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	<title>ENSO-Folgen: Tropischer Pazifik - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Klimawandel</subtitle>
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		<title>Dieter Kasang: /* Einzelnachweise */</title>
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		<updated>2013-10-19T08:49:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;== Ostküste Südamerikas ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In unmittelbarem Zusammenhang mit den Veränderungen der [[Walker-Zirkulation]] stehen die Wetterextreme bei [[El Niño|El-Niño]]-Ereignissen in den Randgebieten des östlichen und westlichen äquatorialen Pazifik. Die Küsten von Ecuador und Peru befinden sich in [[Walker-Zirkulation|&amp;quot;normalen&amp;quot;]] und in [[La Niña|La-Niña]]-Jahren unter dem Einfluss des kalten Auftriebswassers und des absteigenden Walker-Astes und sind bei nur sporadischen Niederschlägen und der Bildung von Küstennebel sehr trocken. Bei einem El-Niño-Ereignis kommt es durch die Unterdrückung des Auftriebs und die Verschiebung der Walkerzelle zu kräftigen Schauern und Gewittern, die das 10- bis 50-Fache der monatlichen Durchschnittsniederschläge erbringen. Die [[Starkniederschläge und Hochwasser|Starkniederschläge]] führen zu Hochwasserereignissen in den Küstenflüssen und z.T. zu gewaltigen Überschwemmungen. Auch Hangrutschungen an den Andenhängen sind oft die Folge. Ursache sind neben der Umkehr der Walker-Zirkulation auch die Unterdrückung der sonst herrschenden Landwinde, die in normalen Zeiten für die Niederschlagsarmut der Küstenwüsten verantwortlich sind. Bei einem El-Niño-Ereignis werden stattdessen See- und Hangwinde verstärkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Bendix, J., A. Bendix und M. Richter (2000): El Niño 1997/1998 in Nordperu: Anzeichen eines Ökosystemwandels?, Petermanns Geographische Mitteilungen 144, 20-31&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indonesien ==&lt;br /&gt;
[[Bild:El_nino_indonesien.gif|thumb|520px|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oben links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Abweichungen der Niederschläge während des Jahrhundert-El-Niños 1997/98 (gezeigt ist die Abweichung im Januar 1998) vom Monatsmittel der Jahre 1979-1995.&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Unten rechts:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Häufigkeitsverteilung der Niederschlagsabweichung im Juni-November vom Mittel der Jahre 1890-1989 in &amp;quot;normalen&amp;quot;, El-Niño- und La-Niña-Jahren]]&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite des Pazifiks leiden Regionen wie Indonesien und Nordost-Australien, die normalerweise das ganze Jahr über mit ausreichenden Niederschlägen versorgt sind, während eines El Niños unter [[Dürren]]. In normalen Jahren fallen über Indonesien reichliche Niederschläge während des ganzen Jahres mit einem Maximum im Januar von 250 mm/Monat, aber auch noch 125 mm/Monat während der trockenen Jahreszeit im Sommer.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den indonesischen Niederschlägen unter dem Einfluss von ENSO s. Hendon, H.H. (2003): Indonesian Rainfall Variability: Impacts of ENSO and Local Air-Sea Interaction, Journal of Climate 16, 1775-1790&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der [[ENSO]]-Warmphasen verlagert sich die [[Walker-Zirkulation]] nach Osten, und es kommt zu absinkender Luftbewegung und deutlich verminderten Niederschlägen über dem westlichen Pazifik. Am Boden bilden sich [[Hochdruckgebiet|Antizyklonen]], die zugleich den [[Globaler Monsun|Monsun]] über Südostasien, aber auch über Nordaustralien schwächen und dadurch die Niederschläge in diesen Regionen verringern.&amp;lt;ref&amp;gt;Lau, N.-C., and M.J. Nath (2000): Impact of ENSO on the Variability of the Asian-Australian Monsoons as Simulated in GCM Experiments, Journal of Climate 13, 4287-4309&amp;lt;/ref&amp;gt; Einen zusätzlichen Einfluss auf die Region hat möglicherweise auch der Indische Ozean. Manche Autoren meinen, dass dessen Zirkulationsverhältnisse von El-Niño-Ereignissen weitgehend unabhängig sind und einer internen Dynamik folgen, die z.B. [[El Niño 1997/98|1997/98]] die El-Niño-Wirkung verstärkte und auch für die extreme [[Dürren|Dürre]] in Indonesien mitverantwortlich gewesen sein soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Webster, P.J., A.M. Moore, J.P. Loschnigg, R.R. Leben (1999): Coupled ocean-atmosphere dynamics in the Indian Ocean during 1997-98, Nature 401, 356-360&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indonesien und angrenzenden Gebiete wie Malaysia und Neuguinea waren jedenfalls während des El Niños 1997/98 von einer extremen Trockenheit betroffen. Eine der verheerendsten Folgen waren ausgedehnte [[Waldbrände]], die mehrere Millionen ha Tropenwald vernichteten. Unmittelbare Ursache war zwar das Abbrennen von Waldflächen durch landarme Bauern wie große Plantagen. Diese Praktiken bleiben in ihren Folgen jedoch normalerweise durch die einsetzende Regenzeit gegen Jahresende relativ begrenzt. In El-Niño-Jahren wie schon 1982, aber besonders 1997 blieb der Niederschlag weitgehend aus, und die Feuer wurden nicht gelöscht. Verstärkende Faktoren sind der zunehmende Bevölkerungsdruck und der schon stark durch Rodung und kommerzielle Holznutzung gelichtete Wald, der durch das nachwachsende Unterholz dem Feuer viel leichter zum Opfer fällt als natürlicher Regenwald.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegert, F., G. Ruecker, A. Hinrichs, A.A. Hoffmann (2001): Increased damage from fires in logged forests during droughts caused by El Niño, Nature 414, 437-440&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast ganz Südostasien wurde - ausgehend von Sumatra und Borneo - von einer riesigen Rauchwolke bedeckt, die nahezu die Hälfte der Fläche Europas erreichte. Sie verursachte unter der Bevölkerung Indonesiens, aber auch z.B. in Singapur und Kuala Lumpur starke Gesundheitsschäden. So erhöhte sich im Herbst 1997 in Malaysia die Zahl von Asthmafällen um 65%. Darüber hinaus haben die Brände Auswirkungen auf das Klima, da sie [[Kohlendioxid]] und [[Aerosole]] freisetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang von Hoyningen-Huene, Torsten Schmidt, Chan Ah Kee: Kurzwelliger Klimaantrieb durch Waldbrände in Südostasien, in: Geographische Rundschau 50, 1998, S.120&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Schätzung des ehemaligen deutschen Umweltministers und jetzigen Exekutivdirektors des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) Klaus Töpfer entsprach die zusätzliche Kohlendioxid-Freisetzung allein durch die Brände des Jahres 1997 der europäische CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emission in einem Jahr.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Zeit, Nr.16, 8.4.1998, S.32&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Australien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Wetterbedingungen in Australien zeigen sich oft von El-Niño-Ereignissen beeinflusst, die sich meistens in reduziertem [[Niederschlag]] über Teilen von Ost- und Nordaustralien bemerkbar machen, besonders im australischen Winter und Frühjahr von Juni bis November. Im australischen Sommer (Dezember bis Februar) sind die Auswirkungen deutlich geringer, da in dieser Zeit ohnehin trockene Bedingungen herrschen. Über große Teile von Ostaustralien liegen die Niederschläge in El-Niño-Jahren im Winter und Frühling unter dem Durchschnitt. Allerdings unterscheiden sich die genauen Folgen in ihren räumlichen und zeitlichen Merkmalen von Ereignis zu Ereignis, auch wenn der Southern-Oscillation-Index und die SST im Pazifik sehr ähnlich sind. So waren die Folgen der beiden &amp;quot;Jahrhundert&amp;quot;-El-Niños 1982/83 und [[El Niño 1997/98|1997/98]] für Australien sehr unterschiedlich. 1982/83 erlebte Australien eine der größten Dürren seiner Geschichte, mit gewaltigen Staubstürmen und Bränden im Südosten. 1997 war dagegen die Trockenheit deutlich geringer ausgeprägt, als vielfach erwartet wurde, und wurde in manchen Regionen von heftigen Regenfällen im September unterbrochen. In Queensland und dem Nordterritorium lag der Niederschlag im Dezember 1997 und Januar 1998 sogar über dem Durchschnitt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Ropelewski, C. (1999): [http://www.gcrio.org/CONSEQUENCES/vol5no2/article_2.html The Great El Niño of 1997 and 1998: Impacts on Precipitation and Temperature, CONSEQUENCES 5 no 2, 17-25]; [http://www.bom.gov.au/climate/enso Commonwealth Bureau of Meteorology]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Regionales Beispiel von=ENSO Folgen&lt;br /&gt;
|Folge von=ENSO&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=ENSO-Folgen: Nordamerika&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=ENSO-Folgen: Afrika&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=ENSO-Folgen: Indien &lt;br /&gt;
|ähnlich wie=ENSO-Folgen: Europa&lt;br /&gt;
|umfasst=El Niño 1997/98&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Waldbrände in den Tropen&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Globaler Monsun&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, ENSO, Nordamerika, Afrika, Indien, Europa, El Niño, Waldbrände, Monsun, Ozean&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ozean]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieter Kasang</name></author>
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		<title>Dieter Kasang: /* Einzelnachweise */</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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		<author><name>Dieter Kasang</name></author>
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		<title>Dieter Kasang: /* Indonesien */</title>
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		<updated>2013-06-05T17:47:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Indonesien&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;== Ostküste Südamerikas ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In unmittelbarem Zusammenhang mit den Veränderungen der [[Walker-Zirkulation]] stehen die Wetterextreme bei [[El Niño|El-Niño]]-Ereignissen in den Randgebieten des östlichen und westlichen äquatorialen Pazifik. Die Küsten von Ecuador und Peru befinden sich in [[Walker-Zirkulation|&amp;quot;normalen&amp;quot;]] und in [[La Niña|La-Niña]]-Jahren unter dem Einfluss des kalten Auftriebswassers und des absteigenden Walker-Astes und sind bei nur sporadischen Niederschlägen und der Bildung von Küstennebel sehr trocken. Bei einem El-Niño-Ereignis kommt es durch die Unterdrückung des Auftriebs und die Verschiebung der Walkerzelle zu kräftigen Schauern und Gewittern, die das 10- bis 50-Fache der monatlichen Durchschnittsniederschläge erbringen. Die [[Starkniederschläge und Hochwasser|Starkniederschläge]] führen zu Hochwasserereignissen in den Küstenflüssen und z.T. zu gewaltigen Überschwemmungen. Auch Hangrutschungen an den Andenhängen sind oft die Folge. Ursache sind neben der Umkehr der Walker-Zirkulation auch die Unterdrückung der sonst herrschenden Landwinde, die in normalen Zeiten für die Niederschlagsarmut der Küstenwüsten verantwortlich sind. Bei einem El-Niño-Ereignis werden stattdessen See- und Hangwinde verstärkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Bendix, J., A. Bendix und M. Richter (2000): El Niño 1997/1998 in Nordperu: Anzeichen eines Ökosystemwandels?, Petermanns Geographische Mitteilungen 144, 20-31&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indonesien ==&lt;br /&gt;
[[Bild:El_nino_indonesien.gif|thumb|520px|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oben links:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Abweichungen der Niederschläge während des Jahrhundert-El-Niños 1997/98 (gezeigt ist die Abweichung im Januar 1998) vom Monatsmittel der Jahre 1979-1995.&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Unten rechts:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Häufigkeitsverteilung der Niederschlagsabweichung im Juni-November vom Mittel der Jahre 1890-1989 in &amp;quot;normalen&amp;quot;, El-Niño- und La-Niña-Jahren]]&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite des Pazifiks leiden Regionen wie Indonesien und Nordost-Australien, die normalerweise das ganze Jahr über mit ausreichenden Niederschlägen versorgt sind, während eines El Niños unter [[Dürren]]. In normalen Jahren fallen über Indonesien reichliche Niederschläge während des ganzen Jahres mit einem Maximum im Januar von 250 mm/Monat, aber auch noch 125 mm/Monat während der trockenen Jahreszeit im Sommer.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den indonesischen Niederschlägen unter dem Einfluss von ENSO s. Hendon, H.H. (2003): Indonesian Rainfall Variability: Impacts of ENSO and Local Air-Sea Interaction, Journal of Climate 16, 1775-1790&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der [[ENSO]]-Warmphasen verlagert sich die [[Walker-Zirkulation]] nach Osten, und es kommt zu absinkender Luftbewegung und deutlich verminderten Niederschlägen über dem westlichen Pazifik. Am Boden bilden sich [[Hochdruckgebiet|Antizyklonen]], die zugleich den [[Globaler Monsun|Monsun]] über Südostasien, aber auch über Nordaustralien schwächen und dadurch die Niederschläge in diesen Regionen verringern.&amp;lt;ref&amp;gt;Lau, N.-C., and M.J. Nath (2000): Impact of ENSO on the Variability of the Asian-Australian Monsoons as Simulated in GCM Experiments, Journal of Climate 13, 4287-4309&amp;lt;/ref&amp;gt; Einen zusätzlichen Einfluss auf die Region hat möglicherweise auch der Indische Ozean. Manche Autoren meinen, dass dessen Zirkulationsverhältnisse von El-Niño-Ereignissen weitgehend unabhängig sind und einer internen Dynamik folgen, die z.B. [[El Niño 1997/98|1997/98]] die El-Niño-Wirkung verstärkte und auch für die extreme [[Dürren|Dürre]] in Indonesien mitverantwortlich gewesen sein soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Webster, P.J., A.M. Moore, J.P. Loschnigg, R.R. Leben (1999): Coupled ocean-atmosphere dynamics in the Indian Ocean during 1997-98, Nature 401, 356-360&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indonesien und angrenzenden Gebiete wie Malaysia und Neuguinea waren jedenfalls während des El Niños 1997/98 von einer extremen Trockenheit betroffen. Eine der verheerendsten Folgen waren ausgedehnte [[Waldbrände]], die mehrere Millionen ha Tropenwald vernichteten. Unmittelbare Ursache war zwar das Abbrennen von Waldflächen durch landarme Bauern wie große Plantagen. Diese Praktiken bleiben in ihren Folgen jedoch normalerweise durch die einsetzende Regenzeit gegen Jahresende relativ begrenzt. In El-Niño-Jahren wie schon 1982, aber besonders 1997 blieb der Niederschlag weitgehend aus, und die Feuer wurden nicht gelöscht. Verstärkende Faktoren sind der zunehmende Bevölkerungsdruck und der schon stark durch Rodung und kommerzielle Holznutzung gelichtete Wald, der durch das nachwachsende Unterholz dem Feuer viel leichter zum Opfer fällt als natürlicher Regenwald.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegert, F., G. Ruecker, A. Hinrichs, A.A. Hoffmann (2001): Increased damage from fires in logged forests during droughts caused by El Niño, Nature 414, 437-440&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast ganz Südostasien wurde - ausgehend von Sumatra und Borneo - von einer riesigen Rauchwolke bedeckt, die nahezu die Hälfte der Fläche Europas erreichte. Sie verursachte unter der Bevölkerung Indonesiens, aber auch z.B. in Singapur und Kuala Lumpur starke Gesundheitsschäden. So erhöhte sich im Herbst 1997 in Malaysia die Zahl von Asthmafällen um 65%. Darüber hinaus haben die Brände Auswirkungen auf das Klima, da sie [[Kohlendioxid]] und [[Aerosole]] freisetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang von Hoyningen-Huene, Torsten Schmidt, Chan Ah Kee: Kurzwelliger Klimaantrieb durch Waldbrände in Südostasien, in: Geographische Rundschau 50, 1998, S.120&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Schätzung des ehemaligen deutschen Umweltministers und jetzigen Exekutivdirektors des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) Klaus Töpfer entsprach die zusätzliche Kohlendioxid-Freisetzung allein durch die Brände des Jahres 1997 der europäische CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emission in einem Jahr.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Zeit, Nr.16, 8.4.1998, S.32&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Australien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Wetterbedingungen in Australien zeigen sich oft von El-Niño-Ereignissen beeinflusst, die sich meistens in reduziertem [[Niederschlag]] über Teilen von Ost- und Nordaustralien bemerkbar machen, besonders im australischen Winter und Frühjahr von Juni bis November. Im australischen Sommer (Dezember bis Februar) sind die Auswirkungen deutlich geringer, da in dieser Zeit ohnehin trockene Bedingungen herrschen. Über große Teile von Ostaustralien liegen die Niederschläge in El-Niño-Jahren im Winter und Frühling unter dem Durchschnitt. Allerdings unterscheiden sich die genauen Folgen in ihren räumlichen und zeitlichen Merkmalen von Ereignis zu Ereignis, auch wenn der Southern-Oscillation-Index und die SST im Pazifik sehr ähnlich sind. So waren die Folgen der beiden &amp;quot;Jahrhundert&amp;quot;-El-Niños 1982/83 und [[El Niño 1997/98|1997/98]] für Australien sehr unterschiedlich. 1982/83 erlebte Australien eine der größten Dürren seiner Geschichte, mit gewaltigen Staubstürmen und Bränden im Südosten. 1997 war dagegen die Trockenheit deutlich geringer ausgeprägt, als vielfach erwartet wurde, und wurde in manchen Regionen von heftigen Regenfällen im September unterbrochen. In Queensland und dem Nordterritorium lag der Niederschlag im Dezember 1997 und Januar 1998 sogar über dem Durchschnitt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Ropelewski, C. (1999): [http://www.gcrio.org/CONSEQUENCES/vol5no2/article_2.html The Great El Niño of 1997 and 1998: Impacts on Precipitation and Temperature, CONSEQUENCES 5 no 2, 17-25]; [http://www.bom.gov.au/climate/enso Commonwealth Bureau of Meteorology]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Regionales Beispiel von=ENSO Folgen&lt;br /&gt;
|Folge von=ENSO&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=ENSO-Folgen: Nordamerika&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=ENSO-Folgen: Afrika&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=ENSO-Folgen: Indien &lt;br /&gt;
|ähnlich wie=ENSO-Folgen: Europa&lt;br /&gt;
|umfasst=El Niño 1997/98&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Waldbrände in den Tropen&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Monsun&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;ENSO Folgen, ENSO, ENSO-Folgen: Nordamerika, ENSO-Folgen: Afrika, ENSO-Folgen: Indien, ENSO-Folgen: Europa, El Niño 1997/98, Waldbrände in den Tropen, Monsun, Ozean&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ozean]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieter Kasang</name></author>
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		<title>Anastasia am 23. Januar 2012 um 20:25 Uhr</title>
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(2003): Indonesian Rainfall Variability: Impacts of ENSO and Local Air-Sea Interaction, Journal of Climate 16, 1775-1790&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der ENSO-Warmphasen verlagert sich die Walker-Zirkulation nach Osten, und es kommt zu absinkender Luftbewegung und deutlich verminderten Niederschlägen über dem westlichen Pazifik. Am Boden bilden sich Antizyklonen, die zugleich den Monsun über Südostasien, aber auch über Nordaustralien schwächen und dadurch die Niederschläge in diesen Regionen verringern.&amp;lt;ref&amp;gt;Lau, N.-C., and M.J. Nath (2000): Impact of ENSO on the Variability of the Asian-Australian Monsoons as Simulated in GCM Experiments, Journal of Climate 13, 4287-4309&amp;lt;/ref&amp;gt; Einen zusätzlichen Einfluss auf die Region hat möglicherweise auch der Indische Ozean. Manche Autoren meinen, dass dessen Zirkulationsverhältnisse von El-Niño-Ereignissen weitgehend unabhängig sind und einer internen Dynamik folgen, die z.B.1997/98 die El-Niño-Wirkung verstärkte und auch für die extreme Dürre in Indonesien mitverantwortlich gewesen sein soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Webster, P.J., A.M. Moore, J.P. Loschnigg, R.R. Leben (1999): Coupled ocean-atmosphere dynamics in the Indian Ocean during 1997-98, Nature 401, 356-360&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Auf der anderen Seite des Pazifiks leiden Regionen wie Indonesien und Nordost-Australien, die normalerweise das ganze Jahr über mit ausreichenden Niederschlägen versorgt sind, während eines El Niños unter [[Dürren]]. In normalen Jahren fallen über Indonesien reichliche Niederschläge während des ganzen Jahres mit einem Maximum im Januar von 250 mm/Monat, aber auch noch 125 mm/Monat während der trockenen Jahreszeit im Sommer.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den indonesischen Niederschlägen unter dem Einfluss von ENSO s. Hendon, H.H. (2003): Indonesian Rainfall Variability: Impacts of ENSO and Local Air-Sea Interaction, Journal of Climate 16, 1775-1790&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[&lt;/ins&gt;ENSO&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]]&lt;/ins&gt;-Warmphasen verlagert sich die &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[&lt;/ins&gt;Walker-Zirkulation&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]] &lt;/ins&gt;nach Osten, und es kommt zu absinkender Luftbewegung und deutlich verminderten Niederschlägen über dem westlichen Pazifik. Am Boden bilden sich &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[Hochdruckgebiet|&lt;/ins&gt;Antizyklonen&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]]&lt;/ins&gt;, die zugleich den &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[&lt;/ins&gt;Monsun&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]] &lt;/ins&gt;über Südostasien, aber auch über Nordaustralien schwächen und dadurch die Niederschläge in diesen Regionen verringern.&amp;lt;ref&amp;gt;Lau, N.-C., and M.J. Nath (2000): Impact of ENSO on the Variability of the Asian-Australian Monsoons as Simulated in GCM Experiments, Journal of Climate 13, 4287-4309&amp;lt;/ref&amp;gt; Einen zusätzlichen Einfluss auf die Region hat möglicherweise auch der Indische Ozean. Manche Autoren meinen, dass dessen Zirkulationsverhältnisse von El-Niño-Ereignissen weitgehend unabhängig sind und einer internen Dynamik folgen, die z.B. &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[El Niño 1997/98|&lt;/ins&gt;1997/98&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]] &lt;/ins&gt;die El-Niño-Wirkung verstärkte und auch für die extreme &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[Dürren|&lt;/ins&gt;Dürre&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]] &lt;/ins&gt;in Indonesien mitverantwortlich gewesen sein soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Webster, P.J., A.M. Moore, J.P. Loschnigg, R.R. Leben (1999): Coupled ocean-atmosphere dynamics in the Indian Ocean during 1997-98, Nature 401, 356-360&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Verstärkende Faktoren sind der zunehmende Bevölkerungsdruck und der schon stark durch Rodung und kommerzielle Holznutzung gelichtete Wald, der durch das nachwachsende Unterholz dem Feuer viel leichter zum Opfer fällt als natürlicher Regenwald.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegert, F., G. Ruecker, A. Hinrichs, A.A. Hoffmann (2001): Increased damage from fires in logged forests during droughts caused by El Niño, Nature 414, 437-440&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast ganz Südostasien wurde - ausgehend von Sumatra und Borneo - von einer riesigen Rauchwolke bedeckt, die nahezu die Hälfte der Fläche Europas erreichte. Sie verursachte unter der Bevölkerung Indonesiens, aber auch z.B. in Singapur und Kuala Lumpur starke Gesundheitsschäden. So erhöhte sich im Herbst 1997 in Malaysia die Zahl von Asthmafällen um 65%. Darüber hinaus haben die Brände Auswirkungen auf das Klima, da sie [[Kohlendioxid]] und Aerosole freisetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang von Hoyningen-Huene, Torsten Schmidt, Chan Ah Kee: Kurzwelliger Klimaantrieb durch Waldbrände in Südostasien, in: Geographische Rundschau 50, 1998, S.120&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Schätzung des ehemaligen deutschen Umweltministers und jetzigen Exekutivdirektors des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) Klaus Töpfer entsprach die zusätzliche Kohlendioxid-Freisetzung allein durch die Brände des Jahres 1997 der europäische CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emission in einem Jahr.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Zeit, Nr.16, 8.4.1998, S.32&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Indonesien und angrenzenden Gebiete wie Malaysia und Neuguinea waren jedenfalls während des El Niños 1997/98 von einer extremen Trockenheit betroffen. Eine der verheerendsten Folgen waren ausgedehnte &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[&lt;/ins&gt;Waldbrände&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]]&lt;/ins&gt;, die mehrere Millionen ha Tropenwald vernichteten. Unmittelbare Ursache war zwar das Abbrennen von Waldflächen durch landarme Bauern wie große Plantagen. Diese Praktiken bleiben in ihren Folgen jedoch normalerweise durch die einsetzende Regenzeit gegen Jahresende relativ begrenzt. In El-Niño-Jahren wie schon 1982, aber besonders 1997 blieb der Niederschlag weitgehend aus, und die Feuer wurden nicht gelöscht. Verstärkende Faktoren sind der zunehmende Bevölkerungsdruck und der schon stark durch Rodung und kommerzielle Holznutzung gelichtete Wald, der durch das nachwachsende Unterholz dem Feuer viel leichter zum Opfer fällt als natürlicher Regenwald.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegert, F., G. Ruecker, A. Hinrichs, A.A. Hoffmann (2001): Increased damage from fires in logged forests during droughts caused by El Niño, Nature 414, 437-440&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast ganz Südostasien wurde - ausgehend von Sumatra und Borneo - von einer riesigen Rauchwolke bedeckt, die nahezu die Hälfte der Fläche Europas erreichte. Sie verursachte unter der Bevölkerung Indonesiens, aber auch z.B. in Singapur und Kuala Lumpur starke Gesundheitsschäden. So erhöhte sich im Herbst 1997 in Malaysia die Zahl von Asthmafällen um 65%. Darüber hinaus haben die Brände Auswirkungen auf das Klima, da sie [[Kohlendioxid]] und &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[&lt;/ins&gt;Aerosole&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]] &lt;/ins&gt;freisetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang von Hoyningen-Huene, Torsten Schmidt, Chan Ah Kee: Kurzwelliger Klimaantrieb durch Waldbrände in Südostasien, in: Geographische Rundschau 50, 1998, S.120&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Schätzung des ehemaligen deutschen Umweltministers und jetzigen Exekutivdirektors des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) Klaus Töpfer entsprach die zusätzliche Kohlendioxid-Freisetzung allein durch die Brände des Jahres 1997 der europäische CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emission in einem Jahr.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Zeit, Nr.16, 8.4.1998, S.32&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Anastasia</name></author>
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		<title>Sebastian am 28. Juli 2008 um 23:53 Uhr</title>
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		<author><name>Sebastian</name></author>
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		<title>Sebastian am 28. Juli 2008 um 23:50 Uhr</title>
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		<title>Sebastian am 18. Juli 2008 um 22:00 Uhr</title>
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Darüber hinaus haben die Brände Auswirkungen auf das Klima, da sie Kohlendioxid und Aerosole freisetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang von Hoyningen-Huene, Torsten Schmidt, Chan Ah Kee: Kurzwelliger Klimaantrieb durch Waldbrände in Südostasien, in: Geographische Rundschau 50, 1998, S.120&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Schätzung des ehemaligen deutschen Umweltministers und jetzigen Exekutivdirektors des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) Klaus Töpfer entsprach die zusätzliche Kohlendioxid-Freisetzung allein durch die Brände des Jahres 1997 der europäische CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emission in einem Jahr.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Zeit, Nr.16, 8.4.1998, S.32&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Indonesien und angrenzenden Gebiete wie Malaysia und Neuguinea waren jedenfalls während des El Niños 1997/98 von einer extremen Trockenheit betroffen. Eine der verheerendsten Folgen waren ausgedehnte Waldbrände, die mehrere Millionen ha Tropenwald vernichteten. Unmittelbare Ursache war zwar das Abbrennen von Waldflächen durch landarme Bauern wie große Plantagen. Diese Praktiken bleiben in ihren Folgen jedoch normalerweise durch die einsetzende Regenzeit gegen Jahresende relativ begrenzt. In El-Niño-Jahren wie schon 1982, aber besonders 1997 blieb der Niederschlag weitgehend aus, und die Feuer wurden nicht gelöscht. Verstärkende Faktoren sind der zunehmende Bevölkerungsdruck und der schon stark durch Rodung und kommerzielle Holznutzung gelichtete Wald, der durch das nachwachsende Unterholz dem Feuer viel leichter zum Opfer fällt als natürlicher Regenwald.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegert, F., G. Ruecker, A. Hinrichs, A.A. Hoffmann (2001): Increased damage from fires in logged forests during droughts caused by El Niño, Nature 414, 437-440&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast ganz Südostasien wurde - ausgehend von Sumatra und Borneo - von einer riesigen Rauchwolke bedeckt, die nahezu die Hälfte der Fläche Europas erreichte. Sie verursachte unter der Bevölkerung Indonesiens, aber auch z.B. in Singapur und Kuala Lumpur starke Gesundheitsschäden. So erhöhte sich im Herbst 1997 in Malaysia die Zahl von Asthmafällen um 65%. 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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Siehe auch&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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		<author><name>Dieter Kasang</name></author>
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		<title>Dieter Kasang am 30. Juni 2008 um 17:04 Uhr</title>
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&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Auf der anderen Seite des Pazifiks leiden Regionen wie Indonesien und Nordost-Australien, die normalerweise das ganze Jahr über mit ausreichenden Niederschlägen versorgt sind, während eines El Niños unter Dürren. In normalen Jahren fallen über Indonesien reichliche Niederschläge während des ganzen Jahres mit einem Maximum im Januar von 250 mm/Monat, aber auch noch 125 mm/Monat während der trockenen Jahreszeit im Sommer.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den indonesischen Niederschlägen unter dem Einfluss von ENSO s. Hendon, H.H. (2003): Indonesian Rainfall Variability: Impacts of ENSO and Local Air-Sea Interaction, Journal of Climate 16, 1775-1790&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der ENSO-Warmphasen verlagert sich die Walker-Zirkulation nach Osten, und es kommt zu absinkender Luftbewegung und deutlich verminderten Niederschlägen über dem westlichen Pazifik. Am Boden bilden sich Antizyklonen, die zugleich den Monsun über Südostasien, aber auch über Nordaustralien schwächen und dadurch die Niederschläge in diesen Regionen verringern.&amp;lt;ref&amp;gt;Lau, N.-C., and M.J. Nath (2000): Impact of ENSO on the Variability of the Asian-Australian Monsoons as Simulated in GCM Experiments, Journal of Climate 13, 4287-4309&amp;lt;/ref&amp;gt; Einen zusätzlichen Einfluss auf die Region hat möglicherweise auch der Indische Ozean. Manche Autoren meinen, dass dessen Zirkulationsverhältnisse von El-Niño-Ereignissen weitgehend unabhängig sind und einer internen Dynamik folgen, die z.B.1997/98 die El-Niño-Wirkung verstärkte und auch für die extreme Dürre in Indonesien mitverantwortlich gewesen sein soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Webster, P.J., A.M. Moore, J.P. Loschnigg, R.R. Leben (1999): Coupled ocean-atmosphere dynamics in the Indian Ocean during 1997-98, Nature 401, 356-360&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Auf der anderen Seite des Pazifiks leiden Regionen wie Indonesien und Nordost-Australien, die normalerweise das ganze Jahr über mit ausreichenden Niederschlägen versorgt sind, während eines El Niños unter Dürren. In normalen Jahren fallen über Indonesien reichliche Niederschläge während des ganzen Jahres mit einem Maximum im Januar von 250 mm/Monat, aber auch noch 125 mm/Monat während der trockenen Jahreszeit im Sommer.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den indonesischen Niederschlägen unter dem Einfluss von ENSO s. Hendon, H.H. (2003): Indonesian Rainfall Variability: Impacts of ENSO and Local Air-Sea Interaction, Journal of Climate 16, 1775-1790&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der ENSO-Warmphasen verlagert sich die Walker-Zirkulation nach Osten, und es kommt zu absinkender Luftbewegung und deutlich verminderten Niederschlägen über dem westlichen Pazifik. Am Boden bilden sich Antizyklonen, die zugleich den Monsun über Südostasien, aber auch über Nordaustralien schwächen und dadurch die Niederschläge in diesen Regionen verringern.&amp;lt;ref&amp;gt;Lau, N.-C., and M.J. Nath (2000): Impact of ENSO on the Variability of the Asian-Australian Monsoons as Simulated in GCM Experiments, Journal of Climate 13, 4287-4309&amp;lt;/ref&amp;gt; Einen zusätzlichen Einfluss auf die Region hat möglicherweise auch der Indische Ozean. Manche Autoren meinen, dass dessen Zirkulationsverhältnisse von El-Niño-Ereignissen weitgehend unabhängig sind und einer internen Dynamik folgen, die z.B.1997/98 die El-Niño-Wirkung verstärkte und auch für die extreme Dürre in Indonesien mitverantwortlich gewesen sein soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Webster, P.J., A.M. Moore, J.P. Loschnigg, R.R. Leben (1999): Coupled ocean-atmosphere dynamics in the Indian Ocean during 1997-98, Nature 401, 356-360&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Dieter Kasang</name></author>
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