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	<title>Weltliteratur - Benutzerbeiträge [de-formal]</title>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Weltliteratur:Datenschutz&amp;diff=4645</id>
		<title>Weltliteratur:Datenschutz</title>
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		<updated>2014-10-01T15:05:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Speicherung &amp;amp; Veröfentlichung von Daten ==&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
__NOEDITSECTION__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Der_Kirschgarten&amp;diff=4600</id>
		<title>Der Kirschgarten</title>
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		<updated>2013-06-25T14:40:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Der Kirschgarten&#039;&#039;&#039; ist eine Komödie in vier Akten von [[Anton Tschechow]]. Es ist Tschechows letztes Werk und wurde zu seinem 44. Geburtstag 1904 in Moskau uraufgeführt. Der Autor starb ein halbes Jahr nach der Uraufführung an Tuberkulose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Idee, für das Moskauer Künstlertheater unter der Leitung von Stanislawskij und Nemirowitsch-Dantschenko eine Komödie zu schreiben, geht auf den Beginn des Jahres 1901 zurück. Aber erst im Februar 1903 begann Tschechow mit der Niederschrift und brauchte acht Monaten zur Fertigstellung des Stückes. Die Arbeit an der Komödie war überschattet von Tschechows Lungentuberkolose, die ihm seit Jahren zu schaffen machte und um die Jahrhundertwende immer stärker zum Ausdruck kam und der er im Juli 1904 erlag. So ist die Untergangsthematik dieser tragischen Komödie auch durch Tschechows eigene Lebenssituation geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Das Stück spielt um 1900 auf einem russischen Adelssitz mit einem großen Kirschgarten. Die Besitzerin, Ljubow Andrejewna, lebt nach dem Tod ihres Mannes und nach dem tödlichen Unfall ihres Sohnes seit fünf Jahren in einer unglücklichen Beziehung mit ihrem Geliebten in Paris. Sie wird von ihrer Tochter Anja nach Russland zurückgerufen, da das Langut hoch verschuldet ist und versteigert werden soll. Bei ihrer Ankunft zu Beginn des Stückes wird Ljubow Andrejewna von Kindheitserinnerungen überwältigt. Aber das Landgut scheint nicht mehr zu retten zu sein. Sie selbst und ihr Bruder Gajew haben ihr Vermögen verschwendet, sie an ihren Geliebten, Gajew durch seine leichtsinnige Lebensweise. Lopachin, der Sohn eines früheren Leibeigenen, der es als Kaufmann zu einem gewissen Wohlstand gebracht hat, macht ihr den Vorschlag, den Kirschgarten abzuholzen, das Land zu parzellieren und für Datschen (Ferienhäuser) zu verpachten. Die Erinnerung an die alte Zeit und der blühende Kirschgarten lässt die Geschwister den Vorschlag zurückweisen. So kommt es zur Versteigerung, bei der das Gut an Lopachin fällt. Zum Abschied gibt die Gutsbesitzerin ein großes Fest, bei der jedoch keine festliche Stimmung aufkommen will, da der Grund und Boden, auf dem man tanzt, unrettbar verloren ist. Nach einer langen Abschiedszene, bei der im Hintergrund bereits die Axtschläge der Holzfäller im Kirschgarten zu hören sind, zerstreut sich die Familie in alle Richtungen. Ljubow Andrejewna geht zu ihrem untreuen und sie ausnutzenden Geliebten nach Paris zurück, Gajew tritt eine Stelle in einer Bank an und die Dienerschaft begibt sich auf die Suche nach neuen Beschäftigungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interpretation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirkung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Bodo Zelinsky (2003): Der Kirschgarten, in: Bodo Zelinsky (Hrg.): Tschechows Dramen, Stuttgart 2003, S. 103-142&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-WL, Russland, Moskau, Tschechow, Drama, Komödie, Theater&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
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		<updated>2013-06-25T14:37:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| style=&amp;quot;width:100%;border:1px solid #8888aa; background-color:#f7f8ff;padding:5px;font-size:95%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Dieser Artikel ist ein Originalartikel des Weltliteratur-Wiki und steht unter der Creative Commons Lizenz [http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/ &#039;&#039;&#039;Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland&#039;&#039;&#039;].  Informationen zum Lizenzstatus eingebundener Mediendateien (etwa Bilder oder Videos) können im Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden. Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen.&lt;br /&gt;
|[[Datei:CC-by-sa.png]]&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| style=&amp;quot;width:100%;border:1px solid #8888aa; background-color:#f7f8ff;padding:5px;font-size:95%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|[[Datei:CC-by-sa.png]]&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| style=&amp;quot;width:100%;border:1px solid #8888aa; background-color:#f7f8ff;padding:5px;font-size:95%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|}&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| style=&amp;quot;border:1px solid #8888aa; background-color:#f7f8ff;padding:5px;font-size:95%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/{{PAGENAMEE}} {{PAGENAME}}] aus der freien Enzyklopädie [http://de.wikipedia.org/ Wikipedia] und steht unter der Lizenz [http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Lizenzbestimmungen_Commons_Attribution-ShareAlike_3.0_Unported „Creative Commons Attribution/Share Alike“]. In der Wikipedia ist eine [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title={{PAGENAMEE}}&amp;amp;action=history Liste der Autoren] verfügbar.&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Antigone&amp;diff=4582</id>
		<title>Antigone</title>
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		<updated>2013-06-05T15:34:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Antigone&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ist ein Tragödie von [[Sophokles]] und wahrscheinlich um 442 v. Chr. entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Zum Inhalt des Dramas gehört die Vorgeschichte, die jedem Zuschauer der Aufführungen des attischen Theaters bekannt war. &lt;br /&gt;
Es ist im wesentlichen die Geschichte des König Ödipus, die Sophokles in einem eigenen Drama verarbeitet hat und die durch Freuds Ödipuskomplex noch in der Moderne eine Deutungsschablone menschlicher Tragik abgibt. Ödipus tötet in der griechischen Mythologie unwissend seinen Vater, den König Laios, heiratet ebenso unwissentlich seine eigene Mutter, die Königin Iokaste, und übernimmt die Herrschaft in Theben. Aus dieser Verbindung gehen die Kinder Antigone, Ismene, Polyneikes und Eteokles hervor. Nach der Aufdeckung der ungeheuerlichen Taten des Königs begeht Iokaste Selbstmord, Ödipus blendet sich selbst und geht in die Verbannung. Die beiden Söhne übernehmen zunächst gemeinsam die Herrschaft in Theben. Es kommt jedoch zum Bruderzwist, und Polyneikes wird aus Theben vertrieben. Sein Rachefeldzug führt zum Kampf um Theben, bei dem die Brüder sich gegenseitig töten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle beginnt die Handlung der Antigone. Kreon, der Bruder Iokastes, übernimmt die Herrschaft und verfügt, dass jeder, der Polyneikes, den Feind der Stadt, begraben würde, mit dem Tod bestraft werde. Antigone sieht darin einen Verstoß gegen göttliches Gesetz, missachtet das Verbot und begräbt den Bruder. Kreon lädt Antigone vor, die die Tat gesteht und bereit ist, den Tod auf sich zu nehmen. Kreon verurteilt sie zum Tode und lässt sie in eine Grabkammer sperren. Es kommt zu Gegenüberstellungen zwischen Kreon und Ismene, Kreon und seinem Sohn Haimon, dem Verlobten Antigones, Kreon und dem blinden Seher Teiresias, die alle den König von seinem Vorhaben abzubringen versuchen. Erst das Gespräch mit Teiresias lässt Kreon an seiner Haltung zweifeln. Er wendet sich an den Rat der Ältesten und ist bereit, dessen Empfehlung anzunehmen, Antigone zu befreien und Polyneikes zu begraben. Aber es ist zu spät: Antigone hat sich erhängt, Haimon erdolcht, und auch Eurydike, Kreons Gattin, verflucht Kreon und nimmt sich das Leben. Erst jetzt bereut der König und verfällt in Selbstanklage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung und Rezeption ==&lt;br /&gt;
*[http://www.lehrer-online.de/antigone-anouilh.php?sid=37756856666656541119627702770990 Anouilh: Antigone] Unterrichtskonzept für den Deutsch-Leistungskurs bei Lehrer online&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterricht ==&lt;br /&gt;
Die Antigone des Sophokles eignet sich zur Behandlung im Unterricht vor allem deshalb, weil das Stück bis in die Gegenwart hinein immer wieder neue Deutungen hervorgerufen hat und der Stoff zahlreiche Neubearbeitungen erfuhr. Entsprechend wird die Tragödie immer wieder neu aufgeführt. &lt;br /&gt;
Zu den Neubearbeitungen gehören vor allem:&lt;br /&gt;
*Walter Hasenclever: Antigone (uraufgeführt 1917)&lt;br /&gt;
*Jean Anouilh: Antigone (uraufgeführt 1944)&lt;br /&gt;
*Elisabeth Langgässer: Die getreue Antigone (erschienen 1947)&lt;br /&gt;
*Bertolt Brecht: Antigone  (uraufgeführt 1948)&lt;br /&gt;
*Rolf Hochhuth: Die Berliner Antigone  (entstanden 1963)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Unterrichtskonzept findet sich bei Lehrer online:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.lehrer-online.de/antigone-sophokles.php?sid=37756856666656541119627702772010 Sophokles: Antigone]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/sophokle/antigone/antigone.xml Antigone] Text der deutschen Übersetzung von Friedrich Hölderlin im Projekt Gutenberg&lt;br /&gt;
* [http://www.zeno.org/Literatur/M/Sophokles/Trag%C3%B6dien/Antigone Antigone] Text der Übersetzung von K.W.F. Solger bei Zeno.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-WL, Antigone, Sophokles, Antike, Tragödie&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sophokles]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Homer&amp;diff=4581</id>
		<title>Homer</title>
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		<updated>2013-06-05T15:34:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;(8. Jahrhundert v. Chr.)&lt;br /&gt;
[[Bild:Homeros_Glyptothek_Munich_273_copy_Staatliche_Antikensammlungen.jpg|thumb|200px|Homer]]&lt;br /&gt;
==Biographie==&lt;br /&gt;
Homer lebte wahrscheinlich gegen Ende des 700v. Chr.im ionischen Kleinasien. Schon im Altertum war über seine Person wenig bekannt, und es rankten sich zahlreiche Legenden um seine Gestalt. Lange Zeit wurde bezweifelt, ob es sich bei Homer überhaupt um eine historische Persönlichkeit handele, was aber aus heutiger Sicht wenig begründet erscheint. Homer war, wie sich aus seinem Werk ableiten lässt, hoch gebildet, entstammte wahrscheinlich der gehobenen Gesellschaftsschicht und wurde möglicherweise auf der Insel Chios, vor der Küste Kleinasiens, geboren. Auch eine Reihe anderer Orte beanspruchte bereits in der Antike, Homers Geburtsort zu sein, z.B. Smyrna und Kolophon. Schon für die Antike war Homer &amp;quot;der Dichter&amp;quot; schlechthin, der die Götter- und Menschenwelt der griechischen Frühzeit gültig gestaltet hatte. Er war bis in die Spätantike Gegenstand des Schulunterrichts und wurde in allen Lebenslagen als Klassiker zitiert. Die Legende besagt, Homer sei im fortgeschrittenen Alter ein blinder Wandersänger gewesen. Gestorben soll er auf der Insel Íos im Ägäischen Meer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werk==&lt;br /&gt;
Ist Homer überhaupt der Verfasser von [[Ilias]] und [[Odyssee]]? Hierin besteht der Kern der sog. [[Homer#Die_Homerische_Frage|&amp;quot;Homerischen Frage&amp;quot;]]. Sie wurde bereits im 3. und 2. Jahrhundert v.Chr. diskutiert und in der Neuzeit wieder aufgegriffen. Eine wesentliche Grundlage des Zweifels an der Autorschaft Homers war die Vorstellung, dass es in der griechischen Antike des 8. Jahrhunderts noch keine Schrift gegeben habe und die beiden Werke in der bekannten Form erst ca. 200 Jahre spätere niederschrieben worden seien. Diese Annahme ist aber inzwischen durch archäologische Funde widerlegt. Dennoch hat der Zweifel an einer einheitlichen Verfasserschaft an beiden Werken bis ins 20. Jahrhundert angehalten. Diese vor allem an der Sprache orientierte analytische Homerforschung hat sich seit dem 18. Jahrhundert darum bemüht, Ilias und Odyssee in Einzelteile zu zerlegen und deren Herkunft aus der mündlichen Tradition bzw. von verschiedenen Verfassern nachzuweisen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Homeranalyse stehen die Vertreter des Homerunitarismus gegenüber, denen es um den Nachweis geht, dass Ilias und Odyssee einheitliche Dichtungen sind, die von einem Verfasser geschrieben wurden. Die großen Unterschiede sowohl im Erzählstil wie im Menschenbild beider Epen werden dadurch erklärt, dass Ilias und Odyssee als ein Jugend- bzw. Alterswerk Homers betrachtet werden. Gegenstand der Untersuchung der Unitarier waren vor allem der Stil und die Bauformen des Erzählens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute geht man davon aus, dass Homer der Schöpfer zumindest der Ilias, wahrscheinlich auch der Odyssee ist und erkennt an, dass beide Werke als Ganzheit entworfen sind, was nur auf der Grundlage der Schrift möglich gewesen sein kann. Unbestritten ist aber, dass er auf eine jahrhundertelange Tradition mündlichen Erzählens zurückgegriffen und deren Stoffe und Erzählweisen zu einem einheitlichen Werk gestaltet hat. Bereits während der mykenischen Kultur im 13. und 12 vorchristlichen Jahrhundert gab es ein mündliche Heldenepik, die von fahrenden Sängern an Fürstenhöfen  vorgetragen wurde. Die formelhafte Verwendung vieler Sprachelemente in Homers Werk, das als einzigartiges Zeugnis des Übergangs von der Mündlichkeit der Sänger zur Schriftlichkeit gilt, verweist auf die Nähe zur mündlichen Dichtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werke==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Ilias]] (um 730 v.Chr.)&lt;br /&gt;
*[[Odyssee]] (um 700 v.Chr.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung und Wirkung==&lt;br /&gt;
Mit Homer beginnt die abendländische Literaturgeschichte. Er gilt als Verfasser der beiden ersten großen literarischen Werke des Abendlandes, der Ilias und der Odyssee, und zugleich als Begründer der abendländischen Erzähltradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die großen griechischen Tragödiendichter entnahmen ihre Stoffe teilweise den Epen Homers, deren Kenntnis sie bei ihren Zuschauern voraussetzen konnten. Die Bewunderung der Antike für Homer war allerdings nicht einhellig. So hat der Vorsokratiker Xenophanes Kritik an Homers Götterbild geübt: &amp;quot;Alles haben Homer und Hesiod den Göttern angehängt, was nur bei Menschen Schimpf und Schande ist: Stehlen und Ehebrechen und sich gegenseitig Betrügen.&amp;quot; In römischer Zeit schließt [[Vergil]] mit seiner &amp;quot;Aeneis&amp;quot; an die homerischen Epen als Vorbilder an. Im 18. Jahrhundert sorgte die deutsche Übersetzung Homers durch Johann Heinrich Voss für eine weitreichende Verbreitung unter der gebildeten bürgerlichen Schicht. Zusammen mit [[William Shakespeare|Shakespeare]] und dem schotttischen Dichter Ossian gehörte Homer zu den literarischen Vorbildern des Sturm und Drang. So ist der Held in Goethes &amp;quot;Die Leiden des jungen Werthers&amp;quot; ein begeisterter Leser Homers. Und der Theoretiker des Sturm und Drang, Johann Gottfried Herder, sah in Homer nicht nur den Dichter des griechischen Nationalruhms und der griechischen Nationalweisheit, sondern auch den Dichter des Menschlichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert zeugen zahlreiche Wiederverwendungen vor allem des Odysseus-Stoffes davon, dass Homers Werk auch noch im Bewusstsein des modernen Menschen lebendig geblieben ist. Das berühmteste Beispiel ist sicherlich der 1922 erschienene Roman &amp;quot;Ulysses&amp;quot; von [[James Joyce]], der als Prototyp des modernen experimentellen Romans gilt. Auch das Heimkehrerdramen &amp;quot;Draußen vor der Tür&amp;quot; des deutschen Nachkriegsschriftstellers Wolfgang Borchert enthält unverkennbar Bezüge auf die Odyssee. Hinzu kommen zahlreiche Verfilmungen beider Werke sowie Verarbeitungen in Comics. Künstlerisch hochwertig ist davon sicherlich Stanley Kubricks &amp;quot;Odyssee im Weltraum&amp;quot;, die allerdings den Stoff stark verfremdet verarbeitet. In jüngster Zeit hat die Ilias-Verfilmung durch Wolfgang Petersen von 2004 auch durch Homer-Experten großes Lob geerntet ([http://www.klassphil.uni-muenchen.de/%7Ewaiblinger/Latacz1.html Kein gewöhnlicher Sandalenfilm]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Homerische Frage===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Material:&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Beginn der neuzeitlichen Homerforschung stand Friedrich August Wolf (1759-1824), Professor aus Halle. Er ging davon aus, das es zur Zeit Homers noch keine Schrift im antiken Griechenland gab. Ilias und Odyssee seien auf der Grundlage von mündlich überlieferten Gesängen verschiedener Rhapsoden erst im 6. Jahrhundert v. Chr. schriftlich als ein Ganzes fixiert worden. Auf Wolfs Thesen bezieht sich &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; in dem Gedicht &#039;&#039;&#039;Homer wieder Homer&#039;&#039;&#039; und in seinen &#039;&#039;&#039;Tag- und Jahresheften&#039;&#039;&#039; von 1821.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| {{Prettytable}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Homer wieder Homer&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Scharfsinnig habt ihr, wie ihr seid,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von aller Verehrung uns befreit,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und wir bekannten überfrei,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daß Ilias nur ein Flickwerk sei.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| {{Prettytab}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Tag- und Jahreshefte 1821&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Man erinnert sich, welch ein schmerzliches Gefühl über die Freunde der Dichtkunst und des Genusses an derselben sich verbreitete, als die Persönlichkeit des Homer, die Einheit des Urhebers jener weltberühmten Gedichte, auf eine so kühne und tüchtige Weise bestritten wurde. Die gebildete Menschheit war im tiefsten aufgeregt, und wenn sie schon die Gründe des höchst bedeutenden Gegners nicht zu entkräften vermochte, so konnte sie doch den alten Sinn und Trieb, sich hier nur eine Quelle zu denken, woher soviel Köstliches entsprungen, nicht ganz bei sich auslöschen. Dieser Kampf währte nun schon über zwanzig Jahre, und es war eine Umwälzung der ganzen Weltgesinnung nötig, um der alten Vorstellungsart wieder einigermaßen Luft zu machen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus dem Zerstörten und Zerstückten wünschte die Mehrheit der klassisch Gebildeten sich wiederherzustellen, aus dem Unglauben zum Glauben, aus dem Sondern zum Vereinen, aus der Kritik zum Genuß wieder zu gelangen. Eine frische Jugend war herangewachsen, unterrichtet wie lebenslustig; sie unternahm mit Mut und Freiheit, den Vorteil zu gewinnen, dessen wir in unsrer Jugend auch genossen hatten, ohne die schärfste Untersuchung selbst den Schein eines wirksamen Ganzen als ein Ganzes gelten zu lassen. Die Jugend liebt das Zerstückelte überhaupt nicht, die Zeit hatte sich in manchem Sinne kräftig hergestellt, und so fühlte man schon den früheren Geist der Versöhnung wiederum walten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fragestellung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Welche Haltung nimmt Goethe zur Homerischen Frage in den vorliegenden Texten ein?&lt;br /&gt;
* Mit welchen Argumenten begründet Goethe seine Einstellung?&lt;br /&gt;
* Formuliere eine eigene begründete Meinung zur Homerischen Frage und beziehe dich dabei kritisch auf Goethes Argumentation. (Als Hilfe zur Meinungsbildung kann der Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Homerische_Frage Die Homerische Frage] herangezogen werden.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Homer in der Geschichte===&lt;br /&gt;
* Fertige eine Tabelle über die historische Entwicklung an, in die Homer einzuordnen ist. Die Tabelle sollte die Spalten Zeit, Geschichte, Literatur, Philosophie enthalten. In ihr sollten mindestens die folgenden Stichworte vorkommen: Troja, mykenische Zeit, Dunkle Jahrhunderte, archaisches Zeitalter, klassische Zeit, Hellenismus, Mündliche Dichtung, schriftliche Literatur, Homer, [[Aischylos]], [[Sophokles]], [[Euripides]], [[Aristophanes]], Sokrates, Platon, Aristoteles.&lt;br /&gt;
* Entwirf einen mündlichen Vortrag als Erläuterung der Tabelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Gustav Adolf Seeck: Homer. Eine Einführung, Stuttgart 2004&lt;br /&gt;
* Thomas Paulsen: Geschichte der griechischen Literatur, Stuttgart 2004&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[http://www.hamburger-bildungsserver.de/index.phtml?site=faecher.deutsch.homer Homer] Linksammlung auf dem Hamburger Bildungsserver&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-WL, Homer, Odyssee, Ilias, Antike, Homerische Frage&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
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		<title>Ilias</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Ilias&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ist das früheste bekannte Epos [[Homer]]s und wahrscheinlich um 730 v. Chr. entstanden. Sie ist damit das älteste erhaltene griechische und zugleich abendländische Werk der Weltliteratur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Titel==&lt;br /&gt;
Der Titel &amp;quot;Ilias&amp;quot; stammt nicht von [[Homer]] selbst, sondern ist eine spätere Erfindung. Er bedeutet soviel wie die Dichtung von Ilion, wobei Ilion ein anderer Name für Troja ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Historisch-mythologischer Kontext==&lt;br /&gt;
Troja ist eine sagenumwobene Stadt der frühen Antike, deren historische Existenz bis heute nicht als gesichert gilt. Sie soll um 1200 v. Chr. durch ein griechisches Heer zehn Jahre lang belagert und am Ende erobert worden sein. Es gab bereits vor Homer eine breite Erzähltradition um den Trojanischen Krieg, die auch nach Homer noch ausgeweitet wurde, z.B. durch die [[Aeneis]] von [[Vergil]]. Schon in der vorhomerischen Zeit wurde die Geschichte um Troja von fahrenden Sängern, sog. Rhapsoden, überliefert, die zu Instrumentalbegleitung über die Taten der mythischen Helden bei festlichen Gelegenheiten an Fürstenhöfen berichteten. Als Grund des Krieges um Troja gilt die Entführung der schönen Helena durch den troischen Königssohn Paris. Helena ist die Frau des Menelaos und damit die Schwägerin des mächtigen Griechen-Königs Agamemnon. Die Griechen sammeln darauf eine gewaltige Streitmacht und eine große Flotte, mit der sie vor die Tore Trojas ziehen, um Helena zurück zu holen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Thema==&lt;br /&gt;
Die Ilias setzt zu Beginn des zehnten Kriegsjahres ein und stellt 51 Tage des Krieges dar. Trotz der zahlreichehn  Kampfszenen geht es in ihr jedoch nicht primär um die kriegerische Auseinandersetzung zwischen Griechen und Troern, sondern um den persönlichen Konflikt zwischen dem griechischen Heerführer Agamemnon und seinem stärksten Krieger Achill. Und das eigentlich Thema der Ilias ist der aus diesem Konflikt entspringende Zorn des Achill. Es wird gleich zu Beginn der Ilias benannt:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Den Zorn singe, Göttin, des Peleus-Sohn Achilleus&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Die Ilias beginnt mit dem Konflikt zwischen dem Heerführer Agamemnon und seinem stärksten Krieger Achill vor den Toren Trojas. Anlass ist der Streit um eine erbeutete Frau. Nachdem Agamemnon seine eigene Kriegsbeute, die Tochter eines Apollonpriesters, freigeben musste, will er sich aus Prestigegründen an Achills weiblicher Beute schadlos halten. Dadurch fühlt sich Achill in seiner Ehre gekränkt und verfällt in blindwütigen Zorn. Er weigert sich, an den Kämpfen der Griechen gegen Troja weiter teilzunehmen, und droht mit der Abreise nach Griechenland. Achills Ausscheiden ermuntert die Troer nach neun Jahren Belagerung, zur offenen Feldschlacht vor der Stadt anzutreten. Es gelingt ihnen, die Griechen bis zu ihren an Land gezogenen Schiffen zurückzudrängen und einige der Schiffe in Brand zu stecken. Auch in dieser Situation ist Achill nicht bereit, seinen Landsleuten beizustehen, erlaubt aber seinem Freund Patroklos, in die Kämpfe einzugreifen. Patroklos kann die Troer von den Schiffen zurückdrängen. Er wird dann aber von Hektor, dem besten troischen Kämpfer, erschlagen. Erst jetzt kommt es zum Sinneswandel Achills. Er söhnt sich mit Agamemnon aus und tritt gegen die Troer an, um Patroklos zu rächen. Hektor tritt gegen Achill an, wird von ihm jedoch dreimal um die Stadt getrieben und schließlich erschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil der Handlung der Ilias spielt in der Welt der Götter, die mehrfach in das Geschehen eingreifen. Gleich zu Beginn schickt Apollon eine Seuche über das griechische Heer, weil Agamemnon die Tochter eines Priesters geraubt hat und sich weigert, sie zurück zu geben. Hinter den zeitweiligen Niederlagen der Griechen steckt ein Plan des Zeus, des unumschränkten Herrschers der Götterfamilie, für Achills Demütigung an Agamemnon Rache zu nehmen. Gelegentlich arbeiten die Götter auch gegeneinander und setzten sich für ihre jeweiligen Lieblinge in der Menschenwelt ein. Da Zeus nicht alle Götter in seinen Plan eingeweiht hat, helfen seine Frau Hera und sein Bruder Poseidon z.T. durch geschickte Täuschungen des obersten Gottes den Griechen. Als Troer und Griechen dem drohenden totalen Krieg durch einen Zweikampf zwischen Menelaos, dem einstigen, und Paris dem jetzigen Ehemann Helenas, zu entgehen versuchen, verleitet Zeus&#039; Tochter Athene einen Troer dazu, den verabredeten Waffenstillstand durch einen hinterhältigen Pfeilschuss zu brechen. Zeus&#039; Sohn Apollon kämpft eindeutig für die Troer und ist entscheidend am Tod des Achilles-Freundes Patroklos beteiligt. Die Zeus-Kinder Aphrodite und Ares setzen  sich ebenfalls für die Troer ein. Auch das versöhnliche Ende der Ilias ist Verdienst der Götter. Als Achill in seinem Groll über den Tod des Freundes die Leiche Hektors schändet, regt sich Mitleid bei den Göttern und sie veranlassen Achill, die Leiche an Priamos, den Vater Hektors und König der Troer, zur Bestattung frei zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interpretation==&lt;br /&gt;
Den Stoff der Ilias bilden zahlreiche Heldenlieder und Mythen aus vorhomerischer Zeit, die über die Jahrhunderte von Rhapsoden tradiert worden waren. Die besondere Leistung Homers besteht darin, diese Fülle an Geschichten über Götter und Helden zu einem einzigen Werk zusammengefügt und zu einem einzigen Thema integriert zu haben. Dieses Thema ist nicht der politisch-historische Kampf um Troja, sondern eine menschliche Regung, Achills Zorn. Damit verabschiedet sich die Ilias von Preis und Ruhm übermenschlicher Kriegs- und Heldentaten und geht den Gründen und den Folgen menschlicher Gefühle und Beziehungen nach. Sie zeigt, wie aus verletztem Ehrgefühl und Geltungssucht bei Agamemnon das Bedürfnis nach Demütigung Achills resultiert. Auch Achills Groll über Agamemnons Verhalten ist aus der Sache und angesichts der Aufgabe, nach neun Jahren Belagerung endlich Troja zu erobern, nicht gerechtfertigt. Die Konsequenzen, die Achill zieht, gleichen eher kindlicher Trotzhaltung und sind eines großen Helden, der auch an die Folgen seines Tuns denken sollte, nicht würdig. Auch bei dem weiteren Verhalten des großen Helden betont die Ilias seine menschlichen Schwächen. Der Höhepunkt ist in dieser Hinsicht sicher die Schändung der Leiche Hektors, die Achill immer wieder um das Grab seines Freundes Patroklos schleift. Konsequent folgt auf die Hybris die Ankündigung seines baldigen Todes. Strukturell ist damit die Grundkonzeption der großen griechischen Tragödien des 5. Jahrhunderts von Aischylos, Sophokles und Euripides vorweggenommen, in denen ebenso  auf Maßlosigkeit und Hybris der Untergang folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der menschliche Blick trifft nicht nur die Griechen vor Troja, sondern auch deren Gegner. Beispielhaft ist die anrührende Szene, in der Hektor sich vor seinem Kampf gegen Achill von Frau und Kind verabschiedet. Hier wird Trojas bester Kämpfer von seiner privatesten Seite gezeigt. Der große Held tritt als liebender Ehemann und Vater auf, seine Frau Andromache als angstvolle Mutter und später als trauernde Gattin. Die Ilias ist anders als manche moderne Heldengeschichte weit davon entfernt, die Gegner einer kriegerischen Auseinandersetzung als die Guten einerseits und Bösen andererseits zu dämonisieren. Die Protagonisten beider Seiten werden in ihren menschlichen Stärken und Schwächen dargestellt. Und das gilt erstaunlicherweise auch für die dritte Gruppe von Akteuren in dem Kampf um Troja, die Götter. Die Götterwelt ist in der Ilias nach dem Muster einer menschlichen Familie geordnet, mit Zeus als Familienoberhaupt, Hera als dessen Gattin und einer ganzen Reihe von Töchtern und Söhnen wie z.B. Athene, Aphrodite, Apollon und Hermes. Und in dieser großen Familie gibt es allerlei Zwist, Eifersüchteleien, Täuschungsmanöver, Betrug, aber auch Mitleid, Hilfsbereitschaft und Verzeihen - ganz wie im normalen menschlichen Leben. So ist die Ilias durch alle Göttermythen und Heldensagen hindurch letztlich eine Geschichte menschlicher Auseinandersetzungen, Konflikte und Versöhnungen, wie sie auch jenseits der großen überlieferten Ereignisse das Alltagsleben der Meschen bestimmen.Insgesamt handelt es sich dabei um sehr grausame Darstellungen!!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirkungen==&lt;br /&gt;
Der Stoff der Ilias hat schon in der Antike zahlreiche Neubearbeitungen und Fortsetzungen erfahren. [[Aischylos]] hat in der [[Orestie]] die  tragische Rückkehr Agamemnons behandelt, bei der der Griechen-König von seiner Frau und deren Geliebten ermordet wird und diese wiederum von dem Sohn Agamemnons, Orest, umgebracht werden. [[Die Troerinnen]] des [[Euripides]] widmen sich dem Schicksal der Frauen Trojas nach dessen Zerstörung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
Interessant ist ein Vergleich der &amp;quot;Ilias&amp;quot; mit der modernen Fantasy-Literatur, z.B. Tolkiens &amp;quot;Herr der Ringe&amp;quot;, aber auch mit Filmen wie &amp;quot;Krieg der Sterne&amp;quot; von George Lukas oder den zahlreichen, Motive der Mythologie aufgreifenden Brett- und Computerspielen. Vor allem im Hinblick auf die Darstellung und Bewertung gegnerischer Parteien kann hier die Besonderheit der &amp;quot;Ilias&amp;quot; deutlich gemacht werden.&lt;br /&gt;
Schwieriger ist ein Vergleich mit dem ebenfalls vielschichtigen &amp;quot;Nibelungenlied&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.digbib.org/Homer_8JHvChr/De_Ilias Homer: Ilias] Vollständiger Text der deutschen Übersetzung von Johann Heinrich Voss in der Freien digitalen Bibliothek&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/homer/ilias/ilias.xml Ilias] Text der deutschen Übersetzung von Johann Heinrich Voss im Projekt Gutenberg&lt;br /&gt;
* [http://www.zeno.org/Literatur/M/Homer/Epen/Ilias Ilias] Text der deutschen Übersetzung von Johann Heinrich Voss bei Zeno.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-WL, Ilias, Homer, Troja, Achill, Antike, Epos&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
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		<title>Sophokles</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Sophokles.jpg|thumb|200px|Sophokles]]&lt;br /&gt;
(497/496 v. Chr. - 406/405 v. Chr.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
Sophokles wurde 497/496 v. Chr. in dem Dorf Kolonos bei Athen geboren. Er gehörte mit Aischylos und Euripides, deren Zeitgenosse er war, zu den &amp;quot;Großen Drei&amp;quot; der griechischen Tragödiendichtung. Bei den Agonen (Wettkämpfen) auf der Theaterbühne in Athen errang er etwa zwanzig erste und über zehn zweite Plätze, wobei jeweils nur drei Dichter im Wettstreit miteinander standen. Sein erster Triumph gelang Sophokles 468 v. Chr. ausgerechnet über Aischylos, bei dem er einst das Schreiben von Tragödien gelernt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sophokles spielte im alten Athen aber nicht nur als Dichter eine herausragende Rolle. Er nahm auch am politischen Leben der Stadt teil und bekleidete verschiedene wichtige Ämter. So war er Finanzverwalter, politischer Berater, Kriegsstratege und übte eine zeitlang sogar das Priesteramt aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sophokles war zwei Mal verheiratet und hatte zwei Söhne, die ebenfalls Tragödiendichter wurden, aber bei weitem nicht den Bekanntheitsgrad ihres Vaters erreichten. Als Sophokles 406 oder 405 v. Chr. starb, war er hoch berühmt und galt seinen Zeitgenossen wegen seiner Erfolge auf vielen Ebenen des Lebens als Liebling der Götter. Nach seinem Tod wurde er nahezu kultisch verehrt. Begraben ist Sophokles in der Familiengruft an der Straße von Athen nach Dekeleia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Von den wahrscheinlich 113 Dramen, die Sophokles geschrieben hat, sind nur sieben Stücke vollständig erhalten. Immerhin sind die [http://de.wikipedia.org/wiki/Sophokles#Die_verlorenen_bzw._fragmentarisch_.C3.BCberlieferten_Werke Titel von über 100 nicht oder nur fragmentarisch erhaltenen Stücken] überliefert. Die vollständig erhaltenen Stücke sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Aias]] (455-450 v. Chr.)&lt;br /&gt;
* Die Trachinierinnen (vor 442 v. Chr.)&lt;br /&gt;
* [[Antigone]] (442 v. Chr.)&lt;br /&gt;
* [[König Ödipus]] (429-425 v. Chr.)&lt;br /&gt;
* [[Elektra]] (ca 420 v. Chr.)&lt;br /&gt;
* Philoktetes  (409 v. Chr.)&lt;br /&gt;
* Ödipus auf Kolonos (401 v. Chr. postum aufgeführt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antigone, König Ödipus und Ödipus auf Kolonos bilden die sogenannte Thebanische Trilogie. Wie Aischylos entnahm Sophokles den Stoff für seine Stücke vornehmlich den griechischen Götter- und Heldensagen, die den Zuschauern bekannt waren. Ödipus, Iokaste, Kreon, Antigone, Ismene, die Hauptfiguren der Thebanischen Trilogie, waren Gestalten des Herrschergeschlechts von Theben im antiken Böotien, nordwestlich von Athen. Das Interesse der Zuschauer richtete sich daher nicht auf den bekannten Stoff, sondern auf die Art der Aufführung. Und gerade darin waren Sophokles&#039; Dramen revolutionär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sophokles erneuerte die attische Tragödie in mehrfacher Hinsicht. So erweiterte er die Rollen um einen dritten Schauspieler. Ursprünglich gab es auf der Bühne nur den Chor und einen Schauspieler; ein zweiter Schauspieler war durch Aischylos eingeführt worden. Den Schauspielern und dem Dialog als dramatisches Mittel kam damit eine deutlich größere Bedeutung zu als bei den Vorgängern des Sokrates. Auch die Zahl der Chormitglieder erhöhte Sokrates von 12 auf 15. Der Chor erhielt zudem eine neue Funktion. Er wurde als Mitspieler in das tragische Geschehen einbezogen und seine Kommentare waren durch seine Rolle, z.B. die der älteren Bürger Athens, bedingt. Bei Aischylos bringt der Chor dagegen oft die Meinung des Dichters zum Ausdruck und beansprucht objektive Gültigkeit. Die neue Lebendigkeit auf der Bühne wurde noch durch die Einführung der Szenenmalerei gesteigert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als sein Vorgänger Aischylos schrieb Sophokles keine inhaltlich zusammenhängenden Tetralogien, sondern für sich stehende Einzelwerke. Damit im Zusammenhang erhöhte Sophokles die Bedeutung des tragischen Helden. Gegenüber den Göttern bekam der Mensch in den Tragödien des Sophokles ein größeres Gewicht. Das tragische Schicksal war nicht mehr wie bei Aischylos ein von den Göttern verhängter Geschlechterfluch, sondern entwickelte sich aus dem Wesen des Menschen, der mit der göttlichen Ordnung in Konflikt gerät. Zwar ist auch bei Sophokles, dem eine tiefe Frömmigkeit nachgesagt wird, das Schicksal gottgegeben, aber der Mensch wird zum ersten Mal als Persönlichkeit gesehen, die, wie z.B. Ödipus, Großes leistet und dabei auch große Schuld auf sich lädt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie vor allem beim &amp;quot;König Ödipus&amp;quot; handelt es sich bei den Tragödien des Sophokles mehr oder weniger ausgeprägt um analytische Dramen, bei denen die ‚Wahrheit’ erst im Verlauf der Handlung sichtbar wird. Das wesentliche Ereignis liegt in der Vorgeschichte, und die Handlung dient der Aufklärung des vor Dramenbeginn liegenden Konflikts. Das weist darauf hin, dass Sophokles’ Helden oft Verblendete sind und ihr Ringen das Ringen um Erkenntnis darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung und Wirkung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.hamburger-bildungsserver.de/index.phtml?site=faecher.deutsch.sophokles Sophokles] Linksammlung auf dem Hamburger Bildungsserver&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Sophokles Sophokles auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-WL, Sophokles, Antike, Tragödie, Antigone, Ödipus&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Romeo_und_Julia&amp;diff=4578</id>
		<title>Romeo und Julia</title>
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		<updated>2013-06-05T15:33:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Romeo und Julia&amp;quot;&#039;&#039;&#039; ist eine der bekanntesten Tragödien von [[William Shakespeare]]. Das Stück wird bis heute auf den großen Bühnen der Welt immer wieder aufgeführt und erlebte zahlreiche Vertonungen, Bearbeitungen als Ballett und Musical sowie etliche Verfilmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Romeo_und_Julia.jpg|thumb|300px|Romeo und Julia von Sir Frank Dicksee, 1884]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Das Stück spielt in der italienischen Stadt Verona. Romeo und Julia sind die Kinder der verfeindeten Familien der Montagues und der Capulets. Die beiden begegnen sich das erste Mal auf einem Maskenball im Haus von Julias Eltern. Eigentlich war Romeo nur wegen der vergeblich von ihm angebeteten Rosalinde auf dem Ball, doch aller Schmerz über die unerwiderte Liebe ist schnell vergessen, als er Julia sieht. Bereits am nächsten Tag begibt sich Romeo zum befreundeten Pater Lorenzo, um ihn zu bitten, die Hochzeit durchzuführen. In der Hoffnung, damit die Familien zu versöhnen, stimmt Lorenzo zu. Kurz darauf entwickelt sich ein Streit zwischen Mercutio, Romeos bestem Freund, und Tybalt, einem Vetter von Julia. Es kommt zu einem Duell, in dessen Folge Mercutio tödlich verwundet wird. Der anwesende Romeo will seinen Freund rächen. So kommt es zum Kampf zwischen Romeo und Tybalt. Romeo tötet Tybalt und wird deshalb von dem Fürsten Veronas aus der Stadt verbannt. Bevor er in die Verbannung flüchtet, verbringt er jedoch seine Hochzeitsnacht mit Julia. Kaum hat ihr Gemahl sie am frühen Morgen verlassen, eröffnen ihre Eltern ihr, dass sie einen jungen Grafen namens Paris heiraten soll. Julia ist entsetzt und bittet Pater Lorenzo um Hilfe. Dieser entwickelt einen tollkühnen Plan. Sie soll einen Betäubungstrank zu sich nehmen, der sie in einen todesähnlichen Zustand versetzt. Dadurch könnte sie der Hochzeit entkommen. Julia stimmt zu. Durch einen unglücklichen Zufall bekommt Romeo den Brief, der ihn von diesem Plan in Kenntnis setzen soll, nicht. Als er von Julias Tod hört, ist er verzweifelt. Er verschafft sich Gift und begibt sich dann zur Gruft der Capulets. Dort trifft er auf Paris, der Julia die letzte Ehre erweisen will. Bei dem Duell wird Paris von Romeo getötet. Romeo bringt sich darauf hin mit dem Gift um, neben der kurz darauf erwachenden Julia. Als diese ihren toten Geliebten neben sich erkennt, ersticht sie sich mit dessen Dolch. Über den Leichen ihrer Kinder versöhnen sich die verfeindeten Elternhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
Das Motiv der Liebenden, die voneinander getrennt werden und erst im Tod vereint sind, wurzelt in Mythen und Märchen, die bis in die Antike zurück reichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tragische Liebesgeschichte von &#039;&#039;&#039;Hero und Leander&#039;&#039;&#039; entstammt der griechischen Mythologie. Wie bei Shakespeare soll ein elterliches Verbot die Liebe der beiden verhindern. Hero wird von ihrem Vater in einen Turm gesperrt. Leander ertrinkt bei dem Versuch, den Turm über das Meer zu erreichen, woraufhin Hero sich ins Meer stürzt, um mit dem Geliebten wenigstens im Tod vereint zu sein. Der Stoff taucht bereits in Werken von [[Vergil]] und [[Ovid]] auf. Eine ausführliche Darstellung findet sich jedoch erst bei dem spätgriechischen Dichter Musaios, der um 500 n. Chr. lebte. Shakespeares Zeitgenosse Christopher Marlowe gestaltete den Stoff in dem 1598 erschienenen Versepos &#039;&#039;Hero and Leander&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Ausgestaltung des Motivs ist die Sage von &#039;&#039;&#039;Pyramus und Thisbe&#039;&#039;&#039;, die sich in [[Ovid]]s &#039;&#039;Metamorphosen&#039;&#039; findet. Wie in &#039;&#039;Romeo und Julia&#039;&#039; untersagen auch hier die verfeindeten Elternhäuser den jungen Liebenden jegliche Begegnung. Ein heimliches Treffen scheitert, weil Pyramus glaubt, dass seine Geliebte von einer Löwin zerrissen worden sei und sich daraufhin in sein Schwert stürzt. Als Thisbe den sterbenden Geliebten erblickt, tötet auch sie sich mit dessen Schwert. Dass Shakespeare den Stoff kannte, zeigt nicht nur seine Verarbeitung in &#039;&#039;Romeo und Julia&#039;&#039;, sondern auch seine parodistische Verwendung in &#039;&#039;[[Ein Sommernachtstraum]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Grundlage der antiken Motive entwickelte sich in der italienischen Novellenliteratur im 15. und 16. Jahrhundert der &#039;&#039;&#039;Romeo-und-Julia-Stoff&#039;&#039;&#039;, u.a. angeregt durch die Legende über ein junges unglückliches Paar, das im Jahre 1203 einen tragischen Liebestod gefunden haben soll. Diese Novellen enthalten bereits alle wichtigen Motive, die sich dann auch bei Shakespeare finden, von dem Handlungsort Verona, über die verfeindeten Familien bis zum Gifttrank. Über Frankreich gelangte der Romeo-und-Julia-Stoff auch nach England. Shakespeare selbst übernimmt den Stoff von seinem Landsmann Arthur Brooke, bei dessen Versepos &#039;&#039;The Tragicall Historye of Romeus and Juliet&#039;&#039; von 1562 er sich bis in Einzelheiten bediente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
* [http://www.webenglishteacher.com/romeoandjuliet.html Lesson plans and other teaching ideas] von Web English Teacher&lt;br /&gt;
* [http://www.swisseduc.ch/english/readinglist/shakespeare_william/romeo/teaching.html Romeo and Juliet - Lesson Plans] Linkliste von SwissEduc&lt;br /&gt;
* [http://www.lehrer-online.de/verona-world.php?sid=16833333749889528119556255626540 Verona World] Verona World ist das Ergebnis eines Projektes im Anschluss an Shakespeares Drama Romeo &amp;amp; Juliet im Leistungskurs des Jahrgangs 12. Dabei erarbeiten die Lernenden eigene Mini-Websites auf Basis von kreativer Textproduktion oder umfassenden Internetrecherchen.&lt;br /&gt;
* [http://www.lehrer-online.de/shakespeare-webquest.php?sid=16833333749889528119556255626540 &amp;quot;Shakespeare - the man and the playwright&amp;quot;] Dieser WebQuest führt Lernende an William Shakespeare, sein Werk und vor allem das Drama Romeo and Juliet heran. Sie suchen im Netz nach Informationen, aus denen sie eine Präsentation erstellen.&lt;br /&gt;
* [http://wwwcs.uni-paderborn.de/schulen/sem/downloads/reuterlove.pdf Doomed love – William Shakespeare’s Romeo and Juliet] In dieser Unterrichtseinheit sollen die Schülerinnen und Schüler erschließen, dass die erste Begegnung Romeos und Juliets in Akt I, Szene 5 den Anfang einer tiefen, aufrichtigen Liebesbeziehung darstellt, indem sie die  sprachliche Form des Dialogs erläutern und ihre Deutung desselben in einer szenischen Umsetzung anwenden.&lt;br /&gt;
* [http://www.schulportal.de/040431/031739/Deutschland/Niedersachsen/Gymnasium/Englisch/Klasse_12_LK/Unterrichtsentwurf_Lehrprobe_Musterstunde/S_C.html Romeo &amp;amp; Juliet :Die Rolle des Escales im hierarchischen Gefüge der Charaktere] Unterrichtsentwurf 12. Klasse, Englisch LK&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Reiner Poppe: William Shakespeare Romeo und Julia, Stuttgart 2002 (Reclam, Erläuterungen und Dokumente)&lt;br /&gt;
* Kathleen Ellenrieder: William Shakespeare Romeo and Juliet, Stuttgart 2004 (Reclam, Lektüreschlüssel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-WL, Romeo und Julia, Englisch, Englischunterricht, Shakespeare, Liebe, Tragödie&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:William Shakespeare]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Romeo_und_Julia&amp;diff=4577</id>
		<title>Romeo und Julia</title>
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		<updated>2013-06-05T12:58:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Romeo und Julia&amp;quot;&#039;&#039;&#039; ist eine der bekanntesten Tragödien von [[William Shakespeare]]. Das Stück wird bis heute auf den großen Bühnen der Welt immer wieder aufgeführt und erlebte zahlreiche Vertonungen, Bearbeitungen als Ballett und Musical sowie etliche Verfilmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Romeo_und_Julia.jpg|thumb|300px|Romeo und Julia von Sir Frank Dicksee, 1884]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Das Stück spielt in der italienischen Stadt Verona. Romeo und Julia sind die Kinder der verfeindeten Familien der Montagues und der Capulets. Die beiden begegnen sich das erste Mal auf einem Maskenball im Haus von Julias Eltern. Eigentlich war Romeo nur wegen der vergeblich von ihm angebeteten Rosalinde auf dem Ball, doch aller Schmerz über die unerwiderte Liebe ist schnell vergessen, als er Julia sieht. Bereits am nächsten Tag begibt sich Romeo zum befreundeten Pater Lorenzo, um ihn zu bitten, die Hochzeit durchzuführen. In der Hoffnung, damit die Familien zu versöhnen, stimmt Lorenzo zu. Kurz darauf entwickelt sich ein Streit zwischen Mercutio, Romeos bestem Freund, und Tybalt, einem Vetter von Julia. Es kommt zu einem Duell, in dessen Folge Mercutio tödlich verwundet wird. Der anwesende Romeo will seinen Freund rächen. So kommt es zum Kampf zwischen Romeo und Tybalt. Romeo tötet Tybalt und wird deshalb von dem Fürsten Veronas aus der Stadt verbannt. Bevor er in die Verbannung flüchtet, verbringt er jedoch seine Hochzeitsnacht mit Julia. Kaum hat ihr Gemahl sie am frühen Morgen verlassen, eröffnen ihre Eltern ihr, dass sie einen jungen Grafen namens Paris heiraten soll. Julia ist entsetzt und bittet Pater Lorenzo um Hilfe. Dieser entwickelt einen tollkühnen Plan. Sie soll einen Betäubungstrank zu sich nehmen, der sie in einen todesähnlichen Zustand versetzt. Dadurch könnte sie der Hochzeit entkommen. Julia stimmt zu. Durch einen unglücklichen Zufall bekommt Romeo den Brief, der ihn von diesem Plan in Kenntnis setzen soll, nicht. Als er von Julias Tod hört, ist er verzweifelt. Er verschafft sich Gift und begibt sich dann zur Gruft der Capulets. Dort trifft er auf Paris, der Julia die letzte Ehre erweisen will. Bei dem Duell wird Paris von Romeo getötet. Romeo bringt sich darauf hin mit dem Gift um, neben der kurz darauf erwachenden Julia. Als diese ihren toten Geliebten neben sich erkennt, ersticht sie sich mit dessen Dolch. Über den Leichen ihrer Kinder versöhnen sich die verfeindeten Elternhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
Das Motiv der Liebenden, die voneinander getrennt werden und erst im Tod vereint sind, wurzelt in Mythen und Märchen, die bis in die Antike zurück reichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tragische Liebesgeschichte von &#039;&#039;&#039;Hero und Leander&#039;&#039;&#039; entstammt der griechischen Mythologie. Wie bei Shakespeare soll ein elterliches Verbot die Liebe der beiden verhindern. Hero wird von ihrem Vater in einen Turm gesperrt. Leander ertrinkt bei dem Versuch, den Turm über das Meer zu erreichen, woraufhin Hero sich ins Meer stürzt, um mit dem Geliebten wenigstens im Tod vereint zu sein. Der Stoff taucht bereits in Werken von [[Vergil]] und [[Ovid]] auf. Eine ausführliche Darstellung findet sich jedoch erst bei dem spätgriechischen Dichter Musaios, der um 500 n. Chr. lebte. Shakespeares Zeitgenosse Christopher Marlowe gestaltete den Stoff in dem 1598 erschienenen Versepos &#039;&#039;Hero and Leander&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Ausgestaltung des Motivs ist die Sage von &#039;&#039;&#039;Pyramus und Thisbe&#039;&#039;&#039;, die sich in [[Ovid]]s &#039;&#039;Metamorphosen&#039;&#039; findet. Wie in &#039;&#039;Romeo und Julia&#039;&#039; untersagen auch hier die verfeindeten Elternhäuser den jungen Liebenden jegliche Begegnung. Ein heimliches Treffen scheitert, weil Pyramus glaubt, dass seine Geliebte von einer Löwin zerrissen worden sei und sich daraufhin in sein Schwert stürzt. Als Thisbe den sterbenden Geliebten erblickt, tötet auch sie sich mit dessen Schwert. Dass Shakespeare den Stoff kannte, zeigt nicht nur seine Verarbeitung in &#039;&#039;Romeo und Julia&#039;&#039;, sondern auch seine parodistische Verwendung in &#039;&#039;[[Ein Sommernachtstraum]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Grundlage der antiken Motive entwickelte sich in der italienischen Novellenliteratur im 15. und 16. Jahrhundert der &#039;&#039;&#039;Romeo-und-Julia-Stoff&#039;&#039;&#039;, u.a. angeregt durch die Legende über ein junges unglückliches Paar, das im Jahre 1203 einen tragischen Liebestod gefunden haben soll. Diese Novellen enthalten bereits alle wichtigen Motive, die sich dann auch bei Shakespeare finden, von dem Handlungsort Verona, über die verfeindeten Familien bis zum Gifttrank. Über Frankreich gelangte der Romeo-und-Julia-Stoff auch nach England. Shakespeare selbst übernimmt den Stoff von seinem Landsmann Arthur Brooke, bei dessen Versepos &#039;&#039;The Tragicall Historye of Romeus and Juliet&#039;&#039; von 1562 er sich bis in Einzelheiten bediente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
* [http://www.webenglishteacher.com/romeoandjuliet.html Lesson plans and other teaching ideas] von Web English Teacher&lt;br /&gt;
* [http://www.swisseduc.ch/english/readinglist/shakespeare_william/romeo/teaching.html Romeo and Juliet - Lesson Plans] Linkliste von SwissEduc&lt;br /&gt;
* [http://www.lehrer-online.de/verona-world.php?sid=16833333749889528119556255626540 Verona World] Verona World ist das Ergebnis eines Projektes im Anschluss an Shakespeares Drama Romeo &amp;amp; Juliet im Leistungskurs des Jahrgangs 12. Dabei erarbeiten die Lernenden eigene Mini-Websites auf Basis von kreativer Textproduktion oder umfassenden Internetrecherchen.&lt;br /&gt;
* [http://www.lehrer-online.de/shakespeare-webquest.php?sid=16833333749889528119556255626540 &amp;quot;Shakespeare - the man and the playwright&amp;quot;] Dieser WebQuest führt Lernende an William Shakespeare, sein Werk und vor allem das Drama Romeo and Juliet heran. Sie suchen im Netz nach Informationen, aus denen sie eine Präsentation erstellen.&lt;br /&gt;
* [http://wwwcs.uni-paderborn.de/schulen/sem/downloads/reuterlove.pdf Doomed love – William Shakespeare’s Romeo and Juliet] In dieser Unterrichtseinheit sollen die Schülerinnen und Schüler erschließen, dass die erste Begegnung Romeos und Juliets in Akt I, Szene 5 den Anfang einer tiefen, aufrichtigen Liebesbeziehung darstellt, indem sie die  sprachliche Form des Dialogs erläutern und ihre Deutung desselben in einer szenischen Umsetzung anwenden.&lt;br /&gt;
* [http://www.schulportal.de/040431/031739/Deutschland/Niedersachsen/Gymnasium/Englisch/Klasse_12_LK/Unterrichtsentwurf_Lehrprobe_Musterstunde/S_C.html Romeo &amp;amp; Juliet :Die Rolle des Escales im hierarchischen Gefüge der Charaktere] Unterrichtsentwurf 12. Klasse, Englisch LK&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Reiner Poppe: William Shakespeare Romeo und Julia, Stuttgart 2002 (Reclam, Erläuterungen und Dokumente)&lt;br /&gt;
* Kathleen Ellenrieder: William Shakespeare Romeo and Juliet, Stuttgart 2004 (Reclam, Lektüreschlüssel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
DBS-Wiki-WL, Romeo und Julia, Englisch, Englischunterricht, Shakespeare, Liebe, Tragödie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:William Shakespeare]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Sophokles&amp;diff=4576</id>
		<title>Sophokles</title>
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		<updated>2013-06-05T12:58:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Sophokles.jpg|thumb|200px|Sophokles]]&lt;br /&gt;
(497/496 v. Chr. - 406/405 v. Chr.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
Sophokles wurde 497/496 v. Chr. in dem Dorf Kolonos bei Athen geboren. Er gehörte mit Aischylos und Euripides, deren Zeitgenosse er war, zu den &amp;quot;Großen Drei&amp;quot; der griechischen Tragödiendichtung. Bei den Agonen (Wettkämpfen) auf der Theaterbühne in Athen errang er etwa zwanzig erste und über zehn zweite Plätze, wobei jeweils nur drei Dichter im Wettstreit miteinander standen. Sein erster Triumph gelang Sophokles 468 v. Chr. ausgerechnet über Aischylos, bei dem er einst das Schreiben von Tragödien gelernt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sophokles spielte im alten Athen aber nicht nur als Dichter eine herausragende Rolle. Er nahm auch am politischen Leben der Stadt teil und bekleidete verschiedene wichtige Ämter. So war er Finanzverwalter, politischer Berater, Kriegsstratege und übte eine zeitlang sogar das Priesteramt aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sophokles war zwei Mal verheiratet und hatte zwei Söhne, die ebenfalls Tragödiendichter wurden, aber bei weitem nicht den Bekanntheitsgrad ihres Vaters erreichten. Als Sophokles 406 oder 405 v. Chr. starb, war er hoch berühmt und galt seinen Zeitgenossen wegen seiner Erfolge auf vielen Ebenen des Lebens als Liebling der Götter. Nach seinem Tod wurde er nahezu kultisch verehrt. Begraben ist Sophokles in der Familiengruft an der Straße von Athen nach Dekeleia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Von den wahrscheinlich 113 Dramen, die Sophokles geschrieben hat, sind nur sieben Stücke vollständig erhalten. Immerhin sind die [http://de.wikipedia.org/wiki/Sophokles#Die_verlorenen_bzw._fragmentarisch_.C3.BCberlieferten_Werke Titel von über 100 nicht oder nur fragmentarisch erhaltenen Stücken] überliefert. Die vollständig erhaltenen Stücke sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Aias]] (455-450 v. Chr.)&lt;br /&gt;
* Die Trachinierinnen (vor 442 v. Chr.)&lt;br /&gt;
* [[Antigone]] (442 v. Chr.)&lt;br /&gt;
* [[König Ödipus]] (429-425 v. Chr.)&lt;br /&gt;
* [[Elektra]] (ca 420 v. Chr.)&lt;br /&gt;
* Philoktetes  (409 v. Chr.)&lt;br /&gt;
* Ödipus auf Kolonos (401 v. Chr. postum aufgeführt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antigone, König Ödipus und Ödipus auf Kolonos bilden die sogenannte Thebanische Trilogie. Wie Aischylos entnahm Sophokles den Stoff für seine Stücke vornehmlich den griechischen Götter- und Heldensagen, die den Zuschauern bekannt waren. Ödipus, Iokaste, Kreon, Antigone, Ismene, die Hauptfiguren der Thebanischen Trilogie, waren Gestalten des Herrschergeschlechts von Theben im antiken Böotien, nordwestlich von Athen. Das Interesse der Zuschauer richtete sich daher nicht auf den bekannten Stoff, sondern auf die Art der Aufführung. Und gerade darin waren Sophokles&#039; Dramen revolutionär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sophokles erneuerte die attische Tragödie in mehrfacher Hinsicht. So erweiterte er die Rollen um einen dritten Schauspieler. Ursprünglich gab es auf der Bühne nur den Chor und einen Schauspieler; ein zweiter Schauspieler war durch Aischylos eingeführt worden. Den Schauspielern und dem Dialog als dramatisches Mittel kam damit eine deutlich größere Bedeutung zu als bei den Vorgängern des Sokrates. Auch die Zahl der Chormitglieder erhöhte Sokrates von 12 auf 15. Der Chor erhielt zudem eine neue Funktion. Er wurde als Mitspieler in das tragische Geschehen einbezogen und seine Kommentare waren durch seine Rolle, z.B. die der älteren Bürger Athens, bedingt. Bei Aischylos bringt der Chor dagegen oft die Meinung des Dichters zum Ausdruck und beansprucht objektive Gültigkeit. Die neue Lebendigkeit auf der Bühne wurde noch durch die Einführung der Szenenmalerei gesteigert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als sein Vorgänger Aischylos schrieb Sophokles keine inhaltlich zusammenhängenden Tetralogien, sondern für sich stehende Einzelwerke. Damit im Zusammenhang erhöhte Sophokles die Bedeutung des tragischen Helden. Gegenüber den Göttern bekam der Mensch in den Tragödien des Sophokles ein größeres Gewicht. Das tragische Schicksal war nicht mehr wie bei Aischylos ein von den Göttern verhängter Geschlechterfluch, sondern entwickelte sich aus dem Wesen des Menschen, der mit der göttlichen Ordnung in Konflikt gerät. Zwar ist auch bei Sophokles, dem eine tiefe Frömmigkeit nachgesagt wird, das Schicksal gottgegeben, aber der Mensch wird zum ersten Mal als Persönlichkeit gesehen, die, wie z.B. Ödipus, Großes leistet und dabei auch große Schuld auf sich lädt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie vor allem beim &amp;quot;König Ödipus&amp;quot; handelt es sich bei den Tragödien des Sophokles mehr oder weniger ausgeprägt um analytische Dramen, bei denen die ‚Wahrheit’ erst im Verlauf der Handlung sichtbar wird. Das wesentliche Ereignis liegt in der Vorgeschichte, und die Handlung dient der Aufklärung des vor Dramenbeginn liegenden Konflikts. Das weist darauf hin, dass Sophokles’ Helden oft Verblendete sind und ihr Ringen das Ringen um Erkenntnis darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung und Wirkung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.hamburger-bildungsserver.de/index.phtml?site=faecher.deutsch.sophokles Sophokles] Linksammlung auf dem Hamburger Bildungsserver&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Sophokles Sophokles auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
DBS-Wiki-WL, Sophokles, Antike, Tragödie, Antigone, Ödipus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Ilias&amp;diff=4575</id>
		<title>Ilias</title>
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		<updated>2013-06-05T12:57:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Ilias&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ist das früheste bekannte Epos [[Homer]]s und wahrscheinlich um 730 v. Chr. entstanden. Sie ist damit das älteste erhaltene griechische und zugleich abendländische Werk der Weltliteratur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Titel==&lt;br /&gt;
Der Titel &amp;quot;Ilias&amp;quot; stammt nicht von [[Homer]] selbst, sondern ist eine spätere Erfindung. Er bedeutet soviel wie die Dichtung von Ilion, wobei Ilion ein anderer Name für Troja ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Historisch-mythologischer Kontext==&lt;br /&gt;
Troja ist eine sagenumwobene Stadt der frühen Antike, deren historische Existenz bis heute nicht als gesichert gilt. Sie soll um 1200 v. Chr. durch ein griechisches Heer zehn Jahre lang belagert und am Ende erobert worden sein. Es gab bereits vor Homer eine breite Erzähltradition um den Trojanischen Krieg, die auch nach Homer noch ausgeweitet wurde, z.B. durch die [[Aeneis]] von [[Vergil]]. Schon in der vorhomerischen Zeit wurde die Geschichte um Troja von fahrenden Sängern, sog. Rhapsoden, überliefert, die zu Instrumentalbegleitung über die Taten der mythischen Helden bei festlichen Gelegenheiten an Fürstenhöfen berichteten. Als Grund des Krieges um Troja gilt die Entführung der schönen Helena durch den troischen Königssohn Paris. Helena ist die Frau des Menelaos und damit die Schwägerin des mächtigen Griechen-Königs Agamemnon. Die Griechen sammeln darauf eine gewaltige Streitmacht und eine große Flotte, mit der sie vor die Tore Trojas ziehen, um Helena zurück zu holen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Thema==&lt;br /&gt;
Die Ilias setzt zu Beginn des zehnten Kriegsjahres ein und stellt 51 Tage des Krieges dar. Trotz der zahlreichehn  Kampfszenen geht es in ihr jedoch nicht primär um die kriegerische Auseinandersetzung zwischen Griechen und Troern, sondern um den persönlichen Konflikt zwischen dem griechischen Heerführer Agamemnon und seinem stärksten Krieger Achill. Und das eigentlich Thema der Ilias ist der aus diesem Konflikt entspringende Zorn des Achill. Es wird gleich zu Beginn der Ilias benannt:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Den Zorn singe, Göttin, des Peleus-Sohn Achilleus&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Die Ilias beginnt mit dem Konflikt zwischen dem Heerführer Agamemnon und seinem stärksten Krieger Achill vor den Toren Trojas. Anlass ist der Streit um eine erbeutete Frau. Nachdem Agamemnon seine eigene Kriegsbeute, die Tochter eines Apollonpriesters, freigeben musste, will er sich aus Prestigegründen an Achills weiblicher Beute schadlos halten. Dadurch fühlt sich Achill in seiner Ehre gekränkt und verfällt in blindwütigen Zorn. Er weigert sich, an den Kämpfen der Griechen gegen Troja weiter teilzunehmen, und droht mit der Abreise nach Griechenland. Achills Ausscheiden ermuntert die Troer nach neun Jahren Belagerung, zur offenen Feldschlacht vor der Stadt anzutreten. Es gelingt ihnen, die Griechen bis zu ihren an Land gezogenen Schiffen zurückzudrängen und einige der Schiffe in Brand zu stecken. Auch in dieser Situation ist Achill nicht bereit, seinen Landsleuten beizustehen, erlaubt aber seinem Freund Patroklos, in die Kämpfe einzugreifen. Patroklos kann die Troer von den Schiffen zurückdrängen. Er wird dann aber von Hektor, dem besten troischen Kämpfer, erschlagen. Erst jetzt kommt es zum Sinneswandel Achills. Er söhnt sich mit Agamemnon aus und tritt gegen die Troer an, um Patroklos zu rächen. Hektor tritt gegen Achill an, wird von ihm jedoch dreimal um die Stadt getrieben und schließlich erschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil der Handlung der Ilias spielt in der Welt der Götter, die mehrfach in das Geschehen eingreifen. Gleich zu Beginn schickt Apollon eine Seuche über das griechische Heer, weil Agamemnon die Tochter eines Priesters geraubt hat und sich weigert, sie zurück zu geben. Hinter den zeitweiligen Niederlagen der Griechen steckt ein Plan des Zeus, des unumschränkten Herrschers der Götterfamilie, für Achills Demütigung an Agamemnon Rache zu nehmen. Gelegentlich arbeiten die Götter auch gegeneinander und setzten sich für ihre jeweiligen Lieblinge in der Menschenwelt ein. Da Zeus nicht alle Götter in seinen Plan eingeweiht hat, helfen seine Frau Hera und sein Bruder Poseidon z.T. durch geschickte Täuschungen des obersten Gottes den Griechen. Als Troer und Griechen dem drohenden totalen Krieg durch einen Zweikampf zwischen Menelaos, dem einstigen, und Paris dem jetzigen Ehemann Helenas, zu entgehen versuchen, verleitet Zeus&#039; Tochter Athene einen Troer dazu, den verabredeten Waffenstillstand durch einen hinterhältigen Pfeilschuss zu brechen. Zeus&#039; Sohn Apollon kämpft eindeutig für die Troer und ist entscheidend am Tod des Achilles-Freundes Patroklos beteiligt. Die Zeus-Kinder Aphrodite und Ares setzen  sich ebenfalls für die Troer ein. Auch das versöhnliche Ende der Ilias ist Verdienst der Götter. Als Achill in seinem Groll über den Tod des Freundes die Leiche Hektors schändet, regt sich Mitleid bei den Göttern und sie veranlassen Achill, die Leiche an Priamos, den Vater Hektors und König der Troer, zur Bestattung frei zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interpretation==&lt;br /&gt;
Den Stoff der Ilias bilden zahlreiche Heldenlieder und Mythen aus vorhomerischer Zeit, die über die Jahrhunderte von Rhapsoden tradiert worden waren. Die besondere Leistung Homers besteht darin, diese Fülle an Geschichten über Götter und Helden zu einem einzigen Werk zusammengefügt und zu einem einzigen Thema integriert zu haben. Dieses Thema ist nicht der politisch-historische Kampf um Troja, sondern eine menschliche Regung, Achills Zorn. Damit verabschiedet sich die Ilias von Preis und Ruhm übermenschlicher Kriegs- und Heldentaten und geht den Gründen und den Folgen menschlicher Gefühle und Beziehungen nach. Sie zeigt, wie aus verletztem Ehrgefühl und Geltungssucht bei Agamemnon das Bedürfnis nach Demütigung Achills resultiert. Auch Achills Groll über Agamemnons Verhalten ist aus der Sache und angesichts der Aufgabe, nach neun Jahren Belagerung endlich Troja zu erobern, nicht gerechtfertigt. Die Konsequenzen, die Achill zieht, gleichen eher kindlicher Trotzhaltung und sind eines großen Helden, der auch an die Folgen seines Tuns denken sollte, nicht würdig. Auch bei dem weiteren Verhalten des großen Helden betont die Ilias seine menschlichen Schwächen. Der Höhepunkt ist in dieser Hinsicht sicher die Schändung der Leiche Hektors, die Achill immer wieder um das Grab seines Freundes Patroklos schleift. Konsequent folgt auf die Hybris die Ankündigung seines baldigen Todes. Strukturell ist damit die Grundkonzeption der großen griechischen Tragödien des 5. Jahrhunderts von Aischylos, Sophokles und Euripides vorweggenommen, in denen ebenso  auf Maßlosigkeit und Hybris der Untergang folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der menschliche Blick trifft nicht nur die Griechen vor Troja, sondern auch deren Gegner. Beispielhaft ist die anrührende Szene, in der Hektor sich vor seinem Kampf gegen Achill von Frau und Kind verabschiedet. Hier wird Trojas bester Kämpfer von seiner privatesten Seite gezeigt. Der große Held tritt als liebender Ehemann und Vater auf, seine Frau Andromache als angstvolle Mutter und später als trauernde Gattin. Die Ilias ist anders als manche moderne Heldengeschichte weit davon entfernt, die Gegner einer kriegerischen Auseinandersetzung als die Guten einerseits und Bösen andererseits zu dämonisieren. Die Protagonisten beider Seiten werden in ihren menschlichen Stärken und Schwächen dargestellt. Und das gilt erstaunlicherweise auch für die dritte Gruppe von Akteuren in dem Kampf um Troja, die Götter. Die Götterwelt ist in der Ilias nach dem Muster einer menschlichen Familie geordnet, mit Zeus als Familienoberhaupt, Hera als dessen Gattin und einer ganzen Reihe von Töchtern und Söhnen wie z.B. Athene, Aphrodite, Apollon und Hermes. Und in dieser großen Familie gibt es allerlei Zwist, Eifersüchteleien, Täuschungsmanöver, Betrug, aber auch Mitleid, Hilfsbereitschaft und Verzeihen - ganz wie im normalen menschlichen Leben. So ist die Ilias durch alle Göttermythen und Heldensagen hindurch letztlich eine Geschichte menschlicher Auseinandersetzungen, Konflikte und Versöhnungen, wie sie auch jenseits der großen überlieferten Ereignisse das Alltagsleben der Meschen bestimmen.Insgesamt handelt es sich dabei um sehr grausame Darstellungen!!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirkungen==&lt;br /&gt;
Der Stoff der Ilias hat schon in der Antike zahlreiche Neubearbeitungen und Fortsetzungen erfahren. [[Aischylos]] hat in der [[Orestie]] die  tragische Rückkehr Agamemnons behandelt, bei der der Griechen-König von seiner Frau und deren Geliebten ermordet wird und diese wiederum von dem Sohn Agamemnons, Orest, umgebracht werden. [[Die Troerinnen]] des [[Euripides]] widmen sich dem Schicksal der Frauen Trojas nach dessen Zerstörung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
Interessant ist ein Vergleich der &amp;quot;Ilias&amp;quot; mit der modernen Fantasy-Literatur, z.B. Tolkiens &amp;quot;Herr der Ringe&amp;quot;, aber auch mit Filmen wie &amp;quot;Krieg der Sterne&amp;quot; von George Lukas oder den zahlreichen, Motive der Mythologie aufgreifenden Brett- und Computerspielen. Vor allem im Hinblick auf die Darstellung und Bewertung gegnerischer Parteien kann hier die Besonderheit der &amp;quot;Ilias&amp;quot; deutlich gemacht werden.&lt;br /&gt;
Schwieriger ist ein Vergleich mit dem ebenfalls vielschichtigen &amp;quot;Nibelungenlied&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.digbib.org/Homer_8JHvChr/De_Ilias Homer: Ilias] Vollständiger Text der deutschen Übersetzung von Johann Heinrich Voss in der Freien digitalen Bibliothek&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/homer/ilias/ilias.xml Ilias] Text der deutschen Übersetzung von Johann Heinrich Voss im Projekt Gutenberg&lt;br /&gt;
* [http://www.zeno.org/Literatur/M/Homer/Epen/Ilias Ilias] Text der deutschen Übersetzung von Johann Heinrich Voss bei Zeno.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
DBS-Wiki-WL, Ilias, Homer, Troja, Achill, Antike, Epos&lt;br /&gt;
&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
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		<updated>2013-06-05T12:57:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;(8. Jahrhundert v. Chr.)&lt;br /&gt;
[[Bild:Homeros_Glyptothek_Munich_273_copy_Staatliche_Antikensammlungen.jpg|thumb|200px|Homer]]&lt;br /&gt;
==Biographie==&lt;br /&gt;
Homer lebte wahrscheinlich gegen Ende des 700v. Chr.im ionischen Kleinasien. Schon im Altertum war über seine Person wenig bekannt, und es rankten sich zahlreiche Legenden um seine Gestalt. Lange Zeit wurde bezweifelt, ob es sich bei Homer überhaupt um eine historische Persönlichkeit handele, was aber aus heutiger Sicht wenig begründet erscheint. Homer war, wie sich aus seinem Werk ableiten lässt, hoch gebildet, entstammte wahrscheinlich der gehobenen Gesellschaftsschicht und wurde möglicherweise auf der Insel Chios, vor der Küste Kleinasiens, geboren. Auch eine Reihe anderer Orte beanspruchte bereits in der Antike, Homers Geburtsort zu sein, z.B. Smyrna und Kolophon. Schon für die Antike war Homer &amp;quot;der Dichter&amp;quot; schlechthin, der die Götter- und Menschenwelt der griechischen Frühzeit gültig gestaltet hatte. Er war bis in die Spätantike Gegenstand des Schulunterrichts und wurde in allen Lebenslagen als Klassiker zitiert. Die Legende besagt, Homer sei im fortgeschrittenen Alter ein blinder Wandersänger gewesen. Gestorben soll er auf der Insel Íos im Ägäischen Meer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werk==&lt;br /&gt;
Ist Homer überhaupt der Verfasser von [[Ilias]] und [[Odyssee]]? Hierin besteht der Kern der sog. [[Homer#Die_Homerische_Frage|&amp;quot;Homerischen Frage&amp;quot;]]. Sie wurde bereits im 3. und 2. Jahrhundert v.Chr. diskutiert und in der Neuzeit wieder aufgegriffen. Eine wesentliche Grundlage des Zweifels an der Autorschaft Homers war die Vorstellung, dass es in der griechischen Antike des 8. Jahrhunderts noch keine Schrift gegeben habe und die beiden Werke in der bekannten Form erst ca. 200 Jahre spätere niederschrieben worden seien. Diese Annahme ist aber inzwischen durch archäologische Funde widerlegt. Dennoch hat der Zweifel an einer einheitlichen Verfasserschaft an beiden Werken bis ins 20. Jahrhundert angehalten. Diese vor allem an der Sprache orientierte analytische Homerforschung hat sich seit dem 18. Jahrhundert darum bemüht, Ilias und Odyssee in Einzelteile zu zerlegen und deren Herkunft aus der mündlichen Tradition bzw. von verschiedenen Verfassern nachzuweisen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Homeranalyse stehen die Vertreter des Homerunitarismus gegenüber, denen es um den Nachweis geht, dass Ilias und Odyssee einheitliche Dichtungen sind, die von einem Verfasser geschrieben wurden. Die großen Unterschiede sowohl im Erzählstil wie im Menschenbild beider Epen werden dadurch erklärt, dass Ilias und Odyssee als ein Jugend- bzw. Alterswerk Homers betrachtet werden. Gegenstand der Untersuchung der Unitarier waren vor allem der Stil und die Bauformen des Erzählens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute geht man davon aus, dass Homer der Schöpfer zumindest der Ilias, wahrscheinlich auch der Odyssee ist und erkennt an, dass beide Werke als Ganzheit entworfen sind, was nur auf der Grundlage der Schrift möglich gewesen sein kann. Unbestritten ist aber, dass er auf eine jahrhundertelange Tradition mündlichen Erzählens zurückgegriffen und deren Stoffe und Erzählweisen zu einem einheitlichen Werk gestaltet hat. Bereits während der mykenischen Kultur im 13. und 12 vorchristlichen Jahrhundert gab es ein mündliche Heldenepik, die von fahrenden Sängern an Fürstenhöfen  vorgetragen wurde. Die formelhafte Verwendung vieler Sprachelemente in Homers Werk, das als einzigartiges Zeugnis des Übergangs von der Mündlichkeit der Sänger zur Schriftlichkeit gilt, verweist auf die Nähe zur mündlichen Dichtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werke==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Ilias]] (um 730 v.Chr.)&lt;br /&gt;
*[[Odyssee]] (um 700 v.Chr.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung und Wirkung==&lt;br /&gt;
Mit Homer beginnt die abendländische Literaturgeschichte. Er gilt als Verfasser der beiden ersten großen literarischen Werke des Abendlandes, der Ilias und der Odyssee, und zugleich als Begründer der abendländischen Erzähltradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die großen griechischen Tragödiendichter entnahmen ihre Stoffe teilweise den Epen Homers, deren Kenntnis sie bei ihren Zuschauern voraussetzen konnten. Die Bewunderung der Antike für Homer war allerdings nicht einhellig. So hat der Vorsokratiker Xenophanes Kritik an Homers Götterbild geübt: &amp;quot;Alles haben Homer und Hesiod den Göttern angehängt, was nur bei Menschen Schimpf und Schande ist: Stehlen und Ehebrechen und sich gegenseitig Betrügen.&amp;quot; In römischer Zeit schließt [[Vergil]] mit seiner &amp;quot;Aeneis&amp;quot; an die homerischen Epen als Vorbilder an. Im 18. Jahrhundert sorgte die deutsche Übersetzung Homers durch Johann Heinrich Voss für eine weitreichende Verbreitung unter der gebildeten bürgerlichen Schicht. Zusammen mit [[William Shakespeare|Shakespeare]] und dem schotttischen Dichter Ossian gehörte Homer zu den literarischen Vorbildern des Sturm und Drang. So ist der Held in Goethes &amp;quot;Die Leiden des jungen Werthers&amp;quot; ein begeisterter Leser Homers. Und der Theoretiker des Sturm und Drang, Johann Gottfried Herder, sah in Homer nicht nur den Dichter des griechischen Nationalruhms und der griechischen Nationalweisheit, sondern auch den Dichter des Menschlichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert zeugen zahlreiche Wiederverwendungen vor allem des Odysseus-Stoffes davon, dass Homers Werk auch noch im Bewusstsein des modernen Menschen lebendig geblieben ist. Das berühmteste Beispiel ist sicherlich der 1922 erschienene Roman &amp;quot;Ulysses&amp;quot; von [[James Joyce]], der als Prototyp des modernen experimentellen Romans gilt. Auch das Heimkehrerdramen &amp;quot;Draußen vor der Tür&amp;quot; des deutschen Nachkriegsschriftstellers Wolfgang Borchert enthält unverkennbar Bezüge auf die Odyssee. Hinzu kommen zahlreiche Verfilmungen beider Werke sowie Verarbeitungen in Comics. Künstlerisch hochwertig ist davon sicherlich Stanley Kubricks &amp;quot;Odyssee im Weltraum&amp;quot;, die allerdings den Stoff stark verfremdet verarbeitet. In jüngster Zeit hat die Ilias-Verfilmung durch Wolfgang Petersen von 2004 auch durch Homer-Experten großes Lob geerntet ([http://www.klassphil.uni-muenchen.de/%7Ewaiblinger/Latacz1.html Kein gewöhnlicher Sandalenfilm]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Homerische Frage===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Material:&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Beginn der neuzeitlichen Homerforschung stand Friedrich August Wolf (1759-1824), Professor aus Halle. Er ging davon aus, das es zur Zeit Homers noch keine Schrift im antiken Griechenland gab. Ilias und Odyssee seien auf der Grundlage von mündlich überlieferten Gesängen verschiedener Rhapsoden erst im 6. Jahrhundert v. Chr. schriftlich als ein Ganzes fixiert worden. Auf Wolfs Thesen bezieht sich &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; in dem Gedicht &#039;&#039;&#039;Homer wieder Homer&#039;&#039;&#039; und in seinen &#039;&#039;&#039;Tag- und Jahresheften&#039;&#039;&#039; von 1821.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| {{Prettytable}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Homer wieder Homer&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Scharfsinnig habt ihr, wie ihr seid,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von aller Verehrung uns befreit,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und wir bekannten überfrei,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daß Ilias nur ein Flickwerk sei.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| {{Prettytab}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Tag- und Jahreshefte 1821&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Man erinnert sich, welch ein schmerzliches Gefühl über die Freunde der Dichtkunst und des Genusses an derselben sich verbreitete, als die Persönlichkeit des Homer, die Einheit des Urhebers jener weltberühmten Gedichte, auf eine so kühne und tüchtige Weise bestritten wurde. Die gebildete Menschheit war im tiefsten aufgeregt, und wenn sie schon die Gründe des höchst bedeutenden Gegners nicht zu entkräften vermochte, so konnte sie doch den alten Sinn und Trieb, sich hier nur eine Quelle zu denken, woher soviel Köstliches entsprungen, nicht ganz bei sich auslöschen. Dieser Kampf währte nun schon über zwanzig Jahre, und es war eine Umwälzung der ganzen Weltgesinnung nötig, um der alten Vorstellungsart wieder einigermaßen Luft zu machen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus dem Zerstörten und Zerstückten wünschte die Mehrheit der klassisch Gebildeten sich wiederherzustellen, aus dem Unglauben zum Glauben, aus dem Sondern zum Vereinen, aus der Kritik zum Genuß wieder zu gelangen. Eine frische Jugend war herangewachsen, unterrichtet wie lebenslustig; sie unternahm mit Mut und Freiheit, den Vorteil zu gewinnen, dessen wir in unsrer Jugend auch genossen hatten, ohne die schärfste Untersuchung selbst den Schein eines wirksamen Ganzen als ein Ganzes gelten zu lassen. Die Jugend liebt das Zerstückelte überhaupt nicht, die Zeit hatte sich in manchem Sinne kräftig hergestellt, und so fühlte man schon den früheren Geist der Versöhnung wiederum walten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fragestellung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Welche Haltung nimmt Goethe zur Homerischen Frage in den vorliegenden Texten ein?&lt;br /&gt;
* Mit welchen Argumenten begründet Goethe seine Einstellung?&lt;br /&gt;
* Formuliere eine eigene begründete Meinung zur Homerischen Frage und beziehe dich dabei kritisch auf Goethes Argumentation. (Als Hilfe zur Meinungsbildung kann der Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Homerische_Frage Die Homerische Frage] herangezogen werden.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Homer in der Geschichte===&lt;br /&gt;
* Fertige eine Tabelle über die historische Entwicklung an, in die Homer einzuordnen ist. Die Tabelle sollte die Spalten Zeit, Geschichte, Literatur, Philosophie enthalten. In ihr sollten mindestens die folgenden Stichworte vorkommen: Troja, mykenische Zeit, Dunkle Jahrhunderte, archaisches Zeitalter, klassische Zeit, Hellenismus, Mündliche Dichtung, schriftliche Literatur, Homer, [[Aischylos]], [[Sophokles]], [[Euripides]], [[Aristophanes]], Sokrates, Platon, Aristoteles.&lt;br /&gt;
* Entwirf einen mündlichen Vortrag als Erläuterung der Tabelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Gustav Adolf Seeck: Homer. Eine Einführung, Stuttgart 2004&lt;br /&gt;
* Thomas Paulsen: Geschichte der griechischen Literatur, Stuttgart 2004&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[http://www.hamburger-bildungsserver.de/index.phtml?site=faecher.deutsch.homer Homer] Linksammlung auf dem Hamburger Bildungsserver&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
DBS-Wiki-WL, Homer, Odyssee, Ilias, Antike, Homerische Frage&lt;br /&gt;
&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Antigone&amp;diff=4573</id>
		<title>Antigone</title>
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		<updated>2013-06-05T12:57:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Antigone&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ist ein Tragödie von [[Sophokles]] und wahrscheinlich um 442 v. Chr. entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Zum Inhalt des Dramas gehört die Vorgeschichte, die jedem Zuschauer der Aufführungen des attischen Theaters bekannt war. &lt;br /&gt;
Es ist im wesentlichen die Geschichte des König Ödipus, die Sophokles in einem eigenen Drama verarbeitet hat und die durch Freuds Ödipuskomplex noch in der Moderne eine Deutungsschablone menschlicher Tragik abgibt. Ödipus tötet in der griechischen Mythologie unwissend seinen Vater, den König Laios, heiratet ebenso unwissentlich seine eigene Mutter, die Königin Iokaste, und übernimmt die Herrschaft in Theben. Aus dieser Verbindung gehen die Kinder Antigone, Ismene, Polyneikes und Eteokles hervor. Nach der Aufdeckung der ungeheuerlichen Taten des Königs begeht Iokaste Selbstmord, Ödipus blendet sich selbst und geht in die Verbannung. Die beiden Söhne übernehmen zunächst gemeinsam die Herrschaft in Theben. Es kommt jedoch zum Bruderzwist, und Polyneikes wird aus Theben vertrieben. Sein Rachefeldzug führt zum Kampf um Theben, bei dem die Brüder sich gegenseitig töten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle beginnt die Handlung der Antigone. Kreon, der Bruder Iokastes, übernimmt die Herrschaft und verfügt, dass jeder, der Polyneikes, den Feind der Stadt, begraben würde, mit dem Tod bestraft werde. Antigone sieht darin einen Verstoß gegen göttliches Gesetz, missachtet das Verbot und begräbt den Bruder. Kreon lädt Antigone vor, die die Tat gesteht und bereit ist, den Tod auf sich zu nehmen. Kreon verurteilt sie zum Tode und lässt sie in eine Grabkammer sperren. Es kommt zu Gegenüberstellungen zwischen Kreon und Ismene, Kreon und seinem Sohn Haimon, dem Verlobten Antigones, Kreon und dem blinden Seher Teiresias, die alle den König von seinem Vorhaben abzubringen versuchen. Erst das Gespräch mit Teiresias lässt Kreon an seiner Haltung zweifeln. Er wendet sich an den Rat der Ältesten und ist bereit, dessen Empfehlung anzunehmen, Antigone zu befreien und Polyneikes zu begraben. Aber es ist zu spät: Antigone hat sich erhängt, Haimon erdolcht, und auch Eurydike, Kreons Gattin, verflucht Kreon und nimmt sich das Leben. Erst jetzt bereut der König und verfällt in Selbstanklage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung und Rezeption ==&lt;br /&gt;
*[http://www.lehrer-online.de/antigone-anouilh.php?sid=37756856666656541119627702770990 Anouilh: Antigone] Unterrichtskonzept für den Deutsch-Leistungskurs bei Lehrer online&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterricht ==&lt;br /&gt;
Die Antigone des Sophokles eignet sich zur Behandlung im Unterricht vor allem deshalb, weil das Stück bis in die Gegenwart hinein immer wieder neue Deutungen hervorgerufen hat und der Stoff zahlreiche Neubearbeitungen erfuhr. Entsprechend wird die Tragödie immer wieder neu aufgeführt. &lt;br /&gt;
Zu den Neubearbeitungen gehören vor allem:&lt;br /&gt;
*Walter Hasenclever: Antigone (uraufgeführt 1917)&lt;br /&gt;
*Jean Anouilh: Antigone (uraufgeführt 1944)&lt;br /&gt;
*Elisabeth Langgässer: Die getreue Antigone (erschienen 1947)&lt;br /&gt;
*Bertolt Brecht: Antigone  (uraufgeführt 1948)&lt;br /&gt;
*Rolf Hochhuth: Die Berliner Antigone  (entstanden 1963)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Unterrichtskonzept findet sich bei Lehrer online:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.lehrer-online.de/antigone-sophokles.php?sid=37756856666656541119627702772010 Sophokles: Antigone]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/sophokle/antigone/antigone.xml Antigone] Text der deutschen Übersetzung von Friedrich Hölderlin im Projekt Gutenberg&lt;br /&gt;
* [http://www.zeno.org/Literatur/M/Sophokles/Trag%C3%B6dien/Antigone Antigone] Text der Übersetzung von K.W.F. Solger bei Zeno.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
DBS-Wiki-WL, Antigone, Sophokles, Antike, Tragödie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sophokles]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Romeo_und_Julia&amp;diff=4572</id>
		<title>Romeo und Julia</title>
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		<updated>2013-06-05T09:38:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Romeo und Julia&amp;quot;&#039;&#039;&#039; ist eine der bekanntesten Tragödien von [[William Shakespeare]]. Das Stück wird bis heute auf den großen Bühnen der Welt immer wieder aufgeführt und erlebte zahlreiche Vertonungen, Bearbeitungen als Ballett und Musical sowie etliche Verfilmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Romeo_und_Julia.jpg|thumb|300px|Romeo und Julia von Sir Frank Dicksee, 1884]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Das Stück spielt in der italienischen Stadt Verona. Romeo und Julia sind die Kinder der verfeindeten Familien der Montagues und der Capulets. Die beiden begegnen sich das erste Mal auf einem Maskenball im Haus von Julias Eltern. Eigentlich war Romeo nur wegen der vergeblich von ihm angebeteten Rosalinde auf dem Ball, doch aller Schmerz über die unerwiderte Liebe ist schnell vergessen, als er Julia sieht. Bereits am nächsten Tag begibt sich Romeo zum befreundeten Pater Lorenzo, um ihn zu bitten, die Hochzeit durchzuführen. In der Hoffnung, damit die Familien zu versöhnen, stimmt Lorenzo zu. Kurz darauf entwickelt sich ein Streit zwischen Mercutio, Romeos bestem Freund, und Tybalt, einem Vetter von Julia. Es kommt zu einem Duell, in dessen Folge Mercutio tödlich verwundet wird. Der anwesende Romeo will seinen Freund rächen. So kommt es zum Kampf zwischen Romeo und Tybalt. Romeo tötet Tybalt und wird deshalb von dem Fürsten Veronas aus der Stadt verbannt. Bevor er in die Verbannung flüchtet, verbringt er jedoch seine Hochzeitsnacht mit Julia. Kaum hat ihr Gemahl sie am frühen Morgen verlassen, eröffnen ihre Eltern ihr, dass sie einen jungen Grafen namens Paris heiraten soll. Julia ist entsetzt und bittet Pater Lorenzo um Hilfe. Dieser entwickelt einen tollkühnen Plan. Sie soll einen Betäubungstrank zu sich nehmen, der sie in einen todesähnlichen Zustand versetzt. Dadurch könnte sie der Hochzeit entkommen. Julia stimmt zu. Durch einen unglücklichen Zufall bekommt Romeo den Brief, der ihn von diesem Plan in Kenntnis setzen soll, nicht. Als er von Julias Tod hört, ist er verzweifelt. Er verschafft sich Gift und begibt sich dann zur Gruft der Capulets. Dort trifft er auf Paris, der Julia die letzte Ehre erweisen will. Bei dem Duell wird Paris von Romeo getötet. Romeo bringt sich darauf hin mit dem Gift um, neben der kurz darauf erwachenden Julia. Als diese ihren toten Geliebten neben sich erkennt, ersticht sie sich mit dessen Dolch. Über den Leichen ihrer Kinder versöhnen sich die verfeindeten Elternhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
Das Motiv der Liebenden, die voneinander getrennt werden und erst im Tod vereint sind, wurzelt in Mythen und Märchen, die bis in die Antike zurück reichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tragische Liebesgeschichte von &#039;&#039;&#039;Hero und Leander&#039;&#039;&#039; entstammt der griechischen Mythologie. Wie bei Shakespeare soll ein elterliches Verbot die Liebe der beiden verhindern. Hero wird von ihrem Vater in einen Turm gesperrt. Leander ertrinkt bei dem Versuch, den Turm über das Meer zu erreichen, woraufhin Hero sich ins Meer stürzt, um mit dem Geliebten wenigstens im Tod vereint zu sein. Der Stoff taucht bereits in Werken von [[Vergil]] und [[Ovid]] auf. Eine ausführliche Darstellung findet sich jedoch erst bei dem spätgriechischen Dichter Musaios, der um 500 n. Chr. lebte. Shakespeares Zeitgenosse Christopher Marlowe gestaltete den Stoff in dem 1598 erschienenen Versepos &#039;&#039;Hero and Leander&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Ausgestaltung des Motivs ist die Sage von &#039;&#039;&#039;Pyramus und Thisbe&#039;&#039;&#039;, die sich in [[Ovid]]s &#039;&#039;Metamorphosen&#039;&#039; findet. Wie in &#039;&#039;Romeo und Julia&#039;&#039; untersagen auch hier die verfeindeten Elternhäuser den jungen Liebenden jegliche Begegnung. Ein heimliches Treffen scheitert, weil Pyramus glaubt, dass seine Geliebte von einer Löwin zerrissen worden sei und sich daraufhin in sein Schwert stürzt. Als Thisbe den sterbenden Geliebten erblickt, tötet auch sie sich mit dessen Schwert. Dass Shakespeare den Stoff kannte, zeigt nicht nur seine Verarbeitung in &#039;&#039;Romeo und Julia&#039;&#039;, sondern auch seine parodistische Verwendung in &#039;&#039;[[Ein Sommernachtstraum]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Grundlage der antiken Motive entwickelte sich in der italienischen Novellenliteratur im 15. und 16. Jahrhundert der &#039;&#039;&#039;Romeo-und-Julia-Stoff&#039;&#039;&#039;, u.a. angeregt durch die Legende über ein junges unglückliches Paar, das im Jahre 1203 einen tragischen Liebestod gefunden haben soll. Diese Novellen enthalten bereits alle wichtigen Motive, die sich dann auch bei Shakespeare finden, von dem Handlungsort Verona, über die verfeindeten Familien bis zum Gifttrank. Über Frankreich gelangte der Romeo-und-Julia-Stoff auch nach England. Shakespeare selbst übernimmt den Stoff von seinem Landsmann Arthur Brooke, bei dessen Versepos &#039;&#039;The Tragicall Historye of Romeus and Juliet&#039;&#039; von 1562 er sich bis in Einzelheiten bediente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
* [http://www.webenglishteacher.com/romeoandjuliet.html Lesson plans and other teaching ideas] von Web English Teacher&lt;br /&gt;
* [http://www.swisseduc.ch/english/readinglist/shakespeare_william/romeo/teaching.html Romeo and Juliet - Lesson Plans] Linkliste von SwissEduc&lt;br /&gt;
* [http://www.lehrer-online.de/verona-world.php?sid=16833333749889528119556255626540 Verona World] Verona World ist das Ergebnis eines Projektes im Anschluss an Shakespeares Drama Romeo &amp;amp; Juliet im Leistungskurs des Jahrgangs 12. Dabei erarbeiten die Lernenden eigene Mini-Websites auf Basis von kreativer Textproduktion oder umfassenden Internetrecherchen.&lt;br /&gt;
* [http://www.lehrer-online.de/shakespeare-webquest.php?sid=16833333749889528119556255626540 &amp;quot;Shakespeare - the man and the playwright&amp;quot;] Dieser WebQuest führt Lernende an William Shakespeare, sein Werk und vor allem das Drama Romeo and Juliet heran. Sie suchen im Netz nach Informationen, aus denen sie eine Präsentation erstellen.&lt;br /&gt;
* [http://wwwcs.uni-paderborn.de/schulen/sem/downloads/reuterlove.pdf Doomed love – William Shakespeare’s Romeo and Juliet] In dieser Unterrichtseinheit sollen die Schülerinnen und Schüler erschließen, dass die erste Begegnung Romeos und Juliets in Akt I, Szene 5 den Anfang einer tiefen, aufrichtigen Liebesbeziehung darstellt, indem sie die  sprachliche Form des Dialogs erläutern und ihre Deutung desselben in einer szenischen Umsetzung anwenden.&lt;br /&gt;
* [http://www.schulportal.de/040431/031739/Deutschland/Niedersachsen/Gymnasium/Englisch/Klasse_12_LK/Unterrichtsentwurf_Lehrprobe_Musterstunde/S_C.html Romeo &amp;amp; Juliet :Die Rolle des Escales im hierarchischen Gefüge der Charaktere] Unterrichtsentwurf 12. Klasse, Englisch LK&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Reiner Poppe: William Shakespeare Romeo und Julia, Stuttgart 2002 (Reclam, Erläuterungen und Dokumente)&lt;br /&gt;
* Kathleen Ellenrieder: William Shakespeare Romeo and Juliet, Stuttgart 2004 (Reclam, Lektüreschlüssel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
Romeo und Julia, Englisch, Englischunterricht, Shakespeare, Liebe, Tragödie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:William Shakespeare]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
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		<title>Sophokles</title>
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		<updated>2013-06-05T09:35:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Sophokles.jpg|thumb|200px|Sophokles]]&lt;br /&gt;
(497/496 v. Chr. - 406/405 v. Chr.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
Sophokles wurde 497/496 v. Chr. in dem Dorf Kolonos bei Athen geboren. Er gehörte mit Aischylos und Euripides, deren Zeitgenosse er war, zu den &amp;quot;Großen Drei&amp;quot; der griechischen Tragödiendichtung. Bei den Agonen (Wettkämpfen) auf der Theaterbühne in Athen errang er etwa zwanzig erste und über zehn zweite Plätze, wobei jeweils nur drei Dichter im Wettstreit miteinander standen. Sein erster Triumph gelang Sophokles 468 v. Chr. ausgerechnet über Aischylos, bei dem er einst das Schreiben von Tragödien gelernt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sophokles spielte im alten Athen aber nicht nur als Dichter eine herausragende Rolle. Er nahm auch am politischen Leben der Stadt teil und bekleidete verschiedene wichtige Ämter. So war er Finanzverwalter, politischer Berater, Kriegsstratege und übte eine zeitlang sogar das Priesteramt aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sophokles war zwei Mal verheiratet und hatte zwei Söhne, die ebenfalls Tragödiendichter wurden, aber bei weitem nicht den Bekanntheitsgrad ihres Vaters erreichten. Als Sophokles 406 oder 405 v. Chr. starb, war er hoch berühmt und galt seinen Zeitgenossen wegen seiner Erfolge auf vielen Ebenen des Lebens als Liebling der Götter. Nach seinem Tod wurde er nahezu kultisch verehrt. Begraben ist Sophokles in der Familiengruft an der Straße von Athen nach Dekeleia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Von den wahrscheinlich 113 Dramen, die Sophokles geschrieben hat, sind nur sieben Stücke vollständig erhalten. Immerhin sind die [http://de.wikipedia.org/wiki/Sophokles#Die_verlorenen_bzw._fragmentarisch_.C3.BCberlieferten_Werke Titel von über 100 nicht oder nur fragmentarisch erhaltenen Stücken] überliefert. Die vollständig erhaltenen Stücke sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Aias]] (455-450 v. Chr.)&lt;br /&gt;
* Die Trachinierinnen (vor 442 v. Chr.)&lt;br /&gt;
* [[Antigone]] (442 v. Chr.)&lt;br /&gt;
* [[König Ödipus]] (429-425 v. Chr.)&lt;br /&gt;
* [[Elektra]] (ca 420 v. Chr.)&lt;br /&gt;
* Philoktetes  (409 v. Chr.)&lt;br /&gt;
* Ödipus auf Kolonos (401 v. Chr. postum aufgeführt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antigone, König Ödipus und Ödipus auf Kolonos bilden die sogenannte Thebanische Trilogie. Wie Aischylos entnahm Sophokles den Stoff für seine Stücke vornehmlich den griechischen Götter- und Heldensagen, die den Zuschauern bekannt waren. Ödipus, Iokaste, Kreon, Antigone, Ismene, die Hauptfiguren der Thebanischen Trilogie, waren Gestalten des Herrschergeschlechts von Theben im antiken Böotien, nordwestlich von Athen. Das Interesse der Zuschauer richtete sich daher nicht auf den bekannten Stoff, sondern auf die Art der Aufführung. Und gerade darin waren Sophokles&#039; Dramen revolutionär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sophokles erneuerte die attische Tragödie in mehrfacher Hinsicht. So erweiterte er die Rollen um einen dritten Schauspieler. Ursprünglich gab es auf der Bühne nur den Chor und einen Schauspieler; ein zweiter Schauspieler war durch Aischylos eingeführt worden. Den Schauspielern und dem Dialog als dramatisches Mittel kam damit eine deutlich größere Bedeutung zu als bei den Vorgängern des Sokrates. Auch die Zahl der Chormitglieder erhöhte Sokrates von 12 auf 15. Der Chor erhielt zudem eine neue Funktion. Er wurde als Mitspieler in das tragische Geschehen einbezogen und seine Kommentare waren durch seine Rolle, z.B. die der älteren Bürger Athens, bedingt. Bei Aischylos bringt der Chor dagegen oft die Meinung des Dichters zum Ausdruck und beansprucht objektive Gültigkeit. Die neue Lebendigkeit auf der Bühne wurde noch durch die Einführung der Szenenmalerei gesteigert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als sein Vorgänger Aischylos schrieb Sophokles keine inhaltlich zusammenhängenden Tetralogien, sondern für sich stehende Einzelwerke. Damit im Zusammenhang erhöhte Sophokles die Bedeutung des tragischen Helden. Gegenüber den Göttern bekam der Mensch in den Tragödien des Sophokles ein größeres Gewicht. Das tragische Schicksal war nicht mehr wie bei Aischylos ein von den Göttern verhängter Geschlechterfluch, sondern entwickelte sich aus dem Wesen des Menschen, der mit der göttlichen Ordnung in Konflikt gerät. Zwar ist auch bei Sophokles, dem eine tiefe Frömmigkeit nachgesagt wird, das Schicksal gottgegeben, aber der Mensch wird zum ersten Mal als Persönlichkeit gesehen, die, wie z.B. Ödipus, Großes leistet und dabei auch große Schuld auf sich lädt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie vor allem beim &amp;quot;König Ödipus&amp;quot; handelt es sich bei den Tragödien des Sophokles mehr oder weniger ausgeprägt um analytische Dramen, bei denen die ‚Wahrheit’ erst im Verlauf der Handlung sichtbar wird. Das wesentliche Ereignis liegt in der Vorgeschichte, und die Handlung dient der Aufklärung des vor Dramenbeginn liegenden Konflikts. Das weist darauf hin, dass Sophokles’ Helden oft Verblendete sind und ihr Ringen das Ringen um Erkenntnis darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung und Wirkung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.hamburger-bildungsserver.de/index.phtml?site=faecher.deutsch.sophokles Sophokles] Linksammlung auf dem Hamburger Bildungsserver&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Sophokles Sophokles auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sophokles, Antike, Tragödie, Antigone, Ödipus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Ilias&amp;diff=4570</id>
		<title>Ilias</title>
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		<updated>2013-06-05T09:27:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Ilias&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ist das früheste bekannte Epos [[Homer]]s und wahrscheinlich um 730 v. Chr. entstanden. Sie ist damit das älteste erhaltene griechische und zugleich abendländische Werk der Weltliteratur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Titel==&lt;br /&gt;
Der Titel &amp;quot;Ilias&amp;quot; stammt nicht von [[Homer]] selbst, sondern ist eine spätere Erfindung. Er bedeutet soviel wie die Dichtung von Ilion, wobei Ilion ein anderer Name für Troja ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Historisch-mythologischer Kontext==&lt;br /&gt;
Troja ist eine sagenumwobene Stadt der frühen Antike, deren historische Existenz bis heute nicht als gesichert gilt. Sie soll um 1200 v. Chr. durch ein griechisches Heer zehn Jahre lang belagert und am Ende erobert worden sein. Es gab bereits vor Homer eine breite Erzähltradition um den Trojanischen Krieg, die auch nach Homer noch ausgeweitet wurde, z.B. durch die [[Aeneis]] von [[Vergil]]. Schon in der vorhomerischen Zeit wurde die Geschichte um Troja von fahrenden Sängern, sog. Rhapsoden, überliefert, die zu Instrumentalbegleitung über die Taten der mythischen Helden bei festlichen Gelegenheiten an Fürstenhöfen berichteten. Als Grund des Krieges um Troja gilt die Entführung der schönen Helena durch den troischen Königssohn Paris. Helena ist die Frau des Menelaos und damit die Schwägerin des mächtigen Griechen-Königs Agamemnon. Die Griechen sammeln darauf eine gewaltige Streitmacht und eine große Flotte, mit der sie vor die Tore Trojas ziehen, um Helena zurück zu holen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Thema==&lt;br /&gt;
Die Ilias setzt zu Beginn des zehnten Kriegsjahres ein und stellt 51 Tage des Krieges dar. Trotz der zahlreichehn  Kampfszenen geht es in ihr jedoch nicht primär um die kriegerische Auseinandersetzung zwischen Griechen und Troern, sondern um den persönlichen Konflikt zwischen dem griechischen Heerführer Agamemnon und seinem stärksten Krieger Achill. Und das eigentlich Thema der Ilias ist der aus diesem Konflikt entspringende Zorn des Achill. Es wird gleich zu Beginn der Ilias benannt:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Den Zorn singe, Göttin, des Peleus-Sohn Achilleus&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Die Ilias beginnt mit dem Konflikt zwischen dem Heerführer Agamemnon und seinem stärksten Krieger Achill vor den Toren Trojas. Anlass ist der Streit um eine erbeutete Frau. Nachdem Agamemnon seine eigene Kriegsbeute, die Tochter eines Apollonpriesters, freigeben musste, will er sich aus Prestigegründen an Achills weiblicher Beute schadlos halten. Dadurch fühlt sich Achill in seiner Ehre gekränkt und verfällt in blindwütigen Zorn. Er weigert sich, an den Kämpfen der Griechen gegen Troja weiter teilzunehmen, und droht mit der Abreise nach Griechenland. Achills Ausscheiden ermuntert die Troer nach neun Jahren Belagerung, zur offenen Feldschlacht vor der Stadt anzutreten. Es gelingt ihnen, die Griechen bis zu ihren an Land gezogenen Schiffen zurückzudrängen und einige der Schiffe in Brand zu stecken. Auch in dieser Situation ist Achill nicht bereit, seinen Landsleuten beizustehen, erlaubt aber seinem Freund Patroklos, in die Kämpfe einzugreifen. Patroklos kann die Troer von den Schiffen zurückdrängen. Er wird dann aber von Hektor, dem besten troischen Kämpfer, erschlagen. Erst jetzt kommt es zum Sinneswandel Achills. Er söhnt sich mit Agamemnon aus und tritt gegen die Troer an, um Patroklos zu rächen. Hektor tritt gegen Achill an, wird von ihm jedoch dreimal um die Stadt getrieben und schließlich erschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil der Handlung der Ilias spielt in der Welt der Götter, die mehrfach in das Geschehen eingreifen. Gleich zu Beginn schickt Apollon eine Seuche über das griechische Heer, weil Agamemnon die Tochter eines Priesters geraubt hat und sich weigert, sie zurück zu geben. Hinter den zeitweiligen Niederlagen der Griechen steckt ein Plan des Zeus, des unumschränkten Herrschers der Götterfamilie, für Achills Demütigung an Agamemnon Rache zu nehmen. Gelegentlich arbeiten die Götter auch gegeneinander und setzten sich für ihre jeweiligen Lieblinge in der Menschenwelt ein. Da Zeus nicht alle Götter in seinen Plan eingeweiht hat, helfen seine Frau Hera und sein Bruder Poseidon z.T. durch geschickte Täuschungen des obersten Gottes den Griechen. Als Troer und Griechen dem drohenden totalen Krieg durch einen Zweikampf zwischen Menelaos, dem einstigen, und Paris dem jetzigen Ehemann Helenas, zu entgehen versuchen, verleitet Zeus&#039; Tochter Athene einen Troer dazu, den verabredeten Waffenstillstand durch einen hinterhältigen Pfeilschuss zu brechen. Zeus&#039; Sohn Apollon kämpft eindeutig für die Troer und ist entscheidend am Tod des Achilles-Freundes Patroklos beteiligt. Die Zeus-Kinder Aphrodite und Ares setzen  sich ebenfalls für die Troer ein. Auch das versöhnliche Ende der Ilias ist Verdienst der Götter. Als Achill in seinem Groll über den Tod des Freundes die Leiche Hektors schändet, regt sich Mitleid bei den Göttern und sie veranlassen Achill, die Leiche an Priamos, den Vater Hektors und König der Troer, zur Bestattung frei zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interpretation==&lt;br /&gt;
Den Stoff der Ilias bilden zahlreiche Heldenlieder und Mythen aus vorhomerischer Zeit, die über die Jahrhunderte von Rhapsoden tradiert worden waren. Die besondere Leistung Homers besteht darin, diese Fülle an Geschichten über Götter und Helden zu einem einzigen Werk zusammengefügt und zu einem einzigen Thema integriert zu haben. Dieses Thema ist nicht der politisch-historische Kampf um Troja, sondern eine menschliche Regung, Achills Zorn. Damit verabschiedet sich die Ilias von Preis und Ruhm übermenschlicher Kriegs- und Heldentaten und geht den Gründen und den Folgen menschlicher Gefühle und Beziehungen nach. Sie zeigt, wie aus verletztem Ehrgefühl und Geltungssucht bei Agamemnon das Bedürfnis nach Demütigung Achills resultiert. Auch Achills Groll über Agamemnons Verhalten ist aus der Sache und angesichts der Aufgabe, nach neun Jahren Belagerung endlich Troja zu erobern, nicht gerechtfertigt. Die Konsequenzen, die Achill zieht, gleichen eher kindlicher Trotzhaltung und sind eines großen Helden, der auch an die Folgen seines Tuns denken sollte, nicht würdig. Auch bei dem weiteren Verhalten des großen Helden betont die Ilias seine menschlichen Schwächen. Der Höhepunkt ist in dieser Hinsicht sicher die Schändung der Leiche Hektors, die Achill immer wieder um das Grab seines Freundes Patroklos schleift. Konsequent folgt auf die Hybris die Ankündigung seines baldigen Todes. Strukturell ist damit die Grundkonzeption der großen griechischen Tragödien des 5. Jahrhunderts von Aischylos, Sophokles und Euripides vorweggenommen, in denen ebenso  auf Maßlosigkeit und Hybris der Untergang folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der menschliche Blick trifft nicht nur die Griechen vor Troja, sondern auch deren Gegner. Beispielhaft ist die anrührende Szene, in der Hektor sich vor seinem Kampf gegen Achill von Frau und Kind verabschiedet. Hier wird Trojas bester Kämpfer von seiner privatesten Seite gezeigt. Der große Held tritt als liebender Ehemann und Vater auf, seine Frau Andromache als angstvolle Mutter und später als trauernde Gattin. Die Ilias ist anders als manche moderne Heldengeschichte weit davon entfernt, die Gegner einer kriegerischen Auseinandersetzung als die Guten einerseits und Bösen andererseits zu dämonisieren. Die Protagonisten beider Seiten werden in ihren menschlichen Stärken und Schwächen dargestellt. Und das gilt erstaunlicherweise auch für die dritte Gruppe von Akteuren in dem Kampf um Troja, die Götter. Die Götterwelt ist in der Ilias nach dem Muster einer menschlichen Familie geordnet, mit Zeus als Familienoberhaupt, Hera als dessen Gattin und einer ganzen Reihe von Töchtern und Söhnen wie z.B. Athene, Aphrodite, Apollon und Hermes. Und in dieser großen Familie gibt es allerlei Zwist, Eifersüchteleien, Täuschungsmanöver, Betrug, aber auch Mitleid, Hilfsbereitschaft und Verzeihen - ganz wie im normalen menschlichen Leben. So ist die Ilias durch alle Göttermythen und Heldensagen hindurch letztlich eine Geschichte menschlicher Auseinandersetzungen, Konflikte und Versöhnungen, wie sie auch jenseits der großen überlieferten Ereignisse das Alltagsleben der Meschen bestimmen.Insgesamt handelt es sich dabei um sehr grausame Darstellungen!!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirkungen==&lt;br /&gt;
Der Stoff der Ilias hat schon in der Antike zahlreiche Neubearbeitungen und Fortsetzungen erfahren. [[Aischylos]] hat in der [[Orestie]] die  tragische Rückkehr Agamemnons behandelt, bei der der Griechen-König von seiner Frau und deren Geliebten ermordet wird und diese wiederum von dem Sohn Agamemnons, Orest, umgebracht werden. [[Die Troerinnen]] des [[Euripides]] widmen sich dem Schicksal der Frauen Trojas nach dessen Zerstörung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
Interessant ist ein Vergleich der &amp;quot;Ilias&amp;quot; mit der modernen Fantasy-Literatur, z.B. Tolkiens &amp;quot;Herr der Ringe&amp;quot;, aber auch mit Filmen wie &amp;quot;Krieg der Sterne&amp;quot; von George Lukas oder den zahlreichen, Motive der Mythologie aufgreifenden Brett- und Computerspielen. Vor allem im Hinblick auf die Darstellung und Bewertung gegnerischer Parteien kann hier die Besonderheit der &amp;quot;Ilias&amp;quot; deutlich gemacht werden.&lt;br /&gt;
Schwieriger ist ein Vergleich mit dem ebenfalls vielschichtigen &amp;quot;Nibelungenlied&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.digbib.org/Homer_8JHvChr/De_Ilias Homer: Ilias] Vollständiger Text der deutschen Übersetzung von Johann Heinrich Voss in der Freien digitalen Bibliothek&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/homer/ilias/ilias.xml Ilias] Text der deutschen Übersetzung von Johann Heinrich Voss im Projekt Gutenberg&lt;br /&gt;
* [http://www.zeno.org/Literatur/M/Homer/Epen/Ilias Ilias] Text der deutschen Übersetzung von Johann Heinrich Voss bei Zeno.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ilias, Homer, Troja, Achill, Antike, Epos&lt;br /&gt;
&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Homer&amp;diff=4569</id>
		<title>Homer</title>
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		<updated>2013-06-05T09:10:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;(8. Jahrhundert v. Chr.)&lt;br /&gt;
[[Bild:Homeros_Glyptothek_Munich_273_copy_Staatliche_Antikensammlungen.jpg|thumb|200px|Homer]]&lt;br /&gt;
==Biographie==&lt;br /&gt;
Homer lebte wahrscheinlich gegen Ende des 700v. Chr.im ionischen Kleinasien. Schon im Altertum war über seine Person wenig bekannt, und es rankten sich zahlreiche Legenden um seine Gestalt. Lange Zeit wurde bezweifelt, ob es sich bei Homer überhaupt um eine historische Persönlichkeit handele, was aber aus heutiger Sicht wenig begründet erscheint. Homer war, wie sich aus seinem Werk ableiten lässt, hoch gebildet, entstammte wahrscheinlich der gehobenen Gesellschaftsschicht und wurde möglicherweise auf der Insel Chios, vor der Küste Kleinasiens, geboren. Auch eine Reihe anderer Orte beanspruchte bereits in der Antike, Homers Geburtsort zu sein, z.B. Smyrna und Kolophon. Schon für die Antike war Homer &amp;quot;der Dichter&amp;quot; schlechthin, der die Götter- und Menschenwelt der griechischen Frühzeit gültig gestaltet hatte. Er war bis in die Spätantike Gegenstand des Schulunterrichts und wurde in allen Lebenslagen als Klassiker zitiert. Die Legende besagt, Homer sei im fortgeschrittenen Alter ein blinder Wandersänger gewesen. Gestorben soll er auf der Insel Íos im Ägäischen Meer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werk==&lt;br /&gt;
Ist Homer überhaupt der Verfasser von [[Ilias]] und [[Odyssee]]? Hierin besteht der Kern der sog. [[Homer#Die_Homerische_Frage|&amp;quot;Homerischen Frage&amp;quot;]]. Sie wurde bereits im 3. und 2. Jahrhundert v.Chr. diskutiert und in der Neuzeit wieder aufgegriffen. Eine wesentliche Grundlage des Zweifels an der Autorschaft Homers war die Vorstellung, dass es in der griechischen Antike des 8. Jahrhunderts noch keine Schrift gegeben habe und die beiden Werke in der bekannten Form erst ca. 200 Jahre spätere niederschrieben worden seien. Diese Annahme ist aber inzwischen durch archäologische Funde widerlegt. Dennoch hat der Zweifel an einer einheitlichen Verfasserschaft an beiden Werken bis ins 20. Jahrhundert angehalten. Diese vor allem an der Sprache orientierte analytische Homerforschung hat sich seit dem 18. Jahrhundert darum bemüht, Ilias und Odyssee in Einzelteile zu zerlegen und deren Herkunft aus der mündlichen Tradition bzw. von verschiedenen Verfassern nachzuweisen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Homeranalyse stehen die Vertreter des Homerunitarismus gegenüber, denen es um den Nachweis geht, dass Ilias und Odyssee einheitliche Dichtungen sind, die von einem Verfasser geschrieben wurden. Die großen Unterschiede sowohl im Erzählstil wie im Menschenbild beider Epen werden dadurch erklärt, dass Ilias und Odyssee als ein Jugend- bzw. Alterswerk Homers betrachtet werden. Gegenstand der Untersuchung der Unitarier waren vor allem der Stil und die Bauformen des Erzählens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute geht man davon aus, dass Homer der Schöpfer zumindest der Ilias, wahrscheinlich auch der Odyssee ist und erkennt an, dass beide Werke als Ganzheit entworfen sind, was nur auf der Grundlage der Schrift möglich gewesen sein kann. Unbestritten ist aber, dass er auf eine jahrhundertelange Tradition mündlichen Erzählens zurückgegriffen und deren Stoffe und Erzählweisen zu einem einheitlichen Werk gestaltet hat. Bereits während der mykenischen Kultur im 13. und 12 vorchristlichen Jahrhundert gab es ein mündliche Heldenepik, die von fahrenden Sängern an Fürstenhöfen  vorgetragen wurde. Die formelhafte Verwendung vieler Sprachelemente in Homers Werk, das als einzigartiges Zeugnis des Übergangs von der Mündlichkeit der Sänger zur Schriftlichkeit gilt, verweist auf die Nähe zur mündlichen Dichtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werke==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Ilias]] (um 730 v.Chr.)&lt;br /&gt;
*[[Odyssee]] (um 700 v.Chr.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung und Wirkung==&lt;br /&gt;
Mit Homer beginnt die abendländische Literaturgeschichte. Er gilt als Verfasser der beiden ersten großen literarischen Werke des Abendlandes, der Ilias und der Odyssee, und zugleich als Begründer der abendländischen Erzähltradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die großen griechischen Tragödiendichter entnahmen ihre Stoffe teilweise den Epen Homers, deren Kenntnis sie bei ihren Zuschauern voraussetzen konnten. Die Bewunderung der Antike für Homer war allerdings nicht einhellig. So hat der Vorsokratiker Xenophanes Kritik an Homers Götterbild geübt: &amp;quot;Alles haben Homer und Hesiod den Göttern angehängt, was nur bei Menschen Schimpf und Schande ist: Stehlen und Ehebrechen und sich gegenseitig Betrügen.&amp;quot; In römischer Zeit schließt [[Vergil]] mit seiner &amp;quot;Aeneis&amp;quot; an die homerischen Epen als Vorbilder an. Im 18. Jahrhundert sorgte die deutsche Übersetzung Homers durch Johann Heinrich Voss für eine weitreichende Verbreitung unter der gebildeten bürgerlichen Schicht. Zusammen mit [[William Shakespeare|Shakespeare]] und dem schotttischen Dichter Ossian gehörte Homer zu den literarischen Vorbildern des Sturm und Drang. So ist der Held in Goethes &amp;quot;Die Leiden des jungen Werthers&amp;quot; ein begeisterter Leser Homers. Und der Theoretiker des Sturm und Drang, Johann Gottfried Herder, sah in Homer nicht nur den Dichter des griechischen Nationalruhms und der griechischen Nationalweisheit, sondern auch den Dichter des Menschlichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert zeugen zahlreiche Wiederverwendungen vor allem des Odysseus-Stoffes davon, dass Homers Werk auch noch im Bewusstsein des modernen Menschen lebendig geblieben ist. Das berühmteste Beispiel ist sicherlich der 1922 erschienene Roman &amp;quot;Ulysses&amp;quot; von [[James Joyce]], der als Prototyp des modernen experimentellen Romans gilt. Auch das Heimkehrerdramen &amp;quot;Draußen vor der Tür&amp;quot; des deutschen Nachkriegsschriftstellers Wolfgang Borchert enthält unverkennbar Bezüge auf die Odyssee. Hinzu kommen zahlreiche Verfilmungen beider Werke sowie Verarbeitungen in Comics. Künstlerisch hochwertig ist davon sicherlich Stanley Kubricks &amp;quot;Odyssee im Weltraum&amp;quot;, die allerdings den Stoff stark verfremdet verarbeitet. In jüngster Zeit hat die Ilias-Verfilmung durch Wolfgang Petersen von 2004 auch durch Homer-Experten großes Lob geerntet ([http://www.klassphil.uni-muenchen.de/%7Ewaiblinger/Latacz1.html Kein gewöhnlicher Sandalenfilm]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Homerische Frage===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Material:&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Beginn der neuzeitlichen Homerforschung stand Friedrich August Wolf (1759-1824), Professor aus Halle. Er ging davon aus, das es zur Zeit Homers noch keine Schrift im antiken Griechenland gab. Ilias und Odyssee seien auf der Grundlage von mündlich überlieferten Gesängen verschiedener Rhapsoden erst im 6. Jahrhundert v. Chr. schriftlich als ein Ganzes fixiert worden. Auf Wolfs Thesen bezieht sich &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; in dem Gedicht &#039;&#039;&#039;Homer wieder Homer&#039;&#039;&#039; und in seinen &#039;&#039;&#039;Tag- und Jahresheften&#039;&#039;&#039; von 1821.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| {{Prettytable}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Homer wieder Homer&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Scharfsinnig habt ihr, wie ihr seid,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von aller Verehrung uns befreit,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und wir bekannten überfrei,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daß Ilias nur ein Flickwerk sei.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| {{Prettytab}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Tag- und Jahreshefte 1821&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Man erinnert sich, welch ein schmerzliches Gefühl über die Freunde der Dichtkunst und des Genusses an derselben sich verbreitete, als die Persönlichkeit des Homer, die Einheit des Urhebers jener weltberühmten Gedichte, auf eine so kühne und tüchtige Weise bestritten wurde. Die gebildete Menschheit war im tiefsten aufgeregt, und wenn sie schon die Gründe des höchst bedeutenden Gegners nicht zu entkräften vermochte, so konnte sie doch den alten Sinn und Trieb, sich hier nur eine Quelle zu denken, woher soviel Köstliches entsprungen, nicht ganz bei sich auslöschen. Dieser Kampf währte nun schon über zwanzig Jahre, und es war eine Umwälzung der ganzen Weltgesinnung nötig, um der alten Vorstellungsart wieder einigermaßen Luft zu machen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus dem Zerstörten und Zerstückten wünschte die Mehrheit der klassisch Gebildeten sich wiederherzustellen, aus dem Unglauben zum Glauben, aus dem Sondern zum Vereinen, aus der Kritik zum Genuß wieder zu gelangen. Eine frische Jugend war herangewachsen, unterrichtet wie lebenslustig; sie unternahm mit Mut und Freiheit, den Vorteil zu gewinnen, dessen wir in unsrer Jugend auch genossen hatten, ohne die schärfste Untersuchung selbst den Schein eines wirksamen Ganzen als ein Ganzes gelten zu lassen. Die Jugend liebt das Zerstückelte überhaupt nicht, die Zeit hatte sich in manchem Sinne kräftig hergestellt, und so fühlte man schon den früheren Geist der Versöhnung wiederum walten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fragestellung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Welche Haltung nimmt Goethe zur Homerischen Frage in den vorliegenden Texten ein?&lt;br /&gt;
* Mit welchen Argumenten begründet Goethe seine Einstellung?&lt;br /&gt;
* Formuliere eine eigene begründete Meinung zur Homerischen Frage und beziehe dich dabei kritisch auf Goethes Argumentation. (Als Hilfe zur Meinungsbildung kann der Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Homerische_Frage Die Homerische Frage] herangezogen werden.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Homer in der Geschichte===&lt;br /&gt;
* Fertige eine Tabelle über die historische Entwicklung an, in die Homer einzuordnen ist. Die Tabelle sollte die Spalten Zeit, Geschichte, Literatur, Philosophie enthalten. In ihr sollten mindestens die folgenden Stichworte vorkommen: Troja, mykenische Zeit, Dunkle Jahrhunderte, archaisches Zeitalter, klassische Zeit, Hellenismus, Mündliche Dichtung, schriftliche Literatur, Homer, [[Aischylos]], [[Sophokles]], [[Euripides]], [[Aristophanes]], Sokrates, Platon, Aristoteles.&lt;br /&gt;
* Entwirf einen mündlichen Vortrag als Erläuterung der Tabelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Gustav Adolf Seeck: Homer. Eine Einführung, Stuttgart 2004&lt;br /&gt;
* Thomas Paulsen: Geschichte der griechischen Literatur, Stuttgart 2004&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[http://www.hamburger-bildungsserver.de/index.phtml?site=faecher.deutsch.homer Homer] Linksammlung auf dem Hamburger Bildungsserver&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
Homer, Odyssee, Ilias, Antike, Homerische Frage&lt;br /&gt;
&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
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		<title>Antigone</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Antigone&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ist ein Tragödie von [[Sophokles]] und wahrscheinlich um 442 v. Chr. entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Zum Inhalt des Dramas gehört die Vorgeschichte, die jedem Zuschauer der Aufführungen des attischen Theaters bekannt war. &lt;br /&gt;
Es ist im wesentlichen die Geschichte des König Ödipus, die Sophokles in einem eigenen Drama verarbeitet hat und die durch Freuds Ödipuskomplex noch in der Moderne eine Deutungsschablone menschlicher Tragik abgibt. Ödipus tötet in der griechischen Mythologie unwissend seinen Vater, den König Laios, heiratet ebenso unwissentlich seine eigene Mutter, die Königin Iokaste, und übernimmt die Herrschaft in Theben. Aus dieser Verbindung gehen die Kinder Antigone, Ismene, Polyneikes und Eteokles hervor. Nach der Aufdeckung der ungeheuerlichen Taten des Königs begeht Iokaste Selbstmord, Ödipus blendet sich selbst und geht in die Verbannung. Die beiden Söhne übernehmen zunächst gemeinsam die Herrschaft in Theben. Es kommt jedoch zum Bruderzwist, und Polyneikes wird aus Theben vertrieben. Sein Rachefeldzug führt zum Kampf um Theben, bei dem die Brüder sich gegenseitig töten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle beginnt die Handlung der Antigone. Kreon, der Bruder Iokastes, übernimmt die Herrschaft und verfügt, dass jeder, der Polyneikes, den Feind der Stadt, begraben würde, mit dem Tod bestraft werde. Antigone sieht darin einen Verstoß gegen göttliches Gesetz, missachtet das Verbot und begräbt den Bruder. Kreon lädt Antigone vor, die die Tat gesteht und bereit ist, den Tod auf sich zu nehmen. Kreon verurteilt sie zum Tode und lässt sie in eine Grabkammer sperren. Es kommt zu Gegenüberstellungen zwischen Kreon und Ismene, Kreon und seinem Sohn Haimon, dem Verlobten Antigones, Kreon und dem blinden Seher Teiresias, die alle den König von seinem Vorhaben abzubringen versuchen. Erst das Gespräch mit Teiresias lässt Kreon an seiner Haltung zweifeln. Er wendet sich an den Rat der Ältesten und ist bereit, dessen Empfehlung anzunehmen, Antigone zu befreien und Polyneikes zu begraben. Aber es ist zu spät: Antigone hat sich erhängt, Haimon erdolcht, und auch Eurydike, Kreons Gattin, verflucht Kreon und nimmt sich das Leben. Erst jetzt bereut der König und verfällt in Selbstanklage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung und Rezeption ==&lt;br /&gt;
*[http://www.lehrer-online.de/antigone-anouilh.php?sid=37756856666656541119627702770990 Anouilh: Antigone] Unterrichtskonzept für den Deutsch-Leistungskurs bei Lehrer online&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterricht ==&lt;br /&gt;
Die Antigone des Sophokles eignet sich zur Behandlung im Unterricht vor allem deshalb, weil das Stück bis in die Gegenwart hinein immer wieder neue Deutungen hervorgerufen hat und der Stoff zahlreiche Neubearbeitungen erfuhr. Entsprechend wird die Tragödie immer wieder neu aufgeführt. &lt;br /&gt;
Zu den Neubearbeitungen gehören vor allem:&lt;br /&gt;
*Walter Hasenclever: Antigone (uraufgeführt 1917)&lt;br /&gt;
*Jean Anouilh: Antigone (uraufgeführt 1944)&lt;br /&gt;
*Elisabeth Langgässer: Die getreue Antigone (erschienen 1947)&lt;br /&gt;
*Bertolt Brecht: Antigone  (uraufgeführt 1948)&lt;br /&gt;
*Rolf Hochhuth: Die Berliner Antigone  (entstanden 1963)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Unterrichtskonzept findet sich bei Lehrer online:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.lehrer-online.de/antigone-sophokles.php?sid=37756856666656541119627702772010 Sophokles: Antigone]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/sophokle/antigone/antigone.xml Antigone] Text der deutschen Übersetzung von Friedrich Hölderlin im Projekt Gutenberg&lt;br /&gt;
* [http://www.zeno.org/Literatur/M/Sophokles/Trag%C3%B6dien/Antigone Antigone] Text der Übersetzung von K.W.F. Solger bei Zeno.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
Antigone, Sophokles, Antike, Tragödie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sophokles]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Aeneis&amp;diff=4567</id>
		<title>Aeneis</title>
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		<updated>2013-06-05T09:03:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Aeneis&#039;&#039;&#039; ist das Hauptwerk des antiken Dichters [[Vergil]] und gilt als das römische Nationalepos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Der Aufbau der Aeneis verbindet mehrere Gliederungskonzepte. Am auffälligsten ist die Aufteilung in eine „odysseische“ und eine „iliadische“ Hälfte: Die ersten sechs Bücher der Aeneis übernehmen viele Motive aus Homers Odyssee (z.B. Seesturm, Irrfahrten, Abstieg in die Unterwelt). In den weiteren sechs Büchern, die die Kämpfe in Latium beschreiben, orientiert Vergil sich an der Ilias. Ferner gibt es Vierer-, Dreier-und Zweiergruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher 1 und 4 bilden einen Rahmen: Aeneas landet nach einem Seesturm, den er dem Zorn der Juno verdankt, an der Küste Karthagos. Dort wird er von Königin Dido gastlich aufgenommen. Venus, die Mutter Aeneas’, sorgt aus Angst um ihren Sohn dafür, dass sich Dido in den Gast verliebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Büchern 2 und 3 erzählt Aeneas am Hofe Didos rückblickend vom Untergang Trojas und seinen Irrfahrten: Auf Geheiß Jupiters flieht er aus der brennenden Stadt, um ein neues Troja zu gründen. Er kann seinen Sohn Ascanius (Iulus), seinen Vater Anchises und die Penaten retten, nicht aber seine Frau Kreusa. Nach vielen Abenteuern (u. a. Harpyien, Skylla und Charybdis, Kyklopen) gelangt er nach Karthago.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im vierten Buch entbrennt Dido offen für Aeneas. Venus und Juno, die Beschützerin Didos, schließen ein Zweckbündnis und es kommt während eines Unwetters bei einer Jagd zur Liebesvereinigung in einer Höhle, begleitet von einer Art kosmischen Parodie eines Hochzeitsritus. Aeneas und Dido werden ein Paar; Dido nennt ihr Zusammensein „eheähnliche Verbindung“ (coniugium im Gegensatz zu conubium, der Rechtsform der Ehe), verbrämt damit aber, so der Dichter, nur ihre Schuld: denn sie hat geschworen, ihrem ermordeten Gatten Sychaeus eine univira (Frau eines Mannes) zu bleiben. Das Gerücht von der Affäre gelangt schließlich zu den Ohren Jupiters. Der sendet Merkur los, um Aeneas an seinen Schicksalsauftrag zu erinnern. Aeneas gehorcht sofort und rüstet zur Abfahrt. Als Dido davon erfährt, macht sie ihm verzweifelte Vorhaltungen. Aeneas aber bleibt fest. Heimlich reist er ab. Darauf tötet Dido sich mit einem Schwert, einem Geschenk Aeneas&#039;, selbst auf einem Scheiterhaufen. Doch zuvor schwört sie Rache und schafft so die Grundlage für den späteren Konflikt zwischen Rom und Karthago.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Buch hält Aeneas auf Sizilien Leichenspiele für seinen inzwischen verstorbenen Vater Anchises ab. Als auf Veranlassung Junos die reisemüden Frauen beginnen, die Schiffe zu verbrennen, lässt er einen Teil seiner Gefolgschaft auf der Insel zurück und segelt mit dem Rest an die italische Küste. Nach der Landung (Buch 6) steigt Aeneas mit der Sibylle von Cumae in die Unterwelt ab. Dort erfährt er durch Anchises von der künftigen Größe und dem Geschichtsauftrag Roms, der Stadt, die aus seiner Gründung entstehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Buch 7 beginnt die Geschichte der Kämpfe Aeneas’. Er landet in Latium, dem verheißenen Land, und wird dort von König Latinus freundlich aufgenommen. Latinus verspricht ihm seine Tochter Lavinia zur Frau. Juno interveniert vermittels der Furie Allecto und hetzt den Fürsten der Rutuler, Turnus, der seinerseits Lavinia begehrt, zum Krieg gegen Aeneas auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Buch 8 sucht Aeneas Verbündete bei Euander von Arkadien und bei den Etruskern. Zwischenzeitlich (Buch 9) geraten die Trojaner in größte Gefahr, als Turnus ihr Lager angreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Buch 10 beendet Jupiter eine Götterversammlung damit, dass er den Kampfparteien freie Hand gibt: Das Schicksal wird seinen Weg finden. Das Kriegsglück wendet sich für die Trojaner: Aeneas kommt zurück und verteidigt das Lager. Dabei stirbt Pallas, der jugendliche Sohn des Euander, im Kampf gegen Turnus. Buch 11 berichtet von Leichenfeiern und einem Waffenstillstand, daneben von weiteren Kämpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Buch greift Juno anfangs noch einmal für Turnus ein. Danach kommt es aber zum entscheidenden Zweikampf zwischen ihm und Aeneas. Aeneas siegt; Turnus fleht um Gnade. Aeneas hält inne; da fällt sein Blick auf das Wehrgehenk, das Turnus dem getöteten Pallas abgenommen hat, und zornentflammt tötet er den besiegten Gegner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterricht ==&lt;br /&gt;
* [http://www.studienseminar-koblenz.de/medien/fachseminare/LA/05%20Unterrichtsentw%FCrfe/Lehrprobenentwurf%20-%20Vergil%20Aeneis%20I%20275-282.pdf &#039;Vom Dorf zum Weltreich&#039; – Sprachlich-interpretatorische Erarbeitung von Verg. Aen. I 275-282] Entwurf für die Examenslehrprobe im Fach Latein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://www.zeno.org/Literatur/M/Vergil/Epos/Aeneis Aeneis] Text in der Übersetzung von Wilhelm Hertzberg bei Zeno.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aeneas, Vergil, Odyssee, Ilias, Latein&lt;br /&gt;
&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4548</id>
		<title>A Christmas Carol</title>
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		<updated>2010-12-02T10:01:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: /* Hörspiel-Fassungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Charles_Dickens-A_Christmas_Carol-Title_page-First_edition_1843.jpg|thumb|right|Titelblatt der Erstausgabe von &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;, kolorierte Illustration von John Leech]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;&#039; (wörtlich &#039;&#039;Ein Weihnachtslied&#039;&#039;, deutsch meist &#039;&#039;Eine Weihnachtsgeschichte&#039;&#039;) ist eine der bekanntesten Erzählungen von [[Charles Dickens]] und wurde 1843 veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzählung handelt von Ebenezer Scrooge, einem alten grantigen Geizhals, der in einer einzigen Nacht zunächst Besuch von seinem verstorbenen Teilhaber Jacob Marley und dann von drei weiteren Geistern erhält, die ihm schließlich dazu verhelfen, sein Leben zu ändern. Das Buch enthält stark sozialkritische Töne, mit denen Dickens die Missstände im England des 19. Jahrhunderts anprangern wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dickens hatte bereits seit einiger Zeit den Plan zu der Erzählung, als er schließlich 1843 in Geldnot geriet. Um die Sache noch schlimmer zu machen, hatte sein Verleger nicht die Mittel, das Buch herauszubringen, und so bezahlte Dickens schließlich den Druck selbst. Das Buch wurde binnen kurzer Zeit zum Renner. Allerdings gab es zu jener Zeit in England keinen Urheberschutz, und so konnte das Buch bald ungehindert als Raubdruck vertrieben werden. Dickens zog zwar gegen die Verantwortlichen vor Gericht, jedoch kostete ihn das am Ende so viel, wie er mit dem Buch selbst eingenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039; ist unterteilt in fünf Strophen (englisch &#039;&#039;Staves&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe I: Marleys Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Marley&#039;s_Ghost-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Marleys Geist]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte beginnt mit der simplen Feststellung, Marley sei tot. Der Leser wird darüber aufgeklärt, dass Jacob Marley der Geschäftspartner, Weggefährte und einzige Freund des Protagonisten Ebenezer Scrooge war, bis er vor sieben Jahren am Weihnachtsabend verstarb. Dickens beschreibt Ebenezer Scrooge als Menschen, der voller Kälte ist und Kälte überall verbreitet, als enorm geizig und habgierig. Nach Marleys Tod ist Scrooge der alleinige Inhaber des Warenhauses „Scrooge and Marley“ und unterhält einen Angestellten, Bob Cratchit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr, besucht auch dieses Jahr wieder Scrooges Neffe Fred seinen Onkel, um ihn zum Weihnachtsessen einzuladen und ihm „Merry Christmas!“ zu wünschen. Scrooge lehnt sowohl die Einladung, als auch die guten Wünsche und sogar Weihnachten an sich völlig ab, wütend entgegnet er seinem Neffen: „Humbug!“, was als eine für Scrooge typische Redewendung angesehen werden kann. Am selben Abend besuchen Scrooge zwei „gentlemen“, die um Spenden für die arme Bevölkerung bitten. Scrooge lässt sich nicht erweichen, er fragt rhetorisch, ob es denn keine Gefängnisse und Arbeitshäuser gäbe und ob nicht schon Gesetze zur Unterstützung der Armen existierten. Natürlich gibt es dies alles, deshalb ist sich Scrooge sicher, mit Bezahlung seiner Steuern habe er seine Pflicht mehr als erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend begibt sich Scrooge nach Hause; als er die Tür öffnen will, sieht er kurz das Antlitz seines verstorbenen Freundes Marley auf dem Türklopfer, will es aber nicht glauben und betritt das Haus. Im Haus scheint alles normal, bis ihm der Geist Marleys erscheint. Der Geist ist kettenbehangen, an seiner Kette hängen Utensilien des Geschäftslebens: Geldkassetten, Portemonnaies u.ä. Marleys Geist erklärt, er habe sich im Laufe seines Lebens diese Kette selbst geschmiedet. Dadurch, dass er zeitlebens nicht unter Menschen war, sondern sich nur seiner Gier nach Geld hingegeben hatte, muss er sich nun, nach seinem Tod, als Geist unter die Menschen begeben; die Kette fungiert als Symbol hierfür. Der Geist weist Scrooge darauf hin, dass Scrooge selbst ebenfalls eine solche Kette habe, beide Ketten seien vor sieben Jahren von derselben Länge gewesen, jetzt aber sei Scrooges Kette um einiges länger geworden. Der Geist verlässt den aufgewühlten Scrooge mit dem Hinweis, dass ihn noch drei Geister besuchen würden, um Scrooge zu retten. Mit dem Zu-Bett-Gehen Scrooges schließt die erste Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe II: Der erste Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge Extinguishes the First of the Three Spirits.jpg|thumb|Der erste Geist]]&lt;br /&gt;
Nachdem Scrooge mitten in der Nacht aufgewacht ist, erscheint ihm der erste der drei Geister. Dickens beschreibt ihn als eine komische Figur, Kind und Greis zugleich. Mit weicher Stimme stellt er sich als „Geist der vergangenen Weihnacht“ vor. Der Geist führt Scrooge durch seine Vergangenheit, angefangen beim kleinen Scrooge, der schon in seiner Kindheit keine Freunde hatte und an Weihnachten, von seiner Familie verstoßen, in der Schule saß, um Kinderbücher zu lesen. Scrooge zeigt sich berührt von den Szenen seiner Kindheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weitere Weg durch Scrooges Weihnachts-Vergangenheit zeigt Scrooge als jungen Mann, der bei Mr. Fezziwig, einem Kaufhausbesitzer, seinen späteren Beruf erlernte. Scrooge und der Geist wohnen einer Betriebs-Weihnachtsfeier bei, die Scrooge deutlich macht, mit wie wenigen (finanziellen) Anstrengungen Menschen sehr glücklich zu machen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Station auf der Reise ist Scrooge in den besten Jahren, als er seine große Liebe gegen die Liebe zum Geld regelrecht eintauschte. Scrooge erscheint in Anwesenheit des Geistes regelrecht erschüttert, er möchte nichts mehr von der Vergangenheit sehen, nur noch wieder zurück nach Hause gehen. Trotzdem zeigt ihm der Geist eine weitere Szene: Seine frühere Verlobte in einer idyllischen Weihnachtsszene mit Kindern und Ehemann. Scrooge ist gebrochen, er fleht darum nach Hause zurück zu können. Scrooge gelangt wieder nach Hause und fällt wieder in den Schlaf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe III: Der zweite Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Scrooges_third_visitor-John_Leech,1843.jpg|thumb|Der zweite Geist]]&lt;br /&gt;
Jetzt besucht der zweite der drei Geister Scrooge. Er nennt sich „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“. Er stellt klar, dass es bereits über 1800 seinesgleichen gegeben hat – gemeint ist, dass es jedes Jahr seit Christi Geburt einen neuen „Weihnachtsgeist“ gebe. Auch der „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“ nimmt Scrooge mit auf eine Rundreise durch die Straßen Londons, wo sie die weihnachtliche Atmosphäre erleben und schließlich vor einem Bäckerladen halten. Dort zeigt der Geist Scrooge, dass er mit einigen Spritzern speziellen Wassers einen Streit beenden und Speisen weihnachtlich schmecken lassen kann. Das soll erklären, warum uns zu Weihnachten alles so besonders gut schmeckt und es viel Harmonie bei wenig Streit gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst auf dieser Reise mit dem Geist des jetzigen Weihnachtens lernt er den Schreiber Bob Cratchit und seine Familie näher kennen. Scrooges Angestellter und seine Frau haben einige Kinder, wobei ein Kind besonders hervorgehoben wird: Der verkrüppelte Tim Cratchit ist sehr klein, kann sich aufgrund seiner Behinderung nur mit einem Gestell fortbewegen und es hat den Anschein, dass er wegen Mangelernährung und schlechter (medizinischer) Versorgung bald sterben würde. Hier wird eine echte Veränderung in Scrooges Charakter deutlich: Er fragt den Geist, ob Tim noch eine Zeit zu leben habe – doch der Geist hat Zweifel. Scrooge zeigt Mitleid, woraufhin der Geist ihn an seine eigenen Worte in der Vergangenheit erinnert: Scrooge hatte gesagt, Tim sollte wohl besser sterben, um die Überbevölkerung zu vermindern. Die Cratchits feiern trotz ihrer Armut ein schönes Weihnachtsfest und Bob Cratchit stößt sogar auf seinen Arbeitgeber an – es sei ja Weihnachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Geist erlebt Scrooge eine weitere Weihnachtsszene, diesmal bei seinem Neffen Fred, der in geselliger Runde seinen Spaß damit hat, über den verbohrten Scrooge zu erzählen und sich über den Ausdruck „Humbug!“ lustig macht. Nach dem Essen spielt die Gesellschaft um Fred dann Spiele, unter anderem folgendes: Jemand denkt sich einen Begriff aus, den die anderen erraten müssen – Rückfragen dürfen nur mit Ja oder Nein beantwortet werden. Das etwas ist, laut den Antworten ein lebendes Tier, das man auf Londons Straßen sieht, niemand essen würde, welches manchmal grunzt und grummelt – gemeint ist natürlich „Onkel Scrooge“, ein königliches Amusement für Fred und die anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe endet höchst symbolträchtig. Der Geist überlässt Scrooge zwei Kinder, die er bis dahin unter seinem Umhang versteckt hielt. Die Namen der beiden weisen bereits in eine bestimmte Richtung, sie heißen „Unwissenheit und Mangel“. Auf Scrooges Nachfrage erklärt der Geist, dass es nicht seine eigenen, sondern Kinder der Menschheit seien. Scrooge sträubt sich gegen die Aufnahme der Kinder. Er fragt, ob sie denn keine Bleibe hätten; der Geist antwortet wiederum mit einer Gegenfrage, die ebenfalls wieder Scrooges eigene Worte darstellen: „Gibt es denn keine Gefängnisse, Arbeitshäuser?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe IV: Der letzte Geist ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:The_Last_of_the_Spirits-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Der letzte Geist]]&lt;br /&gt;
Der letzte der drei Geister erscheint Scrooge, ohne ein einziges Wort zu sagen. Der Schluss, dass es sich um den „Geist der zukünftigen Weihnacht“ handelt, bleibt Scrooge überlassen. Der Geist führt Scrooge wieder durch die Straßen Londons. Die beiden hören einem Gespräch einer Gruppe Geschäftsmänner zu. Die Männer sprechen über den Tod einer nicht namentlich genannten Person, die anscheinend einiges Geld angehäuft hatte, die aber niemand mochte. Ein weiteres Gespräch können Scrooge und der Geist belauschen: Auch hier geht es um den „alten Knauser“, der gestorben sei. Dem Leser ist längst klar, dass es sich nur um den gestorbenen Scrooge handeln kann – doch er selbst ist entweder ahnungslos oder will es einfach nicht wahrhaben. Er hofft, mit dem Geist eine Szene in der Zukunft zu sehen, in der er selbst vorkommt und nunmehr zum guten Menschen bekehrt etwas Gutes bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen führt ihn der Geist in einen düsteren Teil der Stadt, genauer gesagt in ein Armenviertel und in diesem Viertel in ein Geschäft, dessen Eigentümer jedwede Waren aufkauft. Einige Menschen haben sich bei „Old Joe“ eingefunden, und es wird schnell deutlich, dass sie ihm Waren verkaufen wollen, die sie aus dem Haus des mysteriösen, toten Mannes gestohlen haben. Nicht einer der Anwesenden zeigt Schuldgefühle, selbst als eine Frau die Bettvorhänge und das Totenhemd verkauft, die sie der auf dem Bett liegenden Leiche entwendet hatte. Dem Leser wird überdeutlich klar gemacht, wie unbeliebt der Tote gewesen sein muss. Den ersten Ansatz der Erkenntnis zeigt Scrooge im nächsten Augenblick, als er mit dem Geist im Sterberaum steht und aufgefordert wird, unter das Leichentuch zu sehen – was er aber nicht tun will und im Endeffekt auch nicht tut. Scrooge fleht den Geist an, er möge ihm doch einen Menschen zeigen, der Emotionen wegen des toten Mannes zeigt. Alles, was er daraufhin sieht, ist ein Paar, das sich Sorgen um einen noch nicht an den Toten zurückgezahlten Kredit macht und durch den Tod ihres Gläubigers erleichtert ist. Da Scrooge das natürlich nicht sehen wollte, fordert er den Geist auf, ihm Traurigkeit, verursacht durch einen Tod, zu zeigen; aber auch die folgende Szene soll ihn mehr aufwühlen, als beruhigen: Scrooge und der Geist besuchen die Familie Cratchit, die um den verstorbenen Tiny Tim trauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss des Kapitels werden alle Unklarheiten aus dem Weg geräumt. Auf Scrooges Wunsch hin zu erfahren, wer denn nun der tote Mann sei, zeigt ihm der Geist der Zukunft einen Grabstein. Voller Entsetzen liest Scrooge die Inschrift: Ebenezer Scrooge. Vor Scrooges Augen, der dem Zusammenbruch nahe ist, verschwindet der Geist in einem Bettpfosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe V: Das Ende ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge and Bob Cratchit.jpg|thumb|Scrooge und Bob Cratchit]]&lt;br /&gt;
...Und zwar in Scrooges eigenem Bettpfosten. Völlig verwandelt und voller guter Vorsätze steht Scrooge wieder in der realen Welt: Ohne Geister und quicklebendig. Scrooge schafft es sogar, zu lachen, und ein Ereignis für ihn ist es auch, einen Jungen zu fragen, welcher Tag denn sei – dieser antwortet ihm, es sei Christtag – und Scrooge erkennt, dass alles Vergangene in der einen letzten Nacht passiert sein musste. Er beauftragt den Jungen außerdem, einen Truthahn zu kaufen, der doppelt so groß wie Tiny Tim sei und diesen der Familie Cratchit zukommen zu lassen. Die nächsten Handlungen des verwandelten Scrooge sind zunächst eine Entschuldigung bei den „old gentlemen“ (Siehe Strophe I), welchen er eine großzügige Spende zukommen lässt, und schließlich nimmt Scrooge doch noch die Einladung seines Neffen an, am Weihnachtstag mit ihm und Freunden zu feiern – und sowohl Fred als auch alle seine Freunde freuen sich sehr über Scrooges Anwesenheit. Am Tag darauf ist Scrooge schon sehr früh in seinem Kontor; sein erklärter Wille: seinen Angestellten dabei erwischen, wie er zu spät kommt. Scrooge erlaubt sich natürlich nur einen Scherz – nachdem er Bob Cratchit aufs Übelste zusammengestaucht hat, kommt das erlösende: „Fröhliche Weihnachten, Bob!“ und er erhöht dessen Gehalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zusammenfassenden letzten Absatz unterstreicht Dickens noch einmal Scrooges Persönlichkeitsveränderung: „Scrooge war besser als sein Wort“, Tiny Tim würde überleben, und schließlich: „Gott segne jeden von uns“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hörspiel-Fassungen ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Podcasthoerererkennungszeichen.jpg|100px|left]]&lt;br /&gt;
Als kostenloses Hörbuch zum Download (erstmals 2005 in Form eines Adventskalenders veröffentlicht) gibt das Weihnachtsmärchen vertont von [http://www.podcast.de/episode/413769/191_Buchkolumne:_Interview_mit_Deef_Pirmasens Deef Pirmasens] in seinem Blog &amp;quot;Gefühlskonserve&amp;quot;:&lt;br /&gt;
* [http://www.mixpod.com/standalone.php?id=50574244 Charles Dickens&#039; &#039;&#039;Weihnachtslied&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es in Deutschland diverse Lesungen und Hörspielfassungen der &amp;quot;Christmas Carol&amp;quot;. Lesungen gibt es u.a. von Otto Mellies, Dieter Bellmann und Wolfgang Thierse. Hervorhebenswerte Hörspielfassungen sind:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Weihnachtsabend&#039;&#039; (Igel Records), Produktion: Bayerischer Rundfunk 1965.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge!&#039;&#039; (Titania Medien), 2004.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Charles Dickens&#039; Weihnachtsmärchen&#039;&#039; von Christian Peitz (HoerSketch), 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmische Bearbeitungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch wurde unzählige Male verfilmt. Besonders hervorzuheben sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1901: &#039;&#039;Scrooge; oder Marley&#039;s Ghost&#039;&#039;, die erste bekannte Verfilmung als britischer Kurzfilm.&lt;br /&gt;
* 1951: &#039;&#039;Charles Dickens - Eine Weihnachtsgeschichte (Scrooge)&#039;&#039;, mit Alastair Sim als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
*1960 wurde der Stoff mit Carl Wéry als Ebenezer Scrooge unter dem Regisseur Franz Josef Wild verfilmt. &lt;br /&gt;
*1971 erhielt Albert Finney]] den Golden Globe Award für seine Darstellung des Scrooge. &lt;br /&gt;
* 1983: &#039;&#039;[http://de.wikipedia.org/wiki/Mickys_Weihnachtserz%C3%A4hlung Mickys Weihnachtserzählung] (Mickey&#039;s Christmas Carol)&#039;&#039;, Zeichentrick&lt;br /&gt;
* 1984: &#039;&#039;[http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Dickens%27_Weihnachtsgeschichte Charles Dickens&#039; Weihnachtsgeschichte] (A Christmas Carol)&#039;&#039;, mit George C. Scott als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 1988: &#039;&#039;[http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Geister,_die_ich_rief Die Geister, die ich rief] (Scrooged)&#039;&#039;, mit Bill Murray als Frank Cross (eine moderne Verkörperung des Ebenezer Scrooge)&lt;br /&gt;
*1988: &#039;&#039;[http://de.wikipedia.org/wiki/Blackadder#Blackadder.27s_Christmas_Carol_.5B1988.5D Blackadder&#039;s Christmas Carol]&#039;&#039;, Eine Version, in der Rowan Atkinson in die Rolle des Ebenezer Blackadder schlüpft, der sich, im Gegensatz zu Originalgeschichte, durch den Besuch eines Geistes (Robbie Coltrane) von einem barmherzigen Menschenfreund zu einem hinterhältigen, selbstsüchtigen Egoisten wandelt.&lt;br /&gt;
* 1992: &#039;&#039;[http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Muppets_Weihnachtsgeschichte Die Muppets Weihnachtsgeschichte] (The Muppet Christmas Carol)&#039;&#039;, mit Michael Caine als Ebenezer Scrooge, fast alle anderen handelnden Personen werden von Muppets dargestellt (so &#039;&#039;Gonzo&#039;&#039; als Charles Dickens, &#039;&#039;Kermit der Frosch&#039;&#039; als Bob Crachit und &#039;&#039;Miss Piggy&#039;&#039; als Emily Crachit)&lt;br /&gt;
* 1994: &#039;&#039;Freds Weihnachtsshow&#039;&#039; (A Flintstones Christmas Carol)&lt;br /&gt;
* 1999: &#039;&#039;[http://de.wikipedia.org/wiki/A_Christmas_Carol_%E2%80%93_Die_Nacht_vor_Weihnachten A Christmas Carol – Die Nacht vor Weihnachten] (&#039;&#039;&#039;Originaltitel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol / &#039;&#039;&#039;Alternativer deutscher Titel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol – Die drei Weihnachtsgeister)&#039;&#039;, mit Patrick Stewart in der Rolle des Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 2003: &#039;&#039;Carol und die Weihnachtsgeister (A Carol Christmas)&#039;&#039;, mit Tori Spelling, Gary Coleman und William Shatner.&lt;br /&gt;
* 2004: &#039;&#039;A Christmas Carol - The Musical&#039;&#039;, eine Musical-Fassung mit Kelsey Grammer.&lt;br /&gt;
* 2006: &#039;&#039;A Sesame Street Christmas Carol&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2009: &#039;&#039;Christmas Carol&#039;&#039;, ein für 2009 angekündigter 3D-Film mit Jim Carrey. Dabei soll dieselbe Motion Capture-Technik wie etwa bei Der Polarexpress benutzt werden. Regie wird Robert Zemeckis führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
*In Anlehnung an Ebenezer Scrooge nannte der US-amerikanische Comiczeichner Carl Barks eine seiner bekanntesten Figuren „Scrooge McDuck“. Auf deutsch erhielt diese Figur den Namen Dagobert Duck. Bei dieser Eindeutschung ging aber der Witz der Namensschöpfung verloren. Der Namensverwandtschaft zum literarischen „Scrooge“ und der schottisch anklingende Nachname „McDuck“ deuten beide auf den (den Schotten sprichwörtlich zugeschriebenen) Geiz der Figur hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Als Puppenspiel wurde die Geschichte von Koljas Puppenltheater (Spielleitung: Kolja Wlazik) und von den Piccolo Puppenspielen (Spielleitung: Gerd J. Pohl) inszeniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unter dem Titel &amp;quot;Die Mundart Weihnachtsgeschichte&amp;quot; brachte das Neu-Isenburger Mund Art Theater 1997 in Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main Thorsten Wszoleks Musical|Musicalfassung auf die Bühne. Diese Produktion lief wie das New Yorker Vorbild vom Madison Square Garden genau zehn Jahre und wurde 2006 zum letzten Mal gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der deutsche Komponist Dirk Michael Steffan hat das Werk ebenfalls später als Musical vertont. Es wurde im November 2001 im TheatrO CentrO in Oberhausen uraufgeführt. 2002 fanden im November und Dezember parallel rund fünfzig Aufführungen im Kölner Musical Dome und im Berliner Theater des Westens statt, 2003 im Auditorium der Messe München und erneut im TheatrO CentrO, hier mit Guildo Horn als Geist. Insgesamt haben rund 200.000 Zuschauer die Vorstellungen besucht. Im Jahr 2007 wurde das Musical erneut an zwei Standorten aufgeführt, dem Musicalpalast Frankfurt am Main sowie dem Theater am Marientor in Duisburg, wo die Rolle des Engels von Jasmin Wagner, die erstmals in einem Musical auftrat, dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Fred Guida: &#039;&#039;A Christmas Carol and Its Adaptations. A Critical Examination of Dickens&#039; Story and Its Productions on Screen and Television&#039;&#039;. McFarland &amp;amp; Co., Jefferson und London 2000, ISBN 0-7864-0738-7&lt;br /&gt;
* [[John Irving]]: &#039;&#039;A Christmas Carol - Ein Weihnachtslied&#039;&#039; in: [[Charles Dickens]]: &#039;&#039;Weihnachtslied. Eine Gespenstergeschichte&#039;&#039; (OT: &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;). Deutsch von Richard Zoozmann. Diogenes, Zürich 2001, ISBN 3-257-00872-4&lt;br /&gt;
* Charles Dickens: &#039;&#039;Ein Weihnachtslied. In Prosa&#039;&#039;. Ausführlich eingeleitet und neu übersetzt von Heiko Postma. Hannover, revonnah 2006, ISBN 978-3-934818-67-5&lt;br /&gt;
* Norbert Silberbauer: &amp;quot;Was steuert die Ameisen?&amp;quot; eine moderne Interpretation der Weihnachtsgeschichte, Wieser Verlag, 2006, ISBN 3-85129-623-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;amp;xid=432&amp;amp;kapitel=1#gb_found Volltext] (deutsch) im Projekt Gutenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{DEFAULTSORT:Christmas Carol, A}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Englisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Charles Dickens]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4547</id>
		<title>A Christmas Carol</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4547"/>
		<updated>2010-12-02T10:00:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Charles_Dickens-A_Christmas_Carol-Title_page-First_edition_1843.jpg|thumb|right|Titelblatt der Erstausgabe von &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;, kolorierte Illustration von John Leech]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;&#039; (wörtlich &#039;&#039;Ein Weihnachtslied&#039;&#039;, deutsch meist &#039;&#039;Eine Weihnachtsgeschichte&#039;&#039;) ist eine der bekanntesten Erzählungen von [[Charles Dickens]] und wurde 1843 veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzählung handelt von Ebenezer Scrooge, einem alten grantigen Geizhals, der in einer einzigen Nacht zunächst Besuch von seinem verstorbenen Teilhaber Jacob Marley und dann von drei weiteren Geistern erhält, die ihm schließlich dazu verhelfen, sein Leben zu ändern. Das Buch enthält stark sozialkritische Töne, mit denen Dickens die Missstände im England des 19. Jahrhunderts anprangern wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dickens hatte bereits seit einiger Zeit den Plan zu der Erzählung, als er schließlich 1843 in Geldnot geriet. Um die Sache noch schlimmer zu machen, hatte sein Verleger nicht die Mittel, das Buch herauszubringen, und so bezahlte Dickens schließlich den Druck selbst. Das Buch wurde binnen kurzer Zeit zum Renner. Allerdings gab es zu jener Zeit in England keinen Urheberschutz, und so konnte das Buch bald ungehindert als Raubdruck vertrieben werden. Dickens zog zwar gegen die Verantwortlichen vor Gericht, jedoch kostete ihn das am Ende so viel, wie er mit dem Buch selbst eingenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039; ist unterteilt in fünf Strophen (englisch &#039;&#039;Staves&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe I: Marleys Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Marley&#039;s_Ghost-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Marleys Geist]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte beginnt mit der simplen Feststellung, Marley sei tot. Der Leser wird darüber aufgeklärt, dass Jacob Marley der Geschäftspartner, Weggefährte und einzige Freund des Protagonisten Ebenezer Scrooge war, bis er vor sieben Jahren am Weihnachtsabend verstarb. Dickens beschreibt Ebenezer Scrooge als Menschen, der voller Kälte ist und Kälte überall verbreitet, als enorm geizig und habgierig. Nach Marleys Tod ist Scrooge der alleinige Inhaber des Warenhauses „Scrooge and Marley“ und unterhält einen Angestellten, Bob Cratchit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr, besucht auch dieses Jahr wieder Scrooges Neffe Fred seinen Onkel, um ihn zum Weihnachtsessen einzuladen und ihm „Merry Christmas!“ zu wünschen. Scrooge lehnt sowohl die Einladung, als auch die guten Wünsche und sogar Weihnachten an sich völlig ab, wütend entgegnet er seinem Neffen: „Humbug!“, was als eine für Scrooge typische Redewendung angesehen werden kann. Am selben Abend besuchen Scrooge zwei „gentlemen“, die um Spenden für die arme Bevölkerung bitten. Scrooge lässt sich nicht erweichen, er fragt rhetorisch, ob es denn keine Gefängnisse und Arbeitshäuser gäbe und ob nicht schon Gesetze zur Unterstützung der Armen existierten. Natürlich gibt es dies alles, deshalb ist sich Scrooge sicher, mit Bezahlung seiner Steuern habe er seine Pflicht mehr als erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend begibt sich Scrooge nach Hause; als er die Tür öffnen will, sieht er kurz das Antlitz seines verstorbenen Freundes Marley auf dem Türklopfer, will es aber nicht glauben und betritt das Haus. Im Haus scheint alles normal, bis ihm der Geist Marleys erscheint. Der Geist ist kettenbehangen, an seiner Kette hängen Utensilien des Geschäftslebens: Geldkassetten, Portemonnaies u.ä. Marleys Geist erklärt, er habe sich im Laufe seines Lebens diese Kette selbst geschmiedet. Dadurch, dass er zeitlebens nicht unter Menschen war, sondern sich nur seiner Gier nach Geld hingegeben hatte, muss er sich nun, nach seinem Tod, als Geist unter die Menschen begeben; die Kette fungiert als Symbol hierfür. Der Geist weist Scrooge darauf hin, dass Scrooge selbst ebenfalls eine solche Kette habe, beide Ketten seien vor sieben Jahren von derselben Länge gewesen, jetzt aber sei Scrooges Kette um einiges länger geworden. Der Geist verlässt den aufgewühlten Scrooge mit dem Hinweis, dass ihn noch drei Geister besuchen würden, um Scrooge zu retten. Mit dem Zu-Bett-Gehen Scrooges schließt die erste Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe II: Der erste Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge Extinguishes the First of the Three Spirits.jpg|thumb|Der erste Geist]]&lt;br /&gt;
Nachdem Scrooge mitten in der Nacht aufgewacht ist, erscheint ihm der erste der drei Geister. Dickens beschreibt ihn als eine komische Figur, Kind und Greis zugleich. Mit weicher Stimme stellt er sich als „Geist der vergangenen Weihnacht“ vor. Der Geist führt Scrooge durch seine Vergangenheit, angefangen beim kleinen Scrooge, der schon in seiner Kindheit keine Freunde hatte und an Weihnachten, von seiner Familie verstoßen, in der Schule saß, um Kinderbücher zu lesen. Scrooge zeigt sich berührt von den Szenen seiner Kindheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weitere Weg durch Scrooges Weihnachts-Vergangenheit zeigt Scrooge als jungen Mann, der bei Mr. Fezziwig, einem Kaufhausbesitzer, seinen späteren Beruf erlernte. Scrooge und der Geist wohnen einer Betriebs-Weihnachtsfeier bei, die Scrooge deutlich macht, mit wie wenigen (finanziellen) Anstrengungen Menschen sehr glücklich zu machen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Station auf der Reise ist Scrooge in den besten Jahren, als er seine große Liebe gegen die Liebe zum Geld regelrecht eintauschte. Scrooge erscheint in Anwesenheit des Geistes regelrecht erschüttert, er möchte nichts mehr von der Vergangenheit sehen, nur noch wieder zurück nach Hause gehen. Trotzdem zeigt ihm der Geist eine weitere Szene: Seine frühere Verlobte in einer idyllischen Weihnachtsszene mit Kindern und Ehemann. Scrooge ist gebrochen, er fleht darum nach Hause zurück zu können. Scrooge gelangt wieder nach Hause und fällt wieder in den Schlaf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe III: Der zweite Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Scrooges_third_visitor-John_Leech,1843.jpg|thumb|Der zweite Geist]]&lt;br /&gt;
Jetzt besucht der zweite der drei Geister Scrooge. Er nennt sich „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“. Er stellt klar, dass es bereits über 1800 seinesgleichen gegeben hat – gemeint ist, dass es jedes Jahr seit Christi Geburt einen neuen „Weihnachtsgeist“ gebe. Auch der „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“ nimmt Scrooge mit auf eine Rundreise durch die Straßen Londons, wo sie die weihnachtliche Atmosphäre erleben und schließlich vor einem Bäckerladen halten. Dort zeigt der Geist Scrooge, dass er mit einigen Spritzern speziellen Wassers einen Streit beenden und Speisen weihnachtlich schmecken lassen kann. Das soll erklären, warum uns zu Weihnachten alles so besonders gut schmeckt und es viel Harmonie bei wenig Streit gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst auf dieser Reise mit dem Geist des jetzigen Weihnachtens lernt er den Schreiber Bob Cratchit und seine Familie näher kennen. Scrooges Angestellter und seine Frau haben einige Kinder, wobei ein Kind besonders hervorgehoben wird: Der verkrüppelte Tim Cratchit ist sehr klein, kann sich aufgrund seiner Behinderung nur mit einem Gestell fortbewegen und es hat den Anschein, dass er wegen Mangelernährung und schlechter (medizinischer) Versorgung bald sterben würde. Hier wird eine echte Veränderung in Scrooges Charakter deutlich: Er fragt den Geist, ob Tim noch eine Zeit zu leben habe – doch der Geist hat Zweifel. Scrooge zeigt Mitleid, woraufhin der Geist ihn an seine eigenen Worte in der Vergangenheit erinnert: Scrooge hatte gesagt, Tim sollte wohl besser sterben, um die Überbevölkerung zu vermindern. Die Cratchits feiern trotz ihrer Armut ein schönes Weihnachtsfest und Bob Cratchit stößt sogar auf seinen Arbeitgeber an – es sei ja Weihnachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Geist erlebt Scrooge eine weitere Weihnachtsszene, diesmal bei seinem Neffen Fred, der in geselliger Runde seinen Spaß damit hat, über den verbohrten Scrooge zu erzählen und sich über den Ausdruck „Humbug!“ lustig macht. Nach dem Essen spielt die Gesellschaft um Fred dann Spiele, unter anderem folgendes: Jemand denkt sich einen Begriff aus, den die anderen erraten müssen – Rückfragen dürfen nur mit Ja oder Nein beantwortet werden. Das etwas ist, laut den Antworten ein lebendes Tier, das man auf Londons Straßen sieht, niemand essen würde, welches manchmal grunzt und grummelt – gemeint ist natürlich „Onkel Scrooge“, ein königliches Amusement für Fred und die anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe endet höchst symbolträchtig. Der Geist überlässt Scrooge zwei Kinder, die er bis dahin unter seinem Umhang versteckt hielt. Die Namen der beiden weisen bereits in eine bestimmte Richtung, sie heißen „Unwissenheit und Mangel“. Auf Scrooges Nachfrage erklärt der Geist, dass es nicht seine eigenen, sondern Kinder der Menschheit seien. Scrooge sträubt sich gegen die Aufnahme der Kinder. Er fragt, ob sie denn keine Bleibe hätten; der Geist antwortet wiederum mit einer Gegenfrage, die ebenfalls wieder Scrooges eigene Worte darstellen: „Gibt es denn keine Gefängnisse, Arbeitshäuser?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe IV: Der letzte Geist ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:The_Last_of_the_Spirits-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Der letzte Geist]]&lt;br /&gt;
Der letzte der drei Geister erscheint Scrooge, ohne ein einziges Wort zu sagen. Der Schluss, dass es sich um den „Geist der zukünftigen Weihnacht“ handelt, bleibt Scrooge überlassen. Der Geist führt Scrooge wieder durch die Straßen Londons. Die beiden hören einem Gespräch einer Gruppe Geschäftsmänner zu. Die Männer sprechen über den Tod einer nicht namentlich genannten Person, die anscheinend einiges Geld angehäuft hatte, die aber niemand mochte. Ein weiteres Gespräch können Scrooge und der Geist belauschen: Auch hier geht es um den „alten Knauser“, der gestorben sei. Dem Leser ist längst klar, dass es sich nur um den gestorbenen Scrooge handeln kann – doch er selbst ist entweder ahnungslos oder will es einfach nicht wahrhaben. Er hofft, mit dem Geist eine Szene in der Zukunft zu sehen, in der er selbst vorkommt und nunmehr zum guten Menschen bekehrt etwas Gutes bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen führt ihn der Geist in einen düsteren Teil der Stadt, genauer gesagt in ein Armenviertel und in diesem Viertel in ein Geschäft, dessen Eigentümer jedwede Waren aufkauft. Einige Menschen haben sich bei „Old Joe“ eingefunden, und es wird schnell deutlich, dass sie ihm Waren verkaufen wollen, die sie aus dem Haus des mysteriösen, toten Mannes gestohlen haben. Nicht einer der Anwesenden zeigt Schuldgefühle, selbst als eine Frau die Bettvorhänge und das Totenhemd verkauft, die sie der auf dem Bett liegenden Leiche entwendet hatte. Dem Leser wird überdeutlich klar gemacht, wie unbeliebt der Tote gewesen sein muss. Den ersten Ansatz der Erkenntnis zeigt Scrooge im nächsten Augenblick, als er mit dem Geist im Sterberaum steht und aufgefordert wird, unter das Leichentuch zu sehen – was er aber nicht tun will und im Endeffekt auch nicht tut. Scrooge fleht den Geist an, er möge ihm doch einen Menschen zeigen, der Emotionen wegen des toten Mannes zeigt. Alles, was er daraufhin sieht, ist ein Paar, das sich Sorgen um einen noch nicht an den Toten zurückgezahlten Kredit macht und durch den Tod ihres Gläubigers erleichtert ist. Da Scrooge das natürlich nicht sehen wollte, fordert er den Geist auf, ihm Traurigkeit, verursacht durch einen Tod, zu zeigen; aber auch die folgende Szene soll ihn mehr aufwühlen, als beruhigen: Scrooge und der Geist besuchen die Familie Cratchit, die um den verstorbenen Tiny Tim trauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss des Kapitels werden alle Unklarheiten aus dem Weg geräumt. Auf Scrooges Wunsch hin zu erfahren, wer denn nun der tote Mann sei, zeigt ihm der Geist der Zukunft einen Grabstein. Voller Entsetzen liest Scrooge die Inschrift: Ebenezer Scrooge. Vor Scrooges Augen, der dem Zusammenbruch nahe ist, verschwindet der Geist in einem Bettpfosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe V: Das Ende ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge and Bob Cratchit.jpg|thumb|Scrooge und Bob Cratchit]]&lt;br /&gt;
...Und zwar in Scrooges eigenem Bettpfosten. Völlig verwandelt und voller guter Vorsätze steht Scrooge wieder in der realen Welt: Ohne Geister und quicklebendig. Scrooge schafft es sogar, zu lachen, und ein Ereignis für ihn ist es auch, einen Jungen zu fragen, welcher Tag denn sei – dieser antwortet ihm, es sei Christtag – und Scrooge erkennt, dass alles Vergangene in der einen letzten Nacht passiert sein musste. Er beauftragt den Jungen außerdem, einen Truthahn zu kaufen, der doppelt so groß wie Tiny Tim sei und diesen der Familie Cratchit zukommen zu lassen. Die nächsten Handlungen des verwandelten Scrooge sind zunächst eine Entschuldigung bei den „old gentlemen“ (Siehe Strophe I), welchen er eine großzügige Spende zukommen lässt, und schließlich nimmt Scrooge doch noch die Einladung seines Neffen an, am Weihnachtstag mit ihm und Freunden zu feiern – und sowohl Fred als auch alle seine Freunde freuen sich sehr über Scrooges Anwesenheit. Am Tag darauf ist Scrooge schon sehr früh in seinem Kontor; sein erklärter Wille: seinen Angestellten dabei erwischen, wie er zu spät kommt. Scrooge erlaubt sich natürlich nur einen Scherz – nachdem er Bob Cratchit aufs Übelste zusammengestaucht hat, kommt das erlösende: „Fröhliche Weihnachten, Bob!“ und er erhöht dessen Gehalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zusammenfassenden letzten Absatz unterstreicht Dickens noch einmal Scrooges Persönlichkeitsveränderung: „Scrooge war besser als sein Wort“, Tiny Tim würde überleben, und schließlich: „Gott segne jeden von uns“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hörspiel-Fassungen ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Podcasthoerererkennungszeichen.jpg|100px|left]]&lt;br /&gt;
Als kostenloses Hörbuch zum Download (erstmals 2005 in Form eines Adventskalenders veröffentlicht) gibt das Weihnachtsmärchen vertont von [http://www.podcast.de/episode/413769/191_Buchkolumne:_Interview_mit_Deef_Pirmasens Deef Pirmasens] in seinem Blog &amp;quot;Gefühlskonserve&amp;quot;:&lt;br /&gt;
* [http://www.gefuehlskonserve.de/?p=239 Charles Dickens&#039; &#039;&#039;Weihnachtslied&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es in Deutschland diverse Lesungen und Hörspielfassungen der &amp;quot;Christmas Carol&amp;quot;. Lesungen gibt es u.a. von Otto Mellies, Dieter Bellmann und Wolfgang Thierse. Hervorhebenswerte Hörspielfassungen sind:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Weihnachtsabend&#039;&#039; (Igel Records), Produktion: Bayerischer Rundfunk 1965.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge!&#039;&#039; (Titania Medien), 2004.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Charles Dickens&#039; Weihnachtsmärchen&#039;&#039; von Christian Peitz (HoerSketch), 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmische Bearbeitungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch wurde unzählige Male verfilmt. Besonders hervorzuheben sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1901: &#039;&#039;Scrooge; oder Marley&#039;s Ghost&#039;&#039;, die erste bekannte Verfilmung als britischer Kurzfilm.&lt;br /&gt;
* 1951: &#039;&#039;Charles Dickens - Eine Weihnachtsgeschichte (Scrooge)&#039;&#039;, mit Alastair Sim als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
*1960 wurde der Stoff mit Carl Wéry als Ebenezer Scrooge unter dem Regisseur Franz Josef Wild verfilmt. &lt;br /&gt;
*1971 erhielt Albert Finney]] den Golden Globe Award für seine Darstellung des Scrooge. &lt;br /&gt;
* 1983: &#039;&#039;[http://de.wikipedia.org/wiki/Mickys_Weihnachtserz%C3%A4hlung Mickys Weihnachtserzählung] (Mickey&#039;s Christmas Carol)&#039;&#039;, Zeichentrick&lt;br /&gt;
* 1984: &#039;&#039;[http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Dickens%27_Weihnachtsgeschichte Charles Dickens&#039; Weihnachtsgeschichte] (A Christmas Carol)&#039;&#039;, mit George C. Scott als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 1988: &#039;&#039;[http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Geister,_die_ich_rief Die Geister, die ich rief] (Scrooged)&#039;&#039;, mit Bill Murray als Frank Cross (eine moderne Verkörperung des Ebenezer Scrooge)&lt;br /&gt;
*1988: &#039;&#039;[http://de.wikipedia.org/wiki/Blackadder#Blackadder.27s_Christmas_Carol_.5B1988.5D Blackadder&#039;s Christmas Carol]&#039;&#039;, Eine Version, in der Rowan Atkinson in die Rolle des Ebenezer Blackadder schlüpft, der sich, im Gegensatz zu Originalgeschichte, durch den Besuch eines Geistes (Robbie Coltrane) von einem barmherzigen Menschenfreund zu einem hinterhältigen, selbstsüchtigen Egoisten wandelt.&lt;br /&gt;
* 1992: &#039;&#039;[http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Muppets_Weihnachtsgeschichte Die Muppets Weihnachtsgeschichte] (The Muppet Christmas Carol)&#039;&#039;, mit Michael Caine als Ebenezer Scrooge, fast alle anderen handelnden Personen werden von Muppets dargestellt (so &#039;&#039;Gonzo&#039;&#039; als Charles Dickens, &#039;&#039;Kermit der Frosch&#039;&#039; als Bob Crachit und &#039;&#039;Miss Piggy&#039;&#039; als Emily Crachit)&lt;br /&gt;
* 1994: &#039;&#039;Freds Weihnachtsshow&#039;&#039; (A Flintstones Christmas Carol)&lt;br /&gt;
* 1999: &#039;&#039;[http://de.wikipedia.org/wiki/A_Christmas_Carol_%E2%80%93_Die_Nacht_vor_Weihnachten A Christmas Carol – Die Nacht vor Weihnachten] (&#039;&#039;&#039;Originaltitel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol / &#039;&#039;&#039;Alternativer deutscher Titel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol – Die drei Weihnachtsgeister)&#039;&#039;, mit Patrick Stewart in der Rolle des Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 2003: &#039;&#039;Carol und die Weihnachtsgeister (A Carol Christmas)&#039;&#039;, mit Tori Spelling, Gary Coleman und William Shatner.&lt;br /&gt;
* 2004: &#039;&#039;A Christmas Carol - The Musical&#039;&#039;, eine Musical-Fassung mit Kelsey Grammer.&lt;br /&gt;
* 2006: &#039;&#039;A Sesame Street Christmas Carol&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2009: &#039;&#039;Christmas Carol&#039;&#039;, ein für 2009 angekündigter 3D-Film mit Jim Carrey. Dabei soll dieselbe Motion Capture-Technik wie etwa bei Der Polarexpress benutzt werden. Regie wird Robert Zemeckis führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
*In Anlehnung an Ebenezer Scrooge nannte der US-amerikanische Comiczeichner Carl Barks eine seiner bekanntesten Figuren „Scrooge McDuck“. Auf deutsch erhielt diese Figur den Namen Dagobert Duck. Bei dieser Eindeutschung ging aber der Witz der Namensschöpfung verloren. Der Namensverwandtschaft zum literarischen „Scrooge“ und der schottisch anklingende Nachname „McDuck“ deuten beide auf den (den Schotten sprichwörtlich zugeschriebenen) Geiz der Figur hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Als Puppenspiel wurde die Geschichte von Koljas Puppenltheater (Spielleitung: Kolja Wlazik) und von den Piccolo Puppenspielen (Spielleitung: Gerd J. Pohl) inszeniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unter dem Titel &amp;quot;Die Mundart Weihnachtsgeschichte&amp;quot; brachte das Neu-Isenburger Mund Art Theater 1997 in Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main Thorsten Wszoleks Musical|Musicalfassung auf die Bühne. Diese Produktion lief wie das New Yorker Vorbild vom Madison Square Garden genau zehn Jahre und wurde 2006 zum letzten Mal gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der deutsche Komponist Dirk Michael Steffan hat das Werk ebenfalls später als Musical vertont. Es wurde im November 2001 im TheatrO CentrO in Oberhausen uraufgeführt. 2002 fanden im November und Dezember parallel rund fünfzig Aufführungen im Kölner Musical Dome und im Berliner Theater des Westens statt, 2003 im Auditorium der Messe München und erneut im TheatrO CentrO, hier mit Guildo Horn als Geist. Insgesamt haben rund 200.000 Zuschauer die Vorstellungen besucht. Im Jahr 2007 wurde das Musical erneut an zwei Standorten aufgeführt, dem Musicalpalast Frankfurt am Main sowie dem Theater am Marientor in Duisburg, wo die Rolle des Engels von Jasmin Wagner, die erstmals in einem Musical auftrat, dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Fred Guida: &#039;&#039;A Christmas Carol and Its Adaptations. A Critical Examination of Dickens&#039; Story and Its Productions on Screen and Television&#039;&#039;. McFarland &amp;amp; Co., Jefferson und London 2000, ISBN 0-7864-0738-7&lt;br /&gt;
* [[John Irving]]: &#039;&#039;A Christmas Carol - Ein Weihnachtslied&#039;&#039; in: [[Charles Dickens]]: &#039;&#039;Weihnachtslied. Eine Gespenstergeschichte&#039;&#039; (OT: &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;). Deutsch von Richard Zoozmann. Diogenes, Zürich 2001, ISBN 3-257-00872-4&lt;br /&gt;
* Charles Dickens: &#039;&#039;Ein Weihnachtslied. In Prosa&#039;&#039;. Ausführlich eingeleitet und neu übersetzt von Heiko Postma. Hannover, revonnah 2006, ISBN 978-3-934818-67-5&lt;br /&gt;
* Norbert Silberbauer: &amp;quot;Was steuert die Ameisen?&amp;quot; eine moderne Interpretation der Weihnachtsgeschichte, Wieser Verlag, 2006, ISBN 3-85129-623-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;amp;xid=432&amp;amp;kapitel=1#gb_found Volltext] (deutsch) im Projekt Gutenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{DEFAULTSORT:Christmas Carol, A}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Englisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Charles Dickens]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
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		<updated>2010-08-25T15:39:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
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		<author><name>IngoBlees</name></author>
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		<title>William Golding</title>
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		<updated>2010-01-04T13:37:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;William Gerald Golding&#039;&#039;&#039; (* 19. September 1911 in St. Columb Minor, Cornwall; † 19. Juni 1993 in Perranarworthal, Cornwall) war ein britischer Schriftsteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Biographie==&lt;br /&gt;
William Golding wurde am 19. September 1911 in Newquay, in Cornwall, geboren. Er wuchs in Marlborough (Wiltshire) auf, wo sein Vater, ein wissenschaftlich denkender Rationalist und Sozialist, an der Grammar School lehrte. 1930 ging Golding an die Oxford University, wo er zunächst Naturwissenschaften, dann Englische Literatur studierte. Sein erster Gedichtband erschien 1934.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 heiratete er die Chemikerin Ann Brookfield. Im 2. Weltkrieg kämpfte er in der Royal Navy und war an der Schlacht gegen die Bismarck beteiligt. Nach dem Krieg lebte Golding vom Unterricht. 1954 veröffentlichte er [[Herr der Fliegen]], das bald zum Erfolgsbuch wurde und es ihm erlaubte, den Lehrberuf aufzugeben. 1980 gewann er den Booker Prize und erhielt 1983 den Nobelpreis für Literatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Künstlerisches Schaffen ==&lt;br /&gt;
Im Alter von 7 Jahren begann Golding zu schreiben. Er begann widerwillig ein Studium der Naturwissenschaft, lehnte sich jedoch dagegen auf und änderte seinen Studienschwerpunkt von Naturwissenschaften zu englischer Literatur. Noch ein Jahr vor seinem Studienabschluss in Naturwissenschaften und Englisch am Oxforder Brasenose College erschien sein erstes Buch mit Gedichten. Golding war damals 23 Jahre alt. Ab 1939 lehrte er in Salisbury Englisch. Sein künstlerisches Schaffen wurde unterbrochen von seiner Teilnahme als Marineoffizier am Zweiten Weltkrieg. Die Kriegserfahrungen waren prägend für seine weitere Arbeit. 1961 erlaubten ihm die Einnahmen seiner erfolgreichen Bücher, seinen Beruf als Lehrer aufzugeben. Nach einem Jahr als Writer-in-residence am Hollins College in Virginia wurde er freier Schriftsteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golding geht in seinen Romanen in symbolischer-allegorischer Gestaltung metaphysischen Grundlagen der Existenz, wie Überleben, Schuld, Sühne, Erlösung nach. Seine Manuskripte waren zunächst nicht sehr gefragt, so wurde sein größter späterer Erfolg [[Herr der Fliegen]] von mehr als zwanzig Verlagen abgelehnt. 1954 erschien seine Geschichte über die Erlebnisse einer Gruppe von gestrandeten Schülern und wurde in Großbritannien und den USA zum Bestseller. Seine weiteren Bücher konnten an diesen Erfolg nicht anschließen. 1983 erhielt er den Nobelpreis für Literatur &amp;quot;für seine Romane, die mit der Anschaulichkeit realistischer Erzählkunst und der vieldeutigen Allgemeingültigkeit des Mythos menschliche Bedingungen in der heutigen Welt beleuchten&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
* [[Herr der Fliegen]] (Lord of the Flies, 1954)&lt;br /&gt;
* Der Felsen des zweiten Todes (Pincher Martin, 1956)&lt;br /&gt;
* Der Turm der Kathedrale (The Spire, 1964)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[http://www.hamburger-bildungsserver.de/index.phtml?site=faecher.deutsch.golding  William Golding] Linksammlung auf dem Hamburger Bildungsserver&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische_Literatur|Golding, William]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Mark_Twain&amp;diff=4497</id>
		<title>Mark Twain</title>
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		<updated>2009-08-27T09:14:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: Änderungen von 87.123.238.17 (Diskussion) rückgängig gemacht und letzte Version von Dieter Kasang wiederhergestellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Samuel Langhorne Clemens&#039;&#039;&#039; (* 30. November 1835 in Florida, Missouri; † 21. April 1910 in Redding, Connecticut) – besser bekannt unter seinem Pseudonym &#039;&#039;&#039;Mark Twain&#039;&#039;&#039; – war ein US-amerikanischer Schriftsteller.&lt;br /&gt;
[[Bild:Beckwith_Twain.jpg|thumb|200px|Porträt (1890) von James Carroll Beckwith (1852-1917)]]&lt;br /&gt;
Mark Twain ist vor allem als Autor der Bücher über die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn bekannt. Er war ein Vertreter des amerikanischen Realismus und ist besonders wegen seiner humoristischen, von Lokalkolorit und genauen Beobachtungen des sozialen Verhaltens geprägten Erzählungen und aufgrund seiner scharfzüngigen Kritik an der amerikanischen Gesellschaft berühmt. In seinen Werken beschreibt er den alltäglichen Rassismus, seine „Helden“ durchschauen die Heuchelei und Verlogenheit der herrschenden Verhältnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Das Leben von Clemens war von Widersprüchen gezeichnet. Der Mann, der den American Way of Life scharfzüngig kritisierte, strebte sein ganzes Leben nach dem großen geschäftlichen Erfolg und Anerkennung in den höchsten Gesellschaftskreisen. Clemens, der selbst vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg nach Westen floh, erlebte seinen größten wirtschaftlichen Erfolg mit der Biographie des Bürgerkriegshelden Ulysses S. Grant. Er verbrachte den größten Teil seines Lebens an der Ostküste und in Europa und war doch der Chronist des amerikanischen Westens. Selbst bei seinem Namen zeigte er keine Beständigkeit: Privat firmierte er mal als Samuel Clemens und dann wieder als Mark Twain und auch die literarische Figur des Mark Twain weist, analog dazu, von Buch zu Buch erhebliche charakterliche Unterschiede auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Samuel kam als Frühgeburt am 30. November 1835 als fünftes Kind von Jane Lampton Clemens und John Marshall Clemens in Florida, Missouri zur Welt. Als Samuel vier Jahre alt war, zog seine Familie in die Kleinstadt Hannibal in Missouri. Obwohl die Eltern sich bemühten, eine sichere wirtschaftliche Existenz aufzubauen, rutschten sie sozial immer weiter ab und waren schließlich 1842 gezwungen, ihre einzige Sklavin Jenny zu verkaufen. Im Jahre 1846 zogen sie bei einem Apotheker ein und hielten, anstatt Miete zu zahlen, das Haus instand. Diese Zeit der Jugend und die Hafenstadt am Mississippi River waren es, die später die Kulisse für die Abenteuer des Huckleberry Finn boten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Samuel 13 Jahre alt war, starb sein Vater. Der Junge begann bei der Zeitung Missouri Courier eine Ausbildung als Schriftsetzer. Sein Bruder Orion kaufte das Hannibal Journal, in dem Samuel erste kurze Artikel veröffentlichen konnte. Bis zu seinem 18. Lebensjahr blieb Samuel Clemens in Hannibal und 1852 publizierte er The Dandy Frightening the Squatter unter seinem ersten Pseudonym W. Epaminondas Adrastus Perkins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1852 an reiste er als wandernder Schriftsetzer durch den Osten und Mittleren Westen. Aus St. Louis, Philadelphia, New York und Washington D. C. schrieb er Reiseberichte für die Zeitung seines Bruders, in New York City verbrachte er viele Abende in der dortigen öffentlichen Bibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leben auf dem Mississippi ===&lt;br /&gt;
Ab 1855 lebte Clemens in St. Louis und versuchte erstmals, Lotse auf einem Mississippidampfer zu werden. 1857 begann er eine Ausbildung zu diesem Beruf, 1859 erhielt er eine Lotsenlizenz und arbeitete vollzeitig in diesem Beruf. In der dortigen Freimaurerloge „Polar Star“ wurde er 1861 aufgenommen, wo er auch zum Meister erhoben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausbruch des Sezessionskriegs 1861 brachte die Flussschifffahrt zum Erliegen, und Clemens wurde arbeitslos. Nach zweiwöchiger Militärzeit bei der Missouri State Guard desertierte er und setzte sich mit seinem Bruder Orion nach Westen ab. Sie betätigten sich als Goldgräber in Nevada, doch weil dies erfolglos blieb, sattelte er 1862 wieder auf den Journalismus um, diesmal als Reporter für den Virginia City Territorial Enterprise in Nevada.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. Februar 1863 nutzte er erstmals das Pseudonym „Mark Twain“, unter dem er seine schriftstellerische Karriere ernsthaft begann. Mark Twain ist ein Ausdruck aus der Seemannsprache, der Zwei Faden (Wassertiefe) bedeutete und der eine Erinnerung an seinen Lebensabschnitt als Lotse ist. Ab 1864 zog Twain kreuz und quer durch die Vereinigten Staaten: Zunächst nach San Francisco, später wieder nach Nevada, zurück nach Kalifornien, nach Hawaii und wieder nach Nevada. Zwischenzeitlich arbeitete er ebenfalls kurzfristig als Reisekorrespondent aus Europa und dem Nahen Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1865 veröffentliche Geschichte Jim Smiley and His Jumping Frog (Der berühmte Springfrosch von Calaveras) brachte Twain erstmals in das Rampenlicht der US-amerikanischen Öffentlichkeit. Danach konnte er durch Reden auf professioneller Basis seinen Lebensunterhalt verdienen und er begann für Zeitschriften aus New York zu schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Reisebuch, The Innocents Abroad (Die Arglosen im Ausland 1869), basierte auf einer fünfeinhalb-monatigen Schiffsreise nach Europa und dem Nahen Osten, die er 1867 unternahm. Auch in A Tramp Abroad (Bummel durch Europa 1880) verarbeitete Twain Erlebnisse und Erfahrungen seiner Europa-Reise. In diesem Buch veröffentlichte er im Anhang auch den berühmten Aufsatz The Awful German Language (Die schreckliche deutsche Sprache), in dem er humorvoll die Eigenheiten und Schwierigkeiten der deutschen Sprache erläutert. Besonders prägte ihn jedoch laut seiner Reiseunterlagen der dreimonatige Aufenthalt in der deutschen Kur- und Kaiserpfalz, von der er begeistert schrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== An der Ostküste ===&lt;br /&gt;
1870 heiratete Twain Olivia Langdon. Im selben Jahr starb sein Schwiegervater. Samuels und Olivias erstes Kind, Langdon Clemens, kam als Frühgeburt zur Welt. 1872 wurde ihre Tochter Susy Clemens geboren, Langdon starb im selben Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 ließ er sich in Hartford, Connecticut nieder, wo er siebzehn Jahre lang als erfolgreicher und bekannter Autor lebte. Er wohnte dort in der unmittelbaren Nachbarschaft von Harriet Beecher-Stowe, die seine Meinung zur Sklaverei zweifelsohne stark beeinflusste. In dieser Zeit schrieb er zweifellos seine besten Werke: Roughing It (Durch dick und dünn 1871), The Adventures of Tom Sawyer (Tom Sawyers Abenteuer 1876), Life on the Mississippi (Leben auf dem Mississippi 1883) und sein Meisterwerk The Adventures of Huckleberry Finn (Die Abenteuer des Huckleberry Finn 1884). 1874 erstand Mark Twain in Boston eine Remington-Schreibmaschine und lieferte mit „Tom Sawyers Abenteuer&amp;quot; als erster Autor seinem Verlag ein maschinengeschriebenes Buchmanuskript ab. Seine schriftstellerischen Aktivitäten verband er mit ausgiebigen Reisen. 1891 kehrte er nach Europa zurück, wo er neun Jahre blieb. Als Wohnsitz wählte er anfangs für einige Monate Berlin, das ihm gut gefiel (luminous centre of intelligence. .. a wonderful city.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschäftsmann ===&lt;br /&gt;
Twain unternahm seine ersten größeren unternehmerischen Tätigkeiten ab 1869, als er einen Anteil an der Zeitung Buffalo Express kaufte. Sein erfolgreichstes Geschäft wurde jedoch die Beteiligung an dem Verlag Charles L. Webster &amp;amp; Co., der insbesondere mit der Biographie des Bürgerkriegsgenerals und späteren Präsidenten Ulysses S. Grant große Gewinne erzielte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schicksalsschläge ===&lt;br /&gt;
1894 wurden Mark Twain seine Beteiligung an der Druckerei und dem Verlagshaus zum finanziellen Verhängnis. Deren Investition in eine fehlerhafte Setzmaschine trieb auch ihn in den Bankrott. Um seine Finanzen zu ordnen, begann er eine weltweite Tournee mit Lesungen seiner Werke. Während dieser Reise starb Twains Tochter Susy an Meningitis. Von seinen vier Kindern starben drei vorzeitig und auch seine Frau Olivia überlebte nicht. In seinen späteren Werken verarbeitete er diese Schicksalsschläge zunehmend mit Ironie und Sarkasmus. Das Schicksal wendete sich erst, als der Vizepräsident von Standard Oil, Henry Huttleston Rogers, sich bereit erklärte, Twain aus seinen finanziellen Problemen zu helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mark Twain starb 1910 als gefeierte Persönlichkeit. Nach einem &amp;quot;Master-of-Arts&amp;quot;-Titel ehrenhalber (1888) verlieh ihm die Yale University 1901 einen Ehrendoktortitel. Sein Werk hat viele amerikanische Autoren beeinflusst. Ernest Hemingway sagte über ihn:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„All of American literature comes from one book by Mark Twain called Huckleberry Finn ... There was nothing before. There has been nothing as good since.“&lt;br /&gt;
(„Die gesamte amerikanische Literatur stammt von einem Buch von Mark Twain, genannt Huckleberry Finn, ab. Vorher gab es nichts. Seitdem gab es nichts, was dem gleichkommt.“)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
Seine Satire ist oft so entlarvend und bissig, dass zahlreiche Jugendbuchausgaben von Tom Sawyer oder Huckleberry Finn entschärft und Ausgaben ad usum Delphini angefertigt wurden. (Erkennbar sind solche Fassungen an Beschreibungen wie „Eine Bearbeitung für die Jugend“ oder Vermerken wie „Gekürzt“). Hier, wie auch im Kinderbuchklassiker The Prince and the Pauper („Prinz und Bettelknabe“) zeigt er die Welt der armen, unteren sozialen Schichten auf. In seinen Arbeiten als Journalist prangerte er religiöse Heuchelei, Polizeiübergriffe auf Minderheiten, korrumpierte und betrügerische Senatoren an. Er kritisierte die Gier nach Macht und die „Geldlust“, die er als Amerikas Krankheit bezeichnete. Dabei nahm er besonders die Christian Science und ihre Gründerin Mary Baker Eddy polemisch aufs Korn. Er war negativ beeindruckt von dem schnellen Wachstum dieser Bewegung, korrigierte später aber seine harsche Kritik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mark Twain übersetzte übrigens auch den Struwwelpeter ins Englische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war außerdem ein wichtiges Mitglied der anti-imperialistischen Bewegung der USA, die als Reaktion auf die Annektierung Puerto Ricos, der Marianen und der Philippinen nach dem Spanisch-Amerikanischen Krieg gegründet wurde. Twain schrieb während des Philippinisch-Amerikanischen Krieges, der von 1899 bis 1902 andauerte, mehrere Zeitungsartikel, die das militärische Engagement der USA auf den Philippinen anprangerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Abenteuer des Tom Sawyer]]&lt;br /&gt;
* [[Die Abenteuer des Huckleberry Finn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://www.fh-lueneburg.de/u1/gym03/expo/jonatur/schulent/eigenarb/lestagbu/vorgatom.htm Das Lesetagebuch - Eine Methode zur Bearbeitung von Lektüre am Beispiel von Mark Twain: »Tom Sawyer«] Johanneum Lüneburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordamerikanische Literatur|Twain, Mark]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Medea&amp;diff=4404</id>
		<title>Medea</title>
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		<updated>2009-02-26T13:07:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: Änderungen von 62.47.142.222 (Diskussion) rückgängig gemacht und letzte Version von Dieter Kasang wiederhergestellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Medea&#039;&#039;&#039; ist das zweite erhaltene Werk des griechischen Tragödiendichters [[Euripides]]. Es belegte bei seiner Aufführung 431 v. Chr. nur den 3. Platz, war seit dem 4. Jahrhundert aber eine der beliebtesten attischen Tragödien und wurde später bis ins 20. Jahrhundert hinein von zahlreichen Autoren neu bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
[[Bild:De_Morgan_Medea.jpg|thumb|240px|Medea mit einem Giftbecher]]&lt;br /&gt;
Der Stoff der Tragödie entstammt einer der ältesten und bekanntesten griechischen Mythen, der Argonautensage um die Rückeroberung des von einem Drachen bewachten Goldenen Fließes. Dem jungen Helden Jason gelingt nach einer langen Reise von Griechenland nach Kolchis am Schwarzen Meer die Eroberung des Goldenen Fließes mit Hilfe der Zauberkünste der jungen Königstochter Medea, die sich in Jason leidenschaftlich verliebt hat. Medea und Jason werden ein Paar. In Jasons Heimat vernichtet Medea dessen Onkel, der Jason auf die gefährliche Reise geschickt hatte, um ihn aus dem Weg zu räumen und so den eigentlich Jason zustehenden Thron für sich zu behalten. Medea und Jason fliehen darauf an den Hof des Königs Kreon in Korinth. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Hier beginnt die Tragödie des Euripides. Medea und Jason haben inzwischen drei gemeinsame Söhne. Jason jedoch hat Medea verlassen und die Tochter des Königs Kreon geheiratet, angeblich um die wirtschaftliche Not der Familie zu beheben. Medea, die für ihn alles aufgegeben und ihre Heimat verlassen hat, wird von ihm verstoßen, und Kreon droht, sie zu verbannen. Medea fühlt sich zutiefst verletzt und verraten und beschließt, sich an Jason, ihrer Nebenbuhlerin und dem König zu rächen, und entwirft einen ausgefeilten Racheplan.  Sie lässt die eigenen Kinder der Tochter Kreons als Hochzeitsgeschenk ein vergiftetes Kleid und einen vergifteten Haarkranz überbringen. Daran stirbt nicht nur die Nebenbuhlerin, sonder auch der ihr zu Hilfe eilende Vater.  Um Jason noch tiefer zu treffen, tötet Medea auch die gemeinsamen Kinder. Zum Schluss entflieht sie, Jason verhöhnend, auf einem von dem Sonnengott Helios, ihrem Großvater, geschickten Drachenwagen zu Aigeus, dem König Athens, der ihr zuvor das Asyl angeboten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterricht ==&lt;br /&gt;
*[http://www.ekg-koeln.de/deutsch/index.html Medea - Stimmen] Projekt eines Deutsch-Grundkurses des Erich Kästner-Gymnasiums in Köln über Christa Wolfs Roman, mit Vergleichen zur Medea des Euripides&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://www.zeno.org/Literatur/M/Euripides/Trag%C3%B6dien/Medea Medea] Text in der Übersetzung von J.A. Hartung bei Zeno.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Diskussion:Mario_Vargas_Llosa&amp;diff=4322</id>
		<title>Diskussion:Mario Vargas Llosa</title>
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		<updated>2008-12-19T11:29:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hier sind Vargas Llosa und Garcia Marquez durcheinander geraten, oder?&lt;br /&gt;
: Ist jetzt korrigiert, Grüße --[[Benutzer:IngoBlees|IngoBlees]] 11:29, 19. Dez. 2008 (UTC)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Charles_Dickens&amp;diff=4298</id>
		<title>Charles Dickens</title>
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		<updated>2008-12-12T11:14:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: /* Werk */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Charles Dickens&#039;&#039;&#039; (* 7. Februar 1812 in Landport bei Portsmouth, England; † 9. Juni 1870 auf Gad&#039;s Hill Place in Rochester, England) war ein englischer Schriftsteller.&lt;br /&gt;
[[Bild:Charles_Dickens.jpg|thumb|200px|Charles Dickens]]&lt;br /&gt;
==Biographie==&lt;br /&gt;
Charles Dickens wurde am 7. Februar 1812 in Landport, einem Vorort von Portsmouth, als zweites von insgesamt acht Kindern geboren. Sein Vater John, liebenswert, aber in finanziellen Dingen haltlos, war Marinezahlmeister. Seine schönsten Kindheitsjahre verlebte Charles in Chatham-Kent, wo er sich später eine Villa (Gad&#039;s Hill Place) kaufte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1822 nach London versetzte Vater konnte die große Familie nicht ernähren und kam 1823 ins Schuldgefängnis von London. Die Mutter zog mit den sieben Geschwistern in das Gefängnis. Nur Charles lebte außerhalb, um für die ums finanzielle Überleben kämpfende Familie den Unterhalt zu verdienen. Er arbeitete mit anderen Kindern für drei Monate in einer Lagerhalle, wo er Etiketten auf Flaschen klebte. Einige seiner Erfahrungen in dieser Lagerhalle inspirierten ihn zu einigen Passagen in David Copperfield. Bereits mit 12 Jahren musste Dickens als Hilfsarbeiter in einer Fabrik für Schuhwichse arbeiten; er verpasste deswegen den regelmäßigen Schulbesuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sein Vater 1824 aus dem Gefängnis entlassen wurde, ging Charles bis 1826 wieder zur Schule und wurde 1827 als Schreiber bei einem Rechtsanwalt angestellt. Während dieser Zeit konnte er Volkstypen studieren und gleichzeitig im Britischen Museum literarische Studien betreiben. Dickens arbeitete sich 1829 zum Parlamentsstenographen (parlamentarischer Berichterstatter) hoch, arbeitete 1831 für die Zeitung True Sun, wurde aber bald zur Mitredaktion des Parlamentsspiegels herangezogen und wurde schließlich Journalist bei der Zeitung Morning Chronicle. In dieser Zeitung - und vorher im Monthly Magazine - veröffentlichte er seit 1834 die kurzen Skizzen, in denen er das Londoner Treiben in scharfen Umrissen charakterisierte und die er gesammelt als Sketches by Boz (2 Bde. 1836-37) mit Illustrationen von Cruikshank herausgab. Bald darauf erschienen in monatlichen Heften die Pickwick Papers (1836-37), durch die er sich in die Reihe der tonangebenden Schriftsteller Englands aufschwang. Er entwickelte in diesem Werk eine ursprüngliche Erzählkraft, die in sich selbst und dem reichen Volksleben, besonders der unteren Klassen, ihre Quelle und ihr Muster fand. Die Schärfe der Anschauung wird von seiner harmlosen Gemütlichkeit und seinem Humor gepaart. Zwischen 1857 und 1892 verkaufte allein die Verlagshandlung Chapman &amp;amp; Hall (London) 700.000 Exemplare. Damit war der literarische Ruhm Dickens&#039; begründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er heiratete 1836 Catherine Hogarth, von der er sich 1858 trennte. Seine ersten Romane entstanden als Fortsetzungsgeschichten in Zeitungen, oft schrieb er an mehreren gleichzeitig. Es ging ihm nicht nur um den literarischen Erfolg, sondern er wollte auch das Gewissen seiner Zeit wachrütteln und den Weg für soziale Reformen ebnen. 1837 erschien Oliver Twist. Schließlich wurde er Herausgeber der großen liberalen Tageszeitung Daily News wie auch der Zeitschrift Household Words. Auch gehörte er dem renommierten, vor allem Künstlern offenstehenden Garrick Club an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein neues Genre bildeten die so genannten Weihnachtsgeschichten, mit denen Dickens seit 1843 in Christmas Carol auftrat. Diese Geschichten verknüpften einen phantastischen Gegenstand mit einem moralischen Zweck. Hierauf folgten Chimes (1844), Cricket on the hearth (1845) und Battle of life (1845).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat 1858 in England und später auch in Amerika als Vorleser seiner eigenen Werke auf; der Andrang war sehr groß. Doch wurde er in den letzten Jahren vor seinem Tod kränklich und rastlos.&lt;br /&gt;
[[Bild:Staplehurst rail crash.jpg|thumb|Zeichnung des Bahnunglücks von Staplehurst aus der Lokalpresse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. Juni 1865 überlebte er ein schweres Bahnunglück in Staplehurst, Kent &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.mytimemachine.co.uk/dickens.htm Charles Dickens survives a train crash, 1865&amp;lt;!-- Automatisch generierter titel --&amp;gt;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.aisthesis.de/titel/fmdj.htm Aisthesis Verlag - Ralf B. Korte/Elisabeth Hödl: FM dj [reading &#039;&#039;reise durch die nacht&#039;&#039;&amp;amp;#93;&amp;lt;!-- Automatisch generierter titel --&amp;gt;]&amp;lt;/ref&amp;gt;, das er zwar körperlich unversehrt überstand, von dem er aber auch für den Rest seines Lebens im Geiste verfolgt wurde und das er immer wieder durchlebte &amp;lt;ref&amp;gt;[http://goliath.ecnext.com/coms2/summary_0199-2855994_ITM Wishing for modernity: temporality and desire in Gould&#039;&amp;amp;#39;s Book of Fish.(Critical Essay) - Journal, Magazine, Article, Periodical&amp;lt;!-- Automatisch generierter titel --&amp;gt;]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Unmittelbar nach diesem Vorfall, der sich auf dem Rückweg von einem Treffen mit der Schauspielerin Ellen Ternan ereignete, kletterte Dickens, nachdem er erste Hilfe geleistet hatte, zurück in den Wagon, um sein Manuskript zu Our Mutual Friend zu retten. Ein Versuch, den Unfall zu verarbeiten, stellt die Gruselgeschichte The Signal-Man dar. Dort erlebt die Hauptperson die Vision eines Eisenbahnunfalls, der allerdings auf dem Unfall im Clayton-Tunnel von 1861 basiert, bei dem 23 Menschen getötet und 176 verwundet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Jahre vor seinem Tod kaufte er sich den Landsitz Gad&#039;s Hill Place in Rochester.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. Juni 1870 starb Charles Dickens auf seinem Landsitz in Rochester an einem Schlaganfall. Er wurde am 14. Juni in der Westminster Abbey beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werk==&lt;br /&gt;
* [[Oliver Twist]]&lt;br /&gt;
* [[David Copperfield]]&lt;br /&gt;
* [[A Christmas Carol]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung und Wirkung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterricht==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[http://www.hamburger-bildungsserver.de/index.phtml?site=faecher.deutsch.dickens Charles Dickens] Linksammlung auf dem Hamburger Bildungsserver&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische_Literatur|Dickens, Charles]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4297</id>
		<title>A Christmas Carol</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4297"/>
		<updated>2008-12-12T11:13:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: /* Filmische Bearbeitungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Charles_Dickens-A_Christmas_Carol-Title_page-First_edition_1843.jpg|thumb|right|Titelblatt der Erstausgabe von &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;, kolorierte Illustration von John Leech]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;&#039; (wörtlich &#039;&#039;Ein Weihnachtslied&#039;&#039;, deutsch meist &#039;&#039;Eine Weihnachtsgeschichte&#039;&#039;) ist eine der bekanntesten Erzählungen von [[Charles Dickens]] und wurde 1843 veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzählung handelt von Ebenezer Scrooge, einem alten grantigen Geizhals, der in einer einzigen Nacht zunächst Besuch von seinem verstorbenen Teilhaber Jacob Marley und dann von drei weiteren Geistern erhält, die ihm schließlich dazu verhelfen, sein Leben zu ändern. Das Buch enthält stark sozialkritische Töne, mit denen Dickens die Missstände im England des 19. Jahrhunderts anprangern wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dickens hatte bereits seit einiger Zeit den Plan zu der Erzählung, als er schließlich 1843 in Geldnot geriet. Um die Sache noch schlimmer zu machen, hatte sein Verleger nicht die Mittel, das Buch herauszubringen, und so bezahlte Dickens schließlich den Druck selbst. Das Buch wurde binnen kurzer Zeit zum Renner. Allerdings gab es zu jener Zeit in England keinen Urheberschutz, und so konnte das Buch bald ungehindert als Raubdruck vertrieben werden. Dickens zog zwar gegen die Verantwortlichen vor Gericht, jedoch kostete ihn das am Ende so viel, wie er mit dem Buch selbst eingenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039; ist unterteilt in fünf Strophen (englisch &#039;&#039;Staves&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe I: Marleys Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Marley&#039;s_Ghost-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Marleys Geist]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte beginnt mit der simplen Feststellung, Marley sei tot. Der Leser wird darüber aufgeklärt, dass Jacob Marley der Geschäftspartner, Weggefährte und einzige Freund des Protagonisten Ebenezer Scrooge war, bis er vor sieben Jahren am Weihnachtsabend verstarb. Dickens beschreibt Ebenezer Scrooge als Menschen, der voller Kälte ist und Kälte überall verbreitet, als enorm geizig und habgierig. Nach Marleys Tod ist Scrooge der alleinige Inhaber des Warenhauses „Scrooge and Marley“ und unterhält einen Angestellten, Bob Cratchit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr, besucht auch dieses Jahr wieder Scrooges Neffe Fred seinen Onkel, um ihn zum Weihnachtsessen einzuladen und ihm „Merry Christmas!“ zu wünschen. Scrooge lehnt sowohl die Einladung, als auch die guten Wünsche und sogar Weihnachten an sich völlig ab, wütend entgegnet er seinem Neffen: „Humbug!“, was als eine für Scrooge typische Redewendung angesehen werden kann. Am selben Abend besuchen Scrooge zwei „gentlemen“, die um Spenden für die arme Bevölkerung bitten. Scrooge lässt sich nicht erweichen, er fragt rhetorisch, ob es denn keine Gefängnisse und Arbeitshäuser gäbe und ob nicht schon Gesetze zur Unterstützung der Armen existierten. Natürlich gibt es dies alles, deshalb ist sich Scrooge sicher, mit Bezahlung seiner Steuern habe er seine Pflicht mehr als erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend begibt sich Scrooge nach Hause; als er die Tür öffnen will, sieht er kurz das Antlitz seines verstorbenen Freundes Marley auf dem Türklopfer, will es aber nicht glauben und betritt das Haus. Im Haus scheint alles normal, bis ihm der Geist Marleys erscheint. Der Geist ist kettenbehangen, an seiner Kette hängen Utensilien des Geschäftslebens: Geldkassetten, Portemonnaies u.ä. Marleys Geist erklärt, er habe sich im Laufe seines Lebens diese Kette selbst geschmiedet. Dadurch, dass er zeitlebens nicht unter Menschen war, sondern sich nur seiner Gier nach Geld hingegeben hatte, muss er sich nun, nach seinem Tod, als Geist unter die Menschen begeben; die Kette fungiert als Symbol hierfür. Der Geist weist Scrooge darauf hin, dass Scrooge selbst ebenfalls eine solche Kette habe, beide Ketten seien vor sieben Jahren von derselben Länge gewesen, jetzt aber sei Scrooges Kette um einiges länger geworden. Der Geist verlässt den aufgewühlten Scrooge mit dem Hinweis, dass ihn noch drei Geister besuchen würden, um Scrooge zu retten. Mit dem Zu-Bett-Gehen Scrooges schließt die erste Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe II: Der erste Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge Extinguishes the First of the Three Spirits.jpg|thumb|Der erste Geist]]&lt;br /&gt;
Nachdem Scrooge mitten in der Nacht aufgewacht ist, erscheint ihm der erste der drei Geister. Dickens beschreibt ihn als eine komische Figur, Kind und Greis zugleich. Mit weicher Stimme stellt er sich als „Geist der vergangenen Weihnacht“ vor. Der Geist führt Scrooge durch seine Vergangenheit, angefangen beim kleinen Scrooge, der schon in seiner Kindheit keine Freunde hatte und an Weihnachten, von seiner Familie verstoßen, in der Schule saß, um Kinderbücher zu lesen. Scrooge zeigt sich berührt von den Szenen seiner Kindheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weitere Weg durch Scrooges Weihnachts-Vergangenheit zeigt Scrooge als jungen Mann, der bei Mr. Fezziwig, einem Kaufhausbesitzer, seinen späteren Beruf erlernte. Scrooge und der Geist wohnen einer Betriebs-Weihnachtsfeier bei, die Scrooge deutlich macht, mit wie wenigen (finanziellen) Anstrengungen Menschen sehr glücklich zu machen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Station auf der Reise ist Scrooge in den besten Jahren, als er seine große Liebe gegen die Liebe zum Geld regelrecht eintauschte. Scrooge erscheint in Anwesenheit des Geistes regelrecht erschüttert, er möchte nichts mehr von der Vergangenheit sehen, nur noch wieder zurück nach Hause gehen. Trotzdem zeigt ihm der Geist eine weitere Szene: Seine frühere Verlobte in einer idyllischen Weihnachtsszene mit Kindern und Ehemann. Scrooge ist gebrochen, er fleht darum nach Hause zurück zu können. Scrooge gelangt wieder nach Hause und fällt wieder in den Schlaf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe III: Der zweite Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Scrooges_third_visitor-John_Leech,1843.jpg|thumb|Der zweite Geist]]&lt;br /&gt;
Jetzt besucht der zweite der drei Geister Scrooge. Er nennt sich „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“. Er stellt klar, dass es bereits über 1800 seinesgleichen gegeben hat – gemeint ist, dass es jedes Jahr seit Christi Geburt einen neuen „Weihnachtsgeist“ gebe. Auch der „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“ nimmt Scrooge mit auf eine Rundreise durch die Straßen Londons, wo sie die weihnachtliche Atmosphäre erleben und schließlich vor einem Bäckerladen halten. Dort zeigt der Geist Scrooge, dass er mit einigen Spritzern speziellen Wassers einen Streit beenden und Speisen weihnachtlich schmecken lassen kann. Das soll erklären, warum uns zu Weihnachten alles so besonders gut schmeckt und es viel Harmonie bei wenig Streit gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst auf dieser Reise mit dem Geist des jetzigen Weihnachtens lernt er den Schreiber Bob Cratchit und seine Familie näher kennen. Scrooges Angestellter und seine Frau haben einige Kinder, wobei ein Kind besonders hervorgehoben wird: Der verkrüppelte Tim Cratchit ist sehr klein, kann sich aufgrund seiner Behinderung nur mit einem Gestell fortbewegen und es hat den Anschein, dass er wegen Mangelernährung und schlechter (medizinischer) Versorgung bald sterben würde. Hier wird eine echte Veränderung in Scrooges Charakter deutlich: Er fragt den Geist, ob Tim noch eine Zeit zu leben habe – doch der Geist hat Zweifel. Scrooge zeigt Mitleid, woraufhin der Geist ihn an seine eigenen Worte in der Vergangenheit erinnert: Scrooge hatte gesagt, Tim sollte wohl besser sterben, um die Überbevölkerung zu vermindern. Die Cratchits feiern trotz ihrer Armut ein schönes Weihnachtsfest und Bob Cratchit stößt sogar auf seinen Arbeitgeber an – es sei ja Weihnachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Geist erlebt Scrooge eine weitere Weihnachtsszene, diesmal bei seinem Neffen Fred, der in geselliger Runde seinen Spaß damit hat, über den verbohrten Scrooge zu erzählen und sich über den Ausdruck „Humbug!“ lustig macht. Nach dem Essen spielt die Gesellschaft um Fred dann Spiele, unter anderem folgendes: Jemand denkt sich einen Begriff aus, den die anderen erraten müssen – Rückfragen dürfen nur mit Ja oder Nein beantwortet werden. Das etwas ist, laut den Antworten ein lebendes Tier, das man auf Londons Straßen sieht, niemand essen würde, welches manchmal grunzt und grummelt – gemeint ist natürlich „Onkel Scrooge“, ein königliches Amusement für Fred und die anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe endet höchst symbolträchtig. Der Geist überlässt Scrooge zwei Kinder, die er bis dahin unter seinem Umhang versteckt hielt. Die Namen der beiden weisen bereits in eine bestimmte Richtung, sie heißen „Unwissenheit und Mangel“. Auf Scrooges Nachfrage erklärt der Geist, dass es nicht seine eigenen, sondern Kinder der Menschheit seien. Scrooge sträubt sich gegen die Aufnahme der Kinder. Er fragt, ob sie denn keine Bleibe hätten; der Geist antwortet wiederum mit einer Gegenfrage, die ebenfalls wieder Scrooges eigene Worte darstellen: „Gibt es denn keine Gefängnisse, Arbeitshäuser?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe IV: Der letzte Geist ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:The_Last_of_the_Spirits-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Der letzte Geist]]&lt;br /&gt;
Der letzte der drei Geister erscheint Scrooge, ohne ein einziges Wort zu sagen. Der Schluss, dass es sich um den „Geist der zukünftigen Weihnacht“ handelt, bleibt Scrooge überlassen. Der Geist führt Scrooge wieder durch die Straßen Londons. Die beiden hören einem Gespräch einer Gruppe Geschäftsmänner zu. Die Männer sprechen über den Tod einer nicht namentlich genannten Person, die anscheinend einiges Geld angehäuft hatte, die aber niemand mochte. Ein weiteres Gespräch können Scrooge und der Geist belauschen: Auch hier geht es um den „alten Knauser“, der gestorben sei. Dem Leser ist längst klar, dass es sich nur um den gestorbenen Scrooge handeln kann – doch er selbst ist entweder ahnungslos oder will es einfach nicht wahrhaben. Er hofft, mit dem Geist eine Szene in der Zukunft zu sehen, in der er selbst vorkommt und nunmehr zum guten Menschen bekehrt etwas Gutes bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen führt ihn der Geist in einen düsteren Teil der Stadt, genauer gesagt in ein Armenviertel und in diesem Viertel in ein Geschäft, dessen Eigentümer jedwede Waren aufkauft. Einige Menschen haben sich bei „Old Joe“ eingefunden, und es wird schnell deutlich, dass sie ihm Waren verkaufen wollen, die sie aus dem Haus des mysteriösen, toten Mannes gestohlen haben. Nicht einer der Anwesenden zeigt Schuldgefühle, selbst als eine Frau die Bettvorhänge und das Totenhemd verkauft, die sie der auf dem Bett liegenden Leiche entwendet hatte. Dem Leser wird überdeutlich klar gemacht, wie unbeliebt der Tote gewesen sein muss. Den ersten Ansatz der Erkenntnis zeigt Scrooge im nächsten Augenblick, als er mit dem Geist im Sterberaum steht und aufgefordert wird, unter das Leichentuch zu sehen – was er aber nicht tun will und im Endeffekt auch nicht tut. Scrooge fleht den Geist an, er möge ihm doch einen Menschen zeigen, der Emotionen wegen des toten Mannes zeigt. Alles, was er daraufhin sieht, ist ein Paar, das sich Sorgen um einen noch nicht an den Toten zurückgezahlten Kredit macht und durch den Tod ihres Gläubigers erleichtert ist. Da Scrooge das natürlich nicht sehen wollte, fordert er den Geist auf, ihm Traurigkeit, verursacht durch einen Tod, zu zeigen; aber auch die folgende Szene soll ihn mehr aufwühlen, als beruhigen: Scrooge und der Geist besuchen die Familie Cratchit, die um den verstorbenen Tiny Tim trauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss des Kapitels werden alle Unklarheiten aus dem Weg geräumt. Auf Scrooges Wunsch hin zu erfahren, wer denn nun der tote Mann sei, zeigt ihm der Geist der Zukunft einen Grabstein. Voller Entsetzen liest Scrooge die Inschrift: Ebenezer Scrooge. Vor Scrooges Augen, der dem Zusammenbruch nahe ist, verschwindet der Geist in einem Bettpfosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe V: Das Ende ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge and Bob Cratchit.jpg|thumb|Scrooge und Bob Cratchit]]&lt;br /&gt;
...Und zwar in Scrooges eigenem Bettpfosten. Völlig verwandelt und voller guter Vorsätze steht Scrooge wieder in der realen Welt: Ohne Geister und quicklebendig. Scrooge schafft es sogar, zu lachen, und ein Ereignis für ihn ist es auch, einen Jungen zu fragen, welcher Tag denn sei – dieser antwortet ihm, es sei Christtag – und Scrooge erkennt, dass alles Vergangene in der einen letzten Nacht passiert sein musste. Er beauftragt den Jungen außerdem, einen Truthahn zu kaufen, der doppelt so groß wie Tiny Tim sei und diesen der Familie Cratchit zukommen zu lassen. Die nächsten Handlungen des verwandelten Scrooge sind zunächst eine Entschuldigung bei den „old gentlemen“ (Siehe Strophe I), welchen er eine großzügige Spende zukommen lässt, und schließlich nimmt Scrooge doch noch die Einladung seines Neffen an, am Weihnachtstag mit ihm und Freunden zu feiern – und sowohl Fred als auch alle seine Freunde freuen sich sehr über Scrooges Anwesenheit. Am Tag darauf ist Scrooge schon sehr früh in seinem Kontor; sein erklärter Wille: seinen Angestellten dabei erwischen, wie er zu spät kommt. Scrooge erlaubt sich natürlich nur einen Scherz – nachdem er Bob Cratchit aufs Übelste zusammengestaucht hat, kommt das erlösende: „Fröhliche Weihnachten, Bob!“ und er erhöht dessen Gehalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zusammenfassenden letzten Absatz unterstreicht Dickens noch einmal Scrooges Persönlichkeitsveränderung: „Scrooge war besser als sein Wort“, Tiny Tim würde überleben, und schließlich: „Gott segne jeden von uns“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hörspiel-Fassungen ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Podcasthoerererkennungszeichen.jpg|100px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als kostenloses Hörbuch zum Download (erstmals 2005 in Form eines Adventskalenders veröffentlicht) gibt das Weihnachtsmärchen vertont von [http://www.podcast.de/episode/413769/191_Buchkolumne:_Interview_mit_Deef_Pirmasens Deef Pirmasens] in seinem Blog &amp;quot;Gefühlskonserve&amp;quot;:&lt;br /&gt;
* [http://www.gefuehlskonserve.de/?p=239 Charles Dickens&#039; &#039;&#039;Weihnachtslied&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es in Deutschland diverse Lesungen und Hörspielfassungen der &amp;quot;Christmas Carol&amp;quot;. Lesungen gibt es u.a. von Otto Mellies, Dieter Bellmann und Wolfgang Thierse. Hervorhebenswerte Hörspielfassungen sind:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Weihnachtsabend&#039;&#039; (Igel Records), Produktion: Bayerischer Rundfunk 1965.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge!&#039;&#039; (Titania Medien), 2004.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Charles Dickens&#039; Weihnachtsmärchen&#039;&#039; von Christian Peitz (HoerSketch), 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmische Bearbeitungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch wurde unzählige Male verfilmt. Besonders hervorzuheben sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1901: &#039;&#039;Scrooge; oder Marley&#039;s Ghost&#039;&#039;, die erste bekannte Verfilmung als britischer Kurzfilm.&lt;br /&gt;
* 1951: &#039;&#039;Charles Dickens - Eine Weihnachtsgeschichte (Scrooge)&#039;&#039;, mit Alastair Sim als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
*1960 wurde der Stoff mit Carl Wéry als Ebenezer Scrooge unter dem Regisseur Franz Josef Wild verfilmt. &lt;br /&gt;
*1971 erhielt Albert Finney]] den Golden Globe Award für seine Darstellung des Scrooge. &lt;br /&gt;
* 1983: &#039;&#039;[http://de.wikipedia.org/wiki/Mickys_Weihnachtserz%C3%A4hlung Mickys Weihnachtserzählung] (Mickey&#039;s Christmas Carol)&#039;&#039;, Zeichentrick&lt;br /&gt;
* 1984: &#039;&#039;[http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Dickens%27_Weihnachtsgeschichte Charles Dickens&#039; Weihnachtsgeschichte] (A Christmas Carol)&#039;&#039;, mit George C. Scott als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 1988: &#039;&#039;[http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Geister,_die_ich_rief Die Geister, die ich rief] (Scrooged)&#039;&#039;, mit Bill Murray als Frank Cross (eine moderne Verkörperung des Ebenezer Scrooge)&lt;br /&gt;
*1988: &#039;&#039;[http://de.wikipedia.org/wiki/Blackadder#Blackadder.27s_Christmas_Carol_.5B1988.5D Blackadder&#039;s Christmas Carol]&#039;&#039;, Eine Version, in der Rowan Atkinson in die Rolle des Ebenezer Blackadder schlüpft, der sich, im Gegensatz zu Originalgeschichte, durch den Besuch eines Geistes (Robbie Coltrane) von einem barmherzigen Menschenfreund zu einem hinterhältigen, selbstsüchtigen Egoisten wandelt.&lt;br /&gt;
* 1992: &#039;&#039;[http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Muppets_Weihnachtsgeschichte Die Muppets Weihnachtsgeschichte] (The Muppet Christmas Carol)&#039;&#039;, mit Michael Caine als Ebenezer Scrooge, fast alle anderen handelnden Personen werden von Muppets dargestellt (so &#039;&#039;Gonzo&#039;&#039; als Charles Dickens, &#039;&#039;Kermit der Frosch&#039;&#039; als Bob Crachit und &#039;&#039;Miss Piggy&#039;&#039; als Emily Crachit)&lt;br /&gt;
* 1994: &#039;&#039;Freds Weihnachtsshow&#039;&#039; (A Flintstones Christmas Carol)&lt;br /&gt;
* 1999: &#039;&#039;[http://de.wikipedia.org/wiki/A_Christmas_Carol_%E2%80%93_Die_Nacht_vor_Weihnachten A Christmas Carol – Die Nacht vor Weihnachten] (&#039;&#039;&#039;Originaltitel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol / &#039;&#039;&#039;Alternativer deutscher Titel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol – Die drei Weihnachtsgeister)&#039;&#039;, mit Patrick Stewart in der Rolle des Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 2003: &#039;&#039;Carol und die Weihnachtsgeister (A Carol Christmas)&#039;&#039;, mit Tori Spelling, Gary Coleman und William Shatner.&lt;br /&gt;
* 2004: &#039;&#039;A Christmas Carol - The Musical&#039;&#039;, eine Musical-Fassung mit Kelsey Grammer.&lt;br /&gt;
* 2006: &#039;&#039;A Sesame Street Christmas Carol&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2009: &#039;&#039;Christmas Carol&#039;&#039;, ein für 2009 angekündigter 3D-Film mit Jim Carrey. Dabei soll dieselbe Motion Capture-Technik wie etwa bei Der Polarexpress benutzt werden. Regie wird Robert Zemeckis führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
*In Anlehnung an Ebenezer Scrooge nannte der US-amerikanische Comiczeichner Carl Barks eine seiner bekanntesten Figuren „Scrooge McDuck“. Auf deutsch erhielt diese Figur den Namen Dagobert Duck. Bei dieser Eindeutschung ging aber der Witz der Namensschöpfung verloren. Der Namensverwandtschaft zum literarischen „Scrooge“ und der schottisch anklingende Nachname „McDuck“ deuten beide auf den (den Schotten sprichwörtlich zugeschriebenen) Geiz der Figur hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Als Puppenspiel wurde die Geschichte von Koljas Puppenltheater (Spielleitung: Kolja Wlazik) und von den Piccolo Puppenspielen (Spielleitung: Gerd J. Pohl) inszeniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unter dem Titel &amp;quot;Die Mundart Weihnachtsgeschichte&amp;quot; brachte das Neu-Isenburger Mund Art Theater 1997 in Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main Thorsten Wszoleks Musical|Musicalfassung auf die Bühne. Diese Produktion lief wie das New Yorker Vorbild vom Madison Square Garden genau zehn Jahre und wurde 2006 zum letzten Mal gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der deutsche Komponist Dirk Michael Steffan hat das Werk ebenfalls später als Musical vertont. Es wurde im November 2001 im TheatrO CentrO in Oberhausen uraufgeführt. 2002 fanden im November und Dezember parallel rund fünfzig Aufführungen im Kölner Musical Dome und im Berliner Theater des Westens statt, 2003 im Auditorium der Messe München und erneut im TheatrO CentrO, hier mit Guildo Horn als Geist. Insgesamt haben rund 200.000 Zuschauer die Vorstellungen besucht. Im Jahr 2007 wurde das Musical erneut an zwei Standorten aufgeführt, dem Musicalpalast Frankfurt am Main sowie dem Theater am Marientor in Duisburg, wo die Rolle des Engels von Jasmin Wagner, die erstmals in einem Musical auftrat, dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Fred Guida: &#039;&#039;A Christmas Carol and Its Adaptations. A Critical Examination of Dickens&#039; Story and Its Productions on Screen and Television&#039;&#039;. McFarland &amp;amp; Co., Jefferson und London 2000, ISBN 0-7864-0738-7&lt;br /&gt;
* [[John Irving]]: &#039;&#039;A Christmas Carol - Ein Weihnachtslied&#039;&#039; in: [[Charles Dickens]]: &#039;&#039;Weihnachtslied. Eine Gespenstergeschichte&#039;&#039; (OT: &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;). Deutsch von Richard Zoozmann. Diogenes, Zürich 2001, ISBN 3-257-00872-4&lt;br /&gt;
* Charles Dickens: &#039;&#039;Ein Weihnachtslied. In Prosa&#039;&#039;. Ausführlich eingeleitet und neu übersetzt von Heiko Postma. Hannover, revonnah 2006, ISBN 978-3-934818-67-5&lt;br /&gt;
* Norbert Silberbauer: &amp;quot;Was steuert die Ameisen?&amp;quot; eine moderne Interpretation der Weihnachtsgeschichte, Wieser Verlag, 2006, ISBN 3-85129-623-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;amp;xid=432&amp;amp;kapitel=1#gb_found Volltext] (deutsch) im Projekt Gutenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{DEFAULTSORT:Christmas Carol, A}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Englisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weihnachten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kinder- und Jugendbuch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Charles Dickens]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4296</id>
		<title>A Christmas Carol</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4296"/>
		<updated>2008-12-12T11:10:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: /* Filmische Bearbeitungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Charles_Dickens-A_Christmas_Carol-Title_page-First_edition_1843.jpg|thumb|right|Titelblatt der Erstausgabe von &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;, kolorierte Illustration von John Leech]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;&#039; (wörtlich &#039;&#039;Ein Weihnachtslied&#039;&#039;, deutsch meist &#039;&#039;Eine Weihnachtsgeschichte&#039;&#039;) ist eine der bekanntesten Erzählungen von [[Charles Dickens]] und wurde 1843 veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzählung handelt von Ebenezer Scrooge, einem alten grantigen Geizhals, der in einer einzigen Nacht zunächst Besuch von seinem verstorbenen Teilhaber Jacob Marley und dann von drei weiteren Geistern erhält, die ihm schließlich dazu verhelfen, sein Leben zu ändern. Das Buch enthält stark sozialkritische Töne, mit denen Dickens die Missstände im England des 19. Jahrhunderts anprangern wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dickens hatte bereits seit einiger Zeit den Plan zu der Erzählung, als er schließlich 1843 in Geldnot geriet. Um die Sache noch schlimmer zu machen, hatte sein Verleger nicht die Mittel, das Buch herauszubringen, und so bezahlte Dickens schließlich den Druck selbst. Das Buch wurde binnen kurzer Zeit zum Renner. Allerdings gab es zu jener Zeit in England keinen Urheberschutz, und so konnte das Buch bald ungehindert als Raubdruck vertrieben werden. Dickens zog zwar gegen die Verantwortlichen vor Gericht, jedoch kostete ihn das am Ende so viel, wie er mit dem Buch selbst eingenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039; ist unterteilt in fünf Strophen (englisch &#039;&#039;Staves&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe I: Marleys Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Marley&#039;s_Ghost-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Marleys Geist]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte beginnt mit der simplen Feststellung, Marley sei tot. Der Leser wird darüber aufgeklärt, dass Jacob Marley der Geschäftspartner, Weggefährte und einzige Freund des Protagonisten Ebenezer Scrooge war, bis er vor sieben Jahren am Weihnachtsabend verstarb. Dickens beschreibt Ebenezer Scrooge als Menschen, der voller Kälte ist und Kälte überall verbreitet, als enorm geizig und habgierig. Nach Marleys Tod ist Scrooge der alleinige Inhaber des Warenhauses „Scrooge and Marley“ und unterhält einen Angestellten, Bob Cratchit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr, besucht auch dieses Jahr wieder Scrooges Neffe Fred seinen Onkel, um ihn zum Weihnachtsessen einzuladen und ihm „Merry Christmas!“ zu wünschen. Scrooge lehnt sowohl die Einladung, als auch die guten Wünsche und sogar Weihnachten an sich völlig ab, wütend entgegnet er seinem Neffen: „Humbug!“, was als eine für Scrooge typische Redewendung angesehen werden kann. Am selben Abend besuchen Scrooge zwei „gentlemen“, die um Spenden für die arme Bevölkerung bitten. Scrooge lässt sich nicht erweichen, er fragt rhetorisch, ob es denn keine Gefängnisse und Arbeitshäuser gäbe und ob nicht schon Gesetze zur Unterstützung der Armen existierten. Natürlich gibt es dies alles, deshalb ist sich Scrooge sicher, mit Bezahlung seiner Steuern habe er seine Pflicht mehr als erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend begibt sich Scrooge nach Hause; als er die Tür öffnen will, sieht er kurz das Antlitz seines verstorbenen Freundes Marley auf dem Türklopfer, will es aber nicht glauben und betritt das Haus. Im Haus scheint alles normal, bis ihm der Geist Marleys erscheint. Der Geist ist kettenbehangen, an seiner Kette hängen Utensilien des Geschäftslebens: Geldkassetten, Portemonnaies u.ä. Marleys Geist erklärt, er habe sich im Laufe seines Lebens diese Kette selbst geschmiedet. Dadurch, dass er zeitlebens nicht unter Menschen war, sondern sich nur seiner Gier nach Geld hingegeben hatte, muss er sich nun, nach seinem Tod, als Geist unter die Menschen begeben; die Kette fungiert als Symbol hierfür. Der Geist weist Scrooge darauf hin, dass Scrooge selbst ebenfalls eine solche Kette habe, beide Ketten seien vor sieben Jahren von derselben Länge gewesen, jetzt aber sei Scrooges Kette um einiges länger geworden. Der Geist verlässt den aufgewühlten Scrooge mit dem Hinweis, dass ihn noch drei Geister besuchen würden, um Scrooge zu retten. Mit dem Zu-Bett-Gehen Scrooges schließt die erste Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe II: Der erste Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge Extinguishes the First of the Three Spirits.jpg|thumb|Der erste Geist]]&lt;br /&gt;
Nachdem Scrooge mitten in der Nacht aufgewacht ist, erscheint ihm der erste der drei Geister. Dickens beschreibt ihn als eine komische Figur, Kind und Greis zugleich. Mit weicher Stimme stellt er sich als „Geist der vergangenen Weihnacht“ vor. Der Geist führt Scrooge durch seine Vergangenheit, angefangen beim kleinen Scrooge, der schon in seiner Kindheit keine Freunde hatte und an Weihnachten, von seiner Familie verstoßen, in der Schule saß, um Kinderbücher zu lesen. Scrooge zeigt sich berührt von den Szenen seiner Kindheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weitere Weg durch Scrooges Weihnachts-Vergangenheit zeigt Scrooge als jungen Mann, der bei Mr. Fezziwig, einem Kaufhausbesitzer, seinen späteren Beruf erlernte. Scrooge und der Geist wohnen einer Betriebs-Weihnachtsfeier bei, die Scrooge deutlich macht, mit wie wenigen (finanziellen) Anstrengungen Menschen sehr glücklich zu machen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Station auf der Reise ist Scrooge in den besten Jahren, als er seine große Liebe gegen die Liebe zum Geld regelrecht eintauschte. Scrooge erscheint in Anwesenheit des Geistes regelrecht erschüttert, er möchte nichts mehr von der Vergangenheit sehen, nur noch wieder zurück nach Hause gehen. Trotzdem zeigt ihm der Geist eine weitere Szene: Seine frühere Verlobte in einer idyllischen Weihnachtsszene mit Kindern und Ehemann. Scrooge ist gebrochen, er fleht darum nach Hause zurück zu können. Scrooge gelangt wieder nach Hause und fällt wieder in den Schlaf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe III: Der zweite Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Scrooges_third_visitor-John_Leech,1843.jpg|thumb|Der zweite Geist]]&lt;br /&gt;
Jetzt besucht der zweite der drei Geister Scrooge. Er nennt sich „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“. Er stellt klar, dass es bereits über 1800 seinesgleichen gegeben hat – gemeint ist, dass es jedes Jahr seit Christi Geburt einen neuen „Weihnachtsgeist“ gebe. Auch der „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“ nimmt Scrooge mit auf eine Rundreise durch die Straßen Londons, wo sie die weihnachtliche Atmosphäre erleben und schließlich vor einem Bäckerladen halten. Dort zeigt der Geist Scrooge, dass er mit einigen Spritzern speziellen Wassers einen Streit beenden und Speisen weihnachtlich schmecken lassen kann. Das soll erklären, warum uns zu Weihnachten alles so besonders gut schmeckt und es viel Harmonie bei wenig Streit gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst auf dieser Reise mit dem Geist des jetzigen Weihnachtens lernt er den Schreiber Bob Cratchit und seine Familie näher kennen. Scrooges Angestellter und seine Frau haben einige Kinder, wobei ein Kind besonders hervorgehoben wird: Der verkrüppelte Tim Cratchit ist sehr klein, kann sich aufgrund seiner Behinderung nur mit einem Gestell fortbewegen und es hat den Anschein, dass er wegen Mangelernährung und schlechter (medizinischer) Versorgung bald sterben würde. Hier wird eine echte Veränderung in Scrooges Charakter deutlich: Er fragt den Geist, ob Tim noch eine Zeit zu leben habe – doch der Geist hat Zweifel. Scrooge zeigt Mitleid, woraufhin der Geist ihn an seine eigenen Worte in der Vergangenheit erinnert: Scrooge hatte gesagt, Tim sollte wohl besser sterben, um die Überbevölkerung zu vermindern. Die Cratchits feiern trotz ihrer Armut ein schönes Weihnachtsfest und Bob Cratchit stößt sogar auf seinen Arbeitgeber an – es sei ja Weihnachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Geist erlebt Scrooge eine weitere Weihnachtsszene, diesmal bei seinem Neffen Fred, der in geselliger Runde seinen Spaß damit hat, über den verbohrten Scrooge zu erzählen und sich über den Ausdruck „Humbug!“ lustig macht. Nach dem Essen spielt die Gesellschaft um Fred dann Spiele, unter anderem folgendes: Jemand denkt sich einen Begriff aus, den die anderen erraten müssen – Rückfragen dürfen nur mit Ja oder Nein beantwortet werden. Das etwas ist, laut den Antworten ein lebendes Tier, das man auf Londons Straßen sieht, niemand essen würde, welches manchmal grunzt und grummelt – gemeint ist natürlich „Onkel Scrooge“, ein königliches Amusement für Fred und die anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe endet höchst symbolträchtig. Der Geist überlässt Scrooge zwei Kinder, die er bis dahin unter seinem Umhang versteckt hielt. Die Namen der beiden weisen bereits in eine bestimmte Richtung, sie heißen „Unwissenheit und Mangel“. Auf Scrooges Nachfrage erklärt der Geist, dass es nicht seine eigenen, sondern Kinder der Menschheit seien. Scrooge sträubt sich gegen die Aufnahme der Kinder. Er fragt, ob sie denn keine Bleibe hätten; der Geist antwortet wiederum mit einer Gegenfrage, die ebenfalls wieder Scrooges eigene Worte darstellen: „Gibt es denn keine Gefängnisse, Arbeitshäuser?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe IV: Der letzte Geist ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:The_Last_of_the_Spirits-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Der letzte Geist]]&lt;br /&gt;
Der letzte der drei Geister erscheint Scrooge, ohne ein einziges Wort zu sagen. Der Schluss, dass es sich um den „Geist der zukünftigen Weihnacht“ handelt, bleibt Scrooge überlassen. Der Geist führt Scrooge wieder durch die Straßen Londons. Die beiden hören einem Gespräch einer Gruppe Geschäftsmänner zu. Die Männer sprechen über den Tod einer nicht namentlich genannten Person, die anscheinend einiges Geld angehäuft hatte, die aber niemand mochte. Ein weiteres Gespräch können Scrooge und der Geist belauschen: Auch hier geht es um den „alten Knauser“, der gestorben sei. Dem Leser ist längst klar, dass es sich nur um den gestorbenen Scrooge handeln kann – doch er selbst ist entweder ahnungslos oder will es einfach nicht wahrhaben. Er hofft, mit dem Geist eine Szene in der Zukunft zu sehen, in der er selbst vorkommt und nunmehr zum guten Menschen bekehrt etwas Gutes bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen führt ihn der Geist in einen düsteren Teil der Stadt, genauer gesagt in ein Armenviertel und in diesem Viertel in ein Geschäft, dessen Eigentümer jedwede Waren aufkauft. Einige Menschen haben sich bei „Old Joe“ eingefunden, und es wird schnell deutlich, dass sie ihm Waren verkaufen wollen, die sie aus dem Haus des mysteriösen, toten Mannes gestohlen haben. Nicht einer der Anwesenden zeigt Schuldgefühle, selbst als eine Frau die Bettvorhänge und das Totenhemd verkauft, die sie der auf dem Bett liegenden Leiche entwendet hatte. Dem Leser wird überdeutlich klar gemacht, wie unbeliebt der Tote gewesen sein muss. Den ersten Ansatz der Erkenntnis zeigt Scrooge im nächsten Augenblick, als er mit dem Geist im Sterberaum steht und aufgefordert wird, unter das Leichentuch zu sehen – was er aber nicht tun will und im Endeffekt auch nicht tut. Scrooge fleht den Geist an, er möge ihm doch einen Menschen zeigen, der Emotionen wegen des toten Mannes zeigt. Alles, was er daraufhin sieht, ist ein Paar, das sich Sorgen um einen noch nicht an den Toten zurückgezahlten Kredit macht und durch den Tod ihres Gläubigers erleichtert ist. Da Scrooge das natürlich nicht sehen wollte, fordert er den Geist auf, ihm Traurigkeit, verursacht durch einen Tod, zu zeigen; aber auch die folgende Szene soll ihn mehr aufwühlen, als beruhigen: Scrooge und der Geist besuchen die Familie Cratchit, die um den verstorbenen Tiny Tim trauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss des Kapitels werden alle Unklarheiten aus dem Weg geräumt. Auf Scrooges Wunsch hin zu erfahren, wer denn nun der tote Mann sei, zeigt ihm der Geist der Zukunft einen Grabstein. Voller Entsetzen liest Scrooge die Inschrift: Ebenezer Scrooge. Vor Scrooges Augen, der dem Zusammenbruch nahe ist, verschwindet der Geist in einem Bettpfosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe V: Das Ende ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge and Bob Cratchit.jpg|thumb|Scrooge und Bob Cratchit]]&lt;br /&gt;
...Und zwar in Scrooges eigenem Bettpfosten. Völlig verwandelt und voller guter Vorsätze steht Scrooge wieder in der realen Welt: Ohne Geister und quicklebendig. Scrooge schafft es sogar, zu lachen, und ein Ereignis für ihn ist es auch, einen Jungen zu fragen, welcher Tag denn sei – dieser antwortet ihm, es sei Christtag – und Scrooge erkennt, dass alles Vergangene in der einen letzten Nacht passiert sein musste. Er beauftragt den Jungen außerdem, einen Truthahn zu kaufen, der doppelt so groß wie Tiny Tim sei und diesen der Familie Cratchit zukommen zu lassen. Die nächsten Handlungen des verwandelten Scrooge sind zunächst eine Entschuldigung bei den „old gentlemen“ (Siehe Strophe I), welchen er eine großzügige Spende zukommen lässt, und schließlich nimmt Scrooge doch noch die Einladung seines Neffen an, am Weihnachtstag mit ihm und Freunden zu feiern – und sowohl Fred als auch alle seine Freunde freuen sich sehr über Scrooges Anwesenheit. Am Tag darauf ist Scrooge schon sehr früh in seinem Kontor; sein erklärter Wille: seinen Angestellten dabei erwischen, wie er zu spät kommt. Scrooge erlaubt sich natürlich nur einen Scherz – nachdem er Bob Cratchit aufs Übelste zusammengestaucht hat, kommt das erlösende: „Fröhliche Weihnachten, Bob!“ und er erhöht dessen Gehalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zusammenfassenden letzten Absatz unterstreicht Dickens noch einmal Scrooges Persönlichkeitsveränderung: „Scrooge war besser als sein Wort“, Tiny Tim würde überleben, und schließlich: „Gott segne jeden von uns“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hörspiel-Fassungen ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Podcasthoerererkennungszeichen.jpg|100px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als kostenloses Hörbuch zum Download (erstmals 2005 in Form eines Adventskalenders veröffentlicht) gibt das Weihnachtsmärchen vertont von [http://www.podcast.de/episode/413769/191_Buchkolumne:_Interview_mit_Deef_Pirmasens Deef Pirmasens] in seinem Blog &amp;quot;Gefühlskonserve&amp;quot;:&lt;br /&gt;
* [http://www.gefuehlskonserve.de/?p=239 Charles Dickens&#039; &#039;&#039;Weihnachtslied&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es in Deutschland diverse Lesungen und Hörspielfassungen der &amp;quot;Christmas Carol&amp;quot;. Lesungen gibt es u.a. von Otto Mellies, Dieter Bellmann und Wolfgang Thierse. Hervorhebenswerte Hörspielfassungen sind:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Weihnachtsabend&#039;&#039; (Igel Records), Produktion: Bayerischer Rundfunk 1965.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge!&#039;&#039; (Titania Medien), 2004.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Charles Dickens&#039; Weihnachtsmärchen&#039;&#039; von Christian Peitz (HoerSketch), 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmische Bearbeitungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch wurde unzählige Male verfilmt. Besonders hervorzuheben sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1901: &#039;&#039;Scrooge; oder Marley&#039;s Ghost&#039;&#039;, die erste bekannte Verfilmung als britischer Kurzfilm.&lt;br /&gt;
* 1951: &#039;&#039;Charles Dickens - Eine Weihnachtsgeschichte (Scrooge)&#039;&#039;, mit Alastair Sim als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
*1960 wurde der Stoff mit Carl Wéry als Ebenezer Scrooge unter dem Regisseur Franz Josef Wild verfilmt. &lt;br /&gt;
*1971 erhielt Albert Finney]] den Golden Globe Award für seine Darstellung des Scrooge. &lt;br /&gt;
* 1983: &#039;&#039;[Mickys Weihnachtserzählung] (Mickey&#039;s Christmas Carol)&#039;&#039;, Zeichentrick&lt;br /&gt;
* 1984: &#039;&#039;[Charles Dickens&#039; Weihnachtsgeschichte] (A Christmas Carol)&#039;&#039;, mit George C. Scott als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 1988: &#039;&#039;[Die Geister, die ich rief] (Scrooged)&#039;&#039;, mit Bill Murray als Frank Cross (eine moderne Verkörperung des Ebenezer Scrooge)&lt;br /&gt;
*1988: &#039;&#039;[Blackadder&#039;s Christmas Carol]&#039;&#039;, Eine Version, in der Rowan Atkinson in die Rolle des Ebenezer Blackadder schlüpft, der sich, im Gegensatz zu Originalgeschichte, durch den Besuch eines Geistes (Robbie Coltrane) von einem barmherzigen Menschenfreund zu einem hinterhältigen, selbstsüchtigen Egoisten wandelt.&lt;br /&gt;
* 1992: &#039;&#039;[Die Muppets Weihnachtsgeschichte] (The Muppet Christmas Carol)&#039;&#039;, mit Michael Caine als Ebenezer Scrooge, fast alle anderen handelnden Personen werden von Muppets dargestellt (so &#039;&#039;Gonzo&#039;&#039; als Charles Dickens, &#039;&#039;Kermit der Frosch&#039;&#039; als Bob Crachit und &#039;&#039;Miss Piggy&#039;&#039; als Emily Crachit)&lt;br /&gt;
* 1994: &#039;&#039;Freds Weihnachtsshow&#039;&#039; (A Flintstones Christmas Carol)&lt;br /&gt;
* 1999: &#039;&#039;[A Christmas Carol – Die Nacht vor Weihnachten] (&#039;&#039;&#039;Originaltitel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol / &#039;&#039;&#039;Alternativer deutscher Titel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol – Die drei Weihnachtsgeister)&#039;&#039;, mit Patrick Stewart in der Rolle des Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 2003: &#039;&#039;[Carol und die Weihnachtsgeister] (A Carol Christmas)&#039;&#039;, mit Tori Spelling, Gary Coleman und William Shatner.&lt;br /&gt;
* 2004: &#039;&#039;[A Christmas Carol - The Musical]&#039;&#039;, eine Musical-Fassung mit Kelsey Grammer.&lt;br /&gt;
* 2006: &#039;&#039;[A Sesame Street Christmas Carol]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2009: &#039;&#039;[Christmas Carol]&#039;&#039;, ein für 2009 angekündigter 3D-Film mit Jim Carrey. Dabei soll dieselbe Motion Capture-Technik wie etwa bei Der Polarexpress benutzt werden. Regie wird Robert Zemeckis führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
*In Anlehnung an Ebenezer Scrooge nannte der US-amerikanische Comiczeichner Carl Barks eine seiner bekanntesten Figuren „Scrooge McDuck“. Auf deutsch erhielt diese Figur den Namen Dagobert Duck. Bei dieser Eindeutschung ging aber der Witz der Namensschöpfung verloren. Der Namensverwandtschaft zum literarischen „Scrooge“ und der schottisch anklingende Nachname „McDuck“ deuten beide auf den (den Schotten sprichwörtlich zugeschriebenen) Geiz der Figur hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Als Puppenspiel wurde die Geschichte von Koljas Puppenltheater (Spielleitung: Kolja Wlazik) und von den Piccolo Puppenspielen (Spielleitung: Gerd J. Pohl) inszeniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unter dem Titel &amp;quot;Die Mundart Weihnachtsgeschichte&amp;quot; brachte das Neu-Isenburger Mund Art Theater 1997 in Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main Thorsten Wszoleks Musical|Musicalfassung auf die Bühne. Diese Produktion lief wie das New Yorker Vorbild vom Madison Square Garden genau zehn Jahre und wurde 2006 zum letzten Mal gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der deutsche Komponist Dirk Michael Steffan hat das Werk ebenfalls später als Musical vertont. Es wurde im November 2001 im TheatrO CentrO in Oberhausen uraufgeführt. 2002 fanden im November und Dezember parallel rund fünfzig Aufführungen im Kölner Musical Dome und im Berliner Theater des Westens statt, 2003 im Auditorium der Messe München und erneut im TheatrO CentrO, hier mit Guildo Horn als Geist. Insgesamt haben rund 200.000 Zuschauer die Vorstellungen besucht. Im Jahr 2007 wurde das Musical erneut an zwei Standorten aufgeführt, dem Musicalpalast Frankfurt am Main sowie dem Theater am Marientor in Duisburg, wo die Rolle des Engels von Jasmin Wagner, die erstmals in einem Musical auftrat, dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Fred Guida: &#039;&#039;A Christmas Carol and Its Adaptations. A Critical Examination of Dickens&#039; Story and Its Productions on Screen and Television&#039;&#039;. McFarland &amp;amp; Co., Jefferson und London 2000, ISBN 0-7864-0738-7&lt;br /&gt;
* [[John Irving]]: &#039;&#039;A Christmas Carol - Ein Weihnachtslied&#039;&#039; in: [[Charles Dickens]]: &#039;&#039;Weihnachtslied. Eine Gespenstergeschichte&#039;&#039; (OT: &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;). Deutsch von Richard Zoozmann. Diogenes, Zürich 2001, ISBN 3-257-00872-4&lt;br /&gt;
* Charles Dickens: &#039;&#039;Ein Weihnachtslied. In Prosa&#039;&#039;. Ausführlich eingeleitet und neu übersetzt von Heiko Postma. Hannover, revonnah 2006, ISBN 978-3-934818-67-5&lt;br /&gt;
* Norbert Silberbauer: &amp;quot;Was steuert die Ameisen?&amp;quot; eine moderne Interpretation der Weihnachtsgeschichte, Wieser Verlag, 2006, ISBN 3-85129-623-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;amp;xid=432&amp;amp;kapitel=1#gb_found Volltext] (deutsch) im Projekt Gutenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{DEFAULTSORT:Christmas Carol, A}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Englisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weihnachten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kinder- und Jugendbuch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Charles Dickens]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4295</id>
		<title>A Christmas Carol</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4295"/>
		<updated>2008-12-12T11:08:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: /* Filmische Bearbeitungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Charles_Dickens-A_Christmas_Carol-Title_page-First_edition_1843.jpg|thumb|right|Titelblatt der Erstausgabe von &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;, kolorierte Illustration von John Leech]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;&#039; (wörtlich &#039;&#039;Ein Weihnachtslied&#039;&#039;, deutsch meist &#039;&#039;Eine Weihnachtsgeschichte&#039;&#039;) ist eine der bekanntesten Erzählungen von [[Charles Dickens]] und wurde 1843 veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzählung handelt von Ebenezer Scrooge, einem alten grantigen Geizhals, der in einer einzigen Nacht zunächst Besuch von seinem verstorbenen Teilhaber Jacob Marley und dann von drei weiteren Geistern erhält, die ihm schließlich dazu verhelfen, sein Leben zu ändern. Das Buch enthält stark sozialkritische Töne, mit denen Dickens die Missstände im England des 19. Jahrhunderts anprangern wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dickens hatte bereits seit einiger Zeit den Plan zu der Erzählung, als er schließlich 1843 in Geldnot geriet. Um die Sache noch schlimmer zu machen, hatte sein Verleger nicht die Mittel, das Buch herauszubringen, und so bezahlte Dickens schließlich den Druck selbst. Das Buch wurde binnen kurzer Zeit zum Renner. Allerdings gab es zu jener Zeit in England keinen Urheberschutz, und so konnte das Buch bald ungehindert als Raubdruck vertrieben werden. Dickens zog zwar gegen die Verantwortlichen vor Gericht, jedoch kostete ihn das am Ende so viel, wie er mit dem Buch selbst eingenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039; ist unterteilt in fünf Strophen (englisch &#039;&#039;Staves&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe I: Marleys Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Marley&#039;s_Ghost-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Marleys Geist]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte beginnt mit der simplen Feststellung, Marley sei tot. Der Leser wird darüber aufgeklärt, dass Jacob Marley der Geschäftspartner, Weggefährte und einzige Freund des Protagonisten Ebenezer Scrooge war, bis er vor sieben Jahren am Weihnachtsabend verstarb. Dickens beschreibt Ebenezer Scrooge als Menschen, der voller Kälte ist und Kälte überall verbreitet, als enorm geizig und habgierig. Nach Marleys Tod ist Scrooge der alleinige Inhaber des Warenhauses „Scrooge and Marley“ und unterhält einen Angestellten, Bob Cratchit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr, besucht auch dieses Jahr wieder Scrooges Neffe Fred seinen Onkel, um ihn zum Weihnachtsessen einzuladen und ihm „Merry Christmas!“ zu wünschen. Scrooge lehnt sowohl die Einladung, als auch die guten Wünsche und sogar Weihnachten an sich völlig ab, wütend entgegnet er seinem Neffen: „Humbug!“, was als eine für Scrooge typische Redewendung angesehen werden kann. Am selben Abend besuchen Scrooge zwei „gentlemen“, die um Spenden für die arme Bevölkerung bitten. Scrooge lässt sich nicht erweichen, er fragt rhetorisch, ob es denn keine Gefängnisse und Arbeitshäuser gäbe und ob nicht schon Gesetze zur Unterstützung der Armen existierten. Natürlich gibt es dies alles, deshalb ist sich Scrooge sicher, mit Bezahlung seiner Steuern habe er seine Pflicht mehr als erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend begibt sich Scrooge nach Hause; als er die Tür öffnen will, sieht er kurz das Antlitz seines verstorbenen Freundes Marley auf dem Türklopfer, will es aber nicht glauben und betritt das Haus. Im Haus scheint alles normal, bis ihm der Geist Marleys erscheint. Der Geist ist kettenbehangen, an seiner Kette hängen Utensilien des Geschäftslebens: Geldkassetten, Portemonnaies u.ä. Marleys Geist erklärt, er habe sich im Laufe seines Lebens diese Kette selbst geschmiedet. Dadurch, dass er zeitlebens nicht unter Menschen war, sondern sich nur seiner Gier nach Geld hingegeben hatte, muss er sich nun, nach seinem Tod, als Geist unter die Menschen begeben; die Kette fungiert als Symbol hierfür. Der Geist weist Scrooge darauf hin, dass Scrooge selbst ebenfalls eine solche Kette habe, beide Ketten seien vor sieben Jahren von derselben Länge gewesen, jetzt aber sei Scrooges Kette um einiges länger geworden. Der Geist verlässt den aufgewühlten Scrooge mit dem Hinweis, dass ihn noch drei Geister besuchen würden, um Scrooge zu retten. Mit dem Zu-Bett-Gehen Scrooges schließt die erste Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe II: Der erste Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge Extinguishes the First of the Three Spirits.jpg|thumb|Der erste Geist]]&lt;br /&gt;
Nachdem Scrooge mitten in der Nacht aufgewacht ist, erscheint ihm der erste der drei Geister. Dickens beschreibt ihn als eine komische Figur, Kind und Greis zugleich. Mit weicher Stimme stellt er sich als „Geist der vergangenen Weihnacht“ vor. Der Geist führt Scrooge durch seine Vergangenheit, angefangen beim kleinen Scrooge, der schon in seiner Kindheit keine Freunde hatte und an Weihnachten, von seiner Familie verstoßen, in der Schule saß, um Kinderbücher zu lesen. Scrooge zeigt sich berührt von den Szenen seiner Kindheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weitere Weg durch Scrooges Weihnachts-Vergangenheit zeigt Scrooge als jungen Mann, der bei Mr. Fezziwig, einem Kaufhausbesitzer, seinen späteren Beruf erlernte. Scrooge und der Geist wohnen einer Betriebs-Weihnachtsfeier bei, die Scrooge deutlich macht, mit wie wenigen (finanziellen) Anstrengungen Menschen sehr glücklich zu machen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Station auf der Reise ist Scrooge in den besten Jahren, als er seine große Liebe gegen die Liebe zum Geld regelrecht eintauschte. Scrooge erscheint in Anwesenheit des Geistes regelrecht erschüttert, er möchte nichts mehr von der Vergangenheit sehen, nur noch wieder zurück nach Hause gehen. Trotzdem zeigt ihm der Geist eine weitere Szene: Seine frühere Verlobte in einer idyllischen Weihnachtsszene mit Kindern und Ehemann. Scrooge ist gebrochen, er fleht darum nach Hause zurück zu können. Scrooge gelangt wieder nach Hause und fällt wieder in den Schlaf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe III: Der zweite Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Scrooges_third_visitor-John_Leech,1843.jpg|thumb|Der zweite Geist]]&lt;br /&gt;
Jetzt besucht der zweite der drei Geister Scrooge. Er nennt sich „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“. Er stellt klar, dass es bereits über 1800 seinesgleichen gegeben hat – gemeint ist, dass es jedes Jahr seit Christi Geburt einen neuen „Weihnachtsgeist“ gebe. Auch der „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“ nimmt Scrooge mit auf eine Rundreise durch die Straßen Londons, wo sie die weihnachtliche Atmosphäre erleben und schließlich vor einem Bäckerladen halten. Dort zeigt der Geist Scrooge, dass er mit einigen Spritzern speziellen Wassers einen Streit beenden und Speisen weihnachtlich schmecken lassen kann. Das soll erklären, warum uns zu Weihnachten alles so besonders gut schmeckt und es viel Harmonie bei wenig Streit gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst auf dieser Reise mit dem Geist des jetzigen Weihnachtens lernt er den Schreiber Bob Cratchit und seine Familie näher kennen. Scrooges Angestellter und seine Frau haben einige Kinder, wobei ein Kind besonders hervorgehoben wird: Der verkrüppelte Tim Cratchit ist sehr klein, kann sich aufgrund seiner Behinderung nur mit einem Gestell fortbewegen und es hat den Anschein, dass er wegen Mangelernährung und schlechter (medizinischer) Versorgung bald sterben würde. Hier wird eine echte Veränderung in Scrooges Charakter deutlich: Er fragt den Geist, ob Tim noch eine Zeit zu leben habe – doch der Geist hat Zweifel. Scrooge zeigt Mitleid, woraufhin der Geist ihn an seine eigenen Worte in der Vergangenheit erinnert: Scrooge hatte gesagt, Tim sollte wohl besser sterben, um die Überbevölkerung zu vermindern. Die Cratchits feiern trotz ihrer Armut ein schönes Weihnachtsfest und Bob Cratchit stößt sogar auf seinen Arbeitgeber an – es sei ja Weihnachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Geist erlebt Scrooge eine weitere Weihnachtsszene, diesmal bei seinem Neffen Fred, der in geselliger Runde seinen Spaß damit hat, über den verbohrten Scrooge zu erzählen und sich über den Ausdruck „Humbug!“ lustig macht. Nach dem Essen spielt die Gesellschaft um Fred dann Spiele, unter anderem folgendes: Jemand denkt sich einen Begriff aus, den die anderen erraten müssen – Rückfragen dürfen nur mit Ja oder Nein beantwortet werden. Das etwas ist, laut den Antworten ein lebendes Tier, das man auf Londons Straßen sieht, niemand essen würde, welches manchmal grunzt und grummelt – gemeint ist natürlich „Onkel Scrooge“, ein königliches Amusement für Fred und die anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe endet höchst symbolträchtig. Der Geist überlässt Scrooge zwei Kinder, die er bis dahin unter seinem Umhang versteckt hielt. Die Namen der beiden weisen bereits in eine bestimmte Richtung, sie heißen „Unwissenheit und Mangel“. Auf Scrooges Nachfrage erklärt der Geist, dass es nicht seine eigenen, sondern Kinder der Menschheit seien. Scrooge sträubt sich gegen die Aufnahme der Kinder. Er fragt, ob sie denn keine Bleibe hätten; der Geist antwortet wiederum mit einer Gegenfrage, die ebenfalls wieder Scrooges eigene Worte darstellen: „Gibt es denn keine Gefängnisse, Arbeitshäuser?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe IV: Der letzte Geist ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:The_Last_of_the_Spirits-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Der letzte Geist]]&lt;br /&gt;
Der letzte der drei Geister erscheint Scrooge, ohne ein einziges Wort zu sagen. Der Schluss, dass es sich um den „Geist der zukünftigen Weihnacht“ handelt, bleibt Scrooge überlassen. Der Geist führt Scrooge wieder durch die Straßen Londons. Die beiden hören einem Gespräch einer Gruppe Geschäftsmänner zu. Die Männer sprechen über den Tod einer nicht namentlich genannten Person, die anscheinend einiges Geld angehäuft hatte, die aber niemand mochte. Ein weiteres Gespräch können Scrooge und der Geist belauschen: Auch hier geht es um den „alten Knauser“, der gestorben sei. Dem Leser ist längst klar, dass es sich nur um den gestorbenen Scrooge handeln kann – doch er selbst ist entweder ahnungslos oder will es einfach nicht wahrhaben. Er hofft, mit dem Geist eine Szene in der Zukunft zu sehen, in der er selbst vorkommt und nunmehr zum guten Menschen bekehrt etwas Gutes bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen führt ihn der Geist in einen düsteren Teil der Stadt, genauer gesagt in ein Armenviertel und in diesem Viertel in ein Geschäft, dessen Eigentümer jedwede Waren aufkauft. Einige Menschen haben sich bei „Old Joe“ eingefunden, und es wird schnell deutlich, dass sie ihm Waren verkaufen wollen, die sie aus dem Haus des mysteriösen, toten Mannes gestohlen haben. Nicht einer der Anwesenden zeigt Schuldgefühle, selbst als eine Frau die Bettvorhänge und das Totenhemd verkauft, die sie der auf dem Bett liegenden Leiche entwendet hatte. Dem Leser wird überdeutlich klar gemacht, wie unbeliebt der Tote gewesen sein muss. Den ersten Ansatz der Erkenntnis zeigt Scrooge im nächsten Augenblick, als er mit dem Geist im Sterberaum steht und aufgefordert wird, unter das Leichentuch zu sehen – was er aber nicht tun will und im Endeffekt auch nicht tut. Scrooge fleht den Geist an, er möge ihm doch einen Menschen zeigen, der Emotionen wegen des toten Mannes zeigt. Alles, was er daraufhin sieht, ist ein Paar, das sich Sorgen um einen noch nicht an den Toten zurückgezahlten Kredit macht und durch den Tod ihres Gläubigers erleichtert ist. Da Scrooge das natürlich nicht sehen wollte, fordert er den Geist auf, ihm Traurigkeit, verursacht durch einen Tod, zu zeigen; aber auch die folgende Szene soll ihn mehr aufwühlen, als beruhigen: Scrooge und der Geist besuchen die Familie Cratchit, die um den verstorbenen Tiny Tim trauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss des Kapitels werden alle Unklarheiten aus dem Weg geräumt. Auf Scrooges Wunsch hin zu erfahren, wer denn nun der tote Mann sei, zeigt ihm der Geist der Zukunft einen Grabstein. Voller Entsetzen liest Scrooge die Inschrift: Ebenezer Scrooge. Vor Scrooges Augen, der dem Zusammenbruch nahe ist, verschwindet der Geist in einem Bettpfosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe V: Das Ende ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge and Bob Cratchit.jpg|thumb|Scrooge und Bob Cratchit]]&lt;br /&gt;
...Und zwar in Scrooges eigenem Bettpfosten. Völlig verwandelt und voller guter Vorsätze steht Scrooge wieder in der realen Welt: Ohne Geister und quicklebendig. Scrooge schafft es sogar, zu lachen, und ein Ereignis für ihn ist es auch, einen Jungen zu fragen, welcher Tag denn sei – dieser antwortet ihm, es sei Christtag – und Scrooge erkennt, dass alles Vergangene in der einen letzten Nacht passiert sein musste. Er beauftragt den Jungen außerdem, einen Truthahn zu kaufen, der doppelt so groß wie Tiny Tim sei und diesen der Familie Cratchit zukommen zu lassen. Die nächsten Handlungen des verwandelten Scrooge sind zunächst eine Entschuldigung bei den „old gentlemen“ (Siehe Strophe I), welchen er eine großzügige Spende zukommen lässt, und schließlich nimmt Scrooge doch noch die Einladung seines Neffen an, am Weihnachtstag mit ihm und Freunden zu feiern – und sowohl Fred als auch alle seine Freunde freuen sich sehr über Scrooges Anwesenheit. Am Tag darauf ist Scrooge schon sehr früh in seinem Kontor; sein erklärter Wille: seinen Angestellten dabei erwischen, wie er zu spät kommt. Scrooge erlaubt sich natürlich nur einen Scherz – nachdem er Bob Cratchit aufs Übelste zusammengestaucht hat, kommt das erlösende: „Fröhliche Weihnachten, Bob!“ und er erhöht dessen Gehalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zusammenfassenden letzten Absatz unterstreicht Dickens noch einmal Scrooges Persönlichkeitsveränderung: „Scrooge war besser als sein Wort“, Tiny Tim würde überleben, und schließlich: „Gott segne jeden von uns“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hörspiel-Fassungen ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Podcasthoerererkennungszeichen.jpg|100px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als kostenloses Hörbuch zum Download (erstmals 2005 in Form eines Adventskalenders veröffentlicht) gibt das Weihnachtsmärchen vertont von [http://www.podcast.de/episode/413769/191_Buchkolumne:_Interview_mit_Deef_Pirmasens Deef Pirmasens] in seinem Blog &amp;quot;Gefühlskonserve&amp;quot;:&lt;br /&gt;
* [http://www.gefuehlskonserve.de/?p=239 Charles Dickens&#039; &#039;&#039;Weihnachtslied&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es in Deutschland diverse Lesungen und Hörspielfassungen der &amp;quot;Christmas Carol&amp;quot;. Lesungen gibt es u.a. von Otto Mellies, Dieter Bellmann und Wolfgang Thierse. Hervorhebenswerte Hörspielfassungen sind:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Weihnachtsabend&#039;&#039; (Igel Records), Produktion: Bayerischer Rundfunk 1965.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge!&#039;&#039; (Titania Medien), 2004.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Charles Dickens&#039; Weihnachtsmärchen&#039;&#039; von Christian Peitz (HoerSketch), 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmische Bearbeitungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch wurde unzählige Male verfilmt. Besonders hervorzuheben sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1901: &#039;&#039;Scrooge; oder Marley&#039;s Ghost&#039;&#039;, die erste bekannte Verfilmung als britischer Kurzfilm.&lt;br /&gt;
* 1951: &#039;&#039;Charles Dickens - Eine Weihnachtsgeschichte (Scrooge)&#039;&#039;, mit Alastair Sim als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
*1960 wurde der Stoff mit Carl Wéry als Ebenezer Scrooge unter dem Regisseur Franz Josef Wild verfilmt. &lt;br /&gt;
*1971 erhielt Albert Finney]] den Golden Globe Award für seine Darstellung des Scrooge. &lt;br /&gt;
* 1983: &#039;&#039;[[Mickys Weihnachtserzählung]] (Mickey&#039;s Christmas Carol)&#039;&#039;, Zeichentrick&lt;br /&gt;
* 1984: &#039;&#039;[[Charles Dickens&#039; Weihnachtsgeschichte]] (A Christmas Carol)&#039;&#039;, mit George C. Scott als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 1988: &#039;&#039;[[Die Geister, die ich rief]] (Scrooged)&#039;&#039;, mit Bill Murray als Frank Cross (eine moderne Verkörperung des Ebenezer Scrooge)&lt;br /&gt;
*1988: &#039;&#039;[[Blackadder#Blackadder.27s_Christmas_Carol_.5B1988.5D|Blackadder&#039;s Christmas Carol]]&#039;&#039;, Eine Version, in der Rowan Atkinson in die Rolle des Ebenezer Blackadder schlüpft, der sich, im Gegensatz zu Originalgeschichte, durch den Besuch eines Geistes (Robbie Coltrane) von einem barmherzigen Menschenfreund zu einem hinterhältigen, selbstsüchtigen Egoisten wandelt.&lt;br /&gt;
* 1992: &#039;&#039;[[Die Muppets Weihnachtsgeschichte]] (The Muppet Christmas Carol)&#039;&#039;, mit Michael Caine als Ebenezer Scrooge, fast alle anderen handelnden Personen werden von Muppets dargestellt (so &#039;&#039;Gonzo&#039;&#039; als Charles Dickens, &#039;&#039;Kermit der Frosch&#039;&#039; als Bob Crachit und &#039;&#039;Miss Piggy&#039;&#039; als Emily Crachit)&lt;br /&gt;
* 1994: &#039;&#039;[[Freds Weihnachtsshow]]&#039;&#039; (A Flintstones Christmas Carol)&lt;br /&gt;
* 1999: &#039;&#039;[[A Christmas Carol – Die Nacht vor Weihnachten]] (&#039;&#039;&#039;Originaltitel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol / &#039;&#039;&#039;Alternativer deutscher Titel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol – Die drei Weihnachtsgeister)&#039;&#039;, mit [[Patrick Stewart]] in der Rolle des Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 2003: &#039;&#039;[[Carol und die Weihnachtsgeister]] (A Carol Christmas)&#039;&#039;, mit [[Tori Spelling]], [[Gary Coleman]] und [[William Shatner]].&lt;br /&gt;
* 2004: &#039;&#039;[[A Christmas Carol - The Musical]]&#039;&#039;, eine Musical-Fassung mit [[Kelsey Grammer]].&lt;br /&gt;
* 2006: &#039;&#039;[[A Sesame Street Christmas Carol]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2009: &#039;&#039;[[A Christmas Carol (2009)|A Christmas Carol]]&#039;&#039;, ein für 2009 angekündigter 3D-Film mit [[Jim Carrey]]. Dabei soll dieselbe [[Motion Capture]]-Technik wie etwa bei [[Der Polarexpress]] benutzt werden. Regie wird [[Robert Zemeckis]] führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
*In Anlehnung an Ebenezer Scrooge nannte der US-amerikanische Comiczeichner Carl Barks eine seiner bekanntesten Figuren „Scrooge McDuck“. Auf deutsch erhielt diese Figur den Namen Dagobert Duck. Bei dieser Eindeutschung ging aber der Witz der Namensschöpfung verloren. Der Namensverwandtschaft zum literarischen „Scrooge“ und der schottisch anklingende Nachname „McDuck“ deuten beide auf den (den Schotten sprichwörtlich zugeschriebenen) Geiz der Figur hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Als Puppenspiel wurde die Geschichte von Koljas Puppenltheater (Spielleitung: Kolja Wlazik) und von den Piccolo Puppenspielen (Spielleitung: Gerd J. Pohl) inszeniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unter dem Titel &amp;quot;Die Mundart Weihnachtsgeschichte&amp;quot; brachte das Neu-Isenburger Mund Art Theater 1997 in Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main Thorsten Wszoleks Musical|Musicalfassung auf die Bühne. Diese Produktion lief wie das New Yorker Vorbild vom Madison Square Garden genau zehn Jahre und wurde 2006 zum letzten Mal gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der deutsche Komponist Dirk Michael Steffan hat das Werk ebenfalls später als Musical vertont. Es wurde im November 2001 im TheatrO CentrO in Oberhausen uraufgeführt. 2002 fanden im November und Dezember parallel rund fünfzig Aufführungen im Kölner Musical Dome und im Berliner Theater des Westens statt, 2003 im Auditorium der Messe München und erneut im TheatrO CentrO, hier mit Guildo Horn als Geist. Insgesamt haben rund 200.000 Zuschauer die Vorstellungen besucht. Im Jahr 2007 wurde das Musical erneut an zwei Standorten aufgeführt, dem Musicalpalast Frankfurt am Main sowie dem Theater am Marientor in Duisburg, wo die Rolle des Engels von Jasmin Wagner, die erstmals in einem Musical auftrat, dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Fred Guida: &#039;&#039;A Christmas Carol and Its Adaptations. A Critical Examination of Dickens&#039; Story and Its Productions on Screen and Television&#039;&#039;. McFarland &amp;amp; Co., Jefferson und London 2000, ISBN 0-7864-0738-7&lt;br /&gt;
* [[John Irving]]: &#039;&#039;A Christmas Carol - Ein Weihnachtslied&#039;&#039; in: [[Charles Dickens]]: &#039;&#039;Weihnachtslied. Eine Gespenstergeschichte&#039;&#039; (OT: &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;). Deutsch von Richard Zoozmann. Diogenes, Zürich 2001, ISBN 3-257-00872-4&lt;br /&gt;
* Charles Dickens: &#039;&#039;Ein Weihnachtslied. In Prosa&#039;&#039;. Ausführlich eingeleitet und neu übersetzt von Heiko Postma. Hannover, revonnah 2006, ISBN 978-3-934818-67-5&lt;br /&gt;
* Norbert Silberbauer: &amp;quot;Was steuert die Ameisen?&amp;quot; eine moderne Interpretation der Weihnachtsgeschichte, Wieser Verlag, 2006, ISBN 3-85129-623-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;amp;xid=432&amp;amp;kapitel=1#gb_found Volltext] (deutsch) im Projekt Gutenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{DEFAULTSORT:Christmas Carol, A}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Englisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weihnachten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kinder- und Jugendbuch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Charles Dickens]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4294</id>
		<title>A Christmas Carol</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4294"/>
		<updated>2008-12-12T11:04:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: /* Hörspiel-Fassungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Charles_Dickens-A_Christmas_Carol-Title_page-First_edition_1843.jpg|thumb|right|Titelblatt der Erstausgabe von &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;, kolorierte Illustration von John Leech]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;&#039; (wörtlich &#039;&#039;Ein Weihnachtslied&#039;&#039;, deutsch meist &#039;&#039;Eine Weihnachtsgeschichte&#039;&#039;) ist eine der bekanntesten Erzählungen von [[Charles Dickens]] und wurde 1843 veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzählung handelt von Ebenezer Scrooge, einem alten grantigen Geizhals, der in einer einzigen Nacht zunächst Besuch von seinem verstorbenen Teilhaber Jacob Marley und dann von drei weiteren Geistern erhält, die ihm schließlich dazu verhelfen, sein Leben zu ändern. Das Buch enthält stark sozialkritische Töne, mit denen Dickens die Missstände im England des 19. Jahrhunderts anprangern wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dickens hatte bereits seit einiger Zeit den Plan zu der Erzählung, als er schließlich 1843 in Geldnot geriet. Um die Sache noch schlimmer zu machen, hatte sein Verleger nicht die Mittel, das Buch herauszubringen, und so bezahlte Dickens schließlich den Druck selbst. Das Buch wurde binnen kurzer Zeit zum Renner. Allerdings gab es zu jener Zeit in England keinen Urheberschutz, und so konnte das Buch bald ungehindert als Raubdruck vertrieben werden. Dickens zog zwar gegen die Verantwortlichen vor Gericht, jedoch kostete ihn das am Ende so viel, wie er mit dem Buch selbst eingenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039; ist unterteilt in fünf Strophen (englisch &#039;&#039;Staves&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe I: Marleys Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Marley&#039;s_Ghost-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Marleys Geist]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte beginnt mit der simplen Feststellung, Marley sei tot. Der Leser wird darüber aufgeklärt, dass Jacob Marley der Geschäftspartner, Weggefährte und einzige Freund des Protagonisten Ebenezer Scrooge war, bis er vor sieben Jahren am Weihnachtsabend verstarb. Dickens beschreibt Ebenezer Scrooge als Menschen, der voller Kälte ist und Kälte überall verbreitet, als enorm geizig und habgierig. Nach Marleys Tod ist Scrooge der alleinige Inhaber des Warenhauses „Scrooge and Marley“ und unterhält einen Angestellten, Bob Cratchit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr, besucht auch dieses Jahr wieder Scrooges Neffe Fred seinen Onkel, um ihn zum Weihnachtsessen einzuladen und ihm „Merry Christmas!“ zu wünschen. Scrooge lehnt sowohl die Einladung, als auch die guten Wünsche und sogar Weihnachten an sich völlig ab, wütend entgegnet er seinem Neffen: „Humbug!“, was als eine für Scrooge typische Redewendung angesehen werden kann. Am selben Abend besuchen Scrooge zwei „gentlemen“, die um Spenden für die arme Bevölkerung bitten. Scrooge lässt sich nicht erweichen, er fragt rhetorisch, ob es denn keine Gefängnisse und Arbeitshäuser gäbe und ob nicht schon Gesetze zur Unterstützung der Armen existierten. Natürlich gibt es dies alles, deshalb ist sich Scrooge sicher, mit Bezahlung seiner Steuern habe er seine Pflicht mehr als erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend begibt sich Scrooge nach Hause; als er die Tür öffnen will, sieht er kurz das Antlitz seines verstorbenen Freundes Marley auf dem Türklopfer, will es aber nicht glauben und betritt das Haus. Im Haus scheint alles normal, bis ihm der Geist Marleys erscheint. Der Geist ist kettenbehangen, an seiner Kette hängen Utensilien des Geschäftslebens: Geldkassetten, Portemonnaies u.ä. Marleys Geist erklärt, er habe sich im Laufe seines Lebens diese Kette selbst geschmiedet. Dadurch, dass er zeitlebens nicht unter Menschen war, sondern sich nur seiner Gier nach Geld hingegeben hatte, muss er sich nun, nach seinem Tod, als Geist unter die Menschen begeben; die Kette fungiert als Symbol hierfür. Der Geist weist Scrooge darauf hin, dass Scrooge selbst ebenfalls eine solche Kette habe, beide Ketten seien vor sieben Jahren von derselben Länge gewesen, jetzt aber sei Scrooges Kette um einiges länger geworden. Der Geist verlässt den aufgewühlten Scrooge mit dem Hinweis, dass ihn noch drei Geister besuchen würden, um Scrooge zu retten. Mit dem Zu-Bett-Gehen Scrooges schließt die erste Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe II: Der erste Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge Extinguishes the First of the Three Spirits.jpg|thumb|Der erste Geist]]&lt;br /&gt;
Nachdem Scrooge mitten in der Nacht aufgewacht ist, erscheint ihm der erste der drei Geister. Dickens beschreibt ihn als eine komische Figur, Kind und Greis zugleich. Mit weicher Stimme stellt er sich als „Geist der vergangenen Weihnacht“ vor. Der Geist führt Scrooge durch seine Vergangenheit, angefangen beim kleinen Scrooge, der schon in seiner Kindheit keine Freunde hatte und an Weihnachten, von seiner Familie verstoßen, in der Schule saß, um Kinderbücher zu lesen. Scrooge zeigt sich berührt von den Szenen seiner Kindheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weitere Weg durch Scrooges Weihnachts-Vergangenheit zeigt Scrooge als jungen Mann, der bei Mr. Fezziwig, einem Kaufhausbesitzer, seinen späteren Beruf erlernte. Scrooge und der Geist wohnen einer Betriebs-Weihnachtsfeier bei, die Scrooge deutlich macht, mit wie wenigen (finanziellen) Anstrengungen Menschen sehr glücklich zu machen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Station auf der Reise ist Scrooge in den besten Jahren, als er seine große Liebe gegen die Liebe zum Geld regelrecht eintauschte. Scrooge erscheint in Anwesenheit des Geistes regelrecht erschüttert, er möchte nichts mehr von der Vergangenheit sehen, nur noch wieder zurück nach Hause gehen. Trotzdem zeigt ihm der Geist eine weitere Szene: Seine frühere Verlobte in einer idyllischen Weihnachtsszene mit Kindern und Ehemann. Scrooge ist gebrochen, er fleht darum nach Hause zurück zu können. Scrooge gelangt wieder nach Hause und fällt wieder in den Schlaf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe III: Der zweite Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Scrooges_third_visitor-John_Leech,1843.jpg|thumb|Der zweite Geist]]&lt;br /&gt;
Jetzt besucht der zweite der drei Geister Scrooge. Er nennt sich „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“. Er stellt klar, dass es bereits über 1800 seinesgleichen gegeben hat – gemeint ist, dass es jedes Jahr seit Christi Geburt einen neuen „Weihnachtsgeist“ gebe. Auch der „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“ nimmt Scrooge mit auf eine Rundreise durch die Straßen Londons, wo sie die weihnachtliche Atmosphäre erleben und schließlich vor einem Bäckerladen halten. Dort zeigt der Geist Scrooge, dass er mit einigen Spritzern speziellen Wassers einen Streit beenden und Speisen weihnachtlich schmecken lassen kann. Das soll erklären, warum uns zu Weihnachten alles so besonders gut schmeckt und es viel Harmonie bei wenig Streit gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst auf dieser Reise mit dem Geist des jetzigen Weihnachtens lernt er den Schreiber Bob Cratchit und seine Familie näher kennen. Scrooges Angestellter und seine Frau haben einige Kinder, wobei ein Kind besonders hervorgehoben wird: Der verkrüppelte Tim Cratchit ist sehr klein, kann sich aufgrund seiner Behinderung nur mit einem Gestell fortbewegen und es hat den Anschein, dass er wegen Mangelernährung und schlechter (medizinischer) Versorgung bald sterben würde. Hier wird eine echte Veränderung in Scrooges Charakter deutlich: Er fragt den Geist, ob Tim noch eine Zeit zu leben habe – doch der Geist hat Zweifel. Scrooge zeigt Mitleid, woraufhin der Geist ihn an seine eigenen Worte in der Vergangenheit erinnert: Scrooge hatte gesagt, Tim sollte wohl besser sterben, um die Überbevölkerung zu vermindern. Die Cratchits feiern trotz ihrer Armut ein schönes Weihnachtsfest und Bob Cratchit stößt sogar auf seinen Arbeitgeber an – es sei ja Weihnachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Geist erlebt Scrooge eine weitere Weihnachtsszene, diesmal bei seinem Neffen Fred, der in geselliger Runde seinen Spaß damit hat, über den verbohrten Scrooge zu erzählen und sich über den Ausdruck „Humbug!“ lustig macht. Nach dem Essen spielt die Gesellschaft um Fred dann Spiele, unter anderem folgendes: Jemand denkt sich einen Begriff aus, den die anderen erraten müssen – Rückfragen dürfen nur mit Ja oder Nein beantwortet werden. Das etwas ist, laut den Antworten ein lebendes Tier, das man auf Londons Straßen sieht, niemand essen würde, welches manchmal grunzt und grummelt – gemeint ist natürlich „Onkel Scrooge“, ein königliches Amusement für Fred und die anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe endet höchst symbolträchtig. Der Geist überlässt Scrooge zwei Kinder, die er bis dahin unter seinem Umhang versteckt hielt. Die Namen der beiden weisen bereits in eine bestimmte Richtung, sie heißen „Unwissenheit und Mangel“. Auf Scrooges Nachfrage erklärt der Geist, dass es nicht seine eigenen, sondern Kinder der Menschheit seien. Scrooge sträubt sich gegen die Aufnahme der Kinder. Er fragt, ob sie denn keine Bleibe hätten; der Geist antwortet wiederum mit einer Gegenfrage, die ebenfalls wieder Scrooges eigene Worte darstellen: „Gibt es denn keine Gefängnisse, Arbeitshäuser?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe IV: Der letzte Geist ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:The_Last_of_the_Spirits-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Der letzte Geist]]&lt;br /&gt;
Der letzte der drei Geister erscheint Scrooge, ohne ein einziges Wort zu sagen. Der Schluss, dass es sich um den „Geist der zukünftigen Weihnacht“ handelt, bleibt Scrooge überlassen. Der Geist führt Scrooge wieder durch die Straßen Londons. Die beiden hören einem Gespräch einer Gruppe Geschäftsmänner zu. Die Männer sprechen über den Tod einer nicht namentlich genannten Person, die anscheinend einiges Geld angehäuft hatte, die aber niemand mochte. Ein weiteres Gespräch können Scrooge und der Geist belauschen: Auch hier geht es um den „alten Knauser“, der gestorben sei. Dem Leser ist längst klar, dass es sich nur um den gestorbenen Scrooge handeln kann – doch er selbst ist entweder ahnungslos oder will es einfach nicht wahrhaben. Er hofft, mit dem Geist eine Szene in der Zukunft zu sehen, in der er selbst vorkommt und nunmehr zum guten Menschen bekehrt etwas Gutes bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen führt ihn der Geist in einen düsteren Teil der Stadt, genauer gesagt in ein Armenviertel und in diesem Viertel in ein Geschäft, dessen Eigentümer jedwede Waren aufkauft. Einige Menschen haben sich bei „Old Joe“ eingefunden, und es wird schnell deutlich, dass sie ihm Waren verkaufen wollen, die sie aus dem Haus des mysteriösen, toten Mannes gestohlen haben. Nicht einer der Anwesenden zeigt Schuldgefühle, selbst als eine Frau die Bettvorhänge und das Totenhemd verkauft, die sie der auf dem Bett liegenden Leiche entwendet hatte. Dem Leser wird überdeutlich klar gemacht, wie unbeliebt der Tote gewesen sein muss. Den ersten Ansatz der Erkenntnis zeigt Scrooge im nächsten Augenblick, als er mit dem Geist im Sterberaum steht und aufgefordert wird, unter das Leichentuch zu sehen – was er aber nicht tun will und im Endeffekt auch nicht tut. Scrooge fleht den Geist an, er möge ihm doch einen Menschen zeigen, der Emotionen wegen des toten Mannes zeigt. Alles, was er daraufhin sieht, ist ein Paar, das sich Sorgen um einen noch nicht an den Toten zurückgezahlten Kredit macht und durch den Tod ihres Gläubigers erleichtert ist. Da Scrooge das natürlich nicht sehen wollte, fordert er den Geist auf, ihm Traurigkeit, verursacht durch einen Tod, zu zeigen; aber auch die folgende Szene soll ihn mehr aufwühlen, als beruhigen: Scrooge und der Geist besuchen die Familie Cratchit, die um den verstorbenen Tiny Tim trauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss des Kapitels werden alle Unklarheiten aus dem Weg geräumt. Auf Scrooges Wunsch hin zu erfahren, wer denn nun der tote Mann sei, zeigt ihm der Geist der Zukunft einen Grabstein. Voller Entsetzen liest Scrooge die Inschrift: Ebenezer Scrooge. Vor Scrooges Augen, der dem Zusammenbruch nahe ist, verschwindet der Geist in einem Bettpfosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe V: Das Ende ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge and Bob Cratchit.jpg|thumb|Scrooge und Bob Cratchit]]&lt;br /&gt;
...Und zwar in Scrooges eigenem Bettpfosten. Völlig verwandelt und voller guter Vorsätze steht Scrooge wieder in der realen Welt: Ohne Geister und quicklebendig. Scrooge schafft es sogar, zu lachen, und ein Ereignis für ihn ist es auch, einen Jungen zu fragen, welcher Tag denn sei – dieser antwortet ihm, es sei Christtag – und Scrooge erkennt, dass alles Vergangene in der einen letzten Nacht passiert sein musste. Er beauftragt den Jungen außerdem, einen Truthahn zu kaufen, der doppelt so groß wie Tiny Tim sei und diesen der Familie Cratchit zukommen zu lassen. Die nächsten Handlungen des verwandelten Scrooge sind zunächst eine Entschuldigung bei den „old gentlemen“ (Siehe Strophe I), welchen er eine großzügige Spende zukommen lässt, und schließlich nimmt Scrooge doch noch die Einladung seines Neffen an, am Weihnachtstag mit ihm und Freunden zu feiern – und sowohl Fred als auch alle seine Freunde freuen sich sehr über Scrooges Anwesenheit. Am Tag darauf ist Scrooge schon sehr früh in seinem Kontor; sein erklärter Wille: seinen Angestellten dabei erwischen, wie er zu spät kommt. Scrooge erlaubt sich natürlich nur einen Scherz – nachdem er Bob Cratchit aufs Übelste zusammengestaucht hat, kommt das erlösende: „Fröhliche Weihnachten, Bob!“ und er erhöht dessen Gehalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zusammenfassenden letzten Absatz unterstreicht Dickens noch einmal Scrooges Persönlichkeitsveränderung: „Scrooge war besser als sein Wort“, Tiny Tim würde überleben, und schließlich: „Gott segne jeden von uns“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hörspiel-Fassungen ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Podcasthoerererkennungszeichen.jpg|100px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als kostenloses Hörbuch zum Download (erstmals 2005 in Form eines Adventskalenders veröffentlicht) gibt das Weihnachtsmärchen vertont von [http://www.podcast.de/episode/413769/191_Buchkolumne:_Interview_mit_Deef_Pirmasens Deef Pirmasens] in seinem Blog &amp;quot;Gefühlskonserve&amp;quot;:&lt;br /&gt;
* [http://www.gefuehlskonserve.de/?p=239 Charles Dickens&#039; &#039;&#039;Weihnachtslied&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es in Deutschland diverse Lesungen und Hörspielfassungen der &amp;quot;Christmas Carol&amp;quot;. Lesungen gibt es u.a. von Otto Mellies, Dieter Bellmann und Wolfgang Thierse. Hervorhebenswerte Hörspielfassungen sind:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Weihnachtsabend&#039;&#039; (Igel Records), Produktion: Bayerischer Rundfunk 1965.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge!&#039;&#039; (Titania Medien), 2004.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Charles Dickens&#039; Weihnachtsmärchen&#039;&#039; von Christian Peitz (HoerSketch), 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmische Bearbeitungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch wurde unzählige Male verfilmt. Besonders hervorzuheben sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1901: &#039;&#039;Scrooge; oder Marley&#039;s Ghost&#039;&#039;, die erste bekannte Verfilmung als britischer Kurzfilm.&lt;br /&gt;
* 1951: &#039;&#039;[[Charles Dickens - Eine Weihnachtsgeschichte]] (Scrooge)&#039;&#039;, mit [[Alastair Sim]] als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
*1960 wurde der Stoff mit [[Carl Wéry]] als Ebenezer Scrooge unter dem Regisseur [[Franz Josef Wild]] verfilmt. &lt;br /&gt;
*1971 erhielt [[Albert Finney]] den [[Golden Globe Award]] für seine Darstellung des Scrooge. &lt;br /&gt;
* 1983: &#039;&#039;[[Mickys Weihnachtserzählung]] (Mickey&#039;s Christmas Carol)&#039;&#039;, Zeichentrick&lt;br /&gt;
* 1984: &#039;&#039;[[Charles Dickens&#039; Weihnachtsgeschichte]] (A Christmas Carol)&#039;&#039;, mit [[George C. Scott]] als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 1988: &#039;&#039;[[Die Geister, die ich rief]] (Scrooged)&#039;&#039;, mit [[Bill Murray]] als Frank Cross (eine moderne Verkörperung des Ebenezer Scrooge)&lt;br /&gt;
*1988: &#039;&#039;[[Blackadder#Blackadder.27s_Christmas_Carol_.5B1988.5D|Blackadder&#039;s Christmas Carol]]&#039;&#039;, Eine Version, in der [[Rowan Atkinson]] in die Rolle des Ebenezer [[Blackadder]] schlüpft, der sich, im Gegensatz zu Originalgeschichte, durch den Besuch eines Geistes ([[Robbie Coltrane]]) von einem barmherzigen Menschenfreund zu einem hinterhältigen, selbstsüchtigen Egoisten wandelt.&lt;br /&gt;
* 1992: &#039;&#039;[[Die Muppets Weihnachtsgeschichte]] (The Muppet Christmas Carol)&#039;&#039;, mit [[Michael Caine]] als Ebenezer Scrooge, fast alle anderen handelnden Personen werden von [[Muppets]] dargestellt (so &#039;&#039;[[Muppet Show#Gonzo|Gonzo]]&#039;&#039; als Charles Dickens, &#039;&#039;[[Kermit der Frosch]]&#039;&#039; als Bob Crachit und &#039;&#039;[[Miss Piggy]]&#039;&#039; als Emily Crachit)&lt;br /&gt;
* 1994: &#039;&#039;[[Freds Weihnachtsshow]]&#039;&#039; (A Flintstones Christmas Carol)&lt;br /&gt;
* 1999: &#039;&#039;[[A Christmas Carol – Die Nacht vor Weihnachten]] (&#039;&#039;&#039;Originaltitel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol / &#039;&#039;&#039;Alternativer deutscher Titel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol – Die drei Weihnachtsgeister)&#039;&#039;, mit [[Patrick Stewart]] in der Rolle des Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 2003: &#039;&#039;[[Carol und die Weihnachtsgeister]] (A Carol Christmas)&#039;&#039;, mit [[Tori Spelling]], [[Gary Coleman]] und [[William Shatner]].&lt;br /&gt;
* 2004: &#039;&#039;[[A Christmas Carol - The Musical]]&#039;&#039;, eine Musical-Fassung mit [[Kelsey Grammer]].&lt;br /&gt;
* 2006: &#039;&#039;[[A Sesame Street Christmas Carol]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2009: &#039;&#039;[[A Christmas Carol (2009)|A Christmas Carol]]&#039;&#039;, ein für 2009 angekündigter 3D-Film mit [[Jim Carrey]]. Dabei soll dieselbe [[Motion Capture]]-Technik wie etwa bei [[Der Polarexpress]] benutzt werden. Regie wird [[Robert Zemeckis]] führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
*In Anlehnung an Ebenezer Scrooge nannte der US-amerikanische Comiczeichner Carl Barks eine seiner bekanntesten Figuren „Scrooge McDuck“. Auf deutsch erhielt diese Figur den Namen Dagobert Duck. Bei dieser Eindeutschung ging aber der Witz der Namensschöpfung verloren. Der Namensverwandtschaft zum literarischen „Scrooge“ und der schottisch anklingende Nachname „McDuck“ deuten beide auf den (den Schotten sprichwörtlich zugeschriebenen) Geiz der Figur hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Als Puppenspiel wurde die Geschichte von Koljas Puppenltheater (Spielleitung: Kolja Wlazik) und von den Piccolo Puppenspielen (Spielleitung: Gerd J. Pohl) inszeniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unter dem Titel &amp;quot;Die Mundart Weihnachtsgeschichte&amp;quot; brachte das Neu-Isenburger Mund Art Theater 1997 in Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main Thorsten Wszoleks Musical|Musicalfassung auf die Bühne. Diese Produktion lief wie das New Yorker Vorbild vom Madison Square Garden genau zehn Jahre und wurde 2006 zum letzten Mal gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der deutsche Komponist Dirk Michael Steffan hat das Werk ebenfalls später als Musical vertont. Es wurde im November 2001 im TheatrO CentrO in Oberhausen uraufgeführt. 2002 fanden im November und Dezember parallel rund fünfzig Aufführungen im Kölner Musical Dome und im Berliner Theater des Westens statt, 2003 im Auditorium der Messe München und erneut im TheatrO CentrO, hier mit Guildo Horn als Geist. Insgesamt haben rund 200.000 Zuschauer die Vorstellungen besucht. Im Jahr 2007 wurde das Musical erneut an zwei Standorten aufgeführt, dem Musicalpalast Frankfurt am Main sowie dem Theater am Marientor in Duisburg, wo die Rolle des Engels von Jasmin Wagner, die erstmals in einem Musical auftrat, dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Fred Guida: &#039;&#039;A Christmas Carol and Its Adaptations. A Critical Examination of Dickens&#039; Story and Its Productions on Screen and Television&#039;&#039;. McFarland &amp;amp; Co., Jefferson und London 2000, ISBN 0-7864-0738-7&lt;br /&gt;
* [[John Irving]]: &#039;&#039;A Christmas Carol - Ein Weihnachtslied&#039;&#039; in: [[Charles Dickens]]: &#039;&#039;Weihnachtslied. Eine Gespenstergeschichte&#039;&#039; (OT: &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;). Deutsch von Richard Zoozmann. Diogenes, Zürich 2001, ISBN 3-257-00872-4&lt;br /&gt;
* Charles Dickens: &#039;&#039;Ein Weihnachtslied. In Prosa&#039;&#039;. Ausführlich eingeleitet und neu übersetzt von Heiko Postma. Hannover, revonnah 2006, ISBN 978-3-934818-67-5&lt;br /&gt;
* Norbert Silberbauer: &amp;quot;Was steuert die Ameisen?&amp;quot; eine moderne Interpretation der Weihnachtsgeschichte, Wieser Verlag, 2006, ISBN 3-85129-623-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;amp;xid=432&amp;amp;kapitel=1#gb_found Volltext] (deutsch) im Projekt Gutenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{DEFAULTSORT:Christmas Carol, A}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Englisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Charles Dickens]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4293</id>
		<title>A Christmas Carol</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4293"/>
		<updated>2008-12-12T10:51:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Charles_Dickens-A_Christmas_Carol-Title_page-First_edition_1843.jpg|thumb|right|Titelblatt der Erstausgabe von &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;, kolorierte Illustration von John Leech]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;&#039; (wörtlich &#039;&#039;Ein Weihnachtslied&#039;&#039;, deutsch meist &#039;&#039;Eine Weihnachtsgeschichte&#039;&#039;) ist eine der bekanntesten Erzählungen von [[Charles Dickens]] und wurde 1843 veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzählung handelt von Ebenezer Scrooge, einem alten grantigen Geizhals, der in einer einzigen Nacht zunächst Besuch von seinem verstorbenen Teilhaber Jacob Marley und dann von drei weiteren Geistern erhält, die ihm schließlich dazu verhelfen, sein Leben zu ändern. Das Buch enthält stark sozialkritische Töne, mit denen Dickens die Missstände im England des 19. Jahrhunderts anprangern wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dickens hatte bereits seit einiger Zeit den Plan zu der Erzählung, als er schließlich 1843 in Geldnot geriet. Um die Sache noch schlimmer zu machen, hatte sein Verleger nicht die Mittel, das Buch herauszubringen, und so bezahlte Dickens schließlich den Druck selbst. Das Buch wurde binnen kurzer Zeit zum Renner. Allerdings gab es zu jener Zeit in England keinen Urheberschutz, und so konnte das Buch bald ungehindert als Raubdruck vertrieben werden. Dickens zog zwar gegen die Verantwortlichen vor Gericht, jedoch kostete ihn das am Ende so viel, wie er mit dem Buch selbst eingenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039; ist unterteilt in fünf Strophen (englisch &#039;&#039;Staves&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe I: Marleys Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Marley&#039;s_Ghost-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Marleys Geist]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte beginnt mit der simplen Feststellung, Marley sei tot. Der Leser wird darüber aufgeklärt, dass Jacob Marley der Geschäftspartner, Weggefährte und einzige Freund des Protagonisten Ebenezer Scrooge war, bis er vor sieben Jahren am Weihnachtsabend verstarb. Dickens beschreibt Ebenezer Scrooge als Menschen, der voller Kälte ist und Kälte überall verbreitet, als enorm geizig und habgierig. Nach Marleys Tod ist Scrooge der alleinige Inhaber des Warenhauses „Scrooge and Marley“ und unterhält einen Angestellten, Bob Cratchit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr, besucht auch dieses Jahr wieder Scrooges Neffe Fred seinen Onkel, um ihn zum Weihnachtsessen einzuladen und ihm „Merry Christmas!“ zu wünschen. Scrooge lehnt sowohl die Einladung, als auch die guten Wünsche und sogar Weihnachten an sich völlig ab, wütend entgegnet er seinem Neffen: „Humbug!“, was als eine für Scrooge typische Redewendung angesehen werden kann. Am selben Abend besuchen Scrooge zwei „gentlemen“, die um Spenden für die arme Bevölkerung bitten. Scrooge lässt sich nicht erweichen, er fragt rhetorisch, ob es denn keine Gefängnisse und Arbeitshäuser gäbe und ob nicht schon Gesetze zur Unterstützung der Armen existierten. Natürlich gibt es dies alles, deshalb ist sich Scrooge sicher, mit Bezahlung seiner Steuern habe er seine Pflicht mehr als erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend begibt sich Scrooge nach Hause; als er die Tür öffnen will, sieht er kurz das Antlitz seines verstorbenen Freundes Marley auf dem Türklopfer, will es aber nicht glauben und betritt das Haus. Im Haus scheint alles normal, bis ihm der Geist Marleys erscheint. Der Geist ist kettenbehangen, an seiner Kette hängen Utensilien des Geschäftslebens: Geldkassetten, Portemonnaies u.ä. Marleys Geist erklärt, er habe sich im Laufe seines Lebens diese Kette selbst geschmiedet. Dadurch, dass er zeitlebens nicht unter Menschen war, sondern sich nur seiner Gier nach Geld hingegeben hatte, muss er sich nun, nach seinem Tod, als Geist unter die Menschen begeben; die Kette fungiert als Symbol hierfür. Der Geist weist Scrooge darauf hin, dass Scrooge selbst ebenfalls eine solche Kette habe, beide Ketten seien vor sieben Jahren von derselben Länge gewesen, jetzt aber sei Scrooges Kette um einiges länger geworden. Der Geist verlässt den aufgewühlten Scrooge mit dem Hinweis, dass ihn noch drei Geister besuchen würden, um Scrooge zu retten. Mit dem Zu-Bett-Gehen Scrooges schließt die erste Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe II: Der erste Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge Extinguishes the First of the Three Spirits.jpg|thumb|Der erste Geist]]&lt;br /&gt;
Nachdem Scrooge mitten in der Nacht aufgewacht ist, erscheint ihm der erste der drei Geister. Dickens beschreibt ihn als eine komische Figur, Kind und Greis zugleich. Mit weicher Stimme stellt er sich als „Geist der vergangenen Weihnacht“ vor. Der Geist führt Scrooge durch seine Vergangenheit, angefangen beim kleinen Scrooge, der schon in seiner Kindheit keine Freunde hatte und an Weihnachten, von seiner Familie verstoßen, in der Schule saß, um Kinderbücher zu lesen. Scrooge zeigt sich berührt von den Szenen seiner Kindheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weitere Weg durch Scrooges Weihnachts-Vergangenheit zeigt Scrooge als jungen Mann, der bei Mr. Fezziwig, einem Kaufhausbesitzer, seinen späteren Beruf erlernte. Scrooge und der Geist wohnen einer Betriebs-Weihnachtsfeier bei, die Scrooge deutlich macht, mit wie wenigen (finanziellen) Anstrengungen Menschen sehr glücklich zu machen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Station auf der Reise ist Scrooge in den besten Jahren, als er seine große Liebe gegen die Liebe zum Geld regelrecht eintauschte. Scrooge erscheint in Anwesenheit des Geistes regelrecht erschüttert, er möchte nichts mehr von der Vergangenheit sehen, nur noch wieder zurück nach Hause gehen. Trotzdem zeigt ihm der Geist eine weitere Szene: Seine frühere Verlobte in einer idyllischen Weihnachtsszene mit Kindern und Ehemann. Scrooge ist gebrochen, er fleht darum nach Hause zurück zu können. Scrooge gelangt wieder nach Hause und fällt wieder in den Schlaf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe III: Der zweite Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Scrooges_third_visitor-John_Leech,1843.jpg|thumb|Der zweite Geist]]&lt;br /&gt;
Jetzt besucht der zweite der drei Geister Scrooge. Er nennt sich „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“. Er stellt klar, dass es bereits über 1800 seinesgleichen gegeben hat – gemeint ist, dass es jedes Jahr seit Christi Geburt einen neuen „Weihnachtsgeist“ gebe. Auch der „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“ nimmt Scrooge mit auf eine Rundreise durch die Straßen Londons, wo sie die weihnachtliche Atmosphäre erleben und schließlich vor einem Bäckerladen halten. Dort zeigt der Geist Scrooge, dass er mit einigen Spritzern speziellen Wassers einen Streit beenden und Speisen weihnachtlich schmecken lassen kann. Das soll erklären, warum uns zu Weihnachten alles so besonders gut schmeckt und es viel Harmonie bei wenig Streit gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst auf dieser Reise mit dem Geist des jetzigen Weihnachtens lernt er den Schreiber Bob Cratchit und seine Familie näher kennen. Scrooges Angestellter und seine Frau haben einige Kinder, wobei ein Kind besonders hervorgehoben wird: Der verkrüppelte Tim Cratchit ist sehr klein, kann sich aufgrund seiner Behinderung nur mit einem Gestell fortbewegen und es hat den Anschein, dass er wegen Mangelernährung und schlechter (medizinischer) Versorgung bald sterben würde. Hier wird eine echte Veränderung in Scrooges Charakter deutlich: Er fragt den Geist, ob Tim noch eine Zeit zu leben habe – doch der Geist hat Zweifel. Scrooge zeigt Mitleid, woraufhin der Geist ihn an seine eigenen Worte in der Vergangenheit erinnert: Scrooge hatte gesagt, Tim sollte wohl besser sterben, um die Überbevölkerung zu vermindern. Die Cratchits feiern trotz ihrer Armut ein schönes Weihnachtsfest und Bob Cratchit stößt sogar auf seinen Arbeitgeber an – es sei ja Weihnachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Geist erlebt Scrooge eine weitere Weihnachtsszene, diesmal bei seinem Neffen Fred, der in geselliger Runde seinen Spaß damit hat, über den verbohrten Scrooge zu erzählen und sich über den Ausdruck „Humbug!“ lustig macht. Nach dem Essen spielt die Gesellschaft um Fred dann Spiele, unter anderem folgendes: Jemand denkt sich einen Begriff aus, den die anderen erraten müssen – Rückfragen dürfen nur mit Ja oder Nein beantwortet werden. Das etwas ist, laut den Antworten ein lebendes Tier, das man auf Londons Straßen sieht, niemand essen würde, welches manchmal grunzt und grummelt – gemeint ist natürlich „Onkel Scrooge“, ein königliches Amusement für Fred und die anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe endet höchst symbolträchtig. Der Geist überlässt Scrooge zwei Kinder, die er bis dahin unter seinem Umhang versteckt hielt. Die Namen der beiden weisen bereits in eine bestimmte Richtung, sie heißen „Unwissenheit und Mangel“. Auf Scrooges Nachfrage erklärt der Geist, dass es nicht seine eigenen, sondern Kinder der Menschheit seien. Scrooge sträubt sich gegen die Aufnahme der Kinder. Er fragt, ob sie denn keine Bleibe hätten; der Geist antwortet wiederum mit einer Gegenfrage, die ebenfalls wieder Scrooges eigene Worte darstellen: „Gibt es denn keine Gefängnisse, Arbeitshäuser?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe IV: Der letzte Geist ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:The_Last_of_the_Spirits-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Der letzte Geist]]&lt;br /&gt;
Der letzte der drei Geister erscheint Scrooge, ohne ein einziges Wort zu sagen. Der Schluss, dass es sich um den „Geist der zukünftigen Weihnacht“ handelt, bleibt Scrooge überlassen. Der Geist führt Scrooge wieder durch die Straßen Londons. Die beiden hören einem Gespräch einer Gruppe Geschäftsmänner zu. Die Männer sprechen über den Tod einer nicht namentlich genannten Person, die anscheinend einiges Geld angehäuft hatte, die aber niemand mochte. Ein weiteres Gespräch können Scrooge und der Geist belauschen: Auch hier geht es um den „alten Knauser“, der gestorben sei. Dem Leser ist längst klar, dass es sich nur um den gestorbenen Scrooge handeln kann – doch er selbst ist entweder ahnungslos oder will es einfach nicht wahrhaben. Er hofft, mit dem Geist eine Szene in der Zukunft zu sehen, in der er selbst vorkommt und nunmehr zum guten Menschen bekehrt etwas Gutes bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen führt ihn der Geist in einen düsteren Teil der Stadt, genauer gesagt in ein Armenviertel und in diesem Viertel in ein Geschäft, dessen Eigentümer jedwede Waren aufkauft. Einige Menschen haben sich bei „Old Joe“ eingefunden, und es wird schnell deutlich, dass sie ihm Waren verkaufen wollen, die sie aus dem Haus des mysteriösen, toten Mannes gestohlen haben. Nicht einer der Anwesenden zeigt Schuldgefühle, selbst als eine Frau die Bettvorhänge und das Totenhemd verkauft, die sie der auf dem Bett liegenden Leiche entwendet hatte. Dem Leser wird überdeutlich klar gemacht, wie unbeliebt der Tote gewesen sein muss. Den ersten Ansatz der Erkenntnis zeigt Scrooge im nächsten Augenblick, als er mit dem Geist im Sterberaum steht und aufgefordert wird, unter das Leichentuch zu sehen – was er aber nicht tun will und im Endeffekt auch nicht tut. Scrooge fleht den Geist an, er möge ihm doch einen Menschen zeigen, der Emotionen wegen des toten Mannes zeigt. Alles, was er daraufhin sieht, ist ein Paar, das sich Sorgen um einen noch nicht an den Toten zurückgezahlten Kredit macht und durch den Tod ihres Gläubigers erleichtert ist. Da Scrooge das natürlich nicht sehen wollte, fordert er den Geist auf, ihm Traurigkeit, verursacht durch einen Tod, zu zeigen; aber auch die folgende Szene soll ihn mehr aufwühlen, als beruhigen: Scrooge und der Geist besuchen die Familie Cratchit, die um den verstorbenen Tiny Tim trauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss des Kapitels werden alle Unklarheiten aus dem Weg geräumt. Auf Scrooges Wunsch hin zu erfahren, wer denn nun der tote Mann sei, zeigt ihm der Geist der Zukunft einen Grabstein. Voller Entsetzen liest Scrooge die Inschrift: Ebenezer Scrooge. Vor Scrooges Augen, der dem Zusammenbruch nahe ist, verschwindet der Geist in einem Bettpfosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe V: Das Ende ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge and Bob Cratchit.jpg|thumb|Scrooge und Bob Cratchit]]&lt;br /&gt;
...Und zwar in Scrooges eigenem Bettpfosten. Völlig verwandelt und voller guter Vorsätze steht Scrooge wieder in der realen Welt: Ohne Geister und quicklebendig. Scrooge schafft es sogar, zu lachen, und ein Ereignis für ihn ist es auch, einen Jungen zu fragen, welcher Tag denn sei – dieser antwortet ihm, es sei Christtag – und Scrooge erkennt, dass alles Vergangene in der einen letzten Nacht passiert sein musste. Er beauftragt den Jungen außerdem, einen Truthahn zu kaufen, der doppelt so groß wie Tiny Tim sei und diesen der Familie Cratchit zukommen zu lassen. Die nächsten Handlungen des verwandelten Scrooge sind zunächst eine Entschuldigung bei den „old gentlemen“ (Siehe Strophe I), welchen er eine großzügige Spende zukommen lässt, und schließlich nimmt Scrooge doch noch die Einladung seines Neffen an, am Weihnachtstag mit ihm und Freunden zu feiern – und sowohl Fred als auch alle seine Freunde freuen sich sehr über Scrooges Anwesenheit. Am Tag darauf ist Scrooge schon sehr früh in seinem Kontor; sein erklärter Wille: seinen Angestellten dabei erwischen, wie er zu spät kommt. Scrooge erlaubt sich natürlich nur einen Scherz – nachdem er Bob Cratchit aufs Übelste zusammengestaucht hat, kommt das erlösende: „Fröhliche Weihnachten, Bob!“ und er erhöht dessen Gehalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zusammenfassenden letzten Absatz unterstreicht Dickens noch einmal Scrooges Persönlichkeitsveränderung: „Scrooge war besser als sein Wort“, Tiny Tim würde überleben, und schließlich: „Gott segne jeden von uns“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hörspiel-Fassungen ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Podcasthoerererkennungszeichen.jpg|100px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als kostenloses Hörbuch zum Download (erstmals 2005 in Form eines Adventskalenders veröffentlicht) gibt das Weihnachtsmärchen vertont von Deef Pirmasens in seinem Blog &amp;quot;Gefühlskonserve&amp;quot;:&lt;br /&gt;
* [http://www.gefuehlskonserve.de/?p=239 Charles Dickens&#039; &#039;&#039;Weihnachtslied&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es in Deutschland diverse Lesungen und Hörspielfassungen der &amp;quot;Christmas Carol&amp;quot;. Lesungen gibt es u.a. von Otto Mellies, Dieter Bellmann und Wolfgang Thierse. Hervorhebenswerte Hörspielfassungen sind:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Weihnachtsabend&#039;&#039; (Igel Records), Produktion: Bayerischer Rundfunk 1965.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge!&#039;&#039; (Titania Medien), 2004.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Charles Dickens&#039; Weihnachtsmärchen&#039;&#039; von Christian Peitz (HoerSketch), 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmische Bearbeitungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch wurde unzählige Male verfilmt. Besonders hervorzuheben sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1901: &#039;&#039;Scrooge; oder Marley&#039;s Ghost&#039;&#039;, die erste bekannte Verfilmung als britischer Kurzfilm.&lt;br /&gt;
* 1951: &#039;&#039;[[Charles Dickens - Eine Weihnachtsgeschichte]] (Scrooge)&#039;&#039;, mit [[Alastair Sim]] als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
*1960 wurde der Stoff mit [[Carl Wéry]] als Ebenezer Scrooge unter dem Regisseur [[Franz Josef Wild]] verfilmt. &lt;br /&gt;
*1971 erhielt [[Albert Finney]] den [[Golden Globe Award]] für seine Darstellung des Scrooge. &lt;br /&gt;
* 1983: &#039;&#039;[[Mickys Weihnachtserzählung]] (Mickey&#039;s Christmas Carol)&#039;&#039;, Zeichentrick&lt;br /&gt;
* 1984: &#039;&#039;[[Charles Dickens&#039; Weihnachtsgeschichte]] (A Christmas Carol)&#039;&#039;, mit [[George C. Scott]] als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 1988: &#039;&#039;[[Die Geister, die ich rief]] (Scrooged)&#039;&#039;, mit [[Bill Murray]] als Frank Cross (eine moderne Verkörperung des Ebenezer Scrooge)&lt;br /&gt;
*1988: &#039;&#039;[[Blackadder#Blackadder.27s_Christmas_Carol_.5B1988.5D|Blackadder&#039;s Christmas Carol]]&#039;&#039;, Eine Version, in der [[Rowan Atkinson]] in die Rolle des Ebenezer [[Blackadder]] schlüpft, der sich, im Gegensatz zu Originalgeschichte, durch den Besuch eines Geistes ([[Robbie Coltrane]]) von einem barmherzigen Menschenfreund zu einem hinterhältigen, selbstsüchtigen Egoisten wandelt.&lt;br /&gt;
* 1992: &#039;&#039;[[Die Muppets Weihnachtsgeschichte]] (The Muppet Christmas Carol)&#039;&#039;, mit [[Michael Caine]] als Ebenezer Scrooge, fast alle anderen handelnden Personen werden von [[Muppets]] dargestellt (so &#039;&#039;[[Muppet Show#Gonzo|Gonzo]]&#039;&#039; als Charles Dickens, &#039;&#039;[[Kermit der Frosch]]&#039;&#039; als Bob Crachit und &#039;&#039;[[Miss Piggy]]&#039;&#039; als Emily Crachit)&lt;br /&gt;
* 1994: &#039;&#039;[[Freds Weihnachtsshow]]&#039;&#039; (A Flintstones Christmas Carol)&lt;br /&gt;
* 1999: &#039;&#039;[[A Christmas Carol – Die Nacht vor Weihnachten]] (&#039;&#039;&#039;Originaltitel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol / &#039;&#039;&#039;Alternativer deutscher Titel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol – Die drei Weihnachtsgeister)&#039;&#039;, mit [[Patrick Stewart]] in der Rolle des Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 2003: &#039;&#039;[[Carol und die Weihnachtsgeister]] (A Carol Christmas)&#039;&#039;, mit [[Tori Spelling]], [[Gary Coleman]] und [[William Shatner]].&lt;br /&gt;
* 2004: &#039;&#039;[[A Christmas Carol - The Musical]]&#039;&#039;, eine Musical-Fassung mit [[Kelsey Grammer]].&lt;br /&gt;
* 2006: &#039;&#039;[[A Sesame Street Christmas Carol]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2009: &#039;&#039;[[A Christmas Carol (2009)|A Christmas Carol]]&#039;&#039;, ein für 2009 angekündigter 3D-Film mit [[Jim Carrey]]. Dabei soll dieselbe [[Motion Capture]]-Technik wie etwa bei [[Der Polarexpress]] benutzt werden. Regie wird [[Robert Zemeckis]] führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
*In Anlehnung an Ebenezer Scrooge nannte der US-amerikanische Comiczeichner Carl Barks eine seiner bekanntesten Figuren „Scrooge McDuck“. Auf deutsch erhielt diese Figur den Namen Dagobert Duck. Bei dieser Eindeutschung ging aber der Witz der Namensschöpfung verloren. Der Namensverwandtschaft zum literarischen „Scrooge“ und der schottisch anklingende Nachname „McDuck“ deuten beide auf den (den Schotten sprichwörtlich zugeschriebenen) Geiz der Figur hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Als Puppenspiel wurde die Geschichte von Koljas Puppenltheater (Spielleitung: Kolja Wlazik) und von den Piccolo Puppenspielen (Spielleitung: Gerd J. Pohl) inszeniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unter dem Titel &amp;quot;Die Mundart Weihnachtsgeschichte&amp;quot; brachte das Neu-Isenburger Mund Art Theater 1997 in Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main Thorsten Wszoleks Musical|Musicalfassung auf die Bühne. Diese Produktion lief wie das New Yorker Vorbild vom Madison Square Garden genau zehn Jahre und wurde 2006 zum letzten Mal gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der deutsche Komponist Dirk Michael Steffan hat das Werk ebenfalls später als Musical vertont. Es wurde im November 2001 im TheatrO CentrO in Oberhausen uraufgeführt. 2002 fanden im November und Dezember parallel rund fünfzig Aufführungen im Kölner Musical Dome und im Berliner Theater des Westens statt, 2003 im Auditorium der Messe München und erneut im TheatrO CentrO, hier mit Guildo Horn als Geist. Insgesamt haben rund 200.000 Zuschauer die Vorstellungen besucht. Im Jahr 2007 wurde das Musical erneut an zwei Standorten aufgeführt, dem Musicalpalast Frankfurt am Main sowie dem Theater am Marientor in Duisburg, wo die Rolle des Engels von Jasmin Wagner, die erstmals in einem Musical auftrat, dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Fred Guida: &#039;&#039;A Christmas Carol and Its Adaptations. A Critical Examination of Dickens&#039; Story and Its Productions on Screen and Television&#039;&#039;. McFarland &amp;amp; Co., Jefferson und London 2000, ISBN 0-7864-0738-7&lt;br /&gt;
* [[John Irving]]: &#039;&#039;A Christmas Carol - Ein Weihnachtslied&#039;&#039; in: [[Charles Dickens]]: &#039;&#039;Weihnachtslied. Eine Gespenstergeschichte&#039;&#039; (OT: &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;). Deutsch von Richard Zoozmann. Diogenes, Zürich 2001, ISBN 3-257-00872-4&lt;br /&gt;
* Charles Dickens: &#039;&#039;Ein Weihnachtslied. In Prosa&#039;&#039;. Ausführlich eingeleitet und neu übersetzt von Heiko Postma. Hannover, revonnah 2006, ISBN 978-3-934818-67-5&lt;br /&gt;
* Norbert Silberbauer: &amp;quot;Was steuert die Ameisen?&amp;quot; eine moderne Interpretation der Weihnachtsgeschichte, Wieser Verlag, 2006, ISBN 3-85129-623-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;amp;xid=432&amp;amp;kapitel=1#gb_found Volltext] (deutsch) im Projekt Gutenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{DEFAULTSORT:Christmas Carol, A}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Englisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weihnachten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kinder- und Jugendbuch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Charles Dickens]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4292</id>
		<title>A Christmas Carol</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4292"/>
		<updated>2008-12-12T10:50:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: /* Hörspiel-Fassungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Charles_Dickens-A_Christmas_Carol-Title_page-First_edition_1843.jpg|thumb|right|Titelblatt der Erstausgabe von &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;, kolorierte Illustration von John Leech]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;&#039; (wörtlich &#039;&#039;Ein Weihnachtslied&#039;&#039;, deutsch meist &#039;&#039;Eine Weihnachtsgeschichte&#039;&#039;) ist eine der bekanntesten Erzählungen von [[Charles Dickens]] und wurde 1843 veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzählung handelt von Ebenezer Scrooge, einem alten grantigen Geizhals, der in einer einzigen Nacht zunächst Besuch von seinem verstorbenen Teilhaber Jacob Marley und dann von drei weiteren Geistern erhält, die ihm schließlich dazu verhelfen, sein Leben zu ändern. Das Buch enthält stark sozialkritische Töne, mit denen Dickens die Missstände im England des 19. Jahrhunderts anprangern wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dickens hatte bereits seit einiger Zeit den Plan zu der Erzählung, als er schließlich 1843 in Geldnot geriet. Um die Sache noch schlimmer zu machen, hatte sein Verleger nicht die Mittel, das Buch herauszubringen, und so bezahlte Dickens schließlich den Druck selbst. Das Buch wurde binnen kurzer Zeit zum Renner. Allerdings gab es zu jener Zeit in England keinen Urheberschutz, und so konnte das Buch bald ungehindert als Raubdruck vertrieben werden. Dickens zog zwar gegen die Verantwortlichen vor Gericht, jedoch kostete ihn das am Ende so viel, wie er mit dem Buch selbst eingenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039; ist unterteilt in fünf Strophen (englisch &#039;&#039;Staves&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe I: Marleys Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Marley&#039;s_Ghost-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Marleys Geist]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte beginnt mit der simplen Feststellung, Marley sei tot. Der Leser wird darüber aufgeklärt, dass Jacob Marley der Geschäftspartner, Weggefährte und einzige Freund des Protagonisten Ebenezer Scrooge war, bis er vor sieben Jahren am Weihnachtsabend verstarb. Dickens beschreibt Ebenezer Scrooge als Menschen, der voller Kälte ist und Kälte überall verbreitet, als enorm geizig und habgierig. Nach Marleys Tod ist Scrooge der alleinige Inhaber des Warenhauses „Scrooge and Marley“ und unterhält einen Angestellten, Bob Cratchit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr, besucht auch dieses Jahr wieder Scrooges Neffe Fred seinen Onkel, um ihn zum Weihnachtsessen einzuladen und ihm „Merry Christmas!“ zu wünschen. Scrooge lehnt sowohl die Einladung, als auch die guten Wünsche und sogar Weihnachten an sich völlig ab, wütend entgegnet er seinem Neffen: „Humbug!“, was als eine für Scrooge typische Redewendung angesehen werden kann. Am selben Abend besuchen Scrooge zwei „gentlemen“, die um Spenden für die arme Bevölkerung bitten. Scrooge lässt sich nicht erweichen, er fragt rhetorisch, ob es denn keine Gefängnisse und Arbeitshäuser gäbe und ob nicht schon Gesetze zur Unterstützung der Armen existierten. Natürlich gibt es dies alles, deshalb ist sich Scrooge sicher, mit Bezahlung seiner Steuern habe er seine Pflicht mehr als erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend begibt sich Scrooge nach Hause; als er die Tür öffnen will, sieht er kurz das Antlitz seines verstorbenen Freundes Marley auf dem Türklopfer, will es aber nicht glauben und betritt das Haus. Im Haus scheint alles normal, bis ihm der Geist Marleys erscheint. Der Geist ist kettenbehangen, an seiner Kette hängen Utensilien des Geschäftslebens: Geldkassetten, Portemonnaies u.ä. Marleys Geist erklärt, er habe sich im Laufe seines Lebens diese Kette selbst geschmiedet. Dadurch, dass er zeitlebens nicht unter Menschen war, sondern sich nur seiner Gier nach Geld hingegeben hatte, muss er sich nun, nach seinem Tod, als Geist unter die Menschen begeben; die Kette fungiert als Symbol hierfür. Der Geist weist Scrooge darauf hin, dass Scrooge selbst ebenfalls eine solche Kette habe, beide Ketten seien vor sieben Jahren von derselben Länge gewesen, jetzt aber sei Scrooges Kette um einiges länger geworden. Der Geist verlässt den aufgewühlten Scrooge mit dem Hinweis, dass ihn noch drei Geister besuchen würden, um Scrooge zu retten. Mit dem Zu-Bett-Gehen Scrooges schließt die erste Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe II: Der erste Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge Extinguishes the First of the Three Spirits.jpg|thumb|Der erste Geist]]&lt;br /&gt;
Nachdem Scrooge mitten in der Nacht aufgewacht ist, erscheint ihm der erste der drei Geister. Dickens beschreibt ihn als eine komische Figur, Kind und Greis zugleich. Mit weicher Stimme stellt er sich als „Geist der vergangenen Weihnacht“ vor. Der Geist führt Scrooge durch seine Vergangenheit, angefangen beim kleinen Scrooge, der schon in seiner Kindheit keine Freunde hatte und an Weihnachten, von seiner Familie verstoßen, in der Schule saß, um Kinderbücher zu lesen. Scrooge zeigt sich berührt von den Szenen seiner Kindheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weitere Weg durch Scrooges Weihnachts-Vergangenheit zeigt Scrooge als jungen Mann, der bei Mr. Fezziwig, einem Kaufhausbesitzer, seinen späteren Beruf erlernte. Scrooge und der Geist wohnen einer Betriebs-Weihnachtsfeier bei, die Scrooge deutlich macht, mit wie wenigen (finanziellen) Anstrengungen Menschen sehr glücklich zu machen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Station auf der Reise ist Scrooge in den besten Jahren, als er seine große Liebe gegen die Liebe zum Geld regelrecht eintauschte. Scrooge erscheint in Anwesenheit des Geistes regelrecht erschüttert, er möchte nichts mehr von der Vergangenheit sehen, nur noch wieder zurück nach Hause gehen. Trotzdem zeigt ihm der Geist eine weitere Szene: Seine frühere Verlobte in einer idyllischen Weihnachtsszene mit Kindern und Ehemann. Scrooge ist gebrochen, er fleht darum nach Hause zurück zu können. Scrooge gelangt wieder nach Hause und fällt wieder in den Schlaf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe III: Der zweite Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Scrooges_third_visitor-John_Leech,1843.jpg|thumb|Der zweite Geist]]&lt;br /&gt;
Jetzt besucht der zweite der drei Geister Scrooge. Er nennt sich „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“. Er stellt klar, dass es bereits über 1800 seinesgleichen gegeben hat – gemeint ist, dass es jedes Jahr seit Christi Geburt einen neuen „Weihnachtsgeist“ gebe. Auch der „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“ nimmt Scrooge mit auf eine Rundreise durch die Straßen Londons, wo sie die weihnachtliche Atmosphäre erleben und schließlich vor einem Bäckerladen halten. Dort zeigt der Geist Scrooge, dass er mit einigen Spritzern speziellen Wassers einen Streit beenden und Speisen weihnachtlich schmecken lassen kann. Das soll erklären, warum uns zu Weihnachten alles so besonders gut schmeckt und es viel Harmonie bei wenig Streit gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst auf dieser Reise mit dem Geist des jetzigen Weihnachtens lernt er den Schreiber Bob Cratchit und seine Familie näher kennen. Scrooges Angestellter und seine Frau haben einige Kinder, wobei ein Kind besonders hervorgehoben wird: Der verkrüppelte Tim Cratchit ist sehr klein, kann sich aufgrund seiner Behinderung nur mit einem Gestell fortbewegen und es hat den Anschein, dass er wegen Mangelernährung und schlechter (medizinischer) Versorgung bald sterben würde. Hier wird eine echte Veränderung in Scrooges Charakter deutlich: Er fragt den Geist, ob Tim noch eine Zeit zu leben habe – doch der Geist hat Zweifel. Scrooge zeigt Mitleid, woraufhin der Geist ihn an seine eigenen Worte in der Vergangenheit erinnert: Scrooge hatte gesagt, Tim sollte wohl besser sterben, um die Überbevölkerung zu vermindern. Die Cratchits feiern trotz ihrer Armut ein schönes Weihnachtsfest und Bob Cratchit stößt sogar auf seinen Arbeitgeber an – es sei ja Weihnachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Geist erlebt Scrooge eine weitere Weihnachtsszene, diesmal bei seinem Neffen Fred, der in geselliger Runde seinen Spaß damit hat, über den verbohrten Scrooge zu erzählen und sich über den Ausdruck „Humbug!“ lustig macht. Nach dem Essen spielt die Gesellschaft um Fred dann Spiele, unter anderem folgendes: Jemand denkt sich einen Begriff aus, den die anderen erraten müssen – Rückfragen dürfen nur mit Ja oder Nein beantwortet werden. Das etwas ist, laut den Antworten ein lebendes Tier, das man auf Londons Straßen sieht, niemand essen würde, welches manchmal grunzt und grummelt – gemeint ist natürlich „Onkel Scrooge“, ein königliches Amusement für Fred und die anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe endet höchst symbolträchtig. Der Geist überlässt Scrooge zwei Kinder, die er bis dahin unter seinem Umhang versteckt hielt. Die Namen der beiden weisen bereits in eine bestimmte Richtung, sie heißen „Unwissenheit und Mangel“. Auf Scrooges Nachfrage erklärt der Geist, dass es nicht seine eigenen, sondern Kinder der Menschheit seien. Scrooge sträubt sich gegen die Aufnahme der Kinder. Er fragt, ob sie denn keine Bleibe hätten; der Geist antwortet wiederum mit einer Gegenfrage, die ebenfalls wieder Scrooges eigene Worte darstellen: „Gibt es denn keine Gefängnisse, Arbeitshäuser?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe IV: Der letzte Geist ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:The_Last_of_the_Spirits-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Der letzte Geist]]&lt;br /&gt;
Der letzte der drei Geister erscheint Scrooge, ohne ein einziges Wort zu sagen. Der Schluss, dass es sich um den „Geist der zukünftigen Weihnacht“ handelt, bleibt Scrooge überlassen. Der Geist führt Scrooge wieder durch die Straßen Londons. Die beiden hören einem Gespräch einer Gruppe Geschäftsmänner zu. Die Männer sprechen über den Tod einer nicht namentlich genannten Person, die anscheinend einiges Geld angehäuft hatte, die aber niemand mochte. Ein weiteres Gespräch können Scrooge und der Geist belauschen: Auch hier geht es um den „alten Knauser“, der gestorben sei. Dem Leser ist längst klar, dass es sich nur um den gestorbenen Scrooge handeln kann – doch er selbst ist entweder ahnungslos oder will es einfach nicht wahrhaben. Er hofft, mit dem Geist eine Szene in der Zukunft zu sehen, in der er selbst vorkommt und nunmehr zum guten Menschen bekehrt etwas Gutes bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen führt ihn der Geist in einen düsteren Teil der Stadt, genauer gesagt in ein Armenviertel und in diesem Viertel in ein Geschäft, dessen Eigentümer jedwede Waren aufkauft. Einige Menschen haben sich bei „Old Joe“ eingefunden, und es wird schnell deutlich, dass sie ihm Waren verkaufen wollen, die sie aus dem Haus des mysteriösen, toten Mannes gestohlen haben. Nicht einer der Anwesenden zeigt Schuldgefühle, selbst als eine Frau die Bettvorhänge und das Totenhemd verkauft, die sie der auf dem Bett liegenden Leiche entwendet hatte. Dem Leser wird überdeutlich klar gemacht, wie unbeliebt der Tote gewesen sein muss. Den ersten Ansatz der Erkenntnis zeigt Scrooge im nächsten Augenblick, als er mit dem Geist im Sterberaum steht und aufgefordert wird, unter das Leichentuch zu sehen – was er aber nicht tun will und im Endeffekt auch nicht tut. Scrooge fleht den Geist an, er möge ihm doch einen Menschen zeigen, der Emotionen wegen des toten Mannes zeigt. Alles, was er daraufhin sieht, ist ein Paar, das sich Sorgen um einen noch nicht an den Toten zurückgezahlten Kredit macht und durch den Tod ihres Gläubigers erleichtert ist. Da Scrooge das natürlich nicht sehen wollte, fordert er den Geist auf, ihm Traurigkeit, verursacht durch einen Tod, zu zeigen; aber auch die folgende Szene soll ihn mehr aufwühlen, als beruhigen: Scrooge und der Geist besuchen die Familie Cratchit, die um den verstorbenen Tiny Tim trauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss des Kapitels werden alle Unklarheiten aus dem Weg geräumt. Auf Scrooges Wunsch hin zu erfahren, wer denn nun der tote Mann sei, zeigt ihm der Geist der Zukunft einen Grabstein. Voller Entsetzen liest Scrooge die Inschrift: Ebenezer Scrooge. Vor Scrooges Augen, der dem Zusammenbruch nahe ist, verschwindet der Geist in einem Bettpfosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe V: Das Ende ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge and Bob Cratchit.jpg|thumb|Scrooge und Bob Cratchit]]&lt;br /&gt;
...Und zwar in Scrooges eigenem Bettpfosten. Völlig verwandelt und voller guter Vorsätze steht Scrooge wieder in der realen Welt: Ohne Geister und quicklebendig. Scrooge schafft es sogar, zu lachen, und ein Ereignis für ihn ist es auch, einen Jungen zu fragen, welcher Tag denn sei – dieser antwortet ihm, es sei Christtag – und Scrooge erkennt, dass alles Vergangene in der einen letzten Nacht passiert sein musste. Er beauftragt den Jungen außerdem, einen Truthahn zu kaufen, der doppelt so groß wie Tiny Tim sei und diesen der Familie Cratchit zukommen zu lassen. Die nächsten Handlungen des verwandelten Scrooge sind zunächst eine Entschuldigung bei den „old gentlemen“ (Siehe Strophe I), welchen er eine großzügige Spende zukommen lässt, und schließlich nimmt Scrooge doch noch die Einladung seines Neffen an, am Weihnachtstag mit ihm und Freunden zu feiern – und sowohl Fred als auch alle seine Freunde freuen sich sehr über Scrooges Anwesenheit. Am Tag darauf ist Scrooge schon sehr früh in seinem Kontor; sein erklärter Wille: seinen Angestellten dabei erwischen, wie er zu spät kommt. Scrooge erlaubt sich natürlich nur einen Scherz – nachdem er Bob Cratchit aufs Übelste zusammengestaucht hat, kommt das erlösende: „Fröhliche Weihnachten, Bob!“ und er erhöht dessen Gehalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zusammenfassenden letzten Absatz unterstreicht Dickens noch einmal Scrooges Persönlichkeitsveränderung: „Scrooge war besser als sein Wort“, Tiny Tim würde überleben, und schließlich: „Gott segne jeden von uns“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmische Bearbeitungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch wurde unzählige Male verfilmt. Besonders hervorzuheben sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1901: &#039;&#039;Scrooge; oder Marley&#039;s Ghost&#039;&#039;, die erste bekannte Verfilmung als britischer Kurzfilm.&lt;br /&gt;
* 1951: &#039;&#039;[[Charles Dickens - Eine Weihnachtsgeschichte]] (Scrooge)&#039;&#039;, mit [[Alastair Sim]] als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
*1960 wurde der Stoff mit [[Carl Wéry]] als Ebenezer Scrooge unter dem Regisseur [[Franz Josef Wild]] verfilmt. &lt;br /&gt;
*1971 erhielt [[Albert Finney]] den [[Golden Globe Award]] für seine Darstellung des Scrooge. &lt;br /&gt;
* 1983: &#039;&#039;[[Mickys Weihnachtserzählung]] (Mickey&#039;s Christmas Carol)&#039;&#039;, Zeichentrick&lt;br /&gt;
* 1984: &#039;&#039;[[Charles Dickens&#039; Weihnachtsgeschichte]] (A Christmas Carol)&#039;&#039;, mit [[George C. Scott]] als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 1988: &#039;&#039;[[Die Geister, die ich rief]] (Scrooged)&#039;&#039;, mit [[Bill Murray]] als Frank Cross (eine moderne Verkörperung des Ebenezer Scrooge)&lt;br /&gt;
*1988: &#039;&#039;[[Blackadder#Blackadder.27s_Christmas_Carol_.5B1988.5D|Blackadder&#039;s Christmas Carol]]&#039;&#039;, Eine Version, in der [[Rowan Atkinson]] in die Rolle des Ebenezer [[Blackadder]] schlüpft, der sich, im Gegensatz zu Originalgeschichte, durch den Besuch eines Geistes ([[Robbie Coltrane]]) von einem barmherzigen Menschenfreund zu einem hinterhältigen, selbstsüchtigen Egoisten wandelt.&lt;br /&gt;
* 1992: &#039;&#039;[[Die Muppets Weihnachtsgeschichte]] (The Muppet Christmas Carol)&#039;&#039;, mit [[Michael Caine]] als Ebenezer Scrooge, fast alle anderen handelnden Personen werden von [[Muppets]] dargestellt (so &#039;&#039;[[Muppet Show#Gonzo|Gonzo]]&#039;&#039; als Charles Dickens, &#039;&#039;[[Kermit der Frosch]]&#039;&#039; als Bob Crachit und &#039;&#039;[[Miss Piggy]]&#039;&#039; als Emily Crachit)&lt;br /&gt;
* 1994: &#039;&#039;[[Freds Weihnachtsshow]]&#039;&#039; (A Flintstones Christmas Carol)&lt;br /&gt;
* 1999: &#039;&#039;[[A Christmas Carol – Die Nacht vor Weihnachten]] (&#039;&#039;&#039;Originaltitel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol / &#039;&#039;&#039;Alternativer deutscher Titel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol – Die drei Weihnachtsgeister)&#039;&#039;, mit [[Patrick Stewart]] in der Rolle des Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 2003: &#039;&#039;[[Carol und die Weihnachtsgeister]] (A Carol Christmas)&#039;&#039;, mit [[Tori Spelling]], [[Gary Coleman]] und [[William Shatner]].&lt;br /&gt;
* 2004: &#039;&#039;[[A Christmas Carol - The Musical]]&#039;&#039;, eine Musical-Fassung mit [[Kelsey Grammer]].&lt;br /&gt;
* 2006: &#039;&#039;[[A Sesame Street Christmas Carol]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2009: &#039;&#039;[[A Christmas Carol (2009)|A Christmas Carol]]&#039;&#039;, ein für 2009 angekündigter 3D-Film mit [[Jim Carrey]]. Dabei soll dieselbe [[Motion Capture]]-Technik wie etwa bei [[Der Polarexpress]] benutzt werden. Regie wird [[Robert Zemeckis]] führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hörspiel-Fassungen ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Podcasthoerererkennungszeichen.jpg|100px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als kostenloses Hörbuch zum Download (erstmals 2005 in Form eines Adventskalenders veröffentlicht) gibt das Weihnachtsmärchen vertont von Deef Pirmasens in seinem Blog &amp;quot;Gefühlskonserve&amp;quot;:&lt;br /&gt;
* [http://www.gefuehlskonserve.de/?p=239 Charles Dickens&#039; &#039;&#039;Weihnachtslied&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es in Deutschland diverse Lesungen und Hörspielfassungen der &amp;quot;Christmas Carol&amp;quot;. Lesungen gibt es u.a. von Otto Mellies, Dieter Bellmann und Wolfgang Thierse. Hervorhebenswerte Hörspielfassungen sind:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Weihnachtsabend&#039;&#039; (Igel Records), Produktion: Bayerischer Rundfunk 1965.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge!&#039;&#039; (Titania Medien), 2004.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Charles Dickens&#039; Weihnachtsmärchen&#039;&#039; von Christian Peitz (HoerSketch), 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
*In Anlehnung an Ebenezer Scrooge nannte der US-amerikanische Comiczeichner Carl Barks eine seiner bekanntesten Figuren „Scrooge McDuck“. Auf deutsch erhielt diese Figur den Namen Dagobert Duck. Bei dieser Eindeutschung ging aber der Witz der Namensschöpfung verloren. Der Namensverwandtschaft zum literarischen „Scrooge“ und der schottisch anklingende Nachname „McDuck“ deuten beide auf den (den Schotten sprichwörtlich zugeschriebenen) Geiz der Figur hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Als Puppenspiel wurde die Geschichte von Koljas Puppenltheater (Spielleitung: Kolja Wlazik) und von den Piccolo Puppenspielen (Spielleitung: Gerd J. Pohl) inszeniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unter dem Titel &amp;quot;Die Mundart Weihnachtsgeschichte&amp;quot; brachte das Neu-Isenburger Mund Art Theater 1997 in Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main Thorsten Wszoleks Musical|Musicalfassung auf die Bühne. Diese Produktion lief wie das New Yorker Vorbild vom Madison Square Garden genau zehn Jahre und wurde 2006 zum letzten Mal gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der deutsche Komponist Dirk Michael Steffan hat das Werk ebenfalls später als Musical vertont. Es wurde im November 2001 im TheatrO CentrO in Oberhausen uraufgeführt. 2002 fanden im November und Dezember parallel rund fünfzig Aufführungen im Kölner Musical Dome und im Berliner Theater des Westens statt, 2003 im Auditorium der Messe München und erneut im TheatrO CentrO, hier mit Guildo Horn als Geist. Insgesamt haben rund 200.000 Zuschauer die Vorstellungen besucht. Im Jahr 2007 wurde das Musical erneut an zwei Standorten aufgeführt, dem Musicalpalast Frankfurt am Main sowie dem Theater am Marientor in Duisburg, wo die Rolle des Engels von Jasmin Wagner, die erstmals in einem Musical auftrat, dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Fred Guida: &#039;&#039;A Christmas Carol and Its Adaptations. A Critical Examination of Dickens&#039; Story and Its Productions on Screen and Television&#039;&#039;. McFarland &amp;amp; Co., Jefferson und London 2000, ISBN 0-7864-0738-7&lt;br /&gt;
* [[John Irving]]: &#039;&#039;A Christmas Carol - Ein Weihnachtslied&#039;&#039; in: [[Charles Dickens]]: &#039;&#039;Weihnachtslied. Eine Gespenstergeschichte&#039;&#039; (OT: &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;). Deutsch von Richard Zoozmann. Diogenes, Zürich 2001, ISBN 3-257-00872-4&lt;br /&gt;
* Charles Dickens: &#039;&#039;Ein Weihnachtslied. In Prosa&#039;&#039;. Ausführlich eingeleitet und neu übersetzt von Heiko Postma. Hannover, revonnah 2006, ISBN 978-3-934818-67-5&lt;br /&gt;
* Norbert Silberbauer: &amp;quot;Was steuert die Ameisen?&amp;quot; eine moderne Interpretation der Weihnachtsgeschichte, Wieser Verlag, 2006, ISBN 3-85129-623-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;amp;xid=432&amp;amp;kapitel=1#gb_found Volltext] (deutsch) im Projekt Gutenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{DEFAULTSORT:Christmas Carol, A}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Englisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weihnachten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kinder- und Jugendbuch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Charles Dickens]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Datei:Podcasthoerererkennungszeichen.jpg&amp;diff=4291</id>
		<title>Datei:Podcasthoerererkennungszeichen.jpg</title>
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		<updated>2008-12-12T10:48:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4290</id>
		<title>A Christmas Carol</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4290"/>
		<updated>2008-12-12T10:47:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: /* Hörspiel-Fassungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Charles_Dickens-A_Christmas_Carol-Title_page-First_edition_1843.jpg|thumb|right|Titelblatt der Erstausgabe von &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;, kolorierte Illustration von John Leech]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;&#039; (wörtlich &#039;&#039;Ein Weihnachtslied&#039;&#039;, deutsch meist &#039;&#039;Eine Weihnachtsgeschichte&#039;&#039;) ist eine der bekanntesten Erzählungen von [[Charles Dickens]] und wurde 1843 veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzählung handelt von Ebenezer Scrooge, einem alten grantigen Geizhals, der in einer einzigen Nacht zunächst Besuch von seinem verstorbenen Teilhaber Jacob Marley und dann von drei weiteren Geistern erhält, die ihm schließlich dazu verhelfen, sein Leben zu ändern. Das Buch enthält stark sozialkritische Töne, mit denen Dickens die Missstände im England des 19. Jahrhunderts anprangern wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dickens hatte bereits seit einiger Zeit den Plan zu der Erzählung, als er schließlich 1843 in Geldnot geriet. Um die Sache noch schlimmer zu machen, hatte sein Verleger nicht die Mittel, das Buch herauszubringen, und so bezahlte Dickens schließlich den Druck selbst. Das Buch wurde binnen kurzer Zeit zum Renner. Allerdings gab es zu jener Zeit in England keinen Urheberschutz, und so konnte das Buch bald ungehindert als Raubdruck vertrieben werden. Dickens zog zwar gegen die Verantwortlichen vor Gericht, jedoch kostete ihn das am Ende so viel, wie er mit dem Buch selbst eingenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039; ist unterteilt in fünf Strophen (englisch &#039;&#039;Staves&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe I: Marleys Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Marley&#039;s_Ghost-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Marleys Geist]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte beginnt mit der simplen Feststellung, Marley sei tot. Der Leser wird darüber aufgeklärt, dass Jacob Marley der Geschäftspartner, Weggefährte und einzige Freund des Protagonisten Ebenezer Scrooge war, bis er vor sieben Jahren am Weihnachtsabend verstarb. Dickens beschreibt Ebenezer Scrooge als Menschen, der voller Kälte ist und Kälte überall verbreitet, als enorm geizig und habgierig. Nach Marleys Tod ist Scrooge der alleinige Inhaber des Warenhauses „Scrooge and Marley“ und unterhält einen Angestellten, Bob Cratchit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr, besucht auch dieses Jahr wieder Scrooges Neffe Fred seinen Onkel, um ihn zum Weihnachtsessen einzuladen und ihm „Merry Christmas!“ zu wünschen. Scrooge lehnt sowohl die Einladung, als auch die guten Wünsche und sogar Weihnachten an sich völlig ab, wütend entgegnet er seinem Neffen: „Humbug!“, was als eine für Scrooge typische Redewendung angesehen werden kann. Am selben Abend besuchen Scrooge zwei „gentlemen“, die um Spenden für die arme Bevölkerung bitten. Scrooge lässt sich nicht erweichen, er fragt rhetorisch, ob es denn keine Gefängnisse und Arbeitshäuser gäbe und ob nicht schon Gesetze zur Unterstützung der Armen existierten. Natürlich gibt es dies alles, deshalb ist sich Scrooge sicher, mit Bezahlung seiner Steuern habe er seine Pflicht mehr als erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend begibt sich Scrooge nach Hause; als er die Tür öffnen will, sieht er kurz das Antlitz seines verstorbenen Freundes Marley auf dem Türklopfer, will es aber nicht glauben und betritt das Haus. Im Haus scheint alles normal, bis ihm der Geist Marleys erscheint. Der Geist ist kettenbehangen, an seiner Kette hängen Utensilien des Geschäftslebens: Geldkassetten, Portemonnaies u.ä. Marleys Geist erklärt, er habe sich im Laufe seines Lebens diese Kette selbst geschmiedet. Dadurch, dass er zeitlebens nicht unter Menschen war, sondern sich nur seiner Gier nach Geld hingegeben hatte, muss er sich nun, nach seinem Tod, als Geist unter die Menschen begeben; die Kette fungiert als Symbol hierfür. Der Geist weist Scrooge darauf hin, dass Scrooge selbst ebenfalls eine solche Kette habe, beide Ketten seien vor sieben Jahren von derselben Länge gewesen, jetzt aber sei Scrooges Kette um einiges länger geworden. Der Geist verlässt den aufgewühlten Scrooge mit dem Hinweis, dass ihn noch drei Geister besuchen würden, um Scrooge zu retten. Mit dem Zu-Bett-Gehen Scrooges schließt die erste Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe II: Der erste Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge Extinguishes the First of the Three Spirits.jpg|thumb|Der erste Geist]]&lt;br /&gt;
Nachdem Scrooge mitten in der Nacht aufgewacht ist, erscheint ihm der erste der drei Geister. Dickens beschreibt ihn als eine komische Figur, Kind und Greis zugleich. Mit weicher Stimme stellt er sich als „Geist der vergangenen Weihnacht“ vor. Der Geist führt Scrooge durch seine Vergangenheit, angefangen beim kleinen Scrooge, der schon in seiner Kindheit keine Freunde hatte und an Weihnachten, von seiner Familie verstoßen, in der Schule saß, um Kinderbücher zu lesen. Scrooge zeigt sich berührt von den Szenen seiner Kindheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weitere Weg durch Scrooges Weihnachts-Vergangenheit zeigt Scrooge als jungen Mann, der bei Mr. Fezziwig, einem Kaufhausbesitzer, seinen späteren Beruf erlernte. Scrooge und der Geist wohnen einer Betriebs-Weihnachtsfeier bei, die Scrooge deutlich macht, mit wie wenigen (finanziellen) Anstrengungen Menschen sehr glücklich zu machen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Station auf der Reise ist Scrooge in den besten Jahren, als er seine große Liebe gegen die Liebe zum Geld regelrecht eintauschte. Scrooge erscheint in Anwesenheit des Geistes regelrecht erschüttert, er möchte nichts mehr von der Vergangenheit sehen, nur noch wieder zurück nach Hause gehen. Trotzdem zeigt ihm der Geist eine weitere Szene: Seine frühere Verlobte in einer idyllischen Weihnachtsszene mit Kindern und Ehemann. Scrooge ist gebrochen, er fleht darum nach Hause zurück zu können. Scrooge gelangt wieder nach Hause und fällt wieder in den Schlaf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe III: Der zweite Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Scrooges_third_visitor-John_Leech,1843.jpg|thumb|Der zweite Geist]]&lt;br /&gt;
Jetzt besucht der zweite der drei Geister Scrooge. Er nennt sich „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“. Er stellt klar, dass es bereits über 1800 seinesgleichen gegeben hat – gemeint ist, dass es jedes Jahr seit Christi Geburt einen neuen „Weihnachtsgeist“ gebe. Auch der „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“ nimmt Scrooge mit auf eine Rundreise durch die Straßen Londons, wo sie die weihnachtliche Atmosphäre erleben und schließlich vor einem Bäckerladen halten. Dort zeigt der Geist Scrooge, dass er mit einigen Spritzern speziellen Wassers einen Streit beenden und Speisen weihnachtlich schmecken lassen kann. Das soll erklären, warum uns zu Weihnachten alles so besonders gut schmeckt und es viel Harmonie bei wenig Streit gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst auf dieser Reise mit dem Geist des jetzigen Weihnachtens lernt er den Schreiber Bob Cratchit und seine Familie näher kennen. Scrooges Angestellter und seine Frau haben einige Kinder, wobei ein Kind besonders hervorgehoben wird: Der verkrüppelte Tim Cratchit ist sehr klein, kann sich aufgrund seiner Behinderung nur mit einem Gestell fortbewegen und es hat den Anschein, dass er wegen Mangelernährung und schlechter (medizinischer) Versorgung bald sterben würde. Hier wird eine echte Veränderung in Scrooges Charakter deutlich: Er fragt den Geist, ob Tim noch eine Zeit zu leben habe – doch der Geist hat Zweifel. Scrooge zeigt Mitleid, woraufhin der Geist ihn an seine eigenen Worte in der Vergangenheit erinnert: Scrooge hatte gesagt, Tim sollte wohl besser sterben, um die Überbevölkerung zu vermindern. Die Cratchits feiern trotz ihrer Armut ein schönes Weihnachtsfest und Bob Cratchit stößt sogar auf seinen Arbeitgeber an – es sei ja Weihnachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Geist erlebt Scrooge eine weitere Weihnachtsszene, diesmal bei seinem Neffen Fred, der in geselliger Runde seinen Spaß damit hat, über den verbohrten Scrooge zu erzählen und sich über den Ausdruck „Humbug!“ lustig macht. Nach dem Essen spielt die Gesellschaft um Fred dann Spiele, unter anderem folgendes: Jemand denkt sich einen Begriff aus, den die anderen erraten müssen – Rückfragen dürfen nur mit Ja oder Nein beantwortet werden. Das etwas ist, laut den Antworten ein lebendes Tier, das man auf Londons Straßen sieht, niemand essen würde, welches manchmal grunzt und grummelt – gemeint ist natürlich „Onkel Scrooge“, ein königliches Amusement für Fred und die anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe endet höchst symbolträchtig. Der Geist überlässt Scrooge zwei Kinder, die er bis dahin unter seinem Umhang versteckt hielt. Die Namen der beiden weisen bereits in eine bestimmte Richtung, sie heißen „Unwissenheit und Mangel“. Auf Scrooges Nachfrage erklärt der Geist, dass es nicht seine eigenen, sondern Kinder der Menschheit seien. Scrooge sträubt sich gegen die Aufnahme der Kinder. Er fragt, ob sie denn keine Bleibe hätten; der Geist antwortet wiederum mit einer Gegenfrage, die ebenfalls wieder Scrooges eigene Worte darstellen: „Gibt es denn keine Gefängnisse, Arbeitshäuser?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe IV: Der letzte Geist ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:The_Last_of_the_Spirits-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Der letzte Geist]]&lt;br /&gt;
Der letzte der drei Geister erscheint Scrooge, ohne ein einziges Wort zu sagen. Der Schluss, dass es sich um den „Geist der zukünftigen Weihnacht“ handelt, bleibt Scrooge überlassen. Der Geist führt Scrooge wieder durch die Straßen Londons. Die beiden hören einem Gespräch einer Gruppe Geschäftsmänner zu. Die Männer sprechen über den Tod einer nicht namentlich genannten Person, die anscheinend einiges Geld angehäuft hatte, die aber niemand mochte. Ein weiteres Gespräch können Scrooge und der Geist belauschen: Auch hier geht es um den „alten Knauser“, der gestorben sei. Dem Leser ist längst klar, dass es sich nur um den gestorbenen Scrooge handeln kann – doch er selbst ist entweder ahnungslos oder will es einfach nicht wahrhaben. Er hofft, mit dem Geist eine Szene in der Zukunft zu sehen, in der er selbst vorkommt und nunmehr zum guten Menschen bekehrt etwas Gutes bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen führt ihn der Geist in einen düsteren Teil der Stadt, genauer gesagt in ein Armenviertel und in diesem Viertel in ein Geschäft, dessen Eigentümer jedwede Waren aufkauft. Einige Menschen haben sich bei „Old Joe“ eingefunden, und es wird schnell deutlich, dass sie ihm Waren verkaufen wollen, die sie aus dem Haus des mysteriösen, toten Mannes gestohlen haben. Nicht einer der Anwesenden zeigt Schuldgefühle, selbst als eine Frau die Bettvorhänge und das Totenhemd verkauft, die sie der auf dem Bett liegenden Leiche entwendet hatte. Dem Leser wird überdeutlich klar gemacht, wie unbeliebt der Tote gewesen sein muss. Den ersten Ansatz der Erkenntnis zeigt Scrooge im nächsten Augenblick, als er mit dem Geist im Sterberaum steht und aufgefordert wird, unter das Leichentuch zu sehen – was er aber nicht tun will und im Endeffekt auch nicht tut. Scrooge fleht den Geist an, er möge ihm doch einen Menschen zeigen, der Emotionen wegen des toten Mannes zeigt. Alles, was er daraufhin sieht, ist ein Paar, das sich Sorgen um einen noch nicht an den Toten zurückgezahlten Kredit macht und durch den Tod ihres Gläubigers erleichtert ist. Da Scrooge das natürlich nicht sehen wollte, fordert er den Geist auf, ihm Traurigkeit, verursacht durch einen Tod, zu zeigen; aber auch die folgende Szene soll ihn mehr aufwühlen, als beruhigen: Scrooge und der Geist besuchen die Familie Cratchit, die um den verstorbenen Tiny Tim trauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss des Kapitels werden alle Unklarheiten aus dem Weg geräumt. Auf Scrooges Wunsch hin zu erfahren, wer denn nun der tote Mann sei, zeigt ihm der Geist der Zukunft einen Grabstein. Voller Entsetzen liest Scrooge die Inschrift: Ebenezer Scrooge. Vor Scrooges Augen, der dem Zusammenbruch nahe ist, verschwindet der Geist in einem Bettpfosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe V: Das Ende ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge and Bob Cratchit.jpg|thumb|Scrooge und Bob Cratchit]]&lt;br /&gt;
...Und zwar in Scrooges eigenem Bettpfosten. Völlig verwandelt und voller guter Vorsätze steht Scrooge wieder in der realen Welt: Ohne Geister und quicklebendig. Scrooge schafft es sogar, zu lachen, und ein Ereignis für ihn ist es auch, einen Jungen zu fragen, welcher Tag denn sei – dieser antwortet ihm, es sei Christtag – und Scrooge erkennt, dass alles Vergangene in der einen letzten Nacht passiert sein musste. Er beauftragt den Jungen außerdem, einen Truthahn zu kaufen, der doppelt so groß wie Tiny Tim sei und diesen der Familie Cratchit zukommen zu lassen. Die nächsten Handlungen des verwandelten Scrooge sind zunächst eine Entschuldigung bei den „old gentlemen“ (Siehe Strophe I), welchen er eine großzügige Spende zukommen lässt, und schließlich nimmt Scrooge doch noch die Einladung seines Neffen an, am Weihnachtstag mit ihm und Freunden zu feiern – und sowohl Fred als auch alle seine Freunde freuen sich sehr über Scrooges Anwesenheit. Am Tag darauf ist Scrooge schon sehr früh in seinem Kontor; sein erklärter Wille: seinen Angestellten dabei erwischen, wie er zu spät kommt. Scrooge erlaubt sich natürlich nur einen Scherz – nachdem er Bob Cratchit aufs Übelste zusammengestaucht hat, kommt das erlösende: „Fröhliche Weihnachten, Bob!“ und er erhöht dessen Gehalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zusammenfassenden letzten Absatz unterstreicht Dickens noch einmal Scrooges Persönlichkeitsveränderung: „Scrooge war besser als sein Wort“, Tiny Tim würde überleben, und schließlich: „Gott segne jeden von uns“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmische Bearbeitungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch wurde unzählige Male verfilmt. Besonders hervorzuheben sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1901: &#039;&#039;Scrooge; oder Marley&#039;s Ghost&#039;&#039;, die erste bekannte Verfilmung als britischer Kurzfilm.&lt;br /&gt;
* 1951: &#039;&#039;[[Charles Dickens - Eine Weihnachtsgeschichte]] (Scrooge)&#039;&#039;, mit [[Alastair Sim]] als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
*1960 wurde der Stoff mit [[Carl Wéry]] als Ebenezer Scrooge unter dem Regisseur [[Franz Josef Wild]] verfilmt. &lt;br /&gt;
*1971 erhielt [[Albert Finney]] den [[Golden Globe Award]] für seine Darstellung des Scrooge. &lt;br /&gt;
* 1983: &#039;&#039;[[Mickys Weihnachtserzählung]] (Mickey&#039;s Christmas Carol)&#039;&#039;, Zeichentrick&lt;br /&gt;
* 1984: &#039;&#039;[[Charles Dickens&#039; Weihnachtsgeschichte]] (A Christmas Carol)&#039;&#039;, mit [[George C. Scott]] als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 1988: &#039;&#039;[[Die Geister, die ich rief]] (Scrooged)&#039;&#039;, mit [[Bill Murray]] als Frank Cross (eine moderne Verkörperung des Ebenezer Scrooge)&lt;br /&gt;
*1988: &#039;&#039;[[Blackadder#Blackadder.27s_Christmas_Carol_.5B1988.5D|Blackadder&#039;s Christmas Carol]]&#039;&#039;, Eine Version, in der [[Rowan Atkinson]] in die Rolle des Ebenezer [[Blackadder]] schlüpft, der sich, im Gegensatz zu Originalgeschichte, durch den Besuch eines Geistes ([[Robbie Coltrane]]) von einem barmherzigen Menschenfreund zu einem hinterhältigen, selbstsüchtigen Egoisten wandelt.&lt;br /&gt;
* 1992: &#039;&#039;[[Die Muppets Weihnachtsgeschichte]] (The Muppet Christmas Carol)&#039;&#039;, mit [[Michael Caine]] als Ebenezer Scrooge, fast alle anderen handelnden Personen werden von [[Muppets]] dargestellt (so &#039;&#039;[[Muppet Show#Gonzo|Gonzo]]&#039;&#039; als Charles Dickens, &#039;&#039;[[Kermit der Frosch]]&#039;&#039; als Bob Crachit und &#039;&#039;[[Miss Piggy]]&#039;&#039; als Emily Crachit)&lt;br /&gt;
* 1994: &#039;&#039;[[Freds Weihnachtsshow]]&#039;&#039; (A Flintstones Christmas Carol)&lt;br /&gt;
* 1999: &#039;&#039;[[A Christmas Carol – Die Nacht vor Weihnachten]] (&#039;&#039;&#039;Originaltitel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol / &#039;&#039;&#039;Alternativer deutscher Titel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol – Die drei Weihnachtsgeister)&#039;&#039;, mit [[Patrick Stewart]] in der Rolle des Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 2003: &#039;&#039;[[Carol und die Weihnachtsgeister]] (A Carol Christmas)&#039;&#039;, mit [[Tori Spelling]], [[Gary Coleman]] und [[William Shatner]].&lt;br /&gt;
* 2004: &#039;&#039;[[A Christmas Carol - The Musical]]&#039;&#039;, eine Musical-Fassung mit [[Kelsey Grammer]].&lt;br /&gt;
* 2006: &#039;&#039;[[A Sesame Street Christmas Carol]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2009: &#039;&#039;[[A Christmas Carol (2009)|A Christmas Carol]]&#039;&#039;, ein für 2009 angekündigter 3D-Film mit [[Jim Carrey]]. Dabei soll dieselbe [[Motion Capture]]-Technik wie etwa bei [[Der Polarexpress]] benutzt werden. Regie wird [[Robert Zemeckis]] führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hörspiel-Fassungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als kostenloses Hörbuch zum Download (erstmals 2005 in Form eines Adventskalenders veröffentlicht) gibt das Weihnachtsmärchen vertont von Deef Pirmasens in seinem Blog &amp;quot;Gefühlskonserve&amp;quot;:&lt;br /&gt;
* [http://www.gefuehlskonserve.de/?p=239 Charles Dickens&#039; &#039;&#039;Weihnachtslied&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es in Deutschland diverse Lesungen und Hörspielfassungen der &amp;quot;Christmas Carol&amp;quot;. Lesungen gibt es u.a. von Otto Mellies, Dieter Bellmann und Wolfgang Thierse. Hervorhebenswerte Hörspielfassungen sind:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Weihnachtsabend&#039;&#039; (Igel Records), Produktion: Bayerischer Rundfunk 1965.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge!&#039;&#039; (Titania Medien), 2004.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Charles Dickens&#039; Weihnachtsmärchen&#039;&#039; von Christian Peitz (HoerSketch), 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
*In Anlehnung an Ebenezer Scrooge nannte der US-amerikanische Comiczeichner Carl Barks eine seiner bekanntesten Figuren „Scrooge McDuck“. Auf deutsch erhielt diese Figur den Namen Dagobert Duck. Bei dieser Eindeutschung ging aber der Witz der Namensschöpfung verloren. Der Namensverwandtschaft zum literarischen „Scrooge“ und der schottisch anklingende Nachname „McDuck“ deuten beide auf den (den Schotten sprichwörtlich zugeschriebenen) Geiz der Figur hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Als Puppenspiel wurde die Geschichte von Koljas Puppenltheater (Spielleitung: Kolja Wlazik) und von den Piccolo Puppenspielen (Spielleitung: Gerd J. Pohl) inszeniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unter dem Titel &amp;quot;Die Mundart Weihnachtsgeschichte&amp;quot; brachte das Neu-Isenburger Mund Art Theater 1997 in Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main Thorsten Wszoleks Musical|Musicalfassung auf die Bühne. Diese Produktion lief wie das New Yorker Vorbild vom Madison Square Garden genau zehn Jahre und wurde 2006 zum letzten Mal gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der deutsche Komponist Dirk Michael Steffan hat das Werk ebenfalls später als Musical vertont. Es wurde im November 2001 im TheatrO CentrO in Oberhausen uraufgeführt. 2002 fanden im November und Dezember parallel rund fünfzig Aufführungen im Kölner Musical Dome und im Berliner Theater des Westens statt, 2003 im Auditorium der Messe München und erneut im TheatrO CentrO, hier mit Guildo Horn als Geist. Insgesamt haben rund 200.000 Zuschauer die Vorstellungen besucht. Im Jahr 2007 wurde das Musical erneut an zwei Standorten aufgeführt, dem Musicalpalast Frankfurt am Main sowie dem Theater am Marientor in Duisburg, wo die Rolle des Engels von Jasmin Wagner, die erstmals in einem Musical auftrat, dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Fred Guida: &#039;&#039;A Christmas Carol and Its Adaptations. A Critical Examination of Dickens&#039; Story and Its Productions on Screen and Television&#039;&#039;. McFarland &amp;amp; Co., Jefferson und London 2000, ISBN 0-7864-0738-7&lt;br /&gt;
* [[John Irving]]: &#039;&#039;A Christmas Carol - Ein Weihnachtslied&#039;&#039; in: [[Charles Dickens]]: &#039;&#039;Weihnachtslied. Eine Gespenstergeschichte&#039;&#039; (OT: &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;). Deutsch von Richard Zoozmann. Diogenes, Zürich 2001, ISBN 3-257-00872-4&lt;br /&gt;
* Charles Dickens: &#039;&#039;Ein Weihnachtslied. In Prosa&#039;&#039;. Ausführlich eingeleitet und neu übersetzt von Heiko Postma. Hannover, revonnah 2006, ISBN 978-3-934818-67-5&lt;br /&gt;
* Norbert Silberbauer: &amp;quot;Was steuert die Ameisen?&amp;quot; eine moderne Interpretation der Weihnachtsgeschichte, Wieser Verlag, 2006, ISBN 3-85129-623-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;amp;xid=432&amp;amp;kapitel=1#gb_found Volltext] (deutsch) im Projekt Gutenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{DEFAULTSORT:Christmas Carol, A}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Englisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weihnachten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kinder- und Jugendbuch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Charles Dickens]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4289</id>
		<title>A Christmas Carol</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4289"/>
		<updated>2008-12-12T10:37:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Charles_Dickens-A_Christmas_Carol-Title_page-First_edition_1843.jpg|thumb|right|Titelblatt der Erstausgabe von &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;, kolorierte Illustration von John Leech]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;&#039; (wörtlich &#039;&#039;Ein Weihnachtslied&#039;&#039;, deutsch meist &#039;&#039;Eine Weihnachtsgeschichte&#039;&#039;) ist eine der bekanntesten Erzählungen von [[Charles Dickens]] und wurde 1843 veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzählung handelt von Ebenezer Scrooge, einem alten grantigen Geizhals, der in einer einzigen Nacht zunächst Besuch von seinem verstorbenen Teilhaber Jacob Marley und dann von drei weiteren Geistern erhält, die ihm schließlich dazu verhelfen, sein Leben zu ändern. Das Buch enthält stark sozialkritische Töne, mit denen Dickens die Missstände im England des 19. Jahrhunderts anprangern wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dickens hatte bereits seit einiger Zeit den Plan zu der Erzählung, als er schließlich 1843 in Geldnot geriet. Um die Sache noch schlimmer zu machen, hatte sein Verleger nicht die Mittel, das Buch herauszubringen, und so bezahlte Dickens schließlich den Druck selbst. Das Buch wurde binnen kurzer Zeit zum Renner. Allerdings gab es zu jener Zeit in England keinen Urheberschutz, und so konnte das Buch bald ungehindert als Raubdruck vertrieben werden. Dickens zog zwar gegen die Verantwortlichen vor Gericht, jedoch kostete ihn das am Ende so viel, wie er mit dem Buch selbst eingenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039; ist unterteilt in fünf Strophen (englisch &#039;&#039;Staves&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe I: Marleys Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Marley&#039;s_Ghost-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Marleys Geist]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte beginnt mit der simplen Feststellung, Marley sei tot. Der Leser wird darüber aufgeklärt, dass Jacob Marley der Geschäftspartner, Weggefährte und einzige Freund des Protagonisten Ebenezer Scrooge war, bis er vor sieben Jahren am Weihnachtsabend verstarb. Dickens beschreibt Ebenezer Scrooge als Menschen, der voller Kälte ist und Kälte überall verbreitet, als enorm geizig und habgierig. Nach Marleys Tod ist Scrooge der alleinige Inhaber des Warenhauses „Scrooge and Marley“ und unterhält einen Angestellten, Bob Cratchit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr, besucht auch dieses Jahr wieder Scrooges Neffe Fred seinen Onkel, um ihn zum Weihnachtsessen einzuladen und ihm „Merry Christmas!“ zu wünschen. Scrooge lehnt sowohl die Einladung, als auch die guten Wünsche und sogar Weihnachten an sich völlig ab, wütend entgegnet er seinem Neffen: „Humbug!“, was als eine für Scrooge typische Redewendung angesehen werden kann. Am selben Abend besuchen Scrooge zwei „gentlemen“, die um Spenden für die arme Bevölkerung bitten. Scrooge lässt sich nicht erweichen, er fragt rhetorisch, ob es denn keine Gefängnisse und Arbeitshäuser gäbe und ob nicht schon Gesetze zur Unterstützung der Armen existierten. Natürlich gibt es dies alles, deshalb ist sich Scrooge sicher, mit Bezahlung seiner Steuern habe er seine Pflicht mehr als erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend begibt sich Scrooge nach Hause; als er die Tür öffnen will, sieht er kurz das Antlitz seines verstorbenen Freundes Marley auf dem Türklopfer, will es aber nicht glauben und betritt das Haus. Im Haus scheint alles normal, bis ihm der Geist Marleys erscheint. Der Geist ist kettenbehangen, an seiner Kette hängen Utensilien des Geschäftslebens: Geldkassetten, Portemonnaies u.ä. Marleys Geist erklärt, er habe sich im Laufe seines Lebens diese Kette selbst geschmiedet. Dadurch, dass er zeitlebens nicht unter Menschen war, sondern sich nur seiner Gier nach Geld hingegeben hatte, muss er sich nun, nach seinem Tod, als Geist unter die Menschen begeben; die Kette fungiert als Symbol hierfür. Der Geist weist Scrooge darauf hin, dass Scrooge selbst ebenfalls eine solche Kette habe, beide Ketten seien vor sieben Jahren von derselben Länge gewesen, jetzt aber sei Scrooges Kette um einiges länger geworden. Der Geist verlässt den aufgewühlten Scrooge mit dem Hinweis, dass ihn noch drei Geister besuchen würden, um Scrooge zu retten. Mit dem Zu-Bett-Gehen Scrooges schließt die erste Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe II: Der erste Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge Extinguishes the First of the Three Spirits.jpg|thumb|Der erste Geist]]&lt;br /&gt;
Nachdem Scrooge mitten in der Nacht aufgewacht ist, erscheint ihm der erste der drei Geister. Dickens beschreibt ihn als eine komische Figur, Kind und Greis zugleich. Mit weicher Stimme stellt er sich als „Geist der vergangenen Weihnacht“ vor. Der Geist führt Scrooge durch seine Vergangenheit, angefangen beim kleinen Scrooge, der schon in seiner Kindheit keine Freunde hatte und an Weihnachten, von seiner Familie verstoßen, in der Schule saß, um Kinderbücher zu lesen. Scrooge zeigt sich berührt von den Szenen seiner Kindheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weitere Weg durch Scrooges Weihnachts-Vergangenheit zeigt Scrooge als jungen Mann, der bei Mr. Fezziwig, einem Kaufhausbesitzer, seinen späteren Beruf erlernte. Scrooge und der Geist wohnen einer Betriebs-Weihnachtsfeier bei, die Scrooge deutlich macht, mit wie wenigen (finanziellen) Anstrengungen Menschen sehr glücklich zu machen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Station auf der Reise ist Scrooge in den besten Jahren, als er seine große Liebe gegen die Liebe zum Geld regelrecht eintauschte. Scrooge erscheint in Anwesenheit des Geistes regelrecht erschüttert, er möchte nichts mehr von der Vergangenheit sehen, nur noch wieder zurück nach Hause gehen. Trotzdem zeigt ihm der Geist eine weitere Szene: Seine frühere Verlobte in einer idyllischen Weihnachtsszene mit Kindern und Ehemann. Scrooge ist gebrochen, er fleht darum nach Hause zurück zu können. Scrooge gelangt wieder nach Hause und fällt wieder in den Schlaf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe III: Der zweite Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Scrooges_third_visitor-John_Leech,1843.jpg|thumb|Der zweite Geist]]&lt;br /&gt;
Jetzt besucht der zweite der drei Geister Scrooge. Er nennt sich „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“. Er stellt klar, dass es bereits über 1800 seinesgleichen gegeben hat – gemeint ist, dass es jedes Jahr seit Christi Geburt einen neuen „Weihnachtsgeist“ gebe. Auch der „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“ nimmt Scrooge mit auf eine Rundreise durch die Straßen Londons, wo sie die weihnachtliche Atmosphäre erleben und schließlich vor einem Bäckerladen halten. Dort zeigt der Geist Scrooge, dass er mit einigen Spritzern speziellen Wassers einen Streit beenden und Speisen weihnachtlich schmecken lassen kann. Das soll erklären, warum uns zu Weihnachten alles so besonders gut schmeckt und es viel Harmonie bei wenig Streit gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst auf dieser Reise mit dem Geist des jetzigen Weihnachtens lernt er den Schreiber Bob Cratchit und seine Familie näher kennen. Scrooges Angestellter und seine Frau haben einige Kinder, wobei ein Kind besonders hervorgehoben wird: Der verkrüppelte Tim Cratchit ist sehr klein, kann sich aufgrund seiner Behinderung nur mit einem Gestell fortbewegen und es hat den Anschein, dass er wegen Mangelernährung und schlechter (medizinischer) Versorgung bald sterben würde. Hier wird eine echte Veränderung in Scrooges Charakter deutlich: Er fragt den Geist, ob Tim noch eine Zeit zu leben habe – doch der Geist hat Zweifel. Scrooge zeigt Mitleid, woraufhin der Geist ihn an seine eigenen Worte in der Vergangenheit erinnert: Scrooge hatte gesagt, Tim sollte wohl besser sterben, um die Überbevölkerung zu vermindern. Die Cratchits feiern trotz ihrer Armut ein schönes Weihnachtsfest und Bob Cratchit stößt sogar auf seinen Arbeitgeber an – es sei ja Weihnachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Geist erlebt Scrooge eine weitere Weihnachtsszene, diesmal bei seinem Neffen Fred, der in geselliger Runde seinen Spaß damit hat, über den verbohrten Scrooge zu erzählen und sich über den Ausdruck „Humbug!“ lustig macht. Nach dem Essen spielt die Gesellschaft um Fred dann Spiele, unter anderem folgendes: Jemand denkt sich einen Begriff aus, den die anderen erraten müssen – Rückfragen dürfen nur mit Ja oder Nein beantwortet werden. Das etwas ist, laut den Antworten ein lebendes Tier, das man auf Londons Straßen sieht, niemand essen würde, welches manchmal grunzt und grummelt – gemeint ist natürlich „Onkel Scrooge“, ein königliches Amusement für Fred und die anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe endet höchst symbolträchtig. Der Geist überlässt Scrooge zwei Kinder, die er bis dahin unter seinem Umhang versteckt hielt. Die Namen der beiden weisen bereits in eine bestimmte Richtung, sie heißen „Unwissenheit und Mangel“. Auf Scrooges Nachfrage erklärt der Geist, dass es nicht seine eigenen, sondern Kinder der Menschheit seien. Scrooge sträubt sich gegen die Aufnahme der Kinder. Er fragt, ob sie denn keine Bleibe hätten; der Geist antwortet wiederum mit einer Gegenfrage, die ebenfalls wieder Scrooges eigene Worte darstellen: „Gibt es denn keine Gefängnisse, Arbeitshäuser?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe IV: Der letzte Geist ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:The_Last_of_the_Spirits-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Der letzte Geist]]&lt;br /&gt;
Der letzte der drei Geister erscheint Scrooge, ohne ein einziges Wort zu sagen. Der Schluss, dass es sich um den „Geist der zukünftigen Weihnacht“ handelt, bleibt Scrooge überlassen. Der Geist führt Scrooge wieder durch die Straßen Londons. Die beiden hören einem Gespräch einer Gruppe Geschäftsmänner zu. Die Männer sprechen über den Tod einer nicht namentlich genannten Person, die anscheinend einiges Geld angehäuft hatte, die aber niemand mochte. Ein weiteres Gespräch können Scrooge und der Geist belauschen: Auch hier geht es um den „alten Knauser“, der gestorben sei. Dem Leser ist längst klar, dass es sich nur um den gestorbenen Scrooge handeln kann – doch er selbst ist entweder ahnungslos oder will es einfach nicht wahrhaben. Er hofft, mit dem Geist eine Szene in der Zukunft zu sehen, in der er selbst vorkommt und nunmehr zum guten Menschen bekehrt etwas Gutes bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen führt ihn der Geist in einen düsteren Teil der Stadt, genauer gesagt in ein Armenviertel und in diesem Viertel in ein Geschäft, dessen Eigentümer jedwede Waren aufkauft. Einige Menschen haben sich bei „Old Joe“ eingefunden, und es wird schnell deutlich, dass sie ihm Waren verkaufen wollen, die sie aus dem Haus des mysteriösen, toten Mannes gestohlen haben. Nicht einer der Anwesenden zeigt Schuldgefühle, selbst als eine Frau die Bettvorhänge und das Totenhemd verkauft, die sie der auf dem Bett liegenden Leiche entwendet hatte. Dem Leser wird überdeutlich klar gemacht, wie unbeliebt der Tote gewesen sein muss. Den ersten Ansatz der Erkenntnis zeigt Scrooge im nächsten Augenblick, als er mit dem Geist im Sterberaum steht und aufgefordert wird, unter das Leichentuch zu sehen – was er aber nicht tun will und im Endeffekt auch nicht tut. Scrooge fleht den Geist an, er möge ihm doch einen Menschen zeigen, der Emotionen wegen des toten Mannes zeigt. Alles, was er daraufhin sieht, ist ein Paar, das sich Sorgen um einen noch nicht an den Toten zurückgezahlten Kredit macht und durch den Tod ihres Gläubigers erleichtert ist. Da Scrooge das natürlich nicht sehen wollte, fordert er den Geist auf, ihm Traurigkeit, verursacht durch einen Tod, zu zeigen; aber auch die folgende Szene soll ihn mehr aufwühlen, als beruhigen: Scrooge und der Geist besuchen die Familie Cratchit, die um den verstorbenen Tiny Tim trauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss des Kapitels werden alle Unklarheiten aus dem Weg geräumt. Auf Scrooges Wunsch hin zu erfahren, wer denn nun der tote Mann sei, zeigt ihm der Geist der Zukunft einen Grabstein. Voller Entsetzen liest Scrooge die Inschrift: Ebenezer Scrooge. Vor Scrooges Augen, der dem Zusammenbruch nahe ist, verschwindet der Geist in einem Bettpfosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe V: Das Ende ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge and Bob Cratchit.jpg|thumb|Scrooge und Bob Cratchit]]&lt;br /&gt;
...Und zwar in Scrooges eigenem Bettpfosten. Völlig verwandelt und voller guter Vorsätze steht Scrooge wieder in der realen Welt: Ohne Geister und quicklebendig. Scrooge schafft es sogar, zu lachen, und ein Ereignis für ihn ist es auch, einen Jungen zu fragen, welcher Tag denn sei – dieser antwortet ihm, es sei Christtag – und Scrooge erkennt, dass alles Vergangene in der einen letzten Nacht passiert sein musste. Er beauftragt den Jungen außerdem, einen Truthahn zu kaufen, der doppelt so groß wie Tiny Tim sei und diesen der Familie Cratchit zukommen zu lassen. Die nächsten Handlungen des verwandelten Scrooge sind zunächst eine Entschuldigung bei den „old gentlemen“ (Siehe Strophe I), welchen er eine großzügige Spende zukommen lässt, und schließlich nimmt Scrooge doch noch die Einladung seines Neffen an, am Weihnachtstag mit ihm und Freunden zu feiern – und sowohl Fred als auch alle seine Freunde freuen sich sehr über Scrooges Anwesenheit. Am Tag darauf ist Scrooge schon sehr früh in seinem Kontor; sein erklärter Wille: seinen Angestellten dabei erwischen, wie er zu spät kommt. Scrooge erlaubt sich natürlich nur einen Scherz – nachdem er Bob Cratchit aufs Übelste zusammengestaucht hat, kommt das erlösende: „Fröhliche Weihnachten, Bob!“ und er erhöht dessen Gehalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zusammenfassenden letzten Absatz unterstreicht Dickens noch einmal Scrooges Persönlichkeitsveränderung: „Scrooge war besser als sein Wort“, Tiny Tim würde überleben, und schließlich: „Gott segne jeden von uns“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmische Bearbeitungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch wurde unzählige Male verfilmt. Besonders hervorzuheben sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1901: &#039;&#039;Scrooge; oder Marley&#039;s Ghost&#039;&#039;, die erste bekannte Verfilmung als britischer Kurzfilm.&lt;br /&gt;
* 1951: &#039;&#039;[[Charles Dickens - Eine Weihnachtsgeschichte]] (Scrooge)&#039;&#039;, mit [[Alastair Sim]] als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
*1960 wurde der Stoff mit [[Carl Wéry]] als Ebenezer Scrooge unter dem Regisseur [[Franz Josef Wild]] verfilmt. &lt;br /&gt;
*1971 erhielt [[Albert Finney]] den [[Golden Globe Award]] für seine Darstellung des Scrooge. &lt;br /&gt;
* 1983: &#039;&#039;[[Mickys Weihnachtserzählung]] (Mickey&#039;s Christmas Carol)&#039;&#039;, Zeichentrick&lt;br /&gt;
* 1984: &#039;&#039;[[Charles Dickens&#039; Weihnachtsgeschichte]] (A Christmas Carol)&#039;&#039;, mit [[George C. Scott]] als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 1988: &#039;&#039;[[Die Geister, die ich rief]] (Scrooged)&#039;&#039;, mit [[Bill Murray]] als Frank Cross (eine moderne Verkörperung des Ebenezer Scrooge)&lt;br /&gt;
*1988: &#039;&#039;[[Blackadder#Blackadder.27s_Christmas_Carol_.5B1988.5D|Blackadder&#039;s Christmas Carol]]&#039;&#039;, Eine Version, in der [[Rowan Atkinson]] in die Rolle des Ebenezer [[Blackadder]] schlüpft, der sich, im Gegensatz zu Originalgeschichte, durch den Besuch eines Geistes ([[Robbie Coltrane]]) von einem barmherzigen Menschenfreund zu einem hinterhältigen, selbstsüchtigen Egoisten wandelt.&lt;br /&gt;
* 1992: &#039;&#039;[[Die Muppets Weihnachtsgeschichte]] (The Muppet Christmas Carol)&#039;&#039;, mit [[Michael Caine]] als Ebenezer Scrooge, fast alle anderen handelnden Personen werden von [[Muppets]] dargestellt (so &#039;&#039;[[Muppet Show#Gonzo|Gonzo]]&#039;&#039; als Charles Dickens, &#039;&#039;[[Kermit der Frosch]]&#039;&#039; als Bob Crachit und &#039;&#039;[[Miss Piggy]]&#039;&#039; als Emily Crachit)&lt;br /&gt;
* 1994: &#039;&#039;[[Freds Weihnachtsshow]]&#039;&#039; (A Flintstones Christmas Carol)&lt;br /&gt;
* 1999: &#039;&#039;[[A Christmas Carol – Die Nacht vor Weihnachten]] (&#039;&#039;&#039;Originaltitel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol / &#039;&#039;&#039;Alternativer deutscher Titel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol – Die drei Weihnachtsgeister)&#039;&#039;, mit [[Patrick Stewart]] in der Rolle des Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 2003: &#039;&#039;[[Carol und die Weihnachtsgeister]] (A Carol Christmas)&#039;&#039;, mit [[Tori Spelling]], [[Gary Coleman]] und [[William Shatner]].&lt;br /&gt;
* 2004: &#039;&#039;[[A Christmas Carol - The Musical]]&#039;&#039;, eine Musical-Fassung mit [[Kelsey Grammer]].&lt;br /&gt;
* 2006: &#039;&#039;[[A Sesame Street Christmas Carol]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2009: &#039;&#039;[[A Christmas Carol (2009)|A Christmas Carol]]&#039;&#039;, ein für 2009 angekündigter 3D-Film mit [[Jim Carrey]]. Dabei soll dieselbe [[Motion Capture]]-Technik wie etwa bei [[Der Polarexpress]] benutzt werden. Regie wird [[Robert Zemeckis]] führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hörspiel-Fassungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt in Deutschland diverse Lesungen und Hörspielfassungen der &amp;quot;Christmas Carol&amp;quot;. Lesungen gibt es u.a. von Otto Mellies, Dieter Bellmann und Wolfgang Thierse. Hervorhebenswerte Hörspielfassungen sind:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Weihnachtsabend&#039;&#039; (Igel Records), Produktion: Bayerischer Rundfunk 1965.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge!&#039;&#039; (Titania Medien), 2004.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Charles Dickens&#039; Weihnachtsmärchen&#039;&#039; von Christian Peitz (HoerSketch), 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
*In Anlehnung an Ebenezer Scrooge nannte der US-amerikanische Comiczeichner Carl Barks eine seiner bekanntesten Figuren „Scrooge McDuck“. Auf deutsch erhielt diese Figur den Namen Dagobert Duck. Bei dieser Eindeutschung ging aber der Witz der Namensschöpfung verloren. Der Namensverwandtschaft zum literarischen „Scrooge“ und der schottisch anklingende Nachname „McDuck“ deuten beide auf den (den Schotten sprichwörtlich zugeschriebenen) Geiz der Figur hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Als Puppenspiel wurde die Geschichte von Koljas Puppenltheater (Spielleitung: Kolja Wlazik) und von den Piccolo Puppenspielen (Spielleitung: Gerd J. Pohl) inszeniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unter dem Titel &amp;quot;Die Mundart Weihnachtsgeschichte&amp;quot; brachte das Neu-Isenburger Mund Art Theater 1997 in Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main Thorsten Wszoleks Musical|Musicalfassung auf die Bühne. Diese Produktion lief wie das New Yorker Vorbild vom Madison Square Garden genau zehn Jahre und wurde 2006 zum letzten Mal gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der deutsche Komponist Dirk Michael Steffan hat das Werk ebenfalls später als Musical vertont. Es wurde im November 2001 im TheatrO CentrO in Oberhausen uraufgeführt. 2002 fanden im November und Dezember parallel rund fünfzig Aufführungen im Kölner Musical Dome und im Berliner Theater des Westens statt, 2003 im Auditorium der Messe München und erneut im TheatrO CentrO, hier mit Guildo Horn als Geist. Insgesamt haben rund 200.000 Zuschauer die Vorstellungen besucht. Im Jahr 2007 wurde das Musical erneut an zwei Standorten aufgeführt, dem Musicalpalast Frankfurt am Main sowie dem Theater am Marientor in Duisburg, wo die Rolle des Engels von Jasmin Wagner, die erstmals in einem Musical auftrat, dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Fred Guida: &#039;&#039;A Christmas Carol and Its Adaptations. A Critical Examination of Dickens&#039; Story and Its Productions on Screen and Television&#039;&#039;. McFarland &amp;amp; Co., Jefferson und London 2000, ISBN 0-7864-0738-7&lt;br /&gt;
* [[John Irving]]: &#039;&#039;A Christmas Carol - Ein Weihnachtslied&#039;&#039; in: [[Charles Dickens]]: &#039;&#039;Weihnachtslied. Eine Gespenstergeschichte&#039;&#039; (OT: &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;). Deutsch von Richard Zoozmann. Diogenes, Zürich 2001, ISBN 3-257-00872-4&lt;br /&gt;
* Charles Dickens: &#039;&#039;Ein Weihnachtslied. In Prosa&#039;&#039;. Ausführlich eingeleitet und neu übersetzt von Heiko Postma. Hannover, revonnah 2006, ISBN 978-3-934818-67-5&lt;br /&gt;
* Norbert Silberbauer: &amp;quot;Was steuert die Ameisen?&amp;quot; eine moderne Interpretation der Weihnachtsgeschichte, Wieser Verlag, 2006, ISBN 3-85129-623-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;amp;xid=432&amp;amp;kapitel=1#gb_found Volltext] (deutsch) im Projekt Gutenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{DEFAULTSORT:Christmas Carol, A}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Englisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weihnachten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kinder- und Jugendbuch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Charles Dickens]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4288</id>
		<title>A Christmas Carol</title>
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		<updated>2008-12-12T10:36:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: /* Hörspiel-Fassungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Charles_Dickens-A_Christmas_Carol-Title_page-First_edition_1843.jpg|thumb|right|Titelblatt der Erstausgabe von &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;, kolorierte Illustration von John Leech]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;&#039; (wörtlich &#039;&#039;Ein Weihnachtslied&#039;&#039;, deutsch meist &#039;&#039;Eine Weihnachtsgeschichte&#039;&#039;) ist eine der bekanntesten Erzählungen von [[Charles Dickens]] und wurde 1843 veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzählung handelt von Ebenezer Scrooge, einem alten grantigen Geizhals, der in einer einzigen Nacht zunächst Besuch von seinem verstorbenen Teilhaber Jacob Marley und dann von drei weiteren Geistern erhält, die ihm schließlich dazu verhelfen, sein Leben zu ändern. Das Buch enthält stark sozialkritische Töne, mit denen Dickens die Missstände im England des [[19. Jahrhundert]]s anprangern wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dickens hatte bereits seit einiger Zeit den Plan zu der Erzählung, als er schließlich 1843 in Geldnot geriet. Um die Sache noch schlimmer zu machen, hatte sein Verleger nicht die Mittel, das Buch herauszubringen, und so bezahlte Dickens schließlich den Druck selbst. Das Buch wurde binnen kurzer Zeit zum Renner. Allerdings gab es zu jener Zeit in England keinen Urheberschutz, und so konnte das Buch bald ungehindert als Raubdruck vertrieben werden. Dickens zog zwar gegen die Verantwortlichen vor Gericht, jedoch kostete ihn das am Ende so viel, wie er mit dem Buch selbst eingenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039; ist unterteilt in fünf Strophen (englisch &#039;&#039;Staves&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe I: Marleys Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Marley&#039;s_Ghost-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Marleys Geist]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte beginnt mit der simplen Feststellung, Marley sei tot. Der Leser wird darüber aufgeklärt, dass Jacob Marley der Geschäftspartner, Weggefährte und einzige Freund des Protagonisten Ebenezer Scrooge war, bis er vor sieben Jahren am Weihnachtsabend verstarb. Dickens beschreibt Ebenezer Scrooge als Menschen, der voller Kälte ist und Kälte überall verbreitet, als enorm geizig und habgierig. Nach Marleys Tod ist Scrooge der alleinige Inhaber des Warenhauses „Scrooge and Marley“ und unterhält einen Angestellten, Bob Cratchit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr, besucht auch dieses Jahr wieder Scrooges Neffe Fred seinen Onkel, um ihn zum Weihnachtsessen einzuladen und ihm „Merry Christmas!“ zu wünschen. Scrooge lehnt sowohl die Einladung, als auch die guten Wünsche und sogar Weihnachten an sich völlig ab, wütend entgegnet er seinem Neffen: „Humbug!“, was als eine für Scrooge typische Redewendung angesehen werden kann. Am selben Abend besuchen Scrooge zwei „gentlemen“, die um Spenden für die arme Bevölkerung bitten. Scrooge lässt sich nicht erweichen, er fragt rhetorisch, ob es denn keine Gefängnisse und Arbeitshäuser gäbe und ob nicht schon Gesetze zur Unterstützung der Armen existierten. Natürlich gibt es dies alles, deshalb ist sich Scrooge sicher, mit Bezahlung seiner Steuern habe er seine Pflicht mehr als erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend begibt sich Scrooge nach Hause; als er die Tür öffnen will, sieht er kurz das Antlitz seines verstorbenen Freundes Marley auf dem Türklopfer, will es aber nicht glauben und betritt das Haus. Im Haus scheint alles normal, bis ihm der Geist Marleys erscheint. Der Geist ist kettenbehangen, an seiner Kette hängen Utensilien des Geschäftslebens: Geldkassetten, Portemonnaies u.ä. Marleys Geist erklärt, er habe sich im Laufe seines Lebens diese Kette selbst geschmiedet. Dadurch, dass er zeitlebens nicht unter Menschen war, sondern sich nur seiner Gier nach Geld hingegeben hatte, muss er sich nun, nach seinem Tod, als Geist unter die Menschen begeben; die Kette fungiert als Symbol hierfür. Der Geist weist Scrooge darauf hin, dass Scrooge selbst ebenfalls eine solche Kette habe, beide Ketten seien vor sieben Jahren von derselben Länge gewesen, jetzt aber sei Scrooges Kette um einiges länger geworden. Der Geist verlässt den aufgewühlten Scrooge mit dem Hinweis, dass ihn noch drei Geister besuchen würden, um Scrooge zu retten. Mit dem Zu-Bett-Gehen Scrooges schließt die erste Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe II: Der erste Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge Extinguishes the First of the Three Spirits.jpg|thumb|Der erste Geist]]&lt;br /&gt;
Nachdem Scrooge mitten in der Nacht aufgewacht ist, erscheint ihm der erste der drei Geister. Dickens beschreibt ihn als eine komische Figur, Kind und Greis zugleich. Mit weicher Stimme stellt er sich als „Geist der vergangenen Weihnacht“ vor. Der Geist führt Scrooge durch seine Vergangenheit, angefangen beim kleinen Scrooge, der schon in seiner Kindheit keine Freunde hatte und an Weihnachten, von seiner Familie verstoßen, in der Schule saß, um Kinderbücher zu lesen. Scrooge zeigt sich berührt von den Szenen seiner Kindheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weitere Weg durch Scrooges Weihnachts-Vergangenheit zeigt Scrooge als jungen Mann, der bei Mr. Fezziwig, einem Kaufhausbesitzer, seinen späteren Beruf erlernte. Scrooge und der Geist wohnen einer Betriebs-Weihnachtsfeier bei, die Scrooge deutlich macht, mit wie wenigen (finanziellen) Anstrengungen Menschen sehr glücklich zu machen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Station auf der Reise ist Scrooge in den besten Jahren, als er seine große Liebe gegen die Liebe zum Geld regelrecht eintauschte. Scrooge erscheint in Anwesenheit des Geistes regelrecht erschüttert, er möchte nichts mehr von der Vergangenheit sehen, nur noch wieder zurück nach Hause gehen. Trotzdem zeigt ihm der Geist eine weitere Szene: Seine frühere Verlobte in einer idyllischen Weihnachtsszene mit Kindern und Ehemann. Scrooge ist gebrochen, er fleht darum nach Hause zurück zu können. Scrooge gelangt wieder nach Hause und fällt wieder in den Schlaf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe III: Der zweite Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Scrooges_third_visitor-John_Leech,1843.jpg|thumb|Der zweite Geist]]&lt;br /&gt;
Jetzt besucht der zweite der drei Geister Scrooge. Er nennt sich „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“. Er stellt klar, dass es bereits über 1800 seinesgleichen gegeben hat – gemeint ist, dass es jedes Jahr seit Christi Geburt einen neuen „Weihnachtsgeist“ gebe. Auch der „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“ nimmt Scrooge mit auf eine Rundreise durch die Straßen Londons, wo sie die weihnachtliche Atmosphäre erleben und schließlich vor einem Bäckerladen halten. Dort zeigt der Geist Scrooge, dass er mit einigen Spritzern speziellen Wassers einen Streit beenden und Speisen weihnachtlich schmecken lassen kann. Das soll erklären, warum uns zu Weihnachten alles so besonders gut schmeckt und es viel Harmonie bei wenig Streit gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst auf dieser Reise mit dem Geist des jetzigen Weihnachtens lernt er den Schreiber Bob Cratchit und seine Familie näher kennen. Scrooges Angestellter und seine Frau haben einige Kinder, wobei ein Kind besonders hervorgehoben wird: Der verkrüppelte Tim Cratchit ist sehr klein, kann sich aufgrund seiner Behinderung nur mit einem Gestell fortbewegen und es hat den Anschein, dass er wegen Mangelernährung und schlechter (medizinischer) Versorgung bald sterben würde. Hier wird eine echte Veränderung in Scrooges Charakter deutlich: Er fragt den Geist, ob Tim noch eine Zeit zu leben habe – doch der Geist hat Zweifel. Scrooge zeigt Mitleid, woraufhin der Geist ihn an seine eigenen Worte in der Vergangenheit erinnert: Scrooge hatte gesagt, Tim sollte wohl besser sterben, um die Überbevölkerung zu vermindern. Die Cratchits feiern trotz ihrer Armut ein schönes Weihnachtsfest und Bob Cratchit stößt sogar auf seinen Arbeitgeber an – es sei ja Weihnachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Geist erlebt Scrooge eine weitere Weihnachtsszene, diesmal bei seinem Neffen Fred, der in geselliger Runde seinen Spaß damit hat, über den verbohrten Scrooge zu erzählen und sich über den Ausdruck „Humbug!“ lustig macht. Nach dem Essen spielt die Gesellschaft um Fred dann Spiele, unter anderem folgendes: Jemand denkt sich einen Begriff aus, den die anderen erraten müssen – Rückfragen dürfen nur mit Ja oder Nein beantwortet werden. Das etwas ist, laut den Antworten ein lebendes Tier, das man auf Londons Straßen sieht, niemand essen würde, welches manchmal grunzt und grummelt – gemeint ist natürlich „Onkel Scrooge“, ein königliches Amusement für Fred und die anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe endet höchst symbolträchtig. Der Geist überlässt Scrooge zwei Kinder, die er bis dahin unter seinem Umhang versteckt hielt. Die Namen der beiden weisen bereits in eine bestimmte Richtung, sie heißen „Unwissenheit und Mangel“. Auf Scrooges Nachfrage erklärt der Geist, dass es nicht seine eigenen, sondern Kinder der Menschheit seien. Scrooge sträubt sich gegen die Aufnahme der Kinder. Er fragt, ob sie denn keine Bleibe hätten; der Geist antwortet wiederum mit einer Gegenfrage, die ebenfalls wieder Scrooges eigene Worte darstellen: „Gibt es denn keine Gefängnisse, Arbeitshäuser?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe IV: Der letzte Geist ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:The_Last_of_the_Spirits-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Der letzte Geist]]&lt;br /&gt;
Der letzte der drei Geister erscheint Scrooge, ohne ein einziges Wort zu sagen. Der Schluss, dass es sich um den „Geist der zukünftigen Weihnacht“ handelt, bleibt Scrooge überlassen. Der Geist führt Scrooge wieder durch die Straßen Londons. Die beiden hören einem Gespräch einer Gruppe Geschäftsmänner zu. Die Männer sprechen über den Tod einer nicht namentlich genannten Person, die anscheinend einiges Geld angehäuft hatte, die aber niemand mochte. Ein weiteres Gespräch können Scrooge und der Geist belauschen: Auch hier geht es um den „alten Knauser“, der gestorben sei. Dem Leser ist längst klar, dass es sich nur um den gestorbenen Scrooge handeln kann – doch er selbst ist entweder ahnungslos oder will es einfach nicht wahrhaben. Er hofft, mit dem Geist eine Szene in der Zukunft zu sehen, in der er selbst vorkommt und nunmehr zum guten Menschen bekehrt etwas Gutes bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen führt ihn der Geist in einen düsteren Teil der Stadt, genauer gesagt in ein Armenviertel und in diesem Viertel in ein Geschäft, dessen Eigentümer jedwede Waren aufkauft. Einige Menschen haben sich bei „Old Joe“ eingefunden, und es wird schnell deutlich, dass sie ihm Waren verkaufen wollen, die sie aus dem Haus des mysteriösen, toten Mannes gestohlen haben. Nicht einer der Anwesenden zeigt Schuldgefühle, selbst als eine Frau die Bettvorhänge und das Totenhemd verkauft, die sie der auf dem Bett liegenden Leiche entwendet hatte. Dem Leser wird überdeutlich klar gemacht, wie unbeliebt der Tote gewesen sein muss. Den ersten Ansatz der Erkenntnis zeigt Scrooge im nächsten Augenblick, als er mit dem Geist im Sterberaum steht und aufgefordert wird, unter das Leichentuch zu sehen – was er aber nicht tun will und im Endeffekt auch nicht tut. Scrooge fleht den Geist an, er möge ihm doch einen Menschen zeigen, der Emotionen wegen des toten Mannes zeigt. Alles, was er daraufhin sieht, ist ein Paar, das sich Sorgen um einen noch nicht an den Toten zurückgezahlten Kredit macht und durch den Tod ihres Gläubigers erleichtert ist. Da Scrooge das natürlich nicht sehen wollte, fordert er den Geist auf, ihm Traurigkeit, verursacht durch einen Tod, zu zeigen; aber auch die folgende Szene soll ihn mehr aufwühlen, als beruhigen: Scrooge und der Geist besuchen die Familie Cratchit, die um den verstorbenen Tiny Tim trauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss des Kapitels werden alle Unklarheiten aus dem Weg geräumt. Auf Scrooges Wunsch hin zu erfahren, wer denn nun der tote Mann sei, zeigt ihm der Geist der Zukunft einen Grabstein. Voller Entsetzen liest Scrooge die Inschrift: Ebenezer Scrooge. Vor Scrooges Augen, der dem Zusammenbruch nahe ist, verschwindet der Geist in einem Bettpfosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe V: Das Ende ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge and Bob Cratchit.jpg|thumb|Scrooge und Bob Cratchit]]&lt;br /&gt;
...Und zwar in Scrooges eigenem Bettpfosten. Völlig verwandelt und voller guter Vorsätze steht Scrooge wieder in der realen Welt: Ohne Geister und quicklebendig. Scrooge schafft es sogar, zu lachen, und ein Ereignis für ihn ist es auch, einen Jungen zu fragen, welcher Tag denn sei – dieser antwortet ihm, es sei Christtag – und Scrooge erkennt, dass alles Vergangene in der einen letzten Nacht passiert sein musste. Er beauftragt den Jungen außerdem, einen Truthahn zu kaufen, der doppelt so groß wie Tiny Tim sei und diesen der Familie Cratchit zukommen zu lassen. Die nächsten Handlungen des verwandelten Scrooge sind zunächst eine Entschuldigung bei den „old gentlemen“ (Siehe Strophe I), welchen er eine großzügige Spende zukommen lässt, und schließlich nimmt Scrooge doch noch die Einladung seines Neffen an, am Weihnachtstag mit ihm und Freunden zu feiern – und sowohl Fred als auch alle seine Freunde freuen sich sehr über Scrooges Anwesenheit. Am Tag darauf ist Scrooge schon sehr früh in seinem Kontor; sein erklärter Wille: seinen Angestellten dabei erwischen, wie er zu spät kommt. Scrooge erlaubt sich natürlich nur einen Scherz – nachdem er Bob Cratchit aufs Übelste zusammengestaucht hat, kommt das erlösende: „Fröhliche Weihnachten, Bob!“ und er erhöht dessen Gehalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zusammenfassenden letzten Absatz unterstreicht Dickens noch einmal Scrooges Persönlichkeitsveränderung: „Scrooge war besser als sein Wort“, Tiny Tim würde überleben, und schließlich: „Gott segne jeden von uns“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmische Bearbeitungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch wurde unzählige Male verfilmt. Besonders hervorzuheben sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1901: &#039;&#039;Scrooge; oder Marley&#039;s Ghost&#039;&#039;, die erste bekannte Verfilmung als britischer Kurzfilm.&lt;br /&gt;
* 1951: &#039;&#039;[[Charles Dickens - Eine Weihnachtsgeschichte]] (Scrooge)&#039;&#039;, mit [[Alastair Sim]] als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
*1960 wurde der Stoff mit [[Carl Wéry]] als Ebenezer Scrooge unter dem Regisseur [[Franz Josef Wild]] verfilmt. &lt;br /&gt;
*1971 erhielt [[Albert Finney]] den [[Golden Globe Award]] für seine Darstellung des Scrooge. &lt;br /&gt;
* 1983: &#039;&#039;[[Mickys Weihnachtserzählung]] (Mickey&#039;s Christmas Carol)&#039;&#039;, Zeichentrick&lt;br /&gt;
* 1984: &#039;&#039;[[Charles Dickens&#039; Weihnachtsgeschichte]] (A Christmas Carol)&#039;&#039;, mit [[George C. Scott]] als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 1988: &#039;&#039;[[Die Geister, die ich rief]] (Scrooged)&#039;&#039;, mit [[Bill Murray]] als Frank Cross (eine moderne Verkörperung des Ebenezer Scrooge)&lt;br /&gt;
*1988: &#039;&#039;[[Blackadder#Blackadder.27s_Christmas_Carol_.5B1988.5D|Blackadder&#039;s Christmas Carol]]&#039;&#039;, Eine Version, in der [[Rowan Atkinson]] in die Rolle des Ebenezer [[Blackadder]] schlüpft, der sich, im Gegensatz zu Originalgeschichte, durch den Besuch eines Geistes ([[Robbie Coltrane]]) von einem barmherzigen Menschenfreund zu einem hinterhältigen, selbstsüchtigen Egoisten wandelt.&lt;br /&gt;
* 1992: &#039;&#039;[[Die Muppets Weihnachtsgeschichte]] (The Muppet Christmas Carol)&#039;&#039;, mit [[Michael Caine]] als Ebenezer Scrooge, fast alle anderen handelnden Personen werden von [[Muppets]] dargestellt (so &#039;&#039;[[Muppet Show#Gonzo|Gonzo]]&#039;&#039; als Charles Dickens, &#039;&#039;[[Kermit der Frosch]]&#039;&#039; als Bob Crachit und &#039;&#039;[[Miss Piggy]]&#039;&#039; als Emily Crachit)&lt;br /&gt;
* 1994: &#039;&#039;[[Freds Weihnachtsshow]]&#039;&#039; (A Flintstones Christmas Carol)&lt;br /&gt;
* 1999: &#039;&#039;[[A Christmas Carol – Die Nacht vor Weihnachten]] (&#039;&#039;&#039;Originaltitel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol / &#039;&#039;&#039;Alternativer deutscher Titel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol – Die drei Weihnachtsgeister)&#039;&#039;, mit [[Patrick Stewart]] in der Rolle des Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 2003: &#039;&#039;[[Carol und die Weihnachtsgeister]] (A Carol Christmas)&#039;&#039;, mit [[Tori Spelling]], [[Gary Coleman]] und [[William Shatner]].&lt;br /&gt;
* 2004: &#039;&#039;[[A Christmas Carol - The Musical]]&#039;&#039;, eine Musical-Fassung mit [[Kelsey Grammer]].&lt;br /&gt;
* 2006: &#039;&#039;[[A Sesame Street Christmas Carol]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2009: &#039;&#039;[[A Christmas Carol (2009)|A Christmas Carol]]&#039;&#039;, ein für 2009 angekündigter 3D-Film mit [[Jim Carrey]]. Dabei soll dieselbe [[Motion Capture]]-Technik wie etwa bei [[Der Polarexpress]] benutzt werden. Regie wird [[Robert Zemeckis]] führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hörspiel-Fassungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt in Deutschland diverse Lesungen und Hörspielfassungen der &amp;quot;Christmas Carol&amp;quot;. Lesungen gibt es u.a. von Otto Mellies, Dieter Bellmann und Wolfgang Thierse. Hervorhebenswerte Hörspielfassungen sind:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Weihnachtsabend&#039;&#039; (Igel Records), Produktion: Bayerischer Rundfunk 1965.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge!&#039;&#039; (Titania Medien), 2004.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Charles Dickens&#039; Weihnachtsmärchen&#039;&#039; von Christian Peitz (HoerSketch), 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
*In Anlehnung an Ebenezer Scrooge nannte der US-amerikanische Comiczeichner Carl Barks eine seiner bekanntesten Figuren „Scrooge McDuck“. Auf deutsch erhielt diese Figur den Namen Dagobert Duck. Bei dieser Eindeutschung ging aber der Witz der Namensschöpfung verloren. Der Namensverwandtschaft zum literarischen „Scrooge“ und der schottisch anklingende Nachname „McDuck“ deuten beide auf den (den Schotten sprichwörtlich zugeschriebenen) Geiz der Figur hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Als Puppenspiel wurde die Geschichte von Koljas Puppenltheater (Spielleitung: Kolja Wlazik) und von den Piccolo Puppenspielen (Spielleitung: Gerd J. Pohl) inszeniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unter dem Titel &amp;quot;Die Mundart Weihnachtsgeschichte&amp;quot; brachte das Neu-Isenburger Mund Art Theater 1997 in Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main Thorsten Wszoleks Musical|Musicalfassung auf die Bühne. Diese Produktion lief wie das New Yorker Vorbild vom Madison Square Garden genau zehn Jahre und wurde 2006 zum letzten Mal gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der deutsche Komponist Dirk Michael Steffan hat das Werk ebenfalls später als Musical vertont. Es wurde im November 2001 im TheatrO CentrO in Oberhausen uraufgeführt. 2002 fanden im November und Dezember parallel rund fünfzig Aufführungen im Kölner Musical Dome und im Berliner Theater des Westens statt, 2003 im Auditorium der Messe München und erneut im TheatrO CentrO, hier mit Guildo Horn als Geist. Insgesamt haben rund 200.000 Zuschauer die Vorstellungen besucht. Im Jahr 2007 wurde das Musical erneut an zwei Standorten aufgeführt, dem Musicalpalast Frankfurt am Main sowie dem Theater am Marientor in Duisburg, wo die Rolle des Engels von Jasmin Wagner, die erstmals in einem Musical auftrat, dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Fred Guida: &#039;&#039;A Christmas Carol and Its Adaptations. A Critical Examination of Dickens&#039; Story and Its Productions on Screen and Television&#039;&#039;. McFarland &amp;amp; Co., Jefferson und London 2000, ISBN 0-7864-0738-7&lt;br /&gt;
* [[John Irving]]: &#039;&#039;A Christmas Carol - Ein Weihnachtslied&#039;&#039; in: [[Charles Dickens]]: &#039;&#039;Weihnachtslied. Eine Gespenstergeschichte&#039;&#039; (OT: &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;). Deutsch von Richard Zoozmann. Diogenes, Zürich 2001, ISBN 3-257-00872-4&lt;br /&gt;
* Charles Dickens: &#039;&#039;Ein Weihnachtslied. In Prosa&#039;&#039;. Ausführlich eingeleitet und neu übersetzt von Heiko Postma. Hannover, revonnah 2006, ISBN 978-3-934818-67-5&lt;br /&gt;
* Norbert Silberbauer: &amp;quot;Was steuert die Ameisen?&amp;quot; eine moderne Interpretation der Weihnachtsgeschichte, Wieser Verlag, 2006, ISBN 3-85129-623-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;amp;xid=432&amp;amp;kapitel=1#gb_found Volltext] (deutsch) im Projekt Gutenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{DEFAULTSORT:Christmas Carol, A}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Englisch)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Charles Dickens]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4287</id>
		<title>A Christmas Carol</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4287"/>
		<updated>2008-12-12T10:35:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Charles_Dickens-A_Christmas_Carol-Title_page-First_edition_1843.jpg|thumb|right|Titelblatt der Erstausgabe von &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;, kolorierte Illustration von John Leech]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;&#039; (wörtlich &#039;&#039;Ein Weihnachtslied&#039;&#039;, deutsch meist &#039;&#039;Eine Weihnachtsgeschichte&#039;&#039;) ist eine der bekanntesten Erzählungen von [[Charles Dickens]] und wurde 1843 veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzählung handelt von Ebenezer Scrooge, einem alten grantigen Geizhals, der in einer einzigen Nacht zunächst Besuch von seinem verstorbenen Teilhaber Jacob Marley und dann von drei weiteren Geistern erhält, die ihm schließlich dazu verhelfen, sein Leben zu ändern. Das Buch enthält stark sozialkritische Töne, mit denen Dickens die Missstände im England des [[19. Jahrhundert]]s anprangern wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dickens hatte bereits seit einiger Zeit den Plan zu der Erzählung, als er schließlich 1843 in Geldnot geriet. Um die Sache noch schlimmer zu machen, hatte sein Verleger nicht die Mittel, das Buch herauszubringen, und so bezahlte Dickens schließlich den Druck selbst. Das Buch wurde binnen kurzer Zeit zum Renner. Allerdings gab es zu jener Zeit in England keinen Urheberschutz, und so konnte das Buch bald ungehindert als Raubdruck vertrieben werden. Dickens zog zwar gegen die Verantwortlichen vor Gericht, jedoch kostete ihn das am Ende so viel, wie er mit dem Buch selbst eingenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039; ist unterteilt in fünf Strophen (englisch &#039;&#039;Staves&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe I: Marleys Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Marley&#039;s_Ghost-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Marleys Geist]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte beginnt mit der simplen Feststellung, Marley sei tot. Der Leser wird darüber aufgeklärt, dass Jacob Marley der Geschäftspartner, Weggefährte und einzige Freund des Protagonisten Ebenezer Scrooge war, bis er vor sieben Jahren am Weihnachtsabend verstarb. Dickens beschreibt Ebenezer Scrooge als Menschen, der voller Kälte ist und Kälte überall verbreitet, als enorm geizig und habgierig. Nach Marleys Tod ist Scrooge der alleinige Inhaber des Warenhauses „Scrooge and Marley“ und unterhält einen Angestellten, Bob Cratchit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr, besucht auch dieses Jahr wieder Scrooges Neffe Fred seinen Onkel, um ihn zum Weihnachtsessen einzuladen und ihm „Merry Christmas!“ zu wünschen. Scrooge lehnt sowohl die Einladung, als auch die guten Wünsche und sogar Weihnachten an sich völlig ab, wütend entgegnet er seinem Neffen: „Humbug!“, was als eine für Scrooge typische Redewendung angesehen werden kann. Am selben Abend besuchen Scrooge zwei „gentlemen“, die um Spenden für die arme Bevölkerung bitten. Scrooge lässt sich nicht erweichen, er fragt rhetorisch, ob es denn keine Gefängnisse und Arbeitshäuser gäbe und ob nicht schon Gesetze zur Unterstützung der Armen existierten. Natürlich gibt es dies alles, deshalb ist sich Scrooge sicher, mit Bezahlung seiner Steuern habe er seine Pflicht mehr als erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend begibt sich Scrooge nach Hause; als er die Tür öffnen will, sieht er kurz das Antlitz seines verstorbenen Freundes Marley auf dem Türklopfer, will es aber nicht glauben und betritt das Haus. Im Haus scheint alles normal, bis ihm der Geist Marleys erscheint. Der Geist ist kettenbehangen, an seiner Kette hängen Utensilien des Geschäftslebens: Geldkassetten, Portemonnaies u.ä. Marleys Geist erklärt, er habe sich im Laufe seines Lebens diese Kette selbst geschmiedet. Dadurch, dass er zeitlebens nicht unter Menschen war, sondern sich nur seiner Gier nach Geld hingegeben hatte, muss er sich nun, nach seinem Tod, als Geist unter die Menschen begeben; die Kette fungiert als Symbol hierfür. Der Geist weist Scrooge darauf hin, dass Scrooge selbst ebenfalls eine solche Kette habe, beide Ketten seien vor sieben Jahren von derselben Länge gewesen, jetzt aber sei Scrooges Kette um einiges länger geworden. Der Geist verlässt den aufgewühlten Scrooge mit dem Hinweis, dass ihn noch drei Geister besuchen würden, um Scrooge zu retten. Mit dem Zu-Bett-Gehen Scrooges schließt die erste Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe II: Der erste Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge Extinguishes the First of the Three Spirits.jpg|thumb|Der erste Geist]]&lt;br /&gt;
Nachdem Scrooge mitten in der Nacht aufgewacht ist, erscheint ihm der erste der drei Geister. Dickens beschreibt ihn als eine komische Figur, Kind und Greis zugleich. Mit weicher Stimme stellt er sich als „Geist der vergangenen Weihnacht“ vor. Der Geist führt Scrooge durch seine Vergangenheit, angefangen beim kleinen Scrooge, der schon in seiner Kindheit keine Freunde hatte und an Weihnachten, von seiner Familie verstoßen, in der Schule saß, um Kinderbücher zu lesen. Scrooge zeigt sich berührt von den Szenen seiner Kindheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weitere Weg durch Scrooges Weihnachts-Vergangenheit zeigt Scrooge als jungen Mann, der bei Mr. Fezziwig, einem Kaufhausbesitzer, seinen späteren Beruf erlernte. Scrooge und der Geist wohnen einer Betriebs-Weihnachtsfeier bei, die Scrooge deutlich macht, mit wie wenigen (finanziellen) Anstrengungen Menschen sehr glücklich zu machen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Station auf der Reise ist Scrooge in den besten Jahren, als er seine große Liebe gegen die Liebe zum Geld regelrecht eintauschte. Scrooge erscheint in Anwesenheit des Geistes regelrecht erschüttert, er möchte nichts mehr von der Vergangenheit sehen, nur noch wieder zurück nach Hause gehen. Trotzdem zeigt ihm der Geist eine weitere Szene: Seine frühere Verlobte in einer idyllischen Weihnachtsszene mit Kindern und Ehemann. Scrooge ist gebrochen, er fleht darum nach Hause zurück zu können. Scrooge gelangt wieder nach Hause und fällt wieder in den Schlaf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe III: Der zweite Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Scrooges_third_visitor-John_Leech,1843.jpg|thumb|Der zweite Geist]]&lt;br /&gt;
Jetzt besucht der zweite der drei Geister Scrooge. Er nennt sich „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“. Er stellt klar, dass es bereits über 1800 seinesgleichen gegeben hat – gemeint ist, dass es jedes Jahr seit Christi Geburt einen neuen „Weihnachtsgeist“ gebe. Auch der „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“ nimmt Scrooge mit auf eine Rundreise durch die Straßen Londons, wo sie die weihnachtliche Atmosphäre erleben und schließlich vor einem Bäckerladen halten. Dort zeigt der Geist Scrooge, dass er mit einigen Spritzern speziellen Wassers einen Streit beenden und Speisen weihnachtlich schmecken lassen kann. Das soll erklären, warum uns zu Weihnachten alles so besonders gut schmeckt und es viel Harmonie bei wenig Streit gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst auf dieser Reise mit dem Geist des jetzigen Weihnachtens lernt er den Schreiber Bob Cratchit und seine Familie näher kennen. Scrooges Angestellter und seine Frau haben einige Kinder, wobei ein Kind besonders hervorgehoben wird: Der verkrüppelte Tim Cratchit ist sehr klein, kann sich aufgrund seiner Behinderung nur mit einem Gestell fortbewegen und es hat den Anschein, dass er wegen Mangelernährung und schlechter (medizinischer) Versorgung bald sterben würde. Hier wird eine echte Veränderung in Scrooges Charakter deutlich: Er fragt den Geist, ob Tim noch eine Zeit zu leben habe – doch der Geist hat Zweifel. Scrooge zeigt Mitleid, woraufhin der Geist ihn an seine eigenen Worte in der Vergangenheit erinnert: Scrooge hatte gesagt, Tim sollte wohl besser sterben, um die Überbevölkerung zu vermindern. Die Cratchits feiern trotz ihrer Armut ein schönes Weihnachtsfest und Bob Cratchit stößt sogar auf seinen Arbeitgeber an – es sei ja Weihnachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Geist erlebt Scrooge eine weitere Weihnachtsszene, diesmal bei seinem Neffen Fred, der in geselliger Runde seinen Spaß damit hat, über den verbohrten Scrooge zu erzählen und sich über den Ausdruck „Humbug!“ lustig macht. Nach dem Essen spielt die Gesellschaft um Fred dann Spiele, unter anderem folgendes: Jemand denkt sich einen Begriff aus, den die anderen erraten müssen – Rückfragen dürfen nur mit Ja oder Nein beantwortet werden. Das etwas ist, laut den Antworten ein lebendes Tier, das man auf Londons Straßen sieht, niemand essen würde, welches manchmal grunzt und grummelt – gemeint ist natürlich „Onkel Scrooge“, ein königliches Amusement für Fred und die anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe endet höchst symbolträchtig. Der Geist überlässt Scrooge zwei Kinder, die er bis dahin unter seinem Umhang versteckt hielt. Die Namen der beiden weisen bereits in eine bestimmte Richtung, sie heißen „Unwissenheit und Mangel“. Auf Scrooges Nachfrage erklärt der Geist, dass es nicht seine eigenen, sondern Kinder der Menschheit seien. Scrooge sträubt sich gegen die Aufnahme der Kinder. Er fragt, ob sie denn keine Bleibe hätten; der Geist antwortet wiederum mit einer Gegenfrage, die ebenfalls wieder Scrooges eigene Worte darstellen: „Gibt es denn keine Gefängnisse, Arbeitshäuser?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe IV: Der letzte Geist ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:The_Last_of_the_Spirits-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Der letzte Geist]]&lt;br /&gt;
Der letzte der drei Geister erscheint Scrooge, ohne ein einziges Wort zu sagen. Der Schluss, dass es sich um den „Geist der zukünftigen Weihnacht“ handelt, bleibt Scrooge überlassen. Der Geist führt Scrooge wieder durch die Straßen Londons. Die beiden hören einem Gespräch einer Gruppe Geschäftsmänner zu. Die Männer sprechen über den Tod einer nicht namentlich genannten Person, die anscheinend einiges Geld angehäuft hatte, die aber niemand mochte. Ein weiteres Gespräch können Scrooge und der Geist belauschen: Auch hier geht es um den „alten Knauser“, der gestorben sei. Dem Leser ist längst klar, dass es sich nur um den gestorbenen Scrooge handeln kann – doch er selbst ist entweder ahnungslos oder will es einfach nicht wahrhaben. Er hofft, mit dem Geist eine Szene in der Zukunft zu sehen, in der er selbst vorkommt und nunmehr zum guten Menschen bekehrt etwas Gutes bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen führt ihn der Geist in einen düsteren Teil der Stadt, genauer gesagt in ein Armenviertel und in diesem Viertel in ein Geschäft, dessen Eigentümer jedwede Waren aufkauft. Einige Menschen haben sich bei „Old Joe“ eingefunden, und es wird schnell deutlich, dass sie ihm Waren verkaufen wollen, die sie aus dem Haus des mysteriösen, toten Mannes gestohlen haben. Nicht einer der Anwesenden zeigt Schuldgefühle, selbst als eine Frau die Bettvorhänge und das Totenhemd verkauft, die sie der auf dem Bett liegenden Leiche entwendet hatte. Dem Leser wird überdeutlich klar gemacht, wie unbeliebt der Tote gewesen sein muss. Den ersten Ansatz der Erkenntnis zeigt Scrooge im nächsten Augenblick, als er mit dem Geist im Sterberaum steht und aufgefordert wird, unter das Leichentuch zu sehen – was er aber nicht tun will und im Endeffekt auch nicht tut. Scrooge fleht den Geist an, er möge ihm doch einen Menschen zeigen, der Emotionen wegen des toten Mannes zeigt. Alles, was er daraufhin sieht, ist ein Paar, das sich Sorgen um einen noch nicht an den Toten zurückgezahlten Kredit macht und durch den Tod ihres Gläubigers erleichtert ist. Da Scrooge das natürlich nicht sehen wollte, fordert er den Geist auf, ihm Traurigkeit, verursacht durch einen Tod, zu zeigen; aber auch die folgende Szene soll ihn mehr aufwühlen, als beruhigen: Scrooge und der Geist besuchen die Familie Cratchit, die um den verstorbenen Tiny Tim trauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss des Kapitels werden alle Unklarheiten aus dem Weg geräumt. Auf Scrooges Wunsch hin zu erfahren, wer denn nun der tote Mann sei, zeigt ihm der Geist der Zukunft einen Grabstein. Voller Entsetzen liest Scrooge die Inschrift: Ebenezer Scrooge. Vor Scrooges Augen, der dem Zusammenbruch nahe ist, verschwindet der Geist in einem Bettpfosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe V: Das Ende ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge and Bob Cratchit.jpg|thumb|Scrooge und Bob Cratchit]]&lt;br /&gt;
...Und zwar in Scrooges eigenem Bettpfosten. Völlig verwandelt und voller guter Vorsätze steht Scrooge wieder in der realen Welt: Ohne Geister und quicklebendig. Scrooge schafft es sogar, zu lachen, und ein Ereignis für ihn ist es auch, einen Jungen zu fragen, welcher Tag denn sei – dieser antwortet ihm, es sei Christtag – und Scrooge erkennt, dass alles Vergangene in der einen letzten Nacht passiert sein musste. Er beauftragt den Jungen außerdem, einen Truthahn zu kaufen, der doppelt so groß wie Tiny Tim sei und diesen der Familie Cratchit zukommen zu lassen. Die nächsten Handlungen des verwandelten Scrooge sind zunächst eine Entschuldigung bei den „old gentlemen“ (Siehe Strophe I), welchen er eine großzügige Spende zukommen lässt, und schließlich nimmt Scrooge doch noch die Einladung seines Neffen an, am Weihnachtstag mit ihm und Freunden zu feiern – und sowohl Fred als auch alle seine Freunde freuen sich sehr über Scrooges Anwesenheit. Am Tag darauf ist Scrooge schon sehr früh in seinem Kontor; sein erklärter Wille: seinen Angestellten dabei erwischen, wie er zu spät kommt. Scrooge erlaubt sich natürlich nur einen Scherz – nachdem er Bob Cratchit aufs Übelste zusammengestaucht hat, kommt das erlösende: „Fröhliche Weihnachten, Bob!“ und er erhöht dessen Gehalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zusammenfassenden letzten Absatz unterstreicht Dickens noch einmal Scrooges Persönlichkeitsveränderung: „Scrooge war besser als sein Wort“, Tiny Tim würde überleben, und schließlich: „Gott segne jeden von uns“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmische Bearbeitungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch wurde unzählige Male verfilmt. Besonders hervorzuheben sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1901: &#039;&#039;Scrooge; oder Marley&#039;s Ghost&#039;&#039;, die erste bekannte Verfilmung als britischer Kurzfilm.&lt;br /&gt;
* 1951: &#039;&#039;[[Charles Dickens - Eine Weihnachtsgeschichte]] (Scrooge)&#039;&#039;, mit [[Alastair Sim]] als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
*1960 wurde der Stoff mit [[Carl Wéry]] als Ebenezer Scrooge unter dem Regisseur [[Franz Josef Wild]] verfilmt. &lt;br /&gt;
*1971 erhielt [[Albert Finney]] den [[Golden Globe Award]] für seine Darstellung des Scrooge. &lt;br /&gt;
* 1983: &#039;&#039;[[Mickys Weihnachtserzählung]] (Mickey&#039;s Christmas Carol)&#039;&#039;, Zeichentrick&lt;br /&gt;
* 1984: &#039;&#039;[[Charles Dickens&#039; Weihnachtsgeschichte]] (A Christmas Carol)&#039;&#039;, mit [[George C. Scott]] als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 1988: &#039;&#039;[[Die Geister, die ich rief]] (Scrooged)&#039;&#039;, mit [[Bill Murray]] als Frank Cross (eine moderne Verkörperung des Ebenezer Scrooge)&lt;br /&gt;
*1988: &#039;&#039;[[Blackadder#Blackadder.27s_Christmas_Carol_.5B1988.5D|Blackadder&#039;s Christmas Carol]]&#039;&#039;, Eine Version, in der [[Rowan Atkinson]] in die Rolle des Ebenezer [[Blackadder]] schlüpft, der sich, im Gegensatz zu Originalgeschichte, durch den Besuch eines Geistes ([[Robbie Coltrane]]) von einem barmherzigen Menschenfreund zu einem hinterhältigen, selbstsüchtigen Egoisten wandelt.&lt;br /&gt;
* 1992: &#039;&#039;[[Die Muppets Weihnachtsgeschichte]] (The Muppet Christmas Carol)&#039;&#039;, mit [[Michael Caine]] als Ebenezer Scrooge, fast alle anderen handelnden Personen werden von [[Muppets]] dargestellt (so &#039;&#039;[[Muppet Show#Gonzo|Gonzo]]&#039;&#039; als Charles Dickens, &#039;&#039;[[Kermit der Frosch]]&#039;&#039; als Bob Crachit und &#039;&#039;[[Miss Piggy]]&#039;&#039; als Emily Crachit)&lt;br /&gt;
* 1994: &#039;&#039;[[Freds Weihnachtsshow]]&#039;&#039; (A Flintstones Christmas Carol)&lt;br /&gt;
* 1999: &#039;&#039;[[A Christmas Carol – Die Nacht vor Weihnachten]] (&#039;&#039;&#039;Originaltitel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol / &#039;&#039;&#039;Alternativer deutscher Titel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol – Die drei Weihnachtsgeister)&#039;&#039;, mit [[Patrick Stewart]] in der Rolle des Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 2003: &#039;&#039;[[Carol und die Weihnachtsgeister]] (A Carol Christmas)&#039;&#039;, mit [[Tori Spelling]], [[Gary Coleman]] und [[William Shatner]].&lt;br /&gt;
* 2004: &#039;&#039;[[A Christmas Carol - The Musical]]&#039;&#039;, eine Musical-Fassung mit [[Kelsey Grammer]].&lt;br /&gt;
* 2006: &#039;&#039;[[A Sesame Street Christmas Carol]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2009: &#039;&#039;[[A Christmas Carol (2009)|A Christmas Carol]]&#039;&#039;, ein für 2009 angekündigter 3D-Film mit [[Jim Carrey]]. Dabei soll dieselbe [[Motion Capture]]-Technik wie etwa bei [[Der Polarexpress]] benutzt werden. Regie wird [[Robert Zemeckis]] führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hörspiel-Fassungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt in Deutschland diverse Lesungen und Hörspielfassungen der &amp;quot;Christmas Carol&amp;quot;. Lesungen gibt es u.a. von [[Otto Mellies]], [[Dieter Bellmann]] und [[Wolfgang Thierse]]. Hervorhebenswerte Hörspielfassungen sind:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Weihnachtsabend&#039;&#039; (Igel Records), Produktion: Bayerischer Rundfunk 1965.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge!&#039;&#039; (Titania Medien), 2004.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Charles Dickens&#039; Weihnachtsmärchen&#039;&#039; von [[Christian Peitz]] (HoerSketch), 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
*In Anlehnung an Ebenezer Scrooge nannte der US-amerikanische Comiczeichner Carl Barks eine seiner bekanntesten Figuren „Scrooge McDuck“. Auf deutsch erhielt diese Figur den Namen Dagobert Duck. Bei dieser Eindeutschung ging aber der Witz der Namensschöpfung verloren. Der Namensverwandtschaft zum literarischen „Scrooge“ und der schottisch anklingende Nachname „McDuck“ deuten beide auf den (den Schotten sprichwörtlich zugeschriebenen) Geiz der Figur hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Als Puppenspiel wurde die Geschichte von Koljas Puppenltheater (Spielleitung: Kolja Wlazik) und von den Piccolo Puppenspielen (Spielleitung: Gerd J. Pohl) inszeniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unter dem Titel &amp;quot;Die Mundart Weihnachtsgeschichte&amp;quot; brachte das Neu-Isenburger Mund Art Theater 1997 in Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main Thorsten Wszoleks Musical|Musicalfassung auf die Bühne. Diese Produktion lief wie das New Yorker Vorbild vom Madison Square Garden genau zehn Jahre und wurde 2006 zum letzten Mal gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der deutsche Komponist Dirk Michael Steffan hat das Werk ebenfalls später als Musical vertont. Es wurde im November 2001 im TheatrO CentrO in Oberhausen uraufgeführt. 2002 fanden im November und Dezember parallel rund fünfzig Aufführungen im Kölner Musical Dome und im Berliner Theater des Westens statt, 2003 im Auditorium der Messe München und erneut im TheatrO CentrO, hier mit Guildo Horn als Geist. Insgesamt haben rund 200.000 Zuschauer die Vorstellungen besucht. Im Jahr 2007 wurde das Musical erneut an zwei Standorten aufgeführt, dem Musicalpalast Frankfurt am Main sowie dem Theater am Marientor in Duisburg, wo die Rolle des Engels von Jasmin Wagner, die erstmals in einem Musical auftrat, dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Fred Guida: &#039;&#039;A Christmas Carol and Its Adaptations. A Critical Examination of Dickens&#039; Story and Its Productions on Screen and Television&#039;&#039;. McFarland &amp;amp; Co., Jefferson und London 2000, ISBN 0-7864-0738-7&lt;br /&gt;
* [[John Irving]]: &#039;&#039;A Christmas Carol - Ein Weihnachtslied&#039;&#039; in: [[Charles Dickens]]: &#039;&#039;Weihnachtslied. Eine Gespenstergeschichte&#039;&#039; (OT: &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;). Deutsch von Richard Zoozmann. Diogenes, Zürich 2001, ISBN 3-257-00872-4&lt;br /&gt;
* Charles Dickens: &#039;&#039;Ein Weihnachtslied. In Prosa&#039;&#039;. Ausführlich eingeleitet und neu übersetzt von Heiko Postma. Hannover, revonnah 2006, ISBN 978-3-934818-67-5&lt;br /&gt;
* Norbert Silberbauer: &amp;quot;Was steuert die Ameisen?&amp;quot; eine moderne Interpretation der Weihnachtsgeschichte, Wieser Verlag, 2006, ISBN 3-85129-623-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;amp;xid=432&amp;amp;kapitel=1#gb_found Volltext] (deutsch) im Projekt Gutenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{DEFAULTSORT:Christmas Carol, A}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Englisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Charles Dickens]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4286</id>
		<title>A Christmas Carol</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4286"/>
		<updated>2008-12-12T10:34:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Charles_Dickens-A_Christmas_Carol-Title_page-First_edition_1843.jpg|thumb|right|Titelblatt der Erstausgabe von &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;, kolorierte Illustration von John Leech]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;&#039; (wörtlich &#039;&#039;Ein Weihnachtslied&#039;&#039;, deutsch meist &#039;&#039;Eine Weihnachtsgeschichte&#039;&#039;) ist eine der bekanntesten Erzählungen von [[Charles Dickens]] und wurde 1843 veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzählung handelt von Ebenezer Scrooge, einem alten grantigen Geizhals, der in einer einzigen Nacht zunächst Besuch von seinem verstorbenen Teilhaber Jacob Marley und dann von drei weiteren Geistern erhält, die ihm schließlich dazu verhelfen, sein Leben zu ändern. Das Buch enthält stark sozialkritische Töne, mit denen Dickens die Missstände im England des [[19. Jahrhundert]]s anprangern wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dickens hatte bereits seit einiger Zeit den Plan zu der Erzählung, als er schließlich 1843 in Geldnot geriet. Um die Sache noch schlimmer zu machen, hatte sein Verleger nicht die Mittel, das Buch herauszubringen, und so bezahlte Dickens schließlich den Druck selbst. Das Buch wurde binnen kurzer Zeit zum Renner. Allerdings gab es zu jener Zeit in England keinen Urheberschutz, und so konnte das Buch bald ungehindert als Raubdruck vertrieben werden. Dickens zog zwar gegen die Verantwortlichen vor Gericht, jedoch kostete ihn das am Ende so viel, wie er mit dem Buch selbst eingenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039; ist unterteilt in fünf Strophen (englisch &#039;&#039;Staves&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe I: Marleys Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Marley&#039;s_Ghost-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Marleys Geist]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte beginnt mit der simplen Feststellung, Marley sei tot. Der Leser wird darüber aufgeklärt, dass Jacob Marley der Geschäftspartner, Weggefährte und einzige Freund des Protagonisten Ebenezer Scrooge war, bis er vor sieben Jahren am Weihnachtsabend verstarb. Dickens beschreibt Ebenezer Scrooge als Menschen, der voller Kälte ist und Kälte überall verbreitet, als enorm geizig und habgierig. Nach Marleys Tod ist Scrooge der alleinige Inhaber des Warenhauses „Scrooge and Marley“ und unterhält einen Angestellten, Bob Cratchit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr, besucht auch dieses Jahr wieder Scrooges Neffe Fred seinen Onkel, um ihn zum Weihnachtsessen einzuladen und ihm „Merry Christmas!“ zu wünschen. Scrooge lehnt sowohl die Einladung, als auch die guten Wünsche und sogar Weihnachten an sich völlig ab, wütend entgegnet er seinem Neffen: „Humbug!“, was als eine für Scrooge typische Redewendung angesehen werden kann. Am selben Abend besuchen Scrooge zwei „gentlemen“, die um Spenden für die arme Bevölkerung bitten. Scrooge lässt sich nicht erweichen, er fragt rhetorisch, ob es denn keine Gefängnisse und Arbeitshäuser gäbe und ob nicht schon Gesetze zur Unterstützung der Armen existierten. Natürlich gibt es dies alles, deshalb ist sich Scrooge sicher, mit Bezahlung seiner Steuern habe er seine Pflicht mehr als erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend begibt sich Scrooge nach Hause; als er die Tür öffnen will, sieht er kurz das Antlitz seines verstorbenen Freundes Marley auf dem Türklopfer, will es aber nicht glauben und betritt das Haus. Im Haus scheint alles normal, bis ihm der Geist Marleys erscheint. Der Geist ist kettenbehangen, an seiner Kette hängen Utensilien des Geschäftslebens: Geldkassetten, Portemonnaies u.ä. Marleys Geist erklärt, er habe sich im Laufe seines Lebens diese Kette selbst geschmiedet. Dadurch, dass er zeitlebens nicht unter Menschen war, sondern sich nur seiner Gier nach Geld hingegeben hatte, muss er sich nun, nach seinem Tod, als Geist unter die Menschen begeben; die Kette fungiert als Symbol hierfür. Der Geist weist Scrooge darauf hin, dass Scrooge selbst ebenfalls eine solche Kette habe, beide Ketten seien vor sieben Jahren von derselben Länge gewesen, jetzt aber sei Scrooges Kette um einiges länger geworden. Der Geist verlässt den aufgewühlten Scrooge mit dem Hinweis, dass ihn noch drei Geister besuchen würden, um Scrooge zu retten. Mit dem Zu-Bett-Gehen Scrooges schließt die erste Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe II: Der erste Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge Extinguishes the First of the Three Spirits.jpg|thumb|Der erste Geist]]&lt;br /&gt;
Nachdem Scrooge mitten in der Nacht aufgewacht ist, erscheint ihm der erste der drei Geister. Dickens beschreibt ihn als eine komische Figur, Kind und Greis zugleich. Mit weicher Stimme stellt er sich als „Geist der vergangenen Weihnacht“ vor. Der Geist führt Scrooge durch seine Vergangenheit, angefangen beim kleinen Scrooge, der schon in seiner Kindheit keine Freunde hatte und an Weihnachten, von seiner Familie verstoßen, in der Schule saß, um Kinderbücher zu lesen. Scrooge zeigt sich berührt von den Szenen seiner Kindheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weitere Weg durch Scrooges Weihnachts-Vergangenheit zeigt Scrooge als jungen Mann, der bei Mr. Fezziwig, einem Kaufhausbesitzer, seinen späteren Beruf erlernte. Scrooge und der Geist wohnen einer Betriebs-Weihnachtsfeier bei, die Scrooge deutlich macht, mit wie wenigen (finanziellen) Anstrengungen Menschen sehr glücklich zu machen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Station auf der Reise ist Scrooge in den besten Jahren, als er seine große Liebe gegen die Liebe zum Geld regelrecht eintauschte. Scrooge erscheint in Anwesenheit des Geistes regelrecht erschüttert, er möchte nichts mehr von der Vergangenheit sehen, nur noch wieder zurück nach Hause gehen. Trotzdem zeigt ihm der Geist eine weitere Szene: Seine frühere Verlobte in einer idyllischen Weihnachtsszene mit Kindern und Ehemann. Scrooge ist gebrochen, er fleht darum nach Hause zurück zu können. Scrooge gelangt wieder nach Hause und fällt wieder in den Schlaf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe III: Der zweite Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Scrooges_third_visitor-John_Leech,1843.jpg|thumb|Der zweite Geist]]&lt;br /&gt;
Jetzt besucht der zweite der drei Geister Scrooge. Er nennt sich „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“. Er stellt klar, dass es bereits über 1800 seinesgleichen gegeben hat – gemeint ist, dass es jedes Jahr seit Christi Geburt einen neuen „Weihnachtsgeist“ gebe. Auch der „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“ nimmt Scrooge mit auf eine Rundreise durch die Straßen Londons, wo sie die weihnachtliche Atmosphäre erleben und schließlich vor einem Bäckerladen halten. Dort zeigt der Geist Scrooge, dass er mit einigen Spritzern speziellen Wassers einen Streit beenden und Speisen weihnachtlich schmecken lassen kann. Das soll erklären, warum uns zu Weihnachten alles so besonders gut schmeckt und es viel Harmonie bei wenig Streit gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst auf dieser Reise mit dem Geist des jetzigen Weihnachtens lernt er den Schreiber Bob Cratchit und seine Familie näher kennen. Scrooges Angestellter und seine Frau haben einige Kinder, wobei ein Kind besonders hervorgehoben wird: Der verkrüppelte Tim Cratchit ist sehr klein, kann sich aufgrund seiner Behinderung nur mit einem Gestell fortbewegen und es hat den Anschein, dass er wegen Mangelernährung und schlechter (medizinischer) Versorgung bald sterben würde. Hier wird eine echte Veränderung in Scrooges Charakter deutlich: Er fragt den Geist, ob Tim noch eine Zeit zu leben habe – doch der Geist hat Zweifel. Scrooge zeigt Mitleid, woraufhin der Geist ihn an seine eigenen Worte in der Vergangenheit erinnert: Scrooge hatte gesagt, Tim sollte wohl besser sterben, um die Überbevölkerung zu vermindern. Die Cratchits feiern trotz ihrer Armut ein schönes Weihnachtsfest und Bob Cratchit stößt sogar auf seinen Arbeitgeber an – es sei ja Weihnachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Geist erlebt Scrooge eine weitere Weihnachtsszene, diesmal bei seinem Neffen Fred, der in geselliger Runde seinen Spaß damit hat, über den verbohrten Scrooge zu erzählen und sich über den Ausdruck „Humbug!“ lustig macht. Nach dem Essen spielt die Gesellschaft um Fred dann Spiele, unter anderem folgendes: Jemand denkt sich einen Begriff aus, den die anderen erraten müssen – Rückfragen dürfen nur mit Ja oder Nein beantwortet werden. Das etwas ist, laut den Antworten ein lebendes Tier, das man auf Londons Straßen sieht, niemand essen würde, welches manchmal grunzt und grummelt – gemeint ist natürlich „Onkel Scrooge“, ein königliches Amusement für Fred und die anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe endet höchst symbolträchtig. Der Geist überlässt Scrooge zwei Kinder, die er bis dahin unter seinem Umhang versteckt hielt. Die Namen der beiden weisen bereits in eine bestimmte Richtung, sie heißen „Unwissenheit und Mangel“. Auf Scrooges Nachfrage erklärt der Geist, dass es nicht seine eigenen, sondern Kinder der Menschheit seien. Scrooge sträubt sich gegen die Aufnahme der Kinder. Er fragt, ob sie denn keine Bleibe hätten; der Geist antwortet wiederum mit einer Gegenfrage, die ebenfalls wieder Scrooges eigene Worte darstellen: „Gibt es denn keine Gefängnisse, Arbeitshäuser?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe IV: Der letzte Geist ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:The_Last_of_the_Spirits-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Der letzte Geist]]&lt;br /&gt;
Der letzte der drei Geister erscheint Scrooge, ohne ein einziges Wort zu sagen. Der Schluss, dass es sich um den „Geist der zukünftigen Weihnacht“ handelt, bleibt Scrooge überlassen. Der Geist führt Scrooge wieder durch die Straßen Londons. Die beiden hören einem Gespräch einer Gruppe Geschäftsmänner zu. Die Männer sprechen über den Tod einer nicht namentlich genannten Person, die anscheinend einiges Geld angehäuft hatte, die aber niemand mochte. Ein weiteres Gespräch können Scrooge und der Geist belauschen: Auch hier geht es um den „alten Knauser“, der gestorben sei. Dem Leser ist längst klar, dass es sich nur um den gestorbenen Scrooge handeln kann – doch er selbst ist entweder ahnungslos oder will es einfach nicht wahrhaben. Er hofft, mit dem Geist eine Szene in der Zukunft zu sehen, in der er selbst vorkommt und nunmehr zum guten Menschen bekehrt etwas Gutes bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen führt ihn der Geist in einen düsteren Teil der Stadt, genauer gesagt in ein Armenviertel und in diesem Viertel in ein Geschäft, dessen Eigentümer jedwede Waren aufkauft. Einige Menschen haben sich bei „Old Joe“ eingefunden, und es wird schnell deutlich, dass sie ihm Waren verkaufen wollen, die sie aus dem Haus des mysteriösen, toten Mannes gestohlen haben. Nicht einer der Anwesenden zeigt Schuldgefühle, selbst als eine Frau die Bettvorhänge und das Totenhemd verkauft, die sie der auf dem Bett liegenden Leiche entwendet hatte. Dem Leser wird überdeutlich klar gemacht, wie unbeliebt der Tote gewesen sein muss. Den ersten Ansatz der Erkenntnis zeigt Scrooge im nächsten Augenblick, als er mit dem Geist im Sterberaum steht und aufgefordert wird, unter das Leichentuch zu sehen – was er aber nicht tun will und im Endeffekt auch nicht tut. Scrooge fleht den Geist an, er möge ihm doch einen Menschen zeigen, der Emotionen wegen des toten Mannes zeigt. Alles, was er daraufhin sieht, ist ein Paar, das sich Sorgen um einen noch nicht an den Toten zurückgezahlten Kredit macht und durch den Tod ihres Gläubigers erleichtert ist. Da Scrooge das natürlich nicht sehen wollte, fordert er den Geist auf, ihm Traurigkeit, verursacht durch einen Tod, zu zeigen; aber auch die folgende Szene soll ihn mehr aufwühlen, als beruhigen: Scrooge und der Geist besuchen die Familie Cratchit, die um den verstorbenen Tiny Tim trauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss des Kapitels werden alle Unklarheiten aus dem Weg geräumt. Auf Scrooges Wunsch hin zu erfahren, wer denn nun der tote Mann sei, zeigt ihm der Geist der Zukunft einen Grabstein. Voller Entsetzen liest Scrooge die Inschrift: Ebenezer Scrooge. Vor Scrooges Augen, der dem Zusammenbruch nahe ist, verschwindet der Geist in einem Bettpfosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe V: Das Ende ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge and Bob Cratchit.jpg|thumb|Scrooge und Bob Cratchit]]&lt;br /&gt;
...Und zwar in Scrooges eigenem Bettpfosten. Völlig verwandelt und voller guter Vorsätze steht Scrooge wieder in der realen Welt: Ohne Geister und quicklebendig. Scrooge schafft es sogar, zu lachen, und ein Ereignis für ihn ist es auch, einen Jungen zu fragen, welcher Tag denn sei – dieser antwortet ihm, es sei Christtag – und Scrooge erkennt, dass alles Vergangene in der einen letzten Nacht passiert sein musste. Er beauftragt den Jungen außerdem, einen Truthahn zu kaufen, der doppelt so groß wie Tiny Tim sei und diesen der Familie Cratchit zukommen zu lassen. Die nächsten Handlungen des verwandelten Scrooge sind zunächst eine Entschuldigung bei den „old gentlemen“ (Siehe Strophe I), welchen er eine großzügige Spende zukommen lässt, und schließlich nimmt Scrooge doch noch die Einladung seines Neffen an, am Weihnachtstag mit ihm und Freunden zu feiern – und sowohl Fred als auch alle seine Freunde freuen sich sehr über Scrooges Anwesenheit. Am Tag darauf ist Scrooge schon sehr früh in seinem Kontor; sein erklärter Wille: seinen Angestellten dabei erwischen, wie er zu spät kommt. Scrooge erlaubt sich natürlich nur einen Scherz – nachdem er Bob Cratchit aufs Übelste zusammengestaucht hat, kommt das erlösende: „Fröhliche Weihnachten, Bob!“ und er erhöht dessen Gehalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zusammenfassenden letzten Absatz unterstreicht Dickens noch einmal Scrooges Persönlichkeitsveränderung: „Scrooge war besser als sein Wort“, Tiny Tim würde überleben, und schließlich: „Gott segne jeden von uns“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmische Bearbeitungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch wurde unzählige Male verfilmt. Besonders hervorzuheben sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1901: &#039;&#039;Scrooge; oder Marley&#039;s Ghost&#039;&#039;, die erste bekannte Verfilmung als britischer Kurzfilm.&lt;br /&gt;
* 1951: &#039;&#039;[[Charles Dickens - Eine Weihnachtsgeschichte]] (Scrooge)&#039;&#039;, mit [[Alastair Sim]] als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
*1960 wurde der Stoff mit [[Carl Wéry]] als Ebenezer Scrooge unter dem Regisseur [[Franz Josef Wild]] verfilmt. &lt;br /&gt;
*1971 erhielt [[Albert Finney]] den [[Golden Globe Award]] für seine Darstellung des Scrooge. &lt;br /&gt;
* 1983: &#039;&#039;[[Mickys Weihnachtserzählung]] (Mickey&#039;s Christmas Carol)&#039;&#039;, Zeichentrick&lt;br /&gt;
* 1984: &#039;&#039;[[Charles Dickens&#039; Weihnachtsgeschichte]] (A Christmas Carol)&#039;&#039;, mit [[George C. Scott]] als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 1988: &#039;&#039;[[Die Geister, die ich rief]] (Scrooged)&#039;&#039;, mit [[Bill Murray]] als Frank Cross (eine moderne Verkörperung des Ebenezer Scrooge)&lt;br /&gt;
*1988: &#039;&#039;[[Blackadder#Blackadder.27s_Christmas_Carol_.5B1988.5D|Blackadder&#039;s Christmas Carol]]&#039;&#039;, Eine Version, in der [[Rowan Atkinson]] in die Rolle des Ebenezer [[Blackadder]] schlüpft, der sich, im Gegensatz zu Originalgeschichte, durch den Besuch eines Geistes ([[Robbie Coltrane]]) von einem barmherzigen Menschenfreund zu einem hinterhältigen, selbstsüchtigen Egoisten wandelt.&lt;br /&gt;
* 1992: &#039;&#039;[[Die Muppets Weihnachtsgeschichte]] (The Muppet Christmas Carol)&#039;&#039;, mit [[Michael Caine]] als Ebenezer Scrooge, fast alle anderen handelnden Personen werden von [[Muppets]] dargestellt (so &#039;&#039;[[Muppet Show#Gonzo|Gonzo]]&#039;&#039; als Charles Dickens, &#039;&#039;[[Kermit der Frosch]]&#039;&#039; als Bob Crachit und &#039;&#039;[[Miss Piggy]]&#039;&#039; als Emily Crachit)&lt;br /&gt;
* 1994: &#039;&#039;[[Freds Weihnachtsshow]]&#039;&#039; (A Flintstones Christmas Carol)&lt;br /&gt;
* 1999: &#039;&#039;[[A Christmas Carol – Die Nacht vor Weihnachten]] (&#039;&#039;&#039;Originaltitel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol / &#039;&#039;&#039;Alternativer deutscher Titel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol – Die drei Weihnachtsgeister)&#039;&#039;, mit [[Patrick Stewart]] in der Rolle des Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 2003: &#039;&#039;[[Carol und die Weihnachtsgeister]] (A Carol Christmas)&#039;&#039;, mit [[Tori Spelling]], [[Gary Coleman]] und [[William Shatner]].&lt;br /&gt;
* 2004: &#039;&#039;[[A Christmas Carol - The Musical]]&#039;&#039;, eine Musical-Fassung mit [[Kelsey Grammer]].&lt;br /&gt;
* 2006: &#039;&#039;[[A Sesame Street Christmas Carol]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2009: &#039;&#039;[[A Christmas Carol (2009)|A Christmas Carol]]&#039;&#039;, ein für 2009 angekündigter 3D-Film mit [[Jim Carrey]]. Dabei soll dieselbe [[Motion Capture]]-Technik wie etwa bei [[Der Polarexpress]] benutzt werden. Regie wird [[Robert Zemeckis]] führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hörspiel-Fassungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt in Deutschland diverse Lesungen und Hörspielfassungen der &amp;quot;Christmas Carol&amp;quot;. Lesungen gibt es u.a. von [[Otto Mellies]], [[Dieter Bellmann]] und [[Wolfgang Thierse]]. Hervorhebenswerte Hörspielfassungen sind:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Weihnachtsabend&#039;&#039; (Igel Records), Produktion: Bayerischer Rundfunk 1965.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge!&#039;&#039; (Titania Medien), 2004.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Charles Dickens&#039; Weihnachtsmärchen&#039;&#039; von [[Christian Peitz]] (HoerSketch), 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
*In Anlehnung an Ebenezer Scrooge nannte der US-amerikanische Comiczeichner Carl Barks eine seiner bekanntesten Figuren „Scrooge McDuck“. Auf deutsch erhielt diese Figur den Namen Dagobert Duck. Bei dieser Eindeutschung ging aber der Witz der Namensschöpfung verloren. Der Namensverwandtschaft zum literarischen „Scrooge“ und der schottisch anklingende Nachname „McDuck“ deuten beide auf den (den Schotten sprichwörtlich zugeschriebenen) Geiz der Figur hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Als Puppenspiel wurde die Geschichte von Koljas Puppenltheater (Spielleitung: Kolja Wlazik) und von den Piccolo Puppenspielen (Spielleitung: Gerd J. Pohl) inszeniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unter dem Titel &amp;quot;Die Mundart Weihnachtsgeschichte&amp;quot; brachte das Neu-Isenburger Mund Art Theater 1997 in Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main Thorsten Wszoleks Musical|Musicalfassung auf die Bühne. Diese Produktion lief wie das New Yorker Vorbild vom Madison Square Garden genau zehn Jahre und wurde 2006 zum letzten Mal gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der deutsche Komponist Dirk Michael Steffan hat das Werk ebenfalls später als Musical vertont. Es wurde im November 2001 im TheatrO CentrO in Oberhausen uraufgeführt. 2002 fanden im November und Dezember parallel rund fünfzig Aufführungen im Kölner Musical Dome und im Berliner Theater des Westens statt, 2003 im Auditorium der Messe München und erneut im TheatrO CentrO, hier mit Guildo Horn als Geist. Insgesamt haben rund 200.000 Zuschauer die Vorstellungen besucht. Im Jahr 2007 wurde das Musical erneut an zwei Standorten aufgeführt, dem Musicalpalast Frankfurt am Main sowie dem Theater am Marientor in Duisburg, wo die Rolle des Engels von Jasmin Wagner, die erstmals in einem Musical auftrat, dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Fred Guida: &#039;&#039;A Christmas Carol and Its Adaptations. A Critical Examination of Dickens&#039; Story and Its Productions on Screen and Television&#039;&#039;. McFarland &amp;amp; Co., Jefferson und London 2000, ISBN 0-7864-0738-7&lt;br /&gt;
* [[John Irving]]: &#039;&#039;A Christmas Carol - Ein Weihnachtslied&#039;&#039; in: [[Charles Dickens]]: &#039;&#039;Weihnachtslied. Eine Gespenstergeschichte&#039;&#039; (OT: &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;). Deutsch von [[Richard Zoozmann]]. Diogenes, Zürich 2001, ISBN 3-257-00872-4&lt;br /&gt;
* Charles Dickens: &#039;&#039;Ein Weihnachtslied. In Prosa&#039;&#039;. Ausführlich eingeleitet und neu übersetzt von [[Heiko Postma]]. Hannover, revonnah 2006, ISBN 978-3-934818-67-5&lt;br /&gt;
* Norbert Silberbauer: &amp;quot;Was steuert die Ameisen?&amp;quot; eine moderne Interpretation der Weihnachtsgeschichte, Wieser Verlag, 2006, ISBN 3-85129-623-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;amp;xid=432&amp;amp;kapitel=1#gb_found Volltext] (deutsch) im Projekt Gutenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{DEFAULTSORT:Christmas Carol, A}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Englisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weihnachten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kinder- und Jugendbuch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Charles Dickens]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4285</id>
		<title>A Christmas Carol</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4285"/>
		<updated>2008-12-12T10:33:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Charles_Dickens-A_Christmas_Carol-Title_page-First_edition_1843.jpg|thumb|right|Titelblatt der Erstausgabe von &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;, kolorierte Illustration von John Leech]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;&#039; (wörtlich &#039;&#039;Ein Weihnachtslied&#039;&#039;, deutsch meist &#039;&#039;Eine Weihnachtsgeschichte&#039;&#039;) ist eine der bekanntesten Erzählungen von [[Charles Dickens]] und wurde 1843 veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzählung handelt von Ebenezer Scrooge, einem alten grantigen Geizhals, der in einer einzigen Nacht zunächst Besuch von seinem verstorbenen Teilhaber Jacob Marley und dann von drei weiteren Geistern erhält, die ihm schließlich dazu verhelfen, sein Leben zu ändern. Das Buch enthält stark sozialkritische Töne, mit denen Dickens die Missstände im England des [[19. Jahrhundert]]s anprangern wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dickens hatte bereits seit einiger Zeit den Plan zu der Erzählung, als er schließlich 1843 in Geldnot geriet. Um die Sache noch schlimmer zu machen, hatte sein Verleger nicht die Mittel, das Buch herauszubringen, und so bezahlte Dickens schließlich den Druck selbst. Das Buch wurde binnen kurzer Zeit zum Renner. Allerdings gab es zu jener Zeit in England keinen Urheberschutz, und so konnte das Buch bald ungehindert als Raubdruck vertrieben werden. Dickens zog zwar gegen die Verantwortlichen vor Gericht, jedoch kostete ihn das am Ende so viel, wie er mit dem Buch selbst eingenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039; ist unterteilt in fünf Strophen (englisch &#039;&#039;Staves&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe I: Marleys Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Marley&#039;s_Ghost-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Marleys Geist]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte beginnt mit der simplen Feststellung, Marley sei tot. Der Leser wird darüber aufgeklärt, dass Jacob Marley der Geschäftspartner, Weggefährte und einzige Freund des Protagonisten Ebenezer Scrooge war, bis er vor sieben Jahren am Weihnachtsabend verstarb. Dickens beschreibt Ebenezer Scrooge als Menschen, der voller Kälte ist und Kälte überall verbreitet, als enorm geizig und habgierig. Nach Marleys Tod ist Scrooge der alleinige Inhaber des Warenhauses „Scrooge and Marley“ und unterhält einen Angestellten, Bob Cratchit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr, besucht auch dieses Jahr wieder Scrooges Neffe Fred seinen Onkel, um ihn zum Weihnachtsessen einzuladen und ihm „Merry Christmas!“ zu wünschen. Scrooge lehnt sowohl die Einladung, als auch die guten Wünsche und sogar Weihnachten an sich völlig ab, wütend entgegnet er seinem Neffen: „Humbug!“, was als eine für Scrooge typische Redewendung angesehen werden kann. Am selben Abend besuchen Scrooge zwei „gentlemen“, die um Spenden für die arme Bevölkerung bitten. Scrooge lässt sich nicht erweichen, er fragt rhetorisch, ob es denn keine Gefängnisse und Arbeitshäuser gäbe und ob nicht schon Gesetze zur Unterstützung der Armen existierten. Natürlich gibt es dies alles, deshalb ist sich Scrooge sicher, mit Bezahlung seiner Steuern habe er seine Pflicht mehr als erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend begibt sich Scrooge nach Hause; als er die Tür öffnen will, sieht er kurz das Antlitz seines verstorbenen Freundes Marley auf dem Türklopfer, will es aber nicht glauben und betritt das Haus. Im Haus scheint alles normal, bis ihm der Geist Marleys erscheint. Der Geist ist kettenbehangen, an seiner Kette hängen Utensilien des Geschäftslebens: Geldkassetten, Portemonnaies u.ä. Marleys Geist erklärt, er habe sich im Laufe seines Lebens diese Kette selbst geschmiedet. Dadurch, dass er zeitlebens nicht unter Menschen war, sondern sich nur seiner Gier nach Geld hingegeben hatte, muss er sich nun, nach seinem Tod, als Geist unter die Menschen begeben; die Kette fungiert als Symbol hierfür. Der Geist weist Scrooge darauf hin, dass Scrooge selbst ebenfalls eine solche Kette habe, beide Ketten seien vor sieben Jahren von derselben Länge gewesen, jetzt aber sei Scrooges Kette um einiges länger geworden. Der Geist verlässt den aufgewühlten Scrooge mit dem Hinweis, dass ihn noch drei Geister besuchen würden, um Scrooge zu retten. Mit dem Zu-Bett-Gehen Scrooges schließt die erste Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe II: Der erste Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge Extinguishes the First of the Three Spirits.jpg|thumb|Der erste Geist]]&lt;br /&gt;
Nachdem Scrooge mitten in der Nacht aufgewacht ist, erscheint ihm der erste der drei Geister. Dickens beschreibt ihn als eine komische Figur, Kind und Greis zugleich. Mit weicher Stimme stellt er sich als „Geist der vergangenen Weihnacht“ vor. Der Geist führt Scrooge durch seine Vergangenheit, angefangen beim kleinen Scrooge, der schon in seiner Kindheit keine Freunde hatte und an Weihnachten, von seiner Familie verstoßen, in der Schule saß, um Kinderbücher zu lesen. Scrooge zeigt sich berührt von den Szenen seiner Kindheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weitere Weg durch Scrooges Weihnachts-Vergangenheit zeigt Scrooge als jungen Mann, der bei Mr. Fezziwig, einem Kaufhausbesitzer, seinen späteren Beruf erlernte. Scrooge und der Geist wohnen einer Betriebs-Weihnachtsfeier bei, die Scrooge deutlich macht, mit wie wenigen (finanziellen) Anstrengungen Menschen sehr glücklich zu machen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Station auf der Reise ist Scrooge in den besten Jahren, als er seine große Liebe gegen die Liebe zum Geld regelrecht eintauschte. Scrooge erscheint in Anwesenheit des Geistes regelrecht erschüttert, er möchte nichts mehr von der Vergangenheit sehen, nur noch wieder zurück nach Hause gehen. Trotzdem zeigt ihm der Geist eine weitere Szene: Seine frühere Verlobte in einer idyllischen Weihnachtsszene mit Kindern und Ehemann. Scrooge ist gebrochen, er fleht darum nach Hause zurück zu können. Scrooge gelangt wieder nach Hause und fällt wieder in den Schlaf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe III: Der zweite Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Scrooges_third_visitor-John_Leech,1843.jpg|thumb|Der zweite Geist]]&lt;br /&gt;
Jetzt besucht der zweite der drei Geister Scrooge. Er nennt sich „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“. Er stellt klar, dass es bereits über 1800 seinesgleichen gegeben hat – gemeint ist, dass es jedes Jahr seit Christi Geburt einen neuen „Weihnachtsgeist“ gebe. Auch der „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“ nimmt Scrooge mit auf eine Rundreise durch die Straßen Londons, wo sie die weihnachtliche Atmosphäre erleben und schließlich vor einem Bäckerladen halten. Dort zeigt der Geist Scrooge, dass er mit einigen Spritzern speziellen Wassers einen Streit beenden und Speisen weihnachtlich schmecken lassen kann. Das soll erklären, warum uns zu Weihnachten alles so besonders gut schmeckt und es viel Harmonie bei wenig Streit gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst auf dieser Reise mit dem Geist des jetzigen Weihnachtens lernt er den Schreiber Bob Cratchit und seine Familie näher kennen. Scrooges Angestellter und seine Frau haben einige Kinder, wobei ein Kind besonders hervorgehoben wird: Der verkrüppelte Tim Cratchit ist sehr klein, kann sich aufgrund seiner Behinderung nur mit einem Gestell fortbewegen und es hat den Anschein, dass er wegen Mangelernährung und schlechter (medizinischer) Versorgung bald sterben würde. Hier wird eine echte Veränderung in Scrooges Charakter deutlich: Er fragt den Geist, ob Tim noch eine Zeit zu leben habe – doch der Geist hat Zweifel. Scrooge zeigt Mitleid, woraufhin der Geist ihn an seine eigenen Worte in der Vergangenheit erinnert: Scrooge hatte gesagt, Tim sollte wohl besser sterben, um die Überbevölkerung zu vermindern. Die Cratchits feiern trotz ihrer Armut ein schönes Weihnachtsfest und Bob Cratchit stößt sogar auf seinen Arbeitgeber an – es sei ja Weihnachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Geist erlebt Scrooge eine weitere Weihnachtsszene, diesmal bei seinem Neffen Fred, der in geselliger Runde seinen Spaß damit hat, über den verbohrten Scrooge zu erzählen und sich über den Ausdruck „Humbug!“ lustig macht. Nach dem Essen spielt die Gesellschaft um Fred dann Spiele, unter anderem folgendes: Jemand denkt sich einen Begriff aus, den die anderen erraten müssen – Rückfragen dürfen nur mit Ja oder Nein beantwortet werden. Das etwas ist, laut den Antworten ein lebendes Tier, das man auf Londons Straßen sieht, niemand essen würde, welches manchmal grunzt und grummelt – gemeint ist natürlich „Onkel Scrooge“, ein königliches Amusement für Fred und die anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe endet höchst symbolträchtig. Der Geist überlässt Scrooge zwei Kinder, die er bis dahin unter seinem Umhang versteckt hielt. Die Namen der beiden weisen bereits in eine bestimmte Richtung, sie heißen „Unwissenheit und Mangel“. Auf Scrooges Nachfrage erklärt der Geist, dass es nicht seine eigenen, sondern Kinder der Menschheit seien. Scrooge sträubt sich gegen die Aufnahme der Kinder. Er fragt, ob sie denn keine Bleibe hätten; der Geist antwortet wiederum mit einer Gegenfrage, die ebenfalls wieder Scrooges eigene Worte darstellen: „Gibt es denn keine Gefängnisse, Arbeitshäuser?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe IV: Der letzte Geist ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:The_Last_of_the_Spirits-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Der letzte Geist]]&lt;br /&gt;
Der letzte der drei Geister erscheint Scrooge, ohne ein einziges Wort zu sagen. Der Schluss, dass es sich um den „Geist der zukünftigen Weihnacht“ handelt, bleibt Scrooge überlassen. Der Geist führt Scrooge wieder durch die Straßen Londons. Die beiden hören einem Gespräch einer Gruppe Geschäftsmänner zu. Die Männer sprechen über den Tod einer nicht namentlich genannten Person, die anscheinend einiges Geld angehäuft hatte, die aber niemand mochte. Ein weiteres Gespräch können Scrooge und der Geist belauschen: Auch hier geht es um den „alten Knauser“, der gestorben sei. Dem Leser ist längst klar, dass es sich nur um den gestorbenen Scrooge handeln kann – doch er selbst ist entweder ahnungslos oder will es einfach nicht wahrhaben. Er hofft, mit dem Geist eine Szene in der Zukunft zu sehen, in der er selbst vorkommt und nunmehr zum guten Menschen bekehrt etwas Gutes bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen führt ihn der Geist in einen düsteren Teil der Stadt, genauer gesagt in ein Armenviertel und in diesem Viertel in ein Geschäft, dessen Eigentümer jedwede Waren aufkauft. Einige Menschen haben sich bei „Old Joe“ eingefunden, und es wird schnell deutlich, dass sie ihm Waren verkaufen wollen, die sie aus dem Haus des mysteriösen, toten Mannes gestohlen haben. Nicht einer der Anwesenden zeigt Schuldgefühle, selbst als eine Frau die Bettvorhänge und das Totenhemd verkauft, die sie der auf dem Bett liegenden Leiche entwendet hatte. Dem Leser wird überdeutlich klar gemacht, wie unbeliebt der Tote gewesen sein muss. Den ersten Ansatz der Erkenntnis zeigt Scrooge im nächsten Augenblick, als er mit dem Geist im Sterberaum steht und aufgefordert wird, unter das Leichentuch zu sehen – was er aber nicht tun will und im Endeffekt auch nicht tut. Scrooge fleht den Geist an, er möge ihm doch einen Menschen zeigen, der Emotionen wegen des toten Mannes zeigt. Alles, was er daraufhin sieht, ist ein Paar, das sich Sorgen um einen noch nicht an den Toten zurückgezahlten Kredit macht und durch den Tod ihres Gläubigers erleichtert ist. Da Scrooge das natürlich nicht sehen wollte, fordert er den Geist auf, ihm Traurigkeit, verursacht durch einen Tod, zu zeigen; aber auch die folgende Szene soll ihn mehr aufwühlen, als beruhigen: Scrooge und der Geist besuchen die Familie Cratchit, die um den verstorbenen Tiny Tim trauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss des Kapitels werden alle Unklarheiten aus dem Weg geräumt. Auf Scrooges Wunsch hin zu erfahren, wer denn nun der tote Mann sei, zeigt ihm der Geist der Zukunft einen Grabstein. Voller Entsetzen liest Scrooge die Inschrift: Ebenezer Scrooge. Vor Scrooges Augen, der dem Zusammenbruch nahe ist, verschwindet der Geist in einem Bettpfosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe V: Das Ende ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge and Bob Cratchit.jpg|thumb|Scrooge und Bob Cratchit]]&lt;br /&gt;
...Und zwar in Scrooges eigenem Bettpfosten. Völlig verwandelt und voller guter Vorsätze steht Scrooge wieder in der realen Welt: Ohne Geister und quicklebendig. Scrooge schafft es sogar, zu lachen, und ein Ereignis für ihn ist es auch, einen Jungen zu fragen, welcher Tag denn sei – dieser antwortet ihm, es sei Christtag – und Scrooge erkennt, dass alles Vergangene in der einen letzten Nacht passiert sein musste. Er beauftragt den Jungen außerdem, einen Truthahn zu kaufen, der doppelt so groß wie Tiny Tim sei und diesen der Familie Cratchit zukommen zu lassen. Die nächsten Handlungen des verwandelten Scrooge sind zunächst eine Entschuldigung bei den „old gentlemen“ (Siehe Strophe I), welchen er eine großzügige Spende zukommen lässt, und schließlich nimmt Scrooge doch noch die Einladung seines Neffen an, am Weihnachtstag mit ihm und Freunden zu feiern – und sowohl Fred als auch alle seine Freunde freuen sich sehr über Scrooges Anwesenheit. Am Tag darauf ist Scrooge schon sehr früh in seinem Kontor; sein erklärter Wille: seinen Angestellten dabei erwischen, wie er zu spät kommt. Scrooge erlaubt sich natürlich nur einen Scherz – nachdem er Bob Cratchit aufs Übelste zusammengestaucht hat, kommt das erlösende: „Fröhliche Weihnachten, Bob!“ und er erhöht dessen Gehalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zusammenfassenden letzten Absatz unterstreicht Dickens noch einmal Scrooges Persönlichkeitsveränderung: „Scrooge war besser als sein Wort“, Tiny Tim würde überleben, und schließlich: „Gott segne jeden von uns“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmische Bearbeitungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch wurde unzählige Male verfilmt. Besonders hervorzuheben sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1901: &#039;&#039;Scrooge; oder Marley&#039;s Ghost&#039;&#039;, die erste bekannte Verfilmung als britischer Kurzfilm.&lt;br /&gt;
* 1951: &#039;&#039;[[Charles Dickens - Eine Weihnachtsgeschichte]] (Scrooge)&#039;&#039;, mit [[Alastair Sim]] als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
*1960 wurde der Stoff mit [[Carl Wéry]] als Ebenezer Scrooge unter dem Regisseur [[Franz Josef Wild]] verfilmt. &lt;br /&gt;
*1971 erhielt [[Albert Finney]] den [[Golden Globe Award]] für seine Darstellung des Scrooge. &lt;br /&gt;
* 1983: &#039;&#039;[[Mickys Weihnachtserzählung]] (Mickey&#039;s Christmas Carol)&#039;&#039;, Zeichentrick&lt;br /&gt;
* 1984: &#039;&#039;[[Charles Dickens&#039; Weihnachtsgeschichte]] (A Christmas Carol)&#039;&#039;, mit [[George C. Scott]] als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 1988: &#039;&#039;[[Die Geister, die ich rief]] (Scrooged)&#039;&#039;, mit [[Bill Murray]] als Frank Cross (eine moderne Verkörperung des Ebenezer Scrooge)&lt;br /&gt;
*1988: &#039;&#039;[[Blackadder#Blackadder.27s_Christmas_Carol_.5B1988.5D|Blackadder&#039;s Christmas Carol]]&#039;&#039;, Eine Version, in der [[Rowan Atkinson]] in die Rolle des Ebenezer [[Blackadder]] schlüpft, der sich, im Gegensatz zu Originalgeschichte, durch den Besuch eines Geistes ([[Robbie Coltrane]]) von einem barmherzigen Menschenfreund zu einem hinterhältigen, selbstsüchtigen Egoisten wandelt.&lt;br /&gt;
* 1992: &#039;&#039;[[Die Muppets Weihnachtsgeschichte]] (The Muppet Christmas Carol)&#039;&#039;, mit [[Michael Caine]] als Ebenezer Scrooge, fast alle anderen handelnden Personen werden von [[Muppets]] dargestellt (so &#039;&#039;[[Muppet Show#Gonzo|Gonzo]]&#039;&#039; als Charles Dickens, &#039;&#039;[[Kermit der Frosch]]&#039;&#039; als Bob Crachit und &#039;&#039;[[Miss Piggy]]&#039;&#039; als Emily Crachit)&lt;br /&gt;
* 1994: &#039;&#039;[[Freds Weihnachtsshow]]&#039;&#039; (A Flintstones Christmas Carol)&lt;br /&gt;
* 1999: &#039;&#039;[[A Christmas Carol – Die Nacht vor Weihnachten]] (&#039;&#039;&#039;Originaltitel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol / &#039;&#039;&#039;Alternativer deutscher Titel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol – Die drei Weihnachtsgeister)&#039;&#039;, mit [[Patrick Stewart]] in der Rolle des Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 2003: &#039;&#039;[[Carol und die Weihnachtsgeister]] (A Carol Christmas)&#039;&#039;, mit [[Tori Spelling]], [[Gary Coleman]] und [[William Shatner]].&lt;br /&gt;
* 2004: &#039;&#039;[[A Christmas Carol - The Musical]]&#039;&#039;, eine Musical-Fassung mit [[Kelsey Grammer]].&lt;br /&gt;
* 2006: &#039;&#039;[[A Sesame Street Christmas Carol]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2009: &#039;&#039;[[A Christmas Carol (2009)|A Christmas Carol]]&#039;&#039;, ein für 2009 angekündigter 3D-Film mit [[Jim Carrey]]. Dabei soll dieselbe [[Motion Capture]]-Technik wie etwa bei [[Der Polarexpress]] benutzt werden. Regie wird [[Robert Zemeckis]] führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hörspiel-Fassungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt in Deutschland diverse Lesungen und Hörspielfassungen der &amp;quot;Christmas Carol&amp;quot;. Lesungen gibt es u.a. von [[Otto Mellies]], [[Dieter Bellmann]] und [[Wolfgang Thierse]]. Hervorhebenswerte Hörspielfassungen sind:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Weihnachtsabend&#039;&#039; (Igel Records), Produktion: Bayerischer Rundfunk 1965.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge!&#039;&#039; (Titania Medien), 2004.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Charles Dickens&#039; Weihnachtsmärchen&#039;&#039; von [[Christian Peitz]] (HoerSketch), 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
*In Anlehnung an Ebenezer Scrooge nannte der US-amerikanische Comiczeichner Carl Barks eine seiner bekanntesten Figuren „Scrooge McDuck“. Auf deutsch erhielt diese Figur den Namen Dagobert Duck. Bei dieser Eindeutschung ging aber der Witz der Namensschöpfung verloren. Der Namensverwandtschaft zum literarischen „Scrooge“ und der schottisch anklingende Nachname „McDuck“ deuten beide auf den (den Schotten sprichwörtlich zugeschriebenen) Geiz der Figur hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Als Puppenspiel wurde die Geschichte von Koljas Puppenltheater (Spielleitung: Kolja Wlazik) und von den Piccolo Puppenspielen (Spielleitung: Gerd J. Pohl) inszeniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unter dem Titel &amp;quot;Die Mundart Weihnachtsgeschichte&amp;quot; brachte das Neu-Isenburger Mund Art Theater 1997 in Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main Thorsten Wszoleks Musical|Musicalfassung auf die Bühne. Diese Produktion lief wie das New Yorker Vorbild vom Madison Square Garden genau zehn Jahre und wurde 2006 zum letzten Mal gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der deutsche Komponist Dirk Michael Steffan hat das Werk ebenfalls später als Musical vertont. Es wurde im November 2001 im TheatrO CentrO in Oberhausen uraufgeführt. 2002 fanden im November und Dezember parallel rund fünfzig Aufführungen im Kölner Musical Dome und im Berliner Theater des Westens statt, 2003 im Auditorium der Messe München und erneut im TheatrO CentrO, hier mit Guildo Horn als Geist. Insgesamt haben rund 200.000 Zuschauer die Vorstellungen besucht. Im Jahr 2007 wurde das Musical erneut an zwei Standorten aufgeführt, dem Musicalpalast Frankfurt am Main sowie dem Theater am Marientor in Duisburg, wo die Rolle des Engels von Jasmin Wagner, die erstmals in einem Musical auftrat, dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Fred Guida: &#039;&#039;A Christmas Carol and Its Adaptations. A Critical Examination of Dickens&#039; Story and Its Productions on Screen and Television&#039;&#039;. McFarland &amp;amp; Co., Jefferson und London 2000, ISBN 0-7864-0738-7&lt;br /&gt;
* [[John Irving]]: &#039;&#039;A Christmas Carol - Ein Weihnachtslied&#039;&#039; in: [[Charles Dickens]]: &#039;&#039;Weihnachtslied. Eine Gespenstergeschichte&#039;&#039; (OT: &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;). Deutsch von [[Richard Zoozmann]]. Diogenes, Zürich 2001, ISBN 3-257-00872-4&lt;br /&gt;
* Charles Dickens: &#039;&#039;Ein Weihnachtslied. In Prosa&#039;&#039;. Ausführlich eingeleitet und neu übersetzt von [[Heiko Postma]]. Hannover, revonnah 2006, ISBN 978-3-934818-67-5&lt;br /&gt;
* Norbert Silberbauer: &amp;quot;Was steuert die Ameisen?&amp;quot; eine moderne Interpretation der Weihnachtsgeschichte, Wieser Verlag, 2006, ISBN 3-85129-623-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;amp;xid=432&amp;amp;kapitel=1#gb_found Volltext] (deutsch) im Projekt Gutenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{DEFAULTSORT:Christmas Carol, A}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Englisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weihnachten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kinder- und Jugendbuch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Charles Dickens]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4284</id>
		<title>A Christmas Carol</title>
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		<updated>2008-12-12T10:33:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Charles_Dickens-A_Christmas_Carol-Title_page-First_edition_1843.jpg|thumb|right|Titelblatt der Erstausgabe von &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;, kolorierte Illustration von John Leech]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;&#039; (wörtlich &#039;&#039;Ein Weihnachtslied&#039;&#039;, deutsch meist &#039;&#039;Eine Weihnachtsgeschichte&#039;&#039;) ist eine der bekanntesten Erzählungen von [[Charles Dickens]] und wurde 1843 veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzählung handelt von Ebenezer Scrooge, einem alten grantigen Geizhals, der in einer einzigen Nacht zunächst Besuch von seinem verstorbenen Teilhaber Jacob Marley und dann von drei weiteren Geistern erhält, die ihm schließlich dazu verhelfen, sein Leben zu ändern. Das Buch enthält stark sozialkritische Töne, mit denen Dickens die Missstände im England des [[19. Jahrhundert]]s anprangern wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dickens hatte bereits seit einiger Zeit den Plan zu der Erzählung, als er schließlich 1843 in Geldnot geriet. Um die Sache noch schlimmer zu machen, hatte sein Verleger nicht die Mittel, das Buch herauszubringen, und so bezahlte Dickens schließlich den Druck selbst. Das Buch wurde binnen kurzer Zeit zum Renner. Allerdings gab es zu jener Zeit in England keinen Urheberschutz, und so konnte das Buch bald ungehindert als Raubdruck vertrieben werden. Dickens zog zwar gegen die Verantwortlichen vor Gericht, jedoch kostete ihn das am Ende so viel, wie er mit dem Buch selbst eingenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039; ist unterteilt in fünf Strophen (englisch &#039;&#039;Staves&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe I: Marleys Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Marley&#039;s_Ghost-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Marleys Geist]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte beginnt mit der simplen Feststellung, Marley sei tot. Der Leser wird darüber aufgeklärt, dass Jacob Marley der Geschäftspartner, Weggefährte und einzige Freund des Protagonisten Ebenezer Scrooge war, bis er vor sieben Jahren am Weihnachtsabend verstarb. Dickens beschreibt Ebenezer Scrooge als Menschen, der voller Kälte ist und Kälte überall verbreitet, als enorm geizig und habgierig. Nach Marleys Tod ist Scrooge der alleinige Inhaber des Warenhauses „Scrooge and Marley“ und unterhält einen Angestellten, Bob Cratchit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr, besucht auch dieses Jahr wieder Scrooges Neffe Fred seinen Onkel, um ihn zum Weihnachtsessen einzuladen und ihm „Merry Christmas!“ zu wünschen. Scrooge lehnt sowohl die Einladung, als auch die guten Wünsche und sogar Weihnachten an sich völlig ab, wütend entgegnet er seinem Neffen: „Humbug!“, was als eine für Scrooge typische Redewendung angesehen werden kann. Am selben Abend besuchen Scrooge zwei „gentlemen“, die um Spenden für die arme Bevölkerung bitten. Scrooge lässt sich nicht erweichen, er fragt rhetorisch, ob es denn keine Gefängnisse und Arbeitshäuser gäbe und ob nicht schon Gesetze zur Unterstützung der Armen existierten. Natürlich gibt es dies alles, deshalb ist sich Scrooge sicher, mit Bezahlung seiner Steuern habe er seine Pflicht mehr als erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend begibt sich Scrooge nach Hause; als er die Tür öffnen will, sieht er kurz das Antlitz seines verstorbenen Freundes Marley auf dem Türklopfer, will es aber nicht glauben und betritt das Haus. Im Haus scheint alles normal, bis ihm der Geist Marleys erscheint. Der Geist ist kettenbehangen, an seiner Kette hängen Utensilien des Geschäftslebens: Geldkassetten, Portemonnaies u.ä. Marleys Geist erklärt, er habe sich im Laufe seines Lebens diese Kette selbst geschmiedet. Dadurch, dass er zeitlebens nicht unter Menschen war, sondern sich nur seiner Gier nach Geld hingegeben hatte, muss er sich nun, nach seinem Tod, als Geist unter die Menschen begeben; die Kette fungiert als Symbol hierfür. Der Geist weist Scrooge darauf hin, dass Scrooge selbst ebenfalls eine solche Kette habe, beide Ketten seien vor sieben Jahren von derselben Länge gewesen, jetzt aber sei Scrooges Kette um einiges länger geworden. Der Geist verlässt den aufgewühlten Scrooge mit dem Hinweis, dass ihn noch drei Geister besuchen würden, um Scrooge zu retten. Mit dem Zu-Bett-Gehen Scrooges schließt die erste Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe II: Der erste Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge Extinguishes the First of the Three Spirits.jpg|thumb|Der erste Geist]]&lt;br /&gt;
Nachdem Scrooge mitten in der Nacht aufgewacht ist, erscheint ihm der erste der drei Geister. Dickens beschreibt ihn als eine komische Figur, Kind und Greis zugleich. Mit weicher Stimme stellt er sich als „Geist der vergangenen Weihnacht“ vor. Der Geist führt Scrooge durch seine Vergangenheit, angefangen beim kleinen Scrooge, der schon in seiner Kindheit keine Freunde hatte und an Weihnachten, von seiner Familie verstoßen, in der Schule saß, um Kinderbücher zu lesen. Scrooge zeigt sich berührt von den Szenen seiner Kindheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weitere Weg durch Scrooges Weihnachts-Vergangenheit zeigt Scrooge als jungen Mann, der bei Mr. Fezziwig, einem Kaufhausbesitzer, seinen späteren Beruf erlernte. Scrooge und der Geist wohnen einer Betriebs-Weihnachtsfeier bei, die Scrooge deutlich macht, mit wie wenigen (finanziellen) Anstrengungen Menschen sehr glücklich zu machen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Station auf der Reise ist Scrooge in den besten Jahren, als er seine große Liebe gegen die Liebe zum Geld regelrecht eintauschte. Scrooge erscheint in Anwesenheit des Geistes regelrecht erschüttert, er möchte nichts mehr von der Vergangenheit sehen, nur noch wieder zurück nach Hause gehen. Trotzdem zeigt ihm der Geist eine weitere Szene: Seine frühere Verlobte in einer idyllischen Weihnachtsszene mit Kindern und Ehemann. Scrooge ist gebrochen, er fleht darum nach Hause zurück zu können. Scrooge gelangt wieder nach Hause und fällt wieder in den Schlaf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe III: Der zweite Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Scrooges_third_visitor-John_Leech,1843.jpg|thumb|Der zweite Geist]]&lt;br /&gt;
Jetzt besucht der zweite der drei Geister Scrooge. Er nennt sich „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“. Er stellt klar, dass es bereits über 1800 seinesgleichen gegeben hat – gemeint ist, dass es jedes Jahr seit Christi Geburt einen neuen „Weihnachtsgeist“ gebe. Auch der „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“ nimmt Scrooge mit auf eine Rundreise durch die Straßen Londons, wo sie die weihnachtliche Atmosphäre erleben und schließlich vor einem Bäckerladen halten. Dort zeigt der Geist Scrooge, dass er mit einigen Spritzern speziellen Wassers einen Streit beenden und Speisen weihnachtlich schmecken lassen kann. Das soll erklären, warum uns zu Weihnachten alles so besonders gut schmeckt und es viel Harmonie bei wenig Streit gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst auf dieser Reise mit dem Geist des jetzigen Weihnachtens lernt er den Schreiber Bob Cratchit und seine Familie näher kennen. Scrooges Angestellter und seine Frau haben einige Kinder, wobei ein Kind besonders hervorgehoben wird: Der verkrüppelte Tim Cratchit ist sehr klein, kann sich aufgrund seiner Behinderung nur mit einem Gestell fortbewegen und es hat den Anschein, dass er wegen Mangelernährung und schlechter (medizinischer) Versorgung bald sterben würde. Hier wird eine echte Veränderung in Scrooges Charakter deutlich: Er fragt den Geist, ob Tim noch eine Zeit zu leben habe – doch der Geist hat Zweifel. Scrooge zeigt Mitleid, woraufhin der Geist ihn an seine eigenen Worte in der Vergangenheit erinnert: Scrooge hatte gesagt, Tim sollte wohl besser sterben, um die Überbevölkerung zu vermindern. Die Cratchits feiern trotz ihrer Armut ein schönes Weihnachtsfest und Bob Cratchit stößt sogar auf seinen Arbeitgeber an – es sei ja Weihnachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Geist erlebt Scrooge eine weitere Weihnachtsszene, diesmal bei seinem Neffen Fred, der in geselliger Runde seinen Spaß damit hat, über den verbohrten Scrooge zu erzählen und sich über den Ausdruck „Humbug!“ lustig macht. Nach dem Essen spielt die Gesellschaft um Fred dann Spiele, unter anderem folgendes: Jemand denkt sich einen Begriff aus, den die anderen erraten müssen – Rückfragen dürfen nur mit Ja oder Nein beantwortet werden. Das etwas ist, laut den Antworten ein lebendes Tier, das man auf Londons Straßen sieht, niemand essen würde, welches manchmal grunzt und grummelt – gemeint ist natürlich „Onkel Scrooge“, ein königliches Amusement für Fred und die anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe endet höchst symbolträchtig. Der Geist überlässt Scrooge zwei Kinder, die er bis dahin unter seinem Umhang versteckt hielt. Die Namen der beiden weisen bereits in eine bestimmte Richtung, sie heißen „Unwissenheit und Mangel“. Auf Scrooges Nachfrage erklärt der Geist, dass es nicht seine eigenen, sondern Kinder der Menschheit seien. Scrooge sträubt sich gegen die Aufnahme der Kinder. Er fragt, ob sie denn keine Bleibe hätten; der Geist antwortet wiederum mit einer Gegenfrage, die ebenfalls wieder Scrooges eigene Worte darstellen: „Gibt es denn keine Gefängnisse, Arbeitshäuser?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe IV: Der letzte Geist ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:The_Last_of_the_Spirits-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Der letzte Geist]]&lt;br /&gt;
Der letzte der drei Geister erscheint Scrooge, ohne ein einziges Wort zu sagen. Der Schluss, dass es sich um den „Geist der zukünftigen Weihnacht“ handelt, bleibt Scrooge überlassen. Der Geist führt Scrooge wieder durch die Straßen Londons. Die beiden hören einem Gespräch einer Gruppe Geschäftsmänner zu. Die Männer sprechen über den Tod einer nicht namentlich genannten Person, die anscheinend einiges Geld angehäuft hatte, die aber niemand mochte. Ein weiteres Gespräch können Scrooge und der Geist belauschen: Auch hier geht es um den „alten Knauser“, der gestorben sei. Dem Leser ist längst klar, dass es sich nur um den gestorbenen Scrooge handeln kann – doch er selbst ist entweder ahnungslos oder will es einfach nicht wahrhaben. Er hofft, mit dem Geist eine Szene in der Zukunft zu sehen, in der er selbst vorkommt und nunmehr zum guten Menschen bekehrt etwas Gutes bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen führt ihn der Geist in einen düsteren Teil der Stadt, genauer gesagt in ein Armenviertel und in diesem Viertel in ein Geschäft, dessen Eigentümer jedwede Waren aufkauft. Einige Menschen haben sich bei „Old Joe“ eingefunden, und es wird schnell deutlich, dass sie ihm Waren verkaufen wollen, die sie aus dem Haus des mysteriösen, toten Mannes gestohlen haben. Nicht einer der Anwesenden zeigt Schuldgefühle, selbst als eine Frau die Bettvorhänge und das Totenhemd verkauft, die sie der auf dem Bett liegenden Leiche entwendet hatte. Dem Leser wird überdeutlich klar gemacht, wie unbeliebt der Tote gewesen sein muss. Den ersten Ansatz der Erkenntnis zeigt Scrooge im nächsten Augenblick, als er mit dem Geist im Sterberaum steht und aufgefordert wird, unter das Leichentuch zu sehen – was er aber nicht tun will und im Endeffekt auch nicht tut. Scrooge fleht den Geist an, er möge ihm doch einen Menschen zeigen, der Emotionen wegen des toten Mannes zeigt. Alles, was er daraufhin sieht, ist ein Paar, das sich Sorgen um einen noch nicht an den Toten zurückgezahlten Kredit macht und durch den Tod ihres Gläubigers erleichtert ist. Da Scrooge das natürlich nicht sehen wollte, fordert er den Geist auf, ihm Traurigkeit, verursacht durch einen Tod, zu zeigen; aber auch die folgende Szene soll ihn mehr aufwühlen, als beruhigen: Scrooge und der Geist besuchen die Familie Cratchit, die um den verstorbenen Tiny Tim trauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss des Kapitels werden alle Unklarheiten aus dem Weg geräumt. Auf Scrooges Wunsch hin zu erfahren, wer denn nun der tote Mann sei, zeigt ihm der Geist der Zukunft einen Grabstein. Voller Entsetzen liest Scrooge die Inschrift: Ebenezer Scrooge. Vor Scrooges Augen, der dem Zusammenbruch nahe ist, verschwindet der Geist in einem Bettpfosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe V: Das Ende ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge and Bob Cratchit.jpg|thumb|Scrooge und Bob Cratchit]]&lt;br /&gt;
...Und zwar in Scrooges eigenem Bettpfosten. Völlig verwandelt und voller guter Vorsätze steht Scrooge wieder in der realen Welt: Ohne Geister und quicklebendig. Scrooge schafft es sogar, zu lachen, und ein Ereignis für ihn ist es auch, einen Jungen zu fragen, welcher Tag denn sei – dieser antwortet ihm, es sei Christtag – und Scrooge erkennt, dass alles Vergangene in der einen letzten Nacht passiert sein musste. Er beauftragt den Jungen außerdem, einen Truthahn zu kaufen, der doppelt so groß wie Tiny Tim sei und diesen der Familie Cratchit zukommen zu lassen. Die nächsten Handlungen des verwandelten Scrooge sind zunächst eine Entschuldigung bei den „old gentlemen“ (Siehe Strophe I), welchen er eine großzügige Spende zukommen lässt, und schließlich nimmt Scrooge doch noch die Einladung seines Neffen an, am Weihnachtstag mit ihm und Freunden zu feiern – und sowohl Fred als auch alle seine Freunde freuen sich sehr über Scrooges Anwesenheit. Am Tag darauf ist Scrooge schon sehr früh in seinem Kontor; sein erklärter Wille: seinen Angestellten dabei erwischen, wie er zu spät kommt. Scrooge erlaubt sich natürlich nur einen Scherz – nachdem er Bob Cratchit aufs Übelste zusammengestaucht hat, kommt das erlösende: „Fröhliche Weihnachten, Bob!“ und er erhöht dessen Gehalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zusammenfassenden letzten Absatz unterstreicht Dickens noch einmal Scrooges Persönlichkeitsveränderung: „Scrooge war besser als sein Wort“, Tiny Tim würde überleben, und schließlich: „Gott segne jeden von uns“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmische Bearbeitungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch wurde unzählige Male verfilmt. Besonders hervorzuheben sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1901: &#039;&#039;Scrooge; oder Marley&#039;s Ghost&#039;&#039;, die erste bekannte Verfilmung als britischer Kurzfilm.&lt;br /&gt;
* 1951: &#039;&#039;[[Charles Dickens - Eine Weihnachtsgeschichte]] (Scrooge)&#039;&#039;, mit [[Alastair Sim]] als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
*1960 wurde der Stoff mit [[Carl Wéry]] als Ebenezer Scrooge unter dem Regisseur [[Franz Josef Wild]] verfilmt. &lt;br /&gt;
*1971 erhielt [[Albert Finney]] den [[Golden Globe Award]] für seine Darstellung des Scrooge. &lt;br /&gt;
* 1983: &#039;&#039;[[Mickys Weihnachtserzählung]] (Mickey&#039;s Christmas Carol)&#039;&#039;, Zeichentrick&lt;br /&gt;
* 1984: &#039;&#039;[[Charles Dickens&#039; Weihnachtsgeschichte]] (A Christmas Carol)&#039;&#039;, mit [[George C. Scott]] als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 1988: &#039;&#039;[[Die Geister, die ich rief]] (Scrooged)&#039;&#039;, mit [[Bill Murray]] als Frank Cross (eine moderne Verkörperung des Ebenezer Scrooge)&lt;br /&gt;
*1988: &#039;&#039;[[Blackadder#Blackadder.27s_Christmas_Carol_.5B1988.5D|Blackadder&#039;s Christmas Carol]]&#039;&#039;, Eine Version, in der [[Rowan Atkinson]] in die Rolle des Ebenezer [[Blackadder]] schlüpft, der sich, im Gegensatz zu Originalgeschichte, durch den Besuch eines Geistes ([[Robbie Coltrane]]) von einem barmherzigen Menschenfreund zu einem hinterhältigen, selbstsüchtigen Egoisten wandelt.&lt;br /&gt;
* 1992: &#039;&#039;[[Die Muppets Weihnachtsgeschichte]] (The Muppet Christmas Carol)&#039;&#039;, mit [[Michael Caine]] als Ebenezer Scrooge, fast alle anderen handelnden Personen werden von [[Muppets]] dargestellt (so &#039;&#039;[[Muppet Show#Gonzo|Gonzo]]&#039;&#039; als Charles Dickens, &#039;&#039;[[Kermit der Frosch]]&#039;&#039; als Bob Crachit und &#039;&#039;[[Miss Piggy]]&#039;&#039; als Emily Crachit)&lt;br /&gt;
* 1994: &#039;&#039;[[Freds Weihnachtsshow]]&#039;&#039; (A Flintstones Christmas Carol)&lt;br /&gt;
* 1999: &#039;&#039;[[A Christmas Carol – Die Nacht vor Weihnachten]] (&#039;&#039;&#039;Originaltitel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol / &#039;&#039;&#039;Alternativer deutscher Titel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol – Die drei Weihnachtsgeister)&#039;&#039;, mit [[Patrick Stewart]] in der Rolle des Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 2003: &#039;&#039;[[Carol und die Weihnachtsgeister]] (A Carol Christmas)&#039;&#039;, mit [[Tori Spelling]], [[Gary Coleman]] und [[William Shatner]].&lt;br /&gt;
* 2004: &#039;&#039;[[A Christmas Carol - The Musical]]&#039;&#039;, eine Musical-Fassung mit [[Kelsey Grammer]].&lt;br /&gt;
* 2006: &#039;&#039;[[A Sesame Street Christmas Carol]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2009: &#039;&#039;[[A Christmas Carol (2009)|A Christmas Carol]]&#039;&#039;, ein für 2009 angekündigter 3D-Film mit [[Jim Carrey]]. Dabei soll dieselbe [[Motion Capture]]-Technik wie etwa bei [[Der Polarexpress]] benutzt werden. Regie wird [[Robert Zemeckis]] führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hörspiel-Fassungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt in Deutschland diverse Lesungen und Hörspielfassungen der &amp;quot;Christmas Carol&amp;quot;. Lesungen gibt es u.a. von [[Otto Mellies]], [[Dieter Bellmann]] und [[Wolfgang Thierse]]. Hervorhebenswerte Hörspielfassungen sind:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Weihnachtsabend&#039;&#039; (Igel Records), Produktion: Bayerischer Rundfunk 1965.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge!&#039;&#039; (Titania Medien), 2004.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Charles Dickens&#039; Weihnachtsmärchen&#039;&#039; von [[Christian Peitz]] (HoerSketch), 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
*In Anlehnung an Ebenezer Scrooge nannte der US-amerikanische Comiczeichner Carl Barks eine seiner bekanntesten Figuren „Scrooge McDuck“. Auf deutsch erhielt diese Figur den Namen Dagobert Duck. Bei dieser Eindeutschung ging aber der Witz der Namensschöpfung verloren. Der Namensverwandtschaft zum literarischen „Scrooge“ und der schottisch anklingende Nachname „McDuck“ deuten beide auf den (den Schotten sprichwörtlich zugeschriebenen) Geiz der Figur hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Als Puppenspiel wurde die Geschichte von Koljas Puppenltheater (Spielleitung: Kolja Wlazik) und von den Piccolo Puppenspielen (Spielleitung: Gerd J. Pohl) inszeniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unter dem Titel &amp;quot;Die Mundart Weihnachtsgeschichte&amp;quot; brachte das Neu-Isenburger Mund Art Theater 1997 in Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main Thorsten Wszoleks Musical|Musicalfassung auf die Bühne. Diese Produktion lief wie das New Yorker Vorbild vom Madison Square Garden genau zehn Jahre und wurde 2006 zum letzten Mal gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der deutsche Komponist Dirk Michael Steffan hat das Werk ebenfalls später als Musical vertont. Es wurde im November 2001 im TheatrO CentrO in Oberhausen uraufgeführt. 2002 fanden im November und Dezember parallel rund fünfzig Aufführungen im Kölner Musical Dome und im Berliner Theater des Westens statt, 2003 im Auditorium der Messe München und erneut im TheatrO CentrO, hier mit Guildo Horn als Geist. Insgesamt haben rund 200.000 Zuschauer die Vorstellungen besucht. Im Jahr 2007 wurde das Musical erneut an zwei Standorten aufgeführt, dem Musicalpalast Frankfurt am Main sowie dem Theater am Marientor in Duisburg, wo die Rolle des Engels von Jasmin Wagner, die erstmals in einem Musical auftrat, dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Fred Guida: &#039;&#039;A Christmas Carol and Its Adaptations. A Critical Examination of Dickens&#039; Story and Its Productions on Screen and Television&#039;&#039;. McFarland &amp;amp; Co., Jefferson und London 2000, ISBN 0-7864-0738-7&lt;br /&gt;
* [[John Irving]]: &#039;&#039;A Christmas Carol - Ein Weihnachtslied&#039;&#039; in: [[Charles Dickens]]: &#039;&#039;Weihnachtslied. Eine Gespenstergeschichte&#039;&#039; (OT: &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;). Deutsch von [[Richard Zoozmann]]. Diogenes, Zürich 2001, ISBN 3-257-00872-4&lt;br /&gt;
* Charles Dickens: &#039;&#039;Ein Weihnachtslied. In Prosa&#039;&#039;. Ausführlich eingeleitet und neu übersetzt von [[Heiko Postma]]. Hannover, revonnah 2006, ISBN 978-3-934818-67-5&lt;br /&gt;
* Norbert Silberbauer: &amp;quot;Was steuert die Ameisen?&amp;quot; eine moderne Interpretation der Weihnachtsgeschichte, Wieser Verlag, 2006, ISBN 3-85129-623-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;amp;xid=432&amp;amp;kapitel=1#gb_found Volltext] (deutsch) im Projekt Gutenberg&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{DEFAULTSORT:Christmas Carol, A}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Englisch)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Charles Dickens]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lizenzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4283</id>
		<title>A Christmas Carol</title>
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		<updated>2008-12-12T10:33:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Charles_Dickens-A_Christmas_Carol-Title_page-First_edition_1843.jpg|thumb|right|Titelblatt der Erstausgabe von &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;, kolorierte Illustration von John Leech]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;&#039; (wörtlich &#039;&#039;Ein Weihnachtslied&#039;&#039;, deutsch meist &#039;&#039;Eine Weihnachtsgeschichte&#039;&#039;) ist eine der bekanntesten Erzählungen von [[Charles Dickens]] und wurde 1843 veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzählung handelt von Ebenezer Scrooge, einem alten grantigen Geizhals, der in einer einzigen Nacht zunächst Besuch von seinem verstorbenen Teilhaber Jacob Marley und dann von drei weiteren Geistern erhält, die ihm schließlich dazu verhelfen, sein Leben zu ändern. Das Buch enthält stark sozialkritische Töne, mit denen Dickens die Missstände im England des [[19. Jahrhundert]]s anprangern wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dickens hatte bereits seit einiger Zeit den Plan zu der Erzählung, als er schließlich 1843 in Geldnot geriet. Um die Sache noch schlimmer zu machen, hatte sein Verleger nicht die Mittel, das Buch herauszubringen, und so bezahlte Dickens schließlich den Druck selbst. Das Buch wurde binnen kurzer Zeit zum Renner. Allerdings gab es zu jener Zeit in England keinen Urheberschutz, und so konnte das Buch bald ungehindert als Raubdruck vertrieben werden. Dickens zog zwar gegen die Verantwortlichen vor Gericht, jedoch kostete ihn das am Ende so viel, wie er mit dem Buch selbst eingenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039; ist unterteilt in fünf Strophen (englisch &#039;&#039;Staves&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe I: Marleys Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Marley&#039;s_Ghost-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Marleys Geist]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte beginnt mit der simplen Feststellung, Marley sei tot. Der Leser wird darüber aufgeklärt, dass Jacob Marley der Geschäftspartner, Weggefährte und einzige Freund des Protagonisten Ebenezer Scrooge war, bis er vor sieben Jahren am Weihnachtsabend verstarb. Dickens beschreibt Ebenezer Scrooge als Menschen, der voller Kälte ist und Kälte überall verbreitet, als enorm geizig und habgierig. Nach Marleys Tod ist Scrooge der alleinige Inhaber des Warenhauses „Scrooge and Marley“ und unterhält einen Angestellten, Bob Cratchit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr, besucht auch dieses Jahr wieder Scrooges Neffe Fred seinen Onkel, um ihn zum Weihnachtsessen einzuladen und ihm „Merry Christmas!“ zu wünschen. Scrooge lehnt sowohl die Einladung, als auch die guten Wünsche und sogar Weihnachten an sich völlig ab, wütend entgegnet er seinem Neffen: „Humbug!“, was als eine für Scrooge typische Redewendung angesehen werden kann. Am selben Abend besuchen Scrooge zwei „gentlemen“, die um Spenden für die arme Bevölkerung bitten. Scrooge lässt sich nicht erweichen, er fragt rhetorisch, ob es denn keine Gefängnisse und Arbeitshäuser gäbe und ob nicht schon Gesetze zur Unterstützung der Armen existierten. Natürlich gibt es dies alles, deshalb ist sich Scrooge sicher, mit Bezahlung seiner Steuern habe er seine Pflicht mehr als erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend begibt sich Scrooge nach Hause; als er die Tür öffnen will, sieht er kurz das Antlitz seines verstorbenen Freundes Marley auf dem Türklopfer, will es aber nicht glauben und betritt das Haus. Im Haus scheint alles normal, bis ihm der Geist Marleys erscheint. Der Geist ist kettenbehangen, an seiner Kette hängen Utensilien des Geschäftslebens: Geldkassetten, Portemonnaies u.ä. Marleys Geist erklärt, er habe sich im Laufe seines Lebens diese Kette selbst geschmiedet. Dadurch, dass er zeitlebens nicht unter Menschen war, sondern sich nur seiner Gier nach Geld hingegeben hatte, muss er sich nun, nach seinem Tod, als Geist unter die Menschen begeben; die Kette fungiert als Symbol hierfür. Der Geist weist Scrooge darauf hin, dass Scrooge selbst ebenfalls eine solche Kette habe, beide Ketten seien vor sieben Jahren von derselben Länge gewesen, jetzt aber sei Scrooges Kette um einiges länger geworden. Der Geist verlässt den aufgewühlten Scrooge mit dem Hinweis, dass ihn noch drei Geister besuchen würden, um Scrooge zu retten. Mit dem Zu-Bett-Gehen Scrooges schließt die erste Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe II: Der erste Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge Extinguishes the First of the Three Spirits.jpg|thumb|Der erste Geist]]&lt;br /&gt;
Nachdem Scrooge mitten in der Nacht aufgewacht ist, erscheint ihm der erste der drei Geister. Dickens beschreibt ihn als eine komische Figur, Kind und Greis zugleich. Mit weicher Stimme stellt er sich als „Geist der vergangenen Weihnacht“ vor. Der Geist führt Scrooge durch seine Vergangenheit, angefangen beim kleinen Scrooge, der schon in seiner Kindheit keine Freunde hatte und an Weihnachten, von seiner Familie verstoßen, in der Schule saß, um Kinderbücher zu lesen. Scrooge zeigt sich berührt von den Szenen seiner Kindheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weitere Weg durch Scrooges Weihnachts-Vergangenheit zeigt Scrooge als jungen Mann, der bei Mr. Fezziwig, einem Kaufhausbesitzer, seinen späteren Beruf erlernte. Scrooge und der Geist wohnen einer Betriebs-Weihnachtsfeier bei, die Scrooge deutlich macht, mit wie wenigen (finanziellen) Anstrengungen Menschen sehr glücklich zu machen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Station auf der Reise ist Scrooge in den besten Jahren, als er seine große Liebe gegen die Liebe zum Geld regelrecht eintauschte. Scrooge erscheint in Anwesenheit des Geistes regelrecht erschüttert, er möchte nichts mehr von der Vergangenheit sehen, nur noch wieder zurück nach Hause gehen. Trotzdem zeigt ihm der Geist eine weitere Szene: Seine frühere Verlobte in einer idyllischen Weihnachtsszene mit Kindern und Ehemann. Scrooge ist gebrochen, er fleht darum nach Hause zurück zu können. Scrooge gelangt wieder nach Hause und fällt wieder in den Schlaf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe III: Der zweite Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Scrooges_third_visitor-John_Leech,1843.jpg|thumb|Der zweite Geist]]&lt;br /&gt;
Jetzt besucht der zweite der drei Geister Scrooge. Er nennt sich „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“. Er stellt klar, dass es bereits über 1800 seinesgleichen gegeben hat – gemeint ist, dass es jedes Jahr seit Christi Geburt einen neuen „Weihnachtsgeist“ gebe. Auch der „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“ nimmt Scrooge mit auf eine Rundreise durch die Straßen Londons, wo sie die weihnachtliche Atmosphäre erleben und schließlich vor einem Bäckerladen halten. Dort zeigt der Geist Scrooge, dass er mit einigen Spritzern speziellen Wassers einen Streit beenden und Speisen weihnachtlich schmecken lassen kann. Das soll erklären, warum uns zu Weihnachten alles so besonders gut schmeckt und es viel Harmonie bei wenig Streit gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst auf dieser Reise mit dem Geist des jetzigen Weihnachtens lernt er den Schreiber Bob Cratchit und seine Familie näher kennen. Scrooges Angestellter und seine Frau haben einige Kinder, wobei ein Kind besonders hervorgehoben wird: Der verkrüppelte Tim Cratchit ist sehr klein, kann sich aufgrund seiner Behinderung nur mit einem Gestell fortbewegen und es hat den Anschein, dass er wegen Mangelernährung und schlechter (medizinischer) Versorgung bald sterben würde. Hier wird eine echte Veränderung in Scrooges Charakter deutlich: Er fragt den Geist, ob Tim noch eine Zeit zu leben habe – doch der Geist hat Zweifel. Scrooge zeigt Mitleid, woraufhin der Geist ihn an seine eigenen Worte in der Vergangenheit erinnert: Scrooge hatte gesagt, Tim sollte wohl besser sterben, um die Überbevölkerung zu vermindern. Die Cratchits feiern trotz ihrer Armut ein schönes Weihnachtsfest und Bob Cratchit stößt sogar auf seinen Arbeitgeber an – es sei ja Weihnachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Geist erlebt Scrooge eine weitere Weihnachtsszene, diesmal bei seinem Neffen Fred, der in geselliger Runde seinen Spaß damit hat, über den verbohrten Scrooge zu erzählen und sich über den Ausdruck „Humbug!“ lustig macht. Nach dem Essen spielt die Gesellschaft um Fred dann Spiele, unter anderem folgendes: Jemand denkt sich einen Begriff aus, den die anderen erraten müssen – Rückfragen dürfen nur mit Ja oder Nein beantwortet werden. Das etwas ist, laut den Antworten ein lebendes Tier, das man auf Londons Straßen sieht, niemand essen würde, welches manchmal grunzt und grummelt – gemeint ist natürlich „Onkel Scrooge“, ein königliches Amusement für Fred und die anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe endet höchst symbolträchtig. Der Geist überlässt Scrooge zwei Kinder, die er bis dahin unter seinem Umhang versteckt hielt. Die Namen der beiden weisen bereits in eine bestimmte Richtung, sie heißen „Unwissenheit und Mangel“. Auf Scrooges Nachfrage erklärt der Geist, dass es nicht seine eigenen, sondern Kinder der Menschheit seien. Scrooge sträubt sich gegen die Aufnahme der Kinder. Er fragt, ob sie denn keine Bleibe hätten; der Geist antwortet wiederum mit einer Gegenfrage, die ebenfalls wieder Scrooges eigene Worte darstellen: „Gibt es denn keine Gefängnisse, Arbeitshäuser?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe IV: Der letzte Geist ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:The_Last_of_the_Spirits-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Der letzte Geist]]&lt;br /&gt;
Der letzte der drei Geister erscheint Scrooge, ohne ein einziges Wort zu sagen. Der Schluss, dass es sich um den „Geist der zukünftigen Weihnacht“ handelt, bleibt Scrooge überlassen. Der Geist führt Scrooge wieder durch die Straßen Londons. Die beiden hören einem Gespräch einer Gruppe Geschäftsmänner zu. Die Männer sprechen über den Tod einer nicht namentlich genannten Person, die anscheinend einiges Geld angehäuft hatte, die aber niemand mochte. Ein weiteres Gespräch können Scrooge und der Geist belauschen: Auch hier geht es um den „alten Knauser“, der gestorben sei. Dem Leser ist längst klar, dass es sich nur um den gestorbenen Scrooge handeln kann – doch er selbst ist entweder ahnungslos oder will es einfach nicht wahrhaben. Er hofft, mit dem Geist eine Szene in der Zukunft zu sehen, in der er selbst vorkommt und nunmehr zum guten Menschen bekehrt etwas Gutes bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen führt ihn der Geist in einen düsteren Teil der Stadt, genauer gesagt in ein Armenviertel und in diesem Viertel in ein Geschäft, dessen Eigentümer jedwede Waren aufkauft. Einige Menschen haben sich bei „Old Joe“ eingefunden, und es wird schnell deutlich, dass sie ihm Waren verkaufen wollen, die sie aus dem Haus des mysteriösen, toten Mannes gestohlen haben. Nicht einer der Anwesenden zeigt Schuldgefühle, selbst als eine Frau die Bettvorhänge und das Totenhemd verkauft, die sie der auf dem Bett liegenden Leiche entwendet hatte. Dem Leser wird überdeutlich klar gemacht, wie unbeliebt der Tote gewesen sein muss. Den ersten Ansatz der Erkenntnis zeigt Scrooge im nächsten Augenblick, als er mit dem Geist im Sterberaum steht und aufgefordert wird, unter das Leichentuch zu sehen – was er aber nicht tun will und im Endeffekt auch nicht tut. Scrooge fleht den Geist an, er möge ihm doch einen Menschen zeigen, der Emotionen wegen des toten Mannes zeigt. Alles, was er daraufhin sieht, ist ein Paar, das sich Sorgen um einen noch nicht an den Toten zurückgezahlten Kredit macht und durch den Tod ihres Gläubigers erleichtert ist. Da Scrooge das natürlich nicht sehen wollte, fordert er den Geist auf, ihm Traurigkeit, verursacht durch einen Tod, zu zeigen; aber auch die folgende Szene soll ihn mehr aufwühlen, als beruhigen: Scrooge und der Geist besuchen die Familie Cratchit, die um den verstorbenen Tiny Tim trauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss des Kapitels werden alle Unklarheiten aus dem Weg geräumt. Auf Scrooges Wunsch hin zu erfahren, wer denn nun der tote Mann sei, zeigt ihm der Geist der Zukunft einen Grabstein. Voller Entsetzen liest Scrooge die Inschrift: Ebenezer Scrooge. Vor Scrooges Augen, der dem Zusammenbruch nahe ist, verschwindet der Geist in einem Bettpfosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe V: Das Ende ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge and Bob Cratchit.jpg|thumb|Scrooge und Bob Cratchit]]&lt;br /&gt;
...Und zwar in Scrooges eigenem Bettpfosten. Völlig verwandelt und voller guter Vorsätze steht Scrooge wieder in der realen Welt: Ohne Geister und quicklebendig. Scrooge schafft es sogar, zu lachen, und ein Ereignis für ihn ist es auch, einen Jungen zu fragen, welcher Tag denn sei – dieser antwortet ihm, es sei Christtag – und Scrooge erkennt, dass alles Vergangene in der einen letzten Nacht passiert sein musste. Er beauftragt den Jungen außerdem, einen Truthahn zu kaufen, der doppelt so groß wie Tiny Tim sei und diesen der Familie Cratchit zukommen zu lassen. Die nächsten Handlungen des verwandelten Scrooge sind zunächst eine Entschuldigung bei den „old gentlemen“ (Siehe Strophe I), welchen er eine großzügige Spende zukommen lässt, und schließlich nimmt Scrooge doch noch die Einladung seines Neffen an, am Weihnachtstag mit ihm und Freunden zu feiern – und sowohl Fred als auch alle seine Freunde freuen sich sehr über Scrooges Anwesenheit. Am Tag darauf ist Scrooge schon sehr früh in seinem Kontor; sein erklärter Wille: seinen Angestellten dabei erwischen, wie er zu spät kommt. Scrooge erlaubt sich natürlich nur einen Scherz – nachdem er Bob Cratchit aufs Übelste zusammengestaucht hat, kommt das erlösende: „Fröhliche Weihnachten, Bob!“ und er erhöht dessen Gehalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zusammenfassenden letzten Absatz unterstreicht Dickens noch einmal Scrooges Persönlichkeitsveränderung: „Scrooge war besser als sein Wort“, Tiny Tim würde überleben, und schließlich: „Gott segne jeden von uns“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmische Bearbeitungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch wurde unzählige Male verfilmt. Besonders hervorzuheben sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1901: &#039;&#039;Scrooge; oder Marley&#039;s Ghost&#039;&#039;, die erste bekannte Verfilmung als britischer Kurzfilm.&lt;br /&gt;
* 1951: &#039;&#039;[[Charles Dickens - Eine Weihnachtsgeschichte]] (Scrooge)&#039;&#039;, mit [[Alastair Sim]] als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
*1960 wurde der Stoff mit [[Carl Wéry]] als Ebenezer Scrooge unter dem Regisseur [[Franz Josef Wild]] verfilmt. &lt;br /&gt;
*1971 erhielt [[Albert Finney]] den [[Golden Globe Award]] für seine Darstellung des Scrooge. &lt;br /&gt;
* 1983: &#039;&#039;[[Mickys Weihnachtserzählung]] (Mickey&#039;s Christmas Carol)&#039;&#039;, Zeichentrick&lt;br /&gt;
* 1984: &#039;&#039;[[Charles Dickens&#039; Weihnachtsgeschichte]] (A Christmas Carol)&#039;&#039;, mit [[George C. Scott]] als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 1988: &#039;&#039;[[Die Geister, die ich rief]] (Scrooged)&#039;&#039;, mit [[Bill Murray]] als Frank Cross (eine moderne Verkörperung des Ebenezer Scrooge)&lt;br /&gt;
*1988: &#039;&#039;[[Blackadder#Blackadder.27s_Christmas_Carol_.5B1988.5D|Blackadder&#039;s Christmas Carol]]&#039;&#039;, Eine Version, in der [[Rowan Atkinson]] in die Rolle des Ebenezer [[Blackadder]] schlüpft, der sich, im Gegensatz zu Originalgeschichte, durch den Besuch eines Geistes ([[Robbie Coltrane]]) von einem barmherzigen Menschenfreund zu einem hinterhältigen, selbstsüchtigen Egoisten wandelt.&lt;br /&gt;
* 1992: &#039;&#039;[[Die Muppets Weihnachtsgeschichte]] (The Muppet Christmas Carol)&#039;&#039;, mit [[Michael Caine]] als Ebenezer Scrooge, fast alle anderen handelnden Personen werden von [[Muppets]] dargestellt (so &#039;&#039;[[Muppet Show#Gonzo|Gonzo]]&#039;&#039; als Charles Dickens, &#039;&#039;[[Kermit der Frosch]]&#039;&#039; als Bob Crachit und &#039;&#039;[[Miss Piggy]]&#039;&#039; als Emily Crachit)&lt;br /&gt;
* 1994: &#039;&#039;[[Freds Weihnachtsshow]]&#039;&#039; (A Flintstones Christmas Carol)&lt;br /&gt;
* 1999: &#039;&#039;[[A Christmas Carol – Die Nacht vor Weihnachten]] (&#039;&#039;&#039;Originaltitel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol / &#039;&#039;&#039;Alternativer deutscher Titel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol – Die drei Weihnachtsgeister)&#039;&#039;, mit [[Patrick Stewart]] in der Rolle des Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 2003: &#039;&#039;[[Carol und die Weihnachtsgeister]] (A Carol Christmas)&#039;&#039;, mit [[Tori Spelling]], [[Gary Coleman]] und [[William Shatner]].&lt;br /&gt;
* 2004: &#039;&#039;[[A Christmas Carol - The Musical]]&#039;&#039;, eine Musical-Fassung mit [[Kelsey Grammer]].&lt;br /&gt;
* 2006: &#039;&#039;[[A Sesame Street Christmas Carol]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2009: &#039;&#039;[[A Christmas Carol (2009)|A Christmas Carol]]&#039;&#039;, ein für 2009 angekündigter 3D-Film mit [[Jim Carrey]]. Dabei soll dieselbe [[Motion Capture]]-Technik wie etwa bei [[Der Polarexpress]] benutzt werden. Regie wird [[Robert Zemeckis]] führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hörspiel-Fassungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt in Deutschland diverse Lesungen und Hörspielfassungen der &amp;quot;Christmas Carol&amp;quot;. Lesungen gibt es u.a. von [[Otto Mellies]], [[Dieter Bellmann]] und [[Wolfgang Thierse]]. Hervorhebenswerte Hörspielfassungen sind:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Weihnachtsabend&#039;&#039; (Igel Records), Produktion: Bayerischer Rundfunk 1965.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge!&#039;&#039; (Titania Medien), 2004.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Charles Dickens&#039; Weihnachtsmärchen&#039;&#039; von [[Christian Peitz]] (HoerSketch), 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
*In Anlehnung an Ebenezer Scrooge nannte der US-amerikanische Comiczeichner Carl Barks eine seiner bekanntesten Figuren „Scrooge McDuck“. Auf deutsch erhielt diese Figur den Namen Dagobert Duck. Bei dieser Eindeutschung ging aber der Witz der Namensschöpfung verloren. Der Namensverwandtschaft zum literarischen „Scrooge“ und der schottisch anklingende Nachname „McDuck“ deuten beide auf den (den Schotten sprichwörtlich zugeschriebenen) Geiz der Figur hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Als Puppenspiel wurde die Geschichte von Koljas Puppenltheater (Spielleitung: Kolja Wlazik) und von den Piccolo Puppenspielen (Spielleitung: Gerd J. Pohl) inszeniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unter dem Titel &amp;quot;Die Mundart Weihnachtsgeschichte&amp;quot; brachte das Neu-Isenburger Mund Art Theater 1997 in Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main Thorsten Wszoleks Musical|Musicalfassung auf die Bühne. Diese Produktion lief wie das New Yorker Vorbild vom Madison Square Garden genau zehn Jahre und wurde 2006 zum letzten Mal gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der deutsche Komponist Dirk Michael Steffan hat das Werk ebenfalls später als Musical vertont. Es wurde im November 2001 im TheatrO CentrO in Oberhausen uraufgeführt. 2002 fanden im November und Dezember parallel rund fünfzig Aufführungen im Kölner Musical Dome und im Berliner Theater des Westens statt, 2003 im Auditorium der Messe München und erneut im TheatrO CentrO, hier mit Guildo Horn als Geist. Insgesamt haben rund 200.000 Zuschauer die Vorstellungen besucht. Im Jahr 2007 wurde das Musical erneut an zwei Standorten aufgeführt, dem Musicalpalast Frankfurt am Main sowie dem Theater am Marientor in Duisburg, wo die Rolle des Engels von Jasmin Wagner, die erstmals in einem Musical auftrat, dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Fred Guida: &#039;&#039;A Christmas Carol and Its Adaptations. A Critical Examination of Dickens&#039; Story and Its Productions on Screen and Television&#039;&#039;. McFarland &amp;amp; Co., Jefferson und London 2000, ISBN 0-7864-0738-7&lt;br /&gt;
* [[John Irving]]: &#039;&#039;A Christmas Carol - Ein Weihnachtslied&#039;&#039; in: [[Charles Dickens]]: &#039;&#039;Weihnachtslied. Eine Gespenstergeschichte&#039;&#039; (OT: &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;). Deutsch von [[Richard Zoozmann]]. Diogenes, Zürich 2001, ISBN 3-257-00872-4&lt;br /&gt;
* Charles Dickens: &#039;&#039;Ein Weihnachtslied. In Prosa&#039;&#039;. Ausführlich eingeleitet und neu übersetzt von [[Heiko Postma]]. Hannover, revonnah 2006, ISBN 978-3-934818-67-5&lt;br /&gt;
* Norbert Silberbauer: &amp;quot;Was steuert die Ameisen?&amp;quot; eine moderne Interpretation der Weihnachtsgeschichte, Wieser Verlag, 2006, ISBN 3-85129-623-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;amp;xid=432&amp;amp;kapitel=1#gb_found Volltext] (deutsch) im Projekt Gutenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{DEFAULTSORT:Christmas Carol, A}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Englisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Charles Dickens]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Englische Literatur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lizenzhinweis}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4282</id>
		<title>A Christmas Carol</title>
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		<updated>2008-12-12T10:32:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Charles_Dickens-A_Christmas_Carol-Title_page-First_edition_1843.jpg|thumb|right|Titelblatt der Erstausgabe von &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;, kolorierte Illustration von John Leech]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;&#039; (wörtlich &#039;&#039;Ein Weihnachtslied&#039;&#039;, deutsch meist &#039;&#039;Eine Weihnachtsgeschichte&#039;&#039;) ist eine der bekanntesten Erzählungen von [[Charles Dickens]] und wurde 1843 veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzählung handelt von Ebenezer Scrooge, einem alten grantigen Geizhals, der in einer einzigen Nacht zunächst Besuch von seinem verstorbenen Teilhaber Jacob Marley und dann von drei weiteren Geistern erhält, die ihm schließlich dazu verhelfen, sein Leben zu ändern. Das Buch enthält stark sozialkritische Töne, mit denen Dickens die Missstände im England des [[19. Jahrhundert]]s anprangern wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dickens hatte bereits seit einiger Zeit den Plan zu der Erzählung, als er schließlich 1843 in Geldnot geriet. Um die Sache noch schlimmer zu machen, hatte sein Verleger nicht die Mittel, das Buch herauszubringen, und so bezahlte Dickens schließlich den Druck selbst. Das Buch wurde binnen kurzer Zeit zum Renner. Allerdings gab es zu jener Zeit in England keinen Urheberschutz, und so konnte das Buch bald ungehindert als Raubdruck vertrieben werden. Dickens zog zwar gegen die Verantwortlichen vor Gericht, jedoch kostete ihn das am Ende so viel, wie er mit dem Buch selbst eingenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039; ist unterteilt in fünf Strophen (englisch &#039;&#039;Staves&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe I: Marleys Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Marley&#039;s_Ghost-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Marleys Geist]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte beginnt mit der simplen Feststellung, Marley sei tot. Der Leser wird darüber aufgeklärt, dass Jacob Marley der Geschäftspartner, Weggefährte und einzige Freund des Protagonisten Ebenezer Scrooge war, bis er vor sieben Jahren am Weihnachtsabend verstarb. Dickens beschreibt Ebenezer Scrooge als Menschen, der voller Kälte ist und Kälte überall verbreitet, als enorm geizig und habgierig. Nach Marleys Tod ist Scrooge der alleinige Inhaber des Warenhauses „Scrooge and Marley“ und unterhält einen Angestellten, Bob Cratchit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr, besucht auch dieses Jahr wieder Scrooges Neffe Fred seinen Onkel, um ihn zum Weihnachtsessen einzuladen und ihm „Merry Christmas!“ zu wünschen. Scrooge lehnt sowohl die Einladung, als auch die guten Wünsche und sogar Weihnachten an sich völlig ab, wütend entgegnet er seinem Neffen: „Humbug!“, was als eine für Scrooge typische Redewendung angesehen werden kann. Am selben Abend besuchen Scrooge zwei „gentlemen“, die um Spenden für die arme Bevölkerung bitten. Scrooge lässt sich nicht erweichen, er fragt rhetorisch, ob es denn keine Gefängnisse und Arbeitshäuser gäbe und ob nicht schon Gesetze zur Unterstützung der Armen existierten. Natürlich gibt es dies alles, deshalb ist sich Scrooge sicher, mit Bezahlung seiner Steuern habe er seine Pflicht mehr als erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend begibt sich Scrooge nach Hause; als er die Tür öffnen will, sieht er kurz das Antlitz seines verstorbenen Freundes Marley auf dem Türklopfer, will es aber nicht glauben und betritt das Haus. Im Haus scheint alles normal, bis ihm der Geist Marleys erscheint. Der Geist ist kettenbehangen, an seiner Kette hängen Utensilien des Geschäftslebens: Geldkassetten, Portemonnaies u.ä. Marleys Geist erklärt, er habe sich im Laufe seines Lebens diese Kette selbst geschmiedet. Dadurch, dass er zeitlebens nicht unter Menschen war, sondern sich nur seiner Gier nach Geld hingegeben hatte, muss er sich nun, nach seinem Tod, als Geist unter die Menschen begeben; die Kette fungiert als Symbol hierfür. Der Geist weist Scrooge darauf hin, dass Scrooge selbst ebenfalls eine solche Kette habe, beide Ketten seien vor sieben Jahren von derselben Länge gewesen, jetzt aber sei Scrooges Kette um einiges länger geworden. Der Geist verlässt den aufgewühlten Scrooge mit dem Hinweis, dass ihn noch drei Geister besuchen würden, um Scrooge zu retten. Mit dem Zu-Bett-Gehen Scrooges schließt die erste Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe II: Der erste Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge Extinguishes the First of the Three Spirits.jpg|thumb|Der erste Geist]]&lt;br /&gt;
Nachdem Scrooge mitten in der Nacht aufgewacht ist, erscheint ihm der erste der drei Geister. Dickens beschreibt ihn als eine komische Figur, Kind und Greis zugleich. Mit weicher Stimme stellt er sich als „Geist der vergangenen Weihnacht“ vor. Der Geist führt Scrooge durch seine Vergangenheit, angefangen beim kleinen Scrooge, der schon in seiner Kindheit keine Freunde hatte und an Weihnachten, von seiner Familie verstoßen, in der Schule saß, um Kinderbücher zu lesen. Scrooge zeigt sich berührt von den Szenen seiner Kindheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weitere Weg durch Scrooges Weihnachts-Vergangenheit zeigt Scrooge als jungen Mann, der bei Mr. Fezziwig, einem Kaufhausbesitzer, seinen späteren Beruf erlernte. Scrooge und der Geist wohnen einer Betriebs-Weihnachtsfeier bei, die Scrooge deutlich macht, mit wie wenigen (finanziellen) Anstrengungen Menschen sehr glücklich zu machen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Station auf der Reise ist Scrooge in den besten Jahren, als er seine große Liebe gegen die Liebe zum Geld regelrecht eintauschte. Scrooge erscheint in Anwesenheit des Geistes regelrecht erschüttert, er möchte nichts mehr von der Vergangenheit sehen, nur noch wieder zurück nach Hause gehen. Trotzdem zeigt ihm der Geist eine weitere Szene: Seine frühere Verlobte in einer idyllischen Weihnachtsszene mit Kindern und Ehemann. Scrooge ist gebrochen, er fleht darum nach Hause zurück zu können. Scrooge gelangt wieder nach Hause und fällt wieder in den Schlaf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe III: Der zweite Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Scrooges_third_visitor-John_Leech,1843.jpg|thumb|Der zweite Geist]]&lt;br /&gt;
Jetzt besucht der zweite der drei Geister Scrooge. Er nennt sich „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“. Er stellt klar, dass es bereits über 1800 seinesgleichen gegeben hat – gemeint ist, dass es jedes Jahr seit Christi Geburt einen neuen „Weihnachtsgeist“ gebe. Auch der „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“ nimmt Scrooge mit auf eine Rundreise durch die Straßen Londons, wo sie die weihnachtliche Atmosphäre erleben und schließlich vor einem Bäckerladen halten. Dort zeigt der Geist Scrooge, dass er mit einigen Spritzern speziellen Wassers einen Streit beenden und Speisen weihnachtlich schmecken lassen kann. Das soll erklären, warum uns zu Weihnachten alles so besonders gut schmeckt und es viel Harmonie bei wenig Streit gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst auf dieser Reise mit dem Geist des jetzigen Weihnachtens lernt er den Schreiber Bob Cratchit und seine Familie näher kennen. Scrooges Angestellter und seine Frau haben einige Kinder, wobei ein Kind besonders hervorgehoben wird: Der verkrüppelte Tim Cratchit ist sehr klein, kann sich aufgrund seiner Behinderung nur mit einem Gestell fortbewegen und es hat den Anschein, dass er wegen Mangelernährung und schlechter (medizinischer) Versorgung bald sterben würde. Hier wird eine echte Veränderung in Scrooges Charakter deutlich: Er fragt den Geist, ob Tim noch eine Zeit zu leben habe – doch der Geist hat Zweifel. Scrooge zeigt Mitleid, woraufhin der Geist ihn an seine eigenen Worte in der Vergangenheit erinnert: Scrooge hatte gesagt, Tim sollte wohl besser sterben, um die Überbevölkerung zu vermindern. Die Cratchits feiern trotz ihrer Armut ein schönes Weihnachtsfest und Bob Cratchit stößt sogar auf seinen Arbeitgeber an – es sei ja Weihnachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Geist erlebt Scrooge eine weitere Weihnachtsszene, diesmal bei seinem Neffen Fred, der in geselliger Runde seinen Spaß damit hat, über den verbohrten Scrooge zu erzählen und sich über den Ausdruck „Humbug!“ lustig macht. Nach dem Essen spielt die Gesellschaft um Fred dann Spiele, unter anderem folgendes: Jemand denkt sich einen Begriff aus, den die anderen erraten müssen – Rückfragen dürfen nur mit Ja oder Nein beantwortet werden. Das etwas ist, laut den Antworten ein lebendes Tier, das man auf Londons Straßen sieht, niemand essen würde, welches manchmal grunzt und grummelt – gemeint ist natürlich „Onkel Scrooge“, ein königliches Amusement für Fred und die anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe endet höchst symbolträchtig. Der Geist überlässt Scrooge zwei Kinder, die er bis dahin unter seinem Umhang versteckt hielt. Die Namen der beiden weisen bereits in eine bestimmte Richtung, sie heißen „Unwissenheit und Mangel“. Auf Scrooges Nachfrage erklärt der Geist, dass es nicht seine eigenen, sondern Kinder der Menschheit seien. Scrooge sträubt sich gegen die Aufnahme der Kinder. Er fragt, ob sie denn keine Bleibe hätten; der Geist antwortet wiederum mit einer Gegenfrage, die ebenfalls wieder Scrooges eigene Worte darstellen: „Gibt es denn keine Gefängnisse, Arbeitshäuser?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe IV: Der letzte Geist ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:The_Last_of_the_Spirits-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Der letzte Geist]]&lt;br /&gt;
Der letzte der drei Geister erscheint Scrooge, ohne ein einziges Wort zu sagen. Der Schluss, dass es sich um den „Geist der zukünftigen Weihnacht“ handelt, bleibt Scrooge überlassen. Der Geist führt Scrooge wieder durch die Straßen Londons. Die beiden hören einem Gespräch einer Gruppe Geschäftsmänner zu. Die Männer sprechen über den Tod einer nicht namentlich genannten Person, die anscheinend einiges Geld angehäuft hatte, die aber niemand mochte. Ein weiteres Gespräch können Scrooge und der Geist belauschen: Auch hier geht es um den „alten Knauser“, der gestorben sei. Dem Leser ist längst klar, dass es sich nur um den gestorbenen Scrooge handeln kann – doch er selbst ist entweder ahnungslos oder will es einfach nicht wahrhaben. Er hofft, mit dem Geist eine Szene in der Zukunft zu sehen, in der er selbst vorkommt und nunmehr zum guten Menschen bekehrt etwas Gutes bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen führt ihn der Geist in einen düsteren Teil der Stadt, genauer gesagt in ein Armenviertel und in diesem Viertel in ein Geschäft, dessen Eigentümer jedwede Waren aufkauft. Einige Menschen haben sich bei „Old Joe“ eingefunden, und es wird schnell deutlich, dass sie ihm Waren verkaufen wollen, die sie aus dem Haus des mysteriösen, toten Mannes gestohlen haben. Nicht einer der Anwesenden zeigt Schuldgefühle, selbst als eine Frau die Bettvorhänge und das Totenhemd verkauft, die sie der auf dem Bett liegenden Leiche entwendet hatte. Dem Leser wird überdeutlich klar gemacht, wie unbeliebt der Tote gewesen sein muss. Den ersten Ansatz der Erkenntnis zeigt Scrooge im nächsten Augenblick, als er mit dem Geist im Sterberaum steht und aufgefordert wird, unter das Leichentuch zu sehen – was er aber nicht tun will und im Endeffekt auch nicht tut. Scrooge fleht den Geist an, er möge ihm doch einen Menschen zeigen, der Emotionen wegen des toten Mannes zeigt. Alles, was er daraufhin sieht, ist ein Paar, das sich Sorgen um einen noch nicht an den Toten zurückgezahlten Kredit macht und durch den Tod ihres Gläubigers erleichtert ist. Da Scrooge das natürlich nicht sehen wollte, fordert er den Geist auf, ihm Traurigkeit, verursacht durch einen Tod, zu zeigen; aber auch die folgende Szene soll ihn mehr aufwühlen, als beruhigen: Scrooge und der Geist besuchen die Familie Cratchit, die um den verstorbenen Tiny Tim trauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss des Kapitels werden alle Unklarheiten aus dem Weg geräumt. Auf Scrooges Wunsch hin zu erfahren, wer denn nun der tote Mann sei, zeigt ihm der Geist der Zukunft einen Grabstein. Voller Entsetzen liest Scrooge die Inschrift: Ebenezer Scrooge. Vor Scrooges Augen, der dem Zusammenbruch nahe ist, verschwindet der Geist in einem Bettpfosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe V: Das Ende ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge and Bob Cratchit.jpg|thumb|Scrooge und Bob Cratchit]]&lt;br /&gt;
...Und zwar in Scrooges eigenem Bettpfosten. Völlig verwandelt und voller guter Vorsätze steht Scrooge wieder in der realen Welt: Ohne Geister und quicklebendig. Scrooge schafft es sogar, zu lachen, und ein Ereignis für ihn ist es auch, einen Jungen zu fragen, welcher Tag denn sei – dieser antwortet ihm, es sei Christtag – und Scrooge erkennt, dass alles Vergangene in der einen letzten Nacht passiert sein musste. Er beauftragt den Jungen außerdem, einen Truthahn zu kaufen, der doppelt so groß wie Tiny Tim sei und diesen der Familie Cratchit zukommen zu lassen. Die nächsten Handlungen des verwandelten Scrooge sind zunächst eine Entschuldigung bei den „old gentlemen“ (Siehe Strophe I), welchen er eine großzügige Spende zukommen lässt, und schließlich nimmt Scrooge doch noch die Einladung seines Neffen an, am Weihnachtstag mit ihm und Freunden zu feiern – und sowohl Fred als auch alle seine Freunde freuen sich sehr über Scrooges Anwesenheit. Am Tag darauf ist Scrooge schon sehr früh in seinem Kontor; sein erklärter Wille: seinen Angestellten dabei erwischen, wie er zu spät kommt. Scrooge erlaubt sich natürlich nur einen Scherz – nachdem er Bob Cratchit aufs Übelste zusammengestaucht hat, kommt das erlösende: „Fröhliche Weihnachten, Bob!“ und er erhöht dessen Gehalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zusammenfassenden letzten Absatz unterstreicht Dickens noch einmal Scrooges Persönlichkeitsveränderung: „Scrooge war besser als sein Wort“, Tiny Tim würde überleben, und schließlich: „Gott segne jeden von uns“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmische Bearbeitungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch wurde unzählige Male verfilmt. Besonders hervorzuheben sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1901: &#039;&#039;Scrooge; oder Marley&#039;s Ghost&#039;&#039;, die erste bekannte Verfilmung als britischer Kurzfilm.&lt;br /&gt;
* 1951: &#039;&#039;[[Charles Dickens - Eine Weihnachtsgeschichte]] (Scrooge)&#039;&#039;, mit [[Alastair Sim]] als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
*1960 wurde der Stoff mit [[Carl Wéry]] als Ebenezer Scrooge unter dem Regisseur [[Franz Josef Wild]] verfilmt. &lt;br /&gt;
*1971 erhielt [[Albert Finney]] den [[Golden Globe Award]] für seine Darstellung des Scrooge. &lt;br /&gt;
* 1983: &#039;&#039;[[Mickys Weihnachtserzählung]] (Mickey&#039;s Christmas Carol)&#039;&#039;, Zeichentrick&lt;br /&gt;
* 1984: &#039;&#039;[[Charles Dickens&#039; Weihnachtsgeschichte]] (A Christmas Carol)&#039;&#039;, mit [[George C. Scott]] als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 1988: &#039;&#039;[[Die Geister, die ich rief]] (Scrooged)&#039;&#039;, mit [[Bill Murray]] als Frank Cross (eine moderne Verkörperung des Ebenezer Scrooge)&lt;br /&gt;
*1988: &#039;&#039;[[Blackadder#Blackadder.27s_Christmas_Carol_.5B1988.5D|Blackadder&#039;s Christmas Carol]]&#039;&#039;, Eine Version, in der [[Rowan Atkinson]] in die Rolle des Ebenezer [[Blackadder]] schlüpft, der sich, im Gegensatz zu Originalgeschichte, durch den Besuch eines Geistes ([[Robbie Coltrane]]) von einem barmherzigen Menschenfreund zu einem hinterhältigen, selbstsüchtigen Egoisten wandelt.&lt;br /&gt;
* 1992: &#039;&#039;[[Die Muppets Weihnachtsgeschichte]] (The Muppet Christmas Carol)&#039;&#039;, mit [[Michael Caine]] als Ebenezer Scrooge, fast alle anderen handelnden Personen werden von [[Muppets]] dargestellt (so &#039;&#039;[[Muppet Show#Gonzo|Gonzo]]&#039;&#039; als Charles Dickens, &#039;&#039;[[Kermit der Frosch]]&#039;&#039; als Bob Crachit und &#039;&#039;[[Miss Piggy]]&#039;&#039; als Emily Crachit)&lt;br /&gt;
* 1994: &#039;&#039;[[Freds Weihnachtsshow]]&#039;&#039; (A Flintstones Christmas Carol)&lt;br /&gt;
* 1999: &#039;&#039;[[A Christmas Carol – Die Nacht vor Weihnachten]] (&#039;&#039;&#039;Originaltitel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol / &#039;&#039;&#039;Alternativer deutscher Titel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol – Die drei Weihnachtsgeister)&#039;&#039;, mit [[Patrick Stewart]] in der Rolle des Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 2003: &#039;&#039;[[Carol und die Weihnachtsgeister]] (A Carol Christmas)&#039;&#039;, mit [[Tori Spelling]], [[Gary Coleman]] und [[William Shatner]].&lt;br /&gt;
* 2004: &#039;&#039;[[A Christmas Carol - The Musical]]&#039;&#039;, eine Musical-Fassung mit [[Kelsey Grammer]].&lt;br /&gt;
* 2006: &#039;&#039;[[A Sesame Street Christmas Carol]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2009: &#039;&#039;[[A Christmas Carol (2009)|A Christmas Carol]]&#039;&#039;, ein für 2009 angekündigter 3D-Film mit [[Jim Carrey]]. Dabei soll dieselbe [[Motion Capture]]-Technik wie etwa bei [[Der Polarexpress]] benutzt werden. Regie wird [[Robert Zemeckis]] führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hörspiel-Fassungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt in Deutschland diverse Lesungen und Hörspielfassungen der &amp;quot;Christmas Carol&amp;quot;. Lesungen gibt es u.a. von [[Otto Mellies]], [[Dieter Bellmann]] und [[Wolfgang Thierse]]. Hervorhebenswerte Hörspielfassungen sind:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Weihnachtsabend&#039;&#039; (Igel Records), Produktion: Bayerischer Rundfunk 1965.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge!&#039;&#039; (Titania Medien), 2004.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Charles Dickens&#039; Weihnachtsmärchen&#039;&#039; von [[Christian Peitz]] (HoerSketch), 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
*In Anlehnung an Ebenezer Scrooge nannte der US-amerikanische Comiczeichner Carl Barks eine seiner bekanntesten Figuren „Scrooge McDuck“. Auf deutsch erhielt diese Figur den Namen Dagobert Duck. Bei dieser Eindeutschung ging aber der Witz der Namensschöpfung verloren. Der Namensverwandtschaft zum literarischen „Scrooge“ und der schottisch anklingende Nachname „McDuck“ deuten beide auf den (den Schotten sprichwörtlich zugeschriebenen) Geiz der Figur hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Als Puppenspiel wurde die Geschichte von Koljas Puppenltheater (Spielleitung: Kolja Wlazik) und von den Piccolo Puppenspielen (Spielleitung: Gerd J. Pohl) inszeniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unter dem Titel &amp;quot;Die Mundart Weihnachtsgeschichte&amp;quot; brachte das Neu-Isenburger Mund Art Theater 1997 in Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main Thorsten Wszoleks Musical|Musicalfassung auf die Bühne. Diese Produktion lief wie das New Yorker Vorbild vom Madison Square Garden genau zehn Jahre und wurde 2006 zum letzten Mal gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der deutsche Komponist Dirk Michael Steffan hat das Werk ebenfalls später als Musical vertont. Es wurde im November 2001 im TheatrO CentrO in Oberhausen uraufgeführt. 2002 fanden im November und Dezember parallel rund fünfzig Aufführungen im Kölner Musical Dome und im Berliner Theater des Westens statt, 2003 im Auditorium der Messe München und erneut im TheatrO CentrO, hier mit Guildo Horn als Geist. Insgesamt haben rund 200.000 Zuschauer die Vorstellungen besucht. Im Jahr 2007 wurde das Musical erneut an zwei Standorten aufgeführt, dem Musicalpalast Frankfurt am Main sowie dem Theater am Marientor in Duisburg, wo die Rolle des Engels von Jasmin Wagner, die erstmals in einem Musical auftrat, dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Fred Guida: &#039;&#039;A Christmas Carol and Its Adaptations. A Critical Examination of Dickens&#039; Story and Its Productions on Screen and Television&#039;&#039;. McFarland &amp;amp; Co., Jefferson und London 2000, ISBN 0-7864-0738-7&lt;br /&gt;
* [[John Irving]]: &#039;&#039;A Christmas Carol - Ein Weihnachtslied&#039;&#039; in: [[Charles Dickens]]: &#039;&#039;Weihnachtslied. Eine Gespenstergeschichte&#039;&#039; (OT: &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;). Deutsch von [[Richard Zoozmann]]. Diogenes, Zürich 2001, ISBN 3-257-00872-4&lt;br /&gt;
* Charles Dickens: &#039;&#039;Ein Weihnachtslied. In Prosa&#039;&#039;. Ausführlich eingeleitet und neu übersetzt von [[Heiko Postma]]. Hannover, revonnah 2006, ISBN 978-3-934818-67-5&lt;br /&gt;
* Norbert Silberbauer: &amp;quot;Was steuert die Ameisen?&amp;quot; eine moderne Interpretation der Weihnachtsgeschichte, Wieser Verlag, 2006, ISBN 3-85129-623-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;amp;xid=432&amp;amp;kapitel=1#gb_found Volltext] (deutsch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{DEFAULTSORT:Christmas Carol, A}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Englisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weihnachten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kinder- und Jugendbuch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Charles Dickens]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Literatur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lizenzhinweis}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4281</id>
		<title>A Christmas Carol</title>
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		<updated>2008-12-12T10:32:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Charles_Dickens-A_Christmas_Carol-Title_page-First_edition_1843.jpg|thumb|right|Titelblatt der Erstausgabe von &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;, kolorierte Illustration von John Leech]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;&#039; (wörtlich &#039;&#039;Ein Weihnachtslied&#039;&#039;, deutsch meist &#039;&#039;Eine Weihnachtsgeschichte&#039;&#039;) ist eine der bekanntesten Erzählungen von [[Charles Dickens]] und wurde 1843 veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzählung handelt von Ebenezer Scrooge, einem alten grantigen Geizhals, der in einer einzigen Nacht zunächst Besuch von seinem verstorbenen Teilhaber Jacob Marley und dann von drei weiteren Geistern erhält, die ihm schließlich dazu verhelfen, sein Leben zu ändern. Das Buch enthält stark sozialkritische Töne, mit denen Dickens die Missstände im England des [[19. Jahrhundert]]s anprangern wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dickens hatte bereits seit einiger Zeit den Plan zu der Erzählung, als er schließlich 1843 in Geldnot geriet. Um die Sache noch schlimmer zu machen, hatte sein Verleger nicht die Mittel, das Buch herauszubringen, und so bezahlte Dickens schließlich den Druck selbst. Das Buch wurde binnen kurzer Zeit zum Renner. Allerdings gab es zu jener Zeit in England keinen Urheberschutz, und so konnte das Buch bald ungehindert als Raubdruck vertrieben werden. Dickens zog zwar gegen die Verantwortlichen vor Gericht, jedoch kostete ihn das am Ende so viel, wie er mit dem Buch selbst eingenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039; ist unterteilt in fünf Strophen (englisch &#039;&#039;Staves&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe I: Marleys Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Marley&#039;s_Ghost-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Marleys Geist]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte beginnt mit der simplen Feststellung, Marley sei tot. Der Leser wird darüber aufgeklärt, dass Jacob Marley der Geschäftspartner, Weggefährte und einzige Freund des Protagonisten Ebenezer Scrooge war, bis er vor sieben Jahren am Weihnachtsabend verstarb. Dickens beschreibt Ebenezer Scrooge als Menschen, der voller Kälte ist und Kälte überall verbreitet, als enorm geizig und habgierig. Nach Marleys Tod ist Scrooge der alleinige Inhaber des Warenhauses „Scrooge and Marley“ und unterhält einen Angestellten, Bob Cratchit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr, besucht auch dieses Jahr wieder Scrooges Neffe Fred seinen Onkel, um ihn zum Weihnachtsessen einzuladen und ihm „Merry Christmas!“ zu wünschen. Scrooge lehnt sowohl die Einladung, als auch die guten Wünsche und sogar Weihnachten an sich völlig ab, wütend entgegnet er seinem Neffen: „Humbug!“, was als eine für Scrooge typische Redewendung angesehen werden kann. Am selben Abend besuchen Scrooge zwei „gentlemen“, die um Spenden für die arme Bevölkerung bitten. Scrooge lässt sich nicht erweichen, er fragt rhetorisch, ob es denn keine Gefängnisse und Arbeitshäuser gäbe und ob nicht schon Gesetze zur Unterstützung der Armen existierten. Natürlich gibt es dies alles, deshalb ist sich Scrooge sicher, mit Bezahlung seiner Steuern habe er seine Pflicht mehr als erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend begibt sich Scrooge nach Hause; als er die Tür öffnen will, sieht er kurz das Antlitz seines verstorbenen Freundes Marley auf dem Türklopfer, will es aber nicht glauben und betritt das Haus. Im Haus scheint alles normal, bis ihm der Geist Marleys erscheint. Der Geist ist kettenbehangen, an seiner Kette hängen Utensilien des Geschäftslebens: Geldkassetten, Portemonnaies u.ä. Marleys Geist erklärt, er habe sich im Laufe seines Lebens diese Kette selbst geschmiedet. Dadurch, dass er zeitlebens nicht unter Menschen war, sondern sich nur seiner Gier nach Geld hingegeben hatte, muss er sich nun, nach seinem Tod, als Geist unter die Menschen begeben; die Kette fungiert als Symbol hierfür. Der Geist weist Scrooge darauf hin, dass Scrooge selbst ebenfalls eine solche Kette habe, beide Ketten seien vor sieben Jahren von derselben Länge gewesen, jetzt aber sei Scrooges Kette um einiges länger geworden. Der Geist verlässt den aufgewühlten Scrooge mit dem Hinweis, dass ihn noch drei Geister besuchen würden, um Scrooge zu retten. Mit dem Zu-Bett-Gehen Scrooges schließt die erste Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe II: Der erste Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge Extinguishes the First of the Three Spirits.jpg|thumb|Der erste Geist]]&lt;br /&gt;
Nachdem Scrooge mitten in der Nacht aufgewacht ist, erscheint ihm der erste der drei Geister. Dickens beschreibt ihn als eine komische Figur, Kind und Greis zugleich. Mit weicher Stimme stellt er sich als „Geist der vergangenen Weihnacht“ vor. Der Geist führt Scrooge durch seine Vergangenheit, angefangen beim kleinen Scrooge, der schon in seiner Kindheit keine Freunde hatte und an Weihnachten, von seiner Familie verstoßen, in der Schule saß, um Kinderbücher zu lesen. Scrooge zeigt sich berührt von den Szenen seiner Kindheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weitere Weg durch Scrooges Weihnachts-Vergangenheit zeigt Scrooge als jungen Mann, der bei Mr. Fezziwig, einem Kaufhausbesitzer, seinen späteren Beruf erlernte. Scrooge und der Geist wohnen einer Betriebs-Weihnachtsfeier bei, die Scrooge deutlich macht, mit wie wenigen (finanziellen) Anstrengungen Menschen sehr glücklich zu machen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Station auf der Reise ist Scrooge in den besten Jahren, als er seine große Liebe gegen die Liebe zum Geld regelrecht eintauschte. Scrooge erscheint in Anwesenheit des Geistes regelrecht erschüttert, er möchte nichts mehr von der Vergangenheit sehen, nur noch wieder zurück nach Hause gehen. Trotzdem zeigt ihm der Geist eine weitere Szene: Seine frühere Verlobte in einer idyllischen Weihnachtsszene mit Kindern und Ehemann. Scrooge ist gebrochen, er fleht darum nach Hause zurück zu können. Scrooge gelangt wieder nach Hause und fällt wieder in den Schlaf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe III: Der zweite Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Scrooges_third_visitor-John_Leech,1843.jpg|thumb|Der zweite Geist]]&lt;br /&gt;
Jetzt besucht der zweite der drei Geister Scrooge. Er nennt sich „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“. Er stellt klar, dass es bereits über 1800 seinesgleichen gegeben hat – gemeint ist, dass es jedes Jahr seit Christi Geburt einen neuen „Weihnachtsgeist“ gebe. Auch der „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“ nimmt Scrooge mit auf eine Rundreise durch die Straßen Londons, wo sie die weihnachtliche Atmosphäre erleben und schließlich vor einem Bäckerladen halten. Dort zeigt der Geist Scrooge, dass er mit einigen Spritzern speziellen Wassers einen Streit beenden und Speisen weihnachtlich schmecken lassen kann. Das soll erklären, warum uns zu Weihnachten alles so besonders gut schmeckt und es viel Harmonie bei wenig Streit gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst auf dieser Reise mit dem Geist des jetzigen Weihnachtens lernt er den Schreiber Bob Cratchit und seine Familie näher kennen. Scrooges Angestellter und seine Frau haben einige Kinder, wobei ein Kind besonders hervorgehoben wird: Der verkrüppelte Tim Cratchit ist sehr klein, kann sich aufgrund seiner Behinderung nur mit einem Gestell fortbewegen und es hat den Anschein, dass er wegen Mangelernährung und schlechter (medizinischer) Versorgung bald sterben würde. Hier wird eine echte Veränderung in Scrooges Charakter deutlich: Er fragt den Geist, ob Tim noch eine Zeit zu leben habe – doch der Geist hat Zweifel. Scrooge zeigt Mitleid, woraufhin der Geist ihn an seine eigenen Worte in der Vergangenheit erinnert: Scrooge hatte gesagt, Tim sollte wohl besser sterben, um die Überbevölkerung zu vermindern. Die Cratchits feiern trotz ihrer Armut ein schönes Weihnachtsfest und Bob Cratchit stößt sogar auf seinen Arbeitgeber an – es sei ja Weihnachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Geist erlebt Scrooge eine weitere Weihnachtsszene, diesmal bei seinem Neffen Fred, der in geselliger Runde seinen Spaß damit hat, über den verbohrten Scrooge zu erzählen und sich über den Ausdruck „Humbug!“ lustig macht. Nach dem Essen spielt die Gesellschaft um Fred dann Spiele, unter anderem folgendes: Jemand denkt sich einen Begriff aus, den die anderen erraten müssen – Rückfragen dürfen nur mit Ja oder Nein beantwortet werden. Das etwas ist, laut den Antworten ein lebendes Tier, das man auf Londons Straßen sieht, niemand essen würde, welches manchmal grunzt und grummelt – gemeint ist natürlich „Onkel Scrooge“, ein königliches Amusement für Fred und die anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe endet höchst symbolträchtig. Der Geist überlässt Scrooge zwei Kinder, die er bis dahin unter seinem Umhang versteckt hielt. Die Namen der beiden weisen bereits in eine bestimmte Richtung, sie heißen „Unwissenheit und Mangel“. Auf Scrooges Nachfrage erklärt der Geist, dass es nicht seine eigenen, sondern Kinder der Menschheit seien. Scrooge sträubt sich gegen die Aufnahme der Kinder. Er fragt, ob sie denn keine Bleibe hätten; der Geist antwortet wiederum mit einer Gegenfrage, die ebenfalls wieder Scrooges eigene Worte darstellen: „Gibt es denn keine Gefängnisse, Arbeitshäuser?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe IV: Der letzte Geist ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:The_Last_of_the_Spirits-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Der letzte Geist]]&lt;br /&gt;
Der letzte der drei Geister erscheint Scrooge, ohne ein einziges Wort zu sagen. Der Schluss, dass es sich um den „Geist der zukünftigen Weihnacht“ handelt, bleibt Scrooge überlassen. Der Geist führt Scrooge wieder durch die Straßen Londons. Die beiden hören einem Gespräch einer Gruppe Geschäftsmänner zu. Die Männer sprechen über den Tod einer nicht namentlich genannten Person, die anscheinend einiges Geld angehäuft hatte, die aber niemand mochte. Ein weiteres Gespräch können Scrooge und der Geist belauschen: Auch hier geht es um den „alten Knauser“, der gestorben sei. Dem Leser ist längst klar, dass es sich nur um den gestorbenen Scrooge handeln kann – doch er selbst ist entweder ahnungslos oder will es einfach nicht wahrhaben. Er hofft, mit dem Geist eine Szene in der Zukunft zu sehen, in der er selbst vorkommt und nunmehr zum guten Menschen bekehrt etwas Gutes bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen führt ihn der Geist in einen düsteren Teil der Stadt, genauer gesagt in ein Armenviertel und in diesem Viertel in ein Geschäft, dessen Eigentümer jedwede Waren aufkauft. Einige Menschen haben sich bei „Old Joe“ eingefunden, und es wird schnell deutlich, dass sie ihm Waren verkaufen wollen, die sie aus dem Haus des mysteriösen, toten Mannes gestohlen haben. Nicht einer der Anwesenden zeigt Schuldgefühle, selbst als eine Frau die Bettvorhänge und das Totenhemd verkauft, die sie der auf dem Bett liegenden Leiche entwendet hatte. Dem Leser wird überdeutlich klar gemacht, wie unbeliebt der Tote gewesen sein muss. Den ersten Ansatz der Erkenntnis zeigt Scrooge im nächsten Augenblick, als er mit dem Geist im Sterberaum steht und aufgefordert wird, unter das Leichentuch zu sehen – was er aber nicht tun will und im Endeffekt auch nicht tut. Scrooge fleht den Geist an, er möge ihm doch einen Menschen zeigen, der Emotionen wegen des toten Mannes zeigt. Alles, was er daraufhin sieht, ist ein Paar, das sich Sorgen um einen noch nicht an den Toten zurückgezahlten Kredit macht und durch den Tod ihres Gläubigers erleichtert ist. Da Scrooge das natürlich nicht sehen wollte, fordert er den Geist auf, ihm Traurigkeit, verursacht durch einen Tod, zu zeigen; aber auch die folgende Szene soll ihn mehr aufwühlen, als beruhigen: Scrooge und der Geist besuchen die Familie Cratchit, die um den verstorbenen Tiny Tim trauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss des Kapitels werden alle Unklarheiten aus dem Weg geräumt. Auf Scrooges Wunsch hin zu erfahren, wer denn nun der tote Mann sei, zeigt ihm der Geist der Zukunft einen Grabstein. Voller Entsetzen liest Scrooge die Inschrift: Ebenezer Scrooge. Vor Scrooges Augen, der dem Zusammenbruch nahe ist, verschwindet der Geist in einem Bettpfosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe V: Das Ende ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge and Bob Cratchit.jpg|thumb|Scrooge und Bob Cratchit]]&lt;br /&gt;
...Und zwar in Scrooges eigenem Bettpfosten. Völlig verwandelt und voller guter Vorsätze steht Scrooge wieder in der realen Welt: Ohne Geister und quicklebendig. Scrooge schafft es sogar, zu lachen, und ein Ereignis für ihn ist es auch, einen Jungen zu fragen, welcher Tag denn sei – dieser antwortet ihm, es sei Christtag – und Scrooge erkennt, dass alles Vergangene in der einen letzten Nacht passiert sein musste. Er beauftragt den Jungen außerdem, einen Truthahn zu kaufen, der doppelt so groß wie Tiny Tim sei und diesen der Familie Cratchit zukommen zu lassen. Die nächsten Handlungen des verwandelten Scrooge sind zunächst eine Entschuldigung bei den „old gentlemen“ (Siehe Strophe I), welchen er eine großzügige Spende zukommen lässt, und schließlich nimmt Scrooge doch noch die Einladung seines Neffen an, am Weihnachtstag mit ihm und Freunden zu feiern – und sowohl Fred als auch alle seine Freunde freuen sich sehr über Scrooges Anwesenheit. Am Tag darauf ist Scrooge schon sehr früh in seinem Kontor; sein erklärter Wille: seinen Angestellten dabei erwischen, wie er zu spät kommt. Scrooge erlaubt sich natürlich nur einen Scherz – nachdem er Bob Cratchit aufs Übelste zusammengestaucht hat, kommt das erlösende: „Fröhliche Weihnachten, Bob!“ und er erhöht dessen Gehalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zusammenfassenden letzten Absatz unterstreicht Dickens noch einmal Scrooges Persönlichkeitsveränderung: „Scrooge war besser als sein Wort“, Tiny Tim würde überleben, und schließlich: „Gott segne jeden von uns“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmische Bearbeitungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch wurde unzählige Male verfilmt. Besonders hervorzuheben sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1901: &#039;&#039;Scrooge; oder Marley&#039;s Ghost&#039;&#039;, die erste bekannte Verfilmung als britischer Kurzfilm.&lt;br /&gt;
* 1951: &#039;&#039;[[Charles Dickens - Eine Weihnachtsgeschichte]] (Scrooge)&#039;&#039;, mit [[Alastair Sim]] als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
*1960 wurde der Stoff mit [[Carl Wéry]] als Ebenezer Scrooge unter dem Regisseur [[Franz Josef Wild]] verfilmt. &lt;br /&gt;
*1971 erhielt [[Albert Finney]] den [[Golden Globe Award]] für seine Darstellung des Scrooge. &lt;br /&gt;
* 1983: &#039;&#039;[[Mickys Weihnachtserzählung]] (Mickey&#039;s Christmas Carol)&#039;&#039;, Zeichentrick&lt;br /&gt;
* 1984: &#039;&#039;[[Charles Dickens&#039; Weihnachtsgeschichte]] (A Christmas Carol)&#039;&#039;, mit [[George C. Scott]] als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 1988: &#039;&#039;[[Die Geister, die ich rief]] (Scrooged)&#039;&#039;, mit [[Bill Murray]] als Frank Cross (eine moderne Verkörperung des Ebenezer Scrooge)&lt;br /&gt;
*1988: &#039;&#039;[[Blackadder#Blackadder.27s_Christmas_Carol_.5B1988.5D|Blackadder&#039;s Christmas Carol]]&#039;&#039;, Eine Version, in der [[Rowan Atkinson]] in die Rolle des Ebenezer [[Blackadder]] schlüpft, der sich, im Gegensatz zu Originalgeschichte, durch den Besuch eines Geistes ([[Robbie Coltrane]]) von einem barmherzigen Menschenfreund zu einem hinterhältigen, selbstsüchtigen Egoisten wandelt.&lt;br /&gt;
* 1992: &#039;&#039;[[Die Muppets Weihnachtsgeschichte]] (The Muppet Christmas Carol)&#039;&#039;, mit [[Michael Caine]] als Ebenezer Scrooge, fast alle anderen handelnden Personen werden von [[Muppets]] dargestellt (so &#039;&#039;[[Muppet Show#Gonzo|Gonzo]]&#039;&#039; als Charles Dickens, &#039;&#039;[[Kermit der Frosch]]&#039;&#039; als Bob Crachit und &#039;&#039;[[Miss Piggy]]&#039;&#039; als Emily Crachit)&lt;br /&gt;
* 1994: &#039;&#039;[[Freds Weihnachtsshow]]&#039;&#039; (A Flintstones Christmas Carol)&lt;br /&gt;
* 1999: &#039;&#039;[[A Christmas Carol – Die Nacht vor Weihnachten]] (&#039;&#039;&#039;Originaltitel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol / &#039;&#039;&#039;Alternativer deutscher Titel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol – Die drei Weihnachtsgeister)&#039;&#039;, mit [[Patrick Stewart]] in der Rolle des Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 2003: &#039;&#039;[[Carol und die Weihnachtsgeister]] (A Carol Christmas)&#039;&#039;, mit [[Tori Spelling]], [[Gary Coleman]] und [[William Shatner]].&lt;br /&gt;
* 2004: &#039;&#039;[[A Christmas Carol - The Musical]]&#039;&#039;, eine Musical-Fassung mit [[Kelsey Grammer]].&lt;br /&gt;
* 2006: &#039;&#039;[[A Sesame Street Christmas Carol]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2009: &#039;&#039;[[A Christmas Carol (2009)|A Christmas Carol]]&#039;&#039;, ein für 2009 angekündigter 3D-Film mit [[Jim Carrey]]. Dabei soll dieselbe [[Motion Capture]]-Technik wie etwa bei [[Der Polarexpress]] benutzt werden. Regie wird [[Robert Zemeckis]] führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hörspiel-Fassungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt in Deutschland diverse Lesungen und Hörspielfassungen der &amp;quot;Christmas Carol&amp;quot;. Lesungen gibt es u.a. von [[Otto Mellies]], [[Dieter Bellmann]] und [[Wolfgang Thierse]]. Hervorhebenswerte Hörspielfassungen sind:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Weihnachtsabend&#039;&#039; (Igel Records), Produktion: Bayerischer Rundfunk 1965.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge!&#039;&#039; (Titania Medien), 2004.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Charles Dickens&#039; Weihnachtsmärchen&#039;&#039; von [[Christian Peitz]] (HoerSketch), 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
*In Anlehnung an Ebenezer Scrooge nannte der US-amerikanische Comiczeichner Carl Barks eine seiner bekanntesten Figuren „Scrooge McDuck“. Auf deutsch erhielt diese Figur den Namen Dagobert Duck. Bei dieser Eindeutschung ging aber der Witz der Namensschöpfung verloren. Der Namensverwandtschaft zum literarischen „Scrooge“ und der schottisch anklingende Nachname „McDuck“ deuten beide auf den (den Schotten sprichwörtlich zugeschriebenen) Geiz der Figur hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Als Puppenspiel wurde die Geschichte von Koljas Puppenltheater (Spielleitung: Kolja Wlazik) und von den Piccolo Puppenspielen (Spielleitung: Gerd J. Pohl) inszeniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unter dem Titel &amp;quot;Die Mundart Weihnachtsgeschichte&amp;quot; brachte das Neu-Isenburger Mund Art Theater 1997 in Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main Thorsten Wszoleks Musical|Musicalfassung auf die Bühne. Diese Produktion lief wie das New Yorker Vorbild vom Madison Square Garden genau zehn Jahre und wurde 2006 zum letzten Mal gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der deutsche Komponist Dirk Michael Steffan hat das Werk ebenfalls später als Musical vertont. Es wurde im November 2001 im TheatrO CentrO in Oberhausen uraufgeführt. 2002 fanden im November und Dezember parallel rund fünfzig Aufführungen im Kölner Musical Dome und im Berliner Theater des Westens statt, 2003 im Auditorium der Messe München und erneut im TheatrO CentrO, hier mit Guildo Horn als Geist. Insgesamt haben rund 200.000 Zuschauer die Vorstellungen besucht. Im Jahr 2007 wurde das Musical erneut an zwei Standorten aufgeführt, dem Musicalpalast Frankfurt am Main sowie dem Theater am Marientor in Duisburg, wo die Rolle des Engels von Jasmin Wagner, die erstmals in einem Musical auftrat, dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Fred Guida: &#039;&#039;A Christmas Carol and Its Adaptations. A Critical Examination of Dickens&#039; Story and Its Productions on Screen and Television&#039;&#039;. McFarland &amp;amp; Co., Jefferson und London 2000, ISBN 0-7864-0738-7&lt;br /&gt;
* [[John Irving]]: &#039;&#039;A Christmas Carol - Ein Weihnachtslied&#039;&#039; in: [[Charles Dickens]]: &#039;&#039;Weihnachtslied. Eine Gespenstergeschichte&#039;&#039; (OT: &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;). Deutsch von [[Richard Zoozmann]]. Diogenes, Zürich 2001, ISBN 3-257-00872-4&lt;br /&gt;
* Charles Dickens: &#039;&#039;Ein Weihnachtslied. In Prosa&#039;&#039;. Ausführlich eingeleitet und neu übersetzt von [[Heiko Postma]]. Hannover, revonnah 2006, ISBN 978-3-934818-67-5&lt;br /&gt;
* Norbert Silberbauer: &amp;quot;Was steuert die Ameisen?&amp;quot; eine moderne Interpretation der Weihnachtsgeschichte, Wieser Verlag, 2006, ISBN 3-85129-623-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;amp;xid=432&amp;amp;kapitel=1#gb_found Volltext] (deutsch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{DEFAULTSORT:Christmas Carol, A}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Englisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weihnachten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kinder- und Jugendbuch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Charles Dickens]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Literatur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lizenzhinweis}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=A_Christmas_Carol&amp;diff=4280</id>
		<title>A Christmas Carol</title>
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		<updated>2008-12-12T10:30:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: /* Sonstiges */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Charles_Dickens-A_Christmas_Carol-Title_page-First_edition_1843.jpg|thumb|right|Titelblatt der Erstausgabe von &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;, kolorierte Illustration von John Leech]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;&#039; (wörtlich &#039;&#039;Ein Weihnachtslied&#039;&#039;, deutsch meist &#039;&#039;Eine Weihnachtsgeschichte&#039;&#039;) ist eine der bekanntesten Erzählungen von [[Charles Dickens]] und wurde 1843 veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzählung handelt von Ebenezer Scrooge, einem alten grantigen Geizhals, der in einer einzigen Nacht zunächst Besuch von seinem verstorbenen Teilhaber Jacob Marley und dann von drei weiteren Geistern erhält, die ihm schließlich dazu verhelfen, sein Leben zu ändern. Das Buch enthält stark sozialkritische Töne, mit denen Dickens die Missstände im England des [[19. Jahrhundert]]s anprangern wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dickens hatte bereits seit einiger Zeit den Plan zu der Erzählung, als er schließlich 1843 in Geldnot geriet. Um die Sache noch schlimmer zu machen, hatte sein Verleger nicht die Mittel, das Buch herauszubringen, und so bezahlte Dickens schließlich den Druck selbst. Das Buch wurde binnen kurzer Zeit zum Renner. Allerdings gab es zu jener Zeit in England keinen Urheberschutz, und so konnte das Buch bald ungehindert als Raubdruck vertrieben werden. Dickens zog zwar gegen die Verantwortlichen vor Gericht, jedoch kostete ihn das am Ende so viel, wie er mit dem Buch selbst eingenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039; ist unterteilt in fünf Strophen (englisch &#039;&#039;Staves&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe I: Marleys Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Marley&#039;s_Ghost-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Marleys Geist]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte beginnt mit der simplen Feststellung, Marley sei tot. Der Leser wird darüber aufgeklärt, dass Jacob Marley der Geschäftspartner, Weggefährte und einzige Freund des Protagonisten Ebenezer Scrooge war, bis er vor sieben Jahren am Weihnachtsabend verstarb. Dickens beschreibt Ebenezer Scrooge als Menschen, der voller Kälte ist und Kälte überall verbreitet, als enorm geizig und habgierig. Nach Marleys Tod ist Scrooge der alleinige Inhaber des Warenhauses „Scrooge and Marley“ und unterhält einen Angestellten, Bob Cratchit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie jedes Jahr, besucht auch dieses Jahr wieder Scrooges Neffe Fred seinen Onkel, um ihn zum Weihnachtsessen einzuladen und ihm „Merry Christmas!“ zu wünschen. Scrooge lehnt sowohl die Einladung, als auch die guten Wünsche und sogar Weihnachten an sich völlig ab, wütend entgegnet er seinem Neffen: „Humbug!“, was als eine für Scrooge typische Redewendung angesehen werden kann. Am selben Abend besuchen Scrooge zwei „gentlemen“, die um Spenden für die arme Bevölkerung bitten. Scrooge lässt sich nicht erweichen, er fragt rhetorisch, ob es denn keine Gefängnisse und Arbeitshäuser gäbe und ob nicht schon Gesetze zur Unterstützung der Armen existierten. Natürlich gibt es dies alles, deshalb ist sich Scrooge sicher, mit Bezahlung seiner Steuern habe er seine Pflicht mehr als erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend begibt sich Scrooge nach Hause; als er die Tür öffnen will, sieht er kurz das Antlitz seines verstorbenen Freundes Marley auf dem Türklopfer, will es aber nicht glauben und betritt das Haus. Im Haus scheint alles normal, bis ihm der Geist Marleys erscheint. Der Geist ist kettenbehangen, an seiner Kette hängen Utensilien des Geschäftslebens: Geldkassetten, Portemonnaies u.ä. Marleys Geist erklärt, er habe sich im Laufe seines Lebens diese Kette selbst geschmiedet. Dadurch, dass er zeitlebens nicht unter Menschen war, sondern sich nur seiner Gier nach Geld hingegeben hatte, muss er sich nun, nach seinem Tod, als Geist unter die Menschen begeben; die Kette fungiert als Symbol hierfür. Der Geist weist Scrooge darauf hin, dass Scrooge selbst ebenfalls eine solche Kette habe, beide Ketten seien vor sieben Jahren von derselben Länge gewesen, jetzt aber sei Scrooges Kette um einiges länger geworden. Der Geist verlässt den aufgewühlten Scrooge mit dem Hinweis, dass ihn noch drei Geister besuchen würden, um Scrooge zu retten. Mit dem Zu-Bett-Gehen Scrooges schließt die erste Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe II: Der erste Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge Extinguishes the First of the Three Spirits.jpg|thumb|Der erste Geist]]&lt;br /&gt;
Nachdem Scrooge mitten in der Nacht aufgewacht ist, erscheint ihm der erste der drei Geister. Dickens beschreibt ihn als eine komische Figur, Kind und Greis zugleich. Mit weicher Stimme stellt er sich als „Geist der vergangenen Weihnacht“ vor. Der Geist führt Scrooge durch seine Vergangenheit, angefangen beim kleinen Scrooge, der schon in seiner Kindheit keine Freunde hatte und an Weihnachten, von seiner Familie verstoßen, in der Schule saß, um Kinderbücher zu lesen. Scrooge zeigt sich berührt von den Szenen seiner Kindheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weitere Weg durch Scrooges Weihnachts-Vergangenheit zeigt Scrooge als jungen Mann, der bei Mr. Fezziwig, einem Kaufhausbesitzer, seinen späteren Beruf erlernte. Scrooge und der Geist wohnen einer Betriebs-Weihnachtsfeier bei, die Scrooge deutlich macht, mit wie wenigen (finanziellen) Anstrengungen Menschen sehr glücklich zu machen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Station auf der Reise ist Scrooge in den besten Jahren, als er seine große Liebe gegen die Liebe zum Geld regelrecht eintauschte. Scrooge erscheint in Anwesenheit des Geistes regelrecht erschüttert, er möchte nichts mehr von der Vergangenheit sehen, nur noch wieder zurück nach Hause gehen. Trotzdem zeigt ihm der Geist eine weitere Szene: Seine frühere Verlobte in einer idyllischen Weihnachtsszene mit Kindern und Ehemann. Scrooge ist gebrochen, er fleht darum nach Hause zurück zu können. Scrooge gelangt wieder nach Hause und fällt wieder in den Schlaf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe III: Der zweite Geist ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Scrooges_third_visitor-John_Leech,1843.jpg|thumb|Der zweite Geist]]&lt;br /&gt;
Jetzt besucht der zweite der drei Geister Scrooge. Er nennt sich „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“. Er stellt klar, dass es bereits über 1800 seinesgleichen gegeben hat – gemeint ist, dass es jedes Jahr seit Christi Geburt einen neuen „Weihnachtsgeist“ gebe. Auch der „Geist der diesjährigen Weihnachtsnacht“ nimmt Scrooge mit auf eine Rundreise durch die Straßen Londons, wo sie die weihnachtliche Atmosphäre erleben und schließlich vor einem Bäckerladen halten. Dort zeigt der Geist Scrooge, dass er mit einigen Spritzern speziellen Wassers einen Streit beenden und Speisen weihnachtlich schmecken lassen kann. Das soll erklären, warum uns zu Weihnachten alles so besonders gut schmeckt und es viel Harmonie bei wenig Streit gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst auf dieser Reise mit dem Geist des jetzigen Weihnachtens lernt er den Schreiber Bob Cratchit und seine Familie näher kennen. Scrooges Angestellter und seine Frau haben einige Kinder, wobei ein Kind besonders hervorgehoben wird: Der verkrüppelte Tim Cratchit ist sehr klein, kann sich aufgrund seiner Behinderung nur mit einem Gestell fortbewegen und es hat den Anschein, dass er wegen Mangelernährung und schlechter (medizinischer) Versorgung bald sterben würde. Hier wird eine echte Veränderung in Scrooges Charakter deutlich: Er fragt den Geist, ob Tim noch eine Zeit zu leben habe – doch der Geist hat Zweifel. Scrooge zeigt Mitleid, woraufhin der Geist ihn an seine eigenen Worte in der Vergangenheit erinnert: Scrooge hatte gesagt, Tim sollte wohl besser sterben, um die Überbevölkerung zu vermindern. Die Cratchits feiern trotz ihrer Armut ein schönes Weihnachtsfest und Bob Cratchit stößt sogar auf seinen Arbeitgeber an – es sei ja Weihnachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Geist erlebt Scrooge eine weitere Weihnachtsszene, diesmal bei seinem Neffen Fred, der in geselliger Runde seinen Spaß damit hat, über den verbohrten Scrooge zu erzählen und sich über den Ausdruck „Humbug!“ lustig macht. Nach dem Essen spielt die Gesellschaft um Fred dann Spiele, unter anderem folgendes: Jemand denkt sich einen Begriff aus, den die anderen erraten müssen – Rückfragen dürfen nur mit Ja oder Nein beantwortet werden. Das etwas ist, laut den Antworten ein lebendes Tier, das man auf Londons Straßen sieht, niemand essen würde, welches manchmal grunzt und grummelt – gemeint ist natürlich „Onkel Scrooge“, ein königliches Amusement für Fred und die anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe endet höchst symbolträchtig. Der Geist überlässt Scrooge zwei Kinder, die er bis dahin unter seinem Umhang versteckt hielt. Die Namen der beiden weisen bereits in eine bestimmte Richtung, sie heißen „Unwissenheit und Mangel“. Auf Scrooges Nachfrage erklärt der Geist, dass es nicht seine eigenen, sondern Kinder der Menschheit seien. Scrooge sträubt sich gegen die Aufnahme der Kinder. Er fragt, ob sie denn keine Bleibe hätten; der Geist antwortet wiederum mit einer Gegenfrage, die ebenfalls wieder Scrooges eigene Worte darstellen: „Gibt es denn keine Gefängnisse, Arbeitshäuser?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe IV: Der letzte Geist ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:The_Last_of_the_Spirits-John_Leech,_1843.jpg|thumb|Der letzte Geist]]&lt;br /&gt;
Der letzte der drei Geister erscheint Scrooge, ohne ein einziges Wort zu sagen. Der Schluss, dass es sich um den „Geist der zukünftigen Weihnacht“ handelt, bleibt Scrooge überlassen. Der Geist führt Scrooge wieder durch die Straßen Londons. Die beiden hören einem Gespräch einer Gruppe Geschäftsmänner zu. Die Männer sprechen über den Tod einer nicht namentlich genannten Person, die anscheinend einiges Geld angehäuft hatte, die aber niemand mochte. Ein weiteres Gespräch können Scrooge und der Geist belauschen: Auch hier geht es um den „alten Knauser“, der gestorben sei. Dem Leser ist längst klar, dass es sich nur um den gestorbenen Scrooge handeln kann – doch er selbst ist entweder ahnungslos oder will es einfach nicht wahrhaben. Er hofft, mit dem Geist eine Szene in der Zukunft zu sehen, in der er selbst vorkommt und nunmehr zum guten Menschen bekehrt etwas Gutes bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen führt ihn der Geist in einen düsteren Teil der Stadt, genauer gesagt in ein Armenviertel und in diesem Viertel in ein Geschäft, dessen Eigentümer jedwede Waren aufkauft. Einige Menschen haben sich bei „Old Joe“ eingefunden, und es wird schnell deutlich, dass sie ihm Waren verkaufen wollen, die sie aus dem Haus des mysteriösen, toten Mannes gestohlen haben. Nicht einer der Anwesenden zeigt Schuldgefühle, selbst als eine Frau die Bettvorhänge und das Totenhemd verkauft, die sie der auf dem Bett liegenden Leiche entwendet hatte. Dem Leser wird überdeutlich klar gemacht, wie unbeliebt der Tote gewesen sein muss. Den ersten Ansatz der Erkenntnis zeigt Scrooge im nächsten Augenblick, als er mit dem Geist im Sterberaum steht und aufgefordert wird, unter das Leichentuch zu sehen – was er aber nicht tun will und im Endeffekt auch nicht tut. Scrooge fleht den Geist an, er möge ihm doch einen Menschen zeigen, der Emotionen wegen des toten Mannes zeigt. Alles, was er daraufhin sieht, ist ein Paar, das sich Sorgen um einen noch nicht an den Toten zurückgezahlten Kredit macht und durch den Tod ihres Gläubigers erleichtert ist. Da Scrooge das natürlich nicht sehen wollte, fordert er den Geist auf, ihm Traurigkeit, verursacht durch einen Tod, zu zeigen; aber auch die folgende Szene soll ihn mehr aufwühlen, als beruhigen: Scrooge und der Geist besuchen die Familie Cratchit, die um den verstorbenen Tiny Tim trauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss des Kapitels werden alle Unklarheiten aus dem Weg geräumt. Auf Scrooges Wunsch hin zu erfahren, wer denn nun der tote Mann sei, zeigt ihm der Geist der Zukunft einen Grabstein. Voller Entsetzen liest Scrooge die Inschrift: Ebenezer Scrooge. Vor Scrooges Augen, der dem Zusammenbruch nahe ist, verschwindet der Geist in einem Bettpfosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strophe V: Das Ende ===&lt;br /&gt;
[[Bild:A Christmas Carol - Scrooge and Bob Cratchit.jpg|thumb|Scrooge und Bob Cratchit]]&lt;br /&gt;
...Und zwar in Scrooges eigenem Bettpfosten. Völlig verwandelt und voller guter Vorsätze steht Scrooge wieder in der realen Welt: Ohne Geister und quicklebendig. Scrooge schafft es sogar, zu lachen, und ein Ereignis für ihn ist es auch, einen Jungen zu fragen, welcher Tag denn sei – dieser antwortet ihm, es sei Christtag – und Scrooge erkennt, dass alles Vergangene in der einen letzten Nacht passiert sein musste. Er beauftragt den Jungen außerdem, einen Truthahn zu kaufen, der doppelt so groß wie Tiny Tim sei und diesen der Familie Cratchit zukommen zu lassen. Die nächsten Handlungen des verwandelten Scrooge sind zunächst eine Entschuldigung bei den „old gentlemen“ (Siehe Strophe I), welchen er eine großzügige Spende zukommen lässt, und schließlich nimmt Scrooge doch noch die Einladung seines Neffen an, am Weihnachtstag mit ihm und Freunden zu feiern – und sowohl Fred als auch alle seine Freunde freuen sich sehr über Scrooges Anwesenheit. Am Tag darauf ist Scrooge schon sehr früh in seinem Kontor; sein erklärter Wille: seinen Angestellten dabei erwischen, wie er zu spät kommt. Scrooge erlaubt sich natürlich nur einen Scherz – nachdem er Bob Cratchit aufs Übelste zusammengestaucht hat, kommt das erlösende: „Fröhliche Weihnachten, Bob!“ und er erhöht dessen Gehalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zusammenfassenden letzten Absatz unterstreicht Dickens noch einmal Scrooges Persönlichkeitsveränderung: „Scrooge war besser als sein Wort“, Tiny Tim würde überleben, und schließlich: „Gott segne jeden von uns“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmische Bearbeitungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch wurde unzählige Male verfilmt. Besonders hervorzuheben sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1901: &#039;&#039;Scrooge; oder Marley&#039;s Ghost&#039;&#039;, die erste bekannte Verfilmung als britischer Kurzfilm.&lt;br /&gt;
* 1951: &#039;&#039;[[Charles Dickens - Eine Weihnachtsgeschichte]] (Scrooge)&#039;&#039;, mit [[Alastair Sim]] als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
*1960 wurde der Stoff mit [[Carl Wéry]] als Ebenezer Scrooge unter dem Regisseur [[Franz Josef Wild]] verfilmt. &lt;br /&gt;
*1971 erhielt [[Albert Finney]] den [[Golden Globe Award]] für seine Darstellung des Scrooge. &lt;br /&gt;
* 1983: &#039;&#039;[[Mickys Weihnachtserzählung]] (Mickey&#039;s Christmas Carol)&#039;&#039;, Zeichentrick&lt;br /&gt;
* 1984: &#039;&#039;[[Charles Dickens&#039; Weihnachtsgeschichte]] (A Christmas Carol)&#039;&#039;, mit [[George C. Scott]] als Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 1988: &#039;&#039;[[Die Geister, die ich rief]] (Scrooged)&#039;&#039;, mit [[Bill Murray]] als Frank Cross (eine moderne Verkörperung des Ebenezer Scrooge)&lt;br /&gt;
*1988: &#039;&#039;[[Blackadder#Blackadder.27s_Christmas_Carol_.5B1988.5D|Blackadder&#039;s Christmas Carol]]&#039;&#039;, Eine Version, in der [[Rowan Atkinson]] in die Rolle des Ebenezer [[Blackadder]] schlüpft, der sich, im Gegensatz zu Originalgeschichte, durch den Besuch eines Geistes ([[Robbie Coltrane]]) von einem barmherzigen Menschenfreund zu einem hinterhältigen, selbstsüchtigen Egoisten wandelt.&lt;br /&gt;
* 1992: &#039;&#039;[[Die Muppets Weihnachtsgeschichte]] (The Muppet Christmas Carol)&#039;&#039;, mit [[Michael Caine]] als Ebenezer Scrooge, fast alle anderen handelnden Personen werden von [[Muppets]] dargestellt (so &#039;&#039;[[Muppet Show#Gonzo|Gonzo]]&#039;&#039; als Charles Dickens, &#039;&#039;[[Kermit der Frosch]]&#039;&#039; als Bob Crachit und &#039;&#039;[[Miss Piggy]]&#039;&#039; als Emily Crachit)&lt;br /&gt;
* 1994: &#039;&#039;[[Freds Weihnachtsshow]]&#039;&#039; (A Flintstones Christmas Carol)&lt;br /&gt;
* 1999: &#039;&#039;[[A Christmas Carol – Die Nacht vor Weihnachten]] (&#039;&#039;&#039;Originaltitel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol / &#039;&#039;&#039;Alternativer deutscher Titel:&#039;&#039;&#039; A Christmas Carol – Die drei Weihnachtsgeister)&#039;&#039;, mit [[Patrick Stewart]] in der Rolle des Ebenezer Scrooge&lt;br /&gt;
* 2003: &#039;&#039;[[Carol und die Weihnachtsgeister]] (A Carol Christmas)&#039;&#039;, mit [[Tori Spelling]], [[Gary Coleman]] und [[William Shatner]].&lt;br /&gt;
* 2004: &#039;&#039;[[A Christmas Carol - The Musical]]&#039;&#039;, eine Musical-Fassung mit [[Kelsey Grammer]].&lt;br /&gt;
* 2006: &#039;&#039;[[A Sesame Street Christmas Carol]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 2009: &#039;&#039;[[A Christmas Carol (2009)|A Christmas Carol]]&#039;&#039;, ein für 2009 angekündigter 3D-Film mit [[Jim Carrey]]. Dabei soll dieselbe [[Motion Capture]]-Technik wie etwa bei [[Der Polarexpress]] benutzt werden. Regie wird [[Robert Zemeckis]] führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hörspiel-Fassungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt in Deutschland diverse Lesungen und Hörspielfassungen der &amp;quot;Christmas Carol&amp;quot;. Lesungen gibt es u.a. von [[Otto Mellies]], [[Dieter Bellmann]] und [[Wolfgang Thierse]]. Hervorhebenswerte Hörspielfassungen sind:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Weihnachtsabend&#039;&#039; (Igel Records), Produktion: Bayerischer Rundfunk 1965.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge!&#039;&#039; (Titania Medien), 2004.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Charles Dickens&#039; Weihnachtsmärchen&#039;&#039; von [[Christian Peitz]] (HoerSketch), 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
*In Anlehnung an Ebenezer Scrooge nannte der US-amerikanische Comiczeichner Carl Barks eine seiner bekanntesten Figuren „Scrooge McDuck“. Auf deutsch erhielt diese Figur den Namen Dagobert Duck. Bei dieser Eindeutschung ging aber der Witz der Namensschöpfung verloren. Der Namensverwandtschaft zum literarischen „Scrooge“ und der schottisch anklingende Nachname „McDuck“ deuten beide auf den (den Schotten sprichwörtlich zugeschriebenen) Geiz der Figur hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Als Puppenspiel wurde die Geschichte von Koljas Puppenltheater (Spielleitung: Kolja Wlazik) und von den Piccolo Puppenspielen (Spielleitung: Gerd J. Pohl) inszeniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unter dem Titel &amp;quot;Die Mundart Weihnachtsgeschichte&amp;quot; brachte das Neu-Isenburger Mund Art Theater 1997 in Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main Thorsten Wszoleks Musical|Musicalfassung auf die Bühne. Diese Produktion lief wie das New Yorker Vorbild vom Madison Square Garden genau zehn Jahre und wurde 2006 zum letzten Mal gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der deutsche Komponist Dirk Michael Steffan hat das Werk ebenfalls später als Musical vertont. Es wurde im November 2001 im TheatrO CentrO in Oberhausen uraufgeführt. 2002 fanden im November und Dezember parallel rund fünfzig Aufführungen im Kölner Musical Dome und im Berliner Theater des Westens statt, 2003 im Auditorium der Messe München und erneut im TheatrO CentrO, hier mit Guildo Horn als Geist. Insgesamt haben rund 200.000 Zuschauer die Vorstellungen besucht. Im Jahr 2007 wurde das Musical erneut an zwei Standorten aufgeführt, dem Musicalpalast Frankfurt am Main sowie dem Theater am Marientor in Duisburg, wo die Rolle des Engels von Jasmin Wagner, die erstmals in einem Musical auftrat, dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Fred Guida: &#039;&#039;A Christmas Carol and Its Adaptations. A Critical Examination of Dickens&#039; Story and Its Productions on Screen and Television&#039;&#039;. McFarland &amp;amp; Co., Jefferson und London 2000, ISBN 0-7864-0738-7&lt;br /&gt;
* [[John Irving]]: &#039;&#039;A Christmas Carol - Ein Weihnachtslied&#039;&#039; in: [[Charles Dickens]]: &#039;&#039;Weihnachtslied. Eine Gespenstergeschichte&#039;&#039; (OT: &#039;&#039;A Christmas Carol&#039;&#039;). Deutsch von [[Richard Zoozmann]]. Diogenes, Zürich 2001, ISBN 3-257-00872-4&lt;br /&gt;
* Charles Dickens: &#039;&#039;Ein Weihnachtslied. In Prosa&#039;&#039;. Ausführlich eingeleitet und neu übersetzt von [[Heiko Postma]]. Hannover, revonnah 2006, ISBN 978-3-934818-67-5&lt;br /&gt;
* Norbert Silberbauer: &amp;quot;Was steuert die Ameisen?&amp;quot; eine moderne Interpretation der Weihnachtsgeschichte, Wieser Verlag, 2006, ISBN 3-85129-623-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;amp;xid=432&amp;amp;kapitel=1#gb_found Volltext] (deutsch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{DEFAULTSORT:Christmas Carol, A}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Englisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weihnachten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kinder- und Jugendbuch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Charles Dickens]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lizenzhinweis}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
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	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/weltliteratur/index.php?title=Datei:The_Last_of_the_Spirits-John_Leech,_1843.jpg&amp;diff=4279</id>
		<title>Datei:The Last of the Spirits-John Leech, 1843.jpg</title>
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		<updated>2008-12-12T10:24:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IngoBlees: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>IngoBlees</name></author>
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