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	<title>Klimawandel - Benutzerbeiträge [de-formal]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Licht&amp;diff=9036</id>
		<title>Licht</title>
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		<updated>2009-12-05T17:48:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jenna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wenn heute im täglichen Sprachgebrauch von Licht gesprochen wird, ist meistens einfach „Helligkeit“ gemeint, also das Gegenteil von „Dunkelheit“. Das ist letztendlich auf die Wahrnehmung des menschlichen Auges zurückzuführen. In diesem Zusammenhang wird auch häufig von dem „sichtbaren Licht“ gesprochen. Um aber eine Vorstellung davon zu bekommen, wo das Licht herkommt, woraus es besteht, und wie es physikalisch und somit auch im Zusammenhang mit Wetter und Klima zu verstehen ist, ist es sinnvoll, sich die Fragen zu stellen, was Licht überhaupt ist und was es für besondere Eigenschaften besitzt. Welche klimatischen Auswirkungen Strahlung, also auch Lichtstrahlung, haben kann, wird in der Rubrik [[Strahlung]] näher beleuchtet.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Was ist Licht? ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Frage hat die Physiker in der Vergangenheit lange Zeit beschäftigt. Die große Streitfrage, an der sich die Geister schieden lautete: Welle oder Teilchen?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bereits im 17. Jahrhundert stellten der Franzose R. Boyle und der Engländer R. Hooke fest, dass Licht sich ähnlich wie eine Wasserwelle verhält. Es folgt also auch dem Superpositionsprinzip, d.h. wenn zwei Wellen gleichzeitig an einem Ort eintreffen, müssen die Amplituden addiert werden. Dies war der Grundbaustein für die Wellentheorie: Wenn also Lichtstrahlen ausgehend von einem Ort, zu einem Auffänger gelangen, dabei aber jeweils geringfügig unterschiedliche Wege durchlaufen, ist eine ungleichmäßige Beleuchtung des Auffängers zu beobachten. Es treten helle und dunkle Stellen auf. Es kommt dann, je nach Wegunterschied, an einem betrachteten Punkt auf dem Auffänger zu einer Auslöschung oder zu einer Verstärkung. Das ist davon abhängig, ob Wellenberg und Wellental oder zwei Wellenberge aufeinander treffen. Diese Eigenschaft des Lichts nennt man Interferenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Engländer I. Newton, Begründer der Teilchentheorie, sah das Licht dagegen, aufgrund seiner geradlinigen Ausbreitung, als einen Strom unwägbarer schnell dahin fliegender Teilchen. So ergab sich die Konkurrenz zur Wellentheorie. Als A. J. Fresnel 1817 erkannte, dass Licht einer transversalen Welle entspricht, war dies ein zusätzliches Argument für die Wellentheorie, zu der auch der Physiker C. Huygens erheblich beigetragen hatte. Diese fordert außerdem eine kleinere Ausbreitungsgeschwindigkeit der Wellen in einem optisch dichteren Medium, was die Versuche von Foucault und Fizeau bewiesen. Hinzu kam, dass James Clerk Maxwell 1873 herausfand, dass Licht auch eine elektromagnetische Welle ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der heutigen Physik ist Licht eine elektromagnetische Welle, die durch räumliche Periodizität, also die Wellenlänge (abgekürzt durch das Symbol λ) und zeitliche Periodizität, also die Frequenz (abgekürzt durch das Symbol v) beschrieben wird. Diese beiden Größen hängen wiederum über die Ausbreitungsgeschwindigkeit (c) von Licht, also der Lichtgeschwindigkeit, zusammen, die im Vakuum und näherungsweise auch in Luft ca. 300.000 km/s beträgt. Der Zusammenhang besteht wie folgt: c = ν * λ. Zudem besteht Licht aus Photonen, d.h. aus kleinsten Teilchen bzw. Lichtquanten mit Energie. Licht kann also sowohl Teilchen als auch Welle sein. Die Wellenlänge wird dabei in Nanometer (nm), also in „Milliardstel Meter“ gemessen und im sogenannten Licht- oder Farbspektrum aufgetragen. Das sichtbare Licht reicht im Farbspektrum von ca. 380 nm bis ca. 780 nm. Dabei ist zwischen sichtbarem, ultraviolettem (UV-Licht) und infrarotem Licht (IR-Licht) zu unterscheiden, wobei der sichtbare Bereich des Spektrums sehr klein ist. Licht, das eine Wellenlänge von weniger als 380 nm hat, wird als UV-Licht, und Licht, das eine Wellenlänge von mehr als 780 nm hat, als IR-Licht bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie entsteht Licht? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimmt man eine heiße Herdplatte oder die Dochtspitze einer Kerze als Beispiel, so ist bekannt, dass diese heißen Objekte glühen. Sie geben also Licht ab, ebenso wie die Sonne als unsere natürliche Lichtquelle. Dabei gilt das Prinzip, je heißer ein Objekt ist, desto größer wird der Lichtanteil, der für den Menschen im sichtbaren Bereich des Spektrums liegt. Bei ca. 6000°C ist schließlich das Maximum der abgegebenen Strahlung gerade im sichtbaren Bereich des elektromagnetischen Spektrums. Diese Temperatur entspricht ungefähr der Oberflächentemperatur unserer Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird ein Körper kälter, so verschiebt sich das Maximum immer mehr in den roten Spektralbereich. Er sendet dann also vorwiegend rotes Licht aus, d.h. er glüht rot. Mit weiter fallender Temperatur wird der Anteil des Spektrums, der vom Menschen gesehen werden kann, folglich immer geringer. Deshalb strahlt z.B. auch ein Heizkörper nur im längerwelligen infraroten Spektralbereich und ist für den Menschen somit nicht als glühend wahrnehmbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Streuung des Lichts ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Sonnenlicht auf die Teilchen in der Atmosphäre trifft, wird es gestreut. Dabei wird, je nach dem, wie groß die streuenden Teilchen im Vergleich zu den sie treffenden Lichtwellenlängen sind, zwischen Mie-Streuung und Rayleigh-Streuung unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G. Mie stellte 1908 die nach ihm benannte Mie-Theorie auf, nach welcher die das Licht streuenden Teilchen in der Größenordnung der Wellenlängen des sie treffenden Lichts liegen oder größer als diese sind. Die Mie-Streuung ist also auch verantwortlich für die Lichtstreuung an Wassertropfen und Aerosolen in der Atmosphäre. Ein wichtiges Ergebnis seiner Theorie ist also, dass die Intensität und die Farbe des an [[Aerosole]]n gestreuten Lichts nicht nur von der Wellenlänge, sondern auch von der Größe der streuenden Teilchen abhängen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bereits 1871, also noch deutlich bevor G. Mie seine Theorie begründete, stellte Lord Rayleigh seine Theorie auf: Er nahm schon damals an, dass die Lichtstreuung auf kleine Teilchen in der Luft zurückzuführen sei. Bei der sogenannten Rayleigh-Streuung sind die streuenden Teilchen jedoch deutlich kleiner im Vergleich zur Wellenlänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird also grob in zwei Streuungsmechanismen unterschieden: Einerseits verursachen die Elektronen der Moleküle und Atome in der Atmosphäre Rayleigh-Streuung, andererseits verursachen Aerosole, je nach ihrer Größe, entweder Rayleigh- oder Mie-Streuung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Physikalische Prozesse des Lichts mit den Bestandteilen der Atmosphäre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Erscheinungen am Himmel sind auf die Wechselwirkungen von Licht und Materie in der Atmosphäre zurückzuführen. Bei Anwesenheit von Materie kann das Licht also entweder absorbiert, reflektiert, gebrochen, gebeugt oder gestreut werden. An den rauen Oberflächen von Bestandteilen der Atmosphäre tritt u.a. diffuse Lichtstreuung, d.h. Streuung in sämtliche Richtungen, auf.  Im Allgemeinen streuen jedoch die kleinen Teilchen asymmetrisch nach der Mie-Streuung, während Moleküle symmetrisch nach der Rayleigh-Streuung streuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lichtquellen außerhalb der Atmosphäre sind vorwiegend die Sonne, der Mond und die Sterne. Wenn das Licht dieser Himmelskörper dann auf die Atmosphäre trifft und diese durchdringt, wird es in seiner Intensität durch die Streuung abgeschwächt. Das Licht bzw. die Strahlung wird also aus seiner ursprünglichen Richtung abgelenkt und dabei entlang einer vorgegebenen Richtung, die auch als Sehstrahl bezeichnet wird, mit zunehmender Streuung immer schwächer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezogen auf die Rayleigh-Streuung wird der Sachverhalt komplizierter, denn erstens nimmt die Dichte der Luft mit der Höhe ab, zweitens richtet sich die Wahrscheinlichkeit der Streuung nach der Lichtwellenlänge und drittens hängt die von Licht durchquerte Luftmasse vom Einfallswinkel des Lichts auf die Atmosphäre ab. Fällt Licht direkt aus dem Zenit ein, wird dies als „vertikale Atmosphäre“ bezeichnet. Die optische Dichte für den Bereich des sichtbaren Lichts in der vertikalen Atmosphäre liegt dann bei &amp;lt;1. Der Weg des Lichts ist hier so kurz, dass jedes Photon (jeder Lichtstrahl) im Mittel nur einmal gestreut wird. Es dominiert hier die sogenannte Einfachstreuung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun lässt sich die Schwächung des Lichts auch noch als Funktion der Zenitdistanz, mit Hilfe des Air-Mass-Faktors (AM), beschreiben. Angenommen wird dabei eine homogene Atmosphäre ohne Inhomogenitäten. Der AM ist ein Maß für die Dicke der Luftschicht (durchstrahlte Menge der Materie) entlang eines Sehstrahls, also einer vorgegebenen Richtung, zum Betrachter. Je größer der AM, desto mehr Licht wird auf dem Weg zum Betrachter gestreut oder absorbiert, also aus dem Strahl entfernt. In vertikaler Atmosphäre beträgt der AM 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie allgemein bekannt ist, ist die Lichtintensität und damit die Sonneneinstrahlung höher, wenn die Sonne hoch am Himmel steht als wenn sie knapp über dem Horizont steht.  Aber warum ist das so? Wenn die Sonne dicht über dem Horizont steht, muss das Licht einen deutlich längeren Weg durch die Atmosphäre zurücklegen, bevor es das Auge des Betrachters erreicht. Es wird also mehr Licht aus der ursprünglichen Ausbreitungsrichtung heraus gestreut. Bei langen Distanzen ist zudem eine Mehrfachstreuung möglich. Hierbei wird bereits gestreutes Licht nochmals gestreut und dadurch abgeschwächt. Insbesondere für niedrige Sonnenstände kann der AM Werte von über 38 annehmen, d.h. das Licht muss dann eine 38-mal dickere Luftschicht durchqueren, im Vergleich zum Zenit. Dadurch wird die Lichtschwächung sehr groß und es können beispielsweise Sterne, die direkt über dem Horizont stehen, nicht mehr wahrgenommen werden. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Strahlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*Vollmer, Michael (2006): Lichtspiele in der Luft – Atmosphärische Optik für Einsteiger, Spektrum Akademischer Verlag, Elsevier GmbH, München.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strahlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundbegriffe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jenna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Aerosole&amp;diff=8868</id>
		<title>Aerosole</title>
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		<updated>2009-10-11T14:01:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jenna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Aerosole&#039;&#039;&#039; sind klimatisch die Gegenspieler der [[Treibhausgase]], da sie auf die bodennahen Luftschichten hauptsächlich abkühlend wirken. Sie entstehen wie Treibhausgase sowohl durch natürliche Vorgänge als auch durch menschliche Aktivitäten. Ursache können [[Vulkanismus|Vulkanausbrüche]] oder Wüstenstürme sein und ähnlich wie bei den Treibhausgasen die Verbrennung von Biomasse und fossilen Brennstoffen. Aerosole besitzen jedoch eine völlig andere Wirkung auf den [[Strahlungshaushalt der Atmosphäre]]. Auf die langwellige Wärmestrahlung haben sie so gut wie keinen Einfluss. Sie reflektieren jedoch die Solar[[strahlung]] und absorbieren sie z.T. auch. In der Diskussion um den durch den Menschen gemachten [[Treibhauseffekt]] und die künftige Klimaentwicklung spielen Aerosole eine wesentliche Rolle, da ohne sie der globale Temperaturanstieg der letzten Jahrzehnte wahrscheinlich deutlich höher ausgefallen wäre und auch die zukünftige Erwärmung merklich größer sein würde. Aerosole maskieren also den [[anthropogen]]en Klimawandel bis zu einem gewissen Grad. &lt;br /&gt;
Außer ihrem Einfluss in der [[Atmosphäre]] können [[Aerosole]] auch das Reflexionsvermögen des Erdbodens beeinflussen. So setzen sich zum Beispiel aus Verbrennungsprozessen stammende Kohlenstoffpartikel („black carbon“) auf Schnee- und Eisoberflächen, absorbieren dort Sonnen[[licht]], erwärmen sich und führen dadurch zu einem Abschmelzen. Der dabei eventuell freigelegte Boden wiederum hätte ebenfalls ein geringeres Reflexionsvermögen. Allerdings ist der wissenschaftliche Kenntnisstand bezüglich Aerosolen und ihrer klimatischen Wirkung in vieler Hinsicht eher gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Größe von Aerosolen ==&lt;br /&gt;
Aerosol ist der Oberbegriff für jene dispersen Systeme (das sind: heterogene Gemische), deren äußere Phase (also: das Dispersionsmedium) gasförmig ist. (In der wörtlichen Übersetzung bedeutet &amp;quot;Aerosol&amp;quot; &amp;lt;small&amp;gt;(altgriechisch &amp;quot;a-er&amp;quot; = &amp;quot;Luft&amp;quot;; lateinisch &amp;quot;solutus&amp;quot; = &amp;quot;aufgelöst&amp;quot;)&amp;lt;/small&amp;gt; &amp;quot;Lösung in Luft&amp;quot; und meint eigentlich ein festes oder flüssiges Teilchen mit der es umgebenden Luft.) In der Meteorologie und Klimaforschung wird der Begriff &amp;quot;Aerosol&amp;quot; jedoch nur für das Teilchen selbst verwendet. Atmosphärische Aerosole sind demnach kleine, in der Luft schwebende Teilchen. Sie besitzen einen Durchmesser von etwa 1 nm (10&amp;lt;sup&amp;gt;-9&amp;lt;/sup&amp;gt; m) bis mehr als 10 μm (10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; m) und sind damit mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Man unterscheidet nach der Größe:&amp;lt;ref&amp;gt;angelehnt an BUWAL Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (2001): PM10 [http://www.bafu.admin.ch/luft/00575/00578/index.html?lang=de&amp;amp;download=NHzLpZig7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDd4R9fmym162dpYbUzd,Gpd6emK2Oz9aGodetmqaN19XI2IdvoaCVZ,s-.pdf Fragen und Antworten zu Eigenschaften, Emissionen, Immissionen, Auswirkungen, und Maßnahmen]; die Größeneinteilung der Aerosole ist nicht einheitlich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ultrafeine Partikel mit weniger als 0,1 μm Durchmesser,&lt;br /&gt;
* feine Partikel (auch als Akkumulationsmodus bezeichnet) mit 0,1-2,5 μm und&lt;br /&gt;
* grobe Partikel mit über 2,5 μm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Umwandlungsprozesse ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aerosole können durch natürliche Vorgänge wie Wind oder Vulkanausbrüche oder durch menschliche Aktivitäten wie die Verbrennung fossiler Energien in die Atmosphäre gelangen. &lt;br /&gt;
Die wichtigsten Vertreter sind Mineralstaub, Meersalz, Sulfat, Ruß und organische Verbindungen. Mineralstaub wird dabei meist durch den Wind aufgewirbelt, insbesondere in Wüstengebieten. Insbesondere für den [[Niederschlag]] in höheren Breiten sind so genannte Tonmineralien wichtig, da sie als Eiskondensationskerne wirken und so den Niederschlag überhaupt erst ermöglichen. Meersalz gelangt ebenfalls durch natürliche Prozesse in die Atmosphäre: Immer wenn das Wasser vom Wind aufgewühlt wird, gelangen viele kleine Tropfen in die Luft und verdunsten dort, so dass die Salzteilchen übrig bleiben. Es wird aber nicht nur Wasser in die Luft gewirbelt, sondern kleine Luftbläschen gelangen ihrerseits ins Wasser und steigen dann an die Oberfläche auf. Dort bildet sich beim Kontakt mit der Oberfläche plötzlich eine Mulde, in deren Mitte das Wasser zurückschwappt und einen großen Tropfen nach oben schleudert. Diese &amp;quot;jet drops&amp;quot; sind ebenfalls eine wichtige Quelle für Meersalzaerosole. &lt;br /&gt;
Sulfataerosole entstehen dagegen erst in der Atmosphäre durch die Reaktion von SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; mit anderen Stoffen. SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; (Schwefeldioxid) wird bei Verbrennungen wie z.B. Waldbränden oder industriellen Prozessen frei. Die Quellen sind also zum Teil natürlichen, zum Teil menschlichen Ursprungs. Zwar wurden die Schwefelemissionen in der westlichen Welt durch Luftreinhaltegesetze in den letzten Jahrzehnten deutlich gesenkt, in anderen Teilen der Welt wie z.B. China sind sie jedoch gestiegen. &lt;br /&gt;
Auch Ruß ist ein Verbrennungsprodukt und stammt aus menschlichen und natürlichen Quellen, insbesondere aus Verbrennungen, die unvollständig ablaufen. Ein Teil des Kohlenstoffs wird daher nicht oxidiert und bildet zum Teil lange Ketten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aerosole kommen sowohl in der freien Atmosphäre als auch in Wolken vor und unterliegen hier weiteren Umwandlungsprozessen. Sie können koagulieren, d.h. mit anderen Partikeln größere Teilchen bilden, kondensieren, Kondensationskerne von Wolkentröpfchen oder Eiskristallen bilden, sich an Wassertröpfchen anlagern oder chemische Reaktionen durchlaufen. Ihre Zusammensetzung ist daher sehr komplex und variabel. Ein gealtertes Aerosol unterscheidet sich oft gravierend von frisch gebildteten Aerosolen. Besonders Aerosole im Akkumulationsmodus, die häufig aus Koagulation kleinerer Partikel entstanden sind, besitzen eine vom ursprünglichen Aerosol stark abweichende Zusammensetzung und Form. Aerosole können durch Auswaschung (nasse Deposition) oder trockene Ablagerung (trockene Deposition) wieder aus der Atmosphäre entfernt werden.&lt;br /&gt;
[[Bild:Aerosole_lebensdauer.gif|thumb|320 px|Die atmosphärische Lebensdauer von Aerosolen in Abhängigkeit vom Partikelradius (in μm) und der Höhe.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweilzeit in der Atmosphäre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die atmosphärische Verweilzeit von Aerosolen hängt entscheidend von ihrer Größe ab. Die ultrafeinen Partikel koagulieren innerhalb weniger Stunden mit anderen Teilchen zu größeren Partikeln oder wachsen durch Kondensation. Die Lebensdauer der groben Partikel, vor allem der über 10 μm, beträgt nur Minuten oder Stunden bis einen Tag, da sie verhältnismäßig schnell sedimentieren. Aerosole im sogenannten Akkumulationsmodus besitzen die längste Aufenthaltsdauer in der Atmosphäre. Sie werden in erster Linie durch Niederschlag aus der Atmosphäre entfernt und besitzen im Mittel eine Verweilzeit von ca. einer Woche. Wenn diese Partikel in große Höhen gelangen, z.B. durch Flugzeugabgase oder Vulkanausbrüche bis in die Stratosphäre, ist ihre Lebensdauer allerdings deutlich länger und kann ein bis drei Jahre betragen. Partikel kleiner als 0,2 μm dominieren die Anzahldichte, Partikel mit einem Radius zwischen 0,05 und 1,0 μm die Aerosoloberfläche und damit auch die optischen Eigenschaften, und solche mit Radien zwischen 0,3 und 20 μm die Partikelmasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Primäre Aerosole]]&lt;br /&gt;
* [[Sekundäre Aerosole]]&lt;br /&gt;
* [[Strahlungsantrieb von Aerosolen]]&lt;br /&gt;
* [[Klimawirkung von Aerosolen]]&lt;br /&gt;
* [[Auswirkungen des Luftverkehrs]]&lt;br /&gt;
* [[Aerosolwirkung in Europa]]&lt;br /&gt;
* [[Aerosolwirkung in Asien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.hamburger-bildungsserver.de/index.phtml?site=themen.klima.treibhausgase Treibhausgase und Aerosole] Informationen auf dem Hamburger Bildungsserver&lt;br /&gt;
* Max-Planck-Institut für Chemie, Mainz (Presseinformation vom 04. 09. 2008): [http://www.mpch-mainz.mpg.de/mpg/deutsch/pri0508.htm Dreck in Maßen macht mehr Regen] - Ein internationales Wissenschaftlerteam fasst die gegenläufigen Wirkungen von Aerosolen auf den Niederschlag zusammen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aerosole]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jenna</name></author>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Aerosole&amp;diff=8867</id>
		<title>Aerosole</title>
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		<updated>2009-10-11T14:00:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jenna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Aerosole&#039;&#039;&#039; sind klimatisch die Gegenspieler der [[Treibhausgase]], da sie auf die bodennahen Luftschichten hauptsächlich abkühlend wirken. Sie entstehen wie Treibhausgase sowohl durch natürliche Vorgänge als auch durch menschliche Aktivitäten. Ursache können [[Vulkanismus|Vulkanausbrüche]] oder Wüstenstürme sein und ähnlich wie bei den Treibhausgasen die Verbrennung von Biomasse und fossilen Brennstoffen. Aerosole besitzen jedoch eine völlig andere Wirkung auf den [[Strahlungshaushalt der Atmosphäre]]. Auf die langwellige Wärmestrahlung haben sie so gut wie keinen Einfluss. Sie reflektieren jedoch die Solarstrahlung und absorbieren sie z.T. auch. In der Diskussion um den durch den Menschen gemachten [[Treibhauseffekt]] und die künftige Klimaentwicklung spielen Aerosole eine wesentliche Rolle, da ohne sie der globale Temperaturanstieg der letzten Jahrzehnte wahrscheinlich deutlich höher ausgefallen wäre und auch die zukünftige Erwärmung merklich größer sein würde. Aerosole maskieren also den [[anthropogen]]en Klimawandel bis zu einem gewissen Grad. &lt;br /&gt;
Außer ihrem Einfluss in der Atmosphäre können [[Aerosole]] auch das Reflexionsvermögen des Erdbodens beeinflussen. So setzen sich zum Beispiel aus Verbrennungsprozessen stammende Kohlenstoffpartikel („black carbon“) auf Schnee- und Eisoberflächen, absorbieren dort Sonnen[[licht]], erwärmen sich und führen dadurch zu einem Abschmelzen. Der dabei eventuell freigelegte Boden wiederum hätte ebenfalls ein geringeres Reflexionsvermögen. Allerdings ist der wissenschaftliche Kenntnisstand bezüglich Aerosolen und ihrer klimatischen Wirkung in vieler Hinsicht eher gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Größe von Aerosolen ==&lt;br /&gt;
Aerosol ist der Oberbegriff für jene dispersen Systeme (das sind: heterogene Gemische), deren äußere Phase (also: das Dispersionsmedium) gasförmig ist. (In der wörtlichen Übersetzung bedeutet &amp;quot;Aerosol&amp;quot; &amp;lt;small&amp;gt;(altgriechisch &amp;quot;a-er&amp;quot; = &amp;quot;Luft&amp;quot;; lateinisch &amp;quot;solutus&amp;quot; = &amp;quot;aufgelöst&amp;quot;)&amp;lt;/small&amp;gt; &amp;quot;Lösung in Luft&amp;quot; und meint eigentlich ein festes oder flüssiges Teilchen mit der es umgebenden Luft.) In der Meteorologie und Klimaforschung wird der Begriff &amp;quot;Aerosol&amp;quot; jedoch nur für das Teilchen selbst verwendet. Atmosphärische Aerosole sind demnach kleine, in der Luft schwebende Teilchen. Sie besitzen einen Durchmesser von etwa 1 nm (10&amp;lt;sup&amp;gt;-9&amp;lt;/sup&amp;gt; m) bis mehr als 10 μm (10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; m) und sind damit mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Man unterscheidet nach der Größe:&amp;lt;ref&amp;gt;angelehnt an BUWAL Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (2001): PM10 [http://www.bafu.admin.ch/luft/00575/00578/index.html?lang=de&amp;amp;download=NHzLpZig7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDd4R9fmym162dpYbUzd,Gpd6emK2Oz9aGodetmqaN19XI2IdvoaCVZ,s-.pdf Fragen und Antworten zu Eigenschaften, Emissionen, Immissionen, Auswirkungen, und Maßnahmen]; die Größeneinteilung der Aerosole ist nicht einheitlich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ultrafeine Partikel mit weniger als 0,1 μm Durchmesser,&lt;br /&gt;
* feine Partikel (auch als Akkumulationsmodus bezeichnet) mit 0,1-2,5 μm und&lt;br /&gt;
* grobe Partikel mit über 2,5 μm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Umwandlungsprozesse ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aerosole können durch natürliche Vorgänge wie Wind oder Vulkanausbrüche oder durch menschliche Aktivitäten wie die Verbrennung fossiler Energien in die Atmosphäre gelangen. &lt;br /&gt;
Die wichtigsten Vertreter sind Mineralstaub, Meersalz, Sulfat, Ruß und organische Verbindungen. Mineralstaub wird dabei meist durch den Wind aufgewirbelt, insbesondere in Wüstengebieten. Insbesondere für den [[Niederschlag]] in höheren Breiten sind so genannte Tonmineralien wichtig, da sie als Eiskondensationskerne wirken und so den Niederschlag überhaupt erst ermöglichen. Meersalz gelangt ebenfalls durch natürliche Prozesse in die Atmosphäre: Immer wenn das Wasser vom Wind aufgewühlt wird, gelangen viele kleine Tropfen in die Luft und verdunsten dort, so dass die Salzteilchen übrig bleiben. Es wird aber nicht nur Wasser in die Luft gewirbelt, sondern kleine Luftbläschen gelangen ihrerseits ins Wasser und steigen dann an die Oberfläche auf. Dort bildet sich beim Kontakt mit der Oberfläche plötzlich eine Mulde, in deren Mitte das Wasser zurückschwappt und einen großen Tropfen nach oben schleudert. Diese &amp;quot;jet drops&amp;quot; sind ebenfalls eine wichtige Quelle für Meersalzaerosole. &lt;br /&gt;
Sulfataerosole entstehen dagegen erst in der Atmosphäre durch die Reaktion von SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; mit anderen Stoffen. SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; (Schwefeldioxid) wird bei Verbrennungen wie z.B. Waldbränden oder industriellen Prozessen frei. Die Quellen sind also zum Teil natürlichen, zum Teil menschlichen Ursprungs. Zwar wurden die Schwefelemissionen in der westlichen Welt durch Luftreinhaltegesetze in den letzten Jahrzehnten deutlich gesenkt, in anderen Teilen der Welt wie z.B. China sind sie jedoch gestiegen. &lt;br /&gt;
Auch Ruß ist ein Verbrennungsprodukt und stammt aus menschlichen und natürlichen Quellen, insbesondere aus Verbrennungen, die unvollständig ablaufen. Ein Teil des Kohlenstoffs wird daher nicht oxidiert und bildet zum Teil lange Ketten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aerosole kommen sowohl in der freien Atmosphäre als auch in Wolken vor und unterliegen hier weiteren Umwandlungsprozessen. Sie können koagulieren, d.h. mit anderen Partikeln größere Teilchen bilden, kondensieren, Kondensationskerne von Wolkentröpfchen oder Eiskristallen bilden, sich an Wassertröpfchen anlagern oder chemische Reaktionen durchlaufen. Ihre Zusammensetzung ist daher sehr komplex und variabel. Ein gealtertes Aerosol unterscheidet sich oft gravierend von frisch gebildteten Aerosolen. Besonders Aerosole im Akkumulationsmodus, die häufig aus Koagulation kleinerer Partikel entstanden sind, besitzen eine vom ursprünglichen Aerosol stark abweichende Zusammensetzung und Form. Aerosole können durch Auswaschung (nasse Deposition) oder trockene Ablagerung (trockene Deposition) wieder aus der Atmosphäre entfernt werden.&lt;br /&gt;
[[Bild:Aerosole_lebensdauer.gif|thumb|320 px|Die atmosphärische Lebensdauer von Aerosolen in Abhängigkeit vom Partikelradius (in μm) und der Höhe.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweilzeit in der Atmosphäre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die atmosphärische Verweilzeit von Aerosolen hängt entscheidend von ihrer Größe ab. Die ultrafeinen Partikel koagulieren innerhalb weniger Stunden mit anderen Teilchen zu größeren Partikeln oder wachsen durch Kondensation. Die Lebensdauer der groben Partikel, vor allem der über 10 μm, beträgt nur Minuten oder Stunden bis einen Tag, da sie verhältnismäßig schnell sedimentieren. Aerosole im sogenannten Akkumulationsmodus besitzen die längste Aufenthaltsdauer in der Atmosphäre. Sie werden in erster Linie durch Niederschlag aus der Atmosphäre entfernt und besitzen im Mittel eine Verweilzeit von ca. einer Woche. Wenn diese Partikel in große Höhen gelangen, z.B. durch Flugzeugabgase oder Vulkanausbrüche bis in die Stratosphäre, ist ihre Lebensdauer allerdings deutlich länger und kann ein bis drei Jahre betragen. Partikel kleiner als 0,2 μm dominieren die Anzahldichte, Partikel mit einem Radius zwischen 0,05 und 1,0 μm die Aerosoloberfläche und damit auch die optischen Eigenschaften, und solche mit Radien zwischen 0,3 und 20 μm die Partikelmasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Primäre Aerosole]]&lt;br /&gt;
* [[Sekundäre Aerosole]]&lt;br /&gt;
* [[Strahlungsantrieb von Aerosolen]]&lt;br /&gt;
* [[Klimawirkung von Aerosolen]]&lt;br /&gt;
* [[Auswirkungen des Luftverkehrs]]&lt;br /&gt;
* [[Aerosolwirkung in Europa]]&lt;br /&gt;
* [[Aerosolwirkung in Asien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.hamburger-bildungsserver.de/index.phtml?site=themen.klima.treibhausgase Treibhausgase und Aerosole] Informationen auf dem Hamburger Bildungsserver&lt;br /&gt;
* Max-Planck-Institut für Chemie, Mainz (Presseinformation vom 04. 09. 2008): [http://www.mpch-mainz.mpg.de/mpg/deutsch/pri0508.htm Dreck in Maßen macht mehr Regen] - Ein internationales Wissenschaftlerteam fasst die gegenläufigen Wirkungen von Aerosolen auf den Niederschlag zusammen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aerosole]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jenna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Aerosole&amp;diff=8866</id>
		<title>Aerosole</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Aerosole&amp;diff=8866"/>
		<updated>2009-10-11T13:59:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jenna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Aerosole&#039;&#039;&#039; sind klimatisch die Gegenspieler der [[Treibhausgase]], da sie auf die bodennahen Luftschichten hauptsächlich abkühlend wirken. Sie entstehen wie Treibhausgase sowohl durch natürliche Vorgänge als auch durch menschliche Aktivitäten. Ursache können [[Vulkanismus|Vulkanausbrüche]] oder Wüstenstürme sein und ähnlich wie bei den Treibhausgasen die Verbrennung von Biomasse und fossilen Brennstoffen. Aerosole besitzen jedoch eine völlig andere Wirkung auf den [[Strahlungshaushalt der Atmosphäre]]. Auf die langwellige Wärmestrahlung haben sie so gut wie keinen Einfluss. Sie reflektieren jedoch die Solarstrahlung und absorbieren sie z.T. auch. In der Diskussion um den durch den Menschen gemachten [[Treibhauseffekt]] und die künftige Klimaentwicklung spielen Aerosole eine wesentliche Rolle, da ohne sie der globale Temperaturanstieg der letzten Jahrzehnte wahrscheinlich deutlich höher ausgefallen wäre und auch die zukünftige Erwärmung merklich größer sein würde. Aerosole maskieren also den [[anthropogenen]] Klimawandel bis zu einem gewissen Grad. &lt;br /&gt;
Außer ihrem Einfluss in der Atmosphäre können [[Aerosole]] auch das Reflexionsvermögen des Erdbodens beeinflussen. So setzen sich zum Beispiel aus Verbrennungsprozessen stammende Kohlenstoffpartikel („black carbon“) auf Schnee- und Eisoberflächen, absorbieren dort Sonnen[[licht]], erwärmen sich und führen dadurch zu einem Abschmelzen. Der dabei eventuell freigelegte Boden wiederum hätte ebenfalls ein geringeres Reflexionsvermögen. Allerdings ist der wissenschaftliche Kenntnisstand bezüglich Aerosolen und ihrer klimatischen Wirkung in vieler Hinsicht eher gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Größe von Aerosolen ==&lt;br /&gt;
Aerosol ist der Oberbegriff für jene dispersen Systeme (das sind: heterogene Gemische), deren äußere Phase (also: das Dispersionsmedium) gasförmig ist. (In der wörtlichen Übersetzung bedeutet &amp;quot;Aerosol&amp;quot; &amp;lt;small&amp;gt;(altgriechisch &amp;quot;a-er&amp;quot; = &amp;quot;Luft&amp;quot;; lateinisch &amp;quot;solutus&amp;quot; = &amp;quot;aufgelöst&amp;quot;)&amp;lt;/small&amp;gt; &amp;quot;Lösung in Luft&amp;quot; und meint eigentlich ein festes oder flüssiges Teilchen mit der es umgebenden Luft.) In der Meteorologie und Klimaforschung wird der Begriff &amp;quot;Aerosol&amp;quot; jedoch nur für das Teilchen selbst verwendet. Atmosphärische Aerosole sind demnach kleine, in der Luft schwebende Teilchen. Sie besitzen einen Durchmesser von etwa 1 nm (10&amp;lt;sup&amp;gt;-9&amp;lt;/sup&amp;gt; m) bis mehr als 10 μm (10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; m) und sind damit mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Man unterscheidet nach der Größe:&amp;lt;ref&amp;gt;angelehnt an BUWAL Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (2001): PM10 [http://www.bafu.admin.ch/luft/00575/00578/index.html?lang=de&amp;amp;download=NHzLpZig7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDd4R9fmym162dpYbUzd,Gpd6emK2Oz9aGodetmqaN19XI2IdvoaCVZ,s-.pdf Fragen und Antworten zu Eigenschaften, Emissionen, Immissionen, Auswirkungen, und Maßnahmen]; die Größeneinteilung der Aerosole ist nicht einheitlich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ultrafeine Partikel mit weniger als 0,1 μm Durchmesser,&lt;br /&gt;
* feine Partikel (auch als Akkumulationsmodus bezeichnet) mit 0,1-2,5 μm und&lt;br /&gt;
* grobe Partikel mit über 2,5 μm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Umwandlungsprozesse ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aerosole können durch natürliche Vorgänge wie Wind oder Vulkanausbrüche oder durch menschliche Aktivitäten wie die Verbrennung fossiler Energien in die Atmosphäre gelangen. &lt;br /&gt;
Die wichtigsten Vertreter sind Mineralstaub, Meersalz, Sulfat, Ruß und organische Verbindungen. Mineralstaub wird dabei meist durch den Wind aufgewirbelt, insbesondere in Wüstengebieten. Insbesondere für den [[Niederschlag]] in höheren Breiten sind so genannte Tonmineralien wichtig, da sie als Eiskondensationskerne wirken und so den Niederschlag überhaupt erst ermöglichen. Meersalz gelangt ebenfalls durch natürliche Prozesse in die Atmosphäre: Immer wenn das Wasser vom Wind aufgewühlt wird, gelangen viele kleine Tropfen in die Luft und verdunsten dort, so dass die Salzteilchen übrig bleiben. Es wird aber nicht nur Wasser in die Luft gewirbelt, sondern kleine Luftbläschen gelangen ihrerseits ins Wasser und steigen dann an die Oberfläche auf. Dort bildet sich beim Kontakt mit der Oberfläche plötzlich eine Mulde, in deren Mitte das Wasser zurückschwappt und einen großen Tropfen nach oben schleudert. Diese &amp;quot;jet drops&amp;quot; sind ebenfalls eine wichtige Quelle für Meersalzaerosole. &lt;br /&gt;
Sulfataerosole entstehen dagegen erst in der Atmosphäre durch die Reaktion von SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; mit anderen Stoffen. SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; (Schwefeldioxid) wird bei Verbrennungen wie z.B. Waldbränden oder industriellen Prozessen frei. Die Quellen sind also zum Teil natürlichen, zum Teil menschlichen Ursprungs. Zwar wurden die Schwefelemissionen in der westlichen Welt durch Luftreinhaltegesetze in den letzten Jahrzehnten deutlich gesenkt, in anderen Teilen der Welt wie z.B. China sind sie jedoch gestiegen. &lt;br /&gt;
Auch Ruß ist ein Verbrennungsprodukt und stammt aus menschlichen und natürlichen Quellen, insbesondere aus Verbrennungen, die unvollständig ablaufen. Ein Teil des Kohlenstoffs wird daher nicht oxidiert und bildet zum Teil lange Ketten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aerosole kommen sowohl in der freien Atmosphäre als auch in Wolken vor und unterliegen hier weiteren Umwandlungsprozessen. Sie können koagulieren, d.h. mit anderen Partikeln größere Teilchen bilden, kondensieren, Kondensationskerne von Wolkentröpfchen oder Eiskristallen bilden, sich an Wassertröpfchen anlagern oder chemische Reaktionen durchlaufen. Ihre Zusammensetzung ist daher sehr komplex und variabel. Ein gealtertes Aerosol unterscheidet sich oft gravierend von frisch gebildteten Aerosolen. Besonders Aerosole im Akkumulationsmodus, die häufig aus Koagulation kleinerer Partikel entstanden sind, besitzen eine vom ursprünglichen Aerosol stark abweichende Zusammensetzung und Form. Aerosole können durch Auswaschung (nasse Deposition) oder trockene Ablagerung (trockene Deposition) wieder aus der Atmosphäre entfernt werden.&lt;br /&gt;
[[Bild:Aerosole_lebensdauer.gif|thumb|320 px|Die atmosphärische Lebensdauer von Aerosolen in Abhängigkeit vom Partikelradius (in μm) und der Höhe.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweilzeit in der Atmosphäre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die atmosphärische Verweilzeit von Aerosolen hängt entscheidend von ihrer Größe ab. Die ultrafeinen Partikel koagulieren innerhalb weniger Stunden mit anderen Teilchen zu größeren Partikeln oder wachsen durch Kondensation. Die Lebensdauer der groben Partikel, vor allem der über 10 μm, beträgt nur Minuten oder Stunden bis einen Tag, da sie verhältnismäßig schnell sedimentieren. Aerosole im sogenannten Akkumulationsmodus besitzen die längste Aufenthaltsdauer in der Atmosphäre. Sie werden in erster Linie durch Niederschlag aus der Atmosphäre entfernt und besitzen im Mittel eine Verweilzeit von ca. einer Woche. Wenn diese Partikel in große Höhen gelangen, z.B. durch Flugzeugabgase oder Vulkanausbrüche bis in die Stratosphäre, ist ihre Lebensdauer allerdings deutlich länger und kann ein bis drei Jahre betragen. Partikel kleiner als 0,2 μm dominieren die Anzahldichte, Partikel mit einem Radius zwischen 0,05 und 1,0 μm die Aerosoloberfläche und damit auch die optischen Eigenschaften, und solche mit Radien zwischen 0,3 und 20 μm die Partikelmasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Primäre Aerosole]]&lt;br /&gt;
* [[Sekundäre Aerosole]]&lt;br /&gt;
* [[Strahlungsantrieb von Aerosolen]]&lt;br /&gt;
* [[Klimawirkung von Aerosolen]]&lt;br /&gt;
* [[Auswirkungen des Luftverkehrs]]&lt;br /&gt;
* [[Aerosolwirkung in Europa]]&lt;br /&gt;
* [[Aerosolwirkung in Asien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.hamburger-bildungsserver.de/index.phtml?site=themen.klima.treibhausgase Treibhausgase und Aerosole] Informationen auf dem Hamburger Bildungsserver&lt;br /&gt;
* Max-Planck-Institut für Chemie, Mainz (Presseinformation vom 04. 09. 2008): [http://www.mpch-mainz.mpg.de/mpg/deutsch/pri0508.htm Dreck in Maßen macht mehr Regen] - Ein internationales Wissenschaftlerteam fasst die gegenläufigen Wirkungen von Aerosolen auf den Niederschlag zusammen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aerosole]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jenna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Aufbau_der_Atmosph%C3%A4re&amp;diff=8865</id>
		<title>Aufbau der Atmosphäre</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Aufbau_der_Atmosph%C3%A4re&amp;diff=8865"/>
		<updated>2009-10-11T13:50:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jenna: /* Chemische Zusammensetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Aufbau der Atmosphäre.gif|thumb|420 px|Abb. 1: Der Stockwerkaufbau der Atmosphäre]]&lt;br /&gt;
== Die Stockwerke der Atmosphäre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Atmosphäre ist die dünne Gas-Hülle der Erdkugel. Die Schichtdicke der Atmosphäre bis zur Obergrenze der Stratosphäre (50 km) beträgt weniger als 1&amp;amp;nbsp;% des Erdradius (6&amp;amp;nbsp;378 km). Die Gesamt-Luftmasse der Erdatmosphäre beträgt 5,13&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;10&amp;lt;sup&amp;gt;15&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;amp;nbsp;t (das ist ca. ein Dreihundertstel der [[Wasserressourcen|Wassermasse der Ozeane]]  bzw. ca. ein Millionstel der Erdmasse).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gericke&amp;quot;&amp;gt; K. Gericke (TU Braunschweig): Physikalische Chemie V, Kapitel II. Atmosphärenchemie -  [http://www.pci.tu-bs.de/aggericke/PC5/Kap_II/Atmosphaere.htm Die Atmosphäre als Hülle der Erde]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch ist der vertikale Aufbau, der einen wesentlichen Einfluss darauf hat, wie Wetter- und Klimaprozesse ablaufen. Man kann den Aufbau der Atmosphäre natürlich je nach der Art der Klassifikation verschieden darstellen, je nachdem ob man die chemischen, dynamischen, thermischen, optischen oder andere Eigenschaften betrachtet. In der [[Meteorologie]] macht es aber am meisten Sinn, den Temperaturverlauf mit der Höhe als entscheidendes Kriterium heranzuziehen, weil dadurch auch die Wetterphänomene bestimmt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von unten nach oben gliedert sich die Atmosphäre demnach in die &amp;quot;Stockwerke&amp;quot; [[Troposphäre]], Stratosphäre, Mesosphäre, Ionosphäre und Exosphäre. Klimatisch bedeutsam sind allerdings nur die beiden unteren Stockwerke, da sich hier 99&amp;amp;nbsp;% der Masse der Luft befinden. Ein wichtiger Grund ist die rasche Abnahme der Luftdichte nach oben. Sie beträgt am Boden 1,225&amp;amp;nbsp;kg pro m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;, an der Tropopause, der Grenze zwischen Troposphäre und Stratosphäre, nur noch 0,36&amp;amp;nbsp;kg pro m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;. Entsprechend nimmt der [[Luftdruck]] von 1013&amp;amp;nbsp;hPa am Boden auf etwa 200&amp;amp;nbsp;hPa an der Tropopause und 1&amp;amp;nbsp;hPa an der Stratopause, der Obergrenze der Stratospäre, ab. Allerdings ist hierbei zu beachten, dass diese Genzen eben über den Temperaturverlauf definiert sind und sich daher je nach Wetterlage Druck und Dichte dort stark ändern können. In extremen Ausnahmefällen kann die Tropopause in mittleren und höheren Breiten durchaus schon bei 500&amp;amp;nbsp;hPa liegen. (Die genannten Zahlen sind nicht etwa Konstanten, sondern vielmehr als &amp;quot;typische&amp;quot; Werte zu betrachten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chemische Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;2&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; align=&amp;quot;right&amp;quot; width=&amp;quot;400&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;4&amp;quot; rules=&amp;quot;all&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse; empty-cells:show; margin: 1em 0em 1em 1em; border: solid 1px #aaaaaa;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ &#039;&#039;&#039;Zusammensetzung der Luft&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Luft&amp;quot;&amp;gt;Amt für Umweltschutz: [http://www.stadtklima.de/stuttgart/s-luft/zusammensetzung.htm Natürliche Zusammensetzung der Luft]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [http://de.wikipedia.org/wiki/Luft Luft]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color:#E0EEEE;&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Gas&lt;br /&gt;
! Formel || Volumenanteil&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Beachte:&#039;&#039;&#039; Volumenanteil &#039;&#039;&#039;≠&#039;&#039;&#039; Massenanteil! &amp;lt;br /&amp;gt;*) ppm = parts per million (Anteile pro Million)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Umrechnung &amp;lt;small&amp;gt;(ppm in Prozent)&amp;lt;/small&amp;gt;: 1 ppm = 0,0001 %&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ruess&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Die Anteilsgrößen &amp;lt;small&amp;gt;(Massenanteil; Volumenanteil; Stoffmengenanteil)&amp;lt;/small&amp;gt; sind dimensionslos, das heißt sie haben keine Einheit. Zur Angabe aller Anteile sind Kürzel wie % , ‰, ppm, ppb usw. erlaubt bzw. üblich, wobei in diesem Fall die Bezeichnung der jeweiligen &#039;&#039;&#039;Anteilsgröße zwingend erforderlich&#039;&#039;&#039; ist.  Zur Vermeidung von Missverständnissen (resp. Berechnungsfehlern) ist es sinnvoll, Einheits-Quotienten z.B. µg/g , µmol/mol , ml/m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; zu verwenden.&#039;&#039; - Vgl.:  Klaus-Peter Rueß (Institut für Analytische Chemie, Uni Regensburg, Oktober 2006): [http://www-analytik.chemie.uni-regensburg.de/ruess/ruess1-Dateien/0_Stoech-SB-Gesamt-Vorlesung.pdf Stöchiometrisches Rechnen mit Größengleichungen, Seite 34 ff. von 112(PDF-Datei)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Massenanteil&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color:#E4F4B3;&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Hauptbestandteile der trockenen Luft bei Normalnull&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Stickstoff || N&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 78,084 % ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 75,518 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sauerstoff || O&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 20,942 % ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 23,135 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Argon || Ar ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 0,934 % ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 1,288 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;  | Zwischensummen ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 99,960 % ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 98,941 %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color:#E4F4B3;&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Gehalt an Spurengasen&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasserdampf || H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 0,4 % ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 0,4 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenstoffdioxid || CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 0,038 % ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 0,058 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Neon || Ne ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 18,180&amp;amp;nbsp;ppm ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 12,67&amp;amp;nbsp;ppm &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Helium || He ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 5,240&amp;amp;nbsp;ppm ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 0,72&amp;amp;nbsp;ppm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Methan || CH&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 1,760&amp;amp;nbsp;ppm ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 0,97&amp;amp;nbsp;ppm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Krypton || Kr ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 1,140&amp;amp;nbsp;ppm ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 3,30&amp;amp;nbsp;ppm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasserstoff || H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| ~500&amp;amp;nbsp;ppb ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 36&amp;amp;nbsp;ppb&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Distickstoffoxid || N&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 317&amp;amp;nbsp;ppb ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 480&amp;amp;nbsp;ppb&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenstoffmonoxid || CO ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 50–200&amp;amp;nbsp;ppb ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 50–200&amp;amp;nbsp;ppb&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Xenon || Xe ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 87&amp;amp;nbsp;ppb||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 400&amp;amp;nbsp;ppb&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre ist ein weiterer wichtiger Klimafaktor, da sie einen entscheidenden Einfluss auf den [[Strahlungshaushalt der Atmosphäre]] besitzt. Die Atmosphäre setzt sich hauptsächlich aus Stickstoff (Volumenanteil = 78,1&amp;amp;nbsp;%), Sauerstoff (Volumenanteil = 20,9&amp;amp;nbsp;%) und Argon (Volumenanteil = 0,93&amp;amp;nbsp;%) zusammen. Klimawirksam sind allerdings nur die sogenannten Spurengase wie Wasserdampf (H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O), [[Kohlendioxid]] (CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;), [[Methan]] (CH&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;), [[Lachgas | Distickstoffoxid]] (N&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O) und [[Troposphärisches Ozon | Ozon]] (O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;), deren Anteil zusammen unter 1&amp;amp;nbsp;% liegt. Der Wasserdampfgehalt der Atmosphäre ist regional und zeitlich aber sehr verschieden und liegt im Mittel bei etwa 1&amp;amp;nbsp;%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spurengase [[Absorption|absorbieren]] zum Teil die kurzwellige Solarstrahlung und vor allem die [[Terrestrisch|terrestrische]] Infrarotstrahlung und tragen damit über den natürlichen [[Treibhauseffekt]] entscheidend zur Erwärmung der Atmosphäre bei. Ohne die Wirksamkeit dieser Spurengase wäre es in Bodennähe um 33&amp;amp;nbsp;°C kälter; d.h. wir hätten auf der Erde statt der gegenwärtigen +15&amp;amp;nbsp;°C eine globale Durchschnittstemperatur von -18&amp;amp;nbsp;°C. Mit Ausnahme des Ozons befinden sich diese Spurengase vor allem in der unteren Troposphäre, da ja dort die Luftdichte am größten ist. Da die untere Atmosphäre so gut durchmischt ist, ist die Zusammensetzung mit Ausnahme von Wasserdampf und Ozon dort etwa gleich. Erst in Höhen von ca. 100&amp;amp;nbsp;km beginnen die Gase sich gemäß ihrem Gewicht zu schichten, d.h. leichte Gase sind in großen Höhen stärker konzentriert als schwere. Außerdem herrscht in solchen Höhen eine starke UV-[[Strahlung]], die Moleküle spalten kann und so die Zusammensetzung der Luft mit prägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den klimawirksamen Bestandteilen der Atmosphäre gehören auch die [[Aerosole]], kleine, in der Luft schwebende feste und flüssige Partikel, die aus verschiedensten Ausgangsprozessen (Vulkanausbrüchen, Verbrennungen, Staub, Eiskristallen) entstehen oder von der Erdoberfläche aufgewirbelt werden. Sie wirken im wesentlichen abkühlend, da sie Sonnenstrahlen zurückstreuen. Außerdem spielen Aerosole als Kondensationskerne bei der Wolkenbildung eine wichtige Rolle, und einige Aerosole absorbieren auch Strahlung. Klimatisch von besonderer Bedeutung sind die bei Vulkanausbrüchen bis in die untere Stratosphäre geschleuderten Sulfat-Aerosole, die über einige Jahre durch [[Absorption]] von Solarstrahlung die Temperatur in der unteren Stratosphäre erhöhen und am Erdboden absenken können. Anthropogene Aerosole, die durch Verbrennung fossiler Energieträger entstehen, haben insgesamt einen abkühlenden Effekt, da sie Sonnenstrahlen in der [[Troposphäre]] reflektieren. Ähnlich wirken sich [[anthropogen]]e Aerosole durch ihre Rolle bei der Wolkenbildung aus, auch wenn die Mechanismen hier noch weitgehend ungeklärt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Temperaturprofil der Atmosphäre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre bestimmt teilweise das charakteristische vertikale Temperaturprofil der Atmosphäre. In der Troposphäre nimmt die Temperatur vom Erdboden bis zur Tropopause, der Obergrenze der Troposphäre, von im Mittel 15&amp;amp;nbsp;°C auf -50&amp;amp;nbsp;°C ab (s. Abb. 1). Der Grund liegt einerseits darin, dass die Troposphäre durch die Absorption der Solarstrahlung durch die Erdoberfläche primär von unten erwärmt wird. Andererseits werden die von der Erdoberfläche ausgesandten Wärmestrahlen in der unteren Troposphäre von den hier besonders stark konzentrierten [[Treibhausgase]]n absorbiert. In der darüber liegenden Stratosphäre nimmt die Temperatur wieder zu, da ein Teil der Sonnenstrahlen in der Stratosphäre von dem hier konzentrierten [[Stratosphärisches Ozon|(stratosphärischen) Ozon]] absorbiert wird. Das Ozon wird hier aus der Photolyse (d.h. Spaltung durch UV-Strahlung) von Sauerstoffmolekülen erzeugt. Die gegenüber der oberen Troposphäre höheren Temperaturen in der Stratosphäre begrenzen vertikale Luftbewegungen und schränken damit das Wettergeschehen auf die Troposphäre ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wasserdampf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche Prozesse des Wettergeschehens sind Verdunstung und Kondensation und die durch Temperaturunterschiede bedingte atmosphärische Dynamik. Bei Erwärmung von feuchten Oberflächen entsteht durch Verdunstung Wasserdampf, der mit der erwärmten Luft aufsteigt und bei Abkühlung durch Kondensation in flüssiges Wasser übergeht, wodurch es zur Bildung von Wolken und [[Niederschlag]] kommt. Bei der Verdunstung wird Energie verbraucht, die in dem entstehenden Wasserdampf gespeichert wird, als latente Wärme mit der Luft aufsteigt und bei Kondensation wieder frei wird. Wolken spielen eine wichtige Rolle im Energiehaushalt und sind hochgradig klimawirksam. Sie absorbieren und reflektieren sowohl die kurzwellige Sonnenstrahlung wie die langwellige Wärmestrahlung. Ihr Nettoeffekt auf den Energiehaushalt der Erde ist eine leichte Abkühlung. Dabei wirken die niedrigen Wolken deutlich abkühlend, da bei ihnen die Reflexion der Solarstrahlung überwiegt, während die hohen Eiswolken (Cirren) einen erwärmenden Effekt haben, da sie wie [[Treibhausgase]] die Sonnenstrahlung eher durchlassen, die Wärmestrahlung aber absorbieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterricht ==&lt;br /&gt;
* [http://www.lehrer-online.de/stratosphaere.php?sid=76046581756024410023428172820370 Aufbau der Atmosphäre] Unterrichtseinheit bei Lehrer Online&lt;br /&gt;
* ESPERE Klimaenzyklopädie: [http://www.atmosphere.mpg.de/enid/9c0ca987e42688ad5f91d8072835c98e,0/1__Aufbau___Zusammensetzung/__Arbeitsblatt_1_2sa.html Arbeitsblatt 1: Luft und Temperatur]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Atmosphäre im Klimasystem]]&lt;br /&gt;
* [[Atmosphärische Zirkulation]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Erdatmosphäre]]&lt;br /&gt;
* [[Stratosphäre]]&lt;br /&gt;
* [[Troposphäre]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* K. Gericke (TU Braunschweig): Physikalische Chemie V, Kapitel [http://www.pci.tu-bs.de/aggericke/PC5/#II II. Atmosphärenchemie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Atmosphäre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jenna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Aufbau_der_Atmosph%C3%A4re&amp;diff=8864</id>
		<title>Aufbau der Atmosphäre</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Aufbau_der_Atmosph%C3%A4re&amp;diff=8864"/>
		<updated>2009-10-11T13:45:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jenna: /* Chemische Zusammensetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Aufbau der Atmosphäre.gif|thumb|420 px|Abb. 1: Der Stockwerkaufbau der Atmosphäre]]&lt;br /&gt;
== Die Stockwerke der Atmosphäre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Atmosphäre ist die dünne Gas-Hülle der Erdkugel. Die Schichtdicke der Atmosphäre bis zur Obergrenze der Stratosphäre (50 km) beträgt weniger als 1&amp;amp;nbsp;% des Erdradius (6&amp;amp;nbsp;378 km). Die Gesamt-Luftmasse der Erdatmosphäre beträgt 5,13&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;10&amp;lt;sup&amp;gt;15&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;amp;nbsp;t (das ist ca. ein Dreihundertstel der [[Wasserressourcen|Wassermasse der Ozeane]]  bzw. ca. ein Millionstel der Erdmasse).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gericke&amp;quot;&amp;gt; K. Gericke (TU Braunschweig): Physikalische Chemie V, Kapitel II. Atmosphärenchemie -  [http://www.pci.tu-bs.de/aggericke/PC5/Kap_II/Atmosphaere.htm Die Atmosphäre als Hülle der Erde]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch ist der vertikale Aufbau, der einen wesentlichen Einfluss darauf hat, wie Wetter- und Klimaprozesse ablaufen. Man kann den Aufbau der Atmosphäre natürlich je nach der Art der Klassifikation verschieden darstellen, je nachdem ob man die chemischen, dynamischen, thermischen, optischen oder andere Eigenschaften betrachtet. In der [[Meteorologie]] macht es aber am meisten Sinn, den Temperaturverlauf mit der Höhe als entscheidendes Kriterium heranzuziehen, weil dadurch auch die Wetterphänomene bestimmt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von unten nach oben gliedert sich die Atmosphäre demnach in die &amp;quot;Stockwerke&amp;quot; [[Troposphäre]], Stratosphäre, Mesosphäre, Ionosphäre und Exosphäre. Klimatisch bedeutsam sind allerdings nur die beiden unteren Stockwerke, da sich hier 99&amp;amp;nbsp;% der Masse der Luft befinden. Ein wichtiger Grund ist die rasche Abnahme der Luftdichte nach oben. Sie beträgt am Boden 1,225&amp;amp;nbsp;kg pro m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;, an der Tropopause, der Grenze zwischen Troposphäre und Stratosphäre, nur noch 0,36&amp;amp;nbsp;kg pro m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;. Entsprechend nimmt der [[Luftdruck]] von 1013&amp;amp;nbsp;hPa am Boden auf etwa 200&amp;amp;nbsp;hPa an der Tropopause und 1&amp;amp;nbsp;hPa an der Stratopause, der Obergrenze der Stratospäre, ab. Allerdings ist hierbei zu beachten, dass diese Genzen eben über den Temperaturverlauf definiert sind und sich daher je nach Wetterlage Druck und Dichte dort stark ändern können. In extremen Ausnahmefällen kann die Tropopause in mittleren und höheren Breiten durchaus schon bei 500&amp;amp;nbsp;hPa liegen. (Die genannten Zahlen sind nicht etwa Konstanten, sondern vielmehr als &amp;quot;typische&amp;quot; Werte zu betrachten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chemische Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;2&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; align=&amp;quot;right&amp;quot; width=&amp;quot;400&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;4&amp;quot; rules=&amp;quot;all&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse; empty-cells:show; margin: 1em 0em 1em 1em; border: solid 1px #aaaaaa;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ &#039;&#039;&#039;Zusammensetzung der Luft&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Luft&amp;quot;&amp;gt;Amt für Umweltschutz: [http://www.stadtklima.de/stuttgart/s-luft/zusammensetzung.htm Natürliche Zusammensetzung der Luft]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [http://de.wikipedia.org/wiki/Luft Luft]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color:#E0EEEE;&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Gas&lt;br /&gt;
! Formel || Volumenanteil&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Beachte:&#039;&#039;&#039; Volumenanteil &#039;&#039;&#039;≠&#039;&#039;&#039; Massenanteil! &amp;lt;br /&amp;gt;*) ppm = parts per million (Anteile pro Million)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Umrechnung &amp;lt;small&amp;gt;(ppm in Prozent)&amp;lt;/small&amp;gt;: 1 ppm = 0,0001 %&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ruess&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Die Anteilsgrößen &amp;lt;small&amp;gt;(Massenanteil; Volumenanteil; Stoffmengenanteil)&amp;lt;/small&amp;gt; sind dimensionslos, das heißt sie haben keine Einheit. Zur Angabe aller Anteile sind Kürzel wie % , ‰, ppm, ppb usw. erlaubt bzw. üblich, wobei in diesem Fall die Bezeichnung der jeweiligen &#039;&#039;&#039;Anteilsgröße zwingend erforderlich&#039;&#039;&#039; ist.  Zur Vermeidung von Missverständnissen (resp. Berechnungsfehlern) ist es sinnvoll, Einheits-Quotienten z.B. µg/g , µmol/mol , ml/m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; zu verwenden.&#039;&#039; - Vgl.:  Klaus-Peter Rueß (Institut für Analytische Chemie, Uni Regensburg, Oktober 2006): [http://www-analytik.chemie.uni-regensburg.de/ruess/ruess1-Dateien/0_Stoech-SB-Gesamt-Vorlesung.pdf Stöchiometrisches Rechnen mit Größengleichungen, Seite 34 ff. von 112(PDF-Datei)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Massenanteil&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color:#E4F4B3;&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Hauptbestandteile der trockenen Luft bei Normalnull&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Stickstoff || N&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 78,084 % ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 75,518 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sauerstoff || O&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 20,942 % ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 23,135 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Argon || Ar ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 0,934 % ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 1,288 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;  | Zwischensummen ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 99,960 % ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 98,941 %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color:#E4F4B3;&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Gehalt an Spurengasen&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasserdampf || H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 0,4 % ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 0,4 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenstoffdioxid || CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 0,038 % ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 0,058 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Neon || Ne ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 18,180&amp;amp;nbsp;ppm ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 12,67&amp;amp;nbsp;ppm &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Helium || He ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 5,240&amp;amp;nbsp;ppm ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 0,72&amp;amp;nbsp;ppm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Methan || CH&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 1,760&amp;amp;nbsp;ppm ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 0,97&amp;amp;nbsp;ppm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Krypton || Kr ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 1,140&amp;amp;nbsp;ppm ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 3,30&amp;amp;nbsp;ppm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasserstoff || H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| ~500&amp;amp;nbsp;ppb ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 36&amp;amp;nbsp;ppb&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Distickstoffoxid || N&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 317&amp;amp;nbsp;ppb ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 480&amp;amp;nbsp;ppb&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenstoffmonoxid || CO ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 50–200&amp;amp;nbsp;ppb ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 50–200&amp;amp;nbsp;ppb&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Xenon || Xe ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 87&amp;amp;nbsp;ppb||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 400&amp;amp;nbsp;ppb&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre ist ein weiterer wichtiger Klimafaktor, da sie einen entscheidenden Einfluss auf den [[Strahlungshaushalt der Atmosphäre]] besitzt. Die Atmosphäre setzt sich hauptsächlich aus Stickstoff (Volumenanteil = 78,1&amp;amp;nbsp;%), Sauerstoff (Volumenanteil = 20,9&amp;amp;nbsp;%) und Argon (Volumenanteil = 0,93&amp;amp;nbsp;%) zusammen. Klimawirksam sind allerdings nur die sogenannten Spurengase wie Wasserdampf (H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O), [[Kohlendioxid]] (CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;), [[Methan]] (CH&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;), [[Lachgas | Distickstoffoxid]] (N&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O) und [[Troposphärisches Ozon | Ozon]] (O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;), deren Anteil zusammen unter 1&amp;amp;nbsp;% liegt. Der Wasserdampfgehalt der Atmosphäre ist regional und zeitlich aber sehr verschieden und liegt im Mittel bei etwa 1&amp;amp;nbsp;%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spurengase [[Absorption|absorbieren]] zum Teil die kurzwellige Solarstrahlung und vor allem die [[Terrestrisch|terrestrische]] Infrarotstrahlung und tragen damit über den natürlichen [[Treibhauseffekt]] entscheidend zur Erwärmung der Atmosphäre bei. Ohne die Wirksamkeit dieser Spurengase wäre es in Bodennähe um 33&amp;amp;nbsp;°C kälter; d.h. wir hätten auf der Erde statt der gegenwärtigen +15&amp;amp;nbsp;°C eine globale Durchschnittstemperatur von -18&amp;amp;nbsp;°C. Mit Ausnahme des Ozons befinden sich diese Spurengase vor allem in der unteren Troposphäre, da ja dort die Luftdichte am größten ist. Da die untere Atmosphäre so gut durchmischt ist, ist die Zusammensetzung mit Ausnahme von Wasserdampf und Ozon dort etwa gleich. Erst in Höhen von ca. 100&amp;amp;nbsp;km beginnen die Gase sich gemäß ihrem Gewicht zu schichten, d.h. leichte Gase sind in großen Höhen stärker konzentriert als schwere. Außerdem herrscht in solchen Höhen eine starke UV-[[Strahlung]], die Moleküle spalten kann und so die Zusammensetzung der Luft mit prägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den klimawirksamen Bestandteilen der Atmosphäre gehören auch die [[Aerosole]], kleine, in der Luft schwebende feste und flüssige Partikel, die aus verschiedensten Ausgangsprozessen (Vulkanausbrüchen, Verbrennungen, Staub, Eiskristallen) entstehen oder von der Erdoberfläche aufgewirbelt werden. Sie wirken im wesentlichen abkühlend, da sie Sonnenstrahlen zurückstreuen. Außerdem spielen Aerosole als Kondensationskerne bei der Wolkenbildung eine wichtige Rolle, und einige Aerosole absorbieren auch Strahlung. Klimatisch von besonderer Bedeutung sind die bei Vulkanausbrüchen bis in die untere Stratosphäre geschleuderten Sulfat-Aerosole, die über einige Jahre durch Absorption von Solarstrahlung die Temperatur in der unteren Stratosphäre erhöhen und am Erdboden absenken können. Anthropogene Aerosole, die durch Verbrennung fossiler Energieträger entstehen, haben insgesamt einen abkühlenden Effekt, da sie Sonnenstrahlen in der Troposphäre reflektieren. Ähnlich wirken sich anthropogene Aerosole durch ihre Rolle bei der Wolkenbildung aus, auch wenn die Mechanismen hier noch weitgehend ungeklärt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Temperaturprofil der Atmosphäre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre bestimmt teilweise das charakteristische vertikale Temperaturprofil der Atmosphäre. In der Troposphäre nimmt die Temperatur vom Erdboden bis zur Tropopause, der Obergrenze der Troposphäre, von im Mittel 15&amp;amp;nbsp;°C auf -50&amp;amp;nbsp;°C ab (s. Abb. 1). Der Grund liegt einerseits darin, dass die Troposphäre durch die Absorption der Solarstrahlung durch die Erdoberfläche primär von unten erwärmt wird. Andererseits werden die von der Erdoberfläche ausgesandten Wärmestrahlen in der unteren Troposphäre von den hier besonders stark konzentrierten [[Treibhausgase]]n absorbiert. In der darüber liegenden Stratosphäre nimmt die Temperatur wieder zu, da ein Teil der Sonnenstrahlen in der Stratosphäre von dem hier konzentrierten [[Stratosphärisches Ozon|(stratosphärischen) Ozon]] absorbiert wird. Das Ozon wird hier aus der Photolyse (d.h. Spaltung durch UV-Strahlung) von Sauerstoffmolekülen erzeugt. Die gegenüber der oberen Troposphäre höheren Temperaturen in der Stratosphäre begrenzen vertikale Luftbewegungen und schränken damit das Wettergeschehen auf die Troposphäre ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wasserdampf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche Prozesse des Wettergeschehens sind Verdunstung und Kondensation und die durch Temperaturunterschiede bedingte atmosphärische Dynamik. Bei Erwärmung von feuchten Oberflächen entsteht durch Verdunstung Wasserdampf, der mit der erwärmten Luft aufsteigt und bei Abkühlung durch Kondensation in flüssiges Wasser übergeht, wodurch es zur Bildung von Wolken und [[Niederschlag]] kommt. Bei der Verdunstung wird Energie verbraucht, die in dem entstehenden Wasserdampf gespeichert wird, als latente Wärme mit der Luft aufsteigt und bei Kondensation wieder frei wird. Wolken spielen eine wichtige Rolle im Energiehaushalt und sind hochgradig klimawirksam. Sie absorbieren und reflektieren sowohl die kurzwellige Sonnenstrahlung wie die langwellige Wärmestrahlung. Ihr Nettoeffekt auf den Energiehaushalt der Erde ist eine leichte Abkühlung. Dabei wirken die niedrigen Wolken deutlich abkühlend, da bei ihnen die Reflexion der Solarstrahlung überwiegt, während die hohen Eiswolken (Cirren) einen erwärmenden Effekt haben, da sie wie [[Treibhausgase]] die Sonnenstrahlung eher durchlassen, die Wärmestrahlung aber absorbieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterricht ==&lt;br /&gt;
* [http://www.lehrer-online.de/stratosphaere.php?sid=76046581756024410023428172820370 Aufbau der Atmosphäre] Unterrichtseinheit bei Lehrer Online&lt;br /&gt;
* ESPERE Klimaenzyklopädie: [http://www.atmosphere.mpg.de/enid/9c0ca987e42688ad5f91d8072835c98e,0/1__Aufbau___Zusammensetzung/__Arbeitsblatt_1_2sa.html Arbeitsblatt 1: Luft und Temperatur]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Atmosphäre im Klimasystem]]&lt;br /&gt;
* [[Atmosphärische Zirkulation]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Erdatmosphäre]]&lt;br /&gt;
* [[Stratosphäre]]&lt;br /&gt;
* [[Troposphäre]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* K. Gericke (TU Braunschweig): Physikalische Chemie V, Kapitel [http://www.pci.tu-bs.de/aggericke/PC5/#II II. Atmosphärenchemie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Atmosphäre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jenna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Aufbau_der_Atmosph%C3%A4re&amp;diff=8863</id>
		<title>Aufbau der Atmosphäre</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Aufbau_der_Atmosph%C3%A4re&amp;diff=8863"/>
		<updated>2009-10-11T13:44:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jenna: /* Die Stockwerke der Atmosphäre */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Aufbau der Atmosphäre.gif|thumb|420 px|Abb. 1: Der Stockwerkaufbau der Atmosphäre]]&lt;br /&gt;
== Die Stockwerke der Atmosphäre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Atmosphäre ist die dünne Gas-Hülle der Erdkugel. Die Schichtdicke der Atmosphäre bis zur Obergrenze der Stratosphäre (50 km) beträgt weniger als 1&amp;amp;nbsp;% des Erdradius (6&amp;amp;nbsp;378 km). Die Gesamt-Luftmasse der Erdatmosphäre beträgt 5,13&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;10&amp;lt;sup&amp;gt;15&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;amp;nbsp;t (das ist ca. ein Dreihundertstel der [[Wasserressourcen|Wassermasse der Ozeane]]  bzw. ca. ein Millionstel der Erdmasse).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gericke&amp;quot;&amp;gt; K. Gericke (TU Braunschweig): Physikalische Chemie V, Kapitel II. Atmosphärenchemie -  [http://www.pci.tu-bs.de/aggericke/PC5/Kap_II/Atmosphaere.htm Die Atmosphäre als Hülle der Erde]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch ist der vertikale Aufbau, der einen wesentlichen Einfluss darauf hat, wie Wetter- und Klimaprozesse ablaufen. Man kann den Aufbau der Atmosphäre natürlich je nach der Art der Klassifikation verschieden darstellen, je nachdem ob man die chemischen, dynamischen, thermischen, optischen oder andere Eigenschaften betrachtet. In der [[Meteorologie]] macht es aber am meisten Sinn, den Temperaturverlauf mit der Höhe als entscheidendes Kriterium heranzuziehen, weil dadurch auch die Wetterphänomene bestimmt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von unten nach oben gliedert sich die Atmosphäre demnach in die &amp;quot;Stockwerke&amp;quot; [[Troposphäre]], Stratosphäre, Mesosphäre, Ionosphäre und Exosphäre. Klimatisch bedeutsam sind allerdings nur die beiden unteren Stockwerke, da sich hier 99&amp;amp;nbsp;% der Masse der Luft befinden. Ein wichtiger Grund ist die rasche Abnahme der Luftdichte nach oben. Sie beträgt am Boden 1,225&amp;amp;nbsp;kg pro m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;, an der Tropopause, der Grenze zwischen Troposphäre und Stratosphäre, nur noch 0,36&amp;amp;nbsp;kg pro m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;. Entsprechend nimmt der [[Luftdruck]] von 1013&amp;amp;nbsp;hPa am Boden auf etwa 200&amp;amp;nbsp;hPa an der Tropopause und 1&amp;amp;nbsp;hPa an der Stratopause, der Obergrenze der Stratospäre, ab. Allerdings ist hierbei zu beachten, dass diese Genzen eben über den Temperaturverlauf definiert sind und sich daher je nach Wetterlage Druck und Dichte dort stark ändern können. In extremen Ausnahmefällen kann die Tropopause in mittleren und höheren Breiten durchaus schon bei 500&amp;amp;nbsp;hPa liegen. (Die genannten Zahlen sind nicht etwa Konstanten, sondern vielmehr als &amp;quot;typische&amp;quot; Werte zu betrachten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chemische Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;2&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; align=&amp;quot;right&amp;quot; width=&amp;quot;400&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;4&amp;quot; rules=&amp;quot;all&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse; empty-cells:show; margin: 1em 0em 1em 1em; border: solid 1px #aaaaaa;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ &#039;&#039;&#039;Zusammensetzung der Luft&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Luft&amp;quot;&amp;gt;Amt für Umweltschutz: [http://www.stadtklima.de/stuttgart/s-luft/zusammensetzung.htm Natürliche Zusammensetzung der Luft]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [http://de.wikipedia.org/wiki/Luft Luft]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color:#E0EEEE;&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Gas&lt;br /&gt;
! Formel || Volumenanteil&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Beachte:&#039;&#039;&#039; Volumenanteil &#039;&#039;&#039;≠&#039;&#039;&#039; Massenanteil! &amp;lt;br /&amp;gt;*) ppm = parts per million (Anteile pro Million)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Umrechnung &amp;lt;small&amp;gt;(ppm in Prozent)&amp;lt;/small&amp;gt;: 1 ppm = 0,0001 %&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ruess&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Die Anteilsgrößen &amp;lt;small&amp;gt;(Massenanteil; Volumenanteil; Stoffmengenanteil)&amp;lt;/small&amp;gt; sind dimensionslos, das heißt sie haben keine Einheit. Zur Angabe aller Anteile sind Kürzel wie % , ‰, ppm, ppb usw. erlaubt bzw. üblich, wobei in diesem Fall die Bezeichnung der jeweiligen &#039;&#039;&#039;Anteilsgröße zwingend erforderlich&#039;&#039;&#039; ist.  Zur Vermeidung von Missverständnissen (resp. Berechnungsfehlern) ist es sinnvoll, Einheits-Quotienten z.B. µg/g , µmol/mol , ml/m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; zu verwenden.&#039;&#039; - Vgl.:  Klaus-Peter Rueß (Institut für Analytische Chemie, Uni Regensburg, Oktober 2006): [http://www-analytik.chemie.uni-regensburg.de/ruess/ruess1-Dateien/0_Stoech-SB-Gesamt-Vorlesung.pdf Stöchiometrisches Rechnen mit Größengleichungen, Seite 34 ff. von 112(PDF-Datei)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Massenanteil&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color:#E4F4B3;&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Hauptbestandteile der trockenen Luft bei Normalnull&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Stickstoff || N&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 78,084 % ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 75,518 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sauerstoff || O&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 20,942 % ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 23,135 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Argon || Ar ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 0,934 % ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 1,288 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;  | Zwischensummen ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 99,960 % ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 98,941 %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background-color:#E4F4B3;&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Gehalt an Spurengasen&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasserdampf || H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 0,4 % ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 0,4 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenstoffdioxid || CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 0,038 % ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 0,058 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Neon || Ne ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 18,180&amp;amp;nbsp;ppm ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 12,67&amp;amp;nbsp;ppm &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Helium || He ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 5,240&amp;amp;nbsp;ppm ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 0,72&amp;amp;nbsp;ppm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Methan || CH&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 1,760&amp;amp;nbsp;ppm ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 0,97&amp;amp;nbsp;ppm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Krypton || Kr ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 1,140&amp;amp;nbsp;ppm ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 3,30&amp;amp;nbsp;ppm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasserstoff || H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| ~500&amp;amp;nbsp;ppb ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 36&amp;amp;nbsp;ppb&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Distickstoffoxid || N&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 317&amp;amp;nbsp;ppb ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 480&amp;amp;nbsp;ppb&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kohlenstoffmonoxid || CO ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 50–200&amp;amp;nbsp;ppb ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 50–200&amp;amp;nbsp;ppb&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Xenon || Xe ||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 87&amp;amp;nbsp;ppb||align=&amp;quot;right&amp;quot;| 400&amp;amp;nbsp;ppb&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre ist ein weiterer wichtiger Klimafaktor, da sie einen entscheidenden Einfluss auf den [[Strahlungshaushalt der Atmosphäre]] besitzt. Die Atmosphäre setzt sich hauptsächlich aus Stickstoff (Volumenanteil = 78,1&amp;amp;nbsp;%), Sauerstoff (Volumenanteil = 20,9&amp;amp;nbsp;%) und Argon (Volumenanteil = 0,93&amp;amp;nbsp;%) zusammen. Klimawirksam sind allerdings nur die sogenannten Spurengase wie Wasserdampf (H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O), [[Kohlendioxid]] (CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;), [[Methan]] (CH&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;), [[Lachgas | Distickstoffoxid]] (N&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O) und [[Troposphärisches Ozon | Ozon]] (O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;), deren Anteil zusammen unter 1&amp;amp;nbsp;% liegt. Der Wasserdampfgehalt der Atmosphäre ist regional und zeitlich aber sehr verschieden und liegt im Mittel bei etwa 1&amp;amp;nbsp;%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spurengase [[Absorption|absorbieren]] zum Teil die kurzwellige Solarstrahlung und vor allem die [[Terrestrisch|terrestrische]] Infrarotstrahlung und tragen damit über den natürlichen [[Treibhauseffekt]] entscheidend zur Erwärmung der Atmosphäre bei. Ohne die Wirksamkeit dieser Spurengase wäre es in Bodennähe um 33&amp;amp;nbsp;°C kälter; d.h. wir hätten auf der Erde statt der gegenwärtigen +15&amp;amp;nbsp;°C eine globale Durchschnittstemperatur von -18&amp;amp;nbsp;°C. Mit Ausnahme des Ozons befinden sich diese Spurengase vor allem in der unteren Troposphäre, da ja dort die Luftdichte am größten ist. Da die untere Atmosphäre so gut durchmischt ist, ist die Zusammensetzung mit Ausnahme von Wasserdampf und Ozon dort etwa gleich. Erst in Höhen von ca. 100&amp;amp;nbsp;km beginnen die Gase sich gemäß ihrem Gewicht zu schichten, d.h. leichte Gase sind in großen Höhen stärker konzentriert als schwere. Außerdem herrscht in solchen Höhen eine starke UV-Strahlung, die Moleküle spalten kann und so die Zusammensetzung der Luft mit prägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den klimawirksamen Bestandteilen der Atmosphäre gehören auch die [[Aerosole]], kleine, in der Luft schwebende feste und flüssige Partikel, die aus verschiedensten Ausgangsprozessen (Vulkanausbrüchen, Verbrennungen, Staub, Eiskristallen) entstehen oder von der Erdoberfläche aufgewirbelt werden. Sie wirken im wesentlichen abkühlend, da sie Sonnenstrahlen zurückstreuen. Außerdem spielen Aerosole als Kondensationskerne bei der Wolkenbildung eine wichtige Rolle, und einige Aerosole absorbieren auch Strahlung. Klimatisch von besonderer Bedeutung sind die bei Vulkanausbrüchen bis in die untere Stratosphäre geschleuderten Sulfat-Aerosole, die über einige Jahre durch Absorption von Solarstrahlung die Temperatur in der unteren Stratosphäre erhöhen und am Erdboden absenken können. Anthropogene Aerosole, die durch Verbrennung fossiler Energieträger entstehen, haben insgesamt einen abkühlenden Effekt, da sie Sonnenstrahlen in der Troposphäre reflektieren. Ähnlich wirken sich anthropogene Aerosole durch ihre Rolle bei der Wolkenbildung aus, auch wenn die Mechanismen hier noch weitgehend ungeklärt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Temperaturprofil der Atmosphäre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre bestimmt teilweise das charakteristische vertikale Temperaturprofil der Atmosphäre. In der Troposphäre nimmt die Temperatur vom Erdboden bis zur Tropopause, der Obergrenze der Troposphäre, von im Mittel 15&amp;amp;nbsp;°C auf -50&amp;amp;nbsp;°C ab (s. Abb. 1). Der Grund liegt einerseits darin, dass die Troposphäre durch die Absorption der Solarstrahlung durch die Erdoberfläche primär von unten erwärmt wird. Andererseits werden die von der Erdoberfläche ausgesandten Wärmestrahlen in der unteren Troposphäre von den hier besonders stark konzentrierten [[Treibhausgase]]n absorbiert. In der darüber liegenden Stratosphäre nimmt die Temperatur wieder zu, da ein Teil der Sonnenstrahlen in der Stratosphäre von dem hier konzentrierten [[Stratosphärisches Ozon|(stratosphärischen) Ozon]] absorbiert wird. Das Ozon wird hier aus der Photolyse (d.h. Spaltung durch UV-Strahlung) von Sauerstoffmolekülen erzeugt. Die gegenüber der oberen Troposphäre höheren Temperaturen in der Stratosphäre begrenzen vertikale Luftbewegungen und schränken damit das Wettergeschehen auf die Troposphäre ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wasserdampf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche Prozesse des Wettergeschehens sind Verdunstung und Kondensation und die durch Temperaturunterschiede bedingte atmosphärische Dynamik. Bei Erwärmung von feuchten Oberflächen entsteht durch Verdunstung Wasserdampf, der mit der erwärmten Luft aufsteigt und bei Abkühlung durch Kondensation in flüssiges Wasser übergeht, wodurch es zur Bildung von Wolken und [[Niederschlag]] kommt. Bei der Verdunstung wird Energie verbraucht, die in dem entstehenden Wasserdampf gespeichert wird, als latente Wärme mit der Luft aufsteigt und bei Kondensation wieder frei wird. Wolken spielen eine wichtige Rolle im Energiehaushalt und sind hochgradig klimawirksam. Sie absorbieren und reflektieren sowohl die kurzwellige Sonnenstrahlung wie die langwellige Wärmestrahlung. Ihr Nettoeffekt auf den Energiehaushalt der Erde ist eine leichte Abkühlung. Dabei wirken die niedrigen Wolken deutlich abkühlend, da bei ihnen die Reflexion der Solarstrahlung überwiegt, während die hohen Eiswolken (Cirren) einen erwärmenden Effekt haben, da sie wie [[Treibhausgase]] die Sonnenstrahlung eher durchlassen, die Wärmestrahlung aber absorbieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterricht ==&lt;br /&gt;
* [http://www.lehrer-online.de/stratosphaere.php?sid=76046581756024410023428172820370 Aufbau der Atmosphäre] Unterrichtseinheit bei Lehrer Online&lt;br /&gt;
* ESPERE Klimaenzyklopädie: [http://www.atmosphere.mpg.de/enid/9c0ca987e42688ad5f91d8072835c98e,0/1__Aufbau___Zusammensetzung/__Arbeitsblatt_1_2sa.html Arbeitsblatt 1: Luft und Temperatur]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Atmosphäre im Klimasystem]]&lt;br /&gt;
* [[Atmosphärische Zirkulation]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Erdatmosphäre]]&lt;br /&gt;
* [[Stratosphäre]]&lt;br /&gt;
* [[Troposphäre]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* K. Gericke (TU Braunschweig): Physikalische Chemie V, Kapitel [http://www.pci.tu-bs.de/aggericke/PC5/#II II. Atmosphärenchemie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Atmosphäre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jenna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Absorption&amp;diff=8862</id>
		<title>Absorption</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Absorption&amp;diff=8862"/>
		<updated>2009-10-11T13:40:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jenna: /* Siehe auch */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im Strahlungshaushalt der Atmosphäre versteht man unter &#039;&#039;&#039;Absorption&#039;&#039;&#039; die Aufnahme von Strahlung durch feste, flüssige oder gasförmige Materie. Die Moleküle der Materie werden durch die Absorption in stärkere Schwingung versetzt, d.h. sie werden erwärmt, und geben dadurch langwellige Wärmestrahlung ab. Wird z.B. kurzwellige Sonnenenergie von den Molekülen der Atmosphäre oder des Erdbodens aufgenommen, wird bei der Absorption kurzwellige in langwellige Strahlung umgewandelt. Beim [[Treibhauseffekt]] dagegen wird von den Molekülen der [[Treibhausgase]] langwellige Strahlung aufgenommen und als langwellige Strahlung wieder abgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Absorption durch die Atmosphäre ==&lt;br /&gt;
* Hauptartikel [[Treibhauseffekt]]&lt;br /&gt;
Absorption in der Atmosphäre bewirkt, dass nur knapp ein Drittel der eintretenden [[Strahlung|Sonnenstrahlung]] den Erdboden erreicht, denn 20% werden von den Atmosphärengasen und 5% in den Wolken absorbiert.&lt;br /&gt;
In den höchsten Atmosphärenschichten absorbieren Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle Gamma- und Röntgenstrahlung und die extrem kurzwellige Ultraviolettstrahlung bis zu Wellenlängen von ca. 0,2 Mikrometern, wodurch die starke Temperaturzunahme in der [[Aufbau der Atmosphäre|Thermosphäre]] verursacht wird. Am stärksten wirkt sich das in Höhen zwischen 20 und 50km  entstehende [[Stratosphärisches Ozon|Ozon]] auf den kurzwelligen Strahlungsfluss aus, indem es die gefährliche kurzwellige UV-Strahlung vollständig aus dem Energiespektrum der Sonnenstrahlung filtert. Durch diese Absorption wird die starke Erwärmung in der stratosphärischen Ozonschicht verursacht. Die restliche UV-Strahlung und die sichtbare Strahlung passieren fast ungehindert die Atmosphäre durch die sogenannten atmosphärischen Fenster. Im nahen infraroten Spektralbereich sind der Wasserdampf und das Kohlendioxid wirkungsvolle Absorber, während Sauerstoff und Ozonmoleküle sowie einige Spurengase hier vergleichsweise wenig absorbieren. Wasserdampf, Kohlendioxid und anthropogene Spurenstoffe absorbieren am stärksten im Bereich der infraroten terrestrischen Strahlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Absorption durch die Erdoberfläche ==&lt;br /&gt;
Die Strahlungsabsorption an der Erdoberfläche ist stark von ihrer Beschaffenheit abhängig. In Abhängigkeit von der möglichen Bandstruktur können verschiedene Frequenzbereiche des [[Licht]]s absorbiert werden, d.h., je nach Farbe ist die Absorption unterschiedlich stark. Die anderen Frequenzanteile werden je nach Material und Einfallswinkel des Lichtes entweder reflektiert oder transmittiert. Wird beispielsweise eine gelb erscheinende Oberfläche mit weißem Licht bestrahlt, wird das grüne und rote Licht reflektiert/transmittiert und blaues Licht absorbiert. Bei der Absorption von Licht wird die aufgenommenen Energie nicht nur in Wärme umgewandelt, sondern kann durch andere Mechanismen wie Fluoreszenz sowie durch Streuung an [[Aerosole|Aerosolen]] verloren gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Absorption ist frequenzabhängig. Die Ursache liegt in der Bandstruktur des Materials, bei dem Photonen bestimmter Energie Atome oder Moleküle angeregt werden, die Quantenübergänge mit genau dieser Energiedifferenz in der Elektronenhülle oder in ihren Molekülschwingungen (meist bei infrarotem Licht) besitzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge der auf dem Weg nicht absorbierten oder gestreuten Photonen hängt neben dem frequenzabhängigen Extinktionskoeffizienten auch von der Schichtdicke des Materials ab. Daher ist z. B. der Himmel im Gebirge dunkler und die Sonne heller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Strahlungshaushalt der Atmosphäre]]&lt;br /&gt;
* [[Albedo]]&lt;br /&gt;
* [[Licht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterricht ==&lt;br /&gt;
* Elmar Uherek (Max Planck Institut für Chemie / Mainz): [http://www.espere.net/Germany/water/deabsorptionde.html Absorption]&lt;br /&gt;
* [http://www.webgeo.de/beispiele/rahmen.php?string=1;k_308;1 Absorption solarer Strahlung in der Atmosphäre - Portal für Geographie und Nachbarwissenschaften]&lt;br /&gt;
* Klimedia: [http://www.klimedia.ch/kap2/a16.html 2.5.1 Strahlungsbilanz]  (Klimedia ist ein interaktives Lernmittel der Gruppe KLIMET der Universität Bern) &lt;br /&gt;
* Klimedia: [http://www.klimedia.ch/kap2/a17.html 2.5.2 Energiebilanz] (Klimedia ist ein interaktives Lernmittel der Gruppe KLIMET der Universität Bern) &lt;br /&gt;
* Michael Kurzemann, Nicole Pühringer: [http://www.brgkepler.at/~rath/pl_an/wetter06/kurzemann_puehringer_gesamt.pdf Wärmestrahlung (Seite 6 ff. von 10 der PDF-Datei)] (Vorkommen der Wärmestrahlung beim Treibhauseffekt.)&lt;br /&gt;
* Prof. Blumes Bildungsserver für Chemie: [http://www.chemieunterricht.de/dc2/wsu-grund/kap_17.htm Absorption von Strahlung. Spektren] &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Kapitel 17 der [http://www.chemieunterricht.de/dc2/wsu-grund/kap_inh.htm Studienmaterialien für Umweltwissenschaften: Chemisches Grundwissen])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* P.-M. Geade (2008) GEO Themenlexikon: Wetter und Klima, Bibliographisches Institut &amp;amp; F.A. Brockhaus AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://de.encarta.msn.com/encyclopedia_761569963/Absorption.html Absorption] (Begriffsdefinition; Encarta)&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Absorption_(Physik) Absorption] (Begriffsdefinition; Wikipedia)&lt;br /&gt;
* [http://www.weltderphysik.de/de/3790.php Das elektromagnetische Spektrum] (Welt der Physik, Deutsche Physikalische Gesellschaft e.V.)&lt;br /&gt;
* [http://www.weltderphysik.de/de/4587.php Wie funktioniert ein Treibhaus? (INFO-BOX: Transmission, Reflexion, Streuung und Absorption)]  (Welt der Physik, Deutsche Physikalische Gesellschaft e.V.)&lt;br /&gt;
* [http://www.biosphaere.info/biosphaere/index.php?artnr=000177 Grundlagen des Energiehaushaltes] Biosphaere.info&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundbegriffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strahlung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jenna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Absorption&amp;diff=8861</id>
		<title>Absorption</title>
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		<updated>2009-10-11T13:38:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jenna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im Strahlungshaushalt der Atmosphäre versteht man unter &#039;&#039;&#039;Absorption&#039;&#039;&#039; die Aufnahme von Strahlung durch feste, flüssige oder gasförmige Materie. Die Moleküle der Materie werden durch die Absorption in stärkere Schwingung versetzt, d.h. sie werden erwärmt, und geben dadurch langwellige Wärmestrahlung ab. Wird z.B. kurzwellige Sonnenenergie von den Molekülen der Atmosphäre oder des Erdbodens aufgenommen, wird bei der Absorption kurzwellige in langwellige Strahlung umgewandelt. Beim [[Treibhauseffekt]] dagegen wird von den Molekülen der [[Treibhausgase]] langwellige Strahlung aufgenommen und als langwellige Strahlung wieder abgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Absorption durch die Atmosphäre ==&lt;br /&gt;
* Hauptartikel [[Treibhauseffekt]]&lt;br /&gt;
Absorption in der Atmosphäre bewirkt, dass nur knapp ein Drittel der eintretenden [[Strahlung|Sonnenstrahlung]] den Erdboden erreicht, denn 20% werden von den Atmosphärengasen und 5% in den Wolken absorbiert.&lt;br /&gt;
In den höchsten Atmosphärenschichten absorbieren Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle Gamma- und Röntgenstrahlung und die extrem kurzwellige Ultraviolettstrahlung bis zu Wellenlängen von ca. 0,2 Mikrometern, wodurch die starke Temperaturzunahme in der [[Aufbau der Atmosphäre|Thermosphäre]] verursacht wird. Am stärksten wirkt sich das in Höhen zwischen 20 und 50km  entstehende [[Stratosphärisches Ozon|Ozon]] auf den kurzwelligen Strahlungsfluss aus, indem es die gefährliche kurzwellige UV-Strahlung vollständig aus dem Energiespektrum der Sonnenstrahlung filtert. Durch diese Absorption wird die starke Erwärmung in der stratosphärischen Ozonschicht verursacht. Die restliche UV-Strahlung und die sichtbare Strahlung passieren fast ungehindert die Atmosphäre durch die sogenannten atmosphärischen Fenster. Im nahen infraroten Spektralbereich sind der Wasserdampf und das Kohlendioxid wirkungsvolle Absorber, während Sauerstoff und Ozonmoleküle sowie einige Spurengase hier vergleichsweise wenig absorbieren. Wasserdampf, Kohlendioxid und anthropogene Spurenstoffe absorbieren am stärksten im Bereich der infraroten terrestrischen Strahlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Absorption durch die Erdoberfläche ==&lt;br /&gt;
Die Strahlungsabsorption an der Erdoberfläche ist stark von ihrer Beschaffenheit abhängig. In Abhängigkeit von der möglichen Bandstruktur können verschiedene Frequenzbereiche des [[Licht]]s absorbiert werden, d.h., je nach Farbe ist die Absorption unterschiedlich stark. Die anderen Frequenzanteile werden je nach Material und Einfallswinkel des Lichtes entweder reflektiert oder transmittiert. Wird beispielsweise eine gelb erscheinende Oberfläche mit weißem Licht bestrahlt, wird das grüne und rote Licht reflektiert/transmittiert und blaues Licht absorbiert. Bei der Absorption von Licht wird die aufgenommenen Energie nicht nur in Wärme umgewandelt, sondern kann durch andere Mechanismen wie Fluoreszenz sowie durch Streuung an [[Aerosole|Aerosolen]] verloren gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Absorption ist frequenzabhängig. Die Ursache liegt in der Bandstruktur des Materials, bei dem Photonen bestimmter Energie Atome oder Moleküle angeregt werden, die Quantenübergänge mit genau dieser Energiedifferenz in der Elektronenhülle oder in ihren Molekülschwingungen (meist bei infrarotem Licht) besitzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge der auf dem Weg nicht absorbierten oder gestreuten Photonen hängt neben dem frequenzabhängigen Extinktionskoeffizienten auch von der Schichtdicke des Materials ab. Daher ist z. B. der Himmel im Gebirge dunkler und die Sonne heller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Strahlungshaushalt der Atmosphäre]]&lt;br /&gt;
* [[Albedo]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterricht ==&lt;br /&gt;
* Elmar Uherek (Max Planck Institut für Chemie / Mainz): [http://www.espere.net/Germany/water/deabsorptionde.html Absorption]&lt;br /&gt;
* [http://www.webgeo.de/beispiele/rahmen.php?string=1;k_308;1 Absorption solarer Strahlung in der Atmosphäre - Portal für Geographie und Nachbarwissenschaften]&lt;br /&gt;
* Klimedia: [http://www.klimedia.ch/kap2/a16.html 2.5.1 Strahlungsbilanz]  (Klimedia ist ein interaktives Lernmittel der Gruppe KLIMET der Universität Bern) &lt;br /&gt;
* Klimedia: [http://www.klimedia.ch/kap2/a17.html 2.5.2 Energiebilanz] (Klimedia ist ein interaktives Lernmittel der Gruppe KLIMET der Universität Bern) &lt;br /&gt;
* Michael Kurzemann, Nicole Pühringer: [http://www.brgkepler.at/~rath/pl_an/wetter06/kurzemann_puehringer_gesamt.pdf Wärmestrahlung (Seite 6 ff. von 10 der PDF-Datei)] (Vorkommen der Wärmestrahlung beim Treibhauseffekt.)&lt;br /&gt;
* Prof. Blumes Bildungsserver für Chemie: [http://www.chemieunterricht.de/dc2/wsu-grund/kap_17.htm Absorption von Strahlung. Spektren] &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Kapitel 17 der [http://www.chemieunterricht.de/dc2/wsu-grund/kap_inh.htm Studienmaterialien für Umweltwissenschaften: Chemisches Grundwissen])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* P.-M. Geade (2008) GEO Themenlexikon: Wetter und Klima, Bibliographisches Institut &amp;amp; F.A. Brockhaus AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://de.encarta.msn.com/encyclopedia_761569963/Absorption.html Absorption] (Begriffsdefinition; Encarta)&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Absorption_(Physik) Absorption] (Begriffsdefinition; Wikipedia)&lt;br /&gt;
* [http://www.weltderphysik.de/de/3790.php Das elektromagnetische Spektrum] (Welt der Physik, Deutsche Physikalische Gesellschaft e.V.)&lt;br /&gt;
* [http://www.weltderphysik.de/de/4587.php Wie funktioniert ein Treibhaus? (INFO-BOX: Transmission, Reflexion, Streuung und Absorption)]  (Welt der Physik, Deutsche Physikalische Gesellschaft e.V.)&lt;br /&gt;
* [http://www.biosphaere.info/biosphaere/index.php?artnr=000177 Grundlagen des Energiehaushaltes] Biosphaere.info&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundbegriffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strahlung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jenna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Licht&amp;diff=8860</id>
		<title>Licht</title>
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		<updated>2009-10-11T13:35:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jenna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wenn heute im täglichen Sprachgebrauch von Licht gesprochen wird, ist meistens einfach „Helligkeit“ gemeint, also das Gegenteil von „Dunkelheit“. Das ist letztendlich auf die Wahrnehmung des menschlichen Auges zurückzuführen. In diesem Zusammenhang wird auch häufig von dem „sichtbaren Licht“ gesprochen. Um aber eine Vorstellung davon zu bekommen, wo das Licht herkommt, woraus es besteht, und wie es physikalisch und somit auch im Zusammenhang mit Wetter und Klima zu verstehen ist, ist es sinnvoll, sich die Fragen zu stellen, was Licht überhaupt ist und was es für besondere Eigenschaften besitzt. Welche klimatischen Auswirkungen Strahlung, also auch Lichtstrahlung, haben kann, wird in der Rubrik [[Strahlung]] näher beleuchtet.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Was ist Licht? ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Frage hat die Physiker in der Vergangenheit lange Zeit beschäftigt. Die große Streitfrage, an der sich die Geister schieden lautete: [[Welle]] oder Teilchen?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bereits im 17. Jahrhundert stellten der Franzose R. Boyle und der Engländer R. Hooke fest, dass Licht sich ähnlich wie eine Wasserwelle verhält. Es folgt also auch dem Superpositionsprinzip, d.h. wenn zwei Wellen gleichzeitig an einem Ort eintreffen, müssen die Amplituden addiert werden. Dies war der Grundbaustein für die Wellentheorie: Wenn also Lichtstrahlen ausgehend von einem Ort, zu einem Auffänger gelangen, dabei aber jeweils geringfügig unterschiedliche Wege durchlaufen, ist eine ungleichmäßige Beleuchtung des Auffängers zu beobachten. Es treten helle und dunkle Stellen auf. Es kommt dann, je nach Wegunterschied, an einem betrachteten Punkt auf dem Auffänger zu einer Auslöschung oder zu einer Verstärkung. Das ist davon abhängig, ob Wellenberg und Wellental oder zwei Wellenberge aufeinander treffen. Diese Eigenschaft des Lichts nennt man Interferenz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Engländer I. Newton, Begründer der Teilchentheorie, sah das Licht dagegen, aufgrund seiner geradlinigen Ausbreitung, als einen Strom unwägbarer schnell dahinfliegender Teilchen. So ergab sich die Konkurrenz zur Wellentheorie, weil Newton aufgrund der Gravitationstheorie sehr angesehen war. Als A. J. Fresnel 1817 erkannte, dass Licht einer transversalen Welle entspricht, war dies ein zusätzliches Argument für die Wellentheorie, zu der auch der Physiker C. Huygens erheblich beigetragen hatte. Diese fordert außerdem eine kleinere Ausbreitungsgeschwindigkeit der Wellen in einem optisch dichteren Medium, was die Versuche von Foucault und Fizeau bewiesen. Hinzu kam, dass James Clerk Maxwell 1873 herausfand, dass Licht auch eine elektromagnetische Welle ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alle diese grundlegenden Erkenntnisse dienen uns heute für die Forschung an Erde, Klima, Atmosphäre und Wetter. Wenn man heute im täglichen Sprachgebrauch von Licht spricht, meint man häufig einfach „Helligkeit“. Dies hängt aber mit der Wahrnehmung des menschlichen Auges zusammen.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
In der Physik ist Licht hingegen eine elektromagnetische Welle, die durch räumliche Periodizität, also die Wellenlänge (abgekürzt durch das Symbol λ) und zeitliche Periodizität, also die Frequenz (abgekürzt durch das Symbol v) beschrieben wird. Zudem besteht Licht aus Photonen, d.h. aus kleinsten Teilchen bzw. Lichtquanten mit Energie. Licht kann also sowohl Teilchen, als auch Welle sein. Die Wellenlänge wird dabei in Nanometer (nm), also in „Milliardstel Meter“ gemessen und im sogenannten Licht- oder Farbspektrum aufgetragen. Das sichtbare Licht reicht im Farbspektrum von ca. 380 nm bis ca. 780 nm. Dabei ist zwischen sichtbarem, ultraviolettem (UV-Licht) und infrarotem Licht (IR-Licht) zu unterscheiden, wobei der sichtbare Bereich des Spektrums sehr klein ist. Licht, das eine Wellenlänge von weniger als 380 nm hat, wird als UV-Licht und Licht, das eine Wellenlänge von mehr als 780 nm hat, als IR-Licht bezeichnet.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie entsteht Licht? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimmt man eine heiße Herdplatte oder die Dochtspitze einer Kerze als Beispiel, so ist bekannt, dass diese heißen Objekte glühen. Sie geben also Licht ab, ebenso wie die Sonne als unsere natürliche Lichtquelle. Dabei gilt das Prinzip, je heißer ein Objekt ist, desto größer wird der Lichtanteil, der für den Menschen im sichtbaren Bereich des Spektrums liegt. Bei ca. 6000°C ist schließlich das Maximum der abgegebenen Strahlung gerade im sichtbaren Bereich des elektromagnetischen Spektrums. Diese Temperatur entspricht ungefähr der Oberflächentemperatur unserer Sonne.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Wird ein Körper kälter, so verschiebt sich das Maximum immer mehr in den roten Spektralbereich. Er sendet dann also vorwiegend rotes Licht aus, d.h. er glüht rot. Mit weiter fallender Temperatur wird der Anteil des Spektrums, der vom Menschen gesehen werden kann folglich immer geringer. Deshalb strahlt z.B. auch ein Heizkörper nur im längerwelligen infraroten Spektralbereich und ist für den Menschen somit nicht als glühend wahrnehmbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Streuung des Lichts ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Sonnenlicht auf die Teilchen in der Atmosphäre trifft, wird es gestreut. Dabei wird, je nach dem, wie groß die streuenden Teilchen im Vergleich zu den sie treffenden Lichtwellenlängen sind, zwischen Mie-Streuung und Rayleigh-Streuung unterschieden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
G. Mie stellte 1908 die nach ihm benannte Mie-Theorie auf, nach welcher die das Licht streuenden Teilchen in der Größenordnung der Wellenlängen des sie treffenden Lichts liegen oder größer als diese sind. Die Mie-Streuung ist also auch verantwortlich für die Lichtstreuung an Wassertropfen und Aerosolen in der Atmosphäre. Ein wichtiges Ergebnis seiner Theorie ist also, dass die Intensität und die Farbe des an [[Aerosole]]n gestreuten Lichts nicht nur von der Wellenlänge, sondern auch von der Größe der streuenden Teilchen abhängen.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Bereits 1871, also noch deutlich bevor G. Mie seine Theorie begründete, stellte Lord Rayleigh seine Theorie auf: Er nahm schon damals an, dass die Lichtstreuung auf kleine Teilchen in der Luft zurückzuführen sei. Bei der sogenannten Rayleigh-Streuung sind die streuenden Teilchen jedoch deutlich kleiner im Vergleich zur Wellenlänge.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Es wird also grob in zwei Streuungsmechanismen unterschieden: Einerseits verursachen die Elektronen der Moleküle und Atome in der Atmosphäre Rayleigh-Streuung, andererseits verursachen Aerosole, je nach ihrer Größe, entweder Rayleigh- oder Mie-Streuung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Physikalische Prozesse des Lichts mit den Bestandteilen der Atmosphäre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie vorhergehend schon erwähnt, sind viele Erscheinungen am Himmel auf die Wechselwirkungen von Licht und Materie in der Atmosphäre zurückzuführen. Bei Anwesenheit von Materie kann das Licht also entweder absorbiert, reflektiert, gebrochen, gebeugt oder gestreut werden. An den rauen Oberflächen von Bestandteilen der Atmosphäre tritt u.a. diffuse Lichtstreuung, d.h. Streuung in sämtliche Richtungen, auf.  Im Allgemeinen streuen jedoch die kleinen Teilchen asymmetrisch nach der Mie-Streuung, während Moleküle symmetrisch nach der Rayleigh-Streuung streuen.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die Lichtquellen außerhalb der Atmosphäre sind vorwiegend die Sonne, der Mond und die Sterne. Wenn das Licht dieser Himmelskörper dann auf die Atmosphäre trifft und diese durchdringt, wird es in seiner Intensität durch die Streuung abgeschwächt. Das Licht bzw. die Strahlung wird also aus seiner ursprünglichen Richtung abgelenkt und dabei entlang einer vorgegebenen Richtung, die auch als Sehstrahl bezeichnet wird, mit zunehmender Streuung immer schwächer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bezogen auf die Rayleigh-Streuung wird der Sachverhalt komplizierter, denn erstens nimmt die Dichte der Luft mit der Höhe ab, zweitens richtet sich die Wahrscheinlichkeit der Streuung nach der Lichtwellenlänge und drittens hängt die von Licht durchquerte Luftmasse vom Einfallswinkel des Lichts auf die Atmosphäre ab. Fällt Licht direkt aus dem Zenit ein, wird dies als „vertikale Atmosphäre“ bezeichnet. Die optische Dichte für den Bereich des sichtbaren Lichts in der vertikalen Atmosphäre liegt dann bei &amp;lt;1. Der Weg des Lichts ist hier so kurz, dass jedes Photon (jeder Lichtstrahl) im Mittel nur einmal gestreut wird. Es dominiert hier die sogenannte Einfachstreuung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun lässt sich die Schwächung des Lichts auch noch als Funktion der Zenitdistanz, mit Hilfe des Air-Mass-Faktors (AM) beschreiben. Angenommen wird dabei eine homogene Atmosphäre ohne Inhomogenitäten. Der AM ist ein Maß für die Dicke der Luftschicht (durchstrahlte Menge der Materie), entlang eines Sehstrahls, also einer vorgegebenen Richtung, zum Betrachter. Je größer der AM, desto mehr Licht wird auf dem Weg zum Betrachter gestreut oder absorbiert, also aus dem Strahl entfernt. In vertikaler Atmosphäre beträgt der AM 1.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie allgemein bekannt ist, ist die Lichtintensität und damit die Sonneneinstrahlung höher, wenn die Sonne hoch am Himmel steht, als wenn sie kurz überm Horizont steht.  Aber warum ist das so? Wenn die Sonne dicht überm Horizont steht, muss das Licht einen deutlich längeren Weg durch die Atmosphäre zurücklegen, bevor es das Auge des Betrachters erreicht. Es wird also mehr Licht aus der ursprünglichen Ausbreitungsrichtung herausgestreut. Bei langen Distanzen ist zudem eine Mehrfachstreuung möglich. Hierbei wird bereits gestreutes Licht nochmals gestreut und dadurch abgeschwächt. Insbesondere für niedrige Sonnenstände kann der AM Werte von über 38 annehmen, d.h. das Licht muss dann eine 38-mal dickere Luftschicht durchqueren, im Vergleich zum Zenit. Dadurch wird die Lichtschwächung sehr groß und es können beispielsweise Sterne, die direkt überm Horizont stehen, nicht mehr wahrgenommen werden.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Strahlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vollmer, Michael (2006): Lichtspiele in der Luft – Atmosphärische Optik für Einsteiger, Spektrum Akademischer Verlag, Elsevier GmbH, München.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strahlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundbegriffe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jenna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Strahlung&amp;diff=8858</id>
		<title>Strahlung</title>
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		<updated>2009-10-11T13:33:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jenna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Immer wieder taucht im Zusammenhang mit Klima bzw. Klimawandel der Begriff &#039;&#039;Strahlung&#039;&#039; auf, aber was genau ist eigentlich Strahlung? &lt;br /&gt;
== Strahlung in der Erdatmosphäre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Strahlung versteht man die Energieübertragung in Form von [[Welle]]n oder Teilchen. Die Unterscheidung zwischen Teilchen und Wellen ist historisch und hat als angenäherte, anschauliche Aussage nach wie vor Bedeutung. Jedoch hat nach heutiger Kenntnis jede Strahlung sowohl Teilchen- als auch Welleneigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strahlung hat eine Richtung und transportiert immer Energie und Impuls. Wenn die Strahlungsteilchen Masse, Ladung oder andere Eigenschaften besitzen, werden auch diese transportiert. Allerdings können z. B. zwei Körper von gleicher Temperatur einander gleich viel Energie pro Zeiteinheit zustrahlen, so dass &amp;quot;netto&amp;quot; kein Transport stattfindet (Strahlungsgleichgewicht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Meteorologie]] wird zwischen solarer Einstrahlung (Wellenlängenbereiche etwa zwischen 0,2 und 2 Mikrometern) und der terrestrischen Ausstrahlung (etwa 3 bis 200 Mikrometer) unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strahlungskomponenten werden auf ihren Weg durch die Erdatmosphäre wesentlich modifiziert. Trifft die Strahlung z.B. auf ein Hindernis, wird sie entweder absorbiert (umgewandelt), unbeeinflusst transmittiert (hindurchgelassen), gestreut oder reflektiert (zurückgeworfen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die solare Einstrahlung ==&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Sonnenenergie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die terrestrische Ausstrahlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Treibhauseffekt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung von Strahlung für das Klimasystem ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Bedeutung der Strahlung für das Klimasystem wird sich in einigen Hauptartikeln auseinandergesetzt. Grundsätzlich ist die Strahlung der Antrieb für das gesamte Wetter- und Klimageschehen aufgrund des geographische Ungleichgewichts von überwiegend solarer Einstrahlung in den [[Tropen]] und überwiegend langwelliger Ausstrahlung an den [[Polargebiete|Polen]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Strahlungshaushalt der Atmosphäre]]&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Atmosphärische Zirkulation]]&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Globales Förderband]]&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Treibhauseffekt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spektrum ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Electromagnetic_spectrum_c_svg.jpg|thumb|500px|Das elektromagnetische Spektrum]]&lt;br /&gt;
Das Spektrum der elektromagnetisches Strahlung reicht von der extrem kurzwelligen kosmischen Strahlung bis zu den langen Rundfunkwellen. In diesem Gesamtspektrum ist vor allem der Wellenlängenbereich von 0,2 bis 100 Mikrometer für die Meteorologie relevant; er umfasst damit die kurzwellige Sonnenstrahlung und die langwellige terrestrische Strahlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das am besten bekannte und am meisten studierte Beispiel einer elektromagnetischen Welle ist das sichtbare [[Licht]]. Es stellt nur einen winzigen Teil des gesamten Spektrums dar und ist der einzige Bereich, der von Menschen ohne technische Hilfsmittel wahrgenommen werden kann. Bei niedrigeren Frequenzen ist die Energie der Photonen zu gering, um chemische Prozesse auslösen zu können. Bei höheren Frequenzen hingegen beginnt der Bereich der ionisierenden Strahlung (Radioaktivität), bei der ein einziges Photon Moleküle zerstören kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* GEO Themenlexikon: Wetter und Klima - Begriffe, Forschung, Prognosen, 2008, Peter-Matthias Gaede, GEO, Bibliographisches Institut &amp;amp; F.A. Brockhaus AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Sonnenenergie]]&lt;br /&gt;
* [[Strahlungshaushalt der Atmosphäre]]&lt;br /&gt;
* [[Licht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterricht ==&lt;br /&gt;
* Klimedia: [http://www.klimedia.ch/kap2/a16.html 2.5.1 Strahlungsbilanz]  (Klimedia ist ein interaktives Lernmittel der Gruppe KLIMET der Universität Bern) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Ernst-Georg Beck: [http://www.biokurs.de/chemkurs/skripten/cs11-3.htm Was ist elektromagnetische Strahlung?] &amp;lt;small&amp;gt;(Kapitel 1.1 aus dem [http://www.biokurs.de/chemkurs/skripten/cs11.htm Chemiekurs 2007 (Klasse 11)]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Prof. Heinz Wanner, Skript &amp;quot;Meteorologie und Klimatologie&amp;quot;: [http://www.klimedia.ch/skript/loek-skript.pdf Kapitel 2: Astronomische Grundlagen, Strahlung und Energiebilanz (Seite 23 ff von 96 der PDF-Datei; ca. 66,4 MB)] - Ein einführender Lehrgang mit dem [http://www.klimedia.ch/ multimedialen Lernsystem KLIMEDIA.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strahlung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jenna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Strahlung&amp;diff=8853</id>
		<title>Strahlung</title>
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		<updated>2009-10-11T11:46:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jenna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Immer wieder taucht im Zusammenhang mit Klima bzw. Klimawandel der Begriff &#039;&#039;Strahlung&#039;&#039; auf, aber was genau ist eigentlich Strahlung? &lt;br /&gt;
== Strahlung in der Erdatmosphäre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Strahlung versteht man die Energieübertragung in Form von Wellen oder Teilchen. Die Unterscheidung zwischen Teilchen und Wellen ist historisch und hat als angenäherte, anschauliche Aussage nach wie vor Bedeutung. Jedoch hat nach heutiger Kenntnis jede Strahlung sowohl Teilchen- als auch Welleneigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strahlung hat eine Richtung und transportiert immer Energie und Impuls. Wenn die Strahlungsteilchen Masse, Ladung oder andere Eigenschaften besitzen, werden auch diese transportiert. Allerdings können z. B. zwei Körper von gleicher Temperatur einander gleich viel Energie pro Zeiteinheit zustrahlen, so dass &amp;quot;netto&amp;quot; kein Transport stattfindet (Strahlungsgleichgewicht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Meteorologie]] wird zwischen solarer Einstrahlung (Wellenlängenbereiche etwa zwischen 0,2 und 2 Mikrometern) und der terrestrischen Ausstrahlung (etwa 3 bis 200 Mikrometer) unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strahlungskomponenten werden auf ihren Weg durch die Erdatmosphäre wesentlich modifiziert. Trifft die Strahlung z.B. auf ein Hindernis, wird sie entweder absorbiert (umgewandelt), unbeeinflusst transmittiert (hindurchgelassen), gestreut oder reflektiert (zurückgeworfen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die solare Einstrahlung ==&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Sonnenenergie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die terrestrische Ausstrahlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Treibhauseffekt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung von Strahlung für das Klimasystem ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Bedeutung der Strahlung für das Klimasystem wird sich in einigen Hauptartikeln auseinandergesetzt. Grundsätzlich ist die Strahlung der Antrieb für das gesamte Wetter- und Klimageschehen aufgrund des geographische Ungleichgewichts von überwiegend solarer Einstrahlung in den [[Tropen]] und überwiegend langwelliger Ausstrahlung an den [[Polargebiete|Polen]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Strahlungshaushalt der Atmosphäre]]&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Atmosphärische Zirkulation]]&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Globales Förderband]]&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Treibhauseffekt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spektrum ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Electromagnetic_spectrum_c_svg.jpg|thumb|500px|Das elektromagnetische Spektrum]]&lt;br /&gt;
Das Spektrum der elektromagnetisches Strahlung reicht von der extrem kurzwelligen kosmischen Strahlung bis zu den langen Rundfunkwellen. In diesem Gesamtspektrum ist vor allem der Wellenlängenbereich von 0,2 bis 100 Mikrometer für die Meteorologie relevant; er umfasst damit die kurzwellige Sonnenstrahlung und die langwellige terrestrische Strahlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das am besten bekannte und am meisten studierte Beispiel einer elektromagnetischen Welle ist das sichtbare [[Licht]]. Es stellt nur einen winzigen Teil des gesamten Spektrums dar und ist der einzige Bereich, der von Menschen ohne technische Hilfsmittel wahrgenommen werden kann. Bei niedrigeren Frequenzen ist die Energie der Photonen zu gering, um chemische Prozesse auslösen zu können. Bei höheren Frequenzen hingegen beginnt der Bereich der ionisierenden Strahlung (Radioaktivität), bei der ein einziges Photon Moleküle zerstören kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* GEO Themenlexikon: Wetter und Klima - Begriffe, Forschung, Prognosen, 2008, Peter-Matthias Gaede, GEO, Bibliographisches Institut &amp;amp; F.A. Brockhaus AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Sonnenenergie]]&lt;br /&gt;
* [[Strahlungshaushalt der Atmosphäre]]&lt;br /&gt;
* [[Licht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterricht ==&lt;br /&gt;
* Klimedia: [http://www.klimedia.ch/kap2/a16.html 2.5.1 Strahlungsbilanz]  (Klimedia ist ein interaktives Lernmittel der Gruppe KLIMET der Universität Bern) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Ernst-Georg Beck: [http://www.biokurs.de/chemkurs/skripten/cs11-3.htm Was ist elektromagnetische Strahlung?] &amp;lt;small&amp;gt;(Kapitel 1.1 aus dem [http://www.biokurs.de/chemkurs/skripten/cs11.htm Chemiekurs 2007 (Klasse 11)]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Prof. Heinz Wanner, Skript &amp;quot;Meteorologie und Klimatologie&amp;quot;: [http://www.klimedia.ch/skript/loek-skript.pdf Kapitel 2: Astronomische Grundlagen, Strahlung und Energiebilanz (Seite 23 ff von 96 der PDF-Datei; ca. 66,4 MB)] - Ein einführender Lehrgang mit dem [http://www.klimedia.ch/ multimedialen Lernsystem KLIMEDIA.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strahlung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jenna</name></author>
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		<title>Strahlung</title>
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		<updated>2009-10-11T11:45:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jenna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Immer wieder taucht im Zusammenhang mit Klima bzw. Klimawandel der Begriff &#039;&#039;Strahlung&#039;&#039; auf, aber was genau ist eigentlich Strahlung? &lt;br /&gt;
== Strahlung in der Erdatmosphäre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Strahlung versteht man die Energieübertragung in Form von Wellen oder Teilchen. Die Unterscheidung zwischen Teilchen und Wellen ist historisch und hat als angenäherte, anschauliche Aussage nach wie vor Bedeutung. Jedoch hat nach heutiger Kenntnis jede Strahlung sowohl Teilchen- als auch Welleneigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strahlung hat eine Richtung und transportiert immer Energie und Impuls. Wenn die Strahlungsteilchen Masse, Ladung oder andere Eigenschaften besitzen, werden auch diese transportiert. Allerdings können z. B. zwei Körper von gleicher Temperatur einander gleich viel Energie pro Zeiteinheit zustrahlen, so dass &amp;quot;netto&amp;quot; kein Transport stattfindet (Strahlungsgleichgewicht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Meteorologie]] wird zwischen solarer Einstrahlung (Wellenlängenbereiche etwa zwischen 0,2 und 2 Mikrometern) und der terrestrischen Ausstrahlung (etwa 3 bis 200 Mikrometer) unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strahlungskomponenten werden auf ihren Weg durch die Erdatmosphäre wesentlich modifiziert. Trifft die Strahlung z.B. auf ein Hindernis, wird sie entweder [[absorbiert]] (umgewandelt), unbeeinflusst transmittiert (hindurchgelassen), gestreut oder reflektiert (zurückgeworfen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die solare Einstrahlung ==&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Sonnenenergie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die terrestrische Ausstrahlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Treibhauseffekt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung von Strahlung für das Klimasystem ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Bedeutung der Strahlung für das Klimasystem wird sich in einigen Hauptartikeln auseinandergesetzt. Grundsätzlich ist die Strahlung der Antrieb für das gesamte Wetter- und Klimageschehen aufgrund des geographische Ungleichgewichts von überwiegend solarer Einstrahlung in den [[Tropen]] und überwiegend langwelliger Ausstrahlung an den [[Polargebiete|Polen]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Strahlungshaushalt der Atmosphäre]]&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Atmosphärische Zirkulation]]&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Globales Förderband]]&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Treibhauseffekt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spektrum ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Electromagnetic_spectrum_c_svg.jpg|thumb|500px|Das elektromagnetische Spektrum]]&lt;br /&gt;
Das Spektrum der elektromagnetisches Strahlung reicht von der extrem kurzwelligen kosmischen Strahlung bis zu den langen Rundfunkwellen. In diesem Gesamtspektrum ist vor allem der Wellenlängenbereich von 0,2 bis 100 Mikrometer für die Meteorologie relevant; er umfasst damit die kurzwellige Sonnenstrahlung und die langwellige terrestrische Strahlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das am besten bekannte und am meisten studierte Beispiel einer elektromagnetischen Welle ist das sichtbare [[Licht]]. Es stellt nur einen winzigen Teil des gesamten Spektrums dar und ist der einzige Bereich, der von Menschen ohne technische Hilfsmittel wahrgenommen werden kann. Bei niedrigeren Frequenzen ist die Energie der Photonen zu gering, um chemische Prozesse auslösen zu können. Bei höheren Frequenzen hingegen beginnt der Bereich der ionisierenden Strahlung (Radioaktivität), bei der ein einziges Photon Moleküle zerstören kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* GEO Themenlexikon: Wetter und Klima - Begriffe, Forschung, Prognosen, 2008, Peter-Matthias Gaede, GEO, Bibliographisches Institut &amp;amp; F.A. Brockhaus AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Sonnenenergie]]&lt;br /&gt;
* [[Strahlungshaushalt der Atmosphäre]]&lt;br /&gt;
* [[Licht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterricht ==&lt;br /&gt;
* Klimedia: [http://www.klimedia.ch/kap2/a16.html 2.5.1 Strahlungsbilanz]  (Klimedia ist ein interaktives Lernmittel der Gruppe KLIMET der Universität Bern) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Ernst-Georg Beck: [http://www.biokurs.de/chemkurs/skripten/cs11-3.htm Was ist elektromagnetische Strahlung?] &amp;lt;small&amp;gt;(Kapitel 1.1 aus dem [http://www.biokurs.de/chemkurs/skripten/cs11.htm Chemiekurs 2007 (Klasse 11)]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Prof. Heinz Wanner, Skript &amp;quot;Meteorologie und Klimatologie&amp;quot;: [http://www.klimedia.ch/skript/loek-skript.pdf Kapitel 2: Astronomische Grundlagen, Strahlung und Energiebilanz (Seite 23 ff von 96 der PDF-Datei; ca. 66,4 MB)] - Ein einführender Lehrgang mit dem [http://www.klimedia.ch/ multimedialen Lernsystem KLIMEDIA.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strahlung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jenna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Strahlung&amp;diff=8851</id>
		<title>Strahlung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Strahlung&amp;diff=8851"/>
		<updated>2009-10-11T11:42:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jenna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Immer wieder taucht im Zusammenhang mit Klima bzw. Klimawandel der Begriff &#039;&#039;Strahlung&#039;&#039; auf, aber was genau ist eigentlich Strahlung? &lt;br /&gt;
== Strahlung in der Erdatmosphäre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Strahlung versteht man die Energieübertragung in Form von Wellen oder Teilchen. Die Unterscheidung zwischen Teilchen und Wellen ist historisch und hat als angenäherte, anschauliche Aussage nach wie vor Bedeutung. Jedoch hat nach heutiger Kenntnis jede Strahlung sowohl Teilchen- als auch Welleneigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strahlung hat eine Richtung und transportiert immer Energie und Impuls. Wenn die Strahlungsteilchen Masse, Ladung oder andere Eigenschaften besitzen, werden auch diese transportiert. Allerdings können z. B. zwei Körper von gleicher Temperatur einander gleich viel Energie pro Zeiteinheit zustrahlen, so dass &amp;quot;netto&amp;quot; kein Transport stattfindet (Strahlungsgleichgewicht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Meteorologie]] wird zwischen solarer Einstrahlung (Wellenlängenbereiche etwa zwischen 0,2 und 2 Mikrometern) und der terrestrischen Ausstrahlung (etwa 3 bis 200 Mikrometer) unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strahlungskomponenten werden auf ihren Weg durch die Erdatmosphäre wesentlich modifiziert. Trifft die Strahlung z.B. auf ein Hindernis, wird sie entweder absorbiert (umgewandelt), unbeeinflusst transmittiert (hindurchgelassen), gestreut oder reflektiert (zurückgeworfen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die solare Einstrahlung ==&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Sonnenenergie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die terrestrische Ausstrahlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Treibhauseffekt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung von Strahlung für das Klimasystem ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Bedeutung der Strahlung für das Klimasystem wird sich in einigen Hauptartikeln auseinandergesetzt. Grundsätzlich ist die Strahlung der Antrieb für das gesamte Wetter- und Klimageschehen aufgrund des geographische Ungleichgewichts von überwiegend solarer Einstrahlung in den [[Tropen]] und überwiegend langwelliger Ausstrahlung an den [[Polargebiete|Polen]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Strahlungshaushalt der Atmosphäre]]&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Atmosphärische Zirkulation]]&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Globales Förderband]]&lt;br /&gt;
* Hauptartikel: [[Treibhauseffekt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spektrum ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Electromagnetic_spectrum_c_svg.jpg|thumb|500px|Das elektromagnetische Spektrum]]&lt;br /&gt;
Das Spektrum der elektromagnetisches Strahlung reicht von der extrem kurzwelligen kosmischen Strahlung bis zu den langen Rundfunkwellen. In diesem Gesamtspektrum ist vor allem der Wellenlängenbereich von 0,2 bis 100 Mikrometer für die Meteorologie relevant; er umfasst damit die kurzwellige Sonnenstrahlung und die langwellige terrestrische Strahlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das am besten bekannte und am meisten studierte Beispiel einer elektromagnetischen Welle ist das sichtbare [[Licht]]. Es stellt nur einen winzigen Teil des gesamten Spektrums dar und ist der einzige Bereich, der von Menschen ohne technische Hilfsmittel wahrgenommen werden kann. Bei niedrigeren Frequenzen ist die Energie der Photonen zu gering, um chemische Prozesse auslösen zu können. Bei höheren Frequenzen hingegen beginnt der Bereich der ionisierenden Strahlung (Radioaktivität), bei der ein einziges Photon Moleküle zerstören kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* GEO Themenlexikon: Wetter und Klima - Begriffe, Forschung, Prognosen, 2008, Peter-Matthias Gaede, GEO, Bibliographisches Institut &amp;amp; F.A. Brockhaus AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Sonnenenergie]]&lt;br /&gt;
* [[Strahlungshaushalt der Atmosphäre]]&lt;br /&gt;
* [[Licht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterricht ==&lt;br /&gt;
* Klimedia: [http://www.klimedia.ch/kap2/a16.html 2.5.1 Strahlungsbilanz]  (Klimedia ist ein interaktives Lernmittel der Gruppe KLIMET der Universität Bern) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Ernst-Georg Beck: [http://www.biokurs.de/chemkurs/skripten/cs11-3.htm Was ist elektromagnetische Strahlung?] &amp;lt;small&amp;gt;(Kapitel 1.1 aus dem [http://www.biokurs.de/chemkurs/skripten/cs11.htm Chemiekurs 2007 (Klasse 11)]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Prof. Heinz Wanner, Skript &amp;quot;Meteorologie und Klimatologie&amp;quot;: [http://www.klimedia.ch/skript/loek-skript.pdf Kapitel 2: Astronomische Grundlagen, Strahlung und Energiebilanz (Seite 23 ff von 96 der PDF-Datei; ca. 66,4 MB)] - Ein einführender Lehrgang mit dem [http://www.klimedia.ch/ multimedialen Lernsystem KLIMEDIA.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strahlung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jenna</name></author>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Licht&amp;diff=8832</id>
		<title>Licht</title>
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		<updated>2009-10-07T15:36:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jenna: Die Seite wurde neu angelegt: Wenn heute im täglichen Sprachgebrauch von Licht gesprochen wird, ist meistens einfach „Helligkeit“ gemeint, also das Gegenteil von „Dunkelheit“. Das ist letzt...&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wenn heute im täglichen Sprachgebrauch von Licht gesprochen wird, ist meistens einfach „Helligkeit“ gemeint, also das Gegenteil von „Dunkelheit“. Das ist letztendlich auf die Wahrnehmung des menschlichen Auges zurückzuführen. In diesem Zusammenhang wird auch häufig von dem „sichtbaren Licht“ gesprochen. Um aber eine Vorstellung davon zu bekommen, wo das Licht herkommt, woraus es besteht, und wie es physikalisch und somit auch im Zusammenhang mit Wetter und Klima zu verstehen ist, ist es sinnvoll, sich die Fragen zu stellen, was Licht überhaupt ist und was es für besondere Eigenschaften besitzt. Welche klimatischen Auswirkungen Strahlung, also auch Lichtstrahlung, haben kann, wird in der Rubrik [[Strahlung]] näher beleuchtet.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Was ist Licht? ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Frage hat die Physiker in der Vergangenheit lange Zeit beschäftigt. Die große Streitfrage, an der sich die Geister schieden lautete: Welle oder Teilchen?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bereits im 17. Jahrhundert stellten der Franzose R. Boyle und der Engländer R. Hooke fest, dass Licht sich ähnlich wie eine Wasserwelle verhält. Es folgt also auch dem Superpositionsprinzip, d.h. wenn zwei Wellen gleichzeitig an einem Ort eintreffen, müssen die Amplituden addiert werden. Dies war der Grundbaustein für die Wellentheorie: Wenn also Lichtstrahlen ausgehend von einem Ort, zu einem Auffänger gelangen, dabei aber jeweils geringfügig unterschiedliche Wege durchlaufen, ist eine ungleichmäßige Beleuchtung des Auffängers zu beobachten. Es treten helle und dunkle Stellen auf. Es kommt dann, je nach Wegunterschied, an einem betrachteten Punkt auf dem Auffänger zu einer Auslöschung oder zu einer Verstärkung. Das ist davon abhängig, ob Wellenberg und Wellental oder zwei Wellenberge aufeinander treffen. Diese Eigenschaft des Lichts nennt man Interferenz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Engländer I. Newton, Begründer der Teilchentheorie, sah das Licht dagegen, aufgrund seiner geradlinigen Ausbreitung, als einen Strom unwägbarer schnell dahinfliegender Teilchen. So ergab sich die Konkurrenz zur Wellentheorie, weil Newton aufgrund der Gravitationstheorie sehr angesehen war. Als A. J. Fresnel 1817 erkannte, dass Licht einer transversalen Welle entspricht, war dies ein zusätzliches Argument für die Wellentheorie, zu der auch der Physiker C. Huygens erheblich beigetragen hatte. Diese fordert außerdem eine kleinere Ausbreitungsgeschwindigkeit der Wellen in einem optisch dichteren Medium, was die Versuche von Foucault und Fizeau bewiesen. Hinzu kam, dass James Clerk Maxwell 1873 herausfand, dass Licht auch eine elektromagnetische Welle ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alle diese grundlegenden Erkenntnisse dienen uns heute für die Forschung an Erde, Klima, Atmosphäre und Wetter. Wenn man heute im täglichen Sprachgebrauch von Licht spricht, meint man häufig einfach „Helligkeit“. Dies hängt aber mit der Wahrnehmung des menschlichen Auges zusammen.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
In der Physik ist Licht hingegen eine elektromagnetische Welle, die durch räumliche Periodizität, also die Wellenlänge (abgekürzt durch das Symbol λ) und zeitliche Periodizität, also die Frequenz (abgekürzt durch das Symbol v) beschrieben wird. Zudem besteht Licht aus Photonen, d.h. aus kleinsten Teilchen bzw. Lichtquanten mit Energie. Licht kann also sowohl Teilchen, als auch Welle sein. Die Wellenlänge wird dabei in Nanometer (nm), also in „Milliardstel Meter“ gemessen und im sogenannten Licht- oder Farbspektrum aufgetragen. Das sichtbare Licht reicht im Farbspektrum von ca. 380 nm bis ca. 780 nm. Dabei ist zwischen sichtbarem, ultraviolettem (UV-Licht) und infrarotem Licht (IR-Licht) zu unterscheiden, wobei der sichtbare Bereich des Spektrums sehr klein ist. Licht, das eine Wellenlänge von weniger als 380 nm hat, wird als UV-Licht und Licht, das eine Wellenlänge von mehr als 780 nm hat, als IR-Licht bezeichnet.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie entsteht Licht? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimmt man eine heiße Herdplatte oder die Dochtspitze einer Kerze als Beispiel, so ist bekannt, dass diese heißen Objekte glühen. Sie geben also Licht ab, ebenso wie die Sonne als unsere natürliche Lichtquelle. Dabei gilt das Prinzip, je heißer ein Objekt ist, desto größer wird der Lichtanteil, der für den Menschen im sichtbaren Bereich des Spektrums liegt. Bei ca. 6000°C ist schließlich das Maximum der abgegebenen Strahlung gerade im sichtbaren Bereich des elektromagnetischen Spektrums. Diese Temperatur entspricht ungefähr der Oberflächentemperatur unserer Sonne.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Wird ein Körper kälter, so verschiebt sich das Maximum immer mehr in den roten Spektralbereich. Er sendet dann also vorwiegend rotes Licht aus, d.h. er glüht rot. Mit weiter fallender Temperatur wird der Anteil des Spektrums, der vom Menschen gesehen werden kann folglich immer geringer. Deshalb strahlt z.B. auch ein Heizkörper nur im längerwelligen infraroten Spektralbereich und ist für den Menschen somit nicht als glühend wahrnehmbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Streuung des Lichts ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Sonnenlicht auf die Teilchen in der Atmosphäre trifft, wird es gestreut. Dabei wird, je nach dem, wie groß die streuenden Teilchen im Vergleich zu den sie treffenden Lichtwellenlängen sind, zwischen Mie-Streuung und Rayleigh-Streuung unterschieden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
G. Mie stellte 1908 die nach ihm benannte Mie-Theorie auf, nach welcher die das Licht streuenden Teilchen in der Größenordnung der Wellenlängen des sie treffenden Lichts liegen oder größer als diese sind. Die Mie-Streuung ist also auch verantwortlich für die Lichtstreuung an Wassertropfen und Aerosolen in der Atmosphäre. Ein wichtiges Ergebnis seiner Theorie ist also, dass die Intensität und die Farbe des an [[Aerosole]]n gestreuten Lichts nicht nur von der Wellenlänge, sondern auch von der Größe der streuenden Teilchen abhängen.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Bereits 1871, also noch deutlich bevor G. Mie seine Theorie begründete, stellte Lord Rayleigh seine Theorie auf: Er nahm schon damals an, dass die Lichtstreuung auf kleine Teilchen in der Luft zurückzuführen sei. Bei der sogenannten Rayleigh-Streuung sind die streuenden Teilchen jedoch deutlich kleiner im Vergleich zur Wellenlänge.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Es wird also grob in zwei Streuungsmechanismen unterschieden: Einerseits verursachen die Elektronen der Moleküle und Atome in der Atmosphäre Rayleigh-Streuung, andererseits verursachen Aerosole, je nach ihrer Größe, entweder Rayleigh- oder Mie-Streuung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Physikalische Prozesse des Lichts mit den Bestandteilen der Atmosphäre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie vorhergehend schon erwähnt, sind viele Erscheinungen am Himmel auf die Wechselwirkungen von Licht und Materie in der Atmosphäre zurückzuführen. Bei Anwesenheit von Materie kann das Licht also entweder absorbiert, reflektiert, gebrochen, gebeugt oder gestreut werden. An den rauen Oberflächen von Bestandteilen der Atmosphäre tritt u.a. diffuse Lichtstreuung, d.h. Streuung in sämtliche Richtungen, auf.  Im Allgemeinen streuen jedoch die kleinen Teilchen asymmetrisch nach der Mie-Streuung, während Moleküle symmetrisch nach der Rayleigh-Streuung streuen.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die Lichtquellen außerhalb der Atmosphäre sind vorwiegend die Sonne, der Mond und die Sterne. Wenn das Licht dieser Himmelskörper dann auf die Atmosphäre trifft und diese durchdringt, wird es in seiner Intensität durch die Streuung abgeschwächt. Das Licht bzw. die Strahlung wird also aus seiner ursprünglichen Richtung abgelenkt und dabei entlang einer vorgegebenen Richtung, die auch als Sehstrahl bezeichnet wird, mit zunehmender Streuung immer schwächer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bezogen auf die Rayleigh-Streuung wird der Sachverhalt komplizierter, denn erstens nimmt die Dichte der Luft mit der Höhe ab, zweitens richtet sich die Wahrscheinlichkeit der Streuung nach der Lichtwellenlänge und drittens hängt die von Licht durchquerte Luftmasse vom Einfallswinkel des Lichts auf die Atmosphäre ab. Fällt Licht direkt aus dem Zenit ein, wird dies als „vertikale Atmosphäre“ bezeichnet. Die optische Dichte für den Bereich des sichtbaren Lichts in der vertikalen Atmosphäre liegt dann bei &amp;lt;1. Der Weg des Lichts ist hier so kurz, dass jedes Photon (jeder Lichtstrahl) im Mittel nur einmal gestreut wird. Es dominiert hier die sogenannte Einfachstreuung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun lässt sich die Schwächung des Lichts auch noch als Funktion der Zenitdistanz, mit Hilfe des Air-Mass-Faktors (AM) beschreiben. Angenommen wird dabei eine homogene Atmosphäre ohne Inhomogenitäten. Der AM ist ein Maß für die Dicke der Luftschicht (durchstrahlte Menge der Materie), entlang eines Sehstrahls, also einer vorgegebenen Richtung, zum Betrachter. Je größer der AM, desto mehr Licht wird auf dem Weg zum Betrachter gestreut oder absorbiert, also aus dem Strahl entfernt. In vertikaler Atmosphäre beträgt der AM 1.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie allgemein bekannt ist, ist die Lichtintensität und damit die Sonneneinstrahlung höher, wenn die Sonne hoch am Himmel steht, als wenn sie kurz überm Horizont steht.  Aber warum ist das so? Wenn die Sonne dicht überm Horizont steht, muss das Licht einen deutlich längeren Weg durch die Atmosphäre zurücklegen, bevor es das Auge des Betrachters erreicht. Es wird also mehr Licht aus der ursprünglichen Ausbreitungsrichtung herausgestreut. Bei langen Distanzen ist zudem eine Mehrfachstreuung möglich. Hierbei wird bereits gestreutes Licht nochmals gestreut und dadurch abgeschwächt. Insbesondere für niedrige Sonnenstände kann der AM Werte von über 38 annehmen, d.h. das Licht muss dann eine 38-mal dickere Luftschicht durchqueren, im Vergleich zum Zenit. Dadurch wird die Lichtschwächung sehr groß und es können beispielsweise Sterne, die direkt überm Horizont stehen, nicht mehr wahrgenommen werden.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Strahlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vollmer, Michael (2006): Lichtspiele in der Luft – Atmosphärische Optik für Einsteiger, Spektrum Akademischer Verlag, Elsevier GmbH, München.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strahlung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jenna</name></author>
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