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	<title>Klimawandel - Benutzerbeiträge [de-formal]</title>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Climate_Engineering&amp;diff=18319</id>
		<title>Climate Engineering</title>
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		<updated>2014-07-21T10:38:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinBehrens: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:CE Verfahren.jpg|thumb|520px|Ausgewählte Verfahren des Climate Engineering im Überblick]]&lt;br /&gt;
Die Auswirkungen des anthropogen verursachten [[Klimawandel]]s stellen uns vor immer größere Probleme. Um diesen zu begegnen, werden neben Maßnahmen zur Reduktion von [[Treibhausgase]]n auch vermehrt Climate Engineering-Ideen, d.h. Eingriffe in das [[Klimasystem]], diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zwei verschiedene Grundideen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Climate Engineering bezeichnet gezielte großskalige technische Maßnahmen, um unser Klimasystem zu beeinflussen. Dabei wird zwischen zwei grundsätzlichen Ansätzen unterschieden:&lt;br /&gt;
* Technologien zur Bekämpfung der Hauptursache des anthropogenen Klimawandels bezeichnet man als Carbon Dioxide Removal (CDR), da die [[Kohlendioxid-Konzentration|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration]] in der Atmosphäre aktiv verringert werden soll. Durch biologische, chemische oder physikalische Prozesse würde CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; der [[Atmosphäre im Klimasystem|Atmosphäre]] entzogen und durch den [[Ozean im Klimasystem|Ozean]] oder die [[Biosphäre im Klimasystem|terrestrische Biosphäre]] aufgenommen bzw. direkt geologisch gespeichert werden.&lt;br /&gt;
* Technologien zur Verringerung der [[Strahlung]] in der Atmosphäre werden Radiation Management (RM) genannt, da sie eine Veränderung der [[Strahlungshaushalt_der_Atmosphäre#Die_Strahlungsbilanz|Strahlungsbilanz]] bewirken sollen und damit die Temperatur direkt beeinflussen können. Hier gibt es Ideen zur Verringerung der kurzwelligen [[Sonneneinstrahlung und Klimaänderungen|Sonneneinstrahlung]] auf die Erdoberfläche bzw. zu deren erhöhter Reflektion und Vorschläge, die langwellige thermische Abstrahlung ins Weltall zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Debatte zu Climate Engineering ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschung über Climate Engineering befindet sich zwar noch in einem frühen Stadium, allerdings werden schon konkrete Technologien entwickelt. Zur Zeit beschränkt sich die Debatte weitgehend auf einen kleinen Kreis überwiegend akademischer Teilnehmer, Unternehmen der freien Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Politikern. In der Öffentlichkeit ist Climate Engineering bisher kaum bekannt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Da schon Feldversuche zu Climate Engineering weltweite Auswirkungen haben könnten, beschränkt sich die Diskussion nicht nur auf naturwissenschaftliche und technische Informationen, sondern beinhaltet auch die geschichtliche Entwicklung von Climate Engineering, wirtschaftliche Aspekte, politische Implikationen, ethische Ansichten (Verantwortung für zukünftige Generationen) und internationale gesetzliche Regulierungen zur Erforschung und möglichen Einsetzung von Climate Engineering.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zugunsten des Einsatzes bzw. der Einsatzbereitschaft werden drei Argumente angeführt: CE-Technologien seien effizienter als die herkömmliche Emissionskontrolle; ohne sie ließen sich ambitionierte [[2-Grad-Ziel|Klimaziele]] nicht erreichen; und sie seien als Notfalloption erforderlich, sollte es zu dem in der UNFCCC beschriebenen katastrophalen Klimawandel kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen den Einsatz sprechen neben Bedenken an der Wirksamkeit und möglicherweise mangelnden ökonomischen Effizienz solcher Technologien auch risikoethische, gerechtigkeitstheoretische sowie eine Reihe weiterer grundsätzlicher (z. B. religiöser) Argumente. Nebenfolgen der Forschung und ethische Prinzipien (wie das Verursacherprinzip) werden als Einwände gegen CE-Forschung geltend gemacht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.kiel-earth-institute.de/sondierungsstudie-climate-engineering.html Sondierungsstudie Climate Engineering] Gesamtstudie im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und Einzelstudien zu verschiedenen Themen&lt;br /&gt;
* [http://spp-climate-engineering.de/ Schwerpunktprogramm (SPP) 1689 der Deutschen Forschungsgemeinschaft] Forschung zur Bewertung von Climate Engineering&lt;br /&gt;
* [http://www.climate-engineering.eu/ News-Portal zu Climate Engineering]&lt;br /&gt;
* [http://www.youblisher.com/p/936626-Modellierung-in-der-Climate-Engineering-Forschung/ Modellierung in der Climate Engineering Forschung] Online-Broschüre mit mehreren Artikeln zu Erdsystemmodellen, die für Climate Engineering-Modellierungen benutzt werden. Oder als pdf-download auf [http://spp-climate-engineering.de/modellierung.html Climate Engineering - Risks, Challenges, Opportunities? - Modellierung in der Climate Engineering-Forschung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt_CE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Klimawandel, Klimasystem, Technologien&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climate Engineering]]&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|umfasst=Modifikation mariner Schichtwolken&lt;br /&gt;
|umfasst=Ozeandüngung&lt;br /&gt;
|umfasst=Kohlendioxidentzug durch Aufforstung&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinBehrens</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Erdsystemmodelle&amp;diff=18318</id>
		<title>Erdsystemmodelle</title>
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		<updated>2014-07-21T10:35:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinBehrens: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:ErdsystemModell.jpg|thumb|500px|Abb. 1: Konzept eines Erdsystemmodells mit Berücksichtigung der Anthroposphäre]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Atmosphäre-Ozean- und Erdsystemmodelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum vierten Sachstandsbericht des Weltklimarates [[IPCC]] von 2007 waren [[Globale Zirkulationsmodelle|Atmosphäre-Ozean-Modelle]] die Standardmodelle. Sie werden auch weiterhin intensiv genutzt. Sie bestehen im Wesentlichen aus Wechselwirkungen von [[Atmosphäre im Klimasystem|Atmosphäre]], [[Ozean im Klimasystem|Ozean]], [[Biosphäre im Klimasystem|Landoberfläche]] und [[Meereis]], die das physikalische [[Klimasystem]] ausmachen. Ihre primäre Funktion ist es, die Dynamik der physikalischen Komponenten des Klimasystems (Atmosphäre, Ozean, Land und Meereis) zu verstehen und auf der Basis künftiger [[Treibhausgase|Treibhausgas]]- und [[Aerosole|Aerosolantriebe]] [[Klimaprojektionen|Projektionen der Zukunft]] zu simulieren.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2013): Climate Change 2013, Working Group I: The Science of Climate Change, 9.1.2.1&amp;lt;/ref&amp;gt;  Für den aktuellen Bericht des IPCC von 2013 repräsentieren dagegen primär Erdsystemmodelle den Stand der Entwicklung, die neben den physikalischen Prozessen auch verschiedene biogeochemische Kreisläufe beinhalten, die mit dem physischen System interagieren. Dazu gehören vor allem der [[Kohlenstoffkreislauf]], der [[Sulfataerosole|Sulfat]]- und [[Ozon]]-Kreislauf und die [[Biosphäre im Klimasystem|Vegetation]]. Zwar werden [[Kohlendioxid]], Aerosole, Ozon und Vegetation auch in den gekoppelten Atmosphäre-Ozean-Modellen berücksichtig, aber ohne interaktive Rückkopplungen mit dem physikalischen Klimasystem. Gerade die Einbeziehung dieser Rückkopplungen in die Klimasimulation macht den Unterschied zwischen einem physikalischen Klimamodell und einem Erdsystemmodell aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Flato 2011&amp;quot;&amp;gt;Flato, G. (2011): Earth system models: an overview, WIREs Climate Change 2, 783–800. doi: 10.1002/wcc.148&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
[[Bild:ESM Komponenten.jpg|thumb|320px|Abb. 2: Erdsystemmodell mit integriertem, interaktivem Kohlenstoff-Kreislauf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interaktiver Kohlenstoff-Kreislauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelegentlich wird wie in Abb. 1 auch die Anthroposphäre als Teil eines Erdsystemmodells betrachtet. Der aktuelle Gebrauch des Begriffs orientiert sich jedoch an der tatsächlichen Modellentwicklung und beschränkt sich gegenwärtig auf die interaktive Einbeziehung der biogeochemischen Kreisläufe. Warum schon darin ein wichtiger Fortschritt in der Modellentwicklung liegt, zeigt das Beispiel [[Kohlendioxid]] (Abb. 2). In früheren Modellen wurde das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; hauptsächlich als externer Antrieb für Klimaänderungen berücksichtigt. Das durch menschliche Tätigkeiten emittierte Kohlendioxid geht in der Natur jedoch in einen Kreislauf  ein, der auf das physikalische Klimasystem zurückwirkt. [[Kohlenstoff im Ozean|Ozean]] und [[Terrestrischer Kohlenstoffkreislauf|Landvegetation]] spielen dabei eine zentrale Rolle, indem sie etwa die Hälfte des anthropogenen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; als Netto-Senken aus der Atmosphäre aufnehmen. Ihre Aufnahmekapazität verändert sich jedoch unter dem Einfluss des durch das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; hervorgerufenen Klimawandels. Das in der Atmosphäre verbleibende CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; erhöht die Temperatur der Atmosphäre und als Folge auch des Ozeans, verändert den Niederschlag und fördert die [[Photosynthese]] der Pflanzen, wodurch die Senken-Funktion von Landvegetation und Ozean erheblich beeinflusst wird. Ein wärmerer Ozean kann weniger CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; aufnehmen. D.h. mehr Kohlendioxid verbleibt in der Atmosphäre, die dadurch wärmer wird, was wiederum die Temperatur des Ozeans erhöht, der dadurch noch weniger Kohlendioxid aufnehmen kann usw.  – ein positiver Rückkopplungsprozess. Pflanzen werden durch mehr CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; in ihrem Wachstum zwar gefördert und können dadurch mehr Photosynthese betreiben. Gleichzeitig können verringerte Niederschläge in bestimmten Regionen der Erde das Pflanzenwachstum einschränken, wodurch weniger CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; aufgenommen wird. Und die höheren Temperaturen führen zu einer Verstärkung der Zersetzung von organischem Material und damit zu einer höheren CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Freisetzung. Diese Rückkopplungsmechanismen in ein Modell einzubeziehen und in Projektionen zur zukünftigen Klimaentwicklung zu integrieren macht die besondere Qualität von Erdsystemmodellen gegenüber früheren Ozean-Atmosphäre-Modellen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interaktive Vegetation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Beispiel des Kohlenstoff-Kreislaufs ist deutlich geworden, dass auch die [[Biosphäre im Klimasystem|Vegetation]] mit dem physikalischen Klimasystem interagiert. Erdsystemmodelle besitzen daher auch ein interaktives Vegetationsmodell.  Die Vegetation ist nicht  nur eine wichtige Kohlenstoffsenke, sie beeinflusst durch ihre [[Albedo]] auch direkt die Energiebilanz der Erdoberfläche und steuert den Austausch von Wasser mit der Atmosphäre sowie dessen Abfluss in Flüsse und Ströme. Veränderungen der Vegetationsdecke, z.B. eine nordwärts Verschiebung der [[Deforestation (hohe Breiten)|borealen Wälder]], hat daher wichtige biogeophysikalische Rückkopplungen  mit dem physikalischen Klimasystem zur Folge. Daher sind verschiedene dynamische globale Vegetationsmodelle entwickelt und  in Erdsysteme integriert worden. Auch die Wechselwirkung mit den durch den Klimawandel wahrscheinlich zunehmenden [[Waldbrände]]n mit dem Klimasystem wurden von Erdsystemmodellen berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zielsetzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel ist es, mit Erdsystemmodellen alle Wechselwirkungen wichtiger [[Biosphäre_im_Klimasystem#Biogeophysikalische_R.C3.BCckkopplungsprozesse|geophysikalischer]] und [[Biosphäre_im_Klimasystem#Biogeochemische_R.C3.BCckkopplungsprozesse|geochemischer Prozesse]] im Klimasystem modellieren zu können, unter Einbindung von Atmosphäre, Biosphäre, Hydrosphäre (die Ozeane und alle Gewässer), Kryosphäre (Eis und Schnee) und sogar der Anthroposphäre (die durch den Menschen bestimmten Aktivitäten und Veränderungen) mit ihren Treibhausgasemissionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angestrebt wird also die Entwicklung eines &amp;quot;System-Erde-Modells&amp;quot;, das möglichst alle Komponenten des Klimasystems einschließlich ihrer Rückkopplungen und der externen Störungen simuliert. Ein solches Erdsystemmodell, das enorm viel Rechenkapazität erfordert, könnte künftig auch die Rückwirkungen auf die menschliche Gesellschaft darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Klimanavigator: [http://www.klimanavigator.de/dossier/artikel/012808/index.php Komplexe Klimamodelle (GCMs)]&lt;br /&gt;
* [http://www.youblisher.com/p/936626-Modellierung-in-der-Climate-Engineering-Forschung/ Modellierung in der Climate Engineering Forschung] Broschüre mit mehreren Artikeln über Erdsystemmodellen als online-Publikation, oder als [http://www.spp-climate-engineering.de/modellierung.html pdf-download]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|Teil von=Klimamodelle&lt;br /&gt;
|Teil von=Klimaforschung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Erdsystemmodelle, Klimamodelle, Klimaforschung,  Klimaprojektionen&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaprojektionen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaforschung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinBehrens</name></author>
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		<title>Erdsystemmodelle</title>
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		<updated>2014-07-21T10:32:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinBehrens: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:ErdsystemModell.jpg|thumb|500px|Abb. 1: Konzept eines Erdsystemmodells mit Berücksichtigung der Anthroposphäre]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Atmosphäre-Ozean- und Erdsystemmodelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum vierten Sachstandsbericht des Weltklimarates [[IPCC]] von 2007 waren [[Globale Zirkulationsmodelle|Atmosphäre-Ozean-Modelle]] die Standardmodelle. Sie werden auch weiterhin intensiv genutzt. Sie bestehen im Wesentlichen aus Wechselwirkungen von [[Atmosphäre im Klimasystem|Atmosphäre]], [[Ozean im Klimasystem|Ozean]], [[Biosphäre im Klimasystem|Landoberfläche]] und [[Meereis]], die das physikalische [[Klimasystem]] ausmachen. Ihre primäre Funktion ist es, die Dynamik der physikalischen Komponenten des Klimasystems (Atmosphäre, Ozean, Land und Meereis) zu verstehen und auf der Basis künftiger [[Treibhausgase|Treibhausgas]]- und [[Aerosole|Aerosolantriebe]] [[Klimaprojektionen|Projektionen der Zukunft]] zu simulieren.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2013): Climate Change 2013, Working Group I: The Science of Climate Change, 9.1.2.1&amp;lt;/ref&amp;gt;  Für den aktuellen Bericht des IPCC von 2013 repräsentieren dagegen primär Erdsystemmodelle den Stand der Entwicklung, die neben den physikalischen Prozessen auch verschiedene biogeochemische Kreisläufe beinhalten, die mit dem physischen System interagieren. Dazu gehören vor allem der [[Kohlenstoffkreislauf]], der [[Sulfataerosole|Sulfat]]- und [[Ozon]]-Kreislauf und die [[Biosphäre im Klimasystem|Vegetation]]. Zwar werden [[Kohlendioxid]], Aerosole, Ozon und Vegetation auch in den gekoppelten Atmosphäre-Ozean-Modellen berücksichtig, aber ohne interaktive Rückkopplungen mit dem physikalischen Klimasystem. Gerade die Einbeziehung dieser Rückkopplungen in die Klimasimulation macht den Unterschied zwischen einem physikalischen Klimamodell und einem Erdsystemmodell aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Flato 2011&amp;quot;&amp;gt;Flato, G. (2011): Earth system models: an overview, WIREs Climate Change 2, 783–800. doi: 10.1002/wcc.148&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
[[Bild:ESM Komponenten.jpg|thumb|320px|Abb. 2: Erdsystemmodell mit integriertem, interaktivem Kohlenstoff-Kreislauf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interaktiver Kohlenstoff-Kreislauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelegentlich wird wie in Abb. 1 auch die Anthroposphäre als Teil eines Erdsystemmodells betrachtet. Der aktuelle Gebrauch des Begriffs orientiert sich jedoch an der tatsächlichen Modellentwicklung und beschränkt sich gegenwärtig auf die interaktive Einbeziehung der biogeochemischen Kreisläufe. Warum schon darin ein wichtiger Fortschritt in der Modellentwicklung liegt, zeigt das Beispiel [[Kohlendioxid]] (Abb. 2). In früheren Modellen wurde das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; hauptsächlich als externer Antrieb für Klimaänderungen berücksichtigt. Das durch menschliche Tätigkeiten emittierte Kohlendioxid geht in der Natur jedoch in einen Kreislauf  ein, der auf das physikalische Klimasystem zurückwirkt. [[Kohlenstoff im Ozean|Ozean]] und [[Terrestrischer Kohlenstoffkreislauf|Landvegetation]] spielen dabei eine zentrale Rolle, indem sie etwa die Hälfte des anthropogenen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; als Netto-Senken aus der Atmosphäre aufnehmen. Ihre Aufnahmekapazität verändert sich jedoch unter dem Einfluss des durch das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; hervorgerufenen Klimawandels. Das in der Atmosphäre verbleibende CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; erhöht die Temperatur der Atmosphäre und als Folge auch des Ozeans, verändert den Niederschlag und fördert die [[Photosynthese]] der Pflanzen, wodurch die Senken-Funktion von Landvegetation und Ozean erheblich beeinflusst wird. Ein wärmerer Ozean kann weniger CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; aufnehmen. D.h. mehr Kohlendioxid verbleibt in der Atmosphäre, die dadurch wärmer wird, was wiederum die Temperatur des Ozeans erhöht, der dadurch noch weniger Kohlendioxid aufnehmen kann usw.  – ein positiver Rückkopplungsprozess. Pflanzen werden durch mehr CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; in ihrem Wachstum zwar gefördert und können dadurch mehr Photosynthese betreiben. Gleichzeitig können verringerte Niederschläge in bestimmten Regionen der Erde das Pflanzenwachstum einschränken, wodurch weniger CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; aufgenommen wird. Und die höheren Temperaturen führen zu einer Verstärkung der Zersetzung von organischem Material und damit zu einer höheren CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Freisetzung. Diese Rückkopplungsmechanismen in ein Modell einzubeziehen und in Projektionen zur zukünftigen Klimaentwicklung zu integrieren macht die besondere Qualität von Erdsystemmodellen gegenüber früheren Ozean-Atmosphäre-Modellen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interaktive Vegetation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Beispiel des Kohlenstoff-Kreislaufs ist deutlich geworden, dass auch die [[Biosphäre im Klimasystem|Vegetation]] mit dem physikalischen Klimasystem interagiert. Erdsystemmodelle besitzen daher auch ein interaktives Vegetationsmodell.  Die Vegetation ist nicht  nur eine wichtige Kohlenstoffsenke, sie beeinflusst durch ihre [[Albedo]] auch direkt die Energiebilanz der Erdoberfläche und steuert den Austausch von Wasser mit der Atmosphäre sowie dessen Abfluss in Flüsse und Ströme. Veränderungen der Vegetationsdecke, z.B. eine nordwärts Verschiebung der [[Deforestation (hohe Breiten)|borealen Wälder]], hat daher wichtige biogeophysikalische Rückkopplungen  mit dem physikalischen Klimasystem zur Folge. Daher sind verschiedene dynamische globale Vegetationsmodelle entwickelt und  in Erdsysteme integriert worden. Auch die Wechselwirkung mit den durch den Klimawandel wahrscheinlich zunehmenden [[Waldbrände]]n mit dem Klimasystem wurden von Erdsystemmodellen berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zielsetzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel ist es, mit Erdsystemmodellen alle Wechselwirkungen wichtiger [[Biosphäre_im_Klimasystem#Biogeophysikalische_R.C3.BCckkopplungsprozesse|geophysikalischer]] und [[Biosphäre_im_Klimasystem#Biogeochemische_R.C3.BCckkopplungsprozesse|geochemischer Prozesse]] im Klimasystem modellieren zu können, unter Einbindung von Atmosphäre, Biosphäre, Hydrosphäre (die Ozeane und alle Gewässer), Kryosphäre (Eis und Schnee) und sogar der Anthroposphäre (die durch den Menschen bestimmten Aktivitäten und Veränderungen) mit ihren Treibhausgasemissionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angestrebt wird also die Entwicklung eines &amp;quot;System-Erde-Modells&amp;quot;, das möglichst alle Komponenten des Klimasystems einschließlich ihrer Rückkopplungen und der externen Störungen simuliert. Ein solches Erdsystemmodell, das enorm viel Rechenkapazität erfordert, könnte künftig auch die Rückwirkungen auf die menschliche Gesellschaft darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Klimanavigator: [http://www.klimanavigator.de/dossier/artikel/012808/index.php Komplexe Klimamodelle (GCMs)]&lt;br /&gt;
* [http://www.youblisher.com/p/936626-Modellierung-in-der-Climate-Engineering-Forschung/ Modellierung in der Climate Engineering Forschung] Broschüre mit mehreren Artikeln über Erdsystemmodellen als online-Publikation, oder als [http://www.spp-climate-engineering.de/modellierung.html/ pdf-download]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|Teil von=Klimamodelle&lt;br /&gt;
|Teil von=Klimaforschung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Erdsystemmodelle, Klimamodelle, Klimaforschung,  Klimaprojektionen&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaprojektionen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaforschung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinBehrens</name></author>
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		<title>Erdsystemmodelle</title>
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		<updated>2014-07-21T10:31:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinBehrens: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:ErdsystemModell.jpg|thumb|500px|Abb. 1: Konzept eines Erdsystemmodells mit Berücksichtigung der Anthroposphäre]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Atmosphäre-Ozean- und Erdsystemmodelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum vierten Sachstandsbericht des Weltklimarates [[IPCC]] von 2007 waren [[Globale Zirkulationsmodelle|Atmosphäre-Ozean-Modelle]] die Standardmodelle. Sie werden auch weiterhin intensiv genutzt. Sie bestehen im Wesentlichen aus Wechselwirkungen von [[Atmosphäre im Klimasystem|Atmosphäre]], [[Ozean im Klimasystem|Ozean]], [[Biosphäre im Klimasystem|Landoberfläche]] und [[Meereis]], die das physikalische [[Klimasystem]] ausmachen. Ihre primäre Funktion ist es, die Dynamik der physikalischen Komponenten des Klimasystems (Atmosphäre, Ozean, Land und Meereis) zu verstehen und auf der Basis künftiger [[Treibhausgase|Treibhausgas]]- und [[Aerosole|Aerosolantriebe]] [[Klimaprojektionen|Projektionen der Zukunft]] zu simulieren.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2013): Climate Change 2013, Working Group I: The Science of Climate Change, 9.1.2.1&amp;lt;/ref&amp;gt;  Für den aktuellen Bericht des IPCC von 2013 repräsentieren dagegen primär Erdsystemmodelle den Stand der Entwicklung, die neben den physikalischen Prozessen auch verschiedene biogeochemische Kreisläufe beinhalten, die mit dem physischen System interagieren. Dazu gehören vor allem der [[Kohlenstoffkreislauf]], der [[Sulfataerosole|Sulfat]]- und [[Ozon]]-Kreislauf und die [[Biosphäre im Klimasystem|Vegetation]]. Zwar werden [[Kohlendioxid]], Aerosole, Ozon und Vegetation auch in den gekoppelten Atmosphäre-Ozean-Modellen berücksichtig, aber ohne interaktive Rückkopplungen mit dem physikalischen Klimasystem. Gerade die Einbeziehung dieser Rückkopplungen in die Klimasimulation macht den Unterschied zwischen einem physikalischen Klimamodell und einem Erdsystemmodell aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Flato 2011&amp;quot;&amp;gt;Flato, G. (2011): Earth system models: an overview, WIREs Climate Change 2, 783–800. doi: 10.1002/wcc.148&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
[[Bild:ESM Komponenten.jpg|thumb|320px|Abb. 2: Erdsystemmodell mit integriertem, interaktivem Kohlenstoff-Kreislauf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interaktiver Kohlenstoff-Kreislauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelegentlich wird wie in Abb. 1 auch die Anthroposphäre als Teil eines Erdsystemmodells betrachtet. Der aktuelle Gebrauch des Begriffs orientiert sich jedoch an der tatsächlichen Modellentwicklung und beschränkt sich gegenwärtig auf die interaktive Einbeziehung der biogeochemischen Kreisläufe. Warum schon darin ein wichtiger Fortschritt in der Modellentwicklung liegt, zeigt das Beispiel [[Kohlendioxid]] (Abb. 2). In früheren Modellen wurde das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; hauptsächlich als externer Antrieb für Klimaänderungen berücksichtigt. Das durch menschliche Tätigkeiten emittierte Kohlendioxid geht in der Natur jedoch in einen Kreislauf  ein, der auf das physikalische Klimasystem zurückwirkt. [[Kohlenstoff im Ozean|Ozean]] und [[Terrestrischer Kohlenstoffkreislauf|Landvegetation]] spielen dabei eine zentrale Rolle, indem sie etwa die Hälfte des anthropogenen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; als Netto-Senken aus der Atmosphäre aufnehmen. Ihre Aufnahmekapazität verändert sich jedoch unter dem Einfluss des durch das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; hervorgerufenen Klimawandels. Das in der Atmosphäre verbleibende CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; erhöht die Temperatur der Atmosphäre und als Folge auch des Ozeans, verändert den Niederschlag und fördert die [[Photosynthese]] der Pflanzen, wodurch die Senken-Funktion von Landvegetation und Ozean erheblich beeinflusst wird. Ein wärmerer Ozean kann weniger CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; aufnehmen. D.h. mehr Kohlendioxid verbleibt in der Atmosphäre, die dadurch wärmer wird, was wiederum die Temperatur des Ozeans erhöht, der dadurch noch weniger Kohlendioxid aufnehmen kann usw.  – ein positiver Rückkopplungsprozess. Pflanzen werden durch mehr CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; in ihrem Wachstum zwar gefördert und können dadurch mehr Photosynthese betreiben. Gleichzeitig können verringerte Niederschläge in bestimmten Regionen der Erde das Pflanzenwachstum einschränken, wodurch weniger CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; aufgenommen wird. Und die höheren Temperaturen führen zu einer Verstärkung der Zersetzung von organischem Material und damit zu einer höheren CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Freisetzung. Diese Rückkopplungsmechanismen in ein Modell einzubeziehen und in Projektionen zur zukünftigen Klimaentwicklung zu integrieren macht die besondere Qualität von Erdsystemmodellen gegenüber früheren Ozean-Atmosphäre-Modellen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interaktive Vegetation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Beispiel des Kohlenstoff-Kreislaufs ist deutlich geworden, dass auch die [[Biosphäre im Klimasystem|Vegetation]] mit dem physikalischen Klimasystem interagiert. Erdsystemmodelle besitzen daher auch ein interaktives Vegetationsmodell.  Die Vegetation ist nicht  nur eine wichtige Kohlenstoffsenke, sie beeinflusst durch ihre [[Albedo]] auch direkt die Energiebilanz der Erdoberfläche und steuert den Austausch von Wasser mit der Atmosphäre sowie dessen Abfluss in Flüsse und Ströme. Veränderungen der Vegetationsdecke, z.B. eine nordwärts Verschiebung der [[Deforestation (hohe Breiten)|borealen Wälder]], hat daher wichtige biogeophysikalische Rückkopplungen  mit dem physikalischen Klimasystem zur Folge. Daher sind verschiedene dynamische globale Vegetationsmodelle entwickelt und  in Erdsysteme integriert worden. Auch die Wechselwirkung mit den durch den Klimawandel wahrscheinlich zunehmenden [[Waldbrände]]n mit dem Klimasystem wurden von Erdsystemmodellen berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zielsetzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel ist es, mit Erdsystemmodellen alle Wechselwirkungen wichtiger [[Biosphäre_im_Klimasystem#Biogeophysikalische_R.C3.BCckkopplungsprozesse|geophysikalischer]] und [[Biosphäre_im_Klimasystem#Biogeochemische_R.C3.BCckkopplungsprozesse|geochemischer Prozesse]] im Klimasystem modellieren zu können, unter Einbindung von Atmosphäre, Biosphäre, Hydrosphäre (die Ozeane und alle Gewässer), Kryosphäre (Eis und Schnee) und sogar der Anthroposphäre (die durch den Menschen bestimmten Aktivitäten und Veränderungen) mit ihren Treibhausgasemissionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angestrebt wird also die Entwicklung eines &amp;quot;System-Erde-Modells&amp;quot;, das möglichst alle Komponenten des Klimasystems einschließlich ihrer Rückkopplungen und der externen Störungen simuliert. Ein solches Erdsystemmodell, das enorm viel Rechenkapazität erfordert, könnte künftig auch die Rückwirkungen auf die menschliche Gesellschaft darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Klimanavigator: [http://www.klimanavigator.de/dossier/artikel/012808/index.php Komplexe Klimamodelle (GCMs)]&lt;br /&gt;
* [http://www.youblisher.com/p/936626-Modellierung-in-der-Climate-Engineering-Forschung/ Modellierung in der Climate Engineering Forschung] Broschüre mit mehreren Artikeln über Erdsystemmodellen als online-Publikation, oder als pdf-download: [http://www.spp-climate-engineering.de/modellierung.html/ Modellierung in der Climate Engineering-Forschung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|Teil von=Klimamodelle&lt;br /&gt;
|Teil von=Klimaforschung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Erdsystemmodelle, Klimamodelle, Klimaforschung,  Klimaprojektionen&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaprojektionen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaforschung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinBehrens</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Erdsystemmodelle&amp;diff=18315</id>
		<title>Erdsystemmodelle</title>
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		<updated>2014-07-21T10:28:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinBehrens: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:ErdsystemModell.jpg|thumb|500px|Abb. 1: Konzept eines Erdsystemmodells mit Berücksichtigung der Anthroposphäre]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Atmosphäre-Ozean- und Erdsystemmodelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum vierten Sachstandsbericht des Weltklimarates [[IPCC]] von 2007 waren [[Globale Zirkulationsmodelle|Atmosphäre-Ozean-Modelle]] die Standardmodelle. Sie werden auch weiterhin intensiv genutzt. Sie bestehen im Wesentlichen aus Wechselwirkungen von [[Atmosphäre im Klimasystem|Atmosphäre]], [[Ozean im Klimasystem|Ozean]], [[Biosphäre im Klimasystem|Landoberfläche]] und [[Meereis]], die das physikalische [[Klimasystem]] ausmachen. Ihre primäre Funktion ist es, die Dynamik der physikalischen Komponenten des Klimasystems (Atmosphäre, Ozean, Land und Meereis) zu verstehen und auf der Basis künftiger [[Treibhausgase|Treibhausgas]]- und [[Aerosole|Aerosolantriebe]] [[Klimaprojektionen|Projektionen der Zukunft]] zu simulieren.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2013): Climate Change 2013, Working Group I: The Science of Climate Change, 9.1.2.1&amp;lt;/ref&amp;gt;  Für den aktuellen Bericht des IPCC von 2013 repräsentieren dagegen primär Erdsystemmodelle den Stand der Entwicklung, die neben den physikalischen Prozessen auch verschiedene biogeochemische Kreisläufe beinhalten, die mit dem physischen System interagieren. Dazu gehören vor allem der [[Kohlenstoffkreislauf]], der [[Sulfataerosole|Sulfat]]- und [[Ozon]]-Kreislauf und die [[Biosphäre im Klimasystem|Vegetation]]. Zwar werden [[Kohlendioxid]], Aerosole, Ozon und Vegetation auch in den gekoppelten Atmosphäre-Ozean-Modellen berücksichtig, aber ohne interaktive Rückkopplungen mit dem physikalischen Klimasystem. Gerade die Einbeziehung dieser Rückkopplungen in die Klimasimulation macht den Unterschied zwischen einem physikalischen Klimamodell und einem Erdsystemmodell aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Flato 2011&amp;quot;&amp;gt;Flato, G. (2011): Earth system models: an overview, WIREs Climate Change 2, 783–800. doi: 10.1002/wcc.148&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
[[Bild:ESM Komponenten.jpg|thumb|320px|Abb. 2: Erdsystemmodell mit integriertem, interaktivem Kohlenstoff-Kreislauf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interaktiver Kohlenstoff-Kreislauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelegentlich wird wie in Abb. 1 auch die Anthroposphäre als Teil eines Erdsystemmodells betrachtet. Der aktuelle Gebrauch des Begriffs orientiert sich jedoch an der tatsächlichen Modellentwicklung und beschränkt sich gegenwärtig auf die interaktive Einbeziehung der biogeochemischen Kreisläufe. Warum schon darin ein wichtiger Fortschritt in der Modellentwicklung liegt, zeigt das Beispiel [[Kohlendioxid]] (Abb. 2). In früheren Modellen wurde das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; hauptsächlich als externer Antrieb für Klimaänderungen berücksichtigt. Das durch menschliche Tätigkeiten emittierte Kohlendioxid geht in der Natur jedoch in einen Kreislauf  ein, der auf das physikalische Klimasystem zurückwirkt. [[Kohlenstoff im Ozean|Ozean]] und [[Terrestrischer Kohlenstoffkreislauf|Landvegetation]] spielen dabei eine zentrale Rolle, indem sie etwa die Hälfte des anthropogenen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; als Netto-Senken aus der Atmosphäre aufnehmen. Ihre Aufnahmekapazität verändert sich jedoch unter dem Einfluss des durch das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; hervorgerufenen Klimawandels. Das in der Atmosphäre verbleibende CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; erhöht die Temperatur der Atmosphäre und als Folge auch des Ozeans, verändert den Niederschlag und fördert die [[Photosynthese]] der Pflanzen, wodurch die Senken-Funktion von Landvegetation und Ozean erheblich beeinflusst wird. Ein wärmerer Ozean kann weniger CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; aufnehmen. D.h. mehr Kohlendioxid verbleibt in der Atmosphäre, die dadurch wärmer wird, was wiederum die Temperatur des Ozeans erhöht, der dadurch noch weniger Kohlendioxid aufnehmen kann usw.  – ein positiver Rückkopplungsprozess. Pflanzen werden durch mehr CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; in ihrem Wachstum zwar gefördert und können dadurch mehr Photosynthese betreiben. Gleichzeitig können verringerte Niederschläge in bestimmten Regionen der Erde das Pflanzenwachstum einschränken, wodurch weniger CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; aufgenommen wird. Und die höheren Temperaturen führen zu einer Verstärkung der Zersetzung von organischem Material und damit zu einer höheren CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Freisetzung. Diese Rückkopplungsmechanismen in ein Modell einzubeziehen und in Projektionen zur zukünftigen Klimaentwicklung zu integrieren macht die besondere Qualität von Erdsystemmodellen gegenüber früheren Ozean-Atmosphäre-Modellen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interaktive Vegetation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Beispiel des Kohlenstoff-Kreislaufs ist deutlich geworden, dass auch die [[Biosphäre im Klimasystem|Vegetation]] mit dem physikalischen Klimasystem interagiert. Erdsystemmodelle besitzen daher auch ein interaktives Vegetationsmodell.  Die Vegetation ist nicht  nur eine wichtige Kohlenstoffsenke, sie beeinflusst durch ihre [[Albedo]] auch direkt die Energiebilanz der Erdoberfläche und steuert den Austausch von Wasser mit der Atmosphäre sowie dessen Abfluss in Flüsse und Ströme. Veränderungen der Vegetationsdecke, z.B. eine nordwärts Verschiebung der [[Deforestation (hohe Breiten)|borealen Wälder]], hat daher wichtige biogeophysikalische Rückkopplungen  mit dem physikalischen Klimasystem zur Folge. Daher sind verschiedene dynamische globale Vegetationsmodelle entwickelt und  in Erdsysteme integriert worden. Auch die Wechselwirkung mit den durch den Klimawandel wahrscheinlich zunehmenden [[Waldbrände]]n mit dem Klimasystem wurden von Erdsystemmodellen berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zielsetzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel ist es, mit Erdsystemmodellen alle Wechselwirkungen wichtiger [[Biosphäre_im_Klimasystem#Biogeophysikalische_R.C3.BCckkopplungsprozesse|geophysikalischer]] und [[Biosphäre_im_Klimasystem#Biogeochemische_R.C3.BCckkopplungsprozesse|geochemischer Prozesse]] im Klimasystem modellieren zu können, unter Einbindung von Atmosphäre, Biosphäre, Hydrosphäre (die Ozeane und alle Gewässer), Kryosphäre (Eis und Schnee) und sogar der Anthroposphäre (die durch den Menschen bestimmten Aktivitäten und Veränderungen) mit ihren Treibhausgasemissionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angestrebt wird also die Entwicklung eines &amp;quot;System-Erde-Modells&amp;quot;, das möglichst alle Komponenten des Klimasystems einschließlich ihrer Rückkopplungen und der externen Störungen simuliert. Ein solches Erdsystemmodell, das enorm viel Rechenkapazität erfordert, könnte künftig auch die Rückwirkungen auf die menschliche Gesellschaft darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Klimanavigator: [http://www.klimanavigator.de/dossier/artikel/012808/index.php Komplexe Klimamodelle (GCMs)]&lt;br /&gt;
* [http://www.youblisher.com/p/936626-Modellierung-in-der-Climate-Engineering-Forschung/ Modellierung in der Climate Engineering Forschung] Broschüre mit mehreren Artikeln über Erdsystemmodellen als online-Publikation, oder als pdf-download: [http://www.spp-climate-engineering.de/modellierung/ Modellierung in der Climate Engineering-Forschung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|Teil von=Klimamodelle&lt;br /&gt;
|Teil von=Klimaforschung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Erdsystemmodelle, Klimamodelle, Klimaforschung,  Klimaprojektionen&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaprojektionen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaforschung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinBehrens</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Erdsystemmodelle&amp;diff=18314</id>
		<title>Erdsystemmodelle</title>
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		<updated>2014-07-21T10:28:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinBehrens: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:ErdsystemModell.jpg|thumb|500px|Abb. 1: Konzept eines Erdsystemmodells mit Berücksichtigung der Anthroposphäre]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Atmosphäre-Ozean- und Erdsystemmodelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum vierten Sachstandsbericht des Weltklimarates [[IPCC]] von 2007 waren [[Globale Zirkulationsmodelle|Atmosphäre-Ozean-Modelle]] die Standardmodelle. Sie werden auch weiterhin intensiv genutzt. Sie bestehen im Wesentlichen aus Wechselwirkungen von [[Atmosphäre im Klimasystem|Atmosphäre]], [[Ozean im Klimasystem|Ozean]], [[Biosphäre im Klimasystem|Landoberfläche]] und [[Meereis]], die das physikalische [[Klimasystem]] ausmachen. Ihre primäre Funktion ist es, die Dynamik der physikalischen Komponenten des Klimasystems (Atmosphäre, Ozean, Land und Meereis) zu verstehen und auf der Basis künftiger [[Treibhausgase|Treibhausgas]]- und [[Aerosole|Aerosolantriebe]] [[Klimaprojektionen|Projektionen der Zukunft]] zu simulieren.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2013): Climate Change 2013, Working Group I: The Science of Climate Change, 9.1.2.1&amp;lt;/ref&amp;gt;  Für den aktuellen Bericht des IPCC von 2013 repräsentieren dagegen primär Erdsystemmodelle den Stand der Entwicklung, die neben den physikalischen Prozessen auch verschiedene biogeochemische Kreisläufe beinhalten, die mit dem physischen System interagieren. Dazu gehören vor allem der [[Kohlenstoffkreislauf]], der [[Sulfataerosole|Sulfat]]- und [[Ozon]]-Kreislauf und die [[Biosphäre im Klimasystem|Vegetation]]. Zwar werden [[Kohlendioxid]], Aerosole, Ozon und Vegetation auch in den gekoppelten Atmosphäre-Ozean-Modellen berücksichtig, aber ohne interaktive Rückkopplungen mit dem physikalischen Klimasystem. Gerade die Einbeziehung dieser Rückkopplungen in die Klimasimulation macht den Unterschied zwischen einem physikalischen Klimamodell und einem Erdsystemmodell aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Flato 2011&amp;quot;&amp;gt;Flato, G. (2011): Earth system models: an overview, WIREs Climate Change 2, 783–800. doi: 10.1002/wcc.148&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
[[Bild:ESM Komponenten.jpg|thumb|320px|Abb. 2: Erdsystemmodell mit integriertem, interaktivem Kohlenstoff-Kreislauf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interaktiver Kohlenstoff-Kreislauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelegentlich wird wie in Abb. 1 auch die Anthroposphäre als Teil eines Erdsystemmodells betrachtet. Der aktuelle Gebrauch des Begriffs orientiert sich jedoch an der tatsächlichen Modellentwicklung und beschränkt sich gegenwärtig auf die interaktive Einbeziehung der biogeochemischen Kreisläufe. Warum schon darin ein wichtiger Fortschritt in der Modellentwicklung liegt, zeigt das Beispiel [[Kohlendioxid]] (Abb. 2). In früheren Modellen wurde das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; hauptsächlich als externer Antrieb für Klimaänderungen berücksichtigt. Das durch menschliche Tätigkeiten emittierte Kohlendioxid geht in der Natur jedoch in einen Kreislauf  ein, der auf das physikalische Klimasystem zurückwirkt. [[Kohlenstoff im Ozean|Ozean]] und [[Terrestrischer Kohlenstoffkreislauf|Landvegetation]] spielen dabei eine zentrale Rolle, indem sie etwa die Hälfte des anthropogenen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; als Netto-Senken aus der Atmosphäre aufnehmen. Ihre Aufnahmekapazität verändert sich jedoch unter dem Einfluss des durch das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; hervorgerufenen Klimawandels. Das in der Atmosphäre verbleibende CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; erhöht die Temperatur der Atmosphäre und als Folge auch des Ozeans, verändert den Niederschlag und fördert die [[Photosynthese]] der Pflanzen, wodurch die Senken-Funktion von Landvegetation und Ozean erheblich beeinflusst wird. Ein wärmerer Ozean kann weniger CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; aufnehmen. D.h. mehr Kohlendioxid verbleibt in der Atmosphäre, die dadurch wärmer wird, was wiederum die Temperatur des Ozeans erhöht, der dadurch noch weniger Kohlendioxid aufnehmen kann usw.  – ein positiver Rückkopplungsprozess. Pflanzen werden durch mehr CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; in ihrem Wachstum zwar gefördert und können dadurch mehr Photosynthese betreiben. Gleichzeitig können verringerte Niederschläge in bestimmten Regionen der Erde das Pflanzenwachstum einschränken, wodurch weniger CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; aufgenommen wird. Und die höheren Temperaturen führen zu einer Verstärkung der Zersetzung von organischem Material und damit zu einer höheren CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Freisetzung. Diese Rückkopplungsmechanismen in ein Modell einzubeziehen und in Projektionen zur zukünftigen Klimaentwicklung zu integrieren macht die besondere Qualität von Erdsystemmodellen gegenüber früheren Ozean-Atmosphäre-Modellen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interaktive Vegetation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Beispiel des Kohlenstoff-Kreislaufs ist deutlich geworden, dass auch die [[Biosphäre im Klimasystem|Vegetation]] mit dem physikalischen Klimasystem interagiert. Erdsystemmodelle besitzen daher auch ein interaktives Vegetationsmodell.  Die Vegetation ist nicht  nur eine wichtige Kohlenstoffsenke, sie beeinflusst durch ihre [[Albedo]] auch direkt die Energiebilanz der Erdoberfläche und steuert den Austausch von Wasser mit der Atmosphäre sowie dessen Abfluss in Flüsse und Ströme. Veränderungen der Vegetationsdecke, z.B. eine nordwärts Verschiebung der [[Deforestation (hohe Breiten)|borealen Wälder]], hat daher wichtige biogeophysikalische Rückkopplungen  mit dem physikalischen Klimasystem zur Folge. Daher sind verschiedene dynamische globale Vegetationsmodelle entwickelt und  in Erdsysteme integriert worden. Auch die Wechselwirkung mit den durch den Klimawandel wahrscheinlich zunehmenden [[Waldbrände]]n mit dem Klimasystem wurden von Erdsystemmodellen berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zielsetzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel ist es, mit Erdsystemmodellen alle Wechselwirkungen wichtiger [[Biosphäre_im_Klimasystem#Biogeophysikalische_R.C3.BCckkopplungsprozesse|geophysikalischer]] und [[Biosphäre_im_Klimasystem#Biogeochemische_R.C3.BCckkopplungsprozesse|geochemischer Prozesse]] im Klimasystem modellieren zu können, unter Einbindung von Atmosphäre, Biosphäre, Hydrosphäre (die Ozeane und alle Gewässer), Kryosphäre (Eis und Schnee) und sogar der Anthroposphäre (die durch den Menschen bestimmten Aktivitäten und Veränderungen) mit ihren Treibhausgasemissionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angestrebt wird also die Entwicklung eines &amp;quot;System-Erde-Modells&amp;quot;, das möglichst alle Komponenten des Klimasystems einschließlich ihrer Rückkopplungen und der externen Störungen simuliert. Ein solches Erdsystemmodell, das enorm viel Rechenkapazität erfordert, könnte künftig auch die Rückwirkungen auf die menschliche Gesellschaft darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Klimanavigator: [http://www.klimanavigator.de/dossier/artikel/012808/index.php Komplexe Klimamodelle (GCMs)]&lt;br /&gt;
* [http://www.youblisher.com/p/936626-Modellierung-in-der-Climate-Engineering-Forschung/ Modellierung in der Climate Engineering Forschung] Broschüre mit mehreren Artikeln über Erdsystemmodellen als online-Publikation, oder als pdf-download: [http://www.spp-climate-engineering.de/modellierung.html/ Modellierung in der Climate Engineering-Forschung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|Teil von=Klimamodelle&lt;br /&gt;
|Teil von=Klimaforschung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Erdsystemmodelle, Klimamodelle, Klimaforschung,  Klimaprojektionen&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaprojektionen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaforschung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinBehrens</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Erdsystemmodelle</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Erdsystemmodelle&amp;diff=18313"/>
		<updated>2014-07-21T10:27:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinBehrens: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:ErdsystemModell.jpg|thumb|500px|Abb. 1: Konzept eines Erdsystemmodells mit Berücksichtigung der Anthroposphäre]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Atmosphäre-Ozean- und Erdsystemmodelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum vierten Sachstandsbericht des Weltklimarates [[IPCC]] von 2007 waren [[Globale Zirkulationsmodelle|Atmosphäre-Ozean-Modelle]] die Standardmodelle. Sie werden auch weiterhin intensiv genutzt. Sie bestehen im Wesentlichen aus Wechselwirkungen von [[Atmosphäre im Klimasystem|Atmosphäre]], [[Ozean im Klimasystem|Ozean]], [[Biosphäre im Klimasystem|Landoberfläche]] und [[Meereis]], die das physikalische [[Klimasystem]] ausmachen. Ihre primäre Funktion ist es, die Dynamik der physikalischen Komponenten des Klimasystems (Atmosphäre, Ozean, Land und Meereis) zu verstehen und auf der Basis künftiger [[Treibhausgase|Treibhausgas]]- und [[Aerosole|Aerosolantriebe]] [[Klimaprojektionen|Projektionen der Zukunft]] zu simulieren.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2013): Climate Change 2013, Working Group I: The Science of Climate Change, 9.1.2.1&amp;lt;/ref&amp;gt;  Für den aktuellen Bericht des IPCC von 2013 repräsentieren dagegen primär Erdsystemmodelle den Stand der Entwicklung, die neben den physikalischen Prozessen auch verschiedene biogeochemische Kreisläufe beinhalten, die mit dem physischen System interagieren. Dazu gehören vor allem der [[Kohlenstoffkreislauf]], der [[Sulfataerosole|Sulfat]]- und [[Ozon]]-Kreislauf und die [[Biosphäre im Klimasystem|Vegetation]]. Zwar werden [[Kohlendioxid]], Aerosole, Ozon und Vegetation auch in den gekoppelten Atmosphäre-Ozean-Modellen berücksichtig, aber ohne interaktive Rückkopplungen mit dem physikalischen Klimasystem. Gerade die Einbeziehung dieser Rückkopplungen in die Klimasimulation macht den Unterschied zwischen einem physikalischen Klimamodell und einem Erdsystemmodell aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Flato 2011&amp;quot;&amp;gt;Flato, G. (2011): Earth system models: an overview, WIREs Climate Change 2, 783–800. doi: 10.1002/wcc.148&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
[[Bild:ESM Komponenten.jpg|thumb|320px|Abb. 2: Erdsystemmodell mit integriertem, interaktivem Kohlenstoff-Kreislauf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interaktiver Kohlenstoff-Kreislauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelegentlich wird wie in Abb. 1 auch die Anthroposphäre als Teil eines Erdsystemmodells betrachtet. Der aktuelle Gebrauch des Begriffs orientiert sich jedoch an der tatsächlichen Modellentwicklung und beschränkt sich gegenwärtig auf die interaktive Einbeziehung der biogeochemischen Kreisläufe. Warum schon darin ein wichtiger Fortschritt in der Modellentwicklung liegt, zeigt das Beispiel [[Kohlendioxid]] (Abb. 2). In früheren Modellen wurde das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; hauptsächlich als externer Antrieb für Klimaänderungen berücksichtigt. Das durch menschliche Tätigkeiten emittierte Kohlendioxid geht in der Natur jedoch in einen Kreislauf  ein, der auf das physikalische Klimasystem zurückwirkt. [[Kohlenstoff im Ozean|Ozean]] und [[Terrestrischer Kohlenstoffkreislauf|Landvegetation]] spielen dabei eine zentrale Rolle, indem sie etwa die Hälfte des anthropogenen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; als Netto-Senken aus der Atmosphäre aufnehmen. Ihre Aufnahmekapazität verändert sich jedoch unter dem Einfluss des durch das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; hervorgerufenen Klimawandels. Das in der Atmosphäre verbleibende CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; erhöht die Temperatur der Atmosphäre und als Folge auch des Ozeans, verändert den Niederschlag und fördert die [[Photosynthese]] der Pflanzen, wodurch die Senken-Funktion von Landvegetation und Ozean erheblich beeinflusst wird. Ein wärmerer Ozean kann weniger CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; aufnehmen. D.h. mehr Kohlendioxid verbleibt in der Atmosphäre, die dadurch wärmer wird, was wiederum die Temperatur des Ozeans erhöht, der dadurch noch weniger Kohlendioxid aufnehmen kann usw.  – ein positiver Rückkopplungsprozess. Pflanzen werden durch mehr CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; in ihrem Wachstum zwar gefördert und können dadurch mehr Photosynthese betreiben. Gleichzeitig können verringerte Niederschläge in bestimmten Regionen der Erde das Pflanzenwachstum einschränken, wodurch weniger CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; aufgenommen wird. Und die höheren Temperaturen führen zu einer Verstärkung der Zersetzung von organischem Material und damit zu einer höheren CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Freisetzung. Diese Rückkopplungsmechanismen in ein Modell einzubeziehen und in Projektionen zur zukünftigen Klimaentwicklung zu integrieren macht die besondere Qualität von Erdsystemmodellen gegenüber früheren Ozean-Atmosphäre-Modellen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interaktive Vegetation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Beispiel des Kohlenstoff-Kreislaufs ist deutlich geworden, dass auch die [[Biosphäre im Klimasystem|Vegetation]] mit dem physikalischen Klimasystem interagiert. Erdsystemmodelle besitzen daher auch ein interaktives Vegetationsmodell.  Die Vegetation ist nicht  nur eine wichtige Kohlenstoffsenke, sie beeinflusst durch ihre [[Albedo]] auch direkt die Energiebilanz der Erdoberfläche und steuert den Austausch von Wasser mit der Atmosphäre sowie dessen Abfluss in Flüsse und Ströme. Veränderungen der Vegetationsdecke, z.B. eine nordwärts Verschiebung der [[Deforestation (hohe Breiten)|borealen Wälder]], hat daher wichtige biogeophysikalische Rückkopplungen  mit dem physikalischen Klimasystem zur Folge. Daher sind verschiedene dynamische globale Vegetationsmodelle entwickelt und  in Erdsysteme integriert worden. Auch die Wechselwirkung mit den durch den Klimawandel wahrscheinlich zunehmenden [[Waldbrände]]n mit dem Klimasystem wurden von Erdsystemmodellen berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zielsetzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel ist es, mit Erdsystemmodellen alle Wechselwirkungen wichtiger [[Biosphäre_im_Klimasystem#Biogeophysikalische_R.C3.BCckkopplungsprozesse|geophysikalischer]] und [[Biosphäre_im_Klimasystem#Biogeochemische_R.C3.BCckkopplungsprozesse|geochemischer Prozesse]] im Klimasystem modellieren zu können, unter Einbindung von Atmosphäre, Biosphäre, Hydrosphäre (die Ozeane und alle Gewässer), Kryosphäre (Eis und Schnee) und sogar der Anthroposphäre (die durch den Menschen bestimmten Aktivitäten und Veränderungen) mit ihren Treibhausgasemissionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angestrebt wird also die Entwicklung eines &amp;quot;System-Erde-Modells&amp;quot;, das möglichst alle Komponenten des Klimasystems einschließlich ihrer Rückkopplungen und der externen Störungen simuliert. Ein solches Erdsystemmodell, das enorm viel Rechenkapazität erfordert, könnte künftig auch die Rückwirkungen auf die menschliche Gesellschaft darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Klimanavigator: [http://www.klimanavigator.de/dossier/artikel/012808/index.php Komplexe Klimamodelle (GCMs)]&lt;br /&gt;
* [http://www.youblisher.com/p/936626-Modellierung-in-der-Climate-Engineering-Forschung/ Modellierung in der Climate Engineering Forschung] Broschüre mit mehreren Artikeln über Erdsystemmodellen als online-Publikation. Oder als pdf-download: [http://www.spp-climate-engineering.de/modellierung.html/Modellierung in der Climate Engineering-Forschung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|Teil von=Klimamodelle&lt;br /&gt;
|Teil von=Klimaforschung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Erdsystemmodelle, Klimamodelle, Klimaforschung,  Klimaprojektionen&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaprojektionen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaforschung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinBehrens</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Erdsystemmodelle&amp;diff=18312</id>
		<title>Erdsystemmodelle</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Erdsystemmodelle&amp;diff=18312"/>
		<updated>2014-07-21T10:23:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinBehrens: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:ErdsystemModell.jpg|thumb|500px|Abb. 1: Konzept eines Erdsystemmodells mit Berücksichtigung der Anthroposphäre]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Atmosphäre-Ozean- und Erdsystemmodelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum vierten Sachstandsbericht des Weltklimarates [[IPCC]] von 2007 waren [[Globale Zirkulationsmodelle|Atmosphäre-Ozean-Modelle]] die Standardmodelle. Sie werden auch weiterhin intensiv genutzt. Sie bestehen im Wesentlichen aus Wechselwirkungen von [[Atmosphäre im Klimasystem|Atmosphäre]], [[Ozean im Klimasystem|Ozean]], [[Biosphäre im Klimasystem|Landoberfläche]] und [[Meereis]], die das physikalische [[Klimasystem]] ausmachen. Ihre primäre Funktion ist es, die Dynamik der physikalischen Komponenten des Klimasystems (Atmosphäre, Ozean, Land und Meereis) zu verstehen und auf der Basis künftiger [[Treibhausgase|Treibhausgas]]- und [[Aerosole|Aerosolantriebe]] [[Klimaprojektionen|Projektionen der Zukunft]] zu simulieren.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2013): Climate Change 2013, Working Group I: The Science of Climate Change, 9.1.2.1&amp;lt;/ref&amp;gt;  Für den aktuellen Bericht des IPCC von 2013 repräsentieren dagegen primär Erdsystemmodelle den Stand der Entwicklung, die neben den physikalischen Prozessen auch verschiedene biogeochemische Kreisläufe beinhalten, die mit dem physischen System interagieren. Dazu gehören vor allem der [[Kohlenstoffkreislauf]], der [[Sulfataerosole|Sulfat]]- und [[Ozon]]-Kreislauf und die [[Biosphäre im Klimasystem|Vegetation]]. Zwar werden [[Kohlendioxid]], Aerosole, Ozon und Vegetation auch in den gekoppelten Atmosphäre-Ozean-Modellen berücksichtig, aber ohne interaktive Rückkopplungen mit dem physikalischen Klimasystem. Gerade die Einbeziehung dieser Rückkopplungen in die Klimasimulation macht den Unterschied zwischen einem physikalischen Klimamodell und einem Erdsystemmodell aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Flato 2011&amp;quot;&amp;gt;Flato, G. (2011): Earth system models: an overview, WIREs Climate Change 2, 783–800. doi: 10.1002/wcc.148&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
[[Bild:ESM Komponenten.jpg|thumb|320px|Abb. 2: Erdsystemmodell mit integriertem, interaktivem Kohlenstoff-Kreislauf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interaktiver Kohlenstoff-Kreislauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelegentlich wird wie in Abb. 1 auch die Anthroposphäre als Teil eines Erdsystemmodells betrachtet. Der aktuelle Gebrauch des Begriffs orientiert sich jedoch an der tatsächlichen Modellentwicklung und beschränkt sich gegenwärtig auf die interaktive Einbeziehung der biogeochemischen Kreisläufe. Warum schon darin ein wichtiger Fortschritt in der Modellentwicklung liegt, zeigt das Beispiel [[Kohlendioxid]] (Abb. 2). In früheren Modellen wurde das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; hauptsächlich als externer Antrieb für Klimaänderungen berücksichtigt. Das durch menschliche Tätigkeiten emittierte Kohlendioxid geht in der Natur jedoch in einen Kreislauf  ein, der auf das physikalische Klimasystem zurückwirkt. [[Kohlenstoff im Ozean|Ozean]] und [[Terrestrischer Kohlenstoffkreislauf|Landvegetation]] spielen dabei eine zentrale Rolle, indem sie etwa die Hälfte des anthropogenen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; als Netto-Senken aus der Atmosphäre aufnehmen. Ihre Aufnahmekapazität verändert sich jedoch unter dem Einfluss des durch das CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; hervorgerufenen Klimawandels. Das in der Atmosphäre verbleibende CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; erhöht die Temperatur der Atmosphäre und als Folge auch des Ozeans, verändert den Niederschlag und fördert die [[Photosynthese]] der Pflanzen, wodurch die Senken-Funktion von Landvegetation und Ozean erheblich beeinflusst wird. Ein wärmerer Ozean kann weniger CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; aufnehmen. D.h. mehr Kohlendioxid verbleibt in der Atmosphäre, die dadurch wärmer wird, was wiederum die Temperatur des Ozeans erhöht, der dadurch noch weniger Kohlendioxid aufnehmen kann usw.  – ein positiver Rückkopplungsprozess. Pflanzen werden durch mehr CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; in ihrem Wachstum zwar gefördert und können dadurch mehr Photosynthese betreiben. Gleichzeitig können verringerte Niederschläge in bestimmten Regionen der Erde das Pflanzenwachstum einschränken, wodurch weniger CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; aufgenommen wird. Und die höheren Temperaturen führen zu einer Verstärkung der Zersetzung von organischem Material und damit zu einer höheren CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Freisetzung. Diese Rückkopplungsmechanismen in ein Modell einzubeziehen und in Projektionen zur zukünftigen Klimaentwicklung zu integrieren macht die besondere Qualität von Erdsystemmodellen gegenüber früheren Ozean-Atmosphäre-Modellen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interaktive Vegetation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Beispiel des Kohlenstoff-Kreislaufs ist deutlich geworden, dass auch die [[Biosphäre im Klimasystem|Vegetation]] mit dem physikalischen Klimasystem interagiert. Erdsystemmodelle besitzen daher auch ein interaktives Vegetationsmodell.  Die Vegetation ist nicht  nur eine wichtige Kohlenstoffsenke, sie beeinflusst durch ihre [[Albedo]] auch direkt die Energiebilanz der Erdoberfläche und steuert den Austausch von Wasser mit der Atmosphäre sowie dessen Abfluss in Flüsse und Ströme. Veränderungen der Vegetationsdecke, z.B. eine nordwärts Verschiebung der [[Deforestation (hohe Breiten)|borealen Wälder]], hat daher wichtige biogeophysikalische Rückkopplungen  mit dem physikalischen Klimasystem zur Folge. Daher sind verschiedene dynamische globale Vegetationsmodelle entwickelt und  in Erdsysteme integriert worden. Auch die Wechselwirkung mit den durch den Klimawandel wahrscheinlich zunehmenden [[Waldbrände]]n mit dem Klimasystem wurden von Erdsystemmodellen berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zielsetzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel ist es, mit Erdsystemmodellen alle Wechselwirkungen wichtiger [[Biosphäre_im_Klimasystem#Biogeophysikalische_R.C3.BCckkopplungsprozesse|geophysikalischer]] und [[Biosphäre_im_Klimasystem#Biogeochemische_R.C3.BCckkopplungsprozesse|geochemischer Prozesse]] im Klimasystem modellieren zu können, unter Einbindung von Atmosphäre, Biosphäre, Hydrosphäre (die Ozeane und alle Gewässer), Kryosphäre (Eis und Schnee) und sogar der Anthroposphäre (die durch den Menschen bestimmten Aktivitäten und Veränderungen) mit ihren Treibhausgasemissionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angestrebt wird also die Entwicklung eines &amp;quot;System-Erde-Modells&amp;quot;, das möglichst alle Komponenten des Klimasystems einschließlich ihrer Rückkopplungen und der externen Störungen simuliert. Ein solches Erdsystemmodell, das enorm viel Rechenkapazität erfordert, könnte künftig auch die Rückwirkungen auf die menschliche Gesellschaft darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Klimanavigator: [http://www.klimanavigator.de/dossier/artikel/012808/index.php Komplexe Klimamodelle (GCMs)]&lt;br /&gt;
* [http://www.youblisher.com/p/936626-Modellierung-in-der-Climate-Engineering-Forschung/ Modellierung in der Climate Engineering Forschung] Broschüre mit mehreren Artikeln über Erdsystemmodellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|Teil von=Klimamodelle&lt;br /&gt;
|Teil von=Klimaforschung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Erdsystemmodelle, Klimamodelle, Klimaforschung,  Klimaprojektionen&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaprojektionen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaforschung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinBehrens</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Climate_Engineering&amp;diff=18255</id>
		<title>Climate Engineering</title>
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		<updated>2014-06-19T10:33:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinBehrens: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:CE Verfahren.jpg|thumb|520px|Ausgewählte Verfahren des Climate Engineering im Überblick]]&lt;br /&gt;
Die Auswirkungen des anthropogen verursachten [[Klimawandel]]s stellen uns vor immer größere Probleme. Um diesen zu begegnen, werden neben Maßnahmen zur Reduktion von [[Treibhausgase]]n auch vermehrt Climate Engineering-Ideen, d.h. Eingriffe in das [[Klimasystem]], diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zwei verschiedene Grundideen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Climate Engineering bezeichnet gezielte großskalige technische Maßnahmen, um unser Klimasystem zu beeinflussen. Dabei wird zwischen zwei grundsätzlichen Ansätzen unterschieden:&lt;br /&gt;
* Technologien zur Bekämpfung der Hauptursache des anthropogenen Klimawandels bezeichnet man als Carbon Dioxide Removal (CDR), da die [[Kohlendioxid-Konzentration|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration]] in der Atmosphäre aktiv verringert werden soll. Durch biologische, chemische oder physikalische Prozesse würde CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; der [[Atmosphäre im Klimasystem|Atmosphäre]] entzogen und durch den [[Ozean im Klimasystem|Ozean]] oder die [[Biosphäre im Klimasystem|terrestrische Biosphäre]] aufgenommen bzw. direkt geologisch gespeichert werden.&lt;br /&gt;
* Technologien zur Verringerung der [[Strahlung]] in der Atmosphäre werden Radiation Management (RM) genannt, da sie eine Veränderung der [[Strahlungshaushalt_der_Atmosphäre#Die_Strahlungsbilanz|Strahlungsbilanz]] bewirken sollen und damit die Temperatur direkt beeinflussen können. Hier gibt es Ideen zur Verringerung der kurzwelligen [[Sonneneinstrahlung und Klimaänderungen|Sonneneinstrahlung]] auf die Erdoberfläche bzw. zu deren erhöhter Reflektion und Vorschläge, die langwellige thermische Abstrahlung ins Weltall zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Debatte zu Climate Engineering ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschung über Climate Engineering befindet sich zwar noch in einem frühen Stadium, allerdings werden schon konkrete Technologien entwickelt. Zur Zeit beschränkt sich die Debatte weitgehend auf einen kleinen Kreis überwiegend akademischer Teilnehmer, Unternehmen der freien Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Politikern. In der Öffentlichkeit ist Climate Engineering bisher kaum bekannt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Da schon Feldversuche zu Climate Engineering weltweite Auswirkungen haben könnten, beschränkt sich die Diskussion nicht nur auf naturwissenschaftliche und technische Informationen, sondern beinhaltet auch die geschichtliche Entwicklung von Climate Engineering, wirtschaftliche Aspekte, politische Implikationen, ethische Ansichten (Verantwortung für zukünftige Generationen) und internationale gesetzliche Regulierungen zur Erforschung und möglichen Einsetzung von Climate Engineering.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zugunsten des Einsatzes bzw. der Einsatzbereitschaft werden drei Argumente angeführt: CE-Technologien seien effizienter als die herkömmliche Emissionskontrolle; ohne sie ließen sich ambitionierte [[2-Grad-Ziel|Klimaziele]] nicht erreichen; und sie seien als Notfalloption erforderlich, sollte es zu dem in der UNFCCC beschriebenen katastrophalen Klimawandel kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen den Einsatz sprechen neben Bedenken an der Wirksamkeit und möglicherweise mangelnden ökonomischen Effizienz solcher Technologien auch risikoethische, gerechtigkeitstheoretische sowie eine Reihe weiterer grundsätzlicher (z. B. religiöser) Argumente. Nebenfolgen der Forschung und ethische Prinzipien (wie das Verursacherprinzip) werden als Einwände gegen CE-Forschung geltend gemacht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.kiel-earth-institute.de/sondierungsstudie-climate-engineering.html Sondierungsstudie Climate Engineering] Gesamtstudie im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und Einzelstudien zu verschiedenen Themen&lt;br /&gt;
* [http://spp-climate-engineering.de/ Schwerpunktprogramm (SPP) 1689 der Deutschen Forschungsgemeinschaft] Forschung zur Bewertung von Climate Engineering&lt;br /&gt;
* [http://www.climate-engineering.eu/ News-Portal zu Climate Engineering]&lt;br /&gt;
* [http://www.youblisher.com/p/913832-Modellierung-in-der-Climate-Engineering-Forschung-Aussagekraeftig-trotz-Unsicherheiten/ Modellierung in der Climate Engineering Forschung] Online-Broschüre mit mehreren Artikeln zu Erdsystemmodellen, die für Climate Engineering-Modellierungen benutzt werden. Oder als pdf-download auf [http://spp-climate-engineering.de/modellierung.html Climate Engineering - Risks, Challenges, Opportunities? - Modellierung in der Climate Engineering-Forschung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt_CE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Klimawandel, Klimasystem, Technologien&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climate Engineering]]&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|umfasst=Modifikation mariner Schichtwolken&lt;br /&gt;
|umfasst=Ozeandüngung&lt;br /&gt;
|umfasst=Kohlendioxidentzug durch Aufforstung&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinBehrens</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Climate_Engineering&amp;diff=18247</id>
		<title>Climate Engineering</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Climate_Engineering&amp;diff=18247"/>
		<updated>2014-06-19T09:27:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinBehrens: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:CE Verfahren.jpg|thumb|520px|Ausgewählte Verfahren des Climate Engineering im Überblick]]&lt;br /&gt;
Die Auswirkungen des anthropogen verursachten [[Klimawandel]]s stellen uns vor immer größere Probleme. Um diesen zu begegnen, werden neben Maßnahmen zur Reduktion von [[Treibhausgase]]n auch vermehrt Climate Engineering-Ideen, d.h. Eingriffe in das [[Klimasystem]], diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zwei verschiedene Grundideen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Climate Engineering bezeichnet gezielte großskalige technische Maßnahmen, um unser Klimasystem zu beeinflussen. Dabei wird zwischen zwei grundsätzlichen Ansätzen unterschieden:&lt;br /&gt;
* Technologien zur Bekämpfung der Hauptursache des anthropogenen Klimawandels bezeichnet man als Carbon Dioxide Removal (CDR), da die [[Kohlendioxid-Konzentration|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration]] in der Atmosphäre aktiv verringert werden soll. Durch biologische, chemische oder physikalische Prozesse würde CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; der [[Atmosphäre im Klimasystem|Atmosphäre]] entzogen und durch den [[Ozean im Klimasystem|Ozean]] oder die [[Biosphäre im Klimasystem|terrestrische Biosphäre]] aufgenommen bzw. direkt geologisch gespeichert werden.&lt;br /&gt;
* Technologien zur Verringerung der [[Strahlung]] in der Atmosphäre werden Radiation Management (RM) genannt, da sie eine Veränderung der [[Strahlungshaushalt_der_Atmosphäre#Die_Strahlungsbilanz|Strahlungsbilanz]] bewirken sollen und damit die Temperatur direkt beeinflussen können. Hier gibt es Ideen zur Verringerung der kurzwelligen [[Sonneneinstrahlung und Klimaänderungen|Sonneneinstrahlung]] auf die Erdoberfläche bzw. zu deren erhöhter Reflektion und Vorschläge, die langwellige thermische Abstrahlung ins Weltall zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Debatte zu Climate Engineering ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschung über Climate Engineering befindet sich zwar noch in einem frühen Stadium, allerdings werden schon konkrete Technologien entwickelt. Zur Zeit beschränkt sich die Debatte weitgehend auf einen kleinen Kreis überwiegend akademischer Teilnehmer, Unternehmen der freien Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Politikern. In der Öffentlichkeit ist Climate Engineering bisher kaum bekannt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Da schon Feldversuche zu Climate Engineering weltweite Auswirkungen haben könnten, beschränkt sich die Diskussion nicht nur auf naturwissenschaftliche und technische Informationen, sondern beinhaltet auch die geschichtliche Entwicklung von Climate Engineering, wirtschaftliche Aspekte, politische Implikationen, ethische Ansichten (Verantwortung für zukünftige Generationen) und internationale gesetzliche Regulierungen zur Erforschung und möglichen Einsetzung von Climate Engineering.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zugunsten des Einsatzes bzw. der Einsatzbereitschaft werden drei Argumente angeführt: CE-Technologien seien effizienter als die herkömmliche Emissionskontrolle; ohne sie ließen sich ambitionierte [[2-Grad-Ziel|Klimaziele]] nicht erreichen; und sie seien als Notfalloption erforderlich, sollte es zu dem in der UNFCCC beschriebenen katastrophalen Klimawandel kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen den Einsatz sprechen neben Bedenken an der Wirksamkeit und möglicherweise mangelnden ökonomischen Effizienz solcher Technologien auch risikoethische, gerechtigkeitstheoretische sowie eine Reihe weiterer grundsätzlicher (z. B. religiöser) Argumente. Nebenfolgen der Forschung und ethische Prinzipien (wie das Verursacherprinzip) werden als Einwände gegen CE-Forschung geltend gemacht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.kiel-earth-institute.de/sondierungsstudie-climate-engineering.html Sondierungsstudie Climate Engineering] Gesamtstudie im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und Einzelstudien zu verschiedenen Themen&lt;br /&gt;
* [http://spp-climate-engineering.de/ Schwerpunktprogramm (SPP) 1689 der Deutschen Forschungsgemeinschaft] Forschung zur Bewertung von Climate Engineering&lt;br /&gt;
* [http://www.climate-engineering.eu/ News-Portal zu Climate Engineering]&lt;br /&gt;
* [http://www.youblisher.com/p/913832-Modellierung-in-der-Climate-Engineering-Forschung-Aussagekraeftig-trotz-Unsicherheiten/ Modellierung in der Climate Engineering Forschung] Online-Broschüre mit mehreren Artikeln zu Erdsystemmodellen, die für Climate Engineering-Modellierungen benutzt werden. Oder als pdf-download auf [http://spp-climate-engineering.de/modellierung.html Climate Engineering - Risks, Challenges, Opportunities - Modellierung in der Climate Engineering-Forschung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt_CE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Klimawandel, Klimasystem, Technologien&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climate Engineering]]&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|umfasst=Modifikation mariner Schichtwolken&lt;br /&gt;
|umfasst=Ozeandüngung&lt;br /&gt;
|umfasst=Kohlendioxidentzug durch Aufforstung&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinBehrens</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Climate_Engineering&amp;diff=18246</id>
		<title>Climate Engineering</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Climate_Engineering&amp;diff=18246"/>
		<updated>2014-06-19T09:26:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinBehrens: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:CE Verfahren.jpg|thumb|520px|Ausgewählte Verfahren des Climate Engineering im Überblick]]&lt;br /&gt;
Die Auswirkungen des anthropogen verursachten [[Klimawandel]]s stellen uns vor immer größere Probleme. Um diesen zu begegnen, werden neben Maßnahmen zur Reduktion von [[Treibhausgase]]n auch vermehrt Climate Engineering-Ideen, d.h. Eingriffe in das [[Klimasystem]], diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zwei verschiedene Grundideen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Climate Engineering bezeichnet gezielte großskalige technische Maßnahmen, um unser Klimasystem zu beeinflussen. Dabei wird zwischen zwei grundsätzlichen Ansätzen unterschieden:&lt;br /&gt;
* Technologien zur Bekämpfung der Hauptursache des anthropogenen Klimawandels bezeichnet man als Carbon Dioxide Removal (CDR), da die [[Kohlendioxid-Konzentration|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration]] in der Atmosphäre aktiv verringert werden soll. Durch biologische, chemische oder physikalische Prozesse würde CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; der [[Atmosphäre im Klimasystem|Atmosphäre]] entzogen und durch den [[Ozean im Klimasystem|Ozean]] oder die [[Biosphäre im Klimasystem|terrestrische Biosphäre]] aufgenommen bzw. direkt geologisch gespeichert werden.&lt;br /&gt;
* Technologien zur Verringerung der [[Strahlung]] in der Atmosphäre werden Radiation Management (RM) genannt, da sie eine Veränderung der [[Strahlungshaushalt_der_Atmosphäre#Die_Strahlungsbilanz|Strahlungsbilanz]] bewirken sollen und damit die Temperatur direkt beeinflussen können. Hier gibt es Ideen zur Verringerung der kurzwelligen [[Sonneneinstrahlung und Klimaänderungen|Sonneneinstrahlung]] auf die Erdoberfläche bzw. zu deren erhöhter Reflektion und Vorschläge, die langwellige thermische Abstrahlung ins Weltall zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Debatte zu Climate Engineering ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschung über Climate Engineering befindet sich zwar noch in einem frühen Stadium, allerdings werden schon konkrete Technologien entwickelt. Zur Zeit beschränkt sich die Debatte weitgehend auf einen kleinen Kreis überwiegend akademischer Teilnehmer, Unternehmen der freien Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Politikern. In der Öffentlichkeit ist Climate Engineering bisher kaum bekannt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Da schon Feldversuche zu Climate Engineering weltweite Auswirkungen haben könnten, beschränkt sich die Diskussion nicht nur auf naturwissenschaftliche und technische Informationen, sondern beinhaltet auch die geschichtliche Entwicklung von Climate Engineering, wirtschaftliche Aspekte, politische Implikationen, ethische Ansichten (Verantwortung für zukünftige Generationen) und internationale gesetzliche Regulierungen zur Erforschung und möglichen Einsetzung von Climate Engineering.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zugunsten des Einsatzes bzw. der Einsatzbereitschaft werden drei Argumente angeführt: CE-Technologien seien effizienter als die herkömmliche Emissionskontrolle; ohne sie ließen sich ambitionierte [[2-Grad-Ziel|Klimaziele]] nicht erreichen; und sie seien als Notfalloption erforderlich, sollte es zu dem in der UNFCCC beschriebenen katastrophalen Klimawandel kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen den Einsatz sprechen neben Bedenken an der Wirksamkeit und möglicherweise mangelnden ökonomischen Effizienz solcher Technologien auch risikoethische, gerechtigkeitstheoretische sowie eine Reihe weiterer grundsätzlicher (z. B. religiöser) Argumente. Nebenfolgen der Forschung und ethische Prinzipien (wie das Verursacherprinzip) werden als Einwände gegen CE-Forschung geltend gemacht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.kiel-earth-institute.de/sondierungsstudie-climate-engineering.html Sondierungsstudie Climate Engineering] Gesamtstudie im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und Einzelstudien zu verschiedenen Themen&lt;br /&gt;
* [http://spp-climate-engineering.de/ Schwerpunktprogramm (SPP) 1689 der Deutschen Forschungsgemeinschaft] Forschung zur Bewertung von Climate Engineering&lt;br /&gt;
* [http://www.climate-engineering.eu/ News-Portal zu Climate Engineering]&lt;br /&gt;
* [http://www.youblisher.com/p/913832-Modellierung-in-der-Climate-Engineering-Forschung-Aussagekraeftig-trotz-Unsicherheiten/ Modellierung in der Climate Engineering Forschung] Broschüre mit mehreren Artikeln zu Erdsystemmodellen, die für Climate Engineering-Modellierungen benutzt werden. Oder als pdf-download auf [http://spp-climate-engineering.de/modellierung.html Climate Engineering - Risks, Challenges, Opportunities - Modellierung in der Climate Engineering-Forschung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt_CE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Klimawandel, Klimasystem, Technologien&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climate Engineering]]&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|umfasst=Modifikation mariner Schichtwolken&lt;br /&gt;
|umfasst=Ozeandüngung&lt;br /&gt;
|umfasst=Kohlendioxidentzug durch Aufforstung&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinBehrens</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Climate_Engineering&amp;diff=18245</id>
		<title>Climate Engineering</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Climate_Engineering&amp;diff=18245"/>
		<updated>2014-06-19T09:25:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinBehrens: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:CE Verfahren.jpg|thumb|520px|Ausgewählte Verfahren des Climate Engineering im Überblick]]&lt;br /&gt;
Die Auswirkungen des anthropogen verursachten [[Klimawandel]]s stellen uns vor immer größere Probleme. Um diesen zu begegnen, werden neben Maßnahmen zur Reduktion von [[Treibhausgase]]n auch vermehrt Climate Engineering-Ideen, d.h. Eingriffe in das [[Klimasystem]], diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zwei verschiedene Grundideen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Climate Engineering bezeichnet gezielte großskalige technische Maßnahmen, um unser Klimasystem zu beeinflussen. Dabei wird zwischen zwei grundsätzlichen Ansätzen unterschieden:&lt;br /&gt;
* Technologien zur Bekämpfung der Hauptursache des anthropogenen Klimawandels bezeichnet man als Carbon Dioxide Removal (CDR), da die [[Kohlendioxid-Konzentration|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration]] in der Atmosphäre aktiv verringert werden soll. Durch biologische, chemische oder physikalische Prozesse würde CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; der [[Atmosphäre im Klimasystem|Atmosphäre]] entzogen und durch den [[Ozean im Klimasystem|Ozean]] oder die [[Biosphäre im Klimasystem|terrestrische Biosphäre]] aufgenommen bzw. direkt geologisch gespeichert werden.&lt;br /&gt;
* Technologien zur Verringerung der [[Strahlung]] in der Atmosphäre werden Radiation Management (RM) genannt, da sie eine Veränderung der [[Strahlungshaushalt_der_Atmosphäre#Die_Strahlungsbilanz|Strahlungsbilanz]] bewirken sollen und damit die Temperatur direkt beeinflussen können. Hier gibt es Ideen zur Verringerung der kurzwelligen [[Sonneneinstrahlung und Klimaänderungen|Sonneneinstrahlung]] auf die Erdoberfläche bzw. zu deren erhöhter Reflektion und Vorschläge, die langwellige thermische Abstrahlung ins Weltall zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Debatte zu Climate Engineering ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschung über Climate Engineering befindet sich zwar noch in einem frühen Stadium, allerdings werden schon konkrete Technologien entwickelt. Zur Zeit beschränkt sich die Debatte weitgehend auf einen kleinen Kreis überwiegend akademischer Teilnehmer, Unternehmen der freien Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Politikern. In der Öffentlichkeit ist Climate Engineering bisher kaum bekannt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Da schon Feldversuche zu Climate Engineering weltweite Auswirkungen haben könnten, beschränkt sich die Diskussion nicht nur auf naturwissenschaftliche und technische Informationen, sondern beinhaltet auch die geschichtliche Entwicklung von Climate Engineering, wirtschaftliche Aspekte, politische Implikationen, ethische Ansichten (Verantwortung für zukünftige Generationen) und internationale gesetzliche Regulierungen zur Erforschung und möglichen Einsetzung von Climate Engineering.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zugunsten des Einsatzes bzw. der Einsatzbereitschaft werden drei Argumente angeführt: CE-Technologien seien effizienter als die herkömmliche Emissionskontrolle; ohne sie ließen sich ambitionierte [[2-Grad-Ziel|Klimaziele]] nicht erreichen; und sie seien als Notfalloption erforderlich, sollte es zu dem in der UNFCCC beschriebenen katastrophalen Klimawandel kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen den Einsatz sprechen neben Bedenken an der Wirksamkeit und möglicherweise mangelnden ökonomischen Effizienz solcher Technologien auch risikoethische, gerechtigkeitstheoretische sowie eine Reihe weiterer grundsätzlicher (z. B. religiöser) Argumente. Nebenfolgen der Forschung und ethische Prinzipien (wie das Verursacherprinzip) werden als Einwände gegen CE-Forschung geltend gemacht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.kiel-earth-institute.de/sondierungsstudie-climate-engineering.html Sondierungsstudie Climate Engineering] Gesamtstudie im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und Einzelstudien zu verschiedenen Themen&lt;br /&gt;
* [http://spp-climate-engineering.de/ Schwerpunktprogramm (SPP) 1689 der Deutschen Forschungsgemeinschaft] Forschung zur Bewertung von Climate Engineering&lt;br /&gt;
* [http://www.climate-engineering.eu/ News-Portal zu Climate Engineering]&lt;br /&gt;
* [http://www.youblisher.com/p/913832-Modellierung-in-der-Climate-Engineering-Forschung-Aussagekraeftig-trotz-Unsicherheiten/ Modellierung in der Climate Engineering Forschung] Broschüre mit mehreren Artikeln zu Erdsystemmodellen, die für Climate Engineering-Modellierungen benutzt werden. Oder als pdf-download auf [http://spp-climate-engineering.de/modellierung.html]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt_CE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Klimawandel, Klimasystem, Technologien&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climate Engineering]]&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|umfasst=Modifikation mariner Schichtwolken&lt;br /&gt;
|umfasst=Ozeandüngung&lt;br /&gt;
|umfasst=Kohlendioxidentzug durch Aufforstung&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinBehrens</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Climate_Engineering&amp;diff=18244</id>
		<title>Climate Engineering</title>
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		<updated>2014-06-19T08:49:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinBehrens: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:CE Verfahren.jpg|thumb|520px|Ausgewählte Verfahren des Climate Engineering im Überblick]]&lt;br /&gt;
Die Auswirkungen des anthropogen verursachten [[Klimawandel]]s stellen uns vor immer größere Probleme. Um diesen zu begegnen, werden neben Maßnahmen zur Reduktion von [[Treibhausgase]]n auch vermehrt Climate Engineering-Ideen, d.h. Eingriffe in das [[Klimasystem]], diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zwei verschiedene Grundideen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Climate Engineering bezeichnet gezielte großskalige technische Maßnahmen, um unser Klimasystem zu beeinflussen. Dabei wird zwischen zwei grundsätzlichen Ansätzen unterschieden:&lt;br /&gt;
* Technologien zur Bekämpfung der Hauptursache des anthropogenen Klimawandels bezeichnet man als Carbon Dioxide Removal (CDR), da die [[Kohlendioxid-Konzentration|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration]] in der Atmosphäre aktiv verringert werden soll. Durch biologische, chemische oder physikalische Prozesse würde CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; der [[Atmosphäre im Klimasystem|Atmosphäre]] entzogen und durch den [[Ozean im Klimasystem|Ozean]] oder die [[Biosphäre im Klimasystem|terrestrische Biosphäre]] aufgenommen bzw. direkt geologisch gespeichert werden.&lt;br /&gt;
* Technologien zur Verringerung der [[Strahlung]] in der Atmosphäre werden Radiation Management (RM) genannt, da sie eine Veränderung der [[Strahlungshaushalt_der_Atmosphäre#Die_Strahlungsbilanz|Strahlungsbilanz]] bewirken sollen und damit die Temperatur direkt beeinflussen können. Hier gibt es Ideen zur Verringerung der kurzwelligen [[Sonneneinstrahlung und Klimaänderungen|Sonneneinstrahlung]] auf die Erdoberfläche bzw. zu deren erhöhter Reflektion und Vorschläge, die langwellige thermische Abstrahlung ins Weltall zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Debatte zu Climate Engineering ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschung über Climate Engineering befindet sich zwar noch in einem frühen Stadium, allerdings werden schon konkrete Technologien entwickelt. Zur Zeit beschränkt sich die Debatte weitgehend auf einen kleinen Kreis überwiegend akademischer Teilnehmer, Unternehmen der freien Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Politikern. In der Öffentlichkeit ist Climate Engineering bisher kaum bekannt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Da schon Feldversuche zu Climate Engineering weltweite Auswirkungen haben könnten, beschränkt sich die Diskussion nicht nur auf naturwissenschaftliche und technische Informationen, sondern beinhaltet auch die geschichtliche Entwicklung von Climate Engineering, wirtschaftliche Aspekte, politische Implikationen, ethische Ansichten (Verantwortung für zukünftige Generationen) und internationale gesetzliche Regulierungen zur Erforschung und möglichen Einsetzung von Climate Engineering.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zugunsten des Einsatzes bzw. der Einsatzbereitschaft werden drei Argumente angeführt: CE-Technologien seien effizienter als die herkömmliche Emissionskontrolle; ohne sie ließen sich ambitionierte [[2-Grad-Ziel|Klimaziele]] nicht erreichen; und sie seien als Notfalloption erforderlich, sollte es zu dem in der UNFCCC beschriebenen katastrophalen Klimawandel kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen den Einsatz sprechen neben Bedenken an der Wirksamkeit und möglicherweise mangelnden ökonomischen Effizienz solcher Technologien auch risikoethische, gerechtigkeitstheoretische sowie eine Reihe weiterer grundsätzlicher (z. B. religiöser) Argumente. Nebenfolgen der Forschung und ethische Prinzipien (wie das Verursacherprinzip) werden als Einwände gegen CE-Forschung geltend gemacht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.kiel-earth-institute.de/sondierungsstudie-climate-engineering.html Sondierungsstudie Climate Engineering] Gesamtstudie im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und Einzelstudien zu verschiedenen Themen&lt;br /&gt;
* [http://spp-climate-engineering.de/ Schwerpunktprogramm (SPP) 1689 der Deutschen Forschungsgemeinschaft] Forschung zur Bewertung von Climate Engineering&lt;br /&gt;
* [http://www.climate-engineering.eu/ News-Portal zu Climate Engineering]&lt;br /&gt;
* [http://www.youblisher.com/p/913832-Modellierung-in-der-Climate-Engineering-Forschung-Aussagekraeftig-trotz-Unsicherheiten/ Modellierung in der Climate Engineering Forschung] Broschüre mit mehreren Artikeln zu Erdsystemmodellen, die für Climate Engineering-Modellierungen benutzt werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt_CE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Klimawandel, Klimasystem, Technologien&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climate Engineering]]&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|umfasst=Modifikation mariner Schichtwolken&lt;br /&gt;
|umfasst=Ozeandüngung&lt;br /&gt;
|umfasst=Kohlendioxidentzug durch Aufforstung&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinBehrens</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Modifikation_mariner_Schichtwolken&amp;diff=16599</id>
		<title>Modifikation mariner Schichtwolken</title>
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		<updated>2013-09-13T08:01:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinBehrens: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Effekte von Wolken auf die Strahlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob sich die Erde als Ganzes erwärmt oder abkühlt, entscheidet sich am Oberrand der [[Atmosphäre im Klimasystem|Atmosphäre]]. Bekommt die Erde mehr Energie durch das Sonnenlicht, als sie in Form von reflektierter [[Sonnenenergie|Sonnenstrahlung]], oder in Form von [[Strahlungshaushalt der Atmosphäre|Wärmestrahlung]] wieder abgibt, dann erwärmt sie sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wolken]] haben dabei einen sehr großen Einfluss. Zunächst reflektieren sie Sonnenstrahlung – an einem bewölkten Tag ist es bei sonst gleichen Bedingungen tagsüber am Boden kälter als bei wolkenlosem Himmel. Sie kühlen also. Aber Wolken bewirken auch einen [[Treibhauseffekt]]. Bei bewölktem Wetter emittiert die Erde weniger Wärmestrahlung. Am Boden merkt man das vor allem nachts – in Nächten mit Wolken ist es wärmer als bei sternenklarem Himmel. Wolken erwärmen also andererseits auch. Was von beiden überwiegt, das hängt vom Wolkentyp, vom Untergrund und vom Sonnenstand ab. &lt;br /&gt;
* vom [[Wolken|Wolkentyp]]: Je höher die Wolke in der Atmosphäre, desto stärker der erwärmende Effekt. Denn dann sind die Wolken auch sehr kalt, und strahlen also wenig Wärmestrahlung ins Weltall ab. Je dicker die Wolke, desto stärker der abkühlende Effekt. Denn Wolken, die von unten schwarz aussehen, lassen sehr wenig Sonnenlicht durch und reflektieren also alles ins Weltall. Am stärksten erwärmend wirken also hohe, dünne Wolken – die Zirren. Am stärksten abkühlend wirken dagegen niedrige, dicke Wolken.&lt;br /&gt;
* vom Untergrund: Dies gilt eigentlich nur für die Reflektion von Sonnenlicht. Wenn der Untergrund sehr hell ist (Schnee zum Beispiel, oder Wüsten), dann macht die Wolke keinen großen Unterschied. Wenn der Untergrund dunkel ist ([[Ozean im Klimasystem|Ozeane]] vor allem), dann ist der Unterschied sehr groß. Niedrige, dicke Wolken über Ozeanen haben also einen besonders starken abkühlenden Einfluss.&lt;br /&gt;
* vom Sonnenstand: Nachts haben Wolken keinen abkühlenden Einfluss. Daher ist der abkühlende Effekt im Winter insgesamt geringer als im Sommer. In den [[Tropen]] und [[Subtropen]], wo sehr viel Sonnenlicht ankommt, ist der Effekt viel stärker als in [[Polargebiet|Polarregionen]]. Also ist der abkühlende Effekt von Wolken besonders stark in den niederen Breiten.&lt;br /&gt;
Insgesamt überwiegt im globalen Mittel deutlich der kühlende Einfluss. Wenn man den kühlenden Einfluss weiter verstärken könnte, würde man also die Erde abkühlen. Besonders effektiv wäre es, wenn man mehr niedrige, dicke Wolken über den Ozeanen in den Tropen oder Subtropen schaffen könnte. Gerade über den Ozeanen in den Subtropen finden sich sehr ausgedehnte Wolkenfelder. Dort sinkt die Luft, die am Äquator in den hochreichenden Gewitterwolken aufgestiegen ist, ab und die Wolken breiten sich aus. Vor den Westküsten der Kontinente steigt Wasser aus dem Ozean auf, das in den Subtropen wegen der [[Corioliskraft|Erddrehung]] von Osten her gegen die Kontinente strömt. Das Meer ist also kalt, und statt dass es Turbulenz und damit Kumuluswolken gibt, entstehen so die ausgedehnten Schichtwolken, die sogenannten Stratokumulusfelder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Effekte von Aerosolen auf Wolken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schaut man sich Wolken genau an, dann findet man, dass sie aus einzelnen kleinen Tröpfchen bestehen, jeweils nur etwa 10 Mikrometer groß. Die Tröpfchen bilden sich in der Atmosphäre nicht spontan, sondern auf sogenannten [[Kondensation]]skeimen. Die Partikel in der Atmosphäre, die solche Kondensationskeime sein können, nennt man [[Aerosole]]. Aerosoltypen in der Atmosphäre sind zum Beispiel [[Primäre_Aerosole#Staubaerosole|Staub]], [[Sulfataerosole|Sulfate]], [[Primäre_Aerosole#Biologische_Teilchen.2C_Organische_Aerosole.2C_Ru.C3.9F|Ruß]] und von den Ozeanen aufgewirbeltes [[Primäre_Aerosole#Meersalzaerosole|Meersalz]]. Wenn es lange nicht geregnet hat, kann man manchmal gut beobachten, wie die Aerosole in der Luft anschwellen, weil sich [[Wasserkreislauf|Wasserdampf]] auf ihnen anlagert. Besonders gut erkennt man den so entstehenden Dunst bei tiefstehender Sonne, also zum Beispiel am Abend. Wenn es dann weiter abkühlt, dann bildet sich Nebel – also Wolken, die am Erdboden aufliegen. Wenn es mehr Aerosole in der Luft gibt, dann gibt es auch mehr Wolkentröpfchen. Eine Wolke, die aus mehr Tröpfchen besteht, ist (von oben gesehen) heller (von unten dunkler) als eine Wolke mit weniger Tröpfchen, auch wenn sie aus der gleichen Menge Wasser bestehen. Wenn man nämlich das Wasser auf mehr Tröpfchen verteilt, ist die gesamte Oberfläche größer, obwohl die einzelnen Tröpfchen kleiner sind. So ist die Fläche, an der das Sonnenlicht reflektiert wird, größer und damit ist der abkühlende Effekt größer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sich die Wolkentröpfchen ändern, dann kann das allerdings noch einige andere Konsequenzen für die Wolke haben. Zum Beispiel dauert es dann zunächst länger, bis sich [[Regen]] bildet. Die kleineren Tröpfchen brauchen nämlich viel länger, bis sie zu der Größe von Regentropfen anwachsen. Andererseits verdunsten kleinere Tröpfchen schneller. So gibt es viele Wechselwirkungen in den Wolken, die es kompliziert machen, eine genaue Vorhersage zu treffen, was mit einer Wolke passiert, in der mehr Aerosole vorhanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Impfen von Wolken? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee ist es also, über den Subtropen, dort, wo sich die ausgedehnten Stratokumulusfelder befinden, mit Hilfe von speziell konstruierten Schiffen zusätzliche Aerosole über dem Ozean aufzuwirbeln und die Wolken damit zu “impfen”. Es gilt als wahrscheinlich, dass dadurch die Meeresoberfläche tatsächlich kühler wird. Aber um wieviel, kann man wegen der vielen Wechselwirkungen in den Wolken, die noch nicht gut genug erforscht sind, nicht genau vorhersagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Problem mit dieser Methode ist es, dass ja nur gewisse Regionen gekühlt würden. Um tatsächlich den Treibhauseffekt auszugleichen, müsste in den Regionen daher eine ziemlich starke Veränderung der Strahlung erreicht werden (z.B. 30 Wm&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; für einen Ausgleich über die nächsten ca. 30 Jahre)&amp;lt;ref&amp;gt;Jones et al., ASL 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies hat möglicherweise erhebliche Konsequenzen für das regionale Klima, und eventuell auch für das Klima in benachbarten Regionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein mögliches Feldexperiment und die Forschungsfragen im Projekt “LEAC” ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass das Impfen von Wolken über Ozeanen passieren würde, und dass es sich auf gewisse Regionen beschränkt, kann man aber auch als Vorteil sehen: Ein Experiment wäre möglich, das zunächst nur kleinräumig durchgeführt werden könnte und weder Menschen (die ja nicht im Ozean leben) noch das Klima (weil das Experiment ja klein wäre) stark beeinträchtigen würde. Zu klein darf es aber andererseits auch nicht sein, denn dann könnte man die Auswirkung des Experiments bei der starken Variabilität der Wolken statistisch nicht eindeutig identifizieren. Wie groß bei den Unsicherheiten das Experiment sein müsste, damit befasst sich das [http://spp-climate-engineering.de/LEAC.html Projekt “LEAC”].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob man so ein Experiment überhaupt durchführen sollte, ist eine Frage, die die globale Gesellschaft beantworten muss. Möglicherweise möchten die Menschen lieber die Finger davon lassen. Vielleicht wird das Problem des [[Klimawandel]]s gar nicht als so schwerwiegend wahrgenommen, so dass man lieber ein sich wandelndes Klima als einen Eingriff in das [[Klimasystem]] akzeptieren würde. Oder man möchte lieber nicht das Risiko möglicher Nebenwirkungen eines Experiments in Kauf nehmen. Die Gründe dafür können ganz unterschiedlich sein: Man kann auf dem Standpunkt stehen, dass die Folgen des Klimawandels ja erst spätere Generationen richtig viel kosten. Warum sollten wir also heute die möglicherweise schwerwiegenden Folgen eines Experiments in Kauf nehmen? In die ganz anderer Richtung argumentiert kann man aber auch auf dem Standpunkt stehen, dass man lieber auf die vergleichsweise sichere Alternative setzt, auf [[Treibhausgase|Treibhausgasemissionen]] zu verzichten. Je nachdem würde sich also die Gesellschaft eher für das Feldexperiment entscheiden oder lieber nicht. Das ist die andere große Frage im Projekt “LEAC”.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Projekt wird also letztlich die Frage beantworten helfen, ob, und, wenn ja, wann man ein Feldexperiment durchführen sollte, und wie groß es dann ausfallen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Autoren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes und Martin Quaas, 6. September 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt_CE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climate Engineering]]&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Teil von=Climate Engineering&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinBehrens</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Modifikation_mariner_Schichtwolken&amp;diff=16598</id>
		<title>Modifikation mariner Schichtwolken</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Modifikation_mariner_Schichtwolken&amp;diff=16598"/>
		<updated>2013-09-13T08:00:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinBehrens: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Effekte von Wolken auf die Strahlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob sich die Erde als Ganzes erwärmt oder abkühlt, entscheidet sich am Oberrand der [[Atmosphäre im Klimasystem|Atmosphäre]]. Bekommt die Erde mehr Energie durch das Sonnenlicht, als sie in Form von reflektierter [[Sonnenenergie|Sonnenstrahlung]], oder in Form von [[Strahlungshaushalt der Atmosphäre|Wärmestrahlung]] wieder abgibt, dann erwärmt sie sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wolken]] haben dabei einen sehr großen Einfluss. Zunächst reflektieren sie Sonnenstrahlung – an einem bewölkten Tag ist es bei sonst gleichen Bedingungen tagsüber am Boden kälter als bei wolkenlosem Himmel. Sie kühlen also. Aber Wolken bewirken auch einen [[Treibhauseffekt]]. Bei bewölktem Wetter emittiert die Erde weniger Wärmestrahlung. Am Boden merkt man das vor allem nachts – in Nächten mit Wolken ist es wärmer als bei sternenklarem Himmel. Wolken erwärmen also andererseits auch. Was von beiden überwiegt, das hängt vom Wolkentyp, vom Untergrund und vom Sonnenstand ab. &lt;br /&gt;
* vom [[Wolken|Wolkentyp]]: Je höher die Wolke in der Atmosphäre, desto stärker der erwärmende Effekt. Denn dann sind die Wolken auch sehr kalt, und strahlen also wenig Wärmestrahlung ins Weltall ab. Je dicker die Wolke, desto stärker der abkühlende Effekt. Denn Wolken, die von unten schwarz aussehen, lassen sehr wenig Sonnenlicht durch und reflektieren also alles ins Weltall. Am stärksten erwärmend wirken also hohe, dünne Wolken – die Zirren. Am stärksten abkühlend wirken dagegen niedrige, dicke Wolken.&lt;br /&gt;
* vom Untergrund: Dies gilt eigentlich nur für die Reflektion von Sonnenlicht. Wenn der Untergrund sehr hell ist (Schnee zum Beispiel, oder Wüsten), dann macht die Wolke keinen großen Unterschied. Wenn der Untergrund dunkel ist ([[Ozean im Klimasystem|Ozeane]] vor allem), dann ist der Unterschied sehr groß. Niedrige, dicke Wolken über Ozeanen haben also einen besonders starken abkühlenden Einfluss.&lt;br /&gt;
* vom Sonnenstand: Nachts haben Wolken keinen abkühlenden Einfluss. Daher ist der abkühlende Effekt im Winter insgesamt geringer als im Sommer. In den [[Tropen]] und [[Subtropen]], wo sehr viel Sonnenlicht ankommt, ist der Effekt viel stärker als in [[Polargebiet|Polarregionen]]. Also ist der abkühlende Effekt von Wolken besonders stark in den niederen Breiten.&lt;br /&gt;
Insgesamt überwiegt im globalen Mittel deutlich der kühlende Einfluss. Wenn man den kühlenden Einfluss weiter verstärken könnte, würde man also die Erde abkühlen. Besonders effektiv wäre es, wenn man mehr niedrige, dicke Wolken über den Ozeanen in den Tropen oder Subtropen schaffen könnte. Gerade über den Ozeanen in den Subtropen finden sich sehr ausgedehnte Wolkenfelder. Dort sinkt die Luft, die am Äquator in den hochreichenden Gewitterwolken aufgestiegen ist, ab und die Wolken breiten sich aus. Vor den Westküsten der Kontinente steigt Wasser aus dem Ozean auf, das in den Subtropen wegen der [[Corioliskraft|Erddrehung]] von Osten her gegen die Kontinente strömt. Das Meer ist also kalt, und statt dass es Turbulenz und damit Kumuluswolken gibt, entstehen so die ausgedehnten Schichtwolken, die sogenannten Stratokumulusfelder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Effekte von Aerosolen auf Wolken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schaut man sich Wolken genau an, dann findet man, dass sie aus einzelnen kleinen Tröpfchen bestehen, jeweils nur etwa 10 Mikrometer groß. Die Tröpfchen bilden sich in der Atmosphäre nicht spontan, sondern auf sogenannten [[Kondensation]]skeimen. Die Partikel in der Atmosphäre, die solche Kondensationskeime sein können, nennt man [[Aerosole]]. Aerosoltypen in der Atmosphäre sind zum Beispiel [[Primäre_Aerosole#Staubaerosole|Staub]], [[Sulfataerosole|Sulfate]], [[Primäre_Aerosole#Biologische_Teilchen.2C_Organische_Aerosole.2C_Ru.C3.9F|Ruß]] und von den Ozeanen aufgewirbeltes [[Primäre_Aerosole#Meersalzaerosole|Meersalz]]. Wenn es lange nicht geregnet hat, kann man manchmal gut beobachten, wie die Aerosole in der Luft anschwellen, weil sich [[Wasserkreislauf|Wasserdampf]] auf ihnen anlagert. Besonders gut erkennt man den so entstehenden Dunst bei tiefstehender Sonne, also zum Beispiel am Abend. Wenn es dann weiter abkühlt, dann bildet sich Nebel – also Wolken, die am Erdboden aufliegen. Wenn es mehr Aerosole in der Luft gibt, dann gibt es auch mehr Wolkentröpfchen. Eine Wolke, die aus mehr Tröpfchen besteht, ist (von oben gesehen) heller (von unten dunkler) als eine Wolke mit weniger Tröpfchen, auch wenn sie aus der gleichen Menge Wasser bestehen. Wenn man nämlich das Wasser auf mehr Tröpfchen verteilt, ist die gesamte Oberfläche größer, obwohl die einzelnen Tröpfchen kleiner sind. So ist die Fläche, an der das Sonnenlicht reflektiert wird, größer und damit ist der abkühlende Effekt größer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sich die Wolkentröpfchen ändern, dann kann das allerdings noch einige andere Konsequenzen für die Wolke haben. Zum Beispiel dauert es dann zunächst länger, bis sich [[Regen]] bildet. Die kleineren Tröpfchen brauchen nämlich viel länger, bis sie zu der Größe von Regentropfen anwachsen. Andererseits verdunsten kleinere Tröpfchen schneller. So gibt es viele Wechselwirkungen in den Wolken, die es kompliziert machen, eine genaue Vorhersage zu treffen, was mit einer Wolke passiert, in der mehr Aerosole vorhanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Impfen von Wolken? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee ist es also, über den Subtropen, dort, wo sich die ausgedehnten Stratokumulusfelder befinden, mit Hilfe von speziell konstruierten Schiffen zusätzliche Aerosole über dem Ozean aufzuwirbeln und die Wolken damit zu “impfen”. Es gilt als wahrscheinlich, dass dadurch die Meeresoberfläche tatsächlich kühler wird. Aber um wieviel, kann man wegen der vielen Wechselwirkungen in den Wolken, die noch nicht gut genug erforscht sind, nicht genau vorhersagen&amp;lt;ref&amp;gt;Jones et al., ASL 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Problem mit dieser Methode ist es, dass ja nur gewisse Regionen gekühlt würden. Um tatsächlich den Treibhauseffekt auszugleichen, müsste in den Regionen daher eine ziemlich starke Veränderung der Strahlung erreicht werden (z.B. 30 Wm&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; für einen Ausgleich über die nächsten ca. 30 Jahre)&amp;lt;ref&amp;gt;Jones et al., ASL 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies hat möglicherweise erhebliche Konsequenzen für das regionale Klima, und eventuell auch für das Klima in benachbarten Regionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein mögliches Feldexperiment und die Forschungsfragen im Projekt “LEAC” ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass das Impfen von Wolken über Ozeanen passieren würde, und dass es sich auf gewisse Regionen beschränkt, kann man aber auch als Vorteil sehen: Ein Experiment wäre möglich, das zunächst nur kleinräumig durchgeführt werden könnte und weder Menschen (die ja nicht im Ozean leben) noch das Klima (weil das Experiment ja klein wäre) stark beeinträchtigen würde. Zu klein darf es aber andererseits auch nicht sein, denn dann könnte man die Auswirkung des Experiments bei der starken Variabilität der Wolken statistisch nicht eindeutig identifizieren. Wie groß bei den Unsicherheiten das Experiment sein müsste, damit befasst sich das [http://spp-climate-engineering.de/LEAC.html Projekt “LEAC”].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob man so ein Experiment überhaupt durchführen sollte, ist eine Frage, die die globale Gesellschaft beantworten muss. Möglicherweise möchten die Menschen lieber die Finger davon lassen. Vielleicht wird das Problem des [[Klimawandel]]s gar nicht als so schwerwiegend wahrgenommen, so dass man lieber ein sich wandelndes Klima als einen Eingriff in das [[Klimasystem]] akzeptieren würde. Oder man möchte lieber nicht das Risiko möglicher Nebenwirkungen eines Experiments in Kauf nehmen. Die Gründe dafür können ganz unterschiedlich sein: Man kann auf dem Standpunkt stehen, dass die Folgen des Klimawandels ja erst spätere Generationen richtig viel kosten. Warum sollten wir also heute die möglicherweise schwerwiegenden Folgen eines Experiments in Kauf nehmen? In die ganz anderer Richtung argumentiert kann man aber auch auf dem Standpunkt stehen, dass man lieber auf die vergleichsweise sichere Alternative setzt, auf [[Treibhausgase|Treibhausgasemissionen]] zu verzichten. Je nachdem würde sich also die Gesellschaft eher für das Feldexperiment entscheiden oder lieber nicht. Das ist die andere große Frage im Projekt “LEAC”.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Projekt wird also letztlich die Frage beantworten helfen, ob, und, wenn ja, wann man ein Feldexperiment durchführen sollte, und wie groß es dann ausfallen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Autoren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes und Martin Quaas, 6. September 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt_CE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climate Engineering]]&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Teil von=Climate Engineering&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;div&gt;Martin Behrens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0431/600 4108&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
martin.behrens@kiel-earth-institute.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinBehrens: Die Seite wurde neu angelegt: „Martin Behrens 0431/600 4108 martin.behrens@kiel-earth-institute.de http://spp-climate-engineering.de/schulprogramm.html“&lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;Martin Behrens&lt;br /&gt;
0431/600 4108&lt;br /&gt;
martin.behrens@kiel-earth-institute.de&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinBehrens: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:CE Verfahren.jpg|thumb|520px|Ausgewählte Verfahren des Climate Engineering im Überblick]]&lt;br /&gt;
Die Auswirkungen des anthropogen verursachten [[Klimawandel]]s stellen uns vor immer größere Probleme. Um diesen zu begegnen, werden neben Maßnahmen zur Reduktion von [[Treibhausgase]]n auch vermehrt Climate Engineering-Ideen, d.h. Eingriffe in das [[Klimasystem]], diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zwei verschiedene Grundideen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Climate Engineering bezeichnet gezielte großskalige technische Maßnahmen, um unser Klimasystem zu beeinflussen. Dabei wird zwischen zwei grundsätzlichen Ansätzen unterschieden:&lt;br /&gt;
* Technologien zur Bekämpfung der Hauptursache des anthropogenen Klimawandels bezeichnet man als Carbon Dioxide Removal (CDR), da die [[Kohlendioxid-Konzentration|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration]] in der Atmosphäre aktiv verringert werden soll. Durch biologische, chemische oder physikalische Prozesse würde CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; der [[Atmosphäre im Klimasystem|Atmosphäre]] entzogen und durch den [[Ozean im Klimasystem|Ozean]] oder die [[Biosphäre im Klimasystem|terrestrische Biosphäre]] aufgenommen bzw. direkt geologisch gespeichert werden.&lt;br /&gt;
* Technologien zur Verringerung der [[Strahlung]] in der Atmosphäre werden Radiation Management (RM) genannt, da sie eine Veränderung der [[Strahlungshaushalt_der_Atmosphäre#Die_Strahlungsbilanz|Strahlungsbilanz]] bewirken sollen und damit die Temperatur direkt beeinflussen können. Hier gibt es Ideen zur Verringerung der kurzwelligen [[Sonneneinstrahlung und Klimaänderungen|Sonneneinstrahlung]] auf die Erdoberfläche bzw. zu deren erhöhter Reflektion und Vorschläge, die langwellige thermische Abstrahlung ins Weltall zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Debatte zu Climate Engineering ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschung über Climate Engineering befindet sich zwar noch in einem frühen Stadium, allerdings werden schon konkrete Technologien entwickelt. Zur Zeit beschränkt sich die Debatte weitgehend auf einen kleinen Kreis überwiegend akademischer Teilnehmer, Unternehmen der freien Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Politikern. In der Öffentlichkeit ist Climate Engineering bisher kaum bekannt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Da schon Feldversuche zu Climate Engineering weltweite Auswirkungen haben könnten, beschränkt sich die Diskussion nicht nur auf naturwissenschaftliche und technische Informationen, sondern beinhaltet auch die geschichtliche Entwicklung von Climate Engineering, wirtschaftliche Aspekte, politische Implikationen, ethische Ansichten (Verantwortung für zukünftige Generationen) und internationale gesetzliche Regulierungen zur Erforschung und möglichen Einsetzung von Climate Engineering.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zugunsten des Einsatzes bzw. der Einsatzbereitschaft werden drei Argumente angeführt: CE-Technologien seien effizienter als die herkömmliche Emissionskontrolle; ohne sie ließen sich ambitionierte [[2-Grad-Ziel|Klimaziele]] nicht erreichen; und sie seien als Notfalloption erforderlich, sollte es zu dem in der UNFCCC beschriebenen katastrophalen Klimawandel kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen den Einsatz sprechen neben Bedenken an der Wirksamkeit und möglicherweise mangelnden ökonomischen Effizienz solcher Technologien auch risikoethische, gerechtigkeitstheoretische sowie eine Reihe weiterer grundsätzlicher (z. B. religiöser) Argumente. Nebenfolgen der Forschung und ethische Prinzipien (wie das Verursacherprinzip) werden als Einwände gegen CE-Forschung geltend gemacht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.kiel-earth-institute.de/sondierungsstudie-climate-engineering.html Sondierungsstudie Climate Engineering] Gesamtstudie im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und Einzelstudien zu verschiedenen Themen&lt;br /&gt;
* [http://spp-climate-engineering.de/ Schwerpunktprogramm (SPP) 1689 der Deutschen Forschungsgemeinschaft] Forschung zur Bewertung von Climate Engineering&lt;br /&gt;
* [http://www.climate-engineering.eu/ News-Portal zu Climate Engineering]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climate Engineering]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinBehrens</name></author>
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		<updated>2013-09-04T09:14:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinBehrens: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:CE Verfahren.jpg|thumb|520px|Ausgewählte Verfahren des Climate Engineering im Überblick]]&lt;br /&gt;
Die Auswirkungen des anthropogen verursachten [[Klimawandel]]s stellen uns vor immer größere Probleme. Um diesen zu begegnen, werden neben Maßnahmen zur Reduktion von [[Treibhausgase]]n auch vermehrt Climate Engineering-Ideen, d.h. Eingriffe in das [[Klimasystem]], diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zwei verschiedene Grundideen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Climate Engineering bezeichnet gezielte großskalige technische Maßnahmen, um unser Klimasystem zu beeinflussen. Dabei wird zwischen zwei grundsätzlichen Ansätzen unterschieden:&lt;br /&gt;
* Technologien zur Bekämpfung der Hauptursache des anthropogenen Klimawandels bezeichnet man als Carbon Dioxide Removal (CDR), da die [[Kohlendioxid-Konzentration|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration]] in der Atmosphäre aktiv verringert werden soll. Durch biologische, chemische oder physikalische Prozesse würde CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; der [[Atmosphäre im Klimasystem|Atmosphäre]] entzogen und durch den [[Ozean im Klimasystem|Ozean]] oder die [[Biosphäre im Klimasystem|terrestrische Biosphäre]] aufgenommen bzw. direkt geologisch gespeichert werden.&lt;br /&gt;
* Technologien zur Verringerung der [[Strahlung]] in der Atmosphäre werden Radiation Management (RM) genannt, da sie eine Veränderung der [[Strahlungshaushalt_der_Atmosphäre#Die_Strahlungsbilanz|Strahlungsbilanz]] bewirken sollen und damit die Temperatur direkt beeinflussen können. Hier gibt es Ideen zur Verringerung der kurzwelligen [[Sonneneinstrahlung und Klimaänderungen|Sonneneinstrahlung]] auf die Erdoberfläche bzw. zu deren erhöhter Reflektion und Vorschläge, die langwellige thermische Abstrahlung ins Weltall zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Debatte zu Climate Engineering ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschung über Climate Engineering befindet sich zwar noch in einem frühen Stadium, allerdings werden schon konkrete Technologien entwickelt. Zur Zeit beschränkt sich die Debatte weitgehend auf einen kleinen Kreis überwiegend akademischer Teilnehmer, Unternehmen der freien Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Politikern. In der Öffentlichkeit ist Climate Engineering bisher kaum bekannt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Da schon Feldversuche zu Climate Engineering weltweite Auswirkungen haben könnten, beschränkt sich die Diskussion nicht nur auf naturwissenschaftliche und technische Informationen, sondern beinhaltet auch die geschichtliche Entwicklung von Climate Engineering, wirtschaftliche Aspekte, politische Implikationen, ethische Ansichten (Verantwortung für zukünftige Generationen) und internationale gesetzliche Regulierungen zur Erforschung und möglichen Einsetzung von Climate Engineering.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zugunsten des Einsatzes bzw. der Einsatzbereitschaft werden drei Argumente angeführt: CE-Technologien seien effizienter als die herkömmliche Emissionskontrolle; ohne sie ließen sich ambitionierte [[2-Grad-Ziel|Klimaziele]] nicht erreichen; und sie seien als Notfalloption erforderlich, sollte es zu dem in der UNFCCC beschriebenen katastrophalen Klimawandel kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen den Einsatz sprechen neben Bedenken an der Wirksamkeit und möglicherweise mangelnden ökonomischen Effizienz solcher Technologien auch risikoethische, gerechtigkeitstheoretische sowie eine Reihe weiterer grundsätzlicher (z. B. religiöser) Argumente. Nebenfolgen der Forschung und ethische Prinzipien (wie das Verursacherprinzip) werden als Einwände gegen CE-Forschung geltend gemacht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.kiel-earth-institute.de/sondierungsstudie-climate-engineering.html Sondierungsstudie Climate Engineering] Gesamtstudie im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und Einzelstudien zu verschiedenen Themen&lt;br /&gt;
* [http://spp-climate-engineering.de/ Schwerpunktprogramm (SPP) 1689 der Deutschen Forschungsgemeinschaft] Forschung zur Bewertung von Climate Engineering&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climate Engineering]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinBehrens</name></author>
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		<updated>2013-09-04T09:07:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinBehrens: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:CE Verfahren.jpg|thumb|520px|Ausgewählte Verfahren des Climate Engineering im Überblick]]&lt;br /&gt;
Die Auswirkungen des anthropogen verursachten [[Klimawandel]]s stellen uns vor immer größere Probleme. Um diesen zu begegnen, werden neben Maßnahmen zur Reduktion von [[Treibhausgase]]n auch vermehrt Climate Engineering-Ideen, d.h. Eingriffe in das [[Klimasystem]], diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zwei verschiedene Grundideen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Climate Engineering bezeichnet gezielte großskalige technische Maßnahmen, um unser Klimasystem zu beeinflussen. Dabei wird zwischen zwei grundsätzlichen Ansätzen unterschieden:&lt;br /&gt;
* Technologien zur Bekämpfung der Hauptursache des anthropogenen Klimawandels bezeichnet man als Carbon Dioxide Removal (CDR), da die [[Kohlendioxid-Konzentration|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration]] in der Atmosphäre aktiv verringert werden soll. Durch biologische, chemische oder physikalische Prozesse würde CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; der [[Atmosphäre im Klimasystem|Atmosphäre]] entzogen und durch den [[Ozean im Klimasystem|Ozean]] oder die [[Biosphäre im Klimasystem|terrestrische Biosphäre]] aufgenommen bzw. direkt geologisch gespeichert werden.&lt;br /&gt;
* Technologien zur Verringerung der [[Strahlung]] in der Atmosphäre werden Radiation Management (RM) genannt, da sie eine Veränderung der [[Strahlungshaushalt_der_Atmosphäre#Die_Strahlungsbilanz|Strahlungsbilanz]] bewirken sollen und damit die Temperatur direkt beeinflussen können. Hier gibt es Ideen zur Verringerung der kurzwelligen [[Sonneneinstrahlung und Klimaänderungen|Sonneneinstrahlung]] auf die Erdoberfläche bzw. zu deren erhöhter Reflektion und Vorschläge, die langwellige thermische Abstrahlung ins Weltall zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Debatte zu Climate Engineering ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschung über Climate Engineering befindet sich zwar noch in einem frühen Stadium, allerdings werden schon konkrete Technologien entwickelt. Zur Zeit beschränkt sich die Debatte weitgehend auf einen kleinen Kreis überwiegend akademischer Teilnehmer, Unternehmen der freien Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Politikern. In der Öffentlichkeit ist Climate Engineering bisher kaum bekannt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Da schon Feldversuche zu Climate Engineering weltweite Auswirkungen haben könnten, beschränkt sich die Diskussion nicht nur auf naturwissenschaftliche und technische Informationen, sondern beinhaltet auch die geschichtliche Entwicklung von Climate Engineering, wirtschaftliche Aspekte, politische Implikationen, ethische Ansichten (Verantwortung für zukünftige Generationen) und internationale gesetzliche Regulierungen zur Erforschung und möglichen Einsetzung von Climate Engineering.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zugunsten des Einsatzes bzw. der Einsatzbereitschaft werden drei Argumente angeführt: CE-Technologien seien effizienter als die herkömmliche Emissionskontrolle; ohne sie ließen sich ambitionierte [[2-Grad-Ziel|Klimaziele]] nicht erreichen; und sie seien als Notfalloption erforderlich, sollte es zu dem in der UNFCCC beschriebenen katastrophalen Klimawandel kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen den Einsatz sprechen neben Bedenken an der Wirksamkeit und möglicherweise mangelnden ökonomischen Effizienz solcher Technologien auch risikoethische, gerechtigkeitstheoretische sowie eine Reihe weiterer grundsätzlicher (z. B. religiöser) Argumente. Nebenfolgen der Forschung und ethische Prinzipien (wie das Verursacherprinzip) werden als Einwände gegen CE-Forschung geltend gemacht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.kiel-earth-institute.de/sondierungsstudie-climate-engineering.html Sondierungsstudie Climate Engineering] Gesamtstudie im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und Einzelstudien zu verschiedenen Themen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climate Engineering]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinBehrens</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinBehrens: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Auswirkungen des anthropogen verursachten Klimawandels stellen uns vor immer größere Probleme. Um diesen zu begegnen, werden neben Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen auch vermehrt Climate Engineering-Ideen diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zwei verschiedene Grundideen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Climate Engineering bezeichnet gezielte großskalige technische Maßnahmen, um unser Klimasystem zu beeinflussen. Dabei wird zwischen zwei grundsätzlichen Ansätzen unterschieden:&lt;br /&gt;
• Technologien zur Bekämpfung der Hauptursache des anthropogenen Klimawandels bezeichnet man als Carbon Dioxide Removal (CDR), da die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration in der Atmosphäre aktiv verringert werden soll. Durch biologische, chemische oder physikalische Prozesse würde CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; der Atmosphäre entzogen und durch den Ozean oder die terrestrische Biosphäre aufgenommen, bzw. direkt geologisch gespeichert werden.&lt;br /&gt;
• Technologien zur symptomatischen Behandlung werden unter Radiation Management (RM) zusammengefasst, da sie eine Veränderung der Strahlungsbilanz bewirken sollen und damit die Temperatur direkt beeinflussen können. Hier gibt es Ideen zur Verringerung der kurzwelligen Sonneneinstrahlung auf die Erdoberfläche, bzw. zur erhöhten Reflektion derselben und Vorschläge die langwellige thermische Abstrahlung ins Weltall zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Debatte zu Climate Engineering ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschung über Climate Engineering befindet sich zwar noch in einem frühen Stadium, allerdings werden schon konkrete Technologien entwickelt. Zur Zeit beschränkt sich die Debatte weitgehend auf einen kleinen Kreis überwiegend akademischer Teilnehmer, Unternehmen der freien Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Politikern. In der Öffentlichkeit ist Climate Engineering bisher kaum bekannt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Da schon Feldversuche zu Climate Engineering weltweite Auswirkungen haben könnten, beschränkt sich die Diskussion nicht nur auf naturwissenschaftliche und technische Informationen, sondern beinhaltet auch die geschichtliche Entwicklung von Climate Engineering, wirtschaftliche Aspekte, politische Implikationen, ethische Ansichten (Verantwortung für zukünftige Generationen) und internationale gesetzliche Regulierungen zur Erforschung und möglichen Einsetzung von Climate Engineering.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zugunsten des Einsatzes bzw. der Einsatzbereitschaft werden drei Argumente angeführt: CE-Technologien seien effizienter als die herkömmliche Emissionskontrolle; ohne sie ließen sich ambitionierte Klimaziele nicht erreichen; und sie seien als Notfalloption erforderlich, sollte es zu dem in der UNFCCC beschriebenen katastrophalen Klimawandel kommen.&lt;br /&gt;
Gegen den Einsatz sprechen neben Bedenken an der Wirksamkeit und möglicherweise mangelnden ökonomischen Effizienz solcher Technologien auch risikoethische, gerechtigkeitstheoretische sowie eine Reihe weiterer grundsätzlicher (z. B. religiöser) Argumente. Nebenfolgen der Forschung und ethische Prinzipien (wie das Verursacherprinzip) werden als Einwände gegen CE-Forschung geltend gemacht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climate Engineering]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinBehrens</name></author>
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	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Climate_Engineering&amp;diff=16194</id>
		<title>Climate Engineering</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Climate_Engineering&amp;diff=16194"/>
		<updated>2013-07-22T16:26:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinBehrens: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Auswirkungen des anthropogen verursachten Klimawandels stellen uns vor immer größere Probleme. Um diesen zu begegnen werden neben Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen auch vermehrt Climate Engineering-Ideen diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zwei verschiedene Grundideen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Climate Engineering bezeichnet gezielte großskalige technische Maßnahmen, um unser Klimasystem zu beeinflussen. Dabei wird zwischen zwei grundsätzlichen Ansätzen unterschieden:&lt;br /&gt;
• Technologien zur Bekämpfung der Hauptursache des anthropogenen Klimawandels bezeichnet man als Carbon Dioxide Removal (CDR), da die CO2-Konzentration in der Atmosphäre aktiv verringert werden soll. Durch biologische, chemische oder physikalische Prozesse würde CO2 der Atmosphäre entzogen und durch den Ozean oder die terrestrische Biosphäre aufgenommen, bzw. direkt geologisch gespeichert werden.&lt;br /&gt;
• Technologien zur symptomatischen Behandlung werden unter Radiation Management (RM) zusammengefasst, da sie eine Veränderung der Strahlungsbilanz bewirken sollen und damit die Temperatur direkt beeinflussen können. Hier gibt es Ideen zur Verringerung der kurzwelligen Sonneneinstrahlung auf die Erdoberfläche, bzw. zur erhöhten Reflektion derselben und Vorschläge die langwellige thermische Abstrahlung ins Weltall zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Debatte zu Climate Engineering ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschung über Climate Engineering befindet sich zwar noch in einem frühen Stadium, allerdings werden schon konkrete Technologien entwickelt. Zur Zeit beschränkt sich die Debatte weitgehend auf einen kleinen Kreis überwiegend akademischer Teilnehmer, Unternehmen der freien Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Politikern. In der Öffentlichkeit ist Climate Engineering bisher kaum bekannt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Da schon Feldversuche zu Climate Engineering weltweite Auswirkungen haben könnten, beschränkt sich die Diskussion nicht nur auf naturwissenschaftliche und technische Informationen, sondern beinhaltet auch die geschichtliche Entwicklung von Climate Engineering, wirtschaftliche Aspekte, politische Implikationen, ethische Ansichten (Verantwortung für zukünftige Generationen) und internationale gesetzliche Regulierungen zur Erforschung und möglichen Einsetzung von Climate Engineering.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zugunsten des Einsatzes bzw. der Einsatzbereitschaft werden drei Argumente angeführt: CE-Technologien seien effizienter als die herkömmliche Emissionskontrolle; ohne sie ließen sich ambitionierte Klimaziele nicht erreichen; und sie seien als Notfalloption erforderlich, sollte es zu dem in der UNFCCC beschriebenen katastrophalen Klimawandel kommen.&lt;br /&gt;
Gegen den Einsatz sprechen neben Bedenken an der Wirksamkeit und möglicherweise mangelnden ökonomischen Effizienz solcher Technologien auch risikoethische, gerechtigkeitstheoretische sowie eine Reihe weiterer grundsätzlicher (z. B. religiöser) Argumente. Nebenfolgen der Forschung und ethische Prinzipien (wie das Verursacherprinzip) werden als Einwände gegen CE-Forschung geltend gemacht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climate Engineering]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinBehrens</name></author>
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		<title>Climate Engineering</title>
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		<updated>2013-07-22T16:24:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinBehrens: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Auswirkungen des anthropogen verursachten Klimawandels stellen uns vor immer größere Probleme. Um diesen zu begegnen werden neben Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen auch vermehrt Climate Engineering-Ideen diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Climate Engineering bezeichnet gezielte großskalige technische Maßnahmen, um unser Klimasystem zu beeinflussen. Dabei wird zwischen zwei grundsätzlichen Ansätzen unterschieden:&lt;br /&gt;
• Technologien zur Bekämpfung der Hauptursache des anthropogenen Klimawandels bezeichnet man als Carbon Dioxide Removal (CDR), da die CO2-Konzentration in der Atmosphäre aktiv verringert werden soll. Durch biologische, chemische oder physikalische Prozesse würde CO2 der Atmosphäre entzogen und durch den Ozean oder die terrestrische Biosphäre aufgenommen, bzw. direkt geologisch gespeichert werden.&lt;br /&gt;
• Technologien zur symptomatischen Behandlung werden unter Radiation Management (RM) zusammengefasst, da sie eine Veränderung der Strahlungsbilanz bewirken sollen und damit die Temperatur direkt beeinflussen können. Hier gibt es Ideen zur Verringerung der kurzwelligen Sonneneinstrahlung auf die Erdoberfläche, bzw. zur erhöhten Reflektion derselben und Vorschläge die langwellige thermische Abstrahlung ins Weltall zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Debatte zu Climate Engineering ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschung über Climate Engineering befindet sich zwar noch in einem frühen Stadium, allerdings werden schon konkrete Technologien entwickelt. Zur Zeit beschränkt sich die Debatte weitgehend auf einen kleinen Kreis überwiegend akademischer Teilnehmer, Unternehmen der freien Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Politikern. In der Öffentlichkeit ist Climate Engineering bisher kaum bekannt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Da schon Feldversuche zu Climate Engineering weltweite Auswirkungen haben könnten, beschränkt sich die Diskussion nicht nur auf naturwissenschaftliche und technische Informationen, sondern beinhaltet auch die geschichtliche Entwicklung von Climate Engineering, wirtschaftliche Aspekte, politische Implikationen, ethische Ansichten (Verantwortung für zukünftige Generationen) und internationale gesetzliche Regulierungen zur Erforschung und möglichen Einsetzung von Climate Engineering.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zugunsten des Einsatzes bzw. der Einsatzbereitschaft werden drei Argumente angeführt: CE-Technologien seien effizienter als die herkömmliche Emissionskontrolle; ohne sie ließen sich ambitionierte Klimaziele nicht erreichen; und sie seien als Notfalloption erforderlich, sollte es zu dem in der UNFCCC beschriebenen katastrophalen Klimawandel kommen.&lt;br /&gt;
Gegen den Einsatz sprechen neben Bedenken an der Wirksamkeit und möglicherweise mangelnden ökonomischen Effizienz solcher Technologien auch risikoethische, gerechtigkeitstheoretische sowie eine Reihe weiterer grundsätzlicher (z. B. religiöser) Argumente. Nebenfolgen der Forschung und ethische Prinzipien (wie das Verursacherprinzip) werden als Einwände gegen CE-Forschung geltend gemacht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climate Engineering]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinBehrens</name></author>
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		<title>Climate Engineering</title>
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		<updated>2013-07-22T16:23:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinBehrens: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
Die Auswirkungen des anthropogen verursachten Klimawandels stellen uns vor immer größere Probleme. Um diesen zu begegnen werden neben Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen auch vermehrt Climate Engineering-Ideen diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Climate Engineering bezeichnet gezielte großskalige technische Maßnahmen, um unser Klimasystem zu beeinflussen. Dabei wird zwischen zwei grundsätzlichen Ansätzen unterschieden:&lt;br /&gt;
• Technologien zur Bekämpfung der Hauptursache des anthropogenen Klimawandels bezeichnet man als Carbon Dioxide Removal (CDR), da die CO2-Konzentration in der Atmosphäre aktiv verringert werden soll. Durch biologische, chemische oder physikalische Prozesse würde CO2 der Atmosphäre entzogen und durch den Ozean oder die terrestrische Biosphäre aufgenommen, bzw. direkt geologisch gespeichert werden.&lt;br /&gt;
• Technologien zur symptomatischen Behandlung werden unter Radiation Management (RM) zusammengefasst, da sie eine Veränderung der Strahlungsbilanz bewirken sollen und damit die Temperatur direkt beeinflussen können. Hier gibt es Ideen zur Verringerung der kurzwelligen Sonneneinstrahlung auf die Erdoberfläche, bzw. zur erhöhten Reflektion derselben und Vorschläge die langwellige thermische Abstrahlung ins Weltall zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Debatte zu Climate Engineering ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschung über Climate Engineering befindet sich zwar noch in einem frühen Stadium, allerdings werden schon konkrete Technologien entwickelt. Zur Zeit beschränkt sich die Debatte weitgehend auf einen kleinen Kreis überwiegend akademischer Teilnehmer, Unternehmen der freien Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Politikern. In der Öffentlichkeit ist Climate Engineering bisher kaum bekannt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Da schon Feldversuche zu Climate Engineering weltweite Auswirkungen haben könnten, beschränkt sich die Diskussion nicht nur auf naturwissenschaftliche und technische Informationen, sondern beinhaltet auch die geschichtliche Entwicklung von Climate Engineering, wirtschaftliche Aspekte, politische Implikationen, ethische Ansichten (Verantwortung für zukünftige Generationen) und internationale gesetzliche Regulierungen zur Erforschung und möglichen Einsetzung von Climate Engineering.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zugunsten des Einsatzes bzw. der Einsatzbereitschaft werden drei Argumente angeführt: CE-Technologien seien effizienter als die herkömmliche Emissionskontrolle; ohne sie ließen sich ambitionierte Klimaziele nicht erreichen; und sie seien als Notfalloption erforderlich, sollte es zu dem in der UNFCCC beschriebenen katastrophalen Klimawandel kommen.&lt;br /&gt;
Gegen den Einsatz sprechen neben Bedenken an der Wirksamkeit und möglicherweise mangelnden ökonomischen Effizienz solcher Technologien auch risikoethische, gerechtigkeitstheoretische sowie eine Reihe weiterer grundsätzlicher (z. B. religiöser) Argumente. Nebenfolgen der Forschung und ethische Prinzipien (wie das Verursacherprinzip) werden als Einwände gegen CE-Forschung geltend gemacht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Climate Engineering]]&lt;/div&gt;</summary>
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