Klimasensitivität

Aus Klimawandel
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Klimasensitivität meint das Maß, mit dem Veränderungen der Erdatmosphäre zu Veränderungen am Klimasystem führen. In der Klimatologie ist hier besonders die Wirkung von Treibhausgasen auf die Erdtemperatur von Interesse.

Oft wird die Klimasensitivität in °C für eine Verdoppelung des Gehalts an Kohlendioxid (CO2) in der Luft angegeben. Einschließlich verschiedener Rückkopplungseffekte, darunter besonders der Wasserdampf-Rückkopplung, werden dabei üblicherweise Werte zwischen 2 und 4,5 °C angegeben. Diese Spanne gibt das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) in seinem 2007 erschienenen Vierten Sachstandsbericht als „wahrscheinlich“ an. Der beste mittlere Schätzwert liege bei 3 °C, und eine Sensititvät von unter 1,5 °C sei „sehr unwahrscheinlich“.[1]

In einzelnen Studien wurde als Wert für die Klimasensitivität ein Bereich zwischen 1,5 und 4,5 °C ermittelt, um die sich die Erde mit 95%iger Wahrscheinlichkeit bei einer solchen Verdoppelung erwärmen wird.[2] Eine 2007 in der Zeitschrift Nature erschienene geologische Studie untersucht die Klimasensitivität über die letzten 420 Millionen Jahre und ergibt 1,5 °C als unteren und 6,2 °C als oberen Grenzwert sowie 2,8 °C als beste Schätzung.[3]

Das heißt, dass um etwa diesen Betrag die Durchschnittstemperatur der Erde wahrscheinlich ansteigt, wenn sich die CO2-Konzentration von den vorindustriellen 280 ppm (Teile pro Millionen) auf dann 560 ppm erhöht. Gegenwärtig beträgt die Konzentration knapp 380 ppm, was bereits zur globalen Erwärmung führt. Neben Kohlendioxid tragen auch noch weitere Gase zum Treibhauseffekt bei, so dass genau genommen auch für diese jeweils eigene Klimasensitivitäten ermittelt werden können. Der Einfachheit halber wird dies meist mittels der so genannten CO2-Äquivalente berechnet.

1 Weblinks

2 Quellen

  1. Intergovernmental Panel on Climate Change (2007): IPCC Fourth Assessment Report - Working Group I Report "The Physical Science Basis"
  2. Annan, J.D. und J.C. Hargreaves (2006): Using multiple observationally-based constraints to estimate climate sensitivity, Entwurf vom 30. Januar (PDF)
  3. Royer, Dana L., Robert A. Berner und Jeffrey Park (2007): Climate sensitivity constrained by CO2 concentrations over the past 420 million years, in: Nature, Vol. 446, 29. März, (PDF)

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