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	<title>Klimawandel - Benutzerbeiträge [de-formal]</title>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Benutzer:Sandra_Burger/To_do_Liste_Sch%C3%BClerarbeiten&amp;diff=32753</id>
		<title>Benutzer:Sandra Burger/To do Liste Schülerarbeiten</title>
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		<updated>2025-01-12T17:19:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Liste: zu bearbeitende Seiten */ typo&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die unten aufgelisteten Seiten enthalten den Abschnitt &amp;quot;Schülerarbeiten zum Thema&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt; -- bis auf wenige Ausnahmen sind die dort (auf den jeweiligen Seiten) aufgelisteten Links zum HBS invalide und müssen demzufolge aktualisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(Für den Fall, dass eine Schülerarbeit auf dem HBS nicht mehr auffindbar ist, besteht die Möglichkeit, die entsprechende Schülerarbeit via Internet Archiv mittels einer dort archivierten älteren Seitenversion heraus zu suchen und in Form eines Archivlinks hier im Klimawiki zu verlinken.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:::: Link zum Internet Archiv:&lt;br /&gt;
::::https://web.archive.org/web/20240409062121/https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Spezial:Kategorien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Link zum HBS ==&lt;br /&gt;
Schülerarbeiten aus dem &amp;quot;Schulprojekt Klimawandel&amp;quot; nach Themen:&lt;br /&gt;
: https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Suchergebnisse ==&lt;br /&gt;
Suchergebnisse  1 bis 101 von 101&lt;br /&gt;
https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Spezial:Suche&amp;amp;limit=250&amp;amp;offset=0&amp;amp;ns0=1&amp;amp;search=Schülerarbeiten&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: &#039;&#039;&#039; HINWEIS: die erfolgreich bearbeiteten bzw. aktualisierten Seiten bitte hier aus DIESER Liste löschen!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
== Liste: zu bearbeitende Seiten ==&lt;br /&gt;
HINWEIS: bei den Edits bitte zugleich auch immer die Links im Abschnitt &amp;quot;Klimadaten zum Thema&amp;quot; überprüfen.&lt;br /&gt;
::: zentrale Seite = https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen&lt;br /&gt;
: Die Daten-Links werden mit überprüft. Dieter&lt;br /&gt;
:: Danke. Bitte auch die Links im Abschnitt &amp;quot;Klimamodell-Experimente zum Thema&amp;quot; überprüfen und aktualisieren (enthalten zum Beispiel in [[ENSO]]).&lt;br /&gt;
: Ist erledigt.&lt;br /&gt;
::: @ [[Benutzer:Dieter_Kasang]]: Vorab schon mal an dieser Stelle, weil hier für dich selbst und auch für die User:innen des Klimawikis relativ gut nachvollziehbar ist, warum ich mehr als enttäuscht bin über deinen heutigen Revert des Artikels &amp;quot;Industrielle Revolution&amp;quot;: https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Industrielle_Revolution&amp;amp;diff=32720&amp;amp;oldid=32703&lt;br /&gt;
::: Während ich still und beharrlich dafür Sorge trage, dass das Klimawiki möglichst auf dem aktuellsten Stand bleibt (das vorliegend einschlägige Stichwort lautet: Website-Pflege - vgl. in diesem Kontext auch meine Hinweise auf deiner Diskussionsseite, zum Beispiel das hier: [[Benutzer_Diskussion:Dieter_Kasang#Klimadaten_&amp;amp;_Anleitung_zur_Visualisierung_der_Daten]] ), machst du demgegenüber mit einem einzigen Handstreich die ganze Arbeit zunichte, die ich in die Pflege der Seite &amp;quot;Industrielle Revolution&amp;quot; investiert habe &amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;(denn auch dort war es nötig, eine Vielzahl von invaliden Links zu ersetzen).&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: Am Beispiel der &amp;quot;To do Liste Schülerarbeiten&amp;quot;‎ möchte ich dir bei dieser Gelegenheit einmal vor Augen führen, mit welchem Zeitaufwand die Website-Pflege  für diesen &amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;wirklich nur kleinen Teil&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt; des Klimawikis verbunden ist: von den 100 ursprünglich zu bearbeitenden Seiten dieser Liste &amp;quot;Schülerarbeiten‎&amp;quot; sind noch rund 20 Seiten zu bearbeiten. Pro Bearbeitung ist ein Zeitaufwand zwischen 15 und 30 Minuten erforderlich. Rund 80 Seiten wurden von mir inzwischen aktualisiert (mit diesen 3 Ausnahmen: [[Spezial:Beiträge/Hal51]]): 80 dividiert durch 30 Minuten = 40 Stunden!! --- Das Klimawiki hat derzeit rund [[Spezial:Statistik|600 Inhaltsseiten]] sowie zwischen 2 und 4 [[Spezial:Aktive_Benutzer]]. Wie die obige Rechnung zeigt (betreffend den  - wie gesagt  - wirklich nur sehr kleinen Teil &amp;quot;Schülerarbeiten&amp;quot;), ist &#039;&#039;&#039;die Mammut-Aufgabe  &amp;quot;Website-Pflege&amp;quot;&#039;&#039;&#039; - das gesamte Klimawiki betreffend -  von NUR (!) vier aktiven Usern - schlicht und ergreifend - NICHT zu stemmen. Mit den besten Grüßen:. --[[Benutzer:Sandra Burger|Sandra Burger]] ([[Benutzer Diskussion:Sandra Burger|Diskussion]]) 18:13, 12. Jan. 2025 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Unterricht Themen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Taifune im Nordwest-Pazifik]] =&amp;gt; Schülerarbeit nicht mehr auffindbar: &#039;&#039;&#039;Taifune&#039;&#039;&#039; Welche Auswirkungen wird der Klimawandel haben? (Gymnasium Grotmoor, Hamburg)&lt;br /&gt;
:::::::: https://preview.poc.hamburg.de/hhcae-cm7/servlet/contentblob/10267176/f9406147bf83accfba5f3ba69d70a6e9/data/2017-taifune.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Alpine Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Boden im Klimasystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Direkte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg im Ostseeraum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserprobleme (regional)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimaprojektionen Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Permafrost]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegel der Zukunft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg in der Nordsee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arktische Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Waldbrände in Kalifornien]]  =&amp;gt; Schülerarbeit nicht mehr auffindbar: ***Waldbrände in Kalifornien*** Worin liegen die Ursachen am häufigeren und intensiveren Auftreten von Waldbränden in Kalifornien? (Gymnasium Osterbek, Hamburg)&lt;br /&gt;
::::::::: https://preview.poc.hamburg.de/hhcae-cm7/servlet/contentblob/12131984/8b3286418220ba5f082cb42f7ebf8a19/data/2016-waldbraende-in-kalifornien.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimawandel und Weinbau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserressourcen und Klimawandel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Starkregen und Hochwasser in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Terrestrischer Kohlenstoffkreislauf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arktische Vegetation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tropische Wirbelstürme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Verbreitung der Arten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--- Ende der Liste ---&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Hallo Sandra,&lt;br /&gt;
::ich danke dir sehr für die Bearbeitung der falschen Links zu den Schülerarbeiten auf dem HBS und die sehr nützliche Liste oben. Du brauchst die Link-Bearbeitung nicht weiter fortzusetzen. Wir haben jemand gefunden, der das übernehmen wird.&lt;br /&gt;
::Beste Grüße &lt;br /&gt;
::Dieter&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Benutzer:Sandra_Burger/To_do_Liste_Sch%C3%BClerarbeiten&amp;diff=32752</id>
		<title>Benutzer:Sandra Burger/To do Liste Schülerarbeiten</title>
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		<updated>2025-01-12T17:16:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Liste: zu bearbeitende Seiten */ stil (Präzisierung)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die unten aufgelisteten Seiten enthalten den Abschnitt &amp;quot;Schülerarbeiten zum Thema&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt; -- bis auf wenige Ausnahmen sind die dort (auf den jeweiligen Seiten) aufgelisteten Links zum HBS invalide und müssen demzufolge aktualisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(Für den Fall, dass eine Schülerarbeit auf dem HBS nicht mehr auffindbar ist, besteht die Möglichkeit, die entsprechende Schülerarbeit via Internet Archiv mittels einer dort archivierten älteren Seitenversion heraus zu suchen und in Form eines Archivlinks hier im Klimawiki zu verlinken.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:::: Link zum Internet Archiv:&lt;br /&gt;
::::https://web.archive.org/web/20240409062121/https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Spezial:Kategorien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Link zum HBS ==&lt;br /&gt;
Schülerarbeiten aus dem &amp;quot;Schulprojekt Klimawandel&amp;quot; nach Themen:&lt;br /&gt;
: https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Suchergebnisse ==&lt;br /&gt;
Suchergebnisse  1 bis 101 von 101&lt;br /&gt;
https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Spezial:Suche&amp;amp;limit=250&amp;amp;offset=0&amp;amp;ns0=1&amp;amp;search=Schülerarbeiten&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: &#039;&#039;&#039; HINWEIS: die erfolgreich bearbeiteten bzw. aktualisierten Seiten bitte hier aus DIESER Liste löschen!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
== Liste: zu bearbeitende Seiten ==&lt;br /&gt;
HINWEIS: bei den Edits bitte zugleich auch immer die Links im Abschnitt &amp;quot;Klimadaten zum Thema&amp;quot; überprüfen.&lt;br /&gt;
::: zentrale Seite = https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen&lt;br /&gt;
: Die Daten-Links werden mit überprüft. Dieter&lt;br /&gt;
:: Danke. Bitte auch die Links im Abschnitt &amp;quot;Klimamodell-Experimente zum Thema&amp;quot; überprüfen und aktualisieren (enthalten zum Beispiel in [[ENSO]]).&lt;br /&gt;
: Ist erledigt.&lt;br /&gt;
::: @ [[Benutzer:Dieter_Kasang]]: Vorab schon mal an dieser Stelle, weil hier für dich selbst und auch für die User:innen des Klimawikis relativ gut nachvollziehbar, warum ich mehr als enttäuscht bin über deinen heutigen Revert des Artikels &amp;quot;Industrielle Revolution&amp;quot;: https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Industrielle_Revolution&amp;amp;diff=32720&amp;amp;oldid=32703&lt;br /&gt;
::: Während ich still und beharrlich dafür Sorge trage, dass das Klimawiki möglichst auf dem aktuellsten Stand bleibt (das vorliegend einschlägige Stichwort lautet: Website-Pflege - vgl. in diesem Kontext auch meine Hinweise auf deiner Diskussionsseite, zum Beispiel das hier: [[Benutzer_Diskussion:Dieter_Kasang#Klimadaten_&amp;amp;_Anleitung_zur_Visualisierung_der_Daten]] ), machst du demgegenüber mit einem einzigen Handstreich die ganze Arbeit zunichte, die ich in die Pflege der Seite &amp;quot;Industrielle Revolution&amp;quot; investiert habe &amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;(denn auch dort war es nötig, eine Vielzahl von invaliden Links zu ersetzen).&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: Am Beispiel der &amp;quot;To do Liste Schülerarbeiten&amp;quot;‎ möchte ich dir bei dieser Gelegenheit einmal vor Augen führen, mit welchem Zeitaufwand die Website-Pflege  für diesen &amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;wirklich nur kleinen Teil&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt; des Klimawikis verbunden ist: von den 100 ursprünglich zu bearbeitenden Seiten dieser Liste &amp;quot;Schülerarbeiten‎&amp;quot; sind noch rund 20 Seiten zu bearbeiten. Pro Bearbeitung ist ein Zeitaufwand zwischen 15 und 30 Minuten erforderlich. Rund 80 Seiten wurden von mir inzwischen aktualisiert (mit diesen 3 Ausnahmen: [[Spezial:Beiträge/Hal51]]): 80 dividiert durch 30 Minuten = 40 Stunden!! --- Das Klimawiki hat derzeit rund [[Spezial:Statistik|600 Inhaltsseiten]] sowie zwischen 2 und 4 [[Spezial:Aktive_Benutzer]]. Wie die obige Rechnung zeigt (betreffend den  - wie gesagt  - wirklich nur sehr kleinen Teil &amp;quot;Schülerarbeiten&amp;quot;), ist &#039;&#039;&#039;die Mammut-Aufgabe  &amp;quot;Website-Pflege&amp;quot;&#039;&#039;&#039; - das gesamte Klimawiki betreffend -  von NUR (!) vier aktiven Usern - schlicht und ergreifend - NICHT zu stemmen. Mit den besten Grüßen:. --[[Benutzer:Sandra Burger|Sandra Burger]] ([[Benutzer Diskussion:Sandra Burger|Diskussion]]) 18:13, 12. Jan. 2025 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Unterricht Themen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Taifune im Nordwest-Pazifik]] =&amp;gt; Schülerarbeit nicht mehr auffindbar: &#039;&#039;&#039;Taifune&#039;&#039;&#039; Welche Auswirkungen wird der Klimawandel haben? (Gymnasium Grotmoor, Hamburg)&lt;br /&gt;
:::::::: https://preview.poc.hamburg.de/hhcae-cm7/servlet/contentblob/10267176/f9406147bf83accfba5f3ba69d70a6e9/data/2017-taifune.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Alpine Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Boden im Klimasystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Direkte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Meeresspiegelanstieg im Ostseeraum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Wasserprobleme (regional)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimaprojektionen Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Permafrost]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Meeresspiegel der Zukunft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg in der Nordsee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Arktische Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Waldbrände in Kalifornien]]  =&amp;gt; Schülerarbeit nicht mehr auffindbar: ***Waldbrände in Kalifornien*** Worin liegen die Ursachen am häufigeren und intensiveren Auftreten von Waldbränden in Kalifornien? (Gymnasium Osterbek, Hamburg)&lt;br /&gt;
::::::::: https://preview.poc.hamburg.de/hhcae-cm7/servlet/contentblob/12131984/8b3286418220ba5f082cb42f7ebf8a19/data/2016-waldbraende-in-kalifornien.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Wälder im Klimawandel: Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimawandel und Weinbau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserressourcen und Klimawandel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Starkregen und Hochwasser in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Terrestrischer Kohlenstoffkreislauf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arktische Vegetation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tropische Wirbelstürme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Verbreitung der Arten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--- Ende der Liste ---&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Hallo Sandra,&lt;br /&gt;
::ich danke dir sehr für die Bearbeitung der falschen Links zu den Schülerarbeiten auf dem HBS und die sehr nützliche Liste oben. Du brauchst die Link-Bearbeitung nicht weiter fortzusetzen. Wir haben jemand gefunden, der das übernehmen wird.&lt;br /&gt;
::Beste Grüße &lt;br /&gt;
::Dieter&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
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		<title>Benutzer:Sandra Burger/To do Liste Schülerarbeiten</title>
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		<updated>2025-01-12T17:13:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Liste: zu bearbeitende Seiten */  + AW @ Benutzer:Dieter_Kasang:&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die unten aufgelisteten Seiten enthalten den Abschnitt &amp;quot;Schülerarbeiten zum Thema&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt; -- bis auf wenige Ausnahmen sind die dort (auf den jeweiligen Seiten) aufgelisteten Links zum HBS invalide und müssen demzufolge aktualisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(Für den Fall, dass eine Schülerarbeit auf dem HBS nicht mehr auffindbar ist, besteht die Möglichkeit, die entsprechende Schülerarbeit via Internet Archiv mittels einer dort archivierten älteren Seitenversion heraus zu suchen und in Form eines Archivlinks hier im Klimawiki zu verlinken.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:::: Link zum Internet Archiv:&lt;br /&gt;
::::https://web.archive.org/web/20240409062121/https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Spezial:Kategorien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Link zum HBS ==&lt;br /&gt;
Schülerarbeiten aus dem &amp;quot;Schulprojekt Klimawandel&amp;quot; nach Themen:&lt;br /&gt;
: https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Suchergebnisse ==&lt;br /&gt;
Suchergebnisse  1 bis 101 von 101&lt;br /&gt;
https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Spezial:Suche&amp;amp;limit=250&amp;amp;offset=0&amp;amp;ns0=1&amp;amp;search=Schülerarbeiten&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: &#039;&#039;&#039; HINWEIS: die erfolgreich bearbeiteten bzw. aktualisierten Seiten bitte hier aus DIESER Liste löschen!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
== Liste: zu bearbeitende Seiten ==&lt;br /&gt;
HINWEIS: bei den Edits bitte zugleich auch immer die Links im Abschnitt &amp;quot;Klimadaten zum Thema&amp;quot; überprüfen.&lt;br /&gt;
::: zentrale Seite = https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen&lt;br /&gt;
: Die Daten-Links werden mit überprüft. Dieter&lt;br /&gt;
:: Danke. Bitte auch die Links im Abschnitt &amp;quot;Klimamodell-Experimente zum Thema&amp;quot; überprüfen und aktualisieren (enthalten zum Beispiel in [[ENSO]]).&lt;br /&gt;
: Ist erledigt.&lt;br /&gt;
::: @ [[Benutzer:Dieter_Kasang]]: An dieser Stelle, weil hier für dich selbst und auch für die User:innen des Klimawikis relativ gut nachvollziehbar, warum ich mehr als enttäuscht bin über deinen heutigen Revert des Artikels &amp;quot;Industrielle Revolution&amp;quot;: https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Industrielle_Revolution&amp;amp;diff=32720&amp;amp;oldid=32703&lt;br /&gt;
::: Während ich still und beharrlich dafür Sorge trage, dass das Klimawiki möglichst auf dem aktuellsten Stand bleibt (das vorliegend einschlägige Stichwort lautet: Website-Pflege - vgl. in diesem Kontext auch meine Hinweise auf deiner Diskussionsseite, zum Beispiel das hier: [[Benutzer_Diskussion:Dieter_Kasang#Klimadaten_&amp;amp;_Anleitung_zur_Visualisierung_der_Daten]] ), machst du demgegenüber mit einem einzigen Handstreich die ganze Arbeit zunichte, die ich in die Pflege der Seite &amp;quot;Industrielle Revolution&amp;quot; investiert habe &amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;(denn auch dort war es nötig, eine Vielzahl von invaliden Links zu ersetzen).&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: Am Beispiel der &amp;quot;To do Liste Schülerarbeiten&amp;quot;‎ möchte ich dir bei dieser Gelegenheit einmal vor Augen führen, mit welchem Zeitaufwand die Website-Pflege  für diesen &amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;wirklich nur kleinen Teil&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt; des Klimawikis verbunden ist: von den 100 ursprünglich zu bearbeitenden Seiten dieser Liste &amp;quot;Schülerarbeiten‎&amp;quot; sind noch rund 20 Seiten zu bearbeiten. Pro Bearbeitung ist ein Zeitaufwand zwischen 15 und 30 Minuten erforderlich. Rund 80 Seiten wurden von mir inzwischen aktualisiert (mit diesen 3 Ausnahmen: [[Spezial:Beiträge/Hal51]]): 80 dividiert durch 30 Minuten = 40 Stunden!! --- Das Klimawiki hat derzeit rund [[Spezial:Statistik|600 Inhaltsseiten]] sowie zwischen 2 und 4 [[Spezial:Aktive_Benutzer]]. Wie die obige Rechnung zeigt (betreffend den  - wie gesagt  - wirklich nur sehr kleinen Teil &amp;quot;Schülerarbeiten&amp;quot;), ist &#039;&#039;&#039;die Mammut-Aufgabe  &amp;quot;Website-Pflege&amp;quot;&#039;&#039;&#039; - das gesamte Klimawiki betreffend -  von NUR (!) vier aktiven Usern - schlicht und ergreifend - NICHT zu stemmen. Mit den besten Grüßen:. --[[Benutzer:Sandra Burger|Sandra Burger]] ([[Benutzer Diskussion:Sandra Burger|Diskussion]]) 18:13, 12. Jan. 2025 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Unterricht Themen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Taifune im Nordwest-Pazifik]] =&amp;gt; Schülerarbeit nicht mehr auffindbar: &#039;&#039;&#039;Taifune&#039;&#039;&#039; Welche Auswirkungen wird der Klimawandel haben? (Gymnasium Grotmoor, Hamburg)&lt;br /&gt;
:::::::: https://preview.poc.hamburg.de/hhcae-cm7/servlet/contentblob/10267176/f9406147bf83accfba5f3ba69d70a6e9/data/2017-taifune.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Alpine Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Boden im Klimasystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Direkte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg im Ostseeraum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Wasserprobleme (regional)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Meeresspiegelanstieg in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimaprojektionen Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegel der Zukunft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg in der Nordsee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Arktische Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
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[[Waldbrände in Kalifornien]]  =&amp;gt; Schülerarbeit nicht mehr auffindbar: ***Waldbrände in Kalifornien*** Worin liegen die Ursachen am häufigeren und intensiveren Auftreten von Waldbränden in Kalifornien? (Gymnasium Osterbek, Hamburg)&lt;br /&gt;
::::::::: https://preview.poc.hamburg.de/hhcae-cm7/servlet/contentblob/12131984/8b3286418220ba5f082cb42f7ebf8a19/data/2016-waldbraende-in-kalifornien.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimawandel und Weinbau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserressourcen und Klimawandel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Starkregen und Hochwasser in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Terrestrischer Kohlenstoffkreislauf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arktische Vegetation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tropische Wirbelstürme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Verbreitung der Arten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--- Ende der Liste ---&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Hallo Sandra,&lt;br /&gt;
::ich danke dir sehr für die Bearbeitung der falschen Links zu den Schülerarbeiten auf dem HBS und die sehr nützliche Liste oben. Du brauchst die Link-Bearbeitung nicht weiter fortzusetzen. Wir haben jemand gefunden, der das übernehmen wird.&lt;br /&gt;
::Beste Grüße &lt;br /&gt;
::Dieter&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Benutzer:Sandra_Burger/To_do_Liste_Sch%C3%BClerarbeiten&amp;diff=32750</id>
		<title>Benutzer:Sandra Burger/To do Liste Schülerarbeiten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Benutzer:Sandra_Burger/To_do_Liste_Sch%C3%BClerarbeiten&amp;diff=32750"/>
		<updated>2025-01-12T14:01:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Liste: zu bearbeitende Seiten */  - 2&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die unten aufgelisteten Seiten enthalten den Abschnitt &amp;quot;Schülerarbeiten zum Thema&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt; -- bis auf wenige Ausnahmen sind die dort (auf den jeweiligen Seiten) aufgelisteten Links zum HBS invalide und müssen demzufolge aktualisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(Für den Fall, dass eine Schülerarbeit auf dem HBS nicht mehr auffindbar ist, besteht die Möglichkeit, die entsprechende Schülerarbeit via Internet Archiv mittels einer dort archivierten älteren Seitenversion heraus zu suchen und in Form eines Archivlinks hier im Klimawiki zu verlinken.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:::: Link zum Internet Archiv:&lt;br /&gt;
::::https://web.archive.org/web/20240409062121/https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Spezial:Kategorien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Link zum HBS ==&lt;br /&gt;
Schülerarbeiten aus dem &amp;quot;Schulprojekt Klimawandel&amp;quot; nach Themen:&lt;br /&gt;
: https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Suchergebnisse ==&lt;br /&gt;
Suchergebnisse  1 bis 101 von 101&lt;br /&gt;
https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Spezial:Suche&amp;amp;limit=250&amp;amp;offset=0&amp;amp;ns0=1&amp;amp;search=Schülerarbeiten&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: &#039;&#039;&#039; HINWEIS: die erfolgreich bearbeiteten bzw. aktualisierten Seiten bitte hier aus DIESER Liste löschen!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
== Liste: zu bearbeitende Seiten ==&lt;br /&gt;
HINWEIS: bei den Edits bitte zugleich auch immer die Links im Abschnitt &amp;quot;Klimadaten zum Thema&amp;quot; überprüfen.&lt;br /&gt;
::: zentrale Seite = https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen&lt;br /&gt;
: Die Daten-Links werden mit überprüft. Dieter&lt;br /&gt;
:: Danke. Bitte auch die Links im Abschnitt &amp;quot;Klimamodell-Experimente zum Thema&amp;quot; überprüfen und aktualisieren (enthalten zum Beispiel in [[ENSO]]).&lt;br /&gt;
: Ist erledigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Unterricht Themen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Taifune im Nordwest-Pazifik]] =&amp;gt; Schülerarbeit nicht mehr auffindbar: &#039;&#039;&#039;Taifune&#039;&#039;&#039; Welche Auswirkungen wird der Klimawandel haben? (Gymnasium Grotmoor, Hamburg)&lt;br /&gt;
:::::::: https://preview.poc.hamburg.de/hhcae-cm7/servlet/contentblob/10267176/f9406147bf83accfba5f3ba69d70a6e9/data/2017-taifune.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Alpine Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Boden im Klimasystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Direkte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Meeresspiegelanstieg im Ostseeraum]]&lt;br /&gt;
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[[Wasserprobleme (regional)]]&lt;br /&gt;
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[[Meeresspiegelanstieg in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Klimaprojektionen Europa]]&lt;br /&gt;
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[[Permafrost]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Meeresspiegel der Zukunft]]&lt;br /&gt;
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[[Meeresspiegelanstieg in der Nordsee]]&lt;br /&gt;
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[[Arktische Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
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[[Waldbrände in Kalifornien]]  =&amp;gt; Schülerarbeit nicht mehr auffindbar: ***Waldbrände in Kalifornien*** Worin liegen die Ursachen am häufigeren und intensiveren Auftreten von Waldbränden in Kalifornien? (Gymnasium Osterbek, Hamburg)&lt;br /&gt;
::::::::: https://preview.poc.hamburg.de/hhcae-cm7/servlet/contentblob/12131984/8b3286418220ba5f082cb42f7ebf8a19/data/2016-waldbraende-in-kalifornien.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimawandel und Weinbau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserressourcen und Klimawandel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Starkregen und Hochwasser in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Terrestrischer Kohlenstoffkreislauf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Wälder im Klimawandel: Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arktische Vegetation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Tropische Wirbelstürme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Verbreitung der Arten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--- Ende der Liste ---&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Hallo Sandra,&lt;br /&gt;
::ich danke dir sehr für die Bearbeitung der falschen Links zu den Schülerarbeiten auf dem HBS und die sehr nützliche Liste oben. Du brauchst die Link-Bearbeitung nicht weiter fortzusetzen. Wir haben jemand gefunden, der das übernehmen wird.&lt;br /&gt;
::Beste Grüße &lt;br /&gt;
::Dieter&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Ph%C3%A4nologie&amp;diff=32749</id>
		<title>Phänologie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Ph%C3%A4nologie&amp;diff=32749"/>
		<updated>2025-01-12T13:56:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Schülerarbeiten zum Thema */  invalide links ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Fruehl_temp_1950-2007.jpg|thumb|420px|Veränderung der globalen Oberflächentemperatur zwischen 1950 und 2007 im Frühling (März-Mai) in °C (graue Flächen: fehlende Daten)]]&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Phänologie ist &amp;quot;die Lehre vom Einfluss des Wetters, der Witterung und des Klimas auf den jahreszeitlichen Entwicklungsgang und die Wachstumsphasen der Pflanzen und Tiere, ein Grenzbereich zwischen Biologie und Klimatologie&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Schirmer et al. (1987): Meyers kleines Lexikon Meteorologie,&lt;br /&gt;
Meyers Lexikonverlag, Mannheim,Wien, Zürich, Seite 296&amp;lt;/ref&amp;gt; Die sichtbarste und unmittelbarste Reaktion auf den [[Klimawandel]] sind phänologische Veränderungen im Jahreszyklus. Im Frühling wurde in den letzten Jahrzehnten fast überall ein früherer Blattaustrieb beobachtet, im Herbst eine spätere Blattfärbung; Viele [[Klimawandel und Zugvögel|Zugvögel]] kehrten früher aus ihren Überwinterungsgebieten zurück. Die Frühlings-Phänologie zeigt dabei die stärksten Änderungen. Die wichtigste Ursache ist die im Vergleich zu den anderen Jahreszeiten höhere Aktuelle [[Aktuelle Klimaänderungen|Erwärmung]] im Winter und Frühling. Über große Teile der Landflächen auf der Nordhalbkugel stieg die Temperatur seit 1950 im Frühjahr um mindestens 1 °C, im Nordwesten Nordamerikas, Nordosten Europas und in Sibirien sogar um 2-4 °C. In [[Klimaänderungen in Europa|Europa]] stiegen die Frühlingstemperaturen um 0,5 bis 2 °C an, im Südwesten am wenigsten, im Nordosten am stärksten. Grund für solche räumlichen Unterschiede ist die kontinentale Lage der östlichen Gebiete und die sich selbst verstärkende Wirkung von tauendem Schnee und Eis im Norden (siehe [[Eis-Albedo-Rückkopplung]]). Zu einem Teil hat auch die Änderung der [[Atmosphärische Zirkulation|atmosphärischen Zirkulation]] zur Temperaturerhöhung beigetragen (siehe [[Nordatlantische Oszillation]]).&lt;br /&gt;
[[Bild:Fruehlingsdaten.jpg|thumb|420px|Vorverlegung des letzten Tages mit -2,2 &amp;lt;sup&amp;gt;o&amp;lt;/sup&amp;gt;C und weniger (rot) sowie des Blattaustriebs (grün) im Frühling zwischen 1955 und 2002 auf der Nordhalbkugel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Änderungen der Pflanzenphänologie ==&lt;br /&gt;
Die am weitesten, nämlich bis ins 9. Jahrhundert, zurückreichenden Daten zur Phänologie betreffen die japanische Kirschblüte. Danach beginnt die Blüte der japanischen Kirsche heutzutage früher als je in den letzten 1200 Jahren. Auch andere Aufzeichnungen der letzten Jahrzehnte belegen den früheren Frühlingsbeginn über die gesamte Nordhalbkugel. Als Grund wurde die globale Erwärmung nachgewiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Richardson 2013&amp;quot;&amp;gt;Richardson, A.D., T.F. Keenana, M. Migliavaccab, Y. Ryua,c, O. Sonnentaga, M.Toomey (2013):  Climate change, phenology, and phenological control of vegetation feedbacks to the climate system, Agricultural and Forest Meteorology 169, 156– 173&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den mittleren und höheren Breiten der Nordhalbkugel, wo die meisten Untersuchungen vorgenommen wurden, folgt die Vorverlegung wichtiger Frühlingsereignisse eindeutig der Temperatursteigerung. Hier spielen Niederschlagsveränderungen eine geringe Rolle, da ein ausreichendes Wasserangebot vorhanden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Rutishauser, T., S. Studer (2007): Klimawandel und der Einfluss auf die Frühlingaphänologie, Schweizerische Zeitschrift für Forstwesen, 158, S. 105-111&amp;lt;/ref&amp;gt; Wichtige Daten sind der letzte Tag des Jahres mit -2,3 &amp;lt;sup&amp;gt;o&amp;lt;/sup&amp;gt;C und die Wachstumsperiode zwischen Frühling und Herbst mit mittleren Tagestemperaturen nicht unter 5 &amp;lt;sup&amp;gt;o&amp;lt;/sup&amp;gt;C.&amp;lt;ref&amp;gt;Schwartz, M.D., R. Ahas and A. Aasa (2006): Onset of spring starting earlier across the Northern Hemisphere, Global Change Biology, Volume 12, Issue 2, Page 343-351&amp;lt;/ref&amp;gt; Während die letzten Tage mit -2,3 &amp;lt;sup&amp;gt;o&amp;lt;/sup&amp;gt;C und weniger zwischen 1955 und 2002 auf der Nordhalbkugel um rund 7 Tage früher auftraten, hat sich die Wachstumsperiode um bis zu 8 Tage verlängert, in den mittleren und nördlichen Breiten sogar um zwei Wochen. Eine Erhöhung der Frühlingstemperatur um 1 &amp;lt;sup&amp;gt;o&amp;lt;/sup&amp;gt;C hat im Mittel eine Vorverlegung des Wachstumsbeginns um 2,5-6 Tage zur Folge gehabt.&amp;lt;ref&amp;gt;Parmesan, C. 2006: Ecological and Evolutionary Responses to Recent Climate Change. Annual Review of Ecology, Evolution and Systematics(37): 637-69; IPCC (2007): Climate Change 2007, Working Group I: The Science of Climate Change, 1.3.5.1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veränderungen sind im Allgemeinen in höheren Breiten stärker als in mittleren und niederen Breiten. Bei Gräsern und Gewürzen beginnt der Frühling auf der Nordhemisphäre in den letzten Jahrzehnten um 1,1 Tage pro Jahrzehnt früher im Jahr, bei Bäumen um 3,3 Tage/Jahrzehnt früher.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2014): Climate Change 2014, Working Group II: Impacts, Adaptation and Vulnerability, 4.3.2.1&amp;lt;/ref&amp;gt; Regional war die Entwicklung allerdings sehr unterschiedlich. So verlängerte sich die Wachstumsperiode in Europa 2000-2008 um 11,5 Tage, und zwar vor allem durch eine Verschiebung im Herbst um über 8 Tage. In anderen Genbieten der Nordhalbkugel ist die Verlängerung der Wachstumszeit nach Satellitendaten vor allem auf den früheren Beginn des Frühlings zurückzuführen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jeong, S.-J., Ho, C.-H., Gim, H.-J., and Brown, M.E. (2011): Phenology shifts at start vs. end of growing season in temperate vegetation over the Northern Hemisphere for the period 1982–2008, Global Change Biology 17, 2385–2399&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veränderung der Pflanzenphänologie besitzt auch Rückwirkungen auf das Klima, vor allem über eine veränderte Albedo. Die Albedo von Wäldern mit Laubbäumen mit ausgetriebenen Blättern beträgt 0,15. Schneebedeckter Boden in Wäldern hat dagegen eine Albedo von ca. 0,2-0,3.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Richardson 2013&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Phänologische Veränderungen in der Tierwelt ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Fruehlingsereignisse.gif|thumb|420px|Vorverlegung typischer Frühlingsereignisse bei Pflanzen und Tieren auf der Nordhalbkugel in Tage pro Jahrzehnt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phänologische Veränderungen zeigen sich auch in der Tierwelt. So haben sich die Rückkehrdaten vieler [[Klimawandel und Zugvögel|Zugvögel]] merklich verschoben, bei Schwalben in Großbritannien z.B. um 2-3 Tage bei einer Erwärmung um 1 &amp;lt;sup&amp;gt;o&amp;lt;/sup&amp;gt;C. Dabei zeigen sich bei Vögeln, die nur kurze Distanzen zurücklegen, stärkere Veränderungen als bei Langstreckenziehern, die z.B. wie die Nachtigall südlich der Sahara überwintern und sich eher am Sonnenstand oder Erdmagnetfeld orientieren als an Klimaparametern. Allgemein sind im Nordseeraum Zugvögel seit 1960 um 0,5-2,8 Tage früher angekommen. Auch der Zeitpunkt des Eierlegens wurde bei vielen Vögeln vorverlegt, so z.B. beim europäischen Fliegenschnäpper. Bei sechs Froscharten in Ithaca, New York, hat sich die Brutzeit um 10-13 Tage vorverlegt. Auch Schmetterlinge zeigen eine hohe Korrelation zwischen Lebenszyklen und Frühlingstemperaturen. Eine deutliche Vorverlegung ihres ersten Fluges wurde bei vielen Arten in Großbritannien, Spanien und Kalifornien festgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein hat in den letzten 30 Jahren der Frühling auf der Nordhalbkugel um 2,3-5,2 Tage pro Jahrzehnt früher begonnen. Neben der [[Klimawandel|globalen Erwärmung]] zeigen auch regionale Klimaschwankungen einen deutlichen Einfluss auf viele ökologische Prozesse. So ist das Verhalten mancher Zugvogelarten in West und Nordwesteuropa von einem hohen bzw. niedrigen [[Nordatlantische Oszillation|NAO]]-Index abhängig. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die Reaktion der biologischen Klassen und Arten auf klimatische Änderung sehr unterschiedlich ausfällt, wobei einige Arten auch gar nicht reagieren. So ist die Vorverlegung typischer Frühlingsaktivitäten bei Amphibien zweimal so stark wie bei Vögeln oder Schmetterlingen. Dabei reagieren auch noch die Amphibienarten untereinander sehr verschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterschiede in der Reaktion der Arten in ein und demselben Untersuchungsgebiet ist oft größer als die mittleren Unterschiede zwischen verschiedenen Regionen. In der individuellen Reaktion der Arten liegt auch der Grund dafür, dass die geographische Breite insgesamt keine so große Rolle spielt, obwohl die Temperaturzunahme in höheren Breiten deutlich höher ist als in niederen. Von Bedeutung sind neben den direkten klimatischen Veränderungen auch indirekte Folgen wie z.B. eine Störung der Synchronie zwischen Wirtspflanzen und Insekten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Änderung der Nahrungsbeziehungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phänologische Veränderungen haben auch Folgen für die Nahrungsbeziehungen in der Natur (Trophische Interaktion). Beispielsweise sind die Raupenstadien verschiedener Schmetterlingsarten auf frisch entfaltete Blätter bestimmter Bäume als Nahrungsquelle angewiesen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Forkner&amp;quot;&amp;gt;Forkner, R./ Marquis, R. J./ Lill, J./ Le Corff, J. (2008): Timing is everything? Phenological synchrony and population variability in leaf-chewing herbivores of Quercus. In: Ecological Entomology, Jg. 33, Nr. 2 S. 276-285&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies liegt im Wesentlichen an der Blattqualität, die sich im Verlauf der Vegetationsperiode verändern (z.B. Blatthärte und chemische Zusammensetzung der Blätter). Ihre Populationsgröße ist also stark davon abhängig, dass in der Zeit, in der sie fressen, junge Blätter verfügbar sind. Kommt es im Rahmen des Klimawandels zu einer Verlagerung entscheidender phänologischer Ereignisse (z.B. bei der Blattentfaltung und dem Schlupf der Raupen), kann diese Nahrungsbeziehung gestört oder sogar zerstört werden – mit erheblichen Folgen für die Schmetterlingspopulation. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Forkner&amp;quot;&amp;gt;Forkner, R./ Marquis, R. J./ Lill, J./ Le Corff, J. (2008): Timing is everything? Phenological synchrony and population variability in leaf-chewing herbivores of Quercus. In: Ecological Entomology, Jg. 33, Nr. 2 S. 276-285&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Zugvögel, die ihr Zugverhalten nicht verändern, können in den nördlichen Brutgebieten auf eine Natur treffen, die schon zu weit fortgeschritten ist, z.B. durch das Schlüpfen von Insekten, um ihrer Brut noch ausreichend Nahrung zu bieten. Außerdem werden die besten Brutplätze in vielen Fällen schon durch Kurzstreckenzieher oder stationäre Vögel besetzt sein. Ähnlich hängt der Bruterfolg des Goldregenpfeifers vom Zeitpunkt ab, an dem Schnaken (Beuteinsekt der Vögel) schlüpfen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Mustin&amp;quot;&amp;gt;Mustin, K./ Sutherland, W./ Gill, J. A. (2007): The complexity of predicting climate-induced ecological impacts. In: Climate Research, Jg. 35, S. 165-175&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird erwartet, dass es am Ende dieses Jahrhunderts zu einer Asynchronität zwischen der ersten Eiablage der Vögel und dem Erscheinen von Schnaken kommen kann. Dies würde sich negativ auf den Erfolg früher Bruten des Goldregenpfeifers auswirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Phänologische Daten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phänologische Daten haben in den letzten beiden Jahrzehnten zunehmende Akzeptanz für vielfältige Fragestellungen in der Klima- und Klimafolgenforschung gefunden. Dies zeigt sich z.B. in der Ausweitung, Standardisierung und Neukonzipierung phänologischer Beobachtungsnetze wie z.B. den &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039;nternationalen &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;hänologischen &#039;&#039;&#039;G&#039;&#039;&#039;ärten Europas (IPG) und dem &amp;quot;&#039;&#039;&#039;G&#039;&#039;&#039;lobal &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;henological &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;onitoring&amp;quot; (GPM)-Programm.&amp;lt;ref&amp;gt;Chmielewski, F.-M. (2007): Phänologie – ein Indikator zur Beurteilung der&lt;br /&gt;
Auswirkungen von Klimaänderungen auf die Biosphäre, [http://www.dmg-ev.de/gesellschaft/publikationen/pdf/promet/Promet_Vol-33_1-2.pdf promet Jg. 33, Heft 1/2: Phänologie]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*  Deutscher Wetterdienst, Hg. (2007): [http://www.dmg-ev.de/gesellschaft/publikationen/pdf/promet/Promet_Vol-33_1-2.pdf promet Jg. 33, Heft 1/2: Phänologie]&lt;br /&gt;
*  Rutishauser, T., S. Studer (2007): Klimawandel und der Einfluss auf die Frühlingsphänologie, Schweizerische Zeitschrift für Forstwesen, 158, S. 105-11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Annette Menzel: [http://www.wsl.ch/dienstleistungen/publikationen/pdf/7659.pdf Zeitliche Verschiebungen von Austrieb, Blüte, Fruchtreife und Blattverfärbung im Zuge der rezenten Klimaerwärmung], Forum für Wissen 2006: 47–53&lt;br /&gt;
* [http://phenocal.chira.de/phenocal.php Phenocal] - Interaktive Anzeige der phänologischen Daten des Deutschen Wetterdienstes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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==Klimadaten zum Thema==&lt;br /&gt;
{{Bild-links|Bild=Temp diff Nordd A1B Jahr.jpg|Breite=200px}}&lt;br /&gt;
Klimadaten zum Thema selbst auswerten? Hier können Sie aus [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen &#039;&#039;&#039;Daten zum Klimawandel&#039;&#039;&#039;] eigene Karten erzeugen.&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Hier finden Sie eine [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/arbeitsanweisungen-panoply-263990 &#039;&#039;&#039;Anleitung zur Visualisierung der Daten&#039;&#039;&#039;].&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Schülerarbeiten zum Thema==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schülerarbeiten zum Thema des Artikels&#039;&#039;&#039; aus dem [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts Schulprojekt Klimawandel]: &lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756218/e308b3ef917bc36dc69a227cb8f03704/2009-vogelwelt-hamburgs-data.pdf Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Vogelwelt Hamburgs] (Gymnasium Allee, Hamburg)&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756166/02abe6aebfaa9431c52deba39343b9bb/2010-forsythie-data.pdf Klimawandel - direkt vor der Haustür?!] Pflanzenwachstum und Klimaerwärmung, dargestellt am Beispiel des Blühbeginns der Forsythie an der Hamburger Lombardsbrücke (Gymnasium Lohbrügge, Hamburg)&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756512/2cc15c88d06a4d84d4f8ede633ca2188/2011-klimawandel-und-vogelzug-data.pdf Klimawandel und Vogelzug] Wie beeinflusst der Klimawandel das Zugverhalten der Zugvögel? (Gymnasium Grootmoor, Hamburg)&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756228/2218301cf335e2fd7545475bc7ab05b0/2012-buche-fichte-klimawandel-data.pdf Wie verändert der Klimawandel die Verbreitung von Buche und Fichte in Deutschland?] (Gymnasium Grootmoor, Hamburg)&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756554/18f70e3e892719834bfca5ac394defa6/2014-zugvoegel-data.pdf Zugvögel] Wie beeinflusst der Klimawandel das Zugvogelverhalten des Hausrotschwanzes und des Weißstorches in Europa? (Gymnasium Grootmoor, Hamburg)&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Lizenzhinweis==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Umfasst=Klimawandel und Zugvögel&lt;br /&gt;
|Beeinflusst von=Auswirkungen des Klimawandels auf Ökosysteme&lt;br /&gt;
|Teil von=Ökosystem&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Klimawandel&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Aktuelle Klimaänderungen&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Nordatlantische Oszillation&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Klimawandel und Zugvögel, Auswirkungen des Klimawandels auf Ökosysteme, Aktuelle Klimaänderungen, Nordatlantische Oszillation, Vegetation, Biosphäre&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vegetation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biosphäre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökosysteme]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Ozean_im_Klimasystem&amp;diff=32748</id>
		<title>Ozean im Klimasystem</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Ozean_im_Klimasystem&amp;diff=32748"/>
		<updated>2025-01-12T13:40:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Schülerarbeiten zum Thema */  invalide links ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Ozean_atmosphaere.jpg|thumb|620px|Wechselwirkung zwischen Ozean und Atmosphäre]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übersicht ==&lt;br /&gt;
Der Ozean gehört zu den sich eher langsam ändernden Subsystemen des [[Klimasystem|Klimasystems]] und übt vor allem auf die Atmosphäre eine dämpfende Wirkung aus. Andere Subsysteme sind die [[Atmosphäre im Klimasystem|Atmosphäre]], die [[Biosphäre im Klimasystem|Biosphäre]], die [[Kryosphäre im Klimasystem|Kryopshäre]] (Eis und Schnee) und der [[Boden im Klimasystem|Boden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klima der Erde und seine Variabilität werden ganz wesentlich von der Wechselwirkung zwischen Ozean und Atmosphäre bestimmt. Dabei kommt dem Ozean schon deswegen eine große Bedeutung zu, weil er 71&amp;amp;nbsp;% der Erdoberfläche einnimmt und daher die [[Sonnenenergie|Strahlungsenergie der Sonne]] hauptsächlich in der obersten Schicht des Ozeans in Wärmeenergie umgewandelt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Temperaturerhöhung an der Wasseroberfläche wird jedoch durch die hohe spezifische Wärmekapazität von Wasser verlangsamt: Um eine bestimmte Masse Wasser um 1°C zu erwärmen, wird sehr viel mehr Energie gebraucht als bei anderen Stoffen. Die Temperatur eines Stoffes ist ein Maß dafür, wie schnell sich die einzelnen Moleküle eines Stoffes bewegen. Normalerweise führt die Zufuhr von Energie zu höheren Geschwindigkeiten der Moleküle und somit zu einer höheren Temperatur. Da zwischen den verschiedenen H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O-Molekülen jedoch, im Gegensatz zu anderen Flüssigkeiten, zusätzliche Bindungen (die sog. Wasserstoffbrückenbindungen, siehe Abbildung) auftreten, werden schnellere Bewegungen der einzelnen Moleküle erschwert. Es benötigt viel mehr Energie um diese Bindungen zu lockern oder aufzubrechen und die Teilchengeschwindigkeit zu erreichen, die einer Erwärmung um 1°C entspricht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Segar 1998&amp;quot;&amp;gt; Segar, D. A.:Introduction to Ocean Sciences (1998). Wadsworth Publishing Company. ISBN: 0-314-09705-8&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem wird die oberste Schicht des Ozeans ständig durchmischt, so dass damit eine viel größere Masse erwärmt werden muss als bei Landoberflächen um eine gleiche Oberflächentemperaturerhöhung hervorzurufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild: Wasserstoffbrückenbindung.png|thumb|420px| Räumliche Vernetzung der H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O-Moleküle: Wasserstoffbrückenbindungen (gestrichelt). Rot: O-Atome, grau: H-Atome]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Ozean und Atmosphäre herrscht ein ständiger Energie-/Wärmeaustausch: Energie wird immer an das Subsystem gegeben, welches gerade weniger Energie besitzt. Im Sommer/ am Tag ist der Ozean kälter als die Atmosphäre, da diese sich schneller durch die höhere [[ Sonnenenergie | solare Einstrahlung]] erwärmt. Es wird also Wärme von der Atmosphäre in den Ozean transportiert, der diese speichert. Auch im Winter/ in der Nacht reagiert der Ozean nur sehr langsam auf die viel geringere Einstrahlung. Während die Atmosphäre schon wieder stark abgekühlt ist, ist in der oberen Schicht des Ozeans noch viel Wärme gespeichert und erwärmt somit die über ihm liegende Atmosphäre. Der Ozean dämpft also den Einfluss der Sonneneinstrahlung, sodass Landgebiete in Meeresnähe im Winter eher wärmer, im Sommer kühler als meerferne Gebiete sind. Sie zeigen somit einen schwächeren Jahresgang. Analoges gilt für Tag- und Nachttemperaturen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trägheit des Ozeans bewirkt auch, dass das Klimasystem nur langsam auf Antriebe, z.B. steigende [[Treibhausgase|Treibhausgasemissionen]], reagiert. Da die Wärmekapazität so hoch und die vertikale Durchmischung so langsam ist, wird es Jahrzehnte bis Jahrhunderte dauern, bis sich das Klima wieder in einem neuen Gleichgewicht befindet, auch wenn der Antrieb plötzlich verschwindet. Eine Folge davon ist, dass heutige Klimaschutzmaßnahmen erst in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts einen sichtbaren Effekt hätten. Davor reagiert das Klima im Wesentlichen auf die bisher bereits emittierten Treibhausgase.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die träge Erwärmung von Wasser ist auch im Vergleich zu der Erwärmung von Landoberfläche sehr wichtig. Denn erst durch die starken Temperaturunterschiede können Phänomene wie Monsune auftreten. Dabei erwärmten sich das Land und damit die Luft über dem Land im Sommer so stark, dass sie aufsteigt und Luft vom Meer nachfließen muss. Dabei können sehr hohe Windgeschwindigkeiten erreicht werden. Weil diese nachfließende Luft zusätzlich noch sehr feucht ist, kommt es dabei dann zu starken Niederschlägen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Demmler 2011&amp;quot;&amp;gt;Demmler, P.: Das Meer. Wasser, Eis und Klima (2011). Eugen Ulmer KG, ISBN 978-3-8001-5864-5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwischen Ozean und Atmosphäre findet nämlich nicht nur ein Austausch von Wärme statt, sondern auch von Wasser. Meer und Meereis geben durch Verdunstung Wasserdampf an die Atmosphäre ab. Wie viel Wasser verdunstet, hängt sowohl von der Temperatur ab (je wärmer, desto mehr Wasserdampf kann in der Atmosphäre aufgenommen werden) als auch von der schon vorhandenen Wasserdampfkonzentration. Denn Luft kann nur eine begrenzte Menge an Feuchtigkeit aufnehmen. Diese Feuchtigkeit gibt die Atmosphäre dem Meer als Niederschlag wieder zurück.Ein besonderes Beispiel für den Austausch von Wasser zwischen Ozean und Atmosphäre ist die [[Innertropische Konvergenzzone]]. Hier verdunstet viel Wasser aufgrund der hohen Temperaturen, gleichzeitig führt der hohe Wassergehalt in der Luft aber auch zu starkem Regen, der die Feuchte wieder zurück in den Ozean führt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Demmler 2011&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die Abgabe von Wasserdampf an die Atmosphäre impliziert auch immer die sogenannte [[latente Wärme]]. Dies ist Energie, die frei werden kann, wenn der Wasserdampf wieder [[Kondensation|kondensiert]], die einzelnen Moleküle sich also zu Wassertröpfchen verbinden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Demmler 2011&amp;quot; /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Faktor, der die Ozeane ins Klimasystem einbindet, ist das ozeanische [[Meeresströmungen|Strömungssystem]], das erhebliche Mengen von Energie über große Entfernungen transportiert, in der Regel von den Haupteinstrahlungsgebieten beiderseits des Äquators in Richtung Pol. Der die Einstrahlungsgegensätze ausgleichende Energietransport auf der Erde, der das Leben in den höheren geographischen Breiten überhaupt erst ermöglicht, geschieht aber stärker durch die Atmosphäre als durch den Ozean.&lt;br /&gt;
[[Bild:Ozeanströmungen.gif|thumb|620px|Globale Karte der Oberflächenströmungen der Ozeane]]&lt;br /&gt;
== Strömungen ==&lt;br /&gt;
Der ozeanische Transport erfolgt durch [[Meeresströmungen|Oberflächen- und Tiefenströmungen]]. Die Oberflächenströme und ihr Energietransport werden durch die atmosphärische Dynamik, d.h. durch Wind, angetrieben, die Tiefenströme wesentlich durch Dichteunterschiede des Meerwassers, die einerseits durch die Temperatur, andererseits durch den Salzgehalt bestimmt werden. Das [[Globales Förderband|&amp;quot;Globale Förderband&amp;quot;]] ist ein alle drei Ozeane umspannendes Strömungssystem, das sowohl durch Dichteunterschiede wie durch Wind angetrieben wird. Temperatur und Salzgehalt des oberflächennahen Meerwassers und damit seine Dichte werden durch Energie- und Frischwasserflüsse ([[Niederschlag]] und [[Verdunstung]]) zwischen Atmosphäre und Ozean beeinflusst. Der Salzgehalt von Meerwasser wird außerdem durch Süßwasserzufuhr vom Land oder schmelzendes bzw. gefrierendes [[Meereis]] bestimmt. Die windgetriebenen Oberflächenströmungen und die Tiefenzirkulation stehen in einem engen Wechselverhältnis: Winde treiben etwa Wasser mit hohem Salzgehalt in Gebiete, in denen es abkühlt und absinkt (wie im Nordatlantik), oder sie treiben warmes Oberflächenwasser von Küsten weg, wodurch kälteres Tiefenwasser aufsteigen kann (vgl. [[Meeresströmungen]]). Letzteres geschieht zum Beispiel vor der Westküste des tropischen Südamerikas: Da vor der Küste von Ecuador und Peru die Passatwinde vom Land aufs Meer wehen, schieben sie das Oberflächenwasser von dort weg. Zum Ausgleich steigt an diesen Küsten Tiefenwasser von unten zur Oberfläche auf. Dieses Wasser bringt viele Nährstoffe aus tieferen Schichten mit nach oben, weshalb diese Gebiete sehr fruchtbar und fischreich sind. Dies ändert sich jedoch dramatisch in El Niño-Jahren (siehe auch [[ENSO]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasaustausch ==&lt;br /&gt;
Eine weitere wichtige Wechselwirkung zwischen Ozean und Atmosphäre besteht in dem Gasaustausch zwischen diesen beiden Subsystemen des Klimasystems. Von besonderer Bedeutung für das Klima ist die Fähigkeit des Ozeans das atmosphärische [[Treibhausgase|Treibhausgas]] CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; durch Lösung aufzunehmen. Dabei kann kaltes Oberflächenwasser mehr [[Kohlendioxid]] aufnehmen als warmes. Das ist der Hintergrund für wichtige Rückkopplungsprozesse. Falls sich die Atmosphäre, z.B. durch eine geringere [[Sonnenenergie|Sonneneinstrahlung]], abkühlt, wird auch das Oberflächenwasser des Ozeans kälter und kann dadurch mehr CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; aus der Atmosphäre aufnehmen. Die Folge sind eine Schwächung des Treibhauseffekts und eine noch kühlere Atmosphäre, woraus eine weitere Abkühlung des Oberflächenwassers folgt, das dadurch noch mehr CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; aufnehmen kann usw, bis ein neues Gleichgewicht hergestellt ist. Bei einer Erwärmung der Atmosphäre, z.B. durch anthropogene CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen, läuft der Prozess in umgekehrter Richtung ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kohlendioxid besitzt im Meer einen eigenen [[Kohlenstoff im Ozean|Kreislauf]], in dem es verschiedene Stadien durchläuft. Gelöstes CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; geht im Wasser neue chemische Verbindungen ein und wird durch Photosynthese im Phytoplankton gebunden. Ein bedeutender Teil des Kohlenstoffs wird durch [[Konvektion]] (d.h. durch absinkende Wassermassen) und absinkende organische Substanzen dem Oberflächenwasser und damit dem Austausch mit der Atmosphäre für längere Zeit entzogen. Auch diese Prozesse sind temperaturabhängig. So verstärkt kälteres Wasser die Konvektion und wärmeres schwächt sie. Dadurch wird in dem ersten Fall mehr Kohlendioxid dem Oberflächenwasser entzogen, das infolgedessen weiteres CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; aus der Atmosphäre aufnehmen kann, wodurch sich die Atmosphäre weiter abkühlt und die Konvektion noch mehr verstärkt wird usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zunehmende Aufnahme von Kohlendioxid durch den Ozean, wie sie gegenwärtig durch den erhöhten CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalt der Atmosphäre erfolgt,  hat aber auch negative Folgen.  Der [[Ozeanversauerung|Ozean versauert]]. Und das ist für zahlreiche Lebewesen im Meer ein Problem (das sog. &amp;quot;andere CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Problem&amp;quot;), vor allem für diejenigen, die Kalkschalen bilden. Das Ozeanwasser ist inzwischen so stark versauert wie seit 20 Mio. Jahren nicht mehr. In der Atmosphäre ist Kohlendioxid chemisch inaktiv, d.h. es geht keine Verbindungen mit anderen Gasen ein. Ganz anders verhält sich CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; jedoch im Meerwasser. Fast das gesamte darin gelöste CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; reagiert mit Wasser und bildet Kohlensäure. Als Ergebnis sinkt der pH-Wert des Wassers, das dadurch weniger basisch wird, während der von Karbonat-Ionen sinkt. Karbonat-Ionen werden jedoch zur Bildung von Kalziumkarbonat benötigt, dem Baustein von Kalkskeletten und –schalen z.B. von Korallen, Muscheln, Schnecken und Seeigeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterricht ==&lt;br /&gt;
* Experiment: Die Bedeutung des Ozeans im Klimasystem sieht man im Prinzip jedes Mal veranschaulicht, wenn man kocht. Obwohl die Herdplatte (der Antrieb) schnell heiß wird, dauert es recht lange, bis das Wasser im Topf kocht. Auch wenn man die Herdplatte irgendwann ausschaltet, wird das Wasser durch die Restwärme eventuell sogar noch etwas wärmer, bis es langsam abkühlt. Das Klima reagiert genauso verzögert auf eine Beeinflussung von außen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* OFFICE FOR CLIMATE EDUCATION (2021): [https://www.sonnentaler.net/dokumentation/ipcc-berichte/sr-ozean-kryosphaere/ IPCC-Sonderbericht „Ozean und Kryosphäre in einem sich wandelnden Klima” – Zusammenfassung für Lehrerinnen und Lehrer]&lt;br /&gt;
* J. Jacobeit (2007): [http://edoc.hu-berlin.de/docviews/abstract.php?lang=ger&amp;amp;id=28154 Zusammenhänge und Wechselwirkungen im Klimasystem], in: Wilfried Endlicher, Friedrich-Wilhelm Gerstengarbe: [http://edoc.hu-berlin.de/miscellanies/klimawandel/ Der Klimawandel – Einblicke, Rückblicke und Ausblicke], 1-16&lt;br /&gt;
* J. Lozan (Hg.): Warnsignal Klima: [https://www.klima-warnsignale.uni-hamburg.de/buchreihe/die-meere/ Die Meere - Änderungen &amp;amp; Risiken]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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==Klimadaten zum Thema==&lt;br /&gt;
{{Bild-links|Bild=SST_global_Diff2_RCP8.5_Jahr.jpg|Breite=200px}} &lt;br /&gt;
Klimadaten zum Thema selbst auswerten? Hier können Sie aus [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/globale-rcp-daten &#039;&#039;&#039;globalen Daten&#039;&#039;&#039;] eigene Karten erzeugen.&lt;br /&gt;
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Hier finden Sie eine: [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/arbeitsanweisungen-panoply-263990 &#039;&#039;&#039;Anleitung zur Visualisierung der Daten&#039;&#039;&#039;].&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Klimamodell-Experimente zum Thema==&lt;br /&gt;
Mit dem einfachen Klimamodell [http://mscm.dkrz.de/ &#039;&#039;&#039;Monash Simple Climate Model (MSCM)&#039;&#039;&#039;] können Experimente zur Bedeutung des Ozeans im Klimasystem durchgeführt werden:&lt;br /&gt;
* [http://mscm.dkrz.de/greb/cgi-bin/dmc_b_i18n.py?activetab=undefined&amp;amp;version=Basic&amp;amp;locale=DE&amp;amp;atmosphere=1&amp;amp;clouds=1&amp;amp;co2=1&amp;amp;heat_diff=1&amp;amp;heat_adv=1&amp;amp;albedo=1&amp;amp;hydro=1&amp;amp;vapour_diff=1&amp;amp;vapour_adv=1&amp;amp;ocean=1&amp;amp;model=0&amp;amp;atmosphere_s=1&amp;amp;clouds_s=1&amp;amp;co2_s=1&amp;amp;heat_diff_s=1&amp;amp;heat_adv_s=1&amp;amp;albedo_s=1&amp;amp;hydro_s=1&amp;amp;vapour_diff_s=1&amp;amp;vapour_adv_s=1&amp;amp;ocean_s=0&amp;amp;model_s=0&amp;amp;lat=&amp;amp;lon=&amp;amp;regions=0&amp;amp;location=Global%20mean%20(default)&amp;amp;country=0&amp;amp;city= Experiment zur Temperaturwirkung des Ozeans im Klimasystem]  Durchführung des Experiments mit dem MSCM&lt;br /&gt;
* [http://mscm.dkrz.de/greb/cgi-bin/scny_i18n.py?activetab=undefined&amp;amp;scenario=102&amp;amp;variable=03&amp;amp;locale=DE Experiment zur Erwärmung des Ozeans in einem künftigen Klima]  Durchführung des Experiments mit dem MSCM nach dem Szenario RCP8.5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/755860/b6fcecdf89ecde35e6956161edf4fffc/bedienungsanleitung-data.pdf Bedienungsanleitung] Kurzanleitung zur Nutzung des MSCM&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/mscm-klimamodell Arbeitsblätter und Lehrerhandreichungen] Anleitung zur Arbeit mit Schülern&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=visualClear&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Schülerarbeiten zum Thema==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schülerarbeiten zum Thema des Artikels&#039;&#039;&#039; aus dem [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts Schulprojekt Klimawandel]:&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756436/c50857f3b6b64d4729244983291eb79e/2007-nordatlantikstrom-data.pdf Erderwärmung ohne uns?] Führt die Abschwächung des Nordatlantikstroms zu einer Abkühlung des Klimas in Europa? (Stadtteilschule Walddörfer, Hamburg)&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756282/fcfef3b967d00ddf1061f2cf0e3767de/2006-el-nino-data.pdf El Niño] über den Einfluss des Klimawandels auf das El-Niño-Phänomen (Johanneum zu Lübeck)&lt;br /&gt;
				&amp;lt;/div&amp;gt;  &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Zukünftige Entwicklung=Meeresspiegel der Zukunft&lt;br /&gt;
|umfasst Prozess=Aktueller Meeresspiegelanstieg&lt;br /&gt;
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|umfasst Prozess=Golfstrom&lt;br /&gt;
|Umfasst Prozess=Thermohaline Zirkulation&lt;br /&gt;
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|umfasst Prozess=Kohlenstoff im Ozean&lt;br /&gt;
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|umfasst Prozess=Erwärmung des Ozeans&lt;br /&gt;
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|umfasst=Meereis&lt;br /&gt;
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|Teil von=Klimasystem&lt;br /&gt;
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|Umfasst räumlich=Golfstrom&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Aktueller Meeresspiegelanstieg, Meeresströmungen, Golfstrom, Thermohaline Zirkulation, Globales Förderband (einfach), Kohlenstoff im Ozean, ENSO, Erwärmung des Ozeans, Versauerung der Meere, Meereis, Atmosphäre im Klimasystem, Biosphäre im Klimasystem, Kryosphäre im Klimasystem, Boden im Klimasystem, Ozean&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ozean]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimasystem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Industrielle_Revolution&amp;diff=32703</id>
		<title>Industrielle Revolution</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Industrielle_Revolution&amp;diff=32703"/>
		<updated>2025-01-05T05:49:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Definition Soziale Frage */  link-fix =&amp;gt; Aktualisierung  https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Social_question&amp;amp;oldid=1266802190&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:IndustrielleRevolution.jpg|thumb|right|520px|Das Industriezeitalter&amp;lt;ref name=&amp;quot;BMU&amp;quot;&amp;gt;BMU-Broschüre: [http://www.boell.de/sites/default/files/assets/boell.de/images/download_de/oekologie/broschuere_dritte_industr_rev.pdf#page=014 Die dritte industrielle Revolution - Aufbruch in ein ökologisches Jahrhundert (Seite 14 von 148 der PDF-Datei),] Tabelle &amp;quot;Von der Ersten zur Dritten Industriellen Revolution&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;HBS&amp;quot;&amp;gt; Heinrich Böll Stiftung: [http://www.boell.de/sites/default/files/Endf_Nachhaltige_Industriepolitik_komplett.pdf#page=24 Nachhaltige Industriepolitik (Tabelle S. 22 = Seite 24 von 76 der PDF-Datei)]&amp;lt;/ref&amp;gt; - die [[#Epochen der Primärenergieträger|Epochen der Primärenergieträger]]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
a) Erste Industrielle Revolution und Soziale Frage im 19. Jahrhundert&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) Zweite Industrielle Revolution und Soziale Frage im 20. Jahrhundert &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) Dritte Industrielle Revolution und Soziale Frage im 21. Jahrhundert&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe hierzu auch die [[#Grafik:_Entwicklung_der_CO2-Emissionen_im_Industriezeitalter|Grafik: Entwicklung der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen im Industriezeitalter]] ]][[Datei:FossileEnergie1850-2007.jpg|thumb|right|520px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter &#039;&#039;&#039;Industrielle Revolution&#039;&#039;&#039; versteht man die rasche industrielle Umgestaltung der Arbeits- und Sozialordnung in Europa im 19. Jahrhundert. Mit dieser Epoche beginnt das Industriezeitalter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Verlauf des Industriezeitalters zu verzeichnenden menschlichen Aktivitäten - namentlich der hohe Verbrauch fossiler Brennstoffe durch eine explosionsartig gestiegene Weltbevölkerung - sind nach dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Kenntnisstand ursächlich für die [[Klimawandel|globale Erwärmung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Club_of_Rome&amp;quot;&amp;gt;Mit Blick auf diese Zusammenhänge appelliert der [https://www.clubofrome.org/ Club of Rome] an die politischen Entscheidungsträger, in der Bevölkerung ggf. durch finanzielle Anreize ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass jede/r Einzelne durch eine verantwortungsvolle Familienplanung (ideal wäre die freiwillige Selbstbeschränkung auf 1&amp;amp;nbsp;Kind pro Paar) einen wichtigen Beitrag leisten kann hin zu einer nachhaltigen Entwicklung, die den nur begrenzt verfügbaren Ressourcen Rechnung trägt. - Vgl. bspw. Spiegel online (13.09.2016): [http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/club-of-rome-bericht-fordert-belohnung-fuer-kinderlose-frauen-a-1112145.html Club of Rome: Forscher fordern Belohnung für kinderlose Frauen]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist zu befürchten, dass die globale Erwärmung negative Auswirkungen auf die internationale Sicherheit hat: der Klimawandel ist nach Einschätzung der Europäischen Kommission ein Bedrohungsmultiplikator, das heißt bestehende Tendenzen, Spannungen und Instabilität können sich dadurch ggf. noch verschlimmern (Ressourcenkonflikte, Zunahme von Katastrophen durch [[:Kategorie:Extremereignisse|Extremereignisse]], umweltbedingte Migration).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klimawandel_und_internationale_Sicherheit&amp;quot;&amp;gt;Bericht der Europäischen Kommission für den Europäischen Rat (14.03.2008): [http://www.consilium.europa.eu/uedocs/cms_data/docs/pressdata/de/reports/99391.pdf Klimawandel und internationale Sicherheit] (PDF; 11 Seiten) &amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der WBGU sieht die globale Erwärmung als &amp;quot;Risikoverstärker&amp;quot; (WBGU 2007: Sicherheitsrisiko Klimawandel). &amp;lt;ref name=Sicherheitsrisiko_Klimawandel&amp;gt;Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU): [https://www.wbgu.de/de/publikationen/publikation/welt-im-wandel-sicherheitsrisiko-klimawandel Welt im Wandel – Sicherheitsrisiko Klimawandel], Berlin, Heidelberg 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Zum Thema &amp;quot;Klimaflüchtlinge&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Genfer_Flüchtlingskonvention&amp;quot;&amp;gt;Beachte hierzu den Hinweis von Andrea Naica-Loebell (tp vom 22.01.2018) auf die im vorliegenden Zusammenhang  nicht greifende, weil sehr eng gefasste Definition des Begriffs &amp;quot;Flüchtling&amp;quot; der Genfer Flüchtlingskonvention:&lt;br /&gt;
[https://web.archive.org/web/20240204121310/https://www.telepolis.de/features/Klimawandel-und-immer-mehr-Migration-3946382.html?seite=all Klimawandel und immer mehr Migration]&amp;lt;/ref&amp;gt; siehe: [[Klimawandel und Migration‎‎]]&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsdefinitionen (Epochenbegriff / Prozessbegriff) ==&lt;br /&gt;
=== Definition Industrielle Revolution ===&lt;br /&gt;
Der (als eurozentristisch&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eurozentrismus&amp;quot;&amp;gt;Vgl. (Wikipedia) [http://de.wikipedia.org/wiki/Eurozentrismus Eurozentrismus]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Arundhati Roy&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu in [https://web.archive.org/web/20130228121629/http://www.zeit.de/2011/51/Interview-Roy/komplettansicht DIE ZEIT, 15.12.2011 Nr. 51 (&amp;quot;Europa ist nur der Anfang&amp;quot;)] die indische Schriftellerin Arundhati Roy:&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;»[...] Während Europa einst für sich seine Ideen von Freiheit und Gleichheit &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;*)&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; entwickelte, kolonisierte es andere Länder, beging Völkermorde und praktizierte Sklaverei – und das in unvorstellbaren Dimensionen. Ganze Völker wurden vernichtet. Die Belgier brachten im Kongo zehn Millionen Menschen um. Die Deutschen rotteten in Westafrika die Hereros aus. [...] Die Völkermorde dienten der Rohstoffbeschaffung für eine industrielle Revolution, die den westlichen Kapitalismus begründete und mit ihm den materiellen Überschuss produzierte, auf dessen Basis die Ideen der modernen Demokratie entstanden. Dieser Kapitalismus aber hat unsere heutige Krise geschaffen, die sowohl ökonomischer wie ökologischer Natur ist. [...]«&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;*) &#039;&#039;Vgl. hierzu (Freiheit und Gleichheit): Hans von Scheel, [https://books.google.de/books?id=-tlLAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA16 Die Theorie der sozialen Frage, Jena 1871, S. 16]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; zu kritisierende) Begriff &#039;&#039;Industrielle Revolution&#039;&#039;, der von Friedrich Engels&amp;lt;ref name=&amp;quot;Textdokumente&amp;quot;&amp;gt;Friedrich Engels: Die Lage der arbeitenden Klasse in England (1845) - online abrufbar bei: [http://www.textlog.de/en-england-revolution.html textlog.de] oder [http://www.projekt-gutenberg.org/engels/dielage/chap003.html Projekt Gutenberg-DE]&amp;lt;/ref&amp;gt; und dem französischen Nationalökonomen Adolphe Jérôme Blanqui&amp;lt;ref name=&amp;quot;Blanqui&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu die Kritik von [http://books.google.de/books?id=-dXoQdkB8OMC&amp;amp;pg=PA257 Toni Pierenkemper (&amp;quot;Technik in der Industriellen Revolution&amp;quot;) Seite 257 ff. in: Die technikhistorische Forschung in Deutschland von 1800 bis zur Gegenwart], - Wolfgang König, Helmut Schneider (Hrsg.), kassel university press GmbH, 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--- &amp;lt;ref name=&amp;quot;Epochenbegriff&amp;quot;&amp;gt;Reinhold Würth (Uni Karlsruhe): [http://www.wuerth.de/de/wuerth/akademie/iep/de/V5WS0203.pdf Entwicklung des Unternehmertums seit der Frühindustrialisierung (Seite 3 f. von 18 der PDF-Datei)]&amp;lt;/ref&amp;gt; ---&amp;gt;&lt;br /&gt;
geprägt wurde, hat zwei verschiedene Bedeutungsebenen (einerseits &#039;&#039;Prozessbegriff&#039;&#039; und andererseits &#039;&#039;Epochenbegriff&#039;&#039;), die allerdings in der Literatur häufig nicht bzw. nicht deutlich voneinander getrennt werden.&lt;br /&gt;
# Bei Verwendung als &#039;&#039;&#039;Prozessbegriff&#039;&#039;&#039; liegt der Fokus auf dem technischen Fortschritt&amp;lt;ref name=“Metz“&amp;gt;Vgl. hierzu auch: [https://books.google.de/books?id=NjshAQAAIAAJ Karl H. Metz: Ursprünge der Zukunft • Die Geschichte der Technik in der westlichen Zivilisation], Schöningh, 2006, ISBN 3506729624, 9783506729620 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;&#039;(technischer Wandel)&#039;&#039;&#039;, d. h. der Begriff Industrielle Revolution ist in diesem Fall (lediglich) ein Synonym für den &#039;&#039;Prozessbegriff&#039;&#039; Industrialisierung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichtswissenschaft&amp;quot;&amp;gt;Stefan Jordan, [http://books.google.de/books?id=HAEz0CQzm8MC&amp;amp;pg=PA116&amp;amp;lpg=PA116&amp;amp;dq=epochenbegriff+prozessbegriff&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=AEVqEs6nrY&amp;amp;sig=04QgIBHySxMEj2MQQkv5MATpwg0&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=2QiPTbbjGYXOswbTt7yFCg&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=14&amp;amp;ved=0CE0Q6AEwDQ Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft, Seite 116]: &#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;Industrialisierung&#039; ist ein Prozessbegriff, weil er einen bestimmten Zeitpunkt als Anfang einer historischen Veränderung benennt [...] und den Zeitraum seither umfasst [...].  Die Epoche der Industrialisierung in England umschließt also einen Zeitraum von bislang etwa 250 Jahren. [...]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. den Eintrag bei wikiweise.de: [https://archive.ph/l5gG5 Industrialisierung (...) Begrifflichkeit] (Memento vom 7 Jul 2013)&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Begriffsdefinitionen&amp;quot; &amp;gt;Zu der in der Literatur für den (epochenübergreifenden) Prozessbegriff &amp;quot;Industrialisierung&amp;quot; vorgenommenen Einteilung in zeitliche Abschnitte (3 bzw. 5 &amp;quot;Phasen&amp;quot;) vgl. (Wikipedia): [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Industrialisierung&amp;amp;oldid=80832805 Industrialisierung &amp;lt;small&amp;gt;(in der Version vom 28. Oktober 2010 um 15:02 Uhr)&amp;lt;/small&amp;gt;] sowie HINWEIS + Aufgaben in ZUM-Wiki (kompetenzorientierte Didaktik): [https://archive.ph/ks1mU#selection-3403.0-3403.1 Industrielle Revolution und soziale Frage im 19. Jahrhundert] (Memento vom 24 Aug 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Bei Verwendung als &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Epochenbegriff&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; hingegen steht der &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Gesellschaftswandel&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; im Fokus (mit anderen Worten: zentraler Aspekt sind in diesem Fall die sozio-ökonomischen Veränderungen, also die gesellschaftlichen resp. sozialen Begleitumstände und Folgen der technischen Neuerungen):&lt;br /&gt;
#: &#039;&#039;Der historische Fachausdruck &#039;&#039;(erste) »Industrielle Revolution«&#039;&#039; (häufig im Kontext mit dem Ausdruck  &#039;&#039;»Soziale Frage«&#039;&#039;) bezeichnet den sozial spannungsreichen Gesellschaftsumbruch von der Agrargesellschaft zur Industriegesellschaft &#039;&#039;(plakativ/anschaulich: Gesellschaftswandel vom Ackerbau zum Autobau)&#039;&#039;, ausgelöst durch den damaligen technischen Fortschritt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Definition Soziale Frage ===&lt;br /&gt;
::::: &amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Kurz-Definition&#039;&#039;&#039; (und zugleich wichtiger Merksatz):&amp;lt;/span style&amp;gt; &#039;&#039;&#039;[https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Social_question&amp;amp;oldid=1266802190  Der Begriff Soziale Frage bezeichnet den Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit.&#039;&#039;&#039;] (en:WP; dort bitte die Fußnoten 1 bis 4 beachten!)&lt;br /&gt;
::::: Anmerkung: Noch etwas pointierter bzw. deutlicher die Definition des Soziologen Klaus Dörre: [...] Soziale Frage = &amp;quot;Konflikt zwischen Unten und Oben, &amp;lt;zwischen&amp;gt; Arbeit und Kapital&amp;quot; [...] &amp;lt;ref name=&amp;quot;Dörre&amp;quot;&amp;gt; [https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/soziologe-afd-definiert-die-soziale-frage-um-li.365807 Soziologe: AfD definiert die soziale Frage um] - Berliner Zeitung vom 04.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;u&amp;gt;allgemeingültige&amp;lt;/u&amp;gt; (für alle historischen Epochen jeweils gleichermaßen geltende) Definition des Begriffs &#039;&#039;&amp;quot;Soziale Frage&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Engelhardt&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;question sociale&amp;quot;&amp;gt;Der Begriff »Soziale Frage« hat seinen Ursprung im französischen Sprachraum (&amp;quot;[http://fr.wikipedia.org/wiki/Question_sociale question sociale]&amp;quot;) - vgl. bspw. [http://books.google.de/books?id=k6ELXfOP-sUC&amp;amp;pg=PA104 Karl Hohmann, Horst Friedrich Wünsche: Grundtexte zur Sozialen Marktwirtschaft Bd. II • Das Soziale in der Sozialen Marktwirtschaft, Seite 103 ff. mit weiteren Nachweisen] (Hrsg.: Ludwig-Erhard-Stiftung e.V.) &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Arbeiterfrage&amp;quot;&amp;gt;Im deutschen Sprachraum wurde in der politischen Debatte seinerzeit (im 19. Jahrhundert) häufig auch der (weitgehend) sinngleiche Ausdruck »die Arbeiterfrage« verwendet - vgl. [http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=115038 Meyers Konversationslexikon, Vierte Auflage, 1885-1892, 15. Band: Soziale Frage]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitungsschreiberphrase&amp;quot;&amp;gt;Karl Marx kritisierte den Begriff &#039;die soziale Frage&#039; als Zeitungsschreiberphrase - vgl.: [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kritik_des_Gothaer_Programms&amp;amp;oldid=135513747#III._Abschnitt &amp;quot;Kritik des Gothaer Programms&amp;quot;] &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Becher&amp;quot;&amp;gt;Zur Begriffsgeschichte vgl. Heribert J. Becher (Katholische Universität Eichstätt, Fakultät für Sozialwesen): [http://www.ssoar.info/ssoar/bitstream/handle/document/24766/ssoar-soziprobleme-1996-h_2-becher-thesen_zur_verwendung_der_konzepte.pdf?sequence=1 Thesen zur Verwendung der Konzepte „Soziales Problem“ und „Soziale Frage“ in Deutschland] in: Soziale Probleme, 7. Jg., 1996  Seite 148 - 160, dort insbesondere Seite 150 ff. &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Hammerschmidt_Sagebiel&amp;quot;&amp;gt;Kurze Zusammenfassung der Geschichte der sozialen Frage ab Mitte des 19. Jahrhunderts: &amp;lt;br /&amp;gt;a) Peter Hammerschmidt, Juliane Sagebiel (Hrsg.): [http://books.google.de/books?id=O9OEssXgzK8C&amp;amp;pg=PA9 Die Soziale Frage zu Beginn des 21. Jahrhunderts, AG SPAK Bücher, 2011, Seite 9 ff.]; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) Buchbesprechung zum o. a. Sammelband von Knut Lambertin (Gegenblende vom 15.09.2011): [http://gegenblende.dgb.de/artikel/++co++0b6f2ba0-5ed2-11e6-bafb-525400e5a74a#page=340  Was ist heute die soziale Frage? (Seite 340 in GEGENBLENDE Jahrbuch 2011; (PDF, 6 MB, 425 Seiten) ]&amp;lt;/ref&amp;gt; lautet wie folgt:  &#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;[...] Die Soziale Frage bezeichnet den wachsenden Gegensatz von massiven Einkommens- und Vermögensgewinnen für Kapitaleigner und sich verschlechternden Lebensbedingungen&amp;lt;ref name=&amp;quot;DIW 4/2009&amp;quot;&amp;gt;Eine derartige Entwicklung ist dokumentiert in DIW Nr. 4/2009 (die Vermögensverteilung in Deutschland betreffend): https://www.youtube.com/watch?v=CFrn2JYAdJw -- anschaulich erklärt von Georg Schramm (&amp;quot;Neues aus der Anstalt&amp;quot; vom 27.01.2009)&amp;lt;/ref&amp;gt; für die Mehrheit der Durchschnittsverdiener &amp;lt;small&amp;gt;(in der Soziologie häufig auch bezeichnet als [https://web.archive.org/web/20230923180204/https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/politiklexikon/18223/soziale-frage/ &amp;quot;die arbeitende Klasse&amp;quot;])&amp;lt;/small&amp;gt;. [...]&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Welfens&amp;quot;&amp;gt;In Anlehnung an Paul J.J. Welfens: [http://books.google.de/books?id=TmfKxlcTgBEC&amp;amp;pg=PA612&amp;amp;lpg=PA612&amp;amp;dq=%22Soziale+Frage%22+Massenarbeitslosigkeit&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=MJcBV8Viu1&amp;amp;sig=Eb3a5OMr_1y-3cLOeUSxcflQA_M&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=BGJPTPn4KsyosAbOksiOAQ&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=45&amp;amp;ved=0CKIBEOgBMCw#v=onepage&amp;amp;q=%22Soziale%20Frage%22%20Massenarbeitslosigkeit&amp;amp;f=false Grundlagen der Wirtschaftspolitik, Seite 612] (Springer-Verlag Berlin Heidelberg, 2008)&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Salomon&amp;quot;&amp;gt;In ihrem 1921 publizierten Lehrbuch &amp;quot;Leitfaden der Wohlfahrtspflege&amp;quot; gibt Alice Salomon (1872-1948) nach einer kurzen Erläuterung zur Bedeutung des Wortes »sozial« folgende Begriffsdefinition (ZITAT): &#039;&#039;&amp;quot;In dem Sinne hat man als soziale Frage den Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit, zwischen Unternehmer und Arbeiter bezeichnet; [...].&amp;quot;&#039;&#039; - Siehe: Alice Salomon: [https://books.google.de/books?id=heFhBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA19 Leitfaden der Wohlfahrtspflege, Springer-Verlag, 2013, Seite 19]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Zschaler&amp;quot;&amp;gt;dito: &#039;&#039;&amp;quot;Konflikt zwischen Kapital und Arbeit&amp;quot;&#039;&#039;:&amp;lt;br /&amp;gt; Frank E. W. Zschaler:  [https://www.kas.de/documents/252038/253252/Zschaler.pdf Die soziale Frage des 19. Jahrhunderts in deutscher und europäischer Perspektive.] In: Habisch, André ; Küsters, Hanns Jürgen ; Uertz, Rudolf (Hrsg): Tradition und Erneuerung der christlichen Sozialethik in Zeiten der Modernisierung. - Freiburg im Breisgau : Herder, 2012. - S. 99-118 ISBN 978-3-451-30611-2&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Capital and Labour&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu auch die Karikatur &amp;quot;Kapital und Arbeit&amp;quot; von  R. J. Hamerton (Punch Magazine, Mai 1843): &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
a) [https://web.archive.org/web/20181020191537/http://www.sragg.de/geschichte/Stundenprotokolle/9c%20-%202005/industrielle_soziale.htm Bildbeschreibung] (Stundenprotokoll - Klasse 9 - Friedrich Wöhler Gymnasium Singen) &amp;lt;br /&amp;gt;b) [http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Punch_1843_-_Reichtum_und_Armut.png?uselang=de  Capital and Labour (Punch Magazine, Mai 1843)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 350px;&amp;quot; border=1; align=&amp;quot;right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background: #b3b7ff;&amp;quot; | Die globale Vermögensverteilung (Video)&amp;lt;br /&amp;gt;(global wealth inequality)&amp;lt;br /&amp;gt;http://therules.org/inequality-video-fact-sheet/&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &#039;&#039;&#039;https://www.youtube.com/embed/IigtJDiHI_k&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in zahlreichen Sprachen (und auch schon in der Antike&amp;lt;ref name=&amp;quot;Plutarch&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu bspw. [https://web.archive.org/web/20240223233630/https://www.cicero.de/kultur/weg-aus-der-eurokrise-vom-antiken-athen-lernen-heisst-siegen-lernen/51652 Alexander Marguier (Cicero vom 27.08.2012): Vom antiken Athen lernen, heißt siegen lernen]&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;»[...] Plutarch etwa hatte über das Athen des Jahres 594 v. Chr. Folgendes zu berichten: „Da nun damals die Ungleichheit zwischen Arm und Reich gleichsam den Gipfel erreichte, so befand sich die Stadt in einer höchst kritischen Lage, und es sah so aus, als ob sie allein durch Errichten einer Tyrannis würde aus den Wirren heraus zur Ruhe kommen können.“ Tatsächlich, so schreibt das amerikanische Historikerpaar Will und Ariel Durant in seinem 1968 erschienenen Buch „The Lessons of History“, sei schon bei den alten Griechen die Schere zwischen Vermögenden und Habenichtsen immer weiter auseinandergegangen: „Die Armen (…) begannen von gewaltsamer Auflehnung zu sprechen. Die Reichen, die um ihren Besitz zitterten, beschlossen, sich mit Waffengewalt zu verteidigen.“ [...]«&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) übliche Redewendung &#039;&#039;&amp;quot;die Kluft zwischen Arm und Reich&amp;quot;&#039;&#039; (engl: [https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Economic_inequality&amp;amp;oldid=644205616 &#039;&#039;the gap between rich and poor]&#039;&#039;) ist mithin ein &amp;lt;u&amp;gt;sinngleicher Ausdruck&amp;lt;/u&amp;gt; für den sozialwissenschaftlichen Fachbegriff (die) &amp;quot;Soziale Frage&amp;quot;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klaus Dörre&amp;quot;&amp;gt;Siehe hierzu auch APuZ 33-34/2008 (Bundeszentrale für politische Bildung): [http://www.bpb.de/apuz/31020/armut-abstieg-unsicherheit-die-soziale-frage-am-beginn-des-21-jahrhunderts-essay?p=all Armut, Abstieg, Unsicherheit: Die soziale Frage am Beginn des 21. Jahrhunderts] &amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff hat eine deskriptive Komponente und eine normative Komponente, was in Begriffsdefinitionen aus dem 19. und 20. Jahrhundert deutlich zu erkennen ist; der Terminus technicus Soziale Frage wurde definiert als (der Gesellschaft zu Bewusstsein gekommener&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thomas Faist&amp;quot;&amp;gt;Als der Gesellschaft zu Bewusstsein gekommen gilt der Widerspruch zwischen Wirklichkeit und der Gerechtigkeitsnorm dann, wenn dieser Widerspruch in der öffentlichen Debatte thematisiert/skandalisiert/problematisiert wird. - Vgl.: Ulbricht, Christian:  [https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/soziologie/fakultaet/arbeitsbereiche/ab6/ag_faist/downloads/WP_125.pdf#page=3 Wer von Ungleichheit redet, kann von Gleichheit nicht schweigen“] (Interview mit Thomas Faist zu der Sozialen Frage im 21. Jahrhundert, Bielefeld: COMCAD, 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt; ) „Widerspruch zwischen Gesellschaftsideal und Wirklichkeit“ (Wirklichkeit: auch i. S. v. ökonomischer Entwicklung) bzw. als „das Ergebnis der Nichtübereinstimmung von sozialer Idee und vorgefundener Wirklichkeit“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Engelhardt&amp;quot;&amp;gt;Werner Wilhelm Engelhardt: [http://books.google.de/books?id=8-Ybz1v759QC&amp;amp;pg=PA33#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Zum Begriff der Sozialen Frage] in Hans Peter Widmaier (Hrgb.): Zur neuen sozialen Frage, Duncker &amp;amp; Humblot, 1978, ISBN 3428441516,  9783428441518, Seite 33 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers_Konversationslexikon&amp;quot;&amp;gt;Meyers Konversationslexikon, Vierte Auflage, 1885-1892, [http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=100954#Arbeiterfrage Arbeiterfrage (syn.: Soziale Frage)] &#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;[...] Ein soziales Problem entsteht erst dadurch, daß die thatsächlichen Zustände der Gesellschaft in Widerspruch geraten mit einem Gesellschaftsideal, mit einem Zustand, wie er nach der idealen und sittlichen Anschauung sein sollte [...]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Schuelerhausarbeit&amp;quot;&amp;gt;Unsauber, weil die normative Komponente (der Bewertungsmaßstab, also die damalige soziale Idee) in der Definition nicht explizit genannt wird, ist insofern die ansonsten gute Ausarbeitung &lt;br /&gt;
von Carola Dietrich &amp;amp; Annika Burchard (Schülerhausarbeit): [http://archive.is/ajgu6 Soziale Frage im 19. Jahrhundert] (Memento vom 7 Jul. 2013)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der staatlichen Sozialpolitik&amp;lt;ref name=&amp;quot;Borchert&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu  Jürgen Borchert: [https://archive.ph/6BG9x#selection-8811.1-8811.20 Zukunft des Sozialstaats; Analysen und Visionen.] (Von Bismarck lernen - Sozialreform als Chance) (Memento vom  24 Aug 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt; wurden zunächst extreme Formen der Externalisierung von sozialen Kosten (Kinderarbeit, Sklaverei)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mohssen_Massarrat&amp;quot;&amp;gt;Mohssen Massarrat: [https://wissenschaft-und-frieden.de/artikel/nachhaltigkeit-durch-kosteninternalisierung/  Nachhaltigkeit durch Kosteninternalisierung • Theorieansätze zur Analyse und Reform globaler Strukturen] in Wissenschaft &amp;amp; Frieden 1996/3: Leben und Überleben&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Arundhati Roy&amp;quot; /&amp;gt; gesetzlich eingeschränkt bzw. verboten,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Internalisierung_sozialer_Kosten&amp;quot;&amp;gt;Beachte in diesem Zusammenhang:&amp;lt;br/ &amp;gt;Martin Jänicke und Klaus Jacob, Eine Dritte Industrielle Revolution? Wege aus der Krise ressourcenintensiven Wachstums, [http://www.boell.de/sites/default/files/assets/boell.de/images/download_de/oekologie/broschuere_dritte_industr_rev.pdf#page=018 BMU Broschüre S. 10 ff., Seite 18:] &#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;[...] Die &#039;&#039;&#039;Internalisierung sozialer Kosten von Arbeit&#039;&#039;&#039; hat massive Anreize entstehen lassen, den Faktor Arbeit einzusparen. Damit einher ging eine stürmische Entwicklung der Arbeitsproduktivität, die im 20. Jahrhundert eine strukturelle Arbeitslosigkeit hervorbrachte. Diese Entwicklung gefährdet nicht nur die Massenkaufkraft, sie beeinträchtigt auch die Akzeptanz für einen anspruchsvolleren Umwelt- und Ressourcenschutz. [...]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; als &#039;&#039;&#039;historische Antwort auf die &#039;&#039;Soziale Frage des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; gelten indes die wirtschaftlichen und sozialen Menschenrechte (wsk-Rechte),&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krennerich&amp;quot;&amp;gt;a) Michael Krennerich (welt-sichten 05/2010): [https://www.welt-sichten.org/artikel/2891/das-recht-auf-ein-wuerdiges-leben Das Recht auf ein würdiges Leben • Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte sind keine unverbindlichen Absichtserklärungen]&amp;lt;br /&amp;gt;b) Michael Krennerich: Soziale Menschenrechte zwischen Recht und Politik, Wochenschau-Verlag, 2013, ISBN 978-3-89974855-0, Seite 22 ff. [http://books.google.de/books?id=kg-0DQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA22 Teil 1, Kapitel 2.1: Soziale Menschenrechte als Antwort auf die „soziale Frage“?] bzw. als [http://download.e-bookshelf.de/download/0008/4024/01/L-G-0008402401-0017267400.pdf#page=23 PDF (Buchauszug/Leseprobe)]&amp;lt;/ref&amp;gt; die ihrerseits nun zur Bewertung der Wirklichkeit herangezogen werden können:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Denn) die in den oben zitierten Definitionen (zur Bezeichnung der normativen Komponente) verwendeten Begriffe »soziale Idee« bzw. »Gesellschaftsideal« sind letztendlich nur Platzhalter für die seinerzeit sich entwickelnde Menschenrechtsidee&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hans von Scheel&amp;quot;&amp;gt;Gut zu erkennen in der Begriffsdefinition des Hans von Scheel, [https://books.google.de/books?id=-tlLAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA16 Die Theorie der sozialen Frage, Jena 1871, S. 16:] &#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;[...] Formulierung der sozialen Frage der Gegenwart: sie ist der zum Bewußtsein gekommene Widerspruch der volkswirtschaftlichen Entwicklung mit dem als Ideal vorschwebenden und im politischen Leben sich verwirklichenden gesellschaftlichen Entwicklungsprinzip der Freiheit und Gleichheit. [...]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; (und die mit dieser Idee verbundenen Wertmaßstäbe). &lt;br /&gt;
Inzwischen ist die Menschenrechtsidee integraler Bestandteil des Völkerrechts.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Menschenrechte im Voelkerrecht&amp;quot;&amp;gt;APuZ 46/2008 (Bundeszentrale für politische Bildung): [http://www.bpb.de/apuz/30859/idee-und-anspruch-der-menschenrechte-im-voelkerrecht?p=all Idee und Anspruch der Menschenrechte im Völkerrecht]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Menschenrechte der ersten, zweiten und dritten Generation sind somit ein geeigneter Anknüpfungspunkt, um (aufbauend auf dem o. a. Definitionsansatz) die für das 21. Jahrhundert heranzuziehende normative Komponente näher zu spezifizieren zwecks &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;&#039;Definition des Epochenbegriffs »Soziale Frage im 21. Jahrhundert«:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039; »Die Soziale Frage des 21. Jahrhunderts« ist das Ergebnis der Nichtübereinstimmung der Wirklichkeit mit den [https://web.archive.org/web/20181019053734/https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/themen/wirtschaftliche-soziale-und-kulturelle-rechte/sozialpakt/ wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechten] (UN-Sozialpakt etc.). &amp;lt;ref name=&amp;quot;amnesty&amp;quot;&amp;gt;Amnesty International (2010):  [https://web.archive.org/web/20220601125849/https://amnesty-heilberufe.de/wp-content/uploads/Broschüre_WSK-Rechte_DS.pdf Keine Rechte zweiter Klasse - wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte] Eine grundlegende Einführung in die WSK-Rechte (PDF; 21 Seiten)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Um mit Blick auf diese Definition ein konkretes Beispiel zu geben: die Austeritätspolitik (Kürzungspolitik) der “Troika” (EU-Kommission, Europäische Zentralbank und Internationaler Währungsfonds) wird von zahlreichen internationalen Organisationen als unvereinbar mit den Menschenrechten kritisiert&amp;lt;ref name=&amp;quot;Austeritaetspolitik&amp;quot;&amp;gt;Patrick Schreiner, 19. März 2014 (Interview): [http://www.annotazioni.de/post/1288 Andreas Fischer-Lescano: „Diese neoliberale Politik ist unvereinbar mit den Menschenrechten“]&amp;lt;/ref&amp;gt; - die (zudem auch von namhaften Ökonomen wie Joseph Stiglitz und Paul Krugman missbilligte&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stiglitz&amp;quot;&amp;gt;Vgl. bspw. sonnenseite.com (12.04.2012): [https://www.sonnenseite.com/de/politik/nobelpreistraeger-stiglitz-zur-schuldenkrise-wachstum-statt-sparen-und-kapitalismuskritik/ Nobelpreisträger Stiglitz zur Schuldenkrise, Wachstum statt Sparen und Kapitalismuskritik]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Krugman&amp;quot;&amp;gt; Thomas Pany (tp vom 10.06.2010): [https://web.archive.org/web/20240204121220/https://www.telepolis.de/news/Verrueckte-an-der-Macht-1999354.html &amp;quot;Verrückte an der Macht&amp;quot;] Der Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman hält die Sparprogramme in Europa für eine &amp;quot;sehr große Dummheit&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt;) Austeritätspolitik steht also im Widerspruch zu den wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechten (mit anderen Worten: diese Politik steht im Widerspruch zur sozialen Idee).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thomas Faist&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Der Klimawandel verschlimmert die Armut und verschärft soziale Ungleichheiten ====&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Wechselwirkung untergräbt die Fortschritte bei der Verwirklichung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Ziele_für_nachhaltige_Entwicklung UN-Nachhaltigkeitsziele], der sogenannten 17 Sustainable Development Goals.&amp;quot; &amp;lt;ref name=&amp;quot;HAW_Hamburg&amp;quot;&amp;gt;Wörtliches Zitat aus: Katharina Jeorgakopulos (28.02.2022): [https://www.haw-hamburg.de/detail/news/news/show/der-klimawandel-verschaerft-soziale-ungleichheiten/ „Der Klimawandel verschärft soziale Ungleichheiten“] (Interview mit Prof. Dr. Walter Leal, Leitautor von Kapitel acht des Sechsten Sachstandsberichts, WGII, des IPCC.)&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;Vgl. in diesem Kontext auch [https://www.de-ipcc.de/media/content/SR1.5-FAQs_de_barrierefrei.pdf#page=28 die FAQs] zum IPCC-Sonderbericht über 1,5 °C globale Erwärmung (SR1.5).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Siehe auch: [[SSP-Szenarien]] (dort SSP4: Ungleichheit.) und [[2-Grad-Ziel]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Soziale Frage im 21. Jahrhundert &amp;lt;ref name=&amp;quot;Klaus Dörre&amp;quot; /&amp;gt; ====&lt;br /&gt;
Ebenso wie die globale Erwärmung gehört die &#039;&#039;Soziale Frage (die gesellschaftlich produzierte Ungleichheit&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klafki&amp;quot; /&amp;gt;)&#039;&#039; zu den globalen Problemen der Menschheit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nautilus&amp;quot;&amp;gt;Nautilus Institute: [http://www.nautilus.org/gps/probs Global problems]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;UN&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu auf der Webseite der UN: [https://web.archive.org/web/20181022022125/http://www.un.org/en/sections/issues-depth/global-issues-overview/ Global issues] (Memento vom 22.10.2018 im Internet Archiv.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch im globalen Kontext (zum Beispiel: Ursachen sowie [[Wirtschaftliche_Folgen_für_Entwicklungsländer|Folgen des Klimawandels]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Turn Down the Heat&amp;quot; /&amp;gt;) geht es folglich um die soziale Kluft bzw. um die Schere zwischen zwischen Arm und Reich (Ungleichheit in internationaler Perspektive).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klafki&amp;quot;&amp;gt;Wolfgang Klafki (Marburg 1998): [http://archiv.ub.uni-marburg.de/sonst/1998/0003/k06.html Zentralprobleme der modernen Welt und die Aufgaben der Schule - Grundzüge internationaler Erziehung]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die extreme globale Ungleichheit (vgl. hierzu den Oxfam-Bericht »Even It Up – Time To End Extreme Inequality«&amp;lt;ref name=&amp;quot;oxfam&amp;quot;&amp;gt;Oxfam Deutschland (Pressemitteilung vom 30.10.2014 und Link zum Download des Berichts): [http://www.oxfam.de/presse/141030-oxfam-soziale-ungleichheit-ist-kernproblem-des-21-jahrhunderts Soziale Ungleichheit ist Kernproblem des 21. Jahrhunderts]&amp;lt;/ref&amp;gt;) wird in der wissenschaftlichen Literatur als &#039;&#039;globale soziale Frage&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Globale Soziale Frage&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Uni Bremen - Das ZERP (Zentrum für Europäische Rechtspolitik): [https://www.uni-bremen.de/jura/zerp Forschungsprogramm &amp;lt;small&amp;gt;(I. Forschungskonzeption)&amp;lt;/small&amp;gt;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fischer-Lescano&amp;quot;&amp;gt; Andreas Fischer-Lescano und Kolja Möller (Juli 2012): [https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2012/juli/die-globale-soziale-frage Die globale soziale Frage], »Blätter« 7/2012, Seite 45-54&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. (auch) als die &#039;&#039;transnationale soziale Frage (the Transnational Social Question)&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Transnationale Soziale Frage&amp;quot;&amp;gt; Vgl. dazu bspw. die Publikationen von Prof. Thomas Faist (Uni Bielefeld): [http://pub.uni-bielefeld.de/person/151480 Die transnationale soziale Frage] - online verfügbar ist zum Beispiel der Abstract zur folgenden Publikation: [http://www.jstor.org/stable/24205967?seq=1#page_scan_tab_contents Thomas Faist: Zur transnationalen sozialen Frage: Soziale Ungleichheiten durch soziale Sicherung in Europa. Leviathan. 2013;41(4):574-598.] - &amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet. Der Soziologe Harald Welzer spricht von einer &amp;quot;Verteilungsfrage von tiefgreifendem Ausmaß&amp;quot;, die nur durch Umverteilung&amp;lt;ref name=&amp;quot;Borchert&amp;quot; /&amp;gt; zu lösen ist.&amp;lt;ref &amp;quot;name=Harald_Welzer&amp;quot;&amp;gt;a) Angelika Brauer (Tagesspiegel vom 11.08.2014): [http://www.tagesspiegel.de/kultur/soziologe-harald-welzer-im-interview-weg-mit-den-privilegien/10314276.html Soziologe Harald Welzer im Interview - Weg mit den Privilegien!]&amp;lt;br /&amp;gt;b)  Wolfgang Storz, Pit Wuhrer (WOZ vom 18.07.2013): [https://www.woz.ch/-4251 Harald Welzer: «Wir kreisen doch nur um den Gegenwartspunkt»]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Siehe auch: [[Klimawandel:Portal#Folgen_des_Klimawandels]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ungleichheit als Gefahr für die Demokratie &amp;lt;ref name=&amp;quot;APuZ 10/2015&amp;quot;&amp;gt;APuZ 10/2015 (Bundeszentrale für politische Bildung): &lt;br /&gt;
[http://www.bpb.de/apuz/201654/ungleichheit-als-gefahr-fuer-demokratie-teilhabe-und-stabilitaet?p=all &amp;quot;Unten&amp;quot; betrifft alle: Ungleichheit als Gefahr für Demokratie, Teilhabe und Stabilität]&amp;lt;/ref&amp;gt;====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die systembedingt wachsende Ungleichheit&amp;lt;ref name=&amp;quot;Piketty&amp;quot;&amp;gt;vgl. [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Das_Kapital_im_21._Jahrhundert&amp;amp;oldid=146159706#Ausgangspunkt Thomas Piketty: Das Kapital im 21. Jahrhundert] &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;- das heißt: die bedrohliche Vermögenskonzentration bei einer im Vergleich zur Weltbevölkerung winzigen Anzahl von superreichen Milliardären (vgl. Video: global wealth inequality) auf der einen Seite und der dadurch induzierten Massenverelendung (Stichwort: Massenarbeitslosigkeit; „Armutslöhne“ bzw. „Hungerlöhne“, mit anderen Worten also: „Ausbeutung eines zum Objekt degradierten Menschen“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bundesverfassungsgericht&amp;quot;&amp;gt;Deutschsprachiges Fallrecht (DFR): [http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv098169.html#217 BVerfGE 98, 169 &amp;lt;217&amp;gt;]&amp;lt;/ref&amp;gt;) auf der anderen Seite -&#039;&#039; wird begleitet von einem schleichenden Prozess der „Demokratieentleerung“, wofür der britische Soziologe Colin Crouch den zeitdiagnostischen Begriff „Postdemokratie“ prägte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eberl/Salomon&amp;quot;&amp;gt;Oliver Eberl/David Salomon: [https://forschungsjournal.de/fjsb/wp-content/uploads/fjsb_2014_1.pdf#page=018 Die soziale Frage in der Postdemokratie.] - FJ SB 27/2014, 1, S. 17-26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Problematisch ist insbesondere die zunehmende Machtkonzentration transnationaler Großkonzerne&amp;lt;ref name=&amp;quot;Das Netzwerk der globalen Kontrolle&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Christoph Pfluger (20.10.2011): [http://www.christoph-pfluger.ch/2011/10/20/das-netzwerk-der-globalen-kontrolle/ Das Netzwerk der globalen Kontrolle • 147 Firmen kontrollieren im Wesentlichen die Weltwirtschaft.]&amp;lt;br /&amp;gt; Link zum Download der Studie (PDF): James Glattfelder, Stefano Battiston und Stefania Vitali (ETH Zürich): [http://arxiv.org/PS_cache/arxiv/pdf/1107/1107.5728v2.pdf The network of global corporate control]&amp;lt;/ref&amp;gt; und die Verflechtung globaler und nationaler Macht- und Funktionseliten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krysmanski&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Hans Jürgen Krysmanski (&amp;lt;small&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20180129124816/http://www.uni-muenster.de/PeaCon/krysmanski archivierte Homepage] / Herrschaftsstrukturforschung&amp;lt;/small&amp;gt;): [https://web.archive.org/web/20171231034123/http://www.uni-muenster.de/PeaCon/global-texte/g-a/05-krys-powerstructure.htm  Power Structure Research und das Ringmodell der Machteliten]&amp;lt;/ref&amp;gt; Was bei vielen anderen wirtschafts- und sozialpolitischen Themen zu beklagen ist (nämlich: die negativen Auswirkungen von Lobbyismus), zeigt sich auch im Bereich der Energie- und Klimapolitik:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;[...] Die Großkonzerne im Bereich fossiler Brennstoffe lobbyieren weiterhin hinter den Kulissen gegen Änderungen in Richtung kohlenstoffarmer Energiequellen und setzen ihren enormen Reichtum ein, um sich eine Medienberichterstattung zu kaufen, mit der Verwirrung gestiftet wird. Rupert Murdochs Medienimperium in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Australien und anderswo spielt eine herausragende und besonders zynische und schädliche Rolle bei der Verbreitung antiwissenschaftlicher Propaganda.  [...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;-- Jeffrey Sachs, Direktor des Earth Institutes an der Columbia University&#039;&#039; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Jeffrey Sachs&amp;quot;&amp;gt;Jeffrey Sachs (05.06.2014): [http://www.ipg-journal.de/rubriken/nachhaltigkeit-energie-und-klimapolitik/artikel/klimawandel-ist-heute-449/ Klimawandel ist heute • Propaganda kann daran nichts ändern.]&amp;lt;br /&amp;gt;Siehe in diesem Zusammenhang beispielsweise die folgenden Publikationen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
a) Anita Blasberg und Kerstin Kohlenberg (22.11.2012): [https://web.archive.org/web/20121202005434/http://www.zeit.de/2012/48/Klimawandel-Marc-Morano-Lobby-Klimaskeptiker/komplettansicht Die Klimakrieger • Wie von der Industrie bezahlte PR-Manager der Welt seit Jahren einreden, die Erderwärmung finde nicht statt. Chronologie einer organisierten Lüge.] in: ZEIT Nr. 48/2012&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) Thomas Pany (tp vom 31.03.2010): [https://web.archive.org/web/20210616081537/https://www.heise.de/tp/features/Wie-man-das-Klima-auf-die-richtige-Temperatur-herunterkocht-3385067.html Wie man das Klima auf die richtige Temperatur herunterkocht]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) Thomas Pany (tp vom 26.10.2010): [https://web.archive.org/web/20240204121313/https://www.telepolis.de/news/Geld-von-europaeischen-Klimasaboteuren-fuer-Tea-Party-Kandidaten-1996783.html Geld von europäischen &amp;quot;Klimasaboteuren&amp;quot; für Tea-Party-Kandidaten]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erste Industrielle Revolution und Klimawandel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Historical anthropogenic carbon emissions.jpg|thumb|right|300px|Entwicklung der globalen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emission im Zeitraum von 1860-1982 durch den Verbrauch von fossilen Brennstoffen&amp;lt;ref name = &amp;quot;Marland&amp;quot;&amp;gt;Rotty, R.M. and G. Marland (1984): [https://cdiac.ess-dive.lbl.gov/ndps/ndp006.html Production of CO2 from Fossil Fuel Burning by Fuel Type, 1860-1982,] NDP-006, Carbon Dioxide Information Analysis Center&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Rolf Schwarze (FH Bielefeld): [https://web.archive.org/web/20070805053038/http://www.fh-bielefeld.de/filemanager/download/2169/kapitel%201%20re.pdf#page=19 Vorlesungsskript  (März 2005) &amp;quot;Regenerative Energien und Klimaschutz&amp;quot; (Seite 19 von 42 der PDF-Datei),] Grafik &amp;quot;Entwicklung des Primärenergieverbrauches (PEV) von 1860 bis 2060&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begriffserläuterung im Weltklimabericht des IPCC ===&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;background-color:#EEE9E9;&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;100%&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;|Diese Epoche raschen industriellen Wachstums mit weitreichenden sozialen und wirtschaftlichen Folgen begann in Großbritannien in der zweiten Hälfte des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts und breitete sich später auf andere Länder (einschließlich USA) aus.&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;(Vgl. dazu auch die Grafik &amp;quot;[[:Datei:Kohlenstoff_Emission_nach_Regionen.png|Jährliche CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emission nach Regionen]]&amp;quot;.)&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Erfindung der Dampfmaschine war ein wichtiger Auslöser dieser Entwicklung. Die industrielle Revolution markiert den Beginn eines starken Anstiegs im Verbrauch &#039;&#039;fossiler Brennstoffe&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--- &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fossile-Brennstoffe&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Deutsches Museum: [http://www.deutsches-museum.de/ausstellungen/themenpfade/energie/waerme-und-licht/fossile-brennstoffe/ Fossile Brennstoffe als Energieträger]&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;---&amp;gt;&lt;br /&gt;
und infolgedessen auch einen starken Anstieg in der Emission insbesondere von &#039;&#039;fossilem [[Kohlendioxid]]&#039;&#039;. Die im [[IPCC]]-Bericht verwendeten Ausdrücke &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;vorindustriell&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;industriell&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; beziehen sich – etwas willkürlich – auf die Zeit vor bzw. nach 1750.&amp;lt;ref name= &amp;quot;IPCC-AR4-SYR&amp;quot;&amp;gt;Text nach: [http://www.de-ipcc.de/media/content/IPCC-SynRepComplete_final.pdf#page=100 Klimaänderung 2007: Synthesebericht, Seite 91 (= S. 100 von 118 der PDF-Datei),] Anhang II (Glossar): &amp;quot;Industrielle Revolution&amp;quot;  (offizielle deutsche Übersetzung der [http://www.de-ipcc.de Deutschen IPCC Koordinierungsstelle])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der globale durchschnittliche Nettoeffekt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kenngroeße-Umweltbelastung&amp;quot;&amp;gt;Vgl. in diesem Kontext: Kausal- und Kenngröße für die Umweltbelastung (Wolfram Ziegler), zitiert in [https://web.archive.org/web/20231206083228/http://gcn.de/download/D15KW.pdf#page=03 Hans Peter Dürr: Die 1,5-Kilowatt-Gesellschaft (Vortrag 1994), Seite 3 f.]; ein Vergleich mit den vom IPCC publizierten Daten (Strahlungsantrieb = +1,6 W/m²) zeigt, dass die von Ziegler genannte maximale Grenzbelastung bereits um das 10-fache überschritten wird:&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;»[...] Wolfram Ziegler hat in einer Studie [...] die interessante These vertreten, dass der anthropogene und letztlich thermische durchschnittliche Energiefluss pro Zeit- und Flächeneinheit effektiv als Kausal- und Kenngröße für die Umweltbelastung geeignet sei. Für Mitteleuropa kommt er hierbei auf eine maximale Grenzbelastung von 160 ± 20 kW/km² oder 0,16 ± 0,02 W/m². [...]«&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; der menschlichen Aktivitäten seit 1750 ist dem Vierten Sachstandsbericht (Fourth Assessment Report, AR4) des [[IPCC]] zufolge eine Erwärmung mit einem  Strahlungsantrieb von +1,6 W/m²&#039;&#039; (Unsicherheitsbereich: +0,6 bis +2,4 W/m²).&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;Hauptartikel : [[Strahlungsantrieb]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energie-Vernutzung (und CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen) versus Lebensstandard ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:2000px-Maddison GDP per capita 1500-1950.svg.png|thumb|350px|left| GDP pro Kopf als Indikator für den Lebensstandard]]&lt;br /&gt;
Im Verlauf des [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Industriezeitalter&amp;amp;oldid=81638740#Im_Industriezeitalter_zu_beobachtende_Ver.C3.A4nderungen Industriezeitalters] kam es in den industrialisierten (westlichen) Ländern zu einem Anstieg des allgemeinen Lebensstandards, während demgegenüber in anderen Regionen der Welt (China, Indien etc.) &#039;&#039;- wohl auch als Folge des Imperialismus&amp;lt;ref name=&amp;quot;Imperialismus&amp;quot;&amp;gt;http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Imperialismus&amp;amp;oldid=80139007#Zeitalter_des_Imperialismus&amp;lt;/ref&amp;gt; und Kolonialismus&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arundhati Roy&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Mohssen_Massarrat&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Kolonialismus&amp;quot;&amp;gt;http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kolonialismus&amp;amp;oldid=80942210#Unterscheidung_zum_Imperialismus&amp;lt;/ref&amp;gt; -&#039;&#039; eine Verschlechterung des Lebensstandards gegenüber der vorindustriellen Zeit zu beobachten ist (vgl. nebenstehende Grafik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während für den Großteil der [[anthropogen]]en Treibhausgasemissionen und die dadurch hervorgerufenen Klimaveränderungen die reichen Industrie-Nationen verantwortlich sind, gelten die (ärmeren) Entwicklungs- und Schwellenländer als überproportional stark von den Folgen des Klimawandels betroffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Turn Down the Heat&amp;quot;&amp;gt;Vgl. PIK (PM vom 23.11.2014 zu &amp;quot;Turn Down the Heat&amp;quot; - Report No. 3): [https://web.archive.org/web/20220626050820/https://www.pik-potsdam.de/de/aktuelles/nachrichten/archiv/2014/der-neuen-normalitaet-ins-auge-sehen-weltbank-veroeffentlicht-pik-klimareport?set_language=de „Der neuen Normalität ins Auge sehen“: Weltbank veröffentlicht PIK-Klimareport] &amp;lt;/ref&amp;gt; (&#039;&#039;„Soziale Frage des Klimawandels“&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;LAI&amp;quot;&amp;gt;Lateinamerika-Institut (LAI; FU Berlin): [https://web.archive.org/web/20160329160116/http://www.lai.fu-berlin.de/studium/lehrveranstaltungen/kvv_SoSe_2010.pdf#page=08 Lehrveranstaltung Nr. 33 131 - Der Klimawandel aus der Nord-Süd-Perspektive: Soziale Dimension, lokale Konflikte und internationale Politiken] (Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis SS 2010: Seite 8 von 48 der PDF-Datei)&amp;lt;/ref&amp;gt; als ein gewichtiger Aspekt der &amp;quot;Sozialen Frage des 21. Jahrhunderts&amp;quot;.)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;Hauptartikel: [[Wirtschaftliche Folgen für Entwicklungsländer]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;Siehe auch: [[Regionale Produktion]] (Klimaänderungen und Landwirtschaft)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; width=&amp;quot;100%&amp;quot; &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background: #b3b7ff;&amp;quot; |  &amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen&#039;&#039;&#039; (infolge des Verbrauchs [http://de.wikipedia.org/wiki/Fossile_Energie fossiler Brennstoffe]) &#039;&#039;&#039;versus Lebensstandard (1860-1990)&#039;&#039;&#039; &amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Ein Vergleich der beiden Abbildungen verdeutlicht die enge Beziehung zwischen Lebensstandard und Höhe des Primärenergieeinsatzes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lebenstandard+ Endenergieeinsatz&amp;quot;&amp;gt;Vgl. dazu auch Günter Flach (2008; Vortrag): [https://www.leibniz-institut.de/archiv/flach_30_06_08.pdf#page=05 Physikalische Grundlagen des Energieproblems (Seite 5 von 12 der PDF-Datei)] mit weiteren Nachweisen&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Grundbegriffe_Energietechnik&amp;quot;&amp;gt;Joachim Herz Stiftung (Unterrichtsmittel der Physiklehrer Ernst Leitner und Ulrich Finckh): [https://www.leifiphysik.de/uebergreifend/energieentwertung/grundwissen/grundbegriffe-der-energietechnik Grundbegriffe der Energietechnik (Primärenergie; Endenergie; Nutzenergie)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(In den letzten Jahrzehnten dürfte für einzelne Länder jeweils eine merkliche Entkopplung zwischen Lebensstandard und Primärenergieeinsatz zu verzeichnen sein, da die reichen Industrienationen im Zuge der Globalisierung insbesondere energie-intensive Produktionsschritte zunehmend in Entwicklungs- und Schwellenländer auslagern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Emissionsverlagerung&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PM vom 26.04.2011): [https://www.pik-potsdam.de/de/aktuelles/nachrichten/archiv/2011/welthandel-reiche-lander-verursachen-zunehmend-co2-emissionen-in-armeren-landern Welthandel: Reiche Länder verursachen zunehmend CO2-Emissionen in ärmeren Ländern]&amp;lt;/ref&amp;gt; Siehe auch: [[Kohlendioxidemissionen#Emissionsverlagerung|Emissionsverlagerung]]) &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;[[Kohlendioxid-Emissionen]] nach Regionen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;(1 t C entspricht 3,67 t CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;)&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Einkommen pro Kopf in Kaufkraftparitäten US$ (1870-1992)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wirtschaftsentwicklung&amp;gt;In Anlehnung an (dort Seite 4, Abb. 2): Ulrich Busch, Rainer Land: [http://www.rla-texte.de/texte/2%20a%20SOEB/SOEB%20Makro%20Okt%202009-12-01%20busch%20land.pdf#page=04 Deutschland zwischen 1950 und 2009 – Wirtschaftsentwicklung und Teilhabe (Der Teilhabekapitalismus und sein Ende, Entwurf Okt. 2009)] • PDF-Datei, 85 Seiten&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt; als [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Lebensstandard&amp;amp;oldid=80959487#Indikatoren Indikator für den Lebensstandard]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Kohlenstoff Emission nach Regionen.png|thumb|center|350px|]]&lt;br /&gt;
|[[Datei:Lebensstandard Einkommen pro Kopf.jpg|thumb|center|350px|Lebenstandard (USA = schwarze  Linie / west-europäische Länder: Großbritannien = rot; Deutschland = blau; Italien = grün)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Epochen der Primärenergieträger ==&lt;br /&gt;
Die wirtschaftliche Nutzung der Primärenergiequellen hat sich im Laufe der Menschheitsgeschichte in charakteristischer Weise geändert und kennzeichnet Epochen der ökonomischen und sozialen Entwicklung der Menschheit.&amp;lt;ref name =&amp;quot;Franke&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Ch. Franke (03/06): [http://www.gm.fh-koeln.de/~chfranke/Skipt%20Rat.%20Energieeinsatz%2003.06.pdf Skript zur Vorlesung &amp;quot;Rationeller Energieeinsatz&amp;quot; (Seite 14 von 96 der PDF-Datei),] Kapitel 1.2 Weltenergieversorgung&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;G. Flach&amp;gt;Vgl. dazu den kompakten Überblick in: G. Flach, [http://leibnizsozietaet.de/wp-content/uploads/2012/11/03_flach-neu.pdf#page=06 Das Energieproblem der menschlichen Gesellschaft – Sicht eines Physikers auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.] Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin, 100 (2009), 57–79. - Dort Seite 62 ff, Kapitel 3 (Mensch, menschliche Zivilisation – Evolution – Energie) und Kapitel 4 (Das Energiesystem der Gegenwart und seine Probleme) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Literatur wird die These vertreten, dass eine Energiekrise&amp;lt;ref name=Knergiekrise&amp;gt;Vgl. hierzu Jason Moore (Geograph, Sozialwissenschaftler und Umwelthistoriker): [https://web.archive.org/web/20110617021915/http://www.heise.de/tp/artikel/34/34887/3.html &amp;quot;Das Geheimnis des Kapitalismus ist, die (ökologische) Rechnung nicht zu bezahlen&amp;quot;] in: Telepolis (14.06.2011; Interview): &amp;quot;Eine Zivilisation, deren Entwicklungsmöglichkeiten sich erschöpft haben&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; - nämlich Holzknappheit&amp;lt;ref name=&amp;quot;Holzknappheit&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Hubert Kiesewetter,  [http://books.google.de/books?id=RG38UqkntAQC&amp;amp;pg=PA58&amp;amp;lpg=PA58&amp;amp;dq=Holzknappheit+%22Industrielle+Revolution%22&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=QSY7B-sTA_&amp;amp;sig=6mnZgoP5LN3kUDeaAUv3FzIbJ64&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=Ov_CTfbsBovasgaKzamODw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=7&amp;amp;ved=0CC4Q6AEwBg#v=onepage&amp;amp;q=Holzknappheit%20%22Industrielle%20Revolution%22&amp;amp;f=false Das einzigartige Europa: Wie ein Kontinent reich wurde, Franz Steiner Verlag 2006, Seite 58]&amp;lt;/ref&amp;gt; infolge der Abholzung von [[Wälder_im_Klimawandel|Wäldern]] für Schiffsbau etc. - einen wichtigen Impuls gab für die Erschließung neuer Energiequellen und somit Auslöser war für die &amp;quot;Erste Industrielle Revolution&amp;quot;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Holzkrise&amp;quot;&amp;gt;Vgl. dazu Matthias Rekow: [http://www.grin.com/e-book/45995/die-entstehung-der-industriellen-welt-die-geschichte-einer-energiekrise Die Entstehung der industriellen Welt - die Geschichte einer Energiekrise?]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Brennstoff-Holz&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu E. Specht (Uni Magdeburg): [https://web.archive.org/web/20160327202152/http://www.uni-magdeburg.de/isut/TV/Download/Kapitel1_VerbrennungSS2003.pdf#page=09 Verbrennungstechnik (WS 07/08)] &amp;quot;Brennstoff Holz&amp;quot; (Seite 9 f. von 14 der PDF-Datei)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 100%&amp;quot;  border=1; &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:34%&amp;quot; |&#039;&#039;&#039;Vorindustrielle Zeit&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;small&amp;gt;(man bezeichnet diese Epoche auch als 1.&amp;amp;nbsp;Solare Zivilisation)&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schwarze&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Rolf Schwarze (FH Bielefeld): [https://web.archive.org/web/20070805053038/http://www.fh-bielefeld.de/filemanager/download/2169/kapitel%201%20re.pdf#page=10 Vorlesungsskript  (März 2005) &amp;quot;Regenerative Energien und Klimaschutz&amp;quot; (Seite 10 u. 11 von 42 der PDF-Datei),] Abb.: Fossiles/nukleares Energiezeitalter zwischen 1. und 2. solarer Zivilisation&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  style=&amp;quot;width:66%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Epoche der regenerativen Energiequellen:&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;Holz, Holzkohle, Torf, Tierdung, Wind- und Wasserkraft&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* geringe Bevölkerung, geringes Bevölkerungswachstum und niedrige Ansprüche.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;left&amp;quot; style=&amp;quot;background: #b3b7ff;&amp;quot; |&#039;&#039;&#039;Die Epochen des Industriezeitalters&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erste &#039;&#039;&#039;industrielle Revolution&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;(ab ca. 1750)&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Epoche der Kohle;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt; Erfindung der Dampfmaschine (1712 von Th. Newcomen; Optimierung durch J. Watt 1769);&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;Trennung von Produktions- und Wohnstätte&amp;lt;ref name =&amp;quot;IR-Übersicht&amp;quot;&amp;gt;Zentrale für Unterrichtsmedien (ZUM Internet e.V.): [https://web.archive.org/web/20240204121057/http://www.zum.de/Faecher/G/BW/abbl/19jh/indu1.pdf Industrielle Revolution und Soziale Frage (Wiederholungsthesen)], Seite 1 von 3 der PDF-Datei&amp;lt;/ref&amp;gt; (erfordert [[CO2-Emissionen durch private Haushalte|&amp;quot;Mobilität&amp;quot; der Arbeitnehmer]]!)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Bevölkerungsexplosion ab Mitte des 18. Jahrhunderts bis spät ins 19. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
* Agrarrevolution (Umstellung von der Dreifelderwirtschaft auf die produktivere Fruchtwechselwirtschaft) &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Zweite industrielle Revolution&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;(ab ca. 1890)&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Epoche der flüssigen und gasförmigen Kohlenwasserstoffe;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Zeitalter der Elektrifizierung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* von 1895 bis 1914 hat sich der Primärenergieverbrauch mehr als verdoppelt.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;1. Weltkrieg, Weltwirtschaftskrise, 2. Weltkrieg  → langsames Wachstum&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* von 1950 bis 1980 hat sich der Primärenergiebedarf verdreifacht (vgl. [[#Grafik:_Entwicklung_der_CO2-Emissionen_im_Industriezeitalter|Grafik]]).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Dritte industrielle Revolution&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;synonym:&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt; Digitale Revolution&amp;lt;ref name=“Metz“ /&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;révolution informatique&amp;quot;&amp;gt;So auch die französischsprachige Wikipedia: [http://fr.wikipedia.org/w/index.php?title=R%C3%A9volution_industrielle&amp;amp;oldid=152292406#Troisi%C3%A8me_r%C3%A9volution_industrielle &amp;quot;Troisième révolution industrielle - Aussi désignée sous le terme de «révolution informatique».&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;The Digital Revolution&amp;quot;&amp;gt;Ebenso die englischsprachige Wikipedia: [http://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Digital_Revolution&amp;amp;oldid=860980130 &amp;quot;The Digital Revolution, also known as the Third Industrial Revolution.&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt;(ab ca. 1975)&amp;lt;ref name=&amp;quot;bpb&amp;quot;&amp;gt; Vgl. Werner Bührer: [http://www.bpb.de/izpb/9748/wirtschaftliche-entwicklung-in-der-bundesrepublik?p=all Wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik], in: Informationen zur politischen Bildung, Heft 270: Deutschland in den 70er/80er Jahren, 2001&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Übergang zu einer neuen Epoche der regenerativen Energien &amp;lt;br /&amp;gt;z. Bsp.: Bioenergie (&amp;quot;nachwachsende Rohstoffe&amp;quot;, Biomasse); Windkrafträder; Solarzellen, Photovoltaikanlagen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die o. a. Einteilung der Epochen des Industriezeitalters nach Art der diese Epochen prägenden Primärenergiequellen orientiert sich unter anderem auch an den (damit korrespondierenden) jeweils als Triebkraft für die (sozio-)ökonomischen Veränderungen fungierenden technischen Innovationen (&amp;quot;Schlüsseltechnologie&amp;quot;: Dampfmaschine, Eisenbahn; Verbrennungsmotor, Automobil etc.). &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grafik: Entwicklung der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen im Industriezeitalter ===&lt;br /&gt;
Die folgende Grafik gibt Aufschluss darüber, wie sich der Verbrauch der diversen fossilen Brennstoffe im Verlauf des Industriezeitalters entwickelt hat. Auch in der Epoche der &#039;&#039;Zweiten Industriellen Revolution&#039;&#039; (deren Beginn auf ca. 1890 datiert wird, vgl. obige Tabelle) war Kohle die wichtigste Primärenergiequelle - nämlich bis zum Jahr 1967 - und somit die wichtigste Emissionsquelle von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FossileEnergie1850-2007.jpg|center|thumb|900px| 1 t C entspricht 3,67 t CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; (1.000 Megatonnen C = 1 Gt C)&amp;lt;br /&amp;gt;Ab 2006 löste die Kohle zum ersten Mal seit 1968 Erdöl als wichtigste Emissionsquelle von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ab; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Peak_Oil&amp;quot;&amp;gt;Siehe in diesem Zusammenhang &amp;lt;br /&amp;gt;a) Craig Morris (tp vom 11.11.2010): [https://web.archive.org/web/20231225082059/https://www.telepolis.de/features/Peak-Oil-liegt-hinter-uns-3387561.html Peak Oil liegt hinter uns] &amp;lt;br /&amp;gt;b) [https://www.iea.org/reports/world-energy-outlook-2010 World Energy Outlook 2010], dort: Seite 122, [https://iea.blob.core.windows.net/assets/1b090169-1c58-4f5d-9451-ee838f6f00e5/weo2010.pdf#page=124 Figure 3.19: World oil production by type] &amp;lt;br /&amp;gt;c) Thomas Pany (tp vom 02.09.2010): [https://web.archive.org/web/20231204212754/https://www.telepolis.de/features/Neujustierung-der-Sicherheitspolitik-wenn-das-Oel-knapp-wird-3386789.html Neujustierung der Sicherheitspolitik, wenn das Öl knapp wird]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Katastrophale Kettenreaktionen: Das &amp;quot;Dezernat Zukunftsanalyse&amp;quot; eines Bundeswehrzentrums stellt sich die Folgen des Peak Oil vor&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;zu den Einzelheiten siehe: [[Kohlendioxid-Emissionen#Emissionen_aus_fossilen_Energieträgern]].]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Vgl. hierzu auch die - sehr informative - Grafik [[:Datei:FF_CO2_emissions_100years2024.jpg|Globale fossile CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen 1920-2024: jährliche Änderungen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grafiken zur vorindustriellen Zeit ===&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;Siehe: [[Kohlendioxid in der Erdgeschichte]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;sowie [[:Kategorie:Klimageschichte]] und auch die Bildergallerie [[Klimageschichte_(Bilder)]] &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die menschlichen Aktivitäten im Verlauf des Industriezeitalters ==&lt;br /&gt;
::: &#039;&#039;HINWEIS: eine fehlerfreie Darstellung der in diesem Abschnitt eingebundenen Grafiken ist im Internet Archiv verfügbar (wenn als Browser Firefox verwendet wird):&lt;br /&gt;
:::::: &#039;&#039;Memento vom 08 Oktober 2018 (Klimawiki): [https://web.archive.org/web/20181008081242/http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Industrielle_Revolution#Die_menschlichen_Aktivit.C3.A4ten_im_Verlauf_des_Industriezeitalters Die menschlichen Aktivitäten im Verlauf des Industriezeitalters]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Verlauf des Industriezeitalters zu beobachtenden globalen (sozio-ökonomischen) Veränderungen sollen hier für einige exemplarisch ausgewählte Parameter (Bevölkerungsentwicklung; Energieverbrauch; Entwicklung der Ackerbaufläche; Artenvielfalt) mittels der folgenden Grafiken illustriert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grafiken lassen sich wie folgt interpretieren: Da vorliegend die Zunahme (oder Abnahme) des jeweiligen Parameters (Messgröße) in Abhängikeit von der Zeit graphisch dargestellt wird, ist es naheliegend, anhand des Kurvenverlaufs das jeweils (am ehesten) zutreffende [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wachstum_(Mathematik)&amp;amp;oldid=167709691 mathematische Wachstumsmodell] zu ermitteln. Der visuelle Vergleich mit verfügbaren Abbildungen diverser Wachstumsfunktionen (Graphen) führt zu folgender Einschätzung:&lt;br /&gt;
# Bevölkerungsentwicklung: exponentielles Wachstum («exponentiell wachsende Weltbevölkerung»)&lt;br /&gt;
# Welt-Energieverbrauch: exponentielles Wachstum («exponentiell wachsender Energieverbrauch»)&lt;br /&gt;
# Entwicklung der Ackerbaufläche: exponentielles Wachstum&lt;br /&gt;
# Artenvielfalt: beschleunigtes Negativwachstum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts dieser Entwicklung («exponentiell wachsende Weltbevölkerung», «exponentiell wachsender Energieverbrauch» bei gleichzeitigem Rückgang der verfügbaren Ressourcen) ist damit zu rechnen, dass das System in absehbarer Zeit an seine Grenzen stößt (bzw. ggf. &amp;quot;kippt&amp;quot;). So lautet im Prinzip auch das Ergebnis einer vom  Club of Rome in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Studie (Meadows et al. (1972): Die Grenzen des Wachstums.).&amp;lt;ref name =&amp;quot;Grenzen des Wachstums&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Die_Grenzen_des_Wachstums&amp;amp;oldid=181205253#1972:_Ergebnisse_der_urspr%C3%BCnglichen_Ver%C3%B6ffentlichung Die Grenzen des Wachstums] (Originaltitel: The Limits to Growth); Überblicksartikel zum Buch und diversen Folgepublikationen in der Wikipedia. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Siehe auch: [[Kipppunkte im Klimasystem]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;  border=1; &lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color:#b3b7ff;&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;  | &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:33%&amp;quot;  | Bevölkerungsentwicklung &amp;lt;br /&amp;gt;(1000 -2000)&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:33%&amp;quot;  | Welt-Energieverbrauch&amp;lt;ref name=&amp;quot;Energievernutzung&amp;quot;&amp;gt;Statt des irreführenden Begriffs  Energie&amp;quot;verbrauch&amp;quot; sollte besser der mit Blick auf den [https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Hauptsatz_der_Thermodynamik Ersten Hauptsatz der Thermodynamik] weitaus präzisere Ausdruck »Energie-Vernutzung« verwendet werden. - Siehe bspw. Teletta-Groß Gymnasium Leer (TGG): [https://web.archive.org/web/20180828233403/http://energiekurs.de/index.html Die Weltenergievernutzung im 21. Jahrhundert]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;(1860 - 2000)&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:33%&amp;quot;  | Artenvielfalt &amp;lt;br /&amp;gt;(1970 - 2000)&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;shtml hash=&amp;quot;%%_HTML_&amp;amp;&amp;amp;_EXECUTE_%%&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;iframe width=&amp;quot;250&amp;quot; height=&amp;quot;200&amp;quot; src=&amp;quot;http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/55/Poulation-since-1000AD.jpg&amp;quot; frameborder=&amp;quot;0&amp;quot; allowfullscreen&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;/shtml&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;shtml hash=&amp;quot;%%_HTML_&amp;amp;&amp;amp;_EXECUTE_%%&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;iframe width=&amp;quot;250&amp;quot; height=&amp;quot;200&amp;quot; src=&amp;quot;http://www.oekosystem-erde.de/html/bilder/energieverbrauch-welt-1860-2010.gif&amp;quot; frameborder=&amp;quot;0&amp;quot; allowfullscreen&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;/shtml&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;shtml hash=&amp;quot;%%_HTML_&amp;amp;&amp;amp;_EXECUTE_%%&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;iframe width=&amp;quot;250&amp;quot; height=&amp;quot;200&amp;quot; src=&amp;quot;http://www.oekosystem-erde.de/html/bilder/biodiv-03_living-planet.jpg&amp;quot; frameborder=&amp;quot;0&amp;quot; allowfullscreen&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;/shtml&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; &lt;br /&gt;
|  [http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poulation-since-1000AD.jpg Vollbild] &amp;lt;br /&amp;gt; &#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; Wikimedia Commons&lt;br /&gt;
|  [http://www.oekosystem-erde.de/html/bilder/energieverbrauch-welt-1860-2010.gif Vollbild] &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; Okosystem Erde: [http://www.oekosystem-erde.de/html/energiegeschichte.html Geschichte des menschlichen Energieverbrauchs]&lt;br /&gt;
| [http://www.oekosystem-erde.de/html/bilder/biodiv-03_living-planet.jpg Vollbild] &amp;lt;br /&amp;gt; &#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; Okosystem Erde:&amp;lt;br /&amp;gt; [http://www.oekosystem-erde.de/html/gefahrdung_der_biodiversitat.html Das sechste Aussterben]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; width=&amp;quot;100%&amp;quot; &lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color:#b3b7ff;&amp;quot;  align=&amp;quot;center&amp;quot;  &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; | CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen durch Landnutzungsänderungen nach Regionen (1850-1990)&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; | Entwicklung der Ackerbaufläche in verschiedenen Großregionen &amp;lt;br /&amp;gt;(800 - 2000)&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; | Ausbreitung von Ackerland &amp;lt;br /&amp;gt;(1860 - 2100)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;lt;shtml hash=&amp;quot;%%_HTML_&amp;amp;&amp;amp;_EXECUTE_%%&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;iframe width=&amp;quot;250&amp;quot; height=&amp;quot;250&amp;quot; src=&amp;quot;http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/epubs/ndp/ndp050/ndp050f2.gif&amp;quot; frameborder=&amp;quot;0&amp;quot; allowfullscreen&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;/shtml&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;shtml hash=&amp;quot;%%_HTML_&amp;amp;&amp;amp;_EXECUTE_%%&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;iframe width=&amp;quot;260&amp;quot; height=&amp;quot;250&amp;quot; src=&amp;quot;http://bildungsserver.hamburg.de/contentblob/2063342/677a3e88daa1f6bc025d247114426a4e/data/nutzungsaenderungen-1000-jahre.jpg&amp;quot; frameborder=&amp;quot;0&amp;quot; allowfullscreen&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;/shtml&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [[Bild:Landw.genutzte Fläche 919.jpg|thumb|200px|Zwei [https://www.dkrz.de/de/kommunikation/galerie/Vis/land/ackerland Filme auf dem DKRZ-Server] zeigen die Ausbreitung von landwirtschaftlich genutzter Fläche für die Zeiträume 800-2100 und 1860-2100.]]&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; &lt;br /&gt;
| [http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/epubs/ndp/ndp050/ndp050f2.html Vollbild] &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;1 Tg C/yr = 1 Teragramm [[Terrestrischer_Kohlenstoffkreislauf#Berechnung_der_Kohlenstoffbilanz|Kohlenstoff]] pro Jahr = 1 Megatonne C pro Jahr &amp;lt;br/&amp;gt;(1000 Megatonnen = 1 Gigatonne)&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; CDIAC &amp;lt;ref name=&amp;quot;Houghton_and_Hackler&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [http://bildungsserver.hamburg.de/contentblob/2063342/677a3e88daa1f6bc025d247114426a4e/data/nutzungsaenderungen-1000-jahre.jpg Vollbild] &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; Hamburger Bildungsserver: [http://bildungsserver.hamburg.de/aenderung-der-bodenbedeckung/2052906/bodenbedeckung-klima-artikel.html Bodenbedeckung und Klima]&lt;br /&gt;
|  &#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br /&amp;gt;Deutsches Klimarechenzentrum (DKRZ)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
An dieser Stelle soll noch einmal ausdrücklich auf die Auswirkungen von [[Landnutzung]]sänderungen hingewiesen werden:  Houghton und Hackler &amp;lt;ref name=&amp;quot;Houghton_and_Hackler&amp;quot;&amp;gt;Houghton, R. A., and J. L. Hackler. 2001. [http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/epubs/ndp/ndp050/ndp050.html Carbon Flux to the Atmosphere from Land-Use Changes: 1850 to 1990. ORNL/CDIAC-131, NDP-050/R1.] Carbon Dioxide Information Analysis Center, doi: 10.3334/CDIAC/lue.ndp050&amp;lt;/ref&amp;gt; beziffern die globalen  CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen durch Landnutzungsänderungen für das Jahr 1990 auf insgesamt rund 2,1 Gigatonnen Kohlenstoff (vgl. obige Grafik).  Zum Vergleich: die globalen  CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen durch den Verbrauch fossiler Brennstoffe werden für das Jahr 1990 beziffert auf rund 6,1 Gigatonnen Kohlenstoff (siehe [[#Grafik:_Entwicklung_der_CO2-Emissionen_im_Industriezeitalter|Grafik CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen im Industriezeitalter]]). Die globalen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen betrugen im Jahr 1990 demzufolge insgesamt rund 8,2&amp;amp;nbsp;Gt&amp;amp;nbsp;C bzw. 30,1&amp;amp;nbsp;Gt&amp;amp;nbsp;CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Global Carbon Project&amp;quot;&amp;gt;Vgl. die Grafik [http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/images/GCP_Carbon_Cycle_Budget_2016.png CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; flux] &amp;lt;small&amp;gt;([http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/GCP/ Global Carbon Project])&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Siehe auch: [[Kohlendioxidemissionen#Emissionen aus Landnutzungsänderungen]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parameter zur Beschreibung der Aktivitäten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Basis der im Verlauf des Industriezeitalters zu beobachtenden Veränderungen, welche durch Parameter wie &lt;br /&gt;
# Bevölkerungsentwicklung&lt;br /&gt;
# Energiebedarf &lt;br /&gt;
# Wirtschaftswachstum&lt;br /&gt;
# Landnutzungsänderung&lt;br /&gt;
# Ressourcenverfügbarkeit&lt;br /&gt;
# Artenvielfalt&lt;br /&gt;
# [http://de.wikipedia.org/wiki/Ökologischer_Fußabdruck Ökologischer Fußabdruck] etc.&lt;br /&gt;
beschrieben bzw. erfasst werden können, wurden vom IPCC eine Vielzahl von denkbaren bzw. möglichen  [[Klimaszenarien|Zukunftsszenarien]] entwickelt ([[Klimamodelle|Computermodellsimulationen]]), die mittels der in der folgenden Tabelle  genannten Charakteristika &#039;&#039;(der Buchstabe A steht für wirtschaftsorientierte Szenarien, der Buchstabe B für umweltorientierte Szenarien, die Ziffer 1 für Szenarien bei fortschreitender Globalisierung, die Ziffer 2 für Szenarien bei regionaler Entwicklung)&#039;&#039; eingeteilt werden können in &#039;&#039;&#039;vier Szenarienfamilien&#039;&#039;&#039;&amp;amp;nbsp;(A1,&amp;amp;nbsp;A2;&amp;amp;nbsp;B1,&amp;amp;nbsp;B2).&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 600px;&amp;quot; border=1; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background: #b3b7ff;&amp;quot; |Die vier SRES-Szenarienfamilien&amp;lt;ref name=&amp;quot;WBGU2003&amp;quot;&amp;gt;Vgl. &#039;&#039;Grundannahmen der SRES-Szenarien,&#039;&#039; Seite 106 ff. in: [https://www.wbgu.de/fileadmin/user_upload/wbgu/publikationen/hauptgutachten/hg2003/pdf/wbgu_jg2003.pdf#page=130 WBGU (Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen): &#039;&#039;Welt im Wandel: Energiewende zur Nachhaltigkeit&#039;&#039;, 21. März 2003 (PDF, 4&amp;amp;nbsp;MB)]&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie die im &#039;&#039;Fourth Assessment Report&#039;&#039; des [[IPCC]] prognostizierte Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur bis 2100&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;middle&amp;quot; align=&amp;quot;middle&amp;quot; &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 100px;&amp;quot; |&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;[https://www.de-ipcc.de/media/content/IPCC2007-WG1.pdf#page=13 AR4 Summary (PDF)]&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 225px;&amp;quot; |&#039;&#039;&#039;Wirtschaftsorientiert&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(ökonomisch&amp;amp;nbsp;ausgerichtet)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 225px;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Umweltorientiert&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(ökologisch&amp;amp;nbsp;ausgerichtet)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;middle&amp;quot; align=&amp;quot;middle&amp;quot; &lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Globalisierung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(homogene&amp;amp;nbsp;Welt)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#FF0000;&amp;quot;| &amp;lt;p style=&amp;quot;background-color:#E0E0E0&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;A1&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;(Hohes&amp;amp;nbsp;Wirtschaftswachstum)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Szenario-Gruppen:&amp;amp;nbsp;A1T;&amp;amp;nbsp;A1B;&amp;amp;nbsp;A1FI)&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;1,4–6,4&amp;amp;nbsp;°C&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#00EE00;&amp;quot;|&amp;lt;p style=&amp;quot;background-color:#E0E0E0&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B1&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;(Globale Nachhaltigkeit)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;amp;nbsp; &amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;1,1–2,9&amp;amp;nbsp;°C&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;middle&amp;quot; align=&amp;quot;middle&amp;quot; &lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Regionalisierung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(heterogene&amp;amp;nbsp;Welt)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |&amp;lt;p style=&amp;quot;background-color:#E0E0E0&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;A2&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;(Regionale&amp;amp;nbsp;Wirtschaftsentwicklung)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;2,0–5,4&amp;amp;nbsp;°C&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |&amp;lt;p style=&amp;quot;background-color:#E0E0E0&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;(Regionale&amp;amp;nbsp;Nachhaltigkeit)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;1,4–3,8&amp;amp;nbsp;°C&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die A1-Szenarien-Familie ist unterteilt in die folgenden drei Szenario-Gruppen, die unterschiedliche Ausrichtungen technologischer Änderungen im Energiesektor beschreiben:&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC-AR4&amp;quot;&amp;gt;IPCC Fourth Assessment Report (AR4), Climate Change 2007, WG I: [https://www.de-ipcc.de/media/content/IPCC2007-WG1.pdf#page=18 Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger • Klimaänderung 2007: Wissenschaftliche Grundlagen] (Seite 18 von 18 der PDF-Datei)&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;SRES-kap.4&amp;quot;&amp;gt;IPCC Special Report on Emissions Scenarios (SRES): [http://www.grida.no/climate/ipcc/emission/089.htm Chapter 4: An Overview of Scenarios]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Szenario-Gruppe A1FI&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;&#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039;ossil-&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039;ntensiv;&lt;br /&gt;
# Szenario-Gruppe A1T&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;nichtfossile Energiequellen;&lt;br /&gt;
# Szenario-Gruppe A1B&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;(&#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039;alanced)&amp;amp;nbsp;ausgewogene Nutzung fossiler und nichtfossiler Energiequellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zukunfts-Szenarien: Wie wird sich die globale Welt wahrscheinlich weiter entwickeln? ===&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;Hauptartikel: [[SRES-Szenarien#Die_IPCC-Emissionsszenarien]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[IPCC#Sonderberichte|IPCC-Sonderbericht]] über Emissions-Szenarien  &#039;&#039;(&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;pecial &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;eport on &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039;missions &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;cenarios; SRES)&#039;&#039; wird  bei den vier Szenariofamilien (A1, A2; B1, B2) bzw. den sogenannten &#039;&#039;&#039;6&amp;amp;nbsp;Marker-Szenarien&#039;&#039;&#039; hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der entsprechenden Parameter (Bevölkerungsentwicklung; Wirtschaftswachstum; Energiebedarf etc.) im Einzelnen jeweils von folgenden Grundannahmen ausgegangen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| border=1; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;7&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| Grundannahmen für die einzelnen Szenariofamilien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Szenariofamilie &lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;3&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | A1&lt;br /&gt;
! align=&amp;quot;center&amp;quot; | A2&lt;br /&gt;
! align=&amp;quot;center&amp;quot; | B1&lt;br /&gt;
! align=&amp;quot;center&amp;quot;| B2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;Szenario Gruppe&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;A1FI&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;A1B&amp;lt;/small&amp;gt;  &lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;A1T&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;A2&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;B1&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;B2&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [http://de.wikipedia.org/wiki/Bevölkerungsexplosion Bevölkerungswachstum] || + || + || + || +++ || +|| ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Welt-Bevölkerung (2100)&amp;lt;ref name=&amp;quot;WZ-Bericht_Nr.P0301&amp;quot;&amp;gt;Vgl.: Janina Onigkeit, Joseph Alcamo et. al.: Szenarien für die langfristige Verteilung regionaler Anrechte auf Treibhausgasemissionen und Auswirkungen des Klimawandels (WZ-Bericht Nr. P0301), dort: [http://www2.cesr.de/component/easyfolderlistingpro/?view=download&amp;amp;format=raw&amp;amp;data=eNpFj90OwiAMhd-Fe-MWk6n1YRYc3YZhQChzS4zvbvlZvIJ-7TmnldC28CHoQIzOKAziQXADodxmjZMqlTwhVsJQBigjEM3Rmlak-BdfQfR9ZtUqSa1cXDCVDYj0dIVqttfQFFFA42WcU_sO4uyDe-EQqZqM2uBh0rIcF02knaVTwGGOmV8Y77H-vBrrNrh7HZCOqJZ3kDHKYV7Q8vQzU470Ad8at3IFR0zOTYaNvz_7rV0X#page=030 Seite 30, Tabelle 3 - Charakteristika der treibenden Kräfte der IPCC Marker-Szenarien (aus IPCC, 2000).] (PDF-Datei, 112 Seiten)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | Niedrig &amp;lt;br /&amp;gt;(≈&amp;amp;nbsp;7 Mrd.) || Hoch &amp;lt;br /&amp;gt;(≈&amp;amp;nbsp;15&amp;amp;nbsp;Mrd.) || Niedrig&amp;lt;br /&amp;gt; (≈&amp;amp;nbsp;7&amp;amp;nbsp;Mrd.) || Mittel &amp;lt;br /&amp;gt;(≈&amp;amp;nbsp;10&amp;amp;nbsp;Mrd.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [http://wiki.zum.de/Wirtschaftswachstum Wirtschaftswachstum]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt; [http://en.wikipedia.org/wiki/GDP GDP]&amp;lt;/small&amp;gt;|| ++++ || ++++ || ++++ || ++ || +++ || ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[http://wiki.zum.de/Energie Energiebedarf] &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;[http://en.wikipedia.org/wiki/Energy_use Energy use]&amp;lt;/small&amp;gt;|| ++++ || ++++ || +++ || +++ || + || ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Landnutzung|Landnutzungsänderung]] &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;[http://en.wikipedia.org/wiki/Landuse Landuse] changes&amp;lt;/small&amp;gt;|| + &amp;lt;br /&amp;gt;bis ++ || + || + || ++ /+++ || +++ || ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [http://de.wikipedia.org/wiki/Ressource Ressourcenverfügbarkeit]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Resource availability of conventional and &amp;lt;br /&amp;gt; unconventional oil and gas. &amp;lt;/small&amp;gt;|| +++ || ++ || ++ || + || + || ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Technologieentwicklung&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Ausmaß und Ausrichtung technologischer Änderungen)&amp;lt;/small&amp;gt; || schnell || schnell || schnell || langsam || ++ || ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Energieträger || &amp;lt;small&amp;gt;fossilintensiv: &amp;lt;br /&amp;gt; Kohle, &amp;lt;br /&amp;gt;Öl &amp;amp; Gas &amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;ausgewogene Nutzung aller Quellen || &amp;lt;small&amp;gt;nichtfossile Energiequellen &amp;lt;/small&amp;gt;|| regional || &amp;lt;small&amp;gt;efficiency &amp;amp; dematerialization&amp;lt;/small&amp;gt; || &amp;lt;small&amp;gt;&amp;quot;dynamics as usual&amp;quot; &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;7&amp;quot; style=&amp;quot;background:#E0E0E0;&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Legende:&#039;&#039;&#039; + (Niedrig), ++ (Mittel), +++ (Hoch), ++++ (Sehr hoch)&amp;lt;br/&amp;gt;Quelle:[http://www.grida.no/climate/ipcc/emission/091.htm#4.2.1. IPCC: &#039;&#039;TAR&#039;&#039;, Kapitel 4.2. SRES Scenario Taxonomy]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| prognostizierte Erhöhung der &amp;lt;br/&amp;gt;[[Lufttemperatur#Jahresgang|globalen Durchschnittstemperatur]]&amp;lt;br/&amp;gt; bis zum Jahr 2100 || &amp;lt;small&amp;gt;2.4 – 6.4&amp;amp;nbsp;°C &amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;1.7 – 4.4&amp;amp;nbsp;°C &amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;1.4 – 3.8&amp;amp;nbsp;°C &amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;2.0 – 5.4&amp;amp;nbsp;°C &amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;1.1 – 2.9&amp;amp;nbsp;°C&amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;1.4 – 3.8&amp;amp;nbsp;°C &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;7&amp;quot; style=&amp;quot;background:#E0E0E0;&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; Tabelle SPM.3 (Seite 13) in: IPCC Fourth Assessment Report (AR4), Climate Change 2007, WG I: [https://www.de-ipcc.de/media/content/IPCC2007-WG1.pdf#page=13 Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger • Klimaänderung 2007: Wissenschaftliche Grundlagen (PDF-Datei, 18 Seiten)]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterricht ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- INVALIDE URL =&amp;gt; * Epochen der Energieversorgung (Seite 3 von 12 der PDF-Datei): &amp;quot;[http://www.agenda21schulen.de/Chatderwelten/Klima/mat_klima/nk_grundlagen.pdf Grundlagen: Energie-Begriffe]&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Transfer 21 NRW: [http://www.agenda21schulen.de/Chatderwelten/Klima/klima_unt_download.php Unterrichtsmaterialien]&amp;lt;/small&amp;gt; --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20231116072334/http://www.gcn.de/publikationen.html Global Challenges Network e.V. (GCN)]:&lt;br /&gt;
*# Mohssen Massarrat: [https://web.archive.org/web/20240204121253/http://www.gcn.de/download/M_Nachhaltig.pdf Nachhaltigkeit durch Kosteninternalisierung - Theorieansätze zur Analyse und Reform globaler Strukturen (PDF-Datei; 16 Seiten)] (auch [https://wissenschaft-und-frieden.de/artikel/nachhaltigkeit-durch-kosteninternalisierung/ online] verfügbar)&lt;br /&gt;
*# Hans-Peter Dürr: [https://web.archive.org/web/20231206083228/http://gcn.de/download/D15KW.pdf Die 1,5-Kilowatt-Gesellschaft] (Vortrag 1994)&lt;br /&gt;
*# Hans-Peter Dürr (1992): Ökologische Herausforderung der Ökonomie - [https://wissenschaft-und-frieden.de/artikel/oekologische-herausforderung-der-oekonomie/ Teil I] / [https://wissenschaft-und-frieden.de/artikel/oekologische-herausforderung-der-oekonomie-2/ Teil II]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Umweltbundesamt: [http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/konzepte-gesellschaftlichen-wohlstands-oekologische Konzepte gesellschaftlichen Wohlstands und ökologische Gerechtigkeit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Agenda 21 - Treffpunkt: &lt;br /&gt;
*# [http://www.agenda21-treffpunkt.de/thema/energie.htm Energie,  Rohstoffe, Ressourcen]&lt;br /&gt;
*# [http://www.agenda21-treffpunkt.de/lexikon/fossil.htm Fossile Energien]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ESPERE Klimaenzyklopädie: [http://klimat.czn.uj.edu.pl/enid/Basis/1__mensch-gemachter_Klimawandel__2bx.html Wie ändern Menschen das Klima?]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bundeszentrale für politische Bildung:&lt;br /&gt;
*# Themenblätter im Unterricht (Nr. 73): [http://www.bpb.de/shop/lernen/themenblaetter/36561/klimagerechtigkeit Klimagerechtigkeit]&lt;br /&gt;
*# DOSSIER Klimawandel - [http://www.bpb.de/gesellschaft/umwelt/klimawandel/38484/anpassung-an-den-klimawandel Die Kehrseite der Medaille]&lt;br /&gt;
*# APuZ 33-34/2008: [http://www.bpb.de/apuz/31020/armut-abstieg-unsicherheit-die-soziale-frage-am-beginn-des-21-jahrhunderts-essay?p=all Armut, Abstieg, Unsicherheit: Die soziale Frage am Beginn des 21. Jahrhunderts]&lt;br /&gt;
*# APuZ 10/2015: [http://www.bpb.de/apuz/201654/ungleichheit-als-gefahr-fuer-demokratie-teilhabe-und-stabilitaet?p=all &amp;quot;Unten&amp;quot; betrifft alle: Ungleichheit als Gefahr für Demokratie, Teilhabe und Stabilität] &lt;br /&gt;
*# DOSSIER Menschenrechte: [http://www.bpb.de/internationales/weltweit/menschenrechte/38627/zehn-fragen?p=all Zehn Fragen zu Menschenrechten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* EU (Europäische Union)&lt;br /&gt;
*: Bericht der Europäischen Kommission für den Europäischen Rat (14.03.2008): [http://www.consilium.europa.eu/uedocs/cms_data/docs/pressdata/de/reports/99391.pdf Klimawandel und internationale Sicherheit (PDF; 11 Seiten)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* TU Darmstadt / Projekt ICuM (IT-Curriculum zur Förderung der Medienkompetenz in Lehramtsstudiengängen)&lt;br /&gt;
*:[https://web.archive.org/web/20210613110814/http://www.icum-tud.de/material/projekte/klima/1800.html  Industrielle Revolution und Klimawandel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schulen (themenrelevante Webangebote)&lt;br /&gt;
*# Teletta-Groß Gymnasium (TGG ): [https://web.archive.org/web/20180828233403/http://energiekurs.de/index.html Die Weltenergievernutzung im 21. Jahrhundert] &lt;br /&gt;
*#: &#039;&#039; Alte Homepage: [https://web.archive.org/web/20180829032705/http://energiekurs.de/index_old.htm Energiekurs der Leeraner Gymnasien UEG und TGG] &amp;lt;br /&amp;gt; Der Energiekurs behandelt das Thema Energie semesterteilig unter den verschiedenen Aspekten Physik, Erdkunde, Biologie und Politik. &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schulbücher&lt;br /&gt;
*# Cornelsen-Verlag&lt;br /&gt;
*::[https://web.archive.org/web/20160401093905/http://www.cornelsen.de/fm/1272/Politik_FOS_KAP_12_online_23_07.pdf Unsere Umwelt – Ressourcensicherung und Nachhaltigkeit] (PDF; 16 Seiten) &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;= Kapitel 12 des Lehrbuchs &amp;quot;[http://www.cornelsen.de/produkte/mitmachen-schuelerbuch-9783064507371 Mitmachen • Politik für Fachoberschulen und Höhere Berufsfachschulen]&amp;quot; - ISBN 978-3-06-450737-1 &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ZUM-Wiki (Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e. V.): &lt;br /&gt;
*# [https://archive.ph/8G1aV#selection-1209.1-1209.11   Industrielle Revolution und soziale Frage im 19. Jahrhundert] - Definition der Begriffe im historischen Kontext (kompetenzorientierte Didaktik)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*# [https://archive.ph/lvGnB#selection-2383.2-2383.8 Industrielle Revolution] (die Epochen des Industriezeitalters)&lt;br /&gt;
*# [https://web.archive.org/web/20170116232032/https://wiki.zum.de/wiki/index.php?title=Soziale_Frage_als_politische_Frage&amp;amp;oldid=185230 Soziale Frage im historischen Kontext] (Soziale Frage im 21. Jahrhundert &amp;gt; International bzw. global &amp;gt; Klimawandel und soziale Frage) Memento vom  16.01.2017 im Internet Archiv.&lt;br /&gt;
*# [http://web.archive.org/web/20110604190414/http://wiki.zum.de/index.php?title=Zukunftskompetenz&amp;amp;oldid=186017#Politik_und_Sozialwissenschaften Zukunftskompetenz] (Memento vom 04 JUN 2011)&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Jürgen Paeger (Website &amp;quot;Ökosystem Erde&amp;quot;): [http://www.oekosystem-erde.de/html/moderne_zeiten.html Das Zeitalter der Industrie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-frankfurt.de/43267598/Ehemalige-AG-Klimaforschung Christian-D. Schönwiese], Vortrag &amp;lt;small&amp;gt;([http://www.fze.uni-saarland.de/AKE_Archiv/DPG2005-AKE_Berlin/Links_DPG2005.htm  DPG-Tagung Berlin 2005])&amp;lt;/small&amp;gt;:&lt;br /&gt;
*: [http://www.fze.uni-saarland.de/AKE_Archiv/DPG2005-AKE_Berlin/Buch/DPG2005_SyKE1.4Schoenwiese_CC-imIndustriezeitalter.doc Klimawandel im Industriezeitalter - Beobachtungsindizien und Ursachen] (*.doc; Word-Dokument, 16 Seiten) sowie [http://www.fze.uni-saarland.de/AKE_Archiv/DPG2005-AKE_Berlin/Vortraege/DPG2005_SyKE1.4Schoenwiese_CC-imIndustriezeitalter.ppt PowerPoint-Präsentation (36 Folien)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (Pressemitteilung vom 26.04.2011): [https://www.pik-potsdam.de/de/aktuelles/nachrichten/archiv/2011/welthandel-reiche-lander-verursachen-zunehmend-co2-emissionen-in-armeren-landern Welthandel: Reiche Länder verursachen zunehmend CO2-Emissionen in ärmeren Ländern]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Carbon Dioxide Information Analysis Center (CDIAC): [https://web.archive.org/web/20181017180930/http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/trends/emis/meth_reg.html Fossil-Fuel CO2 Emissions] (Memento von 17. Okt. 2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Internationale Energieagentur (IEA): &lt;br /&gt;
:# [https://web.archive.org/web/20120711121840/www.worldenergyoutlook.org/media/weowebsite/2010/weo2010_es_german.pdf World Energy Outlook 2010 (PDF-Datei, 20 Seiten)]  &#039;&#039;Zusammenfassung des Welt-Energieberichts 2010 (deutsch)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:# [https://web.archive.org/web/20160131013836/http://www.iea.org/publications/ Liste der kostenfreien Publikationen]&lt;br /&gt;
* Deutscher Bundestag: [http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/14/094/1409400.pdf BT-Drs. 14/9400 vom 07.07.2002 (PDF-Datei, 678 Seiten)] - Endbericht der Enquete-Kommission „Nachhaltige Energieversorgung unter den Bedingungen der Globalisierung und der Liberalisierung“&lt;br /&gt;
*: &#039;&#039;BEACHTE dort Kapitel 3: Geopolitische, internationale und europäische Entwicklungstrends&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* BMU-Broschüre: [http://www.boell.de/sites/default/files/assets/boell.de/images/download_de/oekologie/broschuere_dritte_industr_rev.pdf Die dritte industrielle Revolution - Aufbruch in ein ökologisches Jahrhundert • Dimensionen und Herausforderungen des industriellen und gesellschaftlichen Wandels (PDF-Datei, 148 Seiten)], 1. Auflage, September 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Unterrichtsmaterial=[http://klimat.czn.uj.edu.pl/enid/Basis/1__mensch-gemachter_Klimawandel__2bx.html Wie ändern Menschen das Klima?]&lt;br /&gt;
|umfasst=Klimaszenarien&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungshaushalt der Atmosphäre#Antriebe des Klimawandels&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungsantrieb&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungsantrieb von Aerosolen&lt;br /&gt;
|verursacht=Sulfataerosole&lt;br /&gt;
|verursacht=Kohlendioxid-Emissionen&lt;br /&gt;
|verursacht=CO2-Emissionen durch private Haushalte&lt;br /&gt;
|verursacht=Klimawandel&lt;br /&gt;
|Zukünftige Entwicklung=2-Grad-Ziel&lt;br /&gt;
|Zukünftige Entwicklung=Zukünftige Treibhausgas- und Aerosolkonzentrationen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Strahlungsantrieb, Aerosole, Sulfataerosole, Kohlendioxid-Emissionen, CO2-Emissionen, Klimawandel, 2-Grad-Ziel, Treibhausgas- und Aerosolkonzentrationen, Wirtschaft, globale Erwärmung, Treibhausgasemissionen, globale CO2-Emissionen, globaler Energieverbrauch, Weltenergieverbrauch, Energievernutzung, Folgen des Klimawandels,&lt;br /&gt;
Zukunftsszenarien, SRES-Szenarienfamilien, SRES-Szenarien, IPCC-Emissionsszenarien, Marker-Szenarien,&lt;br /&gt;
Klimawandel, Menschenrechte, Gesellschaftsideal, Soziale Idee, Industrialisierung, Industriezeitalter, Epochen des Industriezeitalters, Epochen der Primärenergieträger, Primärenergieeinsatz, Primärenergiebedarf,  Primärenergiequellen, fossile Brennstoffe, Industrielle Revolution, Definition Industrielle Revolution, Industrielle Revolution und Soziale Frage, Erste industrielle Revolution, Zweite industrielle Revolution, Dritte industrielle Revolution, Digitale Revolution, Soziale Frage, Definition Soziale Frage, Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit, Kluft zwischen Arm und Reich, Ungleichheit, Soziale Frage des 19. Jahrhunderts, Soziale Frage im 19. Jahrhundert, Soziale Frage des 21. Jahrhunderts, Soziale Frage im 21. Jahrhundert, sozioökonomischer Wandel, Gesellschaftswandel, Gesellschaftsumbruch, globale Soziale Frage, transnationale Soziale Frage, globale Ungleichheit, globale Probleme der Menschheit, Zentralprobleme der modernen Welt, Schlüsselprobleme, Zukunftskompetenz&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Treibhausgase]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kohlendioxid]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft und Soziales]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Kohlendioxid-Konzentration&amp;diff=32702</id>
		<title>Kohlendioxid-Konzentration</title>
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		<updated>2025-01-05T05:46:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Weblinks */  invaliden link ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:CO2_2007.jpg|thumb|520px|Abb. 1: Die atmosphärische Konzentration von Kohlendioxid vom Beginn der Zeitrechnung bis zum Jahre 2015. Im eingefügten Kästchen die Konzentrations- und Emissionsentwicklung seit 1970.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die aktuelle Kohlendioxidentwicklung ==&lt;br /&gt;
===Emissionen===&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Kohlendioxid-Emissionen]]&lt;br /&gt;
Statt als Kohlendioxid (CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;) werden die emittierten Mengen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; zumeist als Kohlenstoff (C) angegeben. &amp;lt;br /&amp;gt;1 Gt C entspricht 3,67 Gt CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.agenda21-treffpunkt.de/lexikon/Gigatonne.htm 1 Gt (Gigatonne)] = 1 Milliarde (10&amp;lt;sup&amp;gt;9&amp;lt;/sup&amp;gt;) Tonnen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Konzentration CO2 aktuell.jpg|thumb|520px|Abb. 2: Aktuelle Entwicklung der Kohlendioxkonzentration am Mauna Loa. &amp;lt;br /&amp;gt;Rot: Monatsmittel; schwarz: Monatsmittel saisonbereinigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Umrechnung&amp;lt;ref name=&amp;quot;Umrechnung&amp;quot;&amp;gt;Climate Data Check: [https://cdatac.de/index.php/co2-conc/ppm-in-gt/ Umrechnung ppm in Gt]&amp;lt;/ref&amp;gt;:&#039;&#039;&#039;  1 ppm CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; = 7,814 Gt CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Bild:CO2 Mauna Loa Wachstumsrate.jpg|thumb|520px|Abb. 3: Wachstumsrate der Kohlendioxidkonzentration am Mauna Loa 1959-2015.Schwarze Balken: Mittel der Jahrzehnte.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aktuelle Änderung der Konzentration===&lt;br /&gt;
Die kumulativen [[Kohlendioxidemissionen]] aus der Verbrennung fossiler Energieträger zwischen 1850 und 2022 betrugen 475 GtC und die aus Landnutzungsänderungen 205 GtC, zusammen also 680 GtC (bzw. 2492 GtCO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;). Davon verblieben 280 GtC in der Atmosphäre, 180 im Ozean und 2010 in der Landbiosphäre. Jährlich sind es gegenwärtig (2022) 5,3 GtC, die in der Atmosphäre verbleiben. 2,9 GtC/Jahr werden vom Ozean und 3,4 GtC/Jahr von der Landvegetation aufgenommen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Friedlingstein 2022&amp;quot;&amp;gt;Friedlingstein, M. O&#039;Sullivan, M.W. Jones et al. (2022): [https://doi.org/10.5194/essd-11-1783-2019 Global Carbon Budget 2022], Earth Syst. Sci. Data 14, 4811–4900&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zusätzliche Kohlendioxid führt zu einer deutlichen Erhöhung der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration in der Atmosphäre (Abb. 2), deren Wachstumsrate seit etwa 2000 eine erneute Steigerung zeigt (Abb. 3). Während sie in den 1990er Jahren bei nur 1,49 ppm&amp;lt;ref &amp;quot;name=ppm&amp;quot;&amp;gt; ppm (Teile pro Million) ist das Verhältnis der Anzahl von Treibhausgasmolekülen zur Gesamtzahl der Moleküle in trockener Luft.&amp;lt;/ref&amp;gt; pro Jahr lag,&amp;lt;ref name=&amp;quot;PNAS&amp;quot;&amp;gt;Josep G. Canadell et al. (2007): Contributions to accelerating atmospheric CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; growth from economic activity, carbon intensity, and efficiency of natural sinks, Proc. Natl. Acad. Sci. USA, 10.1073/pnas.0702737104 [http://www.pnas.org/cgi/content/abstract/0702737104v1 Online]&amp;lt;/ref&amp;gt; betrug sie in den 2000er Jahren an der Messstation Mauna Loa, Hawaii, fast 2 ppm/Jahr und überschritt 2016 die Marke von 3 ppm und 2023 von 3,3 ppm jährlich&amp;lt;ref&amp;gt;NOAA Earth System Research Laboratory: [http://www.esrl.noaa.gov/gmd/ccgg/trends/gr.html Annual Mean Growth Rate for Mauna Loa, Hawaii]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration wächst damit gegenwärtig stärker als je in den letzten Hunderttausenden von Jahren; im Vergleich zu natürlichen Prozessen ist sie geradezu explosiv. So übertrifft sie die natürliche starke Zunahme von Kohlendioxid am Ende der letzten Eiszeit um das 200fache.&amp;lt;ref&amp;gt;NOAA (März, 2016): [http://www.noaa.gov/record-annual-increase-carbon-dioxide-observed-mauna-loa-2015 Record annual increase of carbon dioxide observed at Mauna Loa for 2015]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Rekordwachstum der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration von 2015/16 ist eine erwartete Konsequenz aus der hohen Nutzung fossiler Energieträger in Kombination mit dem ungewöhnlich starken El Niño von 2015/16. Durch das El-Niño-Phänomen werden zusätzliche Emissionen aus tropischen Wäldern durch Dürren und Feuer verursacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Folge der immer höheren Wachstumsrate ist eine stetig steigende Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre (Abb. 1). Seit Beginn der Zeitrechnung bis zum Beginn der Industrialisierung schwankte die atmosphärische Konzentration von Kohlendioxid nur geringfügig zwischen 275 und 285 ppm. Um 1750 lag die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration bei 278 ppm und stieg dann während des industriellen Zeitalters auf 390,5 ppm im Jahre 2011.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2013): Climate Change 2013, Working Group I: The Science of Climate Change, 2.2&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die ersten 50 ppm der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Erhöhung waren über 200 Jahre nötig, die nächsten 65 ppm wurden dagegen in nur noch 35 Jahren erreicht. 2015 wurde sogar die symbolische Grenze von 400 ppm überschritten (Abb. 2). Und nur vier Jahre später, im Jahr 2019, lag das Jahresmittel bei 410,5 ppm und 2022 wurden 417 ppm gemessen. Das bedeutet eine Steigerung um ca. 50% im Vergleich zur vorindustriellen Zeit. Trotz der [[Corona-Virus und CO2-Emissionen|Corona-Krise 2020]] und der damit verbundenen Verringerung der Emissionen von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;, die vorläufig auf 4,2-7,5% für das gesamte Jahr 2020 geschätzt werden, ist die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration davon kaum berührt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WMO 2020&amp;quot;&amp;gt;WMO Greenhouse Gas Bulletin (GHG Bulletin) - No. 16 (2020): [https://library.wmo.int/index.php?lvl=notice_display&amp;amp;id=3030 The State of Greenhouse Gases in the Atmosphere Based on Global Observations through 2019]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentrationen von über 400 ppm hat die Erde seit mehreren Millionen von Jahren nicht gesehen. Falls die fossilen Emissionen nicht bald deutlich unter das gegenwärtige Niveau gesenkt werden, wird das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Niveau die 450-ppm-Marke nach Einschätzung des bekannten amerikanischen Klimaforschers Ralph Keeling um 2035 und die 500-ppm-Grenze um 2065 überschreiten. Nach Keeling wird es mindestens 1000 Jahre dauern, bevor die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration wieder unter 350 ppm fällt, jenes Niveau, das viele Experten als Grenze für eine gefährliche Klimaentwicklung ansehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keeling 2016&amp;quot;&amp;gt;Keeling, R. (2016): [https://scripps.ucsd.edu/programs/keelingcurve/2016/04/20/comment-on-recent-record-breaking-co2-concentrations/#more-1406 Comment on Recent Record-Breaking CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; Concentrations]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verteilung des emittierten Kohlendioxids ===&lt;br /&gt;
[[Bild:CO2 sources sinks2022.jpg|thumb|520px|Abb. 4: Die Änderung der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen durch die Verbrennung fossiler Energien und Zementproduktion (oben links) und durch die Änderung der Landnutzung (unten links),sowie die Veränderung der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Senkenanteile der Atmosphäre (oben rechts), der Landvegetation (Mitte rechts) und des Ozeans (unten rechts). Die Prozentangaben sind gerundet.]]&lt;br /&gt;
[[Bild:CO2-Land-Ocean-sink.jpg|thumb|520px|Abb. 5: CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Senken auf dem Land (oben) und im Ozean (unten). Grüne und blaue Farben bezeichnen Netto-CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Aufnahmen aus der Atmosphäre (Senken), gelbe und rote Farben Netto-CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Abgaben an die Atmosphäre (Quellen).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur etwas weniger als die Hälfte des emittierten Kohlenstoffs verbleibt jedoch in der Atmosphäre (Abb. 4). Der Rest wird von der Landbiosphäre (Böden und Vegetation) und dem Ozean aufgenommen (Abb. 4 und 5).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Crisp 2022&amp;quot;&amp;gt;Crisp, D., H. Dolman, T. Tanhua et al. (2022): How well do we understand the land-ocean-atmosphere carbon cycle? Reviews of Geophysics, 60, e2021RG000736. https://doi.org/10.1029/2021RG000736&amp;lt;/ref&amp;gt; Für das Klima der nächsten Jahrzehnte ist es von grundlegender Bedeutung, wie sich die Kohlenstoff-Senken Land und Ozean in Zukunft entwickeln. Werden sie weiterhin so viel Kohlenstoff aus der Atmosphäre aufnehmen oder wird sich ihre Senkenkapazität abschwächen? Allgemein wird angenommen, dass die globale Erwärmung zu einer Abschwächung der Senken von Land und Ozean führt. Ein warmer Ozean kann weniger Kohlendioxid aufnehmen als ein kalter. Und bei der Landbiosphäre könnten höhere Temperaturen dazu führen, dass durch die stärkeren Verwitterungsprozesse mehr CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; freigesetzt als durch den CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Düngungseffekt zusätzlich aufgenommen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Landsenke ====&lt;br /&gt;
In den 1960er Jahren nahme die Landvegetation 1,2 GtC pro Jahr auf, in den 2010er Jahren belief sich die Land-Senke bereits auf 3,1 GtC/Jahr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Friedlingstein 2022&amp;quot; /&amp;gt; Die vermehrte Aufnahme von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; aus der Atmosphäre durch die Landbiosphäre (Vegetation und Boden) ist vor allem durch den sog. CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Düngungseffekt infolge der Zunahme der atmosphärischen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration bedingt, aber auch durch klimatische Änderungen wie eine Verlängerung der Wachstumszeit in höheren Breiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Friedlingstein 2022a&amp;quot;&amp;gt;Friedlingstein, P., M.W.Jones, M. O&#039;sullivan et al. (2022): [https://doi.org/10.5194/essd-14-1917-2022 Global Carbon Budget 2021], Earth Syst. Sci. Data, 14, 1917–2005&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erhöhung der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration in der Atmosphäre fördert das Wachstum der Landvegetation und verstärkt damit die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Speicherung von Ökosystemen. Dieser CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Düngungseffekt wird beeinflusst durch die Temperatur und die Verfügbarkeit von Wasser und Nährstoffen. Klimasimulationen zeigen, dass die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Aufnahme durch die Landvegetation bis zum Ende des 21. Jahrhunderts bei dem hohen Szenario SSP8.5 auch weiterhin zunimmt, bei den niedrigeren Szenarien allerdings zurückgehen wird. Der Rückgang ist dabei vor allem durch Nährstoffmangel verursacht.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC AR6, WGI (2022): The Physical Science Basis, Ch. 5.4.1&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1850 hat sich die Kohlenstoffsenke an Land auf 195 Gt C summiert, was über den gesamten Zeitraum gerechnet 30% der anthropogenen Emissionen ausmacht. Die durch den anthropogenen Treibhauseffekt verursachten Klimaänderungen fördern das Wachstum in den hohen Breiten und hemmen es in Gebieten mit abnehmender Bodenfeuchte sowie in den von Abholzung betroffenen tropischen Wäldern wie im Amazonasgebiet. Insgesamt ist der Anteil der Landsenke an den Gesamtemissionen jedoch auch über die letzten 60 Jahre relativ konstant geblieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Friedlingstein 2022a&amp;quot; /&amp;gt; Allerdings wird die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Senke an Land zu einem Teil durch CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen infolge der anthropogenen Landnutzungsänderungen kompensiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Crisp 2022&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Ozeansenke ====&lt;br /&gt;
Der Ozean speichert nicht nur einen Großteil der durch den erhöhten Treibhauseffekt verursachten Wärme (gegenwärtig ca. 90%), sondern auch einen Großteil der anthropogenen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen. Durch beide Prozesse wird die mittlere globale Erwärmung an der Erdoberfläche stark verlangsamt. Während des Jahrzehnts 2012-2021 hat der Ozean 26 % der anthropogenen Emissionen von Kohlendioxid aufgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Friedlingstein 2022&amp;quot; /&amp;gt; Die Aufnahme von Kohlendioxid in den Ozean ist regional sehr unterschiedlich. Sie findet vor allem in Regionen mit absinkenden Wassermassen statt wie im Nordatlantik und im Südlichen Ozean, während in den Tropen hohe &lt;br /&gt;
Temperaturen für eine Abgabe von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; an die Atmosphäre sorgen. Von der gesamten Kohlenstoffmenge in den oberflächennahen Speichern Atmosphäre, Land und Ozean befinden sich etwa 90% bzw. 39.000 PgC im Ozean, drei Viertel davon bisher noch in den obersten 100 m. Der Transport in tiefere Schichten hängt wesentlich von der großräumigen ozeanischen Umwälzzirkulation ab. Der Anteil von anthropogenem Kohlenstoff an der gesamten ozeanischen Kohlenstoffmenge ist mit 0,4% gegenüber dem anthropogenen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalt der Atmosphäre von 50% verschwindend gering.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Crisp 2022&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Beginn der Industrialisierung war der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Austausch zwischen Ozean und Atmosphäre weitgehend ausgeglichen. Seit 1850 hat der Ozean von der in die Atmosphäre emittierten Gesamtmenge von 455 Gt C an anthropogenem Kohlenstoff 170 Gt C aufgenommen. Besonders seit den 1960er Jahren ist damit der Ozean zu einer wichtigen Senke für die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen durch den Menschen geworden. In den letzten Jahrzehnten hat der Ozean in Reaktion auf die erhöhten anthropogenen Emissionen in die Atmosphäre deutlich mehr Kohlendioxid aufgenommen. In den 1960er Jahren betrug die Aufnahmerate 1,1 Gt C/Jahr. In den 2010er Jahren (2012-2021) hatte sie sich auf 2,9 Gt C/Jahr fast verdreifacht. Der Anteil an den anthropogenen Emissionen blieb jedoch mit rund 25% bemerkenswert konstant. Die stetige Zunahme der absoluten Menge folgt der Zunahme der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration in der Atmosphäre. Für eine geringere Aufnahme anthropogenen Kohlenstoffs in den Ozean gibt es bislang keine Anzeichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Friedlingstein 2022&amp;quot; /&amp;gt; Modellprojektionen weisen jedoch auf eine mögliche Abschwächung der ozeanischen Aufnahmekapazität von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; in der 2. Hälfte des 21. Jahrhunderts hin. Ein Grund ist die weitere Erwärmung des Ozeans, durch die weniger CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; im Wasser gelöst wird. Die Erwärmung führt außerdem infolge einer stärkeren Schichtung der Wassersäule zu einer Abschwächung der Tiefenzirkulation. Dadurch gelangt weniger kohlenstoffreiches Wasser in den tieferen Ozean und weniger kohlenstoffarmes Wasser erreicht die oberen Schichten der Wassersäule, um dort neuen Kohlenstoff aufzunehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC AR6 WGI Box 5.3&amp;quot;&amp;gt;IPCC AR6, WGI (2022): The Physical Science Basis, Box 5.3, 5.4.4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kohlendioxid in der früheren Atmosphäre ==&lt;br /&gt;
=== Kohlendioxid seit Beginn der Erdgeschichte ===&lt;br /&gt;
Wie die [[Temperatur]] so unterlag auch der Kohlendioxidgehalt der [[Atmosphäre]] im Laufe der Erdgeschichte starken Schwankungen. Die Uratmosphäre vor ca. 4 Milliarden Jahren besaß keinen Sauerstoff, dafür aber einen sehr hohen Gehalt an Kohlendioxid, Wasserdampf und [[Methan]]. Obwohl die Sonneneinstrahlung zu dieser Zeit um 25-30% schwächer war als heute, herrschten durch die hohe Treibhausgaskonzentration globale Durchschnittstemperaturen von über 50&amp;amp;nbsp;°C. In dem durch Abkühlung allmählich entstehenden Urozean wurde aus der Atmosphäre CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; gelöst und in Sedimenten gebunden. Ebenso wurde CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; durch Verwitterung von Gesteinen an Land aus der Atmosphäre gebunden und in Sedimenten ebenfalls dem Ozean zugeführt. Später kam die Entwicklung der Vegetation hinzu, die durch Photosynthese Kohlendioxid aus der Atmosphäre entnahm. Die Folge war eine zunehmende Abkühlung der Atmosphäre. Die Sedimente gerieten jedoch teilweise ins Erdinnere und wurden aufgeschmolzen. Durch [[Vulkanismus]] wurde das Kohlendioxid dann z.T. wieder der Atmosphäre zugeführt, woraus eine erneute Erwärmung folgte. Dieser Kohlendioxidregelkreis sorgte im Laufe der Erdgeschichte dafür, dass die Temperaturen der Erde nicht in ein Extrem abdrifteten, sondern zwischen sehr warmen Phasen von bis zu 50&amp;amp;nbsp;°C und sehr kalten Phasen, in denen die Erde weitgehend vereist war, variierten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oschmann&amp;quot;&amp;gt;W. Oschmann: Vier Milliarden Jahre Klimageschichte im Überblick, in: DWD  [http://www.dwd.de/DE/leistungen/klimastatusbericht/publikationen/ksb2003_pdf/01_2003.html?nn=16102 Klimastatusbericht 2003]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die letzten 500&amp;amp;nbsp;Millionen Jahre liegen über diese Schwankungen etwas bessere Informationen vor. In den ersten 100&amp;amp;nbsp;Millionen Jahren dieses Zeitraums lag der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalt zwischen 4000 und 6000 ppm (zum Vergleich: der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalt liegt heute bei ca. 420 ppm - das ist der Jahresmittelwert für das Jahr 2022). Dann folgte eine Phase mit ähnlich niedrigen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Werten wie heute und einer Eisbedeckung fast bis zum 30. Breitengrad. Zwischen 100 und 250 Millionen Jahren vh. lag der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalt wieder deutlich über 1000 ppm. Es war die Zeit der Dinosaurier mit um acht Grad wärmeren Temperaturen als heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kohlendioxid im Känozoikum ===&lt;br /&gt;
[[Bild:CO2 erdneuzeit IPCC-AR6.jpg|thumb|420px|Abb. 6: Der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre in den letzten ca. 60 Millionen Jahren. Die Daten beruhen hauptsächlich auf ozeanbasierten Proxydaten, die vom 6. IPCC-Bericht als deutlich verlässlicher eingeschätzt werden als etwa die landbasierte Stomata-Methode.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC 2021 Ch. 2&amp;quot;&amp;gt;IPCC (2021): Climate Change 2021: The Physical Science Basis, 2.2.3.1&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
In den letzten 65&amp;amp;nbsp;Millionen Jahren, dem [[Känozoikum]] (Erdneuzeit), hat der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre dann die Entwicklung genommen, die zu den heutigen Klimaverhältnissen führte (Abb. 6). In den ersten 30 Millionen Jahren lag er bei etwa 1000&amp;amp;nbsp;ppm, wobei er um 50&amp;amp;nbsp;Millionen Jahre v.h. sogar den Wert von 1500&amp;amp;nbsp;ppm überschritt. In dieser ersten Hälfte des Känozoikums war die Erde noch eisfrei. Ab etwa 35&amp;amp;nbsp;Millionen Jahren v.h. zeigt sich eine tendenzielle Anbnahme der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration bis auf schließlich ca. 300&amp;amp;nbsp;ppm, womit vor etwa 35&amp;amp;nbsp;Millionen Jahren die Vereisung der [[Antarktischer Eisschild|Antarktis]] und vor etwa zweieinhalb Millionen Jahren das gegenwärtige [[Eiszeitalter]] eingeleitet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hansen, J. et al. (2008): [http://www.columbia.edu/~jeh1/2008/TargetCO2_20080407.pdf Target Atmospheric CO2: Where Should Humanity Aim?]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptgrund für die Änderungen des CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehaltes im Känozoikums wird in Bewegungen der afrikanischen und indischen Platte gesehen. Sie haben zunächst zu den starken Gebirgsauffaltungen der Alpen und des Himalaya und damit zu intensiver vulkanischer Aktivität geführt.  Nach der Heraushebung vor allem des Himalaya und des tibetischen Plateaus verbrauchten starke chemische Verwitterungsprozesse sehr viel atmosphärisches Kohlendioxid, das mit den Sedimenten dem Meer zugeführt und über lange Zeiträume dem [[Kohlenstoffkreislauf]] entzogen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die klimatische Entwicklung des Känozoikums hin zu einer erneuten Vereisung wird der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalt der Atmosphäre als der dominierende Faktor angesehen. Andere Antriebe wie die Sonneneinstrahlung oder die Änderung von Meeresströmungen haben nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt. Die Sonneneinstrahlung hat im Känozoikum sogar um 0,4&amp;amp;nbsp;% zugenommen, was aber nur einem [[Strahlungsantrieb]] von +1 W/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; entsprach - gegenüber einem negativen Antrieb von -10&amp;amp;nbsp;W/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;  durch den abnehmenden Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kohlendioxid im Eiszeitalter ===&lt;br /&gt;
[[Bild:CO2 temp 720000.jpg|thumb|420px|Abb. 7: Änderungen der Temperatur und der atmosphärischen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration in den letzten 720 000 Jahren nach Daten aus Eisbohrkernen der Antarktis. Holozän, Eem: gegenwärtige und letzte Warmzeit; LGM: Höhepunkt der letzten Eiszeit.]]&lt;br /&gt;
Noch bessere Informationen über den CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalt der Atmosphäre gibt es über die vergangenen 720 000 Jahre von Eisbohrkernen aus der Antarktis, die auch besonders gut die Korrelation zwischen Temperatur und Kohlendioxidkonzentration belegen (Abb. 7). Diese Zeit umfasst knapp die letzte Hälfte des so genannten [[Eiszeitalter]]s, das durch fast regelmäßige Schwankungen zwischen Warm- und Kaltzeiten charakterisiert ist. Grundlegende Ursache für diese Schwankungen sind Änderungen in den Parametern der Erdbahn um die Sonne. Die hierdurch bedingten zunächst relativ geringen Einflüsse auf den [[Strahlungshaushalt der Atmosphäre|Strahlungshaushalt der Erde]] werden jedoch durch Änderungen der [[Albedo]] und der atmosphärischen Konzentration der Treibhausgase, vor allem des Kohlendioxids, erheblich verstärkt. So führt eine Verringerung der Sonneneinstrahlung zur Bildung von Eis- und [[Schnee]]flächen, die einfallende Sonnenstrahlen reflektieren und damit die eingeleitete Abkühlung verstärken. Außerdem reduziert sich durch die anfängliche Abkühlung die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration (und die anderer Treibhausgase) in der Atmosphäre. Die primäre Ursache dafür liegt in der größeren Aufnahmefähigkeit von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; durch den kälteren Ozean. Erst durch die höhere Albedo und die geringere CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration werden also die anfänglich nur gering fallenden Temperaturen um mehrere Grad gesenkt und eine neue Eiszeit beginnt. Umgekehrt läuft der Prozess zu Beginn einer neuen Warmzeit: Schmelzendes Eis verringert die globale Albedo, wodurch mehr Sonnenstrahlen in Wärmestrahlen umgewandelt werden, und der höhere CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalt, der primär aus der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Abgabe des sich erwärmenden Ozeans stammt, erwärmt die Atmosphäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atmosphärischer Kohlendioxid und globale Temperatur beeinflussen sich wechselseitig. Eine verringerte globale Temperatur senkt den CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalt, und ein niedrigerer CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalt führt zu einer noch stärkeren Temperaturabsenkung. Der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalt bewegt sich dabei in einer Spanne zwischen 180 und 300&amp;amp;nbsp;ppm. Die gegenwärtige Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre liegt jenseits der eiszeitlichen Schwankungen und lässt sich nicht aus einer vorhergegangenen Erwärmung ableiten. Sie ist eine Folge anthropogener Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe und anderen Quellen und für die aktuelle Erwärmung primär verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.esrl.noaa.gov/gmd/ccgg/trends/ Trends in Atmospheric Carbon Dioxide] aktuelle Monatswerte und andere Daten vom Mauna Loa (Graphiken)&lt;br /&gt;
* [ftp://ftp.cmdl.noaa.gov/ccg/co2/trends/co2_mm_mlo.txt Mauna Loa CO2 monthly mean data] Monatsmittelwerte (Daten)&lt;br /&gt;
* [ftp://ftp.cmdl.noaa.gov/ccg/co2/trends/co2_annmean_mlo.txt Mauna Loa CO2 annual mean data] Jahresmittelwerte (Daten)&lt;br /&gt;
* [ftp://ftp.cmdl.noaa.gov/ccg/co2/trends/co2_gr_mlo.txt Mauna Loa CO2 annual mean growth rates] jährliche Wachstumsraten (Daten)&lt;br /&gt;
* Carbon Dioxide Information Analysis Center (CDIAC): [https://cdiac.ess-dive.lbl.gov/trends/emis/meth_reg.html Global Fossil-Fuel CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; Emissions]&lt;br /&gt;
* Christopher Schrader (tp vom 29.11.2010): [https://archive.is/LAdEW Der Klima-Gipfel: Mauna Loa, Hawaii • Eine Kurve verändert die Welt] (Memento vom 24 Aug. 2014)&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Ein lesenswerter Artikel über die von Charles David Keeling initiierte kontinuierliche Messung des CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; in der Luft auf dem Mauna Loa (&amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Keeling-Kurve Keeling-Kurve]&amp;quot;).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
beeinflusst=Kohlenstoffkreislauf&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Kohlenstoff im Ozean&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Kohlenstoffkreislauf Land&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Kohlenstoff im Ozean&lt;br /&gt;
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|Teil von=Kohlendioxid&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Kohlenstoffkreislauf, Kohlenstoff im Ozean, Kohlenstoffkreislauf Land, Landnutzung, Vulkanismus, Kohlendioxid-Emissionen, Geschichte der Erdatmosphäre, Treibhausgase&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Treibhausgase]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kohlendioxid]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Benutzer:Sandra_Burger/To_do_Liste_Sch%C3%BClerarbeiten&amp;diff=32701</id>
		<title>Benutzer:Sandra Burger/To do Liste Schülerarbeiten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Benutzer:Sandra_Burger/To_do_Liste_Sch%C3%BClerarbeiten&amp;diff=32701"/>
		<updated>2025-01-05T05:42:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Liste: zu bearbeitende Seiten */  - 2&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die unten aufgelisteten Seiten enthalten den Abschnitt &amp;quot;Schülerarbeiten zum Thema&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt; -- bis auf wenige Ausnahmen sind die dort (auf den jeweiligen Seiten) aufgelisteten Links zum HBS invalide und müssen demzufolge aktualisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(Für den Fall, dass eine Schülerarbeit auf dem HBS nicht mehr auffindbar ist, besteht die Möglichkeit, die entsprechende Schülerarbeit via Internet Archiv mittels einer dort archivierten älteren Seitenversion heraus zu suchen und in Form eines Archivlinks hier im Klimawiki zu verlinken.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:::: Link zum Internet Archiv:&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Link zum HBS ==&lt;br /&gt;
Schülerarbeiten aus dem &amp;quot;Schulprojekt Klimawandel&amp;quot; nach Themen:&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Spezial:Suche&amp;amp;limit=250&amp;amp;offset=0&amp;amp;ns0=1&amp;amp;search=Schülerarbeiten&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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HINWEIS: bei den Edits bitte zugleich auch immer die Links im Abschnitt &amp;quot;Klimadaten zum Thema&amp;quot; überprüfen.&lt;br /&gt;
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: Die Daten-Links werden mit überprüft. Dieter&lt;br /&gt;
:: Danke. Bitte auch die Links im Abschnitt &amp;quot;Klimamodell-Experimente zum Thema&amp;quot; überprüfen und aktualisieren (enthalten zum Beispiel in [[ENSO]]).&lt;br /&gt;
: Ist erledigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Unterricht Themen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Taifune im Nordwest-Pazifik]] =&amp;gt; Schülerarbeit nicht mehr auffindbar: &#039;&#039;&#039;Taifune&#039;&#039;&#039; Welche Auswirkungen wird der Klimawandel haben? (Gymnasium Grotmoor, Hamburg)&lt;br /&gt;
:::::::: https://preview.poc.hamburg.de/hhcae-cm7/servlet/contentblob/10267176/f9406147bf83accfba5f3ba69d70a6e9/data/2017-taifune.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Alpine Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Boden im Klimasystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Direkte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg im Ostseeraum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserprobleme (regional)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ozean im Klimasystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Phänologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimaprojektionen Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Permafrost]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegel der Zukunft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg in der Nordsee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arktische Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Waldbrände in Kalifornien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimawandel und Weinbau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserressourcen und Klimawandel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Starkregen und Hochwasser in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Terrestrischer Kohlenstoffkreislauf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arktische Vegetation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tropische Wirbelstürme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Verbreitung der Arten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--- Ende der Liste ---&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Hallo Sandra,&lt;br /&gt;
::ich danke dir sehr für die Bearbeitung der falschen Links zu den Schülerarbeiten auf dem HBS und die sehr nützliche Liste oben. Du brauchst die Link-Bearbeitung nicht weiter fortzusetzen. Wir haben jemand gefunden, der das übernehmen wird.&lt;br /&gt;
::Beste Grüße &lt;br /&gt;
::Dieter&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=ENSO&amp;diff=32700</id>
		<title>ENSO</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=ENSO&amp;diff=32700"/>
		<updated>2025-01-05T05:41:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Schülerarbeiten zum Thema */  invalide links ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:El-Nino_Dec1997.jpg|thumb|520px|Abb. 1: Abweichung der Meeresoberflächentemperatur in °C vom Mittel im Dezember 1997.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== El Niño/Southern Oscillation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klima wird nicht nur durch externe Einflüsse wie die [[Sonnenenergie|Solarstrahlung]] oder die vom Menschen emittierten [[Treibhausgase]] beeinflusst, sondern auch durch natürliche Schwankungen im [[Klimasystem]] selbst. Diese Schwankungen können sich auf unterschiedlichen Zeitskalen bewegen. Die wichtigste kurzfristige Klimaschwankung ist das El Niño/Southern Oscillation-Phänomen (ENSO). Die beiden Teile dieses Namens stehen für Temperaturänderungen im Ozean (El Niño), nämlich einer ungewöhnlichen Erwärmung im östlichen Pazifik, und [[Luftdruck|Luftdruckschwankungen]] in der Atmosphäre (Southern Oscillation). Die Southern Oscillation ist dabei vom Schwanken des [[Luftdruck|Druckunterschieds]] zwischen dem [[Hochdruckgebiet|Hochdruckgebiet]] im südöstlichen Pazifik (als Meßwert wird der Bodendruck von Tahiti genommen) und dem asiatisch-australischen Tiefdrucksystem (Meßwert von Djakarta, Indonesien) gekennzeichnet. Erst nach mehreren Jahrzehnten genauerer Forschung wurde klar, dass beide Ereignisse Teil desselben Phänomens sind und miteinander Hand in Hand gehen. Bei einem geringen Druckunterschied herrscht ein &amp;quot;El Niño&amp;quot;-, bei einem hohen Druckunterschied als Gegensatz dazu ein &amp;quot;La Niña&amp;quot;-Zustand vor. Obwohl das ENSO-Phänomen seinen Ursprung im tropischen Pazifik hat, beeinflusst es weite Teile des Weltklimas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== El Niño ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was ist ein El Niño? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem El Niño-Ereignis verbindet man heutzutage wohl [[Waldbrände in den Tropen|Waldbrände auf Sumatra]] und in [[Waldbrände in Australien|Australien]], Überschwemmungen in Peru oder Stürme in Kalifornien. Kaum noch Beachtung finden die schlechten Fangergebnisse der peruanischen Fischer, die im 19. Jahrhundert Anlass zu dem Namen gaben, weil das Ereignis alle paar Jahre besonders stark um die Weihnachtszeit auftrat und eine rapide Verringerung des Fischbestandes vor den Küsten von Peru zur Folge hatte. Im Rest der Welt war El Niño damals so gut wie unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gegenüber dem 19. Jahrhundert stark veränderte Bild von El Niño ist das Ergebnis einer fast 100jährigen Forschung, die zeigen konnte, dass El Niño ein großräumiges Phänomen im äquatorialen Pazifik mit nahezu weltweiten Auswirkungen ist, die aber den dahinter stehenden Mechanismus trotz großer Fortschritte im Verständnis der Ursachen immer noch nicht endgültig geklärt hat. Aus heutiger Sicht ist ein El-Niño-Ereignis charakterisiert durch eine ungewöhnliche Erhöhung der Meeresoberflächentemperaturen entlang des Äquators von der peruanischen Küste bis in den zentralen Pazifik, d.h. in jenem Gebiet, in dem normalerweise eine kalte Wasserzunge liegt. Gemessen wird die Temperaturveränderung gewöhnlich in der sogenannten Niño-3-Region (s. oben Abb. 1). Zugleich ist der Südostpassat stark abgeschwächt oder sogar durch leichte Westwinde verdrängt. Im westlichen äquatorialen Pazifik, wo normalerweise reichliche Niederschläge fallen, herrscht bei einem El Niño außergewöhnliche Trockenheit, während es an dem sonst trockenen östlichen Rand des Ozeans heftig regnen kann. Zu einem El Niño gehört aus heutiger Sicht auch, dass er als Teil eines Zyklus verstanden wird, in dem nach einer sogenannten &amp;quot;normalen&amp;quot; oder mittleren Zwischenphase ein kaltes Ereignis folgt, das La Niña heißt und auf das nach einer weiteren Zwischenphase der nächste El Niño kommt. Die Abstände zwischen zwei El-Niño-Ereignissen sind unregelmäßig und liegen meist bei 3-7 Jahren. Trotz intensiver Forschung gelingt es bislang nicht befriedigend, ein solches Ereignis zuverlässig vorherzusagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zirkulationsverhältnisse ===&lt;br /&gt;
[[Bild:ENSO-wetterlage.jpg|thumb|420px|Abb. 2: Die Zirkulationsverhältnisse bei &amp;quot;normaler&amp;quot; und El-Niño-Wetterlage. Bei &amp;quot;normaler&amp;quot; Wetterlage liegt der aufsteigende Ast der Walker-Zelle über dem Westpazifik und sorgt hier für reichlich Niederschläge, bei El-Niño-Wetterlage liegt er über dem Ostpazifik.]]&lt;br /&gt;
El Niño, La Niña (der Zustand mit gegenteiligen Anomalien) und die sogenannten [[Walker-Zirkulation|&amp;quot;normalen&amp;quot; Zwischenphasen]] sind Ereignisse des tropisch-pazifischen Wettergeschehens und entstehen aus der Wechselwirkung von [[Ozean im Klimasystem|Ozean]] und [[Atmosphäre im Klimasystem|Atmosphäre]]. Grundlegend sind die Zirkulationsverhältnisse von Atmosphäre und Ozean beiderseits des Äquators. Angetrieben durch die hochstehende Sonne kommt es hier zu der sogenannten [[Hadley-Zelle|Hadley-Zirkulation]], bei der am Äquator erwärmte Luftmassen [[Konvektion|aufsteigen]], sich in der Höhe polwärts bewegen, über den Wendekreisen wieder absinken, zum Äquator zurückströmen, hier konvergieren und wieder aufsteigen. Aufgrund der unterschiedlichen Land-Meer-Verteilung auf der Nord- und der Südhalbkugel ist die Zirkulation nicht ganz symmetrisch, so dass die Konvergenz nicht genau am Äquator, sondern bei 8-10 °N liegt. Die durch die Erddrehung bedingte [[Corioliskraft]] lenkt die von den Wendekreisen zum Äquator strömende Luft nach Westen ab, woraus auf der Nordhalbkugel der Nordost-[[Passate|Passat]] und auf der Südhalbkugel der Südost-Passat entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Passate]] treiben wiederum Meeresoberflächenströmungen an, die durch weitere Ablenkung in Äquatornähe als Nord- und Süd-Äquatorialstrom in Ost-West-Richtung fließen. Vor der südamerikanischen Westküste entsteht der Süd-Äquatorialstrom aus dem Humboldtstrom, der aus höheren Breiten kaltes Wasser mitführt, zunächst küstenparallel strömt und dann unter dem Einfluss des Südost-Passats nach Westen abdriftet. Diese Westdrift bewirkt, dass vor der Küste Perus aus der Tiefe kaltes Auftriebswasser nachströmt, das aufgrund seines hohen Nährstoffgehalts für den Fischreichtum der peruanischen Küstengewässer verantwortlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nach Westen geschobene Oberflächenwasser erwärmt sich zunehmend, und die Luft darüber nimmt durch [[Verdunstung]] Feuchtigkeit auf. Dadurch entsteht zum einen ein Temperaturunterschied in der Wasseroberflächentemperatur von nahezu 10° C ( bis zu 30° C im westlichen Pazifik und nur 20° C vor der peruanischen Küste). Zum anderen kommt es zu starken Niederschlägen über dem australisch-indonesischen Raum, da die warmen und feuchten Luftmassen über dem Westpazifik aufsteigen und sich abregnen. In der Höhe strömt diese Luft wieder nach Osten zurück, sinkt über dem Ostpazifik ab und fließt dann wieder nach Westen. Die über dem Ostpazifik absinkende Luft bewirkt hier ein sehr trockenes Klima bis hin zur Ausbildung von Wüsten im südamerikanischen Küstenstreifen. Diese quer zur Hadley-Zirkulation liegende atmosphärische Zirkulationszelle längs des Äquators wird als &amp;quot;[[Walker-Zirkulation|Walker-Zelle]]&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wassertransport durch die Passate nach Westen staut das Oberflächenwasser am pazifischen Westrand auf, wodurch der Meeresspiegel hier einen halben Meter höher liegt als vor der südamerikanischen Ostküste. In der Tiefe kommt es zu einer Schrägstellung der Thermokline, der Grenzfläche zwischen warmem Oberflächenwasser und kaltem Tiefenwasser, die im Osten dicht unterhalb der Meeresoberfläche bei 30 m Tiefe liegt, im Westen dagegen bei 150 m Tiefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Änderung der Zirkulationsverhältnisse ===&lt;br /&gt;
Während eines El-Niños ändern sich die Zirkulationsverhältnisse im äquatorialen Pazifik grundlegend. Der [[Luftdruck|Luftdruckgegensatz]] zwischen dem [[Tiefdruckgebiet|Tief]] über Indonesien und dem [[Hochdruckgebiet|Hoch]] im südöstlichen Pazifik schwächt sich ab bzw. kann sich sogar umkehren. Infolgedessen flauen die Passatwinde ab oder verschwinden völlig und werden durch Westwinde ersetzt. Die Abschwächung der Passatwinde setzt eine positive Rückkopplung in Gang. Durch den verringerten Windschub wird weniger Oberflächenwasser aus dem Ostpazifik nach Westen gedrückt und der Auftrieb des kalten, nährstoffreichen Wassers vor der peruanischen Küste reduziert. Die Folge ist eine Erwärmung der Kaltwasserzunge, die normalerweise von der südamerikanischen Westküste weit nach Westen reicht, um über 5 °C, wodurch der Temperaturgegensatz zwischen West- und Ostpazifik deutlich verringert wird und die Passate sich noch weiter abschwächen bzw. ganz aufhören zu wehen. Durch die Erwärmung hebt sich der Meeresspiegel im östlichen Pazifik um 20 cm an, und die Thermokline senkt sich um 50 m ab (die Thermokline ist in jener Tiefe zu finden, in der die Wassertemperatur am stärksten abnimmt). Auf dem Höhepunkt der Entwicklung kommt es zu einer Umkehr der [[Walker-Zirkulation]]. Durch die Erwärmung der Meeresoberflächentemperatur über dem Ostpazifik steigt feuchte Luft auf und bewirkt hier und über der südamerikanischen Küstenregion starke Niederschläge. Über dem Westpazifik, Australien und Indonesien dagegen bilden sich absinkende Luftmassen, die zu starker Trockenheit und [[Dürren]] führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Übergangsphase folgt auf ein El-Niño-Ereignis gewöhnlich eine La Niña. Dieses kalte Ereignis ist im wesentlichen durch eine Verstärkung des [[Walker-Zirkulation|&amp;quot;normalen&amp;quot; Zustands]] charakterisiert. Der Luftdruckgegensatz und der [[Gradient]] der Meeresoberflächentemperatur zwischen Öst- und Westpazifik verstärken sich. Das treibt die Passatwinde an, wodurch wiederum eine positive Rückkopplung in Gang gesetzt wird, mit weiter absinkender Meeresoberflächentemperatur vor der Ostküste Südamerikas, noch stärkeren Passatwinden usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grundlegenden Vorgänge von El-Niño- und La-Niña-Ereignissen sind heute bekannt. Vor allem gilt als gesichert, dass der zugrundeliegende Mechanismus durch Wechselwirkungen im tropischen Ozean-Atmosphäre-System bestimmt wird. Noch nicht endgültig geklärt sind allerdings die Ursachen dieser Wechselwirkungen, vor allem nicht der Phasenumschwung zu einem neuen El-Niño-Ereignis. Während über frühere große El-Niño-Ereignisse nur ungenügende Beobachtungsdaten vorliegen, die letztlich auch für die Validierung von Modellrechnungen, die ansonsten einen bedeutenden Beitrag für die Erforschung von El-Niño geleistet haben, entscheidend sind, ließ sich der [[El Niño 1997/98|&amp;quot;Jahrhundert&amp;quot;-El-Niño von 1997/98]] zum ersten Mal mit einem weitgespannten Beobachtungsnetz erfassen. Aus diesen Beobachtungen ließen sich weitere wichtige Erkenntnisse ableiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auswirkungen ===&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[ENSO Folgen]]&lt;br /&gt;
El Niño ist ein großräumiges Phänomen im äquatorialen Pazifik mit nahezu weltweiten Auswirkungen, wobei die dahinterstehenden Mechanismen trotz großer Fortschritte im Verständnis der Ursachen immer noch nicht endgültig geklärt werden konnten. Aus heutiger Sicht ist ein El-Niño-Ereignis charakterisiert durch &lt;br /&gt;
*eine ungewöhnliche Erhöhung der Meeresoberflächentemperaturen entlang des Äquators von der peruanischen Küste bis in den zentralen Pazifik, d.h. in jenem Gebiet, in dem normalerweise eine kalte Wasserzunge liegt. &lt;br /&gt;
*Zugleich ist der Südostpassat stark abgeschwächt oder sogar durch leichte Westwinde verdrängt. &lt;br /&gt;
*Im westlichen äquatorialen Pazifik, wo normalerweise reichliche Niederschläge fallen, herrscht bei einem El Niño außergewöhnliche Trockenheit, während es an dem sonst trockenen östlichen Rand des Ozeans heftig regnen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== La Niña ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
La Niña (spanisch für „das Mädchen“) tritt meist in Anschluss an ein El-Niño-Ereignis auf. La Niña ist sozusagen dessen Gegenteil. Ausgelöst wird sie durch überdurchschnittlich hohe Luftdruckunterschiede zwischen Südamerika und Indonesien. Dies führt zu stärkeren Passatwinden. Vom Passat wird im Pazifischen Ozean das warme Wasser an der Oberfläche nach Südostasien getrieben. Vor der Küste Perus strömt darum kaltes Wasser aus der Tiefe nach, das bis 3 °C unter der Durchschnittstemperatur liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auswirkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auswirkungen sind nicht so stark wie beim El Niño, aber La Niña hat trotzdem einen erheblichen Einfluss:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Im Westpazifik ist das Wasser an der Oberfläche wärmer. &lt;br /&gt;
*In Südostasien bringt La Niña durch Regen eine Abkühlung. &lt;br /&gt;
*In Südamerika regnet es hingegen weniger und die Wüsten dörren aus. &lt;br /&gt;
*In Nordamerika wird das Auftreten von [[Tropische Wirbelstürme|Hurrikanen]] begünstigt. &lt;br /&gt;
*Insgesamt treten jedoch weniger Naturkatastrophen auf als beim El Niño.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auftreten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
La Niña tritt meist im Anschluss an El Niño Ereignisse auf. &lt;br /&gt;
Zwischen 1988-1989 war ein besonders ausgeprägtes La Niña-Ereignis. Ebenso trat La Niña 1995, und zwischen 1999 und 2001 auf. Ein gemäßigtes La Niña-Ereignis begann sich ab Mitte 2007 zu entwickeln. 2010/11 gab es ebenfalls wieder ein starkes La Niña-Ereignis.&amp;lt;ref&amp;gt;NOAA: [http://www.esrl.noaa.gov/psd/enso/mei/ Multivariate ENSO Index] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterricht ==&lt;br /&gt;
* [http://www.enso.info/didaktik.html Didaktik] didaktische Hinweise und Materialien zum ENSO-Phänomen&lt;br /&gt;
* [http://www.educ.ethz.ch/unterrichtsmaterialien/geographie-umweltlehre/el-nino-lernaufgabe.html El Nino (Lernaufgabe)] Unterrichtseinheit zu El Niño und Küstenwüsten (ETH Zürich)&lt;br /&gt;
* [http://www.lehrer-online.de/el-nino.php El Niño, La Niña und ihre globalen Auswirkungen] Arbeitsmaterial bei lehrer-online&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.enso.info/ Das ENSO-Phänomen] umfangreiche Informationsplattform für den Geographieunterricht&lt;br /&gt;
* [http://www.pmel.noaa.gov/tao/elnino/nino-home.html NOAA El Niño Theme Page] El-Niño-Seite der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA)&lt;br /&gt;
* [https://www.esrl.noaa.gov/psd/enso/ El Niño/Southern Oscillation (ENSO)] NOAA-Seite mit aktuellen Daten und einer [http://www.cdc.noaa.gov/ENSO/enso.education.html Education-Seite]&lt;br /&gt;
* [http://esminfo.prenhall.com/science/geoanimations/animations/26_NinoNina.html El Niño/La Niña] Die Animation von [http://esminfo.prenhall.com/science/geoanimations/ Geoscience Animations] zeigt anschaulich die verschiedenen Phasen des ENSO-Phänomens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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==Klimadaten zum Thema==&lt;br /&gt;
{{Bild-links|Bild=SST SE-Pacific Diff2 RCP8.5 Jahr.jpg|Breite=200px}} &lt;br /&gt;
Klimadaten zum Thema selbst auswerten? Hier können Sie aus [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/klimawandel/ozean-und-klima/enso-el-nino-und-la-nina &#039;&#039;&#039;Globalen Daten&#039;&#039;&#039;] eigene Karten zur Veränderung der Wassertemperatur im Pazifik erzeugen.&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Hier finden Sie eine: [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/arbeitsanweisungen-panoply-263990 &#039;&#039;&#039;Anleitung zur Visualisierung der Daten&#039;&#039;&#039;].&lt;br /&gt;
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==Klimamodell-Experimente zum Thema==&lt;br /&gt;
Mit dem einfachen Klimamodell [http://mscm.dkrz.de/ &#039;&#039;&#039;Monash Simple Climate Model (MSCM)&#039;&#039;&#039;] können Experimente zur zukünftigen Entwicklung der Ozeantemperatur nach verschiedenen Szenarien durchgeführt werden, bei denen auch die künftigen Veränderungen in Europa erkennbar sind:&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/755860/b6fcecdf89ecde35e6956161edf4fffc/bedienungsanleitung-data.pdf Bedienungsanleitung] Kurzanleitung zur Nutzung des MSCM&lt;br /&gt;
* [http://mscm.dkrz.de/greb/cgi-bin/scny_i18n.py?activetab=undefined&amp;amp;scenario=102&amp;amp;variable=03&amp;amp;locale=DE Experimente zur Änderung der Ozeantemperatur nach verschiedenen Szenarien]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Schülerarbeiten zum Thema==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schülerarbeiten zum Thema des Artikels&#039;&#039;&#039; aus dem [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts Schulprojekt Klimawandel]:&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20211203072721/https://bildungsserver.hamburg.de/contentblob/10583008/089066dad7918dcee58908c1ee6d4fa2/data/2017-el-nino.pdf Das El-Niño-Phänomen und seine Folgen] (Schule am Burgfeld, Bad Segeberg, 2017)&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20200921084642/http://bildungsserver.hamburg.de/contentblob/9812550/1612c74ef46f6bb892a89ab31d387c8d/data/2016-klimawandel-el-nino.pdf Die Auswirkungen des anthropogenen Klimawandels auf das El Niño Phänomen] (Anne-Frank-Schule Brgteheide, 2016)&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756282/fcfef3b967d00ddf1061f2cf0e3767de/2006-el-nino-data.pdf El Niño] über den Einfluss des Klimawandels auf Niño (Johanneum zu Lübeck, 2006)&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Unterrichtsmaterial=[http://www.educ.ethz.ch/unterrichtsmaterialien/geographie-umweltlehre/el-nino-lernaufgabe.html El  Nino (Lernaufgabe)] Unterrichtseinheit zu El Niño und Küstenwüsten (ETH Zürich)&lt;br /&gt;
|Unterrichtsmaterial=[http://www.lehrer-online.de/el-nino.php El Niño, La Niña und ihre globalen Auswirkungen] Arbeitsmaterial bei lehrer-online&lt;br /&gt;
|Folge von=ENSO Erklärungsversuche&lt;br /&gt;
|verursacht=ENSO Folgen&lt;br /&gt;
|umfasst=El Niño 1997/98&lt;br /&gt;
|Beeinflusst von=Walker-Zirkulation&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Atmosphärische Zirkulation&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Dürren im Amazonasgebiet&lt;br /&gt;
|Beeinflusst=Walker-Zirkulation&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=ENSO und der anthropogene Treibhauseffekt&lt;br /&gt;
|einfach=ENSO (einfach)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, El Niño, Walker-Zirkulation, Atmosphärische Zirkulation, Anthropogener Treibhauseffekt, Ozean&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ozean]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=D%C3%BCrren_in_Kalifornien&amp;diff=32699</id>
		<title>Dürren in Kalifornien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=D%C3%BCrren_in_Kalifornien&amp;diff=32699"/>
		<updated>2025-01-05T05:09:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Schülerarbeiten zum Thema */  invaliden link ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Kalifornien Annheim Lake Dürre2015.jpg|thumb|440px|Abb. 1: Der Trinkwasserstausee Anaheim Lake in Kalifornien während der Dürre 2015]]&lt;br /&gt;
[[Bild:PDSI Kalifornien1950-2016.jpg|thumb|440px|Abb. 2: Der Palmer Drought Severity Index (PDSI) für Kalifornien im Dezember von 1950 bis 2016]]&lt;br /&gt;
==Aktuelle Dürren==&lt;br /&gt;
Versteht man als extreme Dürre einen Zustand, bei dem die Bodenfeuchte in dem entsprechenden Jahr auf weniger als 10 % des langjährigen Durchschnitts (z.B. der Jahre 1951-1999) fällt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cayan 2010&amp;quot;&amp;gt;Cayan, D.R., et al. (2010): Future dryness in the southwest US and the hydrology of the early 21st century drought, Proc. Natl. Acad. Sci. U. S. A., 107, 21,271–21,276, doi:10.1073/pnas.0912391107&amp;lt;/ref&amp;gt; dann gab es  im Südwesten der Vereinigten Staaten in den letzten 100 Jahren mindestens 17 solcher Jahre mit extremen Dürren, wovon neun bereits im neuen Jahrhundert lagen. Eine in den USA verbreitete Methode zur Klassifizierung von Dürren ist der [[Palmer drought severity index]] oder PDSI, bei dem Temperatur- und Niederschlags-Informationen benutzt werden, um den Dürregrad zu bestimmen. Der PDSI reicht von über 4 für &amp;quot;extrem feucht&amp;quot; bis unter -4 für &amp;quot;extrem trocken&amp;quot;. Wie Abb. 2 für Kalifornien zeigt, waren die Dürrejahre 2014 und 2015 extrem trocken und übertrafen sämtliche trockenen Jahre seit Mitte des 20. Jahrhunderts deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Dürre 2012-2016 war eine der extremsten und längsten Dürren der letzten Jahrzehnte, wahrscheinlich sogar die stärkste Dürre im letzten Jahrtausend. Schon die erste Phase der Dürre von 2012 bis 2014 wurde als ein Ereignis bewertet, das nur alle 6 000 bis 10 000 Jahre vorkommt und allenfalls mit der mittelalterlichen Megadürre 979-981 vergleichbar ist. Unter Einbeziehung des folgenden Jahres 2015 ist die Dürre 2012-2015 (die sich zudem noch bis in das Jahr 2016 fortsetzte&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wang 2017&amp;quot;&amp;gt;Wang, S.-Y., Yoon, J., Gillies, R. R. and Hsu, H.-H. (2017): The California Drought: Trends and Impacts, in: Climate Extremes: Patterns and Mechanisms (eds S.-Y. S. Wang, J.-H. Yoon, C. C. Funk and R. R. Gillies), doi: 10.1002/9781119068020.ch13&amp;lt;/ref&amp;gt;) absolut einzigartig und lässt sich auf der Grundlage von Paläodaten keiner Wiederkehrperiode mehr zuordnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Robeson 2015&amp;quot;&amp;gt;Robeson, S. M. (2015): Revisiting the recent California drought as an extreme value, Geophys. Res. Lett., 42, 6771–6779, doi:10.1002/2015GL064593&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Diffenbaugh 2015&amp;quot;&amp;gt;Diffenbaugh, N.S., D.L. Swain, and D. Touma (2015): Anthropogenic warming has increased drought risk in California, PNAS Early Edition, www.pnas.org/cgi/doi/10.1073/pnas.1422385112&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Antrieb für die Dürren in den Jahren 2012-2015/16 waren die ungewöhnlich geringen Niederschläge. So fielen in dem an sich niederschlagsreichen Winter von Dezember 2013 bis Februar 2014 nur 50 mm Niederschlag (gegenüber einem Mittelwert von 265 mm im 20. Jahrhundert), die den Winter 2013/14 zum regenärmsten Winter seit 1895 machten. Dadurch kam es zu einer Austrocknung der Vegetation und des Bodens. Hinzu kam eine anhaltende Erwärmung seit den 1970er Jahren. So lagen die Temperaturen in Kalifornien in den Jahren 2014 und 2015 im Sommer um ca. 2 °C über dem Mittel von 1970-2000.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NOAA NCDC&amp;quot;&amp;gt;Daten nach  NOAA National Centers for Environmental Information: [https://www.ncdc.noaa.gov/cag/ Climate at a Glance]&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die hohen Temperaturen bewirkten eine stärkere Verdunstung und damit weitere Austrocknung und ließen in den höheren Lagen der Küstenkette und der Sierra Nevada den Schnee, der im Frühjahr und zum Sommeranfang als Wasserspeicher fungiert, zunehmend als Regen fallen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Westerling 2016&amp;quot;&amp;gt;Westerling, A.L. (2016): [http://dx.doi.org/10.1098/rstb.2015.0178 Increasing western US forest wildfire activity: sensitivity to changes in the timing of spring], Phil. Trans. R. Soc. B 371: 20150178&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Zusammenfall von Trockenheit und hohen Temperaturen, die die die Trockenheit verstärkten, führte in Kalifornien zu Dürren, die als „hot droughts“ („heißen Dürren“) bezeichnet werden, welche in jüngster Zeit immer häufiger vorgekommen sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Swaine 2015&amp;quot;&amp;gt;Swain, D. L. (2015): A tale of two California droughts: Lessons amidst record warmth and dryness in a region of complex physical and human geography, Geophys. Res. Lett., 42, 9999–10,003, doi:10.1002/2015GL066628&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
[[Bild:H-NO-Pazifik2013-14.jpg|thumb|440px|Abb. 3: Lage des Hochdruck-Rückens im Winter 2013/14 bei 200 hPa (X=Zentrum des Hochs)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnee spielt eine wichtige Rolle in der Hydrologie in der Sierra Nevada mit Auswirkungen auch auf das Kalifornische Längstal. 70 % des Abflusses aus der Sierra Nevada entstammen der Schneeschmelze. In den Jahren 1985-2015 lag die mittlere Schneetiefe gemessen in Wasseräquivalente bei 38 cm. Im Winter 2014/15 fielen dagegen nur 6 cm Schnee, und zwar hauptsächlich in höheren Lagen, während er darunter weitgehend als Regen fiel. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Margulis 2016&amp;quot;&amp;gt;Margulis, S. A., G. Cortés, M. Girotto, L. S. Huning, D. Li, and M. Durand (2016): Characterizing the extreme 2015 snowpack deficit in the Sierra Nevada (USA) and the implications for drought recovery, Geophys. Res. Lett., 43, 6341–6349, doi:10.1002/2016GL068520.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei 81 % der Messstationen in allen Pazifikstaaten der USA zusammen genommen war die Schneemenge im Jahr 2015 die geringste, die je gemessen wurde; an 111 Stationen fiel überhaupt kein Schnee. Es gab in der Sierra Nevada sogar Stationen in 2800 m Höhe, die keinen Schnee hatten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mote 2016&amp;quot;&amp;gt;Mote, P. W., D. E. Rupp, S. Li, D. J. Sharp, F. Otto, P. F. Uhe, M. Xiao, D. P. Lettenmaier, H. Cullen, and M. R. Allen (2016): Perspectives on the causes of exceptionally low 2015 snowpack in the western United States, Geophys. Res. Lett., 43, 10,980–10,988, doi:10.1002/2016GL069965&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der geringe Schneefall und die hohen Temperaturen sind sehr wahrscheinlich auf den anthropogenen Klimawandel zurückzuführen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abatzoglou 2016&amp;quot;&amp;gt;Abatzoglou, J.T.,  and  A.P. Williams (2016): Impact of anthropogenic climate change on wildfire across western US forests, PNAS 113, 111770-11775, www.pnas.org/cgi/doi/10.1073/pnas.1607171113&amp;lt;/ref&amp;gt; Schwieriger sind die Gründe für den geringen Niederschlag zu bestimmen, da hier verschiedene Einflussfaktoren zusammenkommen. Unmittelbare Ursache waren besondere Bedingungen der atmosphärischen Zirkulation mit einem massiven Hochdruckrücken im Golf von Alaska und einem starken Tiefdruckgebilde über dem Nordosten Nordamerikas (Abb. 3). Das Hoch blockierte die Sturmtiefs, die normalerweise im Winter vom Pazifik Richtung Kalifornien ziehen und die winterlichen Niederschläge bringen. Dieses atmosphärische Muster hat sich nach Untersuchungen auch schon in den 18 trockensten kalifornischen Wintern seit den 1950er Jahren gezeigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lin 2017&amp;quot;&amp;gt;Lin, Y.-H., L.E. Hipps, S.-Y.S. Wang, and J.-H. Yoon (2017): Empirical and modeling analyses of the circulation influences on California precipitation deficits, Atmos. Sci. Let. 18: 19–28, DOI: 10.1002/asl.719&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Ursachen für diese ungewöhnliche Situation werden sowohl natürliche Schwankungen wie z.B. das ENSO-Phänomen als auch Folgen der globalen Erwärmung wie die Ausdehnung der Hadley-Zelle oder das Abschmelzens des arktischen Meereises diskutiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Swain 2015&amp;quot;&amp;gt;Swain, D. L. (2015): A tale of two California droughts: Lessons amidst record warmth and dryness in a region of complex physical and human geography, Geophys. Res. Lett., 42, 9999–10,003, doi:10.1002/2015GL066628&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Yoon 2015&amp;quot;&amp;gt;Yoon, J.-H. et al. (2015): Increasing water cycle extremes in California and relation to ENSO cycle under global warming. Nat. Commun. 6:8657 doi: 10.1038/ncomms9657&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Wang et al. (2014)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wang 2014&amp;quot;&amp;gt;Wang, S.-Y. , L. Hipps, R.R. Gillies, and J.-H. Yoon (2014): Probable causes of the abnormal ridge accompanying the 2013–2014 California drought: ENSO precursor and anthropogenic warming footprint, Geophysical Research Letters 41, doi: 10.1002/2014GL059748&amp;lt;/ref&amp;gt; wird dieses Zirkulationsmuster von Meeresoberflächentemperaturen im Pazifik angetrieben, die einem El Niño um ein Jahr vorauseilen. Historisch gesehen habe sich die Verknüpfung zwischen ENSO und dem Hochdruck-System im Golf von Alaska und damit den Dürren im Südwesten der USA in den letzten Jahrzehnten verstärkt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Yoon 2015&amp;quot; /&amp;gt; Ursache könnte der Antrieb durch die Zunahme von Treibhausgasen in der Atmosphäre sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Autoren heben den Einfluss des Abschmelzens des Arktischen Meereises durch den Klimawandel hervor: Dadurch würde sich der Polarjet abschwächen, was wiederum die Entstehung von weit nach Norden bzw. Süden verschobenen quasistationären Hoch- und Tiefdruckzellen zur Folge habe, wie sie für die kalifornische Dürreperiode 2012-2016 typisch waren. Mit der Verringerung der Meereisausdehnung wäre also ein weiterer Einflussfaktor auf die jüngsten Dürren in Kalifornien durch den Klimawandel bedingt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wang 2017&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Projektionen==&lt;br /&gt;
[[Bild:California dry events 2070.jpg|thumb|440px|Abb. 4: Extreme Dürreereignisse in Kalifornien bis in die 2070er Jahre in Ereignisse pro Jahrzehnt ]]&lt;br /&gt;
Kalifornien war in seiner Geschichte häufig von Dürren betroffen, bis hin zu den Megadürren des Mittelalters. Dennoch können die hydrologischen Veränderungen, d.h. Veränderungen in dem Verhältnis von Niederschlag und Verdunstung, in den letzten 50 Jahren nicht gänzlich durch natürliche Schwankungen erklärt werden, sondern zeigen die Spuren des anthropogenen Klimawandels.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cayan 2010&amp;quot; /&amp;gt; Das machen nicht zuletzt Projektionen von Klimamodellen deutlich. Nach Diffenbaugh (2015) wird sich die Häufigkeit des Zusammentreffens von extrem warmen und extrem trockenen Bedingungen in den folgenden Jahrzehnten gegenüber früheren Jahrhunderten mehr als verdoppeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Diffenbaugh 2015&amp;quot; /&amp;gt; Eine Auswertung der Ergebnisse von 17 aktuellen Klimamodellen kommt zu dem Ergebnis, dass sowohl bei dem hohen Szenario RCP8.5 wie bei dem gemäßigten Szenario RCP4.5 in der 2. Hälfte des 21. Jahrhunderts die Bodentrockenheit im Südwesten der USA die Verhältnisse der mittelalterlichen Megadürren im Zeitraum 1100-1200 deutlich übertreffen wird. Die Modelle zeigen, dass es sich dabei in erster Linie um eine Reaktion auf die Erwärmung durch mehr Treibhausgase in der Atmosphäre handeln wird, weniger um Veränderungen in der Dynamik von Atmosphäre und Ozean. Der Hauptantrieb der Austrocknung des Bodens ist die verstärkte potentielle Verdunstung durch gestiegene Temperaturen.&amp;lt;ref&amp;gt;Cook, B.I., T.R. Ault, J.E. Smerdon (2015): [http://advances.sciencemag.org/content/1/1/e1400082.full.pdf Unprecedented 21st century drought risk in the American Southwest and Central Plains]. Science Advances 1, e1400082&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Globale Zirkulationsmodelle sagen eine langfristige Abnahme der Wasserverfügbarkeit im Südwesten der USA bis zum Ende des 21. Jahrhunderts vor allem im Frühling voraus. Untersuchungen mit hochauflösenden Regionalmodellen unterstützen das Ergebnis. Im Winter werden die Niederschläge im Südwesten der USA dagegen eher zunehmen. Hintergrund sind Veränderungen der globalen Zirkulationsmuster. Im Winter wird sich nach  Modellsimulationen das Alëuten-Tief verstärken, was zu stärkeren Tiefdruckbahnen von Südwesten Richtung kalifornische Küste führt. Im Frühjahr dagegen wird sich in Zukunft das subtropische Hoch als Folge einer Ausdehnung der Hadley-Zelle verstärken und Richtung Westküste der USA ausweiten. Solche Hochdrucklagen führen zu einer Abnahme der Niederschläge und Zunahme der Verdunstung und damit zu mehr Trockenheit im Südwesten der USA.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gao 2014&amp;quot;&amp;gt;Gao, Y., L. R. Leung, J. Lu, Y. Liu, M. Huang, and Y. Qian (2014): Robust spring drying in the southwestern U.S. and seasonal migration of wet/dry patterns in a warmer climate, Geophys. Res. Lett., 41, doi:10.1002/2014GL059562&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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				&amp;lt;div class=&amp;quot;inhalt&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Klimadaten zum Thema==&lt;br /&gt;
{{Bild-links|Bild=P in Niederschlag Nordamerika rcp85 d.png|Breite=200px}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimadaten zum Thema selbst auswerten? Hier können Sie aus [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/nordamerika &#039;&#039;&#039;Regionaldaten zum Klimawandel in Nordamerika&#039;&#039;&#039;] eigene Karten erzeugen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier finden Sie eine: [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/arbeitsanweisungen-panoply-263990 &#039;&#039;&#039;Anleitung zur Visualisierung der Daten&#039;&#039;&#039;].&lt;br /&gt;
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==Schülerarbeiten zum Thema==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schülerarbeiten zum Thema des Artikels&#039;&#039;&#039; aus dem [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts Schulprojekt Klimawandel]:&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/745136/4e251e416270e1d1577da8820e40dcd8/2015-wasserknappheit-in-kalifornien-data.pdf Wasserknappheit in Kalifornien] Inwiefern beeinflusst der Klimawandel die Dürre in Kalifornien und welche Folgen resultieren daraus? (Cesar Klein Schule, Ratekau)&lt;br /&gt;
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==Bildergalerie zum Thema==&lt;br /&gt;
* Bilder zu: [[Dürren_(Bilder)#D.C3.BCrren_in_Kalifornien|Dürren in Kalifornien]] &lt;br /&gt;
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== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Regionales Beispiel von=Dürren&lt;br /&gt;
|Regionales Beispiel von=Wetterextreme und Klimawandel&lt;br /&gt;
|Bildergalerie=Dürren (Bilder)&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=Sahel-Dürre&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=Dürren im Amazonasgebiet&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=Dürren in Europa&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Wälder im Klimawandel: Nordamerika&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Wasserprobleme und Klimawandel in Kalifornien&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Klimaänderungen in Nordamerika&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Klimaprojektionen Nordamerika&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Hitzewellen in Nordamerika&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Dürren, Wetterextreme, Klimawandel, Sahel-Dürre, Wasserprobleme Kalifornien, Klimaänderungen Nordamerika, Klimaprojektionen Nordamerika, Extremereignisse, Regionale Klimafolgen&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Extremereignisse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regionale Klimafolgen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Industrielle_Revolution&amp;diff=32661</id>
		<title>Industrielle Revolution</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Industrielle_Revolution&amp;diff=32661"/>
		<updated>2024-12-26T18:52:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Die Soziale Frage im 21. Jahrhundert  */  erg. =&amp;gt; ref zu Umverteilung =  Jürgen Borchert: Von Bismarck lernen - Sozialreform als Chance)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:IndustrielleRevolution.jpg|thumb|right|520px|Das Industriezeitalter&amp;lt;ref name=&amp;quot;BMU&amp;quot;&amp;gt;BMU-Broschüre: [http://www.boell.de/sites/default/files/assets/boell.de/images/download_de/oekologie/broschuere_dritte_industr_rev.pdf#page=014 Die dritte industrielle Revolution - Aufbruch in ein ökologisches Jahrhundert (Seite 14 von 148 der PDF-Datei),] Tabelle &amp;quot;Von der Ersten zur Dritten Industriellen Revolution&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;HBS&amp;quot;&amp;gt; Heinrich Böll Stiftung: [http://www.boell.de/sites/default/files/Endf_Nachhaltige_Industriepolitik_komplett.pdf#page=24 Nachhaltige Industriepolitik (Tabelle S. 22 = Seite 24 von 76 der PDF-Datei)]&amp;lt;/ref&amp;gt; - die [[#Epochen der Primärenergieträger|Epochen der Primärenergieträger]]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
a) Erste Industrielle Revolution und Soziale Frage im 19. Jahrhundert&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) Zweite Industrielle Revolution und Soziale Frage im 20. Jahrhundert &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) Dritte Industrielle Revolution und Soziale Frage im 21. Jahrhundert&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe hierzu auch die [[#Grafik:_Entwicklung_der_CO2-Emissionen_im_Industriezeitalter|Grafik: Entwicklung der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen im Industriezeitalter]] ]][[Datei:FossileEnergie1850-2007.jpg|thumb|right|520px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter &#039;&#039;&#039;Industrielle Revolution&#039;&#039;&#039; versteht man die rasche industrielle Umgestaltung der Arbeits- und Sozialordnung in Europa im 19. Jahrhundert. Mit dieser Epoche beginnt das Industriezeitalter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Verlauf des Industriezeitalters zu verzeichnenden menschlichen Aktivitäten - namentlich der hohe Verbrauch fossiler Brennstoffe durch eine explosionsartig gestiegene Weltbevölkerung - sind nach dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Kenntnisstand ursächlich für die [[Klimawandel|globale Erwärmung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Club_of_Rome&amp;quot;&amp;gt;Mit Blick auf diese Zusammenhänge appelliert der [https://www.clubofrome.org/ Club of Rome] an die politischen Entscheidungsträger, in der Bevölkerung ggf. durch finanzielle Anreize ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass jede/r Einzelne durch eine verantwortungsvolle Familienplanung (ideal wäre die freiwillige Selbstbeschränkung auf 1&amp;amp;nbsp;Kind pro Paar) einen wichtigen Beitrag leisten kann hin zu einer nachhaltigen Entwicklung, die den nur begrenzt verfügbaren Ressourcen Rechnung trägt. - Vgl. bspw. Spiegel online (13.09.2016): [http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/club-of-rome-bericht-fordert-belohnung-fuer-kinderlose-frauen-a-1112145.html Club of Rome: Forscher fordern Belohnung für kinderlose Frauen]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist zu befürchten, dass die globale Erwärmung negative Auswirkungen auf die internationale Sicherheit hat: der Klimawandel ist nach Einschätzung der Europäischen Kommission ein Bedrohungsmultiplikator, das heißt bestehende Tendenzen, Spannungen und Instabilität können sich dadurch ggf. noch verschlimmern (Ressourcenkonflikte, Zunahme von Katastrophen durch [[:Kategorie:Extremereignisse|Extremereignisse]], umweltbedingte Migration).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klimawandel_und_internationale_Sicherheit&amp;quot;&amp;gt;Bericht der Europäischen Kommission für den Europäischen Rat (14.03.2008): [http://www.consilium.europa.eu/uedocs/cms_data/docs/pressdata/de/reports/99391.pdf Klimawandel und internationale Sicherheit] (PDF; 11 Seiten) &amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der WBGU sieht die globale Erwärmung als &amp;quot;Risikoverstärker&amp;quot; (WBGU 2007: Sicherheitsrisiko Klimawandel). &amp;lt;ref name=Sicherheitsrisiko_Klimawandel&amp;gt;Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU): [https://www.wbgu.de/de/publikationen/publikation/welt-im-wandel-sicherheitsrisiko-klimawandel Welt im Wandel – Sicherheitsrisiko Klimawandel], Berlin, Heidelberg 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Zum Thema &amp;quot;Klimaflüchtlinge&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Genfer_Flüchtlingskonvention&amp;quot;&amp;gt;Beachte hierzu den Hinweis von Andrea Naica-Loebell (tp vom 22.01.2018) auf die im vorliegenden Zusammenhang  nicht greifende, weil sehr eng gefasste Definition des Begriffs &amp;quot;Flüchtling&amp;quot; der Genfer Flüchtlingskonvention:&lt;br /&gt;
[https://web.archive.org/web/20240204121310/https://www.telepolis.de/features/Klimawandel-und-immer-mehr-Migration-3946382.html?seite=all Klimawandel und immer mehr Migration]&amp;lt;/ref&amp;gt; siehe: [[Klimawandel und Migration‎‎]]&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsdefinitionen (Epochenbegriff / Prozessbegriff) ==&lt;br /&gt;
=== Definition Industrielle Revolution ===&lt;br /&gt;
Der (als eurozentristisch&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eurozentrismus&amp;quot;&amp;gt;Vgl. (Wikipedia) [http://de.wikipedia.org/wiki/Eurozentrismus Eurozentrismus]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Arundhati Roy&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu in [https://web.archive.org/web/20130228121629/http://www.zeit.de/2011/51/Interview-Roy/komplettansicht DIE ZEIT, 15.12.2011 Nr. 51 (&amp;quot;Europa ist nur der Anfang&amp;quot;)] die indische Schriftellerin Arundhati Roy:&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;»[...] Während Europa einst für sich seine Ideen von Freiheit und Gleichheit &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;*)&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; entwickelte, kolonisierte es andere Länder, beging Völkermorde und praktizierte Sklaverei – und das in unvorstellbaren Dimensionen. Ganze Völker wurden vernichtet. Die Belgier brachten im Kongo zehn Millionen Menschen um. Die Deutschen rotteten in Westafrika die Hereros aus. [...] Die Völkermorde dienten der Rohstoffbeschaffung für eine industrielle Revolution, die den westlichen Kapitalismus begründete und mit ihm den materiellen Überschuss produzierte, auf dessen Basis die Ideen der modernen Demokratie entstanden. Dieser Kapitalismus aber hat unsere heutige Krise geschaffen, die sowohl ökonomischer wie ökologischer Natur ist. [...]«&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;*) &#039;&#039;Vgl. hierzu (Freiheit und Gleichheit): Hans von Scheel, [https://books.google.de/books?id=-tlLAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA16 Die Theorie der sozialen Frage, Jena 1871, S. 16]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; zu kritisierende) Begriff &#039;&#039;Industrielle Revolution&#039;&#039;, der von Friedrich Engels&amp;lt;ref name=&amp;quot;Textdokumente&amp;quot;&amp;gt;Friedrich Engels: Die Lage der arbeitenden Klasse in England (1845) - online abrufbar bei: [http://www.textlog.de/en-england-revolution.html textlog.de] oder [http://www.projekt-gutenberg.org/engels/dielage/chap003.html Projekt Gutenberg-DE]&amp;lt;/ref&amp;gt; und dem französischen Nationalökonomen Adolphe Jérôme Blanqui&amp;lt;ref name=&amp;quot;Blanqui&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu die Kritik von [http://books.google.de/books?id=-dXoQdkB8OMC&amp;amp;pg=PA257 Toni Pierenkemper (&amp;quot;Technik in der Industriellen Revolution&amp;quot;) Seite 257 ff. in: Die technikhistorische Forschung in Deutschland von 1800 bis zur Gegenwart], - Wolfgang König, Helmut Schneider (Hrsg.), kassel university press GmbH, 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--- &amp;lt;ref name=&amp;quot;Epochenbegriff&amp;quot;&amp;gt;Reinhold Würth (Uni Karlsruhe): [http://www.wuerth.de/de/wuerth/akademie/iep/de/V5WS0203.pdf Entwicklung des Unternehmertums seit der Frühindustrialisierung (Seite 3 f. von 18 der PDF-Datei)]&amp;lt;/ref&amp;gt; ---&amp;gt;&lt;br /&gt;
geprägt wurde, hat zwei verschiedene Bedeutungsebenen (einerseits &#039;&#039;Prozessbegriff&#039;&#039; und andererseits &#039;&#039;Epochenbegriff&#039;&#039;), die allerdings in der Literatur häufig nicht bzw. nicht deutlich voneinander getrennt werden.&lt;br /&gt;
# Bei Verwendung als &#039;&#039;&#039;Prozessbegriff&#039;&#039;&#039; liegt der Fokus auf dem technischen Fortschritt&amp;lt;ref name=“Metz“&amp;gt;Vgl. hierzu auch: [https://books.google.de/books?id=NjshAQAAIAAJ Karl H. Metz: Ursprünge der Zukunft • Die Geschichte der Technik in der westlichen Zivilisation], Schöningh, 2006, ISBN 3506729624, 9783506729620 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;&#039;(technischer Wandel)&#039;&#039;&#039;, d. h. der Begriff Industrielle Revolution ist in diesem Fall (lediglich) ein Synonym für den &#039;&#039;Prozessbegriff&#039;&#039; Industrialisierung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichtswissenschaft&amp;quot;&amp;gt;Stefan Jordan, [http://books.google.de/books?id=HAEz0CQzm8MC&amp;amp;pg=PA116&amp;amp;lpg=PA116&amp;amp;dq=epochenbegriff+prozessbegriff&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=AEVqEs6nrY&amp;amp;sig=04QgIBHySxMEj2MQQkv5MATpwg0&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=2QiPTbbjGYXOswbTt7yFCg&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=14&amp;amp;ved=0CE0Q6AEwDQ Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft, Seite 116]: &#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;Industrialisierung&#039; ist ein Prozessbegriff, weil er einen bestimmten Zeitpunkt als Anfang einer historischen Veränderung benennt [...] und den Zeitraum seither umfasst [...].  Die Epoche der Industrialisierung in England umschließt also einen Zeitraum von bislang etwa 250 Jahren. [...]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. den Eintrag bei wikiweise.de: [https://archive.ph/l5gG5 Industrialisierung (...) Begrifflichkeit] (Memento vom 7 Jul 2013)&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Begriffsdefinitionen&amp;quot; &amp;gt;Zu der in der Literatur für den (epochenübergreifenden) Prozessbegriff &amp;quot;Industrialisierung&amp;quot; vorgenommenen Einteilung in zeitliche Abschnitte (3 bzw. 5 &amp;quot;Phasen&amp;quot;) vgl. (Wikipedia): [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Industrialisierung&amp;amp;oldid=80832805 Industrialisierung &amp;lt;small&amp;gt;(in der Version vom 28. Oktober 2010 um 15:02 Uhr)&amp;lt;/small&amp;gt;] sowie HINWEIS + Aufgaben in ZUM-Wiki (kompetenzorientierte Didaktik): [https://archive.ph/ks1mU#selection-3403.0-3403.1 Industrielle Revolution und soziale Frage im 19. Jahrhundert] (Memento vom 24 Aug 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Bei Verwendung als &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Epochenbegriff&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; hingegen steht der &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Gesellschaftswandel&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; im Fokus (mit anderen Worten: zentraler Aspekt sind in diesem Fall die sozio-ökonomischen Veränderungen, also die gesellschaftlichen resp. sozialen Begleitumstände und Folgen der technischen Neuerungen):&lt;br /&gt;
#: &#039;&#039;Der historische Fachausdruck &#039;&#039;(erste) »Industrielle Revolution«&#039;&#039; (häufig im Kontext mit dem Ausdruck  &#039;&#039;»Soziale Frage«&#039;&#039;) bezeichnet den sozial spannungsreichen Gesellschaftsumbruch von der Agrargesellschaft zur Industriegesellschaft &#039;&#039;(plakativ/anschaulich: Gesellschaftswandel vom Ackerbau zum Autobau)&#039;&#039;, ausgelöst durch den damaligen technischen Fortschritt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Definition Soziale Frage ===&lt;br /&gt;
::::: &amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Kurz-Definition&#039;&#039;&#039; (und zugleich wichtiger Merksatz):&amp;lt;/span style&amp;gt; &#039;&#039;&#039;[https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Social_question&amp;amp;oldid=1251950909  Der Begriff Soziale Frage bezeichnet den Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit.&#039;&#039;&#039;] (en:WP; dort bitte die Fußnoten 1 bis 4 beachten!)&lt;br /&gt;
::::: Anmerkung: Noch etwas pointierter bzw. deutlicher die Definition des Soziologen Klaus Dörre: [...] Soziale Frage = &amp;quot;Konflikt zwischen Unten und Oben, &amp;lt;zwischen&amp;gt; Arbeit und Kapital&amp;quot; [...] &amp;lt;ref name=&amp;quot;Dörre&amp;quot;&amp;gt; [https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/soziologe-afd-definiert-die-soziale-frage-um-li.365807 Soziologe: AfD definiert die soziale Frage um] - Berliner Zeitung vom 04.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;u&amp;gt;allgemeingültige&amp;lt;/u&amp;gt; (für alle historischen Epochen jeweils gleichermaßen geltende) Definition des Begriffs &#039;&#039;&amp;quot;Soziale Frage&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Engelhardt&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;question sociale&amp;quot;&amp;gt;Der Begriff »Soziale Frage« hat seinen Ursprung im französischen Sprachraum (&amp;quot;[http://fr.wikipedia.org/wiki/Question_sociale question sociale]&amp;quot;) - vgl. bspw. [http://books.google.de/books?id=k6ELXfOP-sUC&amp;amp;pg=PA104 Karl Hohmann, Horst Friedrich Wünsche: Grundtexte zur Sozialen Marktwirtschaft Bd. II • Das Soziale in der Sozialen Marktwirtschaft, Seite 103 ff. mit weiteren Nachweisen] (Hrsg.: Ludwig-Erhard-Stiftung e.V.) &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Arbeiterfrage&amp;quot;&amp;gt;Im deutschen Sprachraum wurde in der politischen Debatte seinerzeit (im 19. Jahrhundert) häufig auch der (weitgehend) sinngleiche Ausdruck »die Arbeiterfrage« verwendet - vgl. [http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=115038 Meyers Konversationslexikon, Vierte Auflage, 1885-1892, 15. Band: Soziale Frage]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitungsschreiberphrase&amp;quot;&amp;gt;Karl Marx kritisierte den Begriff &#039;die soziale Frage&#039; als Zeitungsschreiberphrase - vgl.: [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kritik_des_Gothaer_Programms&amp;amp;oldid=135513747#III._Abschnitt &amp;quot;Kritik des Gothaer Programms&amp;quot;] &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Becher&amp;quot;&amp;gt;Zur Begriffsgeschichte vgl. Heribert J. Becher (Katholische Universität Eichstätt, Fakultät für Sozialwesen): [http://www.ssoar.info/ssoar/bitstream/handle/document/24766/ssoar-soziprobleme-1996-h_2-becher-thesen_zur_verwendung_der_konzepte.pdf?sequence=1 Thesen zur Verwendung der Konzepte „Soziales Problem“ und „Soziale Frage“ in Deutschland] in: Soziale Probleme, 7. Jg., 1996  Seite 148 - 160, dort insbesondere Seite 150 ff. &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Hammerschmidt_Sagebiel&amp;quot;&amp;gt;Kurze Zusammenfassung der Geschichte der sozialen Frage ab Mitte des 19. Jahrhunderts: &amp;lt;br /&amp;gt;a) Peter Hammerschmidt, Juliane Sagebiel (Hrsg.): [http://books.google.de/books?id=O9OEssXgzK8C&amp;amp;pg=PA9 Die Soziale Frage zu Beginn des 21. Jahrhunderts, AG SPAK Bücher, 2011, Seite 9 ff.]; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) Buchbesprechung zum o. a. Sammelband von Knut Lambertin (Gegenblende vom 15.09.2011): [http://gegenblende.dgb.de/artikel/++co++0b6f2ba0-5ed2-11e6-bafb-525400e5a74a#page=340  Was ist heute die soziale Frage? (Seite 340 in GEGENBLENDE Jahrbuch 2011; (PDF, 6 MB, 425 Seiten) ]&amp;lt;/ref&amp;gt; lautet wie folgt:  &#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;[...] Die Soziale Frage bezeichnet den wachsenden Gegensatz von massiven Einkommens- und Vermögensgewinnen für Kapitaleigner und sich verschlechternden Lebensbedingungen&amp;lt;ref name=&amp;quot;DIW 4/2009&amp;quot;&amp;gt;Eine derartige Entwicklung ist dokumentiert in DIW Nr. 4/2009 (die Vermögensverteilung in Deutschland betreffend): https://www.youtube.com/watch?v=CFrn2JYAdJw -- anschaulich erklärt von Georg Schramm (&amp;quot;Neues aus der Anstalt&amp;quot; vom 27.01.2009)&amp;lt;/ref&amp;gt; für die Mehrheit der Durchschnittsverdiener &amp;lt;small&amp;gt;(in der Soziologie häufig auch bezeichnet als [https://web.archive.org/web/20230923180204/https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/politiklexikon/18223/soziale-frage/ &amp;quot;die arbeitende Klasse&amp;quot;])&amp;lt;/small&amp;gt;. [...]&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Welfens&amp;quot;&amp;gt;In Anlehnung an Paul J.J. Welfens: [http://books.google.de/books?id=TmfKxlcTgBEC&amp;amp;pg=PA612&amp;amp;lpg=PA612&amp;amp;dq=%22Soziale+Frage%22+Massenarbeitslosigkeit&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=MJcBV8Viu1&amp;amp;sig=Eb3a5OMr_1y-3cLOeUSxcflQA_M&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=BGJPTPn4KsyosAbOksiOAQ&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=45&amp;amp;ved=0CKIBEOgBMCw#v=onepage&amp;amp;q=%22Soziale%20Frage%22%20Massenarbeitslosigkeit&amp;amp;f=false Grundlagen der Wirtschaftspolitik, Seite 612] (Springer-Verlag Berlin Heidelberg, 2008)&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Salomon&amp;quot;&amp;gt;In ihrem 1921 publizierten Lehrbuch &amp;quot;Leitfaden der Wohlfahrtspflege&amp;quot; gibt Alice Salomon (1872-1948) nach einer kurzen Erläuterung zur Bedeutung des Wortes »sozial« folgende Begriffsdefinition (ZITAT): &#039;&#039;&amp;quot;In dem Sinne hat man als soziale Frage den Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit, zwischen Unternehmer und Arbeiter bezeichnet; [...].&amp;quot;&#039;&#039; - Siehe: Alice Salomon: [https://books.google.de/books?id=heFhBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA19 Leitfaden der Wohlfahrtspflege, Springer-Verlag, 2013, Seite 19]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Zschaler&amp;quot;&amp;gt;dito: &#039;&#039;&amp;quot;Konflikt zwischen Kapital und Arbeit&amp;quot;&#039;&#039;:&amp;lt;br /&amp;gt; Frank E. W. Zschaler:  [https://www.kas.de/documents/252038/253252/Zschaler.pdf Die soziale Frage des 19. Jahrhunderts in deutscher und europäischer Perspektive.] In: Habisch, André ; Küsters, Hanns Jürgen ; Uertz, Rudolf (Hrsg): Tradition und Erneuerung der christlichen Sozialethik in Zeiten der Modernisierung. - Freiburg im Breisgau : Herder, 2012. - S. 99-118 ISBN 978-3-451-30611-2&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Capital and Labour&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu auch die Karikatur &amp;quot;Kapital und Arbeit&amp;quot; von  R. J. Hamerton (Punch Magazine, Mai 1843): &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
a) [https://web.archive.org/web/20181020191537/http://www.sragg.de/geschichte/Stundenprotokolle/9c%20-%202005/industrielle_soziale.htm Bildbeschreibung] (Stundenprotokoll - Klasse 9 - Friedrich Wöhler Gymnasium Singen) &amp;lt;br /&amp;gt;b) [http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Punch_1843_-_Reichtum_und_Armut.png?uselang=de  Capital and Labour (Punch Magazine, Mai 1843)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 350px;&amp;quot; border=1; align=&amp;quot;right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background: #b3b7ff;&amp;quot; | Die globale Vermögensverteilung (Video)&amp;lt;br /&amp;gt;(global wealth inequality)&amp;lt;br /&amp;gt;http://therules.org/inequality-video-fact-sheet/&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &#039;&#039;&#039;https://www.youtube.com/embed/IigtJDiHI_k&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in zahlreichen Sprachen (und auch schon in der Antike&amp;lt;ref name=&amp;quot;Plutarch&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu bspw. [https://web.archive.org/web/20240223233630/https://www.cicero.de/kultur/weg-aus-der-eurokrise-vom-antiken-athen-lernen-heisst-siegen-lernen/51652 Alexander Marguier (Cicero vom 27.08.2012): Vom antiken Athen lernen, heißt siegen lernen]&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;»[...] Plutarch etwa hatte über das Athen des Jahres 594 v. Chr. Folgendes zu berichten: „Da nun damals die Ungleichheit zwischen Arm und Reich gleichsam den Gipfel erreichte, so befand sich die Stadt in einer höchst kritischen Lage, und es sah so aus, als ob sie allein durch Errichten einer Tyrannis würde aus den Wirren heraus zur Ruhe kommen können.“ Tatsächlich, so schreibt das amerikanische Historikerpaar Will und Ariel Durant in seinem 1968 erschienenen Buch „The Lessons of History“, sei schon bei den alten Griechen die Schere zwischen Vermögenden und Habenichtsen immer weiter auseinandergegangen: „Die Armen (…) begannen von gewaltsamer Auflehnung zu sprechen. Die Reichen, die um ihren Besitz zitterten, beschlossen, sich mit Waffengewalt zu verteidigen.“ [...]«&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) übliche Redewendung &#039;&#039;&amp;quot;die Kluft zwischen Arm und Reich&amp;quot;&#039;&#039; (engl: [https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Economic_inequality&amp;amp;oldid=644205616 &#039;&#039;the gap between rich and poor]&#039;&#039;) ist mithin ein &amp;lt;u&amp;gt;sinngleicher Ausdruck&amp;lt;/u&amp;gt; für den sozialwissenschaftlichen Fachbegriff (die) &amp;quot;Soziale Frage&amp;quot;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klaus Dörre&amp;quot;&amp;gt;Siehe hierzu auch APuZ 33-34/2008 (Bundeszentrale für politische Bildung): [http://www.bpb.de/apuz/31020/armut-abstieg-unsicherheit-die-soziale-frage-am-beginn-des-21-jahrhunderts-essay?p=all Armut, Abstieg, Unsicherheit: Die soziale Frage am Beginn des 21. Jahrhunderts] &amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff hat eine deskriptive Komponente und eine normative Komponente, was in Begriffsdefinitionen aus dem 19. und 20. Jahrhundert deutlich zu erkennen ist; der Terminus technicus Soziale Frage wurde definiert als (der Gesellschaft zu Bewusstsein gekommener&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thomas Faist&amp;quot;&amp;gt;Als der Gesellschaft zu Bewusstsein gekommen gilt der Widerspruch zwischen Wirklichkeit und der Gerechtigkeitsnorm dann, wenn dieser Widerspruch in der öffentlichen Debatte thematisiert/skandalisiert/problematisiert wird. - Vgl.: Ulbricht, Christian:  [https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/soziologie/fakultaet/arbeitsbereiche/ab6/ag_faist/downloads/WP_125.pdf#page=3 Wer von Ungleichheit redet, kann von Gleichheit nicht schweigen“] (Interview mit Thomas Faist zu der Sozialen Frage im 21. Jahrhundert, Bielefeld: COMCAD, 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt; ) „Widerspruch zwischen Gesellschaftsideal und Wirklichkeit“ (Wirklichkeit: auch i. S. v. ökonomischer Entwicklung) bzw. als „das Ergebnis der Nichtübereinstimmung von sozialer Idee und vorgefundener Wirklichkeit“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Engelhardt&amp;quot;&amp;gt;Werner Wilhelm Engelhardt: [http://books.google.de/books?id=8-Ybz1v759QC&amp;amp;pg=PA33#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Zum Begriff der Sozialen Frage] in Hans Peter Widmaier (Hrgb.): Zur neuen sozialen Frage, Duncker &amp;amp; Humblot, 1978, ISBN 3428441516,  9783428441518, Seite 33 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers_Konversationslexikon&amp;quot;&amp;gt;Meyers Konversationslexikon, Vierte Auflage, 1885-1892, [http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=100954#Arbeiterfrage Arbeiterfrage (syn.: Soziale Frage)] &#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;[...] Ein soziales Problem entsteht erst dadurch, daß die thatsächlichen Zustände der Gesellschaft in Widerspruch geraten mit einem Gesellschaftsideal, mit einem Zustand, wie er nach der idealen und sittlichen Anschauung sein sollte [...]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Schuelerhausarbeit&amp;quot;&amp;gt;Unsauber, weil die normative Komponente (der Bewertungsmaßstab, also die damalige soziale Idee) in der Definition nicht explizit genannt wird, ist insofern die ansonsten gute Ausarbeitung &lt;br /&gt;
von Carola Dietrich &amp;amp; Annika Burchard (Schülerhausarbeit): [http://archive.is/ajgu6 Soziale Frage im 19. Jahrhundert] (Memento vom 7 Jul. 2013)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der staatlichen Sozialpolitik&amp;lt;ref name=&amp;quot;Borchert&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu  Jürgen Borchert: [https://archive.ph/6BG9x#selection-8811.1-8811.20 Zukunft des Sozialstaats; Analysen und Visionen.] (Von Bismarck lernen - Sozialreform als Chance) (Memento vom  24 Aug 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt; wurden zunächst extreme Formen der Externalisierung von sozialen Kosten (Kinderarbeit, Sklaverei)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mohssen_Massarrat&amp;quot;&amp;gt;Mohssen Massarrat: [https://wissenschaft-und-frieden.de/artikel/nachhaltigkeit-durch-kosteninternalisierung/  Nachhaltigkeit durch Kosteninternalisierung • Theorieansätze zur Analyse und Reform globaler Strukturen] in Wissenschaft &amp;amp; Frieden 1996/3: Leben und Überleben&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Arundhati Roy&amp;quot; /&amp;gt; gesetzlich eingeschränkt bzw. verboten,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Internalisierung_sozialer_Kosten&amp;quot;&amp;gt;Beachte in diesem Zusammenhang:&amp;lt;br/ &amp;gt;Martin Jänicke und Klaus Jacob, Eine Dritte Industrielle Revolution? Wege aus der Krise ressourcenintensiven Wachstums, [http://www.boell.de/sites/default/files/assets/boell.de/images/download_de/oekologie/broschuere_dritte_industr_rev.pdf#page=018 BMU Broschüre S. 10 ff., Seite 18:] &#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;[...] Die &#039;&#039;&#039;Internalisierung sozialer Kosten von Arbeit&#039;&#039;&#039; hat massive Anreize entstehen lassen, den Faktor Arbeit einzusparen. Damit einher ging eine stürmische Entwicklung der Arbeitsproduktivität, die im 20. Jahrhundert eine strukturelle Arbeitslosigkeit hervorbrachte. Diese Entwicklung gefährdet nicht nur die Massenkaufkraft, sie beeinträchtigt auch die Akzeptanz für einen anspruchsvolleren Umwelt- und Ressourcenschutz. [...]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; als &#039;&#039;&#039;historische Antwort auf die &#039;&#039;Soziale Frage des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; gelten indes die wirtschaftlichen und sozialen Menschenrechte (wsk-Rechte),&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krennerich&amp;quot;&amp;gt;a) Michael Krennerich (welt-sichten 05/2010): [https://www.welt-sichten.org/artikel/2891/das-recht-auf-ein-wuerdiges-leben Das Recht auf ein würdiges Leben • Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte sind keine unverbindlichen Absichtserklärungen]&amp;lt;br /&amp;gt;b) Michael Krennerich: Soziale Menschenrechte zwischen Recht und Politik, Wochenschau-Verlag, 2013, ISBN 978-3-89974855-0, Seite 22 ff. [http://books.google.de/books?id=kg-0DQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA22 Teil 1, Kapitel 2.1: Soziale Menschenrechte als Antwort auf die „soziale Frage“?] bzw. als [http://download.e-bookshelf.de/download/0008/4024/01/L-G-0008402401-0017267400.pdf#page=23 PDF (Buchauszug/Leseprobe)]&amp;lt;/ref&amp;gt; die ihrerseits nun zur Bewertung der Wirklichkeit herangezogen werden können:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Denn) die in den oben zitierten Definitionen (zur Bezeichnung der normativen Komponente) verwendeten Begriffe »soziale Idee« bzw. »Gesellschaftsideal« sind letztendlich nur Platzhalter für die seinerzeit sich entwickelnde Menschenrechtsidee&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hans von Scheel&amp;quot;&amp;gt;Gut zu erkennen in der Begriffsdefinition des Hans von Scheel, [https://books.google.de/books?id=-tlLAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA16 Die Theorie der sozialen Frage, Jena 1871, S. 16:] &#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;[...] Formulierung der sozialen Frage der Gegenwart: sie ist der zum Bewußtsein gekommene Widerspruch der volkswirtschaftlichen Entwicklung mit dem als Ideal vorschwebenden und im politischen Leben sich verwirklichenden gesellschaftlichen Entwicklungsprinzip der Freiheit und Gleichheit. [...]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; (und die mit dieser Idee verbundenen Wertmaßstäbe). &lt;br /&gt;
Inzwischen ist die Menschenrechtsidee integraler Bestandteil des Völkerrechts.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Menschenrechte im Voelkerrecht&amp;quot;&amp;gt;APuZ 46/2008 (Bundeszentrale für politische Bildung): [http://www.bpb.de/apuz/30859/idee-und-anspruch-der-menschenrechte-im-voelkerrecht?p=all Idee und Anspruch der Menschenrechte im Völkerrecht]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Menschenrechte der ersten, zweiten und dritten Generation sind somit ein geeigneter Anknüpfungspunkt, um (aufbauend auf dem o. a. Definitionsansatz) die für das 21. Jahrhundert heranzuziehende normative Komponente näher zu spezifizieren zwecks &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;&#039;Definition des Epochenbegriffs »Soziale Frage im 21. Jahrhundert«:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039; »Die Soziale Frage des 21. Jahrhunderts« ist das Ergebnis der Nichtübereinstimmung der Wirklichkeit mit den [https://web.archive.org/web/20181019053734/https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/themen/wirtschaftliche-soziale-und-kulturelle-rechte/sozialpakt/ wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechten] (UN-Sozialpakt etc.). &amp;lt;ref name=&amp;quot;amnesty&amp;quot;&amp;gt;Amnesty International (2010):  [https://web.archive.org/web/20220601125849/https://amnesty-heilberufe.de/wp-content/uploads/Broschüre_WSK-Rechte_DS.pdf Keine Rechte zweiter Klasse - wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte] Eine grundlegende Einführung in die WSK-Rechte (PDF; 21 Seiten)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Um mit Blick auf diese Definition ein konkretes Beispiel zu geben: die Austeritätspolitik (Kürzungspolitik) der “Troika” (EU-Kommission, Europäische Zentralbank und Internationaler Währungsfonds) wird von zahlreichen internationalen Organisationen als unvereinbar mit den Menschenrechten kritisiert&amp;lt;ref name=&amp;quot;Austeritaetspolitik&amp;quot;&amp;gt;Patrick Schreiner, 19. März 2014 (Interview): [http://www.annotazioni.de/post/1288 Andreas Fischer-Lescano: „Diese neoliberale Politik ist unvereinbar mit den Menschenrechten“]&amp;lt;/ref&amp;gt; - die (zudem auch von namhaften Ökonomen wie Joseph Stiglitz und Paul Krugman missbilligte&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stiglitz&amp;quot;&amp;gt;Vgl. bspw. sonnenseite.com (12.04.2012): [https://www.sonnenseite.com/de/politik/nobelpreistraeger-stiglitz-zur-schuldenkrise-wachstum-statt-sparen-und-kapitalismuskritik/ Nobelpreisträger Stiglitz zur Schuldenkrise, Wachstum statt Sparen und Kapitalismuskritik]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Krugman&amp;quot;&amp;gt; Thomas Pany (tp vom 10.06.2010): [https://web.archive.org/web/20240204121220/https://www.telepolis.de/news/Verrueckte-an-der-Macht-1999354.html &amp;quot;Verrückte an der Macht&amp;quot;] Der Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman hält die Sparprogramme in Europa für eine &amp;quot;sehr große Dummheit&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt;) Austeritätspolitik steht also im Widerspruch zu den wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechten (mit anderen Worten: diese Politik steht im Widerspruch zur sozialen Idee).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thomas Faist&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Der Klimawandel verschlimmert die Armut und verschärft soziale Ungleichheiten ====&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Wechselwirkung untergräbt die Fortschritte bei der Verwirklichung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Ziele_für_nachhaltige_Entwicklung UN-Nachhaltigkeitsziele], der sogenannten 17 Sustainable Development Goals.&amp;quot; &amp;lt;ref name=&amp;quot;HAW_Hamburg&amp;quot;&amp;gt;Wörtliches Zitat aus: Katharina Jeorgakopulos (28.02.2022): [https://www.haw-hamburg.de/detail/news/news/show/der-klimawandel-verschaerft-soziale-ungleichheiten/ „Der Klimawandel verschärft soziale Ungleichheiten“] (Interview mit Prof. Dr. Walter Leal, Leitautor von Kapitel acht des Sechsten Sachstandsberichts, WGII, des IPCC.)&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;Vgl. in diesem Kontext auch [https://www.de-ipcc.de/media/content/SR1.5-FAQs_de_barrierefrei.pdf#page=28 die FAQs] zum IPCC-Sonderbericht über 1,5 °C globale Erwärmung (SR1.5).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Siehe auch: [[SSP-Szenarien]] (dort SSP4: Ungleichheit.) und [[2-Grad-Ziel]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Soziale Frage im 21. Jahrhundert &amp;lt;ref name=&amp;quot;Klaus Dörre&amp;quot; /&amp;gt; ====&lt;br /&gt;
Ebenso wie die globale Erwärmung gehört die &#039;&#039;Soziale Frage (die gesellschaftlich produzierte Ungleichheit&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klafki&amp;quot; /&amp;gt;)&#039;&#039; zu den globalen Problemen der Menschheit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nautilus&amp;quot;&amp;gt;Nautilus Institute: [http://www.nautilus.org/gps/probs Global problems]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;UN&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu auf der Webseite der UN: [https://web.archive.org/web/20181022022125/http://www.un.org/en/sections/issues-depth/global-issues-overview/ Global issues] (Memento vom 22.10.2018 im Internet Archiv.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch im globalen Kontext (zum Beispiel: Ursachen sowie [[Wirtschaftliche_Folgen_für_Entwicklungsländer|Folgen des Klimawandels]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Turn Down the Heat&amp;quot; /&amp;gt;) geht es folglich um die soziale Kluft bzw. um die Schere zwischen zwischen Arm und Reich (Ungleichheit in internationaler Perspektive).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klafki&amp;quot;&amp;gt;Wolfgang Klafki (Marburg 1998): [http://archiv.ub.uni-marburg.de/sonst/1998/0003/k06.html Zentralprobleme der modernen Welt und die Aufgaben der Schule - Grundzüge internationaler Erziehung]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die extreme globale Ungleichheit (vgl. hierzu den Oxfam-Bericht »Even It Up – Time To End Extreme Inequality«&amp;lt;ref name=&amp;quot;oxfam&amp;quot;&amp;gt;Oxfam Deutschland (Pressemitteilung vom 30.10.2014 und Link zum Download des Berichts): [http://www.oxfam.de/presse/141030-oxfam-soziale-ungleichheit-ist-kernproblem-des-21-jahrhunderts Soziale Ungleichheit ist Kernproblem des 21. Jahrhunderts]&amp;lt;/ref&amp;gt;) wird in der wissenschaftlichen Literatur als &#039;&#039;globale soziale Frage&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Globale Soziale Frage&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Uni Bremen - Das ZERP (Zentrum für Europäische Rechtspolitik): [https://www.uni-bremen.de/jura/zerp Forschungsprogramm &amp;lt;small&amp;gt;(I. Forschungskonzeption)&amp;lt;/small&amp;gt;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fischer-Lescano&amp;quot;&amp;gt; Andreas Fischer-Lescano und Kolja Möller (Juli 2012): [https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2012/juli/die-globale-soziale-frage Die globale soziale Frage], »Blätter« 7/2012, Seite 45-54&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. (auch) als die &#039;&#039;transnationale soziale Frage (the Transnational Social Question)&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Transnationale Soziale Frage&amp;quot;&amp;gt; Vgl. dazu bspw. die Publikationen von Prof. Thomas Faist (Uni Bielefeld): [http://pub.uni-bielefeld.de/person/151480 Die transnationale soziale Frage] - online verfügbar ist zum Beispiel der Abstract zur folgenden Publikation: [http://www.jstor.org/stable/24205967?seq=1#page_scan_tab_contents Thomas Faist: Zur transnationalen sozialen Frage: Soziale Ungleichheiten durch soziale Sicherung in Europa. Leviathan. 2013;41(4):574-598.] - &amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet. Der Soziologe Harald Welzer spricht von einer &amp;quot;Verteilungsfrage von tiefgreifendem Ausmaß&amp;quot;, die nur durch Umverteilung&amp;lt;ref name=&amp;quot;Borchert&amp;quot; /&amp;gt; zu lösen ist.&amp;lt;ref &amp;quot;name=Harald_Welzer&amp;quot;&amp;gt;a) Angelika Brauer (Tagesspiegel vom 11.08.2014): [http://www.tagesspiegel.de/kultur/soziologe-harald-welzer-im-interview-weg-mit-den-privilegien/10314276.html Soziologe Harald Welzer im Interview - Weg mit den Privilegien!]&amp;lt;br /&amp;gt;b)  Wolfgang Storz, Pit Wuhrer (WOZ vom 18.07.2013): [https://www.woz.ch/-4251 Harald Welzer: «Wir kreisen doch nur um den Gegenwartspunkt»]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Siehe auch: [[Klimawandel:Portal#Folgen_des_Klimawandels]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ungleichheit als Gefahr für die Demokratie &amp;lt;ref name=&amp;quot;APuZ 10/2015&amp;quot;&amp;gt;APuZ 10/2015 (Bundeszentrale für politische Bildung): &lt;br /&gt;
[http://www.bpb.de/apuz/201654/ungleichheit-als-gefahr-fuer-demokratie-teilhabe-und-stabilitaet?p=all &amp;quot;Unten&amp;quot; betrifft alle: Ungleichheit als Gefahr für Demokratie, Teilhabe und Stabilität]&amp;lt;/ref&amp;gt;====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die systembedingt wachsende Ungleichheit&amp;lt;ref name=&amp;quot;Piketty&amp;quot;&amp;gt;vgl. [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Das_Kapital_im_21._Jahrhundert&amp;amp;oldid=146159706#Ausgangspunkt Thomas Piketty: Das Kapital im 21. Jahrhundert] &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;- das heißt: die bedrohliche Vermögenskonzentration bei einer im Vergleich zur Weltbevölkerung winzigen Anzahl von superreichen Milliardären (vgl. Video: global wealth inequality) auf der einen Seite und der dadurch induzierten Massenverelendung (Stichwort: Massenarbeitslosigkeit; „Armutslöhne“ bzw. „Hungerlöhne“, mit anderen Worten also: „Ausbeutung eines zum Objekt degradierten Menschen“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bundesverfassungsgericht&amp;quot;&amp;gt;Deutschsprachiges Fallrecht (DFR): [http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv098169.html#217 BVerfGE 98, 169 &amp;lt;217&amp;gt;]&amp;lt;/ref&amp;gt;) auf der anderen Seite -&#039;&#039; wird begleitet von einem schleichenden Prozess der „Demokratieentleerung“, wofür der britische Soziologe Colin Crouch den zeitdiagnostischen Begriff „Postdemokratie“ prägte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eberl/Salomon&amp;quot;&amp;gt;Oliver Eberl/David Salomon: [https://forschungsjournal.de/fjsb/wp-content/uploads/fjsb_2014_1.pdf#page=018 Die soziale Frage in der Postdemokratie.] - FJ SB 27/2014, 1, S. 17-26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Problematisch ist insbesondere die zunehmende Machtkonzentration transnationaler Großkonzerne&amp;lt;ref name=&amp;quot;Das Netzwerk der globalen Kontrolle&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Christoph Pfluger (20.10.2011): [http://www.christoph-pfluger.ch/2011/10/20/das-netzwerk-der-globalen-kontrolle/ Das Netzwerk der globalen Kontrolle • 147 Firmen kontrollieren im Wesentlichen die Weltwirtschaft.]&amp;lt;br /&amp;gt; Link zum Download der Studie (PDF): James Glattfelder, Stefano Battiston und Stefania Vitali (ETH Zürich): [http://arxiv.org/PS_cache/arxiv/pdf/1107/1107.5728v2.pdf The network of global corporate control]&amp;lt;/ref&amp;gt; und die Verflechtung globaler und nationaler Macht- und Funktionseliten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krysmanski&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Hans Jürgen Krysmanski (&amp;lt;small&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20180129124816/http://www.uni-muenster.de/PeaCon/krysmanski archivierte Homepage] / Herrschaftsstrukturforschung&amp;lt;/small&amp;gt;): [https://web.archive.org/web/20171231034123/http://www.uni-muenster.de/PeaCon/global-texte/g-a/05-krys-powerstructure.htm  Power Structure Research und das Ringmodell der Machteliten]&amp;lt;/ref&amp;gt; Was bei vielen anderen wirtschafts- und sozialpolitischen Themen zu beklagen ist (nämlich: die negativen Auswirkungen von Lobbyismus), zeigt sich auch im Bereich der Energie- und Klimapolitik:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;[...] Die Großkonzerne im Bereich fossiler Brennstoffe lobbyieren weiterhin hinter den Kulissen gegen Änderungen in Richtung kohlenstoffarmer Energiequellen und setzen ihren enormen Reichtum ein, um sich eine Medienberichterstattung zu kaufen, mit der Verwirrung gestiftet wird. Rupert Murdochs Medienimperium in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Australien und anderswo spielt eine herausragende und besonders zynische und schädliche Rolle bei der Verbreitung antiwissenschaftlicher Propaganda.  [...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;-- Jeffrey Sachs, Direktor des Earth Institutes an der Columbia University&#039;&#039; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Jeffrey Sachs&amp;quot;&amp;gt;Jeffrey Sachs (05.06.2014): [http://www.ipg-journal.de/rubriken/nachhaltigkeit-energie-und-klimapolitik/artikel/klimawandel-ist-heute-449/ Klimawandel ist heute • Propaganda kann daran nichts ändern.]&amp;lt;br /&amp;gt;Siehe in diesem Zusammenhang beispielsweise die folgenden Publikationen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
a) Anita Blasberg und Kerstin Kohlenberg (22.11.2012): [https://web.archive.org/web/20121202005434/http://www.zeit.de/2012/48/Klimawandel-Marc-Morano-Lobby-Klimaskeptiker/komplettansicht Die Klimakrieger • Wie von der Industrie bezahlte PR-Manager der Welt seit Jahren einreden, die Erderwärmung finde nicht statt. Chronologie einer organisierten Lüge.] in: ZEIT Nr. 48/2012&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) Thomas Pany (tp vom 31.03.2010): [https://web.archive.org/web/20210616081537/https://www.heise.de/tp/features/Wie-man-das-Klima-auf-die-richtige-Temperatur-herunterkocht-3385067.html Wie man das Klima auf die richtige Temperatur herunterkocht]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) Thomas Pany (tp vom 26.10.2010): [https://web.archive.org/web/20240204121313/https://www.telepolis.de/news/Geld-von-europaeischen-Klimasaboteuren-fuer-Tea-Party-Kandidaten-1996783.html Geld von europäischen &amp;quot;Klimasaboteuren&amp;quot; für Tea-Party-Kandidaten]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erste Industrielle Revolution und Klimawandel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Historical anthropogenic carbon emissions.jpg|thumb|right|300px|Entwicklung der globalen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emission im Zeitraum von 1860-1982 durch den Verbrauch von fossilen Brennstoffen&amp;lt;ref name = &amp;quot;Marland&amp;quot;&amp;gt;Rotty, R.M. and G. Marland (1984): [https://cdiac.ess-dive.lbl.gov/ndps/ndp006.html Production of CO2 from Fossil Fuel Burning by Fuel Type, 1860-1982,] NDP-006, Carbon Dioxide Information Analysis Center&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Rolf Schwarze (FH Bielefeld): [https://web.archive.org/web/20070805053038/http://www.fh-bielefeld.de/filemanager/download/2169/kapitel%201%20re.pdf#page=19 Vorlesungsskript  (März 2005) &amp;quot;Regenerative Energien und Klimaschutz&amp;quot; (Seite 19 von 42 der PDF-Datei),] Grafik &amp;quot;Entwicklung des Primärenergieverbrauches (PEV) von 1860 bis 2060&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begriffserläuterung im Weltklimabericht des IPCC ===&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;background-color:#EEE9E9;&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;100%&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;|Diese Epoche raschen industriellen Wachstums mit weitreichenden sozialen und wirtschaftlichen Folgen begann in Großbritannien in der zweiten Hälfte des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts und breitete sich später auf andere Länder (einschließlich USA) aus.&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;(Vgl. dazu auch die Grafik &amp;quot;[[:Datei:Kohlenstoff_Emission_nach_Regionen.png|Jährliche CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emission nach Regionen]]&amp;quot;.)&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Erfindung der Dampfmaschine war ein wichtiger Auslöser dieser Entwicklung. Die industrielle Revolution markiert den Beginn eines starken Anstiegs im Verbrauch &#039;&#039;fossiler Brennstoffe&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--- &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fossile-Brennstoffe&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Deutsches Museum: [http://www.deutsches-museum.de/ausstellungen/themenpfade/energie/waerme-und-licht/fossile-brennstoffe/ Fossile Brennstoffe als Energieträger]&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;---&amp;gt;&lt;br /&gt;
und infolgedessen auch einen starken Anstieg in der Emission insbesondere von &#039;&#039;fossilem [[Kohlendioxid]]&#039;&#039;. Die im [[IPCC]]-Bericht verwendeten Ausdrücke &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;vorindustriell&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;industriell&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; beziehen sich – etwas willkürlich – auf die Zeit vor bzw. nach 1750.&amp;lt;ref name= &amp;quot;IPCC-AR4-SYR&amp;quot;&amp;gt;Text nach: [http://www.de-ipcc.de/media/content/IPCC-SynRepComplete_final.pdf#page=100 Klimaänderung 2007: Synthesebericht, Seite 91 (= S. 100 von 118 der PDF-Datei),] Anhang II (Glossar): &amp;quot;Industrielle Revolution&amp;quot;  (offizielle deutsche Übersetzung der [http://www.de-ipcc.de Deutschen IPCC Koordinierungsstelle])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der globale durchschnittliche Nettoeffekt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kenngroeße-Umweltbelastung&amp;quot;&amp;gt;Vgl. in diesem Kontext: Kausal- und Kenngröße für die Umweltbelastung (Wolfram Ziegler), zitiert in [https://web.archive.org/web/20231206083228/http://gcn.de/download/D15KW.pdf#page=03 Hans Peter Dürr: Die 1,5-Kilowatt-Gesellschaft (Vortrag 1994), Seite 3 f.]; ein Vergleich mit den vom IPCC publizierten Daten (Strahlungsantrieb = +1,6 W/m²) zeigt, dass die von Ziegler genannte maximale Grenzbelastung bereits um das 10-fache überschritten wird:&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;»[...] Wolfram Ziegler hat in einer Studie [...] die interessante These vertreten, dass der anthropogene und letztlich thermische durchschnittliche Energiefluss pro Zeit- und Flächeneinheit effektiv als Kausal- und Kenngröße für die Umweltbelastung geeignet sei. Für Mitteleuropa kommt er hierbei auf eine maximale Grenzbelastung von 160 ± 20 kW/km² oder 0,16 ± 0,02 W/m². [...]«&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; der menschlichen Aktivitäten seit 1750 ist dem Vierten Sachstandsbericht (Fourth Assessment Report, AR4) des [[IPCC]] zufolge eine Erwärmung mit einem  Strahlungsantrieb von +1,6 W/m²&#039;&#039; (Unsicherheitsbereich: +0,6 bis +2,4 W/m²).&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;Hauptartikel : [[Strahlungsantrieb]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energie-Vernutzung (und CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen) versus Lebensstandard ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:2000px-Maddison GDP per capita 1500-1950.svg.png|thumb|350px|left| GDP pro Kopf als Indikator für den Lebensstandard]]&lt;br /&gt;
Im Verlauf des [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Industriezeitalter&amp;amp;oldid=81638740#Im_Industriezeitalter_zu_beobachtende_Ver.C3.A4nderungen Industriezeitalters] kam es in den industrialisierten (westlichen) Ländern zu einem Anstieg des allgemeinen Lebensstandards, während demgegenüber in anderen Regionen der Welt (China, Indien etc.) &#039;&#039;- wohl auch als Folge des Imperialismus&amp;lt;ref name=&amp;quot;Imperialismus&amp;quot;&amp;gt;http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Imperialismus&amp;amp;oldid=80139007#Zeitalter_des_Imperialismus&amp;lt;/ref&amp;gt; und Kolonialismus&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arundhati Roy&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Mohssen_Massarrat&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Kolonialismus&amp;quot;&amp;gt;http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kolonialismus&amp;amp;oldid=80942210#Unterscheidung_zum_Imperialismus&amp;lt;/ref&amp;gt; -&#039;&#039; eine Verschlechterung des Lebensstandards gegenüber der vorindustriellen Zeit zu beobachten ist (vgl. nebenstehende Grafik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während für den Großteil der [[anthropogen]]en Treibhausgasemissionen und die dadurch hervorgerufenen Klimaveränderungen die reichen Industrie-Nationen verantwortlich sind, gelten die (ärmeren) Entwicklungs- und Schwellenländer als überproportional stark von den Folgen des Klimawandels betroffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Turn Down the Heat&amp;quot;&amp;gt;Vgl. PIK (PM vom 23.11.2014 zu &amp;quot;Turn Down the Heat&amp;quot; - Report No. 3): [https://web.archive.org/web/20220626050820/https://www.pik-potsdam.de/de/aktuelles/nachrichten/archiv/2014/der-neuen-normalitaet-ins-auge-sehen-weltbank-veroeffentlicht-pik-klimareport?set_language=de „Der neuen Normalität ins Auge sehen“: Weltbank veröffentlicht PIK-Klimareport] &amp;lt;/ref&amp;gt; (&#039;&#039;„Soziale Frage des Klimawandels“&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;LAI&amp;quot;&amp;gt;Lateinamerika-Institut (LAI; FU Berlin): [https://web.archive.org/web/20160329160116/http://www.lai.fu-berlin.de/studium/lehrveranstaltungen/kvv_SoSe_2010.pdf#page=08 Lehrveranstaltung Nr. 33 131 - Der Klimawandel aus der Nord-Süd-Perspektive: Soziale Dimension, lokale Konflikte und internationale Politiken] (Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis SS 2010: Seite 8 von 48 der PDF-Datei)&amp;lt;/ref&amp;gt; als ein gewichtiger Aspekt der &amp;quot;Sozialen Frage des 21. Jahrhunderts&amp;quot;.)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;Hauptartikel: [[Wirtschaftliche Folgen für Entwicklungsländer]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;Siehe auch: [[Regionale Produktion]] (Klimaänderungen und Landwirtschaft)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; width=&amp;quot;100%&amp;quot; &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background: #b3b7ff;&amp;quot; |  &amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen&#039;&#039;&#039; (infolge des Verbrauchs [http://de.wikipedia.org/wiki/Fossile_Energie fossiler Brennstoffe]) &#039;&#039;&#039;versus Lebensstandard (1860-1990)&#039;&#039;&#039; &amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Ein Vergleich der beiden Abbildungen verdeutlicht die enge Beziehung zwischen Lebensstandard und Höhe des Primärenergieeinsatzes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lebenstandard+ Endenergieeinsatz&amp;quot;&amp;gt;Vgl. dazu auch Günter Flach (2008; Vortrag): [https://www.leibniz-institut.de/archiv/flach_30_06_08.pdf#page=05 Physikalische Grundlagen des Energieproblems (Seite 5 von 12 der PDF-Datei)] mit weiteren Nachweisen&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Grundbegriffe_Energietechnik&amp;quot;&amp;gt;Joachim Herz Stiftung (Unterrichtsmittel der Physiklehrer Ernst Leitner und Ulrich Finckh): [https://www.leifiphysik.de/uebergreifend/energieentwertung/grundwissen/grundbegriffe-der-energietechnik Grundbegriffe der Energietechnik (Primärenergie; Endenergie; Nutzenergie)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(In den letzten Jahrzehnten dürfte für einzelne Länder jeweils eine merkliche Entkopplung zwischen Lebensstandard und Primärenergieeinsatz zu verzeichnen sein, da die reichen Industrienationen im Zuge der Globalisierung insbesondere energie-intensive Produktionsschritte zunehmend in Entwicklungs- und Schwellenländer auslagern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Emissionsverlagerung&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PM vom 26.04.2011): [https://www.pik-potsdam.de/de/aktuelles/nachrichten/archiv/2011/welthandel-reiche-lander-verursachen-zunehmend-co2-emissionen-in-armeren-landern Welthandel: Reiche Länder verursachen zunehmend CO2-Emissionen in ärmeren Ländern]&amp;lt;/ref&amp;gt; Siehe auch: [[Kohlendioxidemissionen#Emissionsverlagerung|Emissionsverlagerung]]) &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;[[Kohlendioxid-Emissionen]] nach Regionen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;(1 t C entspricht 3,67 t CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;)&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Einkommen pro Kopf in Kaufkraftparitäten US$ (1870-1992)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wirtschaftsentwicklung&amp;gt;In Anlehnung an (dort Seite 4, Abb. 2): Ulrich Busch, Rainer Land: [http://www.rla-texte.de/texte/2%20a%20SOEB/SOEB%20Makro%20Okt%202009-12-01%20busch%20land.pdf#page=04 Deutschland zwischen 1950 und 2009 – Wirtschaftsentwicklung und Teilhabe (Der Teilhabekapitalismus und sein Ende, Entwurf Okt. 2009)] • PDF-Datei, 85 Seiten&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt; als [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Lebensstandard&amp;amp;oldid=80959487#Indikatoren Indikator für den Lebensstandard]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Kohlenstoff Emission nach Regionen.png|thumb|center|350px|]]&lt;br /&gt;
|[[Datei:Lebensstandard Einkommen pro Kopf.jpg|thumb|center|350px|Lebenstandard (USA = schwarze  Linie / west-europäische Länder: Großbritannien = rot; Deutschland = blau; Italien = grün)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Epochen der Primärenergieträger ==&lt;br /&gt;
Die wirtschaftliche Nutzung der Primärenergiequellen hat sich im Laufe der Menschheitsgeschichte in charakteristischer Weise geändert und kennzeichnet Epochen der ökonomischen und sozialen Entwicklung der Menschheit.&amp;lt;ref name =&amp;quot;Franke&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Ch. Franke (03/06): [http://www.gm.fh-koeln.de/~chfranke/Skipt%20Rat.%20Energieeinsatz%2003.06.pdf Skript zur Vorlesung &amp;quot;Rationeller Energieeinsatz&amp;quot; (Seite 14 von 96 der PDF-Datei),] Kapitel 1.2 Weltenergieversorgung&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;G. Flach&amp;gt;Vgl. dazu den kompakten Überblick in: G. Flach, [http://leibnizsozietaet.de/wp-content/uploads/2012/11/03_flach-neu.pdf#page=06 Das Energieproblem der menschlichen Gesellschaft – Sicht eines Physikers auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.] Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin, 100 (2009), 57–79. - Dort Seite 62 ff, Kapitel 3 (Mensch, menschliche Zivilisation – Evolution – Energie) und Kapitel 4 (Das Energiesystem der Gegenwart und seine Probleme) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Literatur wird die These vertreten, dass eine Energiekrise&amp;lt;ref name=Knergiekrise&amp;gt;Vgl. hierzu Jason Moore (Geograph, Sozialwissenschaftler und Umwelthistoriker): [https://web.archive.org/web/20110617021915/http://www.heise.de/tp/artikel/34/34887/3.html &amp;quot;Das Geheimnis des Kapitalismus ist, die (ökologische) Rechnung nicht zu bezahlen&amp;quot;] in: Telepolis (14.06.2011; Interview): &amp;quot;Eine Zivilisation, deren Entwicklungsmöglichkeiten sich erschöpft haben&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; - nämlich Holzknappheit&amp;lt;ref name=&amp;quot;Holzknappheit&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Hubert Kiesewetter,  [http://books.google.de/books?id=RG38UqkntAQC&amp;amp;pg=PA58&amp;amp;lpg=PA58&amp;amp;dq=Holzknappheit+%22Industrielle+Revolution%22&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=QSY7B-sTA_&amp;amp;sig=6mnZgoP5LN3kUDeaAUv3FzIbJ64&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=Ov_CTfbsBovasgaKzamODw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=7&amp;amp;ved=0CC4Q6AEwBg#v=onepage&amp;amp;q=Holzknappheit%20%22Industrielle%20Revolution%22&amp;amp;f=false Das einzigartige Europa: Wie ein Kontinent reich wurde, Franz Steiner Verlag 2006, Seite 58]&amp;lt;/ref&amp;gt; infolge der Abholzung von [[Wälder_im_Klimawandel|Wäldern]] für Schiffsbau etc. - einen wichtigen Impuls gab für die Erschließung neuer Energiequellen und somit Auslöser war für die &amp;quot;Erste Industrielle Revolution&amp;quot;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Holzkrise&amp;quot;&amp;gt;Vgl. dazu Matthias Rekow: [http://www.grin.com/e-book/45995/die-entstehung-der-industriellen-welt-die-geschichte-einer-energiekrise Die Entstehung der industriellen Welt - die Geschichte einer Energiekrise?]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Brennstoff-Holz&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu E. Specht (Uni Magdeburg): [https://web.archive.org/web/20160327202152/http://www.uni-magdeburg.de/isut/TV/Download/Kapitel1_VerbrennungSS2003.pdf#page=09 Verbrennungstechnik (WS 07/08)] &amp;quot;Brennstoff Holz&amp;quot; (Seite 9 f. von 14 der PDF-Datei)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 100%&amp;quot;  border=1; &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:34%&amp;quot; |&#039;&#039;&#039;Vorindustrielle Zeit&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;small&amp;gt;(man bezeichnet diese Epoche auch als 1.&amp;amp;nbsp;Solare Zivilisation)&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schwarze&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Rolf Schwarze (FH Bielefeld): [https://web.archive.org/web/20070805053038/http://www.fh-bielefeld.de/filemanager/download/2169/kapitel%201%20re.pdf#page=10 Vorlesungsskript  (März 2005) &amp;quot;Regenerative Energien und Klimaschutz&amp;quot; (Seite 10 u. 11 von 42 der PDF-Datei),] Abb.: Fossiles/nukleares Energiezeitalter zwischen 1. und 2. solarer Zivilisation&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  style=&amp;quot;width:66%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Epoche der regenerativen Energiequellen:&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;Holz, Holzkohle, Torf, Tierdung, Wind- und Wasserkraft&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* geringe Bevölkerung, geringes Bevölkerungswachstum und niedrige Ansprüche.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;left&amp;quot; style=&amp;quot;background: #b3b7ff;&amp;quot; |&#039;&#039;&#039;Die Epochen des Industriezeitalters&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erste &#039;&#039;&#039;industrielle Revolution&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;(ab ca. 1750)&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Epoche der Kohle;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt; Erfindung der Dampfmaschine (1712 von Th. Newcomen; Optimierung durch J. Watt 1769);&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;Trennung von Produktions- und Wohnstätte&amp;lt;ref name =&amp;quot;IR-Übersicht&amp;quot;&amp;gt;Zentrale für Unterrichtsmedien (ZUM Internet e.V.): [https://web.archive.org/web/20240204121057/http://www.zum.de/Faecher/G/BW/abbl/19jh/indu1.pdf Industrielle Revolution und Soziale Frage (Wiederholungsthesen)], Seite 1 von 3 der PDF-Datei&amp;lt;/ref&amp;gt; (erfordert [[CO2-Emissionen durch private Haushalte|&amp;quot;Mobilität&amp;quot; der Arbeitnehmer]]!)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Bevölkerungsexplosion ab Mitte des 18. Jahrhunderts bis spät ins 19. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
* Agrarrevolution (Umstellung von der Dreifelderwirtschaft auf die produktivere Fruchtwechselwirtschaft) &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Zweite industrielle Revolution&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;(ab ca. 1890)&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Epoche der flüssigen und gasförmigen Kohlenwasserstoffe;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Zeitalter der Elektrifizierung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* von 1895 bis 1914 hat sich der Primärenergieverbrauch mehr als verdoppelt.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;1. Weltkrieg, Weltwirtschaftskrise, 2. Weltkrieg  → langsames Wachstum&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* von 1950 bis 1980 hat sich der Primärenergiebedarf verdreifacht (vgl. [[#Grafik:_Entwicklung_der_CO2-Emissionen_im_Industriezeitalter|Grafik]]).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Dritte industrielle Revolution&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;synonym:&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt; Digitale Revolution&amp;lt;ref name=“Metz“ /&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;révolution informatique&amp;quot;&amp;gt;So auch die französischsprachige Wikipedia: [http://fr.wikipedia.org/w/index.php?title=R%C3%A9volution_industrielle&amp;amp;oldid=152292406#Troisi%C3%A8me_r%C3%A9volution_industrielle &amp;quot;Troisième révolution industrielle - Aussi désignée sous le terme de «révolution informatique».&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;The Digital Revolution&amp;quot;&amp;gt;Ebenso die englischsprachige Wikipedia: [http://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Digital_Revolution&amp;amp;oldid=860980130 &amp;quot;The Digital Revolution, also known as the Third Industrial Revolution.&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt;(ab ca. 1975)&amp;lt;ref name=&amp;quot;bpb&amp;quot;&amp;gt; Vgl. Werner Bührer: [http://www.bpb.de/izpb/9748/wirtschaftliche-entwicklung-in-der-bundesrepublik?p=all Wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik], in: Informationen zur politischen Bildung, Heft 270: Deutschland in den 70er/80er Jahren, 2001&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Übergang zu einer neuen Epoche der regenerativen Energien &amp;lt;br /&amp;gt;z. Bsp.: Bioenergie (&amp;quot;nachwachsende Rohstoffe&amp;quot;, Biomasse); Windkrafträder; Solarzellen, Photovoltaikanlagen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die o. a. Einteilung der Epochen des Industriezeitalters nach Art der diese Epochen prägenden Primärenergiequellen orientiert sich unter anderem auch an den (damit korrespondierenden) jeweils als Triebkraft für die (sozio-)ökonomischen Veränderungen fungierenden technischen Innovationen (&amp;quot;Schlüsseltechnologie&amp;quot;: Dampfmaschine, Eisenbahn; Verbrennungsmotor, Automobil etc.). &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grafik: Entwicklung der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen im Industriezeitalter ===&lt;br /&gt;
Die folgende Grafik gibt Aufschluss darüber, wie sich der Verbrauch der diversen fossilen Brennstoffe im Verlauf des Industriezeitalters entwickelt hat. Auch in der Epoche der &#039;&#039;Zweiten Industriellen Revolution&#039;&#039; (deren Beginn auf ca. 1890 datiert wird, vgl. obige Tabelle) war Kohle die wichtigste Primärenergiequelle - nämlich bis zum Jahr 1967 - und somit die wichtigste Emissionsquelle von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FossileEnergie1850-2007.jpg|center|thumb|900px| 1 t C entspricht 3,67 t CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; (1.000 Megatonnen C = 1 Gt C)&amp;lt;br /&amp;gt;Ab 2006 löste die Kohle zum ersten Mal seit 1968 Erdöl als wichtigste Emissionsquelle von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ab; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Peak_Oil&amp;quot;&amp;gt;Siehe in diesem Zusammenhang &amp;lt;br /&amp;gt;a) Craig Morris (tp vom 11.11.2010): [https://web.archive.org/web/20231225082059/https://www.telepolis.de/features/Peak-Oil-liegt-hinter-uns-3387561.html Peak Oil liegt hinter uns] &amp;lt;br /&amp;gt;b) [https://www.iea.org/reports/world-energy-outlook-2010 World Energy Outlook 2010], dort: Seite 122, [https://iea.blob.core.windows.net/assets/1b090169-1c58-4f5d-9451-ee838f6f00e5/weo2010.pdf#page=124 Figure 3.19: World oil production by type] &amp;lt;br /&amp;gt;c) Thomas Pany (tp vom 02.09.2010): [https://web.archive.org/web/20231204212754/https://www.telepolis.de/features/Neujustierung-der-Sicherheitspolitik-wenn-das-Oel-knapp-wird-3386789.html Neujustierung der Sicherheitspolitik, wenn das Öl knapp wird]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Katastrophale Kettenreaktionen: Das &amp;quot;Dezernat Zukunftsanalyse&amp;quot; eines Bundeswehrzentrums stellt sich die Folgen des Peak Oil vor&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;zu den Einzelheiten siehe: [[Kohlendioxid-Emissionen#Emissionen_aus_fossilen_Energieträgern]].]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Vgl. hierzu auch die - sehr informative - Grafik [[:Datei:FF_CO2_emissions_100years2024.jpg|Globale fossile CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen 1920-2024: jährliche Änderungen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grafiken zur vorindustriellen Zeit ===&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;Siehe: [[Kohlendioxid in der Erdgeschichte]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;sowie [[:Kategorie:Klimageschichte]] und auch die Bildergallerie [[Klimageschichte_(Bilder)]] &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die menschlichen Aktivitäten im Verlauf des Industriezeitalters ==&lt;br /&gt;
::: &#039;&#039;HINWEIS: eine fehlerfreie Darstellung der in diesem Abschnitt eingebundenen Grafiken ist im Internet Archiv verfügbar (wenn als Browser Firefox verwendet wird):&lt;br /&gt;
:::::: &#039;&#039;Memento vom 08 Oktober 2018 (Klimawiki): [https://web.archive.org/web/20181008081242/http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Industrielle_Revolution#Die_menschlichen_Aktivit.C3.A4ten_im_Verlauf_des_Industriezeitalters Die menschlichen Aktivitäten im Verlauf des Industriezeitalters]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Verlauf des Industriezeitalters zu beobachtenden globalen (sozio-ökonomischen) Veränderungen sollen hier für einige exemplarisch ausgewählte Parameter (Bevölkerungsentwicklung; Energieverbrauch; Entwicklung der Ackerbaufläche; Artenvielfalt) mittels der folgenden Grafiken illustriert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grafiken lassen sich wie folgt interpretieren: Da vorliegend die Zunahme (oder Abnahme) des jeweiligen Parameters (Messgröße) in Abhängikeit von der Zeit graphisch dargestellt wird, ist es naheliegend, anhand des Kurvenverlaufs das jeweils (am ehesten) zutreffende [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wachstum_(Mathematik)&amp;amp;oldid=167709691 mathematische Wachstumsmodell] zu ermitteln. Der visuelle Vergleich mit verfügbaren Abbildungen diverser Wachstumsfunktionen (Graphen) führt zu folgender Einschätzung:&lt;br /&gt;
# Bevölkerungsentwicklung: exponentielles Wachstum («exponentiell wachsende Weltbevölkerung»)&lt;br /&gt;
# Welt-Energieverbrauch: exponentielles Wachstum («exponentiell wachsender Energieverbrauch»)&lt;br /&gt;
# Entwicklung der Ackerbaufläche: exponentielles Wachstum&lt;br /&gt;
# Artenvielfalt: beschleunigtes Negativwachstum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts dieser Entwicklung («exponentiell wachsende Weltbevölkerung», «exponentiell wachsender Energieverbrauch» bei gleichzeitigem Rückgang der verfügbaren Ressourcen) ist damit zu rechnen, dass das System in absehbarer Zeit an seine Grenzen stößt (bzw. ggf. &amp;quot;kippt&amp;quot;). So lautet im Prinzip auch das Ergebnis einer vom  Club of Rome in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Studie (Meadows et al. (1972): Die Grenzen des Wachstums.).&amp;lt;ref name =&amp;quot;Grenzen des Wachstums&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Die_Grenzen_des_Wachstums&amp;amp;oldid=181205253#1972:_Ergebnisse_der_urspr%C3%BCnglichen_Ver%C3%B6ffentlichung Die Grenzen des Wachstums] (Originaltitel: The Limits to Growth); Überblicksartikel zum Buch und diversen Folgepublikationen in der Wikipedia. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Siehe auch: [[Kipppunkte im Klimasystem]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;  border=1; &lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color:#b3b7ff;&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;  | &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:33%&amp;quot;  | Bevölkerungsentwicklung &amp;lt;br /&amp;gt;(1000 -2000)&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:33%&amp;quot;  | Welt-Energieverbrauch&amp;lt;ref name=&amp;quot;Energievernutzung&amp;quot;&amp;gt;Statt des irreführenden Begriffs  Energie&amp;quot;verbrauch&amp;quot; sollte besser der mit Blick auf den [https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Hauptsatz_der_Thermodynamik Ersten Hauptsatz der Thermodynamik] weitaus präzisere Ausdruck »Energie-Vernutzung« verwendet werden. - Siehe bspw. Teletta-Groß Gymnasium Leer (TGG): [https://web.archive.org/web/20180828233403/http://energiekurs.de/index.html Die Weltenergievernutzung im 21. Jahrhundert]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;(1860 - 2000)&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:33%&amp;quot;  | Artenvielfalt &amp;lt;br /&amp;gt;(1970 - 2000)&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;shtml hash=&amp;quot;%%_HTML_&amp;amp;&amp;amp;_EXECUTE_%%&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;iframe width=&amp;quot;250&amp;quot; height=&amp;quot;200&amp;quot; src=&amp;quot;http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/55/Poulation-since-1000AD.jpg&amp;quot; frameborder=&amp;quot;0&amp;quot; allowfullscreen&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;/shtml&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;shtml hash=&amp;quot;%%_HTML_&amp;amp;&amp;amp;_EXECUTE_%%&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;iframe width=&amp;quot;250&amp;quot; height=&amp;quot;200&amp;quot; src=&amp;quot;http://www.oekosystem-erde.de/html/bilder/energieverbrauch-welt-1860-2010.gif&amp;quot; frameborder=&amp;quot;0&amp;quot; allowfullscreen&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;/shtml&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;shtml hash=&amp;quot;%%_HTML_&amp;amp;&amp;amp;_EXECUTE_%%&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;iframe width=&amp;quot;250&amp;quot; height=&amp;quot;200&amp;quot; src=&amp;quot;http://www.oekosystem-erde.de/html/bilder/biodiv-03_living-planet.jpg&amp;quot; frameborder=&amp;quot;0&amp;quot; allowfullscreen&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;/shtml&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; &lt;br /&gt;
|  [http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poulation-since-1000AD.jpg Vollbild] &amp;lt;br /&amp;gt; &#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; Wikimedia Commons&lt;br /&gt;
|  [http://www.oekosystem-erde.de/html/bilder/energieverbrauch-welt-1860-2010.gif Vollbild] &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; Okosystem Erde: [http://www.oekosystem-erde.de/html/energiegeschichte.html Geschichte des menschlichen Energieverbrauchs]&lt;br /&gt;
| [http://www.oekosystem-erde.de/html/bilder/biodiv-03_living-planet.jpg Vollbild] &amp;lt;br /&amp;gt; &#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; Okosystem Erde:&amp;lt;br /&amp;gt; [http://www.oekosystem-erde.de/html/gefahrdung_der_biodiversitat.html Das sechste Aussterben]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; width=&amp;quot;100%&amp;quot; &lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color:#b3b7ff;&amp;quot;  align=&amp;quot;center&amp;quot;  &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; | CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen durch Landnutzungsänderungen nach Regionen (1850-1990)&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; | Entwicklung der Ackerbaufläche in verschiedenen Großregionen &amp;lt;br /&amp;gt;(800 - 2000)&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; | Ausbreitung von Ackerland &amp;lt;br /&amp;gt;(1860 - 2100)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;lt;shtml hash=&amp;quot;%%_HTML_&amp;amp;&amp;amp;_EXECUTE_%%&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;iframe width=&amp;quot;250&amp;quot; height=&amp;quot;250&amp;quot; src=&amp;quot;http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/epubs/ndp/ndp050/ndp050f2.gif&amp;quot; frameborder=&amp;quot;0&amp;quot; allowfullscreen&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;/shtml&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;shtml hash=&amp;quot;%%_HTML_&amp;amp;&amp;amp;_EXECUTE_%%&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;iframe width=&amp;quot;260&amp;quot; height=&amp;quot;250&amp;quot; src=&amp;quot;http://bildungsserver.hamburg.de/contentblob/2063342/677a3e88daa1f6bc025d247114426a4e/data/nutzungsaenderungen-1000-jahre.jpg&amp;quot; frameborder=&amp;quot;0&amp;quot; allowfullscreen&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;/shtml&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [[Bild:Landw.genutzte Fläche 919.jpg|thumb|200px|Zwei [https://www.dkrz.de/de/kommunikation/galerie/Vis/land/ackerland Filme auf dem DKRZ-Server] zeigen die Ausbreitung von landwirtschaftlich genutzter Fläche für die Zeiträume 800-2100 und 1860-2100.]]&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; &lt;br /&gt;
| [http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/epubs/ndp/ndp050/ndp050f2.html Vollbild] &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;1 Tg C/yr = 1 Teragramm [[Terrestrischer_Kohlenstoffkreislauf#Berechnung_der_Kohlenstoffbilanz|Kohlenstoff]] pro Jahr = 1 Megatonne C pro Jahr &amp;lt;br/&amp;gt;(1000 Megatonnen = 1 Gigatonne)&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; CDIAC &amp;lt;ref name=&amp;quot;Houghton_and_Hackler&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [http://bildungsserver.hamburg.de/contentblob/2063342/677a3e88daa1f6bc025d247114426a4e/data/nutzungsaenderungen-1000-jahre.jpg Vollbild] &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; Hamburger Bildungsserver: [http://bildungsserver.hamburg.de/aenderung-der-bodenbedeckung/2052906/bodenbedeckung-klima-artikel.html Bodenbedeckung und Klima]&lt;br /&gt;
|  &#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br /&amp;gt;Deutsches Klimarechenzentrum (DKRZ)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
An dieser Stelle soll noch einmal ausdrücklich auf die Auswirkungen von [[Landnutzung]]sänderungen hingewiesen werden:  Houghton und Hackler &amp;lt;ref name=&amp;quot;Houghton_and_Hackler&amp;quot;&amp;gt;Houghton, R. A., and J. L. Hackler. 2001. [http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/epubs/ndp/ndp050/ndp050.html Carbon Flux to the Atmosphere from Land-Use Changes: 1850 to 1990. ORNL/CDIAC-131, NDP-050/R1.] Carbon Dioxide Information Analysis Center, doi: 10.3334/CDIAC/lue.ndp050&amp;lt;/ref&amp;gt; beziffern die globalen  CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen durch Landnutzungsänderungen für das Jahr 1990 auf insgesamt rund 2,1 Gigatonnen Kohlenstoff (vgl. obige Grafik).  Zum Vergleich: die globalen  CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen durch den Verbrauch fossiler Brennstoffe werden für das Jahr 1990 beziffert auf rund 6,1 Gigatonnen Kohlenstoff (siehe [[#Grafik:_Entwicklung_der_CO2-Emissionen_im_Industriezeitalter|Grafik CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen im Industriezeitalter]]). Die globalen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen betrugen im Jahr 1990 demzufolge insgesamt rund 8,2&amp;amp;nbsp;Gt&amp;amp;nbsp;C bzw. 30,1&amp;amp;nbsp;Gt&amp;amp;nbsp;CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Global Carbon Project&amp;quot;&amp;gt;Vgl. die Grafik [http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/images/GCP_Carbon_Cycle_Budget_2016.png CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; flux] &amp;lt;small&amp;gt;([http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/GCP/ Global Carbon Project])&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Siehe auch: [[Kohlendioxidemissionen#Emissionen aus Landnutzungsänderungen]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parameter zur Beschreibung der Aktivitäten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Basis der im Verlauf des Industriezeitalters zu beobachtenden Veränderungen, welche durch Parameter wie &lt;br /&gt;
# Bevölkerungsentwicklung&lt;br /&gt;
# Energiebedarf &lt;br /&gt;
# Wirtschaftswachstum&lt;br /&gt;
# Landnutzungsänderung&lt;br /&gt;
# Ressourcenverfügbarkeit&lt;br /&gt;
# Artenvielfalt&lt;br /&gt;
# [http://de.wikipedia.org/wiki/Ökologischer_Fußabdruck Ökologischer Fußabdruck] etc.&lt;br /&gt;
beschrieben bzw. erfasst werden können, wurden vom IPCC eine Vielzahl von denkbaren bzw. möglichen  [[Klimaszenarien|Zukunftsszenarien]] entwickelt ([[Klimamodelle|Computermodellsimulationen]]), die mittels der in der folgenden Tabelle  genannten Charakteristika &#039;&#039;(der Buchstabe A steht für wirtschaftsorientierte Szenarien, der Buchstabe B für umweltorientierte Szenarien, die Ziffer 1 für Szenarien bei fortschreitender Globalisierung, die Ziffer 2 für Szenarien bei regionaler Entwicklung)&#039;&#039; eingeteilt werden können in &#039;&#039;&#039;vier Szenarienfamilien&#039;&#039;&#039;&amp;amp;nbsp;(A1,&amp;amp;nbsp;A2;&amp;amp;nbsp;B1,&amp;amp;nbsp;B2).&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 600px;&amp;quot; border=1; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background: #b3b7ff;&amp;quot; |Die vier SRES-Szenarienfamilien&amp;lt;ref name=&amp;quot;WBGU2003&amp;quot;&amp;gt;Vgl. &#039;&#039;Grundannahmen der SRES-Szenarien,&#039;&#039; Seite 106 ff. in: [https://www.wbgu.de/fileadmin/user_upload/wbgu/publikationen/hauptgutachten/hg2003/pdf/wbgu_jg2003.pdf#page=130 WBGU (Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen): &#039;&#039;Welt im Wandel: Energiewende zur Nachhaltigkeit&#039;&#039;, 21. März 2003 (PDF, 4&amp;amp;nbsp;MB)]&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie die im &#039;&#039;Fourth Assessment Report&#039;&#039; des [[IPCC]] prognostizierte Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur bis 2100&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;middle&amp;quot; align=&amp;quot;middle&amp;quot; &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 100px;&amp;quot; |&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;[https://www.de-ipcc.de/media/content/IPCC2007-WG1.pdf#page=13 AR4 Summary (PDF)]&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 225px;&amp;quot; |&#039;&#039;&#039;Wirtschaftsorientiert&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(ökonomisch&amp;amp;nbsp;ausgerichtet)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 225px;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Umweltorientiert&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(ökologisch&amp;amp;nbsp;ausgerichtet)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;middle&amp;quot; align=&amp;quot;middle&amp;quot; &lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Globalisierung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(homogene&amp;amp;nbsp;Welt)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#FF0000;&amp;quot;| &amp;lt;p style=&amp;quot;background-color:#E0E0E0&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;A1&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;(Hohes&amp;amp;nbsp;Wirtschaftswachstum)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Szenario-Gruppen:&amp;amp;nbsp;A1T;&amp;amp;nbsp;A1B;&amp;amp;nbsp;A1FI)&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;1,4–6,4&amp;amp;nbsp;°C&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#00EE00;&amp;quot;|&amp;lt;p style=&amp;quot;background-color:#E0E0E0&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B1&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;(Globale Nachhaltigkeit)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;amp;nbsp; &amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;1,1–2,9&amp;amp;nbsp;°C&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;middle&amp;quot; align=&amp;quot;middle&amp;quot; &lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Regionalisierung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(heterogene&amp;amp;nbsp;Welt)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |&amp;lt;p style=&amp;quot;background-color:#E0E0E0&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;A2&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;(Regionale&amp;amp;nbsp;Wirtschaftsentwicklung)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;2,0–5,4&amp;amp;nbsp;°C&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |&amp;lt;p style=&amp;quot;background-color:#E0E0E0&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;(Regionale&amp;amp;nbsp;Nachhaltigkeit)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;1,4–3,8&amp;amp;nbsp;°C&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die A1-Szenarien-Familie ist unterteilt in die folgenden drei Szenario-Gruppen, die unterschiedliche Ausrichtungen technologischer Änderungen im Energiesektor beschreiben:&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC-AR4&amp;quot;&amp;gt;IPCC Fourth Assessment Report (AR4), Climate Change 2007, WG I: [https://www.de-ipcc.de/media/content/IPCC2007-WG1.pdf#page=18 Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger • Klimaänderung 2007: Wissenschaftliche Grundlagen] (Seite 18 von 18 der PDF-Datei)&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;SRES-kap.4&amp;quot;&amp;gt;IPCC Special Report on Emissions Scenarios (SRES): [http://www.grida.no/climate/ipcc/emission/089.htm Chapter 4: An Overview of Scenarios]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Szenario-Gruppe A1FI&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;&#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039;ossil-&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039;ntensiv;&lt;br /&gt;
# Szenario-Gruppe A1T&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;nichtfossile Energiequellen;&lt;br /&gt;
# Szenario-Gruppe A1B&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;(&#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039;alanced)&amp;amp;nbsp;ausgewogene Nutzung fossiler und nichtfossiler Energiequellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zukunfts-Szenarien: Wie wird sich die globale Welt wahrscheinlich weiter entwickeln? ===&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;Hauptartikel: [[SRES-Szenarien#Die_IPCC-Emissionsszenarien]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[IPCC#Sonderberichte|IPCC-Sonderbericht]] über Emissions-Szenarien  &#039;&#039;(&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;pecial &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;eport on &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039;missions &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;cenarios; SRES)&#039;&#039; wird  bei den vier Szenariofamilien (A1, A2; B1, B2) bzw. den sogenannten &#039;&#039;&#039;6&amp;amp;nbsp;Marker-Szenarien&#039;&#039;&#039; hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der entsprechenden Parameter (Bevölkerungsentwicklung; Wirtschaftswachstum; Energiebedarf etc.) im Einzelnen jeweils von folgenden Grundannahmen ausgegangen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| border=1; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;7&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| Grundannahmen für die einzelnen Szenariofamilien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Szenariofamilie &lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;3&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | A1&lt;br /&gt;
! align=&amp;quot;center&amp;quot; | A2&lt;br /&gt;
! align=&amp;quot;center&amp;quot; | B1&lt;br /&gt;
! align=&amp;quot;center&amp;quot;| B2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;Szenario Gruppe&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;A1FI&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;A1B&amp;lt;/small&amp;gt;  &lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;A1T&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;A2&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;B1&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;B2&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [http://de.wikipedia.org/wiki/Bevölkerungsexplosion Bevölkerungswachstum] || + || + || + || +++ || +|| ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Welt-Bevölkerung (2100)&amp;lt;ref name=&amp;quot;WZ-Bericht_Nr.P0301&amp;quot;&amp;gt;Vgl.: Janina Onigkeit, Joseph Alcamo et. al.: Szenarien für die langfristige Verteilung regionaler Anrechte auf Treibhausgasemissionen und Auswirkungen des Klimawandels (WZ-Bericht Nr. P0301), dort: [http://www2.cesr.de/component/easyfolderlistingpro/?view=download&amp;amp;format=raw&amp;amp;data=eNpFj90OwiAMhd-Fe-MWk6n1YRYc3YZhQChzS4zvbvlZvIJ-7TmnldC28CHoQIzOKAziQXADodxmjZMqlTwhVsJQBigjEM3Rmlak-BdfQfR9ZtUqSa1cXDCVDYj0dIVqttfQFFFA42WcU_sO4uyDe-EQqZqM2uBh0rIcF02knaVTwGGOmV8Y77H-vBrrNrh7HZCOqJZ3kDHKYV7Q8vQzU470Ad8at3IFR0zOTYaNvz_7rV0X#page=030 Seite 30, Tabelle 3 - Charakteristika der treibenden Kräfte der IPCC Marker-Szenarien (aus IPCC, 2000).] (PDF-Datei, 112 Seiten)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | Niedrig &amp;lt;br /&amp;gt;(≈&amp;amp;nbsp;7 Mrd.) || Hoch &amp;lt;br /&amp;gt;(≈&amp;amp;nbsp;15&amp;amp;nbsp;Mrd.) || Niedrig&amp;lt;br /&amp;gt; (≈&amp;amp;nbsp;7&amp;amp;nbsp;Mrd.) || Mittel &amp;lt;br /&amp;gt;(≈&amp;amp;nbsp;10&amp;amp;nbsp;Mrd.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [http://wiki.zum.de/Wirtschaftswachstum Wirtschaftswachstum]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt; [http://en.wikipedia.org/wiki/GDP GDP]&amp;lt;/small&amp;gt;|| ++++ || ++++ || ++++ || ++ || +++ || ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[http://wiki.zum.de/Energie Energiebedarf] &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;[http://en.wikipedia.org/wiki/Energy_use Energy use]&amp;lt;/small&amp;gt;|| ++++ || ++++ || +++ || +++ || + || ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Landnutzung|Landnutzungsänderung]] &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;[http://en.wikipedia.org/wiki/Landuse Landuse] changes&amp;lt;/small&amp;gt;|| + &amp;lt;br /&amp;gt;bis ++ || + || + || ++ /+++ || +++ || ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [http://de.wikipedia.org/wiki/Ressource Ressourcenverfügbarkeit]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Resource availability of conventional and &amp;lt;br /&amp;gt; unconventional oil and gas. &amp;lt;/small&amp;gt;|| +++ || ++ || ++ || + || + || ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Technologieentwicklung&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Ausmaß und Ausrichtung technologischer Änderungen)&amp;lt;/small&amp;gt; || schnell || schnell || schnell || langsam || ++ || ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Energieträger || &amp;lt;small&amp;gt;fossilintensiv: &amp;lt;br /&amp;gt; Kohle, &amp;lt;br /&amp;gt;Öl &amp;amp; Gas &amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;ausgewogene Nutzung aller Quellen || &amp;lt;small&amp;gt;nichtfossile Energiequellen &amp;lt;/small&amp;gt;|| regional || &amp;lt;small&amp;gt;efficiency &amp;amp; dematerialization&amp;lt;/small&amp;gt; || &amp;lt;small&amp;gt;&amp;quot;dynamics as usual&amp;quot; &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;7&amp;quot; style=&amp;quot;background:#E0E0E0;&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Legende:&#039;&#039;&#039; + (Niedrig), ++ (Mittel), +++ (Hoch), ++++ (Sehr hoch)&amp;lt;br/&amp;gt;Quelle:[http://www.grida.no/climate/ipcc/emission/091.htm#4.2.1. IPCC: &#039;&#039;TAR&#039;&#039;, Kapitel 4.2. SRES Scenario Taxonomy]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| prognostizierte Erhöhung der &amp;lt;br/&amp;gt;[[Lufttemperatur#Jahresgang|globalen Durchschnittstemperatur]]&amp;lt;br/&amp;gt; bis zum Jahr 2100 || &amp;lt;small&amp;gt;2.4 – 6.4&amp;amp;nbsp;°C &amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;1.7 – 4.4&amp;amp;nbsp;°C &amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;1.4 – 3.8&amp;amp;nbsp;°C &amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;2.0 – 5.4&amp;amp;nbsp;°C &amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;1.1 – 2.9&amp;amp;nbsp;°C&amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;1.4 – 3.8&amp;amp;nbsp;°C &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;7&amp;quot; style=&amp;quot;background:#E0E0E0;&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; Tabelle SPM.3 (Seite 13) in: IPCC Fourth Assessment Report (AR4), Climate Change 2007, WG I: [https://www.de-ipcc.de/media/content/IPCC2007-WG1.pdf#page=13 Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger • Klimaänderung 2007: Wissenschaftliche Grundlagen (PDF-Datei, 18 Seiten)]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterricht ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- INVALIDE URL =&amp;gt; * Epochen der Energieversorgung (Seite 3 von 12 der PDF-Datei): &amp;quot;[http://www.agenda21schulen.de/Chatderwelten/Klima/mat_klima/nk_grundlagen.pdf Grundlagen: Energie-Begriffe]&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Transfer 21 NRW: [http://www.agenda21schulen.de/Chatderwelten/Klima/klima_unt_download.php Unterrichtsmaterialien]&amp;lt;/small&amp;gt; --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20231116072334/http://www.gcn.de/publikationen.html Global Challenges Network e.V. (GCN)]:&lt;br /&gt;
*# Mohssen Massarrat: [https://web.archive.org/web/20240204121253/http://www.gcn.de/download/M_Nachhaltig.pdf Nachhaltigkeit durch Kosteninternalisierung - Theorieansätze zur Analyse und Reform globaler Strukturen (PDF-Datei; 16 Seiten)] (auch [https://wissenschaft-und-frieden.de/artikel/nachhaltigkeit-durch-kosteninternalisierung/ online] verfügbar)&lt;br /&gt;
*# Hans-Peter Dürr: [https://web.archive.org/web/20231206083228/http://gcn.de/download/D15KW.pdf Die 1,5-Kilowatt-Gesellschaft] (Vortrag 1994)&lt;br /&gt;
*# Hans-Peter Dürr (1992): Ökologische Herausforderung der Ökonomie - [https://wissenschaft-und-frieden.de/artikel/oekologische-herausforderung-der-oekonomie/ Teil I] / [https://wissenschaft-und-frieden.de/artikel/oekologische-herausforderung-der-oekonomie-2/ Teil II]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Umweltbundesamt: [http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/konzepte-gesellschaftlichen-wohlstands-oekologische Konzepte gesellschaftlichen Wohlstands und ökologische Gerechtigkeit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Agenda 21 - Treffpunkt: &lt;br /&gt;
*# [http://www.agenda21-treffpunkt.de/thema/energie.htm Energie,  Rohstoffe, Ressourcen]&lt;br /&gt;
*# [http://www.agenda21-treffpunkt.de/lexikon/fossil.htm Fossile Energien]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ESPERE Klimaenzyklopädie: [http://klimat.czn.uj.edu.pl/enid/Basis/1__mensch-gemachter_Klimawandel__2bx.html Wie ändern Menschen das Klima?]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bundeszentrale für politische Bildung:&lt;br /&gt;
*# Themenblätter im Unterricht (Nr. 73): [http://www.bpb.de/shop/lernen/themenblaetter/36561/klimagerechtigkeit Klimagerechtigkeit]&lt;br /&gt;
*# DOSSIER Klimawandel - [http://www.bpb.de/gesellschaft/umwelt/klimawandel/38484/anpassung-an-den-klimawandel Die Kehrseite der Medaille]&lt;br /&gt;
*# APuZ 33-34/2008: [http://www.bpb.de/apuz/31020/armut-abstieg-unsicherheit-die-soziale-frage-am-beginn-des-21-jahrhunderts-essay?p=all Armut, Abstieg, Unsicherheit: Die soziale Frage am Beginn des 21. Jahrhunderts]&lt;br /&gt;
*# APuZ 10/2015: [http://www.bpb.de/apuz/201654/ungleichheit-als-gefahr-fuer-demokratie-teilhabe-und-stabilitaet?p=all &amp;quot;Unten&amp;quot; betrifft alle: Ungleichheit als Gefahr für Demokratie, Teilhabe und Stabilität] &lt;br /&gt;
*# DOSSIER Menschenrechte: [http://www.bpb.de/internationales/weltweit/menschenrechte/38627/zehn-fragen?p=all Zehn Fragen zu Menschenrechten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* EU (Europäische Union)&lt;br /&gt;
*: Bericht der Europäischen Kommission für den Europäischen Rat (14.03.2008): [http://www.consilium.europa.eu/uedocs/cms_data/docs/pressdata/de/reports/99391.pdf Klimawandel und internationale Sicherheit (PDF; 11 Seiten)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* TU Darmstadt / Projekt ICuM (IT-Curriculum zur Förderung der Medienkompetenz in Lehramtsstudiengängen)&lt;br /&gt;
*:[https://web.archive.org/web/20210613110814/http://www.icum-tud.de/material/projekte/klima/1800.html  Industrielle Revolution und Klimawandel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schulen (themenrelevante Webangebote)&lt;br /&gt;
*# Teletta-Groß Gymnasium (TGG ): [https://web.archive.org/web/20180828233403/http://energiekurs.de/index.html Die Weltenergievernutzung im 21. Jahrhundert] &lt;br /&gt;
*#: &#039;&#039; Alte Homepage: [https://web.archive.org/web/20180829032705/http://energiekurs.de/index_old.htm Energiekurs der Leeraner Gymnasien UEG und TGG] &amp;lt;br /&amp;gt; Der Energiekurs behandelt das Thema Energie semesterteilig unter den verschiedenen Aspekten Physik, Erdkunde, Biologie und Politik. &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schulbücher&lt;br /&gt;
*# Cornelsen-Verlag&lt;br /&gt;
*::[https://web.archive.org/web/20160401093905/http://www.cornelsen.de/fm/1272/Politik_FOS_KAP_12_online_23_07.pdf Unsere Umwelt – Ressourcensicherung und Nachhaltigkeit] (PDF; 16 Seiten) &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;= Kapitel 12 des Lehrbuchs &amp;quot;[http://www.cornelsen.de/produkte/mitmachen-schuelerbuch-9783064507371 Mitmachen • Politik für Fachoberschulen und Höhere Berufsfachschulen]&amp;quot; - ISBN 978-3-06-450737-1 &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ZUM-Wiki (Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e. V.): &lt;br /&gt;
*# [https://archive.ph/8G1aV#selection-1209.1-1209.11   Industrielle Revolution und soziale Frage im 19. Jahrhundert] - Definition der Begriffe im historischen Kontext (kompetenzorientierte Didaktik)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*# [https://archive.ph/lvGnB#selection-2383.2-2383.8 Industrielle Revolution] (die Epochen des Industriezeitalters)&lt;br /&gt;
*# [https://web.archive.org/web/20170116232032/https://wiki.zum.de/wiki/index.php?title=Soziale_Frage_als_politische_Frage&amp;amp;oldid=185230 Soziale Frage im historischen Kontext] (Soziale Frage im 21. Jahrhundert &amp;gt; International bzw. global &amp;gt; Klimawandel und soziale Frage) Memento vom  16.01.2017 im Internet Archiv.&lt;br /&gt;
*# [http://web.archive.org/web/20110604190414/http://wiki.zum.de/index.php?title=Zukunftskompetenz&amp;amp;oldid=186017#Politik_und_Sozialwissenschaften Zukunftskompetenz] (Memento vom 04 JUN 2011)&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Jürgen Paeger (Website &amp;quot;Ökosystem Erde&amp;quot;): [http://www.oekosystem-erde.de/html/moderne_zeiten.html Das Zeitalter der Industrie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-frankfurt.de/43267598/Ehemalige-AG-Klimaforschung Christian-D. Schönwiese], Vortrag &amp;lt;small&amp;gt;([http://www.fze.uni-saarland.de/AKE_Archiv/DPG2005-AKE_Berlin/Links_DPG2005.htm  DPG-Tagung Berlin 2005])&amp;lt;/small&amp;gt;:&lt;br /&gt;
*: [http://www.fze.uni-saarland.de/AKE_Archiv/DPG2005-AKE_Berlin/Buch/DPG2005_SyKE1.4Schoenwiese_CC-imIndustriezeitalter.doc Klimawandel im Industriezeitalter - Beobachtungsindizien und Ursachen] (*.doc; Word-Dokument, 16 Seiten) sowie [http://www.fze.uni-saarland.de/AKE_Archiv/DPG2005-AKE_Berlin/Vortraege/DPG2005_SyKE1.4Schoenwiese_CC-imIndustriezeitalter.ppt PowerPoint-Präsentation (36 Folien)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (Pressemitteilung vom 26.04.2011): [https://www.pik-potsdam.de/de/aktuelles/nachrichten/archiv/2011/welthandel-reiche-lander-verursachen-zunehmend-co2-emissionen-in-armeren-landern Welthandel: Reiche Länder verursachen zunehmend CO2-Emissionen in ärmeren Ländern]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Carbon Dioxide Information Analysis Center (CDIAC): [https://web.archive.org/web/20181017180930/http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/trends/emis/meth_reg.html Fossil-Fuel CO2 Emissions] (Memento von 17. Okt. 2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Internationale Energieagentur (IEA): &lt;br /&gt;
:# [https://web.archive.org/web/20120711121840/www.worldenergyoutlook.org/media/weowebsite/2010/weo2010_es_german.pdf World Energy Outlook 2010 (PDF-Datei, 20 Seiten)]  &#039;&#039;Zusammenfassung des Welt-Energieberichts 2010 (deutsch)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:# [https://web.archive.org/web/20160131013836/http://www.iea.org/publications/ Liste der kostenfreien Publikationen]&lt;br /&gt;
* Deutscher Bundestag: [http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/14/094/1409400.pdf BT-Drs. 14/9400 vom 07.07.2002 (PDF-Datei, 678 Seiten)] - Endbericht der Enquete-Kommission „Nachhaltige Energieversorgung unter den Bedingungen der Globalisierung und der Liberalisierung“&lt;br /&gt;
*: &#039;&#039;BEACHTE dort Kapitel 3: Geopolitische, internationale und europäische Entwicklungstrends&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* BMU-Broschüre: [http://www.boell.de/sites/default/files/assets/boell.de/images/download_de/oekologie/broschuere_dritte_industr_rev.pdf Die dritte industrielle Revolution - Aufbruch in ein ökologisches Jahrhundert • Dimensionen und Herausforderungen des industriellen und gesellschaftlichen Wandels (PDF-Datei, 148 Seiten)], 1. Auflage, September 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Unterrichtsmaterial=[http://klimat.czn.uj.edu.pl/enid/Basis/1__mensch-gemachter_Klimawandel__2bx.html Wie ändern Menschen das Klima?]&lt;br /&gt;
|umfasst=Klimaszenarien&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungshaushalt der Atmosphäre#Antriebe des Klimawandels&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungsantrieb&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungsantrieb von Aerosolen&lt;br /&gt;
|verursacht=Sulfataerosole&lt;br /&gt;
|verursacht=Kohlendioxid-Emissionen&lt;br /&gt;
|verursacht=CO2-Emissionen durch private Haushalte&lt;br /&gt;
|verursacht=Klimawandel&lt;br /&gt;
|Zukünftige Entwicklung=2-Grad-Ziel&lt;br /&gt;
|Zukünftige Entwicklung=Zukünftige Treibhausgas- und Aerosolkonzentrationen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Strahlungsantrieb, Aerosole, Sulfataerosole, Kohlendioxid-Emissionen, CO2-Emissionen, Klimawandel, 2-Grad-Ziel, Treibhausgas- und Aerosolkonzentrationen, Wirtschaft, globale Erwärmung, Treibhausgasemissionen, globale CO2-Emissionen, globaler Energieverbrauch, Weltenergieverbrauch, Energievernutzung, Folgen des Klimawandels,&lt;br /&gt;
Zukunftsszenarien, SRES-Szenarienfamilien, SRES-Szenarien, IPCC-Emissionsszenarien, Marker-Szenarien,&lt;br /&gt;
Klimawandel, Menschenrechte, Gesellschaftsideal, Soziale Idee, Industrialisierung, Industriezeitalter, Epochen des Industriezeitalters, Epochen der Primärenergieträger, Primärenergieeinsatz, Primärenergiebedarf,  Primärenergiequellen, fossile Brennstoffe, Industrielle Revolution, Definition Industrielle Revolution, Industrielle Revolution und Soziale Frage, Erste industrielle Revolution, Zweite industrielle Revolution, Dritte industrielle Revolution, Digitale Revolution, Soziale Frage, Definition Soziale Frage, Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit, Kluft zwischen Arm und Reich, Ungleichheit, Soziale Frage des 19. Jahrhunderts, Soziale Frage im 19. Jahrhundert, Soziale Frage des 21. Jahrhunderts, Soziale Frage im 21. Jahrhundert, sozioökonomischer Wandel, Gesellschaftswandel, Gesellschaftsumbruch, globale Soziale Frage, transnationale Soziale Frage, globale Ungleichheit, globale Probleme der Menschheit, Zentralprobleme der modernen Welt, Schlüsselprobleme, Zukunftskompetenz&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Treibhausgase]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kohlendioxid]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft und Soziales]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Benutzer:Sandra_Burger/To_do_Liste_Sch%C3%BClerarbeiten&amp;diff=32589</id>
		<title>Benutzer:Sandra Burger/To do Liste Schülerarbeiten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Benutzer:Sandra_Burger/To_do_Liste_Sch%C3%BClerarbeiten&amp;diff=32589"/>
		<updated>2024-12-21T14:51:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Liste: zu bearbeitende Seiten */  - 1  + erg. ==&amp;gt; AW @ Dieter Kasang&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die unten aufgelisteten Seiten enthalten den Abschnitt &amp;quot;Schülerarbeiten zum Thema&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt; -- bis auf wenige Ausnahmen sind die dort (auf den jeweiligen Seiten) aufgelisteten Links zum HBS invalide und müssen demzufolge aktualisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(Für den Fall, dass eine Schülerarbeit auf dem HBS nicht mehr auffindbar ist, besteht die Möglichkeit, die entsprechende Schülerarbeit via Internet Archiv mittels einer dort archivierten älteren Seitenversion heraus zu suchen und in Form eines Archivlinks hier im Klimawiki zu verlinken.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:::: Link zum Internet Archiv:&lt;br /&gt;
::::https://web.archive.org/web/20240409062121/https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Spezial:Kategorien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Link zum HBS ==&lt;br /&gt;
Schülerarbeiten aus dem &amp;quot;Schulprojekt Klimawandel&amp;quot; nach Themen:&lt;br /&gt;
: https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Suchergebnisse ==&lt;br /&gt;
Suchergebnisse  1 bis 101 von 101&lt;br /&gt;
https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Spezial:Suche&amp;amp;limit=250&amp;amp;offset=0&amp;amp;ns0=1&amp;amp;search=Schülerarbeiten&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: &#039;&#039;&#039; HINWEIS: die erfolgreich bearbeiteten bzw. aktualisierten Seiten bitte hier aus DIESER Liste löschen!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
== Liste: zu bearbeitende Seiten ==&lt;br /&gt;
HINWEIS: bei den Edits bitte zugleich auch immer die Links im Abschnitt &amp;quot;Klimadaten zum Thema&amp;quot; überprüfen.&lt;br /&gt;
::: zentrale Seite = https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen&lt;br /&gt;
: Die Daten-Links werden mit überprüft. Dieter&lt;br /&gt;
:: Danke. Bitte auch die Links im Abschnitt &amp;quot;Klimamodell-Experimente zum Thema&amp;quot; überprüfen und aktualisieren (enthalten zum Beispiel in [[ENSO]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Unterricht Themen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Taifune im Nordwest-Pazifik]] =&amp;gt; Schülerarbeit nicht mehr auffindbar: &#039;&#039;&#039;Taifune&#039;&#039;&#039; Welche Auswirkungen wird der Klimawandel haben? (Gymnasium Grotmoor, Hamburg)&lt;br /&gt;
:::::::: https://preview.poc.hamburg.de/hhcae-cm7/servlet/contentblob/10267176/f9406147bf83accfba5f3ba69d70a6e9/data/2017-taifune.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Alpine Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Boden im Klimasystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Direkte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg im Ostseeraum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserprobleme (regional)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ozean im Klimasystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Phänologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimaprojektionen Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Permafrost]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dürren in Kalifornien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[ENSO]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegel der Zukunft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg in der Nordsee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arktische Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Waldbrände in Kalifornien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimawandel und Weinbau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserressourcen und Klimawandel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Starkregen und Hochwasser in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Terrestrischer Kohlenstoffkreislauf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arktische Vegetation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tropische Wirbelstürme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Verbreitung der Arten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--- Ende der Liste ---&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Hallo Sandra,&lt;br /&gt;
::ich danke dir sehr für die Bearbeitung der falschen Links zu den Schülerarbeiten auf dem HBS und die sehr nützliche Liste oben. Du brauchst die Link-Bearbeitung nicht weiter fortzusetzen. Wir haben jemand gefunden, der das übernehmen wird.&lt;br /&gt;
::Beste Grüße &lt;br /&gt;
::Dieter&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Industrielle_Revolution&amp;diff=32515</id>
		<title>Industrielle Revolution</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Industrielle_Revolution&amp;diff=32515"/>
		<updated>2024-12-15T18:10:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Epochen der Primärenergieträger */ typo +  stil (Päzisierung) + erg =&amp;gt; Klimageschichte_(Bilder)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:IndustrielleRevolution.jpg|thumb|right|520px|Das Industriezeitalter&amp;lt;ref name=&amp;quot;BMU&amp;quot;&amp;gt;BMU-Broschüre: [http://www.boell.de/sites/default/files/assets/boell.de/images/download_de/oekologie/broschuere_dritte_industr_rev.pdf#page=014 Die dritte industrielle Revolution - Aufbruch in ein ökologisches Jahrhundert (Seite 14 von 148 der PDF-Datei),] Tabelle &amp;quot;Von der Ersten zur Dritten Industriellen Revolution&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;HBS&amp;quot;&amp;gt; Heinrich Böll Stiftung: [http://www.boell.de/sites/default/files/Endf_Nachhaltige_Industriepolitik_komplett.pdf#page=24 Nachhaltige Industriepolitik (Tabelle S. 22 = Seite 24 von 76 der PDF-Datei)]&amp;lt;/ref&amp;gt; - die [[#Epochen der Primärenergieträger|Epochen der Primärenergieträger]]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
a) Erste Industrielle Revolution und Soziale Frage im 19. Jahrhundert&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) Zweite Industrielle Revolution und Soziale Frage im 20. Jahrhundert &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) Dritte Industrielle Revolution und Soziale Frage im 21. Jahrhundert&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe hierzu auch die [[#Grafik:_Entwicklung_der_CO2-Emissionen_im_Industriezeitalter|Grafik: Entwicklung der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen im Industriezeitalter]] ]][[Datei:FossileEnergie1850-2007.jpg|thumb|right|520px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter &#039;&#039;&#039;Industrielle Revolution&#039;&#039;&#039; versteht man die rasche industrielle Umgestaltung der Arbeits- und Sozialordnung in Europa im 19. Jahrhundert. Mit dieser Epoche beginnt das Industriezeitalter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Verlauf des Industriezeitalters zu verzeichnenden menschlichen Aktivitäten - namentlich der hohe Verbrauch fossiler Brennstoffe durch eine explosionsartig gestiegene Weltbevölkerung - sind nach dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Kenntnisstand ursächlich für die [[Klimawandel|globale Erwärmung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Club_of_Rome&amp;quot;&amp;gt;Mit Blick auf diese Zusammenhänge appelliert der [https://www.clubofrome.org/ Club of Rome] an die politischen Entscheidungsträger, in der Bevölkerung ggf. durch finanzielle Anreize ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass jede/r Einzelne durch eine verantwortungsvolle Familienplanung (ideal wäre die freiwillige Selbstbeschränkung auf 1&amp;amp;nbsp;Kind pro Paar) einen wichtigen Beitrag leisten kann hin zu einer nachhaltigen Entwicklung, die den nur begrenzt verfügbaren Ressourcen Rechnung trägt. - Vgl. bspw. Spiegel online (13.09.2016): [http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/club-of-rome-bericht-fordert-belohnung-fuer-kinderlose-frauen-a-1112145.html Club of Rome: Forscher fordern Belohnung für kinderlose Frauen]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist zu befürchten, dass die globale Erwärmung negative Auswirkungen auf die internationale Sicherheit hat: der Klimawandel ist nach Einschätzung der Europäischen Kommission ein Bedrohungsmultiplikator, das heißt bestehende Tendenzen, Spannungen und Instabilität können sich dadurch ggf. noch verschlimmern (Ressourcenkonflikte, Zunahme von Katastrophen durch [[:Kategorie:Extremereignisse|Extremereignisse]], umweltbedingte Migration).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klimawandel_und_internationale_Sicherheit&amp;quot;&amp;gt;Bericht der Europäischen Kommission für den Europäischen Rat (14.03.2008): [http://www.consilium.europa.eu/uedocs/cms_data/docs/pressdata/de/reports/99391.pdf Klimawandel und internationale Sicherheit] (PDF; 11 Seiten) &amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der WBGU sieht die globale Erwärmung als &amp;quot;Risikoverstärker&amp;quot; (WBGU 2007: Sicherheitsrisiko Klimawandel). &amp;lt;ref name=Sicherheitsrisiko_Klimawandel&amp;gt;Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU): [https://www.wbgu.de/de/publikationen/publikation/welt-im-wandel-sicherheitsrisiko-klimawandel Welt im Wandel – Sicherheitsrisiko Klimawandel], Berlin, Heidelberg 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Zum Thema &amp;quot;Klimaflüchtlinge&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Genfer_Flüchtlingskonvention&amp;quot;&amp;gt;Beachte hierzu den Hinweis von Andrea Naica-Loebell (tp vom 22.01.2018) auf die im vorliegenden Zusammenhang  nicht greifende, weil sehr eng gefasste Definition des Begriffs &amp;quot;Flüchtling&amp;quot; der Genfer Flüchtlingskonvention:&lt;br /&gt;
[https://web.archive.org/web/20240204121310/https://www.telepolis.de/features/Klimawandel-und-immer-mehr-Migration-3946382.html?seite=all Klimawandel und immer mehr Migration]&amp;lt;/ref&amp;gt; siehe: [[Klimawandel und Migration‎‎]]&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsdefinitionen (Epochenbegriff / Prozessbegriff) ==&lt;br /&gt;
=== Definition Industrielle Revolution ===&lt;br /&gt;
Der (als eurozentristisch&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eurozentrismus&amp;quot;&amp;gt;Vgl. (Wikipedia) [http://de.wikipedia.org/wiki/Eurozentrismus Eurozentrismus]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Arundhati Roy&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu in [https://web.archive.org/web/20130228121629/http://www.zeit.de/2011/51/Interview-Roy/komplettansicht DIE ZEIT, 15.12.2011 Nr. 51 (&amp;quot;Europa ist nur der Anfang&amp;quot;)] die indische Schriftellerin Arundhati Roy:&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;»[...] Während Europa einst für sich seine Ideen von Freiheit und Gleichheit &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;*)&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; entwickelte, kolonisierte es andere Länder, beging Völkermorde und praktizierte Sklaverei – und das in unvorstellbaren Dimensionen. Ganze Völker wurden vernichtet. Die Belgier brachten im Kongo zehn Millionen Menschen um. Die Deutschen rotteten in Westafrika die Hereros aus. [...] Die Völkermorde dienten der Rohstoffbeschaffung für eine industrielle Revolution, die den westlichen Kapitalismus begründete und mit ihm den materiellen Überschuss produzierte, auf dessen Basis die Ideen der modernen Demokratie entstanden. Dieser Kapitalismus aber hat unsere heutige Krise geschaffen, die sowohl ökonomischer wie ökologischer Natur ist. [...]«&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;*) &#039;&#039;Vgl. hierzu (Freiheit und Gleichheit): Hans von Scheel, [https://books.google.de/books?id=-tlLAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA16 Die Theorie der sozialen Frage, Jena 1871, S. 16]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; zu kritisierende) Begriff &#039;&#039;Industrielle Revolution&#039;&#039;, der von Friedrich Engels&amp;lt;ref name=&amp;quot;Textdokumente&amp;quot;&amp;gt;Friedrich Engels: Die Lage der arbeitenden Klasse in England (1845) - online abrufbar bei: [http://www.textlog.de/en-england-revolution.html textlog.de] oder [http://www.projekt-gutenberg.org/engels/dielage/chap003.html Projekt Gutenberg-DE]&amp;lt;/ref&amp;gt; und dem französischen Nationalökonomen Adolphe Jérôme Blanqui&amp;lt;ref name=&amp;quot;Blanqui&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu die Kritik von [http://books.google.de/books?id=-dXoQdkB8OMC&amp;amp;pg=PA257 Toni Pierenkemper (&amp;quot;Technik in der Industriellen Revolution&amp;quot;) Seite 257 ff. in: Die technikhistorische Forschung in Deutschland von 1800 bis zur Gegenwart], - Wolfgang König, Helmut Schneider (Hrsg.), kassel university press GmbH, 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--- &amp;lt;ref name=&amp;quot;Epochenbegriff&amp;quot;&amp;gt;Reinhold Würth (Uni Karlsruhe): [http://www.wuerth.de/de/wuerth/akademie/iep/de/V5WS0203.pdf Entwicklung des Unternehmertums seit der Frühindustrialisierung (Seite 3 f. von 18 der PDF-Datei)]&amp;lt;/ref&amp;gt; ---&amp;gt;&lt;br /&gt;
geprägt wurde, hat zwei verschiedene Bedeutungsebenen (einerseits &#039;&#039;Prozessbegriff&#039;&#039; und andererseits &#039;&#039;Epochenbegriff&#039;&#039;), die allerdings in der Literatur häufig nicht bzw. nicht deutlich voneinander getrennt werden.&lt;br /&gt;
# Bei Verwendung als &#039;&#039;&#039;Prozessbegriff&#039;&#039;&#039; liegt der Fokus auf dem technischen Fortschritt&amp;lt;ref name=“Metz“&amp;gt;Vgl. hierzu auch: [https://books.google.de/books?id=NjshAQAAIAAJ Karl H. Metz: Ursprünge der Zukunft • Die Geschichte der Technik in der westlichen Zivilisation], Schöningh, 2006, ISBN 3506729624, 9783506729620 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;&#039;(technischer Wandel)&#039;&#039;&#039;, d. h. der Begriff Industrielle Revolution ist in diesem Fall (lediglich) ein Synonym für den &#039;&#039;Prozessbegriff&#039;&#039; Industrialisierung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichtswissenschaft&amp;quot;&amp;gt;Stefan Jordan, [http://books.google.de/books?id=HAEz0CQzm8MC&amp;amp;pg=PA116&amp;amp;lpg=PA116&amp;amp;dq=epochenbegriff+prozessbegriff&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=AEVqEs6nrY&amp;amp;sig=04QgIBHySxMEj2MQQkv5MATpwg0&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=2QiPTbbjGYXOswbTt7yFCg&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=14&amp;amp;ved=0CE0Q6AEwDQ Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft, Seite 116]: &#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;Industrialisierung&#039; ist ein Prozessbegriff, weil er einen bestimmten Zeitpunkt als Anfang einer historischen Veränderung benennt [...] und den Zeitraum seither umfasst [...].  Die Epoche der Industrialisierung in England umschließt also einen Zeitraum von bislang etwa 250 Jahren. [...]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. den Eintrag bei wikiweise.de: [https://archive.ph/l5gG5 Industrialisierung (...) Begrifflichkeit] (Memento vom 7 Jul 2013)&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Begriffsdefinitionen&amp;quot; &amp;gt;Zu der in der Literatur für den (epochenübergreifenden) Prozessbegriff &amp;quot;Industrialisierung&amp;quot; vorgenommenen Einteilung in zeitliche Abschnitte (3 bzw. 5 &amp;quot;Phasen&amp;quot;) vgl. (Wikipedia): [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Industrialisierung&amp;amp;oldid=80832805 Industrialisierung &amp;lt;small&amp;gt;(in der Version vom 28. Oktober 2010 um 15:02 Uhr)&amp;lt;/small&amp;gt;] sowie HINWEIS + Aufgaben in ZUM-Wiki (kompetenzorientierte Didaktik): [https://archive.ph/ks1mU#selection-3403.0-3403.1 Industrielle Revolution und soziale Frage im 19. Jahrhundert] (Memento vom 24 Aug 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Bei Verwendung als &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Epochenbegriff&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; hingegen steht der &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Gesellschaftswandel&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; im Fokus (mit anderen Worten: zentraler Aspekt sind in diesem Fall die sozio-ökonomischen Veränderungen, also die gesellschaftlichen resp. sozialen Begleitumstände und Folgen der technischen Neuerungen):&lt;br /&gt;
#: &#039;&#039;Der historische Fachausdruck &#039;&#039;(erste) »Industrielle Revolution«&#039;&#039; (häufig im Kontext mit dem Ausdruck  &#039;&#039;»Soziale Frage«&#039;&#039;) bezeichnet den sozial spannungsreichen Gesellschaftsumbruch von der Agrargesellschaft zur Industriegesellschaft &#039;&#039;(plakativ/anschaulich: Gesellschaftswandel vom Ackerbau zum Autobau)&#039;&#039;, ausgelöst durch den damaligen technischen Fortschritt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Definition Soziale Frage ===&lt;br /&gt;
::::: &amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Kurz-Definition&#039;&#039;&#039; (und zugleich wichtiger Merksatz):&amp;lt;/span style&amp;gt; &#039;&#039;&#039;[https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Social_question&amp;amp;oldid=1251950909  Der Begriff Soziale Frage bezeichnet den Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit.&#039;&#039;&#039;] (en:WP; dort bitte die Fußnoten 1 bis 4 beachten!)&lt;br /&gt;
::::: Anmerkung: Noch etwas pointierter bzw. deutlicher die Definition des Soziologen Klaus Dörre: [...] Soziale Frage = &amp;quot;Konflikt zwischen Unten und Oben, &amp;lt;zwischen&amp;gt; Arbeit und Kapital&amp;quot; [...] &amp;lt;ref name=&amp;quot;Dörre&amp;quot;&amp;gt; [https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/soziologe-afd-definiert-die-soziale-frage-um-li.365807 Soziologe: AfD definiert die soziale Frage um] - Berliner Zeitung vom 04.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;u&amp;gt;allgemeingültige&amp;lt;/u&amp;gt; (für alle historischen Epochen jeweils gleichermaßen geltende) Definition des Begriffs &#039;&#039;&amp;quot;Soziale Frage&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Engelhardt&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;question sociale&amp;quot;&amp;gt;Der Begriff »Soziale Frage« hat seinen Ursprung im französischen Sprachraum (&amp;quot;[http://fr.wikipedia.org/wiki/Question_sociale question sociale]&amp;quot;) - vgl. bspw. [http://books.google.de/books?id=k6ELXfOP-sUC&amp;amp;pg=PA104 Karl Hohmann, Horst Friedrich Wünsche: Grundtexte zur Sozialen Marktwirtschaft Bd. II • Das Soziale in der Sozialen Marktwirtschaft, Seite 103 ff. mit weiteren Nachweisen] (Hrsg.: Ludwig-Erhard-Stiftung e.V.) &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Arbeiterfrage&amp;quot;&amp;gt;Im deutschen Sprachraum wurde in der politischen Debatte seinerzeit (im 19. Jahrhundert) häufig auch der (weitgehend) sinngleiche Ausdruck »die Arbeiterfrage« verwendet - vgl. [http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=115038 Meyers Konversationslexikon, Vierte Auflage, 1885-1892, 15. Band: Soziale Frage]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitungsschreiberphrase&amp;quot;&amp;gt;Karl Marx kritisierte den Begriff &#039;die soziale Frage&#039; als Zeitungsschreiberphrase - vgl.: [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kritik_des_Gothaer_Programms&amp;amp;oldid=135513747#III._Abschnitt &amp;quot;Kritik des Gothaer Programms&amp;quot;] &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Becher&amp;quot;&amp;gt;Zur Begriffsgeschichte vgl. Heribert J. Becher (Katholische Universität Eichstätt, Fakultät für Sozialwesen): [http://www.ssoar.info/ssoar/bitstream/handle/document/24766/ssoar-soziprobleme-1996-h_2-becher-thesen_zur_verwendung_der_konzepte.pdf?sequence=1 Thesen zur Verwendung der Konzepte „Soziales Problem“ und „Soziale Frage“ in Deutschland] in: Soziale Probleme, 7. Jg., 1996  Seite 148 - 160, dort insbesondere Seite 150 ff. &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Hammerschmidt_Sagebiel&amp;quot;&amp;gt;Kurze Zusammenfassung der Geschichte der sozialen Frage ab Mitte des 19. Jahrhunderts: &amp;lt;br /&amp;gt;a) Peter Hammerschmidt, Juliane Sagebiel (Hrsg.): [http://books.google.de/books?id=O9OEssXgzK8C&amp;amp;pg=PA9 Die Soziale Frage zu Beginn des 21. Jahrhunderts, AG SPAK Bücher, 2011, Seite 9 ff.]; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) Buchbesprechung zum o. a. Sammelband von Knut Lambertin (Gegenblende vom 15.09.2011): [http://gegenblende.dgb.de/artikel/++co++0b6f2ba0-5ed2-11e6-bafb-525400e5a74a#page=340  Was ist heute die soziale Frage? (Seite 340 in GEGENBLENDE Jahrbuch 2011; (PDF, 6 MB, 425 Seiten) ]&amp;lt;/ref&amp;gt; lautet wie folgt:  &#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;[...] Die Soziale Frage bezeichnet den wachsenden Gegensatz von massiven Einkommens- und Vermögensgewinnen für Kapitaleigner und sich verschlechternden Lebensbedingungen&amp;lt;ref name=&amp;quot;DIW 4/2009&amp;quot;&amp;gt;Eine derartige Entwicklung ist dokumentiert in DIW Nr. 4/2009 (die Vermögensverteilung in Deutschland betreffend): https://www.youtube.com/watch?v=CFrn2JYAdJw -- anschaulich erklärt von Georg Schramm (&amp;quot;Neues aus der Anstalt&amp;quot; vom 27.01.2009)&amp;lt;/ref&amp;gt; für die Mehrheit der Durchschnittsverdiener &amp;lt;small&amp;gt;(in der Soziologie häufig auch bezeichnet als [https://web.archive.org/web/20230923180204/https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/politiklexikon/18223/soziale-frage/ &amp;quot;die arbeitende Klasse&amp;quot;])&amp;lt;/small&amp;gt;. [...]&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Welfens&amp;quot;&amp;gt;In Anlehnung an Paul J.J. Welfens: [http://books.google.de/books?id=TmfKxlcTgBEC&amp;amp;pg=PA612&amp;amp;lpg=PA612&amp;amp;dq=%22Soziale+Frage%22+Massenarbeitslosigkeit&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=MJcBV8Viu1&amp;amp;sig=Eb3a5OMr_1y-3cLOeUSxcflQA_M&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=BGJPTPn4KsyosAbOksiOAQ&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=45&amp;amp;ved=0CKIBEOgBMCw#v=onepage&amp;amp;q=%22Soziale%20Frage%22%20Massenarbeitslosigkeit&amp;amp;f=false Grundlagen der Wirtschaftspolitik, Seite 612] (Springer-Verlag Berlin Heidelberg, 2008)&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Salomon&amp;quot;&amp;gt;In ihrem 1921 publizierten Lehrbuch &amp;quot;Leitfaden der Wohlfahrtspflege&amp;quot; gibt Alice Salomon (1872-1948) nach einer kurzen Erläuterung zur Bedeutung des Wortes »sozial« folgende Begriffsdefinition (ZITAT): &#039;&#039;&amp;quot;In dem Sinne hat man als soziale Frage den Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit, zwischen Unternehmer und Arbeiter bezeichnet; [...].&amp;quot;&#039;&#039; - Siehe: Alice Salomon: [https://books.google.de/books?id=heFhBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA19 Leitfaden der Wohlfahrtspflege, Springer-Verlag, 2013, Seite 19]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Zschaler&amp;quot;&amp;gt;dito: &#039;&#039;&amp;quot;Konflikt zwischen Kapital und Arbeit&amp;quot;&#039;&#039;:&amp;lt;br /&amp;gt; Frank E. W. Zschaler:  [https://www.kas.de/documents/252038/253252/Zschaler.pdf Die soziale Frage des 19. Jahrhunderts in deutscher und europäischer Perspektive.] In: Habisch, André ; Küsters, Hanns Jürgen ; Uertz, Rudolf (Hrsg): Tradition und Erneuerung der christlichen Sozialethik in Zeiten der Modernisierung. - Freiburg im Breisgau : Herder, 2012. - S. 99-118 ISBN 978-3-451-30611-2&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Capital and Labour&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu auch die Karikatur &amp;quot;Kapital und Arbeit&amp;quot; von  R. J. Hamerton (Punch Magazine, Mai 1843): &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
a) [https://web.archive.org/web/20181020191537/http://www.sragg.de/geschichte/Stundenprotokolle/9c%20-%202005/industrielle_soziale.htm Bildbeschreibung] (Stundenprotokoll - Klasse 9 - Friedrich Wöhler Gymnasium Singen) &amp;lt;br /&amp;gt;b) [http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Punch_1843_-_Reichtum_und_Armut.png?uselang=de  Capital and Labour (Punch Magazine, Mai 1843)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 350px;&amp;quot; border=1; align=&amp;quot;right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background: #b3b7ff;&amp;quot; | Die globale Vermögensverteilung (Video)&amp;lt;br /&amp;gt;(global wealth inequality)&amp;lt;br /&amp;gt;http://therules.org/inequality-video-fact-sheet/&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &#039;&#039;&#039;https://www.youtube.com/embed/IigtJDiHI_k&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in zahlreichen Sprachen (und auch schon in der Antike&amp;lt;ref name=&amp;quot;Plutarch&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu bspw. [https://web.archive.org/web/20240223233630/https://www.cicero.de/kultur/weg-aus-der-eurokrise-vom-antiken-athen-lernen-heisst-siegen-lernen/51652 Alexander Marguier (Cicero vom 27.08.2012): Vom antiken Athen lernen, heißt siegen lernen]&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;»[...] Plutarch etwa hatte über das Athen des Jahres 594 v. Chr. Folgendes zu berichten: „Da nun damals die Ungleichheit zwischen Arm und Reich gleichsam den Gipfel erreichte, so befand sich die Stadt in einer höchst kritischen Lage, und es sah so aus, als ob sie allein durch Errichten einer Tyrannis würde aus den Wirren heraus zur Ruhe kommen können.“ Tatsächlich, so schreibt das amerikanische Historikerpaar Will und Ariel Durant in seinem 1968 erschienenen Buch „The Lessons of History“, sei schon bei den alten Griechen die Schere zwischen Vermögenden und Habenichtsen immer weiter auseinandergegangen: „Die Armen (…) begannen von gewaltsamer Auflehnung zu sprechen. Die Reichen, die um ihren Besitz zitterten, beschlossen, sich mit Waffengewalt zu verteidigen.“ [...]«&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) übliche Redewendung &#039;&#039;&amp;quot;die Kluft zwischen Arm und Reich&amp;quot;&#039;&#039; (engl: [https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Economic_inequality&amp;amp;oldid=644205616 &#039;&#039;the gap between rich and poor]&#039;&#039;) ist mithin ein &amp;lt;u&amp;gt;sinngleicher Ausdruck&amp;lt;/u&amp;gt; für den sozialwissenschaftlichen Fachbegriff (die) &amp;quot;Soziale Frage&amp;quot;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klaus Dörre&amp;quot;&amp;gt;Siehe hierzu auch APuZ 33-34/2008 (Bundeszentrale für politische Bildung): [http://www.bpb.de/apuz/31020/armut-abstieg-unsicherheit-die-soziale-frage-am-beginn-des-21-jahrhunderts-essay?p=all Armut, Abstieg, Unsicherheit: Die soziale Frage am Beginn des 21. Jahrhunderts] &amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff hat eine deskriptive Komponente und eine normative Komponente, was in Begriffsdefinitionen aus dem 19. und 20. Jahrhundert deutlich zu erkennen ist; der Terminus technicus Soziale Frage wurde definiert als (der Gesellschaft zu Bewusstsein gekommener&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thomas Faist&amp;quot;&amp;gt;Als der Gesellschaft zu Bewusstsein gekommen gilt der Widerspruch zwischen Wirklichkeit und der Gerechtigkeitsnorm dann, wenn dieser Widerspruch in der öffentlichen Debatte thematisiert/skandalisiert/problematisiert wird. - Vgl.: Ulbricht, Christian:  [https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/soziologie/fakultaet/arbeitsbereiche/ab6/ag_faist/downloads/WP_125.pdf#page=3 Wer von Ungleichheit redet, kann von Gleichheit nicht schweigen“] (Interview mit Thomas Faist zu der Sozialen Frage im 21. Jahrhundert, Bielefeld: COMCAD, 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt; ) „Widerspruch zwischen Gesellschaftsideal und Wirklichkeit“ (Wirklichkeit: auch i. S. v. ökonomischer Entwicklung) bzw. als „das Ergebnis der Nichtübereinstimmung von sozialer Idee und vorgefundener Wirklichkeit“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Engelhardt&amp;quot;&amp;gt;Werner Wilhelm Engelhardt: [http://books.google.de/books?id=8-Ybz1v759QC&amp;amp;pg=PA33#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Zum Begriff der Sozialen Frage] in Hans Peter Widmaier (Hrgb.): Zur neuen sozialen Frage, Duncker &amp;amp; Humblot, 1978, ISBN 3428441516,  9783428441518, Seite 33 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers_Konversationslexikon&amp;quot;&amp;gt;Meyers Konversationslexikon, Vierte Auflage, 1885-1892, [http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=100954#Arbeiterfrage Arbeiterfrage (syn.: Soziale Frage)] &#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;[...] Ein soziales Problem entsteht erst dadurch, daß die thatsächlichen Zustände der Gesellschaft in Widerspruch geraten mit einem Gesellschaftsideal, mit einem Zustand, wie er nach der idealen und sittlichen Anschauung sein sollte [...]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Schuelerhausarbeit&amp;quot;&amp;gt;Unsauber, weil die normative Komponente (der Bewertungsmaßstab, also die damalige soziale Idee) in der Definition nicht explizit genannt wird, ist insofern die ansonsten gute Ausarbeitung &lt;br /&gt;
von Carola Dietrich &amp;amp; Annika Burchard (Schülerhausarbeit): [http://archive.is/ajgu6 Soziale Frage im 19. Jahrhundert] (Memento vom 7 Jul. 2013)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der staatlichen Sozialpolitik&amp;lt;ref name=&amp;quot;Borchert&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu  Jürgen Borchert: [https://archive.ph/6BG9x#selection-8811.1-8811.20 Zukunft des Sozialstaats; Analysen und Visionen.] (Von Bismarck lernen - Sozialreform als Chance) (Memento vom  24 Aug 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt; wurden zunächst extreme Formen der Externalisierung von sozialen Kosten (Kinderarbeit, Sklaverei)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mohssen_Massarrat&amp;quot;&amp;gt;Mohssen Massarrat: [https://wissenschaft-und-frieden.de/artikel/nachhaltigkeit-durch-kosteninternalisierung/  Nachhaltigkeit durch Kosteninternalisierung • Theorieansätze zur Analyse und Reform globaler Strukturen] in Wissenschaft &amp;amp; Frieden 1996/3: Leben und Überleben&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Arundhati Roy&amp;quot; /&amp;gt; gesetzlich eingeschränkt bzw. verboten,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Internalisierung_sozialer_Kosten&amp;quot;&amp;gt;Beachte in diesem Zusammenhang:&amp;lt;br/ &amp;gt;Martin Jänicke und Klaus Jacob, Eine Dritte Industrielle Revolution? Wege aus der Krise ressourcenintensiven Wachstums, [http://www.boell.de/sites/default/files/assets/boell.de/images/download_de/oekologie/broschuere_dritte_industr_rev.pdf#page=018 BMU Broschüre S. 10 ff., Seite 18:] &#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;[...] Die &#039;&#039;&#039;Internalisierung sozialer Kosten von Arbeit&#039;&#039;&#039; hat massive Anreize entstehen lassen, den Faktor Arbeit einzusparen. Damit einher ging eine stürmische Entwicklung der Arbeitsproduktivität, die im 20. Jahrhundert eine strukturelle Arbeitslosigkeit hervorbrachte. Diese Entwicklung gefährdet nicht nur die Massenkaufkraft, sie beeinträchtigt auch die Akzeptanz für einen anspruchsvolleren Umwelt- und Ressourcenschutz. [...]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; als &#039;&#039;&#039;historische Antwort auf die &#039;&#039;Soziale Frage des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; gelten indes die wirtschaftlichen und sozialen Menschenrechte (wsk-Rechte),&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krennerich&amp;quot;&amp;gt;a) Michael Krennerich (welt-sichten 05/2010): [https://www.welt-sichten.org/artikel/2891/das-recht-auf-ein-wuerdiges-leben Das Recht auf ein würdiges Leben • Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte sind keine unverbindlichen Absichtserklärungen]&amp;lt;br /&amp;gt;b) Michael Krennerich: Soziale Menschenrechte zwischen Recht und Politik, Wochenschau-Verlag, 2013, ISBN 978-3-89974855-0, Seite 22 ff. [http://books.google.de/books?id=kg-0DQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA22 Teil 1, Kapitel 2.1: Soziale Menschenrechte als Antwort auf die „soziale Frage“?] bzw. als [http://download.e-bookshelf.de/download/0008/4024/01/L-G-0008402401-0017267400.pdf#page=23 PDF (Buchauszug/Leseprobe)]&amp;lt;/ref&amp;gt; die ihrerseits nun zur Bewertung der Wirklichkeit herangezogen werden können:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Denn) die in den oben zitierten Definitionen (zur Bezeichnung der normativen Komponente) verwendeten Begriffe »soziale Idee« bzw. »Gesellschaftsideal« sind letztendlich nur Platzhalter für die seinerzeit sich entwickelnde Menschenrechtsidee&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hans von Scheel&amp;quot;&amp;gt;Gut zu erkennen in der Begriffsdefinition des Hans von Scheel, [https://books.google.de/books?id=-tlLAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA16 Die Theorie der sozialen Frage, Jena 1871, S. 16:] &#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;[...] Formulierung der sozialen Frage der Gegenwart: sie ist der zum Bewußtsein gekommene Widerspruch der volkswirtschaftlichen Entwicklung mit dem als Ideal vorschwebenden und im politischen Leben sich verwirklichenden gesellschaftlichen Entwicklungsprinzip der Freiheit und Gleichheit. [...]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; (und die mit dieser Idee verbundenen Wertmaßstäbe). &lt;br /&gt;
Inzwischen ist die Menschenrechtsidee integraler Bestandteil des Völkerrechts.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Menschenrechte im Voelkerrecht&amp;quot;&amp;gt;APuZ 46/2008 (Bundeszentrale für politische Bildung): [http://www.bpb.de/apuz/30859/idee-und-anspruch-der-menschenrechte-im-voelkerrecht?p=all Idee und Anspruch der Menschenrechte im Völkerrecht]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Menschenrechte der ersten, zweiten und dritten Generation sind somit ein geeigneter Anknüpfungspunkt, um (aufbauend auf dem o. a. Definitionsansatz) die für das 21. Jahrhundert heranzuziehende normative Komponente näher zu spezifizieren zwecks &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;&#039;Definition des Epochenbegriffs »Soziale Frage im 21. Jahrhundert«:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039; »Die Soziale Frage des 21. Jahrhunderts« ist das Ergebnis der Nichtübereinstimmung der Wirklichkeit mit den [https://web.archive.org/web/20181019053734/https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/themen/wirtschaftliche-soziale-und-kulturelle-rechte/sozialpakt/ wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechten] (UN-Sozialpakt etc.). &amp;lt;ref name=&amp;quot;amnesty&amp;quot;&amp;gt;Amnesty International (2010):  [https://web.archive.org/web/20220601125849/https://amnesty-heilberufe.de/wp-content/uploads/Broschüre_WSK-Rechte_DS.pdf Keine Rechte zweiter Klasse - wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte] Eine grundlegende Einführung in die WSK-Rechte (PDF; 21 Seiten)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Um mit Blick auf diese Definition ein konkretes Beispiel zu geben: die Austeritätspolitik (Kürzungspolitik) der “Troika” (EU-Kommission, Europäische Zentralbank und Internationaler Währungsfonds) wird von zahlreichen internationalen Organisationen als unvereinbar mit den Menschenrechten kritisiert&amp;lt;ref name=&amp;quot;Austeritaetspolitik&amp;quot;&amp;gt;Patrick Schreiner, 19. März 2014 (Interview): [http://www.annotazioni.de/post/1288 Andreas Fischer-Lescano: „Diese neoliberale Politik ist unvereinbar mit den Menschenrechten“]&amp;lt;/ref&amp;gt; - die (zudem auch von namhaften Ökonomen wie Joseph Stiglitz und Paul Krugman missbilligte&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stiglitz&amp;quot;&amp;gt;Vgl. bspw. sonnenseite.com (12.04.2012): [https://www.sonnenseite.com/de/politik/nobelpreistraeger-stiglitz-zur-schuldenkrise-wachstum-statt-sparen-und-kapitalismuskritik/ Nobelpreisträger Stiglitz zur Schuldenkrise, Wachstum statt Sparen und Kapitalismuskritik]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Krugman&amp;quot;&amp;gt; Thomas Pany (tp vom 10.06.2010): [https://web.archive.org/web/20240204121220/https://www.telepolis.de/news/Verrueckte-an-der-Macht-1999354.html &amp;quot;Verrückte an der Macht&amp;quot;] Der Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman hält die Sparprogramme in Europa für eine &amp;quot;sehr große Dummheit&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt;) Austeritätspolitik steht also im Widerspruch zu den wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechten (mit anderen Worten: diese Politik steht im Widerspruch zur sozialen Idee).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thomas Faist&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Der Klimawandel verschlimmert die Armut und verschärft soziale Ungleichheiten ====&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Wechselwirkung untergräbt die Fortschritte bei der Verwirklichung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Ziele_für_nachhaltige_Entwicklung UN-Nachhaltigkeitsziele], der sogenannten 17 Sustainable Development Goals.&amp;quot; &amp;lt;ref name=&amp;quot;HAW_Hamburg&amp;quot;&amp;gt;Wörtliches Zitat aus: Katharina Jeorgakopulos (28.02.2022): [https://www.haw-hamburg.de/detail/news/news/show/der-klimawandel-verschaerft-soziale-ungleichheiten/ „Der Klimawandel verschärft soziale Ungleichheiten“] (Interview mit Prof. Dr. Walter Leal, Leitautor von Kapitel acht des Sechsten Sachstandsberichts, WGII, des IPCC.)&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;Vgl. in diesem Kontext auch [https://www.de-ipcc.de/media/content/SR1.5-FAQs_de_barrierefrei.pdf#page=28 die FAQs] zum IPCC-Sonderbericht über 1,5 °C globale Erwärmung (SR1.5).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Siehe auch: [[SSP-Szenarien]] (dort SSP4: Ungleichheit.) und [[2-Grad-Ziel]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Soziale Frage im 21. Jahrhundert &amp;lt;ref name=&amp;quot;Klaus Dörre&amp;quot; /&amp;gt; ====&lt;br /&gt;
Ebenso wie die globale Erwärmung gehört die &#039;&#039;Soziale Frage (die gesellschaftlich produzierte Ungleichheit&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klafki&amp;quot; /&amp;gt;)&#039;&#039; zu den globalen Problemen der Menschheit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nautilus&amp;quot;&amp;gt;Nautilus Institute: [http://www.nautilus.org/gps/probs Global problems]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;UN&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu auf der Webseite der UN: [https://web.archive.org/web/20181022022125/http://www.un.org/en/sections/issues-depth/global-issues-overview/ Global issues] (Memento vom 22.10.2018 im Internet Archiv.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch im globalen Kontext (zum Beispiel: Ursachen sowie [[Wirtschaftliche_Folgen_für_Entwicklungsländer|Folgen des Klimawandels]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Turn Down the Heat&amp;quot; /&amp;gt;) geht es folglich um die soziale Kluft bzw. um die Schere zwischen zwischen Arm und Reich (Ungleichheit in internationaler Perspektive).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klafki&amp;quot;&amp;gt;Wolfgang Klafki (Marburg 1998): [http://archiv.ub.uni-marburg.de/sonst/1998/0003/k06.html Zentralprobleme der modernen Welt und die Aufgaben der Schule - Grundzüge internationaler Erziehung]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die extreme globale Ungleichheit (vgl. hierzu den Oxfam-Bericht »Even It Up – Time To End Extreme Inequality«&amp;lt;ref name=&amp;quot;oxfam&amp;quot;&amp;gt;Oxfam Deutschland (Pressemitteilung vom 30.10.2014 und Link zum Download des Berichts): [http://www.oxfam.de/presse/141030-oxfam-soziale-ungleichheit-ist-kernproblem-des-21-jahrhunderts Soziale Ungleichheit ist Kernproblem des 21. Jahrhunderts]&amp;lt;/ref&amp;gt;) wird in der wissenschaftlichen Literatur als &#039;&#039;globale soziale Frage&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Globale Soziale Frage&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Uni Bremen - Das ZERP (Zentrum für Europäische Rechtspolitik): [https://www.uni-bremen.de/jura/zerp Forschungsprogramm &amp;lt;small&amp;gt;(I. Forschungskonzeption)&amp;lt;/small&amp;gt;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fischer-Lescano&amp;quot;&amp;gt; Andreas Fischer-Lescano und Kolja Möller (Juli 2012): [https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2012/juli/die-globale-soziale-frage Die globale soziale Frage], »Blätter« 7/2012, Seite 45-54&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. (auch) als die &#039;&#039;transnationale soziale Frage (the Transnational Social Question)&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Transnationale Soziale Frage&amp;quot;&amp;gt; Vgl. dazu bspw. die Publikationen von Prof. Thomas Faist (Uni Bielefeld): [http://pub.uni-bielefeld.de/person/151480 Die transnationale soziale Frage] - online verfügbar ist zum Beispiel der Abstract zur folgenden Publikation: [http://www.jstor.org/stable/24205967?seq=1#page_scan_tab_contents Thomas Faist: Zur transnationalen sozialen Frage: Soziale Ungleichheiten durch soziale Sicherung in Europa. Leviathan. 2013;41(4):574-598.] - &amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet. Der Soziologe Harald Welzer spricht von einer &amp;quot;Verteilungsfrage von tiefgreifendem Ausmaß&amp;quot;, die nur durch Umverteilung zu lösen ist.&amp;lt;ref &amp;quot;name=Harald_Welzer&amp;quot;&amp;gt;a) Angelika Brauer (Tagesspiegel vom 11.08.2014): [http://www.tagesspiegel.de/kultur/soziologe-harald-welzer-im-interview-weg-mit-den-privilegien/10314276.html Soziologe Harald Welzer im Interview - Weg mit den Privilegien!]&amp;lt;br /&amp;gt;b)  Wolfgang Storz, Pit Wuhrer (WOZ vom 18.07.2013): [https://www.woz.ch/-4251 Harald Welzer: «Wir kreisen doch nur um den Gegenwartspunkt»]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Siehe auch: [[Klimawandel:Portal#Folgen_des_Klimawandels]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ungleichheit als Gefahr für die Demokratie &amp;lt;ref name=&amp;quot;APuZ 10/2015&amp;quot;&amp;gt;APuZ 10/2015 (Bundeszentrale für politische Bildung): &lt;br /&gt;
[http://www.bpb.de/apuz/201654/ungleichheit-als-gefahr-fuer-demokratie-teilhabe-und-stabilitaet?p=all &amp;quot;Unten&amp;quot; betrifft alle: Ungleichheit als Gefahr für Demokratie, Teilhabe und Stabilität]&amp;lt;/ref&amp;gt;====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die systembedingt wachsende Ungleichheit&amp;lt;ref name=&amp;quot;Piketty&amp;quot;&amp;gt;vgl. [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Das_Kapital_im_21._Jahrhundert&amp;amp;oldid=146159706#Ausgangspunkt Thomas Piketty: Das Kapital im 21. Jahrhundert] &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;- das heißt: die bedrohliche Vermögenskonzentration bei einer im Vergleich zur Weltbevölkerung winzigen Anzahl von superreichen Milliardären (vgl. Video: global wealth inequality) auf der einen Seite und der dadurch induzierten Massenverelendung (Stichwort: Massenarbeitslosigkeit; „Armutslöhne“ bzw. „Hungerlöhne“, mit anderen Worten also: „Ausbeutung eines zum Objekt degradierten Menschen“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bundesverfassungsgericht&amp;quot;&amp;gt;Deutschsprachiges Fallrecht (DFR): [http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv098169.html#217 BVerfGE 98, 169 &amp;lt;217&amp;gt;]&amp;lt;/ref&amp;gt;) auf der anderen Seite -&#039;&#039; wird begleitet von einem schleichenden Prozess der „Demokratieentleerung“, wofür der britische Soziologe Colin Crouch den zeitdiagnostischen Begriff „Postdemokratie“ prägte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eberl/Salomon&amp;quot;&amp;gt;Oliver Eberl/David Salomon: [https://forschungsjournal.de/fjsb/wp-content/uploads/fjsb_2014_1.pdf#page=018 Die soziale Frage in der Postdemokratie.] - FJ SB 27/2014, 1, S. 17-26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Problematisch ist insbesondere die zunehmende Machtkonzentration transnationaler Großkonzerne&amp;lt;ref name=&amp;quot;Das Netzwerk der globalen Kontrolle&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Christoph Pfluger (20.10.2011): [http://www.christoph-pfluger.ch/2011/10/20/das-netzwerk-der-globalen-kontrolle/ Das Netzwerk der globalen Kontrolle • 147 Firmen kontrollieren im Wesentlichen die Weltwirtschaft.]&amp;lt;br /&amp;gt; Link zum Download der Studie (PDF): James Glattfelder, Stefano Battiston und Stefania Vitali (ETH Zürich): [http://arxiv.org/PS_cache/arxiv/pdf/1107/1107.5728v2.pdf The network of global corporate control]&amp;lt;/ref&amp;gt; und die Verflechtung globaler und nationaler Macht- und Funktionseliten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krysmanski&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Hans Jürgen Krysmanski (&amp;lt;small&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20180129124816/http://www.uni-muenster.de/PeaCon/krysmanski archivierte Homepage] / Herrschaftsstrukturforschung&amp;lt;/small&amp;gt;): [https://web.archive.org/web/20171231034123/http://www.uni-muenster.de/PeaCon/global-texte/g-a/05-krys-powerstructure.htm  Power Structure Research und das Ringmodell der Machteliten]&amp;lt;/ref&amp;gt; Was bei vielen anderen wirtschafts- und sozialpolitischen Themen zu beklagen ist (nämlich: die negativen Auswirkungen von Lobbyismus), zeigt sich auch im Bereich der Energie- und Klimapolitik:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;[...] Die Großkonzerne im Bereich fossiler Brennstoffe lobbyieren weiterhin hinter den Kulissen gegen Änderungen in Richtung kohlenstoffarmer Energiequellen und setzen ihren enormen Reichtum ein, um sich eine Medienberichterstattung zu kaufen, mit der Verwirrung gestiftet wird. Rupert Murdochs Medienimperium in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Australien und anderswo spielt eine herausragende und besonders zynische und schädliche Rolle bei der Verbreitung antiwissenschaftlicher Propaganda.  [...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;-- Jeffrey Sachs, Direktor des Earth Institutes an der Columbia University&#039;&#039; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Jeffrey Sachs&amp;quot;&amp;gt;Jeffrey Sachs (05.06.2014): [http://www.ipg-journal.de/rubriken/nachhaltigkeit-energie-und-klimapolitik/artikel/klimawandel-ist-heute-449/ Klimawandel ist heute • Propaganda kann daran nichts ändern.]&amp;lt;br /&amp;gt;Siehe in diesem Zusammenhang beispielsweise die folgenden Publikationen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
a) Anita Blasberg und Kerstin Kohlenberg (22.11.2012): [https://web.archive.org/web/20121202005434/http://www.zeit.de/2012/48/Klimawandel-Marc-Morano-Lobby-Klimaskeptiker/komplettansicht Die Klimakrieger • Wie von der Industrie bezahlte PR-Manager der Welt seit Jahren einreden, die Erderwärmung finde nicht statt. Chronologie einer organisierten Lüge.] in: ZEIT Nr. 48/2012&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) Thomas Pany (tp vom 31.03.2010): [https://web.archive.org/web/20210616081537/https://www.heise.de/tp/features/Wie-man-das-Klima-auf-die-richtige-Temperatur-herunterkocht-3385067.html Wie man das Klima auf die richtige Temperatur herunterkocht]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) Thomas Pany (tp vom 26.10.2010): [https://web.archive.org/web/20240204121313/https://www.telepolis.de/news/Geld-von-europaeischen-Klimasaboteuren-fuer-Tea-Party-Kandidaten-1996783.html Geld von europäischen &amp;quot;Klimasaboteuren&amp;quot; für Tea-Party-Kandidaten]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erste Industrielle Revolution und Klimawandel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Historical anthropogenic carbon emissions.jpg|thumb|right|300px|Entwicklung der globalen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emission im Zeitraum von 1860-1982 durch den Verbrauch von fossilen Brennstoffen&amp;lt;ref name = &amp;quot;Marland&amp;quot;&amp;gt;Rotty, R.M. and G. Marland (1984): [https://cdiac.ess-dive.lbl.gov/ndps/ndp006.html Production of CO2 from Fossil Fuel Burning by Fuel Type, 1860-1982,] NDP-006, Carbon Dioxide Information Analysis Center&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Rolf Schwarze (FH Bielefeld): [https://web.archive.org/web/20070805053038/http://www.fh-bielefeld.de/filemanager/download/2169/kapitel%201%20re.pdf#page=19 Vorlesungsskript  (März 2005) &amp;quot;Regenerative Energien und Klimaschutz&amp;quot; (Seite 19 von 42 der PDF-Datei),] Grafik &amp;quot;Entwicklung des Primärenergieverbrauches (PEV) von 1860 bis 2060&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begriffserläuterung im Weltklimabericht des IPCC ===&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;background-color:#EEE9E9;&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;100%&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;|Diese Epoche raschen industriellen Wachstums mit weitreichenden sozialen und wirtschaftlichen Folgen begann in Großbritannien in der zweiten Hälfte des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts und breitete sich später auf andere Länder (einschließlich USA) aus.&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;(Vgl. dazu auch die Grafik &amp;quot;[[:Datei:Kohlenstoff_Emission_nach_Regionen.png|Jährliche CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emission nach Regionen]]&amp;quot;.)&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Erfindung der Dampfmaschine war ein wichtiger Auslöser dieser Entwicklung. Die industrielle Revolution markiert den Beginn eines starken Anstiegs im Verbrauch &#039;&#039;fossiler Brennstoffe&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--- &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fossile-Brennstoffe&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Deutsches Museum: [http://www.deutsches-museum.de/ausstellungen/themenpfade/energie/waerme-und-licht/fossile-brennstoffe/ Fossile Brennstoffe als Energieträger]&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;---&amp;gt;&lt;br /&gt;
und infolgedessen auch einen starken Anstieg in der Emission insbesondere von &#039;&#039;fossilem [[Kohlendioxid]]&#039;&#039;. Die im [[IPCC]]-Bericht verwendeten Ausdrücke &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;vorindustriell&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;industriell&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; beziehen sich – etwas willkürlich – auf die Zeit vor bzw. nach 1750.&amp;lt;ref name= &amp;quot;IPCC-AR4-SYR&amp;quot;&amp;gt;Text nach: [http://www.de-ipcc.de/media/content/IPCC-SynRepComplete_final.pdf#page=100 Klimaänderung 2007: Synthesebericht, Seite 91 (= S. 100 von 118 der PDF-Datei),] Anhang II (Glossar): &amp;quot;Industrielle Revolution&amp;quot;  (offizielle deutsche Übersetzung der [http://www.de-ipcc.de Deutschen IPCC Koordinierungsstelle])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der globale durchschnittliche Nettoeffekt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kenngroeße-Umweltbelastung&amp;quot;&amp;gt;Vgl. in diesem Kontext: Kausal- und Kenngröße für die Umweltbelastung (Wolfram Ziegler), zitiert in [https://web.archive.org/web/20231206083228/http://gcn.de/download/D15KW.pdf#page=03 Hans Peter Dürr: Die 1,5-Kilowatt-Gesellschaft (Vortrag 1994), Seite 3 f.]; ein Vergleich mit den vom IPCC publizierten Daten (Strahlungsantrieb = +1,6 W/m²) zeigt, dass die von Ziegler genannte maximale Grenzbelastung bereits um das 10-fache überschritten wird:&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;»[...] Wolfram Ziegler hat in einer Studie [...] die interessante These vertreten, dass der anthropogene und letztlich thermische durchschnittliche Energiefluss pro Zeit- und Flächeneinheit effektiv als Kausal- und Kenngröße für die Umweltbelastung geeignet sei. Für Mitteleuropa kommt er hierbei auf eine maximale Grenzbelastung von 160 ± 20 kW/km² oder 0,16 ± 0,02 W/m². [...]«&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; der menschlichen Aktivitäten seit 1750 ist dem Vierten Sachstandsbericht (Fourth Assessment Report, AR4) des [[IPCC]] zufolge eine Erwärmung mit einem  Strahlungsantrieb von +1,6 W/m²&#039;&#039; (Unsicherheitsbereich: +0,6 bis +2,4 W/m²).&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;Hauptartikel : [[Strahlungsantrieb]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energie-Vernutzung (und CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen) versus Lebensstandard ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:2000px-Maddison GDP per capita 1500-1950.svg.png|thumb|350px|left| GDP pro Kopf als Indikator für den Lebensstandard]]&lt;br /&gt;
Im Verlauf des [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Industriezeitalter&amp;amp;oldid=81638740#Im_Industriezeitalter_zu_beobachtende_Ver.C3.A4nderungen Industriezeitalters] kam es in den industrialisierten (westlichen) Ländern zu einem Anstieg des allgemeinen Lebensstandards, während demgegenüber in anderen Regionen der Welt (China, Indien etc.) &#039;&#039;- wohl auch als Folge des Imperialismus&amp;lt;ref name=&amp;quot;Imperialismus&amp;quot;&amp;gt;http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Imperialismus&amp;amp;oldid=80139007#Zeitalter_des_Imperialismus&amp;lt;/ref&amp;gt; und Kolonialismus&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arundhati Roy&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Mohssen_Massarrat&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Kolonialismus&amp;quot;&amp;gt;http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kolonialismus&amp;amp;oldid=80942210#Unterscheidung_zum_Imperialismus&amp;lt;/ref&amp;gt; -&#039;&#039; eine Verschlechterung des Lebensstandards gegenüber der vorindustriellen Zeit zu beobachten ist (vgl. nebenstehende Grafik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während für den Großteil der [[anthropogen]]en Treibhausgasemissionen und die dadurch hervorgerufenen Klimaveränderungen die reichen Industrie-Nationen verantwortlich sind, gelten die (ärmeren) Entwicklungs- und Schwellenländer als überproportional stark von den Folgen des Klimawandels betroffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Turn Down the Heat&amp;quot;&amp;gt;Vgl. PIK (PM vom 23.11.2014 zu &amp;quot;Turn Down the Heat&amp;quot; - Report No. 3): [https://web.archive.org/web/20220626050820/https://www.pik-potsdam.de/de/aktuelles/nachrichten/archiv/2014/der-neuen-normalitaet-ins-auge-sehen-weltbank-veroeffentlicht-pik-klimareport?set_language=de „Der neuen Normalität ins Auge sehen“: Weltbank veröffentlicht PIK-Klimareport] &amp;lt;/ref&amp;gt; (&#039;&#039;„Soziale Frage des Klimawandels“&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;LAI&amp;quot;&amp;gt;Lateinamerika-Institut (LAI; FU Berlin): [https://web.archive.org/web/20160329160116/http://www.lai.fu-berlin.de/studium/lehrveranstaltungen/kvv_SoSe_2010.pdf#page=08 Lehrveranstaltung Nr. 33 131 - Der Klimawandel aus der Nord-Süd-Perspektive: Soziale Dimension, lokale Konflikte und internationale Politiken] (Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis SS 2010: Seite 8 von 48 der PDF-Datei)&amp;lt;/ref&amp;gt; als ein gewichtiger Aspekt der &amp;quot;Sozialen Frage des 21. Jahrhunderts&amp;quot;.)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;Hauptartikel: [[Wirtschaftliche Folgen für Entwicklungsländer]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;Siehe auch: [[Regionale Produktion]] (Klimaänderungen und Landwirtschaft)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; width=&amp;quot;100%&amp;quot; &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background: #b3b7ff;&amp;quot; |  &amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen&#039;&#039;&#039; (infolge des Verbrauchs [http://de.wikipedia.org/wiki/Fossile_Energie fossiler Brennstoffe]) &#039;&#039;&#039;versus Lebensstandard (1860-1990)&#039;&#039;&#039; &amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Ein Vergleich der beiden Abbildungen verdeutlicht die enge Beziehung zwischen Lebensstandard und Höhe des Primärenergieeinsatzes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lebenstandard+ Endenergieeinsatz&amp;quot;&amp;gt;Vgl. dazu auch Günter Flach (2008; Vortrag): [https://www.leibniz-institut.de/archiv/flach_30_06_08.pdf#page=05 Physikalische Grundlagen des Energieproblems (Seite 5 von 12 der PDF-Datei)] mit weiteren Nachweisen&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Grundbegriffe_Energietechnik&amp;quot;&amp;gt;Joachim Herz Stiftung (Unterrichtsmittel der Physiklehrer Ernst Leitner und Ulrich Finckh): [https://www.leifiphysik.de/uebergreifend/energieentwertung/grundwissen/grundbegriffe-der-energietechnik Grundbegriffe der Energietechnik (Primärenergie; Endenergie; Nutzenergie)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(In den letzten Jahrzehnten dürfte für einzelne Länder jeweils eine merkliche Entkopplung zwischen Lebensstandard und Primärenergieeinsatz zu verzeichnen sein, da die reichen Industrienationen im Zuge der Globalisierung insbesondere energie-intensive Produktionsschritte zunehmend in Entwicklungs- und Schwellenländer auslagern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Emissionsverlagerung&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PM vom 26.04.2011): [https://www.pik-potsdam.de/de/aktuelles/nachrichten/archiv/2011/welthandel-reiche-lander-verursachen-zunehmend-co2-emissionen-in-armeren-landern Welthandel: Reiche Länder verursachen zunehmend CO2-Emissionen in ärmeren Ländern]&amp;lt;/ref&amp;gt; Siehe auch: [[Kohlendioxidemissionen#Emissionsverlagerung|Emissionsverlagerung]]) &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;[[Kohlendioxid-Emissionen]] nach Regionen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;(1 t C entspricht 3,67 t CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;)&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Einkommen pro Kopf in Kaufkraftparitäten US$ (1870-1992)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wirtschaftsentwicklung&amp;gt;In Anlehnung an (dort Seite 4, Abb. 2): Ulrich Busch, Rainer Land: [http://www.rla-texte.de/texte/2%20a%20SOEB/SOEB%20Makro%20Okt%202009-12-01%20busch%20land.pdf#page=04 Deutschland zwischen 1950 und 2009 – Wirtschaftsentwicklung und Teilhabe (Der Teilhabekapitalismus und sein Ende, Entwurf Okt. 2009)] • PDF-Datei, 85 Seiten&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt; als [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Lebensstandard&amp;amp;oldid=80959487#Indikatoren Indikator für den Lebensstandard]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Kohlenstoff Emission nach Regionen.png|thumb|center|350px|]]&lt;br /&gt;
|[[Datei:Lebensstandard Einkommen pro Kopf.jpg|thumb|center|350px|Lebenstandard (USA = schwarze  Linie / west-europäische Länder: Großbritannien = rot; Deutschland = blau; Italien = grün)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Epochen der Primärenergieträger ==&lt;br /&gt;
Die wirtschaftliche Nutzung der Primärenergiequellen hat sich im Laufe der Menschheitsgeschichte in charakteristischer Weise geändert und kennzeichnet Epochen der ökonomischen und sozialen Entwicklung der Menschheit.&amp;lt;ref name =&amp;quot;Franke&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Ch. Franke (03/06): [http://www.gm.fh-koeln.de/~chfranke/Skipt%20Rat.%20Energieeinsatz%2003.06.pdf Skript zur Vorlesung &amp;quot;Rationeller Energieeinsatz&amp;quot; (Seite 14 von 96 der PDF-Datei),] Kapitel 1.2 Weltenergieversorgung&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;G. Flach&amp;gt;Vgl. dazu den kompakten Überblick in: G. Flach, [http://leibnizsozietaet.de/wp-content/uploads/2012/11/03_flach-neu.pdf#page=06 Das Energieproblem der menschlichen Gesellschaft – Sicht eines Physikers auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.] Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin, 100 (2009), 57–79. - Dort Seite 62 ff, Kapitel 3 (Mensch, menschliche Zivilisation – Evolution – Energie) und Kapitel 4 (Das Energiesystem der Gegenwart und seine Probleme) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Literatur wird die These vertreten, dass eine Energiekrise&amp;lt;ref name=Knergiekrise&amp;gt;Vgl. hierzu Jason Moore (Geograph, Sozialwissenschaftler und Umwelthistoriker): [https://web.archive.org/web/20110617021915/http://www.heise.de/tp/artikel/34/34887/3.html &amp;quot;Das Geheimnis des Kapitalismus ist, die (ökologische) Rechnung nicht zu bezahlen&amp;quot;] in: Telepolis (14.06.2011; Interview): &amp;quot;Eine Zivilisation, deren Entwicklungsmöglichkeiten sich erschöpft haben&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; - nämlich Holzknappheit&amp;lt;ref name=&amp;quot;Holzknappheit&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Hubert Kiesewetter,  [http://books.google.de/books?id=RG38UqkntAQC&amp;amp;pg=PA58&amp;amp;lpg=PA58&amp;amp;dq=Holzknappheit+%22Industrielle+Revolution%22&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=QSY7B-sTA_&amp;amp;sig=6mnZgoP5LN3kUDeaAUv3FzIbJ64&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=Ov_CTfbsBovasgaKzamODw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=7&amp;amp;ved=0CC4Q6AEwBg#v=onepage&amp;amp;q=Holzknappheit%20%22Industrielle%20Revolution%22&amp;amp;f=false Das einzigartige Europa: Wie ein Kontinent reich wurde, Franz Steiner Verlag 2006, Seite 58]&amp;lt;/ref&amp;gt; infolge der Abholzung von [[Wälder_im_Klimawandel|Wäldern]] für Schiffsbau etc. - einen wichtigen Impuls gab für die Erschließung neuer Energiequellen und somit Auslöser war für die &amp;quot;Erste Industrielle Revolution&amp;quot;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Holzkrise&amp;quot;&amp;gt;Vgl. dazu Matthias Rekow: [http://www.grin.com/e-book/45995/die-entstehung-der-industriellen-welt-die-geschichte-einer-energiekrise Die Entstehung der industriellen Welt - die Geschichte einer Energiekrise?]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Brennstoff-Holz&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu E. Specht (Uni Magdeburg): [https://web.archive.org/web/20160327202152/http://www.uni-magdeburg.de/isut/TV/Download/Kapitel1_VerbrennungSS2003.pdf#page=09 Verbrennungstechnik (WS 07/08)] &amp;quot;Brennstoff Holz&amp;quot; (Seite 9 f. von 14 der PDF-Datei)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 100%&amp;quot;  border=1; &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:34%&amp;quot; |&#039;&#039;&#039;Vorindustrielle Zeit&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;small&amp;gt;(man bezeichnet diese Epoche auch als 1.&amp;amp;nbsp;Solare Zivilisation)&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schwarze&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Rolf Schwarze (FH Bielefeld): [https://web.archive.org/web/20070805053038/http://www.fh-bielefeld.de/filemanager/download/2169/kapitel%201%20re.pdf#page=10 Vorlesungsskript  (März 2005) &amp;quot;Regenerative Energien und Klimaschutz&amp;quot; (Seite 10 u. 11 von 42 der PDF-Datei),] Abb.: Fossiles/nukleares Energiezeitalter zwischen 1. und 2. solarer Zivilisation&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  style=&amp;quot;width:66%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Epoche der regenerativen Energiequellen:&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;Holz, Holzkohle, Torf, Tierdung, Wind- und Wasserkraft&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* geringe Bevölkerung, geringes Bevölkerungswachstum und niedrige Ansprüche.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;left&amp;quot; style=&amp;quot;background: #b3b7ff;&amp;quot; |&#039;&#039;&#039;Die Epochen des Industriezeitalters&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erste &#039;&#039;&#039;industrielle Revolution&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;(ab ca. 1750)&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Epoche der Kohle;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt; Erfindung der Dampfmaschine (1712 von Th. Newcomen; Optimierung durch J. Watt 1769);&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;Trennung von Produktions- und Wohnstätte&amp;lt;ref name =&amp;quot;IR-Übersicht&amp;quot;&amp;gt;Zentrale für Unterrichtsmedien (ZUM Internet e.V.): [https://web.archive.org/web/20240204121057/http://www.zum.de/Faecher/G/BW/abbl/19jh/indu1.pdf Industrielle Revolution und Soziale Frage (Wiederholungsthesen)], Seite 1 von 3 der PDF-Datei&amp;lt;/ref&amp;gt; (erfordert [[CO2-Emissionen durch private Haushalte|&amp;quot;Mobilität&amp;quot; der Arbeitnehmer]]!)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Bevölkerungsexplosion ab Mitte des 18. Jahrhunderts bis spät ins 19. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
* Agrarrevolution (Umstellung von der Dreifelderwirtschaft auf die produktivere Fruchtwechselwirtschaft) &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Zweite industrielle Revolution&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;(ab ca. 1890)&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Epoche der flüssigen und gasförmigen Kohlenwasserstoffe;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Zeitalter der Elektrifizierung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* von 1895 bis 1914 hat sich der Primärenergieverbrauch mehr als verdoppelt.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;1. Weltkrieg, Weltwirtschaftskrise, 2. Weltkrieg  → langsames Wachstum&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* von 1950 bis 1980 hat sich der Primärenergiebedarf verdreifacht (vgl. [[#Grafik:_Entwicklung_der_CO2-Emissionen_im_Industriezeitalter|Grafik]]).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Dritte industrielle Revolution&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;synonym:&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt; Digitale Revolution&amp;lt;ref name=“Metz“ /&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;révolution informatique&amp;quot;&amp;gt;So auch die französischsprachige Wikipedia: [http://fr.wikipedia.org/w/index.php?title=R%C3%A9volution_industrielle&amp;amp;oldid=152292406#Troisi%C3%A8me_r%C3%A9volution_industrielle &amp;quot;Troisième révolution industrielle - Aussi désignée sous le terme de «révolution informatique».&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;The Digital Revolution&amp;quot;&amp;gt;Ebenso die englischsprachige Wikipedia: [http://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Digital_Revolution&amp;amp;oldid=860980130 &amp;quot;The Digital Revolution, also known as the Third Industrial Revolution.&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt;(ab ca. 1975)&amp;lt;ref name=&amp;quot;bpb&amp;quot;&amp;gt; Vgl. Werner Bührer: [http://www.bpb.de/izpb/9748/wirtschaftliche-entwicklung-in-der-bundesrepublik?p=all Wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik], in: Informationen zur politischen Bildung, Heft 270: Deutschland in den 70er/80er Jahren, 2001&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Übergang zu einer neuen Epoche der regenerativen Energien &amp;lt;br /&amp;gt;z. Bsp.: Bioenergie (&amp;quot;nachwachsende Rohstoffe&amp;quot;, Biomasse); Windkrafträder; Solarzellen, Photovoltaikanlagen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die o. a. Einteilung der Epochen des Industriezeitalters nach Art der diese Epochen prägenden Primärenergiequellen orientiert sich unter anderem auch an den (damit korrespondierenden) jeweils als Triebkraft für die (sozio-)ökonomischen Veränderungen fungierenden technischen Innovationen (&amp;quot;Schlüsseltechnologie&amp;quot;: Dampfmaschine, Eisenbahn; Verbrennungsmotor, Automobil etc.). &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grafik: Entwicklung der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen im Industriezeitalter ===&lt;br /&gt;
Die folgende Grafik gibt Aufschluss darüber, wie sich der Verbrauch der diversen fossilen Brennstoffe im Verlauf des Industriezeitalters entwickelt hat. Auch in der Epoche der &#039;&#039;Zweiten Industriellen Revolution&#039;&#039; (deren Beginn auf ca. 1890 datiert wird, vgl. obige Tabelle) war Kohle die wichtigste Primärenergiequelle - nämlich bis zum Jahr 1967 - und somit die wichtigste Emissionsquelle von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FossileEnergie1850-2007.jpg|center|thumb|900px| 1 t C entspricht 3,67 t CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; (1.000 Megatonnen C = 1 Gt C)&amp;lt;br /&amp;gt;Ab 2006 löste die Kohle zum ersten Mal seit 1968 Erdöl als wichtigste Emissionsquelle von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ab; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Peak_Oil&amp;quot;&amp;gt;Siehe in diesem Zusammenhang &amp;lt;br /&amp;gt;a) Craig Morris (tp vom 11.11.2010): [https://web.archive.org/web/20231225082059/https://www.telepolis.de/features/Peak-Oil-liegt-hinter-uns-3387561.html Peak Oil liegt hinter uns] &amp;lt;br /&amp;gt;b) [https://www.iea.org/reports/world-energy-outlook-2010 World Energy Outlook 2010], dort: Seite 122, [https://iea.blob.core.windows.net/assets/1b090169-1c58-4f5d-9451-ee838f6f00e5/weo2010.pdf#page=124 Figure 3.19: World oil production by type] &amp;lt;br /&amp;gt;c) Thomas Pany (tp vom 02.09.2010): [https://web.archive.org/web/20231204212754/https://www.telepolis.de/features/Neujustierung-der-Sicherheitspolitik-wenn-das-Oel-knapp-wird-3386789.html Neujustierung der Sicherheitspolitik, wenn das Öl knapp wird]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Katastrophale Kettenreaktionen: Das &amp;quot;Dezernat Zukunftsanalyse&amp;quot; eines Bundeswehrzentrums stellt sich die Folgen des Peak Oil vor&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;zu den Einzelheiten siehe: [[Kohlendioxid-Emissionen#Emissionen_aus_fossilen_Energieträgern]].]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Vgl. hierzu auch die - sehr informative - Grafik [[:Datei:FF_CO2_emissions_100years2024.jpg|Globale fossile CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen 1920-2024: jährliche Änderungen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grafiken zur vorindustriellen Zeit ===&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;Siehe: [[Kohlendioxid in der Erdgeschichte]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;sowie [[:Kategorie:Klimageschichte]] und auch die Bildergallerie [[Klimageschichte_(Bilder)]] &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die menschlichen Aktivitäten im Verlauf des Industriezeitalters ==&lt;br /&gt;
::: &#039;&#039;HINWEIS: eine fehlerfreie Darstellung der in diesem Abschnitt eingebundenen Grafiken ist im Internet Archiv verfügbar (wenn als Browser Firefox verwendet wird):&lt;br /&gt;
:::::: &#039;&#039;Memento vom 08 Oktober 2018 (Klimawiki): [https://web.archive.org/web/20181008081242/http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Industrielle_Revolution#Die_menschlichen_Aktivit.C3.A4ten_im_Verlauf_des_Industriezeitalters Die menschlichen Aktivitäten im Verlauf des Industriezeitalters]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Verlauf des Industriezeitalters zu beobachtenden globalen (sozio-ökonomischen) Veränderungen sollen hier für einige exemplarisch ausgewählte Parameter (Bevölkerungsentwicklung; Energieverbrauch; Entwicklung der Ackerbaufläche; Artenvielfalt) mittels der folgenden Grafiken illustriert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grafiken lassen sich wie folgt interpretieren: Da vorliegend die Zunahme (oder Abnahme) des jeweiligen Parameters (Messgröße) in Abhängikeit von der Zeit graphisch dargestellt wird, ist es naheliegend, anhand des Kurvenverlaufs das jeweils (am ehesten) zutreffende [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wachstum_(Mathematik)&amp;amp;oldid=167709691 mathematische Wachstumsmodell] zu ermitteln. Der visuelle Vergleich mit verfügbaren Abbildungen diverser Wachstumsfunktionen (Graphen) führt zu folgender Einschätzung:&lt;br /&gt;
# Bevölkerungsentwicklung: exponentielles Wachstum («exponentiell wachsende Weltbevölkerung»)&lt;br /&gt;
# Welt-Energieverbrauch: exponentielles Wachstum («exponentiell wachsender Energieverbrauch»)&lt;br /&gt;
# Entwicklung der Ackerbaufläche: exponentielles Wachstum&lt;br /&gt;
# Artenvielfalt: beschleunigtes Negativwachstum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts dieser Entwicklung («exponentiell wachsende Weltbevölkerung», «exponentiell wachsender Energieverbrauch» bei gleichzeitigem Rückgang der verfügbaren Ressourcen) ist damit zu rechnen, dass das System in absehbarer Zeit an seine Grenzen stößt (bzw. ggf. &amp;quot;kippt&amp;quot;). So lautet im Prinzip auch das Ergebnis einer vom  Club of Rome in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Studie (Meadows et al. (1972): Die Grenzen des Wachstums.).&amp;lt;ref name =&amp;quot;Grenzen des Wachstums&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Die_Grenzen_des_Wachstums&amp;amp;oldid=181205253#1972:_Ergebnisse_der_urspr%C3%BCnglichen_Ver%C3%B6ffentlichung Die Grenzen des Wachstums] (Originaltitel: The Limits to Growth); Überblicksartikel zum Buch und diversen Folgepublikationen in der Wikipedia. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Siehe auch: [[Kipppunkte im Klimasystem]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;  border=1; &lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color:#b3b7ff;&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;  | &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:33%&amp;quot;  | Bevölkerungsentwicklung &amp;lt;br /&amp;gt;(1000 -2000)&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:33%&amp;quot;  | Welt-Energieverbrauch&amp;lt;ref name=&amp;quot;Energievernutzung&amp;quot;&amp;gt;Statt des irreführenden Begriffs  Energie&amp;quot;verbrauch&amp;quot; sollte besser der mit Blick auf den [https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Hauptsatz_der_Thermodynamik Ersten Hauptsatz der Thermodynamik] weitaus präzisere Ausdruck »Energie-Vernutzung« verwendet werden. - Siehe bspw. Teletta-Groß Gymnasium Leer (TGG): [https://web.archive.org/web/20180828233403/http://energiekurs.de/index.html Die Weltenergievernutzung im 21. Jahrhundert]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;(1860 - 2000)&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:33%&amp;quot;  | Artenvielfalt &amp;lt;br /&amp;gt;(1970 - 2000)&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;shtml hash=&amp;quot;%%_HTML_&amp;amp;&amp;amp;_EXECUTE_%%&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;iframe width=&amp;quot;250&amp;quot; height=&amp;quot;200&amp;quot; src=&amp;quot;http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/55/Poulation-since-1000AD.jpg&amp;quot; frameborder=&amp;quot;0&amp;quot; allowfullscreen&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;/shtml&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;shtml hash=&amp;quot;%%_HTML_&amp;amp;&amp;amp;_EXECUTE_%%&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;iframe width=&amp;quot;250&amp;quot; height=&amp;quot;200&amp;quot; src=&amp;quot;http://www.oekosystem-erde.de/html/bilder/energieverbrauch-welt-1860-2010.gif&amp;quot; frameborder=&amp;quot;0&amp;quot; allowfullscreen&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;/shtml&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;shtml hash=&amp;quot;%%_HTML_&amp;amp;&amp;amp;_EXECUTE_%%&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;iframe width=&amp;quot;250&amp;quot; height=&amp;quot;200&amp;quot; src=&amp;quot;http://www.oekosystem-erde.de/html/bilder/biodiv-03_living-planet.jpg&amp;quot; frameborder=&amp;quot;0&amp;quot; allowfullscreen&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;/shtml&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; &lt;br /&gt;
|  [http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poulation-since-1000AD.jpg Vollbild] &amp;lt;br /&amp;gt; &#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; Wikimedia Commons&lt;br /&gt;
|  [http://www.oekosystem-erde.de/html/bilder/energieverbrauch-welt-1860-2010.gif Vollbild] &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; Okosystem Erde: [http://www.oekosystem-erde.de/html/energiegeschichte.html Geschichte des menschlichen Energieverbrauchs]&lt;br /&gt;
| [http://www.oekosystem-erde.de/html/bilder/biodiv-03_living-planet.jpg Vollbild] &amp;lt;br /&amp;gt; &#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; Okosystem Erde:&amp;lt;br /&amp;gt; [http://www.oekosystem-erde.de/html/gefahrdung_der_biodiversitat.html Das sechste Aussterben]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; width=&amp;quot;100%&amp;quot; &lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color:#b3b7ff;&amp;quot;  align=&amp;quot;center&amp;quot;  &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; | CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen durch Landnutzungsänderungen nach Regionen (1850-1990)&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; | Entwicklung der Ackerbaufläche in verschiedenen Großregionen &amp;lt;br /&amp;gt;(800 - 2000)&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; | Ausbreitung von Ackerland &amp;lt;br /&amp;gt;(1860 - 2100)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;lt;shtml hash=&amp;quot;%%_HTML_&amp;amp;&amp;amp;_EXECUTE_%%&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;iframe width=&amp;quot;250&amp;quot; height=&amp;quot;250&amp;quot; src=&amp;quot;http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/epubs/ndp/ndp050/ndp050f2.gif&amp;quot; frameborder=&amp;quot;0&amp;quot; allowfullscreen&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;/shtml&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;shtml hash=&amp;quot;%%_HTML_&amp;amp;&amp;amp;_EXECUTE_%%&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;iframe width=&amp;quot;260&amp;quot; height=&amp;quot;250&amp;quot; src=&amp;quot;http://bildungsserver.hamburg.de/contentblob/2063342/677a3e88daa1f6bc025d247114426a4e/data/nutzungsaenderungen-1000-jahre.jpg&amp;quot; frameborder=&amp;quot;0&amp;quot; allowfullscreen&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;/shtml&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [[Bild:Landw.genutzte Fläche 919.jpg|thumb|200px|Zwei [https://www.dkrz.de/de/kommunikation/galerie/Vis/land/ackerland Filme auf dem DKRZ-Server] zeigen die Ausbreitung von landwirtschaftlich genutzter Fläche für die Zeiträume 800-2100 und 1860-2100.]]&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; &lt;br /&gt;
| [http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/epubs/ndp/ndp050/ndp050f2.html Vollbild] &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;1 Tg C/yr = 1 Teragramm [[Terrestrischer_Kohlenstoffkreislauf#Berechnung_der_Kohlenstoffbilanz|Kohlenstoff]] pro Jahr = 1 Megatonne C pro Jahr &amp;lt;br/&amp;gt;(1000 Megatonnen = 1 Gigatonne)&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; CDIAC &amp;lt;ref name=&amp;quot;Houghton_and_Hackler&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [http://bildungsserver.hamburg.de/contentblob/2063342/677a3e88daa1f6bc025d247114426a4e/data/nutzungsaenderungen-1000-jahre.jpg Vollbild] &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; Hamburger Bildungsserver: [http://bildungsserver.hamburg.de/aenderung-der-bodenbedeckung/2052906/bodenbedeckung-klima-artikel.html Bodenbedeckung und Klima]&lt;br /&gt;
|  &#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br /&amp;gt;Deutsches Klimarechenzentrum (DKRZ)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
An dieser Stelle soll noch einmal ausdrücklich auf die Auswirkungen von [[Landnutzung]]sänderungen hingewiesen werden:  Houghton und Hackler &amp;lt;ref name=&amp;quot;Houghton_and_Hackler&amp;quot;&amp;gt;Houghton, R. A., and J. L. Hackler. 2001. [http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/epubs/ndp/ndp050/ndp050.html Carbon Flux to the Atmosphere from Land-Use Changes: 1850 to 1990. ORNL/CDIAC-131, NDP-050/R1.] Carbon Dioxide Information Analysis Center, doi: 10.3334/CDIAC/lue.ndp050&amp;lt;/ref&amp;gt; beziffern die globalen  CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen durch Landnutzungsänderungen für das Jahr 1990 auf insgesamt rund 2,1 Gigatonnen Kohlenstoff (vgl. obige Grafik).  Zum Vergleich: die globalen  CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen durch den Verbrauch fossiler Brennstoffe werden für das Jahr 1990 beziffert auf rund 6,1 Gigatonnen Kohlenstoff (siehe [[#Grafik:_Entwicklung_der_CO2-Emissionen_im_Industriezeitalter|Grafik CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen im Industriezeitalter]]). Die globalen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen betrugen im Jahr 1990 demzufolge insgesamt rund 8,2&amp;amp;nbsp;Gt&amp;amp;nbsp;C bzw. 30,1&amp;amp;nbsp;Gt&amp;amp;nbsp;CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Global Carbon Project&amp;quot;&amp;gt;Vgl. die Grafik [http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/images/GCP_Carbon_Cycle_Budget_2016.png CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; flux] &amp;lt;small&amp;gt;([http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/GCP/ Global Carbon Project])&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Siehe auch: [[Kohlendioxidemissionen#Emissionen aus Landnutzungsänderungen]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parameter zur Beschreibung der Aktivitäten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Basis der im Verlauf des Industriezeitalters zu beobachtenden Veränderungen, welche durch Parameter wie &lt;br /&gt;
# Bevölkerungsentwicklung&lt;br /&gt;
# Energiebedarf &lt;br /&gt;
# Wirtschaftswachstum&lt;br /&gt;
# Landnutzungsänderung&lt;br /&gt;
# Ressourcenverfügbarkeit&lt;br /&gt;
# Artenvielfalt&lt;br /&gt;
# [http://de.wikipedia.org/wiki/Ökologischer_Fußabdruck Ökologischer Fußabdruck] etc.&lt;br /&gt;
beschrieben bzw. erfasst werden können, wurden vom IPCC eine Vielzahl von denkbaren bzw. möglichen  [[Klimaszenarien|Zukunftsszenarien]] entwickelt ([[Klimamodelle|Computermodellsimulationen]]), die mittels der in der folgenden Tabelle  genannten Charakteristika &#039;&#039;(der Buchstabe A steht für wirtschaftsorientierte Szenarien, der Buchstabe B für umweltorientierte Szenarien, die Ziffer 1 für Szenarien bei fortschreitender Globalisierung, die Ziffer 2 für Szenarien bei regionaler Entwicklung)&#039;&#039; eingeteilt werden können in &#039;&#039;&#039;vier Szenarienfamilien&#039;&#039;&#039;&amp;amp;nbsp;(A1,&amp;amp;nbsp;A2;&amp;amp;nbsp;B1,&amp;amp;nbsp;B2).&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 600px;&amp;quot; border=1; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background: #b3b7ff;&amp;quot; |Die vier SRES-Szenarienfamilien&amp;lt;ref name=&amp;quot;WBGU2003&amp;quot;&amp;gt;Vgl. &#039;&#039;Grundannahmen der SRES-Szenarien,&#039;&#039; Seite 106 ff. in: [https://www.wbgu.de/fileadmin/user_upload/wbgu/publikationen/hauptgutachten/hg2003/pdf/wbgu_jg2003.pdf#page=130 WBGU (Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen): &#039;&#039;Welt im Wandel: Energiewende zur Nachhaltigkeit&#039;&#039;, 21. März 2003 (PDF, 4&amp;amp;nbsp;MB)]&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie die im &#039;&#039;Fourth Assessment Report&#039;&#039; des [[IPCC]] prognostizierte Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur bis 2100&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;middle&amp;quot; align=&amp;quot;middle&amp;quot; &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 100px;&amp;quot; |&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;[https://www.de-ipcc.de/media/content/IPCC2007-WG1.pdf#page=13 AR4 Summary (PDF)]&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 225px;&amp;quot; |&#039;&#039;&#039;Wirtschaftsorientiert&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(ökonomisch&amp;amp;nbsp;ausgerichtet)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 225px;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Umweltorientiert&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(ökologisch&amp;amp;nbsp;ausgerichtet)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;middle&amp;quot; align=&amp;quot;middle&amp;quot; &lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Globalisierung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(homogene&amp;amp;nbsp;Welt)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#FF0000;&amp;quot;| &amp;lt;p style=&amp;quot;background-color:#E0E0E0&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;A1&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;(Hohes&amp;amp;nbsp;Wirtschaftswachstum)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Szenario-Gruppen:&amp;amp;nbsp;A1T;&amp;amp;nbsp;A1B;&amp;amp;nbsp;A1FI)&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;1,4–6,4&amp;amp;nbsp;°C&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#00EE00;&amp;quot;|&amp;lt;p style=&amp;quot;background-color:#E0E0E0&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B1&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;(Globale Nachhaltigkeit)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;amp;nbsp; &amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;1,1–2,9&amp;amp;nbsp;°C&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;middle&amp;quot; align=&amp;quot;middle&amp;quot; &lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Regionalisierung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(heterogene&amp;amp;nbsp;Welt)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |&amp;lt;p style=&amp;quot;background-color:#E0E0E0&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;A2&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;(Regionale&amp;amp;nbsp;Wirtschaftsentwicklung)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;2,0–5,4&amp;amp;nbsp;°C&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |&amp;lt;p style=&amp;quot;background-color:#E0E0E0&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;(Regionale&amp;amp;nbsp;Nachhaltigkeit)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;1,4–3,8&amp;amp;nbsp;°C&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die A1-Szenarien-Familie ist unterteilt in die folgenden drei Szenario-Gruppen, die unterschiedliche Ausrichtungen technologischer Änderungen im Energiesektor beschreiben:&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC-AR4&amp;quot;&amp;gt;IPCC Fourth Assessment Report (AR4), Climate Change 2007, WG I: [https://www.de-ipcc.de/media/content/IPCC2007-WG1.pdf#page=18 Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger • Klimaänderung 2007: Wissenschaftliche Grundlagen] (Seite 18 von 18 der PDF-Datei)&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;SRES-kap.4&amp;quot;&amp;gt;IPCC Special Report on Emissions Scenarios (SRES): [http://www.grida.no/climate/ipcc/emission/089.htm Chapter 4: An Overview of Scenarios]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Szenario-Gruppe A1FI&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;&#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039;ossil-&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039;ntensiv;&lt;br /&gt;
# Szenario-Gruppe A1T&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;nichtfossile Energiequellen;&lt;br /&gt;
# Szenario-Gruppe A1B&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;(&#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039;alanced)&amp;amp;nbsp;ausgewogene Nutzung fossiler und nichtfossiler Energiequellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zukunfts-Szenarien: Wie wird sich die globale Welt wahrscheinlich weiter entwickeln? ===&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;Hauptartikel: [[SRES-Szenarien#Die_IPCC-Emissionsszenarien]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[IPCC#Sonderberichte|IPCC-Sonderbericht]] über Emissions-Szenarien  &#039;&#039;(&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;pecial &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;eport on &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039;missions &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;cenarios; SRES)&#039;&#039; wird  bei den vier Szenariofamilien (A1, A2; B1, B2) bzw. den sogenannten &#039;&#039;&#039;6&amp;amp;nbsp;Marker-Szenarien&#039;&#039;&#039; hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der entsprechenden Parameter (Bevölkerungsentwicklung; Wirtschaftswachstum; Energiebedarf etc.) im Einzelnen jeweils von folgenden Grundannahmen ausgegangen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| border=1; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;7&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| Grundannahmen für die einzelnen Szenariofamilien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Szenariofamilie &lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;3&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | A1&lt;br /&gt;
! align=&amp;quot;center&amp;quot; | A2&lt;br /&gt;
! align=&amp;quot;center&amp;quot; | B1&lt;br /&gt;
! align=&amp;quot;center&amp;quot;| B2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;Szenario Gruppe&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;A1FI&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;A1B&amp;lt;/small&amp;gt;  &lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;A1T&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;A2&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;B1&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;B2&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [http://de.wikipedia.org/wiki/Bevölkerungsexplosion Bevölkerungswachstum] || + || + || + || +++ || +|| ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Welt-Bevölkerung (2100)&amp;lt;ref name=&amp;quot;WZ-Bericht_Nr.P0301&amp;quot;&amp;gt;Vgl.: Janina Onigkeit, Joseph Alcamo et. al.: Szenarien für die langfristige Verteilung regionaler Anrechte auf Treibhausgasemissionen und Auswirkungen des Klimawandels (WZ-Bericht Nr. P0301), dort: [http://www2.cesr.de/component/easyfolderlistingpro/?view=download&amp;amp;format=raw&amp;amp;data=eNpFj90OwiAMhd-Fe-MWk6n1YRYc3YZhQChzS4zvbvlZvIJ-7TmnldC28CHoQIzOKAziQXADodxmjZMqlTwhVsJQBigjEM3Rmlak-BdfQfR9ZtUqSa1cXDCVDYj0dIVqttfQFFFA42WcU_sO4uyDe-EQqZqM2uBh0rIcF02knaVTwGGOmV8Y77H-vBrrNrh7HZCOqJZ3kDHKYV7Q8vQzU470Ad8at3IFR0zOTYaNvz_7rV0X#page=030 Seite 30, Tabelle 3 - Charakteristika der treibenden Kräfte der IPCC Marker-Szenarien (aus IPCC, 2000).] (PDF-Datei, 112 Seiten)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | Niedrig &amp;lt;br /&amp;gt;(≈&amp;amp;nbsp;7 Mrd.) || Hoch &amp;lt;br /&amp;gt;(≈&amp;amp;nbsp;15&amp;amp;nbsp;Mrd.) || Niedrig&amp;lt;br /&amp;gt; (≈&amp;amp;nbsp;7&amp;amp;nbsp;Mrd.) || Mittel &amp;lt;br /&amp;gt;(≈&amp;amp;nbsp;10&amp;amp;nbsp;Mrd.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [http://wiki.zum.de/Wirtschaftswachstum Wirtschaftswachstum]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt; [http://en.wikipedia.org/wiki/GDP GDP]&amp;lt;/small&amp;gt;|| ++++ || ++++ || ++++ || ++ || +++ || ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[http://wiki.zum.de/Energie Energiebedarf] &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;[http://en.wikipedia.org/wiki/Energy_use Energy use]&amp;lt;/small&amp;gt;|| ++++ || ++++ || +++ || +++ || + || ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Landnutzung|Landnutzungsänderung]] &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;[http://en.wikipedia.org/wiki/Landuse Landuse] changes&amp;lt;/small&amp;gt;|| + &amp;lt;br /&amp;gt;bis ++ || + || + || ++ /+++ || +++ || ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [http://de.wikipedia.org/wiki/Ressource Ressourcenverfügbarkeit]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Resource availability of conventional and &amp;lt;br /&amp;gt; unconventional oil and gas. &amp;lt;/small&amp;gt;|| +++ || ++ || ++ || + || + || ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Technologieentwicklung&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Ausmaß und Ausrichtung technologischer Änderungen)&amp;lt;/small&amp;gt; || schnell || schnell || schnell || langsam || ++ || ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Energieträger || &amp;lt;small&amp;gt;fossilintensiv: &amp;lt;br /&amp;gt; Kohle, &amp;lt;br /&amp;gt;Öl &amp;amp; Gas &amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;ausgewogene Nutzung aller Quellen || &amp;lt;small&amp;gt;nichtfossile Energiequellen &amp;lt;/small&amp;gt;|| regional || &amp;lt;small&amp;gt;efficiency &amp;amp; dematerialization&amp;lt;/small&amp;gt; || &amp;lt;small&amp;gt;&amp;quot;dynamics as usual&amp;quot; &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;7&amp;quot; style=&amp;quot;background:#E0E0E0;&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Legende:&#039;&#039;&#039; + (Niedrig), ++ (Mittel), +++ (Hoch), ++++ (Sehr hoch)&amp;lt;br/&amp;gt;Quelle:[http://www.grida.no/climate/ipcc/emission/091.htm#4.2.1. IPCC: &#039;&#039;TAR&#039;&#039;, Kapitel 4.2. SRES Scenario Taxonomy]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| prognostizierte Erhöhung der &amp;lt;br/&amp;gt;[[Lufttemperatur#Jahresgang|globalen Durchschnittstemperatur]]&amp;lt;br/&amp;gt; bis zum Jahr 2100 || &amp;lt;small&amp;gt;2.4 – 6.4&amp;amp;nbsp;°C &amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;1.7 – 4.4&amp;amp;nbsp;°C &amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;1.4 – 3.8&amp;amp;nbsp;°C &amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;2.0 – 5.4&amp;amp;nbsp;°C &amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;1.1 – 2.9&amp;amp;nbsp;°C&amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;1.4 – 3.8&amp;amp;nbsp;°C &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;7&amp;quot; style=&amp;quot;background:#E0E0E0;&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; Tabelle SPM.3 (Seite 13) in: IPCC Fourth Assessment Report (AR4), Climate Change 2007, WG I: [https://www.de-ipcc.de/media/content/IPCC2007-WG1.pdf#page=13 Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger • Klimaänderung 2007: Wissenschaftliche Grundlagen (PDF-Datei, 18 Seiten)]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterricht ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- INVALIDE URL =&amp;gt; * Epochen der Energieversorgung (Seite 3 von 12 der PDF-Datei): &amp;quot;[http://www.agenda21schulen.de/Chatderwelten/Klima/mat_klima/nk_grundlagen.pdf Grundlagen: Energie-Begriffe]&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Transfer 21 NRW: [http://www.agenda21schulen.de/Chatderwelten/Klima/klima_unt_download.php Unterrichtsmaterialien]&amp;lt;/small&amp;gt; --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20231116072334/http://www.gcn.de/publikationen.html Global Challenges Network e.V. (GCN)]:&lt;br /&gt;
*# Mohssen Massarrat: [https://web.archive.org/web/20240204121253/http://www.gcn.de/download/M_Nachhaltig.pdf Nachhaltigkeit durch Kosteninternalisierung - Theorieansätze zur Analyse und Reform globaler Strukturen (PDF-Datei; 16 Seiten)] (auch [https://wissenschaft-und-frieden.de/artikel/nachhaltigkeit-durch-kosteninternalisierung/ online] verfügbar)&lt;br /&gt;
*# Hans-Peter Dürr: [https://web.archive.org/web/20231206083228/http://gcn.de/download/D15KW.pdf Die 1,5-Kilowatt-Gesellschaft] (Vortrag 1994)&lt;br /&gt;
*# Hans-Peter Dürr (1992): Ökologische Herausforderung der Ökonomie - [https://wissenschaft-und-frieden.de/artikel/oekologische-herausforderung-der-oekonomie/ Teil I] / [https://wissenschaft-und-frieden.de/artikel/oekologische-herausforderung-der-oekonomie-2/ Teil II]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Umweltbundesamt: [http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/konzepte-gesellschaftlichen-wohlstands-oekologische Konzepte gesellschaftlichen Wohlstands und ökologische Gerechtigkeit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Agenda 21 - Treffpunkt: &lt;br /&gt;
*# [http://www.agenda21-treffpunkt.de/thema/energie.htm Energie,  Rohstoffe, Ressourcen]&lt;br /&gt;
*# [http://www.agenda21-treffpunkt.de/lexikon/fossil.htm Fossile Energien]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ESPERE Klimaenzyklopädie: [http://klimat.czn.uj.edu.pl/enid/Basis/1__mensch-gemachter_Klimawandel__2bx.html Wie ändern Menschen das Klima?]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bundeszentrale für politische Bildung:&lt;br /&gt;
*# Themenblätter im Unterricht (Nr. 73): [http://www.bpb.de/shop/lernen/themenblaetter/36561/klimagerechtigkeit Klimagerechtigkeit]&lt;br /&gt;
*# DOSSIER Klimawandel - [http://www.bpb.de/gesellschaft/umwelt/klimawandel/38484/anpassung-an-den-klimawandel Die Kehrseite der Medaille]&lt;br /&gt;
*# APuZ 33-34/2008: [http://www.bpb.de/apuz/31020/armut-abstieg-unsicherheit-die-soziale-frage-am-beginn-des-21-jahrhunderts-essay?p=all Armut, Abstieg, Unsicherheit: Die soziale Frage am Beginn des 21. Jahrhunderts]&lt;br /&gt;
*# APuZ 10/2015: [http://www.bpb.de/apuz/201654/ungleichheit-als-gefahr-fuer-demokratie-teilhabe-und-stabilitaet?p=all &amp;quot;Unten&amp;quot; betrifft alle: Ungleichheit als Gefahr für Demokratie, Teilhabe und Stabilität] &lt;br /&gt;
*# DOSSIER Menschenrechte: [http://www.bpb.de/internationales/weltweit/menschenrechte/38627/zehn-fragen?p=all Zehn Fragen zu Menschenrechten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* EU (Europäische Union)&lt;br /&gt;
*: Bericht der Europäischen Kommission für den Europäischen Rat (14.03.2008): [http://www.consilium.europa.eu/uedocs/cms_data/docs/pressdata/de/reports/99391.pdf Klimawandel und internationale Sicherheit (PDF; 11 Seiten)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* TU Darmstadt / Projekt ICuM (IT-Curriculum zur Förderung der Medienkompetenz in Lehramtsstudiengängen)&lt;br /&gt;
*:[https://web.archive.org/web/20210613110814/http://www.icum-tud.de/material/projekte/klima/1800.html  Industrielle Revolution und Klimawandel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schulen (themenrelevante Webangebote)&lt;br /&gt;
*# Teletta-Groß Gymnasium (TGG ): [https://web.archive.org/web/20180828233403/http://energiekurs.de/index.html Die Weltenergievernutzung im 21. Jahrhundert] &lt;br /&gt;
*#: &#039;&#039; Alte Homepage: [https://web.archive.org/web/20180829032705/http://energiekurs.de/index_old.htm Energiekurs der Leeraner Gymnasien UEG und TGG] &amp;lt;br /&amp;gt; Der Energiekurs behandelt das Thema Energie semesterteilig unter den verschiedenen Aspekten Physik, Erdkunde, Biologie und Politik. &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schulbücher&lt;br /&gt;
*# Cornelsen-Verlag&lt;br /&gt;
*::[https://web.archive.org/web/20160401093905/http://www.cornelsen.de/fm/1272/Politik_FOS_KAP_12_online_23_07.pdf Unsere Umwelt – Ressourcensicherung und Nachhaltigkeit] (PDF; 16 Seiten) &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;= Kapitel 12 des Lehrbuchs &amp;quot;[http://www.cornelsen.de/produkte/mitmachen-schuelerbuch-9783064507371 Mitmachen • Politik für Fachoberschulen und Höhere Berufsfachschulen]&amp;quot; - ISBN 978-3-06-450737-1 &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ZUM-Wiki (Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e. V.): &lt;br /&gt;
*# [https://archive.ph/8G1aV#selection-1209.1-1209.11   Industrielle Revolution und soziale Frage im 19. Jahrhundert] - Definition der Begriffe im historischen Kontext (kompetenzorientierte Didaktik)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*# [https://archive.ph/lvGnB#selection-2383.2-2383.8 Industrielle Revolution] (die Epochen des Industriezeitalters)&lt;br /&gt;
*# [https://web.archive.org/web/20170116232032/https://wiki.zum.de/wiki/index.php?title=Soziale_Frage_als_politische_Frage&amp;amp;oldid=185230 Soziale Frage im historischen Kontext] (Soziale Frage im 21. Jahrhundert &amp;gt; International bzw. global &amp;gt; Klimawandel und soziale Frage) Memento vom  16.01.2017 im Internet Archiv.&lt;br /&gt;
*# [http://web.archive.org/web/20110604190414/http://wiki.zum.de/index.php?title=Zukunftskompetenz&amp;amp;oldid=186017#Politik_und_Sozialwissenschaften Zukunftskompetenz] (Memento vom 04 JUN 2011)&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Jürgen Paeger (Website &amp;quot;Ökosystem Erde&amp;quot;): [http://www.oekosystem-erde.de/html/moderne_zeiten.html Das Zeitalter der Industrie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-frankfurt.de/43267598/Ehemalige-AG-Klimaforschung Christian-D. Schönwiese], Vortrag &amp;lt;small&amp;gt;([http://www.fze.uni-saarland.de/AKE_Archiv/DPG2005-AKE_Berlin/Links_DPG2005.htm  DPG-Tagung Berlin 2005])&amp;lt;/small&amp;gt;:&lt;br /&gt;
*: [http://www.fze.uni-saarland.de/AKE_Archiv/DPG2005-AKE_Berlin/Buch/DPG2005_SyKE1.4Schoenwiese_CC-imIndustriezeitalter.doc Klimawandel im Industriezeitalter - Beobachtungsindizien und Ursachen] (*.doc; Word-Dokument, 16 Seiten) sowie [http://www.fze.uni-saarland.de/AKE_Archiv/DPG2005-AKE_Berlin/Vortraege/DPG2005_SyKE1.4Schoenwiese_CC-imIndustriezeitalter.ppt PowerPoint-Präsentation (36 Folien)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (Pressemitteilung vom 26.04.2011): [https://www.pik-potsdam.de/de/aktuelles/nachrichten/archiv/2011/welthandel-reiche-lander-verursachen-zunehmend-co2-emissionen-in-armeren-landern Welthandel: Reiche Länder verursachen zunehmend CO2-Emissionen in ärmeren Ländern]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Carbon Dioxide Information Analysis Center (CDIAC): [https://web.archive.org/web/20181017180930/http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/trends/emis/meth_reg.html Fossil-Fuel CO2 Emissions] (Memento von 17. Okt. 2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Internationale Energieagentur (IEA): &lt;br /&gt;
:# [https://web.archive.org/web/20120711121840/www.worldenergyoutlook.org/media/weowebsite/2010/weo2010_es_german.pdf World Energy Outlook 2010 (PDF-Datei, 20 Seiten)]  &#039;&#039;Zusammenfassung des Welt-Energieberichts 2010 (deutsch)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:# [https://web.archive.org/web/20160131013836/http://www.iea.org/publications/ Liste der kostenfreien Publikationen]&lt;br /&gt;
* Deutscher Bundestag: [http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/14/094/1409400.pdf BT-Drs. 14/9400 vom 07.07.2002 (PDF-Datei, 678 Seiten)] - Endbericht der Enquete-Kommission „Nachhaltige Energieversorgung unter den Bedingungen der Globalisierung und der Liberalisierung“&lt;br /&gt;
*: &#039;&#039;BEACHTE dort Kapitel 3: Geopolitische, internationale und europäische Entwicklungstrends&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* BMU-Broschüre: [http://www.boell.de/sites/default/files/assets/boell.de/images/download_de/oekologie/broschuere_dritte_industr_rev.pdf Die dritte industrielle Revolution - Aufbruch in ein ökologisches Jahrhundert • Dimensionen und Herausforderungen des industriellen und gesellschaftlichen Wandels (PDF-Datei, 148 Seiten)], 1. Auflage, September 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Unterrichtsmaterial=[http://klimat.czn.uj.edu.pl/enid/Basis/1__mensch-gemachter_Klimawandel__2bx.html Wie ändern Menschen das Klima?]&lt;br /&gt;
|umfasst=Klimaszenarien&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungshaushalt der Atmosphäre#Antriebe des Klimawandels&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungsantrieb&lt;br /&gt;
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|verursacht=Klimawandel&lt;br /&gt;
|Zukünftige Entwicklung=2-Grad-Ziel&lt;br /&gt;
|Zukünftige Entwicklung=Zukünftige Treibhausgas- und Aerosolkonzentrationen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Strahlungsantrieb, Aerosole, Sulfataerosole, Kohlendioxid-Emissionen, CO2-Emissionen, Klimawandel, 2-Grad-Ziel, Treibhausgas- und Aerosolkonzentrationen, Wirtschaft, globale Erwärmung, Treibhausgasemissionen, globale CO2-Emissionen, globaler Energieverbrauch, Weltenergieverbrauch, Energievernutzung, Folgen des Klimawandels,&lt;br /&gt;
Zukunftsszenarien, SRES-Szenarienfamilien, SRES-Szenarien, IPCC-Emissionsszenarien, Marker-Szenarien,&lt;br /&gt;
Klimawandel, Menschenrechte, Gesellschaftsideal, Soziale Idee, Industrialisierung, Industriezeitalter, Epochen des Industriezeitalters, Epochen der Primärenergieträger, Primärenergieeinsatz, Primärenergiebedarf,  Primärenergiequellen, fossile Brennstoffe, Industrielle Revolution, Definition Industrielle Revolution, Industrielle Revolution und Soziale Frage, Erste industrielle Revolution, Zweite industrielle Revolution, Dritte industrielle Revolution, Digitale Revolution, Soziale Frage, Definition Soziale Frage, Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit, Kluft zwischen Arm und Reich, Ungleichheit, Soziale Frage des 19. Jahrhunderts, Soziale Frage im 19. Jahrhundert, Soziale Frage des 21. Jahrhunderts, Soziale Frage im 21. Jahrhundert, sozioökonomischer Wandel, Gesellschaftswandel, Gesellschaftsumbruch, globale Soziale Frage, transnationale Soziale Frage, globale Ungleichheit, globale Probleme der Menschheit, Zentralprobleme der modernen Welt, Schlüsselprobleme, Zukunftskompetenz&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Treibhausgase]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kohlendioxid]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft und Soziales]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Benutzer:Sandra_Burger/To_do_Liste_Sch%C3%BClerarbeiten&amp;diff=32508</id>
		<title>Benutzer:Sandra Burger/To do Liste Schülerarbeiten</title>
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		<updated>2024-12-15T09:16:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Liste: zu bearbeitende Seiten */  - 3&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die unten aufgelisteten Seiten enthalten den Abschnitt &amp;quot;Schülerarbeiten zum Thema&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt; -- bis auf wenige Ausnahmen sind die dort (auf den jeweiligen Seiten) aufgelisteten Links zum HBS invalide und müssen demzufolge aktualisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(Für den Fall, dass eine Schülerarbeit auf dem HBS nicht mehr auffindbar ist, besteht die Möglichkeit, die entsprechende Schülerarbeit via Internet Archiv mittels einer dort archivierten älteren Seitenversion heraus zu suchen und in Form eines Archivlinks hier im Klimawiki zu verlinken.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:::: Link zum Internet Archiv:&lt;br /&gt;
::::https://web.archive.org/web/20240409062121/https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Spezial:Kategorien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Link zum HBS ==&lt;br /&gt;
Schülerarbeiten aus dem &amp;quot;Schulprojekt Klimawandel&amp;quot; nach Themen:&lt;br /&gt;
: https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Suchergebnisse ==&lt;br /&gt;
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https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Spezial:Suche&amp;amp;limit=250&amp;amp;offset=0&amp;amp;ns0=1&amp;amp;search=Schülerarbeiten&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: &#039;&#039;&#039; HINWEIS: die erfolgreich bearbeiteten bzw. aktualisierten Seiten bitte hier aus DIESER Liste löschen!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
== Liste: zu bearbeitende Seiten ==&lt;br /&gt;
HINWEIS: bei den Edits bitte zugleich auch immer die Links im Abschnitt &amp;quot;Klimadaten zum Thema&amp;quot; überprüfen.&lt;br /&gt;
::: zentrale Seite = https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen&lt;br /&gt;
: Die Daten-Links werden mit überprüft. Dieter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Unterricht Themen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Taifune im Nordwest-Pazifik]] =&amp;gt; Schülerarbeit nicht mehr auffindbar: &#039;&#039;&#039;Taifune&#039;&#039;&#039; Welche Auswirkungen wird der Klimawandel haben? (Gymnasium Grotmoor, Hamburg)&lt;br /&gt;
:::::::: https://preview.poc.hamburg.de/hhcae-cm7/servlet/contentblob/10267176/f9406147bf83accfba5f3ba69d70a6e9/data/2017-taifune.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Alpine Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Boden im Klimasystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Direkte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wetterextreme und Klimawandel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg im Ostseeraum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserprobleme (regional)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ozean im Klimasystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Phänologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimaprojektionen Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Permafrost]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dürren in Kalifornien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[ENSO]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegel der Zukunft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg in der Nordsee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arktische Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Waldbrände in Kalifornien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimawandel und Weinbau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserressourcen und Klimawandel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Starkregen und Hochwasser in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Terrestrischer Kohlenstoffkreislauf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arktische Vegetation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tropische Wirbelstürme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Verbreitung der Arten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--- Ende der Liste ---&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Hallo Sandra,&lt;br /&gt;
::ich danke dir sehr für die Bearbeitung der falschen Links zu den Schülerarbeiten auf dem HBS und die sehr nützliche Liste oben. Du brauchst die Link-Bearbeitung nicht weiter fortzusetzen. Wir haben jemand gefunden, der das übernehmen wird.&lt;br /&gt;
::Beste Grüße &lt;br /&gt;
::Dieter&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Korallenriffe&amp;diff=32507</id>
		<title>Korallenriffe</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Korallenriffe&amp;diff=32507"/>
		<updated>2024-12-15T09:14:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: Schülerarbeiten =&amp;gt; invalide links ersetzt + Weblinks +1 =&amp;gt; https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/korallenriffe-745704&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Korallenriff Indonesien.jpg|thumb|320 px|Korallenriff in Indonesien, Komodo National Park ]]&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Bedeutung ==	 	 &lt;br /&gt;
Bei Korallen handelt es sich biologisch gesehen um Tiere, die in flachem Wasser am Grund des [[Ozean im Klimasystem|Ozeans]] festsitzen. Die so genannten Steinkorallen bilden durch Einlagerungen von Kalk Skelette, durch welche die Korallenriffe entstehen. Tropische Korallen leben in Symbiose mit einzelligen Algen, den Zooxanthellen, die auf den Skeletten wachsen und so den Eindruck verleihen, es handle sich insgesamt um Pflanzen. Diese Symbiose kommt beiden Seiten zugute: Die Korallen beziehen durch die Algen Sauerstoff und Energie, die Algen von den Korallen Kohlendioxid, Stickstoff- und Phosphatverbindungen. Korallenriffe sind geologisch gesehen sehr alt und wachsen nur langsam. Außerdem gibt es auch Kaltwasser-Korallen, die nicht mit Algen in Symbiose leben, sondern Nährstoffe aus herabsinkenden Partikeln extrahieren. Korallenriffe kommen in tropischen Küstengewässern vor, in denen die Wintertemperaturen über 18 °C liegen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Frieler 2012&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Korallenriffe in den warmen tropischen Meeren gelten neben dem tropischen Regenwald als artenreichster Lebensraum der Erde. 60 000 Arten sind bekannt, über 400 000 Arten - nach anderen Schätzungen sogar bis zu einer Million Arten&amp;lt;ref name=&amp;quot;Frieler 2012&amp;quot;&amp;gt;Frieler, K., Meinshausen, M., Golly, A., Mengel, M., Lebek, K., Donner, S., Hoegh-Guldberg, O. (2012): Limiting global warming to 2° C is unlikely to save most coral reefs. Nature Climate Change, DOI: 10.1038/NCLIMATE1674&amp;lt;/ref&amp;gt; - werden vermutet. Die weltweiten Riffareale werden auf 617 000 km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; geschätzt, die Ausdehnung der flachen, gut entwickelten Korallenriffe auf 255 000 km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AR4-1341&amp;quot; /&amp;gt; Obwohl Korallenriffe dennoch nur 0,1 bis 0,2 % der globalen Meeresfläche bedecken, leben in ihnen ca. ein Drittel aller bekannten Arten im Meer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schuhmacher 2011&amp;quot;&amp;gt;Schuhmacher, H., und G.-B. Reinicke (2011): Korallenriffe - Folgen der Erwärmung und Versauerung, in: José L. Lozán et al. (Hrsg.): Warnsignal Klima: Die Meere - Änderungen und Risiken. Wissenschaftliche Auswertungen, Hamburg, 214-219&amp;lt;/ref&amp;gt; So beherbergen Korallenriffe mehr als 25% der bekannten Meeresfische und sind damit eine wichtige Nahrungsquelle für viele Küstenbewohner.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AR4-1341&amp;quot; /&amp;gt; Sie sind außerdem ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor im Tourismus vieler Länder und dienen dem Küstenschutz. Müsste man die Küstenschutzfunktion der Korallenriffe durch künstliche Dämme ersetzen, würde das mehrere Tausend US$ pro Hektar kosten. Insgesamt wird der Nutzen von Korallenriffen auf 130.000 bis 1,2 Mio. Us $ geschätzt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schuhmacher 2011&amp;quot; /&amp;gt; und etwa 500 Mill. Menschen profitieren wirtschaftlich und gesellschaftlich von Korallenriffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Frieler 2012&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefährdung ==&lt;br /&gt;
Korallenriffe sind in hohem Maße bedroht. 58% der weltweiten Riffareale gelten durch Überfischung und Verschmutzung sowie anderer menschlicher Aktivitäten als gefährdet. Als neuer Bedrohungsfaktor ist in jüngster Zeit der [[Klimawandel]] identifiziert worden. Dieser wirkt in vierfacher Weise auf die Korallenriffe ein: durch den [[Aktueller Meeresspiegelanstieg|Meeresspiegelanstieg]] und veränderte [[Tropische Wirbelstürme|Sturmintensitäten]], durch [[Erwärmung des Ozeans|erhöhte Wassertemperaturen]] und durch die [[Ozeanversauerung|Versauerung des Wassers]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;AR4-1341&amp;quot;&amp;gt;IPCC (2007): Climate Change 2007, Working Group II: &amp;quot;Impacts, Adaptation and Vulnerability&amp;quot;, [http://www.ipcc.ch/pdf/assessment-report/ar4/wg2/ar4-wg2-chapter1.pdf 1.3.4.1] (PDF-Datei).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kaltwasserkorallen sind außerdem besonders anfällig gegen Strömungsänderungen, da die Nahrungszufuhr von der Ozeanzirkulation abhängt.&lt;br /&gt;
=== Meeresspiegelanstieg und Stürme ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Korallen auf einen Anstieg des Meeresspiegels reagieren, lässt sich an Zeugnissen vom Ende der letzten [[Eiszeitalter|Eiszeit]] ablesen. Seit dem Höhepunkt der letzten Kaltzeit vor rund 20 000 Jahren, als die globalen Temperaturen um 4-7 °C unter den heutigen lagen, stieg der Meeresspiegel um ca. 120 m an. Besonders stark war der Anstieg in der Übergangsphase zur gegenwärtigen Warmzeit vor ca. 12 000 bis 8 000 Jahren. Die Korallenriffe konnten mit diesem Anstieg durch ein zeitweises Höhenwachstum von bis zu 15 mm im Jahr mithalten. Gegenwärtig liegt dagegen die jährliche Anstiegsrate des globalen Meeresspiegels nur bei 3,4 mm, wobei im westlichen Pazifik auch 5-10 mm gemessen wurden. Und es wird damit gerechnet, dass es ab 2050 auch 10 mm im Jahr sein könnten. Ob Korallenriffe auf Dauer mit dem heutigen und erst recht mit dem künftigen Meeresspiegelanstieg Schritt halten können, muss vor allem deshalb bezweifelt werden, weil es kaum noch unbeschädigte Korallenbänke gibt. Den zahlreichen bereits degradierten Riffen in den dicht bevölkerten Regionen Südostasiens, Ostafrikas und der Karibik sind wahrscheinlich nur geringe Chancen einzuräumen. Aber auch Riffe im offenen Ozean sind heute durch Korallenbleiche und Versauerung des Meerwassers (s.u.) erheblich in ihrem Wachstumspotential beeinträchtigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schuhmacher 2011&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tropische Wirbelstürme|Stürme]] beschädigen Korallen zum einen direkt durch die Kraft der Wellen, zum anderen indirekt aufgrund der Lichtschwächung durch aufgewirbeltes Sediment und dem Abrieb durch Sediment und abgebrochene Korallen. Eine Zusammenfassung von verschiedenen zwischen 1977 und 2001 in der Karibik erhobenen Daten zeigt, dass im Jahr nach einem [[Tropische Wirbelstürme|Hurrikan]] ein Rückgang der Korallenbedeckung um 17 % zu verzeichnen war, ohne dass sich die Korallen innerhalb von 8 Jahren wieder erholten. Ein zweiter Hurrikan unmittelbar nach dem ersten hat dagegen einen geringeren Effekt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AR4-1341&amp;quot; /&amp;gt; Dies deutet darauf hin, dass die Stärke der Hurrikane einen größeren Einfluss auf die Korallen hat als ihre Häufigkeit. Gerade erstere könnte in Folge des Klimawandels aber zunehmen, wobei die Zukunft der Hurrikan-Statistik äußerst unsicher ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfluss steigender Wassertemperaturen ===	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:SST Korallengebiete.jpg|thumb|420 px|Globale Jahresmitteltemperatur als Abweichung vom Mittel 1961-1990 (blaue und rote Säulen) und die mittlere jährliche Temperatur der Meeresoberfläche in Gebieten tropischer Korallenriffe (schwarze Linie) 1880 bis 2017.]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Korallen ErwärmungsindexDHMI.jpg|thumb|420 px|Jahresmittel des monatlichen Erwärmungsindex (degree heating month index, DHMI) für 100 untersuchte Korallengebiete 1871-2017. Der Index summiert die Erwärmungsgrade auf, die 1 °C und mehr über dem langzeitlichen Mittel des wärmsten Monats im Jahr an einem bestimmten Ort liegen. Schwarze Balken zeigen stärkere El-Nino-Ereignisse an.]]&lt;br /&gt;
Gegenüber einer Erhöhung der [[Meeresoberflächentemperatur]]en erweisen sich Korallen als sehr sensibel. Sie reagieren darauf mit der sog. Korallenbleiche, die ein Zeichen für den Zusammenbruch der Symbiose mit den auf den Korallen lebenden Algen ist. Das Ausbleichen der Korallen entsteht dadurch, dass die symbiotisch auf der Oberfläche der Korallen lebenden Algen durch eine Temperaturerhöhung ihr lebenswichtiges Pigment, das Chlorophyll, verlieren und absterben. Zurück bleiben die weißen, bleichen Korallenstöcke, die bei längerem Anhalten dieses Zustandes ebenfalls absterben. Korallenbleiche kann außerdem auch durch verstärkte [[Strahlung|Sonnenstrahlung]] zustandekommen; weitere begünstigende Faktoren sind extrem niedrige Tiden, eine Absenkung des Salzgehaltes und Umweltbelastungen durch den Menschen. Diese Faktoren wirken in vielen Fällen zusammen. So kann eine extrem niedrige Ebbe das Korallendach stärker der Sonnnenstrahlung aussetzen, und die durch Umwelteinflüsse geschwächten oder erkrankten Korallen sind dem temperaturbedingten Ausbleichen schutzloser ausgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Anfang der 1980er Jahre haben die Berichte über Korallenbleiche-Ereignisse dramatisch zugenommen. Hunderte von Riff-Gebieten wurden erfasst. In den letzten 40 Jahren sind Korallenbleichen praktisch aus allen Korallenriff-Gebieten der Erde bekannt.  Relativ häufig war dabei das Great Barrier Reef betroffen (1979/80, 1986/87,  1994, 1997/98, 2002, 2006, 2016), aber auch die Karibik (1986/87, 1989, 1990, 1997/98, 2005) und andere Regionen. Massenhaft wurde Korallenbleiche insbesondere 1997/98 beobachtet, als weltweit 16 % der riffbildenden Korallen abstarben. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Frieler 2012&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Baker 2008&amp;quot;&amp;gt;Baker, A., Glynn, P. W. &amp;amp; Riegl, B. (2008).:  Climate change and coral reef bleaching: An ecological assessment of long-term impacts, recovery trends and future outlook, Estuar. Coast. Shelf Sci. 80, 435-471 &amp;lt;/ref&amp;gt; In jüngster Zeit wurde eine weitverbreitete Korallenbleiche in den Jahren 2014-2017 registriert. Anfang 2016 war wieder das Great Barrier Reef davon erfasst. Dabei treten starke Korallenbleichen in immer kürzeren Zeitabständen auf. Die Anzahl von Jahren zwischen zwei starken Bleiche-Ereignissen, bzw. deren Wiederkehrperiode, ist von 25-30 Jahren in den frühen 1980er Jahren auf 5,9 Jahre um 2016 geschrumpft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hughes 2018&amp;quot;&amp;gt;Hughes, T. P. et al. (2018): Spatial and temporal patterns of mass bleaching of corals in the Anthropocene. Science 359, 80–83&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Korallenbleiche1998-2017.jpg|thumb|620 px|Vorkommen von Korallenbleiche im Zeitraum 1998-2017 als Anteil an den untersuchten Korallengebieten in %.]]&lt;br /&gt;
Allerdings zeigen die Korallen je nach Region und Art unterschiedliche Reaktionen auf thermalen Stress. Die Korallenbleiche tritt häufiger zwischen 15°und 20° nördlich und südlich des Äquators auf als in den zentralen [[Tropen]] beiderseits des Äquators. Die Gründe dafür sind die Vielfalt der Arten in den niederen Breiten, von denen einige weniger empfindlich gegenüber höheren Temperaturen sind, und die bessere Anpassung innertropischer Korallen an thermalen Stress.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sully 2019&amp;quot;&amp;gt;Sully, S., D.E. Burkepile, M.K. Donovan, G. Hodgson &amp;amp; R. van Woesik (2019): A global analysis of coral bleaching over the past two decades, Nature Communications 10, https://doi.org/10.1038/s41467-019-09238-2D&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwar können sich Korallen von solchen Ereignissen auch wieder erholen, was aber in vielen Fällen ein bis zwei Jahrzehnte dauern kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Temperatur des Oberflächenwassers in den tropischen Ozeanen ist in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich angestiegen. Die Maxima der Meeresoberflächentemperatur in den Korallenriff-Gebiete lagen in den Jahren 2015 und 2016 bei 30-31 °C.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lough 2019&amp;quot;&amp;gt;Lough, J. M., Anderson, K. D., Hughes, T. P. (2018): Increasing thermal stress for tropical coral reefs: 1871–2017, Scientific Reports 8, https://doi.org/10.1038/s41598-018-24530-9&amp;lt;/ref&amp;gt; Viele Korallenriffe existieren bereits an oder nahe der Temperaturobergrenze. Eine weitere Erwärmung wird zunehmend lebensfeindliche Bedingungen schaffen. Aufgrund dieser Zusammenhänge wird die zunehmend beobachtete Korallenbleiche bereits als Folge der [[Klimawandel|globalen Erwärmung]] gedeutet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hughes 2018&amp;quot; /&amp;gt; Üblicherweise kommt es zu einer Bleiche, wenn die Temperatur längere Zeit deutlich über den mittleren Sommerwerten liegt und diese Anomalie mindestens 4 Wochen lang anhält. Als Maßeinheit dafür werden die Degreee Heating Weeks (DHW) benutzt, die Erwärmungsgrade aufsummieren, die 1 °C und mehr über dem langzeitlichen Mittel des wärmsten Monats im Jahr an einem bestimmten Ort liegen. Zwei DHW bedeuten z.B. zwei Wochen mit jeweils 1 °C über dem Mittel oder eine Woche mit 2 °C darüber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kayanne 2016&amp;quot;&amp;gt;Kayanne, H. (2016): Validation of degree heating weeks as a coral bleaching index in the northwestern Paciﬁc,  Coral Reefs 36(1),DOI: 10.1007/s00338-016-1524-y&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 4 DHW treten deutliche, ab 8 DHW sehr starke Korallenbleichen auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahrzehnten war die Korallenbleiche häufig mit [[ENSO|El Niño-Ereignissen]] gekoppelt, durch die die Meeresoberflächentemperatur um mehrere Grad Celsius über das normale Maximum angestiegen, in manchen Gebieten aber auch der Wasserspiegel deutlich abgesenkt war. Besonders stark war die Korallenbleiche 1998 in ausgedehnten Gebieten, die mit dem [[El Niño 1997/98]] in Zusammenhang gebracht und als Vorzeichen künftiger Ereignisse bei einer weiteren Erwärmung gedeutet wurde. Die Korallenbleiche wurde aus insgesamt 32 Ländern und Inselstaaten berichtet, mit den Hauptgebieten im Pazifik, Indischen Ozean und der Karibik. Auch das australische Great Barrier Reef war ernsthaft betroffen.&amp;lt;ref&amp;gt;International Society for Reef Studies, ISRS (1998): Coral Bleaching - a Global Concern, Reef Encounter 24, 19-20&amp;lt;/ref&amp;gt; Einige Korallenarten konnten sich nach ein bis zwei Monaten wieder erholen, bei anderen war das nicht der Fall. In den Lagunen von Belize z.B. stieg 1998 die Temperatur des Wassers in 2-10 m Tiefe auf bis zu 31,5 °C (normalerweise werden selten 29 °C überschritten) und verursachte eine Korallenbleiche, wie es sie in den letzten 3000 Jahren nicht gegeben hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Aronson, R.B., W.F. Precht, I.G. Macintyre and T.J.T. Murdoch (2000): Ecosystems: Coral bleach-out in Belize, Nature 405, 36&amp;lt;/ref&amp;gt; In den 1980er Jahren war die Korallenbleiche noch an El-Niño-Ereignisse gebunden, die durch die noch geringe globale Erwärmung verstärkt wurden. In den letzten 20 Jahren ist es vielfach zur Korallenbleiche auch ohne El-Niño-Bedingungen gekommen. Gegenwärtig sind die mittleren Meeresoberflächentemperaturen in den Tropen während La-Niña-Bedingungen höher als sie vor 30 Jahren während einer El-Niño-Phase waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hughes 2018&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese und andere Befunde legen es nahe anzunehmen, dass bei einem weiteren Anstieg der Meeresoberflächentemperatur durch den menschenbedingten [[Treibhauseffekt]] das Phänomen der Korallenbleiche und des Korallensterbens in Zukunft noch ernstere Formen annehmen wird. Nach Hughes et al. (2018)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hughes 2018&amp;quot; /&amp;gt; wird in den kommenden Jahrzehnten der Klimawandel unweigerlich die Anzahl der [[Marine Hitzewellen|extremen Hitzeereignisse]] und ihrer Wirkung auf die Korallen erhöhen. Wir nähern uns danach einem [[Klimaszenarien|Szenario]], in dem jeder heiße Sommer das Potential hat, Korallenbleiche und das Absterben von Korallen zu verursachen. Die Zeit zwischen aufeinanderfolgenden Ereignissen, die allgemein 10-15 Jahre dauert, wird zu kurz sein, um eine Erholung der Korallen zu ermöglichen. Auch eine Erwärmung von 1,5 °C oder 2,0 °C, wie im [[2-Grad-Ziel|Pariser Abkommen]] gefordert, wird weiterhin zur Zerstörung der Korallenriffe der Welt beitragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfluss der Ozeanversauerung ===	 &lt;br /&gt;
[[Bild:Atoll_yap.jpg |thumb|420 px|Atolle des Staates Yap (Mikronesien im Pazifik): Für Korallen stellen die saurer werdenden Ozeane ein Risiko dar, denn sie sind auf die Bildung von Kalkschalen angewiesen]]&lt;br /&gt;
Da Korallenriffe einerseits große Mengen von Kalk akkumulieren, anderseits bei der Karbonatverwitterung aber auch Kohlenstoff freisetzen, sind sie eng in den Kohlenstoffkreislauf eingebunden. In jüngster Zeit ist viel diskutiert worden, ob eine Erhöhung der atmosphärischen und in deren Folge der im Meerwasser gelösten [[Kohlendioxid-Konzentration|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration]] sich negativ auf die Fähigkeit von Korallen zur Akkumulation von Kalk auswirken könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;O. Hoegh-Guldberg, P. J. Mumby, A. J. Hooten (2007): Coral Reefs Under Rapid Climate Change and Ocean Acidification, Science 318, 1737-1742&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;K. R. N. Anthony, D. I. Kline, G. Diaz-Pulido, S. Dove, O. Hoegh-Guldberg (2008): [http://www.pnas.org/content/105/45/17442.full Ocean acidification causes bleaching and productivity loss in coral reef builders],  Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) 105, 17442–17446&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bildung von Kalk hängt vom Sättigungsgrad des Kalziumcarbonat (CaCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;) im Meeresoberflächenwasser ab. [[Kohlenstoff im Ozean|In Meerwasser gelöstes Kohlendioxid]] reagiert nun aber mit Wasser und Kalziumkarbonat zu Hydrogenkarbonationen und Kalziumionen (CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; + H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O + CaCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; &amp;lt;-&amp;gt; 2HCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;-&amp;lt;/sup&amp;gt; + Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;) &amp;lt;ref&amp;gt;R. A. Feely, C. L. Sabine, K. Lee, W. Berelson, J. Kleypas, V. J. Fabry,5 Frank J. Miller in &amp;quot;Science&amp;quot;(2004): Impact of Anthropogenic CO2 on the CaCO3 System in the Oceans, Science 305, 362-366&amp;lt;/ref&amp;gt;. Kohlendioxid entzieht also dem Meerwasser Kalziumkarbonat und beeinträchtigt damit die Kalzifizierung der Korallen. Da der Ozean bisher schon einen erheblichen Teil des anthropogen emittierten Kohlendioxids aus der Atmosphäre aufgenommen hat, müsste sich das schon auf die Kalkbildung ausgewirkt haben. Tatsächlich wird von manchen Forschern die Kalzifizierungsrate gegenwärtig auf 91% des vorindustriellen Wertes eingeschätzt und könnte danach auf 79% im Jahre 2065 und 73% im Jahre 2100 absinken.&amp;lt;ref&amp;gt;Kleypas, J.A., R.W. Buddemeier, D. Archer, J.-P. Gattuso, C. Langdon, and B.N. Opdyke (1999): Geochemical Consequences of Increased Atmospheric Carbon Dioxide on Coral Reefs, Science 284, 118-120; Leclercq, N.L., J.E.A.N.-Pierre Gattuso and J.E.A.N. Jaubert (2000): CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; partial pressure controls the calcification rate of a coral community, Global Change Biology 6, 329 -334&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch gibt es jedoch keine Daten, die ein verändertes Korallenwachstum an einem bestimmten Ort aufgrund von Versauerung nachweisen können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AR4-1341&amp;quot; /&amp;gt; Die wichtigsten Folgen einer geringeren Kalkbildung sind weichere Korallenskelette, geringere Wachstumsraten und eine höhere Empfindlichkeit gegenüber Erosion. Und eine Reduzierung der Kalkakkumulation könnte sich auch auf die Fähigkeit der Riffe auswirken, bei einem steigenden Meeresspiegel in ausreichendem Maße vertikal mitzuwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausblick ==&lt;br /&gt;
Wie also werden die tropischen Korallenriffe auf den Klimawandel im 21. Jahrhundert reagieren? Sicher ist nur, dass sie zu den empfindlichsten Ökosystemen zählen, so dass sie bereits bei einer [[2-Grad-Ziel|globalen Erwärmung von 2 °C]] (welche z.B. von der EU als politisches Ziel formuliert wird) erheblichen Schaden nehmen könnten. Zu beachten ist aber, dass es beträchtliche Unterschiede in der Anfälligkeit und dem Regenerationsvermögen von Korallen gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Theorie besagt, dass sich Korallen ein Stück weit an eine steigende Temperatur anpassen können, indem sie mit anderen Algenarten als den gegenwärtigen in Symbiose leben, welche bei höheren Temperaturen noch existieren können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AR4-2-4&amp;quot;&amp;gt;IPCC (2007): Climate Change 2007, Working Group II: &amp;quot;Impacts, Adaptation and Vulnerability&amp;quot;, [http://www.ipcc.ch/pdf/assessment-report/ar4/wg2/ar4-wg2-chapter4.pdf Chapter 4: Ecosystems, their properties, goods and services].&amp;lt;/ref&amp;gt; Rein theoretisch könnten sich in Folge des Klimawandels auch Korallen in größerer Entfernung zum Äquator neu ansiedeln. In wieweit diese Anpassungsmechanismen in der Realität greifen werden, ist jedoch extrem unsicher. Ein Grund dafür ist, dass zur erhöhten Temperatur noch alle anderen Stressfaktoren (durch Klimawandel, andere menschliche Aktivitäten und natürliche Schwankungen) hinzukommen. Die Ursachen des Korallensterbens sind zudem von Ort zu Ort verschieden wichtig. Während in der Karibik vor allem Krankheiten, Pflanzenfresser und Hurrikane von Bedeutung sind, werden die pazifischen Korallen von zu hohen Temperaturen bedroht, vor allem in El-Nino-Jahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AR4-2-4&amp;quot;&amp;gt;IPCC (2007): Climate Change 2007, Working Group II: &amp;quot;Impacts, Adaptation and Vulnerability&amp;quot;, [http://www.ipcc.ch/pdf/assessment-report/ar4/wg2/ar4-wg2-chapter4.pdf Chapter 4: Ecosystems, their properties, goods and services].&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben einem erfolgreichen globalen Klimaschutz sind daher auch andere umweltpolitische Maßnahmen von Bedeutung, um die Korallenriffe zu schonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zu welchem Grad sich Korallen an höhere Temperaturen anpassen können und in welchem Zeitraum, ist noch nicht geklärt.  Ohne eine solche Anpassungsleistung wären schon bei einer globalen Erwärmung um 2 °C über dem vorindustriellen Wert, was dem optimistischten Szenario des IPCC entspricht,  mindestens 98 % der Korallen langfristig gefährdet. Selbst bei einer Temperaturzunahme um 1,5 °C wären es noch 89 % der Riff-Ökosysteme, die ohne eine Änderung der Temperaturtoleranz langfristige Schäden erleiden würden. Bei der gegenwärtigen Erwärmungsrate von ca. 0,2 °C/Jahrzehnt würde die globale Mitteltemperatur in ein oder zwei Jahrzehnten um 1 °C über dem vorindustriellen Wert liegen, wodurch bereits 16 % der Korallengebiete gefährdet wären.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Frieler 2012&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;	 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.riffe.de/ www.riffe.de] umfassendes Angebot zu Riffen von der FU Berlin&lt;br /&gt;
* Leinfelder, R. (2003):  [http://userpage.fu-berlin.de/leinfelder/palaeo_de/edu/pdf_divers/Leinfelder_in_Hansch03.pdf Korallenriffe - Zentren der Artenvielfalt und Evolution]  &lt;br /&gt;
* [http://life.bio.sunysb.edu/marinebio/coralreef.html Bilder und Erklärungen zu Korallen] auf Englisch&lt;br /&gt;
* [http://www.reefbase.org ReefBase] Informationssystem zum Thema Korallenriffe mit Literatur und Datenbanken (engl.)&lt;br /&gt;
* Hamburger Bildungsserver: [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/korallenriffe-745704 Korallenriffe im Klimawandel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Schuhmacher, H., und G.-B. Reinicke (2011): Korallenriffe - Folgen der Erwärmung und Versauerung, in: José L. Lozán et al. (Hrsg.): Warnsignal Klima: Die Meere - Änderungen und Risiken. Wissenschaftliche Auswertungen, Hamburg, 214-219&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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==Klimadaten zum Thema==&lt;br /&gt;
{{Bild-links|Bild=SST_global_Diff2_RCP8.5_Jahr.jpg|Breite=200px}} &lt;br /&gt;
Klimadaten zum Thema selbst auswerten? Hier können Sie aus [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen&#039;&#039;&#039;globalen Daten zum Klimawandel&#039;&#039;&#039;] eigene Karten erzeugen.&lt;br /&gt;
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Hier finden Sie eine [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/arbeitsanweisungen-panoply-263990 &#039;&#039;&#039;Anleitung zur Visualisierung der Daten&#039;&#039;&#039;].&lt;br /&gt;
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==Schülerarbeiten zum Thema==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schülerarbeiten zum Thema des Artikels&#039;&#039;&#039; aus dem [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts Schulprojekt Klimawandel]: &lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756614/0ef229e5baab57ba2cc5beae4a8c4a62/2010-klimawandel-korallen-data.pdf Die Koralle] Inwiefern wirkt sich der Klimawandel auf die Korallen aus und welche Folgen bringt dies mit sich? (Anne-Frank-Schule, Bargteheide)&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756572/7fe80a8241f9540f95b20e36e7295de4/2014-korallenriffe-tc-data.pdf Inwiefern zerstören die tropischen Wirbelstürme die Korallenriffe der Erde?] (Stadtteilschule Eidelstedt, Hamburg)&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756626/bd8c93258846746c6869470f5a3b3cac/2013-great-barrier-reef-data.pdf Vernichtet der Klimawandel die Korallenriffe der Welt?] Das Beispiel des Great Barrier Reefs (Gymnasium Grootmoor, Hamburg)&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biosphäre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ozean]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Starkregen_und_Hochwasser_in_Deutschland&amp;diff=32506</id>
		<title>Starkregen und Hochwasser in Deutschland</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Starkregen_und_Hochwasser_in_Deutschland&amp;diff=32506"/>
		<updated>2024-12-15T08:58:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Schülerarbeiten zum Thema */  invalide links ersetz&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Elbeflut 2013.jpg|thumb|485px|Abb. 1: Hochwasser an der Elbe bei Wittenberg Juni 2013 ]]&lt;br /&gt;
== Hochwasserereignisse ==&lt;br /&gt;
===Historische Hochwasserereignisse===&lt;br /&gt;
Seit Jahrhundert haben die Anwohner der großen deutschen Flüsse mit Hochwasserkatastrophen zu kämpfen gehabt. So gilt das Magdalenenhochwasser im Juli 1342 an Main und Rhein historisch als die größte Überflutungskatastrophe in Mitteleuropa.&amp;lt;ref&amp;gt;Undine: [http://undine.bafg.de/servlet/is/20704/ Das Magdalenenhochwasser im Sommer 1342 im Rheingebiet]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im selben Jahr war auch die Elbe von schweren Überschwemmungen betroffen. Einige Jahrhunderte später richtete ein durch Eisstau im sehr kalten Winter 1783/84 verursachtes Hochwasser gewaltige Schäden am Rhein an.&amp;lt;ref&amp;gt;Undine: [http://undine.bafg.de/servlet/is/20702/ Das Eishochwasser 1784 im Rheingebiet]&amp;lt;/ref&amp;gt;  Als das stärkste historische Hochwasser an der Donau gilt die Katastrophe von 1501 mit einem Wasserstand von ca. 13 m in Passau, und 1899 gab es hier erneut ein großes Hochwasserereignis.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Blöschl 2013&amp;quot;&amp;gt;Blöschl, G., T. Nester, J. Komma, J. Parajka, and R.A.P. Perdigão (2013): The June 2013 flood in the Upper Danube Basin, and comparisons with the 2002, 1954 and 1899 floods, Hydrol. Earth Syst. Sci., 17, 5197–5212&amp;lt;/ref&amp;gt;  Neben diesen historischen Hochwassern gab es auch in den letzten 25 Jahren immer wieder Überschwemmungskatastrophen, die die Frage aufkommen ließen, ob sich an ihnen schon der Klimawandel zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Winterhochwasser===&lt;br /&gt;
1993 und 1995 waren jeweils im Winter die Täler des Rheins und seiner Nebenflüsse von anhaltend hohen Wasserständen betroffen. Das Weihnachtshochwasser 1993, das sich vor allem an Mosel und Rhein auswirkte, hatte mehrere Todesopfer zur Folge sowie wirtschaftliche Schäden von rund 1 Mrd. DM. Das Hochwasser Ende Januar 1995 bewirkte zwar in Köln und anderen Messstellen etwas höhere Pegelstände als 1993, richtete jedoch nur halb so viele Schäden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sommerhochwasser===&lt;br /&gt;
Rechnet man die Nachbarländer Tschechische Republik und Polen mit ein, war das Oderhochwasser im Juli/August 1997 wesentlich verheerender als die Rheinüberschwemmungen. Die obere Oder erlebte in kurzer Zeit anschwellende Rekordwasserspiegel, aber auch in Deutschland kam es zu teilweise nie gemessenen Pegelständen. Auf tschechischer Seite kamen 20 Menschen ums Leben, auf polnischer 54, und die Schäden beliefen sich für beide Länder zusammen genommen auf fast 3 Mrd. EUR. Deutschland kam dank rechtzeitiger Abwehrmaßnahmen relativ glimpflich mit 330 Mio EUR davon.&amp;lt;ref&amp;gt;Undine: [http://undine.bafg.de/servlet/is/19295/ Das Weihnachtshochwasser des Rheins 1993]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Undine: [http://undine.bafg.de/servlet/is/13880/ Das Hochwasser des Rheins im Januar / Februar 1995]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Undine: [http://undine.bafg.de/servlet/is/15719/ Das Hochwasser der Oder im Sommer 1997]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Bild:Abfluss Donau2013.jpg|thumb|420px|Abb. 2: Abflussmengen in m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;/sec beim Juni-Hochwasser 2013 in Schärding (Inn), Hofkirchen (Donau vor Passau) und Achleiten (Donau nach der Inn-Einmündung)]] &lt;br /&gt;
Fünf Jahre später, im August 2002, kam es dann an der Elbe an vielen Messstellen zu dem schwersten bis dahin registrierten Hochwasser. So hat der in Dresden erreichte Wasserstand von 9,40 m die bisherige Rekordmarke um mehr als einen halben Meter übertroffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bafg 2002&amp;quot;&amp;gt;Bundesanstalt für Gewässerkunde (Hrsg.) (2002): [http://elise.bafg.de/servlet/is/3967/BfG_Info_HW2002.zip?command=downloadContent&amp;amp;filename=BfG_Info_HW2002.zip Das Augusthochwasser 2002 im Elbegebiet]&amp;lt;/ref&amp;gt;   Auch die Schadensbilanz hat mit 21 Toten allein in Sachsen und 11,4 Mrd. EUR finanziellen Verlusten nur in Deutschland bisherige Rekorde gebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Undine: [http://undine.bafg.de/servlet/is/12106/ Das Hochwasser der Elbe im Sommer 2002]&amp;lt;/ref&amp;gt;  Doch damit war die jüngste Geschichte schwerer Hochwasser in Deutschland noch nicht zu Ende. Im Frühjahr 2006 gab es ein weiteres starkes Hochwasser an der Elbe, im Frühjahr 2010 an der Oder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2013 kam es dann erneut zu einem Rekordhochwasser, das sowohl die Elbe und einige ihrer Nebenflüsse (Abb. 1) als auch die Donau mit Nebenflüssen (Abb. 2) betraf. Die Hochwasserereignisse 2013 waren in ihrer räumlichen Ausdehnung in den letzten 60 Jahren einzigartig und betrafen neben Süd- und Ostdeutschland auch die benachbarten Staaten Österreich, Tschechische Republik, Polen, Ungarn, Slowakei, Kroatien und Serbien. Über weite Strecken hat das Hochwasser von 2013 im oberen Donaubecken die stärksten Abflusshöhen der letzten zweihundert Jahre übertroffen. In Passau lief das Wasser im Juni 2013 zu Pegelständen auf, die ähnlich hoch wie bei der  historischen Rekordflut 1501 waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Blöschl 2013&amp;quot; /&amp;gt;  An der Elbe kam es bei Magdeburg zu einem Rekordwasserstand von 62 cm über dem bisherigen Höchststand von 1845.&amp;lt;ref&amp;gt;Undine: [http://undine.bafg.de/servlet/is/12106/ Das Hochwasser der Elbe im Sommer 2002]&amp;lt;/ref&amp;gt;   Die materiellen Verluste beliefen sich in Deutschland auf 10 Mrd. EUR.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schröter 2015&amp;quot;&amp;gt;Schröter, K., M. Kunz, F. Elmer, B. Mühr, and B. Merz (2015): What made the June 2013 flood in Germany an exceptional event? A hydro-meteorological evaluation, Hydrol. Earth Syst. Sci., 19, 309–327, doi:10.5194/hess-19-309-2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Hochwasser im Juli 2021===&lt;br /&gt;
[[Bild:D-Niederschlagssumme-Juni2021.jpg|thumb|410px|Abb. 3: Hydro-klimatologische Einordnung der Stark- und Dauerniederschläge in Teilen Deutschlands im Zusammenhang mit dem Tiefdruckgebiet „Bernd“ vom 12. bis 19. Juli 2021]]&lt;br /&gt;
Übertroffen wurden alle bisherigen Hochwasser der letzten Jahrzehnte dann von den gewaltigen Niederschlägen, extrem hohen Wasserständen, Opferzahlen und Sachschäden im Juli 2021 an zahlreichen kleineren Flüssen in der Eifel und im angrenzenden Rheinischen Schiefergebrge. Die Folgen übertrafen teilweise alle bisherigen Erfahrungen und führten dazu, dass das Thema Klimawandel kurz vor der Bundestagswahl im September 2021 zu einem zentralen politischen Thema wurde. Die Anzahl der Todesopfer belief sich auf mindestens 170, die der Verletzten auf 820. Die versicherten Schäden wurden vorläufig auf über 10 Mrd. € geschätzt, die Gesamtschäden liegen wahrscheinlich deutlich höher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schäfer 2021&amp;quot;&amp;gt;Andreas Schäfer, Bernhard Mühr, James Daniell u.a. - CEDIM Forensic Disaster Analysis (FDA) Group (2021): [https://www.cedim.kit.edu/download/FDA_HochwasserJuli2021_Bericht1.pdf Hochwasser Mitteleuropa, Juli 2021 (Deutschland)]. 21. Juli 2021 – Bericht Nr. 1 „Nordrhein-Westfalen &amp;amp; Rheinland-Pfalz”&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Bild:D-Hochwasser-Juli2021.jpg|thumb|410px|Abb. 4: Mittlere und maximale Niederschläge pro Tag in l/m2 je Flusseinzugsgebiet am 14.7.2021 sowie das Flächenmittel für den Monat Juli 1991-2020. Die Flächenmittel der Einzugsgebiete der Flüsse waren an dem einen Tag des 14. Juli 2021 deutlich höher als die Flächenmittel des ganzen über den Zeitraum 1991-2020 gemittelten Monats Juli. Die Spitzenwerte des 14. Juli waren sogar doppelt so hoch wie der Juli-Wert. ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wetterlage, die zu den Überschwemmungen geführt hat, wurde in den Tagen zwischen dem 12. und 15. Juli bestimmt durch ein starkes Tief über Mitteleuropa, durch das warme und sehr feuchte Luftmassen aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland gelangten und sich hier durch Abkühlung, auch bedingt durch Gebirgshebung, ausregneten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Junghänel 2021&amp;quot;&amp;gt;Junghänel, T., P. Bissolli, J. Daßler u.a. – DWD (2021): [https://www.dwd.de/DE/leistungen/besondereereignisse/niederschlag/20210721_bericht_starkniederschlaege_tief_bernd.html Hydro-klimatologische Einordnung der Stark- und Dauerniederschläge in Teilen Deutschlands im Zusammenhang mit dem Tiefdruckgebiet „Bernd“ vom 12. bis 19. Juli 2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ausgelöst wurde die Wetterlage von einem Höhentief über dem Nordatlantik, das sich ab dem 11. Juli nach Südosten bewegte und sich über Westeuropa festsetzte. Östlich davon bildete sich am Boden ab dem 13. Juli über Mitteleuropa das Tief „Bernd“ aus und führte zu starken Niederschlägen. Es zog dabei extrem feuchte Luftmassen aus dem Südosten Europas und dem zentralen Mittelmeerraum an. Diese Wetterlage verharrte einige Tage, weil das Höhentief, das die Verhältnisse am Boden steuerte, von zwei Höhenrücken flankiert wurde, und mit ihnen eine Blocking-Situation bildete. Die [[Blockierende Wetterlage|blockierende Wetterlage]] bewirkte ein gewaltiges Maß an Niederschlägen. Im Einzugsgebiet der Hochwasserflüsse Ahr, Erft, Kyll u.a. kamen im Zeitraum 13.-14. Juli in 15 Stunden an verschiedenen Wetterstationen im Mittel rund 150 mm Niederschlag zusammen, mehr als das Doppelte eines ganzen Monatsniederschlags. An der Station Köln-Stammheim übertraf der Niederschlag am 14.7. mit 153 mm den bisherigen Rekord vom 19.7.2017 (95 mm) um mehr als 50%. Zugleich lag der Wert deutlich über den errechneten Werten eines Jahrhundertereignisses.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schäfer 2021&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Starkniederschläge lassen sich auf zweierlei Art mit dem Klimawandel in Verbindung bringen. Zum einen bedeutet die Erwärmung der Atmosphäre in Deutschland um 1,6 °C seit dem Ende des 19. Jahrhunderts, dass die Atmosphäre 11,5% mehr [[Wasserdampf]] aufnehmen kann. Voraussetzung ist, dass genügend Wasser verdunstet, wie das über den sich ebenfalls erwärmenden Randmeeren Nord- und Ostsee und dem Mittelmeer der Fall ist. Bei Kondensation des zusätzlichen Wasserdampfs in der Atmosphäre entstehen daher mehr Wolken und Niederschlag. Zum anderen spielt eine Rolle, dass Großwetterlagen in letzter Zeit zunehmend für eine gewisse Zeit an Ort und Stelle verharren (blockierende Wetterlagen). Das wird darauf zurückgeführt, dass sich im Rahmen des Klimawandels die hohen nördlichen Breiten stärker erwärmen als die mittleren und niederen Breiten und der Temperaturgegensatz zwischen beiden sich abschwächt. Dadurch wird auch die planetare Höhenströmung ([[Jetstream]]) schwächer, mäandriert stärker und bewegt sich langsamer von Westen nach Osten. Die Folge sind blockierende Wetterlagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schäfer 2021&amp;quot;/&amp;gt; Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hält diese Zusammenhänge in seinem Bericht zu dem Hochwasserereignis für etwas weniger gesichert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Junghänel 2021&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die durch die Niederschläge bewirkten Überschwemmungen spielten auch die feuchten Böden eine Rolle. Dadurch, dass in den ersten sechs Monaten des Jahres etwa 15% mehr Niederschlag als im langjährigen Mittel gefallen war, waren die Böden zumeist gesättigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schäfer 2021&amp;quot; /&amp;gt; Hinzu kamen die schmalen Täler, in denen sich das Wasser konzentriert sammeln konnte, sowie die Talhänge, an denen aufgrund des Weinanbaus und der verbreiteten Fichtenbepflanzung die Niederschläge weitgehend ungehindert abfließen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abflussmengen und Hochwasserstände übertrafen die bisherigen Rekorde der letzten 30 Jahre teilweise bei weitem. In Einzelfällen konnten die genauen Werte nicht festgestellt werden, wie z.B. in Altenahr, weil die Pegel überflutet und zerstört wurden. Am Pegel Müsch an der Ahr wurde der bisherige Abflussrekord von 2016 (132 m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;/s) mit 320 m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;/s um deutlich mehr als das Doppelte übertroffen, ähnlich an Stationen an dem Fluss Kyll, einem Nebenfluss der Mosel. Für Altenahr wurden 400-700 m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;/s geschätzt, bei einem bisherigen Höchstwert von 236 m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;/s. Ähnliches gilt für die Wasserstände. In Altenahr lag der bisherige Rekord bei 3,71 m. Ab 5,05 m konnten die weiteren Wasserstände wegen des Pegel-Ausfalls nicht mehr gemessen werden. Nach Schätzungen lag der Wasserstand später bei 7-8 m.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schäfer 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Trends===&lt;br /&gt;
Die Rekordwerte bei den Hochwasserereignissen der letzten Jahrzehnte lassen vermuten, dass es in letzter Zeit stärkere Überschwemmungen an deutschen Flüssen gegeben hat als früher und dass möglicherweise der Klimawandel darauf einen Einfluss hat.  Die Kriterien für starke Hochwasserereignisse sind jedoch nicht immer vergleichbar. So hängen die Schadenssummen von den ökonomischen Werten ab, die sich in einem Flusstal konzentrieren, und die sind heute unvergleichlich höher als etwa in früheren Jahrhunderten. Aber auch die Wasserstände werden nicht nur durch die verursachenden Niederschläge bestimmt, sondern sind auch eine Folge der Umgestaltung der Flusstäler. So haben Bodenverdichtung und Versiegelung der umliegenden Landschaft durch landwirtschaftliche Nutzung sowie Verkehrswege und Besiedelung zu höheren Abflussraten in die Flüsse geführt. Und Eindeichungen zugunsten der Landwirtschaft, von Verkehrswegen und Siedlungen haben höhere Wasserstände bewirkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Untersuchung, die sich auf starke Hochwasser konzentriert, die mehrere Flussbecken gleichzeitig betreffen, hat für den relativ kurzen Zeitraum 1952-2002 eine Zunahme der extremen Flussbecken übergreifenden Hochwasser in Deutschland festgestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Uhlemann 2010&amp;quot;&amp;gt;Uhlemann, S., A.H. Thieken, and B. Merz (2010): A consistent set of trans-basin floods in Germany between 1952–2002, Hydrology and Earth System Sciences, 14, 1277–1295&amp;lt;/ref&amp;gt;    So haben sich doppelt so viele solcher extremen Hochwasser 1978-2002 ereignet als im Zeitraum 1952-1977, und ihr Anteil an allen Flussbecken übergreifenden Ereignissen stieg von 58 % auf 70,5 %. Die meisten, einzelne Flussbecken überschreitenden Hochwasser ereignen sich hiernach im Winter (64 %) und sind auch räumlich besonders ausgedehnt, wobei der Anteil der Winterhochwasser von 58 % in der ersten auf 70,5 % in der zweiten Periode angestiegen ist. Die Sommerhochwasser sind dagegen eher lokal, fallen dabei jedoch besonders stark aus wie z.B. im August 2002 an der Elbe. Die meisten Winter-Hochwasser gab es am Rhein, außerdem an der Weser, während Rhein und Weser im Sommer kaum betroffen sind. Die Sommerhochwasser ereignen sich fast ausschließlich an Donau und Elbe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Uhlemann 2010&amp;quot; /&amp;gt;  Eine Untersuchung der Abflussmengen nur am Rhein im Winter- und Sommerhalbjahr von 1820 bis 2011 ergab ebenfalls einen deutlichen Aufwärtstrend im Winter und einen Abwärtstrend im Sommer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bender 2011&amp;quot;&amp;gt;Bender, J., C. Mudersbach, and J. Jensen (2012): [http://www.uni-siegen.de/fokos/publikationen/veroeffentlichungen/bender_mudersbach_jensen_paper0235_final.pdf Variability of discharge and flood risk on the Rhine River from 1820 to 2011], 34th Hydrology and Water Resources Symposium (HWRS 2012), Sydney, Australia&amp;lt;/ref&amp;gt;  Aufgrund der relativ kurzen untersuchten Zeiträume und angesichts der sich verändernden lokalen Bedingungen lassen sich Hochwassertrends nur mit großen Unsicherheiten ausmachen. So lässt sich nur mit Vorbehalt sagen, dass Hochwasserereignisse in Deutschland in den letzten Jahrzehnten häufiger und/oder stärker ausfallen als in früheren Jahrzehnten und Jahrhunderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Niederschläge und Wetterlagen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Änderungen der Hochwasserstände können auch durch Landnutzungsänderungen beeinflusst sein, weshalb aus ihnen kein Einfluss des Klimawandels sicher abgelesen werden kann. Die wichtigste Ursache von Hochwasserereignissen sind in jedem Fall die Niederschläge. Und Niederschlagsänderungen sowie Änderungen der ihnen zugrunde liegenden meteorologischen Bedingungen können durchaus auf veränderte Klimaverhältnisse hinweisen. Ursache für starke und anhaltende Niederschläge sind meistens bestimmte Großwetterlagen. Im Folgenden wird auf die Niederschlagsmengen und die [[Großwetterlagen]] bei wichtigen Hochwasserereignissen der letzten ca. 25 Jahre eingegangen. &lt;br /&gt;
[[Bild:Westlage zyklonal.jpg|thumb|420px|Abb. 5: Bodenluftdruckkarte der Großwetterlage &amp;quot;Westlage zyklonal&amp;quot;, Pfeil: Tiefdruckbahn mit langandauernden, sehr ergiebigen Niederschlägen]]&lt;br /&gt;
===Winterhochwasser===&lt;br /&gt;
Die Winterhochwasser 1993 und 1995 am Rhein waren sowohl durch starke und andauernde Niederschläge bedingt wie durch das Schmelzen von Schnee in den Einzugsgebieten des Rheins und seiner Nebenflüsse. Kurz vor Weihnachten 1993 fielen z.B. im Hochschwarzwald an zwei Tagen 120 mm Niederschlag. Nahezu gleichzeitig gelangten feuchtwarme Luftmassen vom Atlantik ins Rheingebiet und bewirkten eine großräumige Schneeschmelze. Ende Januar 1995 fielen im Einzugsgebiet der Rheinnebenflüsse Main, Nahe und Mosel an neun Tagen 200-250 % der mittleren Niederschläge des gesamten Monats. Da die regenbringenden Luftmassen relativ warm waren, schmolzen auch bei diesem Ereignis große Teile der Schneedecken in den Mittelgebirgen ab. Regenbringer waren jeweils Großwetterlagen, die als Westlage zyklonal (Abb. 3) bezeichnet werden und durch ausgedehnte dynamische Tiefdruckgebiete gekennzeichnet sind, welche vom Atlantik her feuchte und für die winterliche Jahreszeit eher warme Luftmassen nach Deutschland herantransportieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Undine: [http://undine.bafg.de/servlet/is/19295/ Das Weihnachtshochwasser des Rheins 1993]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Undine: [http://undine.bafg.de/servlet/is/13880/ Das Hochwasser des Rheins im Januar / Februar 1995]&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das Auftreten dieser Großwetterlagen wird entscheidend durch die [[Nordatlantische Oszillation]] (NAO) bestimmt. Bei einer starken NAO setzen sich immer Winter westliche Strömungen gegen kontinentale Hochdruckgebiete durch und bringen warme und feuchte Luftmassen vom Atlantik mit sich.&lt;br /&gt;
[[Bild:Wetterlage-vb.gif|thumb|420px|Abb. 6: Vb-Wetterlage]]&lt;br /&gt;
===Sommerhochwasser===&lt;br /&gt;
Die übrigen herausragenden Hochwasser des letzten Vierteljahrhunderts im Juli/August 1997 an der Oder, im August 2002 an der Elbe und im Juni 2013 an Elbe und Donau waren sämtlich Sommerhochwasser. Ihnen lagen andere Wetterlagen zugrunde als den winterlichen Überschwemmungen am Rhein. Bei allen drei Ereignissen spielte die sog. Vb-Wetterlage (Abb. 4) eine entscheidende Rolle. Bei Vb-Wetterlagen ziehen Tiefdruckgebiete vom Mittelmeer her, wo sie sich mit Wasserdampf aufladen, nach Mitteleuropa, meistens östlich um die Alpen herum. Hier stoßen sie auf Gebirge, z.B. auf das Erzgebirge, und/oder auf Kaltluftmassen und regnen sich aus. Wenn die Vb-Wetterlagen länger anhalten, liegt eine sog. [[Blockierende Wetterlage]] vor, bei der die Wetterverhältnisse längere Zeit stationär bleiben und, wodurch es zu Dauerregen oder zu Hitzewellen kommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Oderhochwasser 1997 wurde durch zwei Starkregenereignisse verursacht, die beide aus Vb-Wetterlagen entstanden.  Tiefdruckgebiete über dem Balkan und den Karpaten führten feuchtwarme Luftmassen vom Mittelmeer und dem Schwarzen Meer nach Mitteleuropa, wo sie auf Kaltluftmassen trafen und hierdurch sowie durch die Mittelgebirge zum Aufsteigen und damit Abkühlung gezwungen wurden und sich ausregneten. Die Niederschläge erreichten vor allem in der Tschechischen Republik mit teilweise über 500 mm in sechs Tagen Rekordwerte. Ein Höhentief sorgte für eine längere Stabilität dieser Wetterlage.&amp;lt;ref&amp;gt;Undine: [http://undine.bafg.de/servlet/is/15719/ Das Hochwasser der Oder im Sommer 1997]&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das katastrophale Hochwasser an der Elbe im August 2002 wurde durch Niederschläge ausgelöst, die an einzelnen Stationen alle bisherigen Rekorde übertrafen. So fiel in Zinnwald-Georgenfeld südlich von Dresden am 12. August mit 312 mm der höchste je in Deutschland gemessene Tagesniederschlag. Und der in Dresden gemessene Wert von 158 mm war doppelt so hoch wie der bisherige Rekordwert an dieser Station.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DWD 2002&amp;quot;&amp;gt;Deutscher Wetterdienst (2002): [http://www.dwd.de/bvbw/generator/DWDWWW/Content/Oeffentlichkeit/KU/KU2/KU23/besondere__ereignisse__deutschland/niederschlaege/rr-extrem__200208,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/rr-extrem_200208.pdf Das Niederschlagsgeschehen in Mitteleuropa in den ersten 12 Tagen des August 2002]&amp;lt;/ref&amp;gt;  Zu dem beispiellosen Hochwasser kam es jedoch vor allem dadurch, dass mehrere Starkregenereignisse aufeinander folgten. In den ersten Augusttagen waren Gewitterregen bestimmend, die primär im Westen des Elbe-Einzugsgebietes fielen. Anschließend wurden Vb-Wetterlagen bestimmend. Ein umfangreiches, vom Golf von Genua bis nach Polen reichendes Höhentief lenkte feuchtwarme subtropische Luft aus dem Mittelmeerraum, wo sie sich mit Wasserdampf vollgesogen hatte, östlich um die Alpen herum nach Mitteleuropa. Hier traf sie auf kühlere Luftmassen aus dem Westen und auf die Gebirgszüge in Mitteleuropa, kühlte sich ab und regnete sich aus. Das Tiefdrucksystem bewegte sich nur sehr langsam Richtung Osten, so dass es zu einer sehr lange anhaltenden Niederschlagsperiode kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei früheren Hochwasserereignissen spielte es schon eine Rolle, dass durch länger anhaltende Niederschläge die Böden stark mit Wasser gesättigt wurden, so dass weitere Niederschläge nicht mehr versickern konnten, sondern direkt in die Flüsse gelenkt wurden. Das war besonders der Fall bei dem großen Hochwasser an Elbe und Donau im Jahr 2013.  Den Überschwemmungen im Juni 2013 gingen im Mai starke Niederschläge voraus, die durch ein anhaltend stabiles Tiefdrucksystem in der Höhe bedingt waren. Flankiert war dieses Höhentief durch zwei Hochdruckgebiete über den Azoren und über Westsibirien, wodurch es zu einer blockierenden Wetterlage kam. Das Tiefdrucksystem führte feuchte Luftmassen vom Nordwestatlantik nach Mitteleuropa mit starken Regenfällen in der zweiten Mai-Hälfte. Im Anschluss bildete sich zusätzlich eine Vb-Zugbahn aus, die warmfeuchte Luftmassen von der Adria her nach Mitteleuropa lenkte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Blöschl 2013&amp;quot; /&amp;gt;  Während des gesamten Mai fielen in ganz Deutschland 178 % der mittleren Niederschläge im Mai während der Periode 1881-2012. Diese lang anhaltenden Niederschläge bewirkten eine hohe Bodenfeuchtigkeit, die ein wesentlicher Grund der Hochwasser waren. 40 % der Fläche Deutschlands wiesen die höchste Bodenfeuchte seit Beginn der Messungen 1962 auf. Hinzu kamen die Starkniederschläge an den Hochwassertagen selbst. Die höchsten Drei-Tage-Niederschläge beliefen sich in Südbayern in den ersten Juni-Tagen auf 346 mm, die höchsten Niederschläge in 24 Stunden lagen bei 170,5 mm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schröter 2015&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hochwasserereignisse und Klimawandel ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Hochwasser wetterlagen Europa.jpg|thumb|420px|Abb. 7: Veränderung der mittleren Anzahl der Tage pro Jahr im Winter und im Sommer mit Wetterlagen, die Hochwasserereignisse begünstigen.]]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Siehe auch: [[Zuordnung von Extremereignissen]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Ein einzelnes Ereignis lässt sich zwar nie durch den Klimawandel erklären. Die Wahrscheinlichkeit von Starkregen und darauf folgenden Hochwasserereignissen nimmt jedoch mit der Erwärmung zu, da höhere Temperaturen zu mehr [[Wasserdampf]] in der Atmosphäre führen. Die Daten für Deutschland zeigen, dass die absolute Feuchtigkeit in der Atmosphäre von 1951 bis 2006 um 4 % gestiegen ist. Dadurch hat auch das Potential für mehr Starkniederschläge zugenommen. Hinzu kommt, dass auch die Großwetterlagen, die starke Niederschläge begünstigen – im Winter Westwindlagen, im Sommer die Vb-Wetterlage -, zugenommen haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hattermann 2013&amp;quot;&amp;gt;Hattermann, F.F., et al. (2013): Climatological Drivers of Changes in Flood Hazard in Germany, Acta Geophysica 61, 463-477&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die verschiedenen Regionen in Deutschland konnte gezeigt werden, dass die Wetterlagen, die zu Hochwasserereignissen führen, in den letzten Jahrzehnten jeweils zugenommen haben (Abb. 5). Im Westen Deutschlands, d.h. für das Rhein- und Wesergebiet, haben sowohl die Häufigkeit wie die Dauer der West- und Nordwestlagen zugenommen. Auch bei weniger starken Niederschlägen würde allein die längere Dauer zu mehr Hochwasserereignissen führen, da die Böden dadurch stärker gesättigt werden und es zu höheren Abflusswerten kommt.  Im Süden wie im Osten (Donau- bzw. Elbeeinzugsgebiet) haben im Sommer die Vb-Lagen zugenommen, die hier für die starken Sommerhochwasser verantwortlich sind. Hinzu kommt, das im Osten eine deutliche Abnahme östlicher Zirkulationsmuster und damit die Zunahme milderer Winter mit mehr Niederschlag als Regen denn als Schnee festgestellt werden kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Petrow 2009&amp;quot;&amp;gt;Petrow, T., J. Zimmer, and B. Merz (2009): Changes in the flood hazard in Germany through changing frequency and persistence of circulation patterns, Natural Hazards Earth System Sciences 9, 1409–1423&amp;lt;/ref&amp;gt;  Allgemein lässt sich eine deutliche Zunahme von Großwetterlagen feststellen, die für das Auftreten von Hochwasserereignissen grundlegend sind. Diese Wetterlagen dauern zugleich länger an, wodurch es zu Bodensättigung kommt und Überschwemmungen sich auch bei mäßigen Niederschlägen ereignen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://undine.bafg.de/ Undine] Informationsplattform zu Hochwasserereignissen an den großen Strömen in Deutschland von der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG)&lt;br /&gt;
* A. Bronstert &amp;amp; H. Engel: [http://www.climate-service-center.de/imperia/md/content/csc/warnsignalklima/Warnsignal_Klima_Kap3.1_3.1.5_Engel.pdf Veränderungen der Abflüsse] Untersuchung am Beispiel von  Rhein, Weser, Elbe und Donau&lt;br /&gt;
* C.-D. Schönwiese &amp;amp; S. Trömel (2011): [http://www.climate-service-center.de/imperia/md/content/csc/warnsignalklima/Warnsignal_Klima_Kap3.1_3.1.6_Scho__nwiese.pdf Langzeitänderungen des Niederschlags in Deutschland], in  in Lozan, J.L., H. Graßl, P. Hupfer, L. Menzel, C.-D. Schönwiese: Warnsignal Klima: Genug Wasser für alle? Wissenschaftliche Fakten, Hamburg, 351-357 (Neuauflage 2011)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;db-db-wb_ro&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
	&amp;lt;div class=&amp;quot;db-db-wb_lo&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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				&amp;lt;div class=&amp;quot;inhalt&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Klimadaten zum Thema== &lt;br /&gt;
{{Bild-links|Bild=Änderungen Starkregen Sommer RCP8 5 2071 2100-1971 2000.png|Breite=200px}} &lt;br /&gt;
Klimadaten zum Thema selbst auswerten? Hier können Sie aus [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/europa-rcp-daten &#039;&#039;&#039;Regionaldaten zu Europa&#039;&#039;&#039;] und [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/daten-zu-norddeutschland &#039;&#039;&#039;Regionaldaten zu Norddeutschland&#039;&#039;&#039;] eigene Karten zur künftigen Klimaentwicklung erzeugen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier finden Sie eine [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/arbeitsanweisungen-panoply-263990 &#039;&#039;&#039;Anleitung zur Visualisierung der Daten&#039;&#039;&#039;].&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Schülerarbeiten zum Thema==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schülerarbeiten zum Thema des Artikels&#039;&#039;&#039; aus dem [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts Schulprojekt Klimawandel]:&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756594/3ad73a391d5c182574456e04d4c2a756/2007-extremereignisse-und-ihre-folgen-data.pdf Extremereignisse und ihre Folgen] im Zuge des Klimawandels am Fallbeispiel des Elbhochwassers 2002 (Gymnasium Athenaeum Stade, Stade),&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756180/3d0ec1663855f5a353601165b7e45744/2007-jahrhundertflut-klimawandel-data.pdf Alle Jahre eine Jahrhundertflut?] Muss man in Zukunft mit vermehrten Hochwasserereignissen an der Elbe rechnen? Und in welcher Weise nimmt der Klimawandel Einfluss darauf? (Stadtteilschule Walddörfer, Hamburg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=visualClear&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Extremereignisse, Hochwasser, Starkregen&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Extremereignisse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasserkreislauf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regionale Klimafolgen]]&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
beeinflusst von=Klimaänderungen in Europa&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=blockierende Wetterlage&lt;br /&gt;
|Regionales Beispiel von=Starkniederschläge und Hochwasser&lt;br /&gt;
|Räumlich Teil von=Starkregen und Hochwasser in Europa&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Starkniederschl%C3%A4ge_und_Hochwasser&amp;diff=32505</id>
		<title>Starkniederschläge und Hochwasser</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Starkniederschl%C3%A4ge_und_Hochwasser&amp;diff=32505"/>
		<updated>2024-12-15T08:52:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Schülerarbeiten zum Thema */  invaliden link ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Starkniederschläge und Hochwasser gehören mit [[Dürren]], [[Hitzewellen]], [[Tropische Wirbelstürme|Tropischen Wirbelstürmen]] und [[Außertropische Stürme|Außertropischen Stürmen]] zu den Wetterextremen, die möglicherweise durch den [[Klimawandel]] verstärkt oder häufiger auftreten werden.&lt;br /&gt;
[[Bild:Pakistan Sindh flood2010.jpg|thumb|540px|Zerstörungen durch Überschwemmungen in der Provinz Sindh, Pakistan, im Oktober 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hochwasserereignisse ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bilder von Hochwasserkatastrophen haben in letzter Zeit immer wieder für Betroffenheit gesorgt und sind in den Medien häufig mit dem Klimawandel in Verbindung gesetzt worden. In Deutschland ist noch die Jahrhundertflut (manche sprachen auch von einer „Jahrtausendflut“) an Donau, Moldau und Elbe im Jahre 2002 mit 37 Todesopfern und ca. 15 Milliarden Euro an ökonomischen Verlusten gut in Erinnerung. 11 Jahre später, im Juni 2013, kämpfen Süd- und Ostdeutschland schon wieder mit der nächsten Jahrhundertflut. Hauptursache sind &#039;Jahrhundertniederschläge&#039;, wie der Deutsche Wetterdienst feststellt.&amp;lt;ref&amp;gt;DWD (2013): [https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/DE/2013/20130606_HochwasserJuni.html Juni-Hochwasser im Süden und Osten Deutschlands]&amp;lt;/ref&amp;gt; In Sachsen fielen stellenweise über 200, in Bayern über 400  l/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; in 90 Stunden (normal sind in Deutschland ca. 700 l/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; in einem Jahr). In beiden Fällen handelt es sich um Sommer-Hochwasser, die in den letzten Jahren häufiger aufgetreten sind, so im Juli 1997 an der Oder, im Mai 1999 an der Donau, im August 2005 wiederum an der Donau und im Mai 2010 an Oder und Weichsel. Auch in anderen Ländern Europas ereigneten sich starke Überschwemmungen mit Todesopfern und hohen Sachschäden, so in Südosteuropa 2014 mit 86 Toten und in Spanien, Frankreich und Italien 2018 mit mindestens 31 Opfern.&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia (2018): [https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_floods_in_Europe List of floods in Europe]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das in Deutschland in jüngerer Zeit stärkste Hochwasser mit den verheerendsten Folgen ereignete sich im Juli 2021 in der Eifel und im angrenzenden Rheinischen Schiefergebrge. Hier fielen in 15 Stunden an verschiedenen Wetterstationen im Mittel rund 150 mm Niederschlag, und die Anzahl der Todesopfer belief sich auf mindestens 170 (vgl. [[Starkregen_und_Hochwasser_in_Deutschland#Das_Hochwasser_im_Juli_2021|Hochwasser im Juli 2021]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weltweit gab es in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten allerdings wesentlich folgenreichere Überschwemmungen, so z.B. das gewaltige Hochwasser 1998 am chinesischen Yangtse mit über 3000 Toten, 14 Millionen Obdachlosen und Sachschäden von 36 Milliarden US$ oder die katastrophalen Monsunfluten im selben Jahr in Bangladesch und Indien mit ebenfalls ca. 3000 Todesopfern. Im Sommer 2010 hat das [[Starkregen Südasien|Hochwasser in Pakistan]], das schätzungsweise 20 % des Landes unter Wasser setzte, fast 2000 Tote verursacht, insgesamt waren 20 Millionen Menschen davon betroffen, und der Schaden wird auf 40 Milliarden US$ geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Webster, P.J., et al. (2011): Were the 2010 Pakistan floods predictable?, Geophysical Research Letters 38, doi:10.1029/2010GL046346&amp;lt;/ref&amp;gt; 1200 Tote forderte das Hochwasser im August 2017 in Indien, Nepal und Bangladesch. Die Ursache waren starke Niederschläge, die sich stellenweise auf fast 1500 mm an vier Tagen (9.-12. August) beliefen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WMO 2018&amp;quot;&amp;gt;World Meteorological Organization (2018): [https://library.wmo.int/index.php?lvl=notice_display&amp;amp;id=20220#.W9yys-KNyUl WMO Statement on the State of the Global Climate in 2017]&amp;lt;/ref&amp;gt; Starke Überschwemmungen waren auch mit dem Auftreten von Tropischen Wirbelstürmen verbunden. So verursachte der Hurrikan Harvey Ende August/Anfang Septenber 2017 in wenigen Tagen über 1000 mm Niederschlag über der texanischen Küstenstadt Houston.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WMO 2018&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition von Starkniederschlag ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen kann Starkniederschlag als selten auftretender [[Niederschlag]] mit zerstörerischer Wirkung (z.B. Überflutungen) bezeichnet werden. Es gibt jedoch feste Definitionen hierfür. Diese sind abhängig von der jeweiligen Fragestellung. Bei der Wettervorhersage hat zum Beispiel der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Warnkriterien für Starkniederschlag auf Niederschlag von 25 mm in einer Stunde und 35 mm in 6 Stunden festgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutscher Wetterdienst: [http://www.dwd.de/bvbw/appmanager/bvbw/dwdwwwDesktop?_nfpb=true&amp;amp;_pageLabel=_dwdwww_wetter_warnungen_warnungen&amp;amp;T169600781711254206874155gsbDocumentPath=Navigation%2FOeffentlichkeit%2FWetter__Warnungen%2FWarnungen%2FAmtliche__Warnungen%2FKriterien__Unwetterkriterien__node.html%3F__nnn%3Dtrue Warnkriterien für Unwetterwarnungen des DWD]&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Klimaforschung wird hingegen meist der Tagesniederschlag betrachtet. Hier werden dann wieder Schwellenwerte definiert, bei deren Überschreitung man von Starkniederschlag spricht. Für die Festlegung dieser Schwellenwerte gibt es unterschiedliche Ansätze. Einige Wissenschaftler definieren einen festen Schwellenwert (z.B. 30 mm, 50,8 mm oder 101,6 mm pro Tag)&amp;lt;ref&amp;gt;Groisman, P.Y., T.R. Karl, D.R. Easterling, R.W. Knight, P.F. Jamason, K.J. Hennessy, R. Suppiah, C.M. Page, J. Wibig, K. Fortuniak, V.N. Razuvaev, A. Douglas, E. Føtland and P.-M. Zhai (1999): Changes in the probability of heavy precipitation: Important indicators of climate change, Climate Change 42: 243-283 &amp;lt;/ref&amp;gt;, welcher mehr oder weniger willkürlich festgelegt wird. Andere nehmen die größten 5% der Tagesniederschläge einer Periode (z.B. 30 Jahre). Eine ähnliche Definition ist die der Wiederkehrrate. Hierbei richtet sich der Schwellenwert nach einer Tagesniederschlagsmenge, welche nur in bestimmten Abständen verzeichnet wird, z.B. einmal in 5 Jahren. Alle vorher genannten Definitionen basieren nur auf den gemessenen Daten. Es gibt aber auch statistische Ansätze, bei der zuerst die statistische Verteilungsfunktion des Niederschlags bestimmt wird und dann die größten 5% dieser Verteilungsfunktion als Starkniederschlag definiert werden. &lt;br /&gt;
[[Bild:Floods freq duration1985-2015.jpg|thumb|540px|Häufigkeit (links) und Dauer (rechts) von Hochwasserereignissen pro Jahr im Zeitraum 1985 bis 2015]]&lt;br /&gt;
[[Bild:R10mm trend 1950-2018.jpg|thumb|540px|Änderung der Anzahl von Starkregentagen (Tage mit &amp;gt;10 mm Niederschlag) in Tage pro Dekade 1950-2018]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Globale Trends ==&lt;br /&gt;
In den letzten drei Jahrzehnten gab es weltweit 4311 Hochwasserereignisse (HWE) bzw. 293 HWE pro Jahr. Davon kam es zu 2020 (137/Jahr) Ereignissen allein in den Tropen und 1077 (88/Jahr) in den mittleren Breiten der Nordhalbkugel. Sowohl global wie in den Tropen, Subtropen und den mittleren Breiten hat die Anzahl der Hochwasserereignisse 1985-2015 zugenommen. Um 1990 gab es global etwa 100 Hochwasserereignisse jährlich, zu Beginn der 2000er Jahren nahezu doppelt so viele. Allerdings ging die Anzahl danach auf nahezu 100 Ereignisse pro Jahr bis 2015 wieder deutlich zurück. Dafür erhöhte sich jedoch die Länge der Ereignisse und die Anzahl der langen Flutereignisse. Lag die mittlere Dauer weltweit im Jahr 1985 bei 4 Tagen, waren es 2015 10 Tage. Und die extrem lang andauernden Flutereignisse wurden ebenfalls immer länger. Dauerten die 10 % längsten Hochwasserereignisse in den 1980er und 1990er Jahren etwa 20 Tage, waren es in den 2010er Jahren 30 Tage. Lang anhaltende Hochwasserereignisse mit einer Dauer von über 20 Tagen ereigneten sich vor allem in den Tropen immer häufiger. Die Staaten, die von Hochwasserereignisse am meisten betroffen waren, sind die USA (388 Ereignisse im Zeitraum 1985-2015), China (344), Indien (226), Indonesien (190) und die Philippinen (181). Frankreich war mit 40 Ereignissen das am stärksten betroffene europäische Land.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Najibi 2018&amp;quot;&amp;gt;Najibi, N. and Devineni, N. (2018): [https://doi.org/10.5194/esd-9-757-2018 Recent trends in the frequency and duration of global floods], Earth System Dynamics., 9, 757-783&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochwasser werden von vielen Faktoren, hydrologischen, klimatischen und menschlichen Aktivitäten beeinflusst. Zusätzlich zur Menge und Stärke von Niederschlägen spielen die vorhandene Bodenfeuchtigkeit sowie die Vegetationsbedeckung eine wichtige Rolle, die den Niederschlag aufnehmen oder direkt abließen lassen können. In kalten Regionen kann die Schneeschmelze in Kombination mit Starkregen Überschwemmungen verstärken. Auch die Landnutzung, Flussregulierungen und Bodenversieglung durch den Menschen können erheblich zur Entstehung von Hochwasserereignissen beitragen. Entscheidend sind jedoch die Niederschläge, deren Intensität sich in jüngster Zeit deutlich verstärkt hat, und zwar auch in solchen Gebieten, in denen die mittleren Niederschläge abnehmen. Global hat seit Mitte des 20. Jahrhunderts der jährliche Maximalniederschlag an einem Tag sowohl in humiden wie ariden Regionen deutlich zugenommen. Besonders in Europa, Nordamerika und Asien sind Starkniederschläge deutlich mehr geworden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC AR6 2021, 11.4&amp;quot;&amp;gt;IPCC AR6, WGI (2021): Weather and Climate Extreme Events in a Changing Climate. In: Climate Change 2021: The Physical Science Basis. 11.4&amp;lt;/ref&amp;gt;  Auch die Wahrscheinlichkeit von sehr extremen Niederschlägen mit mehr als 50 mm/Tag ist zwischen 1961 bis 2018 größer geworden, wobei vor allem eine zunehmende Intensität der Niederschläge die Ursache ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Benestad 2019&amp;quot;&amp;gt;Benestad, R. E., K.M. Parding, H.B. Erlandsen, and A. Mezghani (2019): A simple equation to study changes in rainfall statistics. Environ. Res. Lett. 14, 84017&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das zeigt sich auch darin, dass der Anteil von Starkregen am gesamten Niederschlag seit den 1970er Jahren global um 1-2% gestiegen ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC AR6 2021, 11.4&amp;quot; /&amp;gt;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Wasserkreislauf.gif|thumb|320 px|Durch die zunehmende Konzentration von Treibhausgasen wird die Atmosphäre erwärmt. Dadurch erhöhen sich die Verdunstung und die atmosphärische Wasserdampfkapazität. Die Folgen sind einerseits [[Dürren]] und andererseits mehr Wasserdampf in der Atmosphäre und stärkere Niederschläge.]]&lt;br /&gt;
=== Veränderung des Wasserkreislaufs ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Beispiele der jüngsten Zeit wie die Winterhochwasser in Süddeutschland oder die Sommerfluten in Mitteleuropa legen die Annahme nahe, dass es in einem wärmeren Klima zu stärkeren [[Niederschlag|Niederschlägen]] und Hochwasserereignissen kommen kann. Rein physikalische Überlegungen sprechen dafür, dass bei einer globalen Erwärmung in einigen Gebieten die Niederschläge und vor allem die Starkniederschläge zunehmen werden, in anderen allerdings Trockenheit und [[Dürren]]. Höhere [[Lufttemperatur|Lufttemperaturen]] haben zwei entscheidende Folgen: &lt;br /&gt;
# eine Verstärkung der [[Verdunstung]] und &lt;br /&gt;
# eine Erhöhung der Wasserdampfkapazität der Atmosphäre. &lt;br /&gt;
Die Zunahme der atmosphärischen Wasserdampfkapazität von 7 % pro Grad Celsius und die höhere Verdunstung erhöhen den absoluten Wasserdampfgehalt der Luft. Die relative Feuchtigkeit verändert sich dagegen nur geringfügig. Dadurch ändert sich in einem wärmeren Klima die Niederschlagshäufigkeit nur wenig. Pro Niederschlagsereignis steht aber mehr Wasserdampf zur Verfügung, und deshalb kommt es zu häufigeren Extremereignissen mit größeren Niederschlagsmengen. Allgemein sollte es in vielen Regionen durch die globale Erwärmung eine Abnahme von leichten und moderaten Regenfällen geben und/oder eine Abnahme in der Häufigkeit von Niederschlagsereignissen, aber häufigere und intensivere Starkregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regen oder Schnee ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Schneedecke.gif|thumb|320px|Relativer Trend der mittleren Anzahl der Tage mit einer Schneedecke (Schneedeckendauer) in Baden-Württemberg und Bayern, 1951/52 bis 1995/96]]&lt;br /&gt;
Wo die höhere Verdunstung nicht durch mehr Niederschläge ersetzt wird, kommt es zu erhöhter Trockenheit. In bestimmten Regionen spielt auch die Art der Niederschläge eine Rolle. In den Gebirgen der mittleren Breiten bilden die winterlichen Schneemassen eine Wasserreserve im Frühjahr und Sommer, wenn der Schnee schmilzt. Eine Erwärmung verursacht eine kürzere Schneesaison. Es fällt mehr [[Niederschlag]] in Form von Regen als in Form von Schnee, und der Schnee schmilzt früher. Im Frühjahr und Sommer steht weniger Bodenfeuchtigkeit zur Verfügung, was Trockenheit zur Folge haben kann. Dem wirkt allerdings entgegen, dass zumindest in den mittleren Breiten die Wolkenbedeckung zunimmt, wodurch die [[Verdunstung]] verringert werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schneedecken regulieren die Grundwasserneubildung und den Abfluss. Bei einer lange liegenden Schneedecke und allmählichen Tauvorgängen versickert ein größerer Teil der Niederschläge, während der andere langsam abfließt. Damit kommt es selten zu Hochwasserereignissen in den Wintermonaten und eher zu gemäßigten Hochwassern im Frühjahr während der Schneeschmelze. In den letzten Jahrzehnten ist diese Situation etwa in Süddeutschland jedoch immer seltener geworden. Die Schneedeckendauer in Baden-Württemberg und Bayern ging fast flächendeckend deutlich zurück, in den tiefer liegenden Gebieten (&amp;lt; 300 m ü. NN) um 30 bis 40% und mehr, was etwa 25 Tagen entspricht. In den mittleren Höhenlagen verringert sich der Rückgang um 10 bis 20%, in den höher gelegenen Gebieten (&amp;gt; 800 m ü.NN) um weniger als 10%, bzw. es kam hier aufgrund des stärkeren Schneefalls auch zu leichten Zunahmen. Die Folge ist ein sofortiges Abfließen der reichlicher fallenden Regen-Niederschläge mit Hochwassergefahren schon im Winter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wasserdampftransport und Zirkulationssysteme ===&lt;br /&gt;
[[Bild:ElNino low high flow.jpg|thumb|520px|Die Wahrscheinlichkeit von Hoch- (blau) und Niedrigwasser (rot) infolge eines El Ňino im Februar]]&lt;br /&gt;
Ob es in einem bestimmten Gebiet viel, wenig oder gar nicht regnet, hängt nur zu einem geringen Teil von Temperatur und Verdunstung in diesem Gebiet ab. Die Wassermenge bestimmter Niederschlagsereignisse stammt im globalen Mittel zu ca. 90% aus Wasserdampf, der aus mehr oder weniger größerer Entfernung herantransportiert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Trenberth, K.E., A. Dai, R.M. Rasmussen and D.B. Parsons (2003): The Changing Character of Precipitation, Bulletin of the American Meteorological Society 84, 1205-1217&amp;lt;/ref&amp;gt; So kommt etwa der Wasserdampf, der in einer außertropischen Zyklone in einem Radius von 800 km fällt, aus Entfernungen von bis zu 3200 km. Der Anteil des herantransportierten Wasserdampfes an dem gesamten Wasserdampf, der sich über einem bestimmten Gebiet in Niederschlag umwandelt, ist über dem Land höher als über den Ozeanen und im Winter höher als im Sommer. Für den Wasserdampftransport sind atmosphärische Zirkulationssysteme von entscheidender Bedeutung, z.B. die tropischen Monsune und subtropischen Passate in den niederen Breiten und in den mittleren und höheren Breiten die durch den Jetstream gesteuerten Zugbahnen der Tiefdruckgebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Nord- und Westeuropa sind es die nordatlantischen [[Tiefdruckgebiet|Tiefdrucksysteme]], die, wie oben gezeigt, vor allem im Winter den Niederschlag regulieren und selbst wiederum von der [[Nordatlantische Oszillation|Nordatlantischen Oszillation]] (NAO) beeinflusst werden. Der NAO-Index hat in den 1980er und 1990er Jahren eine Tendenz zu auffällig hohen Werte gezeigt, die seit Mitte der 1990er Jahren jedoch wieder zurückgehen. Ein stärkerer NAO-Index ist in der Regel im nördlichen Europa mit mehr Niederschlägen und im südlichen Europa mit geringeren Niederschlägen verbunden. Die in jüngster Zeit beobachtete Zunahme zyklonaler [[Großwetterlagen]], die im wesentlichen durch eine Verstärkung des NAO-Index hervorgerufen wurde, lässt einen Zusammenhang mit der globalen Erwärmung als möglich erscheinen, kann aber auch durch eine natürliche Dekaden-Schwankung der NAO verursacht sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich liegt der Fall bei einer anderen einflussreichen Klimavariabilität, bei dem [[ENSO|El-Niño]]-Phänomen, das für Extremniederschläge mit der Gefahr von Hochwasser an der südamerikanischen Westküste, in Ostafrika, im Südwesten der USA und extreme Trockenheit mit der Gefahr von Dürren in Indonesien, Australien, Südafrika und Nordost-Brasilien verantwortlich ist. Auch die Stärke von El-Niño-Ereignissen hat in den letzten Jahrzehnten zugenommen, bis hin zu dem &amp;quot;Jahrhundert&amp;quot;-El-Niño von 1997/98. Auch hier wird ein Zusammenhang mit der globalen Erwärmung angenommen und wird von manchen Forschern eine Zunahme von starken El-Niño-Ereignissen für die Zukunft erwartet. Andere bezweifeln jedoch auch eine Verbindung zwischen El Niño und dem anthropogenen Treibhauseffekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zumindest ist die beobachtete Zunahme von Niederschlagsextremen nicht inkonsistent zu den erwarteten Veränderungen durch den anthropogenen Antrieb. Die Frage nach den definitiven Ursachen bleibt aber, wenn es um Festlegungen für ganz bestimmte regionale Ereignisse geht, unbeantwortet. Eine Untersuchung über die Häufigkeit von Extremereignissen in den USA seit dem Ende des 19. Jahrhunderts, die erstmals digitalisierte Daten von 1895-2000 von 1076 Stationen auswerten konnte, zeigt, dass die natürlichen Schwankungen auch auf Zeitskalen von Dekaden relativ groß sind und als mögliche Ursache oder eine der Ursachen auch für den Anstieg von Extremniederschlägen Ende des 20. Jahrhunderts nicht außer Acht gelassen werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunkel, K.E. (2003): North American Trends in Extreme Precipitation, Natural Hazards 29, 291-305&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zunahme von Extremniederschlägen ===&lt;br /&gt;
Ein Argument für den Einfluss des Klimawandels ist die Zunahme von starken Niederschlägen über die letzten Jahrzehnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lehmann 2015&amp;quot;&amp;gt;Lehmann, J., Coumou, D., and Frieler, K. (2015): Increased record breaking precipitation events under global warming, Climatic Change, 132, 501–515&amp;lt;/ref&amp;gt; So haben extreme Niederschläge global und in den Tropen sowie in den Außertropen und Subtropen der Nordhalbkugel nach Modellsimulationen deutlich zugenommen. Lediglich die Subtropen der Südhemisphäre zeigen keinen signifikanten Trend. Besonders gilt das für die Zeit zwischen zwischen 1980 und 2010 für Rekordniederschläge, die dadurch definiert sind, dass sie alle früheren Niederschläge übertroffen haben.  Ohne den Klimawandel hätte es 1980-2010 12 % weniger solcher Rekordniederschläge gegeben. Dabei gibt es jedoch große regionale und jahreszeitliche Unterschiede. Für SO-Asien wurde im Sommer eine Steigerung von 80 % simuliert, für Australien im Winter eine Abnahme von 24 %. Neben der Erhöhung des Wasserdampfgehalts der Atmosphäre durch die globale Erwärmung, gibt es auch andere Einflussfaktoren. So spielt für die an den tropischen Pazifik grenzenden Regionen der ENSO-Zyklus eine wichtige Rolle. Insgesamt lässt sich die Zunahme der extremen Niederschläge allein durch natürliche Schwankungen jedoch nicht erklären und ist nach Lehmann et al. (2015)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lehmann 2015&amp;quot; /&amp;gt; konsistent mit der globalen Temperaturzunahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projektionen für das 21. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
=== Starkniederschläge und Hochwasserereignisse===   &lt;br /&gt;
Nach Modellsimulationen wird es Starkregenereignisse auch zukünftig häufiger geben, und sie werden stärker ausfallen. Extreme Niederschläge werden nahezu auf allen Landregionen zunehmen, mit Ausnahme Südeuropas und des Mittelmeerraumes sowie über subtropischen Ozeanregionen. Auch eine geringe globale Temperaturerhöhung von nur 0,5 °C wird sich nach manchen Modellberechnungen in einer deutlichen Zunahme extremer Niederschlagsereignisse auswirken. Grob gesehen nehmen die Starkniederschläge über alle Szenarien und Modelle gemittelt bei einer globalen Erwärmung um 1 °C um 7% zu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC AR6 2021, 11.4&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Starkregen können Flusshochwasser hervorrufen, was aber nicht zwangsläufig so sein muss. Hochwasser werden von vielen Faktoren, hydrologischen, klimatischen und menschlichen Aktivitäten und teilweise außerdem von deren Wechselwirkungen beeinflusst. Zusätzlich zur Menge und Stärke von Niederschlägen spielen die vorhandene Bodenfeuchtigkeit sowie die Vegetationsbedeckung eine wesentliche Rolle, die den Niederschlag aufnehmen oder direkt abließen lassen können. In kalten Regionen kann die Schneeschmelze in Kombination mit Starkregen Überschwemmungen verstärken. Auch die Landnutzung, Flussregulierungen und Bodenversieglung durch den Menschen können erheblich zur Entstehung von Hochwasserereignissen beitragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC AR6 2021, 11.5&amp;quot;&amp;gt;IPCC AR6, WGI (2021): Weather and Climate Extreme Events in a Changing Climate. In: Climate Change 2021: The Physical Science Basis. 11.5&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zahlreichen Einflussfaktoren auf Hochwasserereignisse machen es schwierig, künftige Entwicklungen vorherzusagen. Ein größerer Anteil der globalen Landfläche wird bis 2100 nach Modellsimulationen jedoch eher eine Zunahme von Hochwasserereignissen erfahren als das Gegenteil. Dazu gehören z.B. Südostasien, Indien, das tropische Afrika und Nordamerika in den hohen Breiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC AR6 2021, 11.5&amp;quot; /&amp;gt;  Auch Europa wird weitgehend zu den Regionen gehören, in denen das Hochwasserrisiko zunehmen wird. Das gilt besonders für Mittel- und Westeuropa mit einer Zunahme von 18% bis zum Ende des Jahrhunderts bei einem hohen Klimaszenario. In Nord-, Ost- und Südeuropa wird es zu einer Abnahme kommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC AR6 2021, 12.5&amp;quot;&amp;gt;IPCC AR6, WGI, Ch. 12 (2021): Weather and Climate Extreme Events in a Changing Climate. In: Climate Change 2021: The Physical Science Basis. 12.5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Global Bevölkerung Hochwasser 2100.jpg|thumb|420px|Global betroffene Bevölkerung durch Hochwasser bis 2100: in Mio. Menschen/Jahr und in % nach historischen Daten und nach dem Szenario RCP8.5]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Hochwasser global Schäden2100.jpg|thumb|420px|Globale Schäden durch Hochwasser bis 2100: in Mrd. €/Jahr und in % nach dem Szenario RCP8.5]]&lt;br /&gt;
=== Soziale und ökonomische Folgen ===&lt;br /&gt;
Weltweit leben mindestens 1 Mrd. Menschen in Überschwemmungsgebieten. 1976-2005 waren jährlich 54 Mio. Menschen durch Überschwemmungen betroffen, die Zerstörungen von 58 Mrd. EUR bewirkten. Mit großem Abstand sind Asien und Afrika die am stärksten von Hochwasserextremen tangierten Kontinenten. In ihnen lebten 95 % der betroffenen Bevölkerung und befanden sich 73 % der zerstörten Werte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Alfieri 2017&amp;quot;&amp;gt;Alfieri, L., B. Bisselink, F. Dottori, G. Naumann, A. de Roo, P. Salamon, K. Wyser, and L. Feyen (2017): Global projections of river flood risk in a warmer world, Earth’s Future 5, 171–182, doi:10.1002/2016EF000485.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer globalen Erwärmung um 3 °C könnte die Zahl der durch Hochwasser betroffenen Menschen um 113-241 Mio. zunehmen. Der stärkste relative Anstieg wird in Asien und Teilen von Afrika, Südamerika und Westeuropa erwartet. In Indien, Bangladesch, Niger, Ägypten, Irland und Großbritannien könnte sich die betroffene Bevölkerung sogar mehr als verdreifachen. In absoluten Zahlen gerechnet sind die Werte in Europa, aber auch in Nord-und Südamerika allerdings verhältnismäßig gering. Hier stehen Südasien mit über 130 Mio. künftig betroffenen Menschen, Afrika südlich der Sahara (120 Mio.) und China (80 Mio.) an der Spitze. Durch abnehmende Niederschläge wird die Anzahl der Menschen, die unter Überschwemmungen leiden werden, im Mittleren Osten, Osteuropa und Nordafrika dagegen zurückgehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dottori 2018&amp;quot;&amp;gt;Dottori, F., et al. (2018): Increased human and economic losses from river flooding with anthropogenic warming, Nature Climate Change 8, 781-788, https://doi.org/10.1038/s41558-018-0257-z&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ökonomischen Verluste durch Hochwasser belaufen sich nach Dottori et al. (2018) gegenwärtig auf 110 Mrd. EUR jährlich, woran China (42 %) und Europa (22 %) die größten Anteile haben. Eine globale Erwärmung um 3 °C wird nach Modellberechnungen eine Zunahme dieser Verluste auf 1250 Mrd. EUR bzw. um mehr als das Zehnfache bewirken. Die Hochwasserschäden in Asien werden dabei um über 70 % zunehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dottori 2018&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Teil von=Wetterextreme&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* D. Kasang (2011): [http://www.climate-service-center.de/imperia/md/content/csc/warnsignalklima/Warnsignal_Klima_Kap3.1_3.1.13_Kasang_Kasper.pdf Veränderung regionaler Niederschlagsextreme], in Lozan, J.L., H. Graßl, P. Hupfer, L. Menzel, C.-D. Schönwiese: Warnsignal Klima: Genug Wasser für alle? Wissenschaftliche Fakten, Hamburg, 351-357 (Neuauflage 2011)&lt;br /&gt;
* Jacob, D. &amp;amp; S. Hagemann (2005): Verstärkung und Schwächung des regionalen Wasserkreislaufs - wichtiges Kennzeichen des Klimawandels, in Lozan, J.L., H. Graßl, P. Hupfer, L. Menzel, C.-D. Schönwiese: Warnsignal Klima: Genug Wasser für alle? Wissenschaftliche Fakten, Hamburg, 167-170&lt;br /&gt;
* Trenberth, K.E., A. Dai, R.M. Rasmussen and D.B. Parsons (2003): The Changing Character of Precipitation, Bulletin of the American Meteorological Society 84, 1205-1217&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.dwd.de/DE/leistungen/besondereereignisse/niederschlag/20070816_metanalysehochwasser2002.html Starkniederschläge in Sachsen im August 2002] DWD-Artikel von 2007&lt;br /&gt;
* Rudolf, B. &amp;amp; H. Matthäus (2006): [http://www.dwd.de/DE/fachnutzer/wasserwirtschaft/ku42/publikationen/fruejahrehochwasser_2006_ru_ma2_pdf.html Frühjahrshochwasser der Elbe 2006 aus hydrometeorologischer Sicht] DWD-Artikel&lt;br /&gt;
* Deutscher Wetterdienst (2010): [http://www.dwd.de/DE/leistungen/besondereereignisse/niederschlag/20100616_hochwasser.html Hochwasser im östlichen Mitteleuropa im Mai 2010]&lt;br /&gt;
* B. Rudolf und J. Rapp (2002): [http://www.dwd.de/DE/leistungen/besondereereignisse/niederschlag/20020901_eveu_centuryflood.html Die Jahrhundertflut der Elbe im August 2002] DWD-Artikel&lt;br /&gt;
* B. Rudolf und J. Rapp (2002): [http://www.dwd.de/DE/leistungen/klimastatusbericht/publikationen/ksb2002_pdf/15_2002.html?nn=16102 Das Jahrhunderthochwasser der Elbe: Synoptische Wetterentwicklung und klimatologische Aspekte] aus Klimastatusbericht des DWD 2002&lt;br /&gt;
* J. Grieser, C. Beck: [http://www.dwd.de/DE/leistungen/klimastatusbericht/publikationen/ksb2002_pdf/12_2002.html?nn=16102 Extremniederschläge in Deutschland - Zufall oder Zeichen?] aus Klimastatusbericht des DWD 2002&lt;br /&gt;
* [https://www.kliwa.de/_download/KLIWAHeft12.pdf KLIWA-Heft 12] Sonnenscheindauer und Globalstrahlung sowie von Verdunstung und klimatischer Wasserbilanz in Baden Württemberg und Bayern&lt;br /&gt;
* [https://www.kliwa.de/_download/KLIWAHeft8.pdf KLIWA-Heft 8] Langzeitverhalten der Starkniederschläge in Baden-Württemberg und Bayern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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==Klimadaten zum Thema==&lt;br /&gt;
{{Bild-links|Bild=Starkregentage in Starkregentage DiffII Europa Win.png|Breite=200px}} &lt;br /&gt;
Klimadaten zum Thema selbst auswerten? Hier können Sie aus [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen &#039;&#039;&#039;Daten zum Klimawandel&#039;&#039;&#039;] eigene Karten zur künftigen Klimaentwicklung erzeugen.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Hier finden Sie eine [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/arbeitsanweisungen-panoply-263990 &#039;&#039;&#039;Anleitung zur Visualisierung der Daten&#039;&#039;&#039;].&lt;br /&gt;
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==Schülerarbeiten zum Thema==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schülerarbeiten zum Thema des Artikels&#039;&#039;&#039; aus dem [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel Schulprojekt Klimawandel]:&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756180/3d0ec1663855f5a353601165b7e45744/2007-jahrhundertflut-klimawandel-data.pdf Alle Jahre eine Jahrhundertflut?] Muss man in Zukunft mit vermehrten Hochwasserereignissen an der Elbe rechnen? Und in welcher Weise nimmt der Klimawandel Einfluss darauf? (Stadtteilschule Walddörfer, Hamburg)&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Bildergalerien zum Thema==&lt;br /&gt;
* Bilder zu: [[Starkniederschläge und Hochwasser (Bilder)]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=visualClear&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
				&amp;lt;/div&amp;gt;  &lt;br /&gt;
			&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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	&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
ähnlich wie=Dürren&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=Hitzewellen&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=Tropische Wirbelstürme&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=Außertropische Stürme&lt;br /&gt;
|Folge von=Aktuelle Klimaänderungen&lt;br /&gt;
|Folge von=Blockierende Wetterlage&lt;br /&gt;
|regionales Beispiel=Starkregen und Hochwasser in Europa&lt;br /&gt;
|regionales Beispiel=Starkregen und Hochwasser in Deutschland&lt;br /&gt;
|regionales Beispiel=Starkregen Südasien&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Wetterextreme, Extremereignisse, Niederschlag, Regen, Wasserkreislauf&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Extremereignisse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasserkreislauf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Benutzer:Sandra_Burger/To_do_Liste_Sch%C3%BClerarbeiten&amp;diff=32504</id>
		<title>Benutzer:Sandra Burger/To do Liste Schülerarbeiten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Benutzer:Sandra_Burger/To_do_Liste_Sch%C3%BClerarbeiten&amp;diff=32504"/>
		<updated>2024-12-14T05:08:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Liste: zu bearbeitende Seiten */  - 2&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die unten aufgelisteten Seiten enthalten den Abschnitt &amp;quot;Schülerarbeiten zum Thema&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt; -- bis auf wenige Ausnahmen sind die dort (auf den jeweiligen Seiten) aufgelisteten Links zum HBS invalide und müssen demzufolge aktualisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(Für den Fall, dass eine Schülerarbeit auf dem HBS nicht mehr auffindbar ist, besteht die Möglichkeit, die entsprechende Schülerarbeit via Internet Archiv mittels einer dort archivierten älteren Seitenversion heraus zu suchen und in Form eines Archivlinks hier im Klimawiki zu verlinken.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:::: Link zum Internet Archiv:&lt;br /&gt;
::::https://web.archive.org/web/20240409062121/https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Spezial:Kategorien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Link zum HBS ==&lt;br /&gt;
Schülerarbeiten aus dem &amp;quot;Schulprojekt Klimawandel&amp;quot; nach Themen:&lt;br /&gt;
: https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Suchergebnisse ==&lt;br /&gt;
Suchergebnisse  1 bis 101 von 101&lt;br /&gt;
https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Spezial:Suche&amp;amp;limit=250&amp;amp;offset=0&amp;amp;ns0=1&amp;amp;search=Schülerarbeiten&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: &#039;&#039;&#039; HINWEIS: die erfolgreich bearbeiteten bzw. aktualisierten Seiten bitte hier aus DIESER Liste löschen!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
== Liste: zu bearbeitende Seiten ==&lt;br /&gt;
HINWEIS: bei den Edits bitte zugleich auch immer die Links im Abschnitt &amp;quot;Klimadaten zum Thema&amp;quot; überprüfen.&lt;br /&gt;
::: zentrale Seite = https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen&lt;br /&gt;
: Die Daten-Links werden mit überprüft. Dieter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Unterricht Themen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Taifune im Nordwest-Pazifik]] =&amp;gt; Schülerarbeit nicht mehr auffindbar: &#039;&#039;&#039;Taifune&#039;&#039;&#039; Welche Auswirkungen wird der Klimawandel haben? (Gymnasium Grotmoor, Hamburg)&lt;br /&gt;
:::::::: https://preview.poc.hamburg.de/hhcae-cm7/servlet/contentblob/10267176/f9406147bf83accfba5f3ba69d70a6e9/data/2017-taifune.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Alpine Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Boden im Klimasystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Direkte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wetterextreme und Klimawandel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg im Ostseeraum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserprobleme (regional)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ozean im Klimasystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Phänologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimaprojektionen Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Permafrost]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dürren in Kalifornien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[ENSO]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegel der Zukunft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg in der Nordsee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arktische Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Waldbrände in Kalifornien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimawandel und Weinbau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserressourcen und Klimawandel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Starkregen und Hochwasser in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Terrestrischer Kohlenstoffkreislauf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arktische Vegetation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tropische Wirbelstürme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Verbreitung der Arten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Korallenriffe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Starkregen und Hochwasser in Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Starkniederschläge und Hochwasser]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--- Ende der Liste ---&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Hallo Sandra,&lt;br /&gt;
::ich danke dir sehr für die Bearbeitung der falschen Links zu den Schülerarbeiten auf dem HBS und die sehr nützliche Liste oben. Du brauchst die Link-Bearbeitung nicht weiter fortzusetzen. Wir haben jemand gefunden, der das übernehmen wird.&lt;br /&gt;
::Beste Grüße &lt;br /&gt;
::Dieter&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Deforestation_(Tropen)&amp;diff=32503</id>
		<title>Deforestation (Tropen)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Deforestation_(Tropen)&amp;diff=32503"/>
		<updated>2024-12-14T05:04:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Weblinks */  invaliden link ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Regenwald - Geographie.png|thumb|420px|Geographische Lage der tropischen Regenwälder]]&lt;br /&gt;
Die Abholzung (Deforestation) tropischer Wälder ist im Gegensatz zur Deforestation in Europa eine relativ neue Entwicklung, die erst Mitte des 20. Jahrhunderts begann, als moderne Kettensägen und andere Geräte verfügbar wurden. Seither fallen immer größere Flächen der Rodung zum Opfer. Abgesehen von dem Verlust an Biodiversität und menschlicher Kultur, welche hier nicht thematisiert werden sollen, hat die Abholzung der Regenwälder auch Folgen für das Klima, insbesondere direkt vor Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wasserkreislauf und seine Modellierung ==&lt;br /&gt;
Seit Beginn der 80er Jahre wurden zahlreiche [[Klimamodelle|Modellsimulationen]] flächendeckender Abholzung in den [[Tropen]] durchgeführt, die meisten beschränkten sich dabei auf Amazonien.&lt;br /&gt;
Es zeigt sich, dass die Unsicherheiten hier größer sind als bei [[Deforestation (hohe Breiten)|borealer Entwaldung]]. Grund dafür ist die mangelnde Beschreibung des [[Wasserkreislauf]]s, der durch die Vegetation stark beeinflusst ist. Erst durch den Einsatz von Modellen der [[Terrestrisch|terrestrischen]] [[Biosphäre im Klimasystem]], die die Photosynthese und den Wasserumsatz von Pflanzen explizit beschreiben, kann seit Ende der 90er Jahre überhaupt eine Abschätzung dieser Prozesse erfolgen. Zwar hat genau wie in den hohen Breiten eine Abholzung auch eine Erhöhung der [[Albedo]] zur Folge, die direkte Beeinflussung des Wasserkreislaufs ist jedoch von größerer Bedeutung für die Temperatur. Der tropische Regenwald verdunstet aufgrund der guten Wasserverfügbarkeit, der vielen Oberflächen und der hohen Temperatur sehr viel Wasser, welches dann wiederum als Niederschlag erneut zu Boden fallen kann. Schätzungen zufolge durchlaufen 25 – 50 % des Niederschlags in Amazonien ein solches Recycling – der Wald sorgt also zum Teil selbst für den Niederschlag, den er zum Leben benötigt. Dieses ständige Verdunsten und „Schwitzen“ des Waldes wirkt kühlend, so dass bei einer Abholzung mit großer Wahrscheinlichkeit eine lokale Erwärmung zwischen 0 und 3 °C folgen würde (das Resultat hängt unter anderem von der den Wald ersetzenden Vegetation ab – auch viele Gräser und Getreidesorten haben eine hohe Transpiration – zumindest vor der Ernte). Auch Temperaturmessungen in entwaldeten Gebieten zeigen eine Erwärmung, insbesondere aufgrund von stärkeren Extremwerten. Ohne die Bäume käme es zu einer Austrocknung der Böden, denn der Niederschlag würde sofort abfließen. Zwar wäre die Verdunstung vom Boden aus sogar höher (denn diese wird aufgrund des gebremsten Windes durch das Blattwerk eher verhindert), aber die Bereitstellung großer Oberflächen und das Anzapfen des Bodenwassers durch die Bäume hat einen weitaus größeren Effekt. Besonders in der Trockenzeit ist der Unterschied der Evapotranspiration und dadurch auch der Temperatur groß, da ein Wald dann weiter Wasser in die Atmosphäre abgeben kann, eine abgeholzte Fläche aber nicht. Dies legen zumindest zahlreiche Beobachtungen nahe, die angemessene Berücksichtigung des Wasserkreislaufs unter Berücksichtigung der Vegetation ist jedoch bis heute ein Schwachpunkt von Klimamodellen, so dass nicht alle Simulationen diesen Befund bestätigen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Niederschlagsänderungen durch Entwaldung? ==&lt;br /&gt;
[[Bild:DirkvdM_santa_fe_scorched.jpg|thumb|420px|Abholzung von tropischem Regenwald in Panama]]&lt;br /&gt;
Trotz der verminderten Evapotranspiration und reduziertem Wasserrecycling ist die Änderung der Niederschlagsmenge unsicher. Die Mehrheit der Modelle zeigt wie zu erwarten eine Abnahme. Allerdings ist auch denkbar, dass stattdessen mehr Feuchtekonvergenz stattfindet, also Wasser aus anderen Regionen herangeführt wird, was den Mangel an Evapotranspiration ausgleicht. Dieses Heranführen von feuchten Luftmassen wird dadurch erleichtert, dass die Baumkronen dem Wind einen Widerstand entgegen stellen, der nach einer großräumigen Rodung viel geringer wird. In Amazonien ist die hohe Gebirgskette der Anden zudem eine Barriere für den Feuchtetransport. Daher kann das Wasser, welches dem Gebiet vor allem aus östlichen Richtungen zugeführt wird, im Westen schlecht abtransportiert werden und wird dem Amazonasbecken über die Flüsse zurückgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Lean, J., Rowntree, P.R. (1997): Understanding the Sensitivity of a GCM Simulation of Amazonian Deforestation to the Specification of Vegetation and Soil Characteristics. Journal of Climate, 10, 1216-1235&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses natürliche Recycling wird durch Abholzungen natürlich nicht beeinflusst. Andererseits dreht sich der Wind bei geringerer Bodenrauigkeit (und damit höherer Geschwindigkeit) wegen der [[Corioliskraft]] nicht so stark in Richtung des geringen Luftdrucks, was eine Feuchtekonvergenz wiederum unterbindet. In Afrika und Asien könnte dieser Effekt überwiegen. Da Niederschlag in den Tropen vor allem durch hochreichende Konvektion (also Gewitter) erzeugt wird, hängt viel davon ab, wieviel Energie am Boden für Konvektion zur Verfügung steht. Hier sind sowohl latente als auch sensible Wärme relevant. Die [[latente Wärme]] in Form von Feuchte ist dabei so wichtig, dass trotz erhöhter Temperatur nicht mehr genügend Energie zur Konvektion zur Verfügung stehen könnte. Die Faustregel „warme Luft steigt auf, kalte sinkt ab“ stellt sich hier also als irreführend heraus! Ob genug Feuchte herangeführt werden kann, scheint von der Größe des entwaldeten Gebiets abzuhängen. Bei kleinen Gebieten in der Größenordnung einiger Kilometer (wie sie bisher entwaldet werden) steht genügend Wasser aus den umliegenden Waldgebieten zur Verfügung und es entstehen mehr Bewölkung und Niederschlag, denn die lokale Temperaturerhöhung begünstigt die Konvektion. Eine Zunahme der Bewölkung und Konvektion über Amazonien in den letzten Jahrzehnten geht auch aus direkten Messungen und Simulationen der Vergangenheit hervor. Der Niederschlag hat dagegen nicht zugenommen.&lt;br /&gt;
[[Bild:Amazonia_LAI.jpg|thumb|420px|Blattindex des Amazonasgebietes]]&lt;br /&gt;
Bei großräumiger Abholzung aber kann sich die Wirkung aufgrund des Feuchtemangels umkehren.&lt;br /&gt;
Da die Summe aus sensibler und latenter Wärme durch die Nettostrahlung gespeist wird (siehe [[Landnutzung]]), ist auch in den Tropen die Albedoänderung von Relevanz – allerdings für den Niederschlag und die lokale Zirkulation, und weniger für die Temperatur. Paradoxerweise ist es dennoch nicht der direkte Einfluss der Albedo, der dazu führt, dass weniger Nettostrahlung am Boden absorbiert wird. Bei geringerer Bewölkung kommt mehr Sonnenlicht dort an, was den Effekt der höheren Albedo der Erdoberfläche ungefähr ausgleicht – vom Weltraum aus gesehen bleibt die Albedo also beinahe unverändert.&amp;lt;ref&amp;gt;Betts, A.K. (1999): Self-beneficial effects of vegetationon climate in an Ocean-Atmosphere General Circulation Model. Geophysical Research Letters, vol. 26, no. 10, 1457-1460&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Zhang, H., Henderson-Sellers, A., McGuffie, K. (1996): Impacts of Tropical Deforestation: Part I: Process Analysis of Local Climate Change. Journal of Climate, vol. 9, 1497-1517&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Nettostrahlung sinkt dagegen erst indirekt als Folge höherer langwelliger Ausstrahlung (denn die Temperatur am Boden ist höher) und gesunkender Gegenstrahlung (denn in der Atmosphäre befindet sich weniger Wasserdampf). &lt;br /&gt;
Steigt die Albedo über einen gewissen Schwellwert, so entsteht weniger Konvektion, weniger hochreichende Bewölkung und weniger Niederschlag&amp;lt;ref&amp;gt;Mylne, M.F., Rowntree, P.R. (1992): Modelling the Effects of Albedo Change associated with Tropical Deforestation. Climatic Change, vol. 21, 317-343&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. In Afrika, wo die Böden besonders hell sind, könnte dieser Effekt am stärksten und der Temperaturanstieg am geringsten sein. Zudem kommt es zu noch einer weiteren Rückkopplung: Trockene Böden haben eine höhere Albedo, so dass noch weniger Energie an der Oberfläche verfügbar ist, was die Konvektion hemmt und den Niederschlagsmangel so weiter verschärft. Insgesamt zeigt sich also, dass der Niederschlag in den Tropen von allen drei Einflussgrößen, Evapotranspiration, Rauhigkeit und Albedo abhängt und das Endresultat sehr schwer vorherzusagen ist. &lt;br /&gt;
Ausnahmen z.B. für den Sommermonsun in Ostindien und Bangladesh, wo vermutlich auch großräumige Entwaldung zu mehr Feuchtekonvergenz führen würde, da die Luft direkt vom Ozean kommt. Die Monsunzirkulation würde daher noch verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Globale Konsequenzen ==&lt;br /&gt;
Auf globaler Skala ist jedoch besonders die Beeinflussung der Prozesse in der [[Innertropische Konvergenzzone | innertropischen Konvergenzzone]] (ITCZ) relevant. In diesem Bereich stoßen die hochreichenden tropischen Gewitter an die Obergrenze der [[Aufbau der Atmosphäre | Troposphäre]], so dass die Luft auseinanderströmt und Feuchte und Energie in höhere Breiten transportiert. Zu jedem Zeitpunkt sind mehrere tausend solcher &amp;quot;hot towers&amp;quot; aktiv. Eine Änderung ihrer Verteilung hätte globale Konsequenzen. Auch der Subtropenjet, ein Band hoher Windgeschwindigkeiten bei etwa 30°, erhält so seine Energie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem regt die Veränderung der Konvektionszentren in der Atmosphäre Wellen an, die sich unter bestimmten Bedingungen in mittlere Breiten ausbreiten können. Da die Ursachen im Fall von Landnutzungsänderungen lange Zeit andauern, können solche permanenten Wellenanomalien zu einem veränderten Klima auch an Orten außerhalb der Tropen führen. Klimamodelle zeigen, dass die bereits erfolgte Abholzung in den Tropen zu einer nordwärtigen Verschiebung und Abschwächung sowohl des Jets als auch der ITCZ geführt haben könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Chase, T.N., Pielke Sr., R.A., Kittel, T.G.F., Nemani, R.R., Running, S.W. (2000): Simulated impacts of historical land cover changes on global climate in northern winter. Climate Dynamics, vol. 16, 93-105&amp;lt;/ref&amp;gt; Beobachtungen lassen darauf schließen, dass Klimaänderungen durch Waldrodung mit natürlichen Klimaschwankungen in Wechselwirkung treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der (rein biogeophysikalische) Einfluss tropischer Entwaldung auf die globale Mitteltemperatur ist, ist bislang nicht restlos geklärt. Zwar erwärmen sich die Tropen in den Regionen der Entwaldung, aufgrund der stark geschwächten Evapotranspiration wird jedoch auch weniger Wasserdampf in höhere Breiten exportiert. Auf der gesamten Erde wird daher der Treibhauseffekt schwächer, die Meeresoberflächentemperaturen sinken und es wird dadurch noch weniger Wasser verdunstet. Es ist möglich, dass dieser Effekt global der (biogeophysikalisch) dominierende ist; die globale Erwärmung aufgrund der Freisetzung des Kohlendioxids aus der Biomasse der tropischen Wälder kann er jedoch nicht aufwiegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Claußen, M., Brovkin, V., Ganopolski, A. (2001): Biogeophysical versus biogeochemical feedbacks of large-scale land cover change. Geophysical Research Letters, vol. 28, no. 6, 1011-1014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/klimawandel/bodenbedeckung-tropen-artikel-746288 Änderung der Bodenbedeckung in den Tropen] Artikel auf dem Hamburger Bildungsserver&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Klimadaten zum Thema==&lt;br /&gt;
{{Bild-links|Bild=Temperatur_Suedamerika_Jahr_rcp85_diff2.png |Breite=200px}}&lt;br /&gt;
Klimadaten zum Thema selbst auswerten? Hier können Sie aus [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/suedamerika &#039;&#039;&#039;Regionaldaten zu Südamerika&#039;&#039;&#039;] eigene Karten erzeugen.&lt;br /&gt;
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Hier finden Sie eine [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/arbeitsanweisungen-panoply-263990 &#039;&#039;&#039;Anleitung zur Visualisierung der Daten&#039;&#039;&#039;].&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Schülerarbeiten zum Thema==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schülerarbeiten zum Thema des Artikels&#039;&#039;&#039; aus dem [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts Schulprojekt Klimawandel]:&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756388/ff511dda391b2e9db53697225bd51e5d/2007-oekosystem-wald-data.pdf Das Ökosystem Wald als Klimafaktor] (Athenaeum, Stade)&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756142/ba319e7981ff1073c128d77a6fcd742f/2013-amazonas-klimawandel-data.pdf Die Abholzung des Tropenwaldes im Amazonasgebiet und der Klimawandel] (Anne-Frank-Schule, Bargteheide)&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
ähnlich wie=Deforestation (hohe Breiten)&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=Deforestation (mittlere Breiten)&lt;br /&gt;
|Teil von=Landnutzung&lt;br /&gt;
|Beeinflusst=Kohlenstoffkreislauf&lt;br /&gt;
|verursacht=Artensterben&lt;br /&gt;
|Unterrichtsmaterial=Germanwatch (2014): [http://www.germanwatch.org/sites/germanwatch.org/files/publication/10641.pdf Die Bedrohung der tropischen Regenwälder und der internationale Klimaschutz]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Deforestation (hohe Breiten), Deforestation (mittlere Breiten), Landnutzung, Kohlenstoffkreislauf, Artensterben, Vegetation, Biosphäre, Ökosysteme&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vegetation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biosphäre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökosysteme]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Deforestation_(Tropen)&amp;diff=32502</id>
		<title>Deforestation (Tropen)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Deforestation_(Tropen)&amp;diff=32502"/>
		<updated>2024-12-14T05:01:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Schülerarbeiten zum Thema */  invalide links ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Regenwald - Geographie.png|thumb|420px|Geographische Lage der tropischen Regenwälder]]&lt;br /&gt;
Die Abholzung (Deforestation) tropischer Wälder ist im Gegensatz zur Deforestation in Europa eine relativ neue Entwicklung, die erst Mitte des 20. Jahrhunderts begann, als moderne Kettensägen und andere Geräte verfügbar wurden. Seither fallen immer größere Flächen der Rodung zum Opfer. Abgesehen von dem Verlust an Biodiversität und menschlicher Kultur, welche hier nicht thematisiert werden sollen, hat die Abholzung der Regenwälder auch Folgen für das Klima, insbesondere direkt vor Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wasserkreislauf und seine Modellierung ==&lt;br /&gt;
Seit Beginn der 80er Jahre wurden zahlreiche [[Klimamodelle|Modellsimulationen]] flächendeckender Abholzung in den [[Tropen]] durchgeführt, die meisten beschränkten sich dabei auf Amazonien.&lt;br /&gt;
Es zeigt sich, dass die Unsicherheiten hier größer sind als bei [[Deforestation (hohe Breiten)|borealer Entwaldung]]. Grund dafür ist die mangelnde Beschreibung des [[Wasserkreislauf]]s, der durch die Vegetation stark beeinflusst ist. Erst durch den Einsatz von Modellen der [[Terrestrisch|terrestrischen]] [[Biosphäre im Klimasystem]], die die Photosynthese und den Wasserumsatz von Pflanzen explizit beschreiben, kann seit Ende der 90er Jahre überhaupt eine Abschätzung dieser Prozesse erfolgen. Zwar hat genau wie in den hohen Breiten eine Abholzung auch eine Erhöhung der [[Albedo]] zur Folge, die direkte Beeinflussung des Wasserkreislaufs ist jedoch von größerer Bedeutung für die Temperatur. Der tropische Regenwald verdunstet aufgrund der guten Wasserverfügbarkeit, der vielen Oberflächen und der hohen Temperatur sehr viel Wasser, welches dann wiederum als Niederschlag erneut zu Boden fallen kann. Schätzungen zufolge durchlaufen 25 – 50 % des Niederschlags in Amazonien ein solches Recycling – der Wald sorgt also zum Teil selbst für den Niederschlag, den er zum Leben benötigt. Dieses ständige Verdunsten und „Schwitzen“ des Waldes wirkt kühlend, so dass bei einer Abholzung mit großer Wahrscheinlichkeit eine lokale Erwärmung zwischen 0 und 3 °C folgen würde (das Resultat hängt unter anderem von der den Wald ersetzenden Vegetation ab – auch viele Gräser und Getreidesorten haben eine hohe Transpiration – zumindest vor der Ernte). Auch Temperaturmessungen in entwaldeten Gebieten zeigen eine Erwärmung, insbesondere aufgrund von stärkeren Extremwerten. Ohne die Bäume käme es zu einer Austrocknung der Böden, denn der Niederschlag würde sofort abfließen. Zwar wäre die Verdunstung vom Boden aus sogar höher (denn diese wird aufgrund des gebremsten Windes durch das Blattwerk eher verhindert), aber die Bereitstellung großer Oberflächen und das Anzapfen des Bodenwassers durch die Bäume hat einen weitaus größeren Effekt. Besonders in der Trockenzeit ist der Unterschied der Evapotranspiration und dadurch auch der Temperatur groß, da ein Wald dann weiter Wasser in die Atmosphäre abgeben kann, eine abgeholzte Fläche aber nicht. Dies legen zumindest zahlreiche Beobachtungen nahe, die angemessene Berücksichtigung des Wasserkreislaufs unter Berücksichtigung der Vegetation ist jedoch bis heute ein Schwachpunkt von Klimamodellen, so dass nicht alle Simulationen diesen Befund bestätigen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Niederschlagsänderungen durch Entwaldung? ==&lt;br /&gt;
[[Bild:DirkvdM_santa_fe_scorched.jpg|thumb|420px|Abholzung von tropischem Regenwald in Panama]]&lt;br /&gt;
Trotz der verminderten Evapotranspiration und reduziertem Wasserrecycling ist die Änderung der Niederschlagsmenge unsicher. Die Mehrheit der Modelle zeigt wie zu erwarten eine Abnahme. Allerdings ist auch denkbar, dass stattdessen mehr Feuchtekonvergenz stattfindet, also Wasser aus anderen Regionen herangeführt wird, was den Mangel an Evapotranspiration ausgleicht. Dieses Heranführen von feuchten Luftmassen wird dadurch erleichtert, dass die Baumkronen dem Wind einen Widerstand entgegen stellen, der nach einer großräumigen Rodung viel geringer wird. In Amazonien ist die hohe Gebirgskette der Anden zudem eine Barriere für den Feuchtetransport. Daher kann das Wasser, welches dem Gebiet vor allem aus östlichen Richtungen zugeführt wird, im Westen schlecht abtransportiert werden und wird dem Amazonasbecken über die Flüsse zurückgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Lean, J., Rowntree, P.R. (1997): Understanding the Sensitivity of a GCM Simulation of Amazonian Deforestation to the Specification of Vegetation and Soil Characteristics. Journal of Climate, 10, 1216-1235&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses natürliche Recycling wird durch Abholzungen natürlich nicht beeinflusst. Andererseits dreht sich der Wind bei geringerer Bodenrauigkeit (und damit höherer Geschwindigkeit) wegen der [[Corioliskraft]] nicht so stark in Richtung des geringen Luftdrucks, was eine Feuchtekonvergenz wiederum unterbindet. In Afrika und Asien könnte dieser Effekt überwiegen. Da Niederschlag in den Tropen vor allem durch hochreichende Konvektion (also Gewitter) erzeugt wird, hängt viel davon ab, wieviel Energie am Boden für Konvektion zur Verfügung steht. Hier sind sowohl latente als auch sensible Wärme relevant. Die [[latente Wärme]] in Form von Feuchte ist dabei so wichtig, dass trotz erhöhter Temperatur nicht mehr genügend Energie zur Konvektion zur Verfügung stehen könnte. Die Faustregel „warme Luft steigt auf, kalte sinkt ab“ stellt sich hier also als irreführend heraus! Ob genug Feuchte herangeführt werden kann, scheint von der Größe des entwaldeten Gebiets abzuhängen. Bei kleinen Gebieten in der Größenordnung einiger Kilometer (wie sie bisher entwaldet werden) steht genügend Wasser aus den umliegenden Waldgebieten zur Verfügung und es entstehen mehr Bewölkung und Niederschlag, denn die lokale Temperaturerhöhung begünstigt die Konvektion. Eine Zunahme der Bewölkung und Konvektion über Amazonien in den letzten Jahrzehnten geht auch aus direkten Messungen und Simulationen der Vergangenheit hervor. Der Niederschlag hat dagegen nicht zugenommen.&lt;br /&gt;
[[Bild:Amazonia_LAI.jpg|thumb|420px|Blattindex des Amazonasgebietes]]&lt;br /&gt;
Bei großräumiger Abholzung aber kann sich die Wirkung aufgrund des Feuchtemangels umkehren.&lt;br /&gt;
Da die Summe aus sensibler und latenter Wärme durch die Nettostrahlung gespeist wird (siehe [[Landnutzung]]), ist auch in den Tropen die Albedoänderung von Relevanz – allerdings für den Niederschlag und die lokale Zirkulation, und weniger für die Temperatur. Paradoxerweise ist es dennoch nicht der direkte Einfluss der Albedo, der dazu führt, dass weniger Nettostrahlung am Boden absorbiert wird. Bei geringerer Bewölkung kommt mehr Sonnenlicht dort an, was den Effekt der höheren Albedo der Erdoberfläche ungefähr ausgleicht – vom Weltraum aus gesehen bleibt die Albedo also beinahe unverändert.&amp;lt;ref&amp;gt;Betts, A.K. (1999): Self-beneficial effects of vegetationon climate in an Ocean-Atmosphere General Circulation Model. Geophysical Research Letters, vol. 26, no. 10, 1457-1460&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Zhang, H., Henderson-Sellers, A., McGuffie, K. (1996): Impacts of Tropical Deforestation: Part I: Process Analysis of Local Climate Change. Journal of Climate, vol. 9, 1497-1517&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Nettostrahlung sinkt dagegen erst indirekt als Folge höherer langwelliger Ausstrahlung (denn die Temperatur am Boden ist höher) und gesunkender Gegenstrahlung (denn in der Atmosphäre befindet sich weniger Wasserdampf). &lt;br /&gt;
Steigt die Albedo über einen gewissen Schwellwert, so entsteht weniger Konvektion, weniger hochreichende Bewölkung und weniger Niederschlag&amp;lt;ref&amp;gt;Mylne, M.F., Rowntree, P.R. (1992): Modelling the Effects of Albedo Change associated with Tropical Deforestation. Climatic Change, vol. 21, 317-343&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. In Afrika, wo die Böden besonders hell sind, könnte dieser Effekt am stärksten und der Temperaturanstieg am geringsten sein. Zudem kommt es zu noch einer weiteren Rückkopplung: Trockene Böden haben eine höhere Albedo, so dass noch weniger Energie an der Oberfläche verfügbar ist, was die Konvektion hemmt und den Niederschlagsmangel so weiter verschärft. Insgesamt zeigt sich also, dass der Niederschlag in den Tropen von allen drei Einflussgrößen, Evapotranspiration, Rauhigkeit und Albedo abhängt und das Endresultat sehr schwer vorherzusagen ist. &lt;br /&gt;
Ausnahmen z.B. für den Sommermonsun in Ostindien und Bangladesh, wo vermutlich auch großräumige Entwaldung zu mehr Feuchtekonvergenz führen würde, da die Luft direkt vom Ozean kommt. Die Monsunzirkulation würde daher noch verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Globale Konsequenzen ==&lt;br /&gt;
Auf globaler Skala ist jedoch besonders die Beeinflussung der Prozesse in der [[Innertropische Konvergenzzone | innertropischen Konvergenzzone]] (ITCZ) relevant. In diesem Bereich stoßen die hochreichenden tropischen Gewitter an die Obergrenze der [[Aufbau der Atmosphäre | Troposphäre]], so dass die Luft auseinanderströmt und Feuchte und Energie in höhere Breiten transportiert. Zu jedem Zeitpunkt sind mehrere tausend solcher &amp;quot;hot towers&amp;quot; aktiv. Eine Änderung ihrer Verteilung hätte globale Konsequenzen. Auch der Subtropenjet, ein Band hoher Windgeschwindigkeiten bei etwa 30°, erhält so seine Energie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem regt die Veränderung der Konvektionszentren in der Atmosphäre Wellen an, die sich unter bestimmten Bedingungen in mittlere Breiten ausbreiten können. Da die Ursachen im Fall von Landnutzungsänderungen lange Zeit andauern, können solche permanenten Wellenanomalien zu einem veränderten Klima auch an Orten außerhalb der Tropen führen. Klimamodelle zeigen, dass die bereits erfolgte Abholzung in den Tropen zu einer nordwärtigen Verschiebung und Abschwächung sowohl des Jets als auch der ITCZ geführt haben könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Chase, T.N., Pielke Sr., R.A., Kittel, T.G.F., Nemani, R.R., Running, S.W. (2000): Simulated impacts of historical land cover changes on global climate in northern winter. Climate Dynamics, vol. 16, 93-105&amp;lt;/ref&amp;gt; Beobachtungen lassen darauf schließen, dass Klimaänderungen durch Waldrodung mit natürlichen Klimaschwankungen in Wechselwirkung treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der (rein biogeophysikalische) Einfluss tropischer Entwaldung auf die globale Mitteltemperatur ist, ist bislang nicht restlos geklärt. Zwar erwärmen sich die Tropen in den Regionen der Entwaldung, aufgrund der stark geschwächten Evapotranspiration wird jedoch auch weniger Wasserdampf in höhere Breiten exportiert. Auf der gesamten Erde wird daher der Treibhauseffekt schwächer, die Meeresoberflächentemperaturen sinken und es wird dadurch noch weniger Wasser verdunstet. Es ist möglich, dass dieser Effekt global der (biogeophysikalisch) dominierende ist; die globale Erwärmung aufgrund der Freisetzung des Kohlendioxids aus der Biomasse der tropischen Wälder kann er jedoch nicht aufwiegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Claußen, M., Brovkin, V., Ganopolski, A. (2001): Biogeophysical versus biogeochemical feedbacks of large-scale land cover change. Geophysical Research Letters, vol. 28, no. 6, 1011-1014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://bildungsserver.hamburg.de/aenderung-der-bodenbedeckung/2063608/bodenbedeckung-tropen-artikel.html Änderung der Bodenbedeckung in den Tropen] Artikel auf dem Hamburger Bildungsserver&lt;br /&gt;
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==Klimadaten zum Thema==&lt;br /&gt;
{{Bild-links|Bild=Temperatur_Suedamerika_Jahr_rcp85_diff2.png |Breite=200px}}&lt;br /&gt;
Klimadaten zum Thema selbst auswerten? Hier können Sie aus [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/suedamerika &#039;&#039;&#039;Regionaldaten zu Südamerika&#039;&#039;&#039;] eigene Karten erzeugen.&lt;br /&gt;
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==Schülerarbeiten zum Thema==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schülerarbeiten zum Thema des Artikels&#039;&#039;&#039; aus dem [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts Schulprojekt Klimawandel]:&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756388/ff511dda391b2e9db53697225bd51e5d/2007-oekosystem-wald-data.pdf Das Ökosystem Wald als Klimafaktor] (Athenaeum, Stade)&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756142/ba319e7981ff1073c128d77a6fcd742f/2013-amazonas-klimawandel-data.pdf Die Abholzung des Tropenwaldes im Amazonasgebiet und der Klimawandel] (Anne-Frank-Schule, Bargteheide)&lt;br /&gt;
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== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
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{{#set:&lt;br /&gt;
ähnlich wie=Deforestation (hohe Breiten)&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=Deforestation (mittlere Breiten)&lt;br /&gt;
|Teil von=Landnutzung&lt;br /&gt;
|Beeinflusst=Kohlenstoffkreislauf&lt;br /&gt;
|verursacht=Artensterben&lt;br /&gt;
|Unterrichtsmaterial=Germanwatch (2014): [http://www.germanwatch.org/sites/germanwatch.org/files/publication/10641.pdf Die Bedrohung der tropischen Regenwälder und der internationale Klimaschutz]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Deforestation (hohe Breiten), Deforestation (mittlere Breiten), Landnutzung, Kohlenstoffkreislauf, Artensterben, Vegetation, Biosphäre, Ökosysteme&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vegetation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biosphäre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökosysteme]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=W%C3%A4lder_im_Klimawandel:_Nordamerika&amp;diff=32501</id>
		<title>Wälder im Klimawandel: Nordamerika</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=W%C3%A4lder_im_Klimawandel:_Nordamerika&amp;diff=32501"/>
		<updated>2024-12-14T04:58:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Schülerarbeiten zum Thema */  invaliden link ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Temp Wald.jpg|thumb|540px|Wald in Oregon, USA]]&lt;br /&gt;
[[Bild:USA Biomasse.jpg|thumb|540px|Oberirdische Holz-Biomasse (~Verbreitungsgebiet von Wäldern) in den USA in t pro ha]]&lt;br /&gt;
== Wälder in den USA ==&lt;br /&gt;
Die Waldgebiete der USA umfassen gegenwärtig 303 Millionen ha, was etwa einem Drittel der Fläche der USA und 8 % der globalen Waldgebiete entspricht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vose 2012&amp;quot;&amp;gt;Vose, James M.; Peterson, David L.; Patel-Weynand, Toral, eds. (2012): [http://www.usda.gov/oce/climate_change/effects_2012/FS_Climate1114%20opt.pdf Effects of climatic variability and change on forest ecosystems: a comprehensive science synthesis for the U.S. forest sector.] Gen. Tech. Rep. PNW-GTR-870. Portland, OR: U.S. Department of Agriculture, Forest Service, Pacific Northwest Research Station&amp;lt;/ref&amp;gt;  Vor der Besiedlung durch die Europäer war etwa die Hälfte des Gebietes der heutigen USA mit schätzungsweise 400 Millionen ha Wald bedeckt. Damals gab es ausgedehnte Wälder vor allem im Osten, die mehr und mehr in Ackerland umgewandelt wurden. Seit 1920 gab es dann kaum noch Rodungen, und die Waldfläche insgesamt ist seitdem konstant geblieben. In den östlichen USA kam es sogar zur Wiederbewaldung, da der Boden sich für die landwirtschaftliche Nutzung vielfach als nicht geeignet erwies. In jüngster Zeit, d.h. seit den 1990er Jahren, übertraf auch im Westen der Waldzuwachs die Entnahme von Holz.&amp;lt;ref name=Kohnle 2011&amp;quot;&amp;gt;Kohnle, U. (2011): [http://www.waldwissen.net/lernen/weltforstwirtschaft/fva_usa_forstwirtschaft/index_DE Wald und Forstwirtschaft in den USA]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wälder waren in den USA schon immer ein wichtiger ökonomischer Faktor. 56 % der Wälder sind daher in Privatbesitz, der Rest in öffentlicher Hand. Bei öffentlichen Wäldern spielen in der Regel Aspekte wie der Schutz von Wildtieren und von Wasserreservoiren sowie die Bewahrung touristischer Erholungsgebiete eine wichtige Rolle. Bei privaten Wäldern steht die ökonomische Nutzung an erster Stelle. Entsprechend sind Wälder in staatlicher oder kommunaler Hand meistens artenreicher, besitzen mehr Biomasse und werden besser gepflegt als private Wälder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Joyce 2014&amp;quot;&amp;gt;Joyce, L. A., S. W. Running, D. D. Breshears, V. H. Dale, R. W. Malmsheimer, R. N. Sampson, B. Sohngen, and C. W. Woodall (2014): [http://nca2014.globalchange.gov/system/files_force/downloads/low/NCA3_Full_Report_07_Forestry_LowRes.pdf Ch. 7: Forests. Climate Change Impacts in the United States: The Third National Climate Assessment], J. M. Melillo, Terese (T.C.) Richmond, and G. W. Yohe, Eds., U.S. Global Change Research Program, 175-194. doi:10.7930/J0Z60KZC&amp;lt;/ref&amp;gt;  Bei der Verteilung von Laub- und Nadelbäumen ist der Osten vor allem durch Laubbäume, der Westen durch Nadelwald geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wälder tragen in den USA erheblich zum Klimaschutz bei, indem sie eine wichtige nationale [[Kohlenstoffkreislauf|Senke von Kohlenstoff]] bilden. So nahmen z.B. im Jahre 2011 die Waldökosysteme der USA und die damit verbundene Holzindustrie 16 % des [[Kohlendioxid]]s auf, das durch die Nutzung von fossilen Brennstoffen in den USA emittiert wurde. Zunehmend wird auch in der Öffentlichkeit die wichtige Rolle der Wälder beim Kohlenstoff-Management wahrgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Joyce 2014&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klimaänderungen ===&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Klimaänderungen in Nordamerika]], [[Klimaprojektionen Nordamerika]]&lt;br /&gt;
In den letzten 100 Jahren hat sich das Klima in den USA erwärmt, allerdings regional sehr verschieden. Die südöstlichen USA haben sich sogar um 0,7 °C leicht abgekühlt, während in Alaska mit 4,5 °C die Temperaturen am stärksten gestiegen sind. Große Teile der nördlichen und westlichen USA haben sich um 1,5 °C erwärmt. Im 21. Jahrhundert wird sich die USA nach [[Klimamodelle|Modellprojektionen]] im Mittel je nach Szenario um 1-5 °C erwärmen. Dabei wird die Anzahl der Tage mit einer Maximumtemperatur von über 35 °C, an denen die Wahrscheinlichkeit von [[Hitzewellen]] sehr hoch ist, während dieses Jahrhunderts deutlich zunehmen. Die Hitzewellen selbst werden entsprechend länger ausfallen. So wird nach Modellberechnungen die durchschnittliche Länge der längsten Hitzewelle des Jahres im Südwesten der USA um 20 und mehr Tage länger sein als heute. Die Niederschläge werden im Südwesten um 6-12 % abnehmen, in den nördlichen Staaten um 6-10 % zunehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vose 2012&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Direkte Folgen des Klimawandels ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenwärtig wirken sich höhere Temperaturen und der höhere [[Kohlendioxid-Konzentration|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalt der Atmosphäre]] auf einige Wälder der USA förderlich aus. In Gebieten, in denen das Baumwachstum durch niedrige Temperaturen und eine kurze Wachstumsperiode begrenzt sind, zeigt sich ein leichtes Wachstum der Wälder von unter 1 % pro Jahrzehnt. Satellitenbilder dokumentieren eine Verlängerung der Wachstumsperiode in den letzten 30 Jahren. Die Vorteile durch einen früheren Frühling können jedoch in manchen Regionen durch Sommertrockenheit zunichte gemacht werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Joyce 2014&amp;quot; /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Am Ende des 21. Jahrhunderts setzt die Schneeschmelze in den Rocky Mountains möglicherweise einen Monat früher ein. Der Stress durch [[Dürren in den USA|Trockenheit]] im Sommer könnte sich jedoch um zwei Monate verlängern. In den östlichen USA könnten ein höherer CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalt und höhere Temperaturen das Wachstum der Wälder und die Speicherung von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; verstärken, falls genügend Wasser zur Verfügung steht. Trotz der gegenwärtigen leichten Zunahme des Baumwachstums wird erwartet, dass die Kohlenstoffspeicherung sich in Zukunft durch die Stressfaktoren des Klimawandels verringern wird, was besonders für die dürregefährdeten westlichen Wälder gilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Joyce 2014&amp;quot; /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Indirekte Gefährdungen durch den Klimawandel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Waldbrände]], Insektenplagen, Krankheiten und invasive Arten sind die wichtigsten Gefährdungen der US-amerikanischen Wälder. Sie sind stark von den klimatischen Verhältnissen wie höhere Temperaturen, [[Dürren]] und Wassermangel und deren Veränderungen abhängig. Die verschiedenen Bedrohungen wie z.B. Dürren, Wassermangel, höhere Temperaturen, Krankheiten und Schädlinge stehen oft miteinander in Wechselwirkung. Dennoch gibt es regionale Unterschiede. So sind im Westen die Zerstörungen von Wäldern stark an die steigenden Temperaturen und den damit steigenden Wasserbedarf gebunden. Im Osten der USA spielt die Luftverschmutzung eine größere Rolle. Aber auch hier ist die Klimaerwärmung ein Problem.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Joyce 2014&amp;quot; /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Feuer ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waldbrände werden vor allem vom Klima und Menge und Art des brennbaren Materials bestimmt. Das Brennmaterial ist stark von der früheren und gegenwärtigen Landnutzung abhängig, z.B. von der Holzernte, der Brandbekämpfung etc., die je nach Region allerdings zu unterschiedlichen Ergebnissen führen können. So hat z.B. im trockenen Südwesten die Entfernung von feinem Brennmaterial durch Viehweide und Maßnahmen zur Brandbekämpfung die Anzahl der Bäume und damit auch die Menge an Brennmaterial erhöht, mit dem Ergebnis von größeren Bränden. In feuchteren Gebieten wie im maritimen Nordwesten haben dieselben Maßnahmen die Art der Waldbrände kaum verändert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vose 2012&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Andererseits sind die Wetterverhältnisse immer noch die wichtigsten Voraussetzungen für das Ausbrechen von Waldbränden. Trockenheit und höhere Temperaturen sind die grundlegenden Bedingungen für Umfang und Dauer großer Brände. Der Klimawandel wird daher einen deutlichen Einfluss auf die Waldbrände in den USA haben. So ergaben Modellberechnungen, dass die jährlich von Waldbränden betroffenen Gebiete sich bis Ende dieses Jahrhunderts um weniger als 100 % bis mehr als 500 % ausdehnen werden, je nach Region und Klimaszenario.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vose 2012&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Bild:USA Bergkiefernkäferbefall.jpg|thumb|450px|Befall von Küstenkiefern durch Bergkiefernkäfer in Prince George (British Columbia, Kanada)]]&lt;br /&gt;
==== Insekten und Krankheiten ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größte Gefahr für die Wälder der USA im Rahmen des Klimawandels geht allerdings von Insekten und Krankheiten aus, die schon heute größere Gebiete betreffen und höhere ökonomische Kosten verursachen als alle anderen Faktoren. Höhere Temperaturen werden Insekten wie Krankheitserreger in ihrer Verbreitung und Aktivitäten begünstigen.  Schon jetzt zeigen sich  stärkere Schäden durch Insekten und hier besonders durch den Borkenkäfer als noch vor 10 Jahren prognostiziert. Die gegenwärtige und für die Zukunft angenommene Temperatursteigerung wird die Sterblichkeit von Insekten im Winter reduzieren und ihre Verbreitungsgebiete nach Norden ausdehnen. Zugleich wird die Entwicklungsrate von Insekten und Krankheitserregern während der Wachstumszeit beschleunigt. Weitere klimatische Änderungen wie z.B. eine größere Trockenheit können bei bestimmten Bäumen die Resistenz gegen Insekten schwächen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vose 2012&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein besonderes Problem stellt der Borkenkäfer dar. Zahlreiche Arten dieses Käfers befallen schon heute Millionen von ha Nadelwald besonders in den westlichen USA und haben besonders in den frühen 2000er Jahren große Schäden angerichtet. Dabei hat die zunehmende Temperatur eine wichtige Rolle gespielt, indem sie z.B. die Verbreitungsgebiete bestimmter Arten in die Höhe und nach Norden ausgedehnt hat. So findet sich ein ursprünglich mexikanischer Borkenkäfer bereits im Südwesten der USA. Eine besondere Plage ist der Bergkiefernkäfer (engl. Mountain pine beetle), der zahlreiche Kiefernarten im Westen der USA befallen hat. Untersuchungen haben höhere Temperaturen und größere Trockenheit als wichtige klimatische Ursache für die Verbreitung des Bergkiefernkäfers festgestellt. Halten die gegenwärtigen Klimaänderungen an, werden durch eine zunehmende Ausbreitung dieser Borkenkäferart weitere umfangreiche Schäden für den Kiefernbestand erwartet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vose 2012&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Invasive Arten ====&lt;br /&gt;
Ein Problem für den Waldbestand können auch invasive Arten bzw. Neophyten sein. In den Ökosystemen der USA gibt es schätzungsweise 5000 nichtheimische Arten. So sind die in Europa heimischen Flockenblumen in den USA ein Neophyt, der auch in den Wäldern im Westen eine Plage ist. Die Wirkung invasiver Pflanzen kann sehr verschieden sein. Im allgemeinen haben sie eine Reduzierung der heimischen Biodiversität zur Folge, Veränderungen im biogeochemischen Zyklus, Änderungen in der Wassernutzung u.a. In den USA werden jedes Jahr Milliarden von Dollar ausgegeben, um den Wirkungen von Neophyten zu begegnen und sie in Grenzen zu halten. Zerstörungen durch Waldbrände, Dürren, Insektenplagen und Krankheiten begünstigen in der Regel das Vordringen von Neophyten. Der Klimawandel fördert in vielen Fällen das Überleben der eingeschleppten Arten und wird nach Modellberechnungen ihre Ausbreitung nach Norden ermöglichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vose 2012&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wälder in Kanada ==&lt;br /&gt;
* [[Wälder in hohen Breiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;db-db-wb_ro&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
	&amp;lt;div class=&amp;quot;db-db-wb_lo&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
		&amp;lt;div class=&amp;quot;db-db-wb_ru&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
			&amp;lt;div class=&amp;quot;db-db-wb_lu&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
				&amp;lt;div class=&amp;quot;inhalt&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Klimadaten zum Thema==&lt;br /&gt;
{{Bild-links|Bild=Niederschlag_Nordamerika_rcp85_diff2_Frühling.png|Breite=200px}}&lt;br /&gt;
Klimadaten zum Thema selbst auswerten? Hier können Sie aus [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/nordamerika &#039;&#039;&#039;Regionaldaten zu Nordamerika&#039;&#039;&#039;] eigene Karten erzeugen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier finden Sie eine [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/arbeitsanweisungen-panoply-263990 &#039;&#039;&#039;Anleitung zur Visualisierung der Daten&#039;&#039;&#039;].&lt;br /&gt;
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				&amp;lt;div class=&amp;quot;inhalt&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schülerarbeiten zum Thema==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schülerarbeiten zum Thema des Artikels&#039;&#039;&#039; aus dem [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts Schulprojekt Klimawandel]: &lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756494/016b24832862f1059f5b5cae97876d8d/2015-boreale-nadelwaelder-data.pdf Die borealen Nadelwälder im Klimawandel] - Welche Wechselwirkungen bestehen, welche Entwicklungen sind zu erwarten? (Gymnasium Grootmoor, Hamburg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=visualClear&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
				&amp;lt;/div&amp;gt;  &lt;br /&gt;
			&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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	&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Lizenzhinweis =&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Regionales Beispiel von=Wälder im Klimawandel&lt;br /&gt;
|Regionales Beispiel von=Wälder im Klimawandel (einfach)&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Aktuelle Klimaänderungen&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Klimaprojektionen Nordamerika&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Klimaänderungen in Nordamerika&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Dürren in den USA&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Hitzewellen in Nordamerika&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Wasserprobleme und Klimawandel in den USA&lt;br /&gt;
|Umfasst=Waldbrände&lt;br /&gt;
|Umfasst Prozess=Deforestation (mittlere Breiten)&lt;br /&gt;
|Umfasst Prozess=Landnutzung&lt;br /&gt;
|Umfasst=Phänologie&lt;br /&gt;
|Teil von=Biosphäre im Klimasystem&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Wälder im Klimawandel, Aktuelle Klimaänderungen, Waldbrände, Deforestation, Landnutzung, Phänologie, Biosphäre im Klimasystem, Ökosysteme, Vegetation, Regionale Klimafolgen&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vegetation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biosphäre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regionale Klimafolgen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Atmosph%C3%A4rische_Fl%C3%BCsse&amp;diff=32500</id>
		<title>Atmosphärische Flüsse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Atmosph%C3%A4rische_Fl%C3%BCsse&amp;diff=32500"/>
		<updated>2024-12-13T15:12:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: metakeywords ergänzt =&amp;gt; Atmosphärischer Fluss + &amp;lt;ref name=&amp;quot;DWD 2023&amp;quot;&amp;gt; zu »Ananas-Express«&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Atmosphärische Flüsse sind relativ schmale Luftströmungen mit einem hohen Wasserdampfgehalt, die sich in 1-2,5 km Höhe bewegen. Sie sind bis zu 500 km breit und 2000 und mehr km lang. Sie werden auch als „Wasserdampfförderbänder“ bezeichnet und transportieren große Mengen an Wasserdampf von den Tropen und Subtropen in die mittleren Breiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DWD 2023&amp;quot;&amp;gt;DWD (2023): [https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2023/1/11.html Was sind Atmosphärische Flüsse?] &amp;lt;/ref&amp;gt;  Ein einzelner Atmosphärenfluss kann laut der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) eine Wassermenge mit sich führen, welche der 7,5 bis 15-fachen Menge entspricht, die der Mississippi normalerweise an seiner Mündung führt. Außergewöhnlich starke Atmosphärische Flüsse können also 15mal mehr Wasser in Form von Wasserdampf transportieren als der Mississippi.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NOAA 2023&amp;quot;&amp;gt;NOAA (2023): [https://www.noaa.gov/stories/what-are-atmospheric-rivers What are atmospheric rivers?]&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| &lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| [[Bild:Atmospheric river.jpg|thumb|460px|Abb. 1: Ein atmosphärischer Fluss hat sich über dem Pazifik gebildet und trifft auf die kalifornische Küste.]]||[[Bild:Atmospheric river Iberia2001.jpg|thumb|380px|Abb. 2: Atmosphärischer Fluss von der Karibik zur Iberischen Halbinsel am 5.1.2001. Farbflächen: Wasserdampftransport in kg/m2, Pfeile: Transportrichtungen. ]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atmosphärische Flüsse treten vor allem an den Westküsten von Südamerika, Südafrika, Nordamerika und Europa sowie den Ostküsten von Japan und Neuseeland auf, aber auch in kontinentalen Regionen wie Ostasien und den mittleren und östlichen Vereinigten Staaten. In Westeuropa und den westlichen USA gehen 20-30% der jährlichen Niederschläge auf Atmosphärische Flüsse zurück. Die Hälfte der 2% stärksten Extremniederschläge sind mit Atmosphärischen Flüssen verbunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zhang 2024&amp;quot;&amp;gt;Zhang, L., Y. Zhao, T.F. Cheng, &amp;amp; M. Lu (2024): [https://doi.org/10.1029/2023JD039359 Future changes in global atmospheric rivers projected by CMIP6 models.] Journal of Geophysical Research: Atmospheres, 129, e2023JD039359. &amp;lt;/ref&amp;gt;  Besonders bekannt sind Atmosphärische Flüsse an der Westküste Nordamerikas, wo sie Wasserdampf aus tropischen Meeresregionen des mittleren Pazifiks rund um Hawaii nach Kalifornien und die Westküste der USA transportieren (der sogenannte [https://de.wikipedia.org/wiki/Pineapple_Express Pineapple Express, dt. »Ananas-Express«] &amp;lt;ref name=&amp;quot;DWD 2023&amp;quot; /&amp;gt;). Hier treffen sie auf die Sierra Nevada und andere Gebirgszüge in Küstennähe, die sie zum Aufsteigen zwingen, wodurch der Wasserdampf sich abkühlt und kondensiert und es zu starken Regen- und Schneefällen kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atmosphärische Flüsse gibt es jedoch auch über anderen Ozeanregionen. Auf jeder Erdhalbkugel transportieren rund fünf solcher Ströme Wasserdampf das ganze Jahr durch. Sie sind für mehr als 90% des globalen polwärts gerichteten Wasserdampftransportes verantwortlich. Gleichzeitig tragen sie zu ca. 22% des globalen Abflusses an der Erdoberfläche bei. In Europa beeinflussen sie vor allem den Westen des Kontinents wie Norwegen, die Britischen Inseln, Frankreich und die Iberische Halbinsel. Atmosphärische Flüsse können beim Auftreffen auf Land in manchen Fällen zu starken Niederschlägen und Überschwemmungen führen. Das hängt davon ab, wieviel Wasserdampf sie transportieren, ob das Gelände, auf das sie stoßen, durch Gebirgszüge die feuchten Luftmassen zum Aufsteigen zwingt und wie schnell sich das Gesamtsystem von Westen nach Osten bewegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DWD 2023&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Klimawandel können Atmosphärische Flüsse häufiger und ausgedehnter werden und mehr Wasserdampf mitführen. Nach Simulationen mit der neuesten Modellgenerationen CMIP6 wird die Häufigkeit von Atmosphärischen Flüssen bis zum Ende des 21. Jahrhunderts nach dem hohen [[SSP-Szenarien|Szenario SSP5-8.5]] im Winter um 84% und im Sommer um 113% zunehmen. Nach dem mittleren Szenario SSP2-4.5 beträgt die Zunahme 34% und 46%. Zugleich werden die von Atmosphärischen Flüssen betroffenen Regionen im Sommer in Nordamerika um 58% und in Europa um 24% zunehmen. Relativ besonders betroffen durch mehr Atmosphärische Flüsse und durch sie bewirkte Niederschläge im Sommer wird Grönland sein, wodurch sich das Schmelzen der Eismassen beschleunigen wird. Als Hauptgrund für die Veränderungen durch den Klimawandel gilt die globale Erwärmung. Die Zunahme der Temperatur erhöht die Verdunstung und damit den Wasserdampfgehalt in der Atmosphäre und in den Atmosphärischen Flüssen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zhang 2024&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lizenzhinweis==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Teil von=Atmosphärische Zirkulation&lt;br /&gt;
|Teil von=Atmosphärische Zirkulation und Klimawandel&lt;br /&gt;
|Räumlich Teil von=Tropen&lt;br /&gt;
|Verursacht=Starkniederschläge und Hochwasser&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Atmosphärischer Fluss, Hadley-Zelle (einfach), Ferrel-Zelle, Atmosphärische Zirkulation, innertropische Konvergenzzone, Lehrmodul klassisches Modell und Modifizierungen, Lehrmodul tropische Konvergenz, Lehrmodul tropische Konvektion, Atmosphäre, Grundbegriffe&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Atmosphärische Zirkulation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Atmosphäre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundbegriffe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Atmosph%C3%A4rische_Fl%C3%BCsse&amp;diff=32499</id>
		<title>Atmosphärische Flüsse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Atmosph%C3%A4rische_Fl%C3%BCsse&amp;diff=32499"/>
		<updated>2024-12-13T14:44:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: + interner Link =&amp;gt; SSP-Szenarien + externer Link =&amp;gt; https://de.wikipedia.org/wiki/Pineapple_Express (bei Nichtgefallen bitte revertieren&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Atmosphärische Flüsse sind relativ schmale Luftströmungen mit einem hohen Wasserdampfgehalt, die sich in 1-2,5 km Höhe bewegen. Sie sind bis zu 500 km breit und 2000 und mehr km lang. Sie werden auch als „Wasserdampfförderbänder“ bezeichnet und transportieren große Mengen an Wasserdampf von den Tropen und Subtropen in die mittleren Breiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DWD 2023&amp;quot;&amp;gt;DWD (2023): [https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2023/1/11.html Was sind Atmosphärische Flüsse?] &amp;lt;/ref&amp;gt;  Ein einzelner Atmosphärenfluss kann laut der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) eine Wassermenge mit sich führen, welche der 7,5 bis 15-fachen Menge entspricht, die der Mississippi normalerweise an seiner Mündung führt. Außergewöhnlich starke Atmosphärische Flüsse können also 15mal mehr Wasser in Form von Wasserdampf transportieren als der Mississippi.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NOAA 2023&amp;quot;&amp;gt;NOAA (2023): [https://www.noaa.gov/stories/what-are-atmospheric-rivers What are atmospheric rivers?]&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| &lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| [[Bild:Atmospheric river.jpg|thumb|460px|Abb. 1: Ein atmosphärischer Fluss hat sich über dem Pazifik gebildet und trifft auf die kalifornische Küste.]]||[[Bild:Atmospheric river Iberia2001.jpg|thumb|380px|Abb. 2: Atmosphärischer Fluss von der Karibik zur Iberischen Halbinsel am 5.1.2001. Farbflächen: Wasserdampftransport in kg/m2, Pfeile: Transportrichtungen. ]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atmosphärische Flüsse treten vor allem an den Westküsten von Südamerika, Südafrika, Nordamerika und Europa sowie den Ostküsten von Japan und Neuseeland auf, aber auch in kontinentalen Regionen wie Ostasien und den mittleren und östlichen Vereinigten Staaten. In Westeuropa und den westlichen USA gehen 20-30% der jährlichen Niederschläge auf Atmosphärische Flüsse zurück. Die Hälfte der 2% stärksten Extremniederschläge sind mit Atmosphärischen Flüssen verbunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zhang 2024&amp;quot;&amp;gt;Zhang, L., Y. Zhao, T.F. Cheng, &amp;amp; M. Lu (2024): [https://doi.org/10.1029/2023JD039359 Future changes in global atmospheric rivers projected by CMIP6 models.] Journal of Geophysical Research: Atmospheres, 129, e2023JD039359. &amp;lt;/ref&amp;gt;  Besonders bekannt sind Atmosphärische Flüsse an der Westküste Nordamerikas, wo sie Wasserdampf aus tropischen Meeresregionen des mittleren Pazifiks rund um Hawaii nach Kalifornien und die Westküste der USA transportieren (der sogenannte [https://de.wikipedia.org/wiki/Pineapple_Express Pineapple Express, dt. »Ananas-Express«]). Hier treffen sie auf die Sierra Nevada und andere Gebirgszüge in Küstennähe, die sie zum Aufsteigen zwingen, wodurch der Wasserdampf sich abkühlt und kondensiert und es zu starken Regen- und Schneefällen kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atmosphärische Flüsse gibt es jedoch auch über anderen Ozeanregionen. Auf jeder Erdhalbkugel transportieren rund fünf solcher Ströme Wasserdampf das ganze Jahr durch. Sie sind für mehr als 90% des globalen polwärts gerichteten Wasserdampftransportes verantwortlich. Gleichzeitig tragen sie zu ca. 22% des globalen Abflusses an der Erdoberfläche bei. In Europa beeinflussen sie vor allem den Westen des Kontinents wie Norwegen, die Britischen Inseln, Frankreich und die Iberische Halbinsel. Atmosphärische Flüsse können beim Auftreffen auf Land in manchen Fällen zu starken Niederschlägen und Überschwemmungen führen. Das hängt davon ab, wieviel Wasserdampf sie transportieren, ob das Gelände, auf das sie stoßen, durch Gebirgszüge die feuchten Luftmassen zum Aufsteigen zwingt und wie schnell sich das Gesamtsystem von Westen nach Osten bewegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DWD 2023&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Klimawandel können Atmosphärische Flüsse häufiger und ausgedehnter werden und mehr Wasserdampf mitführen. Nach Simulationen mit der neuesten Modellgenerationen CMIP6 wird die Häufigkeit von Atmosphärischen Flüssen bis zum Ende des 21. Jahrhunderts nach dem hohen [[SSP-Szenarien|Szenario SSP5-8.5]] im Winter um 84% und im Sommer um 113% zunehmen. Nach dem mittleren Szenario SSP2-4.5 beträgt die Zunahme 34% und 46%. Zugleich werden die von Atmosphärischen Flüssen betroffenen Regionen im Sommer in Nordamerika um 58% und in Europa um 24% zunehmen. Relativ besonders betroffen durch mehr Atmosphärische Flüsse und durch sie bewirkte Niederschläge im Sommer wird Grönland sein, wodurch sich das Schmelzen der Eismassen beschleunigen wird. Als Hauptgrund für die Veränderungen durch den Klimawandel gilt die globale Erwärmung. Die Zunahme der Temperatur erhöht die Verdunstung und damit den Wasserdampfgehalt in der Atmosphäre und in den Atmosphärischen Flüssen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zhang 2024&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lizenzhinweis==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Teil von=Atmosphärische Zirkulation&lt;br /&gt;
|Teil von=Atmosphärische Zirkulation und Klimawandel&lt;br /&gt;
|Räumlich Teil von=Tropen&lt;br /&gt;
|Verursacht=Starkniederschläge und Hochwasser&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Hadley-Zelle (einfach), Ferrel-Zelle, Atmosphärische Zirkulation, innertropische Konvergenzzone, Lehrmodul klassisches Modell und Modifizierungen, Lehrmodul tropische Konvergenz, Lehrmodul tropische Konvektion, Atmosphäre, Grundbegriffe&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Atmosphärische Zirkulation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Atmosphäre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundbegriffe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Industrielle_Revolution&amp;diff=32496</id>
		<title>Industrielle Revolution</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Industrielle_Revolution&amp;diff=32496"/>
		<updated>2024-12-12T09:33:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Grafik: Entwicklung der CO2-Emissionen im Industriezeitalter */  erg. (Vgl. hierzu auch die Grafik Globale fossile CO2-Emissionen 1920-2024: jährliche Änderungen Datei:FF_CO2_emissions_100years2024.jpg&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:IndustrielleRevolution.jpg|thumb|right|520px|Das Industriezeitalter&amp;lt;ref name=&amp;quot;BMU&amp;quot;&amp;gt;BMU-Broschüre: [http://www.boell.de/sites/default/files/assets/boell.de/images/download_de/oekologie/broschuere_dritte_industr_rev.pdf#page=014 Die dritte industrielle Revolution - Aufbruch in ein ökologisches Jahrhundert (Seite 14 von 148 der PDF-Datei),] Tabelle &amp;quot;Von der Ersten zur Dritten Industriellen Revolution&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;HBS&amp;quot;&amp;gt; Heinrich Böll Stiftung: [http://www.boell.de/sites/default/files/Endf_Nachhaltige_Industriepolitik_komplett.pdf#page=24 Nachhaltige Industriepolitik (Tabelle S. 22 = Seite 24 von 76 der PDF-Datei)]&amp;lt;/ref&amp;gt; - die [[#Epochen der Primärenergieträger|Epochen der Primärenergieträger]]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
a) Erste Industrielle Revolution und Soziale Frage im 19. Jahrhundert&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) Zweite Industrielle Revolution und Soziale Frage im 20. Jahrhundert &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) Dritte Industrielle Revolution und Soziale Frage im 21. Jahrhundert&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe hierzu auch die [[#Grafik:_Entwicklung_der_CO2-Emissionen_im_Industriezeitalter|Grafik: Entwicklung der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen im Industriezeitalter]] ]][[Datei:FossileEnergie1850-2007.jpg|thumb|right|520px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter &#039;&#039;&#039;Industrielle Revolution&#039;&#039;&#039; versteht man die rasche industrielle Umgestaltung der Arbeits- und Sozialordnung in Europa im 19. Jahrhundert. Mit dieser Epoche beginnt das Industriezeitalter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Verlauf des Industriezeitalters zu verzeichnenden menschlichen Aktivitäten - namentlich der hohe Verbrauch fossiler Brennstoffe durch eine explosionsartig gestiegene Weltbevölkerung - sind nach dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Kenntnisstand ursächlich für die [[Klimawandel|globale Erwärmung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Club_of_Rome&amp;quot;&amp;gt;Mit Blick auf diese Zusammenhänge appelliert der [https://www.clubofrome.org/ Club of Rome] an die politischen Entscheidungsträger, in der Bevölkerung ggf. durch finanzielle Anreize ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass jede/r Einzelne durch eine verantwortungsvolle Familienplanung (ideal wäre die freiwillige Selbstbeschränkung auf 1&amp;amp;nbsp;Kind pro Paar) einen wichtigen Beitrag leisten kann hin zu einer nachhaltigen Entwicklung, die den nur begrenzt verfügbaren Ressourcen Rechnung trägt. - Vgl. bspw. Spiegel online (13.09.2016): [http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/club-of-rome-bericht-fordert-belohnung-fuer-kinderlose-frauen-a-1112145.html Club of Rome: Forscher fordern Belohnung für kinderlose Frauen]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist zu befürchten, dass die globale Erwärmung negative Auswirkungen auf die internationale Sicherheit hat: der Klimawandel ist nach Einschätzung der Europäischen Kommission ein Bedrohungsmultiplikator, das heißt bestehende Tendenzen, Spannungen und Instabilität können sich dadurch ggf. noch verschlimmern (Ressourcenkonflikte, Zunahme von Katastrophen durch [[:Kategorie:Extremereignisse|Extremereignisse]], umweltbedingte Migration).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klimawandel_und_internationale_Sicherheit&amp;quot;&amp;gt;Bericht der Europäischen Kommission für den Europäischen Rat (14.03.2008): [http://www.consilium.europa.eu/uedocs/cms_data/docs/pressdata/de/reports/99391.pdf Klimawandel und internationale Sicherheit] (PDF; 11 Seiten) &amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der WBGU sieht die globale Erwärmung als &amp;quot;Risikoverstärker&amp;quot; (WBGU 2007: Sicherheitsrisiko Klimawandel). &amp;lt;ref name=Sicherheitsrisiko_Klimawandel&amp;gt;Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU): [https://www.wbgu.de/de/publikationen/publikation/welt-im-wandel-sicherheitsrisiko-klimawandel Welt im Wandel – Sicherheitsrisiko Klimawandel], Berlin, Heidelberg 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Zum Thema &amp;quot;Klimaflüchtlinge&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Genfer_Flüchtlingskonvention&amp;quot;&amp;gt;Beachte hierzu den Hinweis von Andrea Naica-Loebell (tp vom 22.01.2018) auf die im vorliegenden Zusammenhang  nicht greifende, weil sehr eng gefasste Definition des Begriffs &amp;quot;Flüchtling&amp;quot; der Genfer Flüchtlingskonvention:&lt;br /&gt;
[https://web.archive.org/web/20240204121310/https://www.telepolis.de/features/Klimawandel-und-immer-mehr-Migration-3946382.html?seite=all Klimawandel und immer mehr Migration]&amp;lt;/ref&amp;gt; siehe: [[Klimawandel und Migration‎‎]]&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsdefinitionen (Epochenbegriff / Prozessbegriff) ==&lt;br /&gt;
=== Definition Industrielle Revolution ===&lt;br /&gt;
Der (als eurozentristisch&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eurozentrismus&amp;quot;&amp;gt;Vgl. (Wikipedia) [http://de.wikipedia.org/wiki/Eurozentrismus Eurozentrismus]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Arundhati Roy&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu in [https://web.archive.org/web/20130228121629/http://www.zeit.de/2011/51/Interview-Roy/komplettansicht DIE ZEIT, 15.12.2011 Nr. 51 (&amp;quot;Europa ist nur der Anfang&amp;quot;)] die indische Schriftellerin Arundhati Roy:&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;»[...] Während Europa einst für sich seine Ideen von Freiheit und Gleichheit &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;*)&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; entwickelte, kolonisierte es andere Länder, beging Völkermorde und praktizierte Sklaverei – und das in unvorstellbaren Dimensionen. Ganze Völker wurden vernichtet. Die Belgier brachten im Kongo zehn Millionen Menschen um. Die Deutschen rotteten in Westafrika die Hereros aus. [...] Die Völkermorde dienten der Rohstoffbeschaffung für eine industrielle Revolution, die den westlichen Kapitalismus begründete und mit ihm den materiellen Überschuss produzierte, auf dessen Basis die Ideen der modernen Demokratie entstanden. Dieser Kapitalismus aber hat unsere heutige Krise geschaffen, die sowohl ökonomischer wie ökologischer Natur ist. [...]«&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;*) &#039;&#039;Vgl. hierzu (Freiheit und Gleichheit): Hans von Scheel, [https://books.google.de/books?id=-tlLAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA16 Die Theorie der sozialen Frage, Jena 1871, S. 16]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; zu kritisierende) Begriff &#039;&#039;Industrielle Revolution&#039;&#039;, der von Friedrich Engels&amp;lt;ref name=&amp;quot;Textdokumente&amp;quot;&amp;gt;Friedrich Engels: Die Lage der arbeitenden Klasse in England (1845) - online abrufbar bei: [http://www.textlog.de/en-england-revolution.html textlog.de] oder [http://www.projekt-gutenberg.org/engels/dielage/chap003.html Projekt Gutenberg-DE]&amp;lt;/ref&amp;gt; und dem französischen Nationalökonomen Adolphe Jérôme Blanqui&amp;lt;ref name=&amp;quot;Blanqui&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu die Kritik von [http://books.google.de/books?id=-dXoQdkB8OMC&amp;amp;pg=PA257 Toni Pierenkemper (&amp;quot;Technik in der Industriellen Revolution&amp;quot;) Seite 257 ff. in: Die technikhistorische Forschung in Deutschland von 1800 bis zur Gegenwart], - Wolfgang König, Helmut Schneider (Hrsg.), kassel university press GmbH, 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--- &amp;lt;ref name=&amp;quot;Epochenbegriff&amp;quot;&amp;gt;Reinhold Würth (Uni Karlsruhe): [http://www.wuerth.de/de/wuerth/akademie/iep/de/V5WS0203.pdf Entwicklung des Unternehmertums seit der Frühindustrialisierung (Seite 3 f. von 18 der PDF-Datei)]&amp;lt;/ref&amp;gt; ---&amp;gt;&lt;br /&gt;
geprägt wurde, hat zwei verschiedene Bedeutungsebenen (einerseits &#039;&#039;Prozessbegriff&#039;&#039; und andererseits &#039;&#039;Epochenbegriff&#039;&#039;), die allerdings in der Literatur häufig nicht bzw. nicht deutlich voneinander getrennt werden.&lt;br /&gt;
# Bei Verwendung als &#039;&#039;&#039;Prozessbegriff&#039;&#039;&#039; liegt der Fokus auf dem technischen Fortschritt&amp;lt;ref name=“Metz“&amp;gt;Vgl. hierzu auch: [https://books.google.de/books?id=NjshAQAAIAAJ Karl H. Metz: Ursprünge der Zukunft • Die Geschichte der Technik in der westlichen Zivilisation], Schöningh, 2006, ISBN 3506729624, 9783506729620 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;&#039;(technischer Wandel)&#039;&#039;&#039;, d. h. der Begriff Industrielle Revolution ist in diesem Fall (lediglich) ein Synonym für den &#039;&#039;Prozessbegriff&#039;&#039; Industrialisierung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichtswissenschaft&amp;quot;&amp;gt;Stefan Jordan, [http://books.google.de/books?id=HAEz0CQzm8MC&amp;amp;pg=PA116&amp;amp;lpg=PA116&amp;amp;dq=epochenbegriff+prozessbegriff&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=AEVqEs6nrY&amp;amp;sig=04QgIBHySxMEj2MQQkv5MATpwg0&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=2QiPTbbjGYXOswbTt7yFCg&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=14&amp;amp;ved=0CE0Q6AEwDQ Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft, Seite 116]: &#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;Industrialisierung&#039; ist ein Prozessbegriff, weil er einen bestimmten Zeitpunkt als Anfang einer historischen Veränderung benennt [...] und den Zeitraum seither umfasst [...].  Die Epoche der Industrialisierung in England umschließt also einen Zeitraum von bislang etwa 250 Jahren. [...]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. den Eintrag bei wikiweise.de: [https://archive.ph/l5gG5 Industrialisierung (...) Begrifflichkeit] (Memento vom 7 Jul 2013)&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Begriffsdefinitionen&amp;quot; &amp;gt;Zu der in der Literatur für den (epochenübergreifenden) Prozessbegriff &amp;quot;Industrialisierung&amp;quot; vorgenommenen Einteilung in zeitliche Abschnitte (3 bzw. 5 &amp;quot;Phasen&amp;quot;) vgl. (Wikipedia): [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Industrialisierung&amp;amp;oldid=80832805 Industrialisierung &amp;lt;small&amp;gt;(in der Version vom 28. Oktober 2010 um 15:02 Uhr)&amp;lt;/small&amp;gt;] sowie HINWEIS + Aufgaben in ZUM-Wiki (kompetenzorientierte Didaktik): [https://archive.ph/ks1mU#selection-3403.0-3403.1 Industrielle Revolution und soziale Frage im 19. Jahrhundert] (Memento vom 24 Aug 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Bei Verwendung als &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Epochenbegriff&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; hingegen steht der &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Gesellschaftswandel&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; im Fokus (mit anderen Worten: zentraler Aspekt sind in diesem Fall die sozio-ökonomischen Veränderungen, also die gesellschaftlichen resp. sozialen Begleitumstände und Folgen der technischen Neuerungen):&lt;br /&gt;
#: &#039;&#039;Der historische Fachausdruck &#039;&#039;(erste) »Industrielle Revolution«&#039;&#039; (häufig im Kontext mit dem Ausdruck  &#039;&#039;»Soziale Frage«&#039;&#039;) bezeichnet den sozial spannungsreichen Gesellschaftsumbruch von der Agrargesellschaft zur Industriegesellschaft &#039;&#039;(plakativ/anschaulich: Gesellschaftswandel vom Ackerbau zum Autobau)&#039;&#039;, ausgelöst durch den damaligen technischen Fortschritt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Definition Soziale Frage ===&lt;br /&gt;
::::: &amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Kurz-Definition&#039;&#039;&#039; (und zugleich wichtiger Merksatz):&amp;lt;/span style&amp;gt; &#039;&#039;&#039;[https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Social_question&amp;amp;oldid=1251950909  Der Begriff Soziale Frage bezeichnet den Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit.&#039;&#039;&#039;] (en:WP; dort bitte die Fußnoten 1 bis 4 beachten!)&lt;br /&gt;
::::: Anmerkung: Noch etwas pointierter bzw. deutlicher die Definition des Soziologen Klaus Dörre: [...] Soziale Frage = &amp;quot;Konflikt zwischen Unten und Oben, &amp;lt;zwischen&amp;gt; Arbeit und Kapital&amp;quot; [...] &amp;lt;ref name=&amp;quot;Dörre&amp;quot;&amp;gt; [https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/soziologe-afd-definiert-die-soziale-frage-um-li.365807 Soziologe: AfD definiert die soziale Frage um] - Berliner Zeitung vom 04.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;u&amp;gt;allgemeingültige&amp;lt;/u&amp;gt; (für alle historischen Epochen jeweils gleichermaßen geltende) Definition des Begriffs &#039;&#039;&amp;quot;Soziale Frage&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Engelhardt&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;question sociale&amp;quot;&amp;gt;Der Begriff »Soziale Frage« hat seinen Ursprung im französischen Sprachraum (&amp;quot;[http://fr.wikipedia.org/wiki/Question_sociale question sociale]&amp;quot;) - vgl. bspw. [http://books.google.de/books?id=k6ELXfOP-sUC&amp;amp;pg=PA104 Karl Hohmann, Horst Friedrich Wünsche: Grundtexte zur Sozialen Marktwirtschaft Bd. II • Das Soziale in der Sozialen Marktwirtschaft, Seite 103 ff. mit weiteren Nachweisen] (Hrsg.: Ludwig-Erhard-Stiftung e.V.) &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Arbeiterfrage&amp;quot;&amp;gt;Im deutschen Sprachraum wurde in der politischen Debatte seinerzeit (im 19. Jahrhundert) häufig auch der (weitgehend) sinngleiche Ausdruck »die Arbeiterfrage« verwendet - vgl. [http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=115038 Meyers Konversationslexikon, Vierte Auflage, 1885-1892, 15. Band: Soziale Frage]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitungsschreiberphrase&amp;quot;&amp;gt;Karl Marx kritisierte den Begriff &#039;die soziale Frage&#039; als Zeitungsschreiberphrase - vgl.: [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kritik_des_Gothaer_Programms&amp;amp;oldid=135513747#III._Abschnitt &amp;quot;Kritik des Gothaer Programms&amp;quot;] &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Becher&amp;quot;&amp;gt;Zur Begriffsgeschichte vgl. Heribert J. Becher (Katholische Universität Eichstätt, Fakultät für Sozialwesen): [http://www.ssoar.info/ssoar/bitstream/handle/document/24766/ssoar-soziprobleme-1996-h_2-becher-thesen_zur_verwendung_der_konzepte.pdf?sequence=1 Thesen zur Verwendung der Konzepte „Soziales Problem“ und „Soziale Frage“ in Deutschland] in: Soziale Probleme, 7. Jg., 1996  Seite 148 - 160, dort insbesondere Seite 150 ff. &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Hammerschmidt_Sagebiel&amp;quot;&amp;gt;Kurze Zusammenfassung der Geschichte der sozialen Frage ab Mitte des 19. Jahrhunderts: &amp;lt;br /&amp;gt;a) Peter Hammerschmidt, Juliane Sagebiel (Hrsg.): [http://books.google.de/books?id=O9OEssXgzK8C&amp;amp;pg=PA9 Die Soziale Frage zu Beginn des 21. Jahrhunderts, AG SPAK Bücher, 2011, Seite 9 ff.]; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) Buchbesprechung zum o. a. Sammelband von Knut Lambertin (Gegenblende vom 15.09.2011): [http://gegenblende.dgb.de/artikel/++co++0b6f2ba0-5ed2-11e6-bafb-525400e5a74a#page=340  Was ist heute die soziale Frage? (Seite 340 in GEGENBLENDE Jahrbuch 2011; (PDF, 6 MB, 425 Seiten) ]&amp;lt;/ref&amp;gt; lautet wie folgt:  &#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;[...] Die Soziale Frage bezeichnet den wachsenden Gegensatz von massiven Einkommens- und Vermögensgewinnen für Kapitaleigner und sich verschlechternden Lebensbedingungen&amp;lt;ref name=&amp;quot;DIW 4/2009&amp;quot;&amp;gt;Eine derartige Entwicklung ist dokumentiert in DIW Nr. 4/2009 (die Vermögensverteilung in Deutschland betreffend): https://www.youtube.com/watch?v=CFrn2JYAdJw -- anschaulich erklärt von Georg Schramm (&amp;quot;Neues aus der Anstalt&amp;quot; vom 27.01.2009)&amp;lt;/ref&amp;gt; für die Mehrheit der Durchschnittsverdiener &amp;lt;small&amp;gt;(in der Soziologie häufig auch bezeichnet als [https://web.archive.org/web/20230923180204/https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/politiklexikon/18223/soziale-frage/ &amp;quot;die arbeitende Klasse&amp;quot;])&amp;lt;/small&amp;gt;. [...]&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Welfens&amp;quot;&amp;gt;In Anlehnung an Paul J.J. Welfens: [http://books.google.de/books?id=TmfKxlcTgBEC&amp;amp;pg=PA612&amp;amp;lpg=PA612&amp;amp;dq=%22Soziale+Frage%22+Massenarbeitslosigkeit&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=MJcBV8Viu1&amp;amp;sig=Eb3a5OMr_1y-3cLOeUSxcflQA_M&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=BGJPTPn4KsyosAbOksiOAQ&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=45&amp;amp;ved=0CKIBEOgBMCw#v=onepage&amp;amp;q=%22Soziale%20Frage%22%20Massenarbeitslosigkeit&amp;amp;f=false Grundlagen der Wirtschaftspolitik, Seite 612] (Springer-Verlag Berlin Heidelberg, 2008)&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Salomon&amp;quot;&amp;gt;In ihrem 1921 publizierten Lehrbuch &amp;quot;Leitfaden der Wohlfahrtspflege&amp;quot; gibt Alice Salomon (1872-1948) nach einer kurzen Erläuterung zur Bedeutung des Wortes »sozial« folgende Begriffsdefinition (ZITAT): &#039;&#039;&amp;quot;In dem Sinne hat man als soziale Frage den Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit, zwischen Unternehmer und Arbeiter bezeichnet; [...].&amp;quot;&#039;&#039; - Siehe: Alice Salomon: [https://books.google.de/books?id=heFhBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA19 Leitfaden der Wohlfahrtspflege, Springer-Verlag, 2013, Seite 19]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Zschaler&amp;quot;&amp;gt;dito: &#039;&#039;&amp;quot;Konflikt zwischen Kapital und Arbeit&amp;quot;&#039;&#039;:&amp;lt;br /&amp;gt; Frank E. W. Zschaler:  [https://www.kas.de/documents/252038/253252/Zschaler.pdf Die soziale Frage des 19. Jahrhunderts in deutscher und europäischer Perspektive.] In: Habisch, André ; Küsters, Hanns Jürgen ; Uertz, Rudolf (Hrsg): Tradition und Erneuerung der christlichen Sozialethik in Zeiten der Modernisierung. - Freiburg im Breisgau : Herder, 2012. - S. 99-118 ISBN 978-3-451-30611-2&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Capital and Labour&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu auch die Karikatur &amp;quot;Kapital und Arbeit&amp;quot; von  R. J. Hamerton (Punch Magazine, Mai 1843): &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
a) [https://web.archive.org/web/20181020191537/http://www.sragg.de/geschichte/Stundenprotokolle/9c%20-%202005/industrielle_soziale.htm Bildbeschreibung] (Stundenprotokoll - Klasse 9 - Friedrich Wöhler Gymnasium Singen) &amp;lt;br /&amp;gt;b) [http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Punch_1843_-_Reichtum_und_Armut.png?uselang=de  Capital and Labour (Punch Magazine, Mai 1843)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 350px;&amp;quot; border=1; align=&amp;quot;right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background: #b3b7ff;&amp;quot; | Die globale Vermögensverteilung (Video)&amp;lt;br /&amp;gt;(global wealth inequality)&amp;lt;br /&amp;gt;http://therules.org/inequality-video-fact-sheet/&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &#039;&#039;&#039;https://www.youtube.com/embed/IigtJDiHI_k&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in zahlreichen Sprachen (und auch schon in der Antike&amp;lt;ref name=&amp;quot;Plutarch&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu bspw. [https://web.archive.org/web/20240223233630/https://www.cicero.de/kultur/weg-aus-der-eurokrise-vom-antiken-athen-lernen-heisst-siegen-lernen/51652 Alexander Marguier (Cicero vom 27.08.2012): Vom antiken Athen lernen, heißt siegen lernen]&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;»[...] Plutarch etwa hatte über das Athen des Jahres 594 v. Chr. Folgendes zu berichten: „Da nun damals die Ungleichheit zwischen Arm und Reich gleichsam den Gipfel erreichte, so befand sich die Stadt in einer höchst kritischen Lage, und es sah so aus, als ob sie allein durch Errichten einer Tyrannis würde aus den Wirren heraus zur Ruhe kommen können.“ Tatsächlich, so schreibt das amerikanische Historikerpaar Will und Ariel Durant in seinem 1968 erschienenen Buch „The Lessons of History“, sei schon bei den alten Griechen die Schere zwischen Vermögenden und Habenichtsen immer weiter auseinandergegangen: „Die Armen (…) begannen von gewaltsamer Auflehnung zu sprechen. Die Reichen, die um ihren Besitz zitterten, beschlossen, sich mit Waffengewalt zu verteidigen.“ [...]«&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) übliche Redewendung &#039;&#039;&amp;quot;die Kluft zwischen Arm und Reich&amp;quot;&#039;&#039; (engl: [https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Economic_inequality&amp;amp;oldid=644205616 &#039;&#039;the gap between rich and poor]&#039;&#039;) ist mithin ein &amp;lt;u&amp;gt;sinngleicher Ausdruck&amp;lt;/u&amp;gt; für den sozialwissenschaftlichen Fachbegriff (die) &amp;quot;Soziale Frage&amp;quot;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klaus Dörre&amp;quot;&amp;gt;Siehe hierzu auch APuZ 33-34/2008 (Bundeszentrale für politische Bildung): [http://www.bpb.de/apuz/31020/armut-abstieg-unsicherheit-die-soziale-frage-am-beginn-des-21-jahrhunderts-essay?p=all Armut, Abstieg, Unsicherheit: Die soziale Frage am Beginn des 21. Jahrhunderts] &amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff hat eine deskriptive Komponente und eine normative Komponente, was in Begriffsdefinitionen aus dem 19. und 20. Jahrhundert deutlich zu erkennen ist; der Terminus technicus Soziale Frage wurde definiert als (der Gesellschaft zu Bewusstsein gekommener&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thomas Faist&amp;quot;&amp;gt;Als der Gesellschaft zu Bewusstsein gekommen gilt der Widerspruch zwischen Wirklichkeit und der Gerechtigkeitsnorm dann, wenn dieser Widerspruch in der öffentlichen Debatte thematisiert/skandalisiert/problematisiert wird. - Vgl.: Ulbricht, Christian:  [https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/soziologie/fakultaet/arbeitsbereiche/ab6/ag_faist/downloads/WP_125.pdf#page=3 Wer von Ungleichheit redet, kann von Gleichheit nicht schweigen“] (Interview mit Thomas Faist zu der Sozialen Frage im 21. Jahrhundert, Bielefeld: COMCAD, 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt; ) „Widerspruch zwischen Gesellschaftsideal und Wirklichkeit“ (Wirklichkeit: auch i. S. v. ökonomischer Entwicklung) bzw. als „das Ergebnis der Nichtübereinstimmung von sozialer Idee und vorgefundener Wirklichkeit“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Engelhardt&amp;quot;&amp;gt;Werner Wilhelm Engelhardt: [http://books.google.de/books?id=8-Ybz1v759QC&amp;amp;pg=PA33#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Zum Begriff der Sozialen Frage] in Hans Peter Widmaier (Hrgb.): Zur neuen sozialen Frage, Duncker &amp;amp; Humblot, 1978, ISBN 3428441516,  9783428441518, Seite 33 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers_Konversationslexikon&amp;quot;&amp;gt;Meyers Konversationslexikon, Vierte Auflage, 1885-1892, [http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=100954#Arbeiterfrage Arbeiterfrage (syn.: Soziale Frage)] &#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;[...] Ein soziales Problem entsteht erst dadurch, daß die thatsächlichen Zustände der Gesellschaft in Widerspruch geraten mit einem Gesellschaftsideal, mit einem Zustand, wie er nach der idealen und sittlichen Anschauung sein sollte [...]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Schuelerhausarbeit&amp;quot;&amp;gt;Unsauber, weil die normative Komponente (der Bewertungsmaßstab, also die damalige soziale Idee) in der Definition nicht explizit genannt wird, ist insofern die ansonsten gute Ausarbeitung &lt;br /&gt;
von Carola Dietrich &amp;amp; Annika Burchard (Schülerhausarbeit): [http://archive.is/ajgu6 Soziale Frage im 19. Jahrhundert] (Memento vom 7 Jul. 2013)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der staatlichen Sozialpolitik&amp;lt;ref name=&amp;quot;Borchert&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu  Jürgen Borchert: [https://archive.ph/6BG9x#selection-8811.1-8811.20 Zukunft des Sozialstaats; Analysen und Visionen.] (Von Bismarck lernen - Sozialreform als Chance) (Memento vom  24 Aug 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt; wurden zunächst extreme Formen der Externalisierung von sozialen Kosten (Kinderarbeit, Sklaverei)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mohssen_Massarrat&amp;quot;&amp;gt;Mohssen Massarrat: [https://wissenschaft-und-frieden.de/artikel/nachhaltigkeit-durch-kosteninternalisierung/  Nachhaltigkeit durch Kosteninternalisierung • Theorieansätze zur Analyse und Reform globaler Strukturen] in Wissenschaft &amp;amp; Frieden 1996/3: Leben und Überleben&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Arundhati Roy&amp;quot; /&amp;gt; gesetzlich eingeschränkt bzw. verboten,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Internalisierung_sozialer_Kosten&amp;quot;&amp;gt;Beachte in diesem Zusammenhang:&amp;lt;br/ &amp;gt;Martin Jänicke und Klaus Jacob, Eine Dritte Industrielle Revolution? Wege aus der Krise ressourcenintensiven Wachstums, [http://www.boell.de/sites/default/files/assets/boell.de/images/download_de/oekologie/broschuere_dritte_industr_rev.pdf#page=018 BMU Broschüre S. 10 ff., Seite 18:] &#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;[...] Die &#039;&#039;&#039;Internalisierung sozialer Kosten von Arbeit&#039;&#039;&#039; hat massive Anreize entstehen lassen, den Faktor Arbeit einzusparen. Damit einher ging eine stürmische Entwicklung der Arbeitsproduktivität, die im 20. Jahrhundert eine strukturelle Arbeitslosigkeit hervorbrachte. Diese Entwicklung gefährdet nicht nur die Massenkaufkraft, sie beeinträchtigt auch die Akzeptanz für einen anspruchsvolleren Umwelt- und Ressourcenschutz. [...]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; als &#039;&#039;&#039;historische Antwort auf die &#039;&#039;Soziale Frage des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; gelten indes die wirtschaftlichen und sozialen Menschenrechte (wsk-Rechte),&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krennerich&amp;quot;&amp;gt;a) Michael Krennerich (welt-sichten 05/2010): [https://www.welt-sichten.org/artikel/2891/das-recht-auf-ein-wuerdiges-leben Das Recht auf ein würdiges Leben • Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte sind keine unverbindlichen Absichtserklärungen]&amp;lt;br /&amp;gt;b) Michael Krennerich: Soziale Menschenrechte zwischen Recht und Politik, Wochenschau-Verlag, 2013, ISBN 978-3-89974855-0, Seite 22 ff. [http://books.google.de/books?id=kg-0DQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA22 Teil 1, Kapitel 2.1: Soziale Menschenrechte als Antwort auf die „soziale Frage“?] bzw. als [http://download.e-bookshelf.de/download/0008/4024/01/L-G-0008402401-0017267400.pdf#page=23 PDF (Buchauszug/Leseprobe)]&amp;lt;/ref&amp;gt; die ihrerseits nun zur Bewertung der Wirklichkeit herangezogen werden können:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Denn) die in den oben zitierten Definitionen (zur Bezeichnung der normativen Komponente) verwendeten Begriffe »soziale Idee« bzw. »Gesellschaftsideal« sind letztendlich nur Platzhalter für die seinerzeit sich entwickelnde Menschenrechtsidee&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hans von Scheel&amp;quot;&amp;gt;Gut zu erkennen in der Begriffsdefinition des Hans von Scheel, [https://books.google.de/books?id=-tlLAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA16 Die Theorie der sozialen Frage, Jena 1871, S. 16:] &#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;[...] Formulierung der sozialen Frage der Gegenwart: sie ist der zum Bewußtsein gekommene Widerspruch der volkswirtschaftlichen Entwicklung mit dem als Ideal vorschwebenden und im politischen Leben sich verwirklichenden gesellschaftlichen Entwicklungsprinzip der Freiheit und Gleichheit. [...]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; (und die mit dieser Idee verbundenen Wertmaßstäbe). &lt;br /&gt;
Inzwischen ist die Menschenrechtsidee integraler Bestandteil des Völkerrechts.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Menschenrechte im Voelkerrecht&amp;quot;&amp;gt;APuZ 46/2008 (Bundeszentrale für politische Bildung): [http://www.bpb.de/apuz/30859/idee-und-anspruch-der-menschenrechte-im-voelkerrecht?p=all Idee und Anspruch der Menschenrechte im Völkerrecht]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Menschenrechte der ersten, zweiten und dritten Generation sind somit ein geeigneter Anknüpfungspunkt, um (aufbauend auf dem o. a. Definitionsansatz) die für das 21. Jahrhundert heranzuziehende normative Komponente näher zu spezifizieren zwecks &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;&#039;Definition des Epochenbegriffs »Soziale Frage im 21. Jahrhundert«:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039; »Die Soziale Frage des 21. Jahrhunderts« ist das Ergebnis der Nichtübereinstimmung der Wirklichkeit mit den [https://web.archive.org/web/20181019053734/https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/themen/wirtschaftliche-soziale-und-kulturelle-rechte/sozialpakt/ wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechten] (UN-Sozialpakt etc.). &amp;lt;ref name=&amp;quot;amnesty&amp;quot;&amp;gt;Amnesty International (2010):  [https://web.archive.org/web/20220601125849/https://amnesty-heilberufe.de/wp-content/uploads/Broschüre_WSK-Rechte_DS.pdf Keine Rechte zweiter Klasse - wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte] Eine grundlegende Einführung in die WSK-Rechte (PDF; 21 Seiten)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Um mit Blick auf diese Definition ein konkretes Beispiel zu geben: die Austeritätspolitik (Kürzungspolitik) der “Troika” (EU-Kommission, Europäische Zentralbank und Internationaler Währungsfonds) wird von zahlreichen internationalen Organisationen als unvereinbar mit den Menschenrechten kritisiert&amp;lt;ref name=&amp;quot;Austeritaetspolitik&amp;quot;&amp;gt;Patrick Schreiner, 19. März 2014 (Interview): [http://www.annotazioni.de/post/1288 Andreas Fischer-Lescano: „Diese neoliberale Politik ist unvereinbar mit den Menschenrechten“]&amp;lt;/ref&amp;gt; - die (zudem auch von namhaften Ökonomen wie Joseph Stiglitz und Paul Krugman missbilligte&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stiglitz&amp;quot;&amp;gt;Vgl. bspw. sonnenseite.com (12.04.2012): [https://www.sonnenseite.com/de/politik/nobelpreistraeger-stiglitz-zur-schuldenkrise-wachstum-statt-sparen-und-kapitalismuskritik/ Nobelpreisträger Stiglitz zur Schuldenkrise, Wachstum statt Sparen und Kapitalismuskritik]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Krugman&amp;quot;&amp;gt; Thomas Pany (tp vom 10.06.2010): [https://web.archive.org/web/20240204121220/https://www.telepolis.de/news/Verrueckte-an-der-Macht-1999354.html &amp;quot;Verrückte an der Macht&amp;quot;] Der Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman hält die Sparprogramme in Europa für eine &amp;quot;sehr große Dummheit&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt;) Austeritätspolitik steht also im Widerspruch zu den wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechten (mit anderen Worten: diese Politik steht im Widerspruch zur sozialen Idee).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thomas Faist&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Der Klimawandel verschlimmert die Armut und verschärft soziale Ungleichheiten ====&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Wechselwirkung untergräbt die Fortschritte bei der Verwirklichung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Ziele_für_nachhaltige_Entwicklung UN-Nachhaltigkeitsziele], der sogenannten 17 Sustainable Development Goals.&amp;quot; &amp;lt;ref name=&amp;quot;HAW_Hamburg&amp;quot;&amp;gt;Wörtliches Zitat aus: Katharina Jeorgakopulos (28.02.2022): [https://www.haw-hamburg.de/detail/news/news/show/der-klimawandel-verschaerft-soziale-ungleichheiten/ „Der Klimawandel verschärft soziale Ungleichheiten“] (Interview mit Prof. Dr. Walter Leal, Leitautor von Kapitel acht des Sechsten Sachstandsberichts, WGII, des IPCC.)&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;Vgl. in diesem Kontext auch [https://www.de-ipcc.de/media/content/SR1.5-FAQs_de_barrierefrei.pdf#page=28 die FAQs] zum IPCC-Sonderbericht über 1,5 °C globale Erwärmung (SR1.5).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Siehe auch: [[SSP-Szenarien]] (dort SSP4: Ungleichheit.) und [[2-Grad-Ziel]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Soziale Frage im 21. Jahrhundert &amp;lt;ref name=&amp;quot;Klaus Dörre&amp;quot; /&amp;gt; ====&lt;br /&gt;
Ebenso wie die globale Erwärmung gehört die &#039;&#039;Soziale Frage (die gesellschaftlich produzierte Ungleichheit&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klafki&amp;quot; /&amp;gt;)&#039;&#039; zu den globalen Problemen der Menschheit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nautilus&amp;quot;&amp;gt;Nautilus Institute: [http://www.nautilus.org/gps/probs Global problems]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;UN&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu auf der Webseite der UN: [https://web.archive.org/web/20181022022125/http://www.un.org/en/sections/issues-depth/global-issues-overview/ Global issues] (Memento vom 22.10.2018 im Internet Archiv.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch im globalen Kontext (zum Beispiel: Ursachen sowie [[Wirtschaftliche_Folgen_für_Entwicklungsländer|Folgen des Klimawandels]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Turn Down the Heat&amp;quot; /&amp;gt;) geht es folglich um die soziale Kluft bzw. um die Schere zwischen zwischen Arm und Reich (Ungleichheit in internationaler Perspektive).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klafki&amp;quot;&amp;gt;Wolfgang Klafki (Marburg 1998): [http://archiv.ub.uni-marburg.de/sonst/1998/0003/k06.html Zentralprobleme der modernen Welt und die Aufgaben der Schule - Grundzüge internationaler Erziehung]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die extreme globale Ungleichheit (vgl. hierzu den Oxfam-Bericht »Even It Up – Time To End Extreme Inequality«&amp;lt;ref name=&amp;quot;oxfam&amp;quot;&amp;gt;Oxfam Deutschland (Pressemitteilung vom 30.10.2014 und Link zum Download des Berichts): [http://www.oxfam.de/presse/141030-oxfam-soziale-ungleichheit-ist-kernproblem-des-21-jahrhunderts Soziale Ungleichheit ist Kernproblem des 21. Jahrhunderts]&amp;lt;/ref&amp;gt;) wird in der wissenschaftlichen Literatur als &#039;&#039;globale soziale Frage&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Globale Soziale Frage&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Uni Bremen - Das ZERP (Zentrum für Europäische Rechtspolitik): [https://www.uni-bremen.de/jura/zerp Forschungsprogramm &amp;lt;small&amp;gt;(I. Forschungskonzeption)&amp;lt;/small&amp;gt;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fischer-Lescano&amp;quot;&amp;gt; Andreas Fischer-Lescano und Kolja Möller (Juli 2012): [https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2012/juli/die-globale-soziale-frage Die globale soziale Frage], »Blätter« 7/2012, Seite 45-54&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. (auch) als die &#039;&#039;transnationale soziale Frage (the Transnational Social Question)&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Transnationale Soziale Frage&amp;quot;&amp;gt; Vgl. dazu bspw. die Publikationen von Prof. Thomas Faist (Uni Bielefeld): [http://pub.uni-bielefeld.de/person/151480 Die transnationale soziale Frage] - online verfügbar ist zum Beispiel der Abstract zur folgenden Publikation: [http://www.jstor.org/stable/24205967?seq=1#page_scan_tab_contents Thomas Faist: Zur transnationalen sozialen Frage: Soziale Ungleichheiten durch soziale Sicherung in Europa. Leviathan. 2013;41(4):574-598.] - &amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet. Der Soziologe Harald Welzer spricht von einer &amp;quot;Verteilungsfrage von tiefgreifendem Ausmaß&amp;quot;, die nur durch Umverteilung zu lösen ist.&amp;lt;ref &amp;quot;name=Harald_Welzer&amp;quot;&amp;gt;a) Angelika Brauer (Tagesspiegel vom 11.08.2014): [http://www.tagesspiegel.de/kultur/soziologe-harald-welzer-im-interview-weg-mit-den-privilegien/10314276.html Soziologe Harald Welzer im Interview - Weg mit den Privilegien!]&amp;lt;br /&amp;gt;b)  Wolfgang Storz, Pit Wuhrer (WOZ vom 18.07.2013): [https://www.woz.ch/-4251 Harald Welzer: «Wir kreisen doch nur um den Gegenwartspunkt»]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Siehe auch: [[Klimawandel:Portal#Folgen_des_Klimawandels]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ungleichheit als Gefahr für die Demokratie &amp;lt;ref name=&amp;quot;APuZ 10/2015&amp;quot;&amp;gt;APuZ 10/2015 (Bundeszentrale für politische Bildung): &lt;br /&gt;
[http://www.bpb.de/apuz/201654/ungleichheit-als-gefahr-fuer-demokratie-teilhabe-und-stabilitaet?p=all &amp;quot;Unten&amp;quot; betrifft alle: Ungleichheit als Gefahr für Demokratie, Teilhabe und Stabilität]&amp;lt;/ref&amp;gt;====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die systembedingt wachsende Ungleichheit&amp;lt;ref name=&amp;quot;Piketty&amp;quot;&amp;gt;vgl. [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Das_Kapital_im_21._Jahrhundert&amp;amp;oldid=146159706#Ausgangspunkt Thomas Piketty: Das Kapital im 21. Jahrhundert] &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;- das heißt: die bedrohliche Vermögenskonzentration bei einer im Vergleich zur Weltbevölkerung winzigen Anzahl von superreichen Milliardären (vgl. Video: global wealth inequality) auf der einen Seite und der dadurch induzierten Massenverelendung (Stichwort: Massenarbeitslosigkeit; „Armutslöhne“ bzw. „Hungerlöhne“, mit anderen Worten also: „Ausbeutung eines zum Objekt degradierten Menschen“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bundesverfassungsgericht&amp;quot;&amp;gt;Deutschsprachiges Fallrecht (DFR): [http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv098169.html#217 BVerfGE 98, 169 &amp;lt;217&amp;gt;]&amp;lt;/ref&amp;gt;) auf der anderen Seite -&#039;&#039; wird begleitet von einem schleichenden Prozess der „Demokratieentleerung“, wofür der britische Soziologe Colin Crouch den zeitdiagnostischen Begriff „Postdemokratie“ prägte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eberl/Salomon&amp;quot;&amp;gt;Oliver Eberl/David Salomon: [https://forschungsjournal.de/fjsb/wp-content/uploads/fjsb_2014_1.pdf#page=018 Die soziale Frage in der Postdemokratie.] - FJ SB 27/2014, 1, S. 17-26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Problematisch ist insbesondere die zunehmende Machtkonzentration transnationaler Großkonzerne&amp;lt;ref name=&amp;quot;Das Netzwerk der globalen Kontrolle&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Christoph Pfluger (20.10.2011): [http://www.christoph-pfluger.ch/2011/10/20/das-netzwerk-der-globalen-kontrolle/ Das Netzwerk der globalen Kontrolle • 147 Firmen kontrollieren im Wesentlichen die Weltwirtschaft.]&amp;lt;br /&amp;gt; Link zum Download der Studie (PDF): James Glattfelder, Stefano Battiston und Stefania Vitali (ETH Zürich): [http://arxiv.org/PS_cache/arxiv/pdf/1107/1107.5728v2.pdf The network of global corporate control]&amp;lt;/ref&amp;gt; und die Verflechtung globaler und nationaler Macht- und Funktionseliten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krysmanski&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Hans Jürgen Krysmanski (&amp;lt;small&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20180129124816/http://www.uni-muenster.de/PeaCon/krysmanski archivierte Homepage] / Herrschaftsstrukturforschung&amp;lt;/small&amp;gt;): [https://web.archive.org/web/20171231034123/http://www.uni-muenster.de/PeaCon/global-texte/g-a/05-krys-powerstructure.htm  Power Structure Research und das Ringmodell der Machteliten]&amp;lt;/ref&amp;gt; Was bei vielen anderen wirtschafts- und sozialpolitischen Themen zu beklagen ist (nämlich: die negativen Auswirkungen von Lobbyismus), zeigt sich auch im Bereich der Energie- und Klimapolitik:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;[...] Die Großkonzerne im Bereich fossiler Brennstoffe lobbyieren weiterhin hinter den Kulissen gegen Änderungen in Richtung kohlenstoffarmer Energiequellen und setzen ihren enormen Reichtum ein, um sich eine Medienberichterstattung zu kaufen, mit der Verwirrung gestiftet wird. Rupert Murdochs Medienimperium in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Australien und anderswo spielt eine herausragende und besonders zynische und schädliche Rolle bei der Verbreitung antiwissenschaftlicher Propaganda.  [...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;-- Jeffrey Sachs, Direktor des Earth Institutes an der Columbia University&#039;&#039; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Jeffrey Sachs&amp;quot;&amp;gt;Jeffrey Sachs (05.06.2014): [http://www.ipg-journal.de/rubriken/nachhaltigkeit-energie-und-klimapolitik/artikel/klimawandel-ist-heute-449/ Klimawandel ist heute • Propaganda kann daran nichts ändern.]&amp;lt;br /&amp;gt;Siehe in diesem Zusammenhang beispielsweise die folgenden Publikationen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
a) Anita Blasberg und Kerstin Kohlenberg (22.11.2012): [https://web.archive.org/web/20121202005434/http://www.zeit.de/2012/48/Klimawandel-Marc-Morano-Lobby-Klimaskeptiker/komplettansicht Die Klimakrieger • Wie von der Industrie bezahlte PR-Manager der Welt seit Jahren einreden, die Erderwärmung finde nicht statt. Chronologie einer organisierten Lüge.] in: ZEIT Nr. 48/2012&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) Thomas Pany (tp vom 31.03.2010): [https://web.archive.org/web/20210616081537/https://www.heise.de/tp/features/Wie-man-das-Klima-auf-die-richtige-Temperatur-herunterkocht-3385067.html Wie man das Klima auf die richtige Temperatur herunterkocht]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) Thomas Pany (tp vom 26.10.2010): [https://web.archive.org/web/20240204121313/https://www.telepolis.de/news/Geld-von-europaeischen-Klimasaboteuren-fuer-Tea-Party-Kandidaten-1996783.html Geld von europäischen &amp;quot;Klimasaboteuren&amp;quot; für Tea-Party-Kandidaten]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erste Industrielle Revolution und Klimawandel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Historical anthropogenic carbon emissions.jpg|thumb|right|300px|Entwicklung der globalen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emission im Zeitraum von 1860-1982 durch den Verbrauch von fossilen Brennstoffen&amp;lt;ref name = &amp;quot;Marland&amp;quot;&amp;gt;Rotty, R.M. and G. Marland (1984): [https://cdiac.ess-dive.lbl.gov/ndps/ndp006.html Production of CO2 from Fossil Fuel Burning by Fuel Type, 1860-1982,] NDP-006, Carbon Dioxide Information Analysis Center&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Rolf Schwarze (FH Bielefeld): [https://web.archive.org/web/20070805053038/http://www.fh-bielefeld.de/filemanager/download/2169/kapitel%201%20re.pdf#page=19 Vorlesungsskript  (März 2005) &amp;quot;Regenerative Energien und Klimaschutz&amp;quot; (Seite 19 von 42 der PDF-Datei),] Grafik &amp;quot;Entwicklung des Primärenergieverbrauches (PEV) von 1860 bis 2060&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begriffserläuterung im Weltklimabericht des IPCC ===&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;background-color:#EEE9E9;&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;100%&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;|Diese Epoche raschen industriellen Wachstums mit weitreichenden sozialen und wirtschaftlichen Folgen begann in Großbritannien in der zweiten Hälfte des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts und breitete sich später auf andere Länder (einschließlich USA) aus.&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;(Vgl. dazu auch die Grafik &amp;quot;[[:Datei:Kohlenstoff_Emission_nach_Regionen.png|Jährliche CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emission nach Regionen]]&amp;quot;.)&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Erfindung der Dampfmaschine war ein wichtiger Auslöser dieser Entwicklung. Die industrielle Revolution markiert den Beginn eines starken Anstiegs im Verbrauch &#039;&#039;fossiler Brennstoffe&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--- &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fossile-Brennstoffe&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Deutsches Museum: [http://www.deutsches-museum.de/ausstellungen/themenpfade/energie/waerme-und-licht/fossile-brennstoffe/ Fossile Brennstoffe als Energieträger]&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;---&amp;gt;&lt;br /&gt;
und infolgedessen auch einen starken Anstieg in der Emission insbesondere von &#039;&#039;fossilem [[Kohlendioxid]]&#039;&#039;. Die im [[IPCC]]-Bericht verwendeten Ausdrücke &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;vorindustriell&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;industriell&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; beziehen sich – etwas willkürlich – auf die Zeit vor bzw. nach 1750.&amp;lt;ref name= &amp;quot;IPCC-AR4-SYR&amp;quot;&amp;gt;Text nach: [http://www.de-ipcc.de/media/content/IPCC-SynRepComplete_final.pdf#page=100 Klimaänderung 2007: Synthesebericht, Seite 91 (= S. 100 von 118 der PDF-Datei),] Anhang II (Glossar): &amp;quot;Industrielle Revolution&amp;quot;  (offizielle deutsche Übersetzung der [http://www.de-ipcc.de Deutschen IPCC Koordinierungsstelle])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der globale durchschnittliche Nettoeffekt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kenngroeße-Umweltbelastung&amp;quot;&amp;gt;Vgl. in diesem Kontext: Kausal- und Kenngröße für die Umweltbelastung (Wolfram Ziegler), zitiert in [https://web.archive.org/web/20231206083228/http://gcn.de/download/D15KW.pdf#page=03 Hans Peter Dürr: Die 1,5-Kilowatt-Gesellschaft (Vortrag 1994), Seite 3 f.]; ein Vergleich mit den vom IPCC publizierten Daten (Strahlungsantrieb = +1,6 W/m²) zeigt, dass die von Ziegler genannte maximale Grenzbelastung bereits um das 10-fache überschritten wird:&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;»[...] Wolfram Ziegler hat in einer Studie [...] die interessante These vertreten, dass der anthropogene und letztlich thermische durchschnittliche Energiefluss pro Zeit- und Flächeneinheit effektiv als Kausal- und Kenngröße für die Umweltbelastung geeignet sei. Für Mitteleuropa kommt er hierbei auf eine maximale Grenzbelastung von 160 ± 20 kW/km² oder 0,16 ± 0,02 W/m². [...]«&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; der menschlichen Aktivitäten seit 1750 ist dem Vierten Sachstandsbericht (Fourth Assessment Report, AR4) des [[IPCC]] zufolge eine Erwärmung mit einem  Strahlungsantrieb von +1,6 W/m²&#039;&#039; (Unsicherheitsbereich: +0,6 bis +2,4 W/m²).&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;Hauptartikel : [[Strahlungsantrieb]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energie-Vernutzung (und CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen) versus Lebensstandard ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:2000px-Maddison GDP per capita 1500-1950.svg.png|thumb|350px|left| GDP pro Kopf als Indikator für den Lebensstandard]]&lt;br /&gt;
Im Verlauf des [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Industriezeitalter&amp;amp;oldid=81638740#Im_Industriezeitalter_zu_beobachtende_Ver.C3.A4nderungen Industriezeitalters] kam es in den industrialisierten (westlichen) Ländern zu einem Anstieg des allgemeinen Lebensstandards, während demgegenüber in anderen Regionen der Welt (China, Indien etc.) &#039;&#039;- wohl auch als Folge des Imperialismus&amp;lt;ref name=&amp;quot;Imperialismus&amp;quot;&amp;gt;http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Imperialismus&amp;amp;oldid=80139007#Zeitalter_des_Imperialismus&amp;lt;/ref&amp;gt; und Kolonialismus&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arundhati Roy&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Mohssen_Massarrat&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Kolonialismus&amp;quot;&amp;gt;http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kolonialismus&amp;amp;oldid=80942210#Unterscheidung_zum_Imperialismus&amp;lt;/ref&amp;gt; -&#039;&#039; eine Verschlechterung des Lebensstandards gegenüber der vorindustriellen Zeit zu beobachten ist (vgl. nebenstehende Grafik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während für den Großteil der [[anthropogen]]en Treibhausgasemissionen und die dadurch hervorgerufenen Klimaveränderungen die reichen Industrie-Nationen verantwortlich sind, gelten die (ärmeren) Entwicklungs- und Schwellenländer als überproportional stark von den Folgen des Klimawandels betroffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Turn Down the Heat&amp;quot;&amp;gt;Vgl. PIK (PM vom 23.11.2014 zu &amp;quot;Turn Down the Heat&amp;quot; - Report No. 3): [https://web.archive.org/web/20220626050820/https://www.pik-potsdam.de/de/aktuelles/nachrichten/archiv/2014/der-neuen-normalitaet-ins-auge-sehen-weltbank-veroeffentlicht-pik-klimareport?set_language=de „Der neuen Normalität ins Auge sehen“: Weltbank veröffentlicht PIK-Klimareport] &amp;lt;/ref&amp;gt; (&#039;&#039;„Soziale Frage des Klimawandels“&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;LAI&amp;quot;&amp;gt;Lateinamerika-Institut (LAI; FU Berlin): [https://web.archive.org/web/20160329160116/http://www.lai.fu-berlin.de/studium/lehrveranstaltungen/kvv_SoSe_2010.pdf#page=08 Lehrveranstaltung Nr. 33 131 - Der Klimawandel aus der Nord-Süd-Perspektive: Soziale Dimension, lokale Konflikte und internationale Politiken] (Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis SS 2010: Seite 8 von 48 der PDF-Datei)&amp;lt;/ref&amp;gt; als ein gewichtiger Aspekt der &amp;quot;Sozialen Frage des 21. Jahrhunderts&amp;quot;.)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;Hauptartikel: [[Wirtschaftliche Folgen für Entwicklungsländer]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;Siehe auch: [[Regionale Produktion]] (Klimaänderungen und Landwirtschaft)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; width=&amp;quot;100%&amp;quot; &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background: #b3b7ff;&amp;quot; |  &amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen&#039;&#039;&#039; (infolge des Verbrauchs [http://de.wikipedia.org/wiki/Fossile_Energie fossiler Brennstoffe]) &#039;&#039;&#039;versus Lebensstandard (1860-1990)&#039;&#039;&#039; &amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Ein Vergleich der beiden Abbildungen verdeutlicht die enge Beziehung zwischen Lebensstandard und Höhe des Primärenergieeinsatzes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lebenstandard+ Endenergieeinsatz&amp;quot;&amp;gt;Vgl. dazu auch Günter Flach (2008; Vortrag): [https://www.leibniz-institut.de/archiv/flach_30_06_08.pdf#page=05 Physikalische Grundlagen des Energieproblems (Seite 5 von 12 der PDF-Datei)] mit weiteren Nachweisen&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Grundbegriffe_Energietechnik&amp;quot;&amp;gt;Joachim Herz Stiftung (Unterrichtsmittel der Physiklehrer Ernst Leitner und Ulrich Finckh): [https://www.leifiphysik.de/uebergreifend/energieentwertung/grundwissen/grundbegriffe-der-energietechnik Grundbegriffe der Energietechnik (Primärenergie; Endenergie; Nutzenergie)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(In den letzten Jahrzehnten dürfte für einzelne Länder jeweils eine merkliche Entkopplung zwischen Lebensstandard und Primärenergieeinsatz zu verzeichnen sein, da die reichen Industrienationen im Zuge der Globalisierung insbesondere energie-intensive Produktionsschritte zunehmend in Entwicklungs- und Schwellenländer auslagern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Emissionsverlagerung&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PM vom 26.04.2011): [https://www.pik-potsdam.de/de/aktuelles/nachrichten/archiv/2011/welthandel-reiche-lander-verursachen-zunehmend-co2-emissionen-in-armeren-landern Welthandel: Reiche Länder verursachen zunehmend CO2-Emissionen in ärmeren Ländern]&amp;lt;/ref&amp;gt; Siehe auch: [[Kohlendioxidemissionen#Emissionsverlagerung|Emissionsverlagerung]]) &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;[[Kohlendioxid-Emissionen]] nach Regionen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;(1 t C entspricht 3,67 t CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;)&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Einkommen pro Kopf in Kaufkraftparitäten US$ (1870-1992)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wirtschaftsentwicklung&amp;gt;In Anlehnung an (dort Seite 4, Abb. 2): Ulrich Busch, Rainer Land: [http://www.rla-texte.de/texte/2%20a%20SOEB/SOEB%20Makro%20Okt%202009-12-01%20busch%20land.pdf#page=04 Deutschland zwischen 1950 und 2009 – Wirtschaftsentwicklung und Teilhabe (Der Teilhabekapitalismus und sein Ende, Entwurf Okt. 2009)] • PDF-Datei, 85 Seiten&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt; als [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Lebensstandard&amp;amp;oldid=80959487#Indikatoren Indikator für den Lebensstandard]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Kohlenstoff Emission nach Regionen.png|thumb|center|350px|]]&lt;br /&gt;
|[[Datei:Lebensstandard Einkommen pro Kopf.jpg|thumb|center|350px|Lebenstandard (USA = schwarze  Linie / west-europäische Länder: Großbritannien = rot; Deutschland = blau; Italien = grün)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Epochen der Primärenergieträger ==&lt;br /&gt;
Die wirtschaftliche Nutzung der Primärenergiequellen hat sich im Laufe der Menschheitsgeschichte in charakteristischer Weise geändert und kennzeichnet Epochen der ökonomischen und sozialen Entwicklung der Menschheit.&amp;lt;ref name =&amp;quot;Franke&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Ch. Franke (03/06): [http://www.gm.fh-koeln.de/~chfranke/Skipt%20Rat.%20Energieeinsatz%2003.06.pdf Skript zur Vorlesung &amp;quot;Rationeller Energieeinsatz&amp;quot; (Seite 14 von 96 der PDF-Datei),] Kapitel 1.2 Weltenergieversorgung&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;G. Flach&amp;gt;Vgl. dazu den kompakten Überblick in: G. Flach, [http://leibnizsozietaet.de/wp-content/uploads/2012/11/03_flach-neu.pdf#page=06 Das Energieproblem der menschlichen Gesellschaft – Sicht eines Physikers auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.] Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin, 100 (2009), 57–79. - Dort Seite 62 ff, Kapitel 3 (Mensch, menschliche Zivilisation – Evolution – Energie) und Kapitel 4 (Das Energiesystem der Gegenwart und seine Probleme) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Literatur wird die These vertreten, dass eine Energiekrise&amp;lt;ref name=Knergiekrise&amp;gt;Vgl. hierzu Jason Moore (Geograph, Sozialwissenschaftler und Umwelthistoriker): [https://web.archive.org/web/20110617021915/http://www.heise.de/tp/artikel/34/34887/3.html &amp;quot;Das Geheimnis des Kapitalismus ist, die (ökologische) Rechnung nicht zu bezahlen&amp;quot;] in: Telepolis (14.06.2011; Interview): &amp;quot;Eine Zivilisation, deren Entwicklungsmöglichkeiten sich erschöpft haben&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; - nämlich Holzknappheit&amp;lt;ref name=&amp;quot;Holzknappheit&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Hubert Kiesewetter,  [http://books.google.de/books?id=RG38UqkntAQC&amp;amp;pg=PA58&amp;amp;lpg=PA58&amp;amp;dq=Holzknappheit+%22Industrielle+Revolution%22&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=QSY7B-sTA_&amp;amp;sig=6mnZgoP5LN3kUDeaAUv3FzIbJ64&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=Ov_CTfbsBovasgaKzamODw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=7&amp;amp;ved=0CC4Q6AEwBg#v=onepage&amp;amp;q=Holzknappheit%20%22Industrielle%20Revolution%22&amp;amp;f=false Das einzigartige Europa: Wie ein Kontinent reich wurde, Franz Steiner Verlag 2006, Seite 58]&amp;lt;/ref&amp;gt; infolge der Abholzung von [[Wälder_im_Klimawandel|Wäldern]] für Schiffsbau etc. - einen wichtigen Impuls gab für die Erschließung neuer Energiequellen und somit Auslöser war für die &amp;quot;Erste Industrielle Revolution&amp;quot;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Holzkrise&amp;quot;&amp;gt;Vgl. dazu Matthias Rekow: [http://www.grin.com/e-book/45995/die-entstehung-der-industriellen-welt-die-geschichte-einer-energiekrise Die Entstehung der industriellen Welt - die Geschichte einer Energiekrise?]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Brennstoff-Holz&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu E. Specht (Uni Magdeburg): [https://web.archive.org/web/20160327202152/http://www.uni-magdeburg.de/isut/TV/Download/Kapitel1_VerbrennungSS2003.pdf#page=09 Verbrennungstechnik (WS 07/08)] &amp;quot;Brennstoff Holz&amp;quot; (Seite 9 f. von 14 der PDF-Datei)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 100%&amp;quot;  border=1; &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:34%&amp;quot; |&#039;&#039;&#039;Vorindustrielle Zeit&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;small&amp;gt;(man bezeichnet diese Epoche auch als 1.&amp;amp;nbsp;Solare Zivilisation)&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schwarze&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Rolf Schwarze (FH Bielefeld): [https://web.archive.org/web/20070805053038/http://www.fh-bielefeld.de/filemanager/download/2169/kapitel%201%20re.pdf#page=10 Vorlesungsskript  (März 2005) &amp;quot;Regenerative Energien und Klimaschutz&amp;quot; (Seite 10 u. 11 von 42 der PDF-Datei),] Abb.: Fossiles/nukleares Energiezeitalter zwischen 1. und 2. solarer Zivilisation&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  style=&amp;quot;width:66%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Epoche der regenerativen Energiequellen:&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;Holz, Holzkohle, Torf, Tierdung, Wind- und Wasserkraft&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* geringe Bevölkerung, geringes Bevölkerungswachstum und niedrige Ansprüche.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;left&amp;quot; style=&amp;quot;background: #b3b7ff;&amp;quot; |&#039;&#039;&#039;Die Epochen des Industriezeitalters&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erste &#039;&#039;&#039;industrielle Revolution&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;(ab ca. 1750)&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Epoche der Kohle;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt; Erfindung der Dampfmaschine (1712 von Th. Newcomen; Optimierung durch J. Watt 1769);&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;Trennung von Produktions- und Wohnstätte&amp;lt;ref name =&amp;quot;IR-Übersicht&amp;quot;&amp;gt;Zentrale für Unterrichtsmedien (ZUM Internet e.V.): [https://web.archive.org/web/20240204121057/http://www.zum.de/Faecher/G/BW/abbl/19jh/indu1.pdf Industrielle Revolution und Soziale Frage (Wiederholungsthesen)], Seite 1 von 3 der PDF-Datei&amp;lt;/ref&amp;gt; (erfordert [[CO2-Emissionen durch private Haushalte|&amp;quot;Mobilität&amp;quot; der Arbeitnehmer]]!)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Bevölkerungsexplosion ab Mitte des 18. Jahrhunderts bis spät ins 19. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
* Agrarrevolution (Umstellung von der Dreifelderwirtschaft auf die produktivere Fruchtwechselwirtschaft) &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Zweite industrielle Revolution&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;(ab ca. 1890)&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Epoche der flüssigen und gasförmigen Kohlenwasserstoffe;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Zeitalter der Elektrifizierung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* von 1895 bis 1914 hat sich der Primärenergieverbrauch mehr als verdoppelt.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;1. Weltkrieg, Weltwirtschaftskrise, 2. Weltkrieg  → langsames Wachstum&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* von 1950 bis 1980 hat sich der Primärenergiebedarf verdreifacht (vgl. [[#Grafik:_Entwicklung_der_CO2-Emissionen_im_Industriezeitalter|Grafik]]).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Dritte industrielle Revolution&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;synonym:&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt; Digitale Revolution&amp;lt;ref name=“Metz“ /&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;révolution informatique&amp;quot;&amp;gt;So auch die französischsprachige Wikipedia: [http://fr.wikipedia.org/w/index.php?title=R%C3%A9volution_industrielle&amp;amp;oldid=152292406#Troisi%C3%A8me_r%C3%A9volution_industrielle &amp;quot;Troisième révolution industrielle - Aussi désignée sous le terme de «révolution informatique».&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;The Digital Revolution&amp;quot;&amp;gt;Ebenso die englischsprachige Wikipedia: [http://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Digital_Revolution&amp;amp;oldid=860980130 &amp;quot;The Digital Revolution, also known as the Third Industrial Revolution.&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt;(ab ca. 1975)&amp;lt;ref name=&amp;quot;bpb&amp;quot;&amp;gt; Vgl. Werner Bührer: [http://www.bpb.de/izpb/9748/wirtschaftliche-entwicklung-in-der-bundesrepublik?p=all Wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik], in: Informationen zur politischen Bildung, Heft 270: Deutschland in den 70er/80er Jahren, 2001&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Übergang zu einer neuen Epoche der regenerativen Energien &amp;lt;br /&amp;gt;z. Bsp.: Bioenergie (&amp;quot;nachwachsende Rohstoffe&amp;quot;, Biomasse); Windkrafträder; Solarzellen, Photovoltaikanlagen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die o. a. Einteilung der Epochen des Industriezeitalters nach Art der diese Epochen prägenden Primärenergiequellen orientiert sich unter anderem auch an den (damit korrespondierenden) jeweils als Triebkraft für die (sozio-)ökonomischen Veränderungen fungierenden technischen Innovationen (&amp;quot;Schlüsseltechnologie&amp;quot;: Dampfmaschine, Eisenbahn; Verbrennungsmotor, Automobil etc.). &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grafik: Entwicklung der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen im Industriezeitalter ===&lt;br /&gt;
Die folgende Grafik gibt Aufschluss darüber, wie sich der Verbrauch der diversen fossilen Brennstoffe im Verlauf des Industriezeitalters entwickelt hat. Auch in der Epoche der &#039;&#039;Zweiten Industriellen Revolution&#039;&#039; (deren Beginn auf ca. 1890 datiert wird, vgl. obige Tabelle) war Kohle die wichtigste Primärenergiequelle - nämlich bis zum Jahr 1967 - und somit die wichtigste Emissionsquelle von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FossileEnergie1850-2007.jpg|center|thumb|900px| 1 t C entspricht 3,67 t CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; (1.000 Megatonnen C = 1 Gt C)&amp;lt;br /&amp;gt;Ab 2006 löste die Kohle zum ersten Mal seit 1968 Erdöl als wichtigste Emissionsquelle von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ab; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Peak_Oil&amp;quot;&amp;gt;Siehe in diesem Zusammenhang &amp;lt;br /&amp;gt;a) Craig Morris (tp vom 11.11.2010): [https://web.archive.org/web/20231225082059/https://www.telepolis.de/features/Peak-Oil-liegt-hinter-uns-3387561.html Peak Oil liegt hinter uns] &amp;lt;br /&amp;gt;b) [https://www.iea.org/reports/world-energy-outlook-2010 World Energy Outlook 2010], dort: Seite 122, [https://iea.blob.core.windows.net/assets/1b090169-1c58-4f5d-9451-ee838f6f00e5/weo2010.pdf#page=124 Figure 3.19: World oil production by type] &amp;lt;br /&amp;gt;c) Thomas Pany (tp vom 02.09.2010): [https://web.archive.org/web/20231204212754/https://www.telepolis.de/features/Neujustierung-der-Sicherheitspolitik-wenn-das-Oel-knapp-wird-3386789.html Neujustierung der Sicherheitspolitik, wenn das Öl knapp wird]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Katastrophale Kettenreaktionen: Das &amp;quot;Dezernat Zukunftsanalyse&amp;quot; eines Bundeswehrzentrums stellt sich die Folgen des Peak Oil vor&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;zu den Einzelheiten siehe: [[Kohlendioxid-Emissionen#Emissionen_aus_fossilen_Energieträgern]].]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Vgl. hierzu auch die Grafik [[:Datei:FF_CO2_emissions_100years2024.jpg|Globale fossile CO2-Emissionen 1920-2024: jährliche Änderungen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grafiken zur vorindustriellen Zeit ===&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;Siehe: [[Kohlendioxid in der Erdgeschichte]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;sowie [[:Kategorie:Klimageschichte]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die menschlichen Aktivitäten im Verlauf des Industriezeitalters ==&lt;br /&gt;
::: &#039;&#039;HINWEIS: eine fehlerfreie Darstellung der in diesem Abschnitt eingebundenen Grafiken ist im Internet Archiv verfügbar (wenn als Browser Firefox verwendet wird):&lt;br /&gt;
:::::: &#039;&#039;Memento vom 08 Oktober 2018 (Klimawiki): [https://web.archive.org/web/20181008081242/http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Industrielle_Revolution#Die_menschlichen_Aktivit.C3.A4ten_im_Verlauf_des_Industriezeitalters Die menschlichen Aktivitäten im Verlauf des Industriezeitalters]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Verlauf des Industriezeitalters zu beobachtenden globalen (sozio-ökonomischen) Veränderungen sollen hier für einige exemplarisch ausgewählte Parameter (Bevölkerungsentwicklung; Energieverbrauch; Entwicklung der Ackerbaufläche; Artenvielfalt) mittels der folgenden Grafiken illustriert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grafiken lassen sich wie folgt interpretieren: Da vorliegend die Zunahme (oder Abnahme) des jeweiligen Parameters (Messgröße) in Abhängikeit von der Zeit graphisch dargestellt wird, ist es naheliegend, anhand des Kurvenverlaufs das jeweils (am ehesten) zutreffende [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wachstum_(Mathematik)&amp;amp;oldid=167709691 mathematische Wachstumsmodell] zu ermitteln. Der visuelle Vergleich mit verfügbaren Abbildungen diverser Wachstumsfunktionen (Graphen) führt zu folgender Einschätzung:&lt;br /&gt;
# Bevölkerungsentwicklung: exponentielles Wachstum («exponentiell wachsende Weltbevölkerung»)&lt;br /&gt;
# Welt-Energieverbrauch: exponentielles Wachstum («exponentiell wachsender Energieverbrauch»)&lt;br /&gt;
# Entwicklung der Ackerbaufläche: exponentielles Wachstum&lt;br /&gt;
# Artenvielfalt: beschleunigtes Negativwachstum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts dieser Entwicklung («exponentiell wachsende Weltbevölkerung», «exponentiell wachsender Energieverbrauch» bei gleichzeitigem Rückgang der verfügbaren Ressourcen) ist damit zu rechnen, dass das System in absehbarer Zeit an seine Grenzen stößt (bzw. ggf. &amp;quot;kippt&amp;quot;). So lautet im Prinzip auch das Ergebnis einer vom  Club of Rome in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Studie (Meadows et al. (1972): Die Grenzen des Wachstums.).&amp;lt;ref name =&amp;quot;Grenzen des Wachstums&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Die_Grenzen_des_Wachstums&amp;amp;oldid=181205253#1972:_Ergebnisse_der_urspr%C3%BCnglichen_Ver%C3%B6ffentlichung Die Grenzen des Wachstums] (Originaltitel: The Limits to Growth); Überblicksartikel zum Buch und diversen Folgepublikationen in der Wikipedia. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Siehe auch: [[Kipppunkte im Klimasystem]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;  border=1; &lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color:#b3b7ff;&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;  | &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:33%&amp;quot;  | Bevölkerungsentwicklung &amp;lt;br /&amp;gt;(1000 -2000)&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:33%&amp;quot;  | Welt-Energieverbrauch&amp;lt;ref name=&amp;quot;Energievernutzung&amp;quot;&amp;gt;Statt des irreführenden Begriffs  Energie&amp;quot;verbrauch&amp;quot; sollte besser der mit Blick auf den [https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Hauptsatz_der_Thermodynamik Ersten Hauptsatz der Thermodynamik] weitaus präzisere Ausdruck »Energie-Vernutzung« verwendet werden. - Siehe bspw. Teletta-Groß Gymnasium Leer (TGG): [https://web.archive.org/web/20180828233403/http://energiekurs.de/index.html Die Weltenergievernutzung im 21. Jahrhundert]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;(1860 - 2000)&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:33%&amp;quot;  | Artenvielfalt &amp;lt;br /&amp;gt;(1970 - 2000)&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;shtml hash=&amp;quot;%%_HTML_&amp;amp;&amp;amp;_EXECUTE_%%&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;iframe width=&amp;quot;250&amp;quot; height=&amp;quot;200&amp;quot; src=&amp;quot;http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/55/Poulation-since-1000AD.jpg&amp;quot; frameborder=&amp;quot;0&amp;quot; allowfullscreen&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;/shtml&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;shtml hash=&amp;quot;%%_HTML_&amp;amp;&amp;amp;_EXECUTE_%%&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;iframe width=&amp;quot;250&amp;quot; height=&amp;quot;200&amp;quot; src=&amp;quot;http://www.oekosystem-erde.de/html/bilder/energieverbrauch-welt-1860-2010.gif&amp;quot; frameborder=&amp;quot;0&amp;quot; allowfullscreen&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;/shtml&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;shtml hash=&amp;quot;%%_HTML_&amp;amp;&amp;amp;_EXECUTE_%%&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;iframe width=&amp;quot;250&amp;quot; height=&amp;quot;200&amp;quot; src=&amp;quot;http://www.oekosystem-erde.de/html/bilder/biodiv-03_living-planet.jpg&amp;quot; frameborder=&amp;quot;0&amp;quot; allowfullscreen&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;/shtml&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; &lt;br /&gt;
|  [http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poulation-since-1000AD.jpg Vollbild] &amp;lt;br /&amp;gt; &#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; Wikimedia Commons&lt;br /&gt;
|  [http://www.oekosystem-erde.de/html/bilder/energieverbrauch-welt-1860-2010.gif Vollbild] &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; Okosystem Erde: [http://www.oekosystem-erde.de/html/energiegeschichte.html Geschichte des menschlichen Energieverbrauchs]&lt;br /&gt;
| [http://www.oekosystem-erde.de/html/bilder/biodiv-03_living-planet.jpg Vollbild] &amp;lt;br /&amp;gt; &#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; Okosystem Erde:&amp;lt;br /&amp;gt; [http://www.oekosystem-erde.de/html/gefahrdung_der_biodiversitat.html Das sechste Aussterben]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; width=&amp;quot;100%&amp;quot; &lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color:#b3b7ff;&amp;quot;  align=&amp;quot;center&amp;quot;  &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; | CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen durch Landnutzungsänderungen nach Regionen (1850-1990)&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; | Entwicklung der Ackerbaufläche in verschiedenen Großregionen &amp;lt;br /&amp;gt;(800 - 2000)&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; | Ausbreitung von Ackerland &amp;lt;br /&amp;gt;(1860 - 2100)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;lt;shtml hash=&amp;quot;%%_HTML_&amp;amp;&amp;amp;_EXECUTE_%%&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;iframe width=&amp;quot;250&amp;quot; height=&amp;quot;250&amp;quot; src=&amp;quot;http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/epubs/ndp/ndp050/ndp050f2.gif&amp;quot; frameborder=&amp;quot;0&amp;quot; allowfullscreen&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;/shtml&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;shtml hash=&amp;quot;%%_HTML_&amp;amp;&amp;amp;_EXECUTE_%%&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;iframe width=&amp;quot;260&amp;quot; height=&amp;quot;250&amp;quot; src=&amp;quot;http://bildungsserver.hamburg.de/contentblob/2063342/677a3e88daa1f6bc025d247114426a4e/data/nutzungsaenderungen-1000-jahre.jpg&amp;quot; frameborder=&amp;quot;0&amp;quot; allowfullscreen&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;/shtml&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [[Bild:Landw.genutzte Fläche 919.jpg|thumb|200px|Zwei [https://www.dkrz.de/de/kommunikation/galerie/Vis/land/ackerland Filme auf dem DKRZ-Server] zeigen die Ausbreitung von landwirtschaftlich genutzter Fläche für die Zeiträume 800-2100 und 1860-2100.]]&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; &lt;br /&gt;
| [http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/epubs/ndp/ndp050/ndp050f2.html Vollbild] &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;1 Tg C/yr = 1 Teragramm [[Terrestrischer_Kohlenstoffkreislauf#Berechnung_der_Kohlenstoffbilanz|Kohlenstoff]] pro Jahr = 1 Megatonne C pro Jahr &amp;lt;br/&amp;gt;(1000 Megatonnen = 1 Gigatonne)&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; CDIAC &amp;lt;ref name=&amp;quot;Houghton_and_Hackler&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [http://bildungsserver.hamburg.de/contentblob/2063342/677a3e88daa1f6bc025d247114426a4e/data/nutzungsaenderungen-1000-jahre.jpg Vollbild] &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; Hamburger Bildungsserver: [http://bildungsserver.hamburg.de/aenderung-der-bodenbedeckung/2052906/bodenbedeckung-klima-artikel.html Bodenbedeckung und Klima]&lt;br /&gt;
|  &#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br /&amp;gt;Deutsches Klimarechenzentrum (DKRZ)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
An dieser Stelle soll noch einmal ausdrücklich auf die Auswirkungen von [[Landnutzung]]sänderungen hingewiesen werden:  Houghton und Hackler &amp;lt;ref name=&amp;quot;Houghton_and_Hackler&amp;quot;&amp;gt;Houghton, R. A., and J. L. Hackler. 2001. [http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/epubs/ndp/ndp050/ndp050.html Carbon Flux to the Atmosphere from Land-Use Changes: 1850 to 1990. ORNL/CDIAC-131, NDP-050/R1.] Carbon Dioxide Information Analysis Center, doi: 10.3334/CDIAC/lue.ndp050&amp;lt;/ref&amp;gt; beziffern die globalen  CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen durch Landnutzungsänderungen für das Jahr 1990 auf insgesamt rund 2,1 Gigatonnen Kohlenstoff (vgl. obige Grafik).  Zum Vergleich: die globalen  CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen durch den Verbrauch fossiler Brennstoffe werden für das Jahr 1990 beziffert auf rund 6,1 Gigatonnen Kohlenstoff (siehe [[#Grafik:_Entwicklung_der_CO2-Emissionen_im_Industriezeitalter|Grafik CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen im Industriezeitalter]]). Die globalen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen betrugen im Jahr 1990 demzufolge insgesamt rund 8,2&amp;amp;nbsp;Gt&amp;amp;nbsp;C bzw. 30,1&amp;amp;nbsp;Gt&amp;amp;nbsp;CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Global Carbon Project&amp;quot;&amp;gt;Vgl. die Grafik [http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/images/GCP_Carbon_Cycle_Budget_2016.png CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; flux] &amp;lt;small&amp;gt;([http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/GCP/ Global Carbon Project])&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Siehe auch: [[Kohlendioxidemissionen#Emissionen aus Landnutzungsänderungen]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parameter zur Beschreibung der Aktivitäten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Basis der im Verlauf des Industriezeitalters zu beobachtenden Veränderungen, welche durch Parameter wie &lt;br /&gt;
# Bevölkerungsentwicklung&lt;br /&gt;
# Energiebedarf &lt;br /&gt;
# Wirtschaftswachstum&lt;br /&gt;
# Landnutzungsänderung&lt;br /&gt;
# Ressourcenverfügbarkeit&lt;br /&gt;
# Artenvielfalt&lt;br /&gt;
# [http://de.wikipedia.org/wiki/Ökologischer_Fußabdruck Ökologischer Fußabdruck] etc.&lt;br /&gt;
beschrieben bzw. erfasst werden können, wurden vom IPCC eine Vielzahl von denkbaren bzw. möglichen  [[Klimaszenarien|Zukunftsszenarien]] entwickelt ([[Klimamodelle|Computermodellsimulationen]]), die mittels der in der folgenden Tabelle  genannten Charakteristika &#039;&#039;(der Buchstabe A steht für wirtschaftsorientierte Szenarien, der Buchstabe B für umweltorientierte Szenarien, die Ziffer 1 für Szenarien bei fortschreitender Globalisierung, die Ziffer 2 für Szenarien bei regionaler Entwicklung)&#039;&#039; eingeteilt werden können in &#039;&#039;&#039;vier Szenarienfamilien&#039;&#039;&#039;&amp;amp;nbsp;(A1,&amp;amp;nbsp;A2;&amp;amp;nbsp;B1,&amp;amp;nbsp;B2).&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 600px;&amp;quot; border=1; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background: #b3b7ff;&amp;quot; |Die vier SRES-Szenarienfamilien&amp;lt;ref name=&amp;quot;WBGU2003&amp;quot;&amp;gt;Vgl. &#039;&#039;Grundannahmen der SRES-Szenarien,&#039;&#039; Seite 106 ff. in: [https://www.wbgu.de/fileadmin/user_upload/wbgu/publikationen/hauptgutachten/hg2003/pdf/wbgu_jg2003.pdf#page=130 WBGU (Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen): &#039;&#039;Welt im Wandel: Energiewende zur Nachhaltigkeit&#039;&#039;, 21. März 2003 (PDF, 4&amp;amp;nbsp;MB)]&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie die im &#039;&#039;Fourth Assessment Report&#039;&#039; des [[IPCC]] prognostizierte Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur bis 2100&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;middle&amp;quot; align=&amp;quot;middle&amp;quot; &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 100px;&amp;quot; |&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;[https://www.de-ipcc.de/media/content/IPCC2007-WG1.pdf#page=13 AR4 Summary (PDF)]&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 225px;&amp;quot; |&#039;&#039;&#039;Wirtschaftsorientiert&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(ökonomisch&amp;amp;nbsp;ausgerichtet)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 225px;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Umweltorientiert&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(ökologisch&amp;amp;nbsp;ausgerichtet)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;middle&amp;quot; align=&amp;quot;middle&amp;quot; &lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Globalisierung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(homogene&amp;amp;nbsp;Welt)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#FF0000;&amp;quot;| &amp;lt;p style=&amp;quot;background-color:#E0E0E0&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;A1&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;(Hohes&amp;amp;nbsp;Wirtschaftswachstum)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Szenario-Gruppen:&amp;amp;nbsp;A1T;&amp;amp;nbsp;A1B;&amp;amp;nbsp;A1FI)&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;1,4–6,4&amp;amp;nbsp;°C&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#00EE00;&amp;quot;|&amp;lt;p style=&amp;quot;background-color:#E0E0E0&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B1&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;(Globale Nachhaltigkeit)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;amp;nbsp; &amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;1,1–2,9&amp;amp;nbsp;°C&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;middle&amp;quot; align=&amp;quot;middle&amp;quot; &lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Regionalisierung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(heterogene&amp;amp;nbsp;Welt)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |&amp;lt;p style=&amp;quot;background-color:#E0E0E0&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;A2&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;(Regionale&amp;amp;nbsp;Wirtschaftsentwicklung)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;2,0–5,4&amp;amp;nbsp;°C&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |&amp;lt;p style=&amp;quot;background-color:#E0E0E0&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;(Regionale&amp;amp;nbsp;Nachhaltigkeit)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;1,4–3,8&amp;amp;nbsp;°C&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die A1-Szenarien-Familie ist unterteilt in die folgenden drei Szenario-Gruppen, die unterschiedliche Ausrichtungen technologischer Änderungen im Energiesektor beschreiben:&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC-AR4&amp;quot;&amp;gt;IPCC Fourth Assessment Report (AR4), Climate Change 2007, WG I: [https://www.de-ipcc.de/media/content/IPCC2007-WG1.pdf#page=18 Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger • Klimaänderung 2007: Wissenschaftliche Grundlagen] (Seite 18 von 18 der PDF-Datei)&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;SRES-kap.4&amp;quot;&amp;gt;IPCC Special Report on Emissions Scenarios (SRES): [http://www.grida.no/climate/ipcc/emission/089.htm Chapter 4: An Overview of Scenarios]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Szenario-Gruppe A1FI&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;&#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039;ossil-&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039;ntensiv;&lt;br /&gt;
# Szenario-Gruppe A1T&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;nichtfossile Energiequellen;&lt;br /&gt;
# Szenario-Gruppe A1B&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;(&#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039;alanced)&amp;amp;nbsp;ausgewogene Nutzung fossiler und nichtfossiler Energiequellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zukunfts-Szenarien: Wie wird sich die globale Welt wahrscheinlich weiter entwickeln? ===&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;Hauptartikel: [[SRES-Szenarien#Die_IPCC-Emissionsszenarien]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[IPCC#Sonderberichte|IPCC-Sonderbericht]] über Emissions-Szenarien  &#039;&#039;(&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;pecial &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;eport on &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039;missions &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;cenarios; SRES)&#039;&#039; wird  bei den vier Szenariofamilien (A1, A2; B1, B2) bzw. den sogenannten &#039;&#039;&#039;6&amp;amp;nbsp;Marker-Szenarien&#039;&#039;&#039; hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der entsprechenden Parameter (Bevölkerungsentwicklung; Wirtschaftswachstum; Energiebedarf etc.) im Einzelnen jeweils von folgenden Grundannahmen ausgegangen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| border=1; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;7&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| Grundannahmen für die einzelnen Szenariofamilien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Szenariofamilie &lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;3&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | A1&lt;br /&gt;
! align=&amp;quot;center&amp;quot; | A2&lt;br /&gt;
! align=&amp;quot;center&amp;quot; | B1&lt;br /&gt;
! align=&amp;quot;center&amp;quot;| B2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;Szenario Gruppe&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;A1FI&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;A1B&amp;lt;/small&amp;gt;  &lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;A1T&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;A2&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;B1&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;B2&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [http://de.wikipedia.org/wiki/Bevölkerungsexplosion Bevölkerungswachstum] || + || + || + || +++ || +|| ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Welt-Bevölkerung (2100)&amp;lt;ref name=&amp;quot;WZ-Bericht_Nr.P0301&amp;quot;&amp;gt;Vgl.: Janina Onigkeit, Joseph Alcamo et. al.: Szenarien für die langfristige Verteilung regionaler Anrechte auf Treibhausgasemissionen und Auswirkungen des Klimawandels (WZ-Bericht Nr. P0301), dort: [http://www2.cesr.de/component/easyfolderlistingpro/?view=download&amp;amp;format=raw&amp;amp;data=eNpFj90OwiAMhd-Fe-MWk6n1YRYc3YZhQChzS4zvbvlZvIJ-7TmnldC28CHoQIzOKAziQXADodxmjZMqlTwhVsJQBigjEM3Rmlak-BdfQfR9ZtUqSa1cXDCVDYj0dIVqttfQFFFA42WcU_sO4uyDe-EQqZqM2uBh0rIcF02knaVTwGGOmV8Y77H-vBrrNrh7HZCOqJZ3kDHKYV7Q8vQzU470Ad8at3IFR0zOTYaNvz_7rV0X#page=030 Seite 30, Tabelle 3 - Charakteristika der treibenden Kräfte der IPCC Marker-Szenarien (aus IPCC, 2000).] (PDF-Datei, 112 Seiten)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | Niedrig &amp;lt;br /&amp;gt;(≈&amp;amp;nbsp;7 Mrd.) || Hoch &amp;lt;br /&amp;gt;(≈&amp;amp;nbsp;15&amp;amp;nbsp;Mrd.) || Niedrig&amp;lt;br /&amp;gt; (≈&amp;amp;nbsp;7&amp;amp;nbsp;Mrd.) || Mittel &amp;lt;br /&amp;gt;(≈&amp;amp;nbsp;10&amp;amp;nbsp;Mrd.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [http://wiki.zum.de/Wirtschaftswachstum Wirtschaftswachstum]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt; [http://en.wikipedia.org/wiki/GDP GDP]&amp;lt;/small&amp;gt;|| ++++ || ++++ || ++++ || ++ || +++ || ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[http://wiki.zum.de/Energie Energiebedarf] &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;[http://en.wikipedia.org/wiki/Energy_use Energy use]&amp;lt;/small&amp;gt;|| ++++ || ++++ || +++ || +++ || + || ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Landnutzung|Landnutzungsänderung]] &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;[http://en.wikipedia.org/wiki/Landuse Landuse] changes&amp;lt;/small&amp;gt;|| + &amp;lt;br /&amp;gt;bis ++ || + || + || ++ /+++ || +++ || ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [http://de.wikipedia.org/wiki/Ressource Ressourcenverfügbarkeit]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Resource availability of conventional and &amp;lt;br /&amp;gt; unconventional oil and gas. &amp;lt;/small&amp;gt;|| +++ || ++ || ++ || + || + || ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Technologieentwicklung&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Ausmaß und Ausrichtung technologischer Änderungen)&amp;lt;/small&amp;gt; || schnell || schnell || schnell || langsam || ++ || ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Energieträger || &amp;lt;small&amp;gt;fossilintensiv: &amp;lt;br /&amp;gt; Kohle, &amp;lt;br /&amp;gt;Öl &amp;amp; Gas &amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;ausgewogene Nutzung aller Quellen || &amp;lt;small&amp;gt;nichtfossile Energiequellen &amp;lt;/small&amp;gt;|| regional || &amp;lt;small&amp;gt;efficiency &amp;amp; dematerialization&amp;lt;/small&amp;gt; || &amp;lt;small&amp;gt;&amp;quot;dynamics as usual&amp;quot; &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;7&amp;quot; style=&amp;quot;background:#E0E0E0;&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Legende:&#039;&#039;&#039; + (Niedrig), ++ (Mittel), +++ (Hoch), ++++ (Sehr hoch)&amp;lt;br/&amp;gt;Quelle:[http://www.grida.no/climate/ipcc/emission/091.htm#4.2.1. IPCC: &#039;&#039;TAR&#039;&#039;, Kapitel 4.2. SRES Scenario Taxonomy]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| prognostizierte Erhöhung der &amp;lt;br/&amp;gt;[[Lufttemperatur#Jahresgang|globalen Durchschnittstemperatur]]&amp;lt;br/&amp;gt; bis zum Jahr 2100 || &amp;lt;small&amp;gt;2.4 – 6.4&amp;amp;nbsp;°C &amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;1.7 – 4.4&amp;amp;nbsp;°C &amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;1.4 – 3.8&amp;amp;nbsp;°C &amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;2.0 – 5.4&amp;amp;nbsp;°C &amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;1.1 – 2.9&amp;amp;nbsp;°C&amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;1.4 – 3.8&amp;amp;nbsp;°C &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;7&amp;quot; style=&amp;quot;background:#E0E0E0;&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; Tabelle SPM.3 (Seite 13) in: IPCC Fourth Assessment Report (AR4), Climate Change 2007, WG I: [https://www.de-ipcc.de/media/content/IPCC2007-WG1.pdf#page=13 Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger • Klimaänderung 2007: Wissenschaftliche Grundlagen (PDF-Datei, 18 Seiten)]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterricht ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- INVALIDE URL =&amp;gt; * Epochen der Energieversorgung (Seite 3 von 12 der PDF-Datei): &amp;quot;[http://www.agenda21schulen.de/Chatderwelten/Klima/mat_klima/nk_grundlagen.pdf Grundlagen: Energie-Begriffe]&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Transfer 21 NRW: [http://www.agenda21schulen.de/Chatderwelten/Klima/klima_unt_download.php Unterrichtsmaterialien]&amp;lt;/small&amp;gt; --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20231116072334/http://www.gcn.de/publikationen.html Global Challenges Network e.V. (GCN)]:&lt;br /&gt;
*# Mohssen Massarrat: [https://web.archive.org/web/20240204121253/http://www.gcn.de/download/M_Nachhaltig.pdf Nachhaltigkeit durch Kosteninternalisierung - Theorieansätze zur Analyse und Reform globaler Strukturen (PDF-Datei; 16 Seiten)] (auch [https://wissenschaft-und-frieden.de/artikel/nachhaltigkeit-durch-kosteninternalisierung/ online] verfügbar)&lt;br /&gt;
*# Hans-Peter Dürr: [https://web.archive.org/web/20231206083228/http://gcn.de/download/D15KW.pdf Die 1,5-Kilowatt-Gesellschaft] (Vortrag 1994)&lt;br /&gt;
*# Hans-Peter Dürr (1992): Ökologische Herausforderung der Ökonomie - [https://wissenschaft-und-frieden.de/artikel/oekologische-herausforderung-der-oekonomie/ Teil I] / [https://wissenschaft-und-frieden.de/artikel/oekologische-herausforderung-der-oekonomie-2/ Teil II]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Umweltbundesamt: [http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/konzepte-gesellschaftlichen-wohlstands-oekologische Konzepte gesellschaftlichen Wohlstands und ökologische Gerechtigkeit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Agenda 21 - Treffpunkt: &lt;br /&gt;
*# [http://www.agenda21-treffpunkt.de/thema/energie.htm Energie,  Rohstoffe, Ressourcen]&lt;br /&gt;
*# [http://www.agenda21-treffpunkt.de/lexikon/fossil.htm Fossile Energien]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ESPERE Klimaenzyklopädie: [http://klimat.czn.uj.edu.pl/enid/Basis/1__mensch-gemachter_Klimawandel__2bx.html Wie ändern Menschen das Klima?]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bundeszentrale für politische Bildung:&lt;br /&gt;
*# Themenblätter im Unterricht (Nr. 73): [http://www.bpb.de/shop/lernen/themenblaetter/36561/klimagerechtigkeit Klimagerechtigkeit]&lt;br /&gt;
*# DOSSIER Klimawandel - [http://www.bpb.de/gesellschaft/umwelt/klimawandel/38484/anpassung-an-den-klimawandel Die Kehrseite der Medaille]&lt;br /&gt;
*# APuZ 33-34/2008: [http://www.bpb.de/apuz/31020/armut-abstieg-unsicherheit-die-soziale-frage-am-beginn-des-21-jahrhunderts-essay?p=all Armut, Abstieg, Unsicherheit: Die soziale Frage am Beginn des 21. Jahrhunderts]&lt;br /&gt;
*# APuZ 10/2015: [http://www.bpb.de/apuz/201654/ungleichheit-als-gefahr-fuer-demokratie-teilhabe-und-stabilitaet?p=all &amp;quot;Unten&amp;quot; betrifft alle: Ungleichheit als Gefahr für Demokratie, Teilhabe und Stabilität] &lt;br /&gt;
*# DOSSIER Menschenrechte: [http://www.bpb.de/internationales/weltweit/menschenrechte/38627/zehn-fragen?p=all Zehn Fragen zu Menschenrechten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* EU (Europäische Union)&lt;br /&gt;
*: Bericht der Europäischen Kommission für den Europäischen Rat (14.03.2008): [http://www.consilium.europa.eu/uedocs/cms_data/docs/pressdata/de/reports/99391.pdf Klimawandel und internationale Sicherheit (PDF; 11 Seiten)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* TU Darmstadt / Projekt ICuM (IT-Curriculum zur Förderung der Medienkompetenz in Lehramtsstudiengängen)&lt;br /&gt;
*:[https://web.archive.org/web/20210613110814/http://www.icum-tud.de/material/projekte/klima/1800.html  Industrielle Revolution und Klimawandel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schulen (themenrelevante Webangebote)&lt;br /&gt;
*# Teletta-Groß Gymnasium (TGG ): [https://web.archive.org/web/20180828233403/http://energiekurs.de/index.html Die Weltenergievernutzung im 21. Jahrhundert] &lt;br /&gt;
*#: &#039;&#039; Alte Homepage: [https://web.archive.org/web/20180829032705/http://energiekurs.de/index_old.htm Energiekurs der Leeraner Gymnasien UEG und TGG] &amp;lt;br /&amp;gt; Der Energiekurs behandelt das Thema Energie semesterteilig unter den verschiedenen Aspekten Physik, Erdkunde, Biologie und Politik. &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schulbücher&lt;br /&gt;
*# Cornelsen-Verlag&lt;br /&gt;
*::[https://web.archive.org/web/20160401093905/http://www.cornelsen.de/fm/1272/Politik_FOS_KAP_12_online_23_07.pdf Unsere Umwelt – Ressourcensicherung und Nachhaltigkeit] (PDF; 16 Seiten) &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;= Kapitel 12 des Lehrbuchs &amp;quot;[http://www.cornelsen.de/produkte/mitmachen-schuelerbuch-9783064507371 Mitmachen • Politik für Fachoberschulen und Höhere Berufsfachschulen]&amp;quot; - ISBN 978-3-06-450737-1 &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ZUM-Wiki (Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e. V.): &lt;br /&gt;
*# [https://archive.ph/8G1aV#selection-1209.1-1209.11   Industrielle Revolution und soziale Frage im 19. Jahrhundert] - Definition der Begriffe im historischen Kontext (kompetenzorientierte Didaktik)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*# [https://archive.ph/lvGnB#selection-2383.2-2383.8 Industrielle Revolution] (die Epochen des Industriezeitalters)&lt;br /&gt;
*# [https://web.archive.org/web/20170116232032/https://wiki.zum.de/wiki/index.php?title=Soziale_Frage_als_politische_Frage&amp;amp;oldid=185230 Soziale Frage im historischen Kontext] (Soziale Frage im 21. Jahrhundert &amp;gt; International bzw. global &amp;gt; Klimawandel und soziale Frage) Memento vom  16.01.2017 im Internet Archiv.&lt;br /&gt;
*# [http://web.archive.org/web/20110604190414/http://wiki.zum.de/index.php?title=Zukunftskompetenz&amp;amp;oldid=186017#Politik_und_Sozialwissenschaften Zukunftskompetenz] (Memento vom 04 JUN 2011)&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Jürgen Paeger (Website &amp;quot;Ökosystem Erde&amp;quot;): [http://www.oekosystem-erde.de/html/moderne_zeiten.html Das Zeitalter der Industrie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-frankfurt.de/43267598/Ehemalige-AG-Klimaforschung Christian-D. Schönwiese], Vortrag &amp;lt;small&amp;gt;([http://www.fze.uni-saarland.de/AKE_Archiv/DPG2005-AKE_Berlin/Links_DPG2005.htm  DPG-Tagung Berlin 2005])&amp;lt;/small&amp;gt;:&lt;br /&gt;
*: [http://www.fze.uni-saarland.de/AKE_Archiv/DPG2005-AKE_Berlin/Buch/DPG2005_SyKE1.4Schoenwiese_CC-imIndustriezeitalter.doc Klimawandel im Industriezeitalter - Beobachtungsindizien und Ursachen] (*.doc; Word-Dokument, 16 Seiten) sowie [http://www.fze.uni-saarland.de/AKE_Archiv/DPG2005-AKE_Berlin/Vortraege/DPG2005_SyKE1.4Schoenwiese_CC-imIndustriezeitalter.ppt PowerPoint-Präsentation (36 Folien)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (Pressemitteilung vom 26.04.2011): [https://www.pik-potsdam.de/de/aktuelles/nachrichten/archiv/2011/welthandel-reiche-lander-verursachen-zunehmend-co2-emissionen-in-armeren-landern Welthandel: Reiche Länder verursachen zunehmend CO2-Emissionen in ärmeren Ländern]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Carbon Dioxide Information Analysis Center (CDIAC): [https://web.archive.org/web/20181017180930/http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/trends/emis/meth_reg.html Fossil-Fuel CO2 Emissions] (Memento von 17. Okt. 2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Internationale Energieagentur (IEA): &lt;br /&gt;
:# [https://web.archive.org/web/20120711121840/www.worldenergyoutlook.org/media/weowebsite/2010/weo2010_es_german.pdf World Energy Outlook 2010 (PDF-Datei, 20 Seiten)]  &#039;&#039;Zusammenfassung des Welt-Energieberichts 2010 (deutsch)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:# [https://web.archive.org/web/20160131013836/http://www.iea.org/publications/ Liste der kostenfreien Publikationen]&lt;br /&gt;
* Deutscher Bundestag: [http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/14/094/1409400.pdf BT-Drs. 14/9400 vom 07.07.2002 (PDF-Datei, 678 Seiten)] - Endbericht der Enquete-Kommission „Nachhaltige Energieversorgung unter den Bedingungen der Globalisierung und der Liberalisierung“&lt;br /&gt;
*: &#039;&#039;BEACHTE dort Kapitel 3: Geopolitische, internationale und europäische Entwicklungstrends&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* BMU-Broschüre: [http://www.boell.de/sites/default/files/assets/boell.de/images/download_de/oekologie/broschuere_dritte_industr_rev.pdf Die dritte industrielle Revolution - Aufbruch in ein ökologisches Jahrhundert • Dimensionen und Herausforderungen des industriellen und gesellschaftlichen Wandels (PDF-Datei, 148 Seiten)], 1. Auflage, September 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Unterrichtsmaterial=[http://klimat.czn.uj.edu.pl/enid/Basis/1__mensch-gemachter_Klimawandel__2bx.html Wie ändern Menschen das Klima?]&lt;br /&gt;
|umfasst=Klimaszenarien&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungshaushalt der Atmosphäre#Antriebe des Klimawandels&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungsantrieb&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungsantrieb von Aerosolen&lt;br /&gt;
|verursacht=Sulfataerosole&lt;br /&gt;
|verursacht=Kohlendioxid-Emissionen&lt;br /&gt;
|verursacht=CO2-Emissionen durch private Haushalte&lt;br /&gt;
|verursacht=Klimawandel&lt;br /&gt;
|Zukünftige Entwicklung=2-Grad-Ziel&lt;br /&gt;
|Zukünftige Entwicklung=Zukünftige Treibhausgas- und Aerosolkonzentrationen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Strahlungsantrieb, Aerosole, Sulfataerosole, Kohlendioxid-Emissionen, CO2-Emissionen, Klimawandel, 2-Grad-Ziel, Treibhausgas- und Aerosolkonzentrationen, Wirtschaft, globale Erwärmung, Treibhausgasemissionen, globale CO2-Emissionen, globaler Energieverbrauch, Weltenergieverbrauch, Energievernutzung, Folgen des Klimawandels,&lt;br /&gt;
Zukunftsszenarien, SRES-Szenarienfamilien, SRES-Szenarien, IPCC-Emissionsszenarien, Marker-Szenarien,&lt;br /&gt;
Klimawandel, Menschenrechte, Gesellschaftsideal, Soziale Idee, Industrialisierung, Industriezeitalter, Epochen des Industriezeitalters, Epochen der Primärenergieträger, Primärenergieeinsatz, Primärenergiebedarf,  Primärenergiequellen, fossile Brennstoffe, Industrielle Revolution, Definition Industrielle Revolution, Industrielle Revolution und Soziale Frage, Erste industrielle Revolution, Zweite industrielle Revolution, Dritte industrielle Revolution, Digitale Revolution, Soziale Frage, Definition Soziale Frage, Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit, Kluft zwischen Arm und Reich, Ungleichheit, Soziale Frage des 19. Jahrhunderts, Soziale Frage im 19. Jahrhundert, Soziale Frage des 21. Jahrhunderts, Soziale Frage im 21. Jahrhundert, sozioökonomischer Wandel, Gesellschaftswandel, Gesellschaftsumbruch, globale Soziale Frage, transnationale Soziale Frage, globale Ungleichheit, globale Probleme der Menschheit, Zentralprobleme der modernen Welt, Schlüsselprobleme, Zukunftskompetenz&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Treibhausgase]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kohlendioxid]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft und Soziales]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Benutzer:Sandra_Burger/To_do_Liste_Sch%C3%BClerarbeiten&amp;diff=32494</id>
		<title>Benutzer:Sandra Burger/To do Liste Schülerarbeiten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Benutzer:Sandra_Burger/To_do_Liste_Sch%C3%BClerarbeiten&amp;diff=32494"/>
		<updated>2024-12-10T15:07:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Liste: zu bearbeitende Seiten */  - 1  sowie (on top) die Bitte, bei den Edits zugleich auch immer die Links im Abschnitt &amp;quot;Klimadaten zum Thema&amp;quot; zu überprüfen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die unten aufgelisteten Seiten enthalten den Abschnitt &amp;quot;Schülerarbeiten zum Thema&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt; -- bis auf wenige Ausnahmen sind die dort (auf den jeweiligen Seiten) aufgelisteten Links zum HBS invalide und müssen demzufolge aktualisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(Für den Fall, dass eine Schülerarbeit auf dem HBS nicht mehr auffindbar ist, besteht die Möglichkeit, die entsprechende Schülerarbeit via Internet Archiv mittels einer dort archivierten älteren Seitenversion heraus zu suchen und in Form eines Archivlinks hier im Klimawiki zu verlinken.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:::: Link zum Internet Archiv:&lt;br /&gt;
::::https://web.archive.org/web/20240409062121/https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Spezial:Kategorien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Link zum HBS ==&lt;br /&gt;
Schülerarbeiten aus dem &amp;quot;Schulprojekt Klimawandel&amp;quot; nach Themen:&lt;br /&gt;
: https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Suchergebnisse ==&lt;br /&gt;
Suchergebnisse  1 bis 101 von 101&lt;br /&gt;
https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Spezial:Suche&amp;amp;limit=250&amp;amp;offset=0&amp;amp;ns0=1&amp;amp;search=Schülerarbeiten&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: &#039;&#039;&#039; HINWEIS: die erfolgreich bearbeiteten bzw. aktualisierten Seiten bitte hier aus DIESER Liste löschen!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
== Liste: zu bearbeitende Seiten ==&lt;br /&gt;
HINWEIS: bei den Edits bitte zugleich auch immer die Links im Abschnitt &amp;quot;Klimadaten zum Thema&amp;quot; überprüfen.&lt;br /&gt;
::: zentrale Seite = https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Unterricht Themen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Taifune im Nordwest-Pazifik]] =&amp;gt; Schülerarbeit nicht mehr auffindbar: &#039;&#039;&#039;Taifune&#039;&#039;&#039; Welche Auswirkungen wird der Klimawandel haben? (Gymnasium Grotmoor, Hamburg)&lt;br /&gt;
:::::::: https://preview.poc.hamburg.de/hhcae-cm7/servlet/contentblob/10267176/f9406147bf83accfba5f3ba69d70a6e9/data/2017-taifune.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Alpine Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Boden im Klimasystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Direkte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Nordamerika]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Deforestation (Tropen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wetterextreme und Klimawandel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg im Ostseeraum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserprobleme (regional)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ozean im Klimasystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Phänologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimaprojektionen Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Permafrost]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dürren in Kalifornien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[ENSO]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegel der Zukunft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg in der Nordsee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arktische Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Waldbrände in Kalifornien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimawandel und Weinbau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserressourcen und Klimawandel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Starkregen und Hochwasser in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Terrestrischer Kohlenstoffkreislauf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arktische Vegetation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tropische Wirbelstürme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Verbreitung der Arten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Korallenriffe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Starkregen und Hochwasser in Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Starkniederschläge und Hochwasser]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--- Ende der Liste ---&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Hallo Sandra,&lt;br /&gt;
::ich danke dir sehr für die Bearbeitung der falschen Links zu den Schülerarbeiten auf dem HBS und die sehr nützliche Liste oben. Du brauchst die Link-Bearbeitung nicht weiter fortzusetzen. Wir haben jemand gefunden, der das übernehmen wird.&lt;br /&gt;
::Beste Grüße &lt;br /&gt;
::Dieter&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wirkung_von_Kohlendioxid_und_Ozon&amp;diff=32493</id>
		<title>Wirkung von Kohlendioxid und Ozon</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wirkung_von_Kohlendioxid_und_Ozon&amp;diff=32493"/>
		<updated>2024-12-10T14:49:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: Schülerarbeiten  ((Johanneum, Lübeck) + ref name=&amp;quot;Schaller 2007 + Literatur =&amp;gt; invaliden Link ersetzt =&amp;gt; https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/bitv/dk039488.pdf&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Wirkung von Kohlendioxid ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Düngungseffekt ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Photosynthese_C3_C4.jpg|thumb|420px|Die Reaktion von C&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;- und C&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;-Pflanzen auf eine Erhöhung des CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalts der Atmosphäre]]&lt;br /&gt;
Die Zunahme der [[Kohlendioxid-Konzentration]] der [[Atmosphäre]] führt nicht nur zu höheren Temperaturen, sondern begünstigt in der Regel auch direkt das Pflanzenwachstum. Man bezeichnet diese Wirkung als &amp;quot;CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Düngungseffekt&amp;quot;. Die Wirkung ist allerdings vom Pflanzentyp abhängig. Die meisten Kulturpflanzen gehören entweder zu den C&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;-Pflanzen wie Weizen, Reis, Kartoffeln und Sojabohnen oder zu den C&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;-Pflanzen wie Mais, Hirse und Zuckerrohr. Bei C&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;-Pflanzen, zu denen 90 % der Landpflanzen der Erde gehören, wirkt sich z.B. eine Verdoppelung des CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalts der Atmosphäre in einer Steigerung der Erträge um ca. 20 % aus. Bei C&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;-Pflanzen, die über einen besonderen Mechanismus zur Speicherung von [[Kohlendioxid]] verfügen und damit das Angebot ohnehin besser nutzen, kommt es dagegen nur zu einer Steigerung von wenigen Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2013): Climate Change 2013, Working Group II: Impacts, Adaptation, and Vulnerability, 7.3.2.1.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Fischer, G., M. Shah, and H. van Velthuizen (2002): [http://www.accc.gv.at/pdf/JB-Report.pdf Climate Change and Agricultural Vulnerability], Johannesburg&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wassernutzung und Blatttemperatur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine verstärkte Aufnahme von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; hat außerdem auch Auswirkungen auf andere Prozesse des Pflanzenwachstums. Um Kohlendioxid aufnehmen zu können, muss die Pflanze die Spaltöffnungen in den Pflanzenblättern, die so genannten Stomata, öffnen. Dabei geht ihr aber durch Transpiration Wasser aus dem Inneren der Blätter verloren. Bei einer höheren CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration ist die Aufnahme von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; effektiver, die Stomata müssen nicht so lange geöffnete bleiben, und dadurch wird dann auch nicht so viel Wasser verdunstet. Ein höheres CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Angebot führt also zu einer besseren Wassernutzung der Pflanze, die damit unempfindlicher gegenüber Trockenheit wird. Andererseits verringert sich die Verdunstungskühle auf der Blattoberfläche, was bei höheren Temperaturen ein Problem darstellen kann. Durch eine höhere Blatttemperatur steigen der Dampfdruck in den Zellen und damit dann auch wieder die Transpiration, und zwar um 5-6 % pro °C Erwärmung auf der Blattoberfläche. Die ursprüngliche Wasserersparnis durch ein höheres CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Angebot würde damit teilweise wieder zunichte gemacht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schaller 2007&amp;quot;&amp;gt;Schaller, M. und H.-J. Weigel (2007): [https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/bitv/dk039488.pdf Analyse des Sachstands zu Auswirkungen von Klimaveränderungen auf die deutsche Landwirtschaft und Maßnahmen zur Anpassung], Landbauforschung, Sonderheft 316&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Bild:CO2-einfluss.jpg‎|thumb|420px|Übersicht über die Folgen einer höheren CO2-Konzentration der Atmosphäre auf Pflanzen]]&lt;br /&gt;
Die verbesserte Wassernutzung bei einem höheren CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Angebot kann auch bei C&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;-Pflanzen einen positiven Wachstumseffekt bedeuten. Eine höhere CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration kommt jedoch primär den C&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;-Pflanzen zugute, die hauptsächlich in den mittleren Breiten angesiedelt sind, während C&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;-Pflanzen von Natur aus vor allem an trockenen und heißen Standorten vorkommen. Obwohl C&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;-Pflanzen nur 3 % aller Pflanzenarten ausmachen, ist ihre Bedeutung nicht zu unterschätzen, da sie durch die bessere CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Verwertung eine höhere Biomassenproduktion besitzen und für 20-25 % der globalen Primärproduktivität stehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schaller 2007&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Qualitative Wirkung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der quantitativen hat die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Anreicherung auch eine qualitative Wirkung.&amp;lt;ref&amp;gt;Weigel, H.-J., R. Manderscheid, A. Fangmeier und P. Högy (2008): Mehr Kohlendioxid in der Atmosphäre: Fluch oder Segen für die Landwirtschaft?, in: Lozán, J.L./ Graßl, H./ Jendritzky, G./ Karbe, L./ Reise, K./ Maier, W.A. (Hrsg.): Warnsignal Klima. Gesundheitsrisiken. Gefahren für Pflanzen, Tiere und Menschen. Hamburg, S. 273-277&amp;lt;/ref&amp;gt; Die höhere Aufnahme von Kohlendioxid führt zu Veränderungen der chemischen Zusammensetzung des pflanzlichen Gewebes. Besonders problematisch ist dabei die Reduktion des Stickstoffgehaltes in Blättern, Früchten, Samen und Körnern, z.B. um 10-15 % bei einer CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Erhöhung auf 550-650 ppm. Das hat negative Auswirkungen etwa auf die Backqualität bei Weizen und die Futterqualität von Klee. Bei Weizen, Reis und anderen Getreidesorten wurden bei zunehmender CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration niedrigere Proteingehalte und damit ein geringerer Nährwert festgestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schaller 2007&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prognosen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung einer höheren CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration ist also komplex, und das macht es sehr schwierig, sie quantitativ abzuschätzen. Das ist in Experimenten versucht worden, bei denen Pflanzenbestände künstlich einer höheren CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration ausgesetzt wurden. Ältere Experimente wurden in Gewächshäusern durchgeführt, wobei relativ hohe Produktionszuwächse von ca. 33 % bei C&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;- und etwa 10 % bei C&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;-Pflanzen ermittelt wurden. In den letzten 20 Jahren sind solche Versuche zunehmend im Freien und während längerer Zeiträume durchgeführt worden. Dabei wurde festgestellt, dass Pflanzen sich an die höhere CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration anpassen, vor allem durch verringerte Spaltöffnungen der Stomata, um Wasserverlust zu vermeiden. Dadurch kam es zu wesentlich geringeren Photosyntheseleistungen als bei den Gewächshausversuchen. So lag die Zunahme der Erträge bei einer Steigerung der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration auf 550 ppm bei C&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;-Kulturen bei nur 11 % und bei nur 7 % bei den fünf wichtigsten Grundnahrungsmitteln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schaller 2007&amp;quot; /&amp;gt; Noch wesentlich geringer (sofern überhaupt feststellbar) waren die Erträge bei C&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;-Pflanzen wie Mais und Hirse. Als Mittelwerte gibt der IPCC-Bericht von 2007 bei einer Erhöhung der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration auf 550 ppm bei C&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;-Pflanzen eine Zunahme der Ernteerträge um 10-20 %, bei C&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;-Pflanzen um 0-10 % an.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2007): Climate Change 2007, Working Group II: Impacts, Adaptation and Vulnerability, 5.4.1.1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung von troposphärischem Ozon ==&lt;br /&gt;
Das [[Troposphärisches Ozon|troposphärische Ozon]] (O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;) ist wie [[Kohlendioxid]], [[Methan]], [[Lachgas]] oder [[FCKW]] ein [[Treibhausgase|Treibhausgas]], dessen Konzentration durch den Einfluss des Menschen seit [[Industrielle Revolution|Beginn der Industrialisierung]] ebenfalls deutlich angestiegen ist. Es wird nicht direkt emittiert, sondern entsteht aus Vorläufergasen wie Stickoxiden u.a. durch chemische Prozesse in der Atmosphäre. Und es besitzt anders als die genannten Treibhausgase nur eine kurze Lebensdauer in der Atmosphäre, weshalb es auch regional sehr unterschiedlich verteilt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich wie Kohlendioxid wird auch [[Ozon]] von den Pflanzen durch die Stomata aufgenommen. Es wirkt jedoch nicht wachstumsfördernd, sondern -hemmend. Ozon reduziert die Photosyntheserate, erhöhte die Veratmung und beschleunigt die Alterung von Blättern. Außerdem erhöht Ozon die Sensitivität von Pflanzen gegenüber anderen Stressfaktoren wie z.B. Pflanzenkrankheiten. Eine erhöhte Ozon-Konzentration verändert auch den Gehalt an Stickstoff, Kohlenhydraten und Phenolen im Blatt und im Korn. Insgesamt sind diese Bereiche aber noch wenig untersucht, so dass nur ungefähre Aussagen gemacht werden können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schaller 2007&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemeine Überlegungen lassen darauf schließen, dass die höchste Ozonschädigung  von Anbaupflanzen nicht unbedingt in den Gebieten bzw. Wetterlagen mit der höchsten Ozonbelastung vorkommen muss. Die höchsten Ozonwerte werden bei strahlungsreichem Wetter und starken Emissionen der Vorläufergase z.B. durch Autoabgase erreicht. Das ist im Sommer vor allem in subtropischen Gebieten der Fall oder weiter nördlich bei trockenem Sommerwetter. In der sehr trockenen Luft etwa des Mittelmeerraumes öffnen sich die Stomata jedoch nur wenig, um Wasserverlust zu vermeiden, weshalb auch wenig O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; aufgenommen wird. Eine stärkere Ozonschädigung ist daher eher in humiden Breiten, etwa in Mittel- und Nordeuropa, anzunehmen. Wenn die Pflanzen im mediterranen Raum allerdings mit genügend Wasser durch künstliche Bewässerung versorgt sind, ist hier mit den schwersten O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;-Schäden zu rechnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Folgen der Ozonaufnahme bei einzelnen Pflanzen gibt es nur verhältnismäßig wenige Untersuchungen. Die zeigen, dass schon heutige Ozonwerte, die zwischen 40 und 75 ppb liegen, zu Ertragseinbußen führen können. Nach europäischen Freilandversuchen lagen diese für Getreide (Weizen, Gerste, Hafer) bei 5-15 %, bei einer Erhöhung der Konzentration auf mehr als 60 ppb sogar bei bis zu 60 %. Möglicherweise belaufen sich die Ertragseinbußen in der EU jährlich auf 4-5 Milliarden Euro. Dabei wird die Ozonkonzentration auch weiterhin zunehmen und bis 2050 im globalen Mittel möglicherweise auf 70 ppb zunehmen. Der Anteil an den weltweiten Getreideflächen, die einer signifikanten Ozonbelastung ausgesetzt sind, könnte dann auf 30.75 % gestiegen sein. Allerdings könne die in mittleren Breiten erwartete größere Sommertrockenheit zu einer verminderten Aufnahme von Ozon durch die Anbaupflanzen führen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schaller 2007&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Schaller, M., und H.-J. Weigel (2007): [https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/bitv/dk039488.pdf Analyse des Sachstands zu Auswirkungen von Klimaveränderungen auf die deutsche Landwirtschaft und Maßnahmen zur Anpassung], Landbauforschung, Sonderheft 316&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;db-db-wb_ro&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
	&amp;lt;div class=&amp;quot;db-db-wb_lo&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
		&amp;lt;div class=&amp;quot;db-db-wb_ru&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
			&amp;lt;div class=&amp;quot;db-db-wb_lu&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
				&amp;lt;div class=&amp;quot;inhalt&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schülerarbeiten zum Thema==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schülerarbeiten zum Thema des Artikels&#039;&#039;&#039; aus dem [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts Schulprojekt Klimawandel]: &lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756216/81de302a3007b5af67ae57c179380def/2007-oekosystem-wald-data.pdf Auswirkungen des Klimawandels auf den deutschen Wald] (Anne-Frank-Schule, Bargteheide)&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756388/ff511dda391b2e9db53697225bd51e5d/2007-oekosystem-wald-data.pdf Das Ökosystem Wald als Klimafaktor] (Athenaeum, Stade)&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756494/016b24832862f1059f5b5cae97876d8d/2015-boreale-nadelwaelder-data.pdf Die borealen Nadelwälder im Klimawandel] Welche Wechselwirkungen bestehen, welche Entwicklungen sind zu erwarten? (Gymnasium Grootmoor, Hamburg)&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756272/a0e80c422260e126a8a0e47ddd0e6d5f/2007-vegetation-data.pdf Einfluss einer Klimaänderung auf die Vegetation und deren wechselseitige Abhängigkeiten] (Johanneum, Lübeck)&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756228/2218301cf335e2fd7545475bc7ab05b0/2012-buche-fichte-klimawandel-data.pdf Wie verändert der Klimawandel die Verbreitung von Buche und Fichte in Deutschland?] (Gymnasium Grootmoor, Hamburg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=visualClear&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
				&amp;lt;/div&amp;gt;  &lt;br /&gt;
			&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
		&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
	&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
einfach=Wirkung von Kohlendioxid und Ozon auf Pflanzen (einfach)&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Kohlendioxid-Konzentration&lt;br /&gt;
|Folge von=Kohlendioxid&lt;br /&gt;
|Folge von=Troposphärisches Ozon&lt;br /&gt;
|Folge von=Ozon&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Kohlendioxid-Konzentration, Kohlendioxid, Troposphärisches Ozon, Ökosysteme, Landwirtschaft&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kohlendioxid]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ozon]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Industrielle_Revolution&amp;diff=32478</id>
		<title>Industrielle Revolution</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Industrielle_Revolution&amp;diff=32478"/>
		<updated>2024-12-09T15:20:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: typo + form (Layout =&amp;gt; farbige Hervorhebung der Überschrift &amp;quot;CO2-Emissionen  versus Lebensstandard (1860-1990)&amp;quot;) + erg. (Zukunftskompetenz) + invalide Links ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:IndustrielleRevolution.jpg|thumb|right|520px|Das Industriezeitalter&amp;lt;ref name=&amp;quot;BMU&amp;quot;&amp;gt;BMU-Broschüre: [http://www.boell.de/sites/default/files/assets/boell.de/images/download_de/oekologie/broschuere_dritte_industr_rev.pdf#page=014 Die dritte industrielle Revolution - Aufbruch in ein ökologisches Jahrhundert (Seite 14 von 148 der PDF-Datei),] Tabelle &amp;quot;Von der Ersten zur Dritten Industriellen Revolution&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;HBS&amp;quot;&amp;gt; Heinrich Böll Stiftung: [http://www.boell.de/sites/default/files/Endf_Nachhaltige_Industriepolitik_komplett.pdf#page=24 Nachhaltige Industriepolitik (Tabelle S. 22 = Seite 24 von 76 der PDF-Datei)]&amp;lt;/ref&amp;gt; - die [[#Epochen der Primärenergieträger|Epochen der Primärenergieträger]]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
a) Erste Industrielle Revolution und Soziale Frage im 19. Jahrhundert&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) Zweite Industrielle Revolution und Soziale Frage im 20. Jahrhundert &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) Dritte Industrielle Revolution und Soziale Frage im 21. Jahrhundert&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe hierzu auch die [[#Grafik:_Entwicklung_der_CO2-Emissionen_im_Industriezeitalter|Grafik: Entwicklung der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen im Industriezeitalter]] ]][[Datei:FossileEnergie1850-2007.jpg|thumb|right|520px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter &#039;&#039;&#039;Industrielle Revolution&#039;&#039;&#039; versteht man die rasche industrielle Umgestaltung der Arbeits- und Sozialordnung in Europa im 19. Jahrhundert. Mit dieser Epoche beginnt das Industriezeitalter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Verlauf des Industriezeitalters zu verzeichnenden menschlichen Aktivitäten - namentlich der hohe Verbrauch fossiler Brennstoffe durch eine explosionsartig gestiegene Weltbevölkerung - sind nach dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Kenntnisstand ursächlich für die [[Klimawandel|globale Erwärmung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Club_of_Rome&amp;quot;&amp;gt;Mit Blick auf diese Zusammenhänge appelliert der [https://www.clubofrome.org/ Club of Rome] an die politischen Entscheidungsträger, in der Bevölkerung ggf. durch finanzielle Anreize ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass jede/r Einzelne durch eine verantwortungsvolle Familienplanung (ideal wäre die freiwillige Selbstbeschränkung auf 1&amp;amp;nbsp;Kind pro Paar) einen wichtigen Beitrag leisten kann hin zu einer nachhaltigen Entwicklung, die den nur begrenzt verfügbaren Ressourcen Rechnung trägt. - Vgl. bspw. Spiegel online (13.09.2016): [http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/club-of-rome-bericht-fordert-belohnung-fuer-kinderlose-frauen-a-1112145.html Club of Rome: Forscher fordern Belohnung für kinderlose Frauen]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist zu befürchten, dass die globale Erwärmung negative Auswirkungen auf die internationale Sicherheit hat: der Klimawandel ist nach Einschätzung der Europäischen Kommission ein Bedrohungsmultiplikator, das heißt bestehende Tendenzen, Spannungen und Instabilität können sich dadurch ggf. noch verschlimmern (Ressourcenkonflikte, Zunahme von Katastrophen durch [[:Kategorie:Extremereignisse|Extremereignisse]], umweltbedingte Migration).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klimawandel_und_internationale_Sicherheit&amp;quot;&amp;gt;Bericht der Europäischen Kommission für den Europäischen Rat (14.03.2008): [http://www.consilium.europa.eu/uedocs/cms_data/docs/pressdata/de/reports/99391.pdf Klimawandel und internationale Sicherheit] (PDF; 11 Seiten) &amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der WBGU sieht die globale Erwärmung als &amp;quot;Risikoverstärker&amp;quot; (WBGU 2007: Sicherheitsrisiko Klimawandel). &amp;lt;ref name=Sicherheitsrisiko_Klimawandel&amp;gt;Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU): [https://www.wbgu.de/de/publikationen/publikation/welt-im-wandel-sicherheitsrisiko-klimawandel Welt im Wandel – Sicherheitsrisiko Klimawandel], Berlin, Heidelberg 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Zum Thema &amp;quot;Klimaflüchtlinge&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Genfer_Flüchtlingskonvention&amp;quot;&amp;gt;Beachte hierzu den Hinweis von Andrea Naica-Loebell (tp vom 22.01.2018) auf die im vorliegenden Zusammenhang  nicht greifende, weil sehr eng gefasste Definition des Begriffs &amp;quot;Flüchtling&amp;quot; der Genfer Flüchtlingskonvention:&lt;br /&gt;
[https://web.archive.org/web/20240204121310/https://www.telepolis.de/features/Klimawandel-und-immer-mehr-Migration-3946382.html?seite=all Klimawandel und immer mehr Migration]&amp;lt;/ref&amp;gt; siehe: [[Klimawandel und Migration‎‎]]&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsdefinitionen (Epochenbegriff / Prozessbegriff) ==&lt;br /&gt;
=== Definition Industrielle Revolution ===&lt;br /&gt;
Der (als eurozentristisch&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eurozentrismus&amp;quot;&amp;gt;Vgl. (Wikipedia) [http://de.wikipedia.org/wiki/Eurozentrismus Eurozentrismus]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Arundhati Roy&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu in [https://web.archive.org/web/20130228121629/http://www.zeit.de/2011/51/Interview-Roy/komplettansicht DIE ZEIT, 15.12.2011 Nr. 51 (&amp;quot;Europa ist nur der Anfang&amp;quot;)] die indische Schriftellerin Arundhati Roy:&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;»[...] Während Europa einst für sich seine Ideen von Freiheit und Gleichheit &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;*)&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; entwickelte, kolonisierte es andere Länder, beging Völkermorde und praktizierte Sklaverei – und das in unvorstellbaren Dimensionen. Ganze Völker wurden vernichtet. Die Belgier brachten im Kongo zehn Millionen Menschen um. Die Deutschen rotteten in Westafrika die Hereros aus. [...] Die Völkermorde dienten der Rohstoffbeschaffung für eine industrielle Revolution, die den westlichen Kapitalismus begründete und mit ihm den materiellen Überschuss produzierte, auf dessen Basis die Ideen der modernen Demokratie entstanden. Dieser Kapitalismus aber hat unsere heutige Krise geschaffen, die sowohl ökonomischer wie ökologischer Natur ist. [...]«&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;*) &#039;&#039;Vgl. hierzu (Freiheit und Gleichheit): Hans von Scheel, [https://books.google.de/books?id=-tlLAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA16 Die Theorie der sozialen Frage, Jena 1871, S. 16]&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; zu kritisierende) Begriff &#039;&#039;Industrielle Revolution&#039;&#039;, der von Friedrich Engels&amp;lt;ref name=&amp;quot;Textdokumente&amp;quot;&amp;gt;Friedrich Engels: Die Lage der arbeitenden Klasse in England (1845) - online abrufbar bei: [http://www.textlog.de/en-england-revolution.html textlog.de] oder [http://www.projekt-gutenberg.org/engels/dielage/chap003.html Projekt Gutenberg-DE]&amp;lt;/ref&amp;gt; und dem französischen Nationalökonomen Adolphe Jérôme Blanqui&amp;lt;ref name=&amp;quot;Blanqui&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu die Kritik von [http://books.google.de/books?id=-dXoQdkB8OMC&amp;amp;pg=PA257 Toni Pierenkemper (&amp;quot;Technik in der Industriellen Revolution&amp;quot;) Seite 257 ff. in: Die technikhistorische Forschung in Deutschland von 1800 bis zur Gegenwart], - Wolfgang König, Helmut Schneider (Hrsg.), kassel university press GmbH, 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--- &amp;lt;ref name=&amp;quot;Epochenbegriff&amp;quot;&amp;gt;Reinhold Würth (Uni Karlsruhe): [http://www.wuerth.de/de/wuerth/akademie/iep/de/V5WS0203.pdf Entwicklung des Unternehmertums seit der Frühindustrialisierung (Seite 3 f. von 18 der PDF-Datei)]&amp;lt;/ref&amp;gt; ---&amp;gt;&lt;br /&gt;
geprägt wurde, hat zwei verschiedene Bedeutungsebenen (einerseits &#039;&#039;Prozessbegriff&#039;&#039; und andererseits &#039;&#039;Epochenbegriff&#039;&#039;), die allerdings in der Literatur häufig nicht bzw. nicht deutlich voneinander getrennt werden.&lt;br /&gt;
# Bei Verwendung als &#039;&#039;&#039;Prozessbegriff&#039;&#039;&#039; liegt der Fokus auf dem technischen Fortschritt&amp;lt;ref name=“Metz“&amp;gt;Vgl. hierzu auch: [https://books.google.de/books?id=NjshAQAAIAAJ Karl H. Metz: Ursprünge der Zukunft • Die Geschichte der Technik in der westlichen Zivilisation], Schöningh, 2006, ISBN 3506729624, 9783506729620 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;&#039;(technischer Wandel)&#039;&#039;&#039;, d. h. der Begriff Industrielle Revolution ist in diesem Fall (lediglich) ein Synonym für den &#039;&#039;Prozessbegriff&#039;&#039; Industrialisierung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichtswissenschaft&amp;quot;&amp;gt;Stefan Jordan, [http://books.google.de/books?id=HAEz0CQzm8MC&amp;amp;pg=PA116&amp;amp;lpg=PA116&amp;amp;dq=epochenbegriff+prozessbegriff&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=AEVqEs6nrY&amp;amp;sig=04QgIBHySxMEj2MQQkv5MATpwg0&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=2QiPTbbjGYXOswbTt7yFCg&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=14&amp;amp;ved=0CE0Q6AEwDQ Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft, Seite 116]: &#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;Industrialisierung&#039; ist ein Prozessbegriff, weil er einen bestimmten Zeitpunkt als Anfang einer historischen Veränderung benennt [...] und den Zeitraum seither umfasst [...].  Die Epoche der Industrialisierung in England umschließt also einen Zeitraum von bislang etwa 250 Jahren. [...]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. den Eintrag bei wikiweise.de: [https://archive.ph/l5gG5 Industrialisierung (...) Begrifflichkeit] (Memento vom 7 Jul 2013)&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Begriffsdefinitionen&amp;quot; &amp;gt;Zu der in der Literatur für den (epochenübergreifenden) Prozessbegriff &amp;quot;Industrialisierung&amp;quot; vorgenommenen Einteilung in zeitliche Abschnitte (3 bzw. 5 &amp;quot;Phasen&amp;quot;) vgl. (Wikipedia): [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Industrialisierung&amp;amp;oldid=80832805 Industrialisierung &amp;lt;small&amp;gt;(in der Version vom 28. Oktober 2010 um 15:02 Uhr)&amp;lt;/small&amp;gt;] sowie HINWEIS + Aufgaben in ZUM-Wiki (kompetenzorientierte Didaktik): [https://archive.ph/ks1mU#selection-3403.0-3403.1 Industrielle Revolution und soziale Frage im 19. Jahrhundert] (Memento vom 24 Aug 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Bei Verwendung als &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Epochenbegriff&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; hingegen steht der &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Gesellschaftswandel&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; im Fokus (mit anderen Worten: zentraler Aspekt sind in diesem Fall die sozio-ökonomischen Veränderungen, also die gesellschaftlichen resp. sozialen Begleitumstände und Folgen der technischen Neuerungen):&lt;br /&gt;
#: &#039;&#039;Der historische Fachausdruck &#039;&#039;(erste) »Industrielle Revolution«&#039;&#039; (häufig im Kontext mit dem Ausdruck  &#039;&#039;»Soziale Frage«&#039;&#039;) bezeichnet den sozial spannungsreichen Gesellschaftsumbruch von der Agrargesellschaft zur Industriegesellschaft &#039;&#039;(plakativ/anschaulich: Gesellschaftswandel vom Ackerbau zum Autobau)&#039;&#039;, ausgelöst durch den damaligen technischen Fortschritt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Definition Soziale Frage ===&lt;br /&gt;
::::: &amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Kurz-Definition&#039;&#039;&#039; (und zugleich wichtiger Merksatz):&amp;lt;/span style&amp;gt; &#039;&#039;&#039;[https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Social_question&amp;amp;oldid=1251950909  Der Begriff Soziale Frage bezeichnet den Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit.&#039;&#039;&#039;] (en:WP; dort bitte die Fußnoten 1 bis 4 beachten!)&lt;br /&gt;
::::: Anmerkung: Noch etwas pointierter bzw. deutlicher die Definition des Soziologen Klaus Dörre: [...] Soziale Frage = &amp;quot;Konflikt zwischen Unten und Oben, &amp;lt;zwischen&amp;gt; Arbeit und Kapital&amp;quot; [...] &amp;lt;ref name=&amp;quot;Dörre&amp;quot;&amp;gt; [https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/soziologe-afd-definiert-die-soziale-frage-um-li.365807 Soziologe: AfD definiert die soziale Frage um] - Berliner Zeitung vom 04.07.2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;u&amp;gt;allgemeingültige&amp;lt;/u&amp;gt; (für alle historischen Epochen jeweils gleichermaßen geltende) Definition des Begriffs &#039;&#039;&amp;quot;Soziale Frage&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Engelhardt&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;question sociale&amp;quot;&amp;gt;Der Begriff »Soziale Frage« hat seinen Ursprung im französischen Sprachraum (&amp;quot;[http://fr.wikipedia.org/wiki/Question_sociale question sociale]&amp;quot;) - vgl. bspw. [http://books.google.de/books?id=k6ELXfOP-sUC&amp;amp;pg=PA104 Karl Hohmann, Horst Friedrich Wünsche: Grundtexte zur Sozialen Marktwirtschaft Bd. II • Das Soziale in der Sozialen Marktwirtschaft, Seite 103 ff. mit weiteren Nachweisen] (Hrsg.: Ludwig-Erhard-Stiftung e.V.) &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Arbeiterfrage&amp;quot;&amp;gt;Im deutschen Sprachraum wurde in der politischen Debatte seinerzeit (im 19. Jahrhundert) häufig auch der (weitgehend) sinngleiche Ausdruck »die Arbeiterfrage« verwendet - vgl. [http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=115038 Meyers Konversationslexikon, Vierte Auflage, 1885-1892, 15. Band: Soziale Frage]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitungsschreiberphrase&amp;quot;&amp;gt;Karl Marx kritisierte den Begriff &#039;die soziale Frage&#039; als Zeitungsschreiberphrase - vgl.: [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kritik_des_Gothaer_Programms&amp;amp;oldid=135513747#III._Abschnitt &amp;quot;Kritik des Gothaer Programms&amp;quot;] &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Becher&amp;quot;&amp;gt;Zur Begriffsgeschichte vgl. Heribert J. Becher (Katholische Universität Eichstätt, Fakultät für Sozialwesen): [http://www.ssoar.info/ssoar/bitstream/handle/document/24766/ssoar-soziprobleme-1996-h_2-becher-thesen_zur_verwendung_der_konzepte.pdf?sequence=1 Thesen zur Verwendung der Konzepte „Soziales Problem“ und „Soziale Frage“ in Deutschland] in: Soziale Probleme, 7. Jg., 1996  Seite 148 - 160, dort insbesondere Seite 150 ff. &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Hammerschmidt_Sagebiel&amp;quot;&amp;gt;Kurze Zusammenfassung der Geschichte der sozialen Frage ab Mitte des 19. Jahrhunderts: &amp;lt;br /&amp;gt;a) Peter Hammerschmidt, Juliane Sagebiel (Hrsg.): [http://books.google.de/books?id=O9OEssXgzK8C&amp;amp;pg=PA9 Die Soziale Frage zu Beginn des 21. Jahrhunderts, AG SPAK Bücher, 2011, Seite 9 ff.]; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) Buchbesprechung zum o. a. Sammelband von Knut Lambertin (Gegenblende vom 15.09.2011): [http://gegenblende.dgb.de/artikel/++co++0b6f2ba0-5ed2-11e6-bafb-525400e5a74a#page=340  Was ist heute die soziale Frage? (Seite 340 in GEGENBLENDE Jahrbuch 2011; (PDF, 6 MB, 425 Seiten) ]&amp;lt;/ref&amp;gt; lautet wie folgt:  &#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;[...] Die Soziale Frage bezeichnet den wachsenden Gegensatz von massiven Einkommens- und Vermögensgewinnen für Kapitaleigner und sich verschlechternden Lebensbedingungen&amp;lt;ref name=&amp;quot;DIW 4/2009&amp;quot;&amp;gt;Eine derartige Entwicklung ist dokumentiert in DIW Nr. 4/2009 (die Vermögensverteilung in Deutschland betreffend): https://www.youtube.com/watch?v=CFrn2JYAdJw -- anschaulich erklärt von Georg Schramm (&amp;quot;Neues aus der Anstalt&amp;quot; vom 27.01.2009)&amp;lt;/ref&amp;gt; für die Mehrheit der Durchschnittsverdiener &amp;lt;small&amp;gt;(in der Soziologie häufig auch bezeichnet als [https://web.archive.org/web/20230923180204/https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/politiklexikon/18223/soziale-frage/ &amp;quot;die arbeitende Klasse&amp;quot;])&amp;lt;/small&amp;gt;. [...]&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Welfens&amp;quot;&amp;gt;In Anlehnung an Paul J.J. Welfens: [http://books.google.de/books?id=TmfKxlcTgBEC&amp;amp;pg=PA612&amp;amp;lpg=PA612&amp;amp;dq=%22Soziale+Frage%22+Massenarbeitslosigkeit&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=MJcBV8Viu1&amp;amp;sig=Eb3a5OMr_1y-3cLOeUSxcflQA_M&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=BGJPTPn4KsyosAbOksiOAQ&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=45&amp;amp;ved=0CKIBEOgBMCw#v=onepage&amp;amp;q=%22Soziale%20Frage%22%20Massenarbeitslosigkeit&amp;amp;f=false Grundlagen der Wirtschaftspolitik, Seite 612] (Springer-Verlag Berlin Heidelberg, 2008)&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Salomon&amp;quot;&amp;gt;In ihrem 1921 publizierten Lehrbuch &amp;quot;Leitfaden der Wohlfahrtspflege&amp;quot; gibt Alice Salomon (1872-1948) nach einer kurzen Erläuterung zur Bedeutung des Wortes »sozial« folgende Begriffsdefinition (ZITAT): &#039;&#039;&amp;quot;In dem Sinne hat man als soziale Frage den Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit, zwischen Unternehmer und Arbeiter bezeichnet; [...].&amp;quot;&#039;&#039; - Siehe: Alice Salomon: [https://books.google.de/books?id=heFhBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA19 Leitfaden der Wohlfahrtspflege, Springer-Verlag, 2013, Seite 19]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Zschaler&amp;quot;&amp;gt;dito: &#039;&#039;&amp;quot;Konflikt zwischen Kapital und Arbeit&amp;quot;&#039;&#039;:&amp;lt;br /&amp;gt; Frank E. W. Zschaler:  [https://www.kas.de/documents/252038/253252/Zschaler.pdf Die soziale Frage des 19. Jahrhunderts in deutscher und europäischer Perspektive.] In: Habisch, André ; Küsters, Hanns Jürgen ; Uertz, Rudolf (Hrsg): Tradition und Erneuerung der christlichen Sozialethik in Zeiten der Modernisierung. - Freiburg im Breisgau : Herder, 2012. - S. 99-118 ISBN 978-3-451-30611-2&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Capital and Labour&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu auch die Karikatur &amp;quot;Kapital und Arbeit&amp;quot; von  R. J. Hamerton (Punch Magazine, Mai 1843): &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
a) [https://web.archive.org/web/20181020191537/http://www.sragg.de/geschichte/Stundenprotokolle/9c%20-%202005/industrielle_soziale.htm Bildbeschreibung] (Stundenprotokoll - Klasse 9 - Friedrich Wöhler Gymnasium Singen) &amp;lt;br /&amp;gt;b) [http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Punch_1843_-_Reichtum_und_Armut.png?uselang=de  Capital and Labour (Punch Magazine, Mai 1843)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 350px;&amp;quot; border=1; align=&amp;quot;right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background: #b3b7ff;&amp;quot; | Die globale Vermögensverteilung (Video)&amp;lt;br /&amp;gt;(global wealth inequality)&amp;lt;br /&amp;gt;http://therules.org/inequality-video-fact-sheet/&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &#039;&#039;&#039;https://www.youtube.com/embed/IigtJDiHI_k&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in zahlreichen Sprachen (und auch schon in der Antike&amp;lt;ref name=&amp;quot;Plutarch&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu bspw. [https://web.archive.org/web/20240223233630/https://www.cicero.de/kultur/weg-aus-der-eurokrise-vom-antiken-athen-lernen-heisst-siegen-lernen/51652 Alexander Marguier (Cicero vom 27.08.2012): Vom antiken Athen lernen, heißt siegen lernen]&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;»[...] Plutarch etwa hatte über das Athen des Jahres 594 v. Chr. Folgendes zu berichten: „Da nun damals die Ungleichheit zwischen Arm und Reich gleichsam den Gipfel erreichte, so befand sich die Stadt in einer höchst kritischen Lage, und es sah so aus, als ob sie allein durch Errichten einer Tyrannis würde aus den Wirren heraus zur Ruhe kommen können.“ Tatsächlich, so schreibt das amerikanische Historikerpaar Will und Ariel Durant in seinem 1968 erschienenen Buch „The Lessons of History“, sei schon bei den alten Griechen die Schere zwischen Vermögenden und Habenichtsen immer weiter auseinandergegangen: „Die Armen (…) begannen von gewaltsamer Auflehnung zu sprechen. Die Reichen, die um ihren Besitz zitterten, beschlossen, sich mit Waffengewalt zu verteidigen.“ [...]«&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) übliche Redewendung &#039;&#039;&amp;quot;die Kluft zwischen Arm und Reich&amp;quot;&#039;&#039; (engl: [https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Economic_inequality&amp;amp;oldid=644205616 &#039;&#039;the gap between rich and poor]&#039;&#039;) ist mithin ein &amp;lt;u&amp;gt;sinngleicher Ausdruck&amp;lt;/u&amp;gt; für den sozialwissenschaftlichen Fachbegriff (die) &amp;quot;Soziale Frage&amp;quot;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klaus Dörre&amp;quot;&amp;gt;Siehe hierzu auch APuZ 33-34/2008 (Bundeszentrale für politische Bildung): [http://www.bpb.de/apuz/31020/armut-abstieg-unsicherheit-die-soziale-frage-am-beginn-des-21-jahrhunderts-essay?p=all Armut, Abstieg, Unsicherheit: Die soziale Frage am Beginn des 21. Jahrhunderts] &amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff hat eine deskriptive Komponente und eine normative Komponente, was in Begriffsdefinitionen aus dem 19. und 20. Jahrhundert deutlich zu erkennen ist; der Terminus technicus Soziale Frage wurde definiert als (der Gesellschaft zu Bewusstsein gekommener&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thomas Faist&amp;quot;&amp;gt;Als der Gesellschaft zu Bewusstsein gekommen gilt der Widerspruch zwischen Wirklichkeit und der Gerechtigkeitsnorm dann, wenn dieser Widerspruch in der öffentlichen Debatte thematisiert/skandalisiert/problematisiert wird. - Vgl.: Ulbricht, Christian:  [https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/soziologie/fakultaet/arbeitsbereiche/ab6/ag_faist/downloads/WP_125.pdf#page=3 Wer von Ungleichheit redet, kann von Gleichheit nicht schweigen“] (Interview mit Thomas Faist zu der Sozialen Frage im 21. Jahrhundert, Bielefeld: COMCAD, 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt; ) „Widerspruch zwischen Gesellschaftsideal und Wirklichkeit“ (Wirklichkeit: auch i. S. v. ökonomischer Entwicklung) bzw. als „das Ergebnis der Nichtübereinstimmung von sozialer Idee und vorgefundener Wirklichkeit“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Engelhardt&amp;quot;&amp;gt;Werner Wilhelm Engelhardt: [http://books.google.de/books?id=8-Ybz1v759QC&amp;amp;pg=PA33#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Zum Begriff der Sozialen Frage] in Hans Peter Widmaier (Hrgb.): Zur neuen sozialen Frage, Duncker &amp;amp; Humblot, 1978, ISBN 3428441516,  9783428441518, Seite 33 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers_Konversationslexikon&amp;quot;&amp;gt;Meyers Konversationslexikon, Vierte Auflage, 1885-1892, [http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=100954#Arbeiterfrage Arbeiterfrage (syn.: Soziale Frage)] &#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;[...] Ein soziales Problem entsteht erst dadurch, daß die thatsächlichen Zustände der Gesellschaft in Widerspruch geraten mit einem Gesellschaftsideal, mit einem Zustand, wie er nach der idealen und sittlichen Anschauung sein sollte [...]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Schuelerhausarbeit&amp;quot;&amp;gt;Unsauber, weil die normative Komponente (der Bewertungsmaßstab, also die damalige soziale Idee) in der Definition nicht explizit genannt wird, ist insofern die ansonsten gute Ausarbeitung &lt;br /&gt;
von Carola Dietrich &amp;amp; Annika Burchard (Schülerhausarbeit): [http://archive.is/ajgu6 Soziale Frage im 19. Jahrhundert] (Memento vom 7 Jul. 2013)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der staatlichen Sozialpolitik&amp;lt;ref name=&amp;quot;Borchert&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu  Jürgen Borchert: [https://archive.ph/6BG9x#selection-8811.1-8811.20 Zukunft des Sozialstaats; Analysen und Visionen.] (Von Bismarck lernen - Sozialreform als Chance) (Memento vom  24 Aug 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt; wurden zunächst extreme Formen der Externalisierung von sozialen Kosten (Kinderarbeit, Sklaverei)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mohssen_Massarrat&amp;quot;&amp;gt;Mohssen Massarrat: [https://wissenschaft-und-frieden.de/artikel/nachhaltigkeit-durch-kosteninternalisierung/  Nachhaltigkeit durch Kosteninternalisierung • Theorieansätze zur Analyse und Reform globaler Strukturen] in Wissenschaft &amp;amp; Frieden 1996/3: Leben und Überleben&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Arundhati Roy&amp;quot; /&amp;gt; gesetzlich eingeschränkt bzw. verboten,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Internalisierung_sozialer_Kosten&amp;quot;&amp;gt;Beachte in diesem Zusammenhang:&amp;lt;br/ &amp;gt;Martin Jänicke und Klaus Jacob, Eine Dritte Industrielle Revolution? Wege aus der Krise ressourcenintensiven Wachstums, [http://www.boell.de/sites/default/files/assets/boell.de/images/download_de/oekologie/broschuere_dritte_industr_rev.pdf#page=018 BMU Broschüre S. 10 ff., Seite 18:] &#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;[...] Die &#039;&#039;&#039;Internalisierung sozialer Kosten von Arbeit&#039;&#039;&#039; hat massive Anreize entstehen lassen, den Faktor Arbeit einzusparen. Damit einher ging eine stürmische Entwicklung der Arbeitsproduktivität, die im 20. Jahrhundert eine strukturelle Arbeitslosigkeit hervorbrachte. Diese Entwicklung gefährdet nicht nur die Massenkaufkraft, sie beeinträchtigt auch die Akzeptanz für einen anspruchsvolleren Umwelt- und Ressourcenschutz. [...]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; als &#039;&#039;&#039;historische Antwort auf die &#039;&#039;Soziale Frage des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; gelten indes die wirtschaftlichen und sozialen Menschenrechte (wsk-Rechte),&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krennerich&amp;quot;&amp;gt;a) Michael Krennerich (welt-sichten 05/2010): [https://www.welt-sichten.org/artikel/2891/das-recht-auf-ein-wuerdiges-leben Das Recht auf ein würdiges Leben • Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte sind keine unverbindlichen Absichtserklärungen]&amp;lt;br /&amp;gt;b) Michael Krennerich: Soziale Menschenrechte zwischen Recht und Politik, Wochenschau-Verlag, 2013, ISBN 978-3-89974855-0, Seite 22 ff. [http://books.google.de/books?id=kg-0DQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA22 Teil 1, Kapitel 2.1: Soziale Menschenrechte als Antwort auf die „soziale Frage“?] bzw. als [http://download.e-bookshelf.de/download/0008/4024/01/L-G-0008402401-0017267400.pdf#page=23 PDF (Buchauszug/Leseprobe)]&amp;lt;/ref&amp;gt; die ihrerseits nun zur Bewertung der Wirklichkeit herangezogen werden können:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Denn) die in den oben zitierten Definitionen (zur Bezeichnung der normativen Komponente) verwendeten Begriffe »soziale Idee« bzw. »Gesellschaftsideal« sind letztendlich nur Platzhalter für die seinerzeit sich entwickelnde Menschenrechtsidee&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hans von Scheel&amp;quot;&amp;gt;Gut zu erkennen in der Begriffsdefinition des Hans von Scheel, [https://books.google.de/books?id=-tlLAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA16 Die Theorie der sozialen Frage, Jena 1871, S. 16:] &#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;[...] Formulierung der sozialen Frage der Gegenwart: sie ist der zum Bewußtsein gekommene Widerspruch der volkswirtschaftlichen Entwicklung mit dem als Ideal vorschwebenden und im politischen Leben sich verwirklichenden gesellschaftlichen Entwicklungsprinzip der Freiheit und Gleichheit. [...]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; (und die mit dieser Idee verbundenen Wertmaßstäbe). &lt;br /&gt;
Inzwischen ist die Menschenrechtsidee integraler Bestandteil des Völkerrechts.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Menschenrechte im Voelkerrecht&amp;quot;&amp;gt;APuZ 46/2008 (Bundeszentrale für politische Bildung): [http://www.bpb.de/apuz/30859/idee-und-anspruch-der-menschenrechte-im-voelkerrecht?p=all Idee und Anspruch der Menschenrechte im Völkerrecht]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Menschenrechte der ersten, zweiten und dritten Generation sind somit ein geeigneter Anknüpfungspunkt, um (aufbauend auf dem o. a. Definitionsansatz) die für das 21. Jahrhundert heranzuziehende normative Komponente näher zu spezifizieren zwecks &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;&#039;Definition des Epochenbegriffs »Soziale Frage im 21. Jahrhundert«:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039; »Die Soziale Frage des 21. Jahrhunderts« ist das Ergebnis der Nichtübereinstimmung der Wirklichkeit mit den [https://web.archive.org/web/20181019053734/https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/themen/wirtschaftliche-soziale-und-kulturelle-rechte/sozialpakt/ wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechten] (UN-Sozialpakt etc.). &amp;lt;ref name=&amp;quot;amnesty&amp;quot;&amp;gt;Amnesty International (2010):  [https://web.archive.org/web/20220601125849/https://amnesty-heilberufe.de/wp-content/uploads/Broschüre_WSK-Rechte_DS.pdf Keine Rechte zweiter Klasse - wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte] Eine grundlegende Einführung in die WSK-Rechte (PDF; 21 Seiten)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Um mit Blick auf diese Definition ein konkretes Beispiel zu geben: die Austeritätspolitik (Kürzungspolitik) der “Troika” (EU-Kommission, Europäische Zentralbank und Internationaler Währungsfonds) wird von zahlreichen internationalen Organisationen als unvereinbar mit den Menschenrechten kritisiert&amp;lt;ref name=&amp;quot;Austeritaetspolitik&amp;quot;&amp;gt;Patrick Schreiner, 19. März 2014 (Interview): [http://www.annotazioni.de/post/1288 Andreas Fischer-Lescano: „Diese neoliberale Politik ist unvereinbar mit den Menschenrechten“]&amp;lt;/ref&amp;gt; - die (zudem auch von namhaften Ökonomen wie Joseph Stiglitz und Paul Krugman missbilligte&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stiglitz&amp;quot;&amp;gt;Vgl. bspw. sonnenseite.com (12.04.2012): [https://www.sonnenseite.com/de/politik/nobelpreistraeger-stiglitz-zur-schuldenkrise-wachstum-statt-sparen-und-kapitalismuskritik/ Nobelpreisträger Stiglitz zur Schuldenkrise, Wachstum statt Sparen und Kapitalismuskritik]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Krugman&amp;quot;&amp;gt; Thomas Pany (tp vom 10.06.2010): [https://web.archive.org/web/20240204121220/https://www.telepolis.de/news/Verrueckte-an-der-Macht-1999354.html &amp;quot;Verrückte an der Macht&amp;quot;] Der Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman hält die Sparprogramme in Europa für eine &amp;quot;sehr große Dummheit&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt;) Austeritätspolitik steht also im Widerspruch zu den wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechten (mit anderen Worten: diese Politik steht im Widerspruch zur sozialen Idee).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thomas Faist&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Der Klimawandel verschlimmert die Armut und verschärft soziale Ungleichheiten ====&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Wechselwirkung untergräbt die Fortschritte bei der Verwirklichung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Ziele_für_nachhaltige_Entwicklung UN-Nachhaltigkeitsziele], der sogenannten 17 Sustainable Development Goals.&amp;quot; &amp;lt;ref name=&amp;quot;HAW_Hamburg&amp;quot;&amp;gt;Wörtliches Zitat aus: Katharina Jeorgakopulos (28.02.2022): [https://www.haw-hamburg.de/detail/news/news/show/der-klimawandel-verschaerft-soziale-ungleichheiten/ „Der Klimawandel verschärft soziale Ungleichheiten“] (Interview mit Prof. Dr. Walter Leal, Leitautor von Kapitel acht des Sechsten Sachstandsberichts, WGII, des IPCC.)&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;Vgl. in diesem Kontext auch [https://www.de-ipcc.de/media/content/SR1.5-FAQs_de_barrierefrei.pdf#page=28 die FAQs] zum IPCC-Sonderbericht über 1,5 °C globale Erwärmung (SR1.5).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Siehe auch: [[SSP-Szenarien]] (dort SSP4: Ungleichheit.) und [[2-Grad-Ziel]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Soziale Frage im 21. Jahrhundert &amp;lt;ref name=&amp;quot;Klaus Dörre&amp;quot; /&amp;gt; ====&lt;br /&gt;
Ebenso wie die globale Erwärmung gehört die &#039;&#039;Soziale Frage (die gesellschaftlich produzierte Ungleichheit&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klafki&amp;quot; /&amp;gt;)&#039;&#039; zu den globalen Problemen der Menschheit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nautilus&amp;quot;&amp;gt;Nautilus Institute: [http://www.nautilus.org/gps/probs Global problems]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;UN&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu auf der Webseite der UN: [https://web.archive.org/web/20181022022125/http://www.un.org/en/sections/issues-depth/global-issues-overview/ Global issues] (Memento vom 22.10.2018 im Internet Archiv.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch im globalen Kontext (zum Beispiel: Ursachen sowie [[Wirtschaftliche_Folgen_für_Entwicklungsländer|Folgen des Klimawandels]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Turn Down the Heat&amp;quot; /&amp;gt;) geht es folglich um die soziale Kluft bzw. um die Schere zwischen zwischen Arm und Reich (Ungleichheit in internationaler Perspektive).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klafki&amp;quot;&amp;gt;Wolfgang Klafki (Marburg 1998): [http://archiv.ub.uni-marburg.de/sonst/1998/0003/k06.html Zentralprobleme der modernen Welt und die Aufgaben der Schule - Grundzüge internationaler Erziehung]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die extreme globale Ungleichheit (vgl. hierzu den Oxfam-Bericht »Even It Up – Time To End Extreme Inequality«&amp;lt;ref name=&amp;quot;oxfam&amp;quot;&amp;gt;Oxfam Deutschland (Pressemitteilung vom 30.10.2014 und Link zum Download des Berichts): [http://www.oxfam.de/presse/141030-oxfam-soziale-ungleichheit-ist-kernproblem-des-21-jahrhunderts Soziale Ungleichheit ist Kernproblem des 21. Jahrhunderts]&amp;lt;/ref&amp;gt;) wird in der wissenschaftlichen Literatur als &#039;&#039;globale soziale Frage&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Globale Soziale Frage&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Uni Bremen - Das ZERP (Zentrum für Europäische Rechtspolitik): [https://www.uni-bremen.de/jura/zerp Forschungsprogramm &amp;lt;small&amp;gt;(I. Forschungskonzeption)&amp;lt;/small&amp;gt;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fischer-Lescano&amp;quot;&amp;gt; Andreas Fischer-Lescano und Kolja Möller (Juli 2012): [https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2012/juli/die-globale-soziale-frage Die globale soziale Frage], »Blätter« 7/2012, Seite 45-54&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. (auch) als die &#039;&#039;transnationale soziale Frage (the Transnational Social Question)&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Transnationale Soziale Frage&amp;quot;&amp;gt; Vgl. dazu bspw. die Publikationen von Prof. Thomas Faist (Uni Bielefeld): [http://pub.uni-bielefeld.de/person/151480 Die transnationale soziale Frage] - online verfügbar ist zum Beispiel der Abstract zur folgenden Publikation: [http://www.jstor.org/stable/24205967?seq=1#page_scan_tab_contents Thomas Faist: Zur transnationalen sozialen Frage: Soziale Ungleichheiten durch soziale Sicherung in Europa. Leviathan. 2013;41(4):574-598.] - &amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet. Der Soziologe Harald Welzer spricht von einer &amp;quot;Verteilungsfrage von tiefgreifendem Ausmaß&amp;quot;, die nur durch Umverteilung zu lösen ist.&amp;lt;ref &amp;quot;name=Harald_Welzer&amp;quot;&amp;gt;a) Angelika Brauer (Tagesspiegel vom 11.08.2014): [http://www.tagesspiegel.de/kultur/soziologe-harald-welzer-im-interview-weg-mit-den-privilegien/10314276.html Soziologe Harald Welzer im Interview - Weg mit den Privilegien!]&amp;lt;br /&amp;gt;b)  Wolfgang Storz, Pit Wuhrer (WOZ vom 18.07.2013): [https://www.woz.ch/-4251 Harald Welzer: «Wir kreisen doch nur um den Gegenwartspunkt»]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Siehe auch: [[Klimawandel:Portal#Folgen_des_Klimawandels]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ungleichheit als Gefahr für die Demokratie &amp;lt;ref name=&amp;quot;APuZ 10/2015&amp;quot;&amp;gt;APuZ 10/2015 (Bundeszentrale für politische Bildung): &lt;br /&gt;
[http://www.bpb.de/apuz/201654/ungleichheit-als-gefahr-fuer-demokratie-teilhabe-und-stabilitaet?p=all &amp;quot;Unten&amp;quot; betrifft alle: Ungleichheit als Gefahr für Demokratie, Teilhabe und Stabilität]&amp;lt;/ref&amp;gt;====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die systembedingt wachsende Ungleichheit&amp;lt;ref name=&amp;quot;Piketty&amp;quot;&amp;gt;vgl. [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Das_Kapital_im_21._Jahrhundert&amp;amp;oldid=146159706#Ausgangspunkt Thomas Piketty: Das Kapital im 21. Jahrhundert] &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;- das heißt: die bedrohliche Vermögenskonzentration bei einer im Vergleich zur Weltbevölkerung winzigen Anzahl von superreichen Milliardären (vgl. Video: global wealth inequality) auf der einen Seite und der dadurch induzierten Massenverelendung (Stichwort: Massenarbeitslosigkeit; „Armutslöhne“ bzw. „Hungerlöhne“, mit anderen Worten also: „Ausbeutung eines zum Objekt degradierten Menschen“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bundesverfassungsgericht&amp;quot;&amp;gt;Deutschsprachiges Fallrecht (DFR): [http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv098169.html#217 BVerfGE 98, 169 &amp;lt;217&amp;gt;]&amp;lt;/ref&amp;gt;) auf der anderen Seite -&#039;&#039; wird begleitet von einem schleichenden Prozess der „Demokratieentleerung“, wofür der britische Soziologe Colin Crouch den zeitdiagnostischen Begriff „Postdemokratie“ prägte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eberl/Salomon&amp;quot;&amp;gt;Oliver Eberl/David Salomon: [https://forschungsjournal.de/fjsb/wp-content/uploads/fjsb_2014_1.pdf#page=018 Die soziale Frage in der Postdemokratie.] - FJ SB 27/2014, 1, S. 17-26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Problematisch ist insbesondere die zunehmende Machtkonzentration transnationaler Großkonzerne&amp;lt;ref name=&amp;quot;Das Netzwerk der globalen Kontrolle&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Christoph Pfluger (20.10.2011): [http://www.christoph-pfluger.ch/2011/10/20/das-netzwerk-der-globalen-kontrolle/ Das Netzwerk der globalen Kontrolle • 147 Firmen kontrollieren im Wesentlichen die Weltwirtschaft.]&amp;lt;br /&amp;gt; Link zum Download der Studie (PDF): James Glattfelder, Stefano Battiston und Stefania Vitali (ETH Zürich): [http://arxiv.org/PS_cache/arxiv/pdf/1107/1107.5728v2.pdf The network of global corporate control]&amp;lt;/ref&amp;gt; und die Verflechtung globaler und nationaler Macht- und Funktionseliten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krysmanski&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Hans Jürgen Krysmanski (&amp;lt;small&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20180129124816/http://www.uni-muenster.de/PeaCon/krysmanski archivierte Homepage] / Herrschaftsstrukturforschung&amp;lt;/small&amp;gt;): [https://web.archive.org/web/20171231034123/http://www.uni-muenster.de/PeaCon/global-texte/g-a/05-krys-powerstructure.htm  Power Structure Research und das Ringmodell der Machteliten]&amp;lt;/ref&amp;gt; Was bei vielen anderen wirtschafts- und sozialpolitischen Themen zu beklagen ist (nämlich: die negativen Auswirkungen von Lobbyismus), zeigt sich auch im Bereich der Energie- und Klimapolitik:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;[...] Die Großkonzerne im Bereich fossiler Brennstoffe lobbyieren weiterhin hinter den Kulissen gegen Änderungen in Richtung kohlenstoffarmer Energiequellen und setzen ihren enormen Reichtum ein, um sich eine Medienberichterstattung zu kaufen, mit der Verwirrung gestiftet wird. Rupert Murdochs Medienimperium in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Australien und anderswo spielt eine herausragende und besonders zynische und schädliche Rolle bei der Verbreitung antiwissenschaftlicher Propaganda.  [...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;-- Jeffrey Sachs, Direktor des Earth Institutes an der Columbia University&#039;&#039; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Jeffrey Sachs&amp;quot;&amp;gt;Jeffrey Sachs (05.06.2014): [http://www.ipg-journal.de/rubriken/nachhaltigkeit-energie-und-klimapolitik/artikel/klimawandel-ist-heute-449/ Klimawandel ist heute • Propaganda kann daran nichts ändern.]&amp;lt;br /&amp;gt;Siehe in diesem Zusammenhang beispielsweise die folgenden Publikationen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
a) Anita Blasberg und Kerstin Kohlenberg (22.11.2012): [https://web.archive.org/web/20121202005434/http://www.zeit.de/2012/48/Klimawandel-Marc-Morano-Lobby-Klimaskeptiker/komplettansicht Die Klimakrieger • Wie von der Industrie bezahlte PR-Manager der Welt seit Jahren einreden, die Erderwärmung finde nicht statt. Chronologie einer organisierten Lüge.] in: ZEIT Nr. 48/2012&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) Thomas Pany (tp vom 31.03.2010): [https://web.archive.org/web/20210616081537/https://www.heise.de/tp/features/Wie-man-das-Klima-auf-die-richtige-Temperatur-herunterkocht-3385067.html Wie man das Klima auf die richtige Temperatur herunterkocht]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) Thomas Pany (tp vom 26.10.2010): [https://web.archive.org/web/20240204121313/https://www.telepolis.de/news/Geld-von-europaeischen-Klimasaboteuren-fuer-Tea-Party-Kandidaten-1996783.html Geld von europäischen &amp;quot;Klimasaboteuren&amp;quot; für Tea-Party-Kandidaten]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erste Industrielle Revolution und Klimawandel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Historical anthropogenic carbon emissions.jpg|thumb|right|300px|Entwicklung der globalen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emission im Zeitraum von 1860-1982 durch den Verbrauch von fossilen Brennstoffen&amp;lt;ref name = &amp;quot;Marland&amp;quot;&amp;gt;Rotty, R.M. and G. Marland (1984): [https://cdiac.ess-dive.lbl.gov/ndps/ndp006.html Production of CO2 from Fossil Fuel Burning by Fuel Type, 1860-1982,] NDP-006, Carbon Dioxide Information Analysis Center&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Rolf Schwarze (FH Bielefeld): [https://web.archive.org/web/20070805053038/http://www.fh-bielefeld.de/filemanager/download/2169/kapitel%201%20re.pdf#page=19 Vorlesungsskript  (März 2005) &amp;quot;Regenerative Energien und Klimaschutz&amp;quot; (Seite 19 von 42 der PDF-Datei),] Grafik &amp;quot;Entwicklung des Primärenergieverbrauches (PEV) von 1860 bis 2060&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begriffserläuterung im Weltklimabericht des IPCC ===&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;background-color:#EEE9E9;&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;100%&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;|Diese Epoche raschen industriellen Wachstums mit weitreichenden sozialen und wirtschaftlichen Folgen begann in Großbritannien in der zweiten Hälfte des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts und breitete sich später auf andere Länder (einschließlich USA) aus.&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;(Vgl. dazu auch die Grafik &amp;quot;[[:Datei:Kohlenstoff_Emission_nach_Regionen.png|Jährliche CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emission nach Regionen]]&amp;quot;.)&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Erfindung der Dampfmaschine war ein wichtiger Auslöser dieser Entwicklung. Die industrielle Revolution markiert den Beginn eines starken Anstiegs im Verbrauch &#039;&#039;fossiler Brennstoffe&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--- &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fossile-Brennstoffe&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Deutsches Museum: [http://www.deutsches-museum.de/ausstellungen/themenpfade/energie/waerme-und-licht/fossile-brennstoffe/ Fossile Brennstoffe als Energieträger]&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;---&amp;gt;&lt;br /&gt;
und infolgedessen auch einen starken Anstieg in der Emission insbesondere von &#039;&#039;fossilem [[Kohlendioxid]]&#039;&#039;. Die im [[IPCC]]-Bericht verwendeten Ausdrücke &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;vorindustriell&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;industriell&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; beziehen sich – etwas willkürlich – auf die Zeit vor bzw. nach 1750.&amp;lt;ref name= &amp;quot;IPCC-AR4-SYR&amp;quot;&amp;gt;Text nach: [http://www.de-ipcc.de/media/content/IPCC-SynRepComplete_final.pdf#page=100 Klimaänderung 2007: Synthesebericht, Seite 91 (= S. 100 von 118 der PDF-Datei),] Anhang II (Glossar): &amp;quot;Industrielle Revolution&amp;quot;  (offizielle deutsche Übersetzung der [http://www.de-ipcc.de Deutschen IPCC Koordinierungsstelle])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der globale durchschnittliche Nettoeffekt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kenngroeße-Umweltbelastung&amp;quot;&amp;gt;Vgl. in diesem Kontext: Kausal- und Kenngröße für die Umweltbelastung (Wolfram Ziegler), zitiert in [https://web.archive.org/web/20231206083228/http://gcn.de/download/D15KW.pdf#page=03 Hans Peter Dürr: Die 1,5-Kilowatt-Gesellschaft (Vortrag 1994), Seite 3 f.]; ein Vergleich mit den vom IPCC publizierten Daten (Strahlungsantrieb = +1,6 W/m²) zeigt, dass die von Ziegler genannte maximale Grenzbelastung bereits um das 10-fache überschritten wird:&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;»[...] Wolfram Ziegler hat in einer Studie [...] die interessante These vertreten, dass der anthropogene und letztlich thermische durchschnittliche Energiefluss pro Zeit- und Flächeneinheit effektiv als Kausal- und Kenngröße für die Umweltbelastung geeignet sei. Für Mitteleuropa kommt er hierbei auf eine maximale Grenzbelastung von 160 ± 20 kW/km² oder 0,16 ± 0,02 W/m². [...]«&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; der menschlichen Aktivitäten seit 1750 ist dem Vierten Sachstandsbericht (Fourth Assessment Report, AR4) des [[IPCC]] zufolge eine Erwärmung mit einem  Strahlungsantrieb von +1,6 W/m²&#039;&#039; (Unsicherheitsbereich: +0,6 bis +2,4 W/m²).&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;Hauptartikel : [[Strahlungsantrieb]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energie-Vernutzung (und CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen) versus Lebensstandard ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:2000px-Maddison GDP per capita 1500-1950.svg.png|thumb|350px|left| GDP pro Kopf als Indikator für den Lebensstandard]]&lt;br /&gt;
Im Verlauf des [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Industriezeitalter&amp;amp;oldid=81638740#Im_Industriezeitalter_zu_beobachtende_Ver.C3.A4nderungen Industriezeitalters] kam es in den industrialisierten (westlichen) Ländern zu einem Anstieg des allgemeinen Lebensstandards, während demgegenüber in anderen Regionen der Welt (China, Indien etc.) &#039;&#039;- wohl auch als Folge des Imperialismus&amp;lt;ref name=&amp;quot;Imperialismus&amp;quot;&amp;gt;http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Imperialismus&amp;amp;oldid=80139007#Zeitalter_des_Imperialismus&amp;lt;/ref&amp;gt; und Kolonialismus&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arundhati Roy&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Mohssen_Massarrat&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Kolonialismus&amp;quot;&amp;gt;http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kolonialismus&amp;amp;oldid=80942210#Unterscheidung_zum_Imperialismus&amp;lt;/ref&amp;gt; -&#039;&#039; eine Verschlechterung des Lebensstandards gegenüber der vorindustriellen Zeit zu beobachten ist (vgl. nebenstehende Grafik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während für den Großteil der [[anthropogen]]en Treibhausgasemissionen und die dadurch hervorgerufenen Klimaveränderungen die reichen Industrie-Nationen verantwortlich sind, gelten die (ärmeren) Entwicklungs- und Schwellenländer als überproportional stark von den Folgen des Klimawandels betroffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Turn Down the Heat&amp;quot;&amp;gt;Vgl. PIK (PM vom 23.11.2014 zu &amp;quot;Turn Down the Heat&amp;quot; - Report No. 3): [https://web.archive.org/web/20220626050820/https://www.pik-potsdam.de/de/aktuelles/nachrichten/archiv/2014/der-neuen-normalitaet-ins-auge-sehen-weltbank-veroeffentlicht-pik-klimareport?set_language=de „Der neuen Normalität ins Auge sehen“: Weltbank veröffentlicht PIK-Klimareport] &amp;lt;/ref&amp;gt; (&#039;&#039;„Soziale Frage des Klimawandels“&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;LAI&amp;quot;&amp;gt;Lateinamerika-Institut (LAI; FU Berlin): [https://web.archive.org/web/20160329160116/http://www.lai.fu-berlin.de/studium/lehrveranstaltungen/kvv_SoSe_2010.pdf#page=08 Lehrveranstaltung Nr. 33 131 - Der Klimawandel aus der Nord-Süd-Perspektive: Soziale Dimension, lokale Konflikte und internationale Politiken] (Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis SS 2010: Seite 8 von 48 der PDF-Datei)&amp;lt;/ref&amp;gt; als ein gewichtiger Aspekt der &amp;quot;Sozialen Frage des 21. Jahrhunderts&amp;quot;.)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;Hauptartikel: [[Wirtschaftliche Folgen für Entwicklungsländer]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;Siehe auch: [[Regionale Produktion]] (Klimaänderungen und Landwirtschaft)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; width=&amp;quot;100%&amp;quot; &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background: #b3b7ff;&amp;quot; |  &amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen&#039;&#039;&#039; (infolge des Verbrauchs [http://de.wikipedia.org/wiki/Fossile_Energie fossiler Brennstoffe]) &#039;&#039;&#039;versus Lebensstandard (1860-1990)&#039;&#039;&#039; &amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Ein Vergleich der beiden Abbildungen verdeutlicht die enge Beziehung zwischen Lebensstandard und Höhe des Primärenergieeinsatzes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lebenstandard+ Endenergieeinsatz&amp;quot;&amp;gt;Vgl. dazu auch Günter Flach (2008; Vortrag): [https://www.leibniz-institut.de/archiv/flach_30_06_08.pdf#page=05 Physikalische Grundlagen des Energieproblems (Seite 5 von 12 der PDF-Datei)] mit weiteren Nachweisen&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Grundbegriffe_Energietechnik&amp;quot;&amp;gt;Joachim Herz Stiftung (Unterrichtsmittel der Physiklehrer Ernst Leitner und Ulrich Finckh): [https://www.leifiphysik.de/uebergreifend/energieentwertung/grundwissen/grundbegriffe-der-energietechnik Grundbegriffe der Energietechnik (Primärenergie; Endenergie; Nutzenergie)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(In den letzten Jahrzehnten dürfte für einzelne Länder jeweils eine merkliche Entkopplung zwischen Lebensstandard und Primärenergieeinsatz zu verzeichnen sein, da die reichen Industrienationen im Zuge der Globalisierung insbesondere energie-intensive Produktionsschritte zunehmend in Entwicklungs- und Schwellenländer auslagern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Emissionsverlagerung&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PM vom 26.04.2011): [https://www.pik-potsdam.de/de/aktuelles/nachrichten/archiv/2011/welthandel-reiche-lander-verursachen-zunehmend-co2-emissionen-in-armeren-landern Welthandel: Reiche Länder verursachen zunehmend CO2-Emissionen in ärmeren Ländern]&amp;lt;/ref&amp;gt; Siehe auch: [[Kohlendioxidemissionen#Emissionsverlagerung|Emissionsverlagerung]]) &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;[[Kohlendioxid-Emissionen]] nach Regionen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;(1 t C entspricht 3,67 t CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;)&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Einkommen pro Kopf in Kaufkraftparitäten US$ (1870-1992)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wirtschaftsentwicklung&amp;gt;In Anlehnung an (dort Seite 4, Abb. 2): Ulrich Busch, Rainer Land: [http://www.rla-texte.de/texte/2%20a%20SOEB/SOEB%20Makro%20Okt%202009-12-01%20busch%20land.pdf#page=04 Deutschland zwischen 1950 und 2009 – Wirtschaftsentwicklung und Teilhabe (Der Teilhabekapitalismus und sein Ende, Entwurf Okt. 2009)] • PDF-Datei, 85 Seiten&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt; als [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Lebensstandard&amp;amp;oldid=80959487#Indikatoren Indikator für den Lebensstandard]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Kohlenstoff Emission nach Regionen.png|thumb|center|350px|]]&lt;br /&gt;
|[[Datei:Lebensstandard Einkommen pro Kopf.jpg|thumb|center|350px|Lebenstandard (USA = schwarze  Linie / west-europäische Länder: Großbritannien = rot; Deutschland = blau; Italien = grün)]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Epochen der Primärenergieträger ==&lt;br /&gt;
Die wirtschaftliche Nutzung der Primärenergiequellen hat sich im Laufe der Menschheitsgeschichte in charakteristischer Weise geändert und kennzeichnet Epochen der ökonomischen und sozialen Entwicklung der Menschheit.&amp;lt;ref name =&amp;quot;Franke&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Ch. Franke (03/06): [http://www.gm.fh-koeln.de/~chfranke/Skipt%20Rat.%20Energieeinsatz%2003.06.pdf Skript zur Vorlesung &amp;quot;Rationeller Energieeinsatz&amp;quot; (Seite 14 von 96 der PDF-Datei),] Kapitel 1.2 Weltenergieversorgung&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;G. Flach&amp;gt;Vgl. dazu den kompakten Überblick in: G. Flach, [http://leibnizsozietaet.de/wp-content/uploads/2012/11/03_flach-neu.pdf#page=06 Das Energieproblem der menschlichen Gesellschaft – Sicht eines Physikers auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.] Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin, 100 (2009), 57–79. - Dort Seite 62 ff, Kapitel 3 (Mensch, menschliche Zivilisation – Evolution – Energie) und Kapitel 4 (Das Energiesystem der Gegenwart und seine Probleme) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Literatur wird die These vertreten, dass eine Energiekrise&amp;lt;ref name=Knergiekrise&amp;gt;Vgl. hierzu Jason Moore (Geograph, Sozialwissenschaftler und Umwelthistoriker): [https://web.archive.org/web/20110617021915/http://www.heise.de/tp/artikel/34/34887/3.html &amp;quot;Das Geheimnis des Kapitalismus ist, die (ökologische) Rechnung nicht zu bezahlen&amp;quot;] in: Telepolis (14.06.2011; Interview): &amp;quot;Eine Zivilisation, deren Entwicklungsmöglichkeiten sich erschöpft haben&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; - nämlich Holzknappheit&amp;lt;ref name=&amp;quot;Holzknappheit&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Hubert Kiesewetter,  [http://books.google.de/books?id=RG38UqkntAQC&amp;amp;pg=PA58&amp;amp;lpg=PA58&amp;amp;dq=Holzknappheit+%22Industrielle+Revolution%22&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=QSY7B-sTA_&amp;amp;sig=6mnZgoP5LN3kUDeaAUv3FzIbJ64&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=Ov_CTfbsBovasgaKzamODw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=7&amp;amp;ved=0CC4Q6AEwBg#v=onepage&amp;amp;q=Holzknappheit%20%22Industrielle%20Revolution%22&amp;amp;f=false Das einzigartige Europa: Wie ein Kontinent reich wurde, Franz Steiner Verlag 2006, Seite 58]&amp;lt;/ref&amp;gt; infolge der Abholzung von [[Wälder_im_Klimawandel|Wäldern]] für Schiffsbau etc. - einen wichtigen Impuls gab für die Erschließung neuer Energiequellen und somit Auslöser war für die &amp;quot;Erste Industrielle Revolution&amp;quot;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Holzkrise&amp;quot;&amp;gt;Vgl. dazu Matthias Rekow: [http://www.grin.com/e-book/45995/die-entstehung-der-industriellen-welt-die-geschichte-einer-energiekrise Die Entstehung der industriellen Welt - die Geschichte einer Energiekrise?]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Brennstoff-Holz&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu E. Specht (Uni Magdeburg): [https://web.archive.org/web/20160327202152/http://www.uni-magdeburg.de/isut/TV/Download/Kapitel1_VerbrennungSS2003.pdf#page=09 Verbrennungstechnik (WS 07/08)] &amp;quot;Brennstoff Holz&amp;quot; (Seite 9 f. von 14 der PDF-Datei)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 100%&amp;quot;  border=1; &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:34%&amp;quot; |&#039;&#039;&#039;Vorindustrielle Zeit&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;small&amp;gt;(man bezeichnet diese Epoche auch als 1.&amp;amp;nbsp;Solare Zivilisation)&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schwarze&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Rolf Schwarze (FH Bielefeld): [https://web.archive.org/web/20070805053038/http://www.fh-bielefeld.de/filemanager/download/2169/kapitel%201%20re.pdf#page=10 Vorlesungsskript  (März 2005) &amp;quot;Regenerative Energien und Klimaschutz&amp;quot; (Seite 10 u. 11 von 42 der PDF-Datei),] Abb.: Fossiles/nukleares Energiezeitalter zwischen 1. und 2. solarer Zivilisation&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  style=&amp;quot;width:66%&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Epoche der regenerativen Energiequellen:&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;Holz, Holzkohle, Torf, Tierdung, Wind- und Wasserkraft&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* geringe Bevölkerung, geringes Bevölkerungswachstum und niedrige Ansprüche.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;left&amp;quot; style=&amp;quot;background: #b3b7ff;&amp;quot; |&#039;&#039;&#039;Die Epochen des Industriezeitalters&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erste &#039;&#039;&#039;industrielle Revolution&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;(ab ca. 1750)&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Epoche der Kohle;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt; Erfindung der Dampfmaschine (1712 von Th. Newcomen; Optimierung durch J. Watt 1769);&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;Trennung von Produktions- und Wohnstätte&amp;lt;ref name =&amp;quot;IR-Übersicht&amp;quot;&amp;gt;Zentrale für Unterrichtsmedien (ZUM Internet e.V.): [https://web.archive.org/web/20240204121057/http://www.zum.de/Faecher/G/BW/abbl/19jh/indu1.pdf Industrielle Revolution und Soziale Frage (Wiederholungsthesen)], Seite 1 von 3 der PDF-Datei&amp;lt;/ref&amp;gt; (erfordert [[CO2-Emissionen durch private Haushalte|&amp;quot;Mobilität&amp;quot; der Arbeitnehmer]]!)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Bevölkerungsexplosion ab Mitte des 18. Jahrhunderts bis spät ins 19. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
* Agrarrevolution (Umstellung von der Dreifelderwirtschaft auf die produktivere Fruchtwechselwirtschaft) &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Zweite industrielle Revolution&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;(ab ca. 1890)&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Epoche der flüssigen und gasförmigen Kohlenwasserstoffe;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Zeitalter der Elektrifizierung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* von 1895 bis 1914 hat sich der Primärenergieverbrauch mehr als verdoppelt.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;1. Weltkrieg, Weltwirtschaftskrise, 2. Weltkrieg  → langsames Wachstum&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* von 1950 bis 1980 hat sich der Primärenergiebedarf verdreifacht (vgl. [[#Grafik:_Entwicklung_der_CO2-Emissionen_im_Industriezeitalter|Grafik]]).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Dritte industrielle Revolution&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;synonym:&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt; Digitale Revolution&amp;lt;ref name=“Metz“ /&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;révolution informatique&amp;quot;&amp;gt;So auch die französischsprachige Wikipedia: [http://fr.wikipedia.org/w/index.php?title=R%C3%A9volution_industrielle&amp;amp;oldid=152292406#Troisi%C3%A8me_r%C3%A9volution_industrielle &amp;quot;Troisième révolution industrielle - Aussi désignée sous le terme de «révolution informatique».&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;The Digital Revolution&amp;quot;&amp;gt;Ebenso die englischsprachige Wikipedia: [http://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Digital_Revolution&amp;amp;oldid=860980130 &amp;quot;The Digital Revolution, also known as the Third Industrial Revolution.&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt;(ab ca. 1975)&amp;lt;ref name=&amp;quot;bpb&amp;quot;&amp;gt; Vgl. Werner Bührer: [http://www.bpb.de/izpb/9748/wirtschaftliche-entwicklung-in-der-bundesrepublik?p=all Wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik], in: Informationen zur politischen Bildung, Heft 270: Deutschland in den 70er/80er Jahren, 2001&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Übergang zu einer neuen Epoche der regenerativen Energien &amp;lt;br /&amp;gt;z. Bsp.: Bioenergie (&amp;quot;nachwachsende Rohstoffe&amp;quot;, Biomasse); Windkrafträder; Solarzellen, Photovoltaikanlagen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die o. a. Einteilung der Epochen des Industriezeitalters nach Art der diese Epochen prägenden Primärenergiequellen orientiert sich unter anderem auch an den (damit korrespondierenden) jeweils als Triebkraft für die (sozio-)ökonomischen Veränderungen fungierenden technischen Innovationen (&amp;quot;Schlüsseltechnologie&amp;quot;: Dampfmaschine, Eisenbahn; Verbrennungsmotor, Automobil etc.). &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grafik: Entwicklung der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen im Industriezeitalter ===&lt;br /&gt;
Die folgende Grafik gibt Aufschluss darüber, wie sich der Verbrauch der diversen fossilen Brennstoffe im Verlauf des Industriezeitalters entwickelt hat. Auch in der Epoche der &#039;&#039;Zweiten Industriellen Revolution&#039;&#039; (deren Beginn auf ca. 1890 datiert wird, vgl. obige Tabelle) war Kohle die wichtigste Primärenergiequelle - nämlich bis zum Jahr 1967 - und somit die wichtigste Emissionsquelle von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FossileEnergie1850-2007.jpg|center|thumb|900px| 1 t C entspricht 3,67 t CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; (1.000 Megatonnen C = 1 Gt C)&amp;lt;br /&amp;gt;Ab 2006 löste die Kohle zum ersten Mal seit 1968 Erdöl als wichtigste Emissionsquelle von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ab; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Peak_Oil&amp;quot;&amp;gt;Siehe in diesem Zusammenhang &amp;lt;br /&amp;gt;a) Craig Morris (tp vom 11.11.2010): [https://web.archive.org/web/20231225082059/https://www.telepolis.de/features/Peak-Oil-liegt-hinter-uns-3387561.html Peak Oil liegt hinter uns] &amp;lt;br /&amp;gt;b) [https://www.iea.org/reports/world-energy-outlook-2010 World Energy Outlook 2010], dort: Seite 122, [https://iea.blob.core.windows.net/assets/1b090169-1c58-4f5d-9451-ee838f6f00e5/weo2010.pdf#page=124 Figure 3.19: World oil production by type] &amp;lt;br /&amp;gt;c) Thomas Pany (tp vom 02.09.2010): [https://web.archive.org/web/20231204212754/https://www.telepolis.de/features/Neujustierung-der-Sicherheitspolitik-wenn-das-Oel-knapp-wird-3386789.html Neujustierung der Sicherheitspolitik, wenn das Öl knapp wird]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Katastrophale Kettenreaktionen: Das &amp;quot;Dezernat Zukunftsanalyse&amp;quot; eines Bundeswehrzentrums stellt sich die Folgen des Peak Oil vor&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;zu den Einzelheiten siehe: [[Kohlendioxid-Emissionen#Emissionen_aus_fossilen_Energieträgern]].]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grafiken zur vorindustriellen Zeit ===&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;Siehe: [[Kohlendioxid in der Erdgeschichte]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;sowie [[:Kategorie:Klimageschichte]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die menschlichen Aktivitäten im Verlauf des Industriezeitalters ==&lt;br /&gt;
::: &#039;&#039;HINWEIS: eine fehlerfreie Darstellung der in diesem Abschnitt eingebundenen Grafiken ist im Internet Archiv verfügbar (wenn als Browser Firefox verwendet wird):&lt;br /&gt;
:::::: &#039;&#039;Memento vom 08 Oktober 2018 (Klimawiki): [https://web.archive.org/web/20181008081242/http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Industrielle_Revolution#Die_menschlichen_Aktivit.C3.A4ten_im_Verlauf_des_Industriezeitalters Die menschlichen Aktivitäten im Verlauf des Industriezeitalters]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Verlauf des Industriezeitalters zu beobachtenden globalen (sozio-ökonomischen) Veränderungen sollen hier für einige exemplarisch ausgewählte Parameter (Bevölkerungsentwicklung; Energieverbrauch; Entwicklung der Ackerbaufläche; Artenvielfalt) mittels der folgenden Grafiken illustriert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grafiken lassen sich wie folgt interpretieren: Da vorliegend die Zunahme (oder Abnahme) des jeweiligen Parameters (Messgröße) in Abhängikeit von der Zeit graphisch dargestellt wird, ist es naheliegend, anhand des Kurvenverlaufs das jeweils (am ehesten) zutreffende [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wachstum_(Mathematik)&amp;amp;oldid=167709691 mathematische Wachstumsmodell] zu ermitteln. Der visuelle Vergleich mit verfügbaren Abbildungen diverser Wachstumsfunktionen (Graphen) führt zu folgender Einschätzung:&lt;br /&gt;
# Bevölkerungsentwicklung: exponentielles Wachstum («exponentiell wachsende Weltbevölkerung»)&lt;br /&gt;
# Welt-Energieverbrauch: exponentielles Wachstum («exponentiell wachsender Energieverbrauch»)&lt;br /&gt;
# Entwicklung der Ackerbaufläche: exponentielles Wachstum&lt;br /&gt;
# Artenvielfalt: beschleunigtes Negativwachstum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts dieser Entwicklung («exponentiell wachsende Weltbevölkerung», «exponentiell wachsender Energieverbrauch» bei gleichzeitigem Rückgang der verfügbaren Ressourcen) ist damit zu rechnen, dass das System in absehbarer Zeit an seine Grenzen stößt (bzw. ggf. &amp;quot;kippt&amp;quot;). So lautet im Prinzip auch das Ergebnis einer vom  Club of Rome in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Studie (Meadows et al. (1972): Die Grenzen des Wachstums.).&amp;lt;ref name =&amp;quot;Grenzen des Wachstums&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Die_Grenzen_des_Wachstums&amp;amp;oldid=181205253#1972:_Ergebnisse_der_urspr%C3%BCnglichen_Ver%C3%B6ffentlichung Die Grenzen des Wachstums] (Originaltitel: The Limits to Growth); Überblicksartikel zum Buch und diversen Folgepublikationen in der Wikipedia. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Siehe auch: [[Kipppunkte im Klimasystem]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;  border=1; &lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color:#b3b7ff;&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;  | &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:33%&amp;quot;  | Bevölkerungsentwicklung &amp;lt;br /&amp;gt;(1000 -2000)&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:33%&amp;quot;  | Welt-Energieverbrauch&amp;lt;ref name=&amp;quot;Energievernutzung&amp;quot;&amp;gt;Statt des irreführenden Begriffs  Energie&amp;quot;verbrauch&amp;quot; sollte besser der mit Blick auf den [https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Hauptsatz_der_Thermodynamik Ersten Hauptsatz der Thermodynamik] weitaus präzisere Ausdruck »Energie-Vernutzung« verwendet werden. - Siehe bspw. Teletta-Groß Gymnasium Leer (TGG): [https://web.archive.org/web/20180828233403/http://energiekurs.de/index.html Die Weltenergievernutzung im 21. Jahrhundert]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;(1860 - 2000)&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:33%&amp;quot;  | Artenvielfalt &amp;lt;br /&amp;gt;(1970 - 2000)&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;shtml hash=&amp;quot;%%_HTML_&amp;amp;&amp;amp;_EXECUTE_%%&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;iframe width=&amp;quot;250&amp;quot; height=&amp;quot;200&amp;quot; src=&amp;quot;http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/55/Poulation-since-1000AD.jpg&amp;quot; frameborder=&amp;quot;0&amp;quot; allowfullscreen&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;/shtml&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;shtml hash=&amp;quot;%%_HTML_&amp;amp;&amp;amp;_EXECUTE_%%&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;iframe width=&amp;quot;250&amp;quot; height=&amp;quot;200&amp;quot; src=&amp;quot;http://www.oekosystem-erde.de/html/bilder/energieverbrauch-welt-1860-2010.gif&amp;quot; frameborder=&amp;quot;0&amp;quot; allowfullscreen&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;/shtml&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;shtml hash=&amp;quot;%%_HTML_&amp;amp;&amp;amp;_EXECUTE_%%&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;iframe width=&amp;quot;250&amp;quot; height=&amp;quot;200&amp;quot; src=&amp;quot;http://www.oekosystem-erde.de/html/bilder/biodiv-03_living-planet.jpg&amp;quot; frameborder=&amp;quot;0&amp;quot; allowfullscreen&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;/shtml&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; &lt;br /&gt;
|  [http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poulation-since-1000AD.jpg Vollbild] &amp;lt;br /&amp;gt; &#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; Wikimedia Commons&lt;br /&gt;
|  [http://www.oekosystem-erde.de/html/bilder/energieverbrauch-welt-1860-2010.gif Vollbild] &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; Okosystem Erde: [http://www.oekosystem-erde.de/html/energiegeschichte.html Geschichte des menschlichen Energieverbrauchs]&lt;br /&gt;
| [http://www.oekosystem-erde.de/html/bilder/biodiv-03_living-planet.jpg Vollbild] &amp;lt;br /&amp;gt; &#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; Okosystem Erde:&amp;lt;br /&amp;gt; [http://www.oekosystem-erde.de/html/gefahrdung_der_biodiversitat.html Das sechste Aussterben]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; width=&amp;quot;100%&amp;quot; &lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color:#b3b7ff;&amp;quot;  align=&amp;quot;center&amp;quot;  &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; | CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen durch Landnutzungsänderungen nach Regionen (1850-1990)&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; | Entwicklung der Ackerbaufläche in verschiedenen Großregionen &amp;lt;br /&amp;gt;(800 - 2000)&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; | Ausbreitung von Ackerland &amp;lt;br /&amp;gt;(1860 - 2100)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;lt;shtml hash=&amp;quot;%%_HTML_&amp;amp;&amp;amp;_EXECUTE_%%&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;iframe width=&amp;quot;250&amp;quot; height=&amp;quot;250&amp;quot; src=&amp;quot;http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/epubs/ndp/ndp050/ndp050f2.gif&amp;quot; frameborder=&amp;quot;0&amp;quot; allowfullscreen&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;/shtml&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;shtml hash=&amp;quot;%%_HTML_&amp;amp;&amp;amp;_EXECUTE_%%&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;iframe width=&amp;quot;260&amp;quot; height=&amp;quot;250&amp;quot; src=&amp;quot;http://bildungsserver.hamburg.de/contentblob/2063342/677a3e88daa1f6bc025d247114426a4e/data/nutzungsaenderungen-1000-jahre.jpg&amp;quot; frameborder=&amp;quot;0&amp;quot; allowfullscreen&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;/shtml&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [[Bild:Landw.genutzte Fläche 919.jpg|thumb|200px|Zwei [https://www.dkrz.de/de/kommunikation/galerie/Vis/land/ackerland Filme auf dem DKRZ-Server] zeigen die Ausbreitung von landwirtschaftlich genutzter Fläche für die Zeiträume 800-2100 und 1860-2100.]]&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; &lt;br /&gt;
| [http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/epubs/ndp/ndp050/ndp050f2.html Vollbild] &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;1 Tg C/yr = 1 Teragramm [[Terrestrischer_Kohlenstoffkreislauf#Berechnung_der_Kohlenstoffbilanz|Kohlenstoff]] pro Jahr = 1 Megatonne C pro Jahr &amp;lt;br/&amp;gt;(1000 Megatonnen = 1 Gigatonne)&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; CDIAC &amp;lt;ref name=&amp;quot;Houghton_and_Hackler&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [http://bildungsserver.hamburg.de/contentblob/2063342/677a3e88daa1f6bc025d247114426a4e/data/nutzungsaenderungen-1000-jahre.jpg Vollbild] &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; Hamburger Bildungsserver: [http://bildungsserver.hamburg.de/aenderung-der-bodenbedeckung/2052906/bodenbedeckung-klima-artikel.html Bodenbedeckung und Klima]&lt;br /&gt;
|  &#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br /&amp;gt;Deutsches Klimarechenzentrum (DKRZ)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
An dieser Stelle soll noch einmal ausdrücklich auf die Auswirkungen von [[Landnutzung]]sänderungen hingewiesen werden:  Houghton und Hackler &amp;lt;ref name=&amp;quot;Houghton_and_Hackler&amp;quot;&amp;gt;Houghton, R. A., and J. L. Hackler. 2001. [http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/epubs/ndp/ndp050/ndp050.html Carbon Flux to the Atmosphere from Land-Use Changes: 1850 to 1990. ORNL/CDIAC-131, NDP-050/R1.] Carbon Dioxide Information Analysis Center, doi: 10.3334/CDIAC/lue.ndp050&amp;lt;/ref&amp;gt; beziffern die globalen  CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen durch Landnutzungsänderungen für das Jahr 1990 auf insgesamt rund 2,1 Gigatonnen Kohlenstoff (vgl. obige Grafik).  Zum Vergleich: die globalen  CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen durch den Verbrauch fossiler Brennstoffe werden für das Jahr 1990 beziffert auf rund 6,1 Gigatonnen Kohlenstoff (siehe [[#Grafik:_Entwicklung_der_CO2-Emissionen_im_Industriezeitalter|Grafik CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen im Industriezeitalter]]). Die globalen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen betrugen im Jahr 1990 demzufolge insgesamt rund 8,2&amp;amp;nbsp;Gt&amp;amp;nbsp;C bzw. 30,1&amp;amp;nbsp;Gt&amp;amp;nbsp;CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Global Carbon Project&amp;quot;&amp;gt;Vgl. die Grafik [http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/images/GCP_Carbon_Cycle_Budget_2016.png CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; flux] &amp;lt;small&amp;gt;([http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/GCP/ Global Carbon Project])&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Siehe auch: [[Kohlendioxidemissionen#Emissionen aus Landnutzungsänderungen]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parameter zur Beschreibung der Aktivitäten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Basis der im Verlauf des Industriezeitalters zu beobachtenden Veränderungen, welche durch Parameter wie &lt;br /&gt;
# Bevölkerungsentwicklung&lt;br /&gt;
# Energiebedarf &lt;br /&gt;
# Wirtschaftswachstum&lt;br /&gt;
# Landnutzungsänderung&lt;br /&gt;
# Ressourcenverfügbarkeit&lt;br /&gt;
# Artenvielfalt&lt;br /&gt;
# [http://de.wikipedia.org/wiki/Ökologischer_Fußabdruck Ökologischer Fußabdruck] etc.&lt;br /&gt;
beschrieben bzw. erfasst werden können, wurden vom IPCC eine Vielzahl von denkbaren bzw. möglichen  [[Klimaszenarien|Zukunftsszenarien]] entwickelt ([[Klimamodelle|Computermodellsimulationen]]), die mittels der in der folgenden Tabelle  genannten Charakteristika &#039;&#039;(der Buchstabe A steht für wirtschaftsorientierte Szenarien, der Buchstabe B für umweltorientierte Szenarien, die Ziffer 1 für Szenarien bei fortschreitender Globalisierung, die Ziffer 2 für Szenarien bei regionaler Entwicklung)&#039;&#039; eingeteilt werden können in &#039;&#039;&#039;vier Szenarienfamilien&#039;&#039;&#039;&amp;amp;nbsp;(A1,&amp;amp;nbsp;A2;&amp;amp;nbsp;B1,&amp;amp;nbsp;B2).&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 600px;&amp;quot; border=1; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background: #b3b7ff;&amp;quot; |Die vier SRES-Szenarienfamilien&amp;lt;ref name=&amp;quot;WBGU2003&amp;quot;&amp;gt;Vgl. &#039;&#039;Grundannahmen der SRES-Szenarien,&#039;&#039; Seite 106 ff. in: [https://www.wbgu.de/fileadmin/user_upload/wbgu/publikationen/hauptgutachten/hg2003/pdf/wbgu_jg2003.pdf#page=130 WBGU (Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen): &#039;&#039;Welt im Wandel: Energiewende zur Nachhaltigkeit&#039;&#039;, 21. März 2003 (PDF, 4&amp;amp;nbsp;MB)]&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie die im &#039;&#039;Fourth Assessment Report&#039;&#039; des [[IPCC]] prognostizierte Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur bis 2100&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;middle&amp;quot; align=&amp;quot;middle&amp;quot; &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 100px;&amp;quot; |&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;[https://www.de-ipcc.de/media/content/IPCC2007-WG1.pdf#page=13 AR4 Summary (PDF)]&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 225px;&amp;quot; |&#039;&#039;&#039;Wirtschaftsorientiert&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(ökonomisch&amp;amp;nbsp;ausgerichtet)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 225px;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Umweltorientiert&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(ökologisch&amp;amp;nbsp;ausgerichtet)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;middle&amp;quot; align=&amp;quot;middle&amp;quot; &lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Globalisierung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(homogene&amp;amp;nbsp;Welt)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#FF0000;&amp;quot;| &amp;lt;p style=&amp;quot;background-color:#E0E0E0&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;A1&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;(Hohes&amp;amp;nbsp;Wirtschaftswachstum)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Szenario-Gruppen:&amp;amp;nbsp;A1T;&amp;amp;nbsp;A1B;&amp;amp;nbsp;A1FI)&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;1,4–6,4&amp;amp;nbsp;°C&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#00EE00;&amp;quot;|&amp;lt;p style=&amp;quot;background-color:#E0E0E0&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B1&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;(Globale Nachhaltigkeit)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;amp;nbsp; &amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;1,1–2,9&amp;amp;nbsp;°C&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;middle&amp;quot; align=&amp;quot;middle&amp;quot; &lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Regionalisierung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(heterogene&amp;amp;nbsp;Welt)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |&amp;lt;p style=&amp;quot;background-color:#E0E0E0&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;A2&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;(Regionale&amp;amp;nbsp;Wirtschaftsentwicklung)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;2,0–5,4&amp;amp;nbsp;°C&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; |&amp;lt;p style=&amp;quot;background-color:#E0E0E0&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;(Regionale&amp;amp;nbsp;Nachhaltigkeit)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;1,4–3,8&amp;amp;nbsp;°C&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die A1-Szenarien-Familie ist unterteilt in die folgenden drei Szenario-Gruppen, die unterschiedliche Ausrichtungen technologischer Änderungen im Energiesektor beschreiben:&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC-AR4&amp;quot;&amp;gt;IPCC Fourth Assessment Report (AR4), Climate Change 2007, WG I: [https://www.de-ipcc.de/media/content/IPCC2007-WG1.pdf#page=18 Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger • Klimaänderung 2007: Wissenschaftliche Grundlagen] (Seite 18 von 18 der PDF-Datei)&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;SRES-kap.4&amp;quot;&amp;gt;IPCC Special Report on Emissions Scenarios (SRES): [http://www.grida.no/climate/ipcc/emission/089.htm Chapter 4: An Overview of Scenarios]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Szenario-Gruppe A1FI&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;&#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039;ossil-&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039;ntensiv;&lt;br /&gt;
# Szenario-Gruppe A1T&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;nichtfossile Energiequellen;&lt;br /&gt;
# Szenario-Gruppe A1B&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;(&#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039;alanced)&amp;amp;nbsp;ausgewogene Nutzung fossiler und nichtfossiler Energiequellen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zukunfts-Szenarien: Wie wird sich die globale Welt wahrscheinlich weiter entwickeln? ===&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;Hauptartikel: [[SRES-Szenarien#Die_IPCC-Emissionsszenarien]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[IPCC#Sonderberichte|IPCC-Sonderbericht]] über Emissions-Szenarien  &#039;&#039;(&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;pecial &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;eport on &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039;missions &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;cenarios; SRES)&#039;&#039; wird  bei den vier Szenariofamilien (A1, A2; B1, B2) bzw. den sogenannten &#039;&#039;&#039;6&amp;amp;nbsp;Marker-Szenarien&#039;&#039;&#039; hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der entsprechenden Parameter (Bevölkerungsentwicklung; Wirtschaftswachstum; Energiebedarf etc.) im Einzelnen jeweils von folgenden Grundannahmen ausgegangen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| border=1; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;7&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| Grundannahmen für die einzelnen Szenariofamilien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Szenariofamilie &lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;3&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | A1&lt;br /&gt;
! align=&amp;quot;center&amp;quot; | A2&lt;br /&gt;
! align=&amp;quot;center&amp;quot; | B1&lt;br /&gt;
! align=&amp;quot;center&amp;quot;| B2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;Szenario Gruppe&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;A1FI&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;A1B&amp;lt;/small&amp;gt;  &lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;A1T&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;A2&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;B1&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;small&amp;gt;B2&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [http://de.wikipedia.org/wiki/Bevölkerungsexplosion Bevölkerungswachstum] || + || + || + || +++ || +|| ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Welt-Bevölkerung (2100)&amp;lt;ref name=&amp;quot;WZ-Bericht_Nr.P0301&amp;quot;&amp;gt;Vgl.: Janina Onigkeit, Joseph Alcamo et. al.: Szenarien für die langfristige Verteilung regionaler Anrechte auf Treibhausgasemissionen und Auswirkungen des Klimawandels (WZ-Bericht Nr. P0301), dort: [http://www2.cesr.de/component/easyfolderlistingpro/?view=download&amp;amp;format=raw&amp;amp;data=eNpFj90OwiAMhd-Fe-MWk6n1YRYc3YZhQChzS4zvbvlZvIJ-7TmnldC28CHoQIzOKAziQXADodxmjZMqlTwhVsJQBigjEM3Rmlak-BdfQfR9ZtUqSa1cXDCVDYj0dIVqttfQFFFA42WcU_sO4uyDe-EQqZqM2uBh0rIcF02knaVTwGGOmV8Y77H-vBrrNrh7HZCOqJZ3kDHKYV7Q8vQzU470Ad8at3IFR0zOTYaNvz_7rV0X#page=030 Seite 30, Tabelle 3 - Charakteristika der treibenden Kräfte der IPCC Marker-Szenarien (aus IPCC, 2000).] (PDF-Datei, 112 Seiten)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | Niedrig &amp;lt;br /&amp;gt;(≈&amp;amp;nbsp;7 Mrd.) || Hoch &amp;lt;br /&amp;gt;(≈&amp;amp;nbsp;15&amp;amp;nbsp;Mrd.) || Niedrig&amp;lt;br /&amp;gt; (≈&amp;amp;nbsp;7&amp;amp;nbsp;Mrd.) || Mittel &amp;lt;br /&amp;gt;(≈&amp;amp;nbsp;10&amp;amp;nbsp;Mrd.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [http://wiki.zum.de/Wirtschaftswachstum Wirtschaftswachstum]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt; [http://en.wikipedia.org/wiki/GDP GDP]&amp;lt;/small&amp;gt;|| ++++ || ++++ || ++++ || ++ || +++ || ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[http://wiki.zum.de/Energie Energiebedarf] &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;[http://en.wikipedia.org/wiki/Energy_use Energy use]&amp;lt;/small&amp;gt;|| ++++ || ++++ || +++ || +++ || + || ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Landnutzung|Landnutzungsänderung]] &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;[http://en.wikipedia.org/wiki/Landuse Landuse] changes&amp;lt;/small&amp;gt;|| + &amp;lt;br /&amp;gt;bis ++ || + || + || ++ /+++ || +++ || ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [http://de.wikipedia.org/wiki/Ressource Ressourcenverfügbarkeit]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Resource availability of conventional and &amp;lt;br /&amp;gt; unconventional oil and gas. &amp;lt;/small&amp;gt;|| +++ || ++ || ++ || + || + || ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Technologieentwicklung&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Ausmaß und Ausrichtung technologischer Änderungen)&amp;lt;/small&amp;gt; || schnell || schnell || schnell || langsam || ++ || ++&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Energieträger || &amp;lt;small&amp;gt;fossilintensiv: &amp;lt;br /&amp;gt; Kohle, &amp;lt;br /&amp;gt;Öl &amp;amp; Gas &amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;ausgewogene Nutzung aller Quellen || &amp;lt;small&amp;gt;nichtfossile Energiequellen &amp;lt;/small&amp;gt;|| regional || &amp;lt;small&amp;gt;efficiency &amp;amp; dematerialization&amp;lt;/small&amp;gt; || &amp;lt;small&amp;gt;&amp;quot;dynamics as usual&amp;quot; &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;7&amp;quot; style=&amp;quot;background:#E0E0E0;&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Legende:&#039;&#039;&#039; + (Niedrig), ++ (Mittel), +++ (Hoch), ++++ (Sehr hoch)&amp;lt;br/&amp;gt;Quelle:[http://www.grida.no/climate/ipcc/emission/091.htm#4.2.1. IPCC: &#039;&#039;TAR&#039;&#039;, Kapitel 4.2. SRES Scenario Taxonomy]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| prognostizierte Erhöhung der &amp;lt;br/&amp;gt;[[Lufttemperatur#Jahresgang|globalen Durchschnittstemperatur]]&amp;lt;br/&amp;gt; bis zum Jahr 2100 || &amp;lt;small&amp;gt;2.4 – 6.4&amp;amp;nbsp;°C &amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;1.7 – 4.4&amp;amp;nbsp;°C &amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;1.4 – 3.8&amp;amp;nbsp;°C &amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;2.0 – 5.4&amp;amp;nbsp;°C &amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;1.1 – 2.9&amp;amp;nbsp;°C&amp;lt;/small&amp;gt;|| &amp;lt;small&amp;gt;1.4 – 3.8&amp;amp;nbsp;°C &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;7&amp;quot; style=&amp;quot;background:#E0E0E0;&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039; Tabelle SPM.3 (Seite 13) in: IPCC Fourth Assessment Report (AR4), Climate Change 2007, WG I: [https://www.de-ipcc.de/media/content/IPCC2007-WG1.pdf#page=13 Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger • Klimaänderung 2007: Wissenschaftliche Grundlagen (PDF-Datei, 18 Seiten)]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterricht ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- INVALIDE URL =&amp;gt; * Epochen der Energieversorgung (Seite 3 von 12 der PDF-Datei): &amp;quot;[http://www.agenda21schulen.de/Chatderwelten/Klima/mat_klima/nk_grundlagen.pdf Grundlagen: Energie-Begriffe]&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Transfer 21 NRW: [http://www.agenda21schulen.de/Chatderwelten/Klima/klima_unt_download.php Unterrichtsmaterialien]&amp;lt;/small&amp;gt; --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20231116072334/http://www.gcn.de/publikationen.html Global Challenges Network e.V. (GCN)]:&lt;br /&gt;
*# Mohssen Massarrat: [https://web.archive.org/web/20240204121253/http://www.gcn.de/download/M_Nachhaltig.pdf Nachhaltigkeit durch Kosteninternalisierung - Theorieansätze zur Analyse und Reform globaler Strukturen (PDF-Datei; 16 Seiten)] (auch [https://wissenschaft-und-frieden.de/artikel/nachhaltigkeit-durch-kosteninternalisierung/ online] verfügbar)&lt;br /&gt;
*# Hans-Peter Dürr: [https://web.archive.org/web/20231206083228/http://gcn.de/download/D15KW.pdf Die 1,5-Kilowatt-Gesellschaft] (Vortrag 1994)&lt;br /&gt;
*# Hans-Peter Dürr (1992): Ökologische Herausforderung der Ökonomie - [https://wissenschaft-und-frieden.de/artikel/oekologische-herausforderung-der-oekonomie/ Teil I] / [https://wissenschaft-und-frieden.de/artikel/oekologische-herausforderung-der-oekonomie-2/ Teil II]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Umweltbundesamt: [http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/konzepte-gesellschaftlichen-wohlstands-oekologische Konzepte gesellschaftlichen Wohlstands und ökologische Gerechtigkeit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Agenda 21 - Treffpunkt: &lt;br /&gt;
*# [http://www.agenda21-treffpunkt.de/thema/energie.htm Energie,  Rohstoffe, Ressourcen]&lt;br /&gt;
*# [http://www.agenda21-treffpunkt.de/lexikon/fossil.htm Fossile Energien]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ESPERE Klimaenzyklopädie: [http://klimat.czn.uj.edu.pl/enid/Basis/1__mensch-gemachter_Klimawandel__2bx.html Wie ändern Menschen das Klima?]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bundeszentrale für politische Bildung:&lt;br /&gt;
*# Themenblätter im Unterricht (Nr. 73): [http://www.bpb.de/shop/lernen/themenblaetter/36561/klimagerechtigkeit Klimagerechtigkeit]&lt;br /&gt;
*# DOSSIER Klimawandel - [http://www.bpb.de/gesellschaft/umwelt/klimawandel/38484/anpassung-an-den-klimawandel Die Kehrseite der Medaille]&lt;br /&gt;
*# APuZ 33-34/2008: [http://www.bpb.de/apuz/31020/armut-abstieg-unsicherheit-die-soziale-frage-am-beginn-des-21-jahrhunderts-essay?p=all Armut, Abstieg, Unsicherheit: Die soziale Frage am Beginn des 21. Jahrhunderts]&lt;br /&gt;
*# APuZ 10/2015: [http://www.bpb.de/apuz/201654/ungleichheit-als-gefahr-fuer-demokratie-teilhabe-und-stabilitaet?p=all &amp;quot;Unten&amp;quot; betrifft alle: Ungleichheit als Gefahr für Demokratie, Teilhabe und Stabilität] &lt;br /&gt;
*# DOSSIER Menschenrechte: [http://www.bpb.de/internationales/weltweit/menschenrechte/38627/zehn-fragen?p=all Zehn Fragen zu Menschenrechten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* EU (Europäische Union)&lt;br /&gt;
*: Bericht der Europäischen Kommission für den Europäischen Rat (14.03.2008): [http://www.consilium.europa.eu/uedocs/cms_data/docs/pressdata/de/reports/99391.pdf Klimawandel und internationale Sicherheit (PDF; 11 Seiten)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* TU Darmstadt / Projekt ICuM (IT-Curriculum zur Förderung der Medienkompetenz in Lehramtsstudiengängen)&lt;br /&gt;
*:[https://web.archive.org/web/20210613110814/http://www.icum-tud.de/material/projekte/klima/1800.html  Industrielle Revolution und Klimawandel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Schulen (themenrelevante Webangebote)&lt;br /&gt;
*# Teletta-Groß Gymnasium (TGG ): [https://web.archive.org/web/20180828233403/http://energiekurs.de/index.html Die Weltenergievernutzung im 21. Jahrhundert] &lt;br /&gt;
*#: &#039;&#039; Alte Homepage: [https://web.archive.org/web/20180829032705/http://energiekurs.de/index_old.htm Energiekurs der Leeraner Gymnasien UEG und TGG] &amp;lt;br /&amp;gt; Der Energiekurs behandelt das Thema Energie semesterteilig unter den verschiedenen Aspekten Physik, Erdkunde, Biologie und Politik. &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schulbücher&lt;br /&gt;
*# Cornelsen-Verlag&lt;br /&gt;
*::[https://web.archive.org/web/20160401093905/http://www.cornelsen.de/fm/1272/Politik_FOS_KAP_12_online_23_07.pdf Unsere Umwelt – Ressourcensicherung und Nachhaltigkeit] (PDF; 16 Seiten) &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;= Kapitel 12 des Lehrbuchs &amp;quot;[http://www.cornelsen.de/produkte/mitmachen-schuelerbuch-9783064507371 Mitmachen • Politik für Fachoberschulen und Höhere Berufsfachschulen]&amp;quot; - ISBN 978-3-06-450737-1 &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ZUM-Wiki (Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e. V.): &lt;br /&gt;
*# [https://archive.ph/8G1aV#selection-1209.1-1209.11   Industrielle Revolution und soziale Frage im 19. Jahrhundert] - Definition der Begriffe im historischen Kontext (kompetenzorientierte Didaktik)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*# [https://archive.ph/lvGnB#selection-2383.2-2383.8 Industrielle Revolution] (die Epochen des Industriezeitalters)&lt;br /&gt;
*# [https://web.archive.org/web/20170116232032/https://wiki.zum.de/wiki/index.php?title=Soziale_Frage_als_politische_Frage&amp;amp;oldid=185230 Soziale Frage im historischen Kontext] (Soziale Frage im 21. Jahrhundert &amp;gt; International bzw. global &amp;gt; Klimawandel und soziale Frage) Memento vom  16.01.2017 im Internet Archiv.&lt;br /&gt;
*# [http://web.archive.org/web/20110604190414/http://wiki.zum.de/index.php?title=Zukunftskompetenz&amp;amp;oldid=186017#Politik_und_Sozialwissenschaften Zukunftskompetenz] (Memento vom 04 JUN 2011)&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Jürgen Paeger (Website &amp;quot;Ökosystem Erde&amp;quot;): [http://www.oekosystem-erde.de/html/moderne_zeiten.html Das Zeitalter der Industrie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-frankfurt.de/43267598/Ehemalige-AG-Klimaforschung Christian-D. Schönwiese], Vortrag &amp;lt;small&amp;gt;([http://www.fze.uni-saarland.de/AKE_Archiv/DPG2005-AKE_Berlin/Links_DPG2005.htm  DPG-Tagung Berlin 2005])&amp;lt;/small&amp;gt;:&lt;br /&gt;
*: [http://www.fze.uni-saarland.de/AKE_Archiv/DPG2005-AKE_Berlin/Buch/DPG2005_SyKE1.4Schoenwiese_CC-imIndustriezeitalter.doc Klimawandel im Industriezeitalter - Beobachtungsindizien und Ursachen] (*.doc; Word-Dokument, 16 Seiten) sowie [http://www.fze.uni-saarland.de/AKE_Archiv/DPG2005-AKE_Berlin/Vortraege/DPG2005_SyKE1.4Schoenwiese_CC-imIndustriezeitalter.ppt PowerPoint-Präsentation (36 Folien)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (Pressemitteilung vom 26.04.2011): [https://www.pik-potsdam.de/de/aktuelles/nachrichten/archiv/2011/welthandel-reiche-lander-verursachen-zunehmend-co2-emissionen-in-armeren-landern Welthandel: Reiche Länder verursachen zunehmend CO2-Emissionen in ärmeren Ländern]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Carbon Dioxide Information Analysis Center (CDIAC): [https://web.archive.org/web/20181017180930/http://cdiac.ess-dive.lbl.gov/trends/emis/meth_reg.html Fossil-Fuel CO2 Emissions] (Memento von 17. Okt. 2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Internationale Energieagentur (IEA): &lt;br /&gt;
:# [https://web.archive.org/web/20120711121840/www.worldenergyoutlook.org/media/weowebsite/2010/weo2010_es_german.pdf World Energy Outlook 2010 (PDF-Datei, 20 Seiten)]  &#039;&#039;Zusammenfassung des Welt-Energieberichts 2010 (deutsch)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:# [https://web.archive.org/web/20160131013836/http://www.iea.org/publications/ Liste der kostenfreien Publikationen]&lt;br /&gt;
* Deutscher Bundestag: [http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/14/094/1409400.pdf BT-Drs. 14/9400 vom 07.07.2002 (PDF-Datei, 678 Seiten)] - Endbericht der Enquete-Kommission „Nachhaltige Energieversorgung unter den Bedingungen der Globalisierung und der Liberalisierung“&lt;br /&gt;
*: &#039;&#039;BEACHTE dort Kapitel 3: Geopolitische, internationale und europäische Entwicklungstrends&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* BMU-Broschüre: [http://www.boell.de/sites/default/files/assets/boell.de/images/download_de/oekologie/broschuere_dritte_industr_rev.pdf Die dritte industrielle Revolution - Aufbruch in ein ökologisches Jahrhundert • Dimensionen und Herausforderungen des industriellen und gesellschaftlichen Wandels (PDF-Datei, 148 Seiten)], 1. Auflage, September 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Unterrichtsmaterial=[http://klimat.czn.uj.edu.pl/enid/Basis/1__mensch-gemachter_Klimawandel__2bx.html Wie ändern Menschen das Klima?]&lt;br /&gt;
|umfasst=Klimaszenarien&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungshaushalt der Atmosphäre#Antriebe des Klimawandels&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungsantrieb&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungsantrieb von Aerosolen&lt;br /&gt;
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|Zukünftige Entwicklung=2-Grad-Ziel&lt;br /&gt;
|Zukünftige Entwicklung=Zukünftige Treibhausgas- und Aerosolkonzentrationen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Strahlungsantrieb, Aerosole, Sulfataerosole, Kohlendioxid-Emissionen, CO2-Emissionen, Klimawandel, 2-Grad-Ziel, Treibhausgas- und Aerosolkonzentrationen, Wirtschaft, globale Erwärmung, Treibhausgasemissionen, globale CO2-Emissionen, globaler Energieverbrauch, Weltenergieverbrauch, Energievernutzung, Folgen des Klimawandels,&lt;br /&gt;
Zukunftsszenarien, SRES-Szenarienfamilien, SRES-Szenarien, IPCC-Emissionsszenarien, Marker-Szenarien,&lt;br /&gt;
Klimawandel, Menschenrechte, Gesellschaftsideal, Soziale Idee, Industrialisierung, Industriezeitalter, Epochen des Industriezeitalters, Epochen der Primärenergieträger, Primärenergieeinsatz, Primärenergiebedarf,  Primärenergiequellen, fossile Brennstoffe, Industrielle Revolution, Definition Industrielle Revolution, Industrielle Revolution und Soziale Frage, Erste industrielle Revolution, Zweite industrielle Revolution, Dritte industrielle Revolution, Digitale Revolution, Soziale Frage, Definition Soziale Frage, Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit, Kluft zwischen Arm und Reich, Ungleichheit, Soziale Frage des 19. Jahrhunderts, Soziale Frage im 19. Jahrhundert, Soziale Frage des 21. Jahrhunderts, Soziale Frage im 21. Jahrhundert, sozioökonomischer Wandel, Gesellschaftswandel, Gesellschaftsumbruch, globale Soziale Frage, transnationale Soziale Frage, globale Ungleichheit, globale Probleme der Menschheit, Zentralprobleme der modernen Welt, Schlüsselprobleme, Zukunftskompetenz&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Treibhausgase]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Wirtschaft und Soziales]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Benutzer:Sandra_Burger/To_do_Liste_Sch%C3%BClerarbeiten&amp;diff=32471</id>
		<title>Benutzer:Sandra Burger/To do Liste Schülerarbeiten</title>
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		<updated>2024-12-08T08:37:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Liste: zu bearbeitende Seiten */  - 5&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die unten aufgelisteten Seiten enthalten den Abschnitt &amp;quot;Schülerarbeiten zum Thema&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt; -- bis auf wenige Ausnahmen sind die dort (auf den jeweiligen Seiten) aufgelisteten Links zum HBS invalide und müssen demzufolge aktualisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(Für den Fall, dass eine Schülerarbeit auf dem HBS nicht mehr auffindbar ist, besteht die Möglichkeit, die entsprechende Schülerarbeit via Internet Archiv mittels einer dort archivierten älteren Seitenversion heraus zu suchen und in Form eines Archivlinks hier im Klimawiki zu verlinken.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Link zum HBS ==&lt;br /&gt;
Schülerarbeiten aus dem &amp;quot;Schulprojekt Klimawandel&amp;quot; nach Themen:&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Suchergebnisse ==&lt;br /&gt;
Suchergebnisse  1 bis 101 von 101&lt;br /&gt;
https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Spezial:Suche&amp;amp;limit=250&amp;amp;offset=0&amp;amp;ns0=1&amp;amp;search=Schülerarbeiten&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: &#039;&#039;&#039; HINWEIS: die erfolgreich bearbeiteten bzw. aktualisierten Seiten bitte hier aus DIESER Liste löschen!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Unterricht Themen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wirkung von Kohlendioxid und Ozon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Taifune im Nordwest-Pazifik]] =&amp;gt; Schülerarbeit nicht mehr auffindbar: &#039;&#039;&#039;Taifune&#039;&#039;&#039; Welche Auswirkungen wird der Klimawandel haben? (Gymnasium Grotmoor, Hamburg)&lt;br /&gt;
:::::::: https://preview.poc.hamburg.de/hhcae-cm7/servlet/contentblob/10267176/f9406147bf83accfba5f3ba69d70a6e9/data/2017-taifune.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Alpine Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Boden im Klimasystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Direkte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Nordamerika]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Deforestation (Tropen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wetterextreme und Klimawandel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg im Ostseeraum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserprobleme (regional)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ozean im Klimasystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Phänologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimaprojektionen Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Permafrost]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dürren in Kalifornien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[ENSO]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegel der Zukunft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg in der Nordsee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arktische Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Waldbrände in Kalifornien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimawandel und Weinbau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserressourcen und Klimawandel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Starkregen und Hochwasser in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Terrestrischer Kohlenstoffkreislauf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arktische Vegetation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tropische Wirbelstürme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Verbreitung der Arten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Korallenriffe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Starkregen und Hochwasser in Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Starkniederschläge und Hochwasser]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--- Ende der Liste ---&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Hallo Sandra,&lt;br /&gt;
::ich danke dir sehr für die Bearbeitung der falschen Links zu den Schülerarbeiten auf dem HBS und die sehr nützliche Liste oben. Du brauchst die Link-Bearbeitung nicht weiter fortzusetzen. Wir haben jemand gefunden, der das übernehmen wird.&lt;br /&gt;
::Beste Grüße &lt;br /&gt;
::Dieter&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Hochwasser_im_Ganges-Brahmaputra-Meghna-Delta&amp;diff=32470</id>
		<title>Hochwasser im Ganges-Brahmaputra-Meghna-Delta</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Hochwasser_im_Ganges-Brahmaputra-Meghna-Delta&amp;diff=32470"/>
		<updated>2024-12-08T08:32:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Schülerarbeiten zum Thema */  invaliden link ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Bangladesch Risikozonen.jpg|thumb|420px|Risikozonen im Ganges-Brahmaputra-Megna-Delta bei einer globalen Erwärmung von 2 °C und einem Meeresspiegelanstieg von 30 cm.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
Das  von zahllosen Flüssen und Kanälen durchzogene Ganges-Bramaputra-Delta nimmt einen großen Teil des Staates Bangladesch ein. Die Küstenzone umfasst etwa 47 000 km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;, was einem Drittel des Staatsgebietes entspricht. Von der Küstenzone, die einen Streifen von 30 bis 195 km vom Meer entfernt umfasst, liegen 62% unter 3 m und 86% unter 5 m über dem Meeresspiegel. Hier leben 35 Millionen Menschen bzw. 28% der Bevölkerung Bangladeschs. Die Bevölkerungsdichte beträgt mit 743 Einwohnern pro km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; mehr als das Dreifache der Einwohnerdichte Deutschlands.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mohal 2006&amp;quot;&amp;gt;Mohal, N., Z.H. Khan, N. Rahman (2006): [http://archive.riversymposium.com/2006/index.php?element=06MOHALNasreen Impact of Sea level Rise on Coastal Rivers of Bangladesh], International Riversymposium, Brisbane; Sarwar, M.G.M., Impacts of Sea Level Rise on the Coastal Zone of Bangladesh. Master’s in Environmental Science thesis, Lund University, Sweden. 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gefährdung vom Land her==&lt;br /&gt;
=== Flusshochwasser ===&lt;br /&gt;
Während der [[Indischer Monsun|Monsunzeit]] von Juni bis Oktober übertreffen die Abflussmengen oft die Durchflusskapazitäten der großen Ströme Ganges, Brahmaputra und Meghna, so dass es zu Überflutungen der umliegenden Landstriche kommt. Besonders das niedrig gelegene Ganges-Brahmaputra-Meghna-Delta ist durch den Abfluss der großen Flüsse aus dem Himalaya während der Monsunzeit, aber auch durch starke Monsun-Niederschläge vor Ort oft [[Starkregen und Hochwasser in Südasien|starken Überschwemmungen]] ausgesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Haque 2018&amp;quot;&amp;gt;Haque, A., &amp;amp; Nicholls, R. J. (2018): Floods and the Ganges-Brahmaputra-Meghna Delta. In: R. J. Nicholls, C. W. Hutton, W. N. Adger, S. E. Hanson, M. M. Rahman, &amp;amp; M. Salehin (Eds.), Ecosystem services for well-being in deltas: Integrated assessment for policy analysis (pp. 147–159). Cham: Springer. https://doi.org/10.1007/978-3-319-71093-8_8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Höchststände des Wasserniveaus der drei Flüsse treffen meistens nicht zeitgleich aufeinander, da die Niederschläge in den Einzugsgebieten nicht gleichzeitig fallen und die Abflusszeiten unterschiedlich lang sind. Falls es doch einmal dazu kommt, sind die Überflutungen besonders verheerend wie 1988 und 1998. Während Ganges und Brahmaputra und deren Nebenflüsse Niederschläge vor allem aus dem Himalaya transportieren, nimmt der kürzere Meghna aus dem Himalaya-Vorland nur verhältnismäßig wenig Wasser auf, sammelt aber in seinem Unterlauf die Hauptwassermenge der beiden anderen Ströme.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Haque 2018&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Direkte menschliche Eingriffe===&lt;br /&gt;
[[Bild:GBM-delta subsidence.jpg|thumb|420px|Subsidenz durch Eindeichung und reduzierte Sedimentation. Folge: das Flussniveau liegt höher als das Niveau im angrenzenden Polder (Sundarbans, W-Bengalen, Indien).]]&lt;br /&gt;
Verstärkt werden die Naturkatastrophen durch direkte Einwirkungen des Menschen, die die Topographie des Deltas stark verändert haben. So wurden in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts große Teile eingedeicht, was zu deutlich höheren Wasserständen bei Hochwasser geführt hat. Das mittlere Hochwasser lief an einigen Messpunkten jährlich um 10-17 mm höher auf. Hinzu kamen Bodenabsenkungen des Deltas, die ebenfalls teilweise durch Eingriffe des Menschen wie Grundwasserentnahme oder Bauten und Infrastrukturanlagen verursacht wurden. Solche Bodenabsenkungen belaufen sich nach unterschiedlichen Studien auf 5-7 mm/Jahr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pethick 2013&amp;quot;&amp;gt;Pethick, J., and J.D. Orford (2013): Rapid rise in effective sea-level in southwest Bangladesh: Its causes and contemporary rates, Global and Planetary Change 111, 237–245&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Teil der Bodenabsenkungen ist  auch auf die Eindeichungen selbst zurückzuführen. Seit den 1960er und 1970er Jahren wurden zahlreiche Inseln im Ganges-Brahmaputra-Delta eingedeicht, um Land für den Reisanbau zu gewinnen. Dadurch wurden die Gebiete zwar vor Überschwemmungen und Sturmfluten geschützt. Es wurde so aber auch die Ablagerung von Sedimenten verhindert. Gegenüber den benachbarten Gebieten der Sundarbans, den größten zusammenhängenden Mangrovenwäldern der Welt, verloren die eingedeichten Inseln seitdem ca. 1-1,5 m an Höhe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Auerbach 2015&amp;quot;&amp;gt;Auerbach, L.W., et al. (2015): Flood risk of natural and embanked landscapes on the Ganges–Brahmaputra tidal delta plain, Nature Climate Change, DOI: 10.1038/NCLIMATE2472&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Flusssedimente haben sich zudem in den Flussbetten und vor der Küste abgelagert und behindern so den Abfluss. Bei extremen Hochwasserbedingungen kann es trotz der Schutzmaßnahmen zu Überflutungen der Dämme oder zum Dammbruch kommen. Aus den überschwemmten Poldern kann das Wasser dann nicht abfließen, da die Flussbetten oft höher als die Polder liegen. Solche Extremsituationen können z.B. bei starkem Monsunwind aus südlicher Richtung, bei Flusshochwasser oder auch bei gleichzeitigen [[Tropische Wirbelstürme|tropischen Wirbelstürmen]] auftreten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Haque 2018&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen Infrastrukturmaßnahmen an den Flussläufen oberhalb des Deltas. Dafür steht vor allem der Bau des Farakka-Staudamms 1975, durch den vom indischen Ganges kurz vor der Grenze zu Bangladesch Wasser nach Kalkutta umgeleitet und die Sedimentablagerungen im Ganges-Brahmaputra-Meghna-Delta teilweise um die Hälfte verringert wurden. Die Absenkung der Delta-Oberfläche durch geringere Sedimentablagerungen und Verdichtung des Bodens hat durch diese und die oben erwähnten Maßnahmen lokal bis zu 45 mm/Jahr erreicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Darby 2020&amp;quot;&amp;gt;Darby, S.E., K.A. Addo, S. Hazra, Md.M. Rahman, and R.J. Nicholls (2020): Fluvial Sediment Supply and Relative Sea-Level Rise, in: Nicholls, R.J., W.N. Adger, C.W. Hutton &amp;amp; S.E. Hanson (eds.): Deltas in the Anthropocene, https://doi.org/10.1007/978-3-030-23517-8&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Bagladesch_folgen.gif|thumb|740px|Direkte und indirekte Folgen des Meeresspiegelanstiegs bis 2100 für Bangladesch&amp;lt;ref&amp;gt;Daten nach Daten nach G.M. Sarwar (2005): [https://www.lumes.lu.se/sites/lumes.lu.se/files/golam_sarwar.pdf Impacts of Sea Level Rise on the Coastal Zone of Bangladesh], Lund&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
==Gefährdung vom Meer her==&lt;br /&gt;
=== Tropische Wirbelstürme ===&lt;br /&gt;
In Bangladesch sind Sturmfluten von fünf und mehr Metern Höhe keine Seltenheit. Die Gründe liegen in dem flachen Wasser im nördlichen Golf von Bengalen, in der Abgeschlossenheit des Golfs nach Norden und in den hoch auflaufenden Gezeiten. Vor allem der mittlere Teil der Küstenzone, der durch das Ästuar der drei großen Ströme Ganges, Brahmaputra und Megna gebildet wird, hat in den letzten Jahrzehnten wohl die schlimmsten Katastrophen durch [[Tropische Wirbelstürme]] (im Indischen Ozean &amp;quot;Zyklone&amp;quot; genant) und Sturmfluten in der Welt erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ali, A. (1999): Climate change impacts and adaption assessment in Bangladesh, Climate Research 12, 109-116&amp;lt;/ref&amp;gt; So forderte etwa 1991 während eines hohen Gezeitenwasserstands eine durch einen Zyklon ausgelöste Sturmflut 138 000 Todesopfer. Bei maximalen Windgeschwindigkeiten von 225 km/h lief die Sturmflut 6 m hoch auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karim 2008&amp;quot;&amp;gt;M.F. Karim, and N. Mimura (2008): Impacts of climate change and sea-level rise on cyclonic storm surge floods in Bangladesh, Global Environmental Change 18, 490-500&amp;lt;/ref&amp;gt; 1997 brach mit 275 km/h ein noch stärkerer Zyklon über den Küstenstreifen Bangladesch herein, jedoch während einer Ebbe, sodass es kaum zu Überschwemmungen kam und &amp;quot;nur&amp;quot; 155 Tote zu beklagen waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Haque 2018&amp;quot; /&amp;gt;   &lt;br /&gt;
[[Bild:Flucht vor Hochwasser GBM-Delta.jpg|thumb|420px|Flucht vor Hochwasser in Bangladesch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Meeresspiegelanstieg ===&lt;br /&gt;
Schon in den letzten Jahrzehnten ist der [[Regionaler Meeresspiegelanstieg|regionale Meeresspiegel]] im Golf von Bengalen ungewöhnlich stark angestiegen. So zeigte eine Untersuchung an vier Messtationen einen Anstieg von 4-7,8 mm/Jahr, was deutlich über dem globalen Mittel von 1-2 mm/Jahr im 20. Jahrhundert liegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karim 2008&amp;quot; /&amp;gt; In den letzten drei Jahrzehnten lag der Meeresspiegelanstieg im Golf von Bengalen im Mittel bei 8 mm/Jahr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Darby 2020&amp;quot; /&amp;gt; Grund sind die Absinkvorgänge des Deltas durch tektonische Senkung, Wasserentnahme und geringere Sedimentation. Ein weiterer Meeresspiegelanstieg würde bisherige Landgebiete in Teile des Ozeans verwandeln und die Wellenhöhen während einer Sturmflut noch höher auflaufen lassen. Der Anstieg des Meeresspiegels würde außerdem das Wassers der großen Ströme, die in den Golf von Bengalen münden, aufstauen, wodurch weitere Überflutungen im Landesinnern verursacht würden. Bei einem Meeresspiegelanstieg von 1 m würden fast 30 000 km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; (nach anderen Berechnungen etwa 14 000 km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;) Land überflutet werden. Die Mangrovenwälder der Sundarbans im Südwesten der Küstenzone die die Lebensgrundlage für die Subsistenzwirtschaft (vor allem Fischfang) von 10 Millionen Menschen bieten, würden ganz verloren gehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karim 2008&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:GBM salinity 2011.jpg|thumb|420px|Salzgehalt im Boden des Ganges-Brahmaputra-Meghna-Deltas 2011]]&lt;br /&gt;
===Eindringen von Salzwasser===&lt;br /&gt;
[[Bild:GBM salinity 2011 future.jpg|thumb|420px|Salzgehalt: Isohalinen 2011 (dünne Linien) und bei einem starken Klimawandel 2092 (dicke Linien)]]&lt;br /&gt;
Ein besonderes Problem stellt das Eindringen von salzhaltigem Meerwasser dar, das sich schon gegenwärtig bemerkbar macht. Im Ganges-Brahmaputra-Meghna-Delta leben rund 14 Mio. Menschen, für die Salzwasserintrusion ein Problem darstellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Akter 2019&amp;quot;&amp;gt;Akter, R., Sakib, M., Najmus Sakib, M., Asik, T. Z., Maruf, M. N., Haque, A., et al. (2019): Comparative analysis of salinity intrusion in Bangladesh coast due to impacts of reduced upstream discharge, sea level rise and cyclonic condition. Climate 2019, 7(5), 69; https://doi.org/10.3390/cli7050069&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Untersuchung über den Zeitraum von 1967 bis 1997 zeigt schon für die damalige Zeit eine zunehmende Versalzung des Bodens auf breiter Front.&amp;lt;ref&amp;gt;Sarwar, M.G.M. (2005): Impacts of Sea Level Rise on the Coastal Zone of Bangladesh. Master’s in Environmental Science thesis, Lund University, Sweden&amp;lt;/ref&amp;gt; Seitdem hat sich die Situation eher verschärft. Das Salzwasserproblem in der Küstenregion von Bangladesch setzt sich aus drei Komponenten zusammen: 1. Bodenversalzung, 2. Salzbelastung des Flusswassers und 3. Salz im Grundwasser. Die Bodenversalzung ist der dominierende Faktor für die niedrige landwirtschaftliche Produktivität. Große Gebiete der Anbauflächen liegen in der Trockenzeit (Jan.-May) wegen der hohen Salzbelastung des Bodens brach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Salehin 2018&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Salzgehalt steht unter verschiedenen Einflüssen. Wesentlich sind die Niederschläge im Delta und in den Einzugsgebieten der Zuflüsse. Bei hohen Niederschlägen und starken Abflüssen in der Monsunzeit (Juni-Oktober) wird das Salz aus dem Boden ausgewaschen und in den Flüssen verdünnt und erreicht sein Minimum im September oder Oktober. In der Trockenzeit und bei starker Verdunstung durch hohe Temperaturen nimmt der Salzgehalt zu, so dass meistens im April oder Mai das Maximum erreicht wird. Besonders hoch ist die Salzbelastung im Westteil des Deltas in Bangladesch, den Sundarbans, die von den weltweit größten Mangrovenwäldern der Erde eingenommen werden. Der Süßwasserzufluss über die zahlreichen kleinen Flussmündungen ist hier relativ gering, besonders seit dem Bau des Farakka-Staudamms, der einen Teil des Ganges-Wassers Richtung Kalkutta ableitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Salzgehalt wird auch durch Änderungen vom Meer her wie Gezeiten oder den Anstieg des Meeresspiegels beeinflusst. Die Landoberfläche großer Teile des Deltas liegen unter 2 m Höhe und werden oft vom normalen Tidehochwasser, das bis 1,3 m hoch auflaufen kann, überflutet. Dabei kann Brackwasser in den Flüssen mit 19-28 ppt (parts per thousand) bis 200 km weit ins Inland vordringen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Salehin 2018&amp;quot;&amp;gt;Salehin, M., Md. M. A. Chowdhury, D. Clarke, S. Mondal, S. Nowreen, M. Jahiruddin, and A. Haque (2018): Mechanisms and Drivers of Soil Salinity in Coastal Bangladesh, https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-319-71093-8_18 ; in: R. J. Nicholls, C. W. Hutton, W. N. Adger, S. E. Hanson, M. M. Rahman, &amp;amp; M. Salehin (Eds.), Ecosystem services for well-being in deltas: Integrated assessment for policy analysis (pp. 333–347). Cham: Springer. https://doi.org/10.1007/978-3-319-71093-8_8&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Meeresspiegelanstieg von 1 m würde den Salzgehalt zusätzlich um 2-4 ppm erhöhen. Im Allgemeinen zeigt sich der Meeresspiegelanstieg jedoch weniger wirksam als Änderungen beim Abfluss der großen Ströme des Deltas. Zusätzlich können Tropische Wirbelstürme durch Überspülen und Zerstörung der Deiche zu Überflutungen auch der Polder führen. Über kurze Zeitperioden kann sich dadurch der Salzgehalt der Oberflächengewässer um 4-9 ppt erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zukunft wird mit weiter reduziertem Abfluss in der Trockenzeit und einem höheren Meeresspiegel gerechnet. Bei einer starken Veränderung des Klimas könnten ein deutlich reduzierter Abfluss, ein Meeresspiegelanstieg von 1 m und starke tropische Wirbelstürme aufeinandertreffen.  Die Folgen wären erhebliche Zunahmen des Salzgehalts um bis zu 9 ppm, vor allem im mittleren Teil der Küstenzone.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Akter 2019&amp;quot; /&amp;gt; Bis zum Ende des 21. Jahrhunderts könnte der Salzgehalt in den Böden über weite Teile des Deltas auf über 20 ppt steigen. In einigen Regionen wird damit gerechnet, dass bis 2050 durch die Zunahme des Salzgehalts im Boden die landwirtschaftliche Produktivität um 25 % oder sogar um 50 % abnehmen wird.  Ein Problem wird auch die höhere Belastung des Grundwassers durch seitlich eindringendes Meerwassers infolge des Meeressspiegelanstiegs sein, wordurch die Trinkwasserversorgung gefährdet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Salehin 2018&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Bild:Bangladesh migration SLR 2050 2100.jpg|thumb|420px|Nettomigration bei einem künftigen Meeresspiegelanstieg von 0,3 m bis 2050 und 1,5 m bis 2100. Rot: Nett-Abwanderung, blau: Netto-Zuwanderung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Soziale Folgen ==&lt;br /&gt;
Die Versalzung der Böden und der Gewässer hätten weit reichende Folgen für die Landwirtschaft und die Gesundheit der Bevölkerung. Einerseits würde, wie schon heute zu beobachten, das Shrimp-Farming davon profitieren, da Shrimps in Gewässern mit 0,5 bis 2,5 ‰ Salzgehalt optimal gedeihen. Andererseits würden durch die Bodenversalzung und die Umwandlung in Shrimp-Teiche große Flächen für den Reisanbau verloren gehen. Eine weitere Folge wäre die verstärkte Ausbreitung von Cholera und anderen Krankheiten, da eine warme und feuchte Umgebung mit mäßig hohem Salzgehalt die entsprechenden Krankheitserreger begünstigen. Die Shrimp-Aquakultur braucht außerdem weniger Arbeitskräfte und erfordert einen höheren Kapitaleinsatz und trägt somit zum Verlust der Lebensgrundlagen gerade der ärmeren Bevölkerung bei und treibt sie oft in die Migration. Die Folge ist eine stark wachsende Bevölkerung vor allem in den beiden Megastädten Kalkutta und Dhaka.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nicholls 2020&amp;quot;&amp;gt;Nicholls, R.J., W.N. Adger, C.W. Hutton &amp;amp; S.E. Hanson (eds.) (2020): Deltas in the Anthropocene, https://doi.org/10.1007/978-3-030-23517-8&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Ende des 21. Jahrhunderts könnten bei einem Meeresspiegelanstieg von 1,5 m sogar 2 Mio. Menschen zur Migration gezwungen sein. Als Folge der Migrationsströme werden wahrscheinlich schon bis zur Jahrhundertmitte in den Zielgebieten rund 600 000 neue Arbeitsplätze und 200 000 neue Wohnungen gebraucht werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Davis 2018&amp;quot;&amp;gt;Davis, K.F., A. Bhattachan, P. D&#039;Odorico4 and S. Suweis (2018): A universal model for predicting human migration under climate change: examining future sea level rise in Bangladesh, Environ. Res. Lett. 13, 6,  https://doi.org/10.1088/1748-9326/aac4d4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach neueren Modell-Berechnungen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Davis 2018&amp;quot; /&amp;gt; würden bei einem Meeresspiegelanstieg von 0,3 m bis 2050 wahrscheinlich 900 000 Menschen aufgrund von Überschwemmungen ihre angestammten Wohngebiete verlassen und in höher gelegene Gebiete ziehen. Am Ende des 21. Jahrhunderts könnten bei einem Meeresspiegelanstieg von 1,5 m sogar 2 Mio. Menschen zur Migration gezwungen sein. Die Zielgebiete der Migration sind über die südliche Hälfte des Landes verstreut, wobei die Hauptstadt Dhaka die meisten Menschen anziehen wird. Es wird damit gerechnet, dass nahezu alle Migranten in nahe gelegene Gebiete, die weniger betroffen sind, fliehen werden und kaum in fernere Gegenden in Bangladesch oder gar ins Ausland. Als Folge der Migrationsströme werden wahrscheinlich schon bis zur Jahrhundertmitte in den Zielgebieten rund 600 000 neue Arbeitsplätze und 200 000 neue Wohnungen gebraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.germanwatch.org/de/2754 Meeresspiegelanstieg in Bangladesch und den Niederlanden] Darstellung von Germanwatch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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				&amp;lt;div class=&amp;quot;inhalt&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schülerarbeiten zum Thema==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schülerarbeiten zum Thema des Artikels&#039;&#039;&#039; aus dem [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts Schulprojekt Klimawandel]:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756568/4735a19e2b841ee2b4bb3ae61b1c43d7/2012-meeresspiegel-bangladesch-niederlande-data.pdf Meeresspiegelanstieg in Bangladesch und den Niederlanden] ein Vergleich (Gymnasium Allee Altona, Hamburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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				&amp;lt;/div&amp;gt;  &lt;br /&gt;
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				&amp;lt;div class=&amp;quot;inhalt&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie zum Thema==&lt;br /&gt;
* Bilder zu: [[Meeresspiegel%C3%A4nderungen_(Bilder)#Bangladesch|Meeresspiegeländerungen in Bangladesch]] &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Regionales Beispiel von=Aktueller Meeresspiegelanstieg&lt;br /&gt;
|Regionales Beispiel von=Meeresspiegel der Zukunft&lt;br /&gt;
|Regionales Beispiel von=Folgen des Meeresspiegelanstiegs&lt;br /&gt;
|Regionales Beispiel von=Hochwasser in Deltagebieten&lt;br /&gt;
|Räumlich Teil von=Bangladesch (einfach)&lt;br /&gt;
|Räumlich Teil von=Meeresspiegelanstieg in Asien&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=Hochwasser im Mekong-Delta&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=Meeresspiegelanstieg in Afrika&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=Meeresspiegelanstieg in Europa&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=Meeresspiegelanstieg in tropischen Inselstaaten&lt;br /&gt;
|Folge von=Ursachen des Meeresspiegelanstiegs&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Klimaänderungen in Südasien&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Klimaprojektionen Asien&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Meeresspiegel der Zukunft, Folgen des Meeresspiegelanstiegs, Bangladesch (einfach), Meeresspiegelanstieg in Afrika, Meeresspiegelanstieg in Europa, Meeresspiegelanstieg in tropischen Inselstaaten, Ursachen des Meeresspiegelanstiegs, Klimaänderungen in Südasien, Klimaprojektionen Asien, Regionale Klimafolgen&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meeresspiegel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Extremereignisse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regionale Klimafolgen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=D%C3%BCrren_im_Amazonasgebiet&amp;diff=32469</id>
		<title>Dürren im Amazonasgebiet</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=D%C3%BCrren_im_Amazonasgebiet&amp;diff=32469"/>
		<updated>2024-12-08T08:25:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Schülerarbeiten zum Thema */  invalide links ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Amazonas geographisch.jpg|thumb|520 px|Das Amazonasbecken]]&lt;br /&gt;
Im Amazonasbecken befindet sich der weltweit größte zusammenhängende tropische Regenwald, in dem etwa 200 Gt&amp;lt;ref&amp;gt;Eine Gigatonne entspricht einer Milliarde (10&amp;lt;sup&amp;gt;9&amp;lt;/sup&amp;gt;) Tonnen&amp;lt;/ref&amp;gt; Kohlenstoff gespeichert sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gloor 2013&amp;quot;&amp;gt;Gloor, M., R.J.W. Brienen, D. Galbraith, T.R. Feldpausch, J. Schöngart, J.-L. Guyot, J.C. Espinoza, J. Lloyd, and O.L. Phillips (2013): Intensification of the Amazon hydrological cycle over the last two decades, Geophys. Res. Lett., 40, 1729–1733, doi:10.1002/grl.50377&amp;lt;/ref&amp;gt;  In den letzten 30-40 Jahren ist es im Amazonasgebiet im Vergleich zu früheren Jahrzehnten zu mehr extremen [[Starkniederschläge und Hochwasser|Überschwemmungen]] und zu mehr starken [[Dürren]] gekommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gloor 2015&amp;quot;&amp;gt;Gloor, M., J. Barichivich, G. Ziv, R. Brienen, J. Schöngart, P. Peylin, B. Barcante Ladvocat Cintra, T. Feldpausch, O. Phillips, and J. Baker  (2015): Recent Amazon climate as background for possible ongoing and future changes of Amazon humid forests, Global Biogeochemical Cycles, 29, doi:10.1002/2014GB005080.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Besonders die teilweise als „Jahrhundertdürren“ bezeichneten Trockenphasen im neuen Jahrhundert haben zu einer Wahrnehmung eines zunehmend trockeneren Amazonasbeckens geführt, was durch [[Klimamodelle|Modellsimulationen]] über die [[Klimaprojektionen|künftige globale Erwärmung]] teilweise bestätigt wurde,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gloor 2013&amp;quot; /&amp;gt;  einschließlich eines möglicherweise verstärkten Waldsterbens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC 2014 Box 4-3&amp;quot;&amp;gt;IPCC (2014): Climate Change 2014, Working Group II: Impacts, Adaptation and Vulnerability, Box 4-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige Dürren im Amazonas ==&lt;br /&gt;
===Vor 2000===&lt;br /&gt;
Bereits während der [[Mittelalterliche Warmzeit|mittelalterlichen Warmzeit]] zwischen 900 und 1200 wurden für das Amazonasgebiet gewaltige Dürren nachgewiesen. Im 20. Jahrhundert sind größere Dürren durch das niedrige Niveau des Amazonas und seiner Nebenflüsse in den Jahren 1912 und 1926 und dann in 1964, 1983, 1995 und 1998 belegt. Im 20. Jahrhundert hat es wahrscheinlich die stärkste Dürre 1926 gegeben. Die Niederschläge lagen während dieser Dürre im zentralen und nördlichen brasilianischen Amazonasgebiet und auch im südlichen Venezuela um 50 % unter den normalen Werten.  Als Folge ereigneten sich in Venezuela und im oberen Rio-Negro-Becken große Feuer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Marengo 2016&amp;quot;&amp;gt;Marengo, J.A., &amp;amp; J.C. Espinoza (2016): Extreme seasonal droughts and floods in Amazonia: causes, trends and impacts. International Journal of Climatology 36(3), 1033–1050&amp;lt;/ref&amp;gt;  Auch bei späteren Dürren kam es zu [[Waldbrände im Amazonas-Regenwald|starken Waldbränden]]. So erfasste während der Dürre 1998 in Roraima am Nordrand des brasilianischen Amazonas ein großes Feuer ca. 12000 km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;, wobei 8-21 % der Laubdachbäume und 36-78 % des Unterholzes betroffen war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xaud 2013&amp;quot;&amp;gt;Xaud, H.A.M, F.S.R.V Martins, J.R. Santos (2013): Tropical forest degradation by mega fires in the northern Brazilian Amazon. Forest Ecology and Management 294, 97-106. doi:10.1016/j.foreco.2012.11.036&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Amazonas-Dürren2004-2009-2015.jpg|thumb|520 px|Abb. 1: Niederschlagsdefizite bei Beginn der drei großen Dürren Anfang des 21. Jahrhunderts, dargestellt als Standardabweichungen des Niederschlags im September-November 2004, 2009 und 2015]]&lt;br /&gt;
===Nach 2000===&lt;br /&gt;
In den 2000er Jahren erfuhr mehr als die Hälfte des Amazonasgebiets starke Dürren, die zahlreiche Bäume schädigten, zu Feuerausbrüchen führten und zeitweilig eine Netto-Emission von [[Kohlenstoffkreislauf|Kohlenstoff]] verursachten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Duffy 2015&amp;quot;&amp;gt;Duffy P. B., P. Brando, G.P. Asner &amp;amp; C.B. Field (2015): Projections of future meteorological drought and wet periods in the Amazon. Proc. Natl. Acad. Sci. USA 112, 13172–13177&amp;lt;/ref&amp;gt;  In letzter Zeit sind die Zeitabstände zwischen den extrem starken Dürren kürzer geworden. So kam es 2005 und 2010 zu Dürren, die bei ihrem Auftreten jeweils als „Jahrhundertdürre“ eingestuft wurden, und es folgte eine noch stärkere Dürre in den Jahren 2015/16. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Amazonas-Dürre 2005, die besonders im südwestlichen Amazonas eine Flächen von 1,9 Mio. km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; erfasste,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Marengo 2016&amp;quot; /&amp;gt; lagen die Temperaturen in der Trockenzeit (März bis Oktober) um 3-5 °C höher als im Mittel, und die Niederschläge erreichten  in manchen Gebieten nur 33-65 % des durchschnittlichen Wertes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Davidson 2012&amp;quot;&amp;gt;Davidson, E.A., et al. (2012): The Amazon basin in transition, Nature 481, 321-328&amp;lt;/ref&amp;gt;   Die Dürre 2005 wurde zunächst als „Jahrhundertereignis“ bezeichnet. Spätere Modellberechnungen stuften sie jedoch als einmal in 20 Jahren ein. 2025 könnte eine solche Dürre nach diesen Berechnungen bereits alle zwei Jahre vorkommen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dürre 2010, unter der mehr als die Hälfte des Amazonasbeckens litt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Davidson 2012&amp;quot; /&amp;gt;  begann bereits Ende 2009 und verstärkte sich während der Trockensaison 2010. Insgesamt waren von dieser Dürre 3,0 Mio. km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; betroffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Marengo, J. et al. (2011): The drought of 2010 in the context of historical droughts in the Amazon region. Geophysical Research Letters 38(12), 1–5&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die Pegelstände der Flüsse erreichten wie z.B. bei Manaus die niedrigsten Werte seit über 100 Jahren und die Abflussmengen fielen auf die Hälfte des langjährigen Mittels.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Marengo 2016&amp;quot; /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2015 war wahrscheinlich das heißeste Jahr der letzten 100 Jahre im Amazonasbecken. Die extreme Hitze fiel 2015/16 mit der zunehmenden Ausdehnung einer extremen Dürre zusammen, wovon 13 % des Regenwaldes erfasst wurden, ein Fünftel mehr als bei vergleichbaren früheren Dürren, die nicht mehr als 8-10 % betrafen. Die starke Trockenheit dehnte sich Ende 2015 über das gesamte Amazonasgebiet aus, konzentrierte sich  dann aber mit Beginn des Jahres 2016 vor allem im östlichen Amazonasbecken, während im Westen eine ungewöhnliche Feuchtigkeit herrschte (Abb. 2).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jiménez-Muñoz 2016&amp;quot;&amp;gt;Jiménez-Muñoz, J. C. et al. (2016): Record-breaking warming and extreme drought in the Amazon rainforest during the course of El Niño 2015–2016. Sci. Rep. 6, 33130; doi: 10.1038/srep33130&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihren  Höhepunkt hatte die Dürre im Sept.-Nov. 2015 im südlichen und im Dez.-Febr. 2015/16 im nordöstlichen Amazonas. Die Niederschläge waren im Nordteil des Amazonasgebiets ähnlich niedrig wie während der Dürre von 1998 und lagen während der Regenzeit im Nord-Winter um 200-300 mm unter dem normalen Niveau der Regenzeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Marengo 2017&amp;quot;&amp;gt;Marengo, J. A., Fisch, G. F., Alves, L. M., Sousa, N. V., Fu, R., and Zhuang, Y. (2017): Meteorological context of the onset and end of the rainy season in Central Amazonia during the GoAmazon2014/5, Atmos. Chem. Phys., 17, 7671-7681&amp;lt;/ref&amp;gt;  Der Vegetationsindex (NDVI = Normalized Difference Vegetation Index) war über dem nordöstlichen Amazonas 2015/16 deutlich niedriger als während der Dürren 2005 und 2010.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Erfanian 2017&amp;quot;&amp;gt;Erfanian, A., G. Wang &amp;amp; L. Fomenko (2017): Unprecedented drought over tropical South America in 2016: significantly under-predicted by tropical SST, Scientific Reports 7: 5811 | DOI:10.1038/s41598-017-05373-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ozeanische Ursachen ==&lt;br /&gt;
Als wichtigste Ursachen für Dürren im Amazonasgebiet werden Schwankungen der [[Meeresoberflächentemperatur|Oberflächentemperatur]] der benachbarten Ozeane Pazifik und Atlantik angenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Erfanian 2017&amp;quot; /&amp;gt;  So wurde eine ganze Reihe von Dürren entweder auf die Erwärmung im östlichen Pazifik durch das [[ENSO|El-Niño-Phänomen]] oder auf eine Erwärmung im tropischen Atlantik zurückgeführt. Die mittelalterlichen Dürren wurden wahrscheinlich weniger durch die Bedingungen des Pazifischen Ozeans dominiert, sondern durch ungewöhnlich warme Meeresoberflächentemperaturen im tropischen Atlantik. Dagegen steht die ungewöhnliche Dürre von 1926 im Zusammenhang mit einem der stärksten El Niños der neueren Geschichte. Auch andere Dürren im Amazonasgebiet, so die von 1912, 1983 und 1997/98 wurden als direkte Folge eines El-Niño-Ereignisses gedeutet. Und schließlich gilt das auch für die stärkste Dürre seit über 100 Jahren, nämlich die extreme Dürre von 2015/16. Andere Dürren der neuesten Zeit, so die von 1963 und 2005 hatten dagegen nichts mit einem El Niño zu tun. Und die extreme Dürre von 2010 stand sowohl mit einem El Niño wie mit einem sehr warmen tropischen Nordatlantik in Beziehung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Marengo 2016&amp;quot; /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Amazon PDSI 1983-1998-2016.jpg|thumb|520 px|Abb. 2: Der Palmer Drought Severity Index (PDSI) im Januar-März der El-Niño-Dürren 1983, 1998 und 2016]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Walker ElNino 2colorSSTA large.jpg|thumb|420 px|Abb. 3: Schematische Darstellung der Walker-Zirkulation (Dezember-Februar) während El-Niño-Bedingungen über einer Karte mit wärmeren (Ocker) und kälteren (Blau-Grün) Meeresoberflächentemperaturen als üblich.]]&lt;br /&gt;
===El Niño===&lt;br /&gt;
Während eines El Niños verschiebt sich der absteigende Ast der [[Walker-Zirkulation]] von der Westküste Südamerikas nach Osten, so dass trockene absteigende Luftmassen über dem östlichen Amazonasgebiet und Nordostbrasilien vorherrschen (Abb. 3). Dadurch werden die [[Konvektion]] warmer und feuchter Luftmassen unterdrückt und lokal entstehende Niederschläge verhindert. Über dem bolivianischen Amazonas kann es dagegen zu überdurchschnittlichen Regenfällen wie im Herbst 1982 oder Anfang 2016 kommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Marengo 2016&amp;quot; /&amp;gt;  Außerdem werden durch die Verschiebung der  Walker-Zirkulation die [[Passat]]-Winde über dem tropischen Atlantik geschwächt.  Als Folge wird der Transport feuchter Luftmassen vom tropischen Atlantik, die wichtigste externe Quelle von Feuchtigkeit für das Amazonasgebiet, der Zweidrittel des Niederschlags entstammen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Davidson 2012&amp;quot; /&amp;gt; verringert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Erfanian 2017&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die El Niño Einflüsse sind jedoch nicht immer gleich. Jeder El Niño fällt anders aus. Grob gesehen lassen sich zwei Typen unterscheiden. Bei dem einen ist die Erwärmung des Oberflächenwassers des tropischen Pazifik primär im Osten vor der peruanischen Küste ([[ENSO und der anthropogene Treibhauseffekt|Niño 1.2 Region]]) lokalisiert, bei dem anderen primär im zentralen Pazifik (Niño 3.4 Region). Die El-Niño-Ereignisse 1982 und 1997 waren durch eine Erhöhung der Meeresoberflächentemperatur von mehr als 3 °C im Osten des Pazifiks gekennzeichnet, der El Niño 2015 besaß seine stärkste Erwärmung dagegen im zentralen Pazifik, dessen Erwärmung 1982 und 1997 relativ gering war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jiménez-Muñoz 2016&amp;quot; /&amp;gt;   Jiménez-Muñoz et al. (2016) begründen die geographische Verbreitung der Dürre 2015/16 vor allem im östlichen Amazonasgebiet (Abb. 2) mit dem Schwerpunkt der Erwärmung des tropischen Pazifiks im zentralen Teil des ENSO-Gebietes (ENSO 3.4).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jiménez-Muñoz 2016&amp;quot; /&amp;gt;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Atlantik Pazifik SST.jpg|thumb|420 px|Abb. 4: Änderung der Meeresoberflächentemperatur im tropischen Nordatlantik 1990-2013 in °C/Jahrzehnt]]&lt;br /&gt;
[[Bild:SST Atlantik H2O-Transport Amazonas.jpg|thumb|420 px|Abb. 5: Änderung der Meeresoberflächentemperatur (SST) im tropischen Nordatlantik und des Wasserdampftransports vom Atlantik in das Amazonasbecken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der tropische Atlantik===&lt;br /&gt;
Bei höheren Atlantik-Temperaturen können sich ebenfalls die atlantischen Passatwinde abschwächen und dadurch nach Auffassung einiger Autoren weniger feuchte Luftmassen ins Amazonasbecken gelangen. Seit den späten 1970er Jahren haben die Meeresoberflächentemperaturen im tropischen Nordatlantik graduell zugenommen, mit besonders hohen Werten in den Jahren 1980, 1998, 2005 und 2010, die alle mit einer Dürre im Amazonasgebiet verbunden waren. 2010 lagen sie während des ganzen Jahres um 1,5-2 °C über dem Durchschnitt und waren damit höher als während der gesamten Periode von 1903 bis 2010. Die Folge war eine Verschiebung der [[Innertropische Konvergenzzone|Innertropischen Konvergenzzone]] um 5° nach Norden, wodurch die Nordostpassate vom Atlantik her weniger tief in den Kontinent eindringen konnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Marengo 2016&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Autoren stellen eine Zunahme der Niederschläge in der feuchten Jahreszeit im nordwestlichen, nördlichen und zentralen Teil des Beckens fest und begründen sie ebenfalls mit der Erwärmung im tropischen Atlantik.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gloor 2015&amp;quot; /&amp;gt;  Die starke Erwärmung des tropischen Atlantik hat danach den [[Wasserdampf]]gehalt über dem Atlantik erhöht, wodurch es vor allem in der feuchten Jahreszeit (d.h. im Süd-Winter) zu einem höheren Zufluss von Wasserdampf von Norden her in das Amazonasbecken gekommen ist. Das stützen auch Modellsimulationen der neusten Modellgeneration, die für das Amazonasbecken in der feuchten Jahreszeit für die Zukunft mehr Niederschläge prognostizieren. Außerdem soll es hiernach zu einer Abkühlung des östlichen tropischen Pazifik und damit [[ENSO|La-Niña]]-ähnlichen Zuständen infolge von Schwankungen der [[Pazifische Dekaden Oszillation|Pazifischen Dekaden-Oszillation (PDO)]] gekommen sein. Die Kombination von einem wärmeren tropischen nördlichen Atlantik und einem kühleren tropischen östlichen Pazifik habe zu einer Intensivierung der Walker-Zirkulation geführt und in der Folge zu mehr Niederschlägen über dem Amazonas.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gloor 2015&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Klimawandel==&lt;br /&gt;
Inwieweit der [[Klimawandel]] heute schon einen Einfluss auf das Auftreten von Dürren im Amazonasgebiet hat, ist nicht geklärt. Dabei müssen zwei Fragen unterschieden werden: 1. Inwieweit beeinflusst die Temperaturerhöhung durch mehr [[Treibhausgase]] in der Atmosphäre die hydrologischen Prozesse im Amazonasgebiet selbst? und 2. welchen Einfluss hat die globale Erwärmung auf die Änderung der Meeresoberflächentemperatur im tropischen Pazifik und Atlantik, die maßgeblich die Niederschlagsverhältnisse im Amazonasraum bestimmen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Amazonas temp Dürren.jpg|thumb|420 px|Abb. 6: Temperaturveränderungen im Amazonasgebiet als Abweichungen vom langjährigen Mittel in °C; Monatswerte und Jahresmittel, rot: 5-Jahresmittel. Die Balken in Ocker verweisen auf wichtige Dürren.]]&lt;br /&gt;
Das Amazonasgebiet hat sich seit 1980 um 0,5 °C erwärmt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jiménez-Muñoz 2016&amp;quot; /&amp;gt;   in jüngster Zeit sogar um 0,25 °C pro Jahrzehnt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Malhi 2008&amp;quot;&amp;gt;Malhi, Y., et al.(2008): Climate Change, Deforestation, and the Fate of the Amazon, Science 319, 169 (2008); 169-172&amp;lt;/ref&amp;gt;  wobei die Temperaturzunahme höher in der trockenen Jahreszeit und im Südosten war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jiménez-Muñoz 2016&amp;quot; /&amp;gt;   Außerdem sind besonders hohe Werte während der extremen Dürren der letzten Zeit zu erkennen (Abb. 6). Steigende Temperaturen führen zu einer höheren [[Verdunstung]] und begünstigen so die Trockenheit. Sie könnten daher möglicherweise zu den ausgeprägten Dürren der jüngsten Zeit beigetragen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachtet man nicht nur die Trockenphasen und die Dürreperioden, zeigen Beobachtungsdaten, dass die Niederschläge im Amazonasgebiet insgesamt zugenommen haben, vor allem durch eine Zunahme in der feuchten Jahreszeit im nordwestlichen, nördlichen und zentralen Teil des Beckens, während in der trockenen Jahreszeit vor allem im Südwesten ein leichter Rückgang der Niederschläge zu verzeichnen ist. Über das gesamte Amazonasbecken gemittelt lag die Zunahme seit etwa 1990  bei ca. 10 %, wobei besonders der Nordwesten 2000-2009 mit 80mm/Monat gegenüber 1981-1990 hervorsticht. Im Südwesten wurde dagegen eine Abnahme um 20 mm/Monat beobachtet&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gloor 2013&amp;quot;&amp;gt;Gloor, M., R.J.W. Brienen, D. Galbraith, T.R. Feldpausch, J. Schöngart, J.-L. Guyot, J.C. Espinoza, J. Lloyd, and O.L. Phillips (2013): Intensification of the Amazon hydrological cycle over the last two decades, Geophys. Res. Lett., 40, 1729–1733, doi:10.1002/grl.50377&amp;lt;/ref&amp;gt;  und im südlichen Amazonasgebiet insgesamt eine Verlängerung der Trockenzeit seit den 1970er Jahren um einen Monat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Marengo 2017&amp;quot; /&amp;gt;  Die Beobachtungen zeigen also keine Tendenz zu größerer Trockenheit, sondern eher zu feuchteren Verhältnissen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während im Süden und Südwesten die besonders starke Entwaldung dieser Gebiete als Grund für die zurückgehenden Niederschläge angenommen wird,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gloor 2013&amp;quot; /&amp;gt;  gelten als Ursache für die Niederschlagszunahme in den übrigen Gebieten, wie oben erläutert, die ozeanischen Einflüsse als Hauptgrund. Die El-Niño-Ereignisse im Pazifik scheinen in den letzten Jahrzehnten stärker geworden zu sein, vor allem belegt durch die intensiven Ereignisse 1982, 1997/98 und 2015/16. Außerdem hat es eine Verlagerung der maximalen Erwärmung der Meeresoberflächentemperatur vom östlichen in den zentralen Pazifik gegeben. Ob das auf den anthropogenen [[Treibhauseffekt]] oder auf [[natürliche Klimaschwankungen]] zurückzuführen ist, ist in der Forschung nicht geklärt. Auch der zukünftige Einfluss der globalen Erwärmung auf das ENSO-Phänomen bleibt ungewiss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC 2013 14.4&amp;quot;&amp;gt;IPCC (2013): Climate Change 2013, Working Group I: The Science of Climate Change, 14.4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Eine Auswirkung des Klimawandels auf die Pazifische Dekaden Oszillation (PDO)  ist gegenwärtig ebenfalls nicht beweisbar, und die Modellberechnungen für das 21. Jahrhundert sind mit großen Unsicherheiten behaftet. Einige Modelle zeigen zwar eine leichte Änderung zur negativen PDO-Phase, d.h. zu kälteren Bedingungen im östlichen tropischen Pazifik. Andererseits sind die internen Schwankungen so hoch, dass ein externer Einfluss  auf die PDO kaum vor der Mitte des 21. Jahrhunderts festzustellen sein wird.  Bei der starken Erwärmung im tropischen Atlantik wird dagegen von einigen Autoren schon gegenwärtig der Klimawandel als Ursache angenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC 2013 14.7.3&amp;quot;&amp;gt;IPCC (2013): Climate Change 2013, Working Group I: The Science of Climate Change, 14.7.3&amp;lt;/ref&amp;gt;   Andere sehen aber auch hier lediglich eine natürliche Klimaschwankung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Marengo 2016&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Regionale Prozesse==&lt;br /&gt;
Neben dem Einfluss der benachbarten Ozeane spielen auch regionale Prozesse bei der Entstehung von Dürren eine Rolle. So kann z.B. das Abholzen des Amazonaswaldes die Luftfeuchtigkeit herabsetzen. Bei einem gesunden Regenwald nehmen die Pflanzen die Niederschläge auf und verdunsten sie z.T. wieder. Aus dem Wasserdampf der Atmosphäre entstehen Niederschläge vor Ort oder in benachbarten Gebieten, wo das Wasser wiederum verdunsten und zu neuen Niederschlägen führen kann. Dieser Kreislauf wird gestört, wenn der Regenwald beseitigt wird, um z.B. landwirtschaftliche Flächen zu schaffen, oder wenn der Wald durch Dürren und Brände gelichtet wird. Der Niederschlag wird dann nur in geringem Maße von der Sekundärvegetation gespeichert und die Verdunstung stark reduziert. Falls der Einstrom feuchter Luftmassen vom Atlantik noch zusätzlich durch den Einfluss eines El Niño oder einer Erwärmung des Atlantiks verringert wird, verschärft sich das Problem. Von den dann ohnehin spärlichen Niederschlägen kann bei einer reduzierten Pflanzendecke noch weniger Wasser gespeichert und verdunstet werden und noch weniger Wasserdampf wird weitertransportiert. Dadurch wiederum wird die Gefahr von Düren und Waldbränden verstärkt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zemp 2017&amp;quot;&amp;gt;Zemp, D. C. et al. (2017): Self-amplified Amazon forest loss due to vegetation–atmosphere feedbacks. Nature Communications 8, 14681 doi: 10.1038/ncomms14681&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Auf diese Weise könnte ein sich selbst verstärkender Waldverlust im Amazonasgebiet Dürren verstärken, weil damit der Wasserkreislauf zwischen Atmosphäre und Regenwald geschwächt wird, der 20-50 % des gesamten Niederschlags im Amazonasgebiet ausmacht. Eine Abnahme des ozeanischen Feuchtigkeitszuflusses könnte also einen sich selbstverstärkenden Waldverlust auslösen bzw. einen durch Rodung ausgelösten Waldverlust verstärken. In den letzten Jahrzehnten wurde tatsächlich im südlichen und östlichen Amazonas eine Tendenz zu trockeneren Bedingungen in der trockenen Jahreszeit beobachtet. Z.T. wurde das erklärt durch eine Verringerung des Zuflusses feuchter Luftmassen vom Atlantik, verursacht durch eine Verschiebung der ITC nach Norden. Ob sich dieser Prozess in Zukunft fortsetzt, ist unsicher. Die Modellprojektionen schwanken von einer starken Austrocknung bis zu einem moderaten feuchter werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zemp 2017&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was bringt die Zukunft? ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Temp Amazon 2100.jpg|thumb|520 px|Abb. 7: Zunahme der jährlichen Mitteltemperatur im Amazonasgebiet nach verschiedenen RCP-Szenarien]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach verschiedenen [[Klimamodelle|Modellrechnungen]] werden die Temperaturen im Amazonasgebiet bis zum Ende des 21. Jahrhunderts deutlich steigen (Abb. 7). Nach dem [[RCP-Szenarien|Szenario RCP8.5]] wird eine Temperaturzunahme bis zu 6 °C erwartet, nach RCP4.5 von ca. 2,5 °C und nur nach dem nicht sehr wahrscheinlichen Szenario RCP2.6 bleibt die Erwärmung unter 2 °C.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2013): Climate Change 2013, Working Group I: The Science of Climate Change, Annex I: Atlas of Global and Regional Climate Projections Supplementary Material RCP8.5, Figure AI.SM8.5.52&amp;lt;/ref&amp;gt;  Höhere Temperaturen zeigen sich in den Modellrechnungen besonders im südöstlichen Amazonasgebiet. Eine größere Erwärmung bedeutet vor allem eine höhere [[Verdunstung]] mit einer verstärkten Bodenaustrocknung, bei ausreichend zur Verfügung stehender Feuchte aber auch mehr Wasserdampf in der Atmosphäre und mehr regionalen Niederschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mittlere Niederschlagsmenge wird nach Modell-Projektionen weitgehend unverändert bleiben. Geographisch und saisonal ergeben sich jedoch Unterschiede. Vor allem im Südosten des Gebietes werden die Niederschläge nach Berechnungen von 10 [[Regionale Klimamodelle|Regionalmodellen]] auf der Grundlage des [[Klimaszenarien|A1B-Szenarios]] abnehmen, sich im westlichen Teil dagegen wenig ändern (Abb. 8).&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2013): Climate Change 2013, Working Group I: The Science of Climate Change, Figure 14.21&amp;lt;/ref&amp;gt;   Eine Untersuchung von 35 Modellen der neuesten Generation nach dem RCP8.5-Szenario kommt zu folgenden Ergebnissen: Die feuchte Jahreszeit (Dezember-April) wird demnach etwas feuchter, die trockensten Monate (Juli-September) werden noch trockener. Die Gründe liegen im Wesentlichen bei der unterschiedlichen Erwärmung der Meeresoberflächentemperaturen im östlichen tropischen Pazifik und im tropischen Atlantik, die mit den Niederschlägen im Amazonas antikorrelieren. Dabei wirkt sich der Einfluss des Pazifiks mehr auf den östlichen, der des Atlantiks mehr auf den westlichen Amazonas aus. Da sich der Pazifik schneller erwärmen werde als der Atlantik, wird der Niederschlag im größeren Ost-Amazonasgebiet abnehmen, im westlichen Teil eher zunehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Duffy 2015&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Bild:Prec S-America2100.jpg|thumb|520 px|Abb. 8: Niederschlagsänderungen nach dem A1B-Szenario in Südamerika 2071-2100 minus 1960-1990 in % nach Berechnungen von 10 Regionalmodellen. Die gestreiften Flächen zeigen eine größere Übereinstimmung zwischen den Modellen an.]] &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Hinblick auf künftige Dürren folgt daraus ein deutliche Verstärkung der Trockenheit im Amazonasbecken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Duffy 2015&amp;quot; /&amp;gt;  In dem Gebiet mit abnehmenden Niederschlägen (östlicher Amazonas mit 2/3 des Gesamtgebietes) werden sich die Dürregebiete bis 2100 mindestens verdreifachen. Auch die Häufigkeit von Dürren wird hier zunehmen. In dem kleineren westlichen Teil, wo die Niederschläge eher zunehmen werden, wird das Gebiet, das von ernsten Dürren betroffen ist, etwas abnehmen und die Häufigkeit von Dürren ebenfalls abnehmen. Ursache für die Zunahme von Dürren ist hauptsächlich die Erwärmung der [[Meeresoberflächentemperatur]] im östlichen tropischen Pazifik. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Klimamodelle andere relevante Prozesse nur schlecht oder gar nicht berücksichtigen, so die Abholzung des Regenwaldes und die daraus folgende Verringerung der lokalen Verdunstung und Niederschläge. Daher könnte es auch im westlichen Amazonasgebiet zukünftig trockener werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Rückwirkungen klimatischer Änderungen auf die Vegetation des Amazonaswaldes sind in den Modellen nur begrenzt repräsentiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zemp 2017&amp;quot; /&amp;gt;   Der Klimawandel könnte das Auftreten extremer Dürren verstärken, was möglicherweise zur Emission großer Teile der 120 Pg des in den Regenwäldern gespeicherten Kohlenstoffs führen würde. Nach manchen Modellsimulationen wäre sogar ein Ersatz des Regenwaldes im Südosten des Amazonasgebietes durch eine Savannenvegetation möglich, andere zeigen jedoch, dass zwar die erhöhte Temperatur Verluste des Kohlenstoffreservoirs verursachen könnten, die erhöhte CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration aber auch das Pflanzenwachstum verstärken wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Duffy 2015&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==	 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
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==Klimadaten zum Thema==&lt;br /&gt;
Klimadaten zum Thema selbst auswerten? Hier können Sie aus [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen &#039;&#039;&#039;Daten zum Klimawandel&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
eigene Karten zur künftigen Klimaentwicklung für verschiedene Regionen der Erde erzeugen:&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier finden Sie eine [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/arbeitsanweisungen-panoply-263990 &#039;&#039;&#039;Anleitung zur Visualisierung der Daten&#039;&#039;&#039;].&lt;br /&gt;
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==Schülerarbeiten zum Thema==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schülerarbeiten zum Thema des Artikels&#039;&#039;&#039; aus dem [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts Schulprojekt Klimawandel]:&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756388/ff511dda391b2e9db53697225bd51e5d/2007-oekosystem-wald-data.pdf Das Ökosystem Wald als Klimafaktor] (Athenaeum, Stade)&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756142/ba319e7981ff1073c128d77a6fcd742f/2013-amazonas-klimawandel-data.pdf Die Abholzung des Tropenwaldes im Amazonasgebiet und der Klimawandel] (Anne-Frank-Schule, Bargteheide)&lt;br /&gt;
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==Bildergalerie zum Thema==&lt;br /&gt;
* Bilder zu: [[Dürren im Amazonasgebiet (Bilder)|Dürren im Amazonasgebiet]]&lt;br /&gt;
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== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}	 &lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|Regionales Beispiel von=Dürren&lt;br /&gt;
|Ähnlich wie=Dürren im Sahel&lt;br /&gt;
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|Beeinflusst von=Klimaprojektionen Amazonasgebiet&lt;br /&gt;
|Beeinflusst von=Klimaprojektionen Lateinamerika&lt;br /&gt;
|Beeinflusst von=ENSO&lt;br /&gt;
|Beeinflusst von=Pazifische Dekaden Oszillation&lt;br /&gt;
|Beeinflusst=Waldbrände im Amazonas-Regenwald&lt;br /&gt;
|Regionales Beispiel von=Wetterextreme und Klimawandel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Waldbrände in hohen Breiten, Waldbrände Mittelmeerraum, Klimaänderungen Afrika, Klimaprojektionen Afrika, Klimaprojektionen Lateinamerika, Klimaprojektionen Asien, Klimaänderungen in Südasien, ENSO, El Niño 1997/98, Wälder im Klimawandel, Ökosysteme, Vegetation, Biosphäre, Regionale Klimafolgen&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Extremereignisse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regionale Klimafolgen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Klimaprojektionen_Lateinamerika&amp;diff=32468</id>
		<title>Klimaprojektionen Lateinamerika</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Klimaprojektionen_Lateinamerika&amp;diff=32468"/>
		<updated>2024-12-08T08:19:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Schülerarbeiten zum Thema */  invalide links ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Temp S-Amerika2100.jpg|thumb|420px|Projektionen von Regionalmodellen der Jahresmitteltemperatur für Südamerika nach dem Szenario RCP8.5 bis zum Ende des 21. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
== Grundlagen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klima des mittel- und südamerikanischen Kontinents ist außerordentlich komplex. Zum einen reicht der lang gestreckte Kontinent von den [[Subtropen]] der nördlichen bis zum Tundrenklima der südlichen Hemisphäre. Zum anderen sorgen die Anden und die Gebirge Mittelamerikas für große Unterschiede auf den West- und Ostseiten des Kontinents. Die durch die [[atmosphärische Zirkulation]] bestimmte zonale Gliederung in verschiedene [[Klimazonen]], wie sie in reinster Ausbildung auf dem afrikanischen Kontinent zu finden ist, wird durch den von Norden nach Süden verlaufenden Gebirgszug durch eine meridionale Komponente überlagert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Ostseite bis weit ins Innere spielen die jahreszeitlich wandernden Nordost- und Südost-[[Passat]]e sowie die [Innertropische Konvergenzzone] (ITC), d.h. die [[Hadley-Zelle|Hadley-Zirkulation]], als Regenbringer eine entscheidende Rolle. Hinzu kommt das sich selbst erhaltende tropische Regenwaldklima des Amazonasgebietes. Die schmale Westseite ist dagegen durch die Anden von der Hadley-Zirkulation völlig abgeschnitten und geprägt durch Meeresströmungen, die von Nord-Chile bis Peru für ein wüstenhaftes Klima sorgen. Im Südosten des Kontinents, in Patagonien, verhindern die Anden den Einfluss feuchter Westwinde und bewirken ein trockenes Steppenklima in gemäßigten Breiten. Hinzu kommt ein wichtiger Einfluss des [[ENSO]]-Systems auf große Teile Mittel- und Südamerikas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Temperatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Mittelamerika und das nördliche Südamerika wird nach dem [[SRES-Szenarien|A1B-Szenario]] für das Ende des 21. Jahrhunderts (2080-2099) im Vergleich zum Ende des 20. Jahrhunderts (1980-1999) je nach [[Klimamodelle|Modell]] und Szenario eine Temperaturerhöhung zwischen 1,8 und 5,0 °C, bzw. 3,3 °C als Mittel von 21 Modellen, berechnete.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2007): Climate Change 2007, Working Group I: The Science of Climate Change, 11.6.3.1&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dieser Wert liegt um 30 % über dem Mittelwert der Projektionen für den gesamten Globus. Für das südliche Südamerika werden dagegen mit 1,7 bis 3,9 °C Zunahme(2,5 °C als Mittel) ähnliche Temperaturerhöhungen wie global erwartet. Die stärkste Erwärmung wird mit über 4 °C als Mittel von 21 Modellen im Amazonasgebiet prognostiziert. Ein ähnlich hoher Wert wird im Innern von Nord-Mexiko angenommen. In beiden Fällen wird sich die Temperaturzunahme vor allem im Sommer (Juni-August) zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Simulationen mit neuen Klimamodellen und auf der Basis der [[RCP-Szenarien]] für den 5. Sachstandsbericht des Weltklimarates [[IPCC]] haben ähnliche Ergebnisse ergeben. Jahreszeitlich wird die stärkste Erwärmung im Sommer (Juni-August) erwartet, mit etwas höheren Werten in Mittelamerika als in der Karibik. So nehmen die Temperaturen nach dem niedrigen Szenario RCP4.5 im Sommer in Mittelamerika um 2,0 °C zu, in der Karibik nur um 1,3 °C. In Südamerika liegen die Zunahmen bei etwa 2 °C, wobei die höchsten Werte mit 2,2 °C für das Amazonasgebiet und die niedrigsten mit 1,5 °C für den Südosten Südamerikas projiziert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2013): Climate Change 2013, Working Group I: The Science of Climate Change, 14.8.4, 14.8.5, Table 14.1&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem hohen Szenario RCP8.5 wird für das Amazonasbecken sogar eine Temperaturzunahme von rund 6 °C erwartet.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2013): Climate Change 2013, Working Group I: The Science of Climate Change, Annex I: Atlas of Global and Regional Climate Projections Supplementary Material RCP8.5, Figure AI.SM8.5.52&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Südamerika insgesamt sagen Regionalmodelle eine Zunahme warmer und Abnahme kalter Nächte vorher.&lt;br /&gt;
[[Bild:Prec S-America2100.jpg|thumb|560px|Niederschlagsänderungen nach dem A1B-Szenario in Südamerika 2071-2100 minus 1960-1990 in % nach Berechnungen von 10 Regionalmodellen Die gestreiften Flächen zeigen eine größere Übereinstimmung zwischen den Modellen an.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Niederschlag ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederschläge werden in Mittelamerika nach dem A1B-Szenario bis zum Ende des 21. Jahrhunderts um rund 9 % abnehmen.  Von der Abnahme besonders stark betroffen sind die karibischen Inseln und die mittelamerikanische Landbrücke im Sommer, wo der Niederschlag bis 20 % zurückgehen könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2007): Climate Change 2007, Working Group I: The Science of Climate Change, 11.6.3.2&amp;lt;/ref&amp;gt; Die neueren Projektionen für den 5. Sachstandsbericht des [[IPCC]] besagen für das Sommerhalbjahr ebenfalls eine Reduktion der Niederschläge für nahezu die gesamte mittelamerikanische Region einschließlich der Karibik.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2013): Climate Change 2013, Working Group I: The Science of Climate Change, 14.8.4&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nördlichen Südamerika werden sich die Jahresniederschläge fast gar nicht verändern, bei leichten Zunahmen im Nordsommer und leichten Abnahmen im Nordwinter. Regional werden jedoch über dem Äquator bis hinein ins Amazonasgebiet sichtliche Zunahmen im Nordwinter, und über Nordostbrasilien und dem Amazonasbecken deutliche Abnahmen im Nordsommer erwartet. Auch im südlichen Südamerika sind die Veränderungen des jährlichen Niederschlags insgesamt unbedeutend. Regional werden jedoch Abnahmen über Südchile und Zunahmen über der La-Plata-Region prognostiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2007): Climate Change 2007, Working Group I: The Science of Climate Change, 11.6.3.2&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach den Projektionen von neueren Regionalmodellen werden für den Nordsommer teilweise starke Abnahmen der Niederschläge von 30-50 % über dem Nordosten Brasiliens und im Norden Kolumbiens erwartet. Die tropische Küstenregion am Pazifik und die La-Plata-Region können dagegen mit deutlichen Zunahmen rechnen. Mehr Niederschläge würden hiernach auch im südlichen Patagonien und Süd-Chile fallen.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2013): Climate Change 2013, Working Group I: The Science of Climate Change, 14.8.5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelne Regionen ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Prec Central-America.jpg|thumb|360px|Projektionen der Niederschlagsänderungen bis 2080–2099 im Vergleich zu 1986–2005 in mm/Tag pro °C Erwärmung nach dem Szenario RCP4.5. Gestreifte Gebiete zeigen hohe Übereinstimmung der Klimamodelle. ]]&lt;br /&gt;
===Mittelamerika und die Karibik===&lt;br /&gt;
Die Karibik und die angrenzenden Länder Mittelamerikas gelten durch den Klimawandel als besonders gefährdet, zum einen durch eine mögliche Zunahme der [[Hurrikane|Hurrikantätigkeit]] und zum anderen durch den [[Meeresspiegel der Zukunft|Meeresspiegelanstieg]]. Während der Meeresspiegelanstieg eher ein globales Phänomen ist, die karibischen Inseln aber besonders gefährdet, werden Häufigkeit und Intensität der karibischen Hurrikane stark durch das Klima des tropischen Atlantik und der Karibik selbst gesteuert. Das karibische Klima wird zunächst durch das [[Subtropen|subtropische Hoch]] über dem Atlantik bestimmt. Es liegt im Winter weit im Süden und bringt der Region Trockenheit. Im Sommer verschiebt es sich nach Norden und macht Ostwinden Platz, wodurch von Mai bis November Regen fällt. Von Juni bis November, wenn die Meeresoberflächentemperaturen über 26,5 °C liegen, können sich diese Ostwinde zu tropischen Stürmen und Hurrikanen entwickeln, die die Hauptmenge des Niederschlags bringen. Das ganze System steht unter dem Einfluss des [[ENSO|El-Niño-Phänomens]] im Südpazifik und der Nordatlantischen Oszillation. El-Niño-Jahre sorgen für mehr Trockenheit und geringere Hurrikanaktivität über der Karibik, La-Niña-Jahre für feuchtere Bedingungen. Eine positive [[Nordatlantische Oszillation|NAO]]-Phase verstärkt das subtropische Hochdruckgebiet und bewirkt damit ebenfalls eine Verringerung der Niederschläge.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2007): Climate Change 2007, Working Group I: The Science of Climate Change, 11.9.1.1&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC 2013 14.8.4&amp;quot;&amp;gt;IPCC (2013): Climate Change 2013, Working Group I: The Science of Climate Change, 14.8.4&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum Ende des 21. Jahrhunderts wird für Mittelamerika und die Karibik eine Temperaturerhöhung um ca. 2-3 °C erwartet, etwas weniger als im globalen Durchschnitt, was mit der Dominanz des Meeres gegenüber den Landflächen zu tun hat.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2007): Climate Change 2007, Working Group I: The Science of Climate Change, 11.9.3.1&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC 2013 14.8.4&amp;quot; /&amp;gt;   Nicht weniger wichtig als die Luft- sind denn auch die Wassertemperaturen, da durch sie die Verdunstung und der Niederschlag bestimmt werden. Bis 2050 wird ein Anstieg der Meeresoberflächentemperatur um 1 °C erwartet. Daraus sollten höhere Niederschläge resultieren, wie sie eine Modellrechnung für August bis Oktober auch prognostiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;Angeles, M.E., et al. (2007): Predictions of future climate change in the Caribbean region using global general circulation models. Int. J. Climatol., 27, 555-569&amp;lt;/ref&amp;gt;   Der IPCC geht jedoch von trockeneren Verhältnissen in Mittelamerika und der Karibik am Ende des 21. Jahrhunderts aus. Der Grund liegt darin, dass im Ostpazifik künftig mehr El-Niño-artige Verhältnisse und im Nordatlantik eine Verstärkung der NAO erwartet werden. Beide Änderungen führen zu geringeren Niederschlägen in der Karibik.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2007): Climate Change 2007, Working Group I: The Science of Climate Change, 11.9.3.1&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Ausnahme stellt lediglich die nördliche Karibik in den Wintermonaten dar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC 2013 14.8.4&amp;quot; /&amp;gt;  Eine Erwärmung des östlichen tropischen Pazifik, aus der sich ein El Niño entwickelt, intensiviert den subtropischen Jetstream, der wiederum vertikale Schwerwinde über der Karibik verstärkt, die die Konvektion von feuchter Luft behindern. Durch eine positive NAO-Phase werden das atlantische Subtropen-Hoch und der [[Passat]] stärker, wodurch es zu Abkühlungen der Meeresoberflächentemperaturen in der Karibik kommt.&amp;lt;ref&amp;gt;Angeles, M.E., et al. (2007): Predictions of future climate change in the Caribbean region using global general circulation models. Int. J. Climatol., 27, 555-569 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Amazonasgebiet===&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Klimaprojektionen Amazonasgebiet]]&lt;br /&gt;
Das mögliche Schicksal des Amazonasgebietes in der globalen Erwärmung hat besondere Aufmerksamkeit erlangt. Der Grund liegt in der überregionalen klimatischen Bedeutung dieses größten tropischen Regenwaldes, der vor allem als CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Speicher für das globale Klima von Bedeutung ist. 120 Gigatonnen Kohlenstoff (GtC) sind im Amazonasgebiet gespeichert, was der Menge von 15 Jahren gegenwärtiger anthropogener Emission entspricht. 15 % der Photosynthese der Erde werden hier umgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2007): Climate Change 2007, Working Group II: Impacts, Adaptation and Vulnerability, Box 13.1&amp;lt;/ref&amp;gt;  Eine Vernichtung des Amazonaswaldes z.B. durch Abholzung und/oder Trockenheit durch den Klimawandel könnte diesen auch global weiter verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum einen ist der Amazonas durch die fortschreitende ökonomisch motivierte Waldzerstörung gefährdet. Das hat insofern erhebliche klimatische Konsequenzen, als der Regenwald 20-50 % des Niederschlags wieder verdunstet und dem Wasserkreislauf erneut zuführt. Waldverluste um 30 bis 40 % könnten das Amazonasgebiet auf Dauer in ein trockeneres Klima überführen.&amp;lt;ref&amp;gt;Malhi, Y. et al. (2008): Climate Change, Deforestation, and the Fate of the Amazon, Science 319, 169-172&amp;lt;/ref&amp;gt;  Nach Modellberechnungen wäre vor allem im Südosten des Amazonasgebiets mit einer drastischen Reduzierung des Niederschlags in der Trockenzeit um bis zu 50 % zu rechnen, während der Nordwesten von Trockenheit weitgehend verschont bleiben würde, da hier Steigungsregen am Osthang der Anden für genügend Feuchtigkeit sorgen. Der größte Teil des Regenwaldes im Amazonasgebiet könnte in eine Savanne verwandelt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2007): Climate Change 2007, Working Group II: Impacts, Adaptation and Vulnerability, Box 13.1&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer durch Abholzungen ist das Amazonasgebiet auch durch den globalen Klimawandel bedroht und zählt daher zu einem der möglichen [[Kipppunkte im Klimasystem]], die bei einer weiteren Erwärmung in einen nicht mehr umkehrbaren Prozess treiben könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Lenton, T.M. (2008): Tipping elements in the Earth&#039;s climate system, PNAS 105, 1786-1793&amp;lt;/ref&amp;gt;  Bei einer globalen Erwärmung von 3-4 °C würde der Amazonasregenwald in den nächsten Jahrzehnten von starker Trockenheit betroffen sein. Von besonderer Bedeutung sind dabei Einflüsse durch das [[ENSO|El-Niño-Phänomen]] im Südpazifik. Beim Auftreten eines El Niños, einer ungewöhnlichen Erwärmung des Oberflächenwassers vor der südamerikanischen Westküste, kommt es zu Dürren über Nordostbrasilien und dem Amazonasgebiet. Auch höhere Meeresoberflächentemperaturen im tropischen Nordatlantik können, wie die starke Dürre im Jahre 2005 zeigte, zu Dürren im Amazonasgebiet führen.&amp;lt;ref&amp;gt;Phillips, O. L. et al. (2009): Drought Sensitivity of the Amazon Rainforest, Science 323, 1344-1347&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* I. Fischer-Bruns, G. Brasseur/Climate Service Center: [http://www.climate-service-center.de/012259/index_0012259.html.de Künftige Klimaänderungen in Paraguay] Projektionen auf der Grundlage globaler und regionaler Klimamodellierung für das Jahr 2030 - die zahlreichen Karten des Beitrags beziehen sich auf ganz Lateinamerika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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==Klimadaten zum Thema==&lt;br /&gt;
{{Bild-links|Bild=Südamerika Heiße Tage DiffII RCP8.5.jpg|Breite=200px}} &lt;br /&gt;
Klimadaten zum Thema selbst auswerten? Hier können Sie aus [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/suedamerika &#039;&#039;&#039;Regionaldaten zu Südamerika&#039;&#039;&#039;] eigene Karten zur künftigen Klimaentwicklung erzeugen.&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Klimamodell-Experimente zum Thema==&lt;br /&gt;
Mit dem einfachen Klimamodell [http://mscm.dkrz.de/ &#039;&#039;&#039;Monash Simple Climate Model (MSCM)&#039;&#039;&#039;] können Experimente zur zukünftigen Entwicklung des globalen Klimas nach verschiedenen Szenarien durchgeführt werden, bei denen auch die künftigen Veränderungen in Lateinamerika erkennbar sind:&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/265776/d6b92ac0d85682416b49ae2b3967ed92/bedienungsanleitung-data.pdf Bedienungsanleitung] Kurzanleitung zur Nutzung des MSCM&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ue-klimawandel-267198 Arbeitsblätter und Lehrerhandreichungen] Anleitung zur Arbeit mit Schülern&lt;br /&gt;
* [http://mscm.dkrz.de/greb/cgi-bin/scny_i18n.py?scenario=102&amp;amp;variable=01&amp;amp;locale=DE Experimente zur Änderung des globalen Klimas nach verschiedenen Szenarien]&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=visualClear&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
				&amp;lt;/div&amp;gt;  &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Schülerarbeiten zum Thema==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schülerarbeiten zum Thema des Artikels&#039;&#039;&#039; aus dem [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts Schulprojekt Klimawandel]:&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756142/ba319e7981ff1073c128d77a6fcd742f/2013-amazonas-klimawandel-data.pdf Die Abholzung des Tropenwaldes im Amazonasgebiet und der Klimawandel] (Anne-Frank-Schule, Bargteheide)&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/746854/13a0f117e714170fc04b55d552291c5b/2014-tropische-gletscher-data.pdf Welche Ursachen und Folgen hat das Abschmelzen tropischer Gletscher am Kilimandscharo und in den Anden?] (Gymnasium Grootmoor, Hamburg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=visualClear&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
				&amp;lt;/div&amp;gt;  &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
ähnlich wie=Klimaprojektionen Polargebiete&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=Klimaprojektionen Nordamerika&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=Klimaprojektionen Asien&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=Klimaprojektionen Afrika&lt;br /&gt;
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|beeinflusst von=Klimaszenarien&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Zukünftige Treibhausgaskonzentrationen&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Projektionen Kohlendioxid&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Dürren im Amazonasgebiet&lt;br /&gt;
|Teil von=Klimaprojektionen regional&lt;br /&gt;
|Teil von=Klimaprojektionen&lt;br /&gt;
|umfasst räumlich=Klimaprojektionen Amazonasgebiet&lt;br /&gt;
|Vergangenheit=Klimaänderungen in Lateinamerika&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Klimaprojektionen Polargebiete, Klimaprojektionen Nordamerika, Klimaprojektionen Asien, Klimaprojektionen Afrika, Klimaprojektionen Australien, Klimaprojektionen Europa, Klimaszenarien, Zukünftige Treibhausgaskonzentrationen, Projektionen Kohlendioxid&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaprojektionen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regionale Klimaprojektionen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Solar_Radiation_Management_(SRM)&amp;diff=32467</id>
		<title>Solar Radiation Management (SRM)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Solar_Radiation_Management_(SRM)&amp;diff=32467"/>
		<updated>2024-12-08T08:13:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: Klimadaten zum Thema + Schülerarbeiten =&amp;gt; invalide links ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
== Warum Climate Engineering? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Klimapolitik besteht ein weitreichender Konsens darüber, dass bei einer [[2-Grad-Ziel|Begrenzung der globalen Erwärmung im 21. Jahrhundert auf 2° C]] über dem vorindustriellen Wert eine gefährliche Störung des [[Klimasystem]]s durch den Menschen gerade noch vermieden werden kann. Bei einer Überschreitung der 2°-C-Marke würden die Folgen des Klimawandels nicht mehr kontrolliert werden können. [[Wetterextreme und Klimawandel|Wetterextreme]] und andere Klimafolgen würden ein gefährliches und kaum zu bewältigendes Maß annehmen und die [[Kosten des Klimawandels|ökonomischen Kosten]] unvertretbar hoch ansteigen lassen. Dass dieses 2°-Ziel erreicht werden kann, wird von vielen Experten sehr skeptisch beurteilt. Denn mit diesem Ziel ist nicht eine Erwärmung von 2 °C über dem heutigen Niveau gemeint, sondern über dem vorindustriellen Level. Gegenwärtig liegt die Erhöhung der [[Globale Mitteltemperatur|globalen Mitteltemperatur]] aber bereits um etwa 0,9 °C über dem vorindustriellen Wert. Und man geht davon aus, dass weitere 0,5 °C bereits im Klimasystem, vor allem in den [[Erwärmung des Ozeans|Ozeanen]], stecken und sich nur noch nicht auf die bodennahen [[Lufttemperatur]]en ausgewirkt haben. Insofern wäre nur noch eine Erwärmung um weitere 0,6 °C möglich, wenn man das 2°-Ziel einhalten will. Das liegt deutlich unter dem Maß der [[Klima im 20. Jahrhundert|bisherigen Erwärmung]]. Nach einer solchen radikalen Eindämmung der globalen Erwärmung sieht es gegenwärtig aber nicht aus. Vielmehr steigt die [[Kohlendioxid-Konzentration|Konzentration von Kohlendioxid (CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;)]], des mit Abstand wichtigsten anthropogenen [[Treibhausgase]]s in der Atmosphäre, ungebremst weiter an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts dieser Lage werden auch künstliche Eingriffe in das Klimasystem diskutiert, um die globale Erwärmung zu begrenzen, die als [[Climate Engineering]] (CE) - oder auch Geoengineering - bekannt geworden sind. Dabei geht es grundsätzlich um zwei Arten von  CE-Maßnahmen. Die eine Maßnahme, das Carbon Dioxide Removal (CDR),  besteht aus Verfahren, die das Kohlendioxid, den Hauptverursacher des Klimawandels, teilweise wieder aus der Atmosphäre entfernen. Dazu gehören etwa das Anpflanzen von Bäumen, die unterirdische CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Speicherung oder die [[Ozeandüngung|Algendüngung in den Ozeanen]]. Die andere Art des Climate Engineering ist darauf ausgerichtet, die Sonneneinstrahlung zu reduzieren und wird  in der Fachwelt als Solar Radiation Management (SRM) bezeichnet. Mit dieser technischen Reduzierung der [[Strahlung|Solarstrahlung]] beschäftigt sich dieser Artikel.&lt;br /&gt;
[[Bild:G1 Schema.jpg|thumb|520px|Schema des Experiments G1 des [http://climate.envsci.rutgers.edu/GeoMIP/ The Geoengineering Model Intercomparison Project (GeoMIP)]]]&lt;br /&gt;
[[Bild:G2 Schema.jpg|thumb|520px|Schema des Experiments G2 des [http://climate.envsci.rutgers.edu/GeoMIP/ The Geoengineering Model Intercomparison Project (GeoMIP)]]]&lt;br /&gt;
[[Bild:G3 Schema.jpg|thumb|520px|Schema des Experiments G3 des [http://climate.envsci.rutgers.edu/GeoMIP/ The Geoengineering Model Intercomparison Project (GeoMIP)]]]&lt;br /&gt;
[[Bild:G4 Schema.jpg|thumb|520px|Schema des Experiments G4 des [http://climate.envsci.rutgers.edu/GeoMIP/ The Geoengineering Model Intercomparison Project (GeoMIP)]]]&lt;br /&gt;
== Methoden des Solar Radiation Managements ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Überblick ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Solar Radiation Management (SRM) begegnet der [[Klimawandel|globalen Erwärmung]] durch die Reduzierung der Solarstrahlung, die den Erdboden erreicht. Dabei werden vor allem die folgenden drei SRM-Methoden untersucht:&lt;br /&gt;
# Reflektoren (Spiegel) im Weltraum,&lt;br /&gt;
# die Injektion von Schwefeldioxid  in die Stratosphäre zur Bildung von reflektierenden Partikeln ([[Sulfataerosole]]),&lt;br /&gt;
# die [[Modifikation mariner Schichtwolken|Aufhellung mariner Schichtwolken]] durch Primäre [[Aerosole|Meersalzaerosole]], die als [[Kondensation]]skerne dienen.&lt;br /&gt;
Solche Maßnahmen können zwar der Auswirkung von anthropogenen Treibhausgasen auf die globale Temperatur entgegenwirken. Sie können aber nicht alle Effekte des Klimawandels rückgängig machen. Und alle Methoden besitzen eigene Risiken und Nebenwirkungen, die weitgehend noch nicht hinreichend erforscht sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC 2013 FAQ 7.3&amp;quot;&amp;gt;IPCC (2013): Climate Change 2013, Working Group I: The Science of Climate Change, FAQ 7.3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Das Solar Radiation Management wurde bisher am systematischsten vom Geoengineering Model Intercomparison Project (GeoMIP)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://climate.envsci.rutgers.edu/GeoMIP/ The Geoengineering Model Intercomparison Project (GeoMIP)]&amp;lt;/ref&amp;gt; untersucht. Das GeoMIP hat beispielhafte [[Klimaszenarien|Szenarien]] für [[Klimamodelle|Modellexperimente]] formuliert, die mit G1, G2 usw. bezeichnet wurden:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kravitz 2011&amp;quot;&amp;gt;Kravitz, B., Robock, A., Boucher, O., Schmidt, H., Taylor, K. E., Stenchikov, G., and Schulz, M.: The Geoengineering Model Intercomparison Project (GeoMIP) (2011): Atmospheric Science Letters, 12, 162–167, doi:10.1002/asl.316, 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;G1&#039;&#039;&#039;: Das rein theoretische Experiment geht von einer plötzlichen Vervierfachung der vorindustriellen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration aus, der mit einer Reduktion der [[Sonnenenergie|Solarkonstanten]] außerhalb der [[Atmosphäre]] entgegengewirkt wird. Ziel ist die Wiederherstellung der [[Globale Mitteltemperatur|globalen Mitteltemperatur]] des vorindustriellen Klimas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;G2&#039;&#039;&#039;: Auch hier wird die Solarkonstante außerhalb der Atmosphäre reduziert. Die Reduktion ist hier jedoch mit einem graduellen Anstieg des CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalts um 1 % jährlich kombiniert. Auch hier wird die Wiederherstellung des vorindustriellen Klimas angestrebt, allerdings graduell. Nach 50 Jahren wird die Verringerung der Solarkonstante abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;G3&#039;&#039;&#039;: Die Reduzierung der Sonneneinstrahlung wird in diesem Experiment ab 2020 durch die Injektion von Schwefeldioxid (SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;) in die Stratosphäre bewirkt und auf das laufende [[RCP-Szenarien|RCP-Szenario]] 4.5 angewendet. Die jährliche Menge an SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; wird nach Bedarf bestimmt. Ziel ist es, die globale Mitteltemperatur ab 2020 konstant zu halten. Die SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Injektion wird nach 50 Jahren abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;G4&#039;&#039;&#039;: Ebenfalls in Kombination mit dem Szenario RCP4.5 und ab 2020 werden bei diesem Experiment jährlich konstant 5 Tg&amp;lt;ref&amp;gt;1 Tg = 1 Teragramm = 1 Megatonne (Mt) = 1 Milliarde Kilogramm = 1 Billion Gramm&amp;lt;/ref&amp;gt; SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; in die Stratosphäre eingebracht. Die Maßnahme wird ebenfalls nach 50 Jahren beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen sind die weiteren Experimente G5, G6 und G7 veröffentlicht, bei denen es u.a. um die [[Modifikation mariner Schichtwolken|Beeinflussung von niedrigen Wolken über dem Ozean]] und um die Manipulation von hohen Cirrus-[[Wolken]] geht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kravitz 2015&amp;quot;&amp;gt;Kravitz, B., et al. (2015): The Geoengineering Model Intercomparison Project Phase 6 (GeoMIP6): simulation design and preliminary results, Geoscientific Model Development, 8, 3379–3392&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Spiegel im Weltall oder die Reduktion der Solarkonstanten (G1 und G2)===&lt;br /&gt;
Die ersten systematischen Modelluntersuchungen haben sich mit einer Reduktion der Solarkonstanten außerhalb der Atmosphäre und deren Auswirkung auf das Klima befasst. Eine solche Wirkung könnte z.B. durch die Installation von Spiegeln im Weltraum, die die Sonnenstrahlen reflektieren, oder durch die Ausbringung von reflektierenden Partikeln erzielt werden. In Modellexperimenten wird die Abschwächung der Solarkonstanten, ohne dass das praktische Vorgehen berücksichtigt wird, als Ausgleich einer plötzlichen Vervierfachung der vorindustriellen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration angenommen. Bei diesem Konzept handelt es sich um das Szenario G1 des Geoengineering Model Intercomparison Project (GeoMIP). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Vervierfachung der vorindustriellen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration würde auf einen Wert von 1139 ppm hinauslaufen, der ungefähr dem Szenario RCP8.5 am Ende des 21. Jahrhunderts entspricht. D.h. eine solche Erhöhung des Kohlendioxidgehalts der Atmosphäre durch menschliche Emissionen liegt durchaus im Bereich des Möglichen. Das Szenario RCP8.5 ist zwar das höchste der neuen Szenarien des Weltklimarats [[IPCC]], wird aber dennoch oft als business-as-usual(weiter-wie-bisher-)-Szenario bezeichnet. Das G1-Szenario kann aber dennoch nicht als ein realistisches Szenario betrachtet werden, da eine plötzliche Vervierfachung der Konzentration von Kohlendioxid in der Realität nicht vorkommt. Die vorgenommene Abstraktion jedoch ermöglicht einen besseren Vergleich verschiedener Modelle, mit denen die Experimente durchgeführt werden. Dazu wurden u.a. vier verschiedene [[Erdsystemmodelle]] von unterschiedlichen Instituten (aus GB, Fr, Norwegen und HH) verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidt 2012a&amp;quot;&amp;gt;Schmidt, H., K. Alterskjær, D. Bou Karam, O. Boucher, A. Jones, J.E. Kristjansson, U. Niemeier, M. Schulz, A. Aaheim, F. Benduhn, M. Lawrence, and C. Timmreck (2012): Solar irridiance reduction to counteract radiative forcing from a quadrupling of CO2: Climate responses simulated by four Earth system models. Earth Syst. Dynam., Eart Syst. Dynam., 3, 63-78&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In solchen Experimenten bewirkte die Vervierfachung der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration eine Veränderung der Strahlungsantrieb|Strahlungsbilanz an der Obergrenze der Atmosphäre um 6,4-9,6 W/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidt 2012a&amp;quot; /&amp;gt; In ähnlicher Größe müsste die Solarstrahlung durch Spiegel im All oder Ähnliches reduziert werden. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die Verringerung der Solarkonstanten, um denselben Temperatureffekt am Boden zu erzielen, um 25 % mehr reduziert werden muss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidt 2012b&amp;quot;&amp;gt;Schmidt, H., et al. (2012): [http://implicc.zmaw.de/fileadmin/user_upload/implicc/deliverables/D6_3_synthesis_report_nohead.pdf IMPLICC: Implications and risks of engineering solar radiation to limit climate change. Synthesis report for policy makers and the interested public]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Grund ist, dass bei einer geringeren Sonneneinstrahlung weniger Wolken entstehen (da weniger Wasser verdunstet) und die Reduzierung der Wolkenbedeckung die [[Albedo]] des Planeten verringert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidt 2012a&amp;quot; /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aerosole in die Stratosphäre oder mehr Reflexion von Sonnenstrahlen (G3 und G4)===&lt;br /&gt;
Zahlreiche Untersuchungen haben sich mit der Injektion von Schwefeldioxid (SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;) in die Stratosphäre befasst.  Im Unterschied zu Spiegeln im All gilt ein solches Vorhaben als eher durchführbar, und es hat in der Natur in großen [[Vulkanismus|Vulkanausbrüchen]] ein Vorbild. Auch bei stärkeren Vulkanausbrüchen, wie z.B. bei dem gut untersuchten Ausbruch des Mt. Pinatubo 1991, werden größere Mengen an Schwefeldioxid bis in die Stratosphäre geschleudert, wo sie zu Schwefelsäure (H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;SO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;)  und [[Sulfataerosole]]n umgewandelt werden. Die Sulfataerosole reflektieren einen Teil der einfallenden Sonnenstrahlen und kühlen damit die untere Atmosphäre. Die Aerosole verweilen in der Stratosphäre ein bis zwei Jahre, wenn die Vulkaneruption in den [[Tropen]] stattfindet, einige Monate bei Eruptionen in höheren Breiten. Bei Ausbrüchen in den Tropen wird das Schwefeldioxid durch die hier vorherrschenden vertikalen Luftströmungen in großen Mengen relativ hoch in die Stratosphäre transportiert und dort durch die stratosphärische Zirkulation Richtung Pole verteilt. Die daraus entstandenen Aerosole sinken dann vor allem in den [[Jetstream]]-Regionen der mittleren Breiten wieder in die Troposphäre ab, wo sie hauptsächlich durch Niederschläge in kurzer Zeit aus der Atmosphäre entfernt werden. In der Stratosphäre gibt es kaum vertikale Bewegungen und keine Niederschläge, so dass die Aerosole hauptsächlich durch ihr eigenes Gewicht langsam nach unten sinken. Dabei sinken größere Teilchen, die sich durch Koagulation (Zusammenballung) bilden können, schneller abwärts als kleinere Partikel. Nach einem Jahr befindet sich in der Regel nur noch ein Drittel der Aerosole in der Stratosphäre.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Robock 2014&amp;quot;&amp;gt;Robock, A. (2014): [http://climate.envsci.rutgers.edu/robock/robock_geopapers.html Stratospheric Aerosol Geoengineering]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Möglichkeit des Solar Radiation Managements zur Verringerung der Sonneneinstrahlung könnte darin bestehen, ähnlich wie bei Vulkanausbrüchen Schwefeldioxid mit Hilfe von Flugzeugen, Ballons oder Kanonen &amp;lt;ref name=&amp;quot;Robock 2014&amp;quot; /&amp;gt; in der Stratosphäre auszubringen und auf diese Weise künstliche stratosphärische Wolken aus Sulfataerosolen zu erzeugen, die das einfallende Sonnenlicht reflektieren. Da die Partikel nach ein bis zwei Jahren wieder absinken, müsste die künstliche Injektion von Schwefeldioxid in die Stratosphäre so lange wiederholt werden, wie eine Verringerung des Treibhauseffekts durch z.B. zunehmende CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen nötig erscheint. Da zudem das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; über Jahrhunderte in der Atmosphäre verbleibt und sich bei fortgesetzter Emission zunehmend ansammelt und damit die globale Temperatur stetig in die Höhe treibt, wird mit der Zeit mehr und mehr Schwefeldioxid in die Stratosphäre eingebracht werden müssen, um den sich verstärkenden anthropogenen [[Treibhauseffekt]] auszugleichen. Hinzu kommt, dass die stetige Nachlieferung von SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; in die untere Stratosphäre dazu führt, dass die neuen kleineren Partikel sich mit den vorhandenen Partikeln zu größeren Teilchen durch Koagulation verbinden, die weniger effektiv die Strahlung reflektieren, weil sie schneller absinken. Modellstudien weisen darauf hin, dass zum Ausgleich einer Verdoppelung des CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalts der Atmosphäre mindestens 10 Mio t Schwefel jährlich nötig wären, was ungefähr der Menge entspricht, die bei dem Pinatubo-Ausbruch in die Stratosphäre gelangt ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC 2013 7.7.2.1&amp;quot;&amp;gt;IPCC (2013): Climate Change 2013, Working Group I: The Science of Climate Change, 7.7.2.1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kosten eines solchen Unterfangens würden sich für den Transport von 1 Mio. t Material auf 1-3 Milliarden US$ pro Jahr belaufen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;McClellan 2012&amp;quot;&amp;gt;McClellan, J., D.W. Keith, and J. Apt (2012): Cost analysis of stratospheric albedo modification delivery systems, Environmental Research Letters, doi:10.1088/1748-9326/7/3/034019&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein weiterer Faktor, der die Schwefelinjektion in die Höhe treibt, ist der Rückgang der Wolkenbedeckung bei verringerter Sonneneinstrahlung, weil durch die damit verbundene Abkühlung weniger Wasser verdunstet und damit weniger Wasserdampf in der Atmosphäre vorhanden ist, der zu Wolkentröpfchen kondensieren kann. Daher muss die Sonneneinstrahlung zusätzlich um 25 % mehr reduziert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidt 2012b&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wolkenaufhellung===&lt;br /&gt;
* [[Modifikation mariner Schichtwolken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klimaänderungen ==&lt;br /&gt;
===Globale Mitteltemperatur===&lt;br /&gt;
Theoretisch kann das Solar Radiation Management dem anthropogenen Klimawandel relativ schnell entgegenwirken und die Erde auf z.B. das vorindustrielle Niveau der globalen Mitteltemperatur in ein bis zwei Jahrzehnten abkühlen. Schon die Pinatubo-Eruption 1991, als die Oberflächentemperatur innerhalb von 1-2 Jahren um 0,5 °C abnahm, zeigte die Möglichkeit einer solchen Temperaturabsenkung auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC 2013 FAQ 7.3&amp;quot; /&amp;gt;  Die Modellsimulationen zum Climate Engineering haben SRM-Maßnahmen simuliert, die zu unterschiedlichen globalen Mitteltemperaturen als Folge einer Abkühlung führen. Das G1-Experiment, das die Reduktion der Sonneneinstrahlung mit einer plötzlichen Vervierfachung des vorindustriellen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalts der Atmosphäre kombiniert, stellt die globale Mitteltemperatur des vorindustriellen Klimas wieder her.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidt 2012b&amp;quot; /&amp;gt;   Das am häufigsten durchgeführte G3-Experiment ist zumeist darauf ausgelegt, die Strahlungsbilanz und damit die globale Mitteltemperatur um 2020 zu stabilisieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidt 2012a&amp;quot; /&amp;gt;  Ein anderes Experiment lässt die Temperatur des Szenarios RCP8.5 im Jahre 2035 durch Aerosoleinbringung in die Stratosphäre um ca. 1 °C auf das Niveau am Ende des 20. Jahrhunderts absenken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;McCusker 2014&amp;quot;&amp;gt;McCusker, K.E., K.C. Armour, C.M. Bitz, and D.S. Battisti (2014): Rapid and extensive warming following cessation of solar radiation management, Environmental Research Letter, doi:10.1088/1748-9326/9/2/024005&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Damit scheint eine Absenkung der globalen Mitteltemperatur auf Werte vor dem menschlichen Eingriff in das Klimasystem im Bereich des Möglichen zu liegen. Eine Untersuchung, die sich mit der nötigen Aerosoleinbringung in die Stratosphäre gerade bei höheren Treibhausgas-Szenarien und über einen längeren Zeitraum befasst, zeigt jedoch auch Grenzen des Machbaren auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Niemeier 2015&amp;quot;&amp;gt;U. Niemeier and C. Timmreck (2015): What is the limit of climate engineering by stratospheric injection of SO2?, Atmos. Chem. Phys., 15, 9129-9141, doi:10.5194/acp-15-9129-2015&amp;lt;/ref&amp;gt;  Würde man z.B. bei dem hohen Szenario RCP8.5 den Strahlungsantrieb am Ende des 21. Jahrhunderts auf das Niveau von 2020 reduzieren wollen, wäre ein negativer Antrieb von 5,5 W/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; nötig. Das wäre nur erreichbar mit einer Schwefelinjektion von 45 Tg jährlich, was 6-7 Pinatubo-Ausbrüchen bzw. 85 % der gesamten anthropogenen Schwefelemissionen des Jahres 2010 entsprechen würde. Die technische Umsetzung einer solchen Maßnahme ist sehr fraglich, weshalb SRM-Maßnahmen erfolgversprechend allenfalls in Kombination mit einem niedrigen Treibhausgas-Szenario, d.h. aus heutiger Sicht mit einer Verringerung der  Emissionen von Treibhausgasen, erscheinen.  &lt;br /&gt;
[[Bild:G1 temperature.jpg|thumb|520px|Unterschied in der Oberflächentemperatur in Kelvin zwischen dem SRM-Szenario G1 und dem vorindustriellen Klima (piControl)]]&lt;br /&gt;
===Regionale Temperaturen===&lt;br /&gt;
Modelluntersuchungen haben also ergeben, dass sich die globale Mitteltemperatur durch die technische Manipulation der Sonneneinstrahlung bis zu einem gewissen Grad wieder absenken lässt. Alle Modelle zeigen aber auch, dass die SRM-Maßnahmen nicht in der Lage sind, die globale Erwärmung durch Treibhausgase auch regional im selben Maße auszugleichen. Durch die Reduktion der Solarstrahlung kann ein früheres Klima, z.B. das vorindustrielle Klima oder das Klima am Ende des 20. Jahrhunderts, nicht wieder hergestellt werden. Es entsteht dadurch vielmehr ein völlig neues Klima, das regional deutlich von dem früheren Klima abweicht. Das bedeutet aber auch, dass SRM-Maßnahmen manche Regionen begünstigen, andere benachteiligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen werden durch  SRM-Maßnahmen die  mittleren und hohen Breiten weniger stark und die Tropen stärker abgekühlt. Modellsimulationen, die eine Vervierfachung des vorindustriellen Klimas durch eine Reduktion der Solarkonstanten ausgleichen, zeigen eine um ca. -0,5 °C stärkere Abkühlung als im globalen Mittel in den tropischen und eine um 0,8-1,8 °C weniger starke Abkühlung in den hohen Breiten. Die [[Klimaprojektionen Polargebiete|Polarregionen]] sind in diesem SRM-Klima, das die globale Mitteltemperatur vor Beginn der Industrialisierung wiederherstellt, also um etwa einen Grad wärmer als vorindustriell, die Tropen um einen halben Grad kühler. Damit reduziert sich der Temperaturgradient zwischen hohen und niederen Breiten, mit Auswirkungen auf die [[atmosphärische Zirkulation]] und den [[Wasserkreislauf]]. Zwischen Ozeanen und Kontinenten gibt es einen ähnlichen Unterschied. Die Temperaturen über den Ozeanen kühlen sich durch SRM-Maßnahmen stärker ab als über den Landmassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidt 2012a&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die regionalen Abweichungen sind vor allem darin begründet, dass Treibhausgase die langwellige und SRM-Maßnahmen die [[Strahlungshaushalt der Atmosphäre|kurzwellige Strahlung]] beeinflussen. Treibhausgase besitzen infolgedessen auch nachts und im polaren Winter einen Effekt auf den [[Strahlungsantrieb]] und wirken dadurch gleichmäßig rund um den Globus und zu allen Tages- und Jahreszeiten, während die Reduzierung der Sonneneinstrahlung sich je nach Breite und Jahreszeit unterschiedlich auswirkt. Das Solar Radiation Management hat dort den stärksten Effekt, wo die Sonne am stärksten und am längsten scheint, nämlich in den Tropen. Zu dem Unterschied trägt auch bei, dass die meisten Treibhausgase aufgrund ihrer langen Lebensdauer in der Atmosphäre gleichmäßig verteilt sind und eine zunehmende CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration die gesamte [[Troposphäre]] erwärmt. Aerosolpartikel, die künstlich in den Tropen in die Stratosphäre eingebracht werden, können aufgrund ihrer kurzen Lebensdauer nicht überall gleich verteilt werden. Außerdem wirkt sich die Reduktion von Sonnenstrahlen nur wenig in der oberen und mittleren Troposphäre aus, sondern primär am Boden und in den darüber liegenden unteren Luftschichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC 2013 7.7.3.1&amp;quot;&amp;gt; IPCC (2013): Climate Change 2013, Working Group I: The Science of Climate Change, 7.7.3.1&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die damit verbundene stärkere Abkühlung der unteren Luftschichten macht die Atmosphäre stabiler, unterdrückt die [[Konvektion]] und verringert so die Niederschläge.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidt 2012a&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Unterschied zwischen den kühleren Ozeanen und den wärmeren Kontinenten erklärt sich vor allem durch die geringere [[Verdunstung]] (und den geringeren [[Latente Wärme|latenten Wärmefluss]]) über dem Land. Die Verdunstung ist in Modellsimulationen besonders gering über Landmassen, die mit Vegetation bedeckt sind. Der Grund kann die Reaktion der Stomata (Spaltöffnungen der Blätter) auf die Erhöhung der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration sein, die trotz des Solar Radiation Managments im Hintergrund je nach Szenario weiterläuft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidt 2012a&amp;quot; /&amp;gt; Bei mehr CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; in der Atmosphäre kann der Gasaustausch durch die Stomata effizienter erfolgen, denn die Pflanze braucht nicht mehr so viel Luft aufzunehmen, um eine bestimmte Menge Kohlendioxid zu erhalten. Die Stomata müssen sich daher weniger weit öffnen, wodurch die Pflanzen dann auch weniger Wasser verdunsten und damit den latenten Wärmefluss reduzieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Näheres dazu unter [[Landnutzung#Wasserbilanz|Landnutzung]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:G1 precipitation.jpg|thumb|520px|Unterschied in der Niederschlagsverteilung in mm/Tag zwischen dem SRM-Szenario G1 und dem vorindustriellen Klima (piControl))]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Niederschläge===&lt;br /&gt;
Ein robustes, d.h. von allen Modellen bestätigtes, Ergebnis ist außerdem die Abnahme der Niederschläge in der G1-Welt gegenüber den vorindustriellen Verhältnissen. Die genauen Werte schwanken zwischen 3,6 und 6,1 % im globalen Mittel. Am stärksten nehmen die Niederschläge in den mittleren Breiten beider Hemisphären ab, um ca. 4 % auf der Südhalbkugel und um 6-12 % auf der nördlichen Erdhälfte. Die Gründe liegen in der verringerten Verdunstung und einer Unterdrückung der Konvektion vor allem in den Tropen. Die Abnahme der kurzwelligen Strahlung kühlt besonders den Boden und die untere Atmosphäre ab, so dass die Verdunstung verringert und die Stabilität der Atmosphäre verstärkt werden. Die stärksten Niederschlagsänderungen finden sich in den Tropen, wo die Niederschlagsraten am höchsten sind. Über den Kontinenten trägt besonders die Reduktion des latenten Wärmeflusses zum Muster der Niederschlagsveränderung bei. Die geringeren Niederschläge in den mittleren Breiten werden auch durch eine Reduktion des Temperaturgradienten zwischen den Tropen und den gemäßigten Klimazonen verursacht, der sich, wie oben ausgeführt, dadurch ergibt, dass  die mittleren Breiten weniger stark abgekühlt werden als die niederen Breiten. Die Folge des verringerten Temperaturunterschieds ist, dass die Süd-Nord-gerichteten (bzw. auf der Südhalbkugel Nord-Süd-gerichteten) Luftströmungen abnehmen und dadurch weniger Wärme und [[Wasserdampf]] von niederen in höhere Breiten transportiert wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidt 2012a&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC 2013 7.7.3.1&amp;quot; /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei SRM-Maßnahmen zum Ausgleich einer Vervierfachung des CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalts der Atmosphäre nehmen die Niederschläge global um ca. 5 % ab. Ohne Kompensation durch die Reduktion der Solarkonstanten würden die Niederschläge bei 4xCO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;  global um 9 % zunehmen. Bei einer solchen Treibhausgasverstärkung käme es regional zu einer Niederschlagsverringerung in den Subtropen, z.B. im Mittelmeerraum, während durch SRM-Maßnahmen vor allem die mittleren Breiten von einer Abnahme der Niederschläge betroffen wären.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidt 2012b&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:SRM Abbruch temp prec.jpg|thumb|520px|Temperatur- und Niederschlagsentwicklung bei einem SRM-Abbruch nach Klimamodell-Experimenten: a) Veränderung in der globalen Mitteltemperatur in °C und b) der mittleren globalen Niederschläge in %. Die durchgezogene Linie zeigt Temperatur und Niederchlag bei einem SRM-Experiment, das den Ausgleich eines  Anstiegs der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration von 1 %/Jahr simuliert und nach 50 Jahren abgebrochen wird. Die gestrichelte Linie zeigt die Simulation bei dem Anstieg der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration von 1 %/Jahr ohne SRM-Maßnahme.]]&lt;br /&gt;
[[Bild:SRM Abbruch temp RCP8.5.jpg|thumb|520px|Die Abbildung zeigt den gemessenen globalen Temperaturanstieg ab 1970 (schwarz) und seine Fortsetzung nach dem Szenario RCP8.5 (rot). Ab 2035 startet das Solar Radiation Management (SRM), das die globale Mitteltemperatur in ca. 10 Jahren auf das Niveau vom Ende des 20. Jahrhunderts absinken lässt (blau). 2060 wird das SRM beendet, wodurch die globale Mitteltemperatur in ca. 10 Jahren fast das Niveau des Szenario RCP8.5 erreicht (orange; zwei Modellexperimente). Unten wird die vorindustrielle globale Mitteltemperatur angezeigt (grau). Die Weiterführung der blauen SRM-Kurve zeigt, dass sich nach dieser Modellsimulation durch fortgesetzte SRM-Maßnahmen  ab 2050 das Klima am Ende des 20. Jahrhunderts wiederherstellen ließe. SAT=Surface Air Temperature (bodennahe Lufttemperatur)]]&lt;br /&gt;
== Abbruch des Solar Radiation Managements ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hohe CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentrationen durch anthropogene Emissionen können in der Atmosphäre über mehrere Jahrhunderte anhalten. Das Solar Radiation Management müsste ebenso lange durchgeführt werden, wenn man damit den Strahlungsantrieb durch Treibhausgase ausgleichen will. Falls die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration zunehmend steigt, müsste auch die künstliche Verringerung der Sonneneinstrahlung proportional steigen. Ob das durchgeführt werden kann, ist aus verschiedenen Gründen fraglich. Es könnte zu politischen Differenzen zwischen den Staaten der Erde kommen, die von der Verringerung der Sonneneinstrahlung unterschiedlich betroffen sein werden. Technische Probleme und Kostenfragen oder eine veränderte Beurteilung der Folgen technischer Eingriffe in das Klimasystem könnten weitere Gründe sein, die eine Fortsetzung des Solar Radiation Managements verhindern könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls die Maßnahmen z.B. nach 50 Jahren abgesetzt werden sollten, hat das erhebliche klimatische Konsequenzen, die zu erforschen nicht weniger wichtig ist als die der SRM-Maßnahmen selbst. So kommt es unmittelbar nach dem Abbruch des Solar Radiation Managements zu einem rapiden Anstieg der globalen Mitteltemperatur auf das Niveau, das ohne SRM geherrscht hätte. Ähnlich werden die Niederschläge in kurzer Zeit zunehmen. Die schnelle Erwärmung wird sich auf Ökosystem auswirken und die menschlichen Anpassungsmöglichkeiten wahrscheinlich überfordern. Außerdem wird durch die Erwärmung die [[Kohlenstoff im Ozean|Kohlenstoffsenke des Ozeans]] geschwächt, was wiederum einen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Anstieg in der Atmosphäre und eine weitere Erwärmung zur Folge hätte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC 2013 7.7.2.1&amp;quot; /&amp;gt;  Es ist daher wichtig, auch den Fall eines Abbruchs von Climate Engineering zu untersuchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Unterbrechung der SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Injektion in die Stratosphäre würde eine schnelle Rückkehr zum natürlichen Aerosol-Niveau in 1-2 Jahren führen. Die Sonnenstrahlen würden wieder ohne künstliche Behinderung die Stratosphäre passieren und entsprechend würde der Strahlungsantrieb zunehmen und die globale Temperatur stark ansteigen, je nach dem Hintergrundklima durch den Strahlungsantrieb der Treibhausgase, das durch die SRM-Maßnahme lediglich maskiert wurde, um 1 °C/Jahrzehnt oder mehr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;McCusker 2014&amp;quot; /&amp;gt;  Mit Hilfe eines Ensembles von Modellen wurde beispielhaft untersucht, wie sich die Einbringung von Schwefeldioxid in die Stratosphäre und ihr unvermittelter Abbruch auf ein künftiges Klima nach dem Szenario RCP8.5 auswirken. Dabei wurden zunächst ab 2035 in die Stratosphäre 8 Tg Schwefel in drei Jahren eingebracht, bis die globale Mitteltemperatur nach einigen Jahren zu dem Niveau am Ende des 20. Jahrhunderts abgesenkt war. Um dieses Temperaturniveau zu halten, musste in den folgenden Jahren die Konzentration der Sulfat-Aerosole stetig um 0,76 Tg S/Jahr erhöht werden. Nach 25 Jahren wurde die Schwefel-Ausbringung dann plötzlich abgebrochen. Die Folgen waren dramatisch. Die globale Mitteltemperatur nahm in dem Modellexperiment um fast 4 °C in 30 Jahren zu, mehr als doppelt so schnell wie bei dem RCP8.5-Szenario und sechs Mal so schnell wie der Temperaturanstieg seit 1970 bis zur Gegenwart (0,2 °C/Jahrzehnt).&amp;lt;ref name=&amp;quot;McCusker 2014&amp;quot; /&amp;gt;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer, der für das Wachstum der Vegetation wichtigsten Jahreszeit, nimmt die Temperatur bei einem SRM-Abbruch in den ersten 5 Jahren auf den Kontinenten sogar um 3,3 °C/Jahrzehnt zu, über großen Gebiete der hohen nördlichen Breiten sogar um fast 8 °C/Jahrzehnt. Während der ersten 20 Jahre nach dem Abbruch schwächt sich der Trend auf global 1,25 °C und in manchen Regionen auf 2-2,5 °C pro Jahrzehnt dann etwas ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;McCusker 2014&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Klimadaten zum Thema==&lt;br /&gt;
{{Bild-links|Bild=G1 temperature.jpg|Breite=200px}} &lt;br /&gt;
Klimadaten zum Thema selbst auswerten? Hier können Sie eigene Karten zum Climate Engineering aus [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/climate-engineering-749006 &#039;&#039;&#039;Climate Engineering&#039;&#039;&#039;] erzeugen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Hier finden Sie eine: [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/arbeitsanweisungen-panoply-263990 &#039;&#039;&#039;Anleitung zur Visualisierung der Daten&#039;&#039;&#039;].&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Schülerarbeiten zum Thema==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schülerarbeiten zum Thema des Artikels&#039;&#039;&#039; aus dem [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts Schulprojekt Klimawandel]:&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756462/60e23e52e69fba1cb352859f49c7521d/2012-aerosole-data.pdf Retten uns Aerosole vor der Klimakatastrophe?] über die Rolle von Aerosolen im Klimasystem (Stadtteilschule Bergstedt, Hamburg)&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756204/49afeaa2d1e5655d7945b3fb3118580b/2016-aerosole-als-klimaretter-data.pdf Aerosole - Können sie das Klima retten?] über den Einsatz von Aerosolen zur Rettung des Klimas (Gymnasium Lohbrügge, Hamburg)&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756292/ef6fa864cdedf85bad296ae87684db7e/2014-climate-engineering-data.pdf Climate Engineering] über das Solar Radiation Management als Mittel den Klimawandel aufzuhalten (Schule am Burgfeld, Bad Segeberg)&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756540/52b8b470f7f9383f953f094cd2482698/2015-aerosole-und-klimabeeinflussung-data.pdf Aerosole] über den Einsatz von Aerosolen zur Beeinflussung des Klimas (Gymnasium Grootmoor, Hamburg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=visualClear&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climate Engineering]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aerosole]]&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Teil von=Climate Engineering&lt;br /&gt;
|umfasst=Modifikation mariner Schichtwolken&lt;br /&gt;
|umfasst=Climate Engineering und Arktisches Meereis&lt;br /&gt;
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|beeinflusst=Wasserdampf&lt;br /&gt;
|Teil von=Sulfataerosole&lt;br /&gt;
|Ähnlich wie=Vulkanismus&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Benutzer:Sandra_Burger/To_do_Liste_Sch%C3%BClerarbeiten&amp;diff=32417</id>
		<title>Benutzer:Sandra Burger/To do Liste Schülerarbeiten</title>
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		<updated>2024-12-05T06:35:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Liste: zu bearbeitende Seiten */  - 3&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die unten aufgelisteten Seiten enthalten den Abschnitt &amp;quot;Schülerarbeiten zum Thema&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt; -- bis auf wenige Ausnahmen sind die dort (auf den jeweiligen Seiten) aufgelisteten Links zum HBS invalide und müssen demzufolge aktualisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(Für den Fall, dass eine Schülerarbeit auf dem HBS nicht mehr auffindbar ist, besteht die Möglichkeit, die entsprechende Schülerarbeit via Internet Archiv mittels einer dort archivierten älteren Seitenversion heraus zu suchen und in Form eines Archivlinks hier im Klimawiki zu verlinken.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:::: Link zum Internet Archiv:&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Link zum HBS ==&lt;br /&gt;
Schülerarbeiten aus dem &amp;quot;Schulprojekt Klimawandel&amp;quot; nach Themen:&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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[[Taifune im Nordwest-Pazifik]] =&amp;gt; Schülerarbeit nicht mehr auffindbar: &#039;&#039;&#039;Taifune&#039;&#039;&#039; Welche Auswirkungen wird der Klimawandel haben? (Gymnasium Grotmoor, Hamburg)&lt;br /&gt;
:::::::: https://preview.poc.hamburg.de/hhcae-cm7/servlet/contentblob/10267176/f9406147bf83accfba5f3ba69d70a6e9/data/2017-taifune.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Alpine Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Boden im Klimasystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Direkte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Nordamerika]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Deforestation (Tropen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wetterextreme und Klimawandel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg im Ostseeraum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserprobleme (regional)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ozean im Klimasystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Phänologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimaprojektionen Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Permafrost]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dürren in Kalifornien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimaprojektionen Lateinamerika]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[ENSO]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegel der Zukunft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg in der Nordsee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arktische Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Waldbrände in Kalifornien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hochwasser im Ganges-Brahmaputra-Meghna-Delta]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimawandel und Weinbau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserressourcen und Klimawandel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Starkregen und Hochwasser in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Terrestrischer Kohlenstoffkreislauf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arktische Vegetation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Unterricht zum Klimawandel (allgemein)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tropische Wirbelstürme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Verbreitung der Arten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Korallenriffe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dürren im Amazonasgebiet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Starkregen und Hochwasser in Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Starkniederschläge und Hochwasser]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Solar Radiation Management (SRM)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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--- Ende der Liste ---&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Indirekte_Auswirkungen_des_Klimawandels_auf_die_Gesundheit&amp;diff=32416</id>
		<title>Indirekte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Indirekte_Auswirkungen_des_Klimawandels_auf_die_Gesundheit&amp;diff=32416"/>
		<updated>2024-12-05T06:32:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Schülerarbeiten zum Thema */  invaliden link ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:AnophelesGambiaemosquito.jpg  |thumb|300 px|Anopheles gambiae beim Stich ]]&lt;br /&gt;
Der Klimawandel beeinflusst eine Vielzahl von Faktoren wie beispielsweise die Verbreitung von Krankheitserregern und Vektoren, die Höhe des Meeresspiegels oder die Ausbreitung von Allergenen (z.B. Pollen). Durch diese klimawandelbedingten Veränderungen können vielfältige Risiken für die menschliche Gesundheit entstehen. Man spricht dabei von indirekten Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit, die von den [[Direkte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit|direkten Risiken]] abgegrenzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung vektorbedingter Infektionskrankheiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die klimawandelbedingte Verbreitung verschiedener Krankheitsüberträger, auch Vektoren genannt, stellt eine Gefahr für die Gesundheit vieler Menschen dar. Vor allem viele Gliederfüßer (z.B. Anopheles-Stechmücken wie Anopheles gambiae) und Nagetiere (z.B. Wanderratten), aber auch Zugvögel kommen als Vektoren in Frage. Gliederfüßer sind wechselwarm und somit von der Temperatur, aber auch anderen klimabedingten Umweltfaktoren wie Oberflächenwasser, Feuchtigkeit, Wind, Bodenfeuchte, Waldverbreitung usw abhängig. Insekten benötigen z.B. Wasser zur Eiablage, und viele von ihnen werden durch Luftbewegungen weit verbreitet. Andererseits zeichnen sich viele Vektor-Organismen durch hohe Reproduktionsraten aus. Dadurch sind sie in der Lage, sich schnell an neue Umweltbedingungen anzupassen. Es wird erwartet, daß eine Erhöhung von Temperatur und Feuchtigkeit die Lebensbedingungen der meisten Krankheitsüberträger verbessert und damit die regionale Verbreitung und das saisonale Vorkommen vieler vektorbedingten Krankheiten begünstigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Übertragung vieler Vektor-Krankheiten liegt die Temperaturgrenze bei 14-18 °C im unteren und bei 35-40 °C im oberen Bereich. Eine Erwärmung im unteren Grenzbereich kann deutliche und nicht lineare Folgen für die äußere Brutperiode haben und damit für die Krankheitsübertragung. Am günstigsten sind Temperaturen um 30-32 °C. Viele Mosquito-Arten wie Anopheles gambiae, Aedes aegypti u.a., die für die Übertragungen der meisten Vektorkrankheiten verantwortlich sind, reagieren sehr empfindlich auf Veränderungen ihrer Umwelt. Wenn sich die Temperatur von Gewässern erhöht, reifen die darin befindlichen Larven schneller, wodurch mehr Nachwuchs produziert wird. In einem wärmeren Klima saugen weibliche Mosquitos das Blut schneller und steigern damit die Übertragungsintensität. Außerdem verkürzt sich die Inkubationszeit der Malariaparasiten und Viren in den Mosquitos, wenn die Temperatur steigt. Eine Erwärmung über 34 °C hat dagegen im allgemeinen negative Folgen für das Überleben von Vektoren und Parasiten. Auch Niederschlagsveränderungen besitzen einen Einfluss auf das Verhalten der Vektoren. Zunehmende Niederschläge können die Anzahl und Qualität der Brutplätze für Vektoren steigern, abnehmende Niederschläge erschweren dagegen deren Überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Malaria]]&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Dengue]]&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Leishmaniose]]&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Zecken als Krankheitsüberträger]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vermehrter Flug allergieauslösender Pollen ==&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Klimawandel und Allergien]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Ambrosia.jpg|thumb|300 px|Beifußblättriges Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia)]]&lt;br /&gt;
Etwa 20-30% der Deutschen leiden unter Allergien. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Menzel/Behrendt&amp;quot;&amp;gt;Menzel, A./ Behrendt, H. (2007/2008): Zunahme des Pollenflugs und die Gefahr von Allergien. In: Lozán, J.L. (Hg.): Warnsignal Klima. Gesundheitsrisiken. Gefahren für Pflanzen, Tiere und Menschen. Hamburg, Freiburg, Bonn, List/Sylt. S. 132-135.&amp;lt;/ref&amp;gt; Besonders häufig ist dabei der so genannte Heuschnupfen, eine allergische Reaktion auf Pollen, die zumeist von Windbestäubern (z.B. Hasel, Birke, verschiedene Gräser) stammen. Durch die allergische Reaktion kann es zu Heuschnupfen und asthmatischen Beschwerden kommen, die in schweren Fällen zu Berufsunfähigkeit führen oder sogar lebensbedrohlich werden können. Der anthropogene Klimawandel wirkt sich auf den Flug allergieauslösender Pollen aus. Durch den globalen Temperaturanstieg kommt es verfrüht zum Austrieb und zur Blüte sämtlicher Pflanzen. Studien aus Europa, Nordamerika und Japan belegen, dass Austrieb und Blüte in den letzten um 30-50 Jahren pro Jahrzehnt durchschnittlich 1-3 Tage früher stattfanden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Menzel/Behrendt&amp;quot;&amp;gt;Menzel, A./ Behrendt, H. (2007/2008): Zunahme des Pollenflugs und die Gefahr von Allergien. In: Lozán, J.L. (Hg.): Warnsignal Klima. Gesundheitsrisiken. Gefahren für Pflanzen, Tiere und Menschen. Hamburg, Freiburg, Bonn, List/Sylt. S. 132-135.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dadurch kommt es auch früher zur Ausbildung von Pollen und somit zu verfrühtem Pollenflug. Im Zuge des Klimawandels kann es weiterhin verstärkt zu regionalen Unterschieden in der [[Phänologie]] verschiedener Pflanzen kommen. In verschiedenen Regionen setzt der Pollenflug zu unterschiedlichen Zeitpunkten ein. Durch den Transport von Pollen über größere Entfernungen kann es also zu einer Verlängerung des Pollenfluges kommen. Höhere CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentrationen bewirken außerdem eine verstärkte Produktion von Pollen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Menzel/Behrendt&amp;quot;&amp;gt;Menzel, A./ Behrendt, H. (2007/2008): Zunahme des Pollenflugs und die Gefahr von Allergien. In: Lozán, J.L. (Hg.): Warnsignal Klima. Gesundheitsrisiken. Gefahren für Pflanzen, Tiere und Menschen. Hamburg, Freiburg, Bonn, List/Sylt. S. 132-135.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dadurch erhöht sich die atmosphärische Pollenkonzentration. Durch den klimawandelbedingten Temperaturanstieg breiten sich verschiedene Pflanzenarten, auch solche mit allergenem Potenzial, in Richtung höherer Breiten und Lage aus. Durch diese Verlagerung der Verbreitungsgebiete können in verschiedenen Regionen Pollen auftreten, die dort bis dahin nicht vorkamen. Allerdings wirken sich auch andere Faktoren wie beispielsweise eine veränderte Landnutzung oder die Zunahme des internationalen Handels auf pollenbedingte Allergien und somit auf die menschliche Gesundheit aus. Durch internationale Reisen oder Handel können Neophyten mit allergenem Potenzial (z.B. die Gattung Ambrosia derzeit in Europa) eingeschleppt werden. Die künstliche Anpflanzung bestimmter windbestäubender Pflanzen beeinflusst dagegen die Pollenkonzentration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zunahme der Luftverschmutzung durch bodennahes Ozon ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modellrechnungen weisen darauf hin, dass es im Rahmen des anthropogenen Klimawandels in Zukunft häufiger zu extremen Hitzewellen (wie beispielsweise im Sommer 2003 in Europa) kommen kann. Diese sind durch starke Sonneneinstrahlung und hohen Temperaturen charakterisiert. Mit derartigen Wetterextremen geht häufig eine erhöhte Konzentration von bodennahem Ozon einher. Das [[Ozon]] wird dabei nicht direkt emittiert, sondern wird besonders bei starker Sonneneinstrahlung aus so genannten Vorläufersubstanzen gebildet. Bei den Vorläufersubstanzen handelt es sich um Stickoxide und leichtflüchtige Kohlenwasserstoffe, die sowohl natürlich als auch anthropogen emittiert werden. Während das stratosphärische Ozon einen Schutz vor schädlichen UV-Strahlen bildet, handelt es sich bei [[Troposphärisches Ozon|troposphärischem Ozon]] um einen Luftschadstoff, der die menschliche Gesundheit beeinträchtigt. Auf Grund seiner geringen Wasserlöslichkeit gelangt Ozon tief in die menschliche Lunge und kann dort zu akuten Schäden der Atemwege sowie des Lungengewebes und sogar zu schweren chronischen Atemwegserkrankungen führen. Die gesundheitlichen Auswirkungen von bodennahem Ozon hängen von der Konzentration, der Dauer und der Häufigkeit der Exposition ab. Auswertungen europäischer Studien ergeben beispielsweise einen Zusammenhang zwischen der Höhe der Ozonkonzentration (8-Stunden-Mittelwerte) und der täglichen Sterberate. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Mücke&amp;quot;&amp;gt;Mücke, H.-G. (2007/2008): Gesundheitliche Auswirkungen von klimabeeinflussten Luftverunreinigungen. In: Lozán, J.L. (Hg.): Warnsignal Klima. Gesundheitsrisiken. Gefahren für Pflanzen, Tiere und Menschen. Hamburg, Freiburg, Bonn, List/Sylt. S. 121-125.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei ergibt sich eine Steigerung der Sterberate um 0,3&amp;amp;nbsp;% pro 10µg/m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; Ozonanstieg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mücke&amp;quot;&amp;gt;Mücke, H.-G. (2007/2008): Gesundheitliche Auswirkungen von klimabeeinflussten Luftverunreinigungen. In: Lozán, J.L. (Hg.): Warnsignal Klima. Gesundheitsrisiken. Gefahren für Pflanzen, Tiere und Menschen. Hamburg, Freiburg, Bonn, List/Sylt. S. 121-125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Intensivierung von Hitzewellen wirkt sich also nicht nur durch die stärkere thermischen Belastung negativ auf die menschliche Gesundheit aus, sondern auch durch häufiger und stärker erhöhte Ozonkonzentrationen in Bodennähe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trinkwasserknappheit ==&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Wasserprobleme (regional)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verfügbarkeit von sauberem Trinkwasser ist für die menschliche Gesundheit sehr wichtig. Schlecht oder gar nicht aufbereitetes Wasser kann vor allem in warmen Regionen der Erde ein breites Spektrum an Bakterien, Viren und Protozoen enthalten, die zu Durchfällen (z.B. bei der Cholera) oder anderen Erkrankungen führen können. Durch keimbelastetes Wasser können sogar Epedemien auftreten. Besonders gefährdet sind dabei Entwicklungsländer, in denen eine funktionierende Infrastruktur und somit auch die Trinkwasserversorgung und sanitäre Einrichtungen nicht selbstverständlich sind. Derzeit haben schätzungsweise eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser. Jährlich sterben ca. 4 Millionen Menschen an den Folgen unzureichender Trinkwasserhygiene und dem Defizit an sanitären Einrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch einen Temperaturanstieg infolge des Klimawandels und Veränderungen im globalen Wasserhaushalt kann es somit vor allem in Entwicklungsländern zu einer verstärkten gesundheitlichen Bedrohung der Menschen kommen.&lt;br /&gt;
Auch der mit dem Klimawandel einhergehende [[Meeresspiegel der Zukunft|Meeresspiegelanstieg]] kann durch Versalzung des Grundwassers und Überflutung von Mülldeponien zu einer weiteren Verknappung von sauberem Wasser führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nahrungsknappheit ==&lt;br /&gt;
:* &#039;&#039;Hauptartikel: [[Landwirtschaft und Klima]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ausreichende und gesunde Ernährung ist eine wesentliche Grundlage der menschlichen Gesundheit. Unterernährung ist eine Hauptursache der Kindersterblichkeit sowie der körperlichen und geistigen Unterentwicklung in der Kindheit und der Schwächung der kindlichen Immunabwehr. Der globale Klimawandel wird in vielen Regionen Temperatur und Niederschlag verändern. Dadurch wird das Wachstum zahlreicher Kulturpflanzen deutlich beeinflusst. In einigen Regionen, vor allem in den mittleren und hohen Breiten, wird es zu Erntegewinnen, in den niederen Breiten dagegen zu Ernteverlusten kommen. Der Klimawandel wird die Landwirtschaft ausserdem durch häufigere und stärkere Extremereignisse und durch seinen Einfluß auf Pflanzenkrankheiten beeinträchtigen. Dadurch wird vor allem die Ernährungssicherheit in den armen Ländern der semiariden und feuchten Tropen bedroht, die heute schon gegen Überbevölkerung und Unterernährung kämpfen und künftig kaum zusätzliche Ressourcen für Anpassungsmaßnahmen aufbringen können. Bereits in den späten 1990er Jahren lebten nach Schätzungen der FAO (UN Food and Agricultural Organization) weltweit 790 Millionen Menschen ohne ausreichende Nahrung, vor allem in Afrika.&amp;lt;ref&amp;gt;McMichael, A. and A. Githeko (2001): Human Health, IPCC, WG II, TAR, 9.9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Becker, P. u.a. (2007): Gesundheitsrisiken durch Klimawandel, in: promet 33, Nr. 3/4, S. 148-56 - auch [http://www.dwd.de/bvbw/appmanager/bvbw/dwdwwwDesktop?_nfpb=true&amp;amp;_pageLabel=_dwdwww_menu2_bibliothek_periodika&amp;amp;T19600731211153457629223gsbDocumentPath=Content%2FOeffentlichkeit%2FPB%2FPBFB%2FPeriodika%2FPromet%2FPDF%2Fpromet__33__3-4.html Online]&lt;br /&gt;
* Berendt, H. u.a. (2007): Allergene Pollen, in: promet 33, Nr. 3/4, S. 120-132 - auch [http://www.dwd.de/bvbw/appmanager/bvbw/dwdwwwDesktop?_nfpb=true&amp;amp;_pageLabel=_dwdwww_menu2_bibliothek_periodika&amp;amp;T19600731211153457629223gsbDocumentPath=Content%2FOeffentlichkeit%2FPB%2FPBFB%2FPeriodika%2FPromet%2FPDF%2Fpromet__33__3-4.html Online]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* K. Stark u.a. (2009): [http://www.rki.de/cln_151/nn_196910/DE/Content/Gesund/Hitzefolgekrankheiten/Bundesgesundheitsblatt__2009__07,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Bundesgesundheitsblatt_2009_07.pdf Die Auswirkungen des Klimawandels]; Schwerpunkt: Infektionskrankheiten&lt;br /&gt;
* [http://www.anpassung.net/cln_110/nn_701166/DE/Fachinformationen/KlimaFolgenAnpassung/Gesundheit/gesundheit__node.html?__nnn=true Klimafolgen und Anpassung im Bereich Gesundheit] Darstellung der Auswirkungen des Klimawandels auf den Bereich Gesundheit in Deutschland (PIK) - aus der Studie [http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/mysql_medien.php?anfrage=Kennummer&amp;amp;Suchwort=2947 Klimawandel in Deutschland]&lt;br /&gt;
* [http://www.rki.de/cln_091/nn_196910/DE/Content/Gesund/Hitzefolgekrankheiten/Bundesgesundheitsblatt__2005__48__55-62,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Bundesgesundheitsblatt_2005_48_55-62.pdf Globale Erwärmung und Ausbreitung von Infektionskrankheiten]&lt;br /&gt;
* [http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/2291.pdf Vektorkrankheiten und Klimawandel] Forschungsbericht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;db-db-wb_ro&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
	&amp;lt;div class=&amp;quot;db-db-wb_lo&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
		&amp;lt;div class=&amp;quot;db-db-wb_ru&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
			&amp;lt;div class=&amp;quot;db-db-wb_lu&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
				&amp;lt;div class=&amp;quot;inhalt&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schülerarbeiten zum Thema==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schülerarbeiten zum Thema des Artikels&#039;&#039;&#039; aus dem [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts Schulprojekt Klimawandel]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756110/cb6fa8acaaead51b64ec8d53cc5f1cd5/2014-leishmaniose-data.pdf Leishmaniose und Klimawandel in Deutschland] Inwiefern ist es realistisch, dass Leishmaniose aufgrund des Klimawandels in Deutschland gehäuft auftreten wird? (Anne-Frank-Schule Bargteheide, Bargteheide)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=visualClear&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
				&amp;lt;/div&amp;gt;  &lt;br /&gt;
			&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
		&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
	&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}	 &lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Teil von=Klimawandel und Gesundheit&lt;br /&gt;
|Gegensatz=Direkte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit&lt;br /&gt;
|umfasst=Unkräuter, Schädlinge, Krankheiten&lt;br /&gt;
|umfasst=Malaria&lt;br /&gt;
|umfasst=Dengue&lt;br /&gt;
|umfasst=Leishmaniose&lt;br /&gt;
|umfasst=Zecken als Krankheitsüberträger&lt;br /&gt;
|umfasst=Klimawandel und Allergien&lt;br /&gt;
|Folge von=Wasserprobleme (regional)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Klimawandel und Gesundheit, Unkräuter, Schädlinge, Krankheiten, Malaria, Dengue, Leishmaniose, Zecken als Krankheitsüberträger, Allergien, Wasserprobleme (regional)&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesundheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Klimawandel_und_Allergien&amp;diff=32415</id>
		<title>Klimawandel und Allergien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Klimawandel_und_Allergien&amp;diff=32415"/>
		<updated>2024-12-05T06:28:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: Klimadaten zum Thema + Schülerarbeiten =&amp;gt; invalide links ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Ambrosia.jpg|thumb|320 px|Beifußblättriges Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia)]]&lt;br /&gt;
== Verbreitung von Pollenallergien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 20-30% der Deutschen leiden unter Allergien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Menzel 2008&amp;quot;&amp;gt;Menzel, A./ Behrendt, H. (2007/2008): Zunahme des Pollenflugs und die Gefahr von Allergien. In: Lozán, J.L. (Hg.): Warnsignal Klima. Gesundheitsrisiken. Gefahren für Pflanzen, Tiere und Menschen. Hamburg, Freiburg, Bonn, List/Sylt. S. 132-135&amp;lt;/ref&amp;gt;  Besonders häufig ist dabei der so genannte Heuschnupfen, eine allergische Reaktion auf Pollen, die zumeist von Windbestäubern (z.B. Hasel, Birke, verschiedene Gräser) stammen. Durch die allergische Reaktion kann es auch zu asthmatischen Beschwerden kommen, die in schweren Fällen zu Berufsunfähigkeit führen oder sogar lebensbedrohlich werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allergien sind eine klassische Umweltkrankheit. Sie entstehen durch Aufnahme der Allergenträger aus der Umgebung. Insbesondere die über die Außenluft durch Pollen übertragenen Allergien sind stark von den klimatischen Bedingungen abhängig. Das Klima steuert nicht nur das Wachstum und die Blütezeit der allergenen Pflanzen, sondern beeinflusst auch den Pollenflug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Längere Pollensaison ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass der [[Klimawandel]] die [[Phänologie]] der Pflanzen schon deutlich beeinflusst hat, ist durch zahlreiche Studien nachgewiesen. Auf der Nordhalbkugel hat sich die Wachstumsperiode und damit Austrieb und Blüte bei allergenen Pflanzen in den letzten Jahrzehnten um bis zu 8 Tage verlängert, in den mittleren und nördlichen Breiten sogar um zwei Wochen. Das bedeutet, dass auch die Pollensaison früher beginnt, was durch Messungen auch bestätigt ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Menzel 2008&amp;quot; /&amp;gt;  Die frühere Pollensaison geht einher mit [[Aktuelle Klimaänderungen|klimatischen Änderungen]], d.h. vor allem einer Temperaturzunahme, die auf den Klimawandel zurückgeführt werden können. Eine Erhöhung der Frühlingstemperatur um 1 °C hat im Mittel eine Vorverlegung von Austrieb und Blüte um 2,5-6 Tage zur Folge.&amp;lt;ref&amp;gt;Parmesan, C. 2006: Ecological and Evolutionary Responses to Recent Climate Change. Annual Review of Ecology, Evolution and Systematics (37): 637-69; IPCC (2007): Climate Change 2007, Working Group I: The Science of Climate Change, 1.3.5.1&amp;lt;/ref&amp;gt;  Ein außergewöhnlich warmer Winter wie der von 2006/07 hat in Deutschland die Haselblüte sogar um 64 Tage nach vorne verlegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Menzel 2008&amp;quot; /&amp;gt;  Auch in anderen Jahren findet der Pollenflug der Hasel häufig bereits im Januar statt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Berendt 2088&amp;quot;&amp;gt;Berendt, H. (2008): Klimawandel und Allergie, in: Gostomzyk, J.G. (Hrsg.): [https://www.researchgate.net/profile/Carl_Beierkuhnlein/publication/242402240_Globaler_Klimawandel_und_Gesundheit/links/0deec51d16ec94c3eb000000/Globaler-Klimawandel-und-Gesundheit.pdf Globaler Klimawandel und Gesundheit], 73-82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mehr Pollen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der frühere Beginn der Pollensaison und die höheren Temperaturen haben dazu geführt, dass sich mehr Pollen in der Luft befinden. So wurden in Innsbruck zwischen 1980 und 2001 bei einem mittleren Temperaturanstieg um 1,5°C eine Zunahme der Pollenzahl um das 1,2-fache bei der Birke und das 6,5-fache bei der Esche festgestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Berendt 2088&amp;quot; /&amp;gt; Durch höhere Temperaturen beschleunigen sich die Keimungsprozesse und das Wachstum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Grund für eine verstärkte Pollenproduktion ist die höhere [[Kohlendioxid-Konzentration|Kohlendioxidkonzentration]], die die [[Photosynthese]] verstärkt und zu dem sogenannten CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Düngeeffekt führt. In Laborversuchen wurde bei einer Verdoppelung der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration eine um 61 % höhere Pollenzahl registriert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Berendt 2088&amp;quot; /&amp;gt;  Allerdings reagieren Pflanzen auf höhere CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Werte verschieden. Die sog. C&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;-Pflanzen, zu denen die Mehrheit der mittel- und nordeuropäischen Pflanzen gehört, reagieren mit einer deutlich erhöhten Photosynthese auf mehr Kohlendioxid in der Atmosphäre. C&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;-Pflanzen dagegen, die hauptsächlich in Trockengebieten wachsen, besitzen einen Mechanismus, der die Aufnahme von Kohlendioxid begrenzt, um den Wasserverlust zu minimieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Birkenpollen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Untersuchungen belegen die Verlängerung der Pollensaison sowie die Zunahme der Gesamtzahl der Pollen bei der Birke.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RKI 2011&amp;quot;&amp;gt;Robert Koch-Institut (2011): [http://www.rki.de/cln_151/nn_196910/DE/Content/Gesund/Klimawandel/Klimawandel-Gesundheit.html?__nnn=true Klimawandel und Gesundheit - Ein Sachstandsbericht]&amp;lt;/ref&amp;gt;  So konnte man in Turku, im Südwesten Finnlands, feststellen, dass die Birkenpollen-Saison zwischen 1974 und 2004 immer früher begann. Dabei bestand offenbar eine Abhängigkeit von der Temperatur in den Monaten unmittelbar vor Beginn der Blüte. Auch eine Zunahme der Anzahl der Pollen  sowie der Tage mit erhöhter Pollenbelastung wurde festgestellt. Auch für Basel wurde im Zeitraum 1969-2006 ein früherer Beginn der Pollen-Saison belegt, und zwar hier um 15 Tage. Ähnliches ergab eine Untersuchung für Berlin für die Zeit 1984-2008, in der sich der Beginn der Birkenblüte um 11 Tage nach vorne verschoben hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Berlin haben sich die Temperaturen im Februar und März als entscheidend für den Blühbeginn erwiesen.&amp;lt;ref&amp;gt; Kannabei, S. (2008): [http://www.geo.fu-berlin.de/met/service/pollenflugkalender/Medien_pollen/SandraKannabei_Diplomarbeit.pdf Untersuchungen ausgewählter Klimaelemente auf den Blühbeginn der Birke in Berlin]  &amp;lt;/ref&amp;gt; In den 25 Jahren von 1984 bis 2008 hat sich in Berlin-Dahlem die Temperatur um 2,2 °C erhöht und der Blühbeginn der Birke um 11 Tage nach vorne verlagert. Einflüsse auf die Temperatur haben auch die lokalen Gegebenheiten wie die städtische Bebauung und die die Witterung bestimmenden Großwetterlagen. So kann durch die Rückstrahlung an Häuserwänden an Sonnentagen die lokale Temperatur zusätzlich erhöht werden, was den Blühbeginn einzelner Birken noch weiter nach vorne verlagern kann. Außerdem hat sich gezeigt, dass die [[Nordatlantische Oszillation]] (NAO) die Temperaturen im Februar/März stark beeinflusst. Bei einer starken NAO gelangen milde Luftmassen vom Atlantik bis nach Mitteleuropa, durch die der Vegetationsbeginn früher erfolgt. Eine schwache NAO ist mit niedrigeren Temperaturen und entsprechend späterem Blühbeginn verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neophyten: das Beispiel Ambrosia ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neophyten===&lt;br /&gt;
Der [[Klimawandel]] birgt auch die Gefahr, dass neue Pollenarten auftreten, die von eingewanderten Pflanzen stammen. Nach bisheriger Beobachtung liegt die Ursache für eine Ausbreitung von sog. Neophyten, d.h. durch den Menschen eingeschleppte Pflanzen, gegenwärtig eher in direkten menschlichen Aktivitäten als in veränderten Klimaverhältnissen. So haben Anpflanzungen und Aussaaten zur Verbreitung ebenso zur Ansiedlung nicht heimischer Pflanzen geführt wie der Welthandel, der Tourismus und der regionale Verkehr. Veränderte klimatische Bedingungen können das Überleben der Neophyten jedoch deutlich begünstigen. Der gesundheitlich gefährlichste Eindringling dieser Art ist das Beifußblättrige Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia), auch unter den Namen Beifuß-Ambrosie und Beifußblättriges Traubenkraut bekannt, die zur Gattung Ambrosia gehört, welche wiederum zur Familie der Korbblütler gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gesundheitlich Auswirkungen===&lt;br /&gt;
Die Beifuß-Ambrosie ist eine hochallergene Pflanze, die durch Einatmung der Pollen Heuschnupfen und Bronchitis und daneben auch Hautallergien durch Berührungskontakt hervorrufen kann. Die Pflanze keimt im Frühling. Die Blühzeit reicht von August bis zum ersten Frost, hauptsächlich im August und September. Dabei bildet eine Pflanze 2000-3000 Samen, die den Winter überstehen und über viele Jahre keimfähig bleiben können. Eine einzelne männliche Pflanzen produziert etwa eine Milliarde Pollen zwischen Anfang August und Ende September. Schon eine geringe Anzahl von etwas mehr als sechs Pollen pro Kubikmeter Luft in 24 Stunden kann heftige allergische Reaktionen bei empfindlichen Personen hervorrufen, wovon etwa ein Viertel auch Atemnot und Asthmaanfälle bekommen kann. Ein Problem stellen auch Kreuzreaktionen mit Honigmelone und Bananen dar.&amp;lt;ref&amp;gt;Barlage, B., und M. Huber (2006): [https://www.giessen.de/media/custom/1894_370_1.PDF?1299859092?direct Die Beifuß-Ambrosie – eine zunehmende Gefahr für die Gesundheit], GSF Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in der Helmholtz-Gemeinschaft&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;RKI 2011&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorkommen und Ausbreitung===&lt;br /&gt;
Die Beifuß-Ambrosie ist ursprünglich in den USA zu Hause (hier als Ragweed bekannt), wo sie sehr weit verbreitet und eine der wichtigsten Erreger von Pflanzenallergien ist. In den USA reagieren heute 75 % der Pflanzenpollen-Allergiker bzw. 10-20 % der Bevölkerung auf Ambrosia.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RKI 2011&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Landesgesundheitsamt BW 2009&amp;quot;&amp;gt;Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg (2009): [http://www.gesundheitsamt-bw.de/SiteCollectionDocuments/40_Service_Publikationen/Forschungsprog_Klimawandel_Abschlussbericht.pdf Forschungsprogramm Herausforderung Klimawandel. Verbundprojekt Ambrosia-Pollen]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Europa gelangte die Ambrosia bereits im 19. Jahrhundert. Nach Mitteleuropa ist die Pflanze über Frankreich und Südosteuropa eingewandert. Gegenwärtig gibt es größere Bestände vor allem in Ungarn, auf dem Balkan und in Südost-Frankreich. Auch Österreich, die Slowakei und Süd-Polen sind betroffen. In Deutschland stammt der erste Nachweis der Beifuß-Ambrosie zwar schon aus dem Jahr 1860, die Pflanze ist jedoch bis Ende der 1970er Jahre nur an wenigen Stellen dauerhaft nachgewiesen worden. Inzwischen hat sie sich deutlich ausgebreitet und findet sich in größeren Beständen, d.h. mit mehr als 100 Pflanzen, am Oberrhein, in Südhessen, Südostbayeren und im östlichen Brandenburg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Landesgesundheitsamt BW 2009&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Menzel 2008&amp;quot; /&amp;gt; Im Norden Deutschlands ist die Pollenblastung durch die Beifuß-Ambrosie dagegen noch relativ gering.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Umweltbundesamt 2015&amp;quot;&amp;gt;Umweltbundesamt, Hg. (2015): [http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/monitoringbericht-2015 Monitoringbericht 2015 zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel]&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ambrosia wächst an Straßenrändern und in Hausgärten, an Vogelfutterstellen und auf Baustellen. Die Hauptverbreitung geschieht möglicherweise über Vogelfutter, das oft mit Ambrosiasamen verunreinigt ist und häufig aus Importen aus Osteuropa stammt. Die Pollen können aber auch durch Wind über große Entfernungen verbreitet werden. So wurde festgestellt, dass in Baden-Württemberg, obwohl es an verschiedenen Orten durchaus Bestände der Ambrosia-Pflanze gibt, dem Ferntransport von Pollen aus dem Rhone-Tal für die Pollenbelastung eine größere Bedeutung zukommt als der einheimischen Produktion.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RKI 2011&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Klimawandel===&lt;br /&gt;
Der Einfluss des [[Klimawandel]]s auf die Verbreitung von Ambrosia-Pollen ist mehrfach untersucht worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Landesgesundheitsamt BW 2009&amp;quot; /&amp;gt;  So wurde in Experimenten festgestellt, dass bei einer Verdoppelung des [[Kohlendioxid-Konzentration|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalts]] der Atmosphäre die Pollenproduktion der Ambrosia um 61 % zunimmt. Auch bei höheren Temperaturen nimmt die Biomasse der Pflanze zu und diese bildet mehr Pollen. Außerdem kann die Blühzeit verlängert werden. So wurden in Südhessen in dem warmen Winter 2006 blühende Ambrosia-Pflanzen noch im Dezember nachgewiesen.  Das deutet darauf hin, dass der Klimawandel die Ausbreitung der Beifuß-Ambrosie auch in Deutschland begünstigen könnte. Modellrechnungen für Österreich kommen zu dem Ergebnis, dass sich bei einer Erhöhung der Temperaturen im Juli um 2 °C die von der Beifuß-Ambrosie besiedelte Fläche versechsfachen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RKI 2011&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tierische Allergene ==&lt;br /&gt;
Neben Pflanzen können auch wärmeliebende Tiere Auslöser von Allergien sein. Zu nennen ist vor allem der Eichenprozessionsspinnner, ein Nachtfalter, der Widerhaken versehene Härchen aus. Kommt der Mensch mit ihnen in Berührung, kann es zu allergischen Reaktionen auf der Haut kommen, z.B. zu Juckreiz, Bläschen, Bindehautentzündung und bei Einatmung auch zu Entzündungen im Rachenbereich. In den letzten 10-15 Jahren hat sich der Eichenprozessionsspinnner stark vermehrt, was mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Umweltbundesamt 2015&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* J.L. Lozán u.a. (Hg.): [http://www.klima-warnsignale.uni-hamburg.de/klimawandel_gesundheitsrisiken/ Warnsignal Klima – Gesundheitsrisiken. Gefahren für Pflanzen, Tiere und Menschen], Hamburg 2008&lt;br /&gt;
* Beate Alberternst &amp;amp; Stefan Nawrath: [http://www.klima-warnsignale.uni-hamburg.de/alberternst-nawrath/ Ausbreitung der Beifuß-Ambrosie in Deutschland – zunehmende Gefahr für die Gesundheit?], in: J.L. Lozán u.a. (Hg.): Warnsignal Klima – Gesundheitsrisiken. Gefahren für Pflanzen, Tiere und Menschen, Hamburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Robert Koch-Institut (2011): [http://www.rki.de/cln_151/nn_196910/DE/Content/Gesund/Klimawandel/Klimawandel-Gesundheit.html?__nnn=true Klimawandel und Gesundheit - Ein Sachstandsbericht] umfangreiche Darstellung mit den Schwerpunkten Hitzewellen und Allergien&lt;br /&gt;
* Berendt, H. u.a. (2007): [http://www.dwd.de/bvbw/appmanager/bvbw/dwdwwwDesktop?_nfpb=true&amp;amp;_pageLabel=_dwdwww_menu2_bibliothek_periodika&amp;amp;T19600731211153457629223gsbDocumentPath=Content%2FOeffentlichkeit%2FPB%2FPBFB%2FPeriodika%2FPromet%2FPDF%2Fpromet__33__3-4.html Allergene Pollen], in: promet 33, Nr. 3/4, S. 120-132&lt;br /&gt;
* [http://www.ambrosiainfo.de/ InfoPage Beifuß-Ambrosie] Inormationen zur Beifuß-Ambrosie in Deutschland&lt;br /&gt;
* Julius-Kühn-Institut: [http://pflanzengesundheit.jki.bund.de/index.php?menuid=60&amp;amp;reporeid=312 Ambrosie]&lt;br /&gt;
* [http://www.ambrosia.de/ Ambrosia.de] allgemeine Informationsplattform&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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==Klimadaten zum Thema== &lt;br /&gt;
{{Bild-links|Bild=Temp diff Nordd A1B Jahr.jpg|Breite=200px}} &lt;br /&gt;
Klimadaten zum Thema selbst auswerten? Hier können Sie aus [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/europa-rcp-daten &#039;&#039;&#039;Regionaldaten zu Europa&#039;&#039;&#039;] und den hochaufgelösten [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/daten-zu-norddeutschland &#039;&#039;&#039;Regionaldaten zu Norddeutschland&#039;&#039;&#039;] eigene Karten zur künftigen Klimaentwicklung erzeugen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier finden Sie eine [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/arbeitsanweisungen-panoply-263990 &#039;&#039;&#039;Anleitung zur Visualisierung der Daten&#039;&#039;&#039;].&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Schülerarbeiten zum Thema==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schülerarbeiten zum Thema des Artikels&#039;&#039;&#039; aus dem [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts Schulprojekt Klimawandel]:&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756158/a4f1b5f2f90882452d0f089152e17b1a/2011-pollenflug-im-wandel-data.pdf Der Pollenflug im Wandel] Wie sich der Klimawandel auf den Pollenflug der Frühblüher Birke, Erle und Hasel auswirkt. (Gymnasium Grootmoor, Hamburg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=visualClear&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
				&amp;lt;/div&amp;gt;  &lt;br /&gt;
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== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}	 &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Teil von=Klimawandel und Gesundheit&lt;br /&gt;
|Teil von=Indirekte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Aktuelle Klimaänderungen&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Klimaänderungen in Europa&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Klimaänderungen in Deutschland&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Klimawandel&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Nordatlantische Oszillation&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Klimawandel und Gesundheit, Aktuelle Klimaänderungen, Klimaänderungen Europa, Klimaänderungen Deutschland, Nordatlantische Oszillation, Gesundheit, Ökosysteme,  Biosphäre&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesundheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Klimawandel_und_Gesundheit&amp;diff=32414</id>
		<title>Klimawandel und Gesundheit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Klimawandel_und_Gesundheit&amp;diff=32414"/>
		<updated>2024-12-05T06:22:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Schülerarbeiten zum Thema */  invalide links ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Krankheiten_uebersicht.jpg|thumb|450 px|Wirkungspfade von Klimaänderungen auf die Gesundheit des Menschen]]&lt;br /&gt;
Das menschliche Wohlbefinden ist unmittelbar abhängig von den natürlichen Systemen der Erde und ihrer Stabilität. Eine Störung der physikalischen Bedingungen (z.B. der [[Temperatur]], der [[Wetter]]abläufe, der [[Wasserressourcen_und_Klima|Wasserverfügbarkeit]] oder des [[Folgen des Meeresspiegelanstiegs|Meeresspiegels]]) und der davon abhängigen [[Ökosystem]]e (z.B. der Lebensbedingungen von Krankheitsüberträgern oder der landwirtschaftlichen Ökosysteme) durch eine merkliche Klimaänderung birgt daher unkalkulierbare Risiken für die menschliche Gesundheit. Durch den [[Aktuelle Klimaänderungen|anthropogenen Klimawandel]] werden zum ersten Mal in der menschlichen Geschichte selbst verursachte globale Umweltveränderungen verantwortlich sein für eine Zunahme von Krankheiten und Todesfällen in einigen Gebieten. In anderen Gebieten wird der anthropogene Klimawandel auch positive Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben, z.B. durch den Rückgang von kältebedingten Krankheits- und Todesfällen. Insgesamt werden aber nach heutigem Wissensstand die negativen Folgen überwiegen. &lt;br /&gt;
Dabei sind direkte und indirekte Auswirkungen möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Lozán, J.L., et al. (2008): Warnsignal Klima - Gesundheitsrisiken. Gefahren für Pflanzen, Tiere und Menschen, Hamburg; IPCC WGII (2007): Impacts, Adaption and Vulnerability, Chapter 8: Human Health, Executive Summary&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den gesundheitlichen Folgen des Klimawandels lassen sich direkte und indirekte Wirkungspfade unterscheiden (s. Abb.): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Direkte Auswirkungen des Klimawandels==&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Direkte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit]]&lt;br /&gt;
Bei den direkten Wirkungen handelt es sich um die unmittelbaren Folgen von Klima- und Wetteränderungen auf den menschlichen Organismus. Sowohl Hitzewellen wie extreme Kälte können zu einer erhöhten Sterblichkeit wie zu vermehrten Krankheiten führen, aber auch allmähliche Veränderungen von Durchschnittstemperaturen wirken sich auf das körperliche Wohlbefinden aus. Wetterextreme und deren Folgen wie [[Dürren]], [[Außertropische_Stürme|Stürme]], Sturmfluten, [[Starkniederschläge und Hochwasser|Überschwemmungen]], Lawinenabgänge oder Erdrutsche können das Leben und die Gesundheit vieler Menschen bedrohen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indirekte Auswirkungen des Klimawandels ==&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Indirekte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit]]&lt;br /&gt;
Auf indirektem Wege üben Klimaänderungen durch Krankheitsüberträger wie Stechmücken, Zecken oder Nagetiere, deren Verbreitungsgebiete, Population oder Infektionspotential von klimatischen Bedingungen abhängig ist, einen Einfluss auf den Menschen aus. Hinzu kommen Allergien, die durch veränderte Wetterbedingungen, eine verlängerte Pollensaison und die Ausbreitung Pflanzen, die Pollen verbreiten, immer häufiger auftreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem stellt eine verstärkte klimabedingte Luftbelastung in Ballungsgebieten ein Problem für die menschliche Gesundheit dar. Auch die Verfügbarkeit von sauberem Wasser und von Nahrungsmitteln aus einer [[Landwirtschaft und Klima|Landwirtschaft]], die unter veränderten klimatischen Bedingungen produziert, sowie ein durch den Temperaturanstieg erhöhter [[Meeresspiegeländerungen|Meeresspiegel]] können über vielfältige Vermittlungen die menschliche Gesundheit gefährden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stratosphärische Ozonabnahme und Gesundheit ==&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Stratosphärische Ozonabnahme und Gesundheit]]&lt;br /&gt;
Eine [[Stratosphärische Ozonabnahme und Gesundheit|Abnahme des stratosphärischen Ozons]] stellt ebenfalls eine Gefahr für irdische Lebewesen und somit auch für die menschliche Gesundheit dar. Die stratosphärische Ozonschicht absorbiert einen Großteil der energiereichen ultravioletten Strahlung, die von der Sonne ausgeht. Bei einer übermäßigen Bestrahlung mit UV-Licht kommt es zu akuten Schäden in Form von Hautrötungen oder sogar zum Absterben des Gewebes. Ist die Haut häufig starker UV-Bestrahlung ausgesetzt, kann es zu Langzeitschäden wie Faltenbildung oder sogar zur Bildung von Hautkrebs kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abbau von stratosphärischem Ozon wird neben weiteren Faktoren (siehe [[Stratosphärisches Ozon]]) auch durch den anthropogenen Klimawandel begünstigt (siehe [[Ozonveränderungen und Klimawandel]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Gebieten wird der anthropogene Klimawandel positive Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben. Insgesamt werden aber nach heutigem Wissensstand die negativen Folgen überwiegen.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC WGII (2007): Impacts, Adaption and Vulnerability, Chapter 8: Human Health, Executive Summary&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* J.L. Lozán u.a. (Hg.): Warnsignal Klima – Gesundheitsrisiken. Gefahren für Pflanzen, Tiere und Menschen, Hamburg 2008 - auch [http://www.klima-warnsignale.uni-hamburg.de/klimawandel_gesundheitsrisiken/ online]&lt;br /&gt;
* Becker, P. u.a. (2007): Gesundheitsrisiken durch Klimawandel, in: promet 33, Nr. 3/4, S. 148-156 - auch [http://www.dwd.de/bvbw/appmanager/bvbw/dwdwwwDesktop?_nfpb=true&amp;amp;_pageLabel=_dwdwww_menu2_bibliothek_periodika&amp;amp;T19600731211153457629223gsbDocumentPath=Content%2FOeffentlichkeit%2FPB%2FPBFB%2FPeriodika%2FPromet%2FPDF%2Fpromet__33__3-4.html Online]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Climate Service Center 2.0 (2014): [http://www.climate-service-center.de/products_and_publications/publications/detail/062894/index.php.de Gesundheit und Klimawandel] - Broschüre zum Download&lt;br /&gt;
* Robert Koch-Institut (2011): [http://edoc.rki.de/oa/articles/re0BdUKX9pUL6/PDF/29ETCuO6ZOtk.pdf Klimawandel und Gesundheit - Ein Sachstandsbericht] umfangreiche Darstellung mit den Schwerpunkten Hitzewellen und Allergien&lt;br /&gt;
* K. Stark u.a. (2009): [https://www.rki.de/DE/Content/Gesund/Umwelteinfluesse/Klimawandel/Bundesgesundheitsblatt_2009_07_Hitze.pdf?__blob=publicationFile Die Auswirkungen des Klimawandels]; Schwerpunkt: Infektionskrankheiten&lt;br /&gt;
* UMID - UmweltMedizinischer InformationsDienst (2009): [http://www.umweltbundesamt.de/umid/archiv/umid0309.pdf Klimawandel und Gesundheit], Artikelsammlung&lt;br /&gt;
* Gostomzyk, J.G. &amp;amp; M. Enke (2008): [http://www.lzg-bayern.de/download/lzg_reihe/lzg_reihe_19.pdf Globaler Klimawandel und Gesundheit], Artikelsammlung&lt;br /&gt;
* [http://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/handlungsfeld-menschliche-gesundheit Handlungsfeld Menschliche Gesundheit] Darstellung des Umweltbundesamtes&lt;br /&gt;
* [http://www.helmholtz-muenchen.de/fileadmin/FLUGS/PDF/Themen/Klimaschutz/Klimawandel_und_Gesundheit.pdf Klimawandel und Gesundheit] Helmholtz Zentrum München&lt;br /&gt;
* [http://www.dwd.de/bvbw/generator/DWDWWW/Content/Oeffentlichkeit/PB/PBFB/Periodika/Promet/PDF/promet__33__3-4,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/promet_33_3-4.pdf Biometeorologie des Menschen] Promet Jahrgang 33, Heft 3/4&lt;br /&gt;
* Umweltbundesamt (2009): [http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/3753.html Gesundheitliche Anpassung an den Klimawandel]&lt;br /&gt;
* Umweltbundesamt (2009): [http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/3925.html Klimawandel und Gesundheit: Welche Probleme verursachen Wärme liebende Schadorganismen?] UBA/BMU-Fachgespräche&lt;br /&gt;
* Robert Koch-Institut: [https://www.rki.de/DE/Content/GesundAZ/K/Klimawandel_Gesundheit/KlimGesundAkt.html Sachstandsbericht Klimawandel und Gesundheit (2023)]&lt;br /&gt;
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==Klimadaten zum Thema==&lt;br /&gt;
{{Bild-links|Bild=Hot_days_index_per_time_period_in_Heisse_Tage_ND_A1B_diff_Sommer.png|Breite=200px}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimadaten zum Thema selbst auswerten? Hier können Sie aus [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen &#039;&#039;&#039;Daten zum Klimawandel&#039;&#039;&#039;] eigene Karten erzeugen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Hier finden Sie eine: [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/arbeitsanweisungen-panoply-263990 &#039;&#039;&#039;Anleitung zur Visualisierung der Daten&#039;&#039;&#039;].&lt;br /&gt;
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==Schülerarbeiten zum Thema==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schülerarbeiten zum Thema des Artikels&#039;&#039;&#039; aus dem [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts Schulprojekt Klimawandel]:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Indirekte Auswirkungen des Klimawandels&#039;&#039;:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756158/a4f1b5f2f90882452d0f089152e17b1a/2011-pollenflug-im-wandel-data.pdf Der Pollenflug im Wandel] Wie sich der Klimawandel auf den Pollenflug der Frühblüher Birke, Erle und Hasel auswirkt (Gymnasium Grootmoor, Hamburg)&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756562/6d54159b380a1cf7e473327ac6a26623/2011-malaria-in-deutschland-data.pdf Malaria - sticht der Klimawandel jetzt auch in Deutschland zu?] (Gymnasium Grootmoor, Hamburg)&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756240/1d129f2740146e763168abc6188c304a/2013-malaria-data.pdf Ist aufgrund des Klimawandels Malaria ein mögliches Zukunftsproblem in Deutschland?] (Gymnasium Osterbek, Hamburg)&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/746846/04d65889c65c3bb53b7a295a058dd170/2012-wasser-afrika-data.pdf Einfluss des Klimawandels auf die Wasserversorgung in Afrika und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit] (Gymnasium Osterbek, Hamburg)&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756138/7a5f8d1cd6c28ce12c364d8e83686b8f/2016-tigermuecke-klimawandel-data.pdf Tigermücke und Klimawandel in Deutschland] Inwiefern beeinflusst der Klimawandel das Etablierungsrisiko der Tigermücke in Deutschland? (Anne-Frank-Schule Bargteheide, Bargteheide)&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756110/cb6fa8acaaead51b64ec8d53cc5f1cd5/2014-leishmaniose-data.pdf Leishmaniose und Klimawandel in Deutschland] Inwiefern ist es realistisch, dass Leishmaniose aufgrund des Klimawandels in Deutschland gehäuft auftreten wird? (Anne-Frank-Schule Bargteheide, Bargteheide)&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=visualClear&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}	 &lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Folge von=Aktuelle Klimaänderungen&lt;br /&gt;
|Folge von=Klimaprojektionen&lt;br /&gt;
|umfasst=Direkte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit&lt;br /&gt;
|umfasst=Indirekte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit&lt;br /&gt;
|umfasst=Hitzewellen und Gesundheit&lt;br /&gt;
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|umfasst=Unkräuter, Schädlinge, Krankheiten (Landwirtschaft)&lt;br /&gt;
|umfasst=Dengue&lt;br /&gt;
|umfasst=Klimawandel und Allergien&lt;br /&gt;
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|Unterrichtsmaterial=[http://www.boell.de/sites/default/files/assets/boell.de/images/download_de/Thema5_Auswirkungen_Klimawandel_Gesundheit.pdf Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Aktuelle Klimaänderungen, Hitzewelle, Malaria, Zecken, Unkräuter, Schädlinge, Krankheiten (Landwirtschaft), Dengue, Klimawandel und Allergien, Gesundheit&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesundheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Benutzer:Sandra_Burger/To_do_Liste_Sch%C3%BClerarbeiten&amp;diff=32394</id>
		<title>Benutzer:Sandra Burger/To do Liste Schülerarbeiten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Benutzer:Sandra_Burger/To_do_Liste_Sch%C3%BClerarbeiten&amp;diff=32394"/>
		<updated>2024-12-01T16:12:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Liste: zu bearbeitende Seiten */  - 2&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die unten aufgelisteten Seiten enthalten den Abschnitt &amp;quot;Schülerarbeiten zum Thema&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt; -- bis auf wenige Ausnahmen sind die dort (auf den jeweiligen Seiten) aufgelisteten Links zum HBS invalide und müssen demzufolge aktualisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(Für den Fall, dass eine Schülerarbeit auf dem HBS nicht mehr auffindbar ist, besteht die Möglichkeit, die entsprechende Schülerarbeit via Internet Archiv mittels einer dort archivierten älteren Seitenversion heraus zu suchen und in Form eines Archivlinks hier im Klimawiki zu verlinken.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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Schülerarbeiten aus dem &amp;quot;Schulprojekt Klimawandel&amp;quot; nach Themen:&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Spezial:Suche&amp;amp;limit=250&amp;amp;offset=0&amp;amp;ns0=1&amp;amp;search=Schülerarbeiten&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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== Liste: zu bearbeitende Seiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Unterricht Themen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimawandel und Gesundheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wirkung von Kohlendioxid und Ozon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Taifune im Nordwest-Pazifik]] =&amp;gt; Schülerarbeit nicht mehr auffindbar: &#039;&#039;&#039;Taifune&#039;&#039;&#039; Welche Auswirkungen wird der Klimawandel haben? (Gymnasium Grotmoor, Hamburg)&lt;br /&gt;
:::::::: https://preview.poc.hamburg.de/hhcae-cm7/servlet/contentblob/10267176/f9406147bf83accfba5f3ba69d70a6e9/data/2017-taifune.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Alpine Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Boden im Klimasystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Direkte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Indirekte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Nordamerika]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Deforestation (Tropen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wetterextreme und Klimawandel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg im Ostseeraum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimawandel und Allergien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserprobleme (regional)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ozean im Klimasystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Phänologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimaprojektionen Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Permafrost]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dürren in Kalifornien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimaprojektionen Lateinamerika]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[ENSO]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegel der Zukunft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg in der Nordsee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arktische Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Waldbrände in Kalifornien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hochwasser im Ganges-Brahmaputra-Meghna-Delta]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimawandel und Weinbau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserressourcen und Klimawandel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Starkregen und Hochwasser in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Terrestrischer Kohlenstoffkreislauf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arktische Vegetation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Unterricht zum Klimawandel (allgemein)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tropische Wirbelstürme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Verbreitung der Arten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Korallenriffe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dürren im Amazonasgebiet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Starkregen und Hochwasser in Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Starkniederschläge und Hochwasser]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Solar Radiation Management (SRM)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--- Ende der Liste ---&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wasserprobleme_und_Klimawandel_in_den_tropischen_Anden&amp;diff=32393</id>
		<title>Wasserprobleme und Klimawandel in den tropischen Anden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wasserprobleme_und_Klimawandel_in_den_tropischen_Anden&amp;diff=32393"/>
		<updated>2024-12-01T16:09:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Schülerarbeiten zum Thema */  invaliden  link ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Einleitung == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anden besitzen die weltweit größte Dichte an [[Gletscher in den Tropen|tropischen Gletschern]]. Beobachtungen zeigen jedoch eine starke Abnahme der Gletscherbedeckung seit den 1970er Jahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rabatel 2013&amp;quot;&amp;gt;Rabatel, A., Francou, B., Soruco, A., Gomez, J., Cáceres, B., Ceballos, J. L., et al. (2013). Current state of glaciers in the tropical Andes: a multi-century perspective on glacier evolution and climate change. The Cryosphere, 7(1), 81-102.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Trend hat bei einzelnen Gletschern wie dem Chacaltaya Gletscher in Bolivien sogar bereits zum (nahezu) gänzlichen Verschwinden der Eisbedeckung geführt. Projektionen des Klimas für das 21. Jahrhundert sagen eine Fortsetzung des Abschmelzens und z.T. Verschwindens der Gletscher in den Anden voraus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rabatel 2013&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Gletscher vielerorts eine zentrale Rolle für die zeitlichen Schwankungen des Wasserabflusses spielen, bringt die Abnahme der Gletscher in den Anden große Herausforderungen für eine zuverlässige Wasserversorgung mit sich. Dabei zeigen sich Auswirkungen der Gletscherschmelze unter anderem auf die Trinkwasserversorgung, Ökosysteme, Landwirtschaft und Elektrizitätsversorgung durch Wasserkraftwerke.&amp;lt;ref name=Bradley 2006&amp;quot;&amp;gt;Bradley, R. S., Vuille, M., Diaz, H. F., &amp;amp; Vergara, W. (2006). Threats to water supplies in the tropical Andes. Science. 2006, 1755.&amp;lt;/ref&amp;gt; Insbesondere stellen Gletscher die Grundlage der Wasser- und Energieversorgung für die drei Hauptstädte Lima (Peru), Quito (Ecuador) und La Paz (Bolivien) dar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chevallier 2011&amp;quot;&amp;gt;Chevallier, P., Pouyaud, B., Suarez, W., &amp;amp; Condom, T. (2011). Climate change threats to environment in the tropical Andes: glaciers and water resources. Regional Environmental Change, 11(1), 179-187.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Gletschern sind auch tropische Feuchtgebiete, sogenannte paramos, vom Klimawandel bedroht. Während im südlichen Peru und in Bolivien Gletscher als Wasserspeicher dominieren, sind diese Feuchtgebiete überwiegend im Norden Perus, in Ecuador und in Kolumbien für die Wasserversorgung von Bedeutung. Diese Feuchtgebiete liegen in Höhen von etwa 3500m bis 5000m. Bei steigenden Temperaturen wandern sie in höhere Lagen ab. Zudem wirkt sich eine Änderung des Niederschlags auf die Wasserbereitstellung der Feuchtgebiete aus. Die größte Bedrohung für die Feuchtgebiete geht heute allerdings von der Nutzung durch Landwirtschaft und Bevölkerung aus.&amp;lt;ref name= Vuille 2013&amp;quot;&amp;gt;Vuille, M. (2013). Climate Change and Water Resources in the Tropical Andes. Inter-American Development Bank.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Klima ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anden sind die längste Gebirgskette der Welt. Sie erstrecken sich über eine Länge von 7500 Kilometern, vom Norden des südamerikanischen Kontinents bei 10° N bis zu seiner Südspitze bei etwa 53° S. Die durchschnittliche Gipfelhöhe beträgt in den [[Tropen]] und [[Subtropen]] über 4000 m. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Garreaud 2009&amp;quot;&amp;gt;Garreaud, R. D. (2009). The Andes climate and weather. Advances in Geosciences, 22(22), 3-11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Altiplano_bolivien.JPG|thumb|350px|Eine Straße in den bolivianischen Anden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu ihrer Nord-Süd Ausdehnung sind die Anden mit einer typischen Breite von weniger als 200 km sehr schmal. Eine Ausnahme bilden die Subtropen, in denen sich die Gebirgskette in die West-Anden (Cordillera Occidental) und Ost-Anden (Cordillera Oriental) aufteilt und zwischen diesen eine Hochebene (Altiplano) mit einer durchschnittlichen Höhe von etwa 4000 m bildet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Garreaud 2009&amp;quot; /&amp;gt; Der höchste Berg, der nordöstlich von Santiago de Chile gelegene Aconcagua, ist 6960 m hoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ihre ausgeprägte Orographie beeinflussen die Anden die großskalige [[atmosphärische Zirkulation]] über Südamerika. In den Tropen und Subtropen teilen sie den Kontinent in trockene (West) und feuchte (Ost) Regionen, während sich dieses Muster in den Außertropen umkehrt. Zudem haben sie einen Einfluss auf den Luftmassenaustausch zwischen Tropen und Außertropen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Garreaud 2009b&amp;quot;&amp;gt;Garreaud, R. D., Vuille, M., Compagnucci, R., &amp;amp; Marengo, J. (2009). Present-day south american climate. Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology, 281(3), 180-195.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den tropischen Anden sind die Hauptquellen von Niederschlägen der Atlantik und das Amazonas-Becken. Saisonale Ostwinde transportieren die Feuchtigkeit im Süd-Sommer (Dezember-Februar) in die Anden. Im Süd-Winter ist es dagegen trocken. An der südperuanischen Westküste sorgt dagegen das subtropische Hoch für ein allgemein trockenes Klima. Während hier nur ca. 100 mm im Jahr an Niederschlägen fallen, sind es in der Gipfelregion der Anden bis über 1500 mm. Das trockene und zudem heiße Küstengebiet steht daher in einem deutlichen Kontrast zu dem eher kalten und feuchten Höhenlagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Condom 2012&amp;quot;&amp;gt;Condom, T., et al. (2012): Simulating the implications of glaciers’ retreat for water management: a case study in the Rio Santa basin, Peru, Water International iFirst, [doi.org/10.1080/02508060.2012.706773]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. [[Klimaprojektionen_Lateinamerika#Grundlagen|Grundlagen des Klimas in Lateinamerika]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klimawandel in den tropischen Anden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beobachtete Klimaänderungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beobachtungen zeigen eine besonders starke Temperaturerhöhung durch den Klimawandel in den Hochlagen der Anden.&amp;lt;ref name=Bradley 2006&amp;quot; /&amp;gt; Messungen der Temperatur im Zeitraum von 1939 – 1998 ergeben dort einen Erwärmungstrend von durchschnittlich 0.11 Grad/Dekade, der damit deutlich über dem globalen Trend von 0.06 Grad/Dekade liegt.&amp;lt;ref name=Bradley 2006&amp;quot; /&amp;gt; Dabei sind jedoch deutliche Unterschiede zwischen verschiedenen Höhen- und Hanglagen festzustellen.&amp;lt;ref name= Vuille 2013&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grund der komplexen Orographie zeigen Messungen des Niederschlags ein weniger koherentes Bild. Dabei ist nördlich von 11° S eine Abnahme und südlich davon eine Zunahme des Niederschlags zu verzeichnen. Im bolivianischen Altiplano wurden zudem eine verspätet eintretende Regenzeit sowie seltenere und heftigere Niederschläge beobachtet.&amp;lt;ref name= Vuille 2013&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. [[Gletscher_in_den_tropischen_Anden#Klima.C3.A4nderungen|Klimaänderungen in den tropischen Anden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Projezierte Klimaänderungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimaprojektionen Lateinamerika|Klimaprojektionen für das 21. Jahrhundert]] sagen eine mittlere Temperaturerhöhung um etwa 3° für Südamerika vorher, wobei die Temperaturerhöhung in Hochlagen besonders stark ausfällt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bradley 2004&amp;quot;&amp;gt;Bradley, R. S., Keimig, F. T., &amp;amp; Diaz, H. F. (2004). Projected temperature changes along the American cordillera and the planned GCOS network. Geophysical Research Letters, 31(16).&amp;lt;/ref&amp;gt; In Bezug auf eine Änderung des Niederschlags zeigen [[Klimamodelle]] eine abnehmende Tendenz in den südlichen Anden. Da die Modelle die Niederschläge des heutigen Klimas nur bedingt zutreffend darstellen, sind die Projektionen mit Vorsicht zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regionale Klimamodelle|Regionalmodelle]] zeigen für die Andenregion für verschiedene Szenarien Temperaturerhöhungen um 2-7 ° Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Urrutia 2009&amp;quot;&amp;gt;Urrutia, R., &amp;amp; Vuille, M. (2009). Climate change projections for the tropical Andes using a regional climate model: temperature and precipitation simulations for the end of the 21st century. Journal of Geophysical Research: Atmospheres (1984–2012), 114(D2).&amp;lt;/ref&amp;gt; Bezüglich des Niederschlags sagen regionale Studien eine Abnahme des Niederschlags über dem Altiplano um 10-30% des heutigen Wertes voraus. Grund hierfür ist eine simulierte Abnahme der Ostwinde über dem Altiplano, die die Hauptquelle für Niederschlag in der Region darstellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Minvielle 2011&amp;quot;&amp;gt;Minvielle, M., &amp;amp; Garreaud, R. D. (2011). Projecting rainfall changes over the South American Altiplano. Journal of Climate, 24(17), 4577-4583.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einfluss des Klimawandels auf die tropischen Gletscher ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beobachteter Gletscherrückgang ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gletscher der Anden sind auf Grund ihrer tropischen Lage und der Höhe sehr sensibel gegenüber Klimänderungen. Beobachtungen zeigen einen starken Rückgang der Gletscher in den tropischen Anden im 20. Jahrhundert, wobei das Abschmelzen in den 1970er Jahren stark zugenommen hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rabatel 2013&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Huayna_potosi.JPG|thumb|350px|Der abschmelzende Gletscher Huayana Potosi in der Nähe der Stadt La Paz (Bolivien)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Venezuela sind die 5 verbleibenden der 1952 existierenden 10 Gletscher seit 1850 um etwa 95% abgeschmolzen. In Kolumbien sind 8 von 14 Gletschern im letzten Jahrhundert verschwunden. In Ecuador hat die Eisbedeckung des Cotopaxi Gletschers zwischen 1976 und 2006 um 42 % abgenommen, während am Chimborazo eine Abnahme der Gletscherfläche um 59 % zwischen 1962 und 1997 beobachtet wurde. In Peru wird die Abnahme der Gesamt-Gletscherfläche zwischen 1970 und 2003 auf 22% geschätzt. In Bolivien ist der Chacaltaya Gletscher, einst das höchste Skigebiet der Welt, bereits komplett abgeschmolzen. Die Abnahme der Eisfläche der 376 Gletscher in der Cordillera Real wird zwischen 1975 und 2006 auf 43 % geschätzt.&amp;lt;ref name= Vuille 2013&amp;quot; /&amp;gt; Zudem haben die 4 Gletscher, aus denen sich die Wasserversorgung der Stadt La Paz überwiegend speist, zwischen 1975 und 2006 um über 50% abgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chevallier 2011&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wichtige Prozesse der Gletscherschmelze ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezüglich der Netto-Volumenänderung, also dem Gleichgewicht zwischen Wachstum und Schmelzen, können Gletscher grob in zwei Bereiche aufgeteilt werden. Im oberen Teil des Gletschers, dem Akkumulationsgebiet, wird Schnee angesammelt und unter Druck in Eis umgewandelt. Hier findet unterm Strich ein Wachstum des Gletschers statt. Im unteren Teil des Gletschers, dem Ablationsgebiet, überwiegt das Schmelzen des Eises. Die zwei Bereiche werden von der sogenannten Gleichgewichtslinie voneinander getrennt, an der Eisbildung und Schmelzen im Gleichgewicht stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimaänderungen wirken daher sowohl durch Änderungen des Niederschlags als auch der Temperatur auf die Gletscher ein. Während die Häufigkeit und Menge des Niederschlags vor allem das Wachstum eines Gletschers beeinflusst, wirkt sich eine Änderung der Temperatur auf das Schmelzen im unteren Bereich sowie auf die Art des Niederschlags (Schnee oder Regen) aus. Eine Temperaturerhöhung alleine verschiebt dabei die Gleichgewichtslinie in höhere Lagen, verkleinert somit das Akkumulationsgebiet auf Kosten des Ablationsgebiets, und verringert somit auf längere Sicht die gesamte mit Eis bedeckte Fläche.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chevallier 2011&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf welche Weise Änderungen der zwei Einflussfaktoren Temperatur und Niederschlag das Wachstum und Abschmelzen einzelner tropischer Gletscher beeinflussen, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Dabei zeigen Gletscher in den Innertropen eine starke Empfindlichkeit gegenüber Temperatur- und Niederschlagsänderungen, während in den äußeren Tropen im Wesentlichen die Niederschlagsmenge von Bedeutung ist. Letzteres ist damit zu erklären, dass die Temperatur in den inneren Tropen entscheidend für die Niederschlagsform (Regen oder Schnee) über den Gletschern ist, während über den Gletschern der äußeren Tropen Niederschlag in Form von Schnee dominiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rabatel 2013&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. [[Gletscher in den tropischen Anden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einfluss der Gletscherschmelze auf die Wasserverfügbarkeit ==&lt;br /&gt;
[[Bild:RioRimac östl Lima.jpg|thumb|350px|Der Rio Rimac versorgt die Metropole Lima mit Wasser aus den Anden, hier bei Niedrigwasser.]]&lt;br /&gt;
=== Bedeutung der Gletscher für die Wasserversorgung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr als 80% des Trinkwassers in den semi-ariden Tropen und Subtropen der Anden stammt aus Gebirgen. Gletscher haben dabei einen großen Einfluss auf die Wasserversorgung in den Anden. Starke saisonale Schwankungen im Niederschlag, d.h. stark ausgeprägte Wechsel zwischen Regen- und Trockenzeit, können von den tropischen Gletschern abgedämpft werden. Dabei wird Niederschlag in Form von Schnee auf den Gletschern abgelagert, zu Eis geformt und dann in der Trockenzeit durch Gletscherschmelze wieder abgegeben. Ein Verschwinden der Gletscher hat daher eine Verstärkung der saisonalen Unterschiede in der Wasserverfügbarkeit zur Folge. Diese Rolle der Gletscher als Wasserspeicher ist in den tropischen Anden von besonderer Bedeutung, wo im Unterschied zu Gebirgen niederer Breite durch Schneefall alleine kein Wasser gespeichert werden kann, da die intensive Sonneneinstrahlung in den Anden eine Schneeablagerung verhindert.&amp;lt;ref name= Vuille 2013&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beobachtete Auswirkungen der Gletscherschmelze ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auswirkungen der Gletscherschmelze auf die Wasserversorgung sind bereits in vollem Gange. So wird geschätzt, dass 30-45 % des Schmelzwassers aus der Cordillera Blanca in den Rio Santa auf dauerhafte Gletscherschmelze zurückzuführen ist.&amp;lt;ref name= Vuille 2013&amp;quot; /&amp;gt; Dabei lässt sich die dauerhafte und langfristige Gletscherschmelze in zwei Phasen einteilen: Während das Volumen des Schmelzwassers in der ersten Phase konstant bleibt oder sogar zunimmt, zeigt es in der zweiten Phase durch das abnehmende Reservoir an Eis einen zurückgehenden bis versiegenden Trend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chevallier 2011&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auswirkungen der Gletscherschmelze betreffen die Bevölkerung direkt durch die Trinkwasserversorgung, außerdem die Landwirtschaft, andine Ökosysteme und die Elektrizitätsversorgung durch Wasserkraftwerke.&amp;lt;ref name= Vuille 2013&amp;quot; /&amp;gt; Bereits die kurzfristige Zunahme des Schmelzwassers führt dabei lokal zu großen Problemen wie einer Zunahme des Risikos von Überschwemmungen, Erdrutschen, Gletscherseeausbrüchen und Schäden in Ökosystemen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chevallier 2011&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rabatel 2013&amp;quot; /&amp;gt;  Langfristig gesehen stellt die geringe Wasserspeicherfähigkeit durch Gletscher eine große Herausforderung für die Trinkwasserversorgung dar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Altiplano.JPG|thumb|350px|Das bolivianische Altiplano in der Nähe der Stadt La Paz, eine durch extreme Trockenheit geprägte Region]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie stark der Einfluss regional ausfällt, hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab: der Größe und damit Bedeutung eines Gletschers als saisonaler Wasserspeicher, dem Abstand des Standorts vom Ort der Gletscherschmelze sowie der Intensität der saisonalen Niederschlagsunterschiede. Daher sind Regionen mit generell trockenen Gebieten wie in Peru und Bolivien stärker von den Auswirkungen der Gletscherschmelze betroffen als die nördlicheren Länder Ecuador und Kolumbien, die generell ein feuchteres Klima aufweisen und bei denen Feuchtgebiete (paramos) eine wichtige Rolle für die Wasserspeicherung spielen.&amp;lt;ref name= Vuille 2013&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Projektionen der Wasserverfügbarkeit im 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Klimamodelle durch die geringe räumliche Auflösung insbesondere in bergigen Regionen Schwierigkeiten haben, Änderungen in Niederschlag und Temperatur akkurat vorherzusagen, sind Projektionen der Gletscherschmelze mit großen Unsicherheiten verbunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Buytaert 2009&amp;quot;&amp;gt;Buytaert, W., Célleri, R., &amp;amp; Timbe, L. (2009). Predicting climate change impacts on water resources in the tropical Andes: Effects of GCM uncertainty. Geophysical Research Letters, 36(7).&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch kann davon ausgegangen werden, dass sich der beobachtete Trend zu einer Abnahme der Gletscher  fortsetzt und die damit verbundenen Schwierigkeiten in Bezug auf die Wasserversorgung zunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Klimawandel stellt das prognostizierte Bevölkerungswachstum insbesondere in den Städten Südamerikas eine große Herausforderung für eine ausreichende Wasserversorgung dar. Dabei sind insbesondere die großen Andenstädte Bogota (Kolumbien), Quito (Ecuador), Lima (Peru) und La Paz (Bolivien) betroffen. Es wird geschätzt, dass das Bevölkerungswachstum alleine bereits bis 2050 zu einer Zunahme des Wassermangels um 50% führt. Trotz der mit Klimaprojektionen einhergehenden Unsicherheiten ist davon auszugehen, dass beide Faktoren, Bevölkerungswachstum und Klimawandel, insgesamt zu einer Abnahme der pro Kopf verfügbaren Wassermenge führen und damit große Herausforderungen für politische Anpassungsmaßnahmen darstellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Buytaert 2012&amp;quot;&amp;gt;Buytaert, W., &amp;amp; De Bièvre, B. (2012). Water for cities: The impact of climate change and demographic growth in the tropical Andes. Water Resources Research, 48(8).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Beispiel Rio Santa ==&lt;br /&gt;
===Lage und Klima===&lt;br /&gt;
Der Rio Santa und seine Nebenflüsse entspringen in der Cordillera Blanca, dem weltweit am stärksten vergletscherten tropischen Gebirge. Der Rio Santa fließt anschließend über eine Länge von 347 km von den Anden bis zur Küstenwüste Perus in den Pazifik.  Das gesamte Einzugsgebiet des Rio Santa umfasst 12300 km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; und reicht von 6768 m Höhe bis hinunter zur pazifischen Küste.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Condom 2012&amp;quot; /&amp;gt;  Der Fluss wird zu einem Teil gespeist von den Gletschern der Cordillera Blanca.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klima der Region unterscheidet sich stark zwischen dem humiden Hochland und den extrem trockenen Wüsten im Küstentiefland. In den tropischen Anden sind der Atlantik und das Amazonas-Becken die Hauptquelle von Niederschlägen. Saisonale Ostwinde transportieren die Feuchtigkeit im Süd-Sommer (Dez.-Febr.) in die Anden. Im Süd-Winter ist es dagegen eher trocken. An der südperuanischen Westküste sorgt dagegen das Hoch für ein durchgehend trockenes Klima. Während hier nur ca. 100 mm im Jahr an Niederschlägen fallen, sind es in der Gipfelregion der Anden bis über 1500 mm. Das trockene und zudem heiße Küstengebiet steht daher in einem deutlichen Kontrast zu dem eher kalten und feuchten Höhenlagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Condom 2012&amp;quot; /&amp;gt;  Die Niederschläge im oberen Rio-Santa-Tal variieren zwischen 800 und 1299 mm im Jahr, wovon mehr als 80 % zwischen Oktober und Mai fallen. Die Temperaturschwankungen bewegen sich zwischen 0 °C und 9°C im Jahresgang, wobei die Tag- und Nachschwankungen wesentlich größer sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bury 2011&amp;quot;&amp;gt;Bury, J.T., et al. (2011): Glacier recession and human vulnerability in the Yanamarey watershed of the Cordillera Blanca, Peru, Climatic Change 105, 179–206, DOI 10.1007/s10584-010-9870-1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bedeutung des Gletscherwassers===  &lt;br /&gt;
Das gesamte Einzugsgebiet des Rio Santa umfasst 12300 km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;. Das Gebiete reicht von 6768 m Höhe; der Abfluss mündet in den Pazifik.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Condom 2012&amp;quot; /&amp;gt;   Der Wasserabfluss des Rio Santa stammt zu bis zu 25 % aus Gletscherwasser. In der Trockenzeit (Juni-August) sind es sogar 50%. Der Rest wird von Oberflächenabfluss durch Niederschläge und Grundwasser gespeist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bury 2011&amp;quot; /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Schmelzwassern der Gletscher und der Wasserführung des Rio Santa hängen einige hundert Tausend Menschen ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fraser 2012&amp;quot;&amp;gt;Fraser, B. (2012): Goodbye Glaciers, Nature 491, 180-182&amp;lt;/ref&amp;gt;  Der Fluss ist grundlegend für die Lebensbedingungen der Bevölkerung und die wirtschaftlichen Aktivitäten in der Region:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Condom 2012&amp;quot; /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
# Oberhalb von 5000 m stellen die Gletscher und die Berge eine Touristenattraktion dar.&lt;br /&gt;
# 2000-4000 m: Quechua haben seit Jahrhunderten bewässerte Terrassenlandwirtschaft an den Berghängen betrieben. &lt;br /&gt;
# Unter 2000 m spielt ein Wasserkraftwerk eine wichtige Rolle zur Stromproduktion für die Region.&lt;br /&gt;
# Am Fuß der Anden wird das Wasser des Rio Santa für die Bewässerung ausgedehnter Agrarflächen in der kargen Küstenzone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Jahrtausende waren die Gletscherwasser eine wichtige Grundlage für die indianischen Gemeinschaften in den Anden. Gegenwärtig leben 267 000 Menschen am oberen Rio Santa, z.T. in ländlichen Siedlungen und z.T. in kleineren und größeren Städten, wovon Huaraz mit 96 000 Einwohnern die größte ist. Historisch haben die Gletscher der Cordillera Blanca durch ihr Schmelzwasser für einen ausgeglichenen Abfluss auch in Trockenzeit und während Dürren gesorgt. Die Einwohner der Region sind mit ihren Lebensgewohnheiten und wirtschaftlichen Aktivitäten wie Viehzucht, Ackerbau und Tourismus zunehmend davon abhängig geworden. Seit den späten 1990er Jahren hat sich die Landwirtschaft im oberen Rio-Santa-Tal zunehmend auf bewässerungsintensive Produktion umgestellt. Und im trockenen Küstentiefland ist eine neue Agro-Exportzone entstanden, die ebenfalls auf intensive Wassernutzung angewiesen ist. Außerdem wird das Wasser des Rio Santa für Wasserkraftwerke genutzt, die 10 % der Wasserkraftkapazität des Landes ausmachen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bury 2011&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Veränderungen===   &lt;br /&gt;
Die sozialen und ökonomischen Veränderungen haben die Wasserressourcen in jüngster Zeit verstärkt beansprucht. Gleichzeitig wurde ein zunehmender Gletscherrückzug beobachtet. Die Gletscher sind bereits um 20-30 % seit 1970 geschrumpft. Da die Niederschläge etwa gleich geblieben sind, kann das nur auf die zunehmende Temperatur von 0,1 °C pro Dekade seit 1970 zurückzuführen sein. Gletscher über 5400 m werden in Zukunft schmelzen, aber überleben, die darunter werden wahrscheinlich verschwinden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fraser 2012&amp;quot; /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel ist das Yanamarey-Einzugsgebiet. Der Yanamarey ist ein Nebenfluss des Rio Santa. Sein Einzugsgebiet in der Cordillera Blanca wird zu einem großen Teil vom Yanamarey Gletscher gespeist. Dieser zeigt einen beschleunigten Rückzug an der Gletscherzunge mit einer Rate von 8 m pro Jahrzehnt seit 1970. Er ist immer weniger in der Lage, die Abflussmenge des Flusses in der Trockenzeit auszugleichen, bei der sich immer stärker die saisonal stark schwankenden Niederschläge bemerkbar machen.&lt;br /&gt;
Schon zwischen 1970 und 1997 ist die Gletscherbedeckung Perus um 22 % zurückgegangen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fraser 2012&amp;quot; /&amp;gt; Falls die Ursache in der globalen Erwärmung liegt, die nach Ansicht mancher Forscher zumindest daran beteiligt ist, müsste mit einem völligen Verschwinden der Vergletscherung der Sierra Blanca in den nächsten 50 Jahren gerechnet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bury 2011&amp;quot; /&amp;gt; Allenfalls die Gletscher über 5400 m könnten vielleicht überleben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fraser 2012&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während die Jahresmitteltemperatur zwischen 1951 und 1999 um 0,35-0,39 zugenommen hat, hat die Gletscherbedeckung seit 1970 um 25 % abgenommen. Die Gletscherzunge des Yanamarey Gletschers hat sich seit den frühesten Messungen von 1948 um 800 m zurückgezogen. Nach 1970 betrug die Rückzugsrate pro Jahrzehnt 8 m. In den letzten 6 Jahren zog sich der Gletscher sogar um 30 m pro Jahr zurück. Ähnlich sind auch andere Gletscher in der Sierra Blanca und in den gesamten tropischen Anden geschmolzen. Falls die Ursache in der globalen Erwärmung liegt, die nach Ansicht mancher Forscher zumindest daran beteiligt ist, müsste mit einem völligen Verschwinden der Vergletscherung der Sierra Blanca in den nächsten 50 Jahren gerechnet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bury 2011&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Umfragen ist sich die Bevölkerung im Yanamarey-Einzugsgebiet der Gletscherschmelze durchaus bewusst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bury 2011&amp;quot; /&amp;gt; Im oberen Yanamarey-Tal wurde deutlich weniger Schnee und Eis  sowie das Abbrechen von Gletschereis in &#039;riesigen Brocken&#039; beobachtet. Die Menschen sind über den beschleuinigten Rückzug der Gletscher tief besorgt und führen ihn auf den Klimawandel zurück. Viele berichten über Folgen für die Gesundheit der Tiere, die landwirtschaftliche Produktion und die Wasserverfügbarkeit. Vor allem der Rückgang der Wasserressourcen im letzten Jahrzehnt während der Trockenzeit wurde von fast allen Interviewten bestätigt. Die Landbevölkerung hängt zu einem großen Teil von der Bewässerung kleiner Parzellen ab, für die es in den letzten Jahren zunehmend schwieriger geworden ist, genügend Wasser zu bekommen, um das bisherige Produktionsniveau zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Klimadaten zum Thema==&lt;br /&gt;
{{Bild-links|Bild=2mtemp in Temperatur Suedamerika rcp85 dif.png|Breite=200px}} &lt;br /&gt;
Klimadaten zum Thema selbst auswerten? Hier können Sie eigene Klimakarten aus [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/suedamerika &#039;&#039;&#039;Klimamodelldaten für Südamerika&#039;&#039;&#039;] erzeugen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Hier finden Sie eine [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/arbeitsanweisungen-panoply-263990 &#039;&#039;&#039;Anleitung zur Visualisierung der Daten&#039;&#039;&#039;].&lt;br /&gt;
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				&amp;lt;div class=&amp;quot;inhalt&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schülerarbeiten zum Thema==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schülerarbeiten zum Thema des Artikels&#039;&#039;&#039; aus dem [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts Schulprojekt Klimawandel]:&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/746854/13a0f117e714170fc04b55d552291c5b/2014-tropische-gletscher-data.pdf Tropische Gletscher] Welche Ursachen und Folgen hat das Abschmelzen tropischer Gletscher am Kilimandscharo und in den Anden? (Gymnasium Grootmoor, Hamburg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=visualClear&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
				&amp;lt;/div&amp;gt;  &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
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{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
beeinflusst von=Klimawandel&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Wassernutzung&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Wasserkreislauf&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Wasserkreislauf und Klima&lt;br /&gt;
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|beeinflusst von=Klimaszenarien&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Gletscher in den tropischen Anden&lt;br /&gt;
|Regionales Beispiel von=Wasserressourcen&lt;br /&gt;
|Regionales Beispiel von=Wasserprobleme (regional)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Klimaprojektionen Lateinamerika, Klimaprojektionen regional, Klimaszenarien, Zukünftige Treibhausgaskonzentrationen, Regionale Klimaänderungen, Wassernutzung, Wasserversorgung, Wasserprobleme (regional)&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasserkreislauf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasserressourcen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regionale Klimafolgen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wasserprobleme_in_Zentralasien&amp;diff=32392</id>
		<title>Wasserprobleme in Zentralasien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wasserprobleme_in_Zentralasien&amp;diff=32392"/>
		<updated>2024-12-01T16:03:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Schülerarbeiten zum Thema */  invalide links ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Syr Darya Flussverlauf.jpg|thumb|580px|Abb. 1: Verlauf des Syr Darya in Kasachstan mit toten Mäandern und Kanälen; oben links Baumwollfelder]]&lt;br /&gt;
[[Bild:CA-wasserprod.-verbrauch.jpg|thumb|580px|Abb. 2: Das Missverhältnis zwischen Produktion und Verbrauch von Wasser zwischen den Staaten Mittelasiens. Dargestellt sind die Anteile am Wasser der Flusseinzugsgebiete des Amu Darya (Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan) und Syr Darya (Kasachstan, Usbekistan, Kirgistan) in %. Beim Aralsee sind die restlichen Wasserflächen nach einer NASA-Aufnahme vom August 2021 sowie die frühere Ausdehnung gezeigt.]]&lt;br /&gt;
== Wassernutzung ==&lt;br /&gt;
Im semiariden bis ariden Zentralasien hängen Leben und Wirtschaft stark von den Wasserressourcen ab, die aus den Oberläufen der Flüsse aus dem Tien Shan und dem Pamir stammen. In den Gebirgsregionen fallen hohe Niederschläge von z.T. mehr als 1800 mm pro Jahr. Sie werden daher auch als &amp;quot;Wasserstürme&amp;quot; oder &amp;quot;Wasserschlösser&amp;quot; der umgebenden kontinentalen und sehr trockenen Tiefländer bezeichnet, wo häufig nur 150 mm/Jahr Niederschlag fallen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Unger-Shayesteh 2015&amp;quot;&amp;gt;Unger-Shayesteh, K., D. Düthmann, A. Gafurov, L. Gerlitz &amp;amp; S. Vorogushyn (2015): [https://www.klima-warnsignale.uni-hamburg.de/buchreihe/das-eis-der-erde/kapitel-7-4-die-bedeutung-der-kryosphaere-im-tien-shan-als-wasserturm-fuer-zentralasien/ Die Bedeutung der Kryosphäre im Tien Shan als »Wasserturm« für Zentralasien.] In: Lozán, J. L., H. Grassl, D. Kasang, D. Notz &amp;amp; H. Escher-Vetter (Hrsg.). Warnsignal Klima: Das Eis der Erde. pp.271-278. Online: www.klima-warnsignale.uni-hamburg.de. doi:10.2312/warnsignal.klima.eis-der-erde.41&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund der hohen Lage fallen die Niederschläge in den Berggebieten als Schnee und werden in Schneeschichten, Firn oder Eis gespeichert. In den Sommermonaten geben diese Speicher das Wasser an die großen Flusssysteme Amu Darya und Syr Darya ab und sorgen somit für die Wasserversorgung in den flussabwärts liegenden Trockengebieten. Dabei dominiert die Schneeschmelze von Mai bis Juni und die Gletscherschmelze von Juli bis August. Im Jahresmittel macht die Schneeschmelze über 60% des Abflusses aus, während im Sommer auch der Abfluss von den Gletschern überwiegen kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barandun 2020&amp;quot;&amp;gt;Barandun, M., J. Fiddes, M. Scherler, T. Mathys, T. Saks, D. Petrakov, M. Hoelzle (2020): The state and future of the cryosphere in Central Asia, Water Secur., 11, Article 100072, 10.1016/j.wasec.2020.100072&amp;lt;/ref&amp;gt; So trägt das Gletscherwasser im Tien Shan im Spätsommer 40-60% zum Abfluss bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barandun 2021&amp;quot;&amp;gt;Barandun, M., Pohl, E., Naegeli, K., McNabb, R., Huss, M., Berthier, E., et al. (2021): [https://doi.org/10.1029/2020GL092084 Hot spots of glacier mass balance variability in Central Asia.] Geophysical Research Letters, 48, e2020GL092084.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Staaten Zentralasiens (Kirgisistan, Usbekistan, Turkmenistan, Tadschikistan, Kasachstan) leben mehr als 65 Millionen Menschen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hamidov 2016&amp;quot;&amp;gt;Hamidov, A., Helming, K., Balla, D., (2016): [https://doi.org/10.1007/s13593-015-%200337-7 Impact of agricultural land use in Central Asia: a review.] Agron. Sustain. Dev. 36, 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebiet gehört zu den wichtigsten Regionen auf der Welt, die durch Schnee- und Gletscherschmelze aufgrund des Klimawandels mit Wasserknappheit, sozialen Konflikten und politischer Gewalt rechnen müssen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Siegfried 2012&amp;quot;&amp;gt;Siegfried, T., et al. (2012): Will climate change exacerbate water stress in Central Asia?, Climatic Change 112, 881–899, DOI 10.1007/s10584-011-0253-z&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den Staaten Zentralasiens sind die Wasserressourcen ungleich verteilt (Abb. 2). Die hochgelegenen Staaten Kirgisistan und Tadschikistan liegen an der Quelle des Gebirgswassers und erzeugen über 70% der Wasserressourcen der Region, sie verbrauchen aber nur rund 10%. Die Tieflandstaaten Kasachstan, Turkmenistan und Usbekistan generieren dagegen nur 20% der Wasserressourcen, verbrauchen aber je nach Land 50-75%.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chen 2018&amp;quot;&amp;gt;Chen, Y., Z. Li, G. Fang &amp;amp; W. Li (2018): Large hydrological processes changes in the transboundary rivers of Central Asia. Journal of Geophysical Research: Atmospheres, 123, 5059–5069. https://doi.org/10.1029/2017JD028184&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Landwirtschaft ist der Hauptverbraucher des Wasserangebots. Sie nimmt 70% der Fläche Zentralasiens ein, wovon allerdings der bei weitem größte Teil als Weideland genutzt wird. Das bewässerte Land erstreckt sich über 5-10% der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Weizen und Baumwolle bestimmen den Anbau. Das Wasser wird durch offene Kanäle von den Flüssen auf die Felder geleitet. Wegen mangelhafter Drainage ist es in Zentralasien zu einer Bodendegradation und Versalzung von fast 50% des bewässerten Landes gekommen, in Turkmenistan sogar zu 96%. Die Folge war ein Rückgang der Produktion von Baumwolle und Weizen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hamidov 2016&amp;quot; /&amp;gt; In den hoch gelegenen Staaten Kirgisistan und Tadschikistan profitiert neben der Landwirtschaft auch die Stromproduktion von dem Schmelzwasser aus den Bergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zentralasiatischen Staaten gehören zu den Ländern mit dem höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Wasser. In Turkmenistan wird dabei mit mehr als 5.000 m³ pro Jahr und Einwohner weltweit mit Abstand das meiste Wasser pro Kopf verbraucht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Unger-Shayesteh 2015&amp;quot; /&amp;gt; Mit 85-97 % werden die Wasserressourcen in Zentralasien insgesamt hauptsächlich von der Landwirtschaft genutzt. Im Jahre 2009 wurden mehr als 8 Millionen ha Land bewässert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Unger-Shayesteh 2013&amp;quot;&amp;gt;Unger-Shayesteh, K. et al. (2013): What do we know about past changes in the water cycle of Central Asian headwaters? A review, Global and Planetary Change 110, 4–25&amp;lt;/ref&amp;gt; Rund 22 Millionen Menschen hängen von der bewässerten Landwirtschaft ab, die (mit Ausnahme des ölreichen Kasachstan) eine zentrale wirtschaftliche Stellung besitzt. Seit den 1950er Jahren hat sich die Bewässerungswirtschaft außerdem stark intensiviert, mit z.T. gravierenden Umweltfolgen wie etwa der weitgehenden Austrocknung des Aralsees. Die Wassernutzung der Region ist dadurch kompliziert, dass sich die Hauptflüsse Syr Darya und Amu Darya mit ihren Einzugsgebieten seit dem Ende der Sowjetunion über mehrere Staaten erstrecken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Siegfried 2012&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Tien Shan Gletscher.jpg|thumb|460px|Abb. 3: Eis- und Schneebedeckung des Tien Shan im Oktober 2012]]&lt;br /&gt;
[[Bild:CentralAsia snowmelt 1980-2100.jpg|thumb|460px|Abb. 4: Abnahme der Schneedicke im westlichen Tien Shan 1981-2100 nach Modellberechnungen mit dem hohen Szenario RCP8.5]]&lt;br /&gt;
== Schnee und Gletscher als Wasserressourcen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klimaänderungen ===&lt;br /&gt;
Der Klimawandel hat sich in Zentralasien bereits im 20. Jahrhundert mit einem Temperaturanstieg von 0,18 bis 0,42 °C pro Jahrzehnt bemerkbar gemacht. Bis zum Ende des 21. Jahrhunderts wird bei dem hohen [[RCP-Szenarien|Szenario RCP8.5]] im Vergleich zu 1981-2010 eine Temperaturzunahme der Jahresmittel um 5 °C und der Sommertemperatur um 6,5 °C erwartet, was deutlich über dem globalen Mittel liegen würde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Didovets 2021&amp;quot;&amp;gt;Didovets, I., A. Lobanova, V. Krysanova et al. (2021): [https://doi.org/10.1016/j.ejrh.2021.100779 Central Asian rivers under climate change: Impacts assessment in eight representative catchments], Journal of Hydrology: Regional Studies 34&amp;lt;/ref&amp;gt; Besonders stark ist schon heute der Temperaturanstieg in den Gebirgsregionen und vor allem in den schnee- und eisbedeckten höheren Lagen. So nahm die Temperatur im Tien Shan seit Mitte des 20. Jahrhunderts um bis zu 0,4 °C pro Jahrzehnt zu.&amp;lt;ref name=Chen 2016&amp;quot;&amp;gt;Chen, Y., L. Weihong, H. Deng et al. (2016): Changes in Central Asia’s Water Tower: Past, Present and Future. Scientific Reports 6, 35458; doi: 10.1038/srep35458; Lizenz: CC BY http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/&amp;lt;/ref&amp;gt; Die jährlichen Niederschläge haben sich in Zentralasien bisher dagegen nur wenig und regional unterschiedlich geändert, wobei im Norden eher Zunahmen von bis zu 11% und im Süden bis 15 % Abnahmen registriert wurden. Bei zukünftigen Niederschlägen wird damit gerechnet, dass sie im Sommer in den meisten Gebieten um bis zu 50% abnehmen, im Winter und Frühling dagegen um bis zu 30% und mehr zunehmen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Didovets 2021&amp;quot; /&amp;gt; Im Tien Shan zeigte sich schon in den letzten ca. 50 Jahren eine deutliche Zunahme im Winter, im westlichen Tien Shan sogar um 23%.&amp;lt;ref name=Chen 2016&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Änderung der Schneebedeckung ===&lt;br /&gt;
Höhere Temperaturen haben für die Schnee- und Gletscherbedeckung negative Auswirkungen, höhere Niederschläge bewirken das Gegenteil. Die Folgen von Temperatursteigerungen auf Schneefall und Schneebedeckung sind vielfältig. Zum einen fällt bei einer Erwärmung der Niederschlag zunehmend als Regen und weniger als Schnee. Dadurch verkürzt sich in der Regel die Schneesaison, und die Schneefallgrenze wandert nach oben. Bereits in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts hat sich die Schneedicke im Tien Shan um 8-14 cm verringert (Abb. 4).&amp;lt;ref name=Hoelzle 2020&amp;quot;&amp;gt;Hoelzle, M., M. Barandun, T. Bolch et al. (2020): The status and role of the alpine cryosphere in Central Asia, Ch. 8, in: Xenarios, S., D. Schmidt-Vogt, M. Qadir et al.: The Aral Sea Basin. Water for Sustainable Development in Central Asia&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Dauer der Schneebedeckung hat sich im Mittel um neun Tage reduziert, und deren maximale Ausdehnung zeigt zwischen 2002 und 2013 einen abnehmenden Trend um 672 km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; pro Jahr.&amp;lt;ref name=Chen 2016&amp;quot; /&amp;gt; Die frühere Schneeschmelze führt dazu, dass die dunklere Oberfläche von Felsuntergrund und Gletschern frei wird und die Albedo abnimmt. Die Folgen sind eine stärkere Absorption der Sonneneinstrahlung und weiter zunehmende Erwärmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Glaciers Central Asia 1960-2020.jpg|thumb|460px|Abb. 5: Zeitserien der kumulativen Änderung der Massenbilanz von einzelnen Gletschern in Zentralasien in m Wasseräquivalent (Abramov: Pamir; alle anderen Gletscher: Tien Shan) ]]&lt;br /&gt;
=== Änderung der Vergletscherung ===&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Gletscher in Zentralasien]]&lt;br /&gt;
Außer von der Schneebedeckung ist die Wasserversorgung Zentralasiens in hohem Maße auch von der Vergletscherung in den beiden Hochgebirgen Tien Shan und Pamir abhängig. Im Tien Shan gibt es mindestens 15.000 Gletscher, die eine Fläche von 12.300 km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; bedecken (Abb. 3); die Anzahl der Gletscher im Pamir wird auf 13.000, die Fläche auf 12.800 km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; geschätzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barandun 2020&amp;quot; /&amp;gt; Bei der großen Mehrheit handelt es sich um kleine Gletscher mit einer Fläche von weniger als 2 km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast alle Gletscher des Tien Shan zeigen seit den 1960er Jahren einen abnehmenden Trend. Regional sind mit 20% der Fläche am stärksten die Gletscher im westlichen Tien Shan zurückgegangen. Der Verlust war außerdem am größten in Gebieten mit kleineren Gletschern sowie bei Gletschern in tieferen Lagen. Der Massenverlust belief sich im westlichen Tien Shan zwischen 2000 und 2018 auf -0,3 m Wasseräquivalent (WE) im Jahr, im zentralen Tien Shan auf -0,13 m und im östlichen Tien Shan auf -0,5 m WE im Jahr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barandun 2020&amp;quot; /&amp;gt; Nach Modellsimulationen wird das heutige Eisvolumen des Tien Shan bis 2050 möglicherweise auf die Hälfte geschrumpft sein.&amp;lt;ref name=Chen 2016&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Pamir zeigen Berechnungen hohe Abnahmen der Eismasse von -0,5 m WE/Jahr im westlichen Pamir und geringe Zunahmen in dem für Zentralasien weniger relevanten östlichen Teil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barandun 2021&amp;quot; /&amp;gt; Quantitative Angaben liegen für den Pamir im Wesentlichen für einzelne Gletscher vor, so für den Abramov-Gletscher im nordwestlichen Pamir ein kumulativer Massenverlust von ca. 20 m WE zwischen 1960 und 2019 (Abb. 5). Die vergletscherten Flächen nehmen ebenfalls tendenziell ab, und zwar ähnlich wie im Tien Shan mehr in den unteren Lagen als in höheren Gletschergebieten. Für die meisten Flusseinzugsgebiete wurde eine Zunahme der Flächenabnahme im beginnenden 21. Jahrhundert berichtet, besonders in Gebieten mit kleineren Gletschern.&amp;lt;ref name=Hoelzle 2020&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Tien-Shan-Wasserspeicher-2003-2013.jpg|thumb|460px|Abb. 6: Änderung des vor allem in Eis und Schnee gespeicherten Wassers im Tien Shan zwischen 2003 bis 2014 in mm/Jahr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Änderung der Abflussmengen ==&lt;br /&gt;
Änderungen der Schnee- und Gletscherbedeckung haben direkte Konsequenzen für die gespeicherten Wasserressourcen.&amp;lt;ref name=Chen 2016&amp;quot; /&amp;gt; In den meisten Schneegebieten kommt es durch die höheren Temperaturen zu einem früheren Einsetzen der Schneeschmelze. Die Folge ist eine frühere und durch den oft höheren Schneefall stärkere Abflussspitze. So verschob sich das Hochwassermaximum im Syr Darya von Frühjahr und frühen Sommer auf den späten Winter und frühen Frühling. In einzelnen Zuflüssen erhöhte sich die Abflussmenge zwischen den Zeiträumen 1960-1997 und 1998-2015 um 50% und mehr. Die Konsequenzen für die Gebiete flussabwärts sind gravierend und stellen große Herausforderungen an das Wassermanagement. Zum einen erhöht sich die Gefahr von Hochwasserereignissen durch jahreszeitlich frühere Abflussspitzen. Zum anderen drohen hohe Wasserstände und die Wachstumszeit der Anbaufrüchte zeitlich zunehmend auseinanderzufallen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Yang 2019&amp;quot;&amp;gt;Yang, T.., Q. Li, S. Ahmad, H. Zhou, and L. Li (2019): Changes in Snow Phenology from 1979 to 2016 over the Tianshan Mountains, Central Asia, Remote Sensing 11, no. 5: 499. https://doi.org/10.3390/rs11050499&amp;lt;/ref&amp;gt; In den nächsten Jahrzehnten wird sich dieser Trend fortsetzen. Eine Temperaturzunahme um 2 °C und ein Rückgang der Niederschläge um 30% würde in diesem Jahrhundert die Speicherung von Wasser in Schnee im Monat März um fast ein Drittel verringern.&amp;lt;ref name=Hoelzle 2020&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Abschmelzen der Gletscher führt zunächst zu einem höheren Abfluss besonders in den trockenen Sommermonaten, der teilweise schon zu beobachten ist und größtenteils bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts anhalten wird.&amp;lt;ref name=Hoelzle 2020&amp;quot; /&amp;gt; Da sich die verbleibende Masse der Gebirgsgletscher ab Mitte des 21. Jahrhunderts deutlich verringert haben wird, werden auch die Abflussmengen in den beiden großen Flusssystemen des Amu Darya und Syr Darya abnehmen, nach Modellberechnungen um bis zu 40%. Für die Sommermonate wird bei einem hohen Klimaszenario sogar mit einer Abnahme der Abflussmengen von bis zu 60% gerechnet. Außerdem wird sich durch die frühere Schnee- und Eisschmelze der Höhepunkt des Abflusses im Jahresverlauf im späteren 21. Jahrhundert noch weiter nach vorne verschieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Didovets 2021&amp;quot; /&amp;gt; Das für die Zukunft drohende Ausbleiben des Gletscherwassers gerade in den trockenen Sommermonaten wird für die landwirtschaftliche Bewässerung in der Hauptwachstumszeit wahrscheinlich ein noch größeres Problem darstellen als der Rückgang der Schneebedeckung. Tien Shan und Pamir sind damit in ihrer Funktion als Wassertürme für Zentralasien ernsthaft bedroht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Perspektiven ==&lt;br /&gt;
In Zentralasien droht das Abschmelzen von Schneebedeckung und Gletschern die Wasserversorgung einer großen Bevölkerung und von Ökosystemen zu gefährden. Bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts ist allerdings zunächst mit einer Zunahme des Abflusses aus den vergletscherten und verschneiten Gebirgsregionen zu rechnen. Durch Bevölkerungszunahme und die Ausdehnung der Bewässerungslandwirtschaft wächst allerdings schon seit langem auch der Wasserbedarf. Dennoch bleibt eine Atempause, um sich auf die vor allem für die Landwirtschaft, aber auch für die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung und die Energieerzeugung mit Wasserkraft nach der Jahrhundertmitte drohende katastrophische Situation einzustellen. In Zentralasien lassen sich kaum neue Wasserquellen erschließen. Hier bedarf es einerseits einer politischen Kooperation zwischen den wasserreichen und den von ihnen abhängigen wasserarmen Staaten, um die bereits vorhandenen zwischenstaatliche Konflikte&amp;lt;ref&amp;gt;Gajsina, L. (2017): [https://novastan.org/de/kirgistan/die-funf-wichtigsten-wasserkonflikte-in-zentralasien/ Die fünf wichtigsten Wasserkonflikte in Zentralasien]&amp;lt;/ref&amp;gt; um Wasser zu begrenzen. Andererseits ist eine Verbesserung der Wassernutzung vor allem in der Landwirtschaft, die in den meisten Staaten 90% des Wassers verbraucht, unumgänglich. Sowohl effektivere Bewässerungsmethoden, die gegenwärtig weitgehend auf veralteten und defekten Anlagen basieren, wie die Auswahl von weniger bewässerungsintensiven Anbaufrüchten bieten Lösungsmöglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Unger-Shayesteh, K., D. Düthmann, A. Gafurov, L. Gerlitz &amp;amp; S. Vorogushyn (2015): [https://www.klima-warnsignale.uni-hamburg.de/buchreihe/das-eis-der-erde/kapitel-7-4-die-bedeutung-der-kryosphaere-im-tien-shan-als-wasserturm-fuer-zentralasien/ Die Bedeutung der Kryosphäre im Tien Shan als »Wasserturm« für Zentralasien.] In: Lozán, J. L., H. Grassl, D. Kasang, D. Notz &amp;amp; H. Escher-Vetter (Hrsg.). [https://www.klima-warnsignale.uni-hamburg.de/buchreihe/das-eis-der-erde/ Warnsignal Klima: Das Eis der Erde.] pp.271-278.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Klimadaten zum Thema==&lt;br /&gt;
{{Bild-links|Bild=Precip_in_Niederschlag_Global_rcp85_diff2_.png|Breite=200px}} &lt;br /&gt;
Klimadaten zum Thema selbst auswerten? Hier können Sie eigene Klimakarten aus [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/ost-und-suedostasien &#039;&#039;&#039;Klimamodelldaten für Asien&#039;&#039;&#039;] erzeugen.&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Hier finden Sie eine [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/arbeitsanweisungen-panoply-263990 &#039;&#039;&#039;Anleitung zur Visualisierung der Daten&#039;&#039;&#039;].&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Schülerarbeiten zum Thema==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schülerarbeiten zum Thema des Artikels&#039;&#039;&#039; aus dem [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts Schulprojekt Klimawandel]:&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756144/0cff2c77fcb2ab6a3dfb383cc9144c0a/2011-indischer-monsun-data.pdf Indischer Sommermonsum] Führt die Klimaerwärmung zur Unbewohnbarkeit von Teilen des indischen Sommermonsumgebietes? (Johanneum zu Lübeck, Lübeck)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/746850/c85b98a3ab0d9eab204f14c66dc55c6f/2015-klimawandel-gletscherschmelze-data.pdf Klimawandel und Gletscherschmelze] Welche Ursachen und Auswirkungen hat das Schmelzen der Gletscher im Himalaya und am Kilimandscharo? (Gymnasium Osterbek, Hamburg)&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756356/b6899ca6aac7e0e5c20ec9fa8a11e439/2008-eis-und-klima-data.pdf Eis und Klima: Gletscher] Über die Ursachen des Abschmelzens von Gletschern und die Gefahren durch abschmelzende Gletscher (Anne-Frank-Schule Bargteheide, Bargteheide)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Lizenzhinweis==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#set: &lt;br /&gt;
beeinflusst von=Wassernutzung&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Klimawandel&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Wasserkreislauf&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Wasserkreislauf und Klima&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Gletscher (Asien)&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Klimaprojektionen Asien&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Gletscher in Zentralasien&lt;br /&gt;
|Regionales Beispiel von=Wasserressourcen&lt;br /&gt;
|Regionales Beispiel von=Wasserprobleme (regional)&lt;br /&gt;
|Räumlich Teil von=Wasserprobleme Asien&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Wassernutzung, Klimawandel, Wasserkreislauf, Gletscher, Klimaprojektionen Asien, Klimaänderungen und Landwirtschaft, Wasserressourcen,, Wasserprobleme Asien, Regionale Klimafolgen&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasserkreislauf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasserressourcen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regionale Klimafolgen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Diskussion:Starkregen_und_Hochwasser_im_Mittelmeerraum&amp;diff=32391</id>
		<title>Diskussion:Starkregen und Hochwasser im Mittelmeerraum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Diskussion:Starkregen_und_Hochwasser_im_Mittelmeerraum&amp;diff=32391"/>
		<updated>2024-12-01T15:46:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: Schwere Unwetter rund um die Ägäis  https://www.tagesschau.de/ausland/unwetter-griechenland-102.html&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Schwere Unwetter rund um die Ägäis ==&lt;br /&gt;
* Tagesschau vom 01.12.2024: https://www.tagesschau.de/ausland/unwetter-griechenland-102.html&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sandra Burger|Sandra Burger]] ([[Benutzer Diskussion:Sandra Burger|Diskussion]]) 16:46, 1. Dez. 2024 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Benutzer:Sandra_Burger/To_do_Liste_Sch%C3%BClerarbeiten&amp;diff=32383</id>
		<title>Benutzer:Sandra Burger/To do Liste Schülerarbeiten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Benutzer:Sandra_Burger/To_do_Liste_Sch%C3%BClerarbeiten&amp;diff=32383"/>
		<updated>2024-11-29T18:18:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Liste: zu bearbeitende Seiten */  - 3&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die unten aufgelisteten Seiten enthalten den Abschnitt &amp;quot;Schülerarbeiten zum Thema&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt; -- bis auf wenige Ausnahmen sind die dort (auf den jeweiligen Seiten) aufgelisteten Links zum HBS invalide und müssen demzufolge aktualisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(Für den Fall, dass eine Schülerarbeit auf dem HBS nicht mehr auffindbar ist, besteht die Möglichkeit, die entsprechende Schülerarbeit via Internet Archiv mittels einer dort archivierten älteren Seitenversion heraus zu suchen und in Form eines Archivlinks hier im Klimawiki zu verlinken.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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[[Taifune im Nordwest-Pazifik]] =&amp;gt; Schülerarbeit nicht mehr auffindbar: &#039;&#039;&#039;Taifune&#039;&#039;&#039; Welche Auswirkungen wird der Klimawandel haben? (Gymnasium Grotmoor, Hamburg)&lt;br /&gt;
:::::::: https://preview.poc.hamburg.de/hhcae-cm7/servlet/contentblob/10267176/f9406147bf83accfba5f3ba69d70a6e9/data/2017-taifune.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Alpine Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Boden im Klimasystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Direkte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Indirekte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Nordamerika]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Deforestation (Tropen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wetterextreme und Klimawandel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg im Ostseeraum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimawandel und Allergien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserprobleme (regional)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ozean im Klimasystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Phänologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimaprojektionen Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Permafrost]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dürren in Kalifornien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimaprojektionen Lateinamerika]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[ENSO]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegel der Zukunft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg in der Nordsee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arktische Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Waldbrände in Kalifornien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserprobleme in Zentralasien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hochwasser im Ganges-Brahmaputra-Meghna-Delta]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimawandel und Weinbau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserressourcen und Klimawandel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Starkregen und Hochwasser in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Terrestrischer Kohlenstoffkreislauf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arktische Vegetation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Unterricht zum Klimawandel (allgemein)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserprobleme und Klimawandel in den tropischen Anden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tropische Wirbelstürme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Verbreitung der Arten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Korallenriffe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dürren im Amazonasgebiet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Starkregen und Hochwasser in Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Starkniederschläge und Hochwasser]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Solar Radiation Management (SRM)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--- Ende der Liste ---&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Malaria&amp;diff=32382</id>
		<title>Malaria</title>
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		<updated>2024-11-29T18:14:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: Klimadaten zum Thema + Schülerarbeiten =&amp;gt; invalide links ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Malaria_Verbreitung.png|thumb|520 px|Verbreitungsgebiete von Malaria]]&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Malaria handelt es sich um eine fieberhafte Erkrankung, die durch Plasmodien verursacht wird, in Europa vor allem durch Plasmodium vivax, in den Tropen durch Plasmodium falciparum. Als Überträger wirken die zahlreichen Arten der Anopheles-Mücke. Anopheles-Mücken gibt es auch in Deutschland, die jedoch gegenwärtig nicht infiziert sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Weltgesundheitsorganisation WHO leben heute ca. 3 Milliarden Menschen, das sind 48 % der Weltbevölkerung, in malariagefährdeten Gebieten. Jährlich kommt es zu ca. 400-500 Millionen Infektionsfällen mit mehr als einer Million Toten, vor allem bei Kindern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lieshout&amp;quot;&amp;gt;Lieshout, M. van, R.S. Kovats, M.T.J. Livermore, P. Martens (2004): Climate Change and malaria: analysis of the SRES Climate and socio-economic scenarios, Global Environmental Change 14, 87-99&amp;lt;/ref&amp;gt;  Nach Schätzungen der WHO werden die Infektionsfälle allein durch das Bevölkerungswachstum bis 2050 auf 750 bis 1100 Millionen zunehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebert, B., und B. Fleischer (2005): Globale Erwärmung und Ausbreitung von Infektionskrankheiten, Bundesgesundheitsbl - Gesundheitsforsch - Gesundheitsschutz 48, 55-62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Malaria in Deutschland und Europa ==&lt;br /&gt;
Bis ins 19. Jahrhundert war Malaria auch in Deutschland und Europa weit verbreitet. Sogar während der  sog. [[Klima_der_letzten_1000_Jahre#Entwicklung_des_Klimas_in_Europa|„Kleinen Eiszeit“]] im 16. und 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, der kältesten Periode in Europa seit dem Mittelalter, gab es Malaria-Epidemien in weiten Teilen Europas, so z. B. auch in Skandinavien und Großbritannien. In Deutschland erreichte die Malariaverbreitung ihren Höhepunkt in der ersten Hälfte de 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts. Die Vorkommen lagen vor allem im Küstengebiet, aber auch entlang von Rhein und Donau. 1826 z.B. kam es an der Nordsee zu einer Epidemie mit ca. 10 000 Krankheitsfällen und vielen Toten. Außer im Mittelmeerraum war die Malaria in Europa Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts dann weitgehend verschwunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gründe für die weitgehende Ausrottung der Malaria in Europa lagen nicht in klimatischen Änderungen, die durch die allmähliche Erwärmung eher das Gegenteil hätten bewirken sollen. Vielmehr wurden die Lebensbedingungen der Anopheles-Mücken durch menschliche Maßnahmen zunehmend eingeschränkt. Eine entscheidende Rolle spielten die Trockenlegung von Feuchtgebieten, die Begradigung von Flüssen und der Ausbau von Kanalisationssystemen, durch die Mückenbrutplätze erheblich reduziert wurden. Außerdem lebten die Menschen durch Migration in die Städte oder durch verbesserte Wohnbedingungen auf dem Land zunehmend weniger in enger Gemeinschaft mit Nutztieren, die vielen Mücken als Wirt dienten. Hinzu kam ab Mitte des 20. Jahrhunderts die Vernichtung der Anophelesmücken durch das Insektenbekämpfungsmittel DDT.&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer, C.G. (2008): Malaria in Europa: Ein historischer Rückblick, in: Lozán, J.L. (Hg.): Warnsignal Klima. Gesundheitsrisiken. Gefahren für Pflanzen, Tiere und Menschen. Hamburg, Freiburg, Bonn, List/Sylt, 165-168&amp;lt;/ref&amp;gt;  Von 1900 bis 2002 wurden auf diese Weise die Risikogebiete von 53 % der globalen Landoberfläche auf 27 % verringert.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebert, B., und B. Fleischer (2005): Globale Erwärmung und Ausbreitung von Infektionskrankheiten, Bundesgesundheitsbl - Gesundheitsforsch - Gesundheitsschutz 48, 55-62&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einem gewissen Wiederaufleben von Malariaerkrankungen in Deutschland kam es im und unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg. Die Kriegsereignisse begünstigten die Verbreitung der Malariaerreger durch Flüchtlings- und Truppenbewegungen und die Brutbedingungen der Anopheles-Mücken durch Bombentrichter u.a. Landschaftszerstörungen. Seit Mitte der 1950er Jahre gilt die Malaria in Deutschland als ausgerottet. Entscheidend war die Verwendung des Insektizids DDT. Vereinzelt wieder aufgetretene Fälle sind durch den weltweiten Tourismus und Warentransport und das damit einhergehende Einschleppen von infizierten fremden Vektoren bedingt. Seit den 1990er Jahren belaufen sich diese Fälle auf ca. 1000 Erkrankungen pro Jahr. Malaria gilt damit als die bedeutendste Importkrankheit in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;Maier, W.A. (2003): Mögliche Auswirkungen von Klimaänderungen auf die Ausbreitung von primär humanmedizinisch relevanten Krankheitserregern über tierische Vektoren sowie auf wichtige Humanparasiten in Deutschland, Umweltforschungsplan des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Climate Change 05/03, S. 172 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:AnophelesGambiaemosquito.jpg|thumb|250 px|Anopheles gambiae]]&lt;br /&gt;
== Bedeutung des Klimas ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Plasmodium falciparum Ringformen.jpg|thumb|250 px|Plasmodium falciparum (violette Ringformen)]]&lt;br /&gt;
Auch wenn die Geschichte der Malaria in Europa vor allem durch soziale und ökologische Faktoren geprägt war, ist weltweit gesehen das Klima für die Verbreitung der Malaria von entscheidender Bedeutung. Der Grund ist die hohe Abhängigkeit sowohl der Vektoren wie der Erreger von klimatischen Faktoren. So ist die Lebensaktivitäten der Anopheles-Arten einerseits an bestimmte Temperaturen, andererseits aber auch an ausreichende Feuchtigkeit gebunden. Bei den meisten Arten beginnt mit 10 °C die Entwicklung, die bei 25-30 °C das Optimum erreicht und ab 35 °C zum Absterben führt. Mit [[Aktuelle Klimaänderungen|steigender Temperaturen]] erhöht sich auch die Blutverdauungsrate, wodurch die Stechfrequenz erhöht wird und die Infektionsgefahr zunimmt. Andererseits sind höhere Temperaturen oft mit größerer Trockenheit verbunden, die zur Austrocknung der Mücken führen kann und somit ihre Lebensbedingungen verschlechtert. Trockenheit kann aber auch zur Entstehung von Wasserlachen etwa als Überbleibsel von Flüssen führen, die ideale Brutplätze von Anopheles-Mücken sind. Und starke Regenfälle, die einerseits neue Brutplätze schaffen, können andererseits stehende Gewässer in Flüsse verwandeln, die die Mückenbrut wegschwemmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Entwicklung der Krankheitserreger in der Mücke ist temperaturabhängig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kampen&amp;quot;&amp;gt;Kampen, H., und W.A. Maier (2008): Wird die Malaria wieder eine Gefahr für Europa?, in: Lozán, J.L. (Hg.): Warnsignal Klima. Gesundheitsrisiken. Gefahren für Pflanzen, Tiere und Menschen. Hamburg, Freiburg, Bonn, List/Sylt, 169-172&amp;lt;/ref&amp;gt;  Der tropische Erreger Plasmodium falciparum braucht eine Minimaltemperatur von 18-20 °C bis zur Reife, in Europa verbreitete Erreger von 16,5 °C. Die Entwicklung zum infektiösen Stadium beschleunigt sich mit zunehmender Temperatur. So braucht das Plasmodium vivat 17 Tage bei einer Umgebungstemperatur von 20 °C, aber nur noch 9 Tage bei 25 °C. Bei Temperaturen über 32-34 °C kommt es zum Absterben der Erreger.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lieshout&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klimaprojektionen und Malaria ==&lt;br /&gt;
[[Bild:ModellMalaria.gif|thumb|550 px|Modell zur Beurteilung der Auswirkungen einer Klimaänderung auf das Übertragungspotential von Malaria]]&lt;br /&gt;
=== Deutschland und Europa ===&lt;br /&gt;
Es gibt jedoch keine einfache Beziehung zwischen Klimafaktoren und der Ausbreitung der Malaria. Eine Abschätzung der möglichen Malariaausbreitung unter veränderten Klimabedingungen in der Zukunft ist daher mit großen Unsicherheiten verbunden. Die Hauptschwierigkeit besteht in den fehlenden Daten über die gegenwärtige Abhängigkeit von Malariaerregern und -vektoren von klimatischen Faktoren. In Deutschland wie in vielen anderen Staaten ist dafür nicht zuletzt das Zurückschrauben der Forschung auf diesem Gebiet verantwortlich, da die Malaria als ausgerottet angesehen wurde. Da die Daten die Grundlage für die Entwicklung von [[Klimamodelle|Modellen]] bilden, die eine künftige Ausbreitung der Malaria projizieren, ist auf deren Ergebnisse nur begrenzt Verlass. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Modellrechnungen berücksichtigen außerdem oft nur die Temperatur als beeinflussenden Klimafaktor. Wenn neben der Mitteltemperatur auch die Minimum- und Maximumtemperatur, Niederschlag und Luftfeuchtigkeit beachtet werden, die für das Überleben von Vektor und Patogen ebenfalls eine wichtige Rolle spielen, ist in den gemäßigten Zonen eher nicht mit einer nennenswerten Ausbreitung der Malaria aufgrund klimatischer Änderungen zu rechnen. Hinzu kommt, dass das Klima, wie die Geschichte der Malariaverbreitung in Europa gezeigt hat, wahrscheinlich nur eine sekundäre Rolle gegenüber menschlichen Maßnahmen und Aktivitäten spielen wird. Bei dem gegenwärtigen Stand des Gesundheitssysteme z.B. in der EU ist daher eine Ausbreitung der Malaria mit der globalen Erwärmung auf lange Sicht höchst unwahrscheinlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kampen&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Malariaprojektionen.jpg|thumb|550 px|Von Malaria durch den Klimawandel zusätzliche betroffene Menschen in Millionen nach verschiedenen [[Klimaszenarien|Szenarien]].]]&lt;br /&gt;
=== Tropen ===&lt;br /&gt;
Weltweit ist die Situation allerdings anders einzuschätzen. Eine globale Simulation der Bevölkerung, die bis in die 2080er Jahre durch den Klimawandel zusätzlich dem Malaria-Risiko ausgesetzt sein wird, zeigt ein sehr differenziertes Bild je nach Klima-Szenario und Region.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lieshout&amp;quot; /&amp;gt;  So zeigen die Szenarien A1Fl und B2 eine Zunahme der Risikobevölkerung, die während einer Zeit von mehr als drei Monaten im Jahr der Gefahr einer Malariainfektion ausgesetzt sein wird, um 100 bzw. 31 Millionen Menschen, während A2 und B1 eine deutliche Abnahme von 141 bzw. 153 Millionen zeigen. Die Abnahmen sind im wesentlichen bedingt durch geringere Niederschläge, die z.B. im Amazonasgebiet, Mittelamerika und Pakistan erwartet werden. Gerade in den ärmeren Regionen, die heute relativ stark der Malariagefahr ausgesetzt sind, wird der Klimawandel das Malariarisiko eher verringern, da sich hier die Bedingungen für die Vektoren verschlechtern. Zu einem höheren Risiko kommt es dagegen in den Hochlandgebieten in Ostafrika, in Mittelasien und China.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die [[Gesundheitsrisiken_in_Afrika#Malaria|afrikanischen Malaria-Gebiete]] weniger als die Hälfte der weltweiten Risiko-Gebiete ausmachen, sind gegenwärtig ca. 85 % der Erkrankungen und Todesfälle in Afrika zu beklagen. Eine Untersuchung über die zukünftigen Malaria-Risiken in Afrika kommt zu dem Ergebnis, dass die durch Malaria gefährdeten Gebiete sich bis 2100 nur um 5-7 % ausweiten werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lieshout&amp;quot; /&amp;gt;  Die Vergrößerung der Risikogebiete wird danach hauptsächlich durch eine Ausdehnung in die Höhe erfolgen (z.B. Äthiopien und Zimbabwe), während die Ausdehnung nach Norden und Süden, hier vor allem in Südafrika, nur gering ausfällt. Die Zunahme der Risikobevölkerung zeigt dagegen mit 16-28 % wesentlich höhere Werte. Der Grund liegt zum einen in der saisonalen Ausweitung des Infektionsrisikos in schon bestehenden Risikogebieten. Zum anderen sind die künftig durch Malaria gefährdeten Gebiete dichter besiedelt als die gegenwärtigen Malaria-Gebiete. Und drittens ist die dort lebende Bevölkerung gegenüber der Krankheit nicht immunisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Ermert,V.,  A.H. Fink, A.P. Morse, and H. Paeth (2012). The Impact of Regional Climate Change on Malaria Risk due to Greenhouse Forcing and Land-Use Changes in Tropical Africa, Environmental Health Perspectives 120, 77-84&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;db-db-wb_ro&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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				&amp;lt;div class=&amp;quot;inhalt&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Klimadaten zum Thema== &lt;br /&gt;
{{Bild-links|Bild=Temp diff Nordd A1B Jahr.jpg|Breite=200px}} &lt;br /&gt;
Klimadaten zum Thema selbst auswerten? Hier können Sie aus [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/europa-rcp-daten &#039;&#039;&#039;Regionaldaten zu Europa&#039;&#039;&#039;] und [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/daten-zu-afrika &#039;&#039;&#039;Regionaldaten zu Afrika&#039;&#039;&#039;] eigene Karten zur künftigen Klimaentwicklung erzeugen. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier finden Sie eine [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/arbeitsanweisungen-panoply-263990 &#039;&#039;&#039;Anleitung zur Visualisierung der Daten&#039;&#039;&#039;].&lt;br /&gt;
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				&amp;lt;div class=&amp;quot;inhalt&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schülerarbeiten zum Thema==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schülerarbeiten zum Thema des Artikels&#039;&#039;&#039; aus dem [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts Schulprojekt Klimawandel]: &lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20220122105010/https://bildungsserver.hamburg.de/contentblob/10267164/13067c810da333451d35803381464bc7/data/2017-malaria-klimawandel.pdf Malaria im Klimawandel] Bewirkt der Klimawandel eine Ausbreitung der Malariagebiete? (Anne-Frank-Schule, Bargteheide)&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756562/6d54159b380a1cf7e473327ac6a26623/2011-malaria-in-deutschland-data.pdf Malaria, sticht der Klimawandel jetzt auch in Deutschland zu?] Wird sich Malaria durch den Klimawandel zukünftig auch in Deutschland ausbreiten? (Gymnasium Grootmoor, Hamburg)&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756240/1d129f2740146e763168abc6188c304a/2013-malaria-data.pdf Ist aufgrund des Klimawandels Malaria ein mögliches Zukunftsproblem in Deutschland?] (Gymnasium Osterbek, Hamburg)&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20220122105038/https://bildungsserver.hamburg.de/contentblob/10438582/158bd6016ed8d509a2c43e62e59e3bcf/data/2017-malaria.pdf Die Krankheit Malaria] Malaria und Klimawandel in Europa, West- und Ostafrika (Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule, Barsbüttel)&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=visualClear&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=visualClear&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
				&amp;lt;/div&amp;gt;  &lt;br /&gt;
			&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
		&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
	&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}	 &lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Teil von=Klimawandel und Gesundheit&lt;br /&gt;
|Teil von=Indirekte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Klimawandel&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=Dengue&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=Lyme-Borreliose&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)&lt;br /&gt;
|Regionales Beispiel=Gesundheitsrisiken_in_Afrika&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Gesundheit, Klimawandel, Dengue, Lyme-Borreliose, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), Ökosysteme, Biosphäre&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesundheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Gesundheitsrisiken_in_Afrika&amp;diff=32381</id>
		<title>Gesundheitsrisiken in Afrika</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Gesundheitsrisiken_in_Afrika&amp;diff=32381"/>
		<updated>2024-11-29T17:54:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Schülerarbeiten zum Thema */  invaliden link ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Überblick ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die afrikanische Bevölkerung südlich der Sahara ist durch den [[Klimawandel]] vielleicht auf der Welt am stärksten gefährdet. Das gilt nicht zuletzt für den [[Klimawandel und Gesundheit|Gesundheitssektor]]. Die Gründe für die schon gegenwärtig schwierige gesundheitliche Situation in Afrika liegen vor allem in der ungenügenden Gesundheitsfürsorge und den schwierigen Lebensbedingungen. Der Klimawandel könnte diese Probleme verstärken. Veränderungen der Temperatur und der Niederschläge sowie auch der [[Wetter- und Klimaextreme|Extremereignisse]] beeinflussen einerseits die [[Wasserressourcen und Klimawandel|Trinkwasserversorgung]] und die [[Klimaänderungen und Landwirtschaft Afrika|Nahrungsmittelproduktion]] und damit auch die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung gegenüber Krankheiten. So ist Unterernährung häufig verantwortlich dafür, dass vor allem Kinder und schwangere Frauen anfällig für Krankheiten sind. Andererseits werden durch den Klimawandel die Lebensbedingungen von Vektoren und Parasiten verändert. Dabei könnten manche Krankheiten zurückgedrängt werden, andere sich ausbreiten. Betroffen sind vor allem die Krankheiten [[Malaria]], [[Dengue]], Westnil-Fieber, Gelbfieber, [[Leishmaniose]] und Schlafkrankheit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;uneca 2011&amp;quot;&amp;gt;United Nations Economic Commission for Africa. African Climate Policy Centre. Working Paper 20 (2011): [http://www.uneca.org/sites/default/files/publications/wp20-climate_change_and_health.pdf Climate change and health across Africa: Issues and Options]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Malaria==&lt;br /&gt;
[[Bild:Afrika Malariagebiet Temp.jpg|thumb|420px|Jahresmitteltemperatur 1960-2000 im Malariagürtel von Afrika]]&lt;br /&gt;
Von den 700 000 bis 2,7 Millionen Menschen, die global jährlich an [[Malaria]] sterben, stammen 90 % aus Subsahara-Afrika, von denen 75 % Kinder sind. Die weltweit meisten Länder mit der höchsten Todesrate auf 100 000 Einwohner bei Malaria liegen in Afrika, beginnend mit der Elfenbeinküste (86), Angola (57) und Burkina Faso (51). Nach der Unterernährung ist Malaria vielleicht die größte Bedrohung für die Gesundheit der afrikanischen Bevölkerung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;uneca 2011&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Bild:Afrika Malariagebiet Niederschl.jpg|thumb|420px|Jahresniederschlag in mm 1960-2000 im Malariagürtel von Afrika ]]&lt;br /&gt;
===Verbreitung===&lt;br /&gt;
Der Malaria-Gürtel in Afrika ist grob gesehen im Norden begrenzt durch die Trockenheit der Sahara und im Süden durch die kühleren Temperaturen in Südafrika. Die Malaria-Mücke und die krankheitserregenden Parasiten sind an bestimmte Temperaturgrenzen und Feuchtigkeitsverhältnisse gebunden. Die Minimumtemperatur für die Parasiten liegt bei 16 °C. Die Moskitolarven entwickeln sich am besten in Wasserpfützen mit einer Temperatur von 22-26 °C.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ermert 2010&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Bild:Afrika Malariaverbreitung.jpg|thumb|420px|Malariaverbreitung in Afrika 1960-2000, gemessen in infektiöse Stiche pro Person und Jahr]]&lt;br /&gt;
In Westafrika gibt es geeignete Brutplätze für die Anopheles-Mücke nur in der Regenzeit. Schon im nördlichen Sahel ist es dafür zu trocken. Außerhalb der Regenzeiten können die Larven nur in Flussbetten, Oasen oder Wasserstellen überleben. Südlich von 15° N kommen nach Modellberechnungen zwischen 100 und 500 infektiöse Stiche pro Person und Jahr vor. Nördlich von 15° N nimmt die Infektionsrate dagegen scharf ab. Am Rande der Sahara gibt es kaum noch eine Malaria-Übertragung. Die Malaria-Saison ist dabei an den [[Klimaänderungen_in_Afrika#Westafrika_und_die_Sahel-D.C3.BCrre|westafrikanischen Monsun]] gekoppelt, der vom Atlantik her die Niederschläge bis in die Sahel-Zone bringt.  Im Küstengebiet beginnd die Malaria-Saison im März/April und reicht bis November/Dezember. Im Sahel ist die Übertragungszeit beschränkt auf die Zeit von Juni bis September.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ermert 2010&amp;quot;&amp;gt;Ermert, V. (2010):  [http://kups.ub.uni-koeln.de/volltexte/2010/3109/ Risk assessment with regard to the occurrence of malaria in Africa under the influence of observed and projected climate change], Köln Diss.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Klimaänderungen_in_Afrika#Ostafrika|Ostafrika]] bedingt das stark gegliederte Hochland ein sehr komplexes Muster der Malaria-Verteilung. In den höher gelegenen Gebieten von Kenia, Äthiopien, Ruanda, Tansania und Burundi liegen die Mitteltemperaturen unter 20 °C und begrenzen das Infektionsrisiko gravierend. Am Horn von Afrika schränken sehr trockene Bedingungen die Malaria-Ausbreitung ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ermert 2010&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenwärtig gibt es die stärkste Malaria-Übertragung im äquatorialen Afrika, insbesondere im Kongo-Becken. Hier besteht die Malaria-Gefahr zu einem großen Teil das ganze Jahr über. Der Grund sind die hohen Temperaturen und die hohen, aber nicht extrem starken Niederschläge. Extremniederschläge würden die Malaria-Gefahr dämpfen, weil die die Brut der Anopheles-Mücke aus den Brutplätzen ausschwemmen würden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ermert 2012&amp;quot;&amp;gt;Ermert,V.,  A.H. Fink, A.P. Morse, and H. Paeth (2012): [http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3261943/ The Impact of Regional Climate Change on Malaria Risk due to Greenhouse Forcing and Land-Use Changes in Tropical Africa], Environmental Health Perspectives 120, 77-84&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursachen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den [[Klimawandel]] könnte sich Malaria einerseits dadurch ausbreiten, dass in bisher trockenen Regionen der Niederschlag zunimmt und so den Anopheles-Mücken eine ausreichend feuchte Umgebung für die Brut zur Verfügung steht. Andererseits könnten durch eine Erwärmung in Hochlandgebieten, wo es für die Anopheles-Mücken und den Krankheitserreger Plasmodium falciparum bisher zu kalt war, geeignete Temperaturen herrschen. Höhere Temperaturen erlauben es dem Malaria-Parasiten Plasmodium, sich schneller in der Mücke zu vermehren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;uneca 2011&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Klima und seinen Veränderungen spielen auch nichtklimatische Faktoren eine wesentliche Rolle für die Ausbreitung von Malaria. So können Veränderungen der Landnutzung, z.B. die Umwandlung von Wald in Ackerland, dazu führen, dass trockenere Bedingungen die Brutplätze der Anopheles-Mücke einschränken. Der Zusammenbruch von Gesundheitssystemen in Kriegs- oder Krisenzeiten kann die Ausbreitung von Malaria begünstigen. Die Anwendung von DDT und anderen Insektiziden vernichten die Überträger und drängen damit die Krankheit zurück. Die Ausbreitung bewässerter Agrarflächen, z.B. beim Reisanbau, schaffen wiederum günstigere Brutbedingungen. Die rapide Verstädterung Afrikas wird dagegen als ein Hindernis für die Ausbreitung der Malaria gesehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ermert 2010&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Projektionen ===&lt;br /&gt;
Nach Simulationen von Malaria-Modellen auf der Grundlage eines regionalen Klimamodels mit einer Auflösung von 0,5°, das auch Äderungen der Landnutzung berücksichtigt, wird sich das Malaria-Risiko vor allem in der Sahelzone und im Hochland von Ostafrika ändern. In der Sahelzone wird es nördlich von 13° N nach dem A1B-Szenario bis 2050 zu einer Abnahme der Malaria-Übertragung kommen. Nördlich von 15° N wird in einem künftigen Klima die Malaria-Infektion entweder ganz verschwinden oder deutlich reduziert. Der Grund liegt primär in der Abnahme der projizierten Niederschläge. Südlich der Sahelzone wird sich die Niederschlagsabnahme dagegen günstig auf die Moskito-Population auswirken, weil es weniger häufig zu Ausschwemmungen der Brut kommt. Auf dem Adamawa- und dem Jos-Plateau in Nigeria werden ansteigende Temperaturen die Malariaausbreitung wahrscheinlich begünstigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ermert 2012&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ostafrika sagt das Klimamodell deutlich höhere Temperaturen und etwas höhere Niederschläge voraus. Als Folge wäre mit einem moderaten Anstieg der Malaria-Übertragung zu rechnen. Da hier in höheren Regionen die Menschen aber wenig immun gegenüber der Malaria-Infektion sind und besonders Kinder unter 15 Jahren betroffen sein werden, wird sich in den Hochlandgebieten z.B. von Kenia, Äthiopien und Ruanda die Infektionsgefahr deutlich stärker ausbreiten. In Gebieten über 2000 m Höhe wird sich die Krankheit nach den Modellrechnungen in bisher Malaria-freie Gebiete ausbreiten, während unterhalb von 1600-2000 m eher mit einer Stabilisierung der heutigen Verhältnisse zu rechnen ist. Der Grund liegt nicht zuletzt  in der Immunabwehr der jeweiligen Bevölkerung. Unterhalb von 2000 m sind die Menschen an Malaria gewöhnt, weshalb ihre Immunität ausgeprägter ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ermert 2012&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt wird in 2041-2050 nach dem A1B-Szenario im Sahel das Malariagebiet um 229 000 km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; reduziert werden. Im ostafrikanischen Hochland wird allerdings ein neues Risiko-Gebiet von 220 000 km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; hinzukommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ermert 2012&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schlafkrankheit ==&lt;br /&gt;
Jedes Jahr gibt es in Afrika schätzungsweise 70 000 Fälle von Schlafkrankheit. Etwa 60 Millionen Menschen sind in Subsahara-Afrika durch die Schlafkrankheit gefährdet. Überträger ist die Tsetse-Fliege; Erreger sind Einzeller der Trypanosomen-Gruppe. Der Stoffwechsel und die Reproduktion der Tsetse-Fliege sind stark temperaturabhängig. Die günstigsten Bedingungen liegen in Ost- und Südafrika bei rund 24 °C. Eine Ausbreitung der Krankheit ist zwischen 21 und 26 °C möglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moore 2011&amp;quot;&amp;gt;Sean Moore, et al. (2011): Predicting the effect of climate change on African trypanosomiasis: integrating epidemiology with parasite and vector biology, Journal of the Royal Society Interface, doi:10.1098/rsif.2011.0654&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tsetse-Fliege überträgt die Schlafkrankheit auf den Menschen und die Nagana-Seuche auf Tiere. In Ostafrika werden vor allem Tiere von der Krankheit befallen, Menschen eher nur gelegentlich. Für Kenia werden die Schäden für die Viehzucht so hoch eingeschätzt, dass eine bessere Tsetse-Kontrolle zu einer Steigerung von 52 % in der Viehzuchtproduktion führen würde. Im Hochland von Kenia schafft das starke Relief zahlreiche Mikroklimata, die der Tsetse-Fliege gute saisonale Rückzugsgebiete ermöglichen. Besonders geeignet ist eine baumbestandene Savanne. Zu trockene Böden können zum Tod der Fliegen-Larven führen. Extreme Temperaturen, insbesondere über 36 °C und unter 10 °C, überleben auch die erwachsenen Tiere nicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moore 2010&amp;quot;&amp;gt;Moore, N., and J. Messina (2010): A Landscape and Climate Data Logistic Model of Tsetse Distribution in Kenya, PLoS ONE 5(7): e11809. doi:10.1371/journal.pone.0011809&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer weiteren Erwärmung durch den Klimawandel werden einige Gebiete, die jetzt durch die Schlafkrankheit gefährdet sind, zu warm für die Aktivität der Tsetse-Fliege. Andere, die bisher zu kalt waren, geraten in den Bereich der geeigneten Temperaturen. So werden nach Modelluntersuchungen nach dem A2-Szenario 68,5 % der heutigen Gebiete in Ost- und Südafrika mit Schlafkrankheit zu warm sein. Dafür werden von den künftigen durch Schlafkrankheit gefährdeten Gebieten 63 % sein, die gegenwärtig zu kalt sind. Insgesamt könnten sich damit die gefährdeten Gebiete etwas verkleinern. Das bedeutet aber nicht, dass weniger Menschen durch die Krankheit bedroht sein werden. U.a. auch wegen der Schlafkrankheit ist die Bevölkerungsdichte in den heute gefährdeten Gebieten geringer als in den nicht gefährdeten Regionen. In Ostafrika bietet das Hochland auch aus anderen Gründen bessere Lebensbedingungen und  ist damit dicht bevölkert. Nach dem A2-Szeanario und unter der Voraussetzung, dass größere Migrationsbewegungen ausbleiben, werden 1990 109 Millionen Menschen in Gebieten leben, die durch die Schlafkrankheit gefährdet sein werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moore 2011&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Modelluntersuchung zeigt, dass die Tsetse-Fliege in Zukunft durch die Temperaturerhöhung auch in den höher gelegenen und dicht bevölkerten Hochlandgebieten Kenias geeignete Lebensbedingungen finden wird. In einigen Tälern, die heute von der Fliege befallen sind, wird es dagegen zu warm und zu trocken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moore 2010&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Klimadaten zum Thema== &lt;br /&gt;
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Klimadaten zum Thema selbst auswerten? Hier können Sie aus [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/daten-zu-afrika &#039;&#039;&#039;Regionaldaten zu Afrika&#039;&#039;&#039;] eigene Karten zur künftigen Klimaentwicklung erzeugen.&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Hier finden Sie eine [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/arbeitsanweisungen-panoply-263990 &#039;&#039;&#039;Anleitung zur Visualisierung der Daten&#039;&#039;&#039;].&lt;br /&gt;
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==Schülerarbeiten zum Thema==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schülerarbeiten zum Thema des Artikels&#039;&#039;&#039; aus dem [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts Schulprojekt Klimawandel]:&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/746846/04d65889c65c3bb53b7a295a058dd170/2012-wasser-afrika-data.pdf Einfluss des Klimawandels auf die Wasserversorgung in Afrika und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit] (Gymnasium Osterbek, Hamburg)&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesundheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biosphäre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regionale Klimafolgen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Desertifikation_und_Klimawandel&amp;diff=32380</id>
		<title>Desertifikation und Klimawandel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Desertifikation_und_Klimawandel&amp;diff=32380"/>
		<updated>2024-11-29T17:39:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Schülerarbeiten zum Thema */  invalide links ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Desertifikation oder Klimawandel? ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Trockengebiete.jpg|thumb|420px|Abb. 1: Wüsten und Trockengebiete der Erde (ohne Kältewüsten)]]&lt;br /&gt;
Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat das Jahr 2006 zum Internationalen Jahr der Wüsten und der Desertifikation ausgerufen. Die Ausbreitung der Wüsten (Desertifikation) wird als eines der großen Umwelt- und Entwicklungsprobleme des 21. Jahrhunderts gesehen. Gefährdet sind davon die Trockengebiete der Welt, die 41% der globalen Landoberfläche oder 61 Millionen km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; ausmachen und zu einem großen Teil auch Wüstenrandgebiete sind.  Etwa zwei Milliarden Menschen leben in diesen Trockengebieten, 90 % davon in Entwicklungsländern.&amp;lt;ref&amp;gt;Global Assessment Reports, Volume 1 (2005): Current State &amp;amp; Trends,Chapter 22  [http://www.millenniumassessment.org/documents/document.355.aspx.pdf  Ecosystems and Human Well-being: Desertification Synthesis]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;Desertifikation&amp;quot; stammt vom lateinischen &#039;&#039;desertus facere&#039;&#039; ab, was übersetzt &amp;quot;wüst machen&amp;quot; oder auch &amp;quot;verwüsten&amp;quot; bedeutet. Im deutschen Sprachgebrauch wird &amp;quot;Desertifikation&amp;quot; häufig etwas verkürzt mit &amp;quot;Wüstenbildung&amp;quot; übersetzt. Dabei steht der Begriff im Deutschen meist für die Wüstenbildung anthropogenen Ursprungs im Gegensatz zur natürlichen Wüstenbildung. Gemeint ist damit der direkte Eingriff des Menschen in das jeweilige Ökosystem, also nicht durch den vom Menschen verursachten Klimawandel. Man spricht von Desertifikation, wenn in Gebieten mit relativ trockenem Klima die natürlichen Ressourcen (Boden, Vegetation, Wasser) als Folge einer zu intensiven Nutzung durch den Menschen beeinträchtigt oder zerstört werden. Die wichtigsten Eingriffe sind die Überweidung, eine unangepasste ackerbauliche Nutzung sowie die Entwaldung für Brenn- und Bauholz. &lt;br /&gt;
[[Bild:Hadley-Zelle.jpg|thumb|420px|Abb. 2: Schematische Darstellung der Hadley-Zirkulation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hat die weltweit beobachtete Desertifikation aber auch etwas mit dem Klimawandel der letzten Jahrzehnte zu tun und wird sie daher mit dem zu erwartenden weiteren Klimawandel in diesem Jahrhundert voranschreiten? Ein Blick auf die Verbreitung der Trockengebiete zeigt, dass deren Lage von klimatischen Verhältnissen bestimmt wird. Es sind vor allem die [[Subtropen|subtropischen Gebiete]] nördlich und südlich der [[Tropen]], die von Trockenzonen eingenommen werden, moduliert durch die Verteilung von Land und Meer und den Einfluss von Meeresströmungen. Grundlegend ist die [[Atmosphärische Zirkulation|atmosphärische Zirkulation]] verantwortlich. Der aufsteigende Ast der [[Hadley-Zelle|Hadley-Zirkulation]] führt in den äquatorialen Regionen zu den höchsten Niederschlägen auf der Erde. Die absteigenden Äste im Gebiet der Wendekreise auf der Nord- und Südhalbkugel bewirken das Gegenteil: extreme Trockenheit. Absteigende Luftmassen erwärmen sich und können mehr Wasserdampf aufnehmen. Alle Feuchtigkeit wird von ihnen gleichsam aufgesogen. Die größte Wüste der Erde, die Sahara, ist ein Produkt genau dieser meteorologischen Verhältnisse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die weltweite Desertifikation durch den Bevölkerungsdruck und die intensive Nutzung von Trockengebieten gegenwärtig zunimmt, ist als Gefahr erkannt. Ob in China am Rande der Gobi oder im afrikanischen Sahel, dem Südrand der Sahara, werden dagegen Maßnahmen ergriffen, die bisher allerdings zu nur mäßigem Erfolg geführt haben. Eine neue Frage, die sich heute stellt, lautet: Sind die Trockengebiete der Erde außer durch Desertifikation auch durch den vom Menschen gemachten Klimawandel bedroht, sich in Wüsten zu verwandeln? Und hat ein solcher Prozess vielleicht sogar schon eingesetzt? Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten und wird vor allem am Beispiel der Sahelzone diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wüstenausweitung im Sahel? ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Sahel_index.gif|thumb|420px|Abb. 3: Niederschläge im Juni-Oktober in der Sahelzone 1920-2004. Gezeigt ist die Abweichung vom Mittel der Jahre 1900-2004, 1 ist die Standardabweichung.]]&lt;br /&gt;
Die größte Ausbreitung wüstenartiger Verhältnisse, die die Menschheit in den letzten 100 Jahren erlebt hat, war die [[Sahel-Dürre|Dürre im Sahel]] in den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts. Unmittelbare Ursache war eine extreme Abnahme der Niederschläge, die im 20. Jahrhundert weltweit einmalig war. Gegenüber der Periode 1931-1960 hat der mittlere Niederschlag der Sahelzone in der Zeit von 1970 bis 1990 um fast 50% abgenommen. Seit den 1990er Jahre fielen in manchen Jahren zwar wieder überdurchschnittlich viele Niederschläge, ohne dass sich aber ein neuer Trend abzeichnet und die Dürreverhältnisse beendet wären, wie u.a. das Jahr 2004 belegt (Abb. 3). Der jährliche Niederschlag variiert in Afrika räumlich extrem stark zwischen 10 mm in der inneren Sahara und über 2000 mm in den tropischen Gebieten beiderseits des Äquators. Besonders ausgeprägt ist der Unterschied in der Sahel-Zone, wo der mittlere jährliche Niederschlag auf 750 km Nord-Süd-Entfernung Abweichungen von mehr als 1000 mm zeigt. &lt;br /&gt;
[[Bild:Afrika sommermonsun.jpg|thumb|420px|Abb. 4: Monsunwinde (Pfeile) im Nord-Sommer über Afrika]]&lt;br /&gt;
Lange Zeit hatte man angenommen, dass Überweidungen und extreme Holznutzung der Auslöser der Dürre in den 1970er Jahren waren. Die dadurch verringerte Vegetation, die kein Wasser mehr aufnehmen und an die Atmosphäre abgeben konnte, wurde auch als Ursache für die abnehmenden Niederschläge angesehen.  Inzwischen haben Untersuchungen mit Computer-Modellen gezeigt, dass die primäre Ursache in klimatischen Veränderungen lag. Die Vegetationsdecke spielte nur in [[Biosphäre im Klimasystem|Rückkopplungen mit dem Klima]] eine Rolle.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Sahel-Zone bekommt ihren Niederschlag nahezu ausschließlich im Sommer, wenn die [[Innertropische Konvergenzzone]] (ITC) und der ursprüngliche SO-[[Passat]] als [[Globaler Monsun|Sommermonsun]] weit über den Äquator nach Norden vordringen und die über den Ozeanen aufgenommene Feuchtigkeit im Landesinneren als Niederschlag fällt. Entscheidend für den Sahel-Niederschlag ist dabei der Temperaturgegensatz zwischen Kontinent und Ozean. Ist dieser Gegensatz relativ gering, ist auch der Luftdruckgegensatz gering und der Sommermonsun schwach. Es regnet dann weniger in der Sahelzone. Bei einem stärkeren Temperaturgegensatz dringt der wasserdampfgesättigte Monsun weit ins Landesinnere vor und bringt der Sahelzone größere Regenmengen.&lt;br /&gt;
[[Bild:Sahel_ozean.gif|thumb|420px|Abb. 5: Beobachtete Niederschläge im Juli-September (blaue Kurve) und mit Meeresoberflächentemperaturen angetriebene Modellsimulationen der Niederschläge im Sahel (rote Kurve)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Temperatur- und Luftdruckgegensatz zwischen Land und Meer kann zum einen verringert werden durch eine Erhöhung der Ozeantemperaturen, zum anderen durch eine Abkühlung über dem Land. Als Hauptgrund für die Dürre im Sahel in den 1970er und 1980er Jahren wurde tatsächlich eine starke Erwärmung des Indischen Ozeans zwischen Ostafrika und Indonesien ausgemacht.&amp;lt;ref&amp;gt;Giannini, A., R. Saravanan, and P. Chang (2003): Oceanic forcing of Sahel rainfall on inter-annual to inter-decadal time scales, Science 302, 1027-1030&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dadurch verringerte sich der Gegensatz zwischen dem warmen Land und dem kühlen Ozean und den davon abhängigen Luftdruckverhältnissen, und die Regen bringenden feuchten Luftmassen vom Indischen Ozean drangen weniger weit ins Landesinnere vor. Die starke Erwärmung des Indischen Ozeans wird hauptsächlich auf die Zunahme von [[Treibhausgase|Treibhausgasen]] in der Atmosphäre, also auf die anthropogene Erwärmung, zurückgeführt. Es können aber auch natürliche Schwankungen eine Rolle spielen, z.B. im Zusammenhang mit [[ENSO|El Niño]], der ungewöhnlichen Erwärmung im tropischen Pazifik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Faktor ist die unterschiedliche Erwärmung der Ozeantemperaturen im Atlantik nördlich und südlich des Äquators.&amp;lt;ref&amp;gt;Lu, J., and T.L. Delworth (2005): Oceanic forcing of the late 20th century Sahel drought, Geophysical Research Letters., 32, L22706&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die Hauptindustriegebiete der Erde liegen nördlich des Äquators in Nordamerika und Eurasien. Hier werden die meisten fossilen Energieträger verbrannt, wobei nicht nur [[Kohlendioxid]], sondern auch kleinste feste oder flüssige Partikel entstehen, die man [[Aerosole]] nennt. Aerosole reflektieren in der Mehrzahl Sonnenstrahlen und wirken daher abkühlend auf die unteren Luftschichten. Aufgrund der höheren Aerosol-Belastung der Atmosphäre der Nordhalbkugel erwärmt sich der nördliche Atlantik weniger stark als der Atlantik um den Äquator und südlich davon. Die Folge ist eine Verlagerung des aufsteigenden Astes der [[Hadley-Zelle|Hadley-Zirkulation]] und damit der ITC nach Süden mit stärkeren Niederschlägen über der westafrikanischen Küstenregion und Trockenheit im Sahel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die „grüne Sahara“ und der Rückfall in die Wüste ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heute größte Wüste der Erde, die Sahara, war bekanntlich vor etwa 6000 Jahren eine subtropische Steppe, in der es einen lockeren Baumbewuchs gab und Menschen lebten, die Fischfang betrieben und in Flüssen badeten, wie durch Höhlenzeichnungen im Innern der Sahara belegt ist. Das Klima war zumindest auf der Nordhalbkugel in vielen Regionen wärmer als heute und insbesondere in Nordafrika deutlich regenreicher. Der Grund lag in einer geringfügig stärkeren Sonneneinstrahlung und einem wärmeren Kontinent, der einen stärkeren Sommermonsun in Nordafrika und somit geringfügig höhere Niederschläge verursachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verstärkt wurde dieser Effekt durch die Vegetation. Die sich zu Beginn dieser Phase allmählich ausbreitende Vegetation verringerte die [[Albedo]], d.h. das Reflexionsvermögen der Erdoberfläche. Die Sonnenstrahlen wurden dadurch weniger stark in den Weltraum reflektiert als von einer reinen Wüstenoberfläche und in Wärmestrahlen umgewandelt, was wiederum den Sommermonsun intensivierte. Außerdem speicherte die Vegetation den fallenden Niederschlag und gab ihn zu einem großen Teil durch Verdunstung wieder an die Atmosphäre ab. Auf diese Weise verstärkte die Pflanzendecke die günstigen Bedingungen für ihr Wachstum und damit ihre eigene Ausbreitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Zustand wurde dann durch eine geringfügige Verringerung der solaren Strahlung initiiert und durch [[Biosphäre im Klimasystem|Rückkopplungsprozesse]] mit der Vegetation stabilisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Claussen, Martin (2003): Die Rolle der Vegetation im Klimasystem, in: promet, Jahrg. 29, Nr. 1- 4, 80-89&amp;lt;/ref&amp;gt;  Durch die hohe [[Albedo]] der Wüstenoberfläche und spärliche Bewölkung wird über der Sahara mehr Energie in den Weltraum abgestrahlt als durch solare Strahlung eingestrahlt wird. Am Oberrand der Atmosphäre über der Sahara herrscht also eine negative [[Strahlungshaushalt der Atmosphäre|Strahlungsbilanz]], wodurch die Luft hier stark abkühlt und absinkt. Absinkende Luftmassen erwärmen sich und werden dabei zunehmend trockener, so dass der Niederschlag weitgehend ausbleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was bringt die Zukunft? ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Sahel prognose.gif|thumb|420px|Abb. 6: Beobachteter und entsprechend den Szenarien des Weltklimarats [[IPCC]] (B1, A1B und A2) prognostizierter Niederschlag im Sahel]]&lt;br /&gt;
Der heute durch Computer-Modellrechnungen wie durch zahlreiche Funde von Pollen und Sedimenten belegte Wandel der Sahara zu einer Steppe in einem wärmeren und zu einer Wüste in einem etwas kühleren Klima, lässt die Frage aufkommen, ob wir mit dem gegenwärtigen Klimawandel auf eine grüne Sahara zusteuern. Leider ist diese Frage nicht so einfach zu beantworten und gegenwärtig nicht zu entscheiden. Der anthropogene Treibhauseffekt und seine Begleiterscheinungen sind nicht in jeder Hinsicht mit einer natürlichen Erwärmung durch eine höhere Sonneneinstrahlung gleichzusetzen. Sie hinterlassen einen anderen &amp;quot;Fingerabdruck&amp;quot; im klimatischen Geschehen als eine stärkere Sonneneinstrahlung.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Die Erwärmung vor 6000 Jahren war bedingt durch eine stärkere Neigung der Erdachse während des Nordsommers zur Sonne hin. Sie kam daher im wesentlichen der Nordhalbkugel und dort den mittleren und höheren Breiten zugute. Die anthropogene Erwärmung durch Treibhausgase erfolgt dagegen wegen der guten Durchmischung der langlebigen [[Treibhausgase]] global. Sie wird daher wahrscheinlich auch zu einer weiteren Erwärmung der tropischen Ozeane führen, z.B. des Indischen Ozeans, wie oben besprochen. Setzt sich dieser Effekt durch, wird auch in Zukunft eher mit einer trockenen Sahelzone gerechnet, wie es einige Computer-Modellrechnungen prognostizieren.&lt;br /&gt;
[[Bild:Afrika 2100 A1B.jpg|thumb|420px|Abb. 7: Temperatur und Niederschlagsänderungen in Afrika bis 2100. Modellsimulation nach dem [[Klimaszenarien|Szenario]] A1B des Weltklimarats IPCC: Veränderung der Jahrestemperaturen und Jahresniederschläge 2080-2099 im Vergleich zu 1980-1999]]&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Andererseits ist zu berücksichtigen, dass sich nach allen Modellberechnungen die Kontinente stärker als die Ozeane erwärmen. Das würde den Temperaturgegensatz zwischen Land und Meer und damit den Monsun verstärken und der Sahelzone höhere Niederschläge bringen. Insbesondere die Temperaturen und der Luftdruck über der Sahara wurden als steuernde Mechanismen des Sahel-Niederschlags erkannt. Höhere Sahara-Temperaturen senken hiernach den Bodenluftdruck über der Sahara und verstärken den afrikanischen Monsun, der für stärkere Regenfälle im Sahel sorgt. Ausgehend von diesen Zusammenhängen könnten die Sahel-Niederschläge auch bis zu 20% zunehmen. Die ebenfalls mit dem Klimawandel einhergehenden Verschiebung der Klimazonen führt allerdings zu deutlich geringeren Niederschlägen am Nordrand der Sahara bis in den europäischen Mittelmeerraum hinein (vgl. Abb.7).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den Niederschlägen sind im Zusammenhang mit den menschlichen Einflüssen auf das Klima noch andere Faktoren für die Ausbreitung oder den Rückgang von Wüsten bestimmend. Die bereits erwähnte [[Aerosole|Aerosolbelastung]] der Nordhalbkugel, die zu einer Südverlagerung der ITC führen kann, wird nach heutigen Prognosen in den nächsten drei bis vier Jahrzehnten ebenfalls noch zunehmen. Danach schwächt sie sich aber deutlich ab, weshalb der Aerosol-Effekt über dem Atlantik von der Mitte des 21. Jahrhunderts an kaum noch eine Rolle spielen wird. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Wirkung der höheren atmosphärischen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration auf das Pflanzenwachstum, das in dem IPCC-Bericht von 2007 ausführlicher diskutiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC 2007: Working Group II, Climatic Change Impacts, Adaption and Vulnaribility, Chapter 4: [http://www.gtp89.dial.pipex.com/04.pdf Ecosystems, their Properties, Goods and Services], 4.4.2&amp;lt;/ref&amp;gt;  Mehr [[Kohlendioxid|Kohlendioxidgehalt]] kann durch den sog. CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Düngungseffekt das Pflanzenwachstum fördern und damit anderen Faktoren wie Niederschlagsdefiziten oder menschlichen Einwirkungen auf die Vegetationsdecke entgegenwirken. So wurde für den Südwesten der USA eine Verringerung der Wüstenbereiche um 60% allein durch den CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Düngungseffekt prognostiziert. Die Wirkung wird aber von Region zu Region und bei unterschiedlichen Pflanzengemeinschaften verschieden eingeschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ist die Forschung weit davon entfernt, eindeutige Antworten über die zukünftigen Veränderungen der Trockengebiete der Erde durch den Klimawandel zu geben. So heißt es in dem vierten Sachstandsberiht des Weltklimarates IPCC über die Sahelzone: &amp;quot;Es ist äußerst unklar, wie der kombinierte Effekt von Klimawandel, Änderungen in der [[Landnutzung]] und Erhöhung der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration den Sahel in der Zukunft beeinflussen wird.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC 2007: Working Group II, Climatic Change Impacts, Adaption and Vulnaribility, Chapter 4: [http://www.gtp89.dial.pipex.com/04.pdf Ecosystems, their Properties, Goods and Services], Box 4.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* United Nations Environment Programme (Hrsg.): Online [http://www.unep.org/geo/gdoutlook/ Global Deserts Outlook]. 2006. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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==Klimadaten zum Thema== &lt;br /&gt;
{{Bild-links|Bild=Summer precip in Niederschlag Afrika rcp85 diff2 .png |Breite=200px}} &lt;br /&gt;
Klimadaten zum Thema selbst auswerten? Hier können Sie aus [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/daten-zu-afrika &#039;&#039;&#039;Regionaldaten zu Afrika&#039;&#039;&#039;] eigene Karten zur künftigen Klimaentwicklung erzeugen.&lt;br /&gt;
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Hier finden Sie eine [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/arbeitsanweisungen-panoply-263990 &#039;&#039;&#039;Anleitung zur Visualisierung der Daten&#039;&#039;&#039;].&lt;br /&gt;
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==Schülerarbeiten zum Thema==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schülerarbeiten zum Thema des Artikels&#039;&#039;&#039; aus dem [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts Schulprojekt Klimawandel]:&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/746846/04d65889c65c3bb53b7a295a058dd170/2012-wasser-afrika-data.pdf Einfluss des Klimawandels auf die Wasserversorgung in Afrika und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit] (Gymnasium Osterbek, Hamburg),&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/746848/60aa4bdd155ba3a821a7e1eb4121b390/2012-sahelzone-klimawandel-data.pdf Welche Folgen wird der Klimawandel für die Landwirtschaft und damit die Nahrungsmittelversorgung der Sahelzone haben?] (Gymnasium Osterbek, Hamburg)&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/746856/279cb1de9b39614deb37d81a65794f5f/2011-sahara-data.pdf Sahara: Wird die Sahara durch den Klimawandel wieder grüner?] (Gymnasium Allee, Hamburg)&lt;br /&gt;
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== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
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regionales Beispiel=Sahel-Dürre&lt;br /&gt;
|Folge von=Aktuelle Klimaänderungen&lt;br /&gt;
|Folge von=Klimaänderungen in Afrika&lt;br /&gt;
|Folge von=Klimaprojektionen&lt;br /&gt;
|Folge von=Klimaprojektionen Afrika&lt;br /&gt;
|Unterrichtsmaterial=[[Desertifikation Arbeitsblatt 1|Arbeitsblatt 1]] Arbeitsblatt über die Lage der Wüsten der Erde&lt;br /&gt;
|Unterrichtsmaterial=[[Desertifikation Arbeitsblatt 2|Arbeitsblatt 2]] Arbeitsblatt über Rückkopplungseffekte durch die Vegetation bei einer Klimaerwärmung&lt;br /&gt;
|Unterrichtsmaterial=[[Desertifikation Arbeitsblatt 3|Arbeitsblatt 3]] Arbeitsblatt über mögliche Verschiebungen der ITC durch den Klimawandel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Sahel-Dürre, Aktuelle Klimaänderungen, Klimaprojektionen, Extremereignisse, Ökosysteme&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Extremereignisse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökosysteme]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Starkregen_und_Hochwasser_im_Mittelmeerraum&amp;diff=32346</id>
		<title>Starkregen und Hochwasser im Mittelmeerraum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Starkregen_und_Hochwasser_im_Mittelmeerraum&amp;diff=32346"/>
		<updated>2024-11-24T19:18:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Einzelne Ereignisse */ typo&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Mediterranean trend 1980-2018.jpg|thumb|560px|Abb. 1: Regionale Niederschlagsänderungen in mm/Tag 1980-2018]]&lt;br /&gt;
== Niederschläge im Mittelmeerraum ==&lt;br /&gt;
[[Bild:SW-EU precipitation1979-2023.jpg|thumb|560px|Abb. 2: Niederschlag in mm pro Tag 1979-2023 in SW-Europa ]]&lt;br /&gt;
Der Mittelmeerraum gilt als Hotspot des Klimawandels. Dabei wird vor allem an Hitzewellen und Dürren gedacht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC 2022&amp;quot;&amp;gt;IPCC AR6, WGII (2022): Cross-Chapter Paper 4: Mediterranean Region, FAQ CCP4.1&amp;lt;/ref&amp;gt;  So zeigen Untersuchungen über die [[Änderung_der_Klimazonen|Verschiebung der Klimazonen]] durch den menschengemachten Klimawandel, dass die Region zunehmend unter den Einfluss des trockenen subtropischen Klimas gerät.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cui 2021&amp;quot;&amp;gt;Cui, D., S. Liang &amp;amp; D. Wang (2021): [https://doi.org/10.1002/wcc.701 Observed and projected changes in global climate zones based on Köppen climate classification]. WIREs Climate Change, 12(3)&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dennoch kommt es in verschiedenen Gebieten immer wieder auch zu extremen Niederschlags- und Hochwasserereignissen, wie im Oktober 2024 die Überflutungen mit weit über 200 Toten im Raum Valencia im Osten Spaniens&amp;lt;ref name=&amp;quot;WWA 2024&amp;quot;&amp;gt;World Weather Attribution (2024): [https://www.worldweatherattribution.org/extreme-downpours-increasing-in-southern-spain-as-fossil-fuel-emissions-heat-the-climate/ Extreme downpours increasing in southeastern Spain as fossil fuel emissions heat the climate]&amp;lt;/ref&amp;gt;  und ein Jahr zuvor die gewaltigen Überflutungen mit 10.000 bis 20.000 Opfern in Libyen gezeigt haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zachariah 2023&amp;quot;&amp;gt;Zachariah, M., V. Kotroni, L. Kostas et al. (2023): [https://www.worldweatherattribution.org/interplay-of-climate-change-exacerbated-rainfall-exposure-and-vulnerability-led-to-widespread-impacts-in-the-mediterranean-region/ Interplay of climate change-exacerbated rainfall, exposure and vulnerability led to widespread impacts in the Mediterranean region]&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahresmittelwerte der Niederschläge im Mittelmeerraum weisen über längere Zeiträume keine eindeutigen Trends auf. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts ergeben sich leichte Rückgänge, seit 1980 dagegen regional unterschiedliche Entwicklungen (Abb. 1). Die mittleren jährlichen Niederschläge z.B. des nordwestlichen Mittelmeerraumes (SW-Europa) haben sich in den letzten vier Jahrzehnten kaum verändert (Abb. 2),&amp;lt;ref name=&amp;quot;C3S 2023&amp;quot;&amp;gt;Copernicus Climate Change Service (2023): [https://climate.copernicus.eu/precipitation-relative-humidity-and-soil-moisture-june-2023 Precipitation, relative humidity and soil moisture for June 2023]&amp;lt;/ref&amp;gt;  in Italien sind sie dagegen deutlich zurückgegangen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MedECC 2020&amp;quot;&amp;gt;MedECC (2020): [https://www.medecc.org/first-mediterranean-assessment-report-mar1 Climate and Environmental Change in the Mediterranean Basin – Current Situation and Risks for the Future]. First Mediterranean Assessment Report&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die ausgeprägten natürlichen Schwankungen über Dekaden lassen einen Einfluss durch die Emission von Treibhausgasen kaum erkennen. Klimamodellrechnungen zeigen dagegen einen deutlichen Rückgang der Niederschläge bis zum Ende des 21. Jahrhunderts.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MedECC 2020&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Starkregen und ihre Entstehung ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Spain mountain chains.jpg|thumb|560px|Abb. 3: Gebirgszüge auf der Iberischen Halbinsel ]]&lt;br /&gt;
Die Mittelmeerländer sind besonders stark durch extreme Niederschlagsereignisse betroffen, die oft zu katastrophalen Überflutungen führen und in manchen Fällen an einem Tag bis zu 800 mm Niederschlag und bis zu 1000 Tote zu Folge haben können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Insua-Costa 2022&amp;quot;&amp;gt;Insua-Costa, D., M. Senande-Rivera, M.C. Llasat et al. (2022): [https://doi.org/10.1038/s41612-022-00234-w A global perspective on western Mediterranean precipitation extremes]. npj Clim Atmos Sci 5, 9.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Extreme Niederschlagsereignisse und damit verbundene Überflutungen sind die gefährlichsten meteorologischen Katastrophen, die die Mittelmeerländer in Hinsicht auf Todesfälle und Sachschäden betreffen. Sie treten oft im Herbst auf, wenn das noch warme Mittelmeer als Wärme- und Feuchtigkeitsquelle fungiert und die wasserdampfgesättigten Luftmassen durch starke Winde Richtung Land getrieben werden und sich an den Hängen der Küstenregionen abregnen. Dabei spielen neben der topographischen Anhebung auch konvektive Auftriebe und das Zusammentreffen mit kühleren Höhentiefs und Kaltlufttropfen in der Höhe eine wichtige Rolle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Khodayar 2021&amp;quot;&amp;gt;Khodayar, S., S. Davolio, P. Di Girolamo et al. (2021): [https://doi.org/10.5194/acp-21-17051-2021 Overview towards improved understanding of the mechanisms leading to heavy precipitation in the western Mediterranean: lessons learned from HyMeX], Atmospheric Chemistry and Physics 212, 22&amp;lt;/ref&amp;gt;  Auch kalte Luft am Boden (sog. cold pools), die z.B. über dem Mittelmeer durch Verdunstung entsteht, kommt als Ursache von Abkühlung warmer, feuchter Luft und anschließenden Niederschlägen in Frage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Miglietta 2022&amp;quot;&amp;gt;Miglietta, M.M. &amp;amp; S. Davolio (2022): [https://doi.org/10.5194/hess-26-627-2022 Dynamical forcings in heavy precipitation events over Italy: lessons from the HyMeX SOP1 campaign], Hydrol. Earth Syst. Sci., 26, 627–646&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Fällen sind konvektive Systeme, d.h. aufsteigende Luftmassen, für den starken Niederschlag verantwortlich, wenn die Luft genügend erwärmt und mit Wasserdampf gesättigt ist. Außer der Konvektion spielt aber auch die Advektion, der horizontal Transport von Luftmassen, eine Rolle. Abb. 3 zeigt die Möglichkeit des Eindringens von atlantischen Störungen in die Iberische Halbinsel durch die West-Ost gerichteten Gebirgszüge bis weit in den Osten Spaniens hinein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gonzalez-Hidalgo 2023&amp;quot;&amp;gt;Gonzalez-Hidalgo, J.C., S. Beguería, D. Peña-Angulo et al. (2023): [https://doi.org/10.1002/joc.8060 MOPREDAS_century database and precipitation trends in mainland Spain, 1916–2020]. International Journal of Climatology, 43, 3828–3840&amp;lt;/ref&amp;gt;  Andererseits können aber auch warm-feuchte Luftmassen über das Mittelmeer von Süden nach Norden ziehen und dort auf kühlere Luft stoßen. Traditionell werden als Quellen für den Wasserdampf der Tiefdruckzellen die starke Erwärmung des Mittelmeers, das im Spätsommer Temperaturen von bis zu 30 °C erreichen kann, und die daraus folgende Verdunstung angeführt. Untersuchungen von 160 extremen Starkregenereignissen im westlichen und zentralen Mittelmeerrum über den Zeitraum 1980-2015 zeigen, dass das ein zu einfaches Bild ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Insua-Costa 2022&amp;quot;/&amp;gt;  &lt;br /&gt;
{| &lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| [[Bild:Mediterran-water-vapour-sources.jpg|thumb|860px|Abb. 4: Herkunft und Zugbahnen feuchter Luftmassen, die zu den katastrophalen Niederschlägen in der südfranzösischen Provinz Var am 15. Juni 2020 beigetragen haben. ]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Das Mittelmeer ist nach Insua-Costa (2022)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Insua-Costa 2022&amp;quot;/&amp;gt; mit 35% die wichtigste Wasserdampfquelle; andere Autoren geben 40% an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Miglietta 2022&amp;quot;/&amp;gt;  Die Luftfeuchtigkeit stammt vor allem dann aus dem Mittelmeer, wenn 3-4 Tage vor dem Extremereignis Hochdruckwetter herrscht und die Verdunstung antreibt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Miglietta 2022&amp;quot;/&amp;gt; Nach dem Mittelmeer als Wasserdampfquelle folgt der Nordatlantik mit 25%. Und an dritter Stelle folgen mit 10% die Landgebiete um das Mittelmeer herum, einschließlich des europäischen Kontinents, sowie an vierter Stelle der tropische Atlantik mit ebenfalls rund 10%. Weitere Feuchtigkeitsquellen für die Niederschläge können 1000 und mehr km jenseits der Mittelmeerregion liegen, bis hin zum Pazifik. Die atlantischen Tiefdruckgebiete erreichen den Mittelmeerraum von Westen bzw. Südwesten. Vielfach gelangen die Tiefs auch über das Innere des afrikanischen Kontinents in die mediterrane Region, wobei die feuchte Luft teilweise auch aus dem Südatlantik oder sogar Südamerika stammen kann (Abb. 4).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Insua-Costa 2022&amp;quot;/&amp;gt;  Bei dem Transport von feuchter Luft aus entfernten Regionen wie etwa den Tropen spielen, wie in jüngster Zeit festgestellt wurde, atmosphärische Flüsse eine wichtige Rolle. Dabei handelt es sich um relativ schmale feuchtegesättigte Luftströmungen in 1 bis 2,5 km Höhe mit einer Breite von etwa 500 km und einer Länge von rund 2000 km, die auch als &amp;quot;Wasserdampfförderbänder&amp;quot; bezeichnet werden und sich von den Tropen und Subtropen bis in mittlere Breiten bewegen können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DWD 2023&amp;quot;&amp;gt;DWD (2023): [https://www.dwd.de/DE/wetter/thema%20des%20tages/2023/1/11.html Was sind Atmosphärische Flüsse?]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| &lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| [[Bild:W-Med events moisture-source.jpg|thumb|560px|Abb. 5: Anzahl der untersuchten Extremereignisse und Anteil der Herkunftsgebiete feuchter Luftmassen im westlichen Mittelmeerraum]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Abb. 5 zeigt, dass die Bedeutung der einzelnen Herkunftsgebiete von Luftmassen mit hohem Wasserdampfgehalt je nach Jahreszeit wechselt. Im Herbst dominiert das Mittelmeer als Quelle, im Winter der Atlantik und im Sommer die Landmassen im Umkreis des Mittelmeeres. Deutlich wird an Abb. 5 auch, dass die von Insua-Costa (2022) ausgewählten 160 extremen Starkregenereignisse sich massiv auf den Herbst konzentrieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Insua-Costa 2022&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erforschung der regionalen Quellen des Wasserdampfs der mediterranen Starkniederschläge und ihrer Transportbahnen hat nicht nur wissenschaftliche, sondern auch eine erhebliche paktische Bedeutung. Sie ermöglicht eine bessere Vorhersage von Extremereignissen und kann damit nicht zuletzt Menschenleben retten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dorrington 2024&amp;quot;&amp;gt;Dorrington, J., M. Wenta, F. Grazzini et al. (2024): [https://doi.org/10.5194/nhess-24-2995-2024 Precursors and pathways: dynamically informed extreme event forecasting demonstrated on the historic Emilia-Romagna 2023 flood], Nat. Hazards Earth Syst. Sci., 24, 2995–3012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Starkregen und Hochwasser in Italien ==&lt;br /&gt;
=== Allgemeine Prozesse ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Gulf Genua MCS mechanism.jpg|thumb|560px|Abb. 6: Wichtige Prozesse, die an der Entstehung von Starkregenereignissen und Hochwasserkatastrophen im nördlichen Italien beteiligt sind.]]&lt;br /&gt;
Die italienische Halbinsel ist gegenüber Naturkatastrophen durch Starkniederschläge besonders exponiert. Entscheidende Faktoren sind die steilen Hänge der Alpen und des Apennins in unmittelbarere Nähe zum Mittelmeer sowie das Mittelmeer selbst, das als Feuchte- und Wärmequelle fungiert (Abb. 6). Sie bestimmen die Konvergenz und den Auftrieb von feuchten und instabilen Luftmassen, die die Konvektion über Italien und die umgebenden Meere antreiben. Hinzu kommt, dass Starkniederschläge in den kleinen Flusstälern mit ihren steilen Hängen in relativ kurzer Zeit verheerende Überschwemmungen anrichten können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Miglietta 2022&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders starke Auswirkungen haben größere Gewitterkomplexe, die aus mehreren einzelnen Gewitterzellen entstehen, die sich zusammenschließen und sog. mesoskalige konvektive Systeme&amp;lt;ref&amp;gt;DWD: Wetter- und Klimalexikon: [https://www.dwd.de/DE/service/lexikon/Functions/glossar.html?lv3=692600&amp;amp;lv2=101640 Mesoskaliges konvektives System (MCS)]&amp;lt;/ref&amp;gt; bilden. In der Nähe von Gebirgshängen können Starkregenereignisse durch orographische Anhebung von feuchten Luftmassen entstehen, die sich dabei abkühlen und ausregnen. Das Abkühlen von warmer Luft kann aber auch durch das Zusammentreffen mit kalten Höhentiefs, die vom Atlantik und Westeuropa heranziehen, hervorgerufen werden. Auch kalte Luft am Boden, sog. cold pools&amp;lt;ref name=&amp;quot;DMG 2021&amp;quot;&amp;gt;Deutsche Meteorologische Gesellschaft (2021): [https://www.dmg-ev.de/2021/08/25/was-ist-ein-cold-pool/ Cold Pool – Was ist ein Cold Pool?]&amp;lt;/ref&amp;gt;, kommt als Auslöser von Abkühlung warmer, feuchter Luft und anschließenden Niederschlägen in Frage. Sie können z.B. über dem Mittelmeer durch Verdunstung von Niederschlag unter Gewitterwolken entstehen. Die dabei gebildete kalte und schwere Luft eines cold pools breitet sich als Kaltluftsee unter den Regenwolken aus und bewirkt eine Anhebung angrenzender leichterer und wärmerer Luftmassen, was zu erneuter Wolkenbildung und Regen führen kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Miglietta 2022&amp;quot;/&amp;gt;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 6 zeigt einige wichtige Prozesse, die an der Entstehung von Starkregenereignissen und Hochwasserkatastrophen im nördlichen Italien beteiligt sind. Die orangenen Pfeile stehen für das Vordringen von feuchten und warmen Luftmassen nach Norden. Dabei kann es sich ursprünglich um einen Schirokko handeln, der aus Nordafrika heiße Luft über das Mittelmeer treibt, die dabei viel Wasserdampf aufnimmt. Diese heißen Luftmassen stoßen im Osten über die Adria und die Poebene auf die Alpenfront, im Westen über das Tyrrhenische und Ligurische Meer auf die Südränder von Westalpen und Apennin. Im Osten wird die warmfeuchte Luft durch die Alpenfront nach Westen umgelenkt. Dabei kann es zur Anhebung der warm-feuchten Luft durch die Ausläufer der Alpen kommen, wobei Abkühlung und Kondensation Starkniederschläge erzeugen. Durch die Westalpen werden die inzwischen abgekühlten Luftströmungen nach Süden abgelenkt, wo sie über die niedrigsten Bereiche des Ligurischen Apennin das Mittelmeer erreichen. Hier stoßen sie auf warme und feuchte Luftmassen, die durch die schwere und kühlere Luft aus dem Alpenraum zur Konvektion bzw. zum Aufsteigen, sich Abkühlen und eventuell zu starken Niederschlägen veranlasst wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Miglietta 2022&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Bild:Water vapour flow Alex.jpg|thumb|560px|Abb. 7: Wasserdampftransport über den Atlantik als Teil der Entstehung des Sturmtiefs Alex über Westeuropa und Norditalien ]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Emilia-Romagna flood May2023.jpg|thumb|560px|Abb. 8: Hochwasser in der italienischen Region Emilia-Romagna: überschwemmte Wohn- und Gewerbegebiete]]&lt;br /&gt;
=== Einzelne Ereignisse ===&lt;br /&gt;
Das Sturmtief Alex richtete im Oktober 2020 in Frankreich, den westlichen Alpen und besonders in Italien durch Rekordniederschläge starke Zerstörungen an. Es bildete sich über dem Nordatlantik und zog über Frankreich, Großbritannien und die Iberische Halbinsel nach Osten. Der Transport von Wasserdampf über den Nordatlantik von der Ostküste Nordamerikas bis Westeuropa vollzog sich in Form eines atmosphärischen Flusses (Abb. 7).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grazzini 2024&amp;quot;&amp;gt;Grazzini, F., J. Dorrington, C.M. Gramset et al. (2024): [https://doi.org/10.1002/qj.4755 Improving forecasts of precipitation extremes over northern and central Italy using machine learning]. Quarterly Journal of the Royal Meteorological Society, 150(762), 3167–3181&amp;lt;/ref&amp;gt;   Am Alpenrand trafen die kühlen und feuchten Luftmassen auf sehr warme und feuchte Luft vom Mittelmeer, die dadurch abkühlten. An den Meeralpen und Ligurischen Alpen kam es durch Anhebung zu weiterer Abkühlung und heftigen Niederschlägen von über 600 mm in 24 Stunden und Gewittern über Nordwestitalien, die durch Überflutungen Straßen, Brücken und Gebäude zerstörten. Viele Regionen verzeichneten Rekordhochwasser an zahlreichen Flüssen und Überschwemmungen ganzer Landstriche.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wikipedia 2024&amp;quot;&amp;gt;Wikipedia (2024): [https://de.wikipedia.org/wiki/Alpenhochwasser_2020 Alpenhochwasser 2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 2023 kam es in der italienischen Provinz Emilia-Romagna zu gewaltigen Starkniederschläge, die als das regenreichste Ereignis dieser Art eingestuft wurden. Die Wiederkehrperiode wurde auf 200 Jahre bzw. eine Wahrscheinlichkeit des Eintretens von 0,5% geschätzt. Die Stationsdaten der Region zeigen dennoch keinen Trend vergleichbarer Ereignisse und damit keinen Einfluss des Klimawandels. Das Extremereignis bestand aus drei aufeinander folgenden Starkregenereignissen, auf die extreme Hochwasser folgten. Örtlich fielen an zwei Tagen 190 mm Niederschlag, einige Flüsse stiegen um 10 m in 24 Stunden an, und es kam zu Dammbrüchen, Überflutungen von Deichen und zahlreichen Erdrutschen. Insgesamt wurden 15 Menschen getötet. Das Hochwasserereignis war nicht zuletzt durch die Jahreszeit außergewöhnlich, da die meisten Starkregenereignissen in der Region wie im gesamten Mittelmeer im Herbst und Winter geschehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barnes 2023&amp;quot;&amp;gt;Barnes, C., D. Faranda, E. Coppola et al. (2023): Limited net role for climate change in heavy spring rainfall in Emilia-Romagna. https://doi.org/10.25561/104550&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regenfälle wurden durch drei unterschiedliche Tiefdrucksysteme über dem Tyrrhenischen Meer verursacht, die mit einem nordöstlichen Wind entlang der adriatischen Seite des Apennins interagierten. Dadurch wurden feuchte Luftmassen angehoben, kühlten sich ab, der Wasserdampf kondensierte und es begann stark zu regnen. Durch die andauernden Niederschläge war der Boden bald gesättigt, und das Wasser floss unmittelbar in die Flüsse, von wo es sich auf angrenzende Landfläche ausbreitete. Die Wasseraufnahmekapazität der Böden war zudem auch deshalb begrenzt, weil Nord-Italien über zwei Jahre davor aufgrund geringer Schneefälle in den Alpen, Dolomiten und Apennin unter einer schweren Dürre gelitten hatte, wodurch die Böden verdichteten und das Versickern von Niederschlag behinderten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barnes 2023&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Extremereignisse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regionale Klimafolgen]]&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
beeinflusst von=Klimaänderungen im Mittelmeerraum&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Klimaprojektionen Mittelmeerraum&lt;br /&gt;
|Folge von=blockierende Wetterlage&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Klimaänderungen und Landwirtschaft im Mittelmeerraum&lt;br /&gt;
|regionales Beispiel von=Starkniederschläge und Hochwasser&lt;br /&gt;
|Räumlich Teil von=Starkregen und Hochwasser in Europa&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=Starkregen und Hochwasser in Nordamerika&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=Starkregen und Hochwasser in Ostafrika&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=Dürren und Starkregen im Sahel&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=Starkregen und Hochwasser in Südasien&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Benutzer:Sandra_Burger/To_do_Liste_Sch%C3%BClerarbeiten&amp;diff=32345</id>
		<title>Benutzer:Sandra Burger/To do Liste Schülerarbeiten</title>
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		<updated>2024-11-24T19:06:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Liste: zu bearbeitende Seiten */  - 4&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die unten aufgelisteten Seiten enthalten den Abschnitt &amp;quot;Schülerarbeiten zum Thema&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt; -- bis auf wenige Ausnahmen sind die dort (auf den jeweiligen Seiten) aufgelisteten Links zum HBS invalide und müssen demzufolge aktualisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(Für den Fall, dass eine Schülerarbeit auf dem HBS nicht mehr auffindbar ist, besteht die Möglichkeit, die entsprechende Schülerarbeit via Internet Archiv mittels einer dort archivierten älteren Seitenversion heraus zu suchen und in Form eines Archivlinks hier im Klimawiki zu verlinken.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Link zum HBS ==&lt;br /&gt;
Schülerarbeiten aus dem &amp;quot;Schulprojekt Klimawandel&amp;quot; nach Themen:&lt;br /&gt;
: https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Spezial:Suche&amp;amp;limit=250&amp;amp;offset=0&amp;amp;ns0=1&amp;amp;search=Schülerarbeiten&lt;br /&gt;
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[[Unterricht Themen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimawandel und Gesundheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wirkung von Kohlendioxid und Ozon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Taifune im Nordwest-Pazifik]] =&amp;gt; Schülerarbeit nicht mehr auffindbar: &#039;&#039;&#039;Taifune&#039;&#039;&#039; Welche Auswirkungen wird der Klimawandel haben? (Gymnasium Grotmoor, Hamburg)&lt;br /&gt;
:::::::: https://preview.poc.hamburg.de/hhcae-cm7/servlet/contentblob/10267176/f9406147bf83accfba5f3ba69d70a6e9/data/2017-taifune.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Alpine Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Boden im Klimasystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Direkte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Indirekte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Nordamerika]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gesundheitsrisiken in Afrika]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Deforestation (Tropen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wetterextreme und Klimawandel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Malaria]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg im Ostseeraum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimawandel und Allergien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserprobleme (regional)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ozean im Klimasystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Phänologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimaprojektionen Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Permafrost]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dürren in Kalifornien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimaprojektionen Lateinamerika]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[ENSO]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegel der Zukunft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Meeresspiegelanstieg in der Nordsee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arktische Ökosysteme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Desertifikation und Klimawandel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Waldbrände in Kalifornien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserprobleme in Zentralasien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hochwasser im Ganges-Brahmaputra-Meghna-Delta]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klimawandel und Weinbau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserressourcen und Klimawandel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Starkregen und Hochwasser in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Terrestrischer Kohlenstoffkreislauf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wälder im Klimawandel: Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arktische Vegetation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Unterricht zum Klimawandel (allgemein)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wasserprobleme und Klimawandel in den tropischen Anden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tropische Wirbelstürme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Verbreitung der Arten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Korallenriffe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dürren im Amazonasgebiet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Starkregen und Hochwasser in Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Starkniederschläge und Hochwasser]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Solar Radiation Management (SRM)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--- Ende der Liste ---&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Klima%C3%A4nderungen_in_Westafrika&amp;diff=32344</id>
		<title>Klimaänderungen in Westafrika</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Klima%C3%A4nderungen_in_Westafrika&amp;diff=32344"/>
		<updated>2024-11-24T19:04:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Schülerarbeiten zum Thema */  invalide links ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Westafrika reicht von der südlichen Sahara im Norden bis zur Atlantikküste im Süden und von der westlichen Atlantikküste bis zur Ostgrenze von Niger und Nigeria. Die Abgrenzungen sind nicht immer einheitlich; so wird Mauretanien von einigen Klassifizierungen dazu gerechnet, von anderen nicht. Wichtige Großlandschaften sind im Norden die trockene Sahelzone, die sich nach einigen Einteilungen auch über Westafrika hinaus bis zum Roten Meer erstreckt, und die tropische Küstenzone im Süden. Unter klimatischen Gesichtspunkten hat besonders die im Übergangsbereich von der Sahara zur südlich angrenzenden Feuchtsavanne gelegene Sahelzone Beachtung gefunden. Wie die große [[Dürren im Sahel|Dürre in den 1970er und 1980er Jahren]] gezeigt hat, ist die Sahelzone durch Klimaänderungen besonders gefährdet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klimatische Bedingungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sahel precipitation.jpg|thumb|550px|Abb. 1: Mittlerer Jahresniederschlag in Westafrika in mm]]  &lt;br /&gt;
Die Temperaturen unterscheiden sich in Westafrika im Laufe des Jahres nur geringfügig. Der Jahresgang wird primär durch den Niederschlag bestimmt, der ausgeprägte Regen- und Trockenzeiten verursacht. Im Nord-Winter kommt es zu starken Niederschlägen über dem Ozean vor der Südküste Westafrikas, im anschließenden Frühjahr (April-Juni) über der [[Tropen|tropischen]] Küstenzone und im Sommer (Juli-September) über der Sahelzone. Westafrika liegt im Bereich verschiedener Strömungssysteme, die den Jahresgang der Niederschläge bestimmen. Traditionell wurden die sommerlichen Niederschläge im Sahel durch die Wanderung der [[Innertropische Konvergenzzone|Innertropischen Konvergenzzone (ITCZ)]] nach Norden und die thermische Instabilität der [[Atmosphäre]] während des höchsten Sonnenstands erklärt. Danach bewirkt die hochstehende Sonne eine starke [[Verdunstung]] und das Aufsteigen der erwärmten Luftmassen. Die Luft kühlt sich in der Höhe ab, wodurch der Wasserdampf [[Kondensation|kondensiert]] und es zum Niederschlag kommt. Dieses Bild ist nach neuerer Forschung allerdings nicht mehr gültig. Als ein Beleg dafür wird angeführt, dass die ITCZ im Hochsommer 1000 km nördlich von der Zone mit den höchsten Niederschlägen liegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nicholson 2013&amp;quot;&amp;gt;Nicholson, S. E. (2013): The West African Sahel: A Review of Recent Studies on the Rainfall Regime and Its Interannual Variability. ISRN Meteorology, 1–32&amp;lt;/ref&amp;gt;   Ein anderes Argument ist, dass die vor Ort entstehende Feuchtigkeit durch Verdunstung nur ein Drittel zu dem gesamten Niederschlag beiträgt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sheen 2017&amp;quot;&amp;gt;Sheen, K. L.,  D. M. Smith, N. J. Dunstone, R. Eade, D. P. Rowell &amp;amp; M. Vellinga (2017): Skilful prediction of Sahel summer rainfall on inter-annual and multi-year timescales. Nat. Commun. 8, 14966 doi: 10.1038/ncomms14966&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Datei:Sahel Wind Winter Sommer.jpg|thumb|450px|Abb. 2: Oberflächenwinde in Westafrika: Oberflächenwinde (Pfeile) und Luftdruck (in mb) über Westafrika im Winter (oben) und während des Höhepunkts des Sommermonsuns (unten). ]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Niederschlag in Westafrika hat weniger mit dem Aufeinandertreffen der vom Sonnenstand gesteuerten [[Passat|Passatwinde]] zu tun als mit dem Westafrikanischen [[Globaler Monsun|Monsun]], der im Sommer feuchte Luftmassen vom Atlantik bis in die Sahelzone transportiert. Der Westafrikanische Monsun wird durch den Temperaturgegensatz zwischen Land (vor allem der Sahara) und Ozean (dem äquatorialen Atlantik) angetrieben. Dadurch entsteht unter dem Einfluss der [[Corioliskraft]] eine südwestliche Strömung zwischen dem kühlen Atlantik vor der Südküste Westafrikas und dem Hitzetief der Sahara. Das sommerliche Hitzetief entwickelt sich über der westlichen Sahara und saugt feuchte Luftmassen aus dem Südwesten an. Im Hochsommer kommt es vor allem bei 10° N zum Aufsteigen dieser feuchten Luft und zum Niederschlag. Durch Kondensation wird dabei [[latente Wärme]] frei, die den Temperaturgegensatz zwischen dem Sahel und dem Atlantik weiter verstärkt, wodurch vermehrt feuchte Luftmassen ins Landesinnere gesogen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nicholson 2013&amp;quot; /&amp;gt; Im Winter erreichen die Monsunniederschläge allenfalls den Küstensaum am Südrand Westafrikas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weniger ausgeprägt sind Niederschläge in einer zweiten [[Konvektion|Konvektionszone]] bei 20° N, in die auch Winde vom Mittelmeer her einströmen und Feuchtigkeit mitbringen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nicholson 2013&amp;quot; /&amp;gt;   Mit der [[Walker-Zirkulation]] verbundene Höhenströmungen (der Tropische Ostafrikanische Jet TEJ und der Afrikanische Ost-Jet AEJ) sind ebenfalls an der Steuerung des Systems beteiligt. Über diese östlichen Strömungen kann auch vom Indischen Ozean her feuchte Luft in die Sahelzone gelangen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jury 2012&amp;quot;&amp;gt;Jury, M.R. (2012): A return to wet conditions over Africa: 1995-2010, Theoretical and Applied Climatology 111, 471-481 &amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
[[Datei:Westafrika Strömungssystem.jpg|thumb|320px|Abb. 3: Vereinfachte Strömungsverhältnisse über Westafrika. TEJ= Tropischer Ostafrikanischer Jet ; AEJ= Afrikanischer Ost-Jet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klimaänderungen ==&lt;br /&gt;
In Westafrika und dem Sahel haben die Temperaturen zwischen 1970 und 2010 um 0,5-0,8 °C zugenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC 2014&amp;quot;&amp;gt;IPCC (2014): Climate Change 2014, Working Group II: Impacts, Adaptation and Vulnerability, 22.2&amp;lt;/ref&amp;gt;  Um Aussagen über die Trends der jährlichen Niederschläge zu machen, fehlen in vielen Gebieten ausreichende Beobachtungsdaten, wobei die vorliegenden Daten sich z.T. auch widersprechen. Die Niederschläge im Sahel zeigen nach vorliegenden Einschätzungen sowohl starke jährliche Schwankungen wie ausgeprägte Änderungen über Jahrzehnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sheen 2017&amp;quot; /&amp;gt;   Sie sind insgesamt im 20. Jahrhundert zurückgegangen, wobei es in den letzten 20 Jahren eine erneute Zunahme gegeben hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC 2014&amp;quot; /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einigen trockenen Jahren nach 1910 waren die Sommer-Niederschläge im Sahel bis in die 1940er Jahre einigermaßen reichlich, mit Ausnahme von eher schwachen Dürrejahre 1940 und 1941.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nicholson 2013&amp;quot; /&amp;gt;   In den 1950er bis in die 1960er Jahre hinein erlebte der Sahel dann eine ausgesprochen feuchte Periode mit 1-2 mm pro Monat über dem Mittel der Jahre 1900-2017.&amp;lt;ref&amp;gt;Mitchel, T., [http://jisao.washington.edu/ JISAO]  (2017): [http://research.jisao.washington.edu/data_sets/sahel/ Sahel Precipitation Index]&amp;lt;/ref&amp;gt;  In den 1970er und 1980er Jahren folgte darauf eine außergewöhnlich starke Dürreperiode, die in den frühen 1980ern schätzungsweise 100.000 Tote durch Hunger, Unterernährung und Krankheiten gefordert hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nicholson 2013&amp;quot; /&amp;gt;    Zwischen 1968 und 1997 fielen im Mittel 37 % weniger Niederschlag als in der 30-Jahresperiode 1931-1960. Wahrscheinlich hat es seit Beginn der Messungen nirgendwo sonst auf der Welt so dramatische Veränderungen bei den Niederschlagsmitteln von Jahrzehnten gegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nicholson 2013&amp;quot; /&amp;gt;     &lt;br /&gt;
[[Datei:Sahel rainfall timeseries.png|thumb|500px|Abb. 4: Niederschläge im Juni-Oktober in der Sahelzone 1900-2013. Gezeigt ist die Abweichung vom Mittel der Jahre 1898–1993 als Index.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1990 erholten sich die Niederschläge im Sahel wieder, und auch der Abfluss der großen Flüsse der Region zeigte in den Jahren 1995-2010 einen Aufwärtstrend. So nahm der Abfluss beim Niger in den Jahren 1995-2010 um 19,2 km&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;/sec und Jahr zu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jury 2012&amp;quot; /&amp;gt;   Die jährlichen und räumlichen Schwankungen der Niederschläge waren in den letzten 20 Jahren jedoch stärker als in den Jahrzehnten davor,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nicholson 2013&amp;quot; /&amp;gt; was häufig mit verheerenden Überschwemmungen verbunden war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jury 2012&amp;quot; /&amp;gt; So kam es bereits in den 1990er Jahren zu mehreren starken Überflutungen, von denen jeweils mehr als eine Million Menschen betroffen waren. Im neuen Jahrhundert verstärkten sich in den Jahren 2002, 2003, 2005, 2006 und 2007 die Hochwasserereignisse eher noch  und richteten weitreichende Zerstörungen an. Die Überschwemmungen von 2007 wurden sogar als die schlimmsten Fluten in der Geschichte des Sahels eingeschätzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tschakert 2010&amp;quot;&amp;gt;Tschakert, P., R. Sagoe, G. Ofori-Darko, S.N. Codjoe (2010): Floods in the Sahel: an analysis of anomalies, memory, and anticipatory learning, Climatic Change 103, 471-502, DOI 10.1007/s10584-009-9776-y&amp;lt;/ref&amp;gt;  Auch die 2010er Jahre blieben nicht ohne Überschwemmungskatastrophen, so im September 2013 und im Juli und August 2016.&amp;lt;ref&amp;gt;UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (2016): [https://reliefweb.int/report/niger/west-africa-impact-floods-22-aug-2016 West Africa: Impact of the floods], (22 Aug 2016)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Ursachen von Klimaänderungen ==&lt;br /&gt;
Worin liegen die Ursachen für die starken klimatischen Schwankungen in Westafrika, mit Dürre- und Starkregenphasen besonders im Sahel? Als Gründe für die Dürren in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden die unterschiedlichsten Einflussfaktoren angeführt wie die Veränderung der Bodenbedeckung, eine Erwärmung des Indischen Ozeans, die unterschiedliche Erwärmung zwischen Nord- und Südatlantik, Einflüsse des Mittelmeers usw.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Änderungen der Landoberfläche ===&lt;br /&gt;
Die ersten Erklärungen der großen Dürreperiode in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bezogen sich auf Änderungen der Landoberfläche im Sahel durch Überweidung und Übernutzung infolge des starken Bevölkerungswachstums. Durch die verringerte Vegetationsbedeckung erhöhte sich nach dieser Auffassung die [[Albedo]], wodurch mehr Sonneneinstrahlung reflektiert wurde, die Temperaturen absanken und es weniger Konvektion und Niederschläge gab. Der auf diese Weise erfolgende Rückgang der Vegetation und die Ausbreitung der Trockenheit werden als „[[Desertifikation und Klimawandel|Desertifikation]]“ bezeichnet. Neuere Modelrechnungen zeigen, dass die wichtigste Folge der Degradierung der Savannen und Strauchvegetation eine geringere [[Verdunstung]] ist, bedingt durch die höhere Albedo und den damit verbundenen Abkühlungseffekt. Andererseits spielt aber auch der geringere Blattflächenindex (definiert als Blattfläche pro Bodenoberfläche) eine wichtige Rolle, der einen wichtigen Einfluss auf den [[Wasserkreislauf]] besitzt. Weniger Blätter speichern und verdunsten auch weniger Wasser. Durch die geringere Verdunstung entsteht weniger Konvektion und [[Latente Wärme|latente Erwärmung]] der unteren Atmosphäre. Dadurch wird der Temperaturgegensatz zwischen Land und Ozean verringert, mit der Folge einer Schwächung der Monsunströmung und geringerer Niederschläge.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rodríguez-Fonseca 2015&amp;quot;&amp;gt;Rodríguez-Fonseca, B., E. Mohino, C.R. Mechoso et al. (2015): Variability and Predictability of West African Droughts: A Review on the Role of Sea Surface Temperature Anomalies, Journal of Climate 28, 4034-4060, DOI: 10.1175/JCLI-D-14-00130.1&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Vergleich zu dem Zufluss von Feuchtigkeit aus entfernteren Regionen trägt die vor Ort entstehende Feuchtigkeit durch Verdunstung allerdings nur ein Drittel an dem gesamten Niederschlag bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sheen 2017&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Änderungen der Meeresoberflächentemperaturen ===&lt;br /&gt;
Modell-Untersuchungen der jüngsten Zeit haben denn auch gezeigt, dass die Vegetationsdecke nur in [[Feedback|Rückkopplungen]] mit dem Klima eine wichtige Rolle spielt. In der Forschung besteht eine breite Übereinstimmung darin, dass vielmehr Schwankungen der [[Meeresoberflächentemperatur]] der umgebenden Ozeane der entscheidende Antrieb für die Niederschlagsvariabilität über Jahrzehnte im Sahel sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rodríguez-Fonseca 2015&amp;quot; /&amp;gt;   Wie stark der Einfluss der einzelnen Ozeanbecken auf die Dürren im Sahel ist, ist jedoch ebenso umstritten wie die Ursachen für die Schwankungen der Meeresoberflächentemperatur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:AMO 1861-2010.png|thumb|420px|Abb. 5: Die Atlantische Multidekadenschwankung (AMO): Abweichung der Meeresoberflächentemperatur vom Mittel der Jahre 1861-2010 in °C: mögliche Übereinstimmung mit trockenen und feuchten Phasen im Sahel.]]&lt;br /&gt;
Einige [[Klimamodelle|Modellsimulationen]] haben eine geringere Erwärmung des Nordatlantiks im Vergleich zum tropischen Atlantik als Ursache für die geringen Niederschläge ergeben. Die Meeresoberflächentemperaturen des äquatorialen Atlantiks südlich der westafrikanischen Küste sind unter dem Einfluss des von Süden her kommenden Benguela-Stroms verhältnismäßig kühl, wodurch der Temperatur- und Luftdruckgegensatz zum Landesinnern und auch zum außertropischen Nordatlantik hoch ist und den Westafrikanischen Monsun antreibt. Kühlere Meeresoberflächentemperaturen im Nordatlantik, wie sie in den 1970er und 1980er Jahren beobachtet wurden, verringern diesen Temperaturgegensatz und schwächen den Westafrikanischen Monsun ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sheen 2017&amp;quot; /&amp;gt;   Der kühlere Nordatlantik während der Sahel-Dürre wurde von einigen Autoren auf den Einfluss anthropogener [[Aerosole]] aus Europa und den USA zurückgeführt. Der Rückgang der Aerosolbelastung im Nordatlantikraum durch die Luftreinhaltepolitik in Europa und den USA habe dann seit den 1990er Jahren wieder zu mehr Niederschlag geführt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Modellsimulationen den Anteil des Aerosol-Antriebs an der Sahel-Dürre auf ein Drittel geschätzt haben, scheint hierin nicht die wichtigste Ursache zu liegen. Paläoklimatische (auf die fernere Vergangenheit bezogene) und historische Untersuchungen haben gezeigt, dass die jüngsten Dürren im Sahel nicht ohne Beispiel sind. So haben sich in Ghana auch in den letzten 3000 Jahren mehrere langanhaltende und schwere Dürren ereignet. Ebenso hat es im mittelalterlichen Mali-Reich zwischen 1100 und 1500 lange Dürreperioden gegeben, die möglicherweise zum Zusammenbruch des Reiches geführt haben. Die Sahel-Dürre in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts scheint aus paläoklimatischer Sicht weder ungewöhnlich noch extrem gewesen zu sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rodríguez-Fonseca 2015&amp;quot; /&amp;gt;   Das spricht eher für [[Natürliche Klimaschwankungen|natürliche Schwankungen]] im [[Klimasystem]] als Hauptursache als für anthropogene Einflüsse durch Aerosole. Daher wurde auch die Atlantische Multidekaden-Oszillation (AMO), die sich auf Schwankungen der mittleren Temperatur im Nordatlantik bezieht, als mögliche Erklärung angeführt (Abb. 5).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sheen 2017&amp;quot; /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sahel Strömungssysteme.jpg|thumb|420px|Abb. 6: Blaue Regionen über Afrika zeigen, wo die Sommerniederschläge über 2 mm/Tag betragen. Die roten Pfeile zeigen Strömungskomponenten der (breitenparallelen) Walker-Zirkulation, blaue Pfeile solche der (meridionalen) Hadley-Zirkulation. Bei zunehmendem Sahel-Niederschlag ist der TEJ (Tropische Ost-Jet), der die Konvektion über dem Sahel anregt,  stärker ausgeprägt.]] &lt;br /&gt;
Auch der Indische Ozean ist nach neuerer Forschung ein wichtiger Einflussfaktor für die Niederschläge in der Sahelzone. So trug nach einigen Autoren die Erwärmung der Meeresoberflächentemperatur des Indischen Ozeans wesentlich zur Sahel-Dürre in den 1970er und 1980er Jahren bei. Ein wärmerer Indischer Ozean führt danach über dem Meer zu einer stärkeren lokalen Konvektion und Erwärmung der [[Troposphäre]] durch latente Wärme bzw. Kondensation. Diese wärmere Luft wird durch Höhenströmungen der [[Walker-Zirkulation|Walkerzirkulation]] bzw. des Tropischen Ostafrikanischen Jet (TEJ) nach Westen transportiert, bewirkt über Westafrika eine Erwärmung der oberen Luftschichten und stabilisiert die Atmosphäre. Da dadurch der Temperaturunterschied zwischen tieferen und höheren Luftschichten verringert wird, kommt es zu einer Abschwächung der Konvektion, was zu geringeren Niederschlägen führt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rodríguez-Fonseca 2015&amp;quot; /&amp;gt;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwankungen der Meeresoberflächentemperatur des Mittelmeeres spielen nach manchen Untersuchungen ebenfalls eine Rolle. Eine Erwärmung der Meeresoberflächentemperatur im östlichen Mittelmeer hat eine zunehmende Verdunstung und einen erhöhten Feuchtigkeitsgehalt in der unteren Troposphäre zur Folge, der durch nordöstliche Strömungen über die östliche Sahara in den Sahel transportiert wird und dort zu einem höheren Niederschlag beiträgt. Die bei der Konvektion frei werdende latente Wärme trägt außerdem zu einer Verstärkung und Verschiebung des Regengürtels des Westafrikanischen Monsuns nach Norden bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rodríguez-Fonseca 2015&amp;quot; /&amp;gt;  Kühlere Meeresoberflächentemperaturen im Mittelmeer und im nördlichen Atlantik schwächen die Feuchtigkeitszufuhr von Norden und die Monsunwinde von Süden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sheen 2017&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Klimadaten zum Thema== &lt;br /&gt;
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Klimadaten zum Thema selbst auswerten? Hier können Sie aus [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/daten-zu-afrika &#039;&#039;&#039;Regionaldaten zu Afrika&#039;&#039;&#039;] eigene Karten zur künftigen Klimaentwicklung erzeugen.&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Schülerarbeiten zum Thema==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schülerarbeiten zum Thema des Artikels&#039;&#039;&#039; aus dem [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts Schulprojekt Klimawandel]:&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/746848/60aa4bdd155ba3a821a7e1eb4121b390/2012-sahelzone-klimawandel-data.pdf Welche Folgen wird der Klimawandel für die Landwirtschaft und damit die Nahrungsmittelversorgung der Sahelzone haben?] (Gymnasium Osterbek, Hamburg)&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/746856/279cb1de9b39614deb37d81a65794f5f/2011-sahara-data.pdf Wird die Sahara durch den Klimawandel wieder grüner?] (Gymnasium Allee, Hamburg)&lt;br /&gt;
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==Bildergalerie zum Thema==&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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Bilder zu: [[Dürren_(Bilder)#D.C3.BCrren_im_Sahel|Dürren im Sahel]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine Sammlung von lizenzfreien Bildern zum Thema.&lt;br /&gt;
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== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Umfasst=Dürren im Sahel&lt;br /&gt;
|Ähnlich wie=Klimaänderungen im Südlichen Afrika&lt;br /&gt;
|Ähnlich wie=Klimaänderungen in Ostafrika&lt;br /&gt;
|Zukünftige Entwicklung=Klima im 21. Jahrhundert in Afrika&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Klimaänderungen und Landwirtschaft Afrika&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Gesundheitsrisiken in Afrika&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Wasserprobleme und Klimawandel in Afrika&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Aktuelle Klimaänderungen&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Erwärmung des Ozeans&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Desertifikation und Klimawandel&lt;br /&gt;
|Unterrichtsmaterial=[[Desertifikation Arbeitsblatt 1|Arbeitsblatt 1]] Arbeitsblatt über die Lage der Wüsten der Erde&lt;br /&gt;
|Unterrichtsmaterial=[[Desertifikation Arbeitsblatt 3|Arbeitsblatt 3]] Arbeitsblatt über mögliche Verschiebungen der ITC durch den Klimawandel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Sahel-Dürre, Afrika, Desertifikation und Klimawandel, Klimaänderungen und Landwirtschaft, Gletscher, ENSO, Aktuelle Klimaänderungen, Regionale Klimaänderungen&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaänderungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regionale Klimaänderungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Gletscher_auf_Island&amp;diff=32343</id>
		<title>Gletscher auf Island</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Gletscher_auf_Island&amp;diff=32343"/>
		<updated>2024-11-24T18:59:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Schülerarbeiten zum Thema */  invaliden link ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Vatnajökull Temp.jpg|thumb|450px|Abb. 1: Temperaturveränderungen 1870-2010 an zwei Wetterstationen im Tiefland südlich des Vatnajökull ]]&lt;br /&gt;
== Klima == &lt;br /&gt;
Obwohl Island nahe am Polarkreis liegt, besitzt es ein relativ mildes Klima. Dazu trägt nicht nur die Lage mitten im Nordatlantik bei, sondern auch der warme Irmingerstrom, eine Abzweigung des [[Golfstrom]]s, der vor allem die Südostküste Islands begünstigt. Durch den ozeanischen Einfluss sind die jahreszeitlichen Temperaturschwankungen gering. Die Wintertemperaturen an der Südküste liegen im Mittel bei 0 °C, die Sommertemperaturen bei 11-14 °C und das Jahresmittel bei 5 °C.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Adamic 2013&amp;quot;&amp;gt;Adamic, E. A. (2013): Iceland’s Glaciers: Responses to a Warming Climate, , University of British Columbia Okanagan (Internetquelle nicht mehr erreichbar)&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die wärmsten Sommertemperaturen können auch 20-25 °C erreichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hannesdóttir 2013&amp;quot; /&amp;gt; Die Nordküste ist allerdings kälter, da sie unter dem Einfluss des kalten [[Meeresströmungen|Ostgrönlandstroms]] steht, der manchmal [[Meereis]] bis an die Küsten treibt. Im zentralen Hochland sind die Temperaturen ebenfalls relativ gering, so dass sich [[Permafrost]] in Höhen über 550-600 m bildet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Björnsson 2008&amp;quot;&amp;gt;Björnsson, H., and Finnur Pálsson (2008): Icelandic glaciers, Jökull 58, 365-386&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier können im Winter auch -25 bis -35 °C erreicht werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hannesdóttir 2013&amp;quot; /&amp;gt; Am Ende der Kleinen Eiszeit lagen die Temperaturen im Sommer an den Messstationen südlich des Vatnajökull bei 8,5 °C. Sie stiegen dann bis in die 1930er Jahre auf über 10 °C und fielen anschließend bis in 1970er Jahre auf nur wenig über 9 °C. Seit 1990 ist eine deutlich Erwärmung gemessen worden, so dass wieder ähnliche Werte erreicht wurden wie in den 1930er Jahren (Abb. 1).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Durch die Lage in der Westwindzone ist Island vom Südwesten her von zahlreichen Tiefdruckgebieten betroffen, deren Winde durch die [[Corioliskraft]] gegen den Urzeigersinn drehen und primär aus Osten und Südosten kommen. Dadurch fällt an der Süd- und Südostküste reichlich Regen und über den Gletschergebieten im Süden vor allem im Winter sehr viel Schnee.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hannesdóttir 2015&amp;quot;&amp;gt;Hannesdóttir, H., H. Björnsson, F. Pálsson, G. Aðalgeirsdóttir, and Sv. Guðmundsson (2015): Changes in the southeast Vatnajökull ice cap, Iceland, between  1890 and 2010, The Cryosphere 9, 565–585&amp;lt;/ref&amp;gt; Die mittleren Jahresniederschläge Islands betragen rund 1700 mm, bei allerdings starken regionalen Unterschieden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Adamic 2013&amp;quot; /&amp;gt; So übersteigen die jährlichen Niederschläge an den höheren Hängen des Vatnajökull 4000-5000 mm und können sogar 7000 mm erreichen. Sie sind einer der Gründe, warum die größten Eiskappen im südlichen und zentralen Hochland liegen. Der Norden ist dagegen eher trocken mit Niederschlägen in großen Bereichen unter 800 mm/Jahr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Björnsson 2008&amp;quot; /&amp;gt; Nördlich des Vatnajökull herrschen sogar wüstenähnliche Bedingungen mit Niederschlägen bis zu 350-450 mm im Jahr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hannesdóttir 2013&amp;quot;&amp;gt;Hannesdóttir, H., A. Zöhrer, H. Davids, S.I. Sigurgeirsdóttir, H. Skírnisdóttir &amp;amp; Þ. Árnason (2013): [https://www2.uef.fi/documents/1347235/1368104/NEED+V_New+Geo+Review.pdf Vatnajökull National Park: Geology and Geodynamics]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Bild:Island Gletscher.jpg|thumb|550px|Abb. 2: Gletschergebiete auf Island]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenwärtige Vergletscherung ==&lt;br /&gt;
Gegenwärtig sind 10 % des Landes mit Eis bedeckt, das sich in Höhen zwischen 925 und 2000 m befindet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Adamic 2013&amp;quot; /&amp;gt; In ihnen sind 3600 km&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; Wasser gebunden, das beim Schmelzen der Gletscher den globalen Meeresspiegel um 1 cm ansteigen lassen würde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Björnsson 2008&amp;quot; /&amp;gt; Die größeren Gletschergebiete bestehen aus Eiskappen, die in Auslassgletschern enden. Der größte Gletscher ist mit 8100 km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; der im Südwesten liegende Vatnajökull (das isländische „jökull“ ist der Name für Gletscher), gefolgt von den nahezu gleichgroßen Langjökull (950 km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;) und Hofsjökull (925 km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;) im westlichen und mittleren Landesinnern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der starke Massenumsatz der isländischen Gletscher durch die hohen Niederschläge im Winter und die hohen Abschmelzraten im Sommer, durch die die Gletscher zur Kategorie der sog. temperierten Gletscher gehören, macht sie gegenüber Temperaturänderungen sehr sensibel. Das gilt besonders für die Auslassgletscher des südöstlichen Vatnajökul. Die Gletscherbetten der Auslassgletscher des südöstlichen Vatnajökul liegen in dem wärmsten und feuchtesten Teil Islands und reichen bis auf 20-100 m über dem Meeresspiegel hinunter. Ihre Fläche beträgt 20-200 km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;, ihre durchschnittliche Dicke 80-330 m. Im Laufe der Zeit haben die Auslassgletscher die weichen Sandflächen stark erodiert, so dass ihr Bett z.T. 100-300 m unter der Höhe der Gletscherenden liegt. Sie münden außerdem häufig in Seen, die das Abtauen durch Kalben und das wärmere Wasser verstärken und in jüngter Zeit an Zahl zunehmen. Abgesehen von Grönland tragen die isländischen Gletscher insgesamt am meisten zum Schmelzwasserabfluss in den Nordatlantik bei und bewirken einen Meeresspiegelanstieg von 0,03 mm/Jahr seit Mitte der 1990er Jahre.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hannesdóttir 2015&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gletscher Islands liegen zu einem erheblichen Teil auf aktiven Vulkanen. Vulkanausbrüche und warme geothermische Zonen haben unter dem Eis der großen Gletscher eine eigene Landschaft geschaffen, mit subglazialen Seen und Schmelzwasserkanälen, die unter mehreren hundert Meter Eis liegen. In den Seen unter den Gletschern sammelt sich über einige Jahre hinweg das Schmelzwasser, bis es zu gewaltsamen Ausbrüchen der Wassermassen, sog. Jökulhlaups, kommt, die aber auch durch Vulkanausbrüchen unter dem Eis entstehen können. Einige Seen entwässern alle 2-3 Jahre durch Schmelzwasserausbrüche, die ein bis drei Wochen anhalten können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hannesdóttir 2013&amp;quot; /&amp;gt;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schmelzwasser wird vielfach in der Landwirtschaft, als Trinkwasser und für die Stromerzeugung genutzt. Die Gletscher sind zugleich ein wichtiger Anziehungspunkt für den Tourismus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Adamic 2013&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Bild:Vatnajökull retreat.jpg|thumb|550px|Abb. 3: Der Rückzug verschiedener Auslassgletscher des südöstlichen Vatnajökull ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Änderungen der Gletscherbedeckung ==&lt;br /&gt;
===Historische Änderungen===&lt;br /&gt;
Während des Höhepunkts der letzten Eiszeit um 21 000 Jahre v.h. bedeckte ein großer Eisschild Island, der wahrscheinlich weit über die heutige Küstenlinie hinausreichte. Auf dem heutigen Schelfgebiet der Insel wurden in ca. 200 m Tiefe und 50-150 km vor der Küste Moränen und tiefe, mit glazialen Sedimenten gefüllte Tröge entdeckt, die auf einen Eisschild von ca. 300 000 km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; Fläche und 500 000 km&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; Volumen schließen lassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hubbard 2006&amp;quot;&amp;gt;Hubbard,_A., Da. Sugden, A. Dugmore, H. Norddahl, H.G. Pe´tursson (2006): A modelling insight into the Icelandic Last Glacial Maximum ice sheet, Quaternary Science Reviews 25, 2283–2296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Klimaoptimums vor 3000 bis 8000 Jahren war es auf Island 2 °C wärmer als im 20. Jahrhundert. Die Gletscher der Eiszeit verschwanden nahezu vollständig und es blieben nur kleine Eiskappen auf den höchsten Gipfeln übrig. Um 500 v.Chr. setzte dann eine kältere Periode ein mit sich ausdehnenden Eisflächen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Björnsson 2008&amp;quot; /&amp;gt; Es folgte eine weitere warme Periode vom Beginn der Besiedlung (~847 n.Chr.) bis ins 13. Jahrhundert. Historische Beobachtungen der isländischen Gletscher reichen bis in die Zeit der Besiedlung im 9. Jahrhundert zurück. Danach war die Eisbedeckung zu dieser Zeit kleiner als gegenwärtig. Die anschließende  Kleine Eiszeit, die vom Ende des 13. Jahrhunderts bis zum Ende des 19. Jahrhunderts andauerte, brachte eine erneute Ausdehnung der isländischen Vergletscherung. Die Gletscherzungen der Auslassgletscher des Vatnajökull stießen in weiche Sedimente vor und gruben tief liegende Betten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Björnsson 2008&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aktuelle Veränderungen===&lt;br /&gt;
1890 kann als Ende der Kleinen Eiszeit auf Island angesehen werden. Die isländischen Gletscher zogen sich erneut zurück, mit einer Unterbrechungen dieses Trends zwischen 1960 und 1990. Die Gletscherenden der Auslassgletscher des Vatnajökull verkürzten sich seit 1890 um 1-4 km. Die vergletscherte Fläche der Auslassgletscher insgesamt nahm von 1014 km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; auf 851 km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; bzw. um 164 km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; ab, was etwa 16 % der Fläche entspricht. Für die meisten Gletscher war die Verlustrate in der Periode 1904-1945 am größten, während zwischen den 1960ern und den 1990ern der Verlust sich verlangsamte oder ganz aufhörte. Erst nach dem Jahr 2000 nahm der Flächenverlust wieder stark zu. Der Volumenverlust betrug für alle Auslassgletscher des südöstlichen Vatnajökul seit dem Ende der Kleinen Eiszeit ca. 60 km&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;, was etwa 22 % des Volumens der Kleinen Eiszeit entspricht. Er war am höchsten 2002-2010. Insgesamt war die Massenbilanz auf Island im frühen 21. Jahrhundert mit am negativsten weltweit. Die Oberfläche der Gletscherzungen senkte sich zwischen 1890 und 2010 um 150-270 m ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hannesdóttir 2015&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Veränderungen der isländischen Gletscher erwiesen sich nach Untersuchungen die Niederschläge als weniger wichtig im Vergleich zur Temperatur. Bei den Gletscherzungen der Auslassgletscher des Vatnajökull erweisen sich für das starke Abschmelzen die während der Kleinen Eiszeit entstandenen tief liegenden Gletscherbetten von Bedeutung, die teilweise hunderte von Metern unter den heutigen Gletscherenden liegen. Diese Verhältnisse begünstigen in der warmen Phase der letzten Jahrzehnte ihr Abschmelzen. Hinzu kommen Gletscherseen, in die die Zungen kalben und in deren Wasser das Abschmelzen begüstigt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Björnsson 2008&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besondere Aufmerksamkeit erregte in jüngster Zeit der Gletscher Okjökull auf dem Vulkan Ok im westlichen zentralen Hochland. Er wurde bereits 2014 für „tot“ erklärt, weil er keine Akkumulationszone mehr besaß. Am 18. August 2019 versammelte sich Wissenschaftler auf dem Vukan Ok und erwiesen dem Gletscher „die letzte Ehre“, indem sie ihm eine Gedenktafel setzten. Um 1900 wurde der Okjökull noch auf eine Fläche von 38 km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; geschätzt, schon 1978 nur noch auf 3 km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt;NASA Earth Observatory (2019):  [https://earthobservatory.nasa.gov/images/145439/okjokull-remembered Okjökull remembered]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Projektionen===&lt;br /&gt;
Nach dem A1B-Szenario ergeben sich für Island Temperaturzunahmen bis 2021-2050 im Vergleich zu 1981-2000 um 2 °C und bis 2100 um 3-4 °C.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Adamic 2013&amp;quot; /&amp;gt; Klimaprojektionen deuten darauf hin, dass in 150 bis 200 Jahren nahezu alle Gletscher verschwunden sein werden; es wird allenfalls noch kleinere Gletscher auf den höchsten Erhebungen geben. Die in jüngster Zeit vielfach neu entstandenen Gletscherseen werden weiter an Zahl und Größe zunehmen und die Hydrologie stark verändern. U.a. werden Gletscherflüsse ihren Lauf verändern oder verschwinden. Das Schmelzwasser der Gletscher wird seinen Höhepunkt in 50 Jahren erreichen und dann wieder abnehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Björnsson 2008&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hannesdóttir 2013&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gletscherschmelze und Vulkanismus ==&lt;br /&gt;
Es scheint zunehmend offensichtlich, dass das Abschmelzen von Eis während des Endes der letzten Eiszeit zu einer dramatischen Verstärkung der vulkanischen Aktivität führte. So wurde die vulkanische Aktivität auf Island  im Anschluss an die Eisschmelze vor ungefähr 12 000 Jahren deutlich erhöht. Die Entlastung der Vulkane von einer Eisschicht, die Hunderte von Metern bis 2 km dick war, verursachte nach Modellberechnungen einen höheren Grad und ein tiefer reichendes Schmelzen des Erdmantels. Die Folge war eine 30- bis 50fache Zunahme an Magmaeruptionen 1500 Jahre nach der Eisschmelze.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tuffen 2010&amp;quot;&amp;gt;Tuffen, H. (2010): How will melting of ice affect volcanic hazards in the twenty-first century?, Philosophical Transaction of the Royal Society A 368, 2535–2558&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Es ist daher davon auszugehen, dass auch das gegenwärtige Abschmelzen der isländischen Gletscher die Häufigkeit und Stärke von Vulkanausbrüchen beeinflussen wird. Nach Schätzungen hat das Abschmelzen von Eis zwischen 1890 und 2003 von 435 km&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; auf dem Vatnajökull zu einer Zunahme der Magmaproduktion um 1 % geführt. Auch wenn auf Island vulkanische Aktivitäten zum Schmelzen von Eis führen, ist ihr Beitrag zur Verringerung der Eismasse in den letzten Jahrzehnten relativ gering, da der hohe Massenumsatz und die hohen Niederschläge die Eismassen erneuern. In der Zeit 1995-2008 sind durch vulkanische Aktivitäten im Mittel 0,55 km&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;/Jahr abgeschmolzen, was allerdings nur 4 % der Oberflächenschmelze des Gletschers von 13 km&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; in diesem Zeitraum ausmachte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tuffen 2010&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausbruch des Eyjafjallajökull Ende März/Anfang April 2010 wurde öffentlich weithin bekannt, weil er durch seine Aschewolken den Flugverkehr bis nach Europa störte. Der von einem Eisfeld bedeckte Vulkan liegt im Südwesten Islands 10 km von der Südküste entfernt. Im April 2010 öffnete sein Ausbruch einen 100 m tiefen Kanal an der Nordflanke des Eiskörpers durch das plötzliche Abschmelzen großer Eismassen, die auf 10-13 x 10&amp;lt;sup&amp;gt;7&amp;lt;/sup&amp;gt; m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; geschätzt wurden. In den Jahren danach floss das Eis wieder in die abgeschmolzene Rinne und schloss sie weitgehend. Der Gletscher hatte aber schon in den Jahrzehnten davor von 1980 bis 2010 durch Abtauen eine mittlere Oberflächenhöhe von 20 m verloren. Die Gründe dafür lagen hauptsächlich in der Erhöhung der Sommertemperaturen und winterlichen Niederschlagsschwankungen. Dabei reagierte der Gletscher mit einer Abnahme von 2 m Höhenunterschied auf 1 °C Temperaturänderung und mit 0,5 m Höhenunterschied auf 10 % Niederschlagsänderung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Belart 2019&amp;quot;&amp;gt;Belart, J., Magnússon, E., Berthier, E., Pálsson, F., Aðalgeirsdóttir, G., &amp;amp; JóhannessoN, T. (2019): The geodetic mass balance of Eyjafjallajökull ice cap for 1945–2014: Processing guidelines and relation to climate. Journal of Glaciology, 65(251), 395-409. doi:10.1017/jog.2019.16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
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==Klimadaten zum Thema==&lt;br /&gt;
{{Bild-links|Bild=Eistage DiffII Island Winter rcp.jpg|Breite=200px}} &lt;br /&gt;
Klimadaten zum Thema selbst auswerten? Hier können Sie aus [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/europa-rcp-daten &#039;&#039;&#039;Regionaldaten zu Europa&#039;&#039;&#039;] eigene Karten zur künftigen Klimaentwicklung Islands erzeugen. Island kann mit dem Programm Panoply aus der Europakarte ausgeschnitten werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Hier finden Sie eine: [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/arbeitsanweisungen-panoply-263990 &#039;&#039;&#039;Anleitung zur Visualisierung der Daten&#039;&#039;&#039;].&lt;br /&gt;
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==Schülerarbeiten zum Thema==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schülerarbeiten zum Thema des Artikels&#039;&#039;&#039; aus dem [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts Schulprojekt Klimawandel]:&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756174/b4de568ac51ef505a01c79c2662f8cab/2015-vulkane-klimawandel-data.pdf Wechselwirkungen zwischen Vulkanismus und globalem Klimawandel] (Anne-Frank-Schule, Bargteheide)&lt;br /&gt;
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==Bildergalerie zum Thema==&lt;br /&gt;
{{Bild-links|Bild=Iceland Eyjafjallajökull glacier.jpg|Breite=120px}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bilder zu: [[Gletscher_in_Nordeuropa_(Bilder)#Island|Gletscher auf Island]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine Sammlung von lizenzfreien Bildern zum Thema.&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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==Lizenzhinweis==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=Gletscher (Polare Gebiete)&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=Gletscher in Asien&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=Gletscher auf Neuseeland&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=Gletscher in Nordamerika&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=Gletscher in Südamerika&lt;br /&gt;
|ähnlich wie=Gletscher in den Tropen&lt;br /&gt;
|Regionales Beispiel von=Gletscher im Klimawandel&lt;br /&gt;
|Räumlich Teil von=Gletscher in Nordeuropa&lt;br /&gt;
|Folge von=Klimaänderungen in Europa&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Nordatlantische Oszillation&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Klimaänderungen in Europa, Kryosphäre, Regionale Klimafolgen&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kryosphäre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regionale Klimafolgen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Kryosph%C3%A4re_im_Klimasystem&amp;diff=32342</id>
		<title>Kryosphäre im Klimasystem</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Kryosph%C3%A4re_im_Klimasystem&amp;diff=32342"/>
		<updated>2024-11-24T18:55:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sandra Burger: /* Schülerarbeiten zum Thema */  invalide links ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Landeis Tabelle.jpg|thumb|520px|Eis auf dem Land&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC 2013 4.1&amp;quot;&amp;gt;IPCC (2013): Climate Change 2013, Working Group I: The Science of Climate Change, 4.1 - Landoberfläche = 147,6 km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;, Ozeanoberfläche = 362,5 km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;. Die Bandbreiten bei einigen Eis- und Schneeflächen beruhen einerseits auf jahreszeitlichen Schwankungen, andererseits auf Unsicherheiten der Schätzungen. &amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Ozean Eis Tabelle.jpg|thumb|520px|Eis im Ozean&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC 2013 4.1&amp;quot; /&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Eis-klima.gif|thumb|520px|Die Rolle der Kryosphäre im Klimasystem und die Zeitskalen der Veränderung der einzelnen Bestandteile der Kryosphäre]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kryosphäre ist der Teil des Klimasystems, in dem Wasser im gefrorenen Zustand vorliegt. Sie kommt in einer Reihe von Formen vor wie Schnee, Eis auf Flüssen und Seen, Meereis, Eisschilde, Gletscher und Eiskappen sowie gefrorener Boden auf dem Land und unter dem Wasser des Ozeans.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC 2013 4.1&amp;quot; /&amp;gt; Die Lebensspanne der einzelnen Komponenten ist sehr unterschiedlich. So zeigen Eisschilde, Permafrost und Gebirgsgletscher im Verlauf eines Jahres nur wenig Veränderungen, während Schnee und Meereis in ihrer Ausdehnung deutliche saisonale Unterscheide aufweisen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Willmes 2015&amp;quot;&amp;gt;Willmes, S., G. Heinemann &amp;amp; A. Helbig (2015): Kryosphäre – Gegenwart und Zukunft, in: Lozán, J.L., H. Graßl, D. Kasang, D. Notz und H. Escher-Vetter: Warnsignal Klima: Das Eis der Erde, Wissenschaftliche Auswertungen, Hamburg 2015, 25-30&amp;lt;/ref&amp;gt; Da die Kryosphäre empfindlich auf Klimaänderungen reagiert, wird sie auch als &amp;quot;Klimathermometer&amp;quot; bezeichnet, wobei die Reaktion nicht nur auf Temperatur-, sondern auch auf Niederschlagsänderungen erfolgt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kryosphäre ist jedoch nicht nur ein passiver Indikator von Klimaänderungen. Vielmehr besitzen Änderungen der Kryosphäre einen erheblichen Einfluss auf physikalische, biologische und soziale Systeme. So beeinflusst die Kryosphäre aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften wie Albedo, Wärmeleitfähigkeit und Dichte ganz erheblich den Energiehaushalt der Erde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Willmes 2015&amp;quot; /&amp;gt; Eisschilde und Gletscher kontrollieren zu einem großen Teil den globalen Meeresspiegel und beinflussen die Zirkulation des Ozeans. Der Verlust von Meereis hat Folgen für marine und terrestrische Ökosysteme, aber auch für die Schifffahrt und die Ausbeutung von Öl und anderen Rohstoffen auf dem Meeresboden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC 2013 4.1&amp;quot; /&amp;gt;  Nicht zuletzt ist die Kryosphäre ein wichtiges Süßwasserreservoir, von dem z.B. in den Anden und Zentralasien Millionen von Menschen abhängig sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Massenverteilung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Kryosphäre der Erde gehören die großen [[Eisschilde]] der Antarktis und Grönlands, die [[Gletscher im Klimawandel|Gletscher]] der Gebirge, das [[Meereis]] sowie das Eis auf Flüssen und Seen, das Eis der [[Permafrost]]- und der saisonal gefrorenen Böden sowie die saisonal stark schwankenden [[Schnee (Kryosphäre)|Schneemassen]]. Gegenwärtig sind etwa 10% der Landoberfläche und 6,5% des Ozeans im Jahresdurchschnitt mit Eis bedeckt. Schnee liegt im späten Winter auf bis zu 50% der Landmasse der Nordhalbkugel. Die Bestandteile der Kryosphäre verändern sich in Masse und Ausdehnung auf sehr unterschiedlichen Zeitskalen. Schnee und Meereis unterliegen ausgeprägten saisonalen Schwankungen. Eisschilde haben sich dagegen deutlich nur mit dem Wechsel von Kalt- und Warmzeiten verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Eis und Schnee sind ca. 30 Mill. km&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; Wasser bzw. 68,7% des globalen Süßwassers gebunden. Gegenüber den 1338 Mill. km&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; Wasser des Ozeans ist das zwar wenig. Eine deutliche Erhöhung bzw. Verminderung der globalen Eis- und Schneemasse verändern dennoch merklich den [[Meeresspiegeländerungen|Meeresspiegel]] und damit auch die Grenze zwischen Land und Meer. In der letzten [[Eiszeitalter|Kaltzeit]] lag der Meeresspiegel um 120 m tiefer als heute, ein totales Abschmelzen des antarktischen und grönländischen Eisschildes würde den Meeresspiegel um fast 70 m erhöhen. Heutige Schelfmeere wie z.B. die Nordsee lagen vor 20 000 Jahren zu einem großen Teil trocken bzw. waren mit Eis bedeckt, heutige Tiefländer könnten künftig im Meer versinken.&lt;br /&gt;
[[Bild:NASA snow cover mollweide1.jpg|thumb|468px|Eis- und Schneebedeckung der Erde im Nord-Winter]]&lt;br /&gt;
== Albedo ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Albedo-Eis2.jpg|thumb|300px|Die Eis-Albedo-Rückkopplung]]&lt;br /&gt;
Die Kryosphäre spielt eine bedeutende Rolle für den globalen [[Strahlungshaushalt der Atmosphäre|Strahlungshaushalt]] und steht in wichtigen Wechselwirkungen mit Ozean und Atmosphäre. Von besonderer Bedeutung für den globalen Energiehaushalt ist das deutlich höhere [[Eis-Albedo-Rückkopplung|Reflexionsvermögen von Eis und Schnee]] ([[Albedo]]) gegenüber Erdboden und Wasser. Während Ozean und Ackerboden bis zu 80-90% der einfallenden Sonnenstrahlen absorbieren und in Wärme umwandeln und damit eine Albedo von nur 10-20% haben, liegt die Albedo bei Eis und Schnee bei 50-90%. Bei einer sich ausdehnenden Eis- und Schneedecke erhöht sich daher die globale Albedo und damit der Energieverlust an den Weltraum. Die dadurch bedingte Abkühlung verstärkt die Eis- und Schneebildung weiter, wodurch sich wiederum die Albedo erhöht usw. Man spricht hier von einem positiven Rückkopplungseffekt, der auch in umgekehrter Richtung ablaufen kann: Abschmelzende Eis- und Schneeflächen vermindern die Reflexion und verstärken damit die Erwärmung der Luft, des Wassers und des Bodens, wodurch der Abschmelzvorgang weiter beschleunigt wird. Derartige Rückkopplungseffekte haben offensichtlich in der Klimageschichte eine wesentliche Rolle gespielt, z.B. bei dem Wechsel von Kalt- und Warmzeiten im Pleistozän oder in der von einigen Forschern angenommenen &amp;quot;Schneeball-Erde&amp;quot;-Periode im [[Präkambrium#Proterozoikum|Proterozoikum]], und verstärken auch die gegenwärtige Erwärmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eis- und Schneebedeckung ändert sich im Verlauf des Jahres sowie von Jahr zu Jahr, und damit ändert sich auch die regionale Albedo. Auf der Nordhemisphäre beträgt das Maximum des jahreszeitlich gefrorenen Bodens etwa 51% der Landoberfläche &amp;lt;ref name=&amp;quot;French 2011&amp;quot;&amp;gt;French, H., Slaymaker, O.: Changing Cold Environments. A Canadian Perspective. Oktober 2011. Wiley Blackwell. eISBN: 9781119950165.&amp;lt;/ref&amp;gt;, also etwa 47 Mio km² &amp;lt;ref name=&amp;quot;Robinson 2000&amp;quot;&amp;gt;Robinson, D.A., Frei, A.:Seasonal Variability of Northern Hemisphere Snow Extente Using Visible Satellite Data (2000). Professional Geographer, 52(2), pages 307-315. Blackwell Publishers&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist in den Monaten Januar und Februar der Fall, während die Schneeausbreitung im Monat August mit etwa 4 Mio km² minimal ist und dann in den Monaten Oktober/November wieder sehr schnell zunimmt &amp;lt;ref name=&amp;quot;Robinson 2000&amp;quot; /&amp;gt;. Hinzu kommt in den polaren Gebieten (sowohl Arktis als auch Antarktis) noch das Meereis. Während die jahreszeitlichen Schwankungen auf der Nordhemisphäre größtenteils vom Schneefall bestimmt werden, sind auf der Südhemisphäre (bzw. in der Antarktis) die An- oder Abwesenheit von Meereis ausschlaggebend. Denn hier ist das Eis auf dem arktischen Kontinent größtenteils ganzjährig vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Albedo von Schnee bzw. Eis ist aber nicht immer gleich. Je nach Art der Oberfläche, die darunter liegt, Alter des Schnees, Temperatur, Bewölkung, Sonnenstand und Eiskeimen verändern sich die Reflexionseigenschaften von Eis und Schnee &amp;lt;ref name=&amp;quot;Robock 1979&amp;quot;&amp;gt;Robock, Alan: The Seasonal Cycle of Snow Cover, Sea Ice and Surface Albedo (1979). Monthly Weather Review, American Meteorological Society, Volume 108, pages 267-285. Document-ID: 0027-0644/80/03267-19$08.75&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;Warren 1980&amp;quot;&amp;gt;Warren, S.G., Wiscombe, W.J.: A Model for the Spectral Albedo of Snow. II: Snow Containing Atmospheric Aerosols (1980). Journal of the Atmospheric Sciences, Volume 37, pages 2734-2745, American Meteorological Society. Document-ID: 0022-4928/80/122734-12$07.00.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schnee in Wäldern hat beispielsweise eine geringere Albedo als auf Graslandschaften, weil die Bäume nie vollständig mit Schnee bedeckt werden können, Gras aber schon. Höhere Temperaturen haben eine kleinere Albedo von Schnee und Eis als Folge, da sich Schmelzwassertaschen auf der Oberfläche bilden und die Kristallstruktur verändert wird. Bei Meereis kommen hier noch die Risse in den Eisplatten hinzu, die das dunklere Meerwasser freigeben und die Gesamtalbedo verringern. Starke Bewölkung bedeutet mehr diffuse Strahlung und somit mehr reflektierte Strahlung durch die eis-/schneebedeckte Oberfläche. Dieser Effekt kann die Albedo um bis zu 10% im Vergleich zu blauem Himmel erhöhen. Höherer Sonnenstand vergrößert die Reflexion im Vergleich zur Absorption und somit auch die Albedo &amp;lt;ref name=&amp;quot;Robock 1979&amp;quot; /&amp;gt;. Als letztes sind noch die Eiskeime, also die Partikel in den Eis- bzw. Schneekristallen zu nennen. Sie verändern zwar nicht die Wärmeabstrahlungseigenschaften, aber die Absorptionsfähigkeit wird durch Staub- oder Rußpartikel erhöht. Es wird also gleichzeitig weniger Strahlung reflektiert, die Albedo ist somit verringert. Da mehr Energie aufgenommen wird, hat Schnee mit eingeschlossenen Partikeln generell eine etwas höhere Temperatur als reiner Schnee. Besonders häufig kommen unreines Eis und Schnee in den mittleren Breiten vor, da hier die meisten dieser Stoffe emittiert werden. Über Polargebieten ist die Luft hingegen sehr viel reiner und somit auch der dort gebildete Schnee bzw. das Eis. Weil es in den mittleren Breiten auch mehr schneit als in den Polargebieten, ist die Unreinheits-Konzentration zunächst etwa gleich. Erst bei Schneeschmelze ist die Konzentration der unreinen Eis-/Schneepartikel in den mittleren Breiten deutlich höher als in den Polargebieten &amp;lt;ref name=&amp;quot;Warren 1980&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einfluss auf die atmosphärische und ozeanische Zirkulation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Verbreitung von Eis und Schnee in den höheren Breiten beeinflusst außerdem die [[atmosphärische Zirkulation]]. Aufgrund der geringen Einstrahlung an den Polkappen und der hohen Albedo bilden sich sehr kalte Hochdruck-Zellen. Hier sinkt die Luft aus der Höhe nach unten, sodass kaum Wolkenbildung stattfindet. Die tiefen Temperaturen an den Polen und die hohen Temperaturen in den Tropen führen zu einem Ausgleichstransport von Energie im Meer und in der Atmosphäre von den niederen in die höheren Breiten. Die starken Temperaturgegensätze an den Rändern der polaren Kältehochs erzeugen Winde (u.a. den Polare Jetstream) und Wirbel und beeinflussen die Bahnen der Tiefdruckzellen der mittleren und höheren Breiten. Zu den erzeugten Winden zählen zudem sogenannte katabatische Fallwinde, die auch an Gletschern in wärmeren Regionen entstehen können: Die kalte Luft über dem Eis ist schwerer als die umgebende Luft und gleitet aufgrund der Schwerkraft den Berg hinunter. In den Polarregionen sorgt die starke Abkühlung der Luft außerdem für ein größerskaliges Absinken und daher ein bodennahes Wegfließen der Luft von den Polargebieten. Diese wegfließende Luft wird von der Corioliskraft abgelenkt und sorgt für (relativ schwache) Ostwinde um die Arktis herum. In der Höhe muss Luft zu den Polen nachfließen, wird auf dem Weg allerdings auch wieder von der Corioliskraft abgelenkt – hier in der mittleren Atmosphäre entstehen daher die bekannten Westwinde. Zwischen der kalten Polarluft und der warmen Subtropenluft bildet sich im Bereich zwischen 40°N und 60°N eine vertikale, etwas geneigte Grenze aus: die sogenannte Polarfront &amp;lt;ref name=&amp;quot;Schönwiese 2008&amp;quot;&amp;gt;Schönwiese, C.-D.: Klimatologie (2008). 3. Auflage, Eugen Ulmer KG. ISBN: 978-3-8252-1793-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sie bewegt sich in Wellenbewegungen, den Rossbywellen. Hier entstehen die dynamischen Hoch- und Tiefdruckgebiete, die das Wetter in Europa maßgeblich beeinflussen. In der Höhe können an der Polarfront Windgeschwindigkeiten von etwa 500 km/h in Richtung Osten auftreten. Diesen Bereich extrem starken Windes nennt man den Polaren Jetstream &amp;lt;ref name=&amp;quot;Schertenleib 2003&amp;quot;&amp;gt;Schertenleib, Markus-Hermann, Egli-Brož, Helena: Globale Klimatologie: Meteorologie, Wetterinformationen und Klimatologie ; Lerntext, Aufgaben mit Lösungen und Kurztheorie (2003). &lt;br /&gt;
Compendio Bildungsmedien, 1. Auflage, ISBN-10: 3715591234.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Wenn sich die polaren Gebiete im Winter durch ausbleibende solare Einstrahlung noch weiter abkühlen, ist der Temperaturunterschied zwischen Polarregion und mittleren Breiten noch größer, und die Winde werden stärker. Herbst- und Winterstürme sind auf diesen Effekt zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein nicht unwichtiger Zusammenhang besteht auch zwischen der [[Globales Förderband|thermohalinen Zirkulation]] des Ozeans und der Bildung von [[Meereis]]. Die niedrigen Temperaturen am Rande der Meereisflächen führen z.B. im Nordatlantik auch zur Abkühlung der Wassermassen der thermohalinen Zirkulation und regen damit deren Tiefenwasserbildung an. Sie bewirken hier außerdem die Bildung von Eis. Entstehendes Eis entzieht dem Meer Süßwasser und erhöht damit den Salzgehalt des Oberflächenwassers und dessen Dichte, wodurch das Absinken von Wassermassen z.B. im Nordatlantik, das die thermohaline Zirkulation wesentlich antreibt, verstärkt wird. Von einer Erwärmung der Arktis wird erwartet, dass sie die [[Abschwächung der thermohalinen Zirkulation|thermohaline Zirkulation abschwächt]]. Die aus niederen Breiten stammenden Wassermassen werden weniger stark abgekühlt und der Salzgehalt weniger stark erhöht bzw. sogar verringert, weil durch Eisschmelze und höhere Niederschläge und Abflüsse der Süßwasserzufluss verstärkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise == &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks == &lt;br /&gt;
* OFFICE FOR CLIMATE EDUCATION (2021): [https://www.sonnentaler.net/dokumentation/ipcc-berichte/sr-ozean-kryosphaere/ IPCC-Sonderbericht „Ozean und Kryosphäre in einem sich wandelnden Klima” – Zusammenfassung für Lehrerinnen und Lehrer]&lt;br /&gt;
* Lozán, J.L., Ha. Graßl, D. Kasang, D. Notz &amp;amp; H. Escher-Vetter: [http://www.klima-warnsignale.uni-hamburg.de/eis-der-erde/ Warnsignal Klima: Das Eis der Erde], Hamburg 2015&lt;br /&gt;
* Sascha Willmes, S., G. Heinemann &amp;amp; A. Helbig: [http://www.klima-warnsignale.uni-hamburg.de/eis-der-erde/eis-der-erde_kap_1-2/ Kryosphäre – Gegenwart und Zukunft], in: Lozán, J.L., Ha. Graßl, D. Kasang, D. Notz &amp;amp; H. Escher-Vetter: Warnsignal Klima: Das Eis der Erde, Hamburg 2015, 25-30&lt;br /&gt;
* Paschek, D. (2015): [http://www.klima-warnsignale.uni-hamburg.de/eis-der-erde/eis-der-erde_kap_1-1/ Physikalische und chemische Eigenschaften des Eises und seine Bedeutung]. In: Lozán, J. L., H. Grassl, D. Kasang, D. Notz &amp;amp; H. Escher-Vetter (Hrsg.). Warnsignal Klima: Das Eis der Erde. pp. 19-24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Klimadaten zum Thema==&lt;br /&gt;
{{Bild-links|Bild=Meereis global 1971 2000 Maerz.jpg|Breite=200px}} &lt;br /&gt;
Klimadaten zum Thema selbst auswerten? Hier können Sie aus [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/globale-rcp-daten &#039;&#039;&#039;globalen Daten&#039;&#039;&#039;] eigene Karten erzeugen.&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Hier finden Sie eine: [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/daten-zum-klimawandel/daten-zu-klimaprojektionen/arbeitsanweisungen-panoply-263990 &#039;&#039;&#039;Anleitung zur Visualisierung der Daten&#039;&#039;&#039;].&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Klimamodell-Experimente zum Thema==&lt;br /&gt;
Mit dem einfachen Klimamodell [http://mscm.dkrz.de/ &#039;&#039;&#039;Monash Simple Climate Model (MSCM)&#039;&#039;&#039;] können Experimente zur Bedeutung von Eis und Schnee im Klimasystem durchgeführt werden:&lt;br /&gt;
* [http://mscm.dkrz.de/greb/cgi-bin/dmc_b_i18n.py?activetab=undefined&amp;amp;version=Basic&amp;amp;locale=DE&amp;amp;atmosphere=1&amp;amp;clouds=1&amp;amp;co2=1&amp;amp;heat_diff=1&amp;amp;heat_adv=1&amp;amp;albedo=1&amp;amp;hydro=1&amp;amp;vapour_diff=1&amp;amp;vapour_adv=1&amp;amp;ocean=1&amp;amp;model=0&amp;amp;atmosphere_s=1&amp;amp;clouds_s=1&amp;amp;co2_s=1&amp;amp;heat_diff_s=1&amp;amp;heat_adv_s=1&amp;amp;albedo_s=0&amp;amp;hydro_s=1&amp;amp;vapour_diff_s=1&amp;amp;vapour_adv_s=1&amp;amp;ocean_s=1&amp;amp;model_s=0&amp;amp;lat=&amp;amp;lon=&amp;amp;regions=0&amp;amp;location=Global%20mean%20%28default%29&amp;amp;country=0&amp;amp;city= Experiment zu Eis und Schnee im Klimasystem]  Durchführung des Experiments mit dem MSCM&lt;br /&gt;
* [http://mscm.dkrz.de/greb/cgi-bin/scny_i18n.py?activetab=undefined&amp;amp;scenario=102&amp;amp;variable=05&amp;amp;locale=DE Experiment zu Eis und Schnee in einem künftigen Klima]  Durchführung des Experiments mit dem MSCM nach dem Szenario RCP8.5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/265776/d6b92ac0d85682416b49ae2b3967ed92/bedienungsanleitung-data.pdf Bedienungsanleitung] Kurzanleitung zur Nutzung des MSCM&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/mscm-klimamodell/experimente-mittleres-klima Arbeitsblätter und Lehrerhandreichungen] Anleitung zur Arbeit mit Schülern&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Schülerarbeiten zum Thema==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schülerarbeiten zum Thema des Artikels&#039;&#039;&#039; aus dem [https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/schulprojekt-klimawandel/ergebnisse-des-schulprojekts Schulprojekt Klimawandel]:&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756392/c93f71733e049b16c09769c585fb0193/2008-eis-im-klimasystem-data.pdf Eis im Klimasystem] über Gefahren und Chancen durch den Klimawandel in der Arktis (Anne-Frank-Schule, Bargteheide)&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.hamburg.de/resource/blob/756356/b6899ca6aac7e0e5c20ec9fa8a11e439/2008-eis-und-klima-data.pdf Warum ist das Eis so wichtig für das Klima?] Über Eisschilde, Meereis und Gletscher (Anne-Frank-Schule, Bargteheide)&lt;br /&gt;
				&amp;lt;/div&amp;gt;  &lt;br /&gt;
			&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
		&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzangaben ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Prozess=Änderungen der Kryosphäre&lt;br /&gt;
|regionales Beispiel=Antarktischer Eisschild&lt;br /&gt;
|regionales Beispiel=Grönländischer Eisschild&lt;br /&gt;
|umfasst=Eisschilde&lt;br /&gt;
|umfasst=Gletscher im Klimawandel&lt;br /&gt;
|umfasst=Permafrost&lt;br /&gt;
|umfasst=Meereis&lt;br /&gt;
|umfasst=Schnee im Klimawandel&lt;br /&gt;
|verursacht=Meeresspiegeländerungen&lt;br /&gt;
|Vergangenheit=Eiszeitalter&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Albedo&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Eis-Albedo-Rückkopplung&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungshaushalt der Atmosphäre&lt;br /&gt;
|beeinflusst=atmosphärische Zirkulation&lt;br /&gt;
|Vergangenheit=Präkambrium#Proterozoikum&lt;br /&gt;
|Teil von=Klimasystem&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Kryosphäre, Antarktischer Eisschild, Grönländischer Eisschild, Gletscher, Permafrost, Meereis, Schnee (Kryosphäre), Meeresspiegeländerungen, Eiszeitalter, Albedo, Eis-Albedo-Rückkopplung, Strahlungshaushalt der Atmosphäre, atmosphärische Zirkulation, Präkambrium#Proterozoikum, Klimasystem&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimasystem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kryosphäre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sandra Burger</name></author>
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