Marguerite Duras

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Marguerite Duras (* 4. April 1914 in Gia Dinh, einem Vorort von Saigon, † 3. März 1996 in Paris) wurde als Marguerite Donnadieu als Tochter eines in Vietnam lebenden französischen Lehrerehepaars geboren. Sie ging schon in jungen Jahren nach Frankreich und wurde Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Filmregisseurin.


1 Biographie

Als Marguerite Duras drei Jahre alt ist, zieht die Familie von Gia Dhin bei Saigon nach Hanoi, in das 'tropische Paris', um. 1920 folgt der nächste Umzug nach Pnom Penh, wo die Familie in einem großen Wohnsitz mit Park residiert. Duras' Vater erkrankt und zieht sich 1921 zum Sterben nach Frankreich zurück. Die Mutter erwirbt am Golf von Siam ein Reisfeld, das sie jedoch bald wegen ständiger Überschwemmungen aufgeben muss. Die Familie verarmt. Mit 15 besucht Marguerite das Gymnasium von Saigon, wo sie eine Affäre mit einem bedeutend älteren reichen Chinesen eingeht, von dessen Geld auch die restliche Familie profitiert.

1933 verlässt Marguerite Vietnam für immer und begibt sich in die Heimat ihrer Eltern nach Frankreich. Hier studiert sie an der Sorbonne Rechtswissenschaften, Mathematik und Politik. 1939 heiratet sie den Schriftsteller Robert Antelme; beide engagieren sich in der Résistance. 1942 stirbt der gemeinsame Sohn gleich nach der Geburt. Marguerite lernt den Gallimard-Lektor Dionys Mascolo kennen und geht mit ihm eine Beziehung ein. Ihr Mann wird durch Verrat innerhalb der Widerstandsbewegung von der Gestapo verhaftet und im Konzentrationslager in Dachau festgehalten, kommt jedoch lebend davon. 1947 bringt Marguerite erneut ein Kind zur Welt, dieses Mal ist der Vater Dionys Mascolo. Die Beziehungen zu Robert Antelme und später auch zu Mascolo zerbrechen nacheinander, und Marguerite verfällt zunehmend dem Alkohol. Daran ändern auch ihr endlich sich einstellender Ruhm und die Beziehung zu einem jungen Mann nichts. Marguerite Duras stirbt am 3. März 1996 in Paris.

2 Werk

3 Literatur

4 Weblinks

Marguerite Duras Linksammlung auf dem Hamburger Bildungsserver

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