energie ]] | ||
Gleichzeitig wandeln wir aber schon die Kraft der Sonne und des Windes in | Gleichzeitig wandeln wir aber schon die Kraft der Sonne und des Windes in elektrische Energie um – ohne Pflanzen und deren Reste zu verbrennen. Wir schaffen das Verbrennen ab, wir verabschieden uns von dem Geschenk des Prometheus, der nach der griechischen Mythologie den Menschen das Feuer gebracht hat. Und das Revolutionäre daran ist: Das, was wir nutzen, um Energie zu erzeugen, verbrauchen wir nicht mehr. Der Wind wird nicht weniger, dadurch dass wir aus seiner Kraft Strom erzeugen. Und auch die Sonnenenergie nimmt dadurch nicht ab. Und ja, wir müssen für Sonnenschein und Wind nichts bezahlen; nur die Solarpanele und Windanlagen kosten etwas. Das ist so, als würden wir bei der Stromgewinnung aus Kohle den Treibstoff umsonst bekommen und müssten nur das Kraftwerk bezahlen. Und noch etwas zeigt sich dabei: Öl und Gas kommen aus politischen Krisenregionen, in denen Diktatoren ihre Abwehrschlachten um die fossilen Grundlagen ihrer Macht auskämpfen. Sonne und Wind kommen dagegen zu uns, ohne dass sie von Herrschern einer untergehenden fossilen Welt daran gehindert werden könnten. | ||
Dabei übertreffen unsere neuen Energiequellen alles, was uns die fossilen Energien aus den Tiefen der Erde überhaupt bieten können. Die Sonne liefert der Erde in nur 5 Tagen so viel Energie, wie sämtliche Kohle-, Öl- und Gasvorräte bis zu ihrer vollständigen Erschöpfung überhaupt zur Verfügung stellen können. Was die fossilen Energien zu bieten haben, reicht für den menschlichen Energiehunger höchstens einige Hundert Jahre, und dann ist Schluss! Die Energie der Sonne, die letztlich auch den Wind antreibt, ist dagegen nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich. Und hinzu kommt, dass wir gelernt haben, die Vorratshaltung der Agrar-Revolution auf die Energie zu übertragen. Unsere Vorratskammern heißen heute Batterien. Gibt es da noch eine Frage, wem die Zukunft gehört? Den Fossil-Gesellschaften oder den Elektro-Gesellschaften? Wenn auch vielleicht erst eine etwas fernere Zukunft. Denn der Abwehrkampf der fossilen Gesellschaften ist heftig - aber aussichtslos. | |||
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Aktuelle Version vom 22. Juni 2026, 05:11 Uhr
Nicht allen ist es bewusst. Aber wir befinden uns in einer Energierevolution.[1] Und das ist eine Revolution, wie sie die Menschheit seit Tausenden von Jahren nicht erlebt hat, seit der Agrar-Revolution vor 8000 Jahren. Bis dahin sind die Menschen als Jäger und Sammler durch die Wälder gezogen, um Tiere zu jagen und nach Früchten zu suchen. Andernfalls wären sie verhungert. Dann lernten sie, Nahrungsmittel anzubauen und Tiere zu züchten. Und sie lernten Vorräte anzulegen, um Zeiten der Not zu überstehen. Heute jagen wir immer noch rund um den Globus, um Energierohstoffe tief aus der Erde zu holen. Damit wir im Winter nicht frieren, im Sommer unsere Vorräte kühlen können und um uns überall hinzubewegen, wohin es uns treibt.
Aber zugleich stecken wir in einer völlig neuen dynamischen Entwicklung, Energie gänzlich anders zu erzeugen. Aus der Kraft der Sonne, aus Wind und Erdwärme. Und wenn wir es uns genau überlegen, ist dieser Schritt in der Energiegewinnung für die Menschheitsgeschichte noch bedeutender als die Agrarrevolution vor 8000 Jahren. Seit seinem Bestehen hat der Mensch das Feuer genutzt, um Energie zu gewinnen. Und er tut es noch immer. Immer noch verbrennen wir Pflanzen und Pflanzenreste. In Kraftwerken, die Strom erzeugen, und in Motoren, die Bewegungsenergie erzeugen. Wenn wir heute Kohle, Öl und Gas verbrennen, tun wir im Prinzip nichts anderes als die Menschen der Urzeit, die Äste und Zweige verbrannten. Wir nehmen die Pflanzenreste nur nicht mehr aus dem Wald, sondern aus unterirdischen Lagerstätten, wo sie in Millionen von Jahren zu Kohle, Öl und Gas geworden sind.

Gleichzeitig wandeln wir aber schon die Kraft der Sonne und des Windes in elektrische Energie um – ohne Pflanzen und deren Reste zu verbrennen. Wir schaffen das Verbrennen ab, wir verabschieden uns von dem Geschenk des Prometheus, der nach der griechischen Mythologie den Menschen das Feuer gebracht hat. Und das Revolutionäre daran ist: Das, was wir nutzen, um Energie zu erzeugen, verbrauchen wir nicht mehr. Der Wind wird nicht weniger, dadurch dass wir aus seiner Kraft Strom erzeugen. Und auch die Sonnenenergie nimmt dadurch nicht ab. Und ja, wir müssen für Sonnenschein und Wind nichts bezahlen; nur die Solarpanele und Windanlagen kosten etwas. Das ist so, als würden wir bei der Stromgewinnung aus Kohle den Treibstoff umsonst bekommen und müssten nur das Kraftwerk bezahlen. Und noch etwas zeigt sich dabei: Öl und Gas kommen aus politischen Krisenregionen, in denen Diktatoren ihre Abwehrschlachten um die fossilen Grundlagen ihrer Macht auskämpfen. Sonne und Wind kommen dagegen zu uns, ohne dass sie von Herrschern einer untergehenden fossilen Welt daran gehindert werden könnten.
Dabei übertreffen unsere neuen Energiequellen alles, was uns die fossilen Energien aus den Tiefen der Erde überhaupt bieten können. Die Sonne liefert der Erde in nur 5 Tagen so viel Energie, wie sämtliche Kohle-, Öl- und Gasvorräte bis zu ihrer vollständigen Erschöpfung überhaupt zur Verfügung stellen können. Was die fossilen Energien zu bieten haben, reicht für den menschlichen Energiehunger höchstens einige Hundert Jahre, und dann ist Schluss! Die Energie der Sonne, die letztlich auch den Wind antreibt, ist dagegen nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich. Und hinzu kommt, dass wir gelernt haben, die Vorratshaltung der Agrar-Revolution auf die Energie zu übertragen. Unsere Vorratskammern heißen heute Batterien. Gibt es da noch eine Frage, wem die Zukunft gehört? Den Fossil-Gesellschaften oder den Elektro-Gesellschaften? Wenn auch vielleicht erst eine etwas fernere Zukunft. Denn der Abwehrkampf der fossilen Gesellschaften ist heftig - aber aussichtslos.
Einzelnachweise
- ↑ Walter, D., EMBER (2025): Silos for Sunshine: we’ve mastered harvesting the sun, but storage is the gamechanger
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