Candide

Aus Weltliteratur
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Candide oder der Optimismus (frz. Originaltitel Candide, ou l'optimisme, entstanden 1758) ist ein 1759 anonym erschienener satirischer Roman des französischen Philosophen Voltaire. Im Jahr 1776 erschien eine deutsche Übersetzung unter dem Titel Candide oder die beste aller Welten.

1 Inhalt

Diese Satire wendet sich u.a. gegen die optimistische Weltanschauung von Leibniz, der die beste aller möglichen Welten postulierte; stattdessen wird eine Auffassung sichtbar, die skeptischer und pessimistischer ist bzw. welche Leibniz' Postulat in den Kontext der Zeit (Eindruck des Erdbebens von Lissabon 1755, der siebenjährige Krieg) stellt und dadurch relativiert.

Der einfach gestrickte Held Candide wird aus seinem Heimatschloss verbannt, wo er seine Liebe Cunégonde und seinen Lehrer Pangloß (von altgriechisch pan „alles, umfassend“ und glossa „Zunge, Sprache“, also ungefähr „Allessprecher“), einen Vertreter der Leibniz'schen Theorie der "besten aller Welten", zurücklassen muss. Er und sein Begleiter Cacambo geraten von einem Unglück in das nächste und werden dabei nur durch die unwahrscheinlichsten Zufälle gerettet. Mit Witz, beißendem Spott und Ironie prangert Voltaire dabei auch den überheblichen Adel, die kirchliche Inquisition, Krieg, Sklaverei und die naive Utopie des einfachen Manns von einem sorglosen Leben an. Candide findet das perfekte Land nur in Form des utopischen "El Dorado", das aber nur als Mythos in seinem Glauben existiert.

2 Interpretation

3 Unterricht

4 Literatur

5 Weblinks


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