Umberto Eco

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Umberto Eco (* 5. Januar 1932 in Alessandria, Piemont) ist ein italienischer Schriftsteller, Philosoph, Medienwissenschaftler und vielleicht der bekannteste zeitgenössische Semiotiker. Seit 1971 ist er an der Universität Bologna Professor für Semiotik und besitzt 31 Ehrendoktortitel (u. a. in Deutschland an der Freien Universität Berlin).

1 Biographie

„Eco“ ist der Name, der seinem Großvater, angeblich ein Findelkind, von Priestern gegeben worden sein soll - entstanden aus dem Akronym von „Ex Caelis Oblatus“, was in etwa „Der vom Himmel Gespendete“ bedeutet. Umberto Eco schloss sein Studium der Pädagogik und Philosophie 1954 mit einer Dissertation über die Ästhetik des Thomas von Aquin ab (Titel: Il problema estetico di San Tommaso). Anschließend arbeitete er beim Italienischen Fernsehen RAI und war als Dozent für Ästhetik und visuelle Kommunikation in Turin, Mailand und Florenz tätig. Im Bereich der Semiotik entwickelte er die Theorie der Kultursemiotik. Das 1968 (1972 in Deutsch) erschienene Buch "Einführung in die Semiotik" gilt als ein Standardwerk. Seit 1971 ist er Professor für Semiotik an der Universität Bologna. Seit 1999 leitet er die Scuola Superiore di Studi Umanistici der Universität.

Sein 1980 erschienener erster Roman Der Name der Rose machte ihn weltweit auch als Schriftsteller bekannt. Auch der 1988 erschienene Roman Das Foucaultsche Pendel war ein Welterfolg. Einem breiteren Publikum ist Eco so vor allem aufgrund dieser literarischen Arbeiten bekannt, in denen er ausgiebig von Zitaten und Montagetechniken Gebrauch macht, was zu ihrer Charakterisierung als den postmodernen Romanen schlechthin geführt hat. Eco ist heute einer der bekanntesten und meistgelesenen italienischen Schriftsteller der Gegenwart.

Umberto Eco ist seit Oktober 2003 Mitglied der französischen Ehrenlegion. Eco ist ein aktiver und vehementer Gegner von Silvio Berlusconi, der von 2001 bis 2006 das Amt des italienischen Regierungschefs bekleidete. Noch vor dessen Wahlniederlage im April 2006 hatte Eco angekündigt, dass er bei einem erneuten Wahlsieg Berlusconis ins freiwillige Exil gehen würde.

Umberto Eco ist seit 1962 mit Renate Ramge verheiratet, einer in Frankfurt am Main geborenen Expertin für Kommunikation und Design, mit der er einen Sohn und eine Tochter hat.

Eco schreibt regelmäßig eine Kolumne in der Zeitschrift L'Espresso, die den Titel La Bustina di Minerva (Streichholzbriefe, auf deutsch) trägt. Er ist Mitherausgeber der Internetzeitschrift "Il golem indispensabile" . [1] Mit Freunden zusammen gründete er die Gruppe liberta e giustizia, die eine intellektuelle Opposition zu Silvio Berlusconi darstellen sollte. [2],[3]

Umberto Eco wurde 2005 im Magazin Prospect [4] nach Noam Chomsky und vor Richard Dawkins zum zweitwichtigsten Intellektuellen weltweit gewählt.

2 Werk

3 Bedeutung und Wirkung

4 Unterricht

5 Literatur

6 Weblinks

Umberto Eco Linksammlung auf dem Hamburger Bildungsserver

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