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	<title>Weltliteratur - Benutzerbeiträge [de-formal]</title>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Romeo_und_Julia&amp;diff=3369</id>
		<title>Romeo und Julia</title>
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		<updated>2007-11-28T11:49:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Romeo und Julia&amp;quot;&#039;&#039;&#039; ist eine der bekanntesten Tragödien von [[William Shakespeare]]. Das Stück wird bis heute auf den großen Bühnen der Welt immer wieder aufgeführt und erlebte zahlreiche Vertonungen, Bearbeitungen als Ballett und Musical sowie etliche Verfilmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Romeo_und_Julia.jpg|thumb|300px|Romeo und Julia von Sir Frank Dicksee, 1884]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Das Stück spielt in der italienischen Stadt Verona und handelt von den verfeindeten Familien der Montagues und Capulets. Romeo ist Sohn der Montagues, Julia die Tochter der Capulets. Die beiden begegnen sich auf einem Maskenball im Haus von Julias Eltern. Eigentlich war Romeo nur wegen Rosalinde auf dem Maskenball, doch aller Schmerz über die unerwiderte Liebe ist schnell vergessen als er Julia sieht. Bereits am nächsten Tag begibt sich Romeo zum befreundeten Pater Lorenzo, um ihn zu bitten, die Hochzeit durchzuführen. In der Hoffnung, damit die Familien zu versöhnen, stimmt Lorenzo zu. Kurz darauf entwickelt sich ein Streit zwischen Mercutio, Romeos bestem Freund, und Tybalt aus dem Hause der Capulets. Es kommt zu einem Duell, in dessen Folge Mercutio tödlich verwundet wird. Der anwesende Romeo will seinen Freund rächen. So kommt es zum Kampf zwischen Romeo und Tybalt, einem Vetter von Julia. Romeo tötet Tybalt und wird deshalb von dem Fürsten aus Verona verbannt. Bevor er in die Verbannung flüchtet, verbringt er jedoch seine Hochzeitsnacht mit Julia. Kaum hat ihr Gemahl sie am frühen Morgen verlassen, eröffnen ihre Eltern ihr, dass sie einen jungen Grafen namens Paris heiraten soll. Julias Eltern wollen sie zwingen Paris zu heiraten. Julia ist entsetzt und bittet Vater Lorenzo um Hilfe. Dieser entwickelt einen tollkühnen Plan. Sie soll einen Betäubungstrank zu sich nehmen, der sie in einen todesähnlichen Zustand versetzt. Dadurch könnte sie der Hochzeit entkommen. Julia stimmt zu. Durch einen unglücklichen Zufall bekommt Romeo den Brief, der ihn von diesem Plan in Kenntnis setzen soll, nicht. Als er von Julias Tod hört, ist er verzweifelt. Er verschafft sich Gift und begibt sich dann zur Gruft der Capulets. Dort tötet er sich neben der kurz darauf erwachenden Julia. Als diese ihren toten Geliebten neben sich erkennt, ersticht sie sich mit dessen Dolch. Über den Leichen ihrer Kinder versöhnen sich die verfeindeten Eltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interpretation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirkung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
* [http://www.webenglishteacher.com/romeoandjuliet.html Lesson plans and other teaching ideas] von Web English Teacher&lt;br /&gt;
* [http://www.swisseduc.ch/english/readinglist/shakespeare_william/romeo/teaching.html Romeo and Juliet - Lesson Plans] Linkliste von SwissEduc&lt;br /&gt;
* [http://www.lehrer-online.de/verona-world.php?sid=16833333749889528119556255626540 Verona World] Verona World ist das Ergebnis eines Projektes im Anschluss an Shakespeares Drama Romeo &amp;amp; Juliet im Leistungskurs des Jahrgangs 12. Dabei erarbeiten die Lernenden eigene Mini-Websites auf Basis von kreativer Textproduktion oder umfassenden Internetrecherchen.&lt;br /&gt;
* [http://www.lehrer-online.de/shakespeare-webquest.php?sid=16833333749889528119556255626540 &amp;quot;Shakespeare - the man and the playwright&amp;quot;] Dieser WebQuest führt Lernende an William Shakespeare, sein Werk und vor allem das Drama Romeo and Juliet heran. Sie suchen im Netz nach Informationen, aus denen sie eine Präsentation erstellen.&lt;br /&gt;
* [http://wwwcs.uni-paderborn.de/schulen/sem/downloads/reuterlove.pdf Doomed love – William Shakespeare’s Romeo and Juliet] In dieser Unterrichtseinheit sollen die Schülerinnen und Schüler erschließen, dass die erste Begegnung Romeos und Juliets in Akt I, Szene 5 den Anfang einer tiefen, aufrichtigen Liebesbeziehung darstellt, indem sie die  sprachliche Form des Dialogs erläutern und ihre Deutung desselben in einer szenischen Umsetzung anwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:William Shakespeare]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Ein_Sommernachtstraum&amp;diff=3368</id>
		<title>Ein Sommernachtstraum</title>
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		<updated>2007-11-28T11:47:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Komödie &#039;&#039;&#039;Ein Sommernachtstraum&#039;&#039;&#039; (engl. A Midsummer Night&#039;s Dream) wurde 1595 oder 1596 von [[William Shakespeare]] geschrieben und vor 1600 uraufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Die erste Szene spielt in Athen. Theseus, Herzog von Athen, und Hippolyta, Königin der Amazonen, wollen heiraten. Da erscheint Egeus, ein Athener. Seine Tochter Hermia und der junge Athener Lysander sind ein Liebespaar...Egeus jedoch hält Demetrius für die bessere Wahl. Dieser ist vernarrt in Hermias Schönheit, und hat bei Egeus auch schon um ihre Hand angehalten. Als er Hermia gesehen hatte, buhlt er nur noch um die Liebe Hermias. Davor hatte er sich aber bereits mit Helena, eine Freundin Hermias, und des alten Neders Kind verlobt. Hermia fragt nun den Herzog Theseus was geschehen würde, wenn sie sich weigert Demetrius zu heiraten. Sollte diese sich weiterhin nicht dem Willen des Vaters Egeus fügen, müsste sie sterben. Somit war klar, dass der Vater Hermias gegen seine eigene Tochter vor das Gericht ziehen würde. Theseus setzt ihr daraufhin eine Frist, in der sie sich entscheiden soll. Da allerdings der Herzog Theseus selbst mit seiner eigenen Heirat beschäfitgt ist, richtet er, dass Hermia Demetrius heiraten muss. Als alle weg sind, beschließen Lysander und Hermia aus Athen zu fliehen und entwickeln einen Fluchtplan. Helena, die Freundin Hermias kommt. Hermia erzählt ihr von dem Plan. Doch Helena verrät Demetrius, dass die beiden fliehen wollen. Sie hofft, da sie in Demetrius verliebt ist, auf diese Weise seine Gunst zurück zu gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenig später treffen sich sechs Handwerker. Unter der Leitung von Peter Squenz wollen sie das Stück Pyramus und Thisbe (nach Ovid) auf der Hochzeit von Theseus und Hippolyta aufführen. Sie verteilen die Rollen und verabreden sich zur Probe im Wald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In eben diesem Wald streiten sich am Abend Oberon, König der Elfen, und Titania, Königin der Elfen. Oberon gibt seinem vertrauten Elf Puck, der auch Robin Goodfellow heißt, den Auftrag, eine bestimmte Blume zu holen. Der Nektar dieser Blume, kommt er in die Augen eines Schlafenden, sorgt dafür, dass dieser sich in die nächste lebende Kreatur verliebt, die er sieht. Oberon will Titania einen Streich spielen. Während Puck unterwegs ist, kommen Demetrius, der Lysander und Hermia sucht, und Helena, die ihm gefolgt ist. Oberon beobachtet den Streit der beiden und gibt Puck, als er zurückkommt, den Auftrag mit Hilfe der Blume dafür zu sorgen, dass Demetrius Helena liebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberon findet wenig später die schlafende Titania und drückt ihr den Nektar der Blume in die Augen. Daraufhin kommen Hermia und Lysander und legen sich schlafen. Sie schlafen kaum, als Puck kommt und Lysander für Demetrius hält. Dann kommen Helena und der echte Demetrius. Helena stolpert über Lysander, der sich in sie verliebt und ihr folgt. Als er geht, kommen die Handwerker, die ihr Stück proben. Puck kommt dazu und verwandelt den Kopf des Webers Zettel (engl: Nick Bottom) in den eines Esels. Daraufhin führt er ihn zu Titania, die aufwacht und sich in Nick Bottom mit dem Eselskopf verliebt. Oberon, der sich darüber köstlich amüsiert, entdeckt kurz darauf Pucks Fehler. Er befiehlt Puck, die Blume bei Demetrius anzuwenden. Dann lieben beide, Lysander und Demetrius, Helena. Oberon erkennt das Chaos und befiehlt Puck, es rückgängig zu machen. Dieser ordnet die Schlafenden nebeneinander an und verwendet nochmals die Blume. Daraufhin entzaubert Oberon Titania, die dann wieder ihn liebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Morgen finden Theseus, Hippolyta und Egeus die schlafenden Liebenden und geben ihre Einverständnisse zu deren Hochzeit. Die Handwerker finden Zettel, den Puck von seinem Eselskopf befreit hat und spielen bei der Dreifachhochzeit ihr Stück vor. Zum Schluss kommt noch einmal Puck auf die Bühne und spricht direkt zum Publikum. Er bittet sie, wenn ihnen das Stück nicht gefallen hat, es als einen Traum zu betrachten. Wenn es ihnen aber gefallen hat, sollen sie klatschen. In Shakespeares Worten: Give me your hands, if we be friends and Robin shall restore amends.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung und Wirkung==&lt;br /&gt;
Das Stück ist eines der meistgespielten Shakespeare-Stücke. In den englischsprachigen Ländern ist der Sommernachtstraum ein Klassiker für Schul- und Laientheaterinszenierungen. Auch im Film Club der toten Dichter wird dieses Stück von den Welton-Schülern gespielt. Eine aktuelle, skurrile Interpretation als Einmannstück bietet der Freiburger Bernd Lafrenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stück wird sehr oft auch als Ballett aufgeführt (z. B. im Januar/Februar 2004 in der Semperoper in Dresden). Es lieferte die Vorlage für verschiedene Opern, so The Fairy Queen (1692) von Henry Purcell, Le Songe d&#039;une nuit d&#039;été (1850) von Ambroise Thomas und A Midsummer Night&#039;s Dream (1960) von Benjamin Britten. Sehr bekannt wurde auch die Schauspielmusik von Felix Mendelssohn Bartholdy. Auch moderne Autoren haben sich auf den Sommernachtstraum bezogen, so etwa Botho Strauß in Der Park (1983) und Neil Gaiman in The Sandman - Dream Country (1991).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interpretation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirkung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
*[http://www.webenglishteacher.com/midsummer.html Lesson plans and other teaching ideas] Linksammlung von Web English Teacher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/sommer/sommer.htm Ein Sommernachtstraum] deutschsprachiger Text in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische_Literatur|Sommernachtstraum, Ein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:William Shakespeare]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Othello&amp;diff=3367</id>
		<title>Othello</title>
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		<updated>2007-11-28T11:46:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Othello, der Mohr von Venedig&#039;&#039;&#039; ist ein Theaterstück von [[William Shakespeare]], das um 1603 verfasst wurde. Wie die kurz davor geschriebenen Stücke [[Hamlet]], [[Macbeth]] und König Lear ist auch The Tragœdie of Othello, the Moore of Venice eine Tragödie. Der Erstdruck stammt von 1622 (Quarto). Die erste deutsche Übersetzung war Teil der Gesamtübersetzung von Shakespeares Theatralischen Werken (1762-1766) durch Christoph Martin Wieland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Othello wurde am 1. November 1604 im Palace of Whitehall uraufgeführt. Die Erstaufführung in Deutschland fand 1766 in Hamburg statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Der &amp;quot;Mohr&amp;quot; Othello ist Feldherr in der Armee der Republik Venedig. Er hat heimlich die junge, schöne und wortgewandte Desdemona geheiratet, ohne das Wissen ihres Vaters Brabantio. Der gehässige Jago, der gehofft hatte, von Othello zum Leutnant befördert zu werden, sieht nun den unerfahrenen Cassio diese Stelle einnehmen - er selbst ist nur ein Fähnrich. Othello vertraut ihm vollkommen, Jago sinnt hingegen auf Rache (I,1). Der junge Rodrigo, der unglücklich in Desdemona verliebt ist, hilft ihm bei seiner Intrige, wird jedoch von Jago ausgenutzt und schließlich von ihm ermordet (V,1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Brabantio durch Jago von der Liebschaft erfährt, will er Othello vor Gericht zerren, weil er vermutet, dass Zauberei im Spiel gewesen sei - niemals könne seine Tochter freiwillig einen so häßlichen Mohren lieben (I,3). Othello und Desdemona versichern ihm und dem Dogen, der als Vermittler eintritt, dass die Liebe ganz ohne schwarze Magie zustande gekommen sei, so dass Brabantio ihnen widerwillig seinen Segen geben muss. Dann wird Othello jedoch nach Zypern abkommandiert, wo ein Angriff der osmanischen Flotte erwartet wird. Desdemona, Cassio, Jago und dessen Ehefrau Emilia begleiten ihn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jago spinnt nun eine Intrige: Mit Rodrigos Hilfe gelingt es ihm, Cassio in einen Streit zu verwickeln, der ihn Othellos Zorn aussetzt (II,3). Dem verzweifelten Cassio rät er freundschaftlich, bei Desdemona Vermittlung zu suchen, um die Gunst Othellos wieder zu erlangen. Als Othello Augenzeuge des Treffens von Desdemona und Cassio wird, fällt es Jago leicht, seine Eifersucht zu wecken (III,3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jago gelingt es, Othello davon zu überzeugen, dass Desdemona ihn mit Cassio betrüge. Ein besticktes Taschentuch, das Desdemona verliert, wird ihm zum entscheidenden Indiz: Emilia liest es auf; Jago entreißt es ihr und schiebt es dem unwissenden Cassio unter (III,3). Desdemonas Unwissen über den Verbleib des Taschentuchs deutet Othello als Lüge; als er schließlich das Tuch in Cassios Händen sieht, ist er von Desdemonas Untreue überzeugt (IV,1). Er glaubt ihren Beteuerungen nicht, erdrosselt sie in ihrem Bett und ersticht sie schließlich (V,2). Jagos Ehefrau Emilia kann Othello vom wahren Verlauf der Intrige berichten, dann wird sie von ihrem Ehemann ermordet. Jago wird verhaftet und die Intrige kommt ans Licht. Als Othello seinen Irrtum begreift, ersticht er sich. Das Urteil über Jago liegt zum Schluss bei Cassio, der mit Othellos Tod das Amt des Gouverneurs erbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Figuren==&lt;br /&gt;
Die Titelfigur Othello ist als edler, aufrichtiger Charakter gezeichnet, obwohl er als Dunkelhäutiger von vornherein als fremdartig in der venezianischen Gesellschaft erscheint. Die gebräuchliche Übersetzung &amp;quot;Moor&amp;quot; = Mohr als veraltete Bezeichnung für einen Schwarzafrikaner ist irreführend; richtiger wäre die Bezeichnung &amp;quot;Maure&amp;quot; für einen Bewohner des muslimischen Mauretanien, der jedoch sehr wohl eine sehr dunkle Hautfarbe haben kann. Es gibt in der Shakespeare-Forschung keine einhellige Meinung über die Hautfarbe Othellos. Der Islam wird im Stück nicht erwähnt; es wird auch angedeutet, dass Othello ein Christ ist. Mauren und andere dunkelhäutige Völker wurden in Shakespeares Zeit zumeist negativ dargestellt - als Verbrecher, Barbaren oder heißblütige, zuchtlose Wilde. Der &amp;quot;edle&amp;quot; Othello bildet also eine Kontrastfigur, wiewohl sein Aussehen auf die Venezianer im Stück, mit Ausnahme seiner Geliebten Desdemona, hässlich wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handlung entwickelte Shakespeare nach einer Novelle aus der Sammlung Hecatommithi (1565) des Italieners Giraldo Cinthio, die Shakespeare entweder in einer (verschollenen) Übersetzung kannte oder von einem Dritten übersetzt bekam. Die einzige Person in Cinthios Erzählung, die einen Namen trägt, ist &amp;quot;Disdemona&amp;quot;; weitere Figuren sind ein boshafter Fähnrich, ein Kapitän und ein Maure. Der Fähnrich begehrt Disdemona und sinnt auf Rache, weil sie ihn zurückweist. In Cinthios Erzählung bereut der Maure jedoch nicht die Ermordung seiner Frau. Er und der Fahnenträger fliehen aus Venedig und werden erst viel später getötet. Die Moral legt Cinthio der Disdemona in den Mund: Europäische Frauen begingen einen Fehler, wenn sie die heißblütigen, unberechenbaren Männer anderer Nationen ehelichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name Desdemona oder Disdemona ist möglicherweise von griech. dysdaimôn = &amp;quot;unglücklich&amp;quot;, &amp;quot;unter einem Unstern stehend&amp;quot;, &amp;quot;vom Schicksal verfolgt&amp;quot; abgeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Intrigant Jago (engl. Iago) - dessen Name viele an den Maurentöter Santiago erinnert [1] - hat übrigens die größte Sprechrolle unter den nicht titelgebenden Figuren in allen Stücken von Shakespeare. Sein Text ist auch länger als der von Othello selbst. Für Jagos Intrige werden im Stück mehrere Motive angegeben: die verpasste Beförderung, auch ein Verdacht, seine Frau betrüge ihn mit Othello. Diesen Verdacht erkennt Jago allerdings selbst als reinen Vorwand. Seine Selbstreflexion macht klar, dass er wissen muss, aus reiner Bosheit zu handeln und bewusst keinen anderen Weg einschlagen will. Moderne Interpretationen bezichtigen ihn auch des Rassismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung und Wirkung==&lt;br /&gt;
Othello gehörte im England des 17. und 18. Jahrhunderts zu den beliebtesten Shakespeare-Stücken. Nicht immer war die Bewunderung des Publikums jedoch so groß: das französische Publikum lehnte um 1800 das Stück vehement ab, obwohl der Übersetzer Jean-François Ducis es bei der Übertragung entschärft hatte und ein wahlweise zu verwendendes Happy End geschrieben hatte. Die Romantik dagegen fand Zugang zu dem tragischen Stück, wie die Vertonungen und die malerischen Umsetzungen (u.a. von Eugène Delacroix, Alexandre-Marie Colin, Robert Alexander Hillingford) zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
* [http://www.swisseduc.ch/english/readinglist/shakespeare_william/othello/teaching.html Othello - Lesson Plans] Linksammlung von SwissEduc&lt;br /&gt;
*[http://www.webenglishteacher.com/othello.html Lesson plans and other teaching ideas] Linksammlung von Web English Teacher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/othello/othello.htm Othello, der Mohr von Venedig] Text in der Übersetzung von Christoph Martin Wieland im Projekt Gutenberg&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/othello1/othello.htm Othello, der Mohr von Venedig] Text in der Übersetzung von Wolf Graf von Baudissin im Projekt Gutenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische_Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:William Shakespeare]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Julius_Caesar&amp;diff=3366</id>
		<title>Julius Caesar</title>
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		<updated>2007-11-28T11:46:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Julius Caesar&#039;&#039;&#039; (englischer Originaltitel The Tragedy of Julius Caesar) ist eine Tragödie in fünf Akten von [[William Shakespeare]]. Sie gehört zur Gruppe der so genannten Römerdramen und behandelt die berühmt-berüchtigte Ermordung Julius Caesars durch eine Gruppe von Verschwörern unter der Führung von Marcus Brutus sowie das Schicksal der römischen Republik nach Caesars Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Die Tragödie weist eine eigentümliche, oft bemängelte doppelgipfelige Struktur auf, in deren beiden Teilen sich Handlungs- und Motiventsprechungen finden. Die Handlung setzt unmittelbar nach der siegreichen und vom Volk bejubelten Rückkehr Caesars aus dem Bürgerkrieg (49-45 v. Chr.) ein. In den ersten drei Akten wird ein nach immer mehr Macht strebender Titelheld gezeigt, den es schließlich nach der in der römischen Verfassung nicht verankerten Königswürde verlangt. Sein engster Vertrauter, Marcus Brutus, sieht diese Entwicklung mit Sorge und er entschließt sich, nachdem er von Gajus Cassius aufgehetzt worden ist, zur Teilnahme an einer Verschwörung gegen Caesar. Anfangs plagen ihn noch Zweifel, denen er in einem langen Selbstgespräch in seinem auf unheilverkündende Weise von Blitzen und Meteoren erleuchteten Garten Ausdruck gibt. Im Verlaufe dieses Selbstgesprächs findet er jedoch eine Rechtfertigung für den Mord an seinem Freund: das Wohl der Gemeinschaft, das über persönliche Loyalität gehe. Sogleich setzt er sich an die Spitze der Verschwörung und duldet im weiteren keine Ratschläge von seinen Mitstreitern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caesar stirbt voll maßlosen Erstaunens über Brutus&#039; Verrat (&amp;quot;Et tu, Brute?&amp;quot;, &amp;quot;Brutus, auch du?&amp;quot;) im dritten Akt, also in der Mitte des Dramas, nach einer eitlen und anmaßenden Rede über seine Größe und Willensstärke. Im weiteren Verlauf stellt sich heraus, dass die Verschwörer und vor allem Brutus recht unklare politische Vorstellungen haben. Entgegen dem Rat des Cassius lässt Brutus Mark Anton, einen Günstling Caesars, vor versammelter Volksmenge auf dem Forum reden. Obwohl Mark Anton im Stück sonst als Opportunist gezeichnet ist, hält er eine Brandrede gegen Brutus, mit der er das Volk zum Aufstand gegen die Verschwörer und zur Mordbrennerei anstiften kann. Brutus und Cassius fliehen aus Rom, das nunmehr unter der Dreierherrschaft von Mark Anton, Octavian und Marcus Lepidus, dem so genannten zweiten Triumvirat, steht. Nach einem kleinlichen Streit zwischen Brutus und Cassius im Feldlager bei Sardis erscheint Brutus der Geist Caesars und kündigt dessen Fall bei Philippi an. Überhaupt wendet sich das Glück gegen Brutus. Ihm wird berichtet, dass in Rom gnadenlos gegen die Anhänger der Verschwörung vorgegangen wird: Unter den Opfern der Proskription sei auch Cicero. Außerdem muss er die Nachricht vom Selbstmord seiner Frau Portia vernehmen. Aufgrund seiner militärstrategischen Fehlentscheidungen werden seine Truppen schließlich aufgerieben und Cassius und Brutus lassen sich von ihren Dienern umbringen. Zum Schluss der Tragödie hält Mark Anton eine apotheotische Rede auf Brutus, in der dieser als einziger ehrenwerter Teilnehmer an der Verschwörung gegen Caesar bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entstehung==&lt;br /&gt;
Das Stück entstand mit großer Wahrscheinlichkeit 1599. Ein Augenzeugenbericht aus dem September dieses Jahres schildert die Aufführung des Stücks im neu erbauten Globe-Theater. Eventuell wurde das Stück für die Eröffnung dieses Theaters geschrieben. Erstmals veröffentlicht wurde das Drama 1623 im First Folio. Die dort zu findende Version geht vermutlich auf ein Bühnenmanuskript zurück. Mitunter wird die doppelte Abhandlung von Portias Tod im vierten Akt als Korruption des Textes betrachtet. Es besteht aber Grund zu der Annahme, dass die Doppelung von Shakespeare beabsichtigt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung und Wirkung==&lt;br /&gt;
Julius Caesar erfreut sich mit seinem klassischen Thema anhaltender Beliebtheit beim Publikum. In neuerer Zeit ist allerdings die Tendenz weg von der historisierenden Inszenierung zu beobachten. Stattdessen werden oft aktuelle Bezüge hergestellt. Ob bei einer Darstellung als faschistischer Diktator der Titelfigur vollends Recht geschieht, ist jedoch umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Shakespeare-Rezeption wurde 1741 mit einer (schlechten) Übersetzung des Dramas in Alexandrinern von Caspar Wilhelm von Borck eingeleitet. Der Borckschen Übersetzung folgten bald die Prosaübersetzung von Christoph Martin Wieland und die Blankvers-Übertragung von August Wilhelm Schlegel. Uraufgeführt wurde Julius Caesar 1785 in Mannheim. 1803 wurde es unter Goethes Leitung in Weimar gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie die Meinungen über die historische Person Julius Caesar gehen die Meinungen über Shakespeares Drama bisweilen weit auseinander. Für manche Kritiker ist Julius Caesar ein &amp;quot;republikanisches&amp;quot; Stück, das den Tyrannenmord rechtfertige. Andere wiederum sehen in ihm ein monarchistisches Drama, das das Aufbegehren gegen einen Herrscher verurteile. Entsprechend wird das Stück gelegentlich entweder als Indiz für Shakespeares kritische Haltung dem elisabethanischen Absolutismus gegenüber oder aber als Zeugnis für seine orthodoxen politischen Ansichten bewertet. Durchgesetzt hat sich die Auffassung, dass Julius Caesar mit seinen Doppeldeutigkeiten ambivalente Reaktionen beim Zuschauer hervorrufe. Weder Caesar noch Brutus seien als vollständig positive bzw. durch und durch negative Figuren angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch brisant ist der Caesar-Stoff immer gewesen, da er oft als historisches Beispiel in der Diskussion um die Rechtmäßigkeit oder Verwerflichkeit des Tyrannenmordes benutzt wurde. In der Renaissance wurde heftig über das Widerstandsrecht gestritten. In neuerer Zeit wird von Shakespeare-Forschern deshalb angenommen, dass sich Shakespeare mit seinem Stück an dieser Auseinandersetzung beteilige, indem er die politischen und ethischen Probleme der Tyrannei und des Widerstandes dagegen aufzeige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
*[http://www.webenglishteacher.com/juliuscaesar.html Lesson plans and other teaching resources] Web English Teacher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.digbib.org/William_Shakespeare_1564/De_Julius_Caesar_.pdf William Shakespeare: Julius Cäsar] Der deutsche Text in HTML und als PDF-Datei in der freien digitalen Bibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische_Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:William Shakespeare]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Macbeth&amp;diff=3365</id>
		<title>Macbeth</title>
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		<updated>2007-11-28T11:44:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Inhalt==&lt;br /&gt;
Das Stück spielt im mittelalterlichen Schottland und beginnt mit einem Treffen von drei Hexen, den Nornen ähnelnden Schicksalsschwestern (weird sisters), umgeben von Blitz und Donner. Sie planen, Macbeth nach einer Schlacht anzutreffen, und sprechen das Motto und Leitmotiv der Tragödie: „Fair is foul and foul is fair“ (dt. schön ist abscheulich, und abscheulich ist schön / recht ist schlecht, und schlecht ist recht / gut ist böse und böse ist gut) – nichts ist, wie es scheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macbeth und Banquo haben sich als tapfere Feldherren ihres Königs Duncan bei der Niederwerfung aufständischer Rebellen (mit den Norwegern) erwiesen. Macbeth zeichnet sich besonders durch Tapferkeit aus und erhält dafür vom König den Titel Thane (deutsch „Than“) von Cawdor, da der bisherige Thane of Cawdor Verrat begangen hat. Ehe er davon erfährt, begegnen ihm und Banquo auf der Heide drei Hexen, die einen magischen Kreis um sie ziehen und ihnen die Zukunft prophezeien: Macbeth wird als Thane von Glamis adressiert und ihm wird ein Dasein als Thane von Cawdor und künftig als König prophezeit, Banquo (nicht so beglückt, und doch weit glücklicher) wird, laut den Hexen, der Stammvater einer langen Königsdynastie. Die beiden unterhalten sich über die Ernsthaftigkeit dieser Prophezeiung, wobei Macbeth sich einerseits gleichmütig gibt („Wenn das Schicksal mich zum König will, so soll’s geschehen; doch will ich nichts dazu tun“) andererseits treten bei ihm auch die ersten Machtgelüste auf („Entgegen jetzt dem König“). Die schnelle Erfüllung der Prophezeiung weckt in Lady Macbeth, die durch einen Brief unterrichtet wird, dunkle Wünsche nach Höherem. Sie plant sogleich Verrat und Königsmord („Selbst der Rab’ ist heiser, der Duncans schicksalsvollen Eingang krächzt unter mein Dach. Kommt Geister, die ihr lauscht, und entweibt mich hier. Füllt mich vom Wirbel bis zur Zeh randvoll mit wilder Grausamkeit. Verdickt mein Blut, versperrt jeden Weg und Eingang dem Erbarmen...“) Sie weiß, dass ihr Mann zwar den Ehrgeiz und die gleichen Ziele besitzt, allerdings zu große moralische Bedenken hat und die Tat nur schwer ausführen kann. Als er ankommt, versucht sie, ihn zu überreden, und weist ihn schließlich an, alles ihr zu überlassen und dem König bei seinem Besuch Unbekümmertheit und Ergebenheit vorzutäuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der glücklich beendeten Schlacht trifft der König auf ihrem Schloss ein. Ohne jegliche Hemmung stachelt die Herrin nun ihren Mann an, die Gelegenheit zu nutzen und den König zu töten. Und Macbeth lässt sich, ganz unter ihrem Einfluss stehend, dazu verleiten; er ersticht ihn nachts. Die Kämmerer sind betäubt, damit sie nicht eingreifen können, und sollen mit Blut beschmiert werden, damit der Verdacht auf sie gelenkt wird. Macbeth ist jedoch so entsetzt von der grausamen Tat, dass er es vergisst und sich weigert, erneut hineinzugehen. Lady Macbeth, die diese Tat nicht ausführen wollte, weil der König im Schlaf ihrem Vater ähnlich sah, muss sich schließlich doch beteiligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macduff sieht als erster die furchtbare Bluttat. Lady Macbeth lenkt in einem kritischen Augenblick die Aufmerksamkeit ab, indem sie eine Ohnmacht geschickt vortäuscht. Die Söhne des Königs, Malcolm und Donalbain, brechen sofort nach England und Irland auf, um ihr Leben, das sie bedroht fühlen, zu retten. Macbeth kommt dies sehr gelegen. Er leitet den Mordverdacht auf sie und lässt sich zum König krönen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch einer ist da, der von Anfang an vermutet, dass Macbeth „falsch spielt“, und um die Zauberschwestern auf der Heide und ihre Prophezeiung weiß: Banquo. Er macht Andeutungen, so dass Macbeths nächstes Ziel ist, ihn unschädlich zu machen. Er beauftragt Mörder, die Banquo und seinen Sohn Fleance umbringen sollen, damit sein Gemüt, das ohnehin schon verwirrt ist, Ruhe finden kann. Doch verstrickt er sich damit nur tiefer in Verbrechen und Unsicherheit. Der Mord an Banquo gelingt, nicht aber an Fleance, der den Mördern in der Nacht entkommt. Banquos Geist erscheint unmittelbar nach seiner Ermordung bei einem Festbankett im Prunksaal des Schlosses und hindert Macbeth zweimal, seinen Platz einzunehmen. Niemand sieht ihn, außer Macbeth, und für die wirren Reden, die er an ihn richtet, kann Lady Macbeth den verstörten Gästen nur die Erklärung geben, dass er solche Anfälle von Jugend an habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macbeth beschließt, die Zauberschwestern noch einmal aufzusuchen. Was er von ihnen erfährt, ist rätselhaft: Obwohl er sich vor Macduff in Acht nehmen solle, könne ihm selbst trotzdem keiner schaden, der von einem Weib geboren sei, und nie werde er besiegt, wenn nicht der große Birnamswald zum Schloss Dunsinan emporsteige. Schon glaubt Macbeth sich sicher, als die Hexen ihm Banquo als den Stammvater von acht Königen zeigen. Das ist zu viel für Macbeth. Er flucht der Unglücksstunde, die ihm so Schlimmes prophezeite: „Nur keine Geister mehr!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbarmherzig lässt er die Familie des geflohenen Macduffs töten. Die Nachricht hiervon erreicht Macduff in England, wohin er zu Duncans Sohn Malcolm geeilt ist. Hier reift die Schicksalswende heran („Macbeth ist reif zur Ernte, und dort oben bereiten ewige Mächte schon die Messer“). Die Tragödie ereilt zuerst Lady Macbeth, die angefangen hat, zu schlafwandeln und in diesem Zustand Bemerkungen über die begangenen Mordtaten von sich gibt, da sie die Bilder der Vergangenheit nicht von sich streifen kann. („Wer hätte gedacht, dass der alte Mann soviel Blut in sich hatte? [...] Wollen diese Hände niemals sauber werden?“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch an Macbeth erfüllt sich alles, was die Hexen prophezeit hatten. Es rückt ein Heer heran, geführt von Malcolm und Macduff, das sich Zweige aus dem Wald von Birnam abbricht, um seine Stärke zu tarnen, und gegen das Schloss von Dunsinan zieht, in dem sich Macbeth, verlassen von vielen seines Gefolges, verschanzt hat. Macbeth glaubt sich trotzdem noch nicht verloren. Seine Frau, nun dem Wahnsinn verfallen, begeht Selbstmord, doch auch diese Nachricht lässt ihn nicht endgültig verzweifeln. Erst als er und Macduff im Zweikampf stehen und Macbeth von ihm erfahren muss, dass dieser „geschnitten ward aus Mutterleib vor der Zeit“, bricht seine „Mannheit“ zusammen. Damit erfüllt sich auch der letzte Spruch der Hexen. Macduff kann alsbald „des Usurpators Haupt“ dem neuen König von Schottland Malcolm zu Füßen legen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interpretation==&lt;br /&gt;
Shakespeare bezieht sich lose auf historische Fakten, die er aus Gefälligkeit zu dem schottischen König Jakob I interpretiert (vgl. Macbeth). Außerdem mischt er übernatürliche Mächte hinein, entsprechend den Interessen Jakobs I und als dramatisches Moment, zumal seine Zeitgenossen an die reale Existenz von Hexen glaubten. Die Beschwörungsszenen in Macbeth sind gute Quellen für die damaligen Vorstellungen von Hexen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Frage nach Schicksal und Vorherbestimmung, und ob Menschen durch ihre Taten ihr vorbestimmtes Schicksal ändern können, was auf die Lebensanschauung des antiken Griechenland zurückgeht, so wie auch die Form des klassischen Dramas aus der Dramentheorie nach Aristoteles stammt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis zwischen Macbeth und seiner Frau ist von einer Gegensätzlichkeit gezeichnet, die sich während des Stückes geschickt ins Gegenteil verkehrt. Einer der beiden ist immer der Überlegene, der andere der Unterlegene (beim Theater als high status und low status bekannt). Zu Anfang ist Macbeth unsicher, von Gewissensbissen geplagt und vollkommen der Überredungskunst und Skrupellosigkeit von Lady Macbeth ausgesetzt, die ihn zu seinen Taten antreibt. Ohne sie hätte er geduldig abgewartet, ob das Schicksal sich erfülle, vielleicht mit einigen Gedanken, dass er es beschleunigen könne, aber ohne die Entschlusskraft, die zur Tat führt. Nach dem Mord an seinem Vertrauten Banquo, den er zu befehlen sich gezwungen sah, hat er Halluzinationen; doch dies ist der Höhepunkt einer Krise. Daraufhin verliert Macbeth seine Hemmungen und mordet zu seinem Schutz, ohne Gewissensbisse zu erleiden. Lady Macbeth unterdessen macht eine Entwicklung in die entgegengesetzte Richtung durch. Die Ermordung des Königs nagt an ihrem Gewissen, hatte sie erst noch Macbeths Entgleisungen, zum Beispiel die Halluzinationen bei einem Bankett, aufgefangen, so wandelt sie sich. Lady Macbeth wird im weiteren Stück nur in wenigen Szenen erwähnt, doch kann man die unmittelbaren Szenen nach diesem schicksalhaften Bankett als Treffpunkt der beiden Gemüter sehen, die sich daraufhin erneut in verschiedene Richtungen entfernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lady Macbeths nächster großer Auftritt ist eine Schlafwandelszene, die von ihrer Leibdienerin und einem Arzt beobachtet wird. Der Mord an dem König lässt ihr keine Ruhe; dies ist jedoch nur auf ihre direkte Beteiligung zurückzuführen. Da Macbeth sich weigerte, den toten König erneut aufzusuchen, musste sie die betäubten Kämmerer mit Blut beschmieren, um den Verdacht auf sie zu lenken. Hatte sie erst eine Beteiligung an der Tat selber vehement abgelehnt, weil das Opfer im Schlafe ihrem Vater ähnele, so ist diese Ähnlichkeit wahrscheinlich der Auslöser für ihre Krise. Im weiteren Verlauf des Stückes tritt Lady Macbeth nicht mehr auf; es wird jedoch berichtet, dass sie dem Wahnsinn verfällt und Selbstmord begeht. Macbeth unterdessen hat alle Skrupel und Ängste verloren und befindet sich in einem Zustand wahnhafter Unverletzlichkeit. Zu seinem Untergang führt maßgeblich die Enthüllung Macduffs, dass er nicht normal geboren, sondern vor der Zeit aus dem Mutterleibe geschnitten wurde. Somit erfüllt er die Bedingung der Hexen und ist laut Prophezeiung befähigt, ihn zu töten. Dieser Schock lähmt Macbeth für einen verhängnisvollen Moment, den Macduff nutzt, um den Zweikampf für sich zu entscheiden. Besonders diese Stelle gibt Spielraum in der Frage, ob das Schicksal vorherbestimmt ist oder die eigenen Taten es ändern können, eine Frage, die Shakespeare wahrscheinlich zugunsten des ersteren entscheiden wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirkung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
*[http://www.webenglishteacher.com/macbeth.html Lesson plans and other teaching resources] Web English Teacher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.william-shakespeare.de/macbeth/index.htm Macbeth] deutschsprachiger Text in der Übersetzung von Dorothea Tieck&lt;br /&gt;
* [http://www.william-shakespeare.de/macbeth_uebersetzung_schiller/index.htm Macbeth] deutschsprachiger Text in der Übersetzung von Friedrich Schiller&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/macbeth/macbeth.htm Das Trauerspiel, vom Macbeth] deutschsprachiger Text in der Übersetzung von Christoph Martin Wieland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische_Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:William Shakespeare]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Hamlet&amp;diff=3364</id>
		<title>Hamlet</title>
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		<updated>2007-11-28T11:43:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Hamlet, Prinz von Dänemark&#039;&#039;&#039; (engl. Hamlet, Prince of Denmark) ist eine der bekanntesten und meistaufgeführten Tragödien von [[William Shakespeare]]. Neben Sätzen wie Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage (To be, or not to be: that is the question), sind auch andere Zitate und Sprichwörter, wie: Etwas ist faul im Staate Dänemark (Something is rotten in the state of Denmark), weit bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprünge==&lt;br /&gt;
Ursprünglich ist die Geschichte von Hamlet der altnordischen Literatur zuzuschreiben. Vor allem der Däne Saxo Grammaticus mit seiner lateinisch verfassten Gesta Danorum ist hier als Chronist einer höchstwahrscheinlich nicht historischen Figur mit dem Namen Amlethus, dem Sohn des Horwendillus zu nennen. Aber auch in der altisländischen Ritter- bzw. Märchensaga mit dem Titel Amlóda Saga wird von der Geschichte ausführlich berichtet. Querbezüge zwischen beiden Quellen sind nicht auszuschließen. Je nach Fassung ist hier auch von der Ambales Saga die Rede. Außerdem gibt es Hinweise in der Skaldendichtung. Vor allem Saxos Text wurde in einer Vielzahl verschiedener und voneinander unabhängiger Kopien bis ins 16. Jahrhundert hinein immer wieder abgeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Prinz Hamlet, Thronfolger im Königreich Dänemark, kehrt von seinem Universitätsstudium in Wittenberg nach Helsingör zurück, um der Beerdigung seines Vaters, des Königs Hamlet, beizuwohnen, der angeblich an einem Schlangenbiss gestorben ist. Die Handlung setzt etwa zwei Monate nach dem Ableben von König Hamlet ein. In der Zwischenzeit, etwa zwei Monate nachdem sie verwitwet wird, heiratet Hamlets Mutter Gertrude den Bruder des verstorbenen Königs, Claudius, was nur die Melancholie des jungen Prinzen verstärkt, der seinen Vater abgöttisch geliebt hat.&lt;br /&gt;
[[Bild:HamletOpheliaIllustration.gif|thumb|200px|Hamlet und Ophelia]]&lt;br /&gt;
Von seinem Freund Horatio erfährt Hamlet, dass der Geist des verstorbenen Dänenkönigs nachts auf den Zinnen des Schlosses umhergehe. Hamlet arrangiert eine Begegnung mit der Spukgestalt, die ihm eröffnet, dass der alte König in Wirklichkeit von Claudius vergiftet wurde. Der Geist des alten Hamlet nimmt seinem Sohn das Versprechen ab, diesen Mord zu sühnen, die Mutter aber dabei zu schonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um seine Rache vorzubereiten, beschließt Hamlet, den Wahnsinnigen zu spielen. Hierunter leidet vor allem Ophelia, die Tochter von Polonius und Schwester von Laertes, die lange Zeit von Hamlet umworben wurde, jetzt aber von dem vermeintlich Wahnsinnigen schroff zurückgewiesen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ankunft einer Schauspielgruppe am Hofe gibt Hamlet die Möglichkeit, die zweifelhaften Anschuldigungen des Geistes auf ihre Richtigkeit zu prüfen: Hamlet lässt die Schauspieler den Königsmord nachspielen, Claudius bricht die Aufführung aufgebracht ab und Hamlet ist von der Schuld seines Onkels überzeugt. Bei einem anschließenden Gespräch mit seiner Mutter in deren Ankleidezimmer ersticht er – im Glauben, es handele sich um Claudius – Polonius, der sich hinter einem Vorhang versteckt hat. Claudius schickt seinen Neffen nach England. In einem geheimen Brief bittet er den englischen König um die Hinrichtung Hamlets. Bei einem Piratenüberfall gelingt dem Prinzen jedoch die Flucht und die Rückkehr nach Dänemark, wo er Zeuge der Beerdigung Ophelias wird, die nach dem Tod ihres Vaters selber wahnsinnig wurde und vermutlich Selbstmord begangen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laertes fordert Hamlet zum Duell – angeblich, um mit stumpfen Waffen gefahrlos die Kräfte zu messen. In Wirklichkeit will er aber Rache für den Tod des Vaters und der Schwester nehmen. Mit Claudius plant er eine Falle: Laertes&#039; Degen soll beim Zweikampf nicht nur gespitzt, sondern auch vergiftet sein. Zur Sicherheit hält Claudius eine giftige Perle bereit, mit der er einen &amp;quot;Erfrischungstrunk&amp;quot; für Hamlet präparieren kann. Beim Duell wird zunächst Hamlet mit dem giftigen Degen verletzt, Gertrude trinkt ahnungslos aus dem vergifteten Kelch auf das Wohl ihres Sohnes, Laertes und Hamlet tauschen im Eifer des Gefechts die Waffen, Laertes wird verletzt und so Opfer der eigenen Intrige. Sterbend offenbart er dem Kontrahenten das Komplott; Hamlet, seines Todes sicher, ersticht den Onkel und flößt ihm den Rest des vergifteten Weins ein, bevor er selber stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tode des Herrschergeschlechts wird Dänemark an Fortinbras, den König der Norweger, fallen, der es schon früher beansprucht hatte und nun mit seiner Armee auf Helsingör vorrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interpretation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1. Allegorisch-historische Interpretation===&lt;br /&gt;
Es soll versucht werden, das Drama aus seiner Zeit heraus zu verstehen. Das Hauptaugenmerk soll hierbei auf einer allegoretischen Deutung des Stückes liegen, um die Frage zu beantworten, wie das Stück ursprünglich gemeint gewesen sein könnte. Hiermit soll das Stück jedoch nicht zum rein allegorischen Stück erklärt werden. Hierdurch soll versucht werden, dem Stück etwas von seinem Rätselcharakter zu nehmen, den es durch spätere Interpretationen bekommen hat, vor allem seit dem späten 18. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 18. Jh. führt Shakespeare in Deutschland ein. Ein Werk wie geschaffen für das Bewusstsein der Versunkenheit einer Epoche (Goethe MuR 252): „reich an wundersamen Tropen, die aus personifizierten Begriffen entstehen …, weil zu Shakespeares Zeit alle Kunst von der Allegorie beherrscht wurde.“ Auch Schiller bewundert hier (1797): „die Kunst Symbole zu gebrauchen, wo die Natur nicht kann dargestellt werden“. Herder (1796): „Wie oft müssen wir über die wundersame Einfalt und Befangenheit jener Zeit lächeln.“ Und so fasst Goethe, im Namen einer neuen Zeit, Shakespeare zusammen mit den Alten, in den Begriff der Natur. In der konkreten Deutung aber, wo jene „wundersamen Tropen“ auf die Naturgewalt zu reimen waren, zog bald ein anderes Interesse vom Allegorischen ab. So meint Lessing (1767): „Shakespeares Gespenst … ist eine wirklich handelnde Person, an dessen Schicksale wir Anteil nehmen; es erregt Schauder aber auch Mitleid.“; ja die Erscheinung eines Verstorbenen war für Shakespeare überhaupt „eine ganz natürliche Begebenheit.“ Goethe sieht Hamlet als Menschen; nämlich einen höchst moralischen, der an einer ihm heiligen Pflicht zugrunde geht, die er „weder tragen noch abwerfen kann“ (1795/96). Und Schiller bestätigt ihm (1797): „Es ist mir aufgefallen, dass die Charaktere des griechischen Trauerspiels, mehr oder weniger, idealische Masken und keine eigentlichen Individuen sind, wie ich sie in Shakespeare und auch in ihren Stücken finde.“ Daher eben das höchste Interesse an Shakespeare und seinen Charakteren, besonders an Hamlet. Sein Werk war Brücke zur Antike. Denn nur er konnte sich an Größe neben den Alten behaupten und erschuf doch, so die Meinung, wirkliche Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Entwicklung der Mysterienspiele und Moralitäten zum Theater der elisabethanischen Zeit, verlieren die Allegorien augenscheinlich ihre Eindeutigkeit und der Zuschauer muss immer mehr selbständig erkennen, was eine Figur repräsentiert. Nach M. Pfister (1974) stehen dabei die Figuren schließlich: „zueinander in so komplexer und oft auch widersprüchlicher Relation, dass die intendierte Rezeptionsperspektive unbestimmt oder ambivalent bleibt. Der Entzug fertig vorgegebener Lösungen ist damit vollständig.“ Schwer beruht aber Erfolg und Größe der Bühne um 1600 darauf, dass sie den Menschen immer unnachvollziehbarer geworden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wohl plastischste Beispiel für den Übergang vom Mittelalter zur Renaissance ist die Vice-Figur. Der „Vice“ der Moralitäten verdrängt den leibhaftigen Teufel des Mysterienspiels. Sein Element ist die Intrige. Sein Fall steht außer Frage. So tragen Edmond und Jago überdeutlich Vice-Züge, aber auch Lady Macbeth, Shylock und Claudius entstammen diesem Geschlecht. Nur dass in ihnen die „grundlose Bosheit“ vermenschlicht als Nichttun was man besser weiß verwandelt wiederkehrt. Seine Taten beflügelt bald, bald vereitelt die zwielichtige Fortuna, die Shakespeare gern eine Hure nennt. Diesen Mächten entgegen treten die Naturgewalten. Himmel und Erde. Anne zu Gloster: “O, Erde! Die du dies Blut trinkst, räch seinen Mord! O, Himmel, schlag den Mörder tot mit deinem Blitz! Oder tu auf dich, Erde, und schling ihn schnell herab!“ Aus der Erde ruft der Geist von Hamlets Vater. Im Namen der Natur beschwört er seinen Sohn (1.5.81): „Hast du Natur in dir …“. Die Naturgewalt, die rein moralische, wirkt aber eben nichts als durch „Fleisch und Blut“. Hamlet, statt seiner Bitternis noch tiefer zu verfallen, scheint vielmehr an der Enthüllung des Verbrechens neu geboren: “Dein gedenken? Ja … dein Gebot, allein, soll leben … unvermischt mit niedren Dingen – ja, beim Himmel!“ (1.5.97)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als gleichzeitig Menschen und Werkzeuge sittlicher Ordnung haben sie ein Problem das Natur und Götter nicht haben. Denn während Apollon seinen Bogen spannt und die Totenfeuer in Menge brennen, macht ein Mensch: „der sich rächt, sich dem Schlechten gleich.” Aber, so Francis Bacon (1612) weiter „Manche, die sich rächen, zielen darauf ab, dass der andere wissen soll, woher die Rache kommt. Diese sind die Edleren. Denn die Genugtuung der Rache scheint nicht so sehr darin zu liegen, Schaden zuzufügen, als den Bösen zur Reue zu führen.“ Hamlet bewegt jedoch nichts eigentlich in diesem Sinne, denn er ist elementarer gemeint als Verführer zum Guten. Er erscheint an der Stelle der antiken Erinnyen, auch Maniai (soviel wie „Rasende“; „Wahnsinnige“). Ein dem Blut beim Mord des Uranus entsprungenes, im Hades hausendes Geschlecht, rastlos alles Unrecht, besonders Blutschuld und Mord, mit Wahnsinn und Tod strafend.&lt;br /&gt;
Hamlet, Horatio und Marcellus und der Geist des toten Vaters, Johann Heinrich Füssli, 1780 – 1785&lt;br /&gt;
Hamlet, Horatio und Marcellus und der Geist des toten Vaters, Johann Heinrich Füssli, 1780 – 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die griechischen Götter, die über die Tugend gesetzt sind (Zeus, Apollon, Athene, Dike, Artemis), erscheinen gerüstet. Ähnlich bewehrt wie die Moral um Zeus, tragen noch die altrömische Virtus (lat. Tugend, Mut, Ehre) und Minerva Brustharnisch, Helm, Schild, Schwert oder Lanze. Gerüstet von Kopf bis Fuß erscheint auch der Geist von Hamlets Vater und, ganz nach Art von Shakespeare die Antike menschlich gewandelt zuzuspitzen, mit einem Ausdruck: „mehr von Gram als Zorn“ (1.2.232). Auf diesen Zusammenhang bezieht sich auch die Deutung, wonach Shakespeare den Geist (the Ghost) im Sinne eines Wortspiels braucht, welches, genau wie im Deutschen, das volkstümliche Gespenst sowohl als den „Geist“ meint. Also Ausgeburt des Unwissens, sowohl als das Erwachen. Vergeblich stechen die Bürger, als treue aber beschränkte „Wachen“, nach dem „Geist“, vergeblich redet ihn der Schriftgelehrte an. Enthüllen kann sich nur der Vater dem Sohn. Der Sohn des „Geistes“ aber ist nach christlicher Allegorie die Tugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass eben das Gewissen, als Urgrund aller Tugend, „verrückt spielt“, also immer unkontrollierbar außer aller menschlichen Gewalt steht, gäbe einen tieferen Hinweis auf die scheinbar absurde, aber ausdrücklich bewusste Zurüstung Hamlets die Tat zu rächen: „wie seltsam ich mich auch benehmen mag, da mir vielleicht in Zukunft dienlich scheint, ein wunderliches Wesen [an antic disposition] anzunehmen.“ (1.5.170) Hört man weiter genau auf den Auftrag Hamlets – Geist: „Doch wie du immer diese Tat betreibst, befleck nicht deine Seele.“ („taint not thy mind“; 1.5.85) – dann kann man das Treiben seines „Wahnsinns” kaum weniger erfolgreich finden, als der Mörder Claudius, der es wissen muss: „Aus Liebe? Nein, das ist nicht seine Sache, und was er sprach, obwohl ein wenig wüst, war nicht wie Wahnsinn. In seiner Seele, lebt etwas, worauf die Schwermut brütet, und ich bezweifle nicht, dass von der Brut Gefahr uns droht.“; „Die Pflichten Unsrer Würde dulden nicht Gefahr so nah, wie hinter seiner Stirn sie stündlich uns erwächst.“; „Seine Freiheit droht aller Welt, Euch selbst, Uns, jedem andern.“ ; bis seine sich auswachsende Not den Mordplan fast wie Natur ableitet (4.4.65) „Wie hektisch Fieber rast er mir im Blut! Der Plan glückt oder es wird nichts mehr gut.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weniger als Mensch, der vor praktischen Sorgen steht, sondern als Allegorie scheint Hamlet mit den &amp;quot;Träumen&amp;quot; des berühmten Monologs einen Hinweis auf das Reich zu geben dem er abstammt. Shakespeare leitet denn auch fließend von der Herrschaft jenes „unentdeckten Landes“ (3.1.79), ins Zwiegespräch der Tugend mit der Liebe (Ophelia) über. An ihr, an der schuldigen Unschuld, wird es deutlich, dass Hamlets grausame Seite nur spiegelt - hier freilich nur die &amp;quot;alte Schuld&amp;quot; - nichts vergilt. Daß er vom „Geist“ und nicht vom „Fleisch“ kommt. In diesem Sinne dringt er später in die Mutter: „Kommt, kommt, setzt Euch, rührt Euch nicht! Ihr geht nicht, bis ich Euch den Spiegel zeige, worin Ihr Euer Innerstes erblickt.“ (3.4.18) Hierher gehört auch seine Anweisung des Schauspiels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unbestechlichkeit des Spiegels ist Gleichnis für unfehlbare Gerechtigkeit, die nicht vom Menschen kommt. Darum fällt die Tat, schicksalhaft, zurück auf den Täter; Oßrik: „Wie steht&#039;s um euch, Laertes?“ – „Wie eine Schnepfe in der eignen Schlinge, Oßrik. Gerechterweise sterb ich durch das Werkzeug meines eigenen Verrats.“(5.2.294) und „Der König bekommt sein Recht. Es ist ein Gift von seiner Hand gemischt.“ (5.2.315) Aristoteles gibt nicht zufällig an der sensibelsten Stelle seiner Poetik ein Beispiel dieser Art: „Die Dramen erhalten diesen Charakter [aus Schrecken und Mitgefühl] vor allem dadurch, dass die Ereignisse zwar aus dem inneren Zusammenhang, aber als seien sie [mehr durch das Wunderbare als das Wahrscheinliche] absichtlich herbeigeführt. So etwa als der Mörder des Mitys durch die Statue des Ermordeten erschlagen wird, die ihm in dem Augenblick auf den Kopf stürzt, als er sie betrachtete.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie sich nun aber Hamlets Tod und Fortinbras als Erbe auf höhere Gerechtigkeit reimen sollen, ist schwer erkennbar. Fortinbras ist keiner kleinen Zahl überhaupt ein unerhebliches Beiwerk Shakespeares oder sogar ein Versagen seiner Kunst. Die erste deutsche Aufführung (1773) ließ Hamlet leben und den Thron besteigen. Hier wirkt aber der Verfall des Allegorischen. Als war nicht schon das Urgleichnis des Christentums dies, dass Wahrheit durch Tod nicht fällt sondern verklärt zu – zeitloser. Und hier rächt sich eben der Begriff des &amp;quot;Tragischen&amp;quot;. Darum fiel es so schwer in Petruchio (Der Widerspenstigen Zähmung) und seinem seltsamen Gebaren, einen Vorgänger von Hamlet zu erkennen. Obwohl es selbst dem Tranius dämmert:„He hath some meaning in his mad attire“ und die Diener es begriffen haben; Nathaniel: “Peter, hast du so was je gesehn?“ – „Die behandelt er nach ihrer eigenen Manier.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sagenhafte Urform liegt dem Stück zugrunde. Denn es war einmal ein (nicht genannter) König, der hatte drei Söhne: Fortinbras, Claudius und Hamlet. Davon war der erste ehrsüchtig, heimtückisch der zweite, der dritte aber von der Art wie sie auf die Erde kaum gehört:„Ich werde seinesgleichen nicht mehr sehn.“(1.2.188) Am Ende besteigt die Heimtücke (Claudius) den Thron. Aber lange vorher, am Tag des Siegs von Hamlet über Fortinbras, wird „wie jeder Dummkopf weiß, der junge Hamlet geboren.“ (5.1.142) Hier setzt Shakespeare ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem festen Alten (Hamlets Vater) ist die neue Zeit (Claudius) heraufgezogen, gemein und schlecht. Die Tugend (Sohn Hamlet), die aus dem Vergleich der Zeiten lebt, wird schwermütig. Da offenbart ihr der „Geist“, alle Ahnungen mit einem Schlag erhellend: Das Neue, Schlechte ist kein rechtes Erbe. Es gründet auf Unrecht. Das gibt der Tugend ihre Bestimmung in der Welt, nämlich untrüglicher Spiegel des Herzens sein. Horatios (von lat. oratio: Rede; des Wortes mächtig) Zeugnis infiltriert das neue Reich (Fortinbras) bevor es ausgerufen. Horatio wird zeugen (5.2.372):„von Taten die, verfehlt, zurückgefallen auf die Erfinder“. Das scheint nicht viel. Besonders nicht für einen modernen Geist der hier nach ganz anderem sucht, das ihm das Werk wertvoll machen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Moral aller Werke Shakespeares hat den Hintergrund der Reformation und Gegenreformation. So trägt Hamlets Hereinschlagen mit der Erbschuld (3.1.109-148) reformatorische Züge. Aber Hamlet ist nicht Lehre Luthers, sondern umgekehrt, heißt Shakespeare auffassen als:„so tiefen Beobachter krankhafter Seelenzustände“ (W. Dilthey 1878), dass hier ein Meister auf die Problematik der lutherschen Lehre schaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rückgriff auf die Antike war der Renaissance nicht, wie Verfallsepochen, Sorge um Größe. Antike war hier Rückhalt in der Bestimmung des festen Punktes, über dem die Gerechtigkeit Gottes dem Leiden Sinn gab und noch dem „Fußtritt gegen schweigendes Verdienst“(3.1.73) leuchten musste. Während aber die Reformation die „guten Werke“ mit soviel Verstand zur Tür hinausjagt, sind sie wie ein Gespenst wieder herein und sitzen feist zu Tisch. Denn der Zahltag soll noch immer der jüngste Tag sein - und was soll sich dort auszahlen, wenn nicht die &amp;quot;guten Werke&amp;quot;? Der Glaube bleibt außerhalb der Erfahrung, die Gegenreformation hat ihren Ausgangspunkt. Darum findet Luther in keiner Vorstellung des ewigen Lebens Frieden: „Ich gedenk ihm oft nach, aber ich vermag mir nicht vorzustellen, womit wir doch die Zeit werden zubringen, da dort keine Veränderung, kein Essen und kein Trinken und keine Arbeit sein wird.“ Das sind vielmehr als ewige Freuden die Strafen der Hölle. Ist das so, dann könnte hier der eigentümliche Grund sein, warum Fortinbras das Reich erbt, der kaum anders als sein Vater ist, durch den wohl keine Zeit in keine Fugen je wieder einrenkt und nicht Hamlet, der „währ er hinaufgelangt, unfehlbar sich hätte höchst königlich bewährt“. (5.2.385)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was macht den Hamlet so einzig unter Shakespeares Figuren? Man empfindet, dass er ganz modern, ganz „von heute“ war, als ihn Shakespeare schuf.“ … „An der Handlung der Tragödie ist nichts Besonderes zu erklären“. So, exemplarisch, die Sicht Schlegels, die mehr oder weniger die klassische geworden ist. Ganz anders freilich die Empfindung, wo dann einmal Shakespeare so unausweichlich redet, ohne aber, dass sich noch die liebsten Ideen in ihm spiegeln lassen. Nur aber eben das Engagement, das Wissen und die Sensibilität eines Schlegel konnten hier den Epilog des Prospero nicht als irgendeine Konvention abtun:„Es ist erschütternd, dass der Dichter, der den Menschen aus dem Mittelalter völlig herausgelöst, … zu alleiniger Verantwortlichkeit seiner Taten erhöht hat, dass der Dichter, der nicht altern kann, solange Europa lebt, von seinem Werke mit der demütigen Gebetformel Abschied nimmt, mit der sich vor ihm die unbekannten Verfasser von frommen Passionsspielen der göttlichen Gnade zu empfehlen pflegten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Konkret-historische Interpretation===&lt;br /&gt;
Während der obige, in sich gelungene und umfassende Interpretationsansatz Hamlet zwar in seiner historischen Situation verorten will, dann aber nur abstrakt-ideelle Begriffe für die Personen des Stückes liefert (Claudius = die Heimtücke, Hamlet = die Tugend) versucht eine zweite Heransgehensweise, das Stück &amp;quot;Hamlet&amp;quot; als Ausdruck von Shakespeares Haltung zu seiner konkreten Lebenswelt zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptvertreter dieser Richtung sind Robert Weimann, André Müller sen. und Peter Hacks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einer Konfrontation abstrakter Prinzipien wie Tugend und Heimtücke, die quasi nur zufällig von den zuständigen Figuren des Stücks repräsentiert werden, wendet sich diese Sicht auf das Drama hin zu konkreten Fragen zu den Bedingungen der Handlung. So lautet eine Frage, die die unter &amp;quot;1.&amp;quot; vertretene Position in mehreren hundert Jahren Forschung noch nie aufgeworfen, geschweige denn beantwortet hat: Wie alt ist Hamlet? Die idealistische Position stellt diese Frage nicht, weil &amp;quot;die Tugend&amp;quot; kein Alter hat. Hamlet aber hat ein Alter. Shakespeare sagt, dass Hamlet just am Tag des Auftakts 30 Jahre alt ist (V, 1 und I,1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historisch-konkrete Interpretation des Stücks sieht die Handelnden in konkreten gesellschaftlichen Umständen verortet, statt in abstrakten Prinzipien. Die Handelnden handeln aus Gründen, nicht aus Kategorien. Claudius ist nicht, wie unter &amp;quot;1.&amp;quot;, &amp;quot;die Heimtücke&amp;quot;, sondern ein Herrscher mit Motiven: &amp;quot;Die feudal‑patriarchalische Ordnung löst sich langsam auf. Das Bürgertum erstarkt und gewinnt an Einfluß. Der Hof wird immer mehr zum Mittelpunkt der Nation. Die Zeit ist reif und drängt auf die Herausbildung eines absoluten Königtums, das die Einheit und Wohlfahrt der Nation gegenüber den feudal‑partikularistischen Kräften im Innern und der feudalen Reaktion des Auslandes behaupten kann. Es ist eine Zeit des Umbruchs. Neue Ideen sind aufgekommen und liegen im erbitterten Streit mit alten. Bewährte Verhaltensweisen stehen gegen unerprobte. Das ganze Land befindet sich in einer Gärung. Es sind nicht nur Hamlets private Konflikte, die ihn sagen lassen: &amp;gt; Die Zeit ist aus den Fugen ...&amp;lt; (I, 5).&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Claudius widersetzt sich dem Krieg mit Norwegen. &amp;quot;So schurkisch seine Taten auch sind, er war vor das Problem gestellt, seine vernünftige Politik nur auf dem Weg über einen Mord praktizieren zu können, der einen weiteren Mord bedingt [der Beseitigung Hamlets als Konkurrent um den Thron], vor dem er zurückscheut, weil er die Liebe zu einer Frau nicht verlieren will, ohne die ihm Macht, Krone und Vernunft wertlos erscheinen. Ein anderer Grund, höchst widerspruchsvoll, ist: Claudius mag Hamlet, obwohl er in ihm eine ständige Gefahr sieht. Hamlets Ansichten von der Welt sind den seinen seltsam fremd und verwandt zugleich. Hamlets neue Humanität, seine neue Vernunft, seine Innerlichkeit, seine Sensibilität, überhaupt all die Lehren, die Hamlet in Wittenberg erworben hat, sind ihm nicht unsympathisch. Diese Lehren entsprechen den Bedürfnissen einer neuen Zeit. Claudius hat lange genug abseits gestanden, sein Verstand hatte Zeit, sich mit den neuen Ideen vertraut zu machen, derweil der alte Hamlet auf alte Art herrschte. Nur ist Claudius nicht fähig, sich den neuen Ideen in einem solch puristischen und utopischen Sinn hinzugeben, wie Hamlet es tut; er handelt praktisch, hauptsächlich den neuen Bedürfnissen entsprechend, die er mit seinen eigenen Bedürfnissen identifiziert und um die durchzusetzen ihm jedes Mittel recht ist.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob dieser Interpretationsansatz in der Lage ist, das ganze Stück in allen seinen Bezügen zu erschließen, ist mehr als fraglich. Aber offensichtlich vermag er, Verständnisebenen zu erschließen, die der Interpretation zu &amp;quot;1.&amp;quot; verborgen und verschlossen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirkung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
* [http://www.webenglishteacher.com/hamlet.html Lesson plans and teaching ideas] Web English Teacher&lt;br /&gt;
* [http://www.teachersfirst.com/quiz/hamlet-intro.htm The Hamlet Quizzes] To help ensure that students understand the relationships and events in the play, TeachersFirst has created a set of interactive quizzes. These include general introductory quizzes, as well as quizzes on quotations from each act and specific events in each scene. Each quiz offers immediate feedback - an occasional hints - to help students better understand Shakespeare&#039;s text.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Rudnick, Hans H. (2001): William Shakespeare Hamlet, Stuttgart&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.william-shakespeare.de/hamlet/index.htm Hamlet Prinz vom Dänemark] Text in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/hamlet/hamlet.htm Hamlet, Prinz von Dänemark] Text in der Übersetzung von Christoph Martin Wieland im Projekt Gutenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische_Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:William Shakespeare]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
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		<title>Wie es euch gefällt</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wie es euch gefällt (Originaltitel: As You Like It) ist ein Theaterstück von [[William Shakespeare]], das vermutlich 1599 entstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Wie es euch gefällt.jpg|thumb|300px|Szene aus Wie es euch gefällt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Herzog Frederick entmachtet seinen Bruder, Herzog Senior und schickt ihn in die Verbannung in den Ardenner Wald. Rosalind, die älteste Tochter des Herzogs, bleibt bei seiner Tochter Celia an Friedrichs Hof. Oliver, der älteste Sohn von Sir Rowland de Boys, entzieht seinem jüngeren Bruder Orlando sein Geburtsrecht (Ausbildung und Wohlstand). Er plant Orlando in einem Ringkampf töten zu lassen. Orlando gewinnt den Kampf jedoch und Rosalind verliebt sich in ihn. Orlando flieht in den Ardenner Wald. Rosalind wird von Frederick verbannt. Sie beschließt sich als Mann (Ganymede) zu verkleiden und Celia folgt ihr als Ganymedes Schwester Aliena. Gemeinsam mit dem Narr Touchstone erreichen sie wie Orlando den Ardenner Wald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orlando wird von Herzog Senior aufgenommen und schreibt Liebesgedichte für seine verloren geglaubte Rosalind, hängt diese Gedichte an Bäume. Rosalind findet diese, nutzt ihre Verkleidung um Orlando über seine wahren Gefühle für sie zu befragen und beschließt als Ganymede Orlando von seinem Liebeskummer zu kurieren. Beide verlieben sich jedoch immer mehr ineinander. Als Ganymede erhält sie einen Liebesbrief von Phebe, einer Schäferin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Idyll im Wald wird bedroht, weil Frederick Oliver ausschickt um Orlando zu finden - er hofft so der beiden Ausreißerinnen Celia und Rosalind habhaft zu werden. Auf seiner Suche wird Oliver fast getötet, jedoch von Orlando gerettet, woraufhin die Brüder sich versöhnen. Oliver und Celia verlieben sich und die Hochzeit soll am nächsten Tag stattfinden. Orlando bedauert, dass er seine Rosalind nicht heiraten kann, aber Ganymede verspricht dies durch Magie möglich zu machen. Auf der Hochzeit gibt sie sich als Rosalind zu erkennen, Phebe wendet sich daraufhin ihrem Verehrer Silvius zu, und auch Touchstone und Audrey finden sich. Alle Paare heiraten und Herzog Frederick gibt Herzog Senior sein Herzogtum zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interpretation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirkung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
*[http://www.webenglishteacher.com/ayli.html  Lesson plans and teaching resources] Web English Teacher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische_Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:William Shakespeare]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
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		<title>William Shakespeare</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Hw-shakespeare2.jpg|thumb|200px|William Shakespeare]]&lt;br /&gt;
==Biographie==&lt;br /&gt;
===Das Shakespeare-Bild im Wandel der Zeiten===&lt;br /&gt;
Shakespeares Leben ist zwar so gut dokumentiert wie kein anderes eines Bürgers der englischen Renaissance. Spätere Epochen fanden die überlieferten Daten jedoch zu lückenhaft für die Biographie eines berühmten Dichters. Und nicht wenige Shakespeare-Bewunderer kommender Jahrhunderte konnten sich nicht damit abfinden, dass der verbürgte Teil von Shakespeares Leben so gar nicht das Bild eines Dichters von Weltrang wiedergab, sondern einen Aufsteiger, Grundstücksspekulanten und Besitzbürger zeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der dürftigen und die Phantasie wenig beflügelnden Lebensdaten schuf sich jede Epoche ihren eigenen Shakespeare, der der Bewunderung für das Werk mehr entsprach als der geschäftstüchtige Bürger der überlieferten Fakten. Im 17. Jahrhundert, unmittelbar nach Shakespeares Tod, waren zahlreiche Anekdoten über ihn im Umlauf, die schon im Jüngling den genialen Dichter zeichneten und die Lücken der Biographie zu schließen bemüht waren. Das 18. und frühe 19. Jahrhundert war eine Zeit der Idealisierung Shakespeares, ganz besonders in Deutschland. Shakespeare galt als Dichter schlechthin, als Originalgenie und unübertroffene Naturbegabung. Die biographischen Fakten ließ man beiseite und versuchte aus der Dichtung selbst, besonders aus den als Stimme des Dichters verstandenen Sonetten, einen anderen Shakespeare zu konstruieren, der dem eigenen Idol vom Dichter entsprach. Besonders Lessing, Herder und Goethe erhoben Shakespeares Werk in Abgrenzung gegen die französische Klassik zum Vorbild aller Dichtkunst. Das vom Sturm und Drang bis zur Romantik errichtete übermenschliche Shakespeare-Bild führte in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts dazu, dass den historischen Daten nicht mehr getraut wurde und selbst die Forschung sich dazu verstieg, dem biographisch überlieferten Shakespeare die Autorschaft über seine Werke abzuerkennen. Ein Grundstücksspekulant könnte unmöglich der Autor eines Hamlet oder Othello sein. So wurde denn nach würdigeren Verfassern gesucht, die man z.B. in dem Philosophen Francis Bacon oder dem Grafen Edward de Vere zu finden meinte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert hat man sich mit den Tatsachen abgefunden. Shakespeares wenig anregende Biographie ist das eine, seine reichhaltige Dichtung das andere. Man akzeptierte den Geschäftsmann Shakespeare, und man akzeptierte die Lücken in seiner Biographie. Nach Erklärungen des Werkes aus dem Leben des Dichters wurde nicht mehr gesucht, zumal die biographische Methode in der Literaturwissenschaft im allgemeinen zunehmend in Verruf geraten war. Dass das breite Publikum weiterhin den Dichter hinter dem Werk sucht, zeigt die begeisterte Aufnahme des Films &amp;quot;Shakespeare in Love&amp;quot; von 1998, in dem mit viel Phantasie die Entstehung von &amp;quot;Romeo und Julia&amp;quot; aus einer frei erfundenen Liebesaffäre des Dichters abgeleitet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Frühe Jahre===&lt;br /&gt;
Shakespeares genaues Geburtsdatum ist nicht überliefert. Das Datum seiner Taufe ist in den Taufregistern der Holy Trinity Church in Stratford mit dem 26. April 1564 eingetragen. Da es in jener Zeit allgemein üblich war, die Kinder drei Tage nach der Geburt zu taufen, ist anzunehmen, dass er am 23. April geboren wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
William Shakespeare ist der Sohn John Shakespeares und Mary Ardens; seine Mutter entstammt einer wohlhabenden Familie des niederen Adels. William besuchte vermutlich die Lateinschule in Stratford-upon-Avon. Genau weiß man das nicht, weil keine Aufzeichnungen oder Schülerlisten aus jener Zeit mehr vorhanden sind, aber für den Sohn eines erfolgreichen Bürgers der Stadt kam wohl kaum etwas anderes in Frage als die beste erreichbare Schulausbildung. Zudem zeugen zahlreiche Zitate aus Schulbüchern der grammar school von einem wahrscheinlichen Besuch. Sollte er tatsächlich diese Schule besucht haben, ist er in Latein, Geschichte, Morallehre und Dichtkunst unterrichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1582 heiratete Shakespeare, noch bevor er das 19. Lebensjahr vollendet hatte, die mit 26 Jahren acht Jahre ältere Bauerntochter Anne Hathaway. Das genaue Datum der Hochzeit ist unbekannt, aber das Aufgebot wurde am 28. November bestellt. Die Shakespeares hatten insgesamt drei Kinder. Sechs Monate nach Schließung der Ehe, am 26. Mai 1583, wurde das erste Kind Shakespeares, seine Tochter Susanna, getauft. Die Zwillinge Hamnet und Judith kamen am 2. Februar 1585 zur Welt; Hamnet starb 1596 im Alter von nur 11 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die verlorenen Jahre===&lt;br /&gt;
Nach der Geburt der Zwillinge verschwindet Shakespeare aus den offiziellen Dokumenten und wohl auch aus Stratford. Über die folgenden acht Jahre seines Lebens weiß man bis heute nichts. Diese Zeit wird deshalb the lost years (die verlorenen Jahre) genannt. Über die fragliche Zeit gibt es keine Tatsachen-Erkenntnisse, aber umso mehr Vermutungen. So soll William als Wilderer verhaftet worden sein und eine Zeit im Gefängnis verbracht haben. Oder er soll als Schulmeister gearbeitet haben. Dann wieder heißt es, er habe als Söldner in den Niederlanden gekämpft oder er habe sich als Diener bei einer adligen Familie verdingt. Auch wird vermutet, er habe längere Zeit auf einer Reise zum Kontinent verbracht und womöglich bedeutende Persönlichkeiten wie Michel de Montaigne und Giordano Bruno kennen gelernt. Am glaubwürdigsten ist die Geschichte, dass er sich einer reisenden Theatertruppe nach London anschloss und dort am Theater Hilfsdienste verrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste schriftliche Dokument, das belegt, dass Shakespeare sich in London aufhielt, stammt von dem Dichter Robert Greene, der ihn 1592 in einem Pamphlet als Emporkömmling diffamierte, der sich Dinge anmaßte, die ihm nicht zustünden, da er ja nicht wie die angesehenen Dichter seiner Zeit seine Kunst an der Universität gelernt hätte: &amp;quot;There is an upstart crow, beautified with our feathers, that with his tygers heart wrapt in a Players hide supposes he is as well able to bombast out a blank verse as the best of you; and, being an absolute Johannes Factotum, is in his own conceit the only Shake-scene in a country&amp;quot;. – Das Wortspiel Shake-Scene ist dabei offensichtlich eine Anspielung auf Shakespeare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Pamphlet wurde nach dem Tode Greenes veröffentlicht, und der Herausgeber fügte gleich eine Entschuldigung bei, woraus man schließen kann, dass Shakespeare bereits bekannt, vielleicht sogar populär war und einflussreiche Gönner hatte. Er war zu dieser Zeit bereits Mitglied der Truppe Lord Strange&#039;s Men, die sich ab 1594 Lord Chamberlain&#039;s Men nannte; Shakespeares Schauspieltruppe war eine der führenden des elisabethanischen London. Kurz nach seiner Thronbesteigung macht Jakob I. sie als King&#039;s Men zu seiner eigenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stückeschreiber und Schauspieler===&lt;br /&gt;
Shakespeare arbeitete als Schauspieler in kleineren Rollen, war Teilhaber an der Theatertruppe und damit an allen Gewinnen beteiligt. Die immer noch herrschende Ansicht ist, dass er für seine Truppe Schauspiele schrieb. Diese Stücke waren überwiegend sehr erfolgreich und brachten hohe Einnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Shakespeare und viele andere waren als Stückeschreiber sehr begehrt. Es war durchaus üblich, ältere Stücke umzuschreiben und wieder neu aufzuführen; Shakespeares Hamlet ist eine Adaption eines älteren Stückes. Oder man verarbeitete Sagen und Märchen zu Dramen, wie etwa König Lear. Stücke entstanden auch nach gedruckten Quellen, etwa italienischen Novellensammlungen oder Chroniken. Eine ebenfalls gängige Methode war, von erfolgreichen Stücken Fortsetzungen zu schreiben. So war die Figur des Falstaff in Heinrich IV so populär, dass ihn Shakespeare in Die lustigen Weiber von Windsor wieder aufleben ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Theater dieser Zeit galt der Publikumserfolg eines Stückes als einziges Kriterium seiner Aufführbarkeit. Einen &amp;quot;Kulturbetrieb&amp;quot; in unserem Sinne oder ein künstlerisches Bewusstsein der zahlreichen Autoren gab es nicht. Stücke gingen in den Besitz der jeweiligen Schauspieltruppen über und wurden gehütet, damit kein anderes Theater an den Text gelangen und das Stück ebenfalls aufführen konnte. Dennoch entstanden inoffizielle Nachdrucke von Stücken, denn es herrschte eine rege Nachfrage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dichter und Geschäftsmann===&lt;br /&gt;
Shakespeare war mehr als nur ein Stückeschreiber. Er versuchte sich, zumal die Theater Londons wegen der Pest-Epidemien zeitweise schließen mussten, auch im eigentlichen Medium der Dichter jener Zeit, im epischen Gedicht und in der Lyrik. Er schrieb 1593 die zwei Verserzählungen Venus and Adonis und Lucrece, die er seinem adeligen Gönner Henry Wriothesley, Earl of Southampton, zueignete. Auch ein Zyklus von 154 Sonetten erschien 1609. Diese Arbeit umgeben zahlreiche Geheimnisse schon außerhalb des Textes, weil nicht klar ist, wer in einem kurzen Verleger-Vorspann, der meist als &amp;quot;Widmung&amp;quot; gelesen wird, mit &amp;quot;the only begetter&amp;quot; und &amp;quot;Mr. W.H.&amp;quot; gemeint ist. Vielleicht handelt es sich bei dieser Sonetten-Publikation auch um einen Raubdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1597 war Shakespeare bereits Mitbesitzer des Londoner Globe Theatre, das seine Truppe als Nachfolger für das Theatre baute, dessen Pachtvertrag ausgelaufen war. Die Lord Chamberlain’s Men benannten sich nach ihrem Mäzen und Sponsor, dem Lord Chamberlain, und sie waren auch am Hof der Königin Elisabeth gern gesehen. Später, unter Elisabeths Nachfolger Jakob I., durften sie sich sogar nach dem königlichen Gönner King’s Men nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Schauspieler, Stückeschreiber, vor allem aber als kaufmännischer Teilhaber des Globe erwarb sich Shakespeare Vermögen und Einfluss, so dass ihm 1596 für seine Verdienste ein Familienwappen gewährt wurde, das sein Vater schon 1576 erfolglos beantragt hatte. 1597 kaufte Shakespeare sich das zweitgrößte Haus in seiner Geburtsstadt Stratford, New Place. Aus dem Jahr 1598 ist ein Brief erhalten, in dem sich ein gewisser Richard Quiney bei Shakespeare für ein Darlehen von 30 Pfund bedankt. (18 Jahre später heiratete William Shakespeares Tochter Judith dessen Sohn Thomas.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1596 baute der Theaterunternehmer James Burbage das Blackfriars Theatre, an dem sich später auch Shakespeare beteiligte, ein im Gegensatz zum Globe überdachtes Theater, in dem seine Truppe von nun an während der Wintermonate spielte. Das Publikum dort war exklusiver als in den großen Freilichtbühnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die letzten Jahre===&lt;br /&gt;
Mit 46 Jahren kehrte Shakespeare als reicher Mann nach Stratford zurück, kaufte ein großes Haus (New Place) und verbrachte dort seine letzten Lebensjahre, wobei er die Verbindungen zu seinen ehemaligen Kollegen nicht ganz abreißen ließ und bei einigen Theaterproduktionen als Mitautor beteiligt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Shakespeare starb mit 52 Jahren im Jahr 1616 in Stratford und wurde in der Holy Trinity Church beigesetzt. Die genaue Todesursache ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer chemischen Untersuchung von Bruchstücken von Tabakspfeifen, die auf Shakespeares Grundstück in Stratford gefunden wurden, fanden sich Spuren von Marihuana und Kokain, das im 16. Jahrhundert erstmals von Südamerika nach Europa eingeführt wurde. Dies gab Anlass zu Spekulationen, Shakespeare habe womöglich Drogen konsumiert; es wird auch auf die Verwendung der Ausdrücke noted weed und compounds strange in Sonnet 76 verwiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1623 wurde von den Bürgern Stratfords in der Altarwand der Kirche ein Gedenkstein errichtet, mit einer steinernen Büste und einer lateinischen Inschrift. Shakespeares ehemalige Theaterkollegen John Heminges und Henry Condell veröffentlichten seine Werke unter dem Titel Mr William Shakespeare&#039;s Comedies, Histories and Tragedies in einem großformatigen Buch, Folio genannt - der erste Versuch einer Gesamtausgabe. Die Folio-Edition enthält nicht nur die Stücke, sondern auch ein Vorwort und ein Lobgedicht des zu jener Zeit populären Dichters Ben Jonson, worin Shakespeare wie folgt gewürdigt wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Triumph my Britain, thou hast one to show&lt;br /&gt;
To whom all scenes of Europe homage owe.&lt;br /&gt;
He was not of an age, but for all time! ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    (Triumphiere, mein Britannien, du hast einen,&lt;br /&gt;
    dem alle Bühnen Europas huldigen,&lt;br /&gt;
    er war nicht für eine Ära, sondern für alle Zeiten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Porträt, das die Titelseite der Folio-Edition schmückt, ist das einzige Abbild Shakespeares, von dem man annehmen kann, dass der Künstler Martin Droeshout Shakespeare persönlich gesehen haben könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werk==&lt;br /&gt;
===Tragödien===&lt;br /&gt;
* [[Romeo und Julia]]&lt;br /&gt;
* [[Hamlet]]&lt;br /&gt;
* [[Macbeth]]&lt;br /&gt;
* [[Julius Caesar]]&lt;br /&gt;
* [[Othello]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Historiendramen===&lt;br /&gt;
* Heinrich V.&lt;br /&gt;
* Richard III.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Komödien===&lt;br /&gt;
* Viel Lärm um nichts&lt;br /&gt;
* [[Ein Sommernachtstraum]]&lt;br /&gt;
* [[Wie es euch gefällt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lyrik===&lt;br /&gt;
* Die Sonette&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung und Wirkung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
*[http://www.bildungsserver.de/db/fachlist.html?fach=1840&amp;amp;current=18&amp;amp;second=1 Unterrichtsmaterialien zu William Shakespeare] Deutscher Bildungsserver&lt;br /&gt;
*[http://www.webenglishteacher.com/shakespeare.html Background Information &amp;amp; Teaching Ideas] von Web English Teacher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://www.hamburger-bildungsserver.de/index.phtml?site=faecher.deutsch.shakespeare William Shakespeare] Linksammlung auf dem Hamburger Bildungsserver&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische_Literatur|Shakespeare, William]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=William_Shakespeare&amp;diff=3361</id>
		<title>William Shakespeare</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=William_Shakespeare&amp;diff=3361"/>
		<updated>2007-11-28T10:39:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Hw-shakespeare2.jpg|thumb|200px|William Shakespeare]]&lt;br /&gt;
==Biographie==&lt;br /&gt;
===Das Shakespeare-Bild im Wandel der Zeiten===&lt;br /&gt;
Shakespeares Leben ist zwar so gut dokumentiert wie kein anderes eines Bürgers der englischen Renaissance. Spätere Epochen fanden die überlieferten Daten jedoch zu lückenhaft für die Biographie eines berühmten Dichters. Und nicht wenige Shakespeare-Bewunderer kommender Jahrhunderte konnten sich nicht damit abfinden, dass der verbürgte Teil von Shakespeares Leben so gar nicht das Bild eines Dichters von Weltrang wiedergab, sondern einen Aufsteiger, Grundstücksspekulanten und Besitzbürger zeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der dürftigen und die Phantasie wenig beflügelnden Lebensdaten schuf sich jede Epoche ihren eigenen Shakespeare, der der Bewunderung für das Werk mehr entsprach als der geschäftstüchtige Bürger der überlieferten Fakten. Im 17. Jahrhundert, unmittelbar nach Shakespeares Tod, waren zahlreiche Anekdoten über ihn im Umlauf, die schon im Jüngling den genialen Dichter zeichneten und die Lücken der Biographie zu schließen bemüht waren. Das 18. und frühe 19. Jahrhundert war eine Zeit der Idealisierung Shakespeares, ganz besonders in Deutschland. Shakespeare galt als Dichter schlechthin, als Originalgenie und unübertroffene Naturbegabung. Die biographischen Fakten ließ man beiseite und versuchte aus der Dichtung selbst, besonders aus den als Stimme des Dichters verstandenen Sonetten, einen anderen Shakespeare zu konstruieren, der dem eigenen Idol vom Dichter entsprach. Besonders Lessing, Herder und Goethe erhoben Shakespeares Werk in Abgrenzung gegen die französische Klassik zum Vorbild aller Dichtkunst. Das vom Sturm und Drang bis zur Romantik errichtete übermenschliche Shakespeare-Bild führte in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts dazu, dass den historischen Daten nicht mehr getraut wurde und selbst die Forschung sich dazu verstieg, dem biographisch überlieferten Shakespeare die Autorschaft über seine Werke abzuerkennen. Ein Grundstücksspekulant könnte unmöglich der Autor eines Hamlet oder Othello sein. So wurde denn nach würdigeren Verfassern gesucht, die man z.B. in dem Philosophen Francis Bacon oder dem Grafen Edward de Vere zu finden meinte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert hat man sich mit den Tatsachen abgefunden. Shakespeares wenig anregende Biographie ist das eine, seine reichhaltige Dichtung das andere. Man akzeptierte den Geschäftsmann Shakespeare, und man akzeptierte die Lücken in seiner Biographie. Nach Erklärungen des Werkes aus dem Leben des Dichters wurde nicht mehr gesucht, zumal die biographische Methode in der Literaturwissenschaft im allgemeinen zunehmend in Verruf geraten war. Dass das breite Publikum weiterhin den Dichter hinter dem Werk sucht, zeigt die begeisterte Aufnahme des Films &amp;quot;Shakespeare in Love&amp;quot; von 1998, in dem mit viel Phantasie die Entstehung von &amp;quot;Romeo und Julia&amp;quot; aus einer frei erfundenen Liebesaffäre des Dichters abgeleitet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Frühe Jahre===&lt;br /&gt;
Shakespeares genaues Geburtsdatum ist nicht überliefert. Das Datum seiner Taufe ist in den Taufregistern der Holy Trinity Church in Stratford mit dem 26. April 1564 eingetragen. Da es in jener Zeit allgemein üblich war, die Kinder drei Tage nach der Geburt zu taufen, ist anzunehmen, dass er am 23. April geboren wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
William Shakespeare ist der Sohn John Shakespeares und Mary Ardens; seine Mutter entstammt einer wohlhabenden Familie des niederen Adels. William besuchte vermutlich die Lateinschule in Stratford-upon-Avon. Genau weiß man das nicht, weil keine Aufzeichnungen oder Schülerlisten aus jener Zeit mehr vorhanden sind, aber für den Sohn eines erfolgreichen Bürgers der Stadt kam wohl kaum etwas anderes in Frage als die beste erreichbare Schulausbildung. Zudem zeugen zahlreiche Zitate aus Schulbüchern der grammar school von einem wahrscheinlichen Besuch. Sollte er tatsächlich diese Schule besucht haben, ist er in Latein, Geschichte, Morallehre und Dichtkunst unterrichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1582 heiratete Shakespeare, noch bevor er das 19. Lebensjahr vollendet hatte, die mit 26 Jahren acht Jahre ältere Bauerntochter Anne Hathaway. Das genaue Datum der Hochzeit ist unbekannt, aber das Aufgebot wurde am 28. November bestellt. Die Shakespeares hatten insgesamt drei Kinder. Sechs Monate nach Schließung der Ehe, am 26. Mai 1583, wurde das erste Kind Shakespeares, seine Tochter Susanna, getauft. Die Zwillinge Hamnet und Judith kamen am 2. Februar 1585 zur Welt; Hamnet starb 1596 im Alter von nur 11 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die verlorenen Jahre===&lt;br /&gt;
Nach der Geburt der Zwillinge verschwindet Shakespeare aus den offiziellen Dokumenten und wohl auch aus Stratford. Über die folgenden acht Jahre seines Lebens weiß man bis heute nichts. Diese Zeit wird deshalb the lost years (die verlorenen Jahre) genannt. Über die fragliche Zeit gibt es keine Tatsachen-Erkenntnisse, aber umso mehr Vermutungen. So soll William als Wilderer verhaftet worden sein und eine Zeit im Gefängnis verbracht haben. Oder er soll als Schulmeister gearbeitet haben. Dann wieder heißt es, er habe als Söldner in den Niederlanden gekämpft oder er habe sich als Diener bei einer adligen Familie verdingt. Auch wird vermutet, er habe längere Zeit auf einer Reise zum Kontinent verbracht und womöglich bedeutende Persönlichkeiten wie Michel de Montaigne und Giordano Bruno kennen gelernt. Am glaubwürdigsten ist die Geschichte, dass er sich einer reisenden Theatertruppe nach London anschloss und dort am Theater Hilfsdienste verrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste schriftliche Dokument, das belegt, dass Shakespeare sich in London aufhielt, stammt von dem Dichter Robert Greene, der ihn 1592 in einem Pamphlet als Emporkömmling diffamierte, der sich Dinge anmaßte, die ihm nicht zustünden, da er ja nicht wie die angesehenen Dichter seiner Zeit seine Kunst an der Universität gelernt hätte: &amp;quot;There is an upstart crow, beautified with our feathers, that with his tygers heart wrapt in a Players hide supposes he is as well able to bombast out a blank verse as the best of you; and, being an absolute Johannes Factotum, is in his own conceit the only Shake-scene in a country&amp;quot;. – Das Wortspiel Shake-Scene ist dabei offensichtlich eine Anspielung auf Shakespeare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Pamphlet wurde nach dem Tode Greenes veröffentlicht, und der Herausgeber fügte gleich eine Entschuldigung bei, woraus man schließen kann, dass Shakespeare bereits bekannt, vielleicht sogar populär war und einflussreiche Gönner hatte. Er war zu dieser Zeit bereits Mitglied der Truppe Lord Strange&#039;s Men, die sich ab 1594 Lord Chamberlain&#039;s Men nannte; Shakespeares Schauspieltruppe war eine der führenden des elisabethanischen London. Kurz nach seiner Thronbesteigung macht Jakob I. sie als King&#039;s Men zu seiner eigenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stückeschreiber und Schauspieler===&lt;br /&gt;
Shakespeare arbeitete als Schauspieler in kleineren Rollen, war Teilhaber an der Theatertruppe und damit an allen Gewinnen beteiligt. Die immer noch herrschende Ansicht ist, dass er für seine Truppe Schauspiele schrieb. Diese Stücke waren überwiegend sehr erfolgreich und brachten hohe Einnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Shakespeare und viele andere waren als Stückeschreiber sehr begehrt. Es war durchaus üblich, ältere Stücke umzuschreiben und wieder neu aufzuführen; Shakespeares Hamlet ist eine Adaption eines älteren Stückes. Oder man verarbeitete Sagen und Märchen zu Dramen, wie etwa König Lear. Stücke entstanden auch nach gedruckten Quellen, etwa italienischen Novellensammlungen oder Chroniken. Eine ebenfalls gängige Methode war, von erfolgreichen Stücken Fortsetzungen zu schreiben. So war die Figur des Falstaff in Heinrich IV so populär, dass ihn Shakespeare in Die lustigen Weiber von Windsor wieder aufleben ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Theater dieser Zeit galt der Publikumserfolg eines Stückes als einziges Kriterium seiner Aufführbarkeit. Einen &amp;quot;Kulturbetrieb&amp;quot; in unserem Sinne oder ein künstlerisches Bewusstsein der zahlreichen Autoren gab es nicht. Stücke gingen in den Besitz der jeweiligen Schauspieltruppen über und wurden gehütet, damit kein anderes Theater an den Text gelangen und das Stück ebenfalls aufführen konnte. Dennoch entstanden inoffizielle Nachdrucke von Stücken, denn es herrschte eine rege Nachfrage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dichter und Geschäftsmann===&lt;br /&gt;
Shakespeare war mehr als nur ein Stückeschreiber. Er versuchte sich, zumal die Theater Londons wegen der Pest-Epidemien zeitweise schließen mussten, auch im eigentlichen Medium der Dichter jener Zeit, im epischen Gedicht und in der Lyrik. Er schrieb 1593 die zwei Verserzählungen Venus and Adonis und Lucrece, die er seinem adeligen Gönner Henry Wriothesley, Earl of Southampton, zueignete. Auch ein Zyklus von 154 Sonetten erschien 1609. Diese Arbeit umgeben zahlreiche Geheimnisse schon außerhalb des Textes, weil nicht klar ist, wer in einem kurzen Verleger-Vorspann, der meist als &amp;quot;Widmung&amp;quot; gelesen wird, mit &amp;quot;the only begetter&amp;quot; und &amp;quot;Mr. W.H.&amp;quot; gemeint ist. Vielleicht handelt es sich bei dieser Sonetten-Publikation auch um einen Raubdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1597 war Shakespeare bereits Mitbesitzer des Londoner Globe Theatre, das seine Truppe als Nachfolger für das Theatre baute, dessen Pachtvertrag ausgelaufen war. Die Lord Chamberlain’s Men benannten sich nach ihrem Mäzen und Sponsor, dem Lord Chamberlain, und sie waren auch am Hof der Königin Elisabeth gern gesehen. Später, unter Elisabeths Nachfolger Jakob I., durften sie sich sogar nach dem königlichen Gönner King’s Men nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Schauspieler, Stückeschreiber, vor allem aber als kaufmännischer Teilhaber des Globe erwarb sich Shakespeare Vermögen und Einfluss, so dass ihm 1596 für seine Verdienste ein Familienwappen gewährt wurde, das sein Vater schon 1576 erfolglos beantragt hatte. 1597 kaufte Shakespeare sich das zweitgrößte Haus in seiner Geburtsstadt Stratford, New Place. Aus dem Jahr 1598 ist ein Brief erhalten, in dem sich ein gewisser Richard Quiney bei Shakespeare für ein Darlehen von 30 Pfund bedankt. (18 Jahre später heiratete William Shakespeares Tochter Judith dessen Sohn Thomas.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1596 baute der Theaterunternehmer James Burbage das Blackfriars Theatre, an dem sich später auch Shakespeare beteiligte, ein im Gegensatz zum Globe überdachtes Theater, in dem seine Truppe von nun an während der Wintermonate spielte. Das Publikum dort war exklusiver als in den großen Freilichtbühnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die letzten Jahre===&lt;br /&gt;
Mit 46 Jahren kehrte Shakespeare als reicher Mann nach Stratford zurück, kaufte ein großes Haus (New Place) und verbrachte dort seine letzten Lebensjahre, wobei er die Verbindungen zu seinen ehemaligen Kollegen nicht ganz abreißen ließ und bei einigen Theaterproduktionen als Mitautor beteiligt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Shakespeare starb mit 52 Jahren im Jahr 1616 in Stratford und wurde in der Holy Trinity Church beigesetzt. Die genaue Todesursache ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer chemischen Untersuchung von Bruchstücken von Tabakspfeifen, die auf Shakespeares Grundstück in Stratford gefunden wurden, fanden sich Spuren von Marihuana und Kokain, das im 16. Jahrhundert erstmals von Südamerika nach Europa eingeführt wurde. Dies gab Anlass zu Spekulationen, Shakespeare habe womöglich Drogen konsumiert; es wird auch auf die Verwendung der Ausdrücke noted weed und compounds strange in Sonnet 76 verwiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1623 wurde von den Bürgern Stratfords in der Altarwand der Kirche ein Gedenkstein errichtet, mit einer steinernen Büste und einer lateinischen Inschrift. Shakespeares ehemalige Theaterkollegen John Heminges und Henry Condell veröffentlichten seine Werke unter dem Titel Mr William Shakespeare&#039;s Comedies, Histories and Tragedies in einem großformatigen Buch, Folio genannt - der erste Versuch einer Gesamtausgabe. Die Folio-Edition enthält nicht nur die Stücke, sondern auch ein Vorwort und ein Lobgedicht des zu jener Zeit populären Dichters Ben Jonson, worin Shakespeare wie folgt gewürdigt wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Triumph my Britain, thou hast one to show&lt;br /&gt;
To whom all scenes of Europe homage owe.&lt;br /&gt;
He was not of an age, but for all time! ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    (Triumphiere, mein Britannien, du hast einen,&lt;br /&gt;
    dem alle Bühnen Europas huldigen,&lt;br /&gt;
    er war nicht für eine Ära, sondern für alle Zeiten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Porträt, das die Titelseite der Folio-Edition schmückt, ist das einzige Abbild Shakespeares, von dem man annehmen kann, dass der Künstler Martin Droeshout Shakespeare persönlich gesehen haben könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werk==&lt;br /&gt;
===Tragödien===&lt;br /&gt;
* [[Romeo und Julia]]&lt;br /&gt;
* [[Hamlet]]&lt;br /&gt;
* [[Macbeth]]&lt;br /&gt;
* [[Julius Caesar]]&lt;br /&gt;
* [[Othello]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Historiendramen===&lt;br /&gt;
* Heinrich V.&lt;br /&gt;
* Richard III.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Komödien===&lt;br /&gt;
* Viel Lärm um nichts&lt;br /&gt;
* [[Ein Sommernachtstraum]]&lt;br /&gt;
* [[Wie es euch gefällt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lyrik===&lt;br /&gt;
* Die Sonette&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung und Wirkung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
*[http://www.bildungsserver.de/db/fachlist.html?fach=1840&amp;amp;current=18&amp;amp;second=1 Unterrichtsmaterialien zu William Shakespeare] Deutscher Bildungsserver&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://www.hamburger-bildungsserver.de/index.phtml?site=faecher.deutsch.shakespeare William Shakespeare] Linksammlung auf dem Hamburger Bildungsserver&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische_Literatur|Shakespeare, William]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
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		<title>Othello</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Othello, der Mohr von Venedig&#039;&#039;&#039; ist ein Theaterstück von [[William Shakespeare]], das um 1603 verfasst wurde. Wie die kurz davor geschriebenen Stücke [[Hamlet]], [[Macbeth]] und König Lear ist auch The Tragœdie of Othello, the Moore of Venice eine Tragödie. Der Erstdruck stammt von 1622 (Quarto). Die erste deutsche Übersetzung war Teil der Gesamtübersetzung von Shakespeares Theatralischen Werken (1762-1766) durch Christoph Martin Wieland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Othello wurde am 1. November 1604 im Palace of Whitehall uraufgeführt. Die Erstaufführung in Deutschland fand 1766 in Hamburg statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Der &amp;quot;Mohr&amp;quot; Othello ist Feldherr in der Armee der Republik Venedig. Er hat heimlich die junge, schöne und wortgewandte Desdemona geheiratet, ohne das Wissen ihres Vaters Brabantio. Der gehässige Jago, der gehofft hatte, von Othello zum Leutnant befördert zu werden, sieht nun den unerfahrenen Cassio diese Stelle einnehmen - er selbst ist nur ein Fähnrich. Othello vertraut ihm vollkommen, Jago sinnt hingegen auf Rache (I,1). Der junge Rodrigo, der unglücklich in Desdemona verliebt ist, hilft ihm bei seiner Intrige, wird jedoch von Jago ausgenutzt und schließlich von ihm ermordet (V,1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Brabantio durch Jago von der Liebschaft erfährt, will er Othello vor Gericht zerren, weil er vermutet, dass Zauberei im Spiel gewesen sei - niemals könne seine Tochter freiwillig einen so häßlichen Mohren lieben (I,3). Othello und Desdemona versichern ihm und dem Dogen, der als Vermittler eintritt, dass die Liebe ganz ohne schwarze Magie zustande gekommen sei, so dass Brabantio ihnen widerwillig seinen Segen geben muss. Dann wird Othello jedoch nach Zypern abkommandiert, wo ein Angriff der osmanischen Flotte erwartet wird. Desdemona, Cassio, Jago und dessen Ehefrau Emilia begleiten ihn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jago spinnt nun eine Intrige: Mit Rodrigos Hilfe gelingt es ihm, Cassio in einen Streit zu verwickeln, der ihn Othellos Zorn aussetzt (II,3). Dem verzweifelten Cassio rät er freundschaftlich, bei Desdemona Vermittlung zu suchen, um die Gunst Othellos wieder zu erlangen. Als Othello Augenzeuge des Treffens von Desdemona und Cassio wird, fällt es Jago leicht, seine Eifersucht zu wecken (III,3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jago gelingt es, Othello davon zu überzeugen, dass Desdemona ihn mit Cassio betrüge. Ein besticktes Taschentuch, das Desdemona verliert, wird ihm zum entscheidenden Indiz: Emilia liest es auf; Jago entreißt es ihr und schiebt es dem unwissenden Cassio unter (III,3). Desdemonas Unwissen über den Verbleib des Taschentuchs deutet Othello als Lüge; als er schließlich das Tuch in Cassios Händen sieht, ist er von Desdemonas Untreue überzeugt (IV,1). Er glaubt ihren Beteuerungen nicht, erdrosselt sie in ihrem Bett und ersticht sie schließlich (V,2). Jagos Ehefrau Emilia kann Othello vom wahren Verlauf der Intrige berichten, dann wird sie von ihrem Ehemann ermordet. Jago wird verhaftet und die Intrige kommt ans Licht. Als Othello seinen Irrtum begreift, ersticht er sich. Das Urteil über Jago liegt zum Schluss bei Cassio, der mit Othellos Tod das Amt des Gouverneurs erbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Figuren==&lt;br /&gt;
Die Titelfigur Othello ist als edler, aufrichtiger Charakter gezeichnet, obwohl er als Dunkelhäutiger von vornherein als fremdartig in der venezianischen Gesellschaft erscheint. Die gebräuchliche Übersetzung &amp;quot;Moor&amp;quot; = Mohr als veraltete Bezeichnung für einen Schwarzafrikaner ist irreführend; richtiger wäre die Bezeichnung &amp;quot;Maure&amp;quot; für einen Bewohner des muslimischen Mauretanien, der jedoch sehr wohl eine sehr dunkle Hautfarbe haben kann. Es gibt in der Shakespeare-Forschung keine einhellige Meinung über die Hautfarbe Othellos. Der Islam wird im Stück nicht erwähnt; es wird auch angedeutet, dass Othello ein Christ ist. Mauren und andere dunkelhäutige Völker wurden in Shakespeares Zeit zumeist negativ dargestellt - als Verbrecher, Barbaren oder heißblütige, zuchtlose Wilde. Der &amp;quot;edle&amp;quot; Othello bildet also eine Kontrastfigur, wiewohl sein Aussehen auf die Venezianer im Stück, mit Ausnahme seiner Geliebten Desdemona, hässlich wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handlung entwickelte Shakespeare nach einer Novelle aus der Sammlung Hecatommithi (1565) des Italieners Giraldo Cinthio, die Shakespeare entweder in einer (verschollenen) Übersetzung kannte oder von einem Dritten übersetzt bekam. Die einzige Person in Cinthios Erzählung, die einen Namen trägt, ist &amp;quot;Disdemona&amp;quot;; weitere Figuren sind ein boshafter Fähnrich, ein Kapitän und ein Maure. Der Fähnrich begehrt Disdemona und sinnt auf Rache, weil sie ihn zurückweist. In Cinthios Erzählung bereut der Maure jedoch nicht die Ermordung seiner Frau. Er und der Fahnenträger fliehen aus Venedig und werden erst viel später getötet. Die Moral legt Cinthio der Disdemona in den Mund: Europäische Frauen begingen einen Fehler, wenn sie die heißblütigen, unberechenbaren Männer anderer Nationen ehelichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name Desdemona oder Disdemona ist möglicherweise von griech. dysdaimôn = &amp;quot;unglücklich&amp;quot;, &amp;quot;unter einem Unstern stehend&amp;quot;, &amp;quot;vom Schicksal verfolgt&amp;quot; abgeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Intrigant Jago (engl. Iago) - dessen Name viele an den Maurentöter Santiago erinnert [1] - hat übrigens die größte Sprechrolle unter den nicht titelgebenden Figuren in allen Stücken von Shakespeare. Sein Text ist auch länger als der von Othello selbst. Für Jagos Intrige werden im Stück mehrere Motive angegeben: die verpasste Beförderung, auch ein Verdacht, seine Frau betrüge ihn mit Othello. Diesen Verdacht erkennt Jago allerdings selbst als reinen Vorwand. Seine Selbstreflexion macht klar, dass er wissen muss, aus reiner Bosheit zu handeln und bewusst keinen anderen Weg einschlagen will. Moderne Interpretationen bezichtigen ihn auch des Rassismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung und Wirkung==&lt;br /&gt;
Othello gehörte im England des 17. und 18. Jahrhunderts zu den beliebtesten Shakespeare-Stücken. Nicht immer war die Bewunderung des Publikums jedoch so groß: das französische Publikum lehnte um 1800 das Stück vehement ab, obwohl der Übersetzer Jean-François Ducis es bei der Übertragung entschärft hatte und ein wahlweise zu verwendendes Happy End geschrieben hatte. Die Romantik dagegen fand Zugang zu dem tragischen Stück, wie die Vertonungen und die malerischen Umsetzungen (u.a. von Eugène Delacroix, Alexandre-Marie Colin, Robert Alexander Hillingford) zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
* [http://www.swisseduc.ch/english/readinglist/shakespeare_william/othello/teaching.html Othello - Lesson Plans] Linksammlung von SwissEduc&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/othello/othello.htm Othello, der Mohr von Venedig] Text in der Übersetzung von Christoph Martin Wieland im Projekt Gutenberg&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/othello1/othello.htm Othello, der Mohr von Venedig] Text in der Übersetzung von Wolf Graf von Baudissin im Projekt Gutenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische_Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:William Shakespeare]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Romeo_und_Julia&amp;diff=3359</id>
		<title>Romeo und Julia</title>
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		<updated>2007-11-28T10:27:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Romeo und Julia&amp;quot;&#039;&#039;&#039; ist eine der bekanntesten Tragödien von [[William Shakespeare]]. Das Stück wird bis heute auf den großen Bühnen der Welt immer wieder aufgeführt und erlebte zahlreiche Vertonungen, Bearbeitungen als Ballett und Musical sowie etliche Verfilmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Romeo_und_Julia.jpg|thumb|300px|Romeo und Julia von Sir Frank Dicksee, 1884]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Das Stück spielt in der italienischen Stadt Verona und handelt von den verfeindeten Familien der Montagues und Capulets. Romeo ist Sohn der Montagues, Julia die Tochter der Capulets. Die beiden begegnen sich auf einem Maskenball im Haus von Julias Eltern. Eigentlich war Romeo nur wegen Rosalinde auf dem Maskenball, doch aller Schmerz über die unerwiderte Liebe ist schnell vergessen als er Julia sieht. Bereits am nächsten Tag begibt sich Romeo zum befreundeten Pater Lorenzo, um ihn zu bitten, die Hochzeit durchzuführen. In der Hoffnung, damit die Familien zu versöhnen, stimmt Lorenzo zu. Kurz darauf entwickelt sich ein Streit zwischen Mercutio, Romeos bestem Freund, und Tybalt aus dem Hause der Capulets. Es kommt zu einem Duell, in dessen Folge Mercutio tödlich verwundet wird. Der anwesende Romeo will seinen Freund rächen. So kommt es zum Kampf zwischen Romeo und Tybalt, einem Vetter von Julia. Romeo tötet Tybalt und wird deshalb von dem Fürsten aus Verona verbannt. Bevor er in die Verbannung flüchtet, verbringt er jedoch seine Hochzeitsnacht mit Julia. Kaum hat ihr Gemahl sie am frühen Morgen verlassen, eröffnen ihre Eltern ihr, dass sie einen jungen Grafen namens Paris heiraten soll. Julias Eltern wollen sie zwingen Paris zu heiraten. Julia ist entsetzt und bittet Vater Lorenzo um Hilfe. Dieser entwickelt einen tollkühnen Plan. Sie soll einen Betäubungstrank zu sich nehmen, der sie in einen todesähnlichen Zustand versetzt. Dadurch könnte sie der Hochzeit entkommen. Julia stimmt zu. Durch einen unglücklichen Zufall bekommt Romeo den Brief, der ihn von diesem Plan in Kenntnis setzen soll, nicht. Als er von Julias Tod hört, ist er verzweifelt. Er verschafft sich Gift und begibt sich dann zur Gruft der Capulets. Dort tötet er sich neben der kurz darauf erwachenden Julia. Als diese ihren toten Geliebten neben sich erkennt, ersticht sie sich mit dessen Dolch. Über den Leichen ihrer Kinder versöhnen sich die verfeindeten Eltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interpretation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirkung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
* [http://www.lehrer-online.de/verona-world.php?sid=16833333749889528119556255626540 Verona World] Verona World ist das Ergebnis eines Projektes im Anschluss an Shakespeares Drama Romeo &amp;amp; Juliet im Leistungskurs des Jahrgangs 12. Dabei erarbeiten die Lernenden eigene Mini-Websites auf Basis von kreativer Textproduktion oder umfassenden Internetrecherchen.&lt;br /&gt;
* [http://www.lehrer-online.de/shakespeare-webquest.php?sid=16833333749889528119556255626540 &amp;quot;Shakespeare - the man and the playwright&amp;quot;] Dieser WebQuest führt Lernende an William Shakespeare, sein Werk und vor allem das Drama Romeo and Juliet heran. Sie suchen im Netz nach Informationen, aus denen sie eine Präsentation erstellen.&lt;br /&gt;
* [http://wwwcs.uni-paderborn.de/schulen/sem/downloads/reuterlove.pdf Doomed love – William Shakespeare’s Romeo and Juliet] In dieser Unterrichtseinheit sollen die Schülerinnen und Schüler erschließen, dass die erste Begegnung Romeos und Juliets in Akt I, Szene 5 den Anfang einer tiefen, aufrichtigen Liebesbeziehung darstellt, indem sie die  sprachliche Form des Dialogs erläutern und ihre Deutung desselben in einer szenischen Umsetzung anwenden.&lt;br /&gt;
* [http://www.swisseduc.ch/english/readinglist/shakespeare_william/romeo/teaching.html Romeo and Juliet - Lesson Plans] Linkliste von SwissEduc&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:William Shakespeare]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Hexenjagd&amp;diff=3358</id>
		<title>Hexenjagd</title>
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		<updated>2007-11-28T10:17:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Hexenjagd&#039;&#039;&#039; (engl. Originaltitel The Crucible) ist ein Theaterstück des US-amerikanischen Dramatikers [[Arthur Miller]] aus dem Jahre 1952.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Hexenjagd spielt im Jahre 1692 in Salem, einer damals streng puritanischen Gemeinde im amerikanischen Staat Massachusetts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pastor Parris, der Geistliche des Ortes, hat seine Tochter Betty, seine Nichte Abigail Williams und einige andere Mädchen entdeckt, wie sie im Wald zu den Liedern der noch im Heidnischen verwurzelten schwarzen Sklavin Tituba tanzten. Er meint sogar, einige nackt gesehen zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der Kinder, Parris&#039; Tochter Betty und auch Ruth Putnam, scheinen sich nicht von dem Schock der Entdeckung zu erholen. Sie werden ohnmächtig und krank. Da die &amp;quot;Krankheiten&amp;quot; der Kinder nicht von Ärzten zu erklären sind, entsteht schnell das Gerücht von übernatürlichen Ereignissen, von Teufelsbeschwörung und Hexerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pastor Parris beauftragt Pastor Hale, einen Teufelsspezialisten, der Krankheit seiner Tochter auf den Grund zu gehen. Die Mädchen, allen voran Abigail, merken sehr schnell, dass sie sich selbst vor Strafe bewahren können, wenn sie andere beschuldigen, sie zu ihrem verbotenen Tun getrieben zu haben. Sie nennen wahllos Namen von Gemeindemitgliedern, die angeblich mit dem Teufel im Bund stehen, und das Verhängnis nimmt seinen Lauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Gericht treten die Mädchen als Zeuginnen auf und denunzieren an jedem Prozesstag neue angebliche Hexen, die daraufhin verhaftet werden. Der Bauer John Proctor durchschaut jedoch diese Lügen und warnt davor, den Anklagen der Mädchen Glauben zu schenken. Abigail jedoch, die auf Proctors Hof als Magd gedient und mit Proctor ein intimes Verhältnis gehabt hat, will Proctors Frau werden und bezichtigt Elizabeth Proctor der Hexerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Proctor versucht mit Hilfe seiner Magd Mary Warren, seine Frau zu retten und vor Gericht zu beweisen, dass Abigail und die Mädchen lügen. Anfangs gesteht Mary, dass das Verhalten der Mädchen Vortäuschung ist, doch unter dem Druck der Mädchen und einem neuen gespielten Anfall kann sie die Wahrheit nicht durchhalten. Sie beschuldigt nun Proctor, mit dem Teufel im Bund zu sein und sie zum Geständnis gezwungen zu haben. Proctor wird sofort verhaftet und zum Tod verurteilt. Er bekommt jedoch noch eine Chance, sein Leben zu retten: Er muss sein Bündnis mit dem Teufel eingestehen. Doch kann er es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, sein Leben für eine Lüge zu erkaufen. Somit ist sein Schicksal besiegelt...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verhängnisvolle Eigendynamik der Ereignisse zeigt sich auch besonders am Verhalten der kirchlichen Vertreter. Während Pastor Parris aus Angst um Ruf und Stellung den Geschehnissen tatenlos zusieht, reicht dem ehrenwerten Richter Danforth das angebliche Wissen der noch kindlichen Mädchen, um Menschen als Hexen anzunehmen und zu verurteilen. Nach Beginn und Verselbstständigung des Prozesses verharrt er in seiner starren Haltung und glaubt, nicht mehr zurück zu können. Seine Eitelkeit und Unfähigkeit, als Autoritätsperson seinen Irrtum einzugestehen, macht es ihm unmöglich, das Aburteilen von unschuldigen Bürgern zu beenden. Nur Pastor Hale kommt zur Einsicht und versucht Leben zu retten, doch er muss verzweifelt erkennen, dass der Wahn stärker ist als alle Vernunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historischer Hintergrund und Aktualität des Stückes ==&lt;br /&gt;
Das Stück Hexenjagd basiert auf tatsächlichen Ereignissen; die Figuren der historischen Hexenverfolgung hat Miller namentlich übernommen. Miller schrieb das Stück als Kommentar auf die Kommunistenjagd in der McCarthy-Ära und konnte eine Verfilmung realisieren, die mit Unterstützung Jean-Paul Sartres (als Drehbuchautor) und der DDR-Produktionsfirma DEFA entstand und mit damals der Kommunistischen Partei Frankreichs nahestehenden Stars besetzt wurde: Mylène Demongeot (Abigail), Yves Montand (John) und Simone Signoret (Elizabeth).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner von Salem im Jahre 1692 sind Nachfahren der Pilgrim Fathers, englische Puritaner, die im Jahre 1620 an Bord der Mayflower nach Amerika emigrierten. Nach puritanischem Glauben war das Leben kein Vergnügen, sondern harte Arbeit. Jegliche Vergnügungen wie Feiern, Tanzen oder selbst Bücherlesen waren verboten. Die Bibel bestimmte das Handeln der Menschen. Der Glaube half ihnen, das schwere Leben in einem unbekannten, bedrohlichen Land durchzustehen, aber sie waren auch fanatisch darauf bedacht, ihr &amp;quot;Neues Jerusalem&amp;quot;, das sie aufbauen wollten, nicht durch &amp;quot;falsche&amp;quot; Wege und trügerische Gedanken zu entehren und zu verderben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Salemer&amp;quot;, so Miller, &amp;quot;errichteten für hohe Ziele eine Theokratie, eine Kombination von staatlicher und religiöser Macht, deren Funktion es war, die Gemeinschaft zusammenzuhalten und jegliche Uneinigkeit zu verhindern.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mädchen, die heimlich, teilweise nackt, im Wald tanzten, wussten, dass ihr verbotenes Tun extreme Strafen nach sich ziehen konnte (z.B. Auspeitschen). So täuschten sie Anfälle vor, um der Bestrafung zu entgehen, und, als das Gerücht von Hexerei aufkam, waren sie fast logischerweise froh, die Schuld auf andere abwälzen zu können. Die Dorfbewohner, beständig in Angst vor einer möglichen Bedrohung ihrer religiösen Gemeinschaft durch dunkle Mächte, waren wiederum froh, eine Erklärung für die mysteriösen &amp;quot;Krankheiten&amp;quot; der Kinder gefunden zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
150-300 Personen wurden auf die Aussagen der Mädchen hin verhaftet, 30 davon zum Tode verurteilt. 19 wurden gehängt, einer zu Tode gefoltert, vier starben im Gefängnis. Etliche legten ein falsches Geständnis ab, um ihr Leben zu retten. Die anderen wurden später begnadigt, nachdem der Gouverneur aufgrund zunehmender Kritik an der Beweisführung ein neues Gericht einberufen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der Mädchen leisteten öffentlich Abbitte, ebenso Pastor Hale. Elizabeth Proctor heiratete noch einmal; Abigail Williams tauchte angeblich später in Boston als Prostituierte auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im Jahre 1711, als die Kinder der Opfer schon herangewachsen waren, wurde eine materielle Entschädigung von ca. £600 bewilligt, wovon John Proctors Familie mit £150 den höchsten Einzelanteil erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographische Bezüge ==&lt;br /&gt;
Arthur Miller, 1915 als Sohn eines jüdischen Einwanderers in New York geboren, wurde nachhaltig geprägt durch die Depressionszeit der 30erJahre, nachdem die Textilfabrik des Vaters ruiniert worden war. Diese Erfahrung und seine jüdische Erziehung weckten Millers kritisches Bewusstsein. 1947 gelang ihm der Durchbruch am Broadway mit dem Drama All My Sons (Alle meine Söhne). Zentrale Themen wie die Konfrontation mit der Lebenslüge, der Vater-Sohn-Konflikt und die mit beidem verknüpfte Verdrängung persönlicher und gesellschaftlicher Verantwortung wurden in Death of a Salesman (Tod eines Handlungsreisenden) wieder aufgenommen, für das Miller 1949 u.a. den Pulitzer-Preis erhielt. 1953 erschien The Crucible (Hexenjagd), nachdem sich Miller intensiv mit der Thematik und den real-historischen Ereignissen befasst hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hexenjagd ist ein Stück über den Hexenwahn in der frühen Neuzeit, aber es ist auch ein Stück über gesellschaftliche Erscheinungen, die in unserer Zeit immer wieder auftreten können. Es wendet sich gegen Angst und Massenwahn, gegen Denunziation, Gesinnungsschnüffelei und gegen den Missbrauch politischer Macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thematik des Stückes und soziales Engagement trugen dazu bei, dass Miller in den 50er Jahren zur Zeit des McCarthyismus als Amerikagegner verdächtigt wurde. Er sollte zur Aufdeckung antiamerikanischer Umtriebe Namen von Personen nennen, die an kommunistischen Schriftstellertreffen teilgenommen hätten. Er verweigerte die Aussage und wurde wegen &amp;quot;Missachtung des Kongresses&amp;quot; zu einer Gefängnis- und Geldstrafe verurteilt. Das Urteil wurde ein Jahr später aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
*[http://edsitement.neh.gov/view_lesson_plan.asp?id=440 Dramatizing History in Arthur Miller&#039;s The Crucible] This lesson plan&#039;s goal is to examine the ways in which Miller interpreted the facts of the witch trials and successfully dramatized them. Guiding Questions are: How well does history lend itself to art? In what ways do historical events lend themselves (or not) to dramatization? How does Arthur Miller use history to create a play that continues to speak to audiences today?&lt;br /&gt;
*[http://www.teachtheteachers.org/projects/AMoore/Crucible.htm Studying the Background of Arthur Miller&#039;s The Crucible] This WebQuest for 11th Grade English/Language Arts Classes focuses the question: What should be done to keep the innocent from being accused and presumed guilty? The students have to research the background of the Salem Witch Trials, McCarthyism, and other &amp;quot;witch hunts&amp;quot; throughout history to find their causes, evaluate their consequences, and develop a solution that would help avoid and/or prevent such &amp;quot;witch hunts&amp;quot; in the future.&lt;br /&gt;
*[http://www.sdcoe.k12.ca.us/score/cruc/cructg.html The Crucible - Teacher&#039;s Guide] This unit, designed to supplement the teaching of The Crucible by Arthur Miller, consists of three activities that address the following three questions, respectively: What are the relationships between the characters of The Crucible? What contributed to the events leading up to the real witch trials of 1692? How do the political events of the 1950s contribute to our understanding of The Crucible?&lt;br /&gt;
*[http://www.metromagazine.com.au/metro/studyguides/files/Crucible.pdf The Crucible - Study Guide] Der Study Guide liefert Ideen und Fragestellungen zur Behandlung von Millers Stück und vor allem dessen Verfilmung von 1997 im Unterricht.&lt;br /&gt;
*[http://kwhaley.20m.com/teachers.htm Victims of Mass Hysteria] This webquest for 11th grade American literature and history is meant to be a culminating activity for The Crucible, and it is assumed that students already have a good understanding of the definition of mass hysteria.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordamerikanische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Hexenjagd&amp;diff=3357</id>
		<title>Hexenjagd</title>
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		<updated>2007-11-28T10:14:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Hexenjagd&#039;&#039;&#039; (engl. Originaltitel The Crucible) ist ein Theaterstück des US-amerikanischen Dramatikers [[Arthur Miller]] aus dem Jahre 1952.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Hexenjagd spielt im Jahre 1692 in Salem, einer damals streng puritanischen Gemeinde im amerikanischen Staat Massachusetts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pastor Parris, der Geistliche des Ortes, hat seine Tochter Betty, seine Nichte Abigail Williams und einige andere Mädchen entdeckt, wie sie im Wald zu den Liedern der noch im Heidnischen verwurzelten schwarzen Sklavin Tituba tanzten. Er meint sogar, einige nackt gesehen zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der Kinder, Parris&#039; Tochter Betty und auch Ruth Putnam, scheinen sich nicht von dem Schock der Entdeckung zu erholen. Sie werden ohnmächtig und krank. Da die &amp;quot;Krankheiten&amp;quot; der Kinder nicht von Ärzten zu erklären sind, entsteht schnell das Gerücht von übernatürlichen Ereignissen, von Teufelsbeschwörung und Hexerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pastor Parris beauftragt Pastor Hale, einen Teufelsspezialisten, der Krankheit seiner Tochter auf den Grund zu gehen. Die Mädchen, allen voran Abigail, merken sehr schnell, dass sie sich selbst vor Strafe bewahren können, wenn sie andere beschuldigen, sie zu ihrem verbotenen Tun getrieben zu haben. Sie nennen wahllos Namen von Gemeindemitgliedern, die angeblich mit dem Teufel im Bund stehen, und das Verhängnis nimmt seinen Lauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Gericht treten die Mädchen als Zeuginnen auf und denunzieren an jedem Prozesstag neue angebliche Hexen, die daraufhin verhaftet werden. Der Bauer John Proctor durchschaut jedoch diese Lügen und warnt davor, den Anklagen der Mädchen Glauben zu schenken. Abigail jedoch, die auf Proctors Hof als Magd gedient und mit Proctor ein intimes Verhältnis gehabt hat, will Proctors Frau werden und bezichtigt Elizabeth Proctor der Hexerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Proctor versucht mit Hilfe seiner Magd Mary Warren, seine Frau zu retten und vor Gericht zu beweisen, dass Abigail und die Mädchen lügen. Anfangs gesteht Mary, dass das Verhalten der Mädchen Vortäuschung ist, doch unter dem Druck der Mädchen und einem neuen gespielten Anfall kann sie die Wahrheit nicht durchhalten. Sie beschuldigt nun Proctor, mit dem Teufel im Bund zu sein und sie zum Geständnis gezwungen zu haben. Proctor wird sofort verhaftet und zum Tod verurteilt. Er bekommt jedoch noch eine Chance, sein Leben zu retten: Er muss sein Bündnis mit dem Teufel eingestehen. Doch kann er es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, sein Leben für eine Lüge zu erkaufen. Somit ist sein Schicksal besiegelt...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verhängnisvolle Eigendynamik der Ereignisse zeigt sich auch besonders am Verhalten der kirchlichen Vertreter. Während Pastor Parris aus Angst um Ruf und Stellung den Geschehnissen tatenlos zusieht, reicht dem ehrenwerten Richter Danforth das angebliche Wissen der noch kindlichen Mädchen, um Menschen als Hexen anzunehmen und zu verurteilen. Nach Beginn und Verselbstständigung des Prozesses verharrt er in seiner starren Haltung und glaubt, nicht mehr zurück zu können. Seine Eitelkeit und Unfähigkeit, als Autoritätsperson seinen Irrtum einzugestehen, macht es ihm unmöglich, das Aburteilen von unschuldigen Bürgern zu beenden. Nur Pastor Hale kommt zur Einsicht und versucht Leben zu retten, doch er muss verzweifelt erkennen, dass der Wahn stärker ist als alle Vernunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historischer Hintergrund und Aktualität des Stückes ==&lt;br /&gt;
Das Stück Hexenjagd basiert auf tatsächlichen Ereignissen; die Figuren der historischen Hexenverfolgung hat Miller namentlich übernommen. Miller schrieb das Stück als Kommentar auf die Kommunistenjagd in der McCarthy-Ära und konnte eine Verfilmung realisieren, die mit Unterstützung Jean-Paul Sartres (als Drehbuchautor) und der DDR-Produktionsfirma DEFA entstand und mit damals der Kommunistischen Partei Frankreichs nahestehenden Stars besetzt wurde: Mylène Demongeot (Abigail), Yves Montand (John) und Simone Signoret (Elizabeth).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner von Salem im Jahre 1692 sind Nachfahren der Pilgrim Fathers, englische Puritaner, die im Jahre 1620 an Bord der Mayflower nach Amerika emigrierten. Nach puritanischem Glauben war das Leben kein Vergnügen, sondern harte Arbeit. Jegliche Vergnügungen wie Feiern, Tanzen oder selbst Bücherlesen waren verboten. Die Bibel bestimmte das Handeln der Menschen. Der Glaube half ihnen, das schwere Leben in einem unbekannten, bedrohlichen Land durchzustehen, aber sie waren auch fanatisch darauf bedacht, ihr &amp;quot;Neues Jerusalem&amp;quot;, das sie aufbauen wollten, nicht durch &amp;quot;falsche&amp;quot; Wege und trügerische Gedanken zu entehren und zu verderben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Salemer&amp;quot;, so Miller, &amp;quot;errichteten für hohe Ziele eine Theokratie, eine Kombination von staatlicher und religiöser Macht, deren Funktion es war, die Gemeinschaft zusammenzuhalten und jegliche Uneinigkeit zu verhindern.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mädchen, die heimlich, teilweise nackt, im Wald tanzten, wussten, dass ihr verbotenes Tun extreme Strafen nach sich ziehen konnte (z.B. Auspeitschen). So täuschten sie Anfälle vor, um der Bestrafung zu entgehen, und, als das Gerücht von Hexerei aufkam, waren sie fast logischerweise froh, die Schuld auf andere abwälzen zu können. Die Dorfbewohner, beständig in Angst vor einer möglichen Bedrohung ihrer religiösen Gemeinschaft durch dunkle Mächte, waren wiederum froh, eine Erklärung für die mysteriösen &amp;quot;Krankheiten&amp;quot; der Kinder gefunden zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
150-300 Personen wurden auf die Aussagen der Mädchen hin verhaftet, 30 davon zum Tode verurteilt. 19 wurden gehängt, einer zu Tode gefoltert, vier starben im Gefängnis. Etliche legten ein falsches Geständnis ab, um ihr Leben zu retten. Die anderen wurden später begnadigt, nachdem der Gouverneur aufgrund zunehmender Kritik an der Beweisführung ein neues Gericht einberufen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der Mädchen leisteten öffentlich Abbitte, ebenso Pastor Hale. Elizabeth Proctor heiratete noch einmal; Abigail Williams tauchte angeblich später in Boston als Prostituierte auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im Jahre 1711, als die Kinder der Opfer schon herangewachsen waren, wurde eine materielle Entschädigung von ca. £600 bewilligt, wovon John Proctors Familie mit £150 den höchsten Einzelanteil erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographische Bezüge ==&lt;br /&gt;
Arthur Miller, 1915 als Sohn eines jüdischen Einwanderers in New York geboren, wurde nachhaltig geprägt durch die Depressionszeit der 30erJahre, nachdem die Textilfabrik des Vaters ruiniert worden war. Diese Erfahrung und seine jüdische Erziehung weckten Millers kritisches Bewusstsein. 1947 gelang ihm der Durchbruch am Broadway mit dem Drama All My Sons (Alle meine Söhne). Zentrale Themen wie die Konfrontation mit der Lebenslüge, der Vater-Sohn-Konflikt und die mit beidem verknüpfte Verdrängung persönlicher und gesellschaftlicher Verantwortung wurden in Death of a Salesman (Tod eines Handlungsreisenden) wieder aufgenommen, für das Miller 1949 u.a. den Pulitzer-Preis erhielt. 1953 erschien The Crucible (Hexenjagd), nachdem sich Miller intensiv mit der Thematik und den real-historischen Ereignissen befasst hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hexenjagd ist ein Stück über den Hexenwahn in der frühen Neuzeit, aber es ist auch ein Stück über gesellschaftliche Erscheinungen, die in unserer Zeit immer wieder auftreten können. Es wendet sich gegen Angst und Massenwahn, gegen Denunziation, Gesinnungsschnüffelei und gegen den Missbrauch politischer Macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thematik des Stückes und soziales Engagement trugen dazu bei, dass Miller in den 50er Jahren zur Zeit des McCarthyismus als Amerikagegner verdächtigt wurde. Er sollte zur Aufdeckung antiamerikanischer Umtriebe Namen von Personen nennen, die an kommunistischen Schriftstellertreffen teilgenommen hätten. Er verweigerte die Aussage und wurde wegen &amp;quot;Missachtung des Kongresses&amp;quot; zu einer Gefängnis- und Geldstrafe verurteilt. Das Urteil wurde ein Jahr später aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
*[http://www.sdcoe.k12.ca.us/score/cruc/cructg.html The Crucible - Teacher&#039;s Guide] This unit, designed to supplement the teaching of The Crucible by Arthur Miller, consists of three activities that address the following three questions, respectively: What are the relationships between the characters of The Crucible? What contributed to the events leading up to the real witch trials of 1692? How do the political events of the 1950s contribute to our understanding of The Crucible?&lt;br /&gt;
*[http://www.metromagazine.com.au/metro/studyguides/files/Crucible.pdf The Crucible - Study Guide] Der Study Guide liefert Ideen und Fragestellungen zur Behandlung von Millers Stück und vor allem dessen Verfilmung von 1997 im Unterricht.&lt;br /&gt;
*[http://edsitement.neh.gov/view_lesson_plan.asp?id=440 Dramatizing History in Arthur Miller&#039;s The Crucible] This lesson plan&#039;s goal is to examine the ways in which Miller interpreted the facts of the witch trials and successfully dramatized them. Guiding Questions are: How well does history lend itself to art? In what ways do historical events lend themselves (or not) to dramatization? How does Arthur Miller use history to create a play that continues to speak to audiences today?&lt;br /&gt;
*[http://www.teachtheteachers.org/projects/AMoore/Crucible.htm Studying the Background of Arthur Miller&#039;s The Crucible] This WebQuest for 11th Grade English/Language Arts Classes focuses the question: What should be done to keep the innocent from being accused and presumed guilty? The students have to research the background of the Salem Witch Trials, McCarthyism, and other &amp;quot;witch hunts&amp;quot; throughout history to find their causes, evaluate their consequences, and develop a solution that would help avoid and/or prevent such &amp;quot;witch hunts&amp;quot; in the future.&lt;br /&gt;
*[http://kwhaley.20m.com/teachers.htm Victims of Mass Hysteria] This webquest for 11th grade American literature and history is meant to be a culminating activity for The Crucible, and it is assumed that students already have a good understanding of the definition of mass hysteria.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordamerikanische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Hexenjagd&amp;diff=3356</id>
		<title>Hexenjagd</title>
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		<updated>2007-11-28T10:03:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Hexenjagd&#039;&#039;&#039; (engl. Originaltitel The Crucible) ist ein Theaterstück des US-amerikanischen Dramatikers [[Arthur Miller]] aus dem Jahre 1952.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Hexenjagd spielt im Jahre 1692 in Salem, einer damals streng puritanischen Gemeinde im amerikanischen Staat Massachusetts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pastor Parris, der Geistliche des Ortes, hat seine Tochter Betty, seine Nichte Abigail Williams und einige andere Mädchen entdeckt, wie sie im Wald zu den Liedern der noch im Heidnischen verwurzelten schwarzen Sklavin Tituba tanzten. Er meint sogar, einige nackt gesehen zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der Kinder, Parris&#039; Tochter Betty und auch Ruth Putnam, scheinen sich nicht von dem Schock der Entdeckung zu erholen. Sie werden ohnmächtig und krank. Da die &amp;quot;Krankheiten&amp;quot; der Kinder nicht von Ärzten zu erklären sind, entsteht schnell das Gerücht von übernatürlichen Ereignissen, von Teufelsbeschwörung und Hexerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pastor Parris beauftragt Pastor Hale, einen Teufelsspezialisten, der Krankheit seiner Tochter auf den Grund zu gehen. Die Mädchen, allen voran Abigail, merken sehr schnell, dass sie sich selbst vor Strafe bewahren können, wenn sie andere beschuldigen, sie zu ihrem verbotenen Tun getrieben zu haben. Sie nennen wahllos Namen von Gemeindemitgliedern, die angeblich mit dem Teufel im Bund stehen, und das Verhängnis nimmt seinen Lauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Gericht treten die Mädchen als Zeuginnen auf und denunzieren an jedem Prozesstag neue angebliche Hexen, die daraufhin verhaftet werden. Der Bauer John Proctor durchschaut jedoch diese Lügen und warnt davor, den Anklagen der Mädchen Glauben zu schenken. Abigail jedoch, die auf Proctors Hof als Magd gedient und mit Proctor ein intimes Verhältnis gehabt hat, will Proctors Frau werden und bezichtigt Elizabeth Proctor der Hexerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Proctor versucht mit Hilfe seiner Magd Mary Warren, seine Frau zu retten und vor Gericht zu beweisen, dass Abigail und die Mädchen lügen. Anfangs gesteht Mary, dass das Verhalten der Mädchen Vortäuschung ist, doch unter dem Druck der Mädchen und einem neuen gespielten Anfall kann sie die Wahrheit nicht durchhalten. Sie beschuldigt nun Proctor, mit dem Teufel im Bund zu sein und sie zum Geständnis gezwungen zu haben. Proctor wird sofort verhaftet und zum Tod verurteilt. Er bekommt jedoch noch eine Chance, sein Leben zu retten: Er muss sein Bündnis mit dem Teufel eingestehen. Doch kann er es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, sein Leben für eine Lüge zu erkaufen. Somit ist sein Schicksal besiegelt...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verhängnisvolle Eigendynamik der Ereignisse zeigt sich auch besonders am Verhalten der kirchlichen Vertreter. Während Pastor Parris aus Angst um Ruf und Stellung den Geschehnissen tatenlos zusieht, reicht dem ehrenwerten Richter Danforth das angebliche Wissen der noch kindlichen Mädchen, um Menschen als Hexen anzunehmen und zu verurteilen. Nach Beginn und Verselbstständigung des Prozesses verharrt er in seiner starren Haltung und glaubt, nicht mehr zurück zu können. Seine Eitelkeit und Unfähigkeit, als Autoritätsperson seinen Irrtum einzugestehen, macht es ihm unmöglich, das Aburteilen von unschuldigen Bürgern zu beenden. Nur Pastor Hale kommt zur Einsicht und versucht Leben zu retten, doch er muss verzweifelt erkennen, dass der Wahn stärker ist als alle Vernunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historischer Hintergrund und Aktualität des Stückes ==&lt;br /&gt;
Das Stück Hexenjagd basiert auf tatsächlichen Ereignissen; die Figuren der historischen Hexenverfolgung hat Miller namentlich übernommen. Miller schrieb das Stück als Kommentar auf die Kommunistenjagd in der McCarthy-Ära und konnte eine Verfilmung realisieren, die mit Unterstützung Jean-Paul Sartres (als Drehbuchautor) und der DDR-Produktionsfirma DEFA entstand und mit damals der Kommunistischen Partei Frankreichs nahestehenden Stars besetzt wurde: Mylène Demongeot (Abigail), Yves Montand (John) und Simone Signoret (Elizabeth).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner von Salem im Jahre 1692 sind Nachfahren der Pilgrim Fathers, englische Puritaner, die im Jahre 1620 an Bord der Mayflower nach Amerika emigrierten. Nach puritanischem Glauben war das Leben kein Vergnügen, sondern harte Arbeit. Jegliche Vergnügungen wie Feiern, Tanzen oder selbst Bücherlesen waren verboten. Die Bibel bestimmte das Handeln der Menschen. Der Glaube half ihnen, das schwere Leben in einem unbekannten, bedrohlichen Land durchzustehen, aber sie waren auch fanatisch darauf bedacht, ihr &amp;quot;Neues Jerusalem&amp;quot;, das sie aufbauen wollten, nicht durch &amp;quot;falsche&amp;quot; Wege und trügerische Gedanken zu entehren und zu verderben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Salemer&amp;quot;, so Miller, &amp;quot;errichteten für hohe Ziele eine Theokratie, eine Kombination von staatlicher und religiöser Macht, deren Funktion es war, die Gemeinschaft zusammenzuhalten und jegliche Uneinigkeit zu verhindern.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mädchen, die heimlich, teilweise nackt, im Wald tanzten, wussten, dass ihr verbotenes Tun extreme Strafen nach sich ziehen konnte (z.B. Auspeitschen). So täuschten sie Anfälle vor, um der Bestrafung zu entgehen, und, als das Gerücht von Hexerei aufkam, waren sie fast logischerweise froh, die Schuld auf andere abwälzen zu können. Die Dorfbewohner, beständig in Angst vor einer möglichen Bedrohung ihrer religiösen Gemeinschaft durch dunkle Mächte, waren wiederum froh, eine Erklärung für die mysteriösen &amp;quot;Krankheiten&amp;quot; der Kinder gefunden zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
150-300 Personen wurden auf die Aussagen der Mädchen hin verhaftet, 30 davon zum Tode verurteilt. 19 wurden gehängt, einer zu Tode gefoltert, vier starben im Gefängnis. Etliche legten ein falsches Geständnis ab, um ihr Leben zu retten. Die anderen wurden später begnadigt, nachdem der Gouverneur aufgrund zunehmender Kritik an der Beweisführung ein neues Gericht einberufen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der Mädchen leisteten öffentlich Abbitte, ebenso Pastor Hale. Elizabeth Proctor heiratete noch einmal; Abigail Williams tauchte angeblich später in Boston als Prostituierte auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im Jahre 1711, als die Kinder der Opfer schon herangewachsen waren, wurde eine materielle Entschädigung von ca. £600 bewilligt, wovon John Proctors Familie mit £150 den höchsten Einzelanteil erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographische Bezüge ==&lt;br /&gt;
Arthur Miller, 1915 als Sohn eines jüdischen Einwanderers in New York geboren, wurde nachhaltig geprägt durch die Depressionszeit der 30erJahre, nachdem die Textilfabrik des Vaters ruiniert worden war. Diese Erfahrung und seine jüdische Erziehung weckten Millers kritisches Bewusstsein. 1947 gelang ihm der Durchbruch am Broadway mit dem Drama All My Sons (Alle meine Söhne). Zentrale Themen wie die Konfrontation mit der Lebenslüge, der Vater-Sohn-Konflikt und die mit beidem verknüpfte Verdrängung persönlicher und gesellschaftlicher Verantwortung wurden in Death of a Salesman (Tod eines Handlungsreisenden) wieder aufgenommen, für das Miller 1949 u.a. den Pulitzer-Preis erhielt. 1953 erschien The Crucible (Hexenjagd), nachdem sich Miller intensiv mit der Thematik und den real-historischen Ereignissen befasst hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hexenjagd ist ein Stück über den Hexenwahn in der frühen Neuzeit, aber es ist auch ein Stück über gesellschaftliche Erscheinungen, die in unserer Zeit immer wieder auftreten können. Es wendet sich gegen Angst und Massenwahn, gegen Denunziation, Gesinnungsschnüffelei und gegen den Missbrauch politischer Macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thematik des Stückes und soziales Engagement trugen dazu bei, dass Miller in den 50er Jahren zur Zeit des McCarthyismus als Amerikagegner verdächtigt wurde. Er sollte zur Aufdeckung antiamerikanischer Umtriebe Namen von Personen nennen, die an kommunistischen Schriftstellertreffen teilgenommen hätten. Er verweigerte die Aussage und wurde wegen &amp;quot;Missachtung des Kongresses&amp;quot; zu einer Gefängnis- und Geldstrafe verurteilt. Das Urteil wurde ein Jahr später aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
*[http://www.sdcoe.k12.ca.us/score/cruc/cructg.html The Crucible - Teacher&#039;s Guide] This unit, designed to supplement the teaching of The Crucible by Arthur Miller, consists of three activities that address the following three questions, respectively: What are the relationships between the characters of The Crucible? What contributed to the events leading up to the real witch trials of 1692? How do the political events of the 1950s contribute to our understanding of The Crucible?&lt;br /&gt;
*[http://www.metromagazine.com.au/metro/studyguides/files/Crucible.pdf The Crucible - Study Guide] Der Study Guide liefert Ideen und Fragestellungen zur Behandlung von Millers Stück und vor allem dessen Verfilmung von 1997 im Unterricht.&lt;br /&gt;
*[http://edsitement.neh.gov/view_lesson_plan.asp?id=440 Dramatizing History in Arthur Miller&#039;s The Crucible] This lesson plan&#039;s goal is to examine the ways in which Miller interpreted the facts of the witch trials and successfully dramatized them. Guiding Questions are: How well does history lend itself to art? In what ways do historical events lend themselves (or not) to dramatization? How does Arthur Miller use history to create a play that continues to speak to audiences today?&lt;br /&gt;
*[http://www.teachtheteachers.org/projects/AMoore/Crucible.htm Studying the Background of Arthur Miller&#039;s The Crucible] This WebQuest for 11th Grade English/Language Arts Classes focuses the question: What should be done to keep the innocent from being accused and presumed guilty? The students have to research the background of the Salem Witch Trials, McCarthyism, and other &amp;quot;witch hunts&amp;quot; throughout history to find their causes, evaluate their consequences, and develop a solution that would help avoid and/or prevent such &amp;quot;witch hunts&amp;quot; in the future.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordamerikanische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Hexenjagd&amp;diff=3355</id>
		<title>Hexenjagd</title>
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		<updated>2007-11-28T09:52:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Hexenjagd&#039;&#039;&#039; (engl. Originaltitel The Crucible) ist ein Theaterstück des US-amerikanischen Dramatikers [[Arthur Miller]] aus dem Jahre 1952.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Hexenjagd spielt im Jahre 1692 in Salem, einer damals streng puritanischen Gemeinde im amerikanischen Staat Massachusetts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pastor Parris, der Geistliche des Ortes, hat seine Tochter Betty, seine Nichte Abigail Williams und einige andere Mädchen entdeckt, wie sie im Wald zu den Liedern der noch im Heidnischen verwurzelten schwarzen Sklavin Tituba tanzten. Er meint sogar, einige nackt gesehen zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der Kinder, Parris&#039; Tochter Betty und auch Ruth Putnam, scheinen sich nicht von dem Schock der Entdeckung zu erholen. Sie werden ohnmächtig und krank. Da die &amp;quot;Krankheiten&amp;quot; der Kinder nicht von Ärzten zu erklären sind, entsteht schnell das Gerücht von übernatürlichen Ereignissen, von Teufelsbeschwörung und Hexerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pastor Parris beauftragt Pastor Hale, einen Teufelsspezialisten, der Krankheit seiner Tochter auf den Grund zu gehen. Die Mädchen, allen voran Abigail, merken sehr schnell, dass sie sich selbst vor Strafe bewahren können, wenn sie andere beschuldigen, sie zu ihrem verbotenen Tun getrieben zu haben. Sie nennen wahllos Namen von Gemeindemitgliedern, die angeblich mit dem Teufel im Bund stehen, und das Verhängnis nimmt seinen Lauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Gericht treten die Mädchen als Zeuginnen auf und denunzieren an jedem Prozesstag neue angebliche Hexen, die daraufhin verhaftet werden. Der Bauer John Proctor durchschaut jedoch diese Lügen und warnt davor, den Anklagen der Mädchen Glauben zu schenken. Abigail jedoch, die auf Proctors Hof als Magd gedient und mit Proctor ein intimes Verhältnis gehabt hat, will Proctors Frau werden und bezichtigt Elizabeth Proctor der Hexerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Proctor versucht mit Hilfe seiner Magd Mary Warren, seine Frau zu retten und vor Gericht zu beweisen, dass Abigail und die Mädchen lügen. Anfangs gesteht Mary, dass das Verhalten der Mädchen Vortäuschung ist, doch unter dem Druck der Mädchen und einem neuen gespielten Anfall kann sie die Wahrheit nicht durchhalten. Sie beschuldigt nun Proctor, mit dem Teufel im Bund zu sein und sie zum Geständnis gezwungen zu haben. Proctor wird sofort verhaftet und zum Tod verurteilt. Er bekommt jedoch noch eine Chance, sein Leben zu retten: Er muss sein Bündnis mit dem Teufel eingestehen. Doch kann er es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, sein Leben für eine Lüge zu erkaufen. Somit ist sein Schicksal besiegelt...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verhängnisvolle Eigendynamik der Ereignisse zeigt sich auch besonders am Verhalten der kirchlichen Vertreter. Während Pastor Parris aus Angst um Ruf und Stellung den Geschehnissen tatenlos zusieht, reicht dem ehrenwerten Richter Danforth das angebliche Wissen der noch kindlichen Mädchen, um Menschen als Hexen anzunehmen und zu verurteilen. Nach Beginn und Verselbstständigung des Prozesses verharrt er in seiner starren Haltung und glaubt, nicht mehr zurück zu können. Seine Eitelkeit und Unfähigkeit, als Autoritätsperson seinen Irrtum einzugestehen, macht es ihm unmöglich, das Aburteilen von unschuldigen Bürgern zu beenden. Nur Pastor Hale kommt zur Einsicht und versucht Leben zu retten, doch er muss verzweifelt erkennen, dass der Wahn stärker ist als alle Vernunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historischer Hintergrund und Aktualität des Stückes ==&lt;br /&gt;
Das Stück Hexenjagd basiert auf tatsächlichen Ereignissen; die Figuren der historischen Hexenverfolgung hat Miller namentlich übernommen. Miller schrieb das Stück als Kommentar auf die Kommunistenjagd in der McCarthy-Ära und konnte eine Verfilmung realisieren, die mit Unterstützung Jean-Paul Sartres (als Drehbuchautor) und der DDR-Produktionsfirma DEFA entstand und mit damals der Kommunistischen Partei Frankreichs nahestehenden Stars besetzt wurde: Mylène Demongeot (Abigail), Yves Montand (John) und Simone Signoret (Elizabeth).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner von Salem im Jahre 1692 sind Nachfahren der Pilgrim Fathers, englische Puritaner, die im Jahre 1620 an Bord der Mayflower nach Amerika emigrierten. Nach puritanischem Glauben war das Leben kein Vergnügen, sondern harte Arbeit. Jegliche Vergnügungen wie Feiern, Tanzen oder selbst Bücherlesen waren verboten. Die Bibel bestimmte das Handeln der Menschen. Der Glaube half ihnen, das schwere Leben in einem unbekannten, bedrohlichen Land durchzustehen, aber sie waren auch fanatisch darauf bedacht, ihr &amp;quot;Neues Jerusalem&amp;quot;, das sie aufbauen wollten, nicht durch &amp;quot;falsche&amp;quot; Wege und trügerische Gedanken zu entehren und zu verderben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Salemer&amp;quot;, so Miller, &amp;quot;errichteten für hohe Ziele eine Theokratie, eine Kombination von staatlicher und religiöser Macht, deren Funktion es war, die Gemeinschaft zusammenzuhalten und jegliche Uneinigkeit zu verhindern.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mädchen, die heimlich, teilweise nackt, im Wald tanzten, wussten, dass ihr verbotenes Tun extreme Strafen nach sich ziehen konnte (z.B. Auspeitschen). So täuschten sie Anfälle vor, um der Bestrafung zu entgehen, und, als das Gerücht von Hexerei aufkam, waren sie fast logischerweise froh, die Schuld auf andere abwälzen zu können. Die Dorfbewohner, beständig in Angst vor einer möglichen Bedrohung ihrer religiösen Gemeinschaft durch dunkle Mächte, waren wiederum froh, eine Erklärung für die mysteriösen &amp;quot;Krankheiten&amp;quot; der Kinder gefunden zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
150-300 Personen wurden auf die Aussagen der Mädchen hin verhaftet, 30 davon zum Tode verurteilt. 19 wurden gehängt, einer zu Tode gefoltert, vier starben im Gefängnis. Etliche legten ein falsches Geständnis ab, um ihr Leben zu retten. Die anderen wurden später begnadigt, nachdem der Gouverneur aufgrund zunehmender Kritik an der Beweisführung ein neues Gericht einberufen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der Mädchen leisteten öffentlich Abbitte, ebenso Pastor Hale. Elizabeth Proctor heiratete noch einmal; Abigail Williams tauchte angeblich später in Boston als Prostituierte auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im Jahre 1711, als die Kinder der Opfer schon herangewachsen waren, wurde eine materielle Entschädigung von ca. £600 bewilligt, wovon John Proctors Familie mit £150 den höchsten Einzelanteil erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographische Bezüge ==&lt;br /&gt;
Arthur Miller, 1915 als Sohn eines jüdischen Einwanderers in New York geboren, wurde nachhaltig geprägt durch die Depressionszeit der 30erJahre, nachdem die Textilfabrik des Vaters ruiniert worden war. Diese Erfahrung und seine jüdische Erziehung weckten Millers kritisches Bewusstsein. 1947 gelang ihm der Durchbruch am Broadway mit dem Drama All My Sons (Alle meine Söhne). Zentrale Themen wie die Konfrontation mit der Lebenslüge, der Vater-Sohn-Konflikt und die mit beidem verknüpfte Verdrängung persönlicher und gesellschaftlicher Verantwortung wurden in Death of a Salesman (Tod eines Handlungsreisenden) wieder aufgenommen, für das Miller 1949 u.a. den Pulitzer-Preis erhielt. 1953 erschien The Crucible (Hexenjagd), nachdem sich Miller intensiv mit der Thematik und den real-historischen Ereignissen befasst hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hexenjagd ist ein Stück über den Hexenwahn in der frühen Neuzeit, aber es ist auch ein Stück über gesellschaftliche Erscheinungen, die in unserer Zeit immer wieder auftreten können. Es wendet sich gegen Angst und Massenwahn, gegen Denunziation, Gesinnungsschnüffelei und gegen den Missbrauch politischer Macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thematik des Stückes und soziales Engagement trugen dazu bei, dass Miller in den 50er Jahren zur Zeit des McCarthyismus als Amerikagegner verdächtigt wurde. Er sollte zur Aufdeckung antiamerikanischer Umtriebe Namen von Personen nennen, die an kommunistischen Schriftstellertreffen teilgenommen hätten. Er verweigerte die Aussage und wurde wegen &amp;quot;Missachtung des Kongresses&amp;quot; zu einer Gefängnis- und Geldstrafe verurteilt. Das Urteil wurde ein Jahr später aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
*[http://www.sdcoe.k12.ca.us/score/cruc/cructg.html The Crucible - Teacher&#039;s Guide] This unit, designed to supplement the teaching of The Crucible by Arthur Miller, consists of three activities that address the following three questions, respectively: What are the relationships between the characters of The Crucible? What contributed to the events leading up to the real witch trials of 1692? How do the political events of the 1950s contribute to our understanding of The Crucible?&lt;br /&gt;
*[http://www.metromagazine.com.au/metro/studyguides/files/Crucible.pdf The Crucible - Study Guide] Der Study Guide liefert Ideen und Fragestellungen zur Behandlung von Millers Stück und vor allem dessen Verfilmung von 1997 im Unterricht.&lt;br /&gt;
*[http://edsitement.neh.gov/view_lesson_plan.asp?id=440 Dramatizing History in Arthur Miller&#039;s The Crucible] This lesson plan&#039;s goal is to examine the ways in which Miller interpreted the facts of the witch trials and successfully dramatized them. Guiding Questions are: How well does history lend itself to art? In what ways do historical events lend themselves (or not) to dramatization? How does Arthur Miller use history to create a play that continues to speak to audiences today?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordamerikanische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Hexenjagd&amp;diff=3354</id>
		<title>Hexenjagd</title>
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		<updated>2007-11-28T09:38:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Hexenjagd&#039;&#039;&#039; (engl. Originaltitel The Crucible) ist ein Theaterstück des US-amerikanischen Dramatikers [[Arthur Miller]] aus dem Jahre 1952.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Hexenjagd spielt im Jahre 1692 in Salem, einer damals streng puritanischen Gemeinde im amerikanischen Staat Massachusetts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pastor Parris, der Geistliche des Ortes, hat seine Tochter Betty, seine Nichte Abigail Williams und einige andere Mädchen entdeckt, wie sie im Wald zu den Liedern der noch im Heidnischen verwurzelten schwarzen Sklavin Tituba tanzten. Er meint sogar, einige nackt gesehen zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der Kinder, Parris&#039; Tochter Betty und auch Ruth Putnam, scheinen sich nicht von dem Schock der Entdeckung zu erholen. Sie werden ohnmächtig und krank. Da die &amp;quot;Krankheiten&amp;quot; der Kinder nicht von Ärzten zu erklären sind, entsteht schnell das Gerücht von übernatürlichen Ereignissen, von Teufelsbeschwörung und Hexerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pastor Parris beauftragt Pastor Hale, einen Teufelsspezialisten, der Krankheit seiner Tochter auf den Grund zu gehen. Die Mädchen, allen voran Abigail, merken sehr schnell, dass sie sich selbst vor Strafe bewahren können, wenn sie andere beschuldigen, sie zu ihrem verbotenen Tun getrieben zu haben. Sie nennen wahllos Namen von Gemeindemitgliedern, die angeblich mit dem Teufel im Bund stehen, und das Verhängnis nimmt seinen Lauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Gericht treten die Mädchen als Zeuginnen auf und denunzieren an jedem Prozesstag neue angebliche Hexen, die daraufhin verhaftet werden. Der Bauer John Proctor durchschaut jedoch diese Lügen und warnt davor, den Anklagen der Mädchen Glauben zu schenken. Abigail jedoch, die auf Proctors Hof als Magd gedient und mit Proctor ein intimes Verhältnis gehabt hat, will Proctors Frau werden und bezichtigt Elizabeth Proctor der Hexerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Proctor versucht mit Hilfe seiner Magd Mary Warren, seine Frau zu retten und vor Gericht zu beweisen, dass Abigail und die Mädchen lügen. Anfangs gesteht Mary, dass das Verhalten der Mädchen Vortäuschung ist, doch unter dem Druck der Mädchen und einem neuen gespielten Anfall kann sie die Wahrheit nicht durchhalten. Sie beschuldigt nun Proctor, mit dem Teufel im Bund zu sein und sie zum Geständnis gezwungen zu haben. Proctor wird sofort verhaftet und zum Tod verurteilt. Er bekommt jedoch noch eine Chance, sein Leben zu retten: Er muss sein Bündnis mit dem Teufel eingestehen. Doch kann er es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, sein Leben für eine Lüge zu erkaufen. Somit ist sein Schicksal besiegelt...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verhängnisvolle Eigendynamik der Ereignisse zeigt sich auch besonders am Verhalten der kirchlichen Vertreter. Während Pastor Parris aus Angst um Ruf und Stellung den Geschehnissen tatenlos zusieht, reicht dem ehrenwerten Richter Danforth das angebliche Wissen der noch kindlichen Mädchen, um Menschen als Hexen anzunehmen und zu verurteilen. Nach Beginn und Verselbstständigung des Prozesses verharrt er in seiner starren Haltung und glaubt, nicht mehr zurück zu können. Seine Eitelkeit und Unfähigkeit, als Autoritätsperson seinen Irrtum einzugestehen, macht es ihm unmöglich, das Aburteilen von unschuldigen Bürgern zu beenden. Nur Pastor Hale kommt zur Einsicht und versucht Leben zu retten, doch er muss verzweifelt erkennen, dass der Wahn stärker ist als alle Vernunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historischer Hintergrund und Aktualität des Stückes ==&lt;br /&gt;
Das Stück Hexenjagd basiert auf tatsächlichen Ereignissen; die Figuren der historischen Hexenverfolgung hat Miller namentlich übernommen. Miller schrieb das Stück als Kommentar auf die Kommunistenjagd in der McCarthy-Ära und konnte eine Verfilmung realisieren, die mit Unterstützung Jean-Paul Sartres (als Drehbuchautor) und der DDR-Produktionsfirma DEFA entstand und mit damals der Kommunistischen Partei Frankreichs nahestehenden Stars besetzt wurde: Mylène Demongeot (Abigail), Yves Montand (John) und Simone Signoret (Elizabeth).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner von Salem im Jahre 1692 sind Nachfahren der Pilgrim Fathers, englische Puritaner, die im Jahre 1620 an Bord der Mayflower nach Amerika emigrierten. Nach puritanischem Glauben war das Leben kein Vergnügen, sondern harte Arbeit. Jegliche Vergnügungen wie Feiern, Tanzen oder selbst Bücherlesen waren verboten. Die Bibel bestimmte das Handeln der Menschen. Der Glaube half ihnen, das schwere Leben in einem unbekannten, bedrohlichen Land durchzustehen, aber sie waren auch fanatisch darauf bedacht, ihr &amp;quot;Neues Jerusalem&amp;quot;, das sie aufbauen wollten, nicht durch &amp;quot;falsche&amp;quot; Wege und trügerische Gedanken zu entehren und zu verderben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Salemer&amp;quot;, so Miller, &amp;quot;errichteten für hohe Ziele eine Theokratie, eine Kombination von staatlicher und religiöser Macht, deren Funktion es war, die Gemeinschaft zusammenzuhalten und jegliche Uneinigkeit zu verhindern.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mädchen, die heimlich, teilweise nackt, im Wald tanzten, wussten, dass ihr verbotenes Tun extreme Strafen nach sich ziehen konnte (z.B. Auspeitschen). So täuschten sie Anfälle vor, um der Bestrafung zu entgehen, und, als das Gerücht von Hexerei aufkam, waren sie fast logischerweise froh, die Schuld auf andere abwälzen zu können. Die Dorfbewohner, beständig in Angst vor einer möglichen Bedrohung ihrer religiösen Gemeinschaft durch dunkle Mächte, waren wiederum froh, eine Erklärung für die mysteriösen &amp;quot;Krankheiten&amp;quot; der Kinder gefunden zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
150-300 Personen wurden auf die Aussagen der Mädchen hin verhaftet, 30 davon zum Tode verurteilt. 19 wurden gehängt, einer zu Tode gefoltert, vier starben im Gefängnis. Etliche legten ein falsches Geständnis ab, um ihr Leben zu retten. Die anderen wurden später begnadigt, nachdem der Gouverneur aufgrund zunehmender Kritik an der Beweisführung ein neues Gericht einberufen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der Mädchen leisteten öffentlich Abbitte, ebenso Pastor Hale. Elizabeth Proctor heiratete noch einmal; Abigail Williams tauchte angeblich später in Boston als Prostituierte auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im Jahre 1711, als die Kinder der Opfer schon herangewachsen waren, wurde eine materielle Entschädigung von ca. £600 bewilligt, wovon John Proctors Familie mit £150 den höchsten Einzelanteil erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographische Bezüge ==&lt;br /&gt;
Arthur Miller, 1915 als Sohn eines jüdischen Einwanderers in New York geboren, wurde nachhaltig geprägt durch die Depressionszeit der 30erJahre, nachdem die Textilfabrik des Vaters ruiniert worden war. Diese Erfahrung und seine jüdische Erziehung weckten Millers kritisches Bewusstsein. 1947 gelang ihm der Durchbruch am Broadway mit dem Drama All My Sons (Alle meine Söhne). Zentrale Themen wie die Konfrontation mit der Lebenslüge, der Vater-Sohn-Konflikt und die mit beidem verknüpfte Verdrängung persönlicher und gesellschaftlicher Verantwortung wurden in Death of a Salesman (Tod eines Handlungsreisenden) wieder aufgenommen, für das Miller 1949 u.a. den Pulitzer-Preis erhielt. 1953 erschien The Crucible (Hexenjagd), nachdem sich Miller intensiv mit der Thematik und den real-historischen Ereignissen befasst hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hexenjagd ist ein Stück über den Hexenwahn in der frühen Neuzeit, aber es ist auch ein Stück über gesellschaftliche Erscheinungen, die in unserer Zeit immer wieder auftreten können. Es wendet sich gegen Angst und Massenwahn, gegen Denunziation, Gesinnungsschnüffelei und gegen den Missbrauch politischer Macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thematik des Stückes und soziales Engagement trugen dazu bei, dass Miller in den 50er Jahren zur Zeit des McCarthyismus als Amerikagegner verdächtigt wurde. Er sollte zur Aufdeckung antiamerikanischer Umtriebe Namen von Personen nennen, die an kommunistischen Schriftstellertreffen teilgenommen hätten. Er verweigerte die Aussage und wurde wegen &amp;quot;Missachtung des Kongresses&amp;quot; zu einer Gefängnis- und Geldstrafe verurteilt. Das Urteil wurde ein Jahr später aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
*[http://www.sdcoe.k12.ca.us/score/cruc/cructg.html The Crucible - Teacher&#039;s Guide] This unit, designed to supplement the teaching of The Crucible by Arthur Miller, consists of three activities that address the following three questions, respectively: What are the relationships between the characters of The Crucible? What contributed to the events leading up to the real witch trials of 1692? How do the political events of the 1950s contribute to our understanding of The Crucible?&lt;br /&gt;
*[http://www.metromagazine.com.au/metro/studyguides/files/Crucible.pdf The Crucible - Study Guide] Der Study Guide liefert Ideen und Fragestellungen zur Behandlung von Millers Stück und vor allem dessen Verfilmung von 1997 im Unterricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordamerikanische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Hexenjagd&amp;diff=3353</id>
		<title>Hexenjagd</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Hexenjagd&amp;diff=3353"/>
		<updated>2007-11-28T09:28:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Hexenjagd&#039;&#039;&#039; (engl. Originaltitel The Crucible) ist ein Theaterstück des US-amerikanischen Dramatikers [[Arthur Miller]] aus dem Jahre 1952.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Hexenjagd spielt im Jahre 1692 in Salem, einer damals streng puritanischen Gemeinde im amerikanischen Staat Massachusetts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pastor Parris, der Geistliche des Ortes, hat seine Tochter Betty, seine Nichte Abigail Williams und einige andere Mädchen entdeckt, wie sie im Wald zu den Liedern der noch im Heidnischen verwurzelten schwarzen Sklavin Tituba tanzten. Er meint sogar, einige nackt gesehen zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der Kinder, Parris&#039; Tochter Betty und auch Ruth Putnam, scheinen sich nicht von dem Schock der Entdeckung zu erholen. Sie werden ohnmächtig und krank. Da die &amp;quot;Krankheiten&amp;quot; der Kinder nicht von Ärzten zu erklären sind, entsteht schnell das Gerücht von übernatürlichen Ereignissen, von Teufelsbeschwörung und Hexerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pastor Parris beauftragt Pastor Hale, einen Teufelsspezialisten, der Krankheit seiner Tochter auf den Grund zu gehen. Die Mädchen, allen voran Abigail, merken sehr schnell, dass sie sich selbst vor Strafe bewahren können, wenn sie andere beschuldigen, sie zu ihrem verbotenen Tun getrieben zu haben. Sie nennen wahllos Namen von Gemeindemitgliedern, die angeblich mit dem Teufel im Bund stehen, und das Verhängnis nimmt seinen Lauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Gericht treten die Mädchen als Zeuginnen auf und denunzieren an jedem Prozesstag neue angebliche Hexen, die daraufhin verhaftet werden. Der Bauer John Proctor durchschaut jedoch diese Lügen und warnt davor, den Anklagen der Mädchen Glauben zu schenken. Abigail jedoch, die auf Proctors Hof als Magd gedient und mit Proctor ein intimes Verhältnis gehabt hat, will Proctors Frau werden und bezichtigt Elizabeth Proctor der Hexerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Proctor versucht mit Hilfe seiner Magd Mary Warren, seine Frau zu retten und vor Gericht zu beweisen, dass Abigail und die Mädchen lügen. Anfangs gesteht Mary, dass das Verhalten der Mädchen Vortäuschung ist, doch unter dem Druck der Mädchen und einem neuen gespielten Anfall kann sie die Wahrheit nicht durchhalten. Sie beschuldigt nun Proctor, mit dem Teufel im Bund zu sein und sie zum Geständnis gezwungen zu haben. Proctor wird sofort verhaftet und zum Tod verurteilt. Er bekommt jedoch noch eine Chance, sein Leben zu retten: Er muss sein Bündnis mit dem Teufel eingestehen. Doch kann er es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, sein Leben für eine Lüge zu erkaufen. Somit ist sein Schicksal besiegelt...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verhängnisvolle Eigendynamik der Ereignisse zeigt sich auch besonders am Verhalten der kirchlichen Vertreter. Während Pastor Parris aus Angst um Ruf und Stellung den Geschehnissen tatenlos zusieht, reicht dem ehrenwerten Richter Danforth das angebliche Wissen der noch kindlichen Mädchen, um Menschen als Hexen anzunehmen und zu verurteilen. Nach Beginn und Verselbstständigung des Prozesses verharrt er in seiner starren Haltung und glaubt, nicht mehr zurück zu können. Seine Eitelkeit und Unfähigkeit, als Autoritätsperson seinen Irrtum einzugestehen, macht es ihm unmöglich, das Aburteilen von unschuldigen Bürgern zu beenden. Nur Pastor Hale kommt zur Einsicht und versucht Leben zu retten, doch er muss verzweifelt erkennen, dass der Wahn stärker ist als alle Vernunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historischer Hintergrund und Aktualität des Stückes ==&lt;br /&gt;
Das Stück Hexenjagd basiert auf tatsächlichen Ereignissen; die Figuren der historischen Hexenverfolgung hat Miller namentlich übernommen. Miller schrieb das Stück als Kommentar auf die Kommunistenjagd in der McCarthy-Ära und konnte eine Verfilmung realisieren, die mit Unterstützung Jean-Paul Sartres (als Drehbuchautor) und der DDR-Produktionsfirma DEFA entstand und mit damals der Kommunistischen Partei Frankreichs nahestehenden Stars besetzt wurde: Mylène Demongeot (Abigail), Yves Montand (John) und Simone Signoret (Elizabeth).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner von Salem im Jahre 1692 sind Nachfahren der Pilgrim Fathers, englische Puritaner, die im Jahre 1620 an Bord der Mayflower nach Amerika emigrierten. Nach puritanischem Glauben war das Leben kein Vergnügen, sondern harte Arbeit. Jegliche Vergnügungen wie Feiern, Tanzen oder selbst Bücherlesen waren verboten. Die Bibel bestimmte das Handeln der Menschen. Der Glaube half ihnen, das schwere Leben in einem unbekannten, bedrohlichen Land durchzustehen, aber sie waren auch fanatisch darauf bedacht, ihr &amp;quot;Neues Jerusalem&amp;quot;, das sie aufbauen wollten, nicht durch &amp;quot;falsche&amp;quot; Wege und trügerische Gedanken zu entehren und zu verderben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Salemer&amp;quot;, so Miller, &amp;quot;errichteten für hohe Ziele eine Theokratie, eine Kombination von staatlicher und religiöser Macht, deren Funktion es war, die Gemeinschaft zusammenzuhalten und jegliche Uneinigkeit zu verhindern.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mädchen, die heimlich, teilweise nackt, im Wald tanzten, wussten, dass ihr verbotenes Tun extreme Strafen nach sich ziehen konnte (z.B. Auspeitschen). So täuschten sie Anfälle vor, um der Bestrafung zu entgehen, und, als das Gerücht von Hexerei aufkam, waren sie fast logischerweise froh, die Schuld auf andere abwälzen zu können. Die Dorfbewohner, beständig in Angst vor einer möglichen Bedrohung ihrer religiösen Gemeinschaft durch dunkle Mächte, waren wiederum froh, eine Erklärung für die mysteriösen &amp;quot;Krankheiten&amp;quot; der Kinder gefunden zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
150-300 Personen wurden auf die Aussagen der Mädchen hin verhaftet, 30 davon zum Tode verurteilt. 19 wurden gehängt, einer zu Tode gefoltert, vier starben im Gefängnis. Etliche legten ein falsches Geständnis ab, um ihr Leben zu retten. Die anderen wurden später begnadigt, nachdem der Gouverneur aufgrund zunehmender Kritik an der Beweisführung ein neues Gericht einberufen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der Mädchen leisteten öffentlich Abbitte, ebenso Pastor Hale. Elizabeth Proctor heiratete noch einmal; Abigail Williams tauchte angeblich später in Boston als Prostituierte auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im Jahre 1711, als die Kinder der Opfer schon herangewachsen waren, wurde eine materielle Entschädigung von ca. £600 bewilligt, wovon John Proctors Familie mit £150 den höchsten Einzelanteil erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographische Bezüge ==&lt;br /&gt;
Arthur Miller, 1915 als Sohn eines jüdischen Einwanderers in New York geboren, wurde nachhaltig geprägt durch die Depressionszeit der 30erJahre, nachdem die Textilfabrik des Vaters ruiniert worden war. Diese Erfahrung und seine jüdische Erziehung weckten Millers kritisches Bewusstsein. 1947 gelang ihm der Durchbruch am Broadway mit dem Drama All My Sons (Alle meine Söhne). Zentrale Themen wie die Konfrontation mit der Lebenslüge, der Vater-Sohn-Konflikt und die mit beidem verknüpfte Verdrängung persönlicher und gesellschaftlicher Verantwortung wurden in Death of a Salesman (Tod eines Handlungsreisenden) wieder aufgenommen, für das Miller 1949 u.a. den Pulitzer-Preis erhielt. 1953 erschien The Crucible (Hexenjagd), nachdem sich Miller intensiv mit der Thematik und den real-historischen Ereignissen befasst hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hexenjagd ist ein Stück über den Hexenwahn in der frühen Neuzeit, aber es ist auch ein Stück über gesellschaftliche Erscheinungen, die in unserer Zeit immer wieder auftreten können. Es wendet sich gegen Angst und Massenwahn, gegen Denunziation, Gesinnungsschnüffelei und gegen den Missbrauch politischer Macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thematik des Stückes und soziales Engagement trugen dazu bei, dass Miller in den 50er Jahren zur Zeit des McCarthyismus als Amerikagegner verdächtigt wurde. Er sollte zur Aufdeckung antiamerikanischer Umtriebe Namen von Personen nennen, die an kommunistischen Schriftstellertreffen teilgenommen hätten. Er verweigerte die Aussage und wurde wegen &amp;quot;Missachtung des Kongresses&amp;quot; zu einer Gefängnis- und Geldstrafe verurteilt. Das Urteil wurde ein Jahr später aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
*[http://www.sdcoe.k12.ca.us/score/cruc/cructg.html The Crucible - Teacher&#039;s Guide] This unit, designed to supplement the teaching of The Crucible by Arthur Miller, consists of three activities that address the following three questions, respectively: What are the relationships between the characters of The Crucible? What contributed to the events leading up to the real witch trials of 1692? How do the political events of the 1950s contribute to our understanding of The Crucible?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordamerikanische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Hexenjagd&amp;diff=3352</id>
		<title>Hexenjagd</title>
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		<updated>2007-11-28T09:16:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Hexenjagd&#039;&#039;&#039; (engl. Originaltitel The Crucible) ist ein Theaterstück des US-amerikanischen Dramatikers [[Arthur Miller]] aus dem Jahre 1952.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Hexenjagd spielt im Jahre 1692 in Salem, einer damals streng puritanischen Gemeinde im amerikanischen Staat Massachusetts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pastor Parris, der Geistliche des Ortes, hat seine Tochter Betty, seine Nichte Abigail Williams und einige andere Mädchen entdeckt, wie sie im Wald zu den Liedern der noch im Heidnischen verwurzelten schwarzen Sklavin Tituba tanzten. Er meint sogar, einige nackt gesehen zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der Kinder, Parris&#039; Tochter Betty und auch Ruth Putnam, scheinen sich nicht von dem Schock der Entdeckung zu erholen. Sie werden ohnmächtig und krank. Da die &amp;quot;Krankheiten&amp;quot; der Kinder nicht von Ärzten zu erklären sind, entsteht schnell das Gerücht von übernatürlichen Ereignissen, von Teufelsbeschwörung und Hexerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pastor Parris beauftragt Pastor Hale, einen Teufelsspezialisten, der Krankheit seiner Tochter auf den Grund zu gehen. Die Mädchen, allen voran Abigail, merken sehr schnell, dass sie sich selbst vor Strafe bewahren können, wenn sie andere beschuldigen, sie zu ihrem verbotenen Tun getrieben zu haben. Sie nennen wahllos Namen von Gemeindemitgliedern, die angeblich mit dem Teufel im Bund stehen, und das Verhängnis nimmt seinen Lauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Gericht treten die Mädchen als Zeuginnen auf und denunzieren an jedem Prozesstag neue angebliche Hexen, die daraufhin verhaftet werden. Der Bauer John Proctor durchschaut jedoch diese Lügen und warnt davor, den Anklagen der Mädchen Glauben zu schenken. Abigail jedoch, die auf Proctors Hof als Magd gedient und mit Proctor ein intimes Verhältnis gehabt hat, will Proctors Frau werden und bezichtigt Elizabeth Proctor der Hexerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Proctor versucht mit Hilfe seiner Magd Mary Warren, seine Frau zu retten und vor Gericht zu beweisen, dass Abigail und die Mädchen lügen. Anfangs gesteht Mary, dass das Verhalten der Mädchen Vortäuschung ist, doch unter dem Druck der Mädchen und einem neuen gespielten Anfall kann sie die Wahrheit nicht durchhalten. Sie beschuldigt nun Proctor, mit dem Teufel im Bund zu sein und sie zum Geständnis gezwungen zu haben. Proctor wird sofort verhaftet und zum Tod verurteilt. Er bekommt jedoch noch eine Chance, sein Leben zu retten: Er muss sein Bündnis mit dem Teufel eingestehen. Doch kann er es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, sein Leben für eine Lüge zu erkaufen. Somit ist sein Schicksal besiegelt...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verhängnisvolle Eigendynamik der Ereignisse zeigt sich auch besonders am Verhalten der kirchlichen Vertreter. Während Pastor Parris aus Angst um Ruf und Stellung den Geschehnissen tatenlos zusieht, reicht dem ehrenwerten Richter Danforth das angebliche Wissen der noch kindlichen Mädchen, um Menschen als Hexen anzunehmen und zu verurteilen. Nach Beginn und Verselbstständigung des Prozesses verharrt er in seiner starren Haltung und glaubt, nicht mehr zurück zu können. Seine Eitelkeit und Unfähigkeit, als Autoritätsperson seinen Irrtum einzugestehen, macht es ihm unmöglich, das Aburteilen von unschuldigen Bürgern zu beenden. Nur Pastor Hale kommt zur Einsicht und versucht Leben zu retten, doch er muss verzweifelt erkennen, dass der Wahn stärker ist als alle Vernunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historischer Hintergrund und Aktualität des Stückes ==&lt;br /&gt;
Das Stück Hexenjagd basiert auf tatsächlichen Ereignissen; die Figuren der historischen Hexenverfolgung hat Miller namentlich übernommen. Miller schrieb das Stück als Kommentar auf die Kommunistenjagd in der McCarthy-Ära und konnte eine Verfilmung realisieren, die mit Unterstützung Jean-Paul Sartres (als Drehbuchautor) und der DDR-Produktionsfirma DEFA entstand und mit damals der Kommunistischen Partei Frankreichs nahestehenden Stars besetzt wurde: Mylène Demongeot (Abigail), Yves Montand (John) und Simone Signoret (Elizabeth).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner von Salem im Jahre 1692 sind Nachfahren der Pilgrim Fathers, englische Puritaner, die im Jahre 1620 an Bord der Mayflower nach Amerika emigrierten. Nach puritanischem Glauben war das Leben kein Vergnügen, sondern harte Arbeit. Jegliche Vergnügungen wie Feiern, Tanzen oder selbst Bücherlesen waren verboten. Die Bibel bestimmte das Handeln der Menschen. Der Glaube half ihnen, das schwere Leben in einem unbekannten, bedrohlichen Land durchzustehen, aber sie waren auch fanatisch darauf bedacht, ihr &amp;quot;Neues Jerusalem&amp;quot;, das sie aufbauen wollten, nicht durch &amp;quot;falsche&amp;quot; Wege und trügerische Gedanken zu entehren und zu verderben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Salemer&amp;quot;, so Miller, &amp;quot;errichteten für hohe Ziele eine Theokratie, eine Kombination von staatlicher und religiöser Macht, deren Funktion es war, die Gemeinschaft zusammenzuhalten und jegliche Uneinigkeit zu verhindern.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mädchen, die heimlich, teilweise nackt, im Wald tanzten, wussten, dass ihr verbotenes Tun extreme Strafen nach sich ziehen konnte (z.B. Auspeitschen). So täuschten sie Anfälle vor, um der Bestrafung zu entgehen, und, als das Gerücht von Hexerei aufkam, waren sie fast logischerweise froh, die Schuld auf andere abwälzen zu können. Die Dorfbewohner, beständig in Angst vor einer möglichen Bedrohung ihrer religiösen Gemeinschaft durch dunkle Mächte, waren wiederum froh, eine Erklärung für die mysteriösen &amp;quot;Krankheiten&amp;quot; der Kinder gefunden zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
150-300 Personen wurden auf die Aussagen der Mädchen hin verhaftet, 30 davon zum Tode verurteilt. 19 wurden gehängt, einer zu Tode gefoltert, vier starben im Gefängnis. Etliche legten ein falsches Geständnis ab, um ihr Leben zu retten. Die anderen wurden später begnadigt, nachdem der Gouverneur aufgrund zunehmender Kritik an der Beweisführung ein neues Gericht einberufen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der Mädchen leisteten öffentlich Abbitte, ebenso Pastor Hale. Elizabeth Proctor heiratete noch einmal; Abigail Williams tauchte angeblich später in Boston als Prostituierte auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im Jahre 1711, als die Kinder der Opfer schon herangewachsen waren, wurde eine materielle Entschädigung von ca. £600 bewilligt, wovon John Proctors Familie mit £150 den höchsten Einzelanteil erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographische Bezüge ==&lt;br /&gt;
Arthur Miller, 1915 als Sohn eines jüdischen Einwanderers in New York geboren, wurde nachhaltig geprägt durch die Depressionszeit der 30erJahre, nachdem die Textilfabrik des Vaters ruiniert worden war. Diese Erfahrung und seine jüdische Erziehung weckten Millers kritisches Bewusstsein. 1947 gelang ihm der Durchbruch am Broadway mit dem Drama All My Sons (Alle meine Söhne). Zentrale Themen wie die Konfrontation mit der Lebenslüge, der Vater-Sohn-Konflikt und die mit beidem verknüpfte Verdrängung persönlicher und gesellschaftlicher Verantwortung wurden in Death of a Salesman (Tod eines Handlungsreisenden) wieder aufgenommen, für das Miller 1949 u.a. den Pulitzer-Preis erhielt. 1953 erschien The Crucible (Hexenjagd), nachdem sich Miller intensiv mit der Thematik und den real-historischen Ereignissen befasst hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hexenjagd ist ein Stück über den Hexenwahn in der frühen Neuzeit, aber es ist auch ein Stück über gesellschaftliche Erscheinungen, die in unserer Zeit immer wieder auftreten können. Es wendet sich gegen Angst und Massenwahn, gegen Denunziation, Gesinnungsschnüffelei und gegen den Missbrauch politischer Macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thematik des Stückes und soziales Engagement trugen dazu bei, dass Miller in den 50er Jahren zur Zeit des McCarthyismus als Amerikagegner verdächtigt wurde. Er sollte zur Aufdeckung antiamerikanischer Umtriebe Namen von Personen nennen, die an kommunistischen Schriftstellertreffen teilgenommen hätten. Er verweigerte die Aussage und wurde wegen &amp;quot;Missachtung des Kongresses&amp;quot; zu einer Gefängnis- und Geldstrafe verurteilt. Das Urteil wurde ein Jahr später aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordamerikanische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Hamlet&amp;diff=3351</id>
		<title>Hamlet</title>
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		<updated>2007-11-28T09:13:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Hamlet, Prinz von Dänemark&#039;&#039;&#039; (engl. Hamlet, Prince of Denmark) ist eine der bekanntesten und meistaufgeführten Tragödien von [[William Shakespeare]]. Neben Sätzen wie Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage (To be, or not to be: that is the question), sind auch andere Zitate und Sprichwörter, wie: Etwas ist faul im Staate Dänemark (Something is rotten in the state of Denmark), weit bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprünge==&lt;br /&gt;
Ursprünglich ist die Geschichte von Hamlet der altnordischen Literatur zuzuschreiben. Vor allem der Däne Saxo Grammaticus mit seiner lateinisch verfassten Gesta Danorum ist hier als Chronist einer höchstwahrscheinlich nicht historischen Figur mit dem Namen Amlethus, dem Sohn des Horwendillus zu nennen. Aber auch in der altisländischen Ritter- bzw. Märchensaga mit dem Titel Amlóda Saga wird von der Geschichte ausführlich berichtet. Querbezüge zwischen beiden Quellen sind nicht auszuschließen. Je nach Fassung ist hier auch von der Ambales Saga die Rede. Außerdem gibt es Hinweise in der Skaldendichtung. Vor allem Saxos Text wurde in einer Vielzahl verschiedener und voneinander unabhängiger Kopien bis ins 16. Jahrhundert hinein immer wieder abgeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Prinz Hamlet, Thronfolger im Königreich Dänemark, kehrt von seinem Universitätsstudium in Wittenberg nach Helsingör zurück, um der Beerdigung seines Vaters, des Königs Hamlet, beizuwohnen, der angeblich an einem Schlangenbiss gestorben ist. Die Handlung setzt etwa zwei Monate nach dem Ableben von König Hamlet ein. In der Zwischenzeit, etwa zwei Monate nachdem sie verwitwet wird, heiratet Hamlets Mutter Gertrude den Bruder des verstorbenen Königs, Claudius, was nur die Melancholie des jungen Prinzen verstärkt, der seinen Vater abgöttisch geliebt hat.&lt;br /&gt;
[[Bild:HamletOpheliaIllustration.gif|thumb|200px|Hamlet und Ophelia]]&lt;br /&gt;
Von seinem Freund Horatio erfährt Hamlet, dass der Geist des verstorbenen Dänenkönigs nachts auf den Zinnen des Schlosses umhergehe. Hamlet arrangiert eine Begegnung mit der Spukgestalt, die ihm eröffnet, dass der alte König in Wirklichkeit von Claudius vergiftet wurde. Der Geist des alten Hamlet nimmt seinem Sohn das Versprechen ab, diesen Mord zu sühnen, die Mutter aber dabei zu schonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um seine Rache vorzubereiten, beschließt Hamlet, den Wahnsinnigen zu spielen. Hierunter leidet vor allem Ophelia, die Tochter von Polonius und Schwester von Laertes, die lange Zeit von Hamlet umworben wurde, jetzt aber von dem vermeintlich Wahnsinnigen schroff zurückgewiesen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ankunft einer Schauspielgruppe am Hofe gibt Hamlet die Möglichkeit, die zweifelhaften Anschuldigungen des Geistes auf ihre Richtigkeit zu prüfen: Hamlet lässt die Schauspieler den Königsmord nachspielen, Claudius bricht die Aufführung aufgebracht ab und Hamlet ist von der Schuld seines Onkels überzeugt. Bei einem anschließenden Gespräch mit seiner Mutter in deren Ankleidezimmer ersticht er – im Glauben, es handele sich um Claudius – Polonius, der sich hinter einem Vorhang versteckt hat. Claudius schickt seinen Neffen nach England. In einem geheimen Brief bittet er den englischen König um die Hinrichtung Hamlets. Bei einem Piratenüberfall gelingt dem Prinzen jedoch die Flucht und die Rückkehr nach Dänemark, wo er Zeuge der Beerdigung Ophelias wird, die nach dem Tod ihres Vaters selber wahnsinnig wurde und vermutlich Selbstmord begangen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laertes fordert Hamlet zum Duell – angeblich, um mit stumpfen Waffen gefahrlos die Kräfte zu messen. In Wirklichkeit will er aber Rache für den Tod des Vaters und der Schwester nehmen. Mit Claudius plant er eine Falle: Laertes&#039; Degen soll beim Zweikampf nicht nur gespitzt, sondern auch vergiftet sein. Zur Sicherheit hält Claudius eine giftige Perle bereit, mit der er einen &amp;quot;Erfrischungstrunk&amp;quot; für Hamlet präparieren kann. Beim Duell wird zunächst Hamlet mit dem giftigen Degen verletzt, Gertrude trinkt ahnungslos aus dem vergifteten Kelch auf das Wohl ihres Sohnes, Laertes und Hamlet tauschen im Eifer des Gefechts die Waffen, Laertes wird verletzt und so Opfer der eigenen Intrige. Sterbend offenbart er dem Kontrahenten das Komplott; Hamlet, seines Todes sicher, ersticht den Onkel und flößt ihm den Rest des vergifteten Weins ein, bevor er selber stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tode des Herrschergeschlechts wird Dänemark an Fortinbras, den König der Norweger, fallen, der es schon früher beansprucht hatte und nun mit seiner Armee auf Helsingör vorrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interpretation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1. Allegorisch-historische Interpretation===&lt;br /&gt;
Es soll versucht werden, das Drama aus seiner Zeit heraus zu verstehen. Das Hauptaugenmerk soll hierbei auf einer allegoretischen Deutung des Stückes liegen, um die Frage zu beantworten, wie das Stück ursprünglich gemeint gewesen sein könnte. Hiermit soll das Stück jedoch nicht zum rein allegorischen Stück erklärt werden. Hierdurch soll versucht werden, dem Stück etwas von seinem Rätselcharakter zu nehmen, den es durch spätere Interpretationen bekommen hat, vor allem seit dem späten 18. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 18. Jh. führt Shakespeare in Deutschland ein. Ein Werk wie geschaffen für das Bewusstsein der Versunkenheit einer Epoche (Goethe MuR 252): „reich an wundersamen Tropen, die aus personifizierten Begriffen entstehen …, weil zu Shakespeares Zeit alle Kunst von der Allegorie beherrscht wurde.“ Auch Schiller bewundert hier (1797): „die Kunst Symbole zu gebrauchen, wo die Natur nicht kann dargestellt werden“. Herder (1796): „Wie oft müssen wir über die wundersame Einfalt und Befangenheit jener Zeit lächeln.“ Und so fasst Goethe, im Namen einer neuen Zeit, Shakespeare zusammen mit den Alten, in den Begriff der Natur. In der konkreten Deutung aber, wo jene „wundersamen Tropen“ auf die Naturgewalt zu reimen waren, zog bald ein anderes Interesse vom Allegorischen ab. So meint Lessing (1767): „Shakespeares Gespenst … ist eine wirklich handelnde Person, an dessen Schicksale wir Anteil nehmen; es erregt Schauder aber auch Mitleid.“; ja die Erscheinung eines Verstorbenen war für Shakespeare überhaupt „eine ganz natürliche Begebenheit.“ Goethe sieht Hamlet als Menschen; nämlich einen höchst moralischen, der an einer ihm heiligen Pflicht zugrunde geht, die er „weder tragen noch abwerfen kann“ (1795/96). Und Schiller bestätigt ihm (1797): „Es ist mir aufgefallen, dass die Charaktere des griechischen Trauerspiels, mehr oder weniger, idealische Masken und keine eigentlichen Individuen sind, wie ich sie in Shakespeare und auch in ihren Stücken finde.“ Daher eben das höchste Interesse an Shakespeare und seinen Charakteren, besonders an Hamlet. Sein Werk war Brücke zur Antike. Denn nur er konnte sich an Größe neben den Alten behaupten und erschuf doch, so die Meinung, wirkliche Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Entwicklung der Mysterienspiele und Moralitäten zum Theater der elisabethanischen Zeit, verlieren die Allegorien augenscheinlich ihre Eindeutigkeit und der Zuschauer muss immer mehr selbständig erkennen, was eine Figur repräsentiert. Nach M. Pfister (1974) stehen dabei die Figuren schließlich: „zueinander in so komplexer und oft auch widersprüchlicher Relation, dass die intendierte Rezeptionsperspektive unbestimmt oder ambivalent bleibt. Der Entzug fertig vorgegebener Lösungen ist damit vollständig.“ Schwer beruht aber Erfolg und Größe der Bühne um 1600 darauf, dass sie den Menschen immer unnachvollziehbarer geworden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wohl plastischste Beispiel für den Übergang vom Mittelalter zur Renaissance ist die Vice-Figur. Der „Vice“ der Moralitäten verdrängt den leibhaftigen Teufel des Mysterienspiels. Sein Element ist die Intrige. Sein Fall steht außer Frage. So tragen Edmond und Jago überdeutlich Vice-Züge, aber auch Lady Macbeth, Shylock und Claudius entstammen diesem Geschlecht. Nur dass in ihnen die „grundlose Bosheit“ vermenschlicht als Nichttun was man besser weiß verwandelt wiederkehrt. Seine Taten beflügelt bald, bald vereitelt die zwielichtige Fortuna, die Shakespeare gern eine Hure nennt. Diesen Mächten entgegen treten die Naturgewalten. Himmel und Erde. Anne zu Gloster: “O, Erde! Die du dies Blut trinkst, räch seinen Mord! O, Himmel, schlag den Mörder tot mit deinem Blitz! Oder tu auf dich, Erde, und schling ihn schnell herab!“ Aus der Erde ruft der Geist von Hamlets Vater. Im Namen der Natur beschwört er seinen Sohn (1.5.81): „Hast du Natur in dir …“. Die Naturgewalt, die rein moralische, wirkt aber eben nichts als durch „Fleisch und Blut“. Hamlet, statt seiner Bitternis noch tiefer zu verfallen, scheint vielmehr an der Enthüllung des Verbrechens neu geboren: “Dein gedenken? Ja … dein Gebot, allein, soll leben … unvermischt mit niedren Dingen – ja, beim Himmel!“ (1.5.97)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als gleichzeitig Menschen und Werkzeuge sittlicher Ordnung haben sie ein Problem das Natur und Götter nicht haben. Denn während Apollon seinen Bogen spannt und die Totenfeuer in Menge brennen, macht ein Mensch: „der sich rächt, sich dem Schlechten gleich.” Aber, so Francis Bacon (1612) weiter „Manche, die sich rächen, zielen darauf ab, dass der andere wissen soll, woher die Rache kommt. Diese sind die Edleren. Denn die Genugtuung der Rache scheint nicht so sehr darin zu liegen, Schaden zuzufügen, als den Bösen zur Reue zu führen.“ Hamlet bewegt jedoch nichts eigentlich in diesem Sinne, denn er ist elementarer gemeint als Verführer zum Guten. Er erscheint an der Stelle der antiken Erinnyen, auch Maniai (soviel wie „Rasende“; „Wahnsinnige“). Ein dem Blut beim Mord des Uranus entsprungenes, im Hades hausendes Geschlecht, rastlos alles Unrecht, besonders Blutschuld und Mord, mit Wahnsinn und Tod strafend.&lt;br /&gt;
Hamlet, Horatio und Marcellus und der Geist des toten Vaters, Johann Heinrich Füssli, 1780 – 1785&lt;br /&gt;
Hamlet, Horatio und Marcellus und der Geist des toten Vaters, Johann Heinrich Füssli, 1780 – 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die griechischen Götter, die über die Tugend gesetzt sind (Zeus, Apollon, Athene, Dike, Artemis), erscheinen gerüstet. Ähnlich bewehrt wie die Moral um Zeus, tragen noch die altrömische Virtus (lat. Tugend, Mut, Ehre) und Minerva Brustharnisch, Helm, Schild, Schwert oder Lanze. Gerüstet von Kopf bis Fuß erscheint auch der Geist von Hamlets Vater und, ganz nach Art von Shakespeare die Antike menschlich gewandelt zuzuspitzen, mit einem Ausdruck: „mehr von Gram als Zorn“ (1.2.232). Auf diesen Zusammenhang bezieht sich auch die Deutung, wonach Shakespeare den Geist (the Ghost) im Sinne eines Wortspiels braucht, welches, genau wie im Deutschen, das volkstümliche Gespenst sowohl als den „Geist“ meint. Also Ausgeburt des Unwissens, sowohl als das Erwachen. Vergeblich stechen die Bürger, als treue aber beschränkte „Wachen“, nach dem „Geist“, vergeblich redet ihn der Schriftgelehrte an. Enthüllen kann sich nur der Vater dem Sohn. Der Sohn des „Geistes“ aber ist nach christlicher Allegorie die Tugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass eben das Gewissen, als Urgrund aller Tugend, „verrückt spielt“, also immer unkontrollierbar außer aller menschlichen Gewalt steht, gäbe einen tieferen Hinweis auf die scheinbar absurde, aber ausdrücklich bewusste Zurüstung Hamlets die Tat zu rächen: „wie seltsam ich mich auch benehmen mag, da mir vielleicht in Zukunft dienlich scheint, ein wunderliches Wesen [an antic disposition] anzunehmen.“ (1.5.170) Hört man weiter genau auf den Auftrag Hamlets – Geist: „Doch wie du immer diese Tat betreibst, befleck nicht deine Seele.“ („taint not thy mind“; 1.5.85) – dann kann man das Treiben seines „Wahnsinns” kaum weniger erfolgreich finden, als der Mörder Claudius, der es wissen muss: „Aus Liebe? Nein, das ist nicht seine Sache, und was er sprach, obwohl ein wenig wüst, war nicht wie Wahnsinn. In seiner Seele, lebt etwas, worauf die Schwermut brütet, und ich bezweifle nicht, dass von der Brut Gefahr uns droht.“; „Die Pflichten Unsrer Würde dulden nicht Gefahr so nah, wie hinter seiner Stirn sie stündlich uns erwächst.“; „Seine Freiheit droht aller Welt, Euch selbst, Uns, jedem andern.“ ; bis seine sich auswachsende Not den Mordplan fast wie Natur ableitet (4.4.65) „Wie hektisch Fieber rast er mir im Blut! Der Plan glückt oder es wird nichts mehr gut.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weniger als Mensch, der vor praktischen Sorgen steht, sondern als Allegorie scheint Hamlet mit den &amp;quot;Träumen&amp;quot; des berühmten Monologs einen Hinweis auf das Reich zu geben dem er abstammt. Shakespeare leitet denn auch fließend von der Herrschaft jenes „unentdeckten Landes“ (3.1.79), ins Zwiegespräch der Tugend mit der Liebe (Ophelia) über. An ihr, an der schuldigen Unschuld, wird es deutlich, dass Hamlets grausame Seite nur spiegelt - hier freilich nur die &amp;quot;alte Schuld&amp;quot; - nichts vergilt. Daß er vom „Geist“ und nicht vom „Fleisch“ kommt. In diesem Sinne dringt er später in die Mutter: „Kommt, kommt, setzt Euch, rührt Euch nicht! Ihr geht nicht, bis ich Euch den Spiegel zeige, worin Ihr Euer Innerstes erblickt.“ (3.4.18) Hierher gehört auch seine Anweisung des Schauspiels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unbestechlichkeit des Spiegels ist Gleichnis für unfehlbare Gerechtigkeit, die nicht vom Menschen kommt. Darum fällt die Tat, schicksalhaft, zurück auf den Täter; Oßrik: „Wie steht&#039;s um euch, Laertes?“ – „Wie eine Schnepfe in der eignen Schlinge, Oßrik. Gerechterweise sterb ich durch das Werkzeug meines eigenen Verrats.“(5.2.294) und „Der König bekommt sein Recht. Es ist ein Gift von seiner Hand gemischt.“ (5.2.315) Aristoteles gibt nicht zufällig an der sensibelsten Stelle seiner Poetik ein Beispiel dieser Art: „Die Dramen erhalten diesen Charakter [aus Schrecken und Mitgefühl] vor allem dadurch, dass die Ereignisse zwar aus dem inneren Zusammenhang, aber als seien sie [mehr durch das Wunderbare als das Wahrscheinliche] absichtlich herbeigeführt. So etwa als der Mörder des Mitys durch die Statue des Ermordeten erschlagen wird, die ihm in dem Augenblick auf den Kopf stürzt, als er sie betrachtete.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie sich nun aber Hamlets Tod und Fortinbras als Erbe auf höhere Gerechtigkeit reimen sollen, ist schwer erkennbar. Fortinbras ist keiner kleinen Zahl überhaupt ein unerhebliches Beiwerk Shakespeares oder sogar ein Versagen seiner Kunst. Die erste deutsche Aufführung (1773) ließ Hamlet leben und den Thron besteigen. Hier wirkt aber der Verfall des Allegorischen. Als war nicht schon das Urgleichnis des Christentums dies, dass Wahrheit durch Tod nicht fällt sondern verklärt zu – zeitloser. Und hier rächt sich eben der Begriff des &amp;quot;Tragischen&amp;quot;. Darum fiel es so schwer in Petruchio (Der Widerspenstigen Zähmung) und seinem seltsamen Gebaren, einen Vorgänger von Hamlet zu erkennen. Obwohl es selbst dem Tranius dämmert:„He hath some meaning in his mad attire“ und die Diener es begriffen haben; Nathaniel: “Peter, hast du so was je gesehn?“ – „Die behandelt er nach ihrer eigenen Manier.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sagenhafte Urform liegt dem Stück zugrunde. Denn es war einmal ein (nicht genannter) König, der hatte drei Söhne: Fortinbras, Claudius und Hamlet. Davon war der erste ehrsüchtig, heimtückisch der zweite, der dritte aber von der Art wie sie auf die Erde kaum gehört:„Ich werde seinesgleichen nicht mehr sehn.“(1.2.188) Am Ende besteigt die Heimtücke (Claudius) den Thron. Aber lange vorher, am Tag des Siegs von Hamlet über Fortinbras, wird „wie jeder Dummkopf weiß, der junge Hamlet geboren.“ (5.1.142) Hier setzt Shakespeare ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem festen Alten (Hamlets Vater) ist die neue Zeit (Claudius) heraufgezogen, gemein und schlecht. Die Tugend (Sohn Hamlet), die aus dem Vergleich der Zeiten lebt, wird schwermütig. Da offenbart ihr der „Geist“, alle Ahnungen mit einem Schlag erhellend: Das Neue, Schlechte ist kein rechtes Erbe. Es gründet auf Unrecht. Das gibt der Tugend ihre Bestimmung in der Welt, nämlich untrüglicher Spiegel des Herzens sein. Horatios (von lat. oratio: Rede; des Wortes mächtig) Zeugnis infiltriert das neue Reich (Fortinbras) bevor es ausgerufen. Horatio wird zeugen (5.2.372):„von Taten die, verfehlt, zurückgefallen auf die Erfinder“. Das scheint nicht viel. Besonders nicht für einen modernen Geist der hier nach ganz anderem sucht, das ihm das Werk wertvoll machen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Moral aller Werke Shakespeares hat den Hintergrund der Reformation und Gegenreformation. So trägt Hamlets Hereinschlagen mit der Erbschuld (3.1.109-148) reformatorische Züge. Aber Hamlet ist nicht Lehre Luthers, sondern umgekehrt, heißt Shakespeare auffassen als:„so tiefen Beobachter krankhafter Seelenzustände“ (W. Dilthey 1878), dass hier ein Meister auf die Problematik der lutherschen Lehre schaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rückgriff auf die Antike war der Renaissance nicht, wie Verfallsepochen, Sorge um Größe. Antike war hier Rückhalt in der Bestimmung des festen Punktes, über dem die Gerechtigkeit Gottes dem Leiden Sinn gab und noch dem „Fußtritt gegen schweigendes Verdienst“(3.1.73) leuchten musste. Während aber die Reformation die „guten Werke“ mit soviel Verstand zur Tür hinausjagt, sind sie wie ein Gespenst wieder herein und sitzen feist zu Tisch. Denn der Zahltag soll noch immer der jüngste Tag sein - und was soll sich dort auszahlen, wenn nicht die &amp;quot;guten Werke&amp;quot;? Der Glaube bleibt außerhalb der Erfahrung, die Gegenreformation hat ihren Ausgangspunkt. Darum findet Luther in keiner Vorstellung des ewigen Lebens Frieden: „Ich gedenk ihm oft nach, aber ich vermag mir nicht vorzustellen, womit wir doch die Zeit werden zubringen, da dort keine Veränderung, kein Essen und kein Trinken und keine Arbeit sein wird.“ Das sind vielmehr als ewige Freuden die Strafen der Hölle. Ist das so, dann könnte hier der eigentümliche Grund sein, warum Fortinbras das Reich erbt, der kaum anders als sein Vater ist, durch den wohl keine Zeit in keine Fugen je wieder einrenkt und nicht Hamlet, der „währ er hinaufgelangt, unfehlbar sich hätte höchst königlich bewährt“. (5.2.385)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was macht den Hamlet so einzig unter Shakespeares Figuren? Man empfindet, dass er ganz modern, ganz „von heute“ war, als ihn Shakespeare schuf.“ … „An der Handlung der Tragödie ist nichts Besonderes zu erklären“. So, exemplarisch, die Sicht Schlegels, die mehr oder weniger die klassische geworden ist. Ganz anders freilich die Empfindung, wo dann einmal Shakespeare so unausweichlich redet, ohne aber, dass sich noch die liebsten Ideen in ihm spiegeln lassen. Nur aber eben das Engagement, das Wissen und die Sensibilität eines Schlegel konnten hier den Epilog des Prospero nicht als irgendeine Konvention abtun:„Es ist erschütternd, dass der Dichter, der den Menschen aus dem Mittelalter völlig herausgelöst, … zu alleiniger Verantwortlichkeit seiner Taten erhöht hat, dass der Dichter, der nicht altern kann, solange Europa lebt, von seinem Werke mit der demütigen Gebetformel Abschied nimmt, mit der sich vor ihm die unbekannten Verfasser von frommen Passionsspielen der göttlichen Gnade zu empfehlen pflegten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Konkret-historische Interpretation===&lt;br /&gt;
Während der obige, in sich gelungene und umfassende Interpretationsansatz Hamlet zwar in seiner historischen Situation verorten will, dann aber nur abstrakt-ideelle Begriffe für die Personen des Stückes liefert (Claudius = die Heimtücke, Hamlet = die Tugend) versucht eine zweite Heransgehensweise, das Stück &amp;quot;Hamlet&amp;quot; als Ausdruck von Shakespeares Haltung zu seiner konkreten Lebenswelt zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptvertreter dieser Richtung sind Robert Weimann, André Müller sen. und Peter Hacks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einer Konfrontation abstrakter Prinzipien wie Tugend und Heimtücke, die quasi nur zufällig von den zuständigen Figuren des Stücks repräsentiert werden, wendet sich diese Sicht auf das Drama hin zu konkreten Fragen zu den Bedingungen der Handlung. So lautet eine Frage, die die unter &amp;quot;1.&amp;quot; vertretene Position in mehreren hundert Jahren Forschung noch nie aufgeworfen, geschweige denn beantwortet hat: Wie alt ist Hamlet? Die idealistische Position stellt diese Frage nicht, weil &amp;quot;die Tugend&amp;quot; kein Alter hat. Hamlet aber hat ein Alter. Shakespeare sagt, dass Hamlet just am Tag des Auftakts 30 Jahre alt ist (V, 1 und I,1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historisch-konkrete Interpretation des Stücks sieht die Handelnden in konkreten gesellschaftlichen Umständen verortet, statt in abstrakten Prinzipien. Die Handelnden handeln aus Gründen, nicht aus Kategorien. Claudius ist nicht, wie unter &amp;quot;1.&amp;quot;, &amp;quot;die Heimtücke&amp;quot;, sondern ein Herrscher mit Motiven: &amp;quot;Die feudal‑patriarchalische Ordnung löst sich langsam auf. Das Bürgertum erstarkt und gewinnt an Einfluß. Der Hof wird immer mehr zum Mittelpunkt der Nation. Die Zeit ist reif und drängt auf die Herausbildung eines absoluten Königtums, das die Einheit und Wohlfahrt der Nation gegenüber den feudal‑partikularistischen Kräften im Innern und der feudalen Reaktion des Auslandes behaupten kann. Es ist eine Zeit des Umbruchs. Neue Ideen sind aufgekommen und liegen im erbitterten Streit mit alten. Bewährte Verhaltensweisen stehen gegen unerprobte. Das ganze Land befindet sich in einer Gärung. Es sind nicht nur Hamlets private Konflikte, die ihn sagen lassen: &amp;gt; Die Zeit ist aus den Fugen ...&amp;lt; (I, 5).&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Claudius widersetzt sich dem Krieg mit Norwegen. &amp;quot;So schurkisch seine Taten auch sind, er war vor das Problem gestellt, seine vernünftige Politik nur auf dem Weg über einen Mord praktizieren zu können, der einen weiteren Mord bedingt [der Beseitigung Hamlets als Konkurrent um den Thron], vor dem er zurückscheut, weil er die Liebe zu einer Frau nicht verlieren will, ohne die ihm Macht, Krone und Vernunft wertlos erscheinen. Ein anderer Grund, höchst widerspruchsvoll, ist: Claudius mag Hamlet, obwohl er in ihm eine ständige Gefahr sieht. Hamlets Ansichten von der Welt sind den seinen seltsam fremd und verwandt zugleich. Hamlets neue Humanität, seine neue Vernunft, seine Innerlichkeit, seine Sensibilität, überhaupt all die Lehren, die Hamlet in Wittenberg erworben hat, sind ihm nicht unsympathisch. Diese Lehren entsprechen den Bedürfnissen einer neuen Zeit. Claudius hat lange genug abseits gestanden, sein Verstand hatte Zeit, sich mit den neuen Ideen vertraut zu machen, derweil der alte Hamlet auf alte Art herrschte. Nur ist Claudius nicht fähig, sich den neuen Ideen in einem solch puristischen und utopischen Sinn hinzugeben, wie Hamlet es tut; er handelt praktisch, hauptsächlich den neuen Bedürfnissen entsprechend, die er mit seinen eigenen Bedürfnissen identifiziert und um die durchzusetzen ihm jedes Mittel recht ist.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob dieser Interpretationsansatz in der Lage ist, das ganze Stück in allen seinen Bezügen zu erschließen, ist mehr als fraglich. Aber offensichtlich vermag er, Verständnisebenen zu erschließen, die der Interpretation zu &amp;quot;1.&amp;quot; verborgen und verschlossen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirkung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
* [http://www.teachersfirst.com/quiz/hamlet-intro.htm The Hamlet Quizzes] To help ensure that students understand the relationships and events in the play, TeachersFirst has created a set of interactive quizzes. These include general introductory quizzes, as well as quizzes on quotations from each act and specific events in each scene. Each quiz offers immediate feedback - an occasional hints - to help students better understand Shakespeare&#039;s text.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Rudnick, Hans H. (2001): William Shakespeare Hamlet, Stuttgart&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.william-shakespeare.de/hamlet/index.htm Hamlet Prinz vom Dänemark] Text in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/hamlet/hamlet.htm Hamlet, Prinz von Dänemark] Text in der Übersetzung von Christoph Martin Wieland im Projekt Gutenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische_Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:William Shakespeare]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Romeo_und_Julia&amp;diff=3350</id>
		<title>Romeo und Julia</title>
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		<updated>2007-11-28T09:12:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Romeo und Julia&amp;quot;&#039;&#039;&#039; ist eine der bekanntesten Tragödien von [[William Shakespeare]]. Das Stück wird bis heute auf den großen Bühnen der Welt immer wieder aufgeführt und erlebte zahlreiche Vertonungen, Bearbeitungen als Ballett und Musical sowie etliche Verfilmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Romeo_und_Julia.jpg|thumb|300px|Romeo und Julia von Sir Frank Dicksee, 1884]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Das Stück spielt in der italienischen Stadt Verona und handelt von den verfeindeten Familien der Montagues und Capulets. Romeo ist Sohn der Montagues, Julia die Tochter der Capulets. Die beiden begegnen sich auf einem Maskenball im Haus von Julias Eltern. Eigentlich war Romeo nur wegen Rosalinde auf dem Maskenball, doch aller Schmerz über die unerwiderte Liebe ist schnell vergessen als er Julia sieht. Bereits am nächsten Tag begibt sich Romeo zum befreundeten Pater Lorenzo, um ihn zu bitten, die Hochzeit durchzuführen. In der Hoffnung, damit die Familien zu versöhnen, stimmt Lorenzo zu. Kurz darauf entwickelt sich ein Streit zwischen Mercutio, Romeos bestem Freund, und Tybalt aus dem Hause der Capulets. Es kommt zu einem Duell, in dessen Folge Mercutio tödlich verwundet wird. Der anwesende Romeo will seinen Freund rächen. So kommt es zum Kampf zwischen Romeo und Tybalt, einem Vetter von Julia. Romeo tötet Tybalt und wird deshalb von dem Fürsten aus Verona verbannt. Bevor er in die Verbannung flüchtet, verbringt er jedoch seine Hochzeitsnacht mit Julia. Kaum hat ihr Gemahl sie am frühen Morgen verlassen, eröffnen ihre Eltern ihr, dass sie einen jungen Grafen namens Paris heiraten soll. Julias Eltern wollen sie zwingen Paris zu heiraten. Julia ist entsetzt und bittet Vater Lorenzo um Hilfe. Dieser entwickelt einen tollkühnen Plan. Sie soll einen Betäubungstrank zu sich nehmen, der sie in einen todesähnlichen Zustand versetzt. Dadurch könnte sie der Hochzeit entkommen. Julia stimmt zu. Durch einen unglücklichen Zufall bekommt Romeo den Brief, der ihn von diesem Plan in Kenntnis setzen soll, nicht. Als er von Julias Tod hört, ist er verzweifelt. Er verschafft sich Gift und begibt sich dann zur Gruft der Capulets. Dort tötet er sich neben der kurz darauf erwachenden Julia. Als diese ihren toten Geliebten neben sich erkennt, ersticht sie sich mit dessen Dolch. Über den Leichen ihrer Kinder versöhnen sich die verfeindeten Eltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interpretation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirkung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
* [http://www.lehrer-online.de/verona-world.php?sid=16833333749889528119556255626540 Verona World] Verona World ist das Ergebnis eines Projektes im Anschluss an Shakespeares Drama Romeo &amp;amp; Juliet im Leistungskurs des Jahrgangs 12. Dabei erarbeiten die Lernenden eigene Mini-Websites auf Basis von kreativer Textproduktion oder umfassenden Internetrecherchen.&lt;br /&gt;
* [http://www.lehrer-online.de/shakespeare-webquest.php?sid=16833333749889528119556255626540 &amp;quot;Shakespeare - the man and the playwright&amp;quot;] Dieser WebQuest führt Lernende an William Shakespeare, sein Werk und vor allem das Drama Romeo and Juliet heran. Sie suchen im Netz nach Informationen, aus denen sie eine Präsentation erstellen.&lt;br /&gt;
* [http://wwwcs.uni-paderborn.de/schulen/sem/downloads/reuterlove.pdf Doomed love – William Shakespeare’s Romeo and Juliet] In dieser Unterrichtseinheit sollen die Schülerinnen und Schüler erschließen, dass die erste Begegnung Romeos und Juliets in Akt I, Szene 5 den Anfang einer tiefen, aufrichtigen Liebesbeziehung darstellt, indem sie die  sprachliche Form des Dialogs erläutern und ihre Deutung desselben in einer szenischen Umsetzung anwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:William Shakespeare]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Endstation_Sehnsucht&amp;diff=3320</id>
		<title>Endstation Sehnsucht</title>
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		<updated>2007-11-20T15:35:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Endstation Sehnsucht&#039;&#039;&#039; (im Original &#039;&#039;A Streetcar Named Desire&#039;&#039;) ist ein Drama von [[Tennessee Williams]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem stark von den Lehren Sigmund Freuds beeinflussten Stück geht es um den Übergang zwischen der aristokratischen Kultur der alten Südstaaten (Old South) und dem neuen Amerika, in dem das Gesetz des Dschungels herrscht. Dargestellt wird dies durch die Auseinandersetzung zwischen dem ordinären Kraftprotz Stanley Kowalski und der (scheinbar) wohlerzogenen Blanche DuBois.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Endstation Sehnsucht, 1947 in New York uraufgeführt, erhielt Tennessee Williams den Pulitzer-Preis. Das Stück, von Elia Kazan, der auch die Uraufführung am Broadway inszeniert hatte, mit Marlon Brando verfilmt, hatte am 19. September 1951 Premiere als Spielfilm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Das Stück erzählt die Geschichte der Blanche DuBois, einer alternden Schönheit aus den US-amerikanischen Südstaaten. Blanche erlebt die Auflösung ihrer Familie und die Versteigerung des einstmals stolzen Familienbesitzes Belle Rêve (Schöner Traum). Als sie auch noch ihre Arbeit als Lehrerin verliert, besucht sie verzweifelt ihre Schwester Stella, die in New Orleans lebt. Stella, verheiratet mit dem Arbeiter Stanley Kowalski, der als polnischer Einwanderer von Blanche unverhohlen verachtet wird, ist ihrem Ehemann sexuell verfallen. Blanches kultiviertes, aber leicht affektiertes Verhalten und die Betonung ihrer vornehmen Herkunft wirken wie ein rotes Tuch auf Kowalski. Es entstehen in den beengten Wohnverhältnissen schnell Spannungen. Schließlich kommt es vor allem wegen Blanches Missverhältnis zwischen Realität und Illusion zur Katastrophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschichtlicher Hintergrund des Dramas ist der Untergang des alten Südstaaten-Geldadels und der gleichzeitige Aufstieg der durch Einwanderer geprägten Industrienation, wie sie die Nordstaaten verkörperten. Letztendlich wird im Stück also der amerikanische Bürgerkrieg noch einmal ausgefochten, mit demselben Ergebnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem Titel ist übrigens zu bemerken, dass der Autor bis fast zur Fertigstellung des Stücks nicht recht wusste, wie er es nennen sollte. Er erinnerte sich dann jedoch der desire line, einer (in den frühen fünfziger Jahren aufgegebenen) Straßenbahnlinie in New Orleans, deren eine Endstation sich eben desire (engl. für Verlangen, Sehnsucht) nannte. Das gefiel ihm so gut, dass das Stück nach der Straßenbahnlinie benannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Charaktere ==&lt;br /&gt;
Blanche DuBois ist Stellas ältere Schwester und High School-Lehrerin in Englisch in Laurel (Mississippi). Später stellt sich heraus, dass sie nach einer Affäre mit einem Schüler gefeuert wurde. Sie ist eine kultivierte, aber fragile Dame um die 30. Blanche und Stella sind die letzten Abkömmlinge eines Clans des alten Südstaaten-Geldadels. Die Familie ist jedoch seit Generationen unfähig, das Geld zusammenzuhalten und lebt nur noch von der Substanz. Blanche konnte den Verlust des Stammhauses &amp;quot;Belle Rêve&amp;quot;, nicht verhindern. Sie geht nach New Orleans zu den Kowalskis (ihre jüngere Schwester Stella und deren Mann Stanley) und offenbart, dass sie unvermögend ist. Auf der Suche nach Freundlichkeit und Schutz, aber auch aufgrund starken sexuellen Drangs hat sie viele Affären hinter sich. Sie zeigt aber, dass sie keine Erniedrigungen kennt. Sie geht der Realität aus dem Weg und lebt in einer von ihrer Einbildungskraft geprägten Welt. Ihr finanzieller und gesellschaftlicher Abstieg nagt an ihrer inneren Stabilität. Sie ist entsetzt über die bescheidenen Lebensumstände ihrer Schwester und über das animalische Benehmen des Umfelds, allen voran Stanley. Sie versucht, Stella an ihre Herkunft zu erinnern und sie Stanley zu entfremden, was ihr auch ansatzweise immer wieder gelingt. Das macht sie Stanley zum Feind. Um sie loszuwerden, erkundigt sich Stanley über Blanche und erfährt von ihrer Vergangenheit. Diese Informationen benutzt er, um Blanche zu vernichten. Erst vedirbt er ihr die Beziehung zu ihrem neuen Freund Mitch, dann vergewaltigt er Blanche, der nach all den Enthüllungen niemand mehr glauben will. Die Erniedrigungen und die Vergewaltigung zerstören ihr Gemüt. Einige Wochen darauf wird sie in eine psychiatrische Heilanstalt eingewiesen. Stanley hat sein Ziel erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stella Kowalski ist Blanches jüngere, etwa 24-jährige Schwester. Ihre sanfte Art grenzt sie von ihrem vulgären Umfeld ab. Sie hat den selben, aristokratischen Hintergrund, wie Blanche, doch als das Schiff zu sinken begann, tauschte sie Belle Reve gegen New Orleans ein. Dort heiratet sie Stanley, mit dem sie eine robuste, sexuelle Beziehung führt. Ihre Vereinigung mit Stanley ist spirituell wie auch animalisch; auffrischend und gewaltsam. Nachdem Blanche bei ihnen ankommt, steht Stella zwischen zwei Fronten: Blanche und Stanley. Sie kann Blanches Anschuldigungen nicht glauben, Stanley würde sie nicht mögen oder hätte sie sogar vergewaltigt. Stellas Realitätszweifel zum Schluss des Stücks beweisen, dass sie mehr mit ihrer Schwester gemeinsam hat, als sie denkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stanley Kowalski ist Stellas Ehemann. Er gibt sich seinen Freunden gegenüber loyal, hat eine leidenschaftliche Ehe zu seiner Frau und er ist herzlos kalt gegenüber Blanche. Seine polnische Herkunft repräsentiert das neue, heterogene Amerika. Er sieht sich selbst als einen &amp;quot;Gleichmacher&amp;quot; aller sozialen Schichten. Stanley, in etwa 30 Jahre alt, war am zweiten Weltkrieg beteiligt und arbeitet nun in einem Autoteileverkaufsladen. Seine Stärke ist Praktik und er zeigt keine Geduld gegenüber Blanches Verformungen der Wirklichkeit. Blanche bezeichnet ihn als &amp;quot;Überlebenden der Steinzeit&amp;quot;. Am Ende des Stücks aber ist Stanley der besser an seine Umwelt Angepasste, da Blanche die finanziellen Mittel für ihren aristokratischen Lebensstil fehlen und sie auch, im Gegensatz zu Stanley, keinerlei Geschäftssinn hat. Obwohl Stanley, wie Blanche richtig erkennt, &amp;quot;eher auf der primitiven Seite anzusiedeln&amp;quot; ist - er schlägt seine Frau, vergewaltigt Blanche, und zeigt keine Reue - wird Blanche eine gesellschaftliche Außenseiterin und Stanley ein stolzer Familienvater. Tennessee Williams will darin wahrscheinlich auch eine Gesellschaftskritik erkennen lasssen, so antwortete er auf die Frage nach dem Sinn des Stückes: &amp;quot;Pass lieber auf, sonst übernehmen die Affen das Ruder! (You better watch out or the apes take over)&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Harold Mitchell (&amp;quot;Mitch&amp;quot;) ist Stanleys Armeekamerad, Mitarbeiter und Pokerfreund. Er ist ungefähr 30 Jahre alt. Er ist schwerfällig, verschwitzt und hat Hobbys wie Bodybuilding, aber er ist sensibler und vornehmer als Stanley und all seine anderen Freunde. Er lebt zusammen mit seiner Mutter, die im Sterben liegt. Mitch wirbt um Blanche. Obwohl er nicht annähernd den gesellschaftlichen Status hat und die Konversation führen kann, die Blanche von einem angemessenen Partner erwartet, sieht sie in ihm dennoch ihre letzte Chance, ihre Lebenssituation einigermaßen erträglich zu gestalten, Schutz und ein Heim zu finden. Als Mitch aber durch Stanley von Blanches Vergangenheit erfährt, will er sie nicht mehr heiraten. Betrunken fordert er dennoch Intimitäten von ihr, und erniedrigt sie damit derart, dass sie ihn laut schreiend aus dem Haus wirft. Blanche und Mitch sind eine ungewöhnliche Konstellation: Mitch ist nicht der ritterliche Held, der in Blanches Träumen vorkommt, um sie zu retten. Als Blanche vom Doktor abgeholt wird, sind Stella und Mitch die Einzigen, die über diese Tragödie verzweifeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eunice ist Stellas Freundin und wohnt eine Etage über ihr. Eunice und ihr Ehemann, Steve, repräsentieren das unterklassige, sexuelle Leben, das Stella sich selbst ausgesucht hat. So wie Stella akzeptiert auch Eunice die Zuneigung ihres Mannes, abgesehen von den körperlichen Missbräuchen, die er an ihr zu verüben sucht. Am Ende des Stücks verbietet Eunice Stella ihre Entscheidung zu hinterfragen und fügt hinzu, dass sie keine andere Wahl hat, als Stanley zu glauben. Die Realität, verkörpert in Stanleys und Stellas gemeinsamen Kind, wiegt schwerer als die Aufklärung der Vergewaltigung Blanches durch Stanley. Insofern praktizieren Eunice und Stella eine ähnliche Realitätsverweigerung wie Blanche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bewertung der Charaktere ==&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gut&amp;quot; und &amp;quot;Böse&amp;quot; gibt es in diesem Stück nicht. Es ist schwierig, sich auf die Seite irgendeines Charakters zu stellen. Blanche mag ein bemitleidenswertes Opfer sein, dessen Kultiviertheit unverstanden bleibt. Ihr Hintergrund ist jedoch der Baumwollplantagen-Geldadel, der auf Sklaverei aufbaut und dessen Verschwinden man nicht wirklich bedauern kann. Blanches absolute Unfähigkeit, sich an die veränderten Verhältnisse anzupassen, macht sie zu einer zu Recht aussterbenden Spezies. Sie hat nichts anzubieten, da sie auch als Partnerin ungeeignet ist - ihrer mangelnden Fähigkeit zur Treue wegen. Ihre Beziehung zu Mitch ist unehrlich, da Blanche Mitch nicht als Partner schätzt, sondern als Versorger braucht. Stanley zerstört sie nur scheinbar, in Wirklichkeit hatte sie nie eine Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stanley als Vergewaltiger kann ebenfalls keine Sympathien erwecken. Zwar scheint er zuweilen das Herz auf dem rechten Fleck zu haben und Blanche schonungslos mit der Realität zu konfrontieren. Er zeigt aber von Anfang an keinen Respekt vor der anderen Person, die immerhin seine Schwägerin ist. So durchwühlt er Blanches Koffer nach unterschlagenen Vermögenswerten. Stanley ist lebensfähig, aber zu gerissen; er kennt nur seine Interessen, aber keine Rücksicht und kein Mitleid. Es macht ihm nichts aus, Menschen zu manipulieren und zu vernichten, insofern steht er nicht viel besser da als die Sklavenhalter. Stanley ist auch als Kritik an der nur auf Profit und Egoismus ausgelegten, modernen Gesellschaft aufzufassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stella ist Anpassung pur. Im Gegensatz zu Blanche ist sie schwach, aber das rettet sie wie einen Grashalm, der sich im Sturm biegt, aber nicht bricht. In ihrer Jugend war Stella abhängig vom ererbten Geld der Familie. Als dieses versiegt, begibt sie sich unter den Schutz der Arbeitskraft und Lebenstüchtigkeit Stanleys. Sie wechselt opportunistisch die Seiten, als sich die Zeiten ändern. Sie zeigt damit Überlebensfähigkeit auf Kosten des Charakters. Evolution bringt eben nicht immer die edelsten Eigenschaften nach vorn, sondern immer nur die, die dem Überleben am besten dienen. Das zeigt sich am deutlichsten in Stellas Entscheidung, Blanches Bericht von der Vergewaltigung durch Stanley nicht zu glauben und stattdessen die Ehe mit Stanley fortzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitch ist ein unreifes Muttersöhnchen, das Blanche nicht annähernd gewachsen ist. Seine ehrliche, bodenständige Art wird als Fassade entlarvt, als er Blanche die Heirat verweigert, den Sex aber trotzdem haben will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eunice schließlich stellt die unerfreuliche Realität dar. Heftige Auseinandersetzungen mit ihrem Mann Steve und leidenschaftliche Eintracht wechseln sich ab: Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. Eunices mütterliche Art gegenüber Blanche ist geheuchelt, da sie Blanche nicht wirklich versteht. Stella rät ihr zum Verdrängen der Wirklichkeit und macht sich damit zu Stanleys Komplizen, als sie die Aufklärung der Vergewaltigung zugunsten des Babys unterdrückt. Eunice, Stanley und das Baby symbolisieren gemeinsam die Realität, die ihre unerfreulichen Seiten hat, aber dennoch so wie sie ist, obsiegt. Einzig das Baby hat vielleicht einmal die Chance, die Realität erneut zu verändern. So bleibt denn das Baby der einzige Charakter, mit dem sich so etwas wie Hoffnung verbindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptperson ist, wie bereits in Der Doppelmord in der Rue Morgue, Auguste Dupin. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive eines seiner Freunde erzählt. Dupin wird vom Pariser Polizeipräfekten um Hilfe bei der Suche nach einem Brief gebeten, der einer adligen Dame in erpresserischer Absicht gestohlen wurde. Der Täter ist zwar bekannt, trotzdem kann er nicht verhaftet werden, da eine Veröffentlichung oder Vernichtung des Dokuments großen Schaden anrichten würde. Eine Hausdurchsuchung der Polizei bleibt ohne Erfolg. Dupin kommt durch eine Charakteranalyse des Täters zu dem sich als korrekt erweisenden Schluss, dass der Brief nicht etwa aufwändig versteckt ist, sondern offen in einer Ablage liegt und gerade deswegen übersehen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zur Lösung des Falles angewandte Methode der Deduktion ist später auch für die Geschichten um Sherlock Holmes typisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.lpm.uni-sb.de/el/streetcarlinks.htm Hyperlinks zu A Streetcar Named Desire] zusammengestellt von Jürgen Wagner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordamerikanische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Von_M%C3%A4usen_und_Menschen&amp;diff=3319</id>
		<title>Von Mäusen und Menschen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Von_M%C3%A4usen_und_Menschen&amp;diff=3319"/>
		<updated>2007-11-20T15:34:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Von Mäusen und Menschen&#039;&#039;&#039; (engl. &amp;quot;Of Mice and Men&amp;quot;) ist ein Roman des US-Autors [[John Steinbeck]]. Das Buch wurde 1937 geschrieben und 1947 ins Deutsche übersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steinbeck wollte den Roman erst &amp;quot;Something that happened&amp;quot; nennen, zitiert jedoch mit dem Titel &amp;quot;Of Mice and Men&amp;quot; ein schottisches Gedicht, das die Beziehung eines Bauern, der ein Feld umpflügt, zu den Mäusen beschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Mäusen und Menschen beschreibt die Geschichte zweier Wanderarbeiter, die beide von einem besseren Leben träumen. Das Buch ist ein beispielhaftes Werk für die Ideen des American Dream.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Hauptfiguren ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lennie Small&#039;&#039;&#039; (geistig zurückgebliebener, kräftiger Arbeiter, der sich jedoch den genauen Wortlaut aller Aussagen merken kann, diese jedoch oft vergisst und durcheinander wirft; sein größter Traum ist es eigene Kaninchen zu haben, da er es liebt weiche Dinge zu streicheln. Er streichelt zu Beginn Mäuse, die jedoch schnell sterben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;George Milton&#039;&#039;&#039; (Lennies Freund und Aufpasser, der diesen immer wieder aus unangenehmen Situationen herausmanövriert. Zusammen mit Lennie träumt er von einer Farm, auf der sie zusammen wohnen wollen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Chef&#039;&#039;&#039; (unpersönlicher Arbeitgeber auf der Farm, der nur kurz auftritt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Curley&#039;&#039;&#039; (Sohn des Chefs, provoziert alle Leute, um zu zeigen, dass er ein harter Kerl ist; als er dies mit Lennie versucht, bricht dieser ihm die Hand)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Curleys Frau&#039;&#039;&#039; (wollte ursprünglich Filmstar werden und ist mit ihrer Lage absolut unzufrieden. Da sie die Arbeiter anflirtet, wird sie von diesen als Prostituierte beschimpft. Sie ist die einzige Frau die auf der Farm auftaucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Candy&#039;&#039;&#039; (alter Farmarbeiter, der eine Hand verloren hat und aufgrund dessen nicht mehr wirklich integriert ist; möchte sich George und Lennies Traum von der eigenen Farm anschließen und will dazu 350 Dollar beitragen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Slim&#039;&#039;&#039; (ein charismatischer Vorarbeiter; ein schlauer Kopf der alle Situationen richtig einschätzt und dementsprechend handelt, genießt daher das größte Ansehen unter den Arbeitern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Carlson&#039;&#039;&#039; (ist das Gegenstück zu Slim. Er ist unsensibel und rücksichtslos, wie man merkt, als er Candys alten Hund erschießt ohne auf Candys Gefühle Rücksicht zu nehmen, er ist nicht beliebt, aber wegen seiner Stärke respektiert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Crooks&#039;&#039;&#039; (gebildeter, buckliger und schwarzhäutiger Stallbursche, mit dem niemand Kontakt haben möchte, der diese Tatsache dann aber herumdreht und behauptet keiner sei es wert mit ihm Kontakt zu haben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Zwei Wanderarbeiter, der gutmütige, aber geistig zurückgebliebene Lennie, der seinen mächtigen Körper und seine Kraft kaum kontrollieren kann, und sein Kindheitsfreund George, der sich um ihn kümmert, finden auf einem Hof Arbeit, nachdem sie zuvor von einem anderen Hof fliehen mussten. Lennie liebt nämlich alles Weiche und Schöne und möchte es streicheln. Er hatte dort das rote und weiche Kleid der Farmerstochter angefasst. Als diese nicht mehr wollte, griff Lennie vor Schreck fester zu und zerriss es ihr. Sie floh schreiend und erzählte, Lennie hätte sie vergewaltigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf ihrer Reise zu der neuen Farm verbleiben die beiden eine Nacht an einem paradiesähnlichem Ort. Ein kleiner See am Fluss, Bäume, Büsche, Berge im Hintergrund und die Abgeschiedenheit lässt die beiden träumen. George prägt Lennie ein, sich dort in den Büschen zu verstecken, wenn er Schwierigkeiten bekommen sollte, und zu warten, bis George ihn abhole. Er lässt Lennie dies mehrmals wiederholen, um sich zu vergewissern, dass er sich daran erinnert. Lennie ist etwas kindlich, imitiert George und ist auf ihn angewiesen. Es soll aber nicht der Eindruck entstehen, George wäre die Anwesenheit Lennies leid, denn auch George braucht Lennie. Es ist nämlich zu dieser Zeit sehr ungewöhnlich, dass solche &amp;quot;migrant workers&amp;quot; zusammen reisen. Oft wird im Buch erwähnt, dass Alleinsein eine schreckliche Lebensweise ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide integrieren sich zunächst gut in das Farmleben, da George Lennie immer beaufsichtigt und Lennie sich als ausgezeichneter, kräftiger Arbeiter zu beweisen vermag. Es treten verschiedene Charaktere auf und jedes Kapitel beginnt mit einer Einführung der Szene. Candy, ein alter Mann, weist sie anfangs in die Farm ein und entpuppt sich als sehr geschwätzig. Slim wird von allen Arbeiter respektiert. Er hat eine gewisse majestätische Ruhe und Gelassenheit an sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine entscheidende Schlüsselszene ist, als Candy überredet wird, es zuzulassen sich von seinem alten Hund zu trennen. Dieser stört vor allem Carlson. Candy muss den Hund füttern und er soll stinken. Er ist fast blind und Candy solle ihn gehen lasse, denn der Hund sei einfach schon zu alt und quäle sich herum. Da Candy es nicht übers Herz bringt, seinen Hund zu erschießen, nimmt Carlson diesen mit nach draußen und erschießt ihn durch einen Schuss in den Hinterkopf mit seiner Waffe. Candy ist selbstverständlich erst sehr zurückgezogen und beichtet später George, er hätte seinen Hund selbst erschießen sollen. Er hätte es einfach nicht zulassen dürfen, ihn von einem Fremden töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Riese Lennie bekommt bald Probleme mit Curley, dem Sohn des Chefs, da dieser sehr klein geratene und nicht sehr selbstsichere, aber ständig provozierende Kerl ein Problem mit großen Männern hat. Er schlägt auf Lennie ein, dieser schreit erst nach George, er solle Curley von ihm abbringen. Mehrmals fordert George Lennie dazu auf sich zu wehren. Lennis schnappt Curleys Hand und drückt zu. Dieser windet sich vor Schmerz. Wieder einmal gerät Lennie in einen Schockzustand und kann nicht selbstständig loslassen. Er zerquetscht Curley die Hand. Die Anderen drohen Curley, er solle George und Lennie nicht von der Farm schmeißen lassen. Er soll sagen, er hätte seine Hand in einer Maschine gehabt. Eine weitere Person ist auch Curleys Frau, deren Namen nicht einmal erwähnt wird und die auch unter den Arbeitern nur Curleys Frau heißt. Zuerst erweckt diese den Eindruck, ständig gefallen zu wollen. Sie ist ständig total aufgehübscht und zeigt sich dementsprechend. Sie hat den Ruf eines Flittchens. Erst im Laufe der Geschehnisse wird deutlich, dass sie mit ihren Träumen eines Filmstars einfach am falschen Ort ist. Sie ist sehr einsam und sucht nur Gesprächskontakt. Allerdings denkt sie eben auch, nur wahrgenommen zu werden, wenn sie für andere sexuell attraktiv erscheint. Die Entscheidung Curley zu heiraten kam spontan und als sie sehr deprimiert war. Jemand hatte ihr Hoffnungen auf eine Karriere gemacht, sich aber nie wieder gemeldet. Sie wusste einfach nicht, was sie anderes tun sollte. Auch sie mag Curley nicht, verabscheut ihn sogar regelrecht. Schließlich tötet Lennie sogar unbeabsichtigt die Frau von Curley. Sie redete mit ihm. Die zwei erweckten den Eindruck kleiner Kinder. Beide erzählten von ihrem Traum. Sie blühte regelrecht auf. Lennie seinerseits hegt den gemeinsamen Traum mit George, selbst eine Farm zu besitzen mit vielen Tieren, vor allem Kaninchen, und viel Platz. Candy schloss sich nach dem Tod seines Hundes den beiden an. Der Traum rückte für alle drei sehr nah. Nur einen Monat und sie hätten sich diesen erfüllen können, denn Candy hatte ein kleines Vermögen angespart. Und sie, wie schon erwähnt, erzählt von ihrem Wunsch einer Schauspielkarriere. Lennie hatte kurz zuvor aus Versehen einen kleinen Welpen getötet, als er mit diesem spielte, und hat Angst, George könnte sauer auf ihn sein und würde ihm nicht erlauben, viele kleine Hasen zu haben. Curley&#039;s Frau beschwichtigt ihn, dass jeder doch gerne weiche niedliche Sachen streichelt, und möchte ihn beruhigen, dass dies sicherlich kein Grund dafür wäre, ihm seinen Traum zu verwehren. Sie lässt ihn ihre Haare streicheln. Sie seien sehr weich. Lennie ist fasziniert und fängt an, immer stärker über ihre Frisur zu streichen. Sie bittet ihm mehrmals vorsichtig zu sein und aufzuhören, denn er verwuschele ihre Frisur. Als sie aufspringen will packt Lennie zu, sie fängt an zu schreien. Da Lennie denkt, wenn sie schreie, bekomme er Ärger, hält er ihr den Mund zu und packt sie sehr fest. Sie hingegen bekommt immer mehr Angst und windet sich hin und her. Lennie wird wütend, denn er bittet sie ruhig zu sein, eben wegen George. Als er sie ruckartig dreht, bricht er ihr das Genick. Er merkt dass er nun etwas viel Schlimmeres getan hat, als Welpen umzubringen, und flüchtet in das kleine Paradies. Candy findet sie, ruft George und beide holen die anderen. George ging aber vorher nochmal weg, damit man nicht merkte, dass er etwas damit zu tun haben könnte. Er weiß, das Curley Lennie töten wird. Er beschafft sich die Pistole von Carlson. Alle Arbeiter machen sich auf den Weg, Lennie zu suchen. George rennt und beeilt sich, zu Lennie zu kommen. Als er diesen findet, möchte Lennie, nachdem er sich mehrmals entschuldigte, dass George ihm ihren Traum erzählt. Als George die Anderen sich nähern hört, schießt er Lennie in den Hinterkopf, als dieser freudig von den Kaninchen erzählt. George bewahrt Lennie so vor der Rache Curleys.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
* [http://nibis.ni.schule.de/~miceandmen/ Of Mice And Men] Diese Internetpräsentation des Niedersächsischen Bildungsservers basiert auf der von Wolf Liebelt für das NLI herausgegebenen Broschüre „Der Film zu John Steinbecks OF MICE AND MEN im Englischunterrricht“ die 1998 erschien und inzwischen (2003) in 3. Auflage vorliegt. Die Neubearbeitung im Netz aktualisiert und erweitert die Broschüre und eröffnet den Zugang zu weiterführenden Links.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordamerikanische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Von_M%C3%A4usen_und_Menschen&amp;diff=3318</id>
		<title>Von Mäusen und Menschen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Von_M%C3%A4usen_und_Menschen&amp;diff=3318"/>
		<updated>2007-11-20T15:31:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Von Mäusen und Menschen&#039;&#039;&#039; (engl. &amp;quot;Of Mice and Men&amp;quot;) ist ein Roman des US-Autors [[John Steinbeck]]. Das Buch wurde 1937 geschrieben und 1947 ins Deutsche übersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steinbeck wollte den Roman erst &amp;quot;Something that happened&amp;quot; nennen, zitiert jedoch mit dem Titel &amp;quot;Of Mice and Men&amp;quot; ein schottisches Gedicht, das die Beziehung eines Bauern, der ein Feld umpflügt, zu den Mäusen beschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Mäusen und Menschen beschreibt die Geschichte zweier Wanderarbeiter, die beide von einem besseren Leben träumen. Das Buch ist ein beispielhaftes Werk für die Ideen des American Dream.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Hauptfiguren ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lennie Small&#039;&#039;&#039; (geistig zurückgebliebener, kräftiger Arbeiter, der sich jedoch den genauen Wortlaut aller Aussagen merken kann, diese jedoch oft vergisst und durcheinander wirft; sein größter Traum ist es eigene Kaninchen zu haben, da er es liebt weiche Dinge zu streicheln. Er streichelt zu Beginn Mäuse, die jedoch schnell sterben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;George Milton&#039;&#039;&#039; (Lennies Freund und Aufpasser, der diesen immer wieder aus unangenehmen Situationen herausmanövriert. Zusammen mit Lennie träumt er von einer Farm, auf der sie zusammen wohnen wollen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Chef&#039;&#039;&#039; (unpersönlicher Arbeitgeber auf der Farm, der nur kurz auftritt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Curley&#039;&#039;&#039; (Sohn des Chefs, provoziert alle Leute, um zu zeigen, dass er ein harter Kerl ist; als er dies mit Lennie versucht, bricht dieser ihm die Hand)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Curleys Frau&#039;&#039;&#039; (wollte ursprünglich Filmstar werden und ist mit ihrer Lage absolut unzufrieden. Da sie die Arbeiter anflirtet, wird sie von diesen als Prostituierte beschimpft. Sie ist die einzige Frau die auf der Farm auftaucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Candy&#039;&#039;&#039; (alter Farmarbeiter, der eine Hand verloren hat und aufgrund dessen nicht mehr wirklich integriert ist; möchte sich George und Lennies Traum von der eigenen Farm anschließen und will dazu 350 Dollar beitragen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Slim&#039;&#039;&#039; (ein charismatischer Vorarbeiter; ein schlauer Kopf der alle Situationen richtig einschätzt und dementsprechend handelt, genießt daher das größte Ansehen unter den Arbeitern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Carlson&#039;&#039;&#039; (ist das Gegenstück zu Slim. Er ist unsensibel und rücksichtslos, wie man merkt, als er Candys alten Hund erschießt ohne auf Candys Gefühle Rücksicht zu nehmen, er ist nicht beliebt, aber wegen seiner Stärke respektiert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Crooks&#039;&#039;&#039; (gebildeter, buckliger und schwarzhäutiger Stallbursche, mit dem niemand Kontakt haben möchte, der diese Tatsache dann aber herumdreht und behauptet keiner sei es wert mit ihm Kontakt zu haben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Zwei Wanderarbeiter, der gutmütige, aber geistig zurückgebliebene Lennie, der seinen mächtigen Körper und seine Kraft kaum kontrollieren kann, und sein Kindheitsfreund George, der sich um ihn kümmert, finden auf einem Hof Arbeit, nachdem sie zuvor von einem anderen Hof fliehen mussten. Lennie liebt nämlich alles Weiche und Schöne und möchte es streicheln. Er hatte dort das rote und weiche Kleid der Farmerstochter angefasst. Als diese nicht mehr wollte, griff Lennie vor Schreck fester zu und zerriss es ihr. Sie floh schreiend und erzählte, Lennie hätte sie vergewaltigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf ihrer Reise zu der neuen Farm verbleiben die beiden eine Nacht an einem paradiesähnlichem Ort. Ein kleiner See am Fluss, Bäume, Büsche, Berge im Hintergrund und die Abgeschiedenheit lässt die beiden träumen. George prägt Lennie ein, sich dort in den Büschen zu verstecken, wenn er Schwierigkeiten bekommen sollte, und zu warten, bis George ihn abhole. Er lässt Lennie dies mehrmals wiederholen, um sich zu vergewissern, dass er sich daran erinnert. Lennie ist etwas kindlich, imitiert George und ist auf ihn angewiesen. Es soll aber nicht der Eindruck entstehen, George wäre die Anwesenheit Lennies leid, denn auch George braucht Lennie. Es ist nämlich zu dieser Zeit sehr ungewöhnlich, dass solche &amp;quot;migrant workers&amp;quot; zusammen reisen. Oft wird im Buch erwähnt, dass Alleinsein eine schreckliche Lebensweise ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide integrieren sich zunächst gut in das Farmleben, da George Lennie immer beaufsichtigt und Lennie sich als ausgezeichneter, kräftiger Arbeiter zu beweisen vermag. Es treten verschiedene Charaktere auf und jedes Kapitel beginnt mit einer Einführung der Szene. Candy, ein alter Mann, weist sie anfangs in die Farm ein und entpuppt sich als sehr geschwätzig. Slim wird von allen Arbeiter respektiert. Er hat eine gewisse majestätische Ruhe und Gelassenheit an sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine entscheidende Schlüsselszene ist, als Candy überredet wird, es zuzulassen sich von seinem alten Hund zu trennen. Dieser stört vor allem Carlson. Candy muss den Hund füttern und er soll stinken. Er ist fast blind und Candy solle ihn gehen lasse, denn der Hund sei einfach schon zu alt und quäle sich herum. Da Candy es nicht übers Herz bringt, seinen Hund zu erschießen, nimmt Carlson diesen mit nach draußen und erschießt ihn durch einen Schuss in den Hinterkopf mit seiner Waffe. Candy ist selbstverständlich erst sehr zurückgezogen und beichtet später George, er hätte seinen Hund selbst erschießen sollen. Er hätte es einfach nicht zulassen dürfen, ihn von einem Fremden töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Riese Lennie bekommt bald Probleme mit Curley, dem Sohn des Chefs, da dieser sehr klein geratene und nicht sehr selbstsichere, aber ständig provozierende Kerl ein Problem mit großen Männern hat. Er schlägt auf Lennie ein, dieser schreit erst nach George, er solle Curley von ihm abbringen. Mehrmals fordert George Lennie dazu auf sich zu wehren. Lennis schnappt Curleys Hand und drückt zu. Dieser windet sich vor Schmerz. Wieder einmal gerät Lennie in einen Schockzustand und kann nicht selbstständig loslassen. Er zerquetscht Curley die Hand. Die Anderen drohen Curley, er solle George und Lennie nicht von der Farm schmeißen lassen. Er soll sagen, er hätte seine Hand in einer Maschine gehabt. Eine weitere Person ist auch Curleys Frau, deren Namen nicht einmal erwähnt wird und die auch unter den Arbeitern nur Curleys Frau heißt. Zuerst erweckt diese den Eindruck, ständig gefallen zu wollen. Sie ist ständig total aufgehübscht und zeigt sich dementsprechend. Sie hat den Ruf eines Flittchens. Erst im Laufe der Geschehnisse wird deutlich, dass sie mit ihren Träumen eines Filmstars einfach am falschen Ort ist. Sie ist sehr einsam und sucht nur Gesprächskontakt. Allerdings denkt sie eben auch, nur wahrgenommen zu werden, wenn sie für andere sexuell attraktiv erscheint. Die Entscheidung Curley zu heiraten kam spontan und als sie sehr deprimiert war. Jemand hatte ihr Hoffnungen auf eine Karriere gemacht, sich aber nie wieder gemeldet. Sie wusste einfach nicht, was sie anderes tun sollte. Auch sie mag Curley nicht, verabscheut ihn sogar regelrecht. Schließlich tötet Lennie sogar unbeabsichtigt die Frau von Curley. Sie redete mit ihm. Die zwei erweckten den Eindruck kleiner Kinder. Beide erzählten von ihrem Traum. Sie blühte regelrecht auf. Lennie seinerseits hegt den gemeinsamen Traum mit George, selbst eine Farm zu besitzen mit vielen Tieren, vor allem Kaninchen, und viel Platz. Candy schloss sich nach dem Tod seines Hundes den beiden an. Der Traum rückte für alle drei sehr nah. Nur einen Monat und sie hätten sich diesen erfüllen können, denn Candy hatte ein kleines Vermögen angespart. Und sie, wie schon erwähnt, erzählt von ihrem Wunsch einer Schauspielkarriere. Lennie hatte kurz zuvor aus Versehen einen kleinen Welpen getötet, als er mit diesem spielte, und hat Angst, George könnte sauer auf ihn sein und würde ihm nicht erlauben, viele kleine Hasen zu haben. Curley&#039;s Frau beschwichtigt ihn, dass jeder doch gerne weiche niedliche Sachen streichelt, und möchte ihn beruhigen, dass dies sicherlich kein Grund dafür wäre, ihm seinen Traum zu verwehren. Sie lässt ihn ihre Haare streicheln. Sie seien sehr weich. Lennie ist fasziniert und fängt an, immer stärker über ihre Frisur zu streichen. Sie bittet ihm mehrmals vorsichtig zu sein und aufzuhören, denn er verwuschele ihre Frisur. Als sie aufspringen will packt Lennie zu, sie fängt an zu schreien. Da Lennie denkt, wenn sie schreie, bekomme er Ärger, hält er ihr den Mund zu und packt sie sehr fest. Sie hingegen bekommt immer mehr Angst und windet sich hin und her. Lennie wird wütend, denn er bittet sie ruhig zu sein, eben wegen George. Als er sie ruckartig dreht, bricht er ihr das Genick. Er merkt dass er nun etwas viel Schlimmeres getan hat, als Welpen umzubringen, und flüchtet in das kleine Paradies. Candy findet sie, ruft George und beide holen die anderen. George ging aber vorher nochmal weg, damit man nicht merkte, dass er etwas damit zu tun haben könnte. Er weiß, das Curley Lennie töten wird. Er beschafft sich die Pistole von Carlson. Alle Arbeiter machen sich auf den Weg, Lennie zu suchen. George rennt und beeilt sich, zu Lennie zu kommen. Als er diesen findet, möchte Lennie, nachdem er sich mehrmals entschuldigte, dass George ihm ihren Traum erzählt. Als George die Anderen sich nähern hört, schießt er Lennie in den Hinterkopf, als dieser freudig von den Kaninchen erzählt. George bewahrt Lennie so vor der Rache Curleys.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordamerikanische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Der_gro%C3%9Fe_Gatsby&amp;diff=3317</id>
		<title>Der große Gatsby</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Der_gro%C3%9Fe_Gatsby&amp;diff=3317"/>
		<updated>2007-11-20T14:55:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Der große Gatsby&#039;&#039;&#039; (Englischer Titel: The Great Gatsby) ist ein gesellschaftskritischer Roman von [[F. Scott Fitzgerald]] aus dem Jahr 1925, der im New York der 1920er Jahre spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jay Gatsby, der Protagonist des Romans, ist ein junger Millionär und ein undurchsichtiger Geschäftsmann. Obwohl er in seinem Haus auf Long Island Tanzpartys für die New Yorker Gesellschaft veranstaltet, ist er einsam. Alles, was er möchte, ist die Vergangenheit zurückzuholen, und wieder mit der Liebe seines Lebens, Daisy, zusammen zu sein. Aber in der Zeit, als Gatsby in Europa im Ersten Weltkrieg kämpfte, heiratete Daisy den Millionär und Ex-Polospieler Tom Buchanan und gebar eine Tochter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ich-Erzähler der Geschichte ist Nick Carraway, ein junger Aktienmakler, der in das alte, heruntergekommene Nachbarhaus von Gatsby einzieht. Er bemerkt bald, dass Tom und Daisy rücksichtslose Personen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daisy ist zwischen beiden Männern hin- und hergerissen. Bis Daisy am Steuer von Gatsbys neuem Auto einen Unfall verursacht, bei dem Myrtle Wilson, die Geliebte von Tom, stirbt. Gatsby will aus Liebe die Schuld auf sich nehmen. Tom gibt Myrtles verzweifeltem Ehemann, George Wilson, den Hinweis, dass Gatsby den Unfall verursacht habe. Daraufhin wird Gatsby von Wilson erschossen. Zu Gatsbys Beerdigung erscheint niemand außer dem Erzähler Nick und Gatsbys altem, verarmten Vater sowie einem Charakter, der sich zuvor in seltsamer Weise über die &amp;quot;Echtheit&amp;quot; der Bücher in Gatsbys Bibliothek äußerte und durch sein eigenartiges Auftreten eine Art Schlüsselrolle - insbesondere im Interpretationsversuch in Hinblick auf Gatsbys Bildung - spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zum eigentlichen Handlungsverlauf lernt der Erzähler Nick die junge, attraktive Jordan Baker kennen, die ebenfalls eine Bekannte Daisys ist. Zwischen ihm und Jordan entwickelt sich zwischenzeitlich eine festere Bindung, aus der sich letztlich jedoch keine eigentliche Beziehung ergibt. Jordans Charakter überschneidet sich nicht mit denen der anderen Figuren,sondern steht im Gegensatz zu der eigentlichen Vorstellung einer Frau der 20er Jahre. Sie stellt eine selbstbewusste, für sich selbst sorgende Frau dar, die nicht nur in das Geld der Männer verliebt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jene Gesellschaftskritik äußert sich insbesondere in der Kritik der Oberflächlichkeit und der &amp;quot;Scheingesellschaft&amp;quot;, die letztlich in dem offensichtlichen Alleinsein Gatsbys zum Ausdruck kommt. Auch findet sich in der Geschichte eine offene Kritik am &amp;quot;American Dream&amp;quot;. Dieser ist mittlerweile sozusagen pervertiert und nicht mehr das ursprüngliche Streben nach Freiheit und Glück sondern das Verlangen nach Reichtum und Macht stehen im Vordergrund. Weiterhin werden Aspekte der Wertschätzung des Menschen, Moral und Sozialstand, oftmals im unmittelbaren Zusammenhang mit dem zwischenmenschlichen Beziehungs- und Ehebild jener Zeit, thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Schilderung der Roaring Twenties werden auch Fragen des Rassismus aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
* [http://www.lehrer-online.de/gatsby.php?sid=16833333749889528119556255626540 The Great Gatsby for the Web] Das Unterrichtsbeispiel zeigt, wie man trotz des hohen sprachlichen Schwierigkeitsgrads diesen Roman im Englischunterricht behandeln kann, und wie sich die Schülerinnen und Schüler dabei mithilfe des Internets dem Roman und den vielfältigen Interpretationsansätzen nähern können. Es verbindet traditionelle Lektürearbeit (Lesen und Interpretationsgespräch) mit der Auswahl und Behandlung wichtiger Aspekte zum Zweck der Veröffentlichung im Internet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordamerikanische Literatur|große Gatsby, Der]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Der_gro%C3%9Fe_Gatsby&amp;diff=3316</id>
		<title>Der große Gatsby</title>
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		<updated>2007-11-20T14:53:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Der große Gatsby&#039;&#039;&#039; (Englischer Titel: The Great Gatsby) ist ein gesellschaftskritischer Roman von [[F. Scott Fitzgerald]] aus dem Jahr 1925, der im New York der 1920er Jahre spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jay Gatsby, der Protagonist des Romans, ist ein junger Millionär und ein undurchsichtiger Geschäftsmann. Obwohl er in seinem Haus auf Long Island Tanzpartys für die New Yorker Gesellschaft veranstaltet, ist er einsam. Alles, was er möchte, ist die Vergangenheit zurückzuholen, und wieder mit der Liebe seines Lebens, Daisy, zusammen zu sein. Aber in der Zeit, als Gatsby in Europa im Ersten Weltkrieg kämpfte, heiratete Daisy den Millionär und Ex-Polospieler Tom Buchanan und gebar eine Tochter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ich-Erzähler der Geschichte ist Nick Carraway, ein junger Aktienmakler, der in das alte, heruntergekommene Nachbarhaus von Gatsby einzieht. Er bemerkt bald, dass Tom und Daisy rücksichtslose Personen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daisy ist zwischen beiden Männern hin- und hergerissen. Bis Daisy am Steuer von Gatsbys neuem Auto einen Unfall verursacht, bei dem Myrtle Wilson, die Geliebte von Tom, stirbt. Gatsby will aus Liebe die Schuld auf sich nehmen. Tom gibt Myrtles verzweifeltem Ehemann, George Wilson, den Hinweis, dass Gatsby den Unfall verursacht habe. Daraufhin wird Gatsby von Wilson erschossen. Zu Gatsbys Beerdigung erscheint niemand außer dem Erzähler Nick und Gatsbys altem, verarmten Vater sowie einem Charakter, der sich zuvor in seltsamer Weise über die &amp;quot;Echtheit&amp;quot; der Bücher in Gatsbys Bibliothek äußerte und durch sein eigenartiges Auftreten eine Art Schlüsselrolle - insbesondere im Interpretationsversuch in Hinblick auf Gatsbys Bildung - spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zum eigentlichen Handlungsverlauf lernt der Erzähler Nick die junge, attraktive Jordan Baker kennen, die ebenfalls eine Bekannte Daisys ist. Zwischen ihm und Jordan entwickelt sich zwischenzeitlich eine festere Bindung, aus der sich letztlich jedoch keine eigentliche Beziehung ergibt. Jordans Charakter überschneidet sich nicht mit denen der anderen Figuren,sondern steht im Gegensatz zu der eigentlichen Vorstellung einer Frau der 20er Jahre. Sie stellt eine selbstbewusste, für sich selbst sorgende Frau dar, die nicht nur in das Geld der Männer verliebt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jene Gesellschaftskritik äußert sich insbesondere in der Kritik der Oberflächlichkeit und der &amp;quot;Scheingesellschaft&amp;quot;, die letztlich in dem offensichtlichen Alleinsein Gatsbys zum Ausdruck kommt. Auch findet sich in der Geschichte eine offene Kritik am &amp;quot;American Dream&amp;quot;. Dieser ist mittlerweile sozusagen pervertiert und nicht mehr das ursprüngliche Streben nach Freiheit und Glück sondern das Verlangen nach Reichtum und Macht stehen im Vordergrund. Weiterhin werden Aspekte der Wertschätzung des Menschen, Moral und Sozialstand, oftmals im unmittelbaren Zusammenhang mit dem zwischenmenschlichen Beziehungs- und Ehebild jener Zeit, thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Schilderung der Roaring Twenties werden auch Fragen des Rassismus aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordamerikanische Literatur|große Gatsby, Der]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Romeo_und_Julia&amp;diff=3315</id>
		<title>Romeo und Julia</title>
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		<updated>2007-11-20T14:52:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Romeo und Julia&amp;quot;&#039;&#039;&#039; ist eine der bekanntesten Tragödien von [[William Shakespeare]]. Das Stück wird bis heute auf den großen Bühnen der Welt immer wieder aufgeführt und erlebte zahlreiche Vertonungen, Bearbeitungen als Ballett und Musical sowie etliche Verfilmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Romeo_und_Julia.jpg|thumb|300px|Romeo und Julia von Sir Frank Dicksee, 1884]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Das Stück spielt in der italienischen Stadt Verona und handelt von den verfeindeten Familien der Montagues und Capulets. Romeo ist Sohn der Montagues, Julia die Tochter der Capulets. Die beiden begegnen sich auf einem Maskenball im Haus von Julias Eltern. Eigentlich war Romeo nur wegen Rosalinde auf dem Maskenball, doch aller Schmerz über die unerwiderte Liebe ist schnell vergessen als er Julia sieht. Bereits am nächsten Tag begibt sich Romeo zum befreundeten Pater Lorenzo, um ihn zu bitten, die Hochzeit durchzuführen. In der Hoffnung, damit die Familien zu versöhnen, stimmt Lorenzo zu. Kurz darauf entwickelt sich ein Streit zwischen Mercutio, Romeos bestem Freund, und Tybalt aus dem Hause der Capulets. Es kommt zu einem Duell, in dessen Folge Mercutio tödlich verwundet wird. Der anwesende Romeo will seinen Freund rächen. So kommt es zum Kampf zwischen Romeo und Tybalt, einem Vetter von Julia. Romeo tötet Tybalt und wird deshalb von dem Fürsten aus Verona verbannt. Bevor er in die Verbannung flüchtet, verbringt er jedoch seine Hochzeitsnacht mit Julia. Kaum hat ihr Gemahl sie am frühen Morgen verlassen, eröffnen ihre Eltern ihr, dass sie einen jungen Grafen namens Paris heiraten soll. Julias Eltern wollen sie zwingen Paris zu heiraten. Julia ist entsetzt und bittet Vater Lorenzo um Hilfe. Dieser entwickelt einen tollkühnen Plan. Sie soll einen Betäubungstrank zu sich nehmen, der sie in einen todesähnlichen Zustand versetzt. Dadurch könnte sie der Hochzeit entkommen. Julia stimmt zu. Durch einen unglücklichen Zufall bekommt Romeo den Brief, der ihn von diesem Plan in Kenntnis setzen soll, nicht. Als er von Julias Tod hört, ist er verzweifelt. Er verschafft sich Gift und begibt sich dann zur Gruft der Capulets. Dort tötet er sich neben der kurz darauf erwachenden Julia. Als diese ihren toten Geliebten neben sich erkennt, ersticht sie sich mit dessen Dolch. Über den Leichen ihrer Kinder versöhnen sich die verfeindeten Eltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interpretation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirkung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
* [http://www.lehrer-online.de/verona-world.php?sid=16833333749889528119556255626540 Verona World] Verona World ist das Ergebnis eines Projektes im Anschluss an Shakespeares Drama Romeo &amp;amp; Juliet im Leistungskurs des Jahrgangs 12. Dabei erarbeiten die Lernenden eigene Mini-Websites auf Basis von kreativer Textproduktion oder umfassenden Internetrecherchen.&lt;br /&gt;
* [http://www.lehrer-online.de/shakespeare-webquest.php?sid=16833333749889528119556255626540 &amp;quot;Shakespeare - the man and the playwright&amp;quot;] Dieser WebQuest führt Lernende an William Shakespeare, sein Werk und vor allem das Drama Romeo and Juliet heran. Sie suchen im Netz nach Informationen, aus denen sie eine Präsentation erstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:William Shakespeare]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Die_Abenteuer_des_Tom_Sawyer&amp;diff=3297</id>
		<title>Die Abenteuer des Tom Sawyer</title>
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		<updated>2007-11-16T12:54:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Die Abenteuer des Tom Sawyer&#039;&#039;&#039; (The Adventures Of Tom Sawyer) ist ein 1876 erschienener Roman des amerikanischen Schriftstellers [[Mark Twain]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch zählt zu den Klassikern der Jugendbuch-Literatur. Es wird, für die Zeit ungewöhnlich, in der damals gängigen Alltagssprache erzählt, womit der Autor ein Gegenkonzept zu den damals üblichen Kinderbüchern über Musterknaben und brave Mädchen entwerfen möchte. Bisweilen wird das Buch, wie auch der Nachfolger „Huckleberry Finns Abenteuer“, als rassistisch bezeichnet, weil Schwarze durchweg „Nigger“ genannt werden. Das war jedoch die zu der Zeit gängige Sprachpraxis. Die Darstellung der Schwarzen, mit denselben Gefühlen und Wünschen wie die Weißen, ist für die Zeit emanzipatorisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Der junge Tom Sawyer, der als Waise mit seinem Halbbruder Sid bei seiner Tante Polly lebt, erlebt zusammen mit seinem Freund Huckleberry Finn verschiedene Abenteuer in der Kleinstadt „St. Petersburg“ im mittleren Westen der USA am Ufer des Mississippi River. Auf dem Friedhof beobachten er und Huckleberry Finn eines Nachts durch einen Zufall einen Mord des Banditen Indianer Joe, der diesen dem gutmütigen Muff Potter in die Schuhe schiebt. Aus Liebeskummer beschließt Tom, nachdem er Becky Thatcher kennenlernt, zusammen mit Huck und einem weiteren Freund ein Leben als Pirat zu führen. Sie verbringen heimlich einige Tage auf der Jackson-Insel und werden bald für tot gehalten. Die drei kehren zurück, um an ihrer eigenen Totenmesse aufzutreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Rückkehr kann Tom in der Gerichtsverhandlung Muff Potter entlasten. Indianer Joe flieht daraufhin während der Gerichtsverhandlung aus dem Fenster. Kurze Zeit später finden Tom und Huck Hinweise auf einen Schatz und müssen sich auch dabei mit Indianer Joe auseinandersetzen. Tom verirrt sich später mit seiner Freundin Becky Thatcher bei einem Ausflug in einer Höhle, in der er unvermittelt Indianer Joe wieder begegnet. Bei der Flucht vor dem Banditen findet Tom zufällig einen zweiten Ausgang und rettet sich und seiner Freundin Becky das Leben. Nachdem die Beiden nach Hause kommen, wird der einzige bekannte Eingang verschlossen, worauf Indianer Joe in der Höhle stirbt. Nach Tagen kehrt Tom mit Huckleberry Finn in die Höhle zurück, weil sie vermuten, dass sich dort der Schatz befindet, dem sie auf der Spur waren. Diesen entdecken sie auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung und Wirkung ==&lt;br /&gt;
Mark Twain beschreibt in dem Buch einige selbsterlebte Ereignisse in nostalgisch verklärter Form. Als Vorlage für den literarischen Ort „St. Petersburg“ hat der Autor die Stadt Hannibal in der Nähe von St. Louis verwendet, in der er selbst aufwuchs (weshalb es möglich ist, Orte des Romanes - wie z.B. die Höhlen - tatsächlich heute noch zu besuchen.). Diese Tatsache gilt als Grund dafür, dass der Roman, im Gegensatz zu seinem Nachfolger Huckleberry Finn, den Charakter einer Idylle beibehält und insgesamt eine harmonische und intakte Welt beschreibt. Auch die Erzählperspektive resultiert daraus: so gibt es hier einen ironisch-distanzierten Erzähler, der die Erlebnisse der Jungen schildert. Erst die Ich-Perspektive, zu der Mark Twain in Huckleberry Finn wechselt, nimmt moralische Konflikte ernst und macht auf diese Weise eine Gesellschaftskritik möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tom Sawyer gilt als eine „Fingerübung“ Mark Twains, die nur ansatzweise die Elemente Humor, Satire und Kritik enthält, die ihn später zu einem der wichtigsten Autoren der neueren amerikanischen Literatur machten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
* [http://www.fh-lueneburg.de/u1/gym03/expo/jonatur/schulent/eigenarb/lestagbu/vorgatom.htm Lesetagebuch zu &amp;quot;Tom Sawyers Abenteuer&amp;quot;] Das Lesetagebuch ist eine Methode zur Bearbeitung von Lektüre, die am Johanneum Lüneburg erfolgreich in der 7. und 8. Klasse erprobt wurde. Die Erfahrungen sind auf der Internetseite der Schule dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.andiroch.de/twain/tomsawy.htm Die Abenteuer des Tom Sawyer] Text der deutschen Übersetzung auf schlichter html-Seite&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordamerikanische Literatur|Abenteuer des Tom Sawyer, Die]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=K%C3%B6nig_%C3%96dipus&amp;diff=3296</id>
		<title>König Ödipus</title>
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		<updated>2007-11-16T12:54:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;König Ödipus&#039;&#039;&#039; ist [[Sophokles]]&#039; dramatische Bearbeitung (436–433 v. Chr.) des Ödipus-Mythos und neben den weiteren Bearbeitungen (durch [[Aischylos]], [[Euripides]], Xenokles, Meletos, Friedrich Hölderlin u.a.) die einzige aus der Antike in die Gegenwart überlieferte Fassung. Das Theaterstück ist in Sprache, Dramaturgie und Psychologie ein Meisterwerk der klassischen Weltliteratur aus der Blütezeit der altgriechischen Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorgeschichte==&lt;br /&gt;
Aufgrund eines Orakels, das prophezeit hatte, Laïos werde durch seinen eigenen Sohn sterben, setzt er den späteren thebanischen König Ödipus als Kind aus. Später weissagt ein anderes Orakel Ödipus, er werde seinen Vater erschlagen und mit seiner Mutter in Schande leben. Daraufhin verlässt er Polybos und Merope, den korinthischen König und dessen Frau, die ihn als Sohn aufgezogen hatten. Auf seiner Wanderung trifft er an einer Wegkreuzung auf Laïos und seine Leute. Er wird in einen Kampf mit ihm verwickelt und erschlägt - ohne es zu wissen - seinen leiblichen Vater Laïos. Vor den Toren Thebens kann er die Stadt von der Sphinx, einem Ungeheuer, erlösen und erhält als Belohnung Iokaste, die Witwe des Königs Laïos. Er nimmt sie zur Frau und bekommt das Königreich Theben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Damit setzt die eigentliche Dramenhandlung ein, in der Ödipus in sechs Stufen seine Vergangenheit aufdeckt. Ein Orakel, das die Ursachen einer seit längerem wütenden Seuche andeutet, bezieht Ödipus’ Schwager Kreon auf den ungesühnten Mord an Ödipus’ Vorgänger Laïos. Daraufhin leitet der neue König von Theben eine Untersuchung des Falles ein. Der einzige überlebende Zeuge gibt an, dass der Mord von Räubern verübt wurde. Der Augenzeuge weigert sich, die wahren Zusammenhänge auszusprechen. Erst als er selbst von Ödipus verdächtigt wird, zögert er nicht länger: Ödipus sei der Mörder von Laïos gewesen. Dieser glaubt ihm nicht und wittert eine Verschwörung zwischen Kreon und dem Zeugen. Doch mit der Erinnerung an den Vorfall an der Wegkreuzung stellen sich erste Zweifel ein. Als Ödipus von einem aus Korinth eintreffenden Boten erfährt, dass der verstorbene Polybos und dessen Frau nicht seine leiblichen Eltern sind, sondern ihn von einem Knecht des Laïos erhalten haben, werden seine Befürchtungen zur Gewissheit. Iokaste erkennt, dass die delphischen Prophezeiungen sich an ihnen erfüllt haben. Die Gegenüberstellung des korinthischen Boten, der Ödipus als Kind erhalten hatte, bringt die Wahrheit ans Licht, die Narben an seinen damals durchstochenen Füßen sind offensichtlich: Ödipus ist Laïos&#039; und Iokastes Sohn. Als Ödipus entsetzt ins Haus stürzt, findet er Iokaste erhängt. Er blendet sich selbst mit ihren goldenen Spangen. Ödipus, der nun nichts sehnlicher wünscht als zu sterben, muss sich damit abfinden, dass die Entscheidung darüber bei den Göttern liegt. Er übergibt seine Kinder Kreon, der die Herrschaft über Theben übernehmen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interpretation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
* [http://www.fwu.de/db-bm/sodis.php?idnr=SODIS-00006245 König Ödipus von Sophokles - die antike Tragödie heute] Unterrichtsvorbereitung aus dem Computer: Die Diskette bietet Anregungen zur Behandlung der antiken Tragödie von Sophokles &amp;quot;König Ödipus&amp;quot; - der tragische Mensch als Hauptfigur des Dramas mit dem Ödipusstoff als Urstoff. Politisches und kulturelles Umfeld, Interpretationsaspekte, Aspekte der Struktur und Gattungstypologie werden genauso behandelt wie der Stoff in seiner Wirkungsgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/sophokle/oedipus/oedipus.htm Ödipus der Tyrann] Text in der Übersetzung von Hugo von Hofmannsthal im Projekt Gutenberg &lt;br /&gt;
* [http://www.zeno.org/Literatur/M/Sophokles/Trag%C3%B6dien/K%C3%B6nig+%C3%96dipus König Ödipus] Text in der Übersetzung von Übersetzung von K.W.F. Solger bei Zeno.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Der_Fremde&amp;diff=3295</id>
		<title>Der Fremde</title>
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		<updated>2007-11-16T12:51:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Der Fremde&#039;&#039;&#039; (L&#039;Étranger) ist ein Roman von [[Albert Camus]]. Er ist 1942 im renommierten Verlagshaus Gallimard als Buch erschienen. Der Text ist eines der Hauptwerke der Philosophie des Existentialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Die Novelle erzählt die Geschichte eines introvertierten Mannes namens Meursault („Meurs, sot!“, eine mögliche Anspielung auf „Stirb, Tor!“), der einen Mord begeht und in seiner Gefängniszelle auf die Hinrichtung wartet. Die Handlung spielt im Algerien der 30er Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Novelle ist in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil nimmt Meursault an der Beerdigung seiner Mutter teil. Dabei zeigt er sich ohne jegliche Anteilnahme und Emotion, da er sich im gleichen Maße, wie seine Mutter sich nicht mehr für ihn interessiert hat, nun auch nicht mehr für sie interessiert. Die Novelle setzt mit einer Dokumentation der folgenden Tage seines Lebens aus der Ich-Perspektive fort. Meursault erweist sich als ein Mensch, der ohne Ehrgeiz in den Tag hineinlebt. Er beginnt eine Liebesaffäre kurze Zeit nach der Beerdigung seiner Mutter, was ihm später als Beweis für seine emotionale Kälte ausgelegt wird. Meursault ist glücklich, wenn er seinen Alltag routiniert ohne grundlegende Änderungen erledigen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meursaults Nachbar Raymond Sintès, der der Zuhälterei verdächtigt wird, freundet sich mit ihm an. Meursault hilft Sintès, eine Mätresse, welche er als ehemalige Freundin ausgibt, zu sich zu locken. Sintès bedrängt und demütigt die Frau, die Araberin ist. Später begegnen Meursault und Sintès dem Bruder der Frau und seinen Freunden am Strand. Die Situation eskaliert und es kommt zu einer Schlägerei. Kurze Zeit später trifft Meursault den Araber noch einmal alleine an. Als Meursault &amp;quot;zufällig einen Schritt nach vorne macht&amp;quot;, wie er sagt, zieht der Araber ein Messer. Dessen Klinge reflektiert die Sonne genau in die Augen von Meursault, der eine Waffe Sintès&#039; im Anschlag hält. Dabei löst sich ein Schuß in den verschwitzten Händen und tötet den Araber. Dabei steht er immer noch in sicherer Entfernung zu diesem - eine direkte Bedrohung ist also überhaupt nicht gegeben. Zwischen dem ersten und den übrigen vier Schüssen lässt er einige Sekunden Zeit verstreichen, was sich für die gerichtliche Verhandlung dieses Falles als fatal herausstellt. Ob die Tat in Notwehr geschieht, wird von Camus nicht weiter ausgeführt, auf jeden Fall scheint Meursault durch die Stunden in der Sonne nicht mehr ganz zurechnungsfähig gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Teil des Buches wird Meursault der Prozess gemacht. Hier wird der Protagonist erstmals mit dem Eindruck konfrontiert, den sein gleichgültiges und teilnahmsloses Verhalten auf Gottesfürchtige macht. Die berechtigten Vorwürfe, er sei gottlos, nimmt er kommentarlos hin, er verteidigt sich nicht. Sein schmerzunempfindliches, indolentes Verhalten deutet er selber als konsequenten Lebensansatz. Meursault wird zum Tode verurteilt und wird in seiner Todeszelle &amp;quot;zum ersten Mal empfänglich für die zärtliche Gleichgültigkeit der Welt&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albert Camus nimmt in diesem Roman weite Teile seiner kurze Zeit später veröffentlichen Philosophie des Absurden voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
* [http://www.lehrer-online.de/etranger.php?sid=47313318182284246019521502150230 L&#039;Étranger - lecture guidée] Dieses Beispiel für die internetgestützte Lektürearbeit am Étranger soll einen neuen Weg in der Methodik schulischer Lektüren aufzeigen. Es stellt dar, wie Lernende mithilfe des Internets eine individualisierte und relativ autonome Literaturarbeit in der Schule oder zu Hause leisten.&lt;br /&gt;
* [http://www.richmond.edu/%7Ejpaulsen/camus/letranger.html Activités, fiches et ressources  pour accompagner la lecture de l&#039;étranger]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französische_Literatur|Fremde, Der]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Der_kleine_Prinz&amp;diff=3294</id>
		<title>Der kleine Prinz</title>
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		<updated>2007-11-16T12:49:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Der kleine Prinz&#039;&#039;&#039; (im Original: Le Petit Prince), eine illustrierte Erzählung von [[Antoine de Saint-Exupéry]], ist das bekannteste Werk des französischen Autors. Nach Harenberg [1] gilt der kleine Prinz als literarische Umsetzung des moralischen Denkens und der Welterkenntnis seines Autors. Das Werk ist ein modernes Märchen und nicht nur ein Kinderbuch. Die Erstausgabe wurde 1943 in New York vorgestellt. 1950 erschien die erste deutsche Übersetzung; bis heute wurde das Werk weltweit in über 50 Sprachen übersetzt. Es ist ein Plädoyer für Freundschaft und Menschlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Der Zufall will es, dass der kleine Prinz und ein Flieger einander mitten in der Sahara treffen, nachdem der Flieger mit seinem Flugzeug abgestürzt ist (Ähnliches ist dem Autor tatsächlich passiert, als er 1935 etwa 200 km westlich von Kairo in der Wüste landete). Der kleine Prinz hat nichts von einem verängstigten oder verunsicherten Kind an sich, sondern bittet nur: „Zeichne mir ein Schaf“. Bald stellt sich heraus, dass der kleine Prinz nicht von der Erde stammt, sondern von einem kleinen Asteroiden. Auf seiner Reise durch das Universum lernt er die unterschiedlichsten Menschen kennen und entdeckt deren Gemeinsamkeit, nur auf Äußerlichkeiten zu achten und sich ansonsten vorwiegend für sich selbst zu interessieren. Erst auf der Erde und im Gespräch mit unterschiedlichen Tieren erfuhr der kleine Prinz, dass nur wahre Freundschaft und Liebe die Einsamkeit jedes Einzelnen überwinden können. Nachdem er von einer Schlange gebissen wurde, fällt der kleine Prinz lautlos in den Sand und ist am nächsten Morgen verschwunden. Der Flieger hat unterdessen sein Flugzeug repariert und kehrt in seine Welt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
* [http://www.lehrer-online.de/url/petit-prince »Le Petit Prince« - Unterrichtseinheit] Lehrer-Online &lt;br /&gt;
* [http://www.richmond.edu/%7Ejpaulsen/petitprince/petitprince.html Activités, fiches et ressources pour accompagner la lecture du Petit Prince] Le Quartier français du Village planétaire&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französische_Literatur|Kleine Prinz, Der]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Der_kleine_Prinz&amp;diff=3293</id>
		<title>Der kleine Prinz</title>
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		<updated>2007-11-16T12:48:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Der kleine Prinz&#039;&#039;&#039; (im Original: Le Petit Prince), eine illustrierte Erzählung von [[Antoine de Saint-Exupéry]], ist das bekannteste Werk des französischen Autors. Nach Harenberg [1] gilt der kleine Prinz als literarische Umsetzung des moralischen Denkens und der Welterkenntnis seines Autors. Das Werk ist ein modernes Märchen und nicht nur ein Kinderbuch. Die Erstausgabe wurde 1943 in New York vorgestellt. 1950 erschien die erste deutsche Übersetzung; bis heute wurde das Werk weltweit in über 50 Sprachen übersetzt. Es ist ein Plädoyer für Freundschaft und Menschlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Der Zufall will es, dass der kleine Prinz und ein Flieger einander mitten in der Sahara treffen, nachdem der Flieger mit seinem Flugzeug abgestürzt ist (Ähnliches ist dem Autor tatsächlich passiert, als er 1935 etwa 200 km westlich von Kairo in der Wüste landete). Der kleine Prinz hat nichts von einem verängstigten oder verunsicherten Kind an sich, sondern bittet nur: „Zeichne mir ein Schaf“. Bald stellt sich heraus, dass der kleine Prinz nicht von der Erde stammt, sondern von einem kleinen Asteroiden. Auf seiner Reise durch das Universum lernt er die unterschiedlichsten Menschen kennen und entdeckt deren Gemeinsamkeit, nur auf Äußerlichkeiten zu achten und sich ansonsten vorwiegend für sich selbst zu interessieren. Erst auf der Erde und im Gespräch mit unterschiedlichen Tieren erfuhr der kleine Prinz, dass nur wahre Freundschaft und Liebe die Einsamkeit jedes Einzelnen überwinden können. Nachdem er von einer Schlange gebissen wurde, fällt der kleine Prinz lautlos in den Sand und ist am nächsten Morgen verschwunden. Der Flieger hat unterdessen sein Flugzeug repariert und kehrt in seine Welt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
[http://www.richmond.edu/%7Ejpaulsen/petitprince/petitprince.html Activités, fiches et ressources pour accompagner la lecture du Petit Prince]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französische_Literatur|Kleine Prinz, Der]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Der_kleine_Prinz&amp;diff=3292</id>
		<title>Der kleine Prinz</title>
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		<updated>2007-11-16T12:48:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Der kleine Prinz&#039;&#039;&#039; (im Original: Le Petit Prince), eine illustrierte Erzählung von [[Antoine de Saint-Exupéry]], ist das bekannteste Werk des französischen Autors. Nach Harenberg [1] gilt der kleine Prinz als literarische Umsetzung des moralischen Denkens und der Welterkenntnis seines Autors. Das Werk ist ein modernes Märchen und nicht nur ein Kinderbuch. Die Erstausgabe wurde 1943 in New York vorgestellt. 1950 erschien die erste deutsche Übersetzung; bis heute wurde das Werk weltweit in über 50 Sprachen übersetzt. Es ist ein Plädoyer für Freundschaft und Menschlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Der Zufall will es, dass der kleine Prinz und ein Flieger einander mitten in der Sahara treffen, nachdem der Flieger mit seinem Flugzeug abgestürzt ist (Ähnliches ist dem Autor tatsächlich passiert, als er 1935 etwa 200 km westlich von Kairo in der Wüste landete). Der kleine Prinz hat nichts von einem verängstigten oder verunsicherten Kind an sich, sondern bittet nur: „Zeichne mir ein Schaf“. Bald stellt sich heraus, dass der kleine Prinz nicht von der Erde stammt, sondern von einem kleinen Asteroiden. Auf seiner Reise durch das Universum lernt er die unterschiedlichsten Menschen kennen und entdeckt deren Gemeinsamkeit, nur auf Äußerlichkeiten zu achten und sich ansonsten vorwiegend für sich selbst zu interessieren. Erst auf der Erde und im Gespräch mit unterschiedlichen Tieren erfuhr der kleine Prinz, dass nur wahre Freundschaft und Liebe die Einsamkeit jedes Einzelnen überwinden können. Nachdem er von einer Schlange gebissen wurde, fällt der kleine Prinz lautlos in den Sand und ist am nächsten Morgen verschwunden. Der Flieger hat unterdessen sein Flugzeug repariert und kehrt in seine Welt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
[http://www.richmond.edu/%7Ejpaulsen/petitprince/petitprince.html Activités, fiches et ressources pour accompagner la lecture du Petit Prince]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.lehrer-online.de/url/petit-prince »Le Petit Prince« - Unterrichtseinheit] Lehrer-Online &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französische_Literatur|Kleine Prinz, Der]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Der_Fremde&amp;diff=3291</id>
		<title>Der Fremde</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Der_Fremde&amp;diff=3291"/>
		<updated>2007-11-16T12:14:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Der Fremde&#039;&#039;&#039; (L&#039;Étranger) ist ein Roman von [[Albert Camus]]. Er ist 1942 im renommierten Verlagshaus Gallimard als Buch erschienen. Der Text ist eines der Hauptwerke der Philosophie des Existentialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Die Novelle erzählt die Geschichte eines introvertierten Mannes namens Meursault („Meurs, sot!“, eine mögliche Anspielung auf „Stirb, Tor!“), der einen Mord begeht und in seiner Gefängniszelle auf die Hinrichtung wartet. Die Handlung spielt im Algerien der 30er Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Novelle ist in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil nimmt Meursault an der Beerdigung seiner Mutter teil. Dabei zeigt er sich ohne jegliche Anteilnahme und Emotion, da er sich im gleichen Maße, wie seine Mutter sich nicht mehr für ihn interessiert hat, nun auch nicht mehr für sie interessiert. Die Novelle setzt mit einer Dokumentation der folgenden Tage seines Lebens aus der Ich-Perspektive fort. Meursault erweist sich als ein Mensch, der ohne Ehrgeiz in den Tag hineinlebt. Er beginnt eine Liebesaffäre kurze Zeit nach der Beerdigung seiner Mutter, was ihm später als Beweis für seine emotionale Kälte ausgelegt wird. Meursault ist glücklich, wenn er seinen Alltag routiniert ohne grundlegende Änderungen erledigen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meursaults Nachbar Raymond Sintès, der der Zuhälterei verdächtigt wird, freundet sich mit ihm an. Meursault hilft Sintès, eine Mätresse, welche er als ehemalige Freundin ausgibt, zu sich zu locken. Sintès bedrängt und demütigt die Frau, die Araberin ist. Später begegnen Meursault und Sintès dem Bruder der Frau und seinen Freunden am Strand. Die Situation eskaliert und es kommt zu einer Schlägerei. Kurze Zeit später trifft Meursault den Araber noch einmal alleine an. Als Meursault &amp;quot;zufällig einen Schritt nach vorne macht&amp;quot;, wie er sagt, zieht der Araber ein Messer. Dessen Klinge reflektiert die Sonne genau in die Augen von Meursault, der eine Waffe Sintès&#039; im Anschlag hält. Dabei löst sich ein Schuß in den verschwitzten Händen und tötet den Araber. Dabei steht er immer noch in sicherer Entfernung zu diesem - eine direkte Bedrohung ist also überhaupt nicht gegeben. Zwischen dem ersten und den übrigen vier Schüssen lässt er einige Sekunden Zeit verstreichen, was sich für die gerichtliche Verhandlung dieses Falles als fatal herausstellt. Ob die Tat in Notwehr geschieht, wird von Camus nicht weiter ausgeführt, auf jeden Fall scheint Meursault durch die Stunden in der Sonne nicht mehr ganz zurechnungsfähig gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Teil des Buches wird Meursault der Prozess gemacht. Hier wird der Protagonist erstmals mit dem Eindruck konfrontiert, den sein gleichgültiges und teilnahmsloses Verhalten auf Gottesfürchtige macht. Die berechtigten Vorwürfe, er sei gottlos, nimmt er kommentarlos hin, er verteidigt sich nicht. Sein schmerzunempfindliches, indolentes Verhalten deutet er selber als konsequenten Lebensansatz. Meursault wird zum Tode verurteilt und wird in seiner Todeszelle &amp;quot;zum ersten Mal empfänglich für die zärtliche Gleichgültigkeit der Welt&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albert Camus nimmt in diesem Roman weite Teile seiner kurze Zeit später veröffentlichen Philosophie des Absurden voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
[http://www.lehrer-online.de/etranger.php?sid=47313318182284246019521502150230 L&#039;Étranger - lecture guidée] Dieses Beispiel für die internetgestützte Lektürearbeit am Étranger soll einen neuen Weg in der Methodik schulischer Lektüren aufzeigen. Es stellt dar, wie Lernende mithilfe des Internets eine individualisierte und relativ autonome Literaturarbeit in der Schule oder zu Hause leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französische_Literatur|Fremde, Der]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Der_Fremde&amp;diff=3290</id>
		<title>Der Fremde</title>
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		<updated>2007-11-16T12:12:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Der Fremde&#039;&#039;&#039; (L&#039;Étranger) ist ein Roman von [[Albert Camus]]. Er ist 1942 im renommierten Verlagshaus Gallimard als Buch erschienen. Der Text ist eines der Hauptwerke der Philosophie des Existentialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Die Novelle erzählt die Geschichte eines introvertierten Mannes namens Meursault („Meurs, sot!“, eine mögliche Anspielung auf „Stirb, Tor!“), der einen Mord begeht und in seiner Gefängniszelle auf die Hinrichtung wartet. Die Handlung spielt im Algerien der 30er Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Novelle ist in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil nimmt Meursault an der Beerdigung seiner Mutter teil. Dabei zeigt er sich ohne jegliche Anteilnahme und Emotion, da er sich im gleichen Maße, wie seine Mutter sich nicht mehr für ihn interessiert hat, nun auch nicht mehr für sie interessiert. Die Novelle setzt mit einer Dokumentation der folgenden Tage seines Lebens aus der Ich-Perspektive fort. Meursault erweist sich als ein Mensch, der ohne Ehrgeiz in den Tag hineinlebt. Er beginnt eine Liebesaffäre kurze Zeit nach der Beerdigung seiner Mutter, was ihm später als Beweis für seine emotionale Kälte ausgelegt wird. Meursault ist glücklich, wenn er seinen Alltag routiniert ohne grundlegende Änderungen erledigen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meursaults Nachbar Raymond Sintès, der der Zuhälterei verdächtigt wird, freundet sich mit ihm an. Meursault hilft Sintès, eine Mätresse, welche er als ehemalige Freundin ausgibt, zu sich zu locken. Sintès bedrängt und demütigt die Frau, die Araberin ist. Später begegnen Meursault und Sintès dem Bruder der Frau und seinen Freunden am Strand. Die Situation eskaliert und es kommt zu einer Schlägerei. Kurze Zeit später trifft Meursault den Araber noch einmal alleine an. Als Meursault &amp;quot;zufällig einen Schritt nach vorne macht&amp;quot;, wie er sagt, zieht der Araber ein Messer. Dessen Klinge reflektiert die Sonne genau in die Augen von Meursault, der eine Waffe Sintès&#039; im Anschlag hält. Dabei löst sich ein Schuß in den verschwitzten Händen und tötet den Araber. Dabei steht er immer noch in sicherer Entfernung zu diesem - eine direkte Bedrohung ist also überhaupt nicht gegeben. Zwischen dem ersten und den übrigen vier Schüssen lässt er einige Sekunden Zeit verstreichen, was sich für die gerichtliche Verhandlung dieses Falles als fatal herausstellt. Ob die Tat in Notwehr geschieht, wird von Camus nicht weiter ausgeführt, auf jeden Fall scheint Meursault durch die Stunden in der Sonne nicht mehr ganz zurechnungsfähig gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Teil des Buches wird Meursault der Prozess gemacht. Hier wird der Protagonist erstmals mit dem Eindruck konfrontiert, den sein gleichgültiges und teilnahmsloses Verhalten auf Gottesfürchtige macht. Die berechtigten Vorwürfe, er sei gottlos, nimmt er kommentarlos hin, er verteidigt sich nicht. Sein schmerzunempfindliches, indolentes Verhalten deutet er selber als konsequenten Lebensansatz. Meursault wird zum Tode verurteilt und wird in seiner Todeszelle &amp;quot;zum ersten Mal empfänglich für die zärtliche Gleichgültigkeit der Welt&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albert Camus nimmt in diesem Roman weite Teile seiner kurze Zeit später veröffentlichen Philosophie des Absurden voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französische_Literatur|Fremde, Der]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Die_Abenteuer_des_Tom_Sawyer&amp;diff=3289</id>
		<title>Die Abenteuer des Tom Sawyer</title>
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		<updated>2007-11-16T12:09:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Die Abenteuer des Tom Sawyer&#039;&#039;&#039; (The Adventures Of Tom Sawyer) ist ein 1876 erschienener Roman des amerikanischen Schriftstellers [[Mark Twain]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch zählt zu den Klassikern der Jugendbuch-Literatur. Es wird, für die Zeit ungewöhnlich, in der damals gängigen Alltagssprache erzählt, womit der Autor ein Gegenkonzept zu den damals üblichen Kinderbüchern über Musterknaben und brave Mädchen entwerfen möchte. Bisweilen wird das Buch, wie auch der Nachfolger „Huckleberry Finns Abenteuer“, als rassistisch bezeichnet, weil Schwarze durchweg „Nigger“ genannt werden. Das war jedoch die zu der Zeit gängige Sprachpraxis. Die Darstellung der Schwarzen, mit denselben Gefühlen und Wünschen wie die Weißen, ist für die Zeit emanzipatorisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Der junge Tom Sawyer, der als Waise mit seinem Halbbruder Sid bei seiner Tante Polly lebt, erlebt zusammen mit seinem Freund Huckleberry Finn verschiedene Abenteuer in der Kleinstadt „St. Petersburg“ im mittleren Westen der USA am Ufer des Mississippi River. Auf dem Friedhof beobachten er und Huckleberry Finn eines Nachts durch einen Zufall einen Mord des Banditen Indianer Joe, der diesen dem gutmütigen Muff Potter in die Schuhe schiebt. Aus Liebeskummer beschließt Tom, nachdem er Becky Thatcher kennenlernt, zusammen mit Huck und einem weiteren Freund ein Leben als Pirat zu führen. Sie verbringen heimlich einige Tage auf der Jackson-Insel und werden bald für tot gehalten. Die drei kehren zurück, um an ihrer eigenen Totenmesse aufzutreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Rückkehr kann Tom in der Gerichtsverhandlung Muff Potter entlasten. Indianer Joe flieht daraufhin während der Gerichtsverhandlung aus dem Fenster. Kurze Zeit später finden Tom und Huck Hinweise auf einen Schatz und müssen sich auch dabei mit Indianer Joe auseinandersetzen. Tom verirrt sich später mit seiner Freundin Becky Thatcher bei einem Ausflug in einer Höhle, in der er unvermittelt Indianer Joe wieder begegnet. Bei der Flucht vor dem Banditen findet Tom zufällig einen zweiten Ausgang und rettet sich und seiner Freundin Becky das Leben. Nachdem die Beiden nach Hause kommen, wird der einzige bekannte Eingang verschlossen, worauf Indianer Joe in der Höhle stirbt. Nach Tagen kehrt Tom mit Huckleberry Finn in die Höhle zurück, weil sie vermuten, dass sich dort der Schatz befindet, dem sie auf der Spur waren. Diesen entdecken sie auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung und Wirkung ==&lt;br /&gt;
Mark Twain beschreibt in dem Buch einige selbsterlebte Ereignisse in nostalgisch verklärter Form. Als Vorlage für den literarischen Ort „St. Petersburg“ hat der Autor die Stadt Hannibal in der Nähe von St. Louis verwendet, in der er selbst aufwuchs (weshalb es möglich ist, Orte des Romanes - wie z.B. die Höhlen - tatsächlich heute noch zu besuchen.). Diese Tatsache gilt als Grund dafür, dass der Roman, im Gegensatz zu seinem Nachfolger Huckleberry Finn, den Charakter einer Idylle beibehält und insgesamt eine harmonische und intakte Welt beschreibt. Auch die Erzählperspektive resultiert daraus: so gibt es hier einen ironisch-distanzierten Erzähler, der die Erlebnisse der Jungen schildert. Erst die Ich-Perspektive, zu der Mark Twain in Huckleberry Finn wechselt, nimmt moralische Konflikte ernst und macht auf diese Weise eine Gesellschaftskritik möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tom Sawyer gilt als eine „Fingerübung“ Mark Twains, die nur ansatzweise die Elemente Humor, Satire und Kritik enthält, die ihn später zu einem der wichtigsten Autoren der neueren amerikanischen Literatur machten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
[http://www.fh-lueneburg.de/u1/gym03/expo/jonatur/schulent/eigenarb/lestagbu/vorgatom.htm Lesetagebuch zu &amp;quot;Tom Sawyers Abenteuer&amp;quot;] Das Lesetagebuch ist eine Methode zur Bearbeitung von Lektüre, die am Johanneum Lüneburg erfolgreich in der 7. und 8. Klasse erprobt wurde. Die Erfahrungen sind auf der Internetseite der Schule dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.andiroch.de/twain/tomsawy.htm Die Abenteuer des Tom Sawyer] Text der deutschen Übersetzung auf schlichter html-Seite&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordamerikanische Literatur|Abenteuer des Tom Sawyer, Die]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Die_Abenteuer_des_Tom_Sawyer&amp;diff=3288</id>
		<title>Die Abenteuer des Tom Sawyer</title>
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		<updated>2007-11-16T12:06:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Die Abenteuer des Tom Sawyer&#039;&#039;&#039; (The Adventures Of Tom Sawyer) ist ein 1876 erschienener Roman des amerikanischen Schriftstellers [[Mark Twain]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch zählt zu den Klassikern der Jugendbuch-Literatur. Es wird, für die Zeit ungewöhnlich, in der damals gängigen Alltagssprache erzählt, womit der Autor ein Gegenkonzept zu den damals üblichen Kinderbüchern über Musterknaben und brave Mädchen entwerfen möchte. Bisweilen wird das Buch, wie auch der Nachfolger „Huckleberry Finns Abenteuer“, als rassistisch bezeichnet, weil Schwarze durchweg „Nigger“ genannt werden. Das war jedoch die zu der Zeit gängige Sprachpraxis. Die Darstellung der Schwarzen, mit denselben Gefühlen und Wünschen wie die Weißen, ist für die Zeit emanzipatorisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Der junge Tom Sawyer, der als Waise mit seinem Halbbruder Sid bei seiner Tante Polly lebt, erlebt zusammen mit seinem Freund Huckleberry Finn verschiedene Abenteuer in der Kleinstadt „St. Petersburg“ im mittleren Westen der USA am Ufer des Mississippi River. Auf dem Friedhof beobachten er und Huckleberry Finn eines Nachts durch einen Zufall einen Mord des Banditen Indianer Joe, der diesen dem gutmütigen Muff Potter in die Schuhe schiebt. Aus Liebeskummer beschließt Tom, nachdem er Becky Thatcher kennenlernt, zusammen mit Huck und einem weiteren Freund ein Leben als Pirat zu führen. Sie verbringen heimlich einige Tage auf der Jackson-Insel und werden bald für tot gehalten. Die drei kehren zurück, um an ihrer eigenen Totenmesse aufzutreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Rückkehr kann Tom in der Gerichtsverhandlung Muff Potter entlasten. Indianer Joe flieht daraufhin während der Gerichtsverhandlung aus dem Fenster. Kurze Zeit später finden Tom und Huck Hinweise auf einen Schatz und müssen sich auch dabei mit Indianer Joe auseinandersetzen. Tom verirrt sich später mit seiner Freundin Becky Thatcher bei einem Ausflug in einer Höhle, in der er unvermittelt Indianer Joe wieder begegnet. Bei der Flucht vor dem Banditen findet Tom zufällig einen zweiten Ausgang und rettet sich und seiner Freundin Becky das Leben. Nachdem die Beiden nach Hause kommen, wird der einzige bekannte Eingang verschlossen, worauf Indianer Joe in der Höhle stirbt. Nach Tagen kehrt Tom mit Huckleberry Finn in die Höhle zurück, weil sie vermuten, dass sich dort der Schatz befindet, dem sie auf der Spur waren. Diesen entdecken sie auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung und Wirkung ==&lt;br /&gt;
Mark Twain beschreibt in dem Buch einige selbsterlebte Ereignisse in nostalgisch verklärter Form. Als Vorlage für den literarischen Ort „St. Petersburg“ hat der Autor die Stadt Hannibal in der Nähe von St. Louis verwendet, in der er selbst aufwuchs (weshalb es möglich ist, Orte des Romanes - wie z.B. die Höhlen - tatsächlich heute noch zu besuchen.). Diese Tatsache gilt als Grund dafür, dass der Roman, im Gegensatz zu seinem Nachfolger Huckleberry Finn, den Charakter einer Idylle beibehält und insgesamt eine harmonische und intakte Welt beschreibt. Auch die Erzählperspektive resultiert daraus: so gibt es hier einen ironisch-distanzierten Erzähler, der die Erlebnisse der Jungen schildert. Erst die Ich-Perspektive, zu der Mark Twain in Huckleberry Finn wechselt, nimmt moralische Konflikte ernst und macht auf diese Weise eine Gesellschaftskritik möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tom Sawyer gilt als eine „Fingerübung“ Mark Twains, die nur ansatzweise die Elemente Humor, Satire und Kritik enthält, die ihn später zu einem der wichtigsten Autoren der neueren amerikanischen Literatur machten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.andiroch.de/twain/tomsawy.htm Die Abenteuer des Tom Sawyer] Text der deutschen Übersetzung auf schlichter html-Seite&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordamerikanische Literatur|Abenteuer des Tom Sawyer, Die]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=K%C3%B6nig_%C3%96dipus&amp;diff=3287</id>
		<title>König Ödipus</title>
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		<updated>2007-11-16T12:04:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;König Ödipus&#039;&#039;&#039; ist [[Sophokles]]&#039; dramatische Bearbeitung (436–433 v. Chr.) des Ödipus-Mythos und neben den weiteren Bearbeitungen (durch [[Aischylos]], [[Euripides]], Xenokles, Meletos, Friedrich Hölderlin u.a.) die einzige aus der Antike in die Gegenwart überlieferte Fassung. Das Theaterstück ist in Sprache, Dramaturgie und Psychologie ein Meisterwerk der klassischen Weltliteratur aus der Blütezeit der altgriechischen Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorgeschichte==&lt;br /&gt;
Aufgrund eines Orakels, das prophezeit hatte, Laïos werde durch seinen eigenen Sohn sterben, setzt er den späteren thebanischen König Ödipus als Kind aus. Später weissagt ein anderes Orakel Ödipus, er werde seinen Vater erschlagen und mit seiner Mutter in Schande leben. Daraufhin verlässt er Polybos und Merope, den korinthischen König und dessen Frau, die ihn als Sohn aufgezogen hatten. Auf seiner Wanderung trifft er an einer Wegkreuzung auf Laïos und seine Leute. Er wird in einen Kampf mit ihm verwickelt und erschlägt - ohne es zu wissen - seinen leiblichen Vater Laïos. Vor den Toren Thebens kann er die Stadt von der Sphinx, einem Ungeheuer, erlösen und erhält als Belohnung Iokaste, die Witwe des Königs Laïos. Er nimmt sie zur Frau und bekommt das Königreich Theben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Damit setzt die eigentliche Dramenhandlung ein, in der Ödipus in sechs Stufen seine Vergangenheit aufdeckt. Ein Orakel, das die Ursachen einer seit längerem wütenden Seuche andeutet, bezieht Ödipus’ Schwager Kreon auf den ungesühnten Mord an Ödipus’ Vorgänger Laïos. Daraufhin leitet der neue König von Theben eine Untersuchung des Falles ein. Der einzige überlebende Zeuge gibt an, dass der Mord von Räubern verübt wurde. Der Augenzeuge weigert sich, die wahren Zusammenhänge auszusprechen. Erst als er selbst von Ödipus verdächtigt wird, zögert er nicht länger: Ödipus sei der Mörder von Laïos gewesen. Dieser glaubt ihm nicht und wittert eine Verschwörung zwischen Kreon und dem Zeugen. Doch mit der Erinnerung an den Vorfall an der Wegkreuzung stellen sich erste Zweifel ein. Als Ödipus von einem aus Korinth eintreffenden Boten erfährt, dass der verstorbene Polybos und dessen Frau nicht seine leiblichen Eltern sind, sondern ihn von einem Knecht des Laïos erhalten haben, werden seine Befürchtungen zur Gewissheit. Iokaste erkennt, dass die delphischen Prophezeiungen sich an ihnen erfüllt haben. Die Gegenüberstellung des korinthischen Boten, der Ödipus als Kind erhalten hatte, bringt die Wahrheit ans Licht, die Narben an seinen damals durchstochenen Füßen sind offensichtlich: Ödipus ist Laïos&#039; und Iokastes Sohn. Als Ödipus entsetzt ins Haus stürzt, findet er Iokaste erhängt. Er blendet sich selbst mit ihren goldenen Spangen. Ödipus, der nun nichts sehnlicher wünscht als zu sterben, muss sich damit abfinden, dass die Entscheidung darüber bei den Göttern liegt. Er übergibt seine Kinder Kreon, der die Herrschaft über Theben übernehmen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interpretation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
[http://www.fwu.de/db-bm/sodis.php?idnr=SODIS-00006245 König Ödipus von Sophokles - die antike Tragödie heute] Unterrichtsvorbereitung aus dem Computer: Die Diskette bietet Anregungen zur Behandlung der antiken Tragödie von Sophokles &amp;quot;König Ödipus&amp;quot; - der tragische Mensch als Hauptfigur des Dramas mit dem Ödipusstoff als Urstoff. Politisches und kulturelles Umfeld, Interpretationsaspekte, Aspekte der Struktur und Gattungstypologie werden genauso behandelt wie der Stoff in seiner Wirkungsgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/sophokle/oedipus/oedipus.htm Ödipus der Tyrann] Text in der Übersetzung von Hugo von Hofmannsthal im Projekt Gutenberg &lt;br /&gt;
* [http://www.zeno.org/Literatur/M/Sophokles/Trag%C3%B6dien/K%C3%B6nig+%C3%96dipus König Ödipus] Text in der Übersetzung von Übersetzung von K.W.F. Solger bei Zeno.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=K%C3%B6nig_%C3%96dipus&amp;diff=3286</id>
		<title>König Ödipus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=K%C3%B6nig_%C3%96dipus&amp;diff=3286"/>
		<updated>2007-11-16T12:00:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ute Paulokat: /* Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;König Ödipus&#039;&#039;&#039; ist [[Sophokles]]&#039; dramatische Bearbeitung (436–433 v. Chr.) des Ödipus-Mythos und neben den weiteren Bearbeitungen (durch [[Aischylos]], [[Euripides]], Xenokles, Meletos, Friedrich Hölderlin u.a.) die einzige aus der Antike in die Gegenwart überlieferte Fassung. Das Theaterstück ist in Sprache, Dramaturgie und Psychologie ein Meisterwerk der klassischen Weltliteratur aus der Blütezeit der altgriechischen Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorgeschichte==&lt;br /&gt;
Aufgrund eines Orakels, das prophezeit hatte, Laïos werde durch seinen eigenen Sohn sterben, setzt er den späteren thebanischen König Ödipus als Kind aus. Später weissagt ein anderes Orakel Ödipus, er werde seinen Vater erschlagen und mit seiner Mutter in Schande leben. Daraufhin verlässt er Polybos und Merope, den korinthischen König und dessen Frau, die ihn als Sohn aufgezogen hatten. Auf seiner Wanderung trifft er an einer Wegkreuzung auf Laïos und seine Leute. Er wird in einen Kampf mit ihm verwickelt und erschlägt - ohne es zu wissen - seinen leiblichen Vater Laïos. Vor den Toren Thebens kann er die Stadt von der Sphinx, einem Ungeheuer, erlösen und erhält als Belohnung Iokaste, die Witwe des Königs Laïos. Er nimmt sie zur Frau und bekommt das Königreich Theben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Damit setzt die eigentliche Dramenhandlung ein, in der Ödipus in sechs Stufen seine Vergangenheit aufdeckt. Ein Orakel, das die Ursachen einer seit längerem wütenden Seuche andeutet, bezieht Ödipus’ Schwager Kreon auf den ungesühnten Mord an Ödipus’ Vorgänger Laïos. Daraufhin leitet der neue König von Theben eine Untersuchung des Falles ein. Der einzige überlebende Zeuge gibt an, dass der Mord von Räubern verübt wurde. Der Augenzeuge weigert sich, die wahren Zusammenhänge auszusprechen. Erst als er selbst von Ödipus verdächtigt wird, zögert er nicht länger: Ödipus sei der Mörder von Laïos gewesen. Dieser glaubt ihm nicht und wittert eine Verschwörung zwischen Kreon und dem Zeugen. Doch mit der Erinnerung an den Vorfall an der Wegkreuzung stellen sich erste Zweifel ein. Als Ödipus von einem aus Korinth eintreffenden Boten erfährt, dass der verstorbene Polybos und dessen Frau nicht seine leiblichen Eltern sind, sondern ihn von einem Knecht des Laïos erhalten haben, werden seine Befürchtungen zur Gewissheit. Iokaste erkennt, dass die delphischen Prophezeiungen sich an ihnen erfüllt haben. Die Gegenüberstellung des korinthischen Boten, der Ödipus als Kind erhalten hatte, bringt die Wahrheit ans Licht, die Narben an seinen damals durchstochenen Füßen sind offensichtlich: Ödipus ist Laïos&#039; und Iokastes Sohn. Als Ödipus entsetzt ins Haus stürzt, findet er Iokaste erhängt. Er blendet sich selbst mit ihren goldenen Spangen. Ödipus, der nun nichts sehnlicher wünscht als zu sterben, muss sich damit abfinden, dass die Entscheidung darüber bei den Göttern liegt. Er übergibt seine Kinder Kreon, der die Herrschaft über Theben übernehmen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interpretation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
[http://www.fwu.de/db-bm/sodis.php?idnr=SODIS-00006245] Unterrichtsvorbereitung aus dem Computer: &lt;br /&gt;
König Ödipus von Sophokles - die antike Tragödie heute. &amp;lt;br&amp;gt;Die Diskette bietet Anregungen zur Behandlung der antiken Tragödie von Sophokles &amp;quot;König Ödipus&amp;quot; - der tragische Mensch als Hauptfigur des Dramas mit dem Ödipusstoff als Urstoff. Politisches und kulturelles Umfeld, Interpretationsaspekte, Aspekte der Struktur und Gattungstypologie werden genauso behandelt wie der Stoff in seiner Wirkungsgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/sophokle/oedipus/oedipus.htm Ödipus der Tyrann] Text in der Übersetzung von Hugo von Hofmannsthal im Projekt Gutenberg &lt;br /&gt;
* [http://www.zeno.org/Literatur/M/Sophokles/Trag%C3%B6dien/K%C3%B6nig+%C3%96dipus König Ödipus] Text in der Übersetzung von Übersetzung von K.W.F. Solger bei Zeno.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Antike Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ute Paulokat</name></author>
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