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|{{Box2|Ueberschrift=Neue und überarbeitete Artikel|Fliesstext={{Bild-links|Bild=Sibiria temp hPa June2020.jpg|Breite=220px}}'''[[Heiße Tage in der Arktis]]''': Der Klimawandel macht es möglich: Selbst im hohen Norden Sibiriens werden Temperaturen gemessen, die weit über den Grenzwert von Heißen Tagen in den mittleren Breiten, nämlich 30 °C, hinausgehen. Am 25. Juni 2020 erreichten die Temperaturen im östlichen Sibirien in der Stadt Werchojansk 38 °C. Dieser Wert wurde von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) als neuer Temperaturrekord für das Gebiet nördlich des Polarkreises eingestuft. Die Folgen waren große Waldbrände, das Auseinanderbrechen eines riesigen Öltanks aufgrund des tauenden Permafrosts und Kohlendioxidemissionen, die denen der jährlichen Emissionen der Schweiz entsprachen. Simulationen mit Computermodellen zeigten, dass eine Phase so heißer Tage im Vergleich zu der Zeit um 1900 durch den Klimawandel 600 Mal wahrscheinlicher geworden ist.<br />  
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|{{Box2|Ueberschrift=Neue und überarbeitete Artikel|Fliesstext={{Bild-links|Bild=Mountain systems sm.jpg|Breite=220px}}'''[[Wasserressourcen in Hochgebirgen]]''': Durch ihre klimatische Besonderheit stellen Hochgebirge wichtige Wasserressourcen für die Gebirgsregionen selbst und die umliegenden Vorländer bis in große Entfernungen zur Verfügung. Sie werden deshalb auch als „Wassertürme“ bezeichnet, von denen das anfallende Wasser über weitverzweigte Flusssysteme ins Umland verteilt wird. Zum einen kommt es in Hochgebirgen zu mehr Niederschlag als in tieferen Regionen. Feuchte Luftmassen werden an Gebirgen zum Aufsteigen gezwungen, und es kommt zum Niederschlag in Form von Regen oder Schnee. Zum anderen sind Gebirgsregionen in der Lage, den Niederschlag über längere Zeiträume zu speichern und somit als Wasserreservoir zu fungieren. Dazu dienen Schneelagen, Gletscher und Seen.<br />  
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Version vom 6. September 2020, 10:37 Uhr

1 KLIMAWANDEL UND KLIMAFOLGEN

1.1 Neue und überarbeitete Artikel

Mountain systems sm.jpg
Wasserressourcen in Hochgebirgen: Durch ihre klimatische Besonderheit stellen Hochgebirge wichtige Wasserressourcen für die Gebirgsregionen selbst und die umliegenden Vorländer bis in große Entfernungen zur Verfügung. Sie werden deshalb auch als „Wassertürme“ bezeichnet, von denen das anfallende Wasser über weitverzweigte Flusssysteme ins Umland verteilt wird. Zum einen kommt es in Hochgebirgen zu mehr Niederschlag als in tieferen Regionen. Feuchte Luftmassen werden an Gebirgen zum Aufsteigen gezwungen, und es kommt zum Niederschlag in Form von Regen oder Schnee. Zum anderen sind Gebirgsregionen in der Lage, den Niederschlag über längere Zeiträume zu speichern und somit als Wasserreservoir zu fungieren. Dazu dienen Schneelagen, Gletscher und Seen.




GIS year 3000 RCPs.jpg
Grönländischer Eisschild: Der Grönländische Eisschild ist nach dem Antarktischen Eisschild der zweite heute noch existierende Eisschild auf der Erde. Bei einem vollständigen Abschmelzen würde er den globalen Meeresspiegel um 7,42 m ansteigen lassen. Der Eisschild verliert einerseits durch Abschmelzen an der Oberfläche an Masse, andererseits durch den Abfluss von über 200 Auslassgletschern ins Meer. Bis 2100 könnte Grönland bis zu 20 cm zum Meeresspiegelanstieg beitragen. Ein vollständiges Abschmelzen könnte nach Modellberechnungen in etwa 1000 Jahren erfolgen.



CO2-emissions Corona1970-2020.jpg
Corona-Virus und CO2-Emissionen: Die weltweiten Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus haben zahlreiche wirtschaftliche Aktivitäten stark reduziert. Eine Folge war auch der Rückgang der Verbrennung fossiler Energieträger und damit der daraus resultierenden CO2-Emissionen. An stärksten verringerten sich die Kohlendioxid-Emissionen in China, gefolgt von den USA, Europa und Indien. Insgesamt wird für das ganze Jahr 2020 eine Reduktion der CO2-Emissionen von 4-7% prognostiziert. Würde eine solche Abnahme jedes Jahr über die nächsten Jahrzehnte erreicht werden, bestünde eine realistische Chance, die in dem Pariser Klimaschutzabkommen geforderte Grenze der globalen Erwärmung von 1,5 °C einzuhalten.

1.2 Bildersammlung

Europa temp RCP85.jpg
Bilder mit freien Lizenzen: Eine Sammlung von z.Zt. über 1000 Abbildungen mit freien Lizenzen, die - meistens unter bestimmten Bedingungen - weiter verwendet werden können. Es gibt z.B. Bilder zu folgenden Kategorien: Atmosphärische Zirkulation, Dürren, Eisschilde, Tropische Wirbelstürme etc. Die Bilder entstammen frei zugänglichen wissenschaftlichen Zeitschriften, Plattformen von Organisationen, die weitgehend copyrightfreies Material zur Verfügung stellen, und z.T. auch Büchern. Sie sind mit Erläuterungen versehen und wichtigen Themen des Klimawiki zugeordnet, was ein Verständnis im sachlichen Kontext ermöglicht. Die Sammlung wird ausgebaut.

1.3 Aktuelle Entwicklungen

EU global Juli 2018.jpg
Hitzewellen in Europa Seit Beginn des neuen Jahrhunderts wurde Europa mehrfach von starken Hitzewellen heimgesucht. Zumeist waren davon größere Gebiete betroffen. So erstreckte sich die Hitzewelle 2003 über fast ganz Mittel- und Südeuropa, und von der Hitzewelle 2015 waren zunächst West- und anschließend Mittel-Osteuropa betroffen. Die Hitzewellen 2010 und 2017 erstreckten sich über das westliche Russland bzw. mehrere Mittelmeerländer. Die Hitzewelle 2018 zeichnete sich vor allem durch langanhaltende hohe Temperaturen von April bis August und eine starke Trockenheit aus. Ein Jahr später wartete bereits der Monat Juni mit Rekordtemperaturen auf, die in Deutschland einen Monat später noch übertroffen wurden. Nicht nur die Mitteltemperaturen waren im Juni und Juli 2019 so hoch wie nie zuvor seit Beginn der Messungen. In Südfrankreich wurde mit 45.9 °C auch eine neue Maximumtemperatur gemessen. Mehr: Hitzewellen Europa


Arctic Sept ice1879-2013.jpg
Immer weniger Meereis Das arktische Meereis hat bisher vor allem im September, dem Monat seiner geringsten Ausdehnung, stark abgenommen. Im September 2019 wurde zwar nicht das bisherige Minimum vom September 2012 erreicht. Die Meereisausdehnung war aber etwa genau so gering wie im September 2007, als der bisher zweitniedrigste Wert gemessen wurde. In der zweiten September-Hälfte 2019 lagen die Werte zudem deutlich unter denen von 2007. Über den Zeitraum 1979-2019 zeigt das September-Eis eine Rate von -12,9 % pro Jahrzehnt.
Das antarktische Meereis nahm in den letzten Jahrzehnten dagegen eher leicht zu, worüber es verschiedene Erklärungsversuche gibt. Seit 2016 lag die Ausdehung jedoch bis zum aktuellen Jahr leicht unter dem Mittel der Jahre 1981-2010. Mehr: Arktisches Meereis, Antarktisches Meereis


Temp global aktuell.jpg

2016 das wärmste Jahr! Nach der Jahrhundertwende schien es zunächst, als ob sich die globale Mitteltemperatur trotz einer steigenden Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre nicht weiter erhöhen würde. Die Werte im neuen Jahrhundert lagen nur bei wenigen Jahren geringfügig über dem Spitzenjahr am Ende des letzten Jahrhunderts, 1998. In manchen Medien wurde ein Aussetzen des Klimawandels ausgerufen, und in der Wissenschaft wurde nach Gründen für die "Klimapause" gesucht. Mit den Daten der Jahre 2014 bis 2019 meldete sich jedoch der Klimawandel zurück. Die Jahresmitteltemperatur des Jahres 2014 lag deutlich über den bisherigen Rekordwerten, obwohl es 2014 keinen El Niño gab. Jene ungewöhnliche Erwärmung im tropischen Pazifik mit globalen Auswirkungen hatte 1998 zu einem warmen Rekordjahr gemacht und hat aktuell dazu beigetragen, dass 2016 das bisher wärmste je gemessene Jahr wurde. 2017, 2018 und 2019 gehörten dann aber trotz eines schwachen La-Niña-Einflusses ebenfalls noch zu den fünf wärmsten Jahren seit Beginn der Messungen.Mehr zur aktuellen Klimaänderung

1.4 Climate Engineering

CE Verfahren.jpg
Trotz zahlreicher Warnungen aus der Wissenschaft vor den Folgen des Klimawandels zeigen die internationalen Bemühungen um den Klimaschutz nur wenig Wirkung. Die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre steigt mit 3,1 % pro Jahr unvermindert an und liegt inzwischen bei über 400 ppm. Angesichts dieser Entwicklung halten es viele Wissenschaftler für kaum noch möglich, dass das allgemein anerkannte Klimaziel, den globalen Temperaturanstieg auf 2 °C oder gar 1,5 °C zu begrenzen, erreicht werden kann. Daher werden zunehmend Eingriffe in das Klimasystem diskutiert, die die Auswirkungen des Klimawandels begrenzen sollen. Solche Eingriffe werden unter dem Begriff Climate Engineering zusammengefasst. Dabei geht es zum einen um die nachträgliche Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre und zum anderen um die Beeinflussung der Sonneneinstrahlung.

Climate Engineering, Solar Radiation Management (SRM), Modifikation mariner Schichtwolken, Climate Engineering und Arktisches Meereis, Ozeandüngung, Kohlendioxidentzug durch Aufforstung, Ökonomische Aspekte des Climate Engineering, Politische Herausforderungen von Climate Engineering

1.6 Bildungswiki Klimawandel

Das "Bildungswiki Klimawandel" ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Deutschen Bildungsserver, dem Climate Service Center und dem Hamburger Bildungsserver zum Aufbau einer Enzyklopädie über den anthropogenen Klimawandel und seine Folgen. In der sachlichen Richtigkeit sind die Artikel an den Ergebnissen aktueller wissenschaftlicher Veröffentlichungen orientiert, die in renommierten Fachzeitschriften erschienen und zumeist in die zusammenfassenden Sachstandsberichte des Weltklimarates IPCC eingegangen sind.

Anmeldung zur Mitarbeit bitte über Dieter Kasang.

Kontakt: Dieter Kasang


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