Wetter: Unterschied zwischen den Versionen

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Als '''Wetter''' (v. althochdeutsch ''wetar'' = Wind, Wehen) bezeichnet man den spürbaren, kurzfristigen Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort der Erdoberfläche, der unter anderem als Sonnenschein, Bewölkung, [[Regen]], Wind, Hitze und Kälte in Erscheinung tritt.
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[[Bild:Wetterstation.jpg|thumb|480px|Professionelle Wetterstation (Universität Lüttich)]]
 
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Als '''Wetter''' (v. althochdeutsch ''wetar'' = Wind, Wehen) bezeichnet man den Zustand der Atmosphäre über einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit z.B. hier und jetzt. Das Wetter ist in Raum und Zeit höchst variabel.  
Die [[Meteorologie]] klassifiziert das ''örtliche Wetter'' einer bestimmten Zeit anhand der verschiedenen Phänomene in der Troposphäre, dem unteren Teil der Atmosphäre. Den Verlauf des Wetters bestimmt die von Sonnenstrahlung und  regionaler Energiebilanz geprägte atmosphärische Zirkulation.
 
 
 
Im strengen physikalischen Sinne ist das ''Wetter'' ein bestimmter Zustand an einem bestimmten Ort auf der Erdoberfläche, den die Größen Gasdruck, Gasdichte und Gasgemisch vollständig bestimmen. Ein „''Wetter''“ kann in einem Labor ebenso stattfinden wie über einem Kontinent, ohne dass die Definition von „Wetter“ verändert wird.
 
  
 
== Begriffliche Abgrenzung ==
 
== Begriffliche Abgrenzung ==
Das Wetter charakterisiert den Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort und zu einem bestimmten Zeitpunkt. Kennzeichnend sind die meteorologischen Elemente Strahlung, Luftdruck, Lufttemperatur, Luftfeuchte und Wind, sowie die daraus ableitbaren Elemente Bewölkung, Niederschlag, Sichtweite etc. Das Wetter ist das augenblickliche Bild eines Vorganges (Wettergeschehen), das sich hauptsächlich in der Troposphäre abspielt. Es kann sich – im Gegensatz zur Wetterlage und Witterung – mehrmals täglich ändern.
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Das Wetter charakterisiert den Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort und zu einem bestimmten Zeitpunkt. Kennzeichnend sind die meteorologischen Elemente Strahlung, [[Luftdruck]], [[Lufttemperatur]], Luftfeuchte und Wind, sowie die daraus ableitbaren Elemente [[Wolken|Bewölkung]], [[Niederschlag]], Sichtweite etc. Das Wetter ist das augenblickliche Bild eines Vorganges (Wettergeschehen), das sich hauptsächlich in der Troposphäre, der untersten Atmosphärenschicht, abspielt. Es kann sich – im Gegensatz zur Wetterlage und Witterung – mehrmals täglich ändern.
* ''Wetterlage'': Zustand der Atmosphäre in einem größeren Gebiet und zu einem bestimmten Zeitpunkt, geprägt von  Hoch- und Tiefdruckgebieten. Das  ändert sich  von Tag zu Tag mehr oder weniger stark.
 
* ''Witterung'': Das Wetter an einem Ort über einen Zeitraum mehrerer Tage oder Wochen betrachtet.
 
* ''Klima'': Der für eine Region (bzw. eine größere Klimazone) typische jährliche Ablauf der Witterung, zum Beispiel mildes, raues oder winterfeuchtes Klima. Detailliert beschreiben das Monatskurven von Temperatur und Niederschlägen, die sich aus Wetterstatistiken vieler Jahre bis Jahrzehnte ergeben. Wichtigste Klimaparameter sind unter anderem die Solarkonstante, Strahlungsbilanz, fühlbare und latente Wärmeströme, Wärmeflüsse der Ozeane, allgemeine Zirkulation der Atmosphäre, sowie große Vulkanausbrüche.
 
* ''Klimaänderung'': eine langfristige, tiefgreifende Veränderung in größeren Gebieten oder Klimazonen. So wird sich die globale Erwärmung in Sibirien und in der Sahelzone stark auswirken (Auftauen von [[Permafrost]]-Böden, die zunehmende Trockenheit), in Mitteleuropa hingegen kaum.
 
* Ein  ''Wetterumschwung'' ist eine – verhältnismäßig rasche und plötzliche – Änderung der Wetterlage in einem bestimmten Gebiet und zu einem bestimmten Zeitpunkt.
 
Das Wetter ist ein kurzzeitiges Zusammenwirken von Temperatur, Niederschlag, Bewölkung, Wind und Luftdruck.
 
  
== Wetter in Meteorologie und Umgangssprache ==
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* ''Witterung'': Zustand der Atmosphäre über einem bestimmten Ort charakteristisch für ein kürzeres Zeitintervall von z.B. einigen Tagen, einer Woche, einem Monat bis zu einer Jahreszeit.
Die Meteorologen erfassen die einzelnen Elemente des Wetters mit Messgeräten und die Wetterlage mit Begriffen wie stabil oder wechselhaft, heiter oder wolkenfrei, 3/8 bewölkt, bedeckt oder trüb, Nebeltendenz, regnerisch, Regenschauer oder stürmisch.
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* ''Wetterlage'': Zustand der Atmosphäre über einem größeren Gebiet (z.B. Mitteleuropa) in einem kürzeren Zeitintervall von meist nur wenigen Tagen. In diesem Sinne spricht man von einer [[Großwetterlagen|Großwetterlage]], die z.B., diktiert von einem umfangreichen [[Hochdruckgebiet]] über Skandinavien, in Mitteleuropa in einer bestimmten Woche geherrscht hat.
 
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* ''Wetterumschwung'': Eine – verhältnismäßig rasche und plötzliche – Änderung der Wetterlage in einem bestimmten Gebiet und zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Umgangssprachlich sind sehr unscharfe Begriffe üblich:
 
* „Gutes Wetter“ bedeutet meist Sonnenschein – ist zum Beispiel für einen Landwirt, dessen Saat spriessen soll, schlecht.
 
* „Kaltes Wetter“ heißt für Mitteleuropäer – je nach Jahreszeit – Temperaturen unter −5 °C oder im Hochsommer unter etwa 15 °C.
 
* bei „heißem Wetter“ schwanken die Vorstellungen weniger (etwa ab 30 °C), während „warm“ wieder sehr relativ ist.
 
* Was „stürmisches“ Wetter ist, hängt oft vom vorherrschenden Verkehr und vom Wohnort ab, der Richtung seiner Straßen und allgemein vom Gelände, auch von einer gerade ausgeübten Sportart.
 
* „Aprilwetter“ steht für „launisches“, wechselhaftes Wetter mit rascher Abfolge von Sonne, Wolken und Schauern, während
 
* eine „ruhige Wetterlage“ für Wissenschaft und Allgemeinheit dasselbe bedeutet: eine tagelang stabile Wetterlage („Hochdrucklage“) mit wenig oder nur gleichmäßigem Wind.
 
* Inversionswetterlage ist häufig die Ursache für Smog in Großstädten. Dort liegt eine kalte Luftschicht unter einer wärmeren und verhindert so eine Durchmischung (stabile Atmosphärenschichtung. In der kälteren Luftschicht sammeln sich Staub, Ruß und Abgase der Stadt und sorgen für Smog).<br />Feuerwehren müssen bei solchen Wetterlagen besonders vorsichtig sein: giftige Verbrennungsgase können nicht nach oben entweichen (werden ebenfalls am Boden gehalten).
 
 
 
== Elemente des Wetters und deren Messung ==
 
Die [[Meteorologie]] untersucht das Wetter, quantifiziert seine einzelnen Elemente und charakterisiert sie durch eine Reihe fundamentaler sowie spezieller Größen (Wetterelemente):
 
* Lufttemperatur
 
** zeitlicher Temperaturverlauf
 
** vertikale Temperaturänderung (durchschnittlich −0,6&nbsp;°C pro 100&nbsp;m)
 
* Luftfeuchtigkeit und Taupunkt
 
** Wolkenbasis und Kondensationsniveau
 
* [[Luftdruck]] und Drucktendenz
 
** Hoch- und Tiefdruckgebiete
 
* Winde und Windsysteme
 
** Windrichtung bzw. Hauptwindrichtung und Windstärke
 
** regionale und lokale/zyklische Winde (Tal-, Berg-, See-, Auf- und Abwinde, Föhn usw.)
 
*** Beaufort-Skala
 
*** Fujita-Tornado-Skala
 
** Passat (Windsystem)|Passate, Monsun
 
* atmosphärische Dynamik und Energiebilanz
 
* Niederschlagsarten
 
** [[Regen]] und Starkregen
 
** Nieselregen, Graupeln
 
** [[Hagel]] und seine Korngrößen
 
** [[Schnee]], Schneeregen
 
* Niederschlagsmenge, Wasseräquivalent
 
* Bewölkung (meist in Achteln oder Zehnteln)
 
** Wolkenart (Cumulus, Cumulonimbus, Alto-, Cirrostratus, Cirren usw.)
 
* Sichtweite
 
** vertikale Sicht, Bodensicht, Horizontalsicht
 
** Dunst und Nebel
 
* Besondere Erscheinungen
 
** Gewitter, Unwetter, Schneesturm
 
** Fata Morgana, Halo, Nebensonne
 
** Regenbogen, Nebelreissen, Wetterleuchten
 
** Wirbelsturm, Hurrikan, Tornado, Zyklone
 
** Sandsturm, Calima
 
 
 
Diese Grundgrößen werden in Wetterstationen, auf Wetterschiffen und Leuchttürmen, mit Wetterballons oder Radiosonden, mit Flugzeugen und Bojen gemessen. Satellit (Raumfahrt betrachten die Troposphäre aus dem Weltall und geben besonders viele Informationen zur Bewölkung, Wellenhöhen auf den Meeren und Luftströmungen.
 
 
 
Wettermessgeräte sind Messinstrumente die der Messung der Wetterelemente dienen.
 
 
 
== Faktoren des Wetters und deren Dynamik ==
 
Das Wetter findet fast ausschließlich in den unteren 10 Kilometern der irdischen Lufthülle statt, der Troposphäre. Nur hier gibt es merkliche Bewölkung, weil der Wasserdampf als entscheidender Faktor nicht über die Tropopause (je nach Ort und Jahreszeit etwa 8 bis 15&nbsp;km hoch) hinaus gelangen kann.
 
 
 
Überwiegend prägten die unteren 2&nbsp;km der Peplosphäre das Wetter. Hier findet sich oft Dunst durch Anreicherung von Aerosolen, und die nächtliche Abkühlung durch Wärmestrahlung. Die Bodenreibung bremst den geostrophischen Wind, weshalb er mehr in Richtung zum tieferen Druck weht als in größerer Höhe.
 
 
 
Der primäre Motor des Wetters ist die Energieeinstrahlung der [[Sonne]] und die Abstrahlung (Licht und Infrarot) zu den Wolken bzw. in den Weltraum. Das  erfassen heute neben terrestrischen Messungen auch großräumig Satelliten und Wetterschiffe, Radiosonden und andere moderne Methoden gut.
 
 
 
Für den ''Verlauf'' des Wetters sind jedoch die Strömungs-Verhältnisse in der Atmosphäre entscheidend, die von ihrer wechselnden Feuchtigkeit und den globalen Windsystemen abhängen, ferner vom regionalen [[Albedo]] der Erdoberfläche, vom Gelände (insbesondere den Gebirgen, Küsten und Wüsten) und von starken lokalen Einflüssen (zyklische Winde, Neigung und Bewuchs von Berghängen. ..), und vom Widerstand gegen Winde, über den die Rauhheit der Oberfläche (Wälder, Windschneisen, große Gebäude usw.) entscheidet.
 
 
 
Daher sind in Mitteleuropa nur dann ''lokal exakte Wetterprognosen'' möglich, wenn alle diese Einzelheiten einer Modellierung oder verlässlichen Erfahrung zugänglich sind. Letztere wissen auch Laien zu nutzen - siehe die vielfach bewährten Bauernregeln mit „wetterzeigenden“ Bergen (Wetterstein, Wolkenstein, Mittagskogel usw.) oder typischen Wolken-Formationen wie Schönwetter- und Schäfchenwolken, Nebelreißen, Regen- und Fetzenwolken, Zirren, Föhnmauern usw.
 
  
 
== Vorhersage des Wetters ==
 
== Vorhersage des Wetters ==
 
 
Ausgehend vom durch großflächige Messungen erfassten Wetter und damit dem Zustand der Atmosphäre werden in der Meteorologie Wettermodelle genutzt, um die weitere Entwicklung des Wetters zu prognostizieren. Davon abgesehen ist es jedoch auch möglich, auf lokaler Ebene und mit vergleichsweise wenig Hilfsmitteln gute Vorhersagen zu geben, wozu jedoch auch mehr oder weniger umfangreiche Kenntnisse notwendig sind.
 
Ausgehend vom durch großflächige Messungen erfassten Wetter und damit dem Zustand der Atmosphäre werden in der Meteorologie Wettermodelle genutzt, um die weitere Entwicklung des Wetters zu prognostizieren. Davon abgesehen ist es jedoch auch möglich, auf lokaler Ebene und mit vergleichsweise wenig Hilfsmitteln gute Vorhersagen zu geben, wozu jedoch auch mehr oder weniger umfangreiche Kenntnisse notwendig sind.
 
=== Anthropogener Niederschlag ===
 
Seit den fünziger Jahren gibt es Experimente mit dem Ziel das Wetter zu beeinflussen. So wird zum Beispiel Silberiodid mit Flugzeugen oder Raketen in Wolken ausgebracht um ein frühzeitiges Abregnen der Wolke herbeizuführen. Vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in China soll zum Beispiel Silberjodid ausgebracht worden sein um Regenwolken vor der Eröffnungsfeier abzuregnen. In der Landwirtschaft spielen eher die sogenannten Hagelflieger eine Rolle. Hier wird auch Silberiodid in Wolken versprüht um Hagel mit kleineren Körnern herbeizuführen und damit den Schaden gering zu halten.
 
Der Nutzen der Methode ist höchst umstritten.
 
 
== Wetter als Waffe ==
 
Die Wettervorhersage spielt bei kriegerischen Auseinandersetzungen eine wichtige Rolle. Seit Anfang der 1950er forscht auch das Militär über Möglichkeiten das Wetter lokal beeinflussen zu können. Eine Anwendung möglicher derartiger Techniken wäre jedoch ein Verstoss gegen die ENMOD-Konvention.
 
 
Es ist seit langem möglich vorhandene Wolken abregnen zu lassen. Dazu werden die Wolken mit Silberiodid mittels Flugzeugen ''geimpft'' oder Wolken vom Boden aus mit Raketen beschossen, beispielsweise auch um Schäden durch Hagel zu begrenzen.
 
 
 
== Literatur ==
 
  
 
== Weblinks ==
 
== Weblinks ==
  
 
* [http://www.wolken-online.de Wolken und Ihre Wetterbedeutungen]
 
* [http://www.wolken-online.de Wolken und Ihre Wetterbedeutungen]
* [http://www.earthstation.de EarthStation.de] - Umfangreiche Datenbank für Umwelt- und Naturkatastrophen
 
 
* [http://www.top-wetter.de/themen/overview.htm Ein Wetterkurs]
 
* [http://www.top-wetter.de/themen/overview.htm Ein Wetterkurs]
 
* [http://www.fz-juelich.de/gs/meteo/ Die Wetter- und Klimastation des Forschungszentrums Jülich], die Teil des Messnetzes des [http://www.dwd.de Deutschen Wetterdienstes] ist, mit aktuellen [http://www.fz-juelich.de/gs/meteo/metmess1de/ Messwerten und der Wetterentwicklung der letzten 24 Stunden].
 
* [http://www.fz-juelich.de/gs/meteo/ Die Wetter- und Klimastation des Forschungszentrums Jülich], die Teil des Messnetzes des [http://www.dwd.de Deutschen Wetterdienstes] ist, mit aktuellen [http://www.fz-juelich.de/gs/meteo/metmess1de/ Messwerten und der Wetterentwicklung der letzten 24 Stunden].
 
* [http://www.wetterzentrale.de/topkarten/fskldwd.html Wetter-Chronik]
 
* [http://www.wetterzentrale.de/topkarten/fskldwd.html Wetter-Chronik]
Österreich
 
* [http://www.zamg.ac.at/ Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik] (Österreichischer Wetterdienst)
 
* [http://www.uwz.at/ Unwetterzentrale Österreich]
 
Schweiz
 
* [http://www.meteoschweiz.ch/ Schweizerisches Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz)]
 
* [http://www.meteo.sf.tv SF Meteo - Das Wetter in der Schweiz]
 
* [http://www.gsf.de/flugs/neu/themen7.php Wetterextreme, Klimawandel und Klimaschutz] - Beiträge des FLUGS- Fachinformationsdienstes am GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit
 
Videos
 
  
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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Wetter] aus der freien Enzyklopädie [http://de.wikipedia.org/ Wikipedia] und steht unter der [[Klimawandel:Lizenzbedingungen|GNU-Lizenz für freie Dokumentation]]. In der Wikipedia ist eine [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wetter&action=history Liste der Autoren] verfügbar.
 
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Aktuelle Version vom 16. Oktober 2014, 21:06 Uhr

Professionelle Wetterstation (Universität Lüttich)

Als Wetter (v. althochdeutsch wetar = Wind, Wehen) bezeichnet man den Zustand der Atmosphäre über einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit z.B. hier und jetzt. Das Wetter ist in Raum und Zeit höchst variabel.

1 Begriffliche Abgrenzung

Das Wetter charakterisiert den Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort und zu einem bestimmten Zeitpunkt. Kennzeichnend sind die meteorologischen Elemente Strahlung, Luftdruck, Lufttemperatur, Luftfeuchte und Wind, sowie die daraus ableitbaren Elemente Bewölkung, Niederschlag, Sichtweite etc. Das Wetter ist das augenblickliche Bild eines Vorganges (Wettergeschehen), das sich hauptsächlich in der Troposphäre, der untersten Atmosphärenschicht, abspielt. Es kann sich – im Gegensatz zur Wetterlage und Witterung – mehrmals täglich ändern.

  • Witterung: Zustand der Atmosphäre über einem bestimmten Ort charakteristisch für ein kürzeres Zeitintervall von z.B. einigen Tagen, einer Woche, einem Monat bis zu einer Jahreszeit.
  • Wetterlage: Zustand der Atmosphäre über einem größeren Gebiet (z.B. Mitteleuropa) in einem kürzeren Zeitintervall von meist nur wenigen Tagen. In diesem Sinne spricht man von einer Großwetterlage, die z.B., diktiert von einem umfangreichen Hochdruckgebiet über Skandinavien, in Mitteleuropa in einer bestimmten Woche geherrscht hat.
  • Wetterumschwung: Eine – verhältnismäßig rasche und plötzliche – Änderung der Wetterlage in einem bestimmten Gebiet und zu einem bestimmten Zeitpunkt.

2 Vorhersage des Wetters

Ausgehend vom durch großflächige Messungen erfassten Wetter und damit dem Zustand der Atmosphäre werden in der Meteorologie Wettermodelle genutzt, um die weitere Entwicklung des Wetters zu prognostizieren. Davon abgesehen ist es jedoch auch möglich, auf lokaler Ebene und mit vergleichsweise wenig Hilfsmitteln gute Vorhersagen zu geben, wozu jedoch auch mehr oder weniger umfangreiche Kenntnisse notwendig sind.

3 Weblinks

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