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	<title>Klimawandel - Benutzerbeiträge [de-formal]</title>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Klimasensitivit%C3%A4t&amp;diff=19411</id>
		<title>Klimasensitivität</title>
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		<updated>2015-08-17T12:32:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: /* Wie groß ist die Klimasensitivität? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Was ist die Klimasensitivität?==&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Klimasensitivität&#039;&#039;&#039; ist ein Maß dafür, wie sensibel die global gemittelte bodennahe [[Lufttemperatur]] auf der Erde auf Änderungen der [[Kohlendioxid-Konzentration]] reagiert.&lt;br /&gt;
Sie wird daher in °C angegeben und steht für die Temperaturänderung, die die Erde bei einer Verdoppelung des CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalts erfahren würde. Dabei wird angenommen, dass sich das [[Klima_und_Wetter#Klima|Klima]] vor und nach der Änderung im Gleichgewicht befindet; man betrachtet also einen Anfangs- und Endzustand ohne die allmähliche Erwärmung dazwischen. Betrachtet man dagegen die Änderung des Klimas bis zu einem bestimmten (z.B. dem aktuellen) Zeitpunkt, spricht man auch von der „effektiven Klimasensitivität“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie groß ist die Klimasensitivität? ==&lt;br /&gt;
Das Gedankenexperiment der plötzlichen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Verdopplung hat natürlich keine Entsprechung in der Realität, sondern liefert eine einfache Kennzahl zur Beschreibung der Empfindlichkeit der Erde gegenüber Kohlendioxid und anderen das Klima beeinflussenden Faktoren (die meist - mit Einschränkungen - in CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Äquivalente umgerechnet werden können).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zahl zu kennen ist also der Schlüssel zu einer verlässlichen Vorhersage des Klimas. Sie ist allerdings kein vorgegebener Wert in globalen [[Klimamodelle|Klimamodellen]], sondern Resultat vieler verschiedener Rückkopplungseffekte, wie z.B. der Wasserdampf-Rückkopplung (je wärmer es wird, desto mehr erwärmender Wasserdampf befindet sich auch in der Luft; vgl. [[Wasserkreislauf und Klima]]) und der [[Eis-Albedo-Rückkopplung]]. Insbesondere die Veränderung der Bewölkung und deren Rückwirkung auf die globale Erwärmung ist schwer abschätzbar und vergrößert die Unsicherheitsspanne. Da frühere Modelle nur die Atmosphäre beinhalteten, beinhaltet die Klimasensitivität im engeren Sinne übrigens nur Rückkopplungen in der Atmosphäre. Die Unsicherheiten des sich ändernden [[Kohlenstoffkreislauf]]s (z.B. die zusätzlichen Emissionen aus Pflanzen und Böden) werden nicht dazu gerechnet, obwohl sie natürlich ebenfalls zu Klimaänderungen beitragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch aus Beobachtungen ist die Klimasensitivität schwer abschätzbar, da die Klimaantriebe (also die Ursachen von Klimaänderungen) und die Klimaänderungen selbst zu ungenau bekannt sind, und da das Klima sich in Wahrheit nicht im Gleichgewicht befindet, sondern immer dem Antrieb hinterher hinkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wert der Klimasensitivität liegt nach Einschätzung des vierten Sachstandsberichts des Intergovernmental Panel on Climate Change ([[IPCC]]) zwischen 2 und 4,5 °C. Das Intergovernmental Panel on Climate Change ([[IPCC]]) bezeichnet diese Spanne in seinem 2007 erschienenen Vierten Sachstandsbericht als „wahrscheinlich“, der beste mittlere Schätzwert liege bei 3 °C; eine Sensititvät von unter 1,5 °C sei „sehr unwahrscheinlich“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC 2007&amp;quot;&amp;gt;Intergovernmental Panel on Climate Change (2007): [http://www.ipcc.ch/ipccreports/ar4-wg1.htm &#039;&#039;IPCC Fourth Assessment Report - Working Group I Report &amp;quot;The Physical Science Basis&amp;quot;&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Linreg.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 1:&#039;&#039;&#039;Skizzenhafte Bestimmung der Klimasensitivität durch eine lineare Regression. Die X-Markierungen sind Mittlere Werte aus dem Modell zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Nach etwas mehr als 100 Jahren kann die Simulation beendet und die Klimasensitivität durch eine Regression geschätzt werden.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moderne Klimamodelle sind heute so umfangreich, dass ihre Berechnungen eine große Menge Rechenkapazität benötigen. Möchte man mit dem Modell die Klimasensitivität berechnen, müsste man jahrhunderte berechnen - bis zu dem Punkt, an dem das Klimasystem wieder im Gleichgewicht ist. Da das sehr lange dauert und die Klimavariabilität die Bestimmung des Zeitpunktes erschwert, helfen sich Wissenschaftler mit einer linearen Regression (&#039;&#039;&#039;Abbildung 1&#039;&#039;&#039;). Dabei wird nach einigen hundert Jahren die Modellsimulation zu einem Zeitpunkt beendet, an dem das Klimasystem noch nicht wieder im Gleichgewicht ist. Dann werden Jahresmitteländerungen der bodennahen Temperatur gegen den im jeweiligen Jahr mittleren Strahlungsantrieb aufgetragen und die lineare, bestpassende Kurve über diese Werte gelegt. Der Schnittpunkt mit der X-Achse entspricht dann der Klimasensitivität, also der Temperaturänderung, bei der es keinen Strahlungsantrieb mehr gibt und das Klimasystem somit im Gleichgewicht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einzelnen Studien wurde als Wert für die Klimasensitivität ein Bereich zwischen  1,5 und 4,5&amp;amp;nbsp;°C ermittelt, um die sich die Erde mit 95%iger Wahrscheinlichkeit bei einer solchen Verdoppelung erwärmen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Annan 2006&amp;quot;&amp;gt;Annan, J.D. und J.C. Hargreaves (2006): &#039;&#039;Using multiple observationally-based constraints to estimate climate sensitivity&#039;&#039;, Entwurf vom 30. Januar [http://www.jamstec.go.jp/frcgc/research/d5/jdannan/GRL_sensitivity.pdf (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine 2007 in der Zeitschrift Nature erschienene geologische Studie untersucht die Klimasensitivität über die letzten 420 Millionen Jahre und ergibt 1,5&amp;amp;nbsp;°C als unteren und 6,2&amp;amp;nbsp;°C als oberen Grenzwert sowie 2,8&amp;amp;nbsp;°C als beste Schätzung.&amp;lt;ref&amp;gt;Royer, Dana L., Robert A. Berner und Jeffrey Park (2007): &#039;&#039;Climate sensitivity constrained by CO2 concentrations over the past 420 million years&#039;&#039;, in: Nature, Vol. 446, 29. März, [http://droyer.web.wesleyan.edu/climate_sensitivity.pdf (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der fünfte Sachstandsbericht des IPCC von  2013 korigierte seine Schätzung von 2007 auf 1,5 - 4,5 °C. Der Grund für die Korrektur des unteren Wertes von 2 °C auf 1,5 °C  liegt in Unsicherheiten über die Wärmeaufnahme des Ozeans. Die Berechnungen mit der jüngsten Generation von Klimamodellen ergab einen Mittelwert von 3,2 °C. &amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2013): Climate Change 2013, Working Group I: The Science of Climate Change, Box 12.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mangelnde Kenntnis der Klimasensitivität macht es schwierig, Ergebnisse von Klimamodellen zu vergleichen, da jedes Modell eine andere Klimasensitivität aufweist. Daher ist es von Vorteil, nicht die Temperaturänderungen, sondern als Vorstufe davon die Änderung der Strahlungsbilanz direkt zu vergleichen. Das hierzu entwickelte Konzept ist das des [[Strahlungsantrieb|Strahlungsantriebs]]. Der Umrechnungsfaktor zwischen dem Strahlungsantrieb und der Temperaturänderung auf der Erde nennt sich Klimasensitivitäts-Parameter und wird in K/W/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; (also Kelvin pro Watt/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;) angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Folge von=Kohlendioxid-Konzentration&lt;br /&gt;
|Folge von=Strahlungsantrieb&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Wasserkreislauf und Klima&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Eis-Albedo-Rückkopplung&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Klimaprojektionen&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Klimamodelle&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Kohlendioxid-Konzentration, Strahlungsantrieb, Wasserkreislauf, Eis-Albedo-Rückkopplung, Klimaprojektionen, Klimamodelle, Klimasystem, Klimaänderungen&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimasystem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaänderungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaprojektionen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundbegriffe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Klimasensitivit%C3%A4t&amp;diff=19410</id>
		<title>Klimasensitivität</title>
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		<updated>2015-08-17T12:21:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Was ist die Klimasensitivität?==&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Klimasensitivität&#039;&#039;&#039; ist ein Maß dafür, wie sensibel die global gemittelte bodennahe [[Lufttemperatur]] auf der Erde auf Änderungen der [[Kohlendioxid-Konzentration]] reagiert.&lt;br /&gt;
Sie wird daher in °C angegeben und steht für die Temperaturänderung, die die Erde bei einer Verdoppelung des CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalts erfahren würde. Dabei wird angenommen, dass sich das [[Klima_und_Wetter#Klima|Klima]] vor und nach der Änderung im Gleichgewicht befindet; man betrachtet also einen Anfangs- und Endzustand ohne die allmähliche Erwärmung dazwischen. Betrachtet man dagegen die Änderung des Klimas bis zu einem bestimmten (z.B. dem aktuellen) Zeitpunkt, spricht man auch von der „effektiven Klimasensitivität“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie groß ist die Klimasensitivität? ==&lt;br /&gt;
Das Gedankenexperiment der plötzlichen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Verdopplung hat natürlich keine Entsprechung in der Realität, sondern liefert eine einfache Kennzahl zur Beschreibung der Empfindlichkeit der Erde gegenüber Kohlendioxid und anderen das Klima beeinflussenden Faktoren (die meist - mit Einschränkungen - in CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Äquivalente umgerechnet werden können).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zahl zu kennen ist also der Schlüssel zu einer verlässlichen Vorhersage des Klimas. Sie ist allerdings kein vorgegebener Wert in globalen [[Klimamodelle|Klimamodellen]], sondern Resultat vieler verschiedener Rückkopplungseffekte, wie z.B. der Wasserdampf-Rückkopplung (je wärmer es wird, desto mehr erwärmender Wasserdampf befindet sich auch in der Luft; vgl. [[Wasserkreislauf und Klima]]) und der [[Eis-Albedo-Rückkopplung]]. Insbesondere die Veränderung der Bewölkung und deren Rückwirkung auf die globale Erwärmung ist schwer abschätzbar und vergrößert die Unsicherheitsspanne. Da frühere Modelle nur die Atmosphäre beinhalteten, beinhaltet die Klimasensitivität im engeren Sinne übrigens nur Rückkopplungen in der Atmosphäre. Die Unsicherheiten des sich ändernden [[Kohlenstoffkreislauf]]s (z.B. die zusätzlichen Emissionen aus Pflanzen und Böden) werden nicht dazu gerechnet, obwohl sie natürlich ebenfalls zu Klimaänderungen beitragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch aus Beobachtungen ist die Klimasensitivität schwer abschätzbar, da die Klimaantriebe (also die Ursachen von Klimaänderungen) und die Klimaänderungen selbst zu ungenau bekannt sind, und da das Klima sich in Wahrheit nicht im Gleichgewicht befindet, sondern immer dem Antrieb hinterher hinkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wert der Klimasensitivität liegt nach Einschätzung des vierten Sachstandsberichts des Intergovernmental Panel on Climate Change ([[IPCC]]) zwischen 2 und 4,5 °C. Das Intergovernmental Panel on Climate Change ([[IPCC]]) bezeichnet diese Spanne in seinem 2007 erschienenen Vierten Sachstandsbericht als „wahrscheinlich“, der beste mittlere Schätzwert liege bei 3 °C; eine Sensititvät von unter 1,5 °C sei „sehr unwahrscheinlich“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC 2007&amp;quot;&amp;gt;Intergovernmental Panel on Climate Change (2007): [http://www.ipcc.ch/ipccreports/ar4-wg1.htm &#039;&#039;IPCC Fourth Assessment Report - Working Group I Report &amp;quot;The Physical Science Basis&amp;quot;&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Linreg.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 1:&#039;&#039;&#039;Skizzenhafte Bestimmung der Klimasensitivität durch eine lineare Regression. Die X-Markierungen sind Mittlere Werte aus dem Modell zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Nach etwas mehr als 100 Jahren kann die Simulation beendet und die Klimasensitivität durch eine Regression geschätzt werden.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einzelnen Studien wurde als Wert für die Klimasensitivität ein Bereich zwischen  1,5 und 4,5&amp;amp;nbsp;°C ermittelt, um die sich die Erde mit 95%iger Wahrscheinlichkeit bei einer solchen Verdoppelung erwärmen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Annan 2006&amp;quot;&amp;gt;Annan, J.D. und J.C. Hargreaves (2006): &#039;&#039;Using multiple observationally-based constraints to estimate climate sensitivity&#039;&#039;, Entwurf vom 30. Januar [http://www.jamstec.go.jp/frcgc/research/d5/jdannan/GRL_sensitivity.pdf (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine 2007 in der Zeitschrift Nature erschienene geologische Studie untersucht die Klimasensitivität über die letzten 420 Millionen Jahre und ergibt 1,5&amp;amp;nbsp;°C als unteren und 6,2&amp;amp;nbsp;°C als oberen Grenzwert sowie 2,8&amp;amp;nbsp;°C als beste Schätzung.&amp;lt;ref&amp;gt;Royer, Dana L., Robert A. Berner und Jeffrey Park (2007): &#039;&#039;Climate sensitivity constrained by CO2 concentrations over the past 420 million years&#039;&#039;, in: Nature, Vol. 446, 29. März, [http://droyer.web.wesleyan.edu/climate_sensitivity.pdf (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der fünfte Sachstandsbericht des IPCC von  2013 korigierte seine Schätzung von 2007 auf 1,5 - 4,5 °C. Der Grund für die Korrektur des unteren Wertes von 2 °C auf 1,5 °C  liegt in Unsicherheiten über die Wärmeaufnahme des Ozeans. Die Berechnungen mit der jüngsten Generation von Klimamodellen ergab einen Mittelwert von 3,2 °C. &amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2013): Climate Change 2013, Working Group I: The Science of Climate Change, Box 12.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mangelnde Kenntnis der Klimasensitivität macht es schwierig, Ergebnisse von Klimamodellen zu vergleichen, da jedes Modell eine andere Klimasensitivität aufweist. Daher ist es von Vorteil, nicht die Temperaturänderungen, sondern als Vorstufe davon die Änderung der Strahlungsbilanz direkt zu vergleichen. Das hierzu entwickelte Konzept ist das des [[Strahlungsantrieb|Strahlungsantriebs]]. Der Umrechnungsfaktor zwischen dem Strahlungsantrieb und der Temperaturänderung auf der Erde nennt sich Klimasensitivitäts-Parameter und wird in K/W/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; (also Kelvin pro Watt/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;) angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Folge von=Kohlendioxid-Konzentration&lt;br /&gt;
|Folge von=Strahlungsantrieb&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Wasserkreislauf und Klima&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Eis-Albedo-Rückkopplung&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Klimaprojektionen&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Klimamodelle&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Kohlendioxid-Konzentration, Strahlungsantrieb, Wasserkreislauf, Eis-Albedo-Rückkopplung, Klimaprojektionen, Klimamodelle, Klimasystem, Klimaänderungen&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimasystem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaänderungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaprojektionen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundbegriffe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Klimasensitivit%C3%A4t&amp;diff=19409</id>
		<title>Klimasensitivität</title>
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		<updated>2015-08-17T12:21:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Was ist die Klimasensitivität?==&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Klimasensitivität&#039;&#039;&#039; ist ein Maß dafür, wie sensibel die global gemittelte bodennahe [[Lufttemperatur]] auf der Erde auf Änderungen der [[Kohlendioxid-Konzentration]] reagiert.&lt;br /&gt;
Sie wird daher in °C angegeben und steht für die Temperaturänderung, die die Erde bei einer Verdoppelung des CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalts erfahren würde. Dabei wird angenommen, dass sich das [[Klima_und_Wetter#Klima|Klima]] vor und nach der Änderung im Gleichgewicht befindet; man betrachtet also einen Anfangs- und Endzustand ohne die allmähliche Erwärmung dazwischen. Betrachtet man dagegen die Änderung des Klimas bis zu einem bestimmten (z.B. dem aktuellen) Zeitpunkt, spricht man auch von der „effektiven Klimasensitivität“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie groß ist die Klimasensitivität? ==&lt;br /&gt;
Das Gedankenexperiment der plötzlichen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Verdopplung hat natürlich keine Entsprechung in der Realität, sondern liefert eine einfache Kennzahl zur Beschreibung der Empfindlichkeit der Erde gegenüber Kohlendioxid und anderen das Klima beeinflussenden Faktoren (die meist - mit Einschränkungen - in CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Äquivalente umgerechnet werden können).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zahl zu kennen ist also der Schlüssel zu einer verlässlichen Vorhersage des Klimas. Sie ist allerdings kein vorgegebener Wert in globalen [[Klimamodelle|Klimamodellen]], sondern Resultat vieler verschiedener Rückkopplungseffekte, wie z.B. der Wasserdampf-Rückkopplung (je wärmer es wird, desto mehr erwärmender Wasserdampf befindet sich auch in der Luft; vgl. [[Wasserkreislauf und Klima]]) und der [[Eis-Albedo-Rückkopplung]]. Insbesondere die Veränderung der Bewölkung und deren Rückwirkung auf die globale Erwärmung ist schwer abschätzbar und vergrößert die Unsicherheitsspanne. Da frühere Modelle nur die Atmosphäre beinhalteten, beinhaltet die Klimasensitivität im engeren Sinne übrigens nur Rückkopplungen in der Atmosphäre. Die Unsicherheiten des sich ändernden [[Kohlenstoffkreislauf]]s (z.B. die zusätzlichen Emissionen aus Pflanzen und Böden) werden nicht dazu gerechnet, obwohl sie natürlich ebenfalls zu Klimaänderungen beitragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch aus Beobachtungen ist die Klimasensitivität schwer abschätzbar, da die Klimaantriebe (also die Ursachen von Klimaänderungen) und die Klimaänderungen selbst zu ungenau bekannt sind, und da das Klima sich in Wahrheit nicht im Gleichgewicht befindet, sondern immer dem Antrieb hinterher hinkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wert der Klimasensitivität liegt nach Einschätzung des vierten Sachstandsberichts des Intergovernmental Panel on Climate Change ([[IPCC]]) zwischen 2 und 4,5 °C. Das Intergovernmental Panel on Climate Change ([[IPCC]]) bezeichnet diese Spanne in seinem 2007 erschienenen Vierten Sachstandsbericht als „wahrscheinlich“, der beste mittlere Schätzwert liege bei 3 °C; eine Sensititvät von unter 1,5 °C sei „sehr unwahrscheinlich“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC 2007&amp;quot;&amp;gt;Intergovernmental Panel on Climate Change (2007): [http://www.ipcc.ch/ipccreports/ar4-wg1.htm &#039;&#039;IPCC Fourth Assessment Report - Working Group I Report &amp;quot;The Physical Science Basis&amp;quot;&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Linreg.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 1:&#039;&#039;&#039;Skizzenhafte Bestimmung der Klimasensitivität durch eine lineare Regression. Die X-Markierungen sind Mittlere Werte aus dem Modell zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Nach 140 Jahren kann die Simulation beendet und die Klimasensitivität durch eine Regression geschätzt werden.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einzelnen Studien wurde als Wert für die Klimasensitivität ein Bereich zwischen  1,5 und 4,5&amp;amp;nbsp;°C ermittelt, um die sich die Erde mit 95%iger Wahrscheinlichkeit bei einer solchen Verdoppelung erwärmen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Annan 2006&amp;quot;&amp;gt;Annan, J.D. und J.C. Hargreaves (2006): &#039;&#039;Using multiple observationally-based constraints to estimate climate sensitivity&#039;&#039;, Entwurf vom 30. Januar [http://www.jamstec.go.jp/frcgc/research/d5/jdannan/GRL_sensitivity.pdf (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine 2007 in der Zeitschrift Nature erschienene geologische Studie untersucht die Klimasensitivität über die letzten 420 Millionen Jahre und ergibt 1,5&amp;amp;nbsp;°C als unteren und 6,2&amp;amp;nbsp;°C als oberen Grenzwert sowie 2,8&amp;amp;nbsp;°C als beste Schätzung.&amp;lt;ref&amp;gt;Royer, Dana L., Robert A. Berner und Jeffrey Park (2007): &#039;&#039;Climate sensitivity constrained by CO2 concentrations over the past 420 million years&#039;&#039;, in: Nature, Vol. 446, 29. März, [http://droyer.web.wesleyan.edu/climate_sensitivity.pdf (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der fünfte Sachstandsbericht des IPCC von  2013 korigierte seine Schätzung von 2007 auf 1,5 - 4,5 °C. Der Grund für die Korrektur des unteren Wertes von 2 °C auf 1,5 °C  liegt in Unsicherheiten über die Wärmeaufnahme des Ozeans. Die Berechnungen mit der jüngsten Generation von Klimamodellen ergab einen Mittelwert von 3,2 °C. &amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2013): Climate Change 2013, Working Group I: The Science of Climate Change, Box 12.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mangelnde Kenntnis der Klimasensitivität macht es schwierig, Ergebnisse von Klimamodellen zu vergleichen, da jedes Modell eine andere Klimasensitivität aufweist. Daher ist es von Vorteil, nicht die Temperaturänderungen, sondern als Vorstufe davon die Änderung der Strahlungsbilanz direkt zu vergleichen. Das hierzu entwickelte Konzept ist das des [[Strahlungsantrieb|Strahlungsantriebs]]. Der Umrechnungsfaktor zwischen dem Strahlungsantrieb und der Temperaturänderung auf der Erde nennt sich Klimasensitivitäts-Parameter und wird in K/W/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; (also Kelvin pro Watt/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;) angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Folge von=Kohlendioxid-Konzentration&lt;br /&gt;
|Folge von=Strahlungsantrieb&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Wasserkreislauf und Klima&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Eis-Albedo-Rückkopplung&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Klimaprojektionen&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Klimamodelle&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Kohlendioxid-Konzentration, Strahlungsantrieb, Wasserkreislauf, Eis-Albedo-Rückkopplung, Klimaprojektionen, Klimamodelle, Klimasystem, Klimaänderungen&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimasystem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaänderungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaprojektionen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundbegriffe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
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		<title>Klimasensitivität</title>
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		<updated>2015-08-17T12:19:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Was ist die Klimasensitivität?==&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Klimasensitivität&#039;&#039;&#039; ist ein Maß dafür, wie sensibel die global gemittelte bodennahe [[Lufttemperatur]] auf der Erde auf Änderungen der [[Kohlendioxid-Konzentration]] reagiert.&lt;br /&gt;
Sie wird daher in °C angegeben und steht für die Temperaturänderung, die die Erde bei einer Verdoppelung des CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalts erfahren würde. Dabei wird angenommen, dass sich das [[Klima_und_Wetter#Klima|Klima]] vor und nach der Änderung im Gleichgewicht befindet; man betrachtet also einen Anfangs- und Endzustand ohne die allmähliche Erwärmung dazwischen. Betrachtet man dagegen die Änderung des Klimas bis zu einem bestimmten (z.B. dem aktuellen) Zeitpunkt, spricht man auch von der „effektiven Klimasensitivität“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie groß ist die Klimasensitivität? ==&lt;br /&gt;
Das Gedankenexperiment der plötzlichen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Verdopplung hat natürlich keine Entsprechung in der Realität, sondern liefert eine einfache Kennzahl zur Beschreibung der Empfindlichkeit der Erde gegenüber Kohlendioxid und anderen das Klima beeinflussenden Faktoren (die meist - mit Einschränkungen - in CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Äquivalente umgerechnet werden können).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zahl zu kennen ist also der Schlüssel zu einer verlässlichen Vorhersage des Klimas. Sie ist allerdings kein vorgegebener Wert in globalen [[Klimamodelle|Klimamodellen]], sondern Resultat vieler verschiedener Rückkopplungseffekte, wie z.B. der Wasserdampf-Rückkopplung (je wärmer es wird, desto mehr erwärmender Wasserdampf befindet sich auch in der Luft; vgl. [[Wasserkreislauf und Klima]]) und der [[Eis-Albedo-Rückkopplung]]. Insbesondere die Veränderung der Bewölkung und deren Rückwirkung auf die globale Erwärmung ist schwer abschätzbar und vergrößert die Unsicherheitsspanne. Da frühere Modelle nur die Atmosphäre beinhalteten, beinhaltet die Klimasensitivität im engeren Sinne übrigens nur Rückkopplungen in der Atmosphäre. Die Unsicherheiten des sich ändernden [[Kohlenstoffkreislauf]]s (z.B. die zusätzlichen Emissionen aus Pflanzen und Böden) werden nicht dazu gerechnet, obwohl sie natürlich ebenfalls zu Klimaänderungen beitragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch aus Beobachtungen ist die Klimasensitivität schwer abschätzbar, da die Klimaantriebe (also die Ursachen von Klimaänderungen) und die Klimaänderungen selbst zu ungenau bekannt sind, und da das Klima sich in Wahrheit nicht im Gleichgewicht befindet, sondern immer dem Antrieb hinterher hinkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wert der Klimasensitivität liegt nach Einschätzung des vierten Sachstandsberichts des Intergovernmental Panel on Climate Change ([[IPCC]]) zwischen 2 und 4,5 °C. Das Intergovernmental Panel on Climate Change ([[IPCC]]) bezeichnet diese Spanne in seinem 2007 erschienenen Vierten Sachstandsbericht als „wahrscheinlich“, der beste mittlere Schätzwert liege bei 3 °C; eine Sensititvät von unter 1,5 °C sei „sehr unwahrscheinlich“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCC 2007&amp;quot;&amp;gt;Intergovernmental Panel on Climate Change (2007): [http://www.ipcc.ch/ipccreports/ar4-wg1.htm &#039;&#039;IPCC Fourth Assessment Report - Working Group I Report &amp;quot;The Physical Science Basis&amp;quot;&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Linreg.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 1:&#039;&#039;&#039; Bestimmung der Klimasensitivität durch eine lineare Regression. Die X-Markierungen sind Mittlere Werte aus dem Modell zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Nach 140 Jahren kann die Simulation beendet und die Klimasensitivität durch eine Regression geschätzt werden.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einzelnen Studien wurde als Wert für die Klimasensitivität ein Bereich zwischen  1,5 und 4,5&amp;amp;nbsp;°C ermittelt, um die sich die Erde mit 95%iger Wahrscheinlichkeit bei einer solchen Verdoppelung erwärmen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Annan 2006&amp;quot;&amp;gt;Annan, J.D. und J.C. Hargreaves (2006): &#039;&#039;Using multiple observationally-based constraints to estimate climate sensitivity&#039;&#039;, Entwurf vom 30. Januar [http://www.jamstec.go.jp/frcgc/research/d5/jdannan/GRL_sensitivity.pdf (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine 2007 in der Zeitschrift Nature erschienene geologische Studie untersucht die Klimasensitivität über die letzten 420 Millionen Jahre und ergibt 1,5&amp;amp;nbsp;°C als unteren und 6,2&amp;amp;nbsp;°C als oberen Grenzwert sowie 2,8&amp;amp;nbsp;°C als beste Schätzung.&amp;lt;ref&amp;gt;Royer, Dana L., Robert A. Berner und Jeffrey Park (2007): &#039;&#039;Climate sensitivity constrained by CO2 concentrations over the past 420 million years&#039;&#039;, in: Nature, Vol. 446, 29. März, [http://droyer.web.wesleyan.edu/climate_sensitivity.pdf (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der fünfte Sachstandsbericht des IPCC von  2013 korigierte seine Schätzung von 2007 auf 1,5 - 4,5 °C. Der Grund für die Korrektur des unteren Wertes von 2 °C auf 1,5 °C  liegt in Unsicherheiten über die Wärmeaufnahme des Ozeans. Die Berechnungen mit der jüngsten Generation von Klimamodellen ergab einen Mittelwert von 3,2 °C. &amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (2013): Climate Change 2013, Working Group I: The Science of Climate Change, Box 12.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mangelnde Kenntnis der Klimasensitivität macht es schwierig, Ergebnisse von Klimamodellen zu vergleichen, da jedes Modell eine andere Klimasensitivität aufweist. Daher ist es von Vorteil, nicht die Temperaturänderungen, sondern als Vorstufe davon die Änderung der Strahlungsbilanz direkt zu vergleichen. Das hierzu entwickelte Konzept ist das des [[Strahlungsantrieb|Strahlungsantriebs]]. Der Umrechnungsfaktor zwischen dem Strahlungsantrieb und der Temperaturänderung auf der Erde nennt sich Klimasensitivitäts-Parameter und wird in K/W/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; (also Kelvin pro Watt/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;) angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Folge von=Kohlendioxid-Konzentration&lt;br /&gt;
|Folge von=Strahlungsantrieb&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Wasserkreislauf und Klima&lt;br /&gt;
|beeinflusst von=Eis-Albedo-Rückkopplung&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Klimaprojektionen&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Kohlendioxid-Konzentration, Strahlungsantrieb, Wasserkreislauf, Eis-Albedo-Rückkopplung, Klimaprojektionen, Klimamodelle, Klimasystem, Klimaänderungen&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimasystem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaänderungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaprojektionen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundbegriffe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Datei:Linreg.png&amp;diff=19407</id>
		<title>Datei:Linreg.png</title>
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		<updated>2015-08-17T12:15:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: Fabi lud eine neue Version von Datei:Linreg.png hoch&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Vorgehensweise zur Bestimmung der Klimasensitivität nach Vial (2010): On the interpretation of inter-model spread in CMIP5 climate sensitivity estimates.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
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		<updated>2015-08-17T12:10:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: Die Vorgehensweise zur Bestimmung der Klimasensitivität nach Vial (2010): On the interpretation of inter-model spread in CMIP5 climate sensitivity estimates.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Vorgehensweise zur Bestimmung der Klimasensitivität nach Vial (2010): On the interpretation of inter-model spread in CMIP5 climate sensitivity estimates.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Feedback&amp;diff=19394</id>
		<title>Feedback</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Feedback&amp;diff=19394"/>
		<updated>2015-08-14T13:37:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Forcing_Feedback.png|thumb|468px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 1:&#039;&#039;&#039; Konzeptionelles Modell der Wirkungen von Klimaantrieb und Feedback auf die Strahlungsbilanz. Das Strahlungsungleichgewicht bezieht sich hier auf den oberen Rand der Atmosphäre, die Temperaturänderung auf die 2m Temperatur. Rote Pfeile sind Klimaantreibe, blaue Pfeile Rückkopplungen. Der gelbe Pfeil symbolisiert eine Störung der solaren Einstrahlung. Das Planck-feedback ist die Anpassung der emittierten Strahlung der Erde an ihre Temperaturänderung. Die Abbildung ist selbstgezeichnet nach Sherwood et al. (2014).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Störung&#039;&#039;&#039; wäre beispielsweise eine erhöhte CO2 Konzentration. Der resultierende [[Treibhauseffekt]] ist ein &#039;&#039;&#039;Klimaantrieb&#039;&#039;&#039;, welcher zu einem &#039;&#039;&#039;Strahlungsungleichgewicht&#039;&#039;&#039; führt, in dem das Erdsystem am Oberrand der Atmosphäre weniger Strahlung emittiert als von der Sonne erhält. Dies gleicht die Erde zunächst und im Laufe der Zeit durch eine Temperaturänderung an der Oberfläche (in diesem Falle durch eine Temperaturerhöhung) aus. Dabei treten Rückkopplungen/&#039;&#039;&#039;Feedbacks&#039;&#039;&#039; innerhalb des Klimasystems auf, die wiederum Albedo und die atmosphärischen Durchlässigkeit (auch Emissivität genannt) der langwelligen Strahlung auf, welche wieder zu Temperaturveränderungen führen.&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Diskussion über das Ausmaß des Klimawandels wird oft von &#039;&#039;&#039;Rückkopplungsmechanismen (feedbacks)&#039;&#039;&#039; gesprochen. Diese treten als Folge des externen [[Klimaantrieb]]s bei Wechselwirkungen der Temperaturänderung mit Komponenten und Prozessen des Klimasystems auf. Über Veränderungen im Strahlungshaushalt kommt es entweder zur Verstärkung der Temperaturänderung (positives Feedback) oder Abschwächung (negatives Feedback). Während Klimaantriebe die Ursache für einen Klimawandel darstellen, sind Rückkopplungen nur Folgen davon. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei bezieht sich die Rückkopplung auf die bodennah hervorgerufene Temperaturveränderung. Rückkopplungen können anschaulich anhand eines Kreislaufs illustriert werden, der bspw. mit der Erwärmung der Oberflächentemperatur durch den von CO2 verstärkten Treibhauseffekt beginnt (Abbildung 1, rechte Seite). Innerhalb dieses Kreislaufs kann es dann zu einer Verstärkung oder Linderung des anfänglichen Temperaturanstiegs kommen. Im ersten Fall spricht man von einer positiven, im zweiten von einer negativen Rückkopplung.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein solcher Kreislauf ist allerdings nur eine Modellvorstellung unter bestimmten Annahmen, da Rückkopplungen im Klimasystem nicht von einander getrennt ablaufen sondern untereinander interagieren (deshalb bezeichnet man das Klimasystems als nichtlinear). So lässt sich der Effekt einer einzelnen Rückkopplung auf die Temperatur nur schwer einschätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
*[[Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung|Wasserdampf-Rückkopplung (water vapour feedback) und Temperatur-Gradient-Rückkopplung (lapse rate feedback)]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Wolkenrückkopplung|Wolkenrückkopplung]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Eis-Albedo-Rückkopplung]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Biogeophysikalische Rückkopplungen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Schwarzkörperstrahlung &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Kohlenstoffkreislauf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung von Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grundliegenden Theorien zum Rückkopplungsparameter ähneln denen der Klimasensitivität: Ein Strahlungsantrieb wird im Gleichgewicht ausgeglichen durch eine Temperaturänderung multipliziert mit einem Proportionalitätsfaktor, welcher unseren Rückkopplungsparameter darstellt. In diesen Parameter gehen alle Rückkopplungen mit ein. Da der Strahlungsantrieb bei einem stärkeren Treibhauseffekt negativ definiert ist, ist der Rückkopplungsparameter ebenfalls negativ, sodass es eine positive Temperaturänderung, also eine Erwärmung gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Feedbacks.png|thumb|468px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 2:&#039;&#039;&#039; Werte für verschiedene Rückkopplungen aus verschiedenen Modellen. &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;: Planck-Feedback (Schwarzköperstrahlung). &#039;&#039;&#039;WV&#039;&#039;&#039;: [[Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung|Wasserdampfrückkopplung]]. &#039;&#039;&#039;LR&#039;&#039;&#039;: [[Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung|Temperaturgradientrückkopplung]]. &#039;&#039;&#039;WV + LR&#039;&#039;&#039;: Wasserdampf- und Temperaturgradientrückkopplung. &#039;&#039;&#039;C&#039;&#039;&#039;: [[Wolkenrückkopplung]]. &#039;&#039;&#039;A:&#039;&#039;&#039; [[Eis-Albedo-Rückkopplung|Albedorückkopplung]]. &#039;&#039;&#039;All&#039;&#039;&#039;: Alle außer Planck. Die grauen Kreise (jew. rechts) sind Modellwerte aus dem Modellvergleichsprojekt CMIP3, welches für den vorherigen IPCC Report genutzt wurde - die farbigen (linke Seite) aus dem aktuellen Vergleichsprojekt CMIP5. Die ausgefüllten Kreise sind jeweils Mittelwerte aller dargestellten Modelle. Das Bild stammt aus dem IPCC AR5 Chapter 9.7.1, Figure 9.43.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Strahlungsantrieb kann in Modellen eingestellt werden und ist bekannt. Daraus folgt: Je mehr der Rückkopplungsparameter gegen 0 geht, desto größer muss die Temperaturänderung sein, um ein bekannten (konstanten) Strahlungsantrieb auszugleichen. Andersherum: je negativer dieser Parameter ist, also je mehr negative Rückkopplungen es gibt, desto weniger erwärmt sich die bodennahe Temperatur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir einen Strahlungsantrieb von -8 W/m² an. Ist unser Feedbackparameter -2 W/m²/K, braucht es eine Temperaturerhöhung von 4K (ist das gleiche wie °C) für ein Gleichgewicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gibt es stattdessen sehr viele positive Feedbacks, läge der Feedbackparameter vielleicht bei -1 W/m²/K. Hier bräuchten wir schon eine Erwärmung von 8K, um ein Gleichgewicht zu erreichen. Andersherum folgt auf viele negative Feedbacks ein kleinerer Feedbackparameter, nehmen wir -4 W/m²/K an. Dann würde sich die Temperatur nur um 2K erwärmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Summe verstärken Rückkopplungen eine anfängliche Erwärmung nach aktuellen Modellläufen um 1.5 W/(m²K)Die größte Bedeutung kommt dabei der Wasserdampfrückkopplung zu (&#039;&#039;&#039;Abbildung 2&#039;&#039;&#039;). Die Ergebnisse streuen im Allgemeinen noch recht weit. Sehr wahrscheinlich sind jedoch die meisten Rückkopplungen positiv - abgesehen vom Planck-Feedback - und verstärken die Klimaerwärmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schwierigkeiten der Bestimmung von Feedbacks ===&lt;br /&gt;
Möchte man einzelne Komponenten des Klimasystems seperat auf ihre Reaktion auf eine Temperaturerhöhung durch CO2 untersuchen, muss die Abhängigkeit der Komponente von anderen Komponenten beachtet werden. Wasserdampf und Wolken sind bspw. auf eine Art gekoppelt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wasserdampf strahlt im langwelligen Bereich und ein Anteil dieser Strahlung gelangt in den Weltraum, sodass sozusagen Energie verloren geht. Dies passiert besonders in wolkenfreien Zonen, da Wolken diese Strahlung absorbieren würde. Kommt es in einem wärmeren Klima zu einer Erhöhung der Wasserdampfkonzentration, kommt es auch zu einer Erhöhung der langwelligen Ausstrahlung. Versucht man nun das Wasserdampffeedback zu bestimmen, läge es nahe, ein wärmeres Klima zu simulieren, und bis auf den Wasserdampf alle anderen Prozesse unveränderlich zu halten. So erhielte man die Veränderung der Wasserdampfkonzentration und die darausfolgende Veränderung der bodennahen Temperatur. Das Wasserdampffeedback hängt aber auch von der Wolkenbedeckung ab, welche im Experiment eigentlich unveränderlich gehalten werden soll. Würde in einem wärmeren Klima die Wolkenbedeckung abnehmen, wäre die Wasserdampfausstrahlung noch stärker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Beispiel erkennt man, wie schwierig die Bestimmung von Rückkopplungen ist und sie eigentlich abhängig vom Ausgangsklima sind. Die Annahme, dass sie konstant sind, ist nur legitim, wenn das Klimasystem jedeglich ein kleines bisschen aus dem Gleichgewicht geführt wird. Heute werden komplizierte Methoden wie die Faktorseparation für die Rückkopplungsbestimmung angewandt, welche Analogien zur Elektrotechnik aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzangaben ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|Folge von=Klimaantrieb&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt; Grundbegriffe&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundbegriffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimasystem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Feedback&amp;diff=19393</id>
		<title>Feedback</title>
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		<updated>2015-08-14T13:33:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: /* Berechnung von Rückkopplungsmechanismen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Forcing_Feedback.png|thumb|468px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 1:&#039;&#039;&#039; Konzeptionelles Modell der Wirkungen von Klimaantrieb und Feedback auf die Strahlungsbilanz. Das Strahlungsungleichgewicht bezieht sich hier auf den oberen Rand der Atmosphäre, die Temperaturänderung auf die 2m Temperatur. Rote Pfeile sind Klimaantreibe, blaue Pfeile Rückkopplungen. Der gelbe Pfeil symbolisiert eine Störung der solaren Einstrahlung. Das Planck-feedback ist die Anpassung der emittierten Strahlung der Erde an ihre Temperaturänderung. Die Abbildung ist selbstgezeichnet nach Sherwood et al. (2014).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Störung&#039;&#039;&#039; wäre beispielsweise eine erhöhte CO2 Konzentration. Der resultierende [[Treibhauseffekt]] ist ein &#039;&#039;&#039;Klimaantrieb&#039;&#039;&#039;, welcher zu einem &#039;&#039;&#039;Strahlungsungleichgewicht&#039;&#039;&#039; führt, in dem das Erdsystem am Oberrand der Atmosphäre weniger Strahlung emittiert als von der Sonne erhält. Dies gleicht die Erde zunächst und im Laufe der Zeit durch eine Temperaturänderung an der Oberfläche (in diesem Falle durch eine Temperaturerhöhung) aus. Dabei treten Rückkopplungen/&#039;&#039;&#039;Feedbacks&#039;&#039;&#039; innerhalb des Klimasystems auf, die wiederum Albedo und die atmosphärischen Durchlässigkeit (auch Emissivität genannt) der langwelligen Strahlung auf, welche wieder zu Temperaturveränderungen führen.&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Diskussion über das Ausmaß des Klimawandels wird oft von &#039;&#039;&#039;Rückkopplungsmechanismen (feedbacks)&#039;&#039;&#039; gesprochen. Diese treten als Folge des externen [[Klimaantrieb]]s bei Wechselwirkungen der Temperaturänderung mit Komponenten und Prozessen des Klimasystems auf. Über Veränderungen im Strahlungshaushalt kommt es entweder zur Verstärkung der Temperaturänderung (positives Feedback) oder Abschwächung (negatives Feedback). Während Klimaantriebe die Ursache für einen Klimawandel darstellen, sind Rückkopplungen nur Folgen davon. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei bezieht sich die Rückkopplung auf die hervorgerufene Temperaturerhöhung an der Oberfläche. Rückkopplungen können anschaulich anhand eines Kreislaufs illustriert werden, der mit der  Erwärmung der Oberflächentemperatur beginnt (Abbildung 1, rechte Seite). Innerhalb dieses Kreislaufs kann es dann zu einer Verstärkung oder Linderung des anfänglichen Temperaturanstiegs kommen. Im ersten Fall spricht man von einer positiven, im zweiten von einer negativen Rückkopplung.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein solcher Kreislauf ist allerdings nur eine Modellvorstellung unter bestimmten Annahmen, da Rückkopplungen im Klimasystem nicht von einander getrennt ablaufen sondern untereinander interagieren (deshalb bezeichnet man das Klimasystems als nichtlinear). So lässt sich der Effekt einer einzelnen Rückkopplung auf die Temperatur nur schwer einschätzen. Beispielsweise  wird bei einer deutlich negativen Temperaturgradient-Rückkopplung die Wasserdampf-Rückkopplung am Boden wahrscheinlich größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
*[[Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung|Wasserdampf-Rückkopplung (water vapour feedback) und Temperatur-Gradient-Rückkopplung (lapse rate feedback)]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Wolkenrückkopplung|Wolkenrückkopplung]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Eis-Albedo-Rückkopplung]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Biogeophysikalische Rückkopplungen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Schwarzkörperstrahlung &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Kohlenstoffkreislauf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung von Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grundliegenden Theorien zum Rückkopplungsparameter ähneln denen der Klimasensitivität: Ein Strahlungsantrieb wird im Gleichgewicht ausgeglichen durch eine Temperaturänderung multipliziert mit einem Proportionalitätsfaktor, welcher unseren Rückkopplungsparameter darstellt. In diesen Parameter gehen alle Rückkopplungen mit ein. Da der Strahlungsantrieb bei einem stärkeren Treibhauseffekt negativ definiert ist, ist der Rückkopplungsparameter ebenfalls negativ, sodass es eine positive Temperaturänderung, also eine Erwärmung gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Feedbacks.png|thumb|468px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 2:&#039;&#039;&#039; Werte für verschiedene Rückkopplungen aus verschiedenen Modellen. &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;: Planck-Feedback (Schwarzköperstrahlung). &#039;&#039;&#039;WV&#039;&#039;&#039;: [[Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung|Wasserdampfrückkopplung]]. &#039;&#039;&#039;LR&#039;&#039;&#039;: [[Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung|Temperaturgradientrückkopplung]]. &#039;&#039;&#039;WV + LR&#039;&#039;&#039;: Wasserdampf- und Temperaturgradientrückkopplung. &#039;&#039;&#039;C&#039;&#039;&#039;: [[Wolkenrückkopplung]]. &#039;&#039;&#039;A:&#039;&#039;&#039; [[Eis-Albedo-Rückkopplung|Albedorückkopplung]]. &#039;&#039;&#039;All&#039;&#039;&#039;: Alle außer Planck. Die grauen Kreise (jew. rechts) sind Modellwerte aus dem Modellvergleichsprojekt CMIP3, welches für den vorherigen IPCC Report genutzt wurde - die farbigen (linke Seite) aus dem aktuellen Vergleichsprojekt CMIP5. Die ausgefüllten Kreise sind jeweils Mittelwerte aller dargestellten Modelle. Das Bild stammt aus dem IPCC AR5 Chapter 9.7.1, Figure 9.43.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Strahlungsantrieb kann in Modellen eingestellt werden und ist bekannt. Daraus folgt: Je mehr der Rückkopplungsparameter gegen 0 geht, desto größer muss die Temperaturänderung sein, um ein bekannten (konstanten) Strahlungsantrieb auszugleichen. Andersherum: je negativer dieser Parameter ist, also je mehr negative Rückkopplungen es gibt, desto weniger erwärmt sich die bodennahe Temperatur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir einen Strahlungsantrieb von -8 W/m² an. Ist unser Feedbackparameter -2 W/m²/K, braucht es eine Temperaturerhöhung von 4K (ist das gleiche wie °C) für ein Gleichgewicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gibt es stattdessen sehr viele positive Feedbacks, läge der Feedbackparameter vielleicht bei -1 W/m²/K. Hier bräuchten wir schon eine Erwärmung von 8K, um ein Gleichgewicht zu erreichen. Andersherum folgt auf viele negative Feedbacks ein kleinerer Feedbackparameter, nehmen wir -4 W/m²/K an. Dann würde sich die Temperatur nur um 2K erwärmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Summe verstärken Rückkopplungen eine anfängliche Erwärmung nach aktuellen Modellläufen um 1.5 W/(m²K)Die größte Bedeutung kommt dabei der Wasserdampfrückkopplung zu (&#039;&#039;&#039;Abbildung 2&#039;&#039;&#039;). Die Ergebnisse streuen im Allgemeinen noch recht weit. Sehr wahrscheinlich sind jedoch die meisten Rückkopplungen positiv - abgesehen vom Planck-Feedback - und verstärken die Klimaerwärmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schwierigkeiten der Bestimmung von Feedbacks ===&lt;br /&gt;
Möchte man einzelne Komponenten des Klimasystems seperat auf ihre Reaktion auf eine Temperaturerhöhung durch CO2 untersuchen, muss die Abhängigkeit der Komponente von anderen Komponenten beachtet werden. Wasserdampf und Wolken sind bspw. auf eine Art gekoppelt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wasserdampf strahlt im langwelligen Bereich und ein Anteil dieser Strahlung gelangt in den Weltraum, sodass sozusagen Energie verloren geht. Dies passiert besonders in wolkenfreien Zonen, da Wolken diese Strahlung absorbieren würde. Kommt es in einem wärmeren Klima zu einer Erhöhung der Wasserdampfkonzentration, kommt es auch zu einer Erhöhung der langwelligen Ausstrahlung. Versucht man nun das Wasserdampffeedback zu bestimmen, läge es nahe, ein wärmeres Klima zu simulieren, und bis auf den Wasserdampf alle anderen Prozesse unveränderlich zu halten. So erhielte man die Veränderung der Wasserdampfkonzentration und die darausfolgende Veränderung der bodennahen Temperatur. Das Wasserdampffeedback hängt aber auch von der Wolkenbedeckung ab, welche im Experiment eigentlich unveränderlich gehalten werden soll. Würde in einem wärmeren Klima die Wolkenbedeckung abnehmen, wäre die Wasserdampfausstrahlung noch stärker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Beispiel erkennt man, wie schwierig die Bestimmung von Rückkopplungen ist und sie eigentlich abhängig vom Ausgangsklima sind. Die Annahme, dass sie konstant sind, ist nur legitim, wenn das Klimasystem jedeglich ein kleines bisschen aus dem Gleichgewicht geführt wird. Heute werden komplizierte Methoden wie die Faktorseparation für die Rückkopplungsbestimmung angewandt, welche Analogien zur Elektrotechnik aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzangaben ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|Folge von=Klimaantrieb&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt; Grundbegriffe&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundbegriffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimasystem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Feedback&amp;diff=19392</id>
		<title>Feedback</title>
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		<updated>2015-08-14T13:32:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Forcing_Feedback.png|thumb|468px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 1:&#039;&#039;&#039; Konzeptionelles Modell der Wirkungen von Klimaantrieb und Feedback auf die Strahlungsbilanz. Das Strahlungsungleichgewicht bezieht sich hier auf den oberen Rand der Atmosphäre, die Temperaturänderung auf die 2m Temperatur. Rote Pfeile sind Klimaantreibe, blaue Pfeile Rückkopplungen. Der gelbe Pfeil symbolisiert eine Störung der solaren Einstrahlung. Das Planck-feedback ist die Anpassung der emittierten Strahlung der Erde an ihre Temperaturänderung. Die Abbildung ist selbstgezeichnet nach Sherwood et al. (2014).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Störung&#039;&#039;&#039; wäre beispielsweise eine erhöhte CO2 Konzentration. Der resultierende [[Treibhauseffekt]] ist ein &#039;&#039;&#039;Klimaantrieb&#039;&#039;&#039;, welcher zu einem &#039;&#039;&#039;Strahlungsungleichgewicht&#039;&#039;&#039; führt, in dem das Erdsystem am Oberrand der Atmosphäre weniger Strahlung emittiert als von der Sonne erhält. Dies gleicht die Erde zunächst und im Laufe der Zeit durch eine Temperaturänderung an der Oberfläche (in diesem Falle durch eine Temperaturerhöhung) aus. Dabei treten Rückkopplungen/&#039;&#039;&#039;Feedbacks&#039;&#039;&#039; innerhalb des Klimasystems auf, die wiederum Albedo und die atmosphärischen Durchlässigkeit (auch Emissivität genannt) der langwelligen Strahlung auf, welche wieder zu Temperaturveränderungen führen.&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Diskussion über das Ausmaß des Klimawandels wird oft von &#039;&#039;&#039;Rückkopplungsmechanismen (feedbacks)&#039;&#039;&#039; gesprochen. Diese treten als Folge des externen [[Klimaantrieb]]s bei Wechselwirkungen der Temperaturänderung mit Komponenten und Prozessen des Klimasystems auf. Über Veränderungen im Strahlungshaushalt kommt es entweder zur Verstärkung der Temperaturänderung (positives Feedback) oder Abschwächung (negatives Feedback). Während Klimaantriebe die Ursache für einen Klimawandel darstellen, sind Rückkopplungen nur Folgen davon. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei bezieht sich die Rückkopplung auf die hervorgerufene Temperaturerhöhung an der Oberfläche. Rückkopplungen können anschaulich anhand eines Kreislaufs illustriert werden, der mit der  Erwärmung der Oberflächentemperatur beginnt (Abbildung 1, rechte Seite). Innerhalb dieses Kreislaufs kann es dann zu einer Verstärkung oder Linderung des anfänglichen Temperaturanstiegs kommen. Im ersten Fall spricht man von einer positiven, im zweiten von einer negativen Rückkopplung.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein solcher Kreislauf ist allerdings nur eine Modellvorstellung unter bestimmten Annahmen, da Rückkopplungen im Klimasystem nicht von einander getrennt ablaufen sondern untereinander interagieren (deshalb bezeichnet man das Klimasystems als nichtlinear). So lässt sich der Effekt einer einzelnen Rückkopplung auf die Temperatur nur schwer einschätzen. Beispielsweise  wird bei einer deutlich negativen Temperaturgradient-Rückkopplung die Wasserdampf-Rückkopplung am Boden wahrscheinlich größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
*[[Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung|Wasserdampf-Rückkopplung (water vapour feedback) und Temperatur-Gradient-Rückkopplung (lapse rate feedback)]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Wolkenrückkopplung|Wolkenrückkopplung]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Eis-Albedo-Rückkopplung]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Biogeophysikalische Rückkopplungen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Schwarzkörperstrahlung &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Kohlenstoffkreislauf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung von Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grundliegenden Theorien zum Rückkopplungsparameter ähneln denen der Klimasensitivität: Ein Strahlungsantrieb wird im Gleichgewicht ausgeglichen durch eine Temperaturänderung multipliziert mit einem Proportionalitätsfaktor, welcher unseren Rückkopplungsparameter darstellt. In diesen Parameter gehen alle Rückkopplungen mit ein. Da der Strahlungsantrieb bei einem stärkeren Treibhauseffekt negativ definiert ist, ist der Rückkopplungsparameter ebenfalls negativ, sodass es eine positive Temperaturänderung, also eine Erwärmung gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Feedbacks.png|thumb|468px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 2:&#039;&#039;&#039; Werte für verschiedene Rückkopplungen aus verschiedenen Modellen. &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;: Planck-Feedback (Schwarzköperstrahlung). &#039;&#039;&#039;WV&#039;&#039;&#039;: [[Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung|Wasserdampfrückkopplung]]. &#039;&#039;&#039;LR&#039;&#039;&#039;: [[Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung|Temperaturgradientrückkopplung]]. &#039;&#039;&#039;WV + LR&#039;&#039;&#039;: Wasserdampf- und Temperaturgradientrückkopplung. &#039;&#039;&#039;C&#039;&#039;&#039;: [[Wolkenrückkopplung]]. &#039;&#039;&#039;A:&#039;&#039;&#039; [[Eis-Albedo-Rückkopplung|Albedorückkopplung]]. &#039;&#039;&#039;All&#039;&#039;&#039;: Alle außer Planck. Die grauen Kreise (jew. rechts) sind Modellwerte aus dem Modellvergleichsprojekt CMIP3, welches für den vorherigen IPCC Report genutzt wurde - die farbigen (linke Seite) aus dem aktuellen Vergleichsprojekt CMIP5. Die ausgefüllten Kreise sind jeweils Mittelwerte aller dargestellten Modelle. Das Bild stammt aus dem IPCC AR5 Chapter 9.7.1, Figure 9.43.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Strahlungsantrieb kann in Modellen eingestellt werden und ist bekannt. Daraus folgt: Je mehr der Rückkopplungsparameter gegen 0 geht, desto größer muss die Temperaturänderung sein, um ein bekannten (konstanten) Strahlungsantrieb auszugleichen. Andersherum: je negativer dieser Parameter ist, also je mehr negative Rückkopplungen es gibt, desto weniger erwärmt sich die bodennahe Temperatur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir einen Strahlungsantrieb von -8 W/m² an. Ist unser Feedbackparameter -2 W/m²/K, braucht es eine Temperaturerhöhung von 4°C für ein Gleichgewicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gibt es stattdessen sehr viele positive Feedbacks, läge der Feedbackparameter vielleicht bei -1 W/m²/K. Hier bräuchten wir schon eine Erwärmung von 8°C, um ein Gleichgewicht zu erreichen. Andersherum folgt auf viele negative Feedbacks ein kleinerer Feedbackparameter, nehmen wir -4 W/m²/K an. Dann würde sich die Temperatur nur um 2°C erwärmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Summe verstärken Rückkopplungen eine anfängliche Erwärmung nach aktuellen Modellläufen um 1.5 W/(m²K)Die größte Bedeutung kommt dabei der Wasserdampfrückkopplung zu (&#039;&#039;&#039;Abbildung 2&#039;&#039;&#039;). Die Ergebnisse streuen im Allgemeinen noch recht weit. Sehr wahrscheinlich sind jedoch die meisten Rückkopplungen positiv - abgesehen vom Planck-Feedback - und verstärken die Klimaerwärmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schwierigkeiten der Bestimmung von Feedbacks ===&lt;br /&gt;
Möchte man einzelne Komponenten des Klimasystems seperat auf ihre Reaktion auf eine Temperaturerhöhung durch CO2 untersuchen, muss die Abhängigkeit der Komponente von anderen Komponenten beachtet werden. Wasserdampf und Wolken sind bspw. auf eine Art gekoppelt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wasserdampf strahlt im langwelligen Bereich und ein Anteil dieser Strahlung gelangt in den Weltraum, sodass sozusagen Energie verloren geht. Dies passiert besonders in wolkenfreien Zonen, da Wolken diese Strahlung absorbieren würde. Kommt es in einem wärmeren Klima zu einer Erhöhung der Wasserdampfkonzentration, kommt es auch zu einer Erhöhung der langwelligen Ausstrahlung. Versucht man nun das Wasserdampffeedback zu bestimmen, läge es nahe, ein wärmeres Klima zu simulieren, und bis auf den Wasserdampf alle anderen Prozesse unveränderlich zu halten. So erhielte man die Veränderung der Wasserdampfkonzentration und die darausfolgende Veränderung der bodennahen Temperatur. Das Wasserdampffeedback hängt aber auch von der Wolkenbedeckung ab, welche im Experiment eigentlich unveränderlich gehalten werden soll. Würde in einem wärmeren Klima die Wolkenbedeckung abnehmen, wäre die Wasserdampfausstrahlung noch stärker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Beispiel erkennt man, wie schwierig die Bestimmung von Rückkopplungen ist und sie eigentlich abhängig vom Ausgangsklima sind. Die Annahme, dass sie konstant sind, ist nur legitim, wenn das Klimasystem jedeglich ein kleines bisschen aus dem Gleichgewicht geführt wird. Heute werden komplizierte Methoden wie die Faktorseparation für die Rückkopplungsbestimmung angewandt, welche Analogien zur Elektrotechnik aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzangaben ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|Folge von=Klimaantrieb&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt; Grundbegriffe&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundbegriffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimasystem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Feedback&amp;diff=19391</id>
		<title>Feedback</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Feedback&amp;diff=19391"/>
		<updated>2015-08-14T13:28:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Forcing_Feedback.png|thumb|468px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 1:&#039;&#039;&#039; Konzeptionelles Modell der Wirkungen von Klimaantrieb und Feedback auf die Strahlungsbilanz. Das Strahlungsungleichgewicht bezieht sich hier auf den oberen Rand der Atmosphäre, die Temperaturänderung auf die 2m Temperatur. Rote Pfeile sind Klimaantreibe, blaue Pfeile Rückkopplungen. Der gelbe Pfeil symbolisiert eine Störung der solaren Einstrahlung. Das Planck-feedback ist die Anpassung der emittierten Strahlung der Erde an ihre Temperaturänderung. Die Abbildung ist selbstgezeichnet nach Sherwood et al. (2014).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Störung&#039;&#039;&#039; wäre beispielsweise eine erhöhte CO2 Konzentration. Der resultierende [[Treibhauseffekt]] ist ein &#039;&#039;&#039;Klimaantrieb&#039;&#039;&#039;, welcher zu einem &#039;&#039;&#039;Strahlungsungleichgewicht&#039;&#039;&#039; führt, in dem das Erdsystem am Oberrand der Atmosphäre weniger Strahlung emittiert als von der Sonne erhält. Dies gleicht die Erde zunächst und im Laufe der Zeit durch eine Temperaturänderung an der Oberfläche (in diesem Falle durch eine Temperaturerhöhung) aus. Dabei treten Rückkopplungen/&#039;&#039;&#039;Feedbacks&#039;&#039;&#039; innerhalb des Klimasystems auf, die wiederum Albedo und die atmosphärischen Durchlässigkeit (auch Emissivität genannt) der langwelligen Strahlung auf, welche wieder zu Temperaturveränderungen führen.&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Diskussion über das Ausmaß des Klimawandels wird oft von &#039;&#039;&#039;Rückkopplungsmechanismen (feedbacks)&#039;&#039;&#039; gesprochen. Diese treten als Folge des externen [[Klimaantrieb]]s bei Wechselwirkungen der Temperaturänderung mit Komponenten und Prozessen des Klimasystems auf. Über Veränderungen im Strahlungshaushalt kommt es entweder zur Verstärkung der Temperaturänderung (positives Feedback) oder Abschwächung (negatives Feedback). Während Klimaantriebe die Ursache für einen Klimawandel darstellen, sind Rückkopplungen nur Folgen davon. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei bezieht sich die Rückkopplung auf die hervorgerufene Temperaturerhöhung an der Oberfläche. Rückkopplungen können anschaulich anhand eines Kreislaufs illustriert werden, der mit der  Erwärmung der Oberflächentemperatur beginnt (Abbildung 1, rechte Seite). Innerhalb dieses Kreislaufs kann es dann zu einer Verstärkung oder Linderung des anfänglichen Temperaturanstiegs kommen. Im ersten Fall spricht man von einer positiven, im zweiten von einer negativen Rückkopplung.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein solcher Kreislauf ist allerdings nur eine Modellvorstellung unter bestimmten Annahmen, da Rückkopplungen im Klimasystem nicht von einander getrennt ablaufen sondern untereinander interagieren (deshalb bezeichnet man das Klimasystems als nichtlinear). So lässt sich der Effekt einer einzelnen Rückkopplung auf die Temperatur nur schwer einschätzen. Beispielsweise  wird bei einer deutlich negativen Temperaturgradient-Rückkopplung die Wasserdampf-Rückkopplung am Boden wahrscheinlich größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
*[[Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung|Wasserdampf-Rückkopplung (water vapour feedback) und Temperatur-Gradient-Rückkopplung (lapse rate feedback)]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Wolkenrückkopplung|Wolkenrückkopplung]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Eis-Albedo-Rückkopplung]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Biogeophysikalische Rückkopplungen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Schwarzkörperstrahlung &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Kohlenstoffkreislauf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestimmung der Größenordnung der Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
Möchte man einzelne Komponenten des Klimasystems seperat auf ihre Reaktion auf eine Temperaturerhöhung durch CO2 untersuchen, muss die Abhängigkeit der Komponente von anderen Komponenten beachtet werden. Wasserdampf und Wolken sind auf eine Art gekoppelt, die hier beispielhaft erläutert werden soll:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wasserdampf strahlt im langwelligen Bereich und ein Anteil dieser Strahlung gelangt in den Weltraum, sodass sozusagen Energie verloren geht. Dies passiert besonders in wolkenfreien Zonen, da Wolken diese Strahlung absorbieren würde. Kommt es in einem wärmeren Klima zu einer Erhöhung der Wasserdampfkonzentration, kommt es auch zu einer Erhöhung der langwelligen Ausstrahlung. Versucht man nun das Wasserdampffeedback zu bestimmen, läge es nahe, ein wärmeres Klima zu simulieren, und bis auf den Wasserdampf alle anderen Prozesse unveränderlich zu halten. So erhielte man die Veränderung der Wasserdampfkonzentration und die darausfolgende Veränderung der bodennahen Temperatur. Das Wasserdampffeedback hängt aber auch von der Wolkenbedeckung ab, welche im Experiment eigentlich unveränderlich gehalten werden soll. Würde in einem wärmeren Klima die Wolkenbedeckung abnehmen, wäre die Wasserdampfausstrahlung noch stärker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Beispiel erkennt man, wie schwierig die Bestimmung von Rückkopplungen ist und sie eigentlich abhängig vom Ausgangsklima sind. Die Annahme, dass sie konstant sind, ist nur legitim, wenn das Klimasystem jedeglich ein kleines bisschen aus dem Gleichgewicht geführt wird. Heute werden komplizierte Methoden wie die Faktorseparation für die Rückkopplungsbestimmung angewandt, welche Analogien zur Elektrotechnik aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grundliegenden Theorien zum Rückkopplungsparameter ähneln denen der Klimasensitivität: Ein Strahlungsantrieb wird im Gleichgewicht ausgeglichen durch eine Temperaturänderung multipliziert mit einem Proportionalitätsfaktor, welcher unseren Rückkopplungsparameter darstellt. In diesen Parameter gehen alle Rückkopplungen mit ein. Da der Strahlungsantrieb bei einem stärkeren Treibhauseffekt negativ definiert ist, ist der Rückkopplungsparameter ebenfalls negativ, sodass es eine positive Temperaturänderung, also eine Erwärmung gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Feedbacks.png|thumb|468px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 2:&#039;&#039;&#039; Werte für verschiedene Rückkopplungen aus verschiedenen Modellen. &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;: Planck-Feedback (Schwarzköperstrahlung). &#039;&#039;&#039;WV&#039;&#039;&#039;: [[Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung|Wasserdampfrückkopplung]]. &#039;&#039;&#039;LR&#039;&#039;&#039;: [[Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung|Temperaturgradientrückkopplung]]. &#039;&#039;&#039;WV + LR&#039;&#039;&#039;: Wasserdampf- und Temperaturgradientrückkopplung. &#039;&#039;&#039;C&#039;&#039;&#039;: [[Wolkenrückkopplung]]. &#039;&#039;&#039;A:&#039;&#039;&#039; [[Eis-Albedo-Rückkopplung|Albedorückkopplung]]. &#039;&#039;&#039;All&#039;&#039;&#039;: Alle außer Planck. Die grauen Kreise (jew. rechts) sind Modellwerte aus dem Modellvergleichsprojekt CMIP3, welches für den vorherigen IPCC Report genutzt wurde - die farbigen (linke Seite) aus dem aktuellen Vergleichsprojekt CMIP5. Die ausgefüllten Kreise sind jeweils Mittelwerte aller dargestellten Modelle. Das Bild stammt aus dem IPCC AR5 Chapter 9.7.1, Figure 9.43.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Strahlungsantrieb kann in Modellen eingestellt werden und ist bekannt. Daraus folgt: Je mehr der Rückkopplungsparameter gegen 0 geht, desto größer muss die Temperaturänderung sein, um ein bekannten (konstanten) Strahlungsantrieb auszugleichen. Andersherum: je negativer dieser Parameter ist, also je mehr negative Rückkopplungen es gibt, desto weniger erwärmt sich die bodennahe Temperatur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir einen Strahlungsantrieb von -8 W/m² an. Ist unser Feedbackparameter -2 W/m²/K, braucht es eine Temperaturerhöhung von 4°C für ein Gleichgewicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gibt es stattdessen sehr viele positive Feedbacks, läge der Feedbackparameter vielleicht bei -1 W/m²/K. Hier bräuchten wir schon eine Erwärmung von 8°C, um ein Gleichgewicht zu erreichen. Andersherum folgt auf viele negative Feedbacks ein kleinerer Feedbackparameter, nehmen wir -4 W/m²/K an. Dann würde sich die Temperatur nur um 2°C erwärmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Summe verstärken Rückkopplungen eine anfängliche Erwärmung nach aktuellen Modellläufen um 1.5 W/(m²K)Die größte Bedeutung kommt dabei der Wasserdampfrückkopplung zu (&#039;&#039;&#039;Abbildung 2&#039;&#039;&#039;). Die Ergebnisse streuen im Allgemeinen noch recht weit. Sehr wahrscheinlich sind jedoch die meisten Rückkopplungen positiv - abgesehen vom Planck-Feedback - und verstärken die Klimaerwärmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzangaben ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|Folge von=Klimaantrieb&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt; Grundbegriffe&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundbegriffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimasystem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Feedback&amp;diff=19390</id>
		<title>Feedback</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Feedback&amp;diff=19390"/>
		<updated>2015-08-14T13:27:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:&#039;&#039;&#039;Abbildung 1:&#039;&#039;&#039; Forcing_Feedback.png|thumb|468px|Konzeptionelles Modell der Wirkungen von Klimaantrieb und Feedback auf die Strahlungsbilanz. Das Strahlungsungleichgewicht bezieht sich hier auf den oberen Rand der Atmosphäre, die Temperaturänderung auf die 2m Temperatur. Rote Pfeile sind Klimaantreibe, blaue Pfeile Rückkopplungen. Der gelbe Pfeil symbolisiert eine Störung der solaren Einstrahlung. Das Planck-feedback ist die Anpassung der emittierten Strahlung der Erde an ihre Temperaturänderung. Die Abbildung ist selbstgezeichnet nach Sherwood et al. (2014).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Störung&#039;&#039;&#039; wäre beispielsweise eine erhöhte CO2 Konzentration. Der resultierende [[Treibhauseffekt]] ist ein &#039;&#039;&#039;Klimaantrieb&#039;&#039;&#039;, welcher zu einem &#039;&#039;&#039;Strahlungsungleichgewicht&#039;&#039;&#039; führt, in dem das Erdsystem am Oberrand der Atmosphäre weniger Strahlung emittiert als von der Sonne erhält. Dies gleicht die Erde zunächst und im Laufe der Zeit durch eine Temperaturänderung an der Oberfläche (in diesem Falle durch eine Temperaturerhöhung) aus. Dabei treten Rückkopplungen/&#039;&#039;&#039;Feedbacks&#039;&#039;&#039; innerhalb des Klimasystems auf, die wiederum Albedo und die atmosphärischen Durchlässigkeit (auch Emissivität genannt) der langwelligen Strahlung auf, welche wieder zu Temperaturveränderungen führen.&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Diskussion über das Ausmaß des Klimawandels wird oft von &#039;&#039;&#039;Rückkopplungsmechanismen (feedbacks)&#039;&#039;&#039; gesprochen. Diese treten als Folge des externen [[Klimaantrieb]]s bei Wechselwirkungen der Temperaturänderung mit Komponenten und Prozessen des Klimasystems auf. Über Veränderungen im Strahlungshaushalt kommt es entweder zur Verstärkung der Temperaturänderung (positives Feedback) oder Abschwächung (negatives Feedback). Während Klimaantriebe die Ursache für einen Klimawandel darstellen, sind Rückkopplungen nur Folgen davon. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei bezieht sich die Rückkopplung auf die hervorgerufene Temperaturerhöhung an der Oberfläche. Rückkopplungen können anschaulich anhand eines Kreislaufs illustriert werden, der mit der  Erwärmung der Oberflächentemperatur beginnt (Abbildung 1, rechte Seite). Innerhalb dieses Kreislaufs kann es dann zu einer Verstärkung oder Linderung des anfänglichen Temperaturanstiegs kommen. Im ersten Fall spricht man von einer positiven, im zweiten von einer negativen Rückkopplung.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein solcher Kreislauf ist allerdings nur eine Modellvorstellung unter bestimmten Annahmen, da Rückkopplungen im Klimasystem nicht von einander getrennt ablaufen sondern untereinander interagieren (deshalb bezeichnet man das Klimasystems als nichtlinear). So lässt sich der Effekt einer einzelnen Rückkopplung auf die Temperatur nur schwer einschätzen. Beispielsweise  wird bei einer deutlich negativen Temperaturgradient-Rückkopplung die Wasserdampf-Rückkopplung am Boden wahrscheinlich größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
*[[Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung|Wasserdampf-Rückkopplung (water vapour feedback) und Temperatur-Gradient-Rückkopplung (lapse rate feedback)]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Wolkenrückkopplung|Wolkenrückkopplung]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Eis-Albedo-Rückkopplung]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Biogeophysikalische Rückkopplungen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Schwarzkörperstrahlung &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Kohlenstoffkreislauf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestimmung der Größenordnung der Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
Möchte man einzelne Komponenten des Klimasystems seperat auf ihre Reaktion auf eine Temperaturerhöhung durch CO2 untersuchen, muss die Abhängigkeit der Komponente von anderen Komponenten beachtet werden. Wasserdampf und Wolken sind auf eine Art gekoppelt, die hier beispielhaft erläutert werden soll:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wasserdampf strahlt im langwelligen Bereich und ein Anteil dieser Strahlung gelangt in den Weltraum, sodass sozusagen Energie verloren geht. Dies passiert besonders in wolkenfreien Zonen, da Wolken diese Strahlung absorbieren würde. Kommt es in einem wärmeren Klima zu einer Erhöhung der Wasserdampfkonzentration, kommt es auch zu einer Erhöhung der langwelligen Ausstrahlung. Versucht man nun das Wasserdampffeedback zu bestimmen, läge es nahe, ein wärmeres Klima zu simulieren, und bis auf den Wasserdampf alle anderen Prozesse unveränderlich zu halten. So erhielte man die Veränderung der Wasserdampfkonzentration und die darausfolgende Veränderung der bodennahen Temperatur. Das Wasserdampffeedback hängt aber auch von der Wolkenbedeckung ab, welche im Experiment eigentlich unveränderlich gehalten werden soll. Würde in einem wärmeren Klima die Wolkenbedeckung abnehmen, wäre die Wasserdampfausstrahlung noch stärker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Beispiel erkennt man, wie schwierig die Bestimmung von Rückkopplungen ist und sie eigentlich abhängig vom Ausgangsklima sind. Die Annahme, dass sie konstant sind, ist nur legitim, wenn das Klimasystem jedeglich ein kleines bisschen aus dem Gleichgewicht geführt wird. Heute werden komplizierte Methoden wie die Faktorseparation für die Rückkopplungsbestimmung angewandt, welche Analogien zur Elektrotechnik aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grundliegenden Theorien zum Rückkopplungsparameter ähneln denen der Klimasensitivität: Ein Strahlungsantrieb wird im Gleichgewicht ausgeglichen durch eine Temperaturänderung multipliziert mit einem Proportionalitätsfaktor, welcher unseren Rückkopplungsparameter darstellt. In diesen Parameter gehen alle Rückkopplungen mit ein. Da der Strahlungsantrieb bei einem stärkeren Treibhauseffekt negativ definiert ist, ist der Rückkopplungsparameter ebenfalls negativ, sodass es eine positive Temperaturänderung, also eine Erwärmung gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Feedbacks.png|thumb|468px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 2:&#039;&#039;&#039; Werte für verschiedene Rückkopplungen aus verschiedenen Modellen. &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;: Planck-Feedback (Schwarzköperstrahlung). &#039;&#039;&#039;WV&#039;&#039;&#039;: [[Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung|Wasserdampfrückkopplung]]. &#039;&#039;&#039;LR&#039;&#039;&#039;: [[Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung|Temperaturgradientrückkopplung]]. &#039;&#039;&#039;WV + LR&#039;&#039;&#039;: Wasserdampf- und Temperaturgradientrückkopplung. &#039;&#039;&#039;C&#039;&#039;&#039;: [[Wolkenrückkopplung]]. &#039;&#039;&#039;A:&#039;&#039;&#039; [[Eis-Albedo-Rückkopplung|Albedorückkopplung]]. &#039;&#039;&#039;All&#039;&#039;&#039;: Alle außer Planck. Die grauen Kreise (jew. rechts) sind Modellwerte aus dem Modellvergleichsprojekt CMIP3, welches für den vorherigen IPCC Report genutzt wurde - die farbigen (linke Seite) aus dem aktuellen Vergleichsprojekt CMIP5. Die ausgefüllten Kreise sind jeweils Mittelwerte aller dargestellten Modelle. Das Bild stammt aus dem IPCC AR5 Chapter 9.7.1, Figure 9.43.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Strahlungsantrieb kann in Modellen eingestellt werden und ist bekannt. Daraus folgt: Je mehr der Rückkopplungsparameter gegen 0 geht, desto größer muss die Temperaturänderung sein, um ein bekannten (konstanten) Strahlungsantrieb auszugleichen. Andersherum: je negativer dieser Parameter ist, also je mehr negative Rückkopplungen es gibt, desto weniger erwärmt sich die bodennahe Temperatur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir einen Strahlungsantrieb von -8 W/m² an. Ist unser Feedbackparameter -2 W/m²/K, braucht es eine Temperaturerhöhung von 4°C für ein Gleichgewicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gibt es stattdessen sehr viele positive Feedbacks, läge der Feedbackparameter vielleicht bei -1 W/m²/K. Hier bräuchten wir schon eine Erwärmung von 8°C, um ein Gleichgewicht zu erreichen. Andersherum folgt auf viele negative Feedbacks ein kleinerer Feedbackparameter, nehmen wir -4 W/m²/K an. Dann würde sich die Temperatur nur um 2°C erwärmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Summe verstärken Rückkopplungen eine anfängliche Erwärmung nach aktuellen Modellläufen um 1.5 W/(m²K)Die größte Bedeutung kommt dabei der Wasserdampfrückkopplung zu (&#039;&#039;&#039;Abbildung 2&#039;&#039;&#039;). Die Ergebnisse streuen im Allgemeinen noch recht weit. Sehr wahrscheinlich sind jedoch die meisten Rückkopplungen positiv - abgesehen vom Planck-Feedback - und verstärken die Klimaerwärmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzangaben ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|Folge von=Klimaantrieb&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt; Grundbegriffe&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundbegriffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimasystem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Datei:Feedbacks.png&amp;diff=19389</id>
		<title>Datei:Feedbacks.png</title>
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		<updated>2015-08-14T12:19:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: Werte fuer die die unterschiedlichen Feedbacks, berechnet von unterschiedlichen Modellen. Aus IPCC AR5 Chapter 9.7.1 Figure 9.43.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Werte fuer die die unterschiedlichen Feedbacks, berechnet von unterschiedlichen Modellen. Aus IPCC AR5 Chapter 9.7.1 Figure 9.43.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
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		<title>Feedback</title>
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		<updated>2015-08-13T13:20:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: /* Arten von Rückkopplungsmechanismen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Forcing_Feedback.png|thumb|468px|Konzeptionelles Modell der Wirkungen von Klimaantrieb und Feedback auf die Strahlungsbilanz. Das Strahlungsungleichgewicht bezieht sich hier auf den oberen Rand der Atmosphäre, die Temperaturänderung auf die 2m Temperatur. Rote Pfeile sind Klimaantreibe, blaue Pfeile Rückkopplungen. Der gelbe Pfeil symbolisiert eine Störung der solaren Einstrahlung. Das Planck-feedback ist die Anpassung der emittierten Strahlung der Erde an ihre Temperaturänderung. Die Abbildung ist selbstgezeichnet nach Sherwood et al. (2014).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Störung&#039;&#039;&#039; wäre beispielsweise eine erhöhte CO2 Konzentration. Der resultierende [[Treibhauseffekt]] ist ein &#039;&#039;&#039;Klimaantrieb&#039;&#039;&#039;, welcher zu einem &#039;&#039;&#039;Strahlungsungleichgewicht&#039;&#039;&#039; führt, in dem das Erdsystem am Oberrand der Atmosphäre weniger Strahlung emittiert als von der Sonne erhält. Dies gleicht die Erde zunächst und im Laufe der Zeit durch eine Temperaturänderung an der Oberfläche (in diesem Falle durch eine Temperaturerhöhung) aus. Dabei treten Rückkopplungen/&#039;&#039;&#039;Feedbacks&#039;&#039;&#039; innerhalb des Klimasystems auf, die wiederum Albedo und die atmosphärischen Durchlässigkeit (auch Emissivität genannt) der langwelligen Strahlung auf, welche wieder zu Temperaturveränderungen führen.&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Diskussion über das Ausmaß des Klimawandels wird oft von &#039;&#039;&#039;Rückkopplungsmechanismen (feedbacks)&#039;&#039;&#039; gesprochen. Diese treten als Folge des externen [[Klimaantrieb]]s bei Wechselwirkungen zwischen dem  hervorgerufenen Strahlungsungleichgewicht bzw. der Temperaturerhöhung und der Antwort des Klimasystems auf diese Veränderung  auf (Abb.1). Während Klimaantriebe die Ursache für einen Klimawandel darstellen, sind Rückkopplungen nur Folgen davon. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei bezieht sich die Rückkopplung auf die durch den Antrieb hervorgerufene Temperaturerhöhung an der Oberfläche. Wenn eine Änderung der Temperatur eine Größe beeinflusst, die über die Strahlungsbilanz wiederum zu einer Temperaturänderung führt, spricht man von einer Rückkopplung. So können Rückkopplungen anschaulich anhand eines Kreislaufs illustriert werden, der mit der  Erwärmung der Oberflächentemperatur beginnt (Abbildung 1, rechte Seite). Innerhalb dieses Kreislaufs kann es dann zu einer Verstärkung oder Linderung des anfänglichen Temperaturanstiegs kommen. Im ersten Fall spricht man von einer positiven, im zweiten von einer negativen Rückkopplung.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein solcher Kreislauf ist allerdings nur eine Modellvorstellung unter bestimmten Annahmen, da Rückkopplungen im Klimasystem nicht von einander getrennt ablaufen sondern untereinander interagieren (deshalb bezeichnet man das Klimasystems als nichtlinear). So lässt sich der Effekt einer einzelnen Rückkopplung auf die Temperatur nur schwer einschätzen. Beispielsweise  wird bei einer deutlich negativen Temperaturgradient-Rückkopplung die Wasserdampf-Rückkopplung am Boden wahrscheinlich größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
*[[Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung|Wasserdampf-Rückkopplung (water vapour feedback) und Temperatur-Gradient-Rückkopplung (lapse rate feedback)]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Wolkenrückkopplung|Wolkenrückkopplung]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Eis-Albedo-Rückkopplung]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Biogeophysikalische Rückkopplungen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Schwarzkörperstrahlung &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Kohlenstoffkreislauf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einschätzung der Größenordnung der Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Summe verstärken Rückkopplungen eine anfängliche Erwärmung nach aktuellen Modellläufen um 2 W/(m²K) (Abbildung 2). Die größte Bedeutung kommt dabei der Wasserdampfrückkopplung zu. Die Ergebnisse streuen im Allgemeinen noch recht weit. Sehr wahrscheinlich sind jedoch die meisten Rückkopplungen positiv und verstärken die Klimaerwärmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzangaben ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|Folge von=Klimaantrieb&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt; Grundbegriffe&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundbegriffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimasystem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wasserdampf-R%C3%BCckkopplung_und_Temperatur-Gradient-R%C3%BCckkopplung&amp;diff=19386</id>
		<title>Wasserdampf-Rückkopplung und Temperatur-Gradient-Rückkopplung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wasserdampf-R%C3%BCckkopplung_und_Temperatur-Gradient-R%C3%BCckkopplung&amp;diff=19386"/>
		<updated>2015-08-13T13:19:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: Fabi verschob die Seite Wasserdampf-Rückkopplung und Temperatur-Gradient-Rückkopplung nach Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wasserdampfr%C3%BCckkopplung_und_Temperaturgradientr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19385</id>
		<title>Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wasserdampfr%C3%BCckkopplung_und_Temperaturgradientr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19385"/>
		<updated>2015-08-13T13:19:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: Fabi verschob die Seite Wasserdampf-Rückkopplung und Temperatur-Gradient-Rückkopplung nach Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Wasserdampfrückkopplung und die Temperaturgradientrückkopplung beeinflussen sich gegenseitig, weshalb sie im folgenden Artikel zusammen erläutert werden.&lt;br /&gt;
==Wasserdampfrückkopplung==&lt;br /&gt;
[[Wasserdampf]] ist ein starkes [[Treibhausgase|Treibhausgas]] und absorbiert stark im [[Strahlungshaushalt der Atmosphäre|langwelligen Strahlungsbereich]]. Diese Absorption ist dabei  (logarithmisch) abhängig von der Wasserdampfkonzentration. Wärmere Luft kann zudem mehr Wasserdampf aufnehmen. Kombiniert man diese beiden Punkte, erhält man eine stark positive Wasserdampfrückkopplung bei einer globalen Erwärmung (solange die relative Feuchtigkeit gleich bleibt). Die globale Erwärmung durch Kohlenstoffdioxid wird durch Wasserdampf verdoppelt, wenn man allein dieses [[Feedback]] in Betracht zieht.&lt;br /&gt;
==Temperaturgradientrückkopplung==&lt;br /&gt;
Durch unterschiedliche Erwärmung  mit der Höhe als Reaktion auf einen [[Strahlungsantrieb]] wie bspw. eine erhöhte CO2 Konzentration kommt es ebenfalls zu einer Rückkopplung. Die Temperaturabnahme mit der Höhe ([[Gradient|Temperaturgradient]]) wird in der Troposphäre von Strahlung, Konvektion und dynamischen Prozessen bestimmt. In hochreichenden konvektiven Wolken nimmt die Temperatur [[adiabatische Prozesse|feuchtadiabatisch]] mit der Höhe ab. Das bedeutet, dass für ein Luftpaket angenommen wird, dass es bei seinem Aufstieg seine Temperatur nur durch Arbeit gegen Druckänderung (Expansionsabkühlung) oder durch Phasenumwandlungen des Wassers (Kondensationswärme) verändert und ansonsten keine Wärme, bspw. durch Strahlung aufnimmt oder abgibt - also isoliert ist. Da in einer Wolke vorrangig [[Kondensation]] und somit eine Erwärmung stattfindet, ist die Temperaturabnahme mit der Höhe im feuchtadiabatischem Fall nicht so stark wie ohne die Berücksichtigung von Phasenumwandlungen, also im trockenadiabatischem Fall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tropische Temperaturgradientrückkopplung===&lt;br /&gt;
[[Datei:TempGradRueck.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 1:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte adiabatische (&#039;&#039;&#039;durchgezogene Linien&#039;&#039;&#039;) und feuchtadiabatische (&#039;&#039;&#039;gestrichelte Linien&#039;&#039;&#039;) Temperaturabnahme mit der Höhe im jetztigen Klima (&#039;&#039;&#039;blau&#039;&#039;&#039;) und in einem wärmeren Klima (&#039;&#039;&#039;rot&#039;&#039;&#039;). Die Tropen sind im mittel feuchtadiabatisch geschichtet. Dort ist die Erwärmung in der Höhe (Länge des oberen schwarzen Doppelpfeils) größer als bodennah (Länge des unteren schwarzen Doppelpfeils).]]&lt;br /&gt;
In den Tropen tritt konvektive Wolkenbildung immer wieder auf. Da dort horizontale Temperaturunterschiede sehr schnell durch dynamische Prozesse ausgeglichen werden, ist die tropische Troposphäre im mittel feuchtadiabatisch geschichtet. Klimamodelle zeigen, dass sie auch in einem wärmeren Klima so geschichtet sein wird, was bedeutet, dass in der Höhe eine stärkere Erwärmung stattfindet, als am Boden (s.h. &#039;&#039;&#039;Abbildung 1&#039;&#039;&#039;). Da die entscheidenden Schichten für die troposphärische Ausstrahlung in den Weltraum in der höheren Troposphäre liegen, nimmt durch diesen Effekt die langwellige Ausstrahlung zu (also das Gegenteil vom Treibhauseffekt), da sie auf Basis einer noch höheren Temperatur stattfindet. Deshalb ist diese Rückkopplung negativ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Außertropische Temperaturgradientrückkopplung===&lt;br /&gt;
In den Außertropen berechnen die Klimamodelle stattdessen eine positive Temperaturgradientrückkopplung, da hier andere Prozesse eine Rolle spielen und horizontale Temperaturunterschiede nicht sofort ausgeglichen werden. Die tropische Rückkopplung überwiegt global gemittelt jedoch. Die berechneten Werte für die Rückkopplung unterscheiden sich auch von Modell zu Modell. Je stärker ein Modell die Erwärmung der tropischen Gebiete und je schwächer die Erwärmung in den Außertropen berechnet, desto negativer ist die Rückkopplung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abhängigkeit von Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung==&lt;br /&gt;
Die negative Temperaturgradientrückkopplung wirkt der positiven Wasserdampfrückkopplung entgegen und hängt stark von ihr ab. Ist die Wasserdampfrückkopplung stark, nimmt die Temperatur zu - die Atmosphäre schichtet sich aber feuchtadiabatisch, sodass es in der höheren Troposphäre wärmer ist und es kommt zu einer stärker negativen und somit ausgleichenden Temperaturgradientrückkopplung (s.h. &#039;&#039;&#039;Abildung 1&#039;&#039;&#039;). Dabei ist wichtig, dass Änderungen in der relativen Feuchte diese gegenseitige Beeinflussung verändern würden. Würde es relativ gesehen feuchter werden, wäre die ausgleichende Temperaturgradientrückkopplung nicht mehr so stark, sodass die Wasserdampfrückkopplung stärker ins Gewicht fallen würde. Die mittlere relative Feuchtigkeit zeigt aber kaum Veränderungen in Klimamodellen, solange die großskalige Zirkulation unverändert bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Bony, S., Colman, R., Kattsov, V., Allan, R., Bretherton, C., Dufresne, J-L., Hall, A., Hallegatte, S., Holland, M., Ingram, W., Randall, D., Soden, B., Tselioudis, G. und Webb, M. (2006): How Well Do We Understand and Evaluate Climate Change Feedback Processes? Journal of Climate. Vol. 19. S.3445-3482.&lt;br /&gt;
* Vial, J., Dufresne, J-L., Bony, S. (2013). On the interpretation of inter-model spread in CMIP5 climate sensitivity estimates. Climate Dynamics. Vol. 41, Issue 11-12, S. 3339-3362. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Teil von=Rückkopplung&lt;br /&gt;
Teil von=Gradient&lt;br /&gt;
Teil von=Wasserdampf&lt;br /&gt;
|verursacht=Klimasensitivität&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlung&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungshaushalt der Atmosphäre&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Troposphäre, Wasserdampf, Strahlungshaushalt der Atmosphäre, Gradient, Rückkopplung&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaänderungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplungen&amp;diff=19384</id>
		<title>Wolkenrückkopplungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplungen&amp;diff=19384"/>
		<updated>2015-08-13T13:18:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: Fabi verschob die Seite Wolkenrückkopplungen nach Wolkenrückkopplung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Wolkenrückkopplung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19383</id>
		<title>Wolkenrückkopplung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19383"/>
		<updated>2015-08-13T13:18:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: Fabi verschob die Seite Wolkenrückkopplungen nach Wolkenrückkopplung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wolken wirken sich stark und durch unterschiedliche Prozesse auf den [[Strahlungshaushalt]] des Klimasystems aus. Auf das aktuelle Klima wirken Wolken abkühlend mit einem [[Strahlungsantrieb]] von -20 W/m² am Oberrand der Atmosphäre durch Reflexion von [[Wolken|Sonnenstrahlen]]. Vergleicht man diesen Wert mit dem Strahlungsantrieb bei einer Verdoppelung von CO2, nämlich in etwa 4 W/m², so erkennt man, dass kleine Änderungen der Wolken dramatische Effekte auf das Klima haben können. Dementsprechend wichtig ist es, die Reaktion von Wolken auf eine eine Klimaerwärmung - also die Wolkenrückkopplung, zu kennen und ihre Größe zu bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bestimmung der Wolkenrückkopplung==&lt;br /&gt;
Ob eine Rückkopplung sich verstärkend oder abschwächend auswirkt, lässt sich [[Feedback|mit Klimamodellen berechnen]]. Die Reaktion sowohl des Bewölkungsgrad als auch der Eigenschaften von Wolken an sich auf eine bodennahe Temperaturänderung ist allerdings noch recht unklar. Die Großzahl der Modelle zeigt eine positive Rückkopplung - das heißt, Wolken verstärken die globale Erwärmung. Die Modelle weichen untereinander in der Größe aber stark ab. So macht die Wolkenrückkopplung den größten Anteil der Unsicherheit in der Bestimmung der Klimasensitivität aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unsicherheiten==&lt;br /&gt;
Die Unsicherheiten bei der Bestimmung der Wolkenrückkopplung werden Veränderungen im kurzwelligen Strahlungsbereich (Sonnenstrahlen) zugeschrieben. Modelle, welche weniger tiefe Bewölkung in der Zukunft berechnen, weisen gleichzeitig eine stärkere Erwärmung im 21. Jahrhundert auf, weil weniger kurzwellige Strahlung reflektiert wird. Genau so gibt es auch Modelle, die einen Anstieg der Fläche tiefer Wolkenschichten simulieren bei gleichzeitig geringerem Anstieg der Temperatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bekannte Mechanismen bei der Wolkenrückkopplung==&lt;br /&gt;
Wolkenauftreten ist maßgeblich gekoppelt an die mittleren Lufströmungen (Dynamik) der Troposphäre. Für die tropischen Gebiete weiß man, dass die regionale Zirkulation über die Wolkenart und ihre Häufigkeit entscheidend ist. Daraus folgt, dass ein besseres Verständnis der Wolkenrückkopplung erzielt werden könnte, wenn man die Reaktion der tropischen Dynamik auf den Klimawandel besser verstehen würde. Die Tropen sind auch deshalb so wichtig, weil auf Grund ihrer großen Ausdehnung fast 50 Prozent des Feedbacks von ihnen ausgehen. Eine Theorie, wie in den Tropen auf regionaler Skala die Zirkulation Änderungen in der Bewölkung und in der Strahlungswirkung der Wolken hervorruft, ist der Iris Effekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in den Außertropen wird sich eine Veränderung in der Zirkulation auf die Bewölkung auswirken. Beispielsweise sehen viele Modelle eine vermehrte Sturmaktivität in einem Klima mit erhöhter Co2 Konzentration, welche unmittelbar mit dem mittleren Bewölkungsgrad zusammenhängt. Doch auch hier ist die genaue Wirkung auf die Wolken noch unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im langwelligen Strahlungsbereich sind die Modelle einig, dass die Wolkenrückkopplung positiv ist. Eine unterstützende Theorie dazu bildet die Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur===&lt;br /&gt;
[[Datei:TempGrad.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 1:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Temperaturabnahmen mit der Höhe für verschiedene Modellatmosphären. &#039;&#039;&#039;Blau&#039;&#039;&#039;: Unbewegliche Troposphäre ohne Phasenumwandlung von Wasser. &#039;&#039;&#039;Rot&#039;&#039;&#039;: Bewegliche, also konvektive Troposphäre ohne Phasenumwandlung von Wasser. &#039;&#039;&#039;Rot gestrichelt&#039;&#039;&#039;: Konvektive Troposphäre mit Phasenumwandlung von Wasser.&lt;br /&gt;
Die tropische Troposphäre ist wie eine konvektive Troposphäre mit Kondensation geschichtet. Strahlung wirkt in dieser abkühlend hin zu der unbeweglich geschichteten Atmosphäre.]]&lt;br /&gt;
Eine Theorie besagt, dass die Temperatur an der Oberkante von hochreichenden Wolken in einem wärmeren Klima nicht von der Temperatur am Boden abhängt. Das bedeutet, dass sich die Wolkenoberkante in einem wärmeren Klima in einer größeren Höhe befände. Durch Strahlungsprozesse hätte dies eine positive Rückkopplung zur Folge. Der gesamte Mechanismus erklärt sich folgendermaßen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tropische Troposphäre lässt sich gut durch ein sogenanntes &#039;&#039;Strahlungs-konvektions-Gleichgewicht&#039;&#039; beschreiben. Stellen wir uns eine Troposphäre ohne Luftbewegung ([[Konvektion]]) oder Phasenumwandlungen von Wasser ([[latente Wärme]]) vor. In einer solchen würden hauptsächlich Strahlungsprozesse auf die Temperatur wirksam sein und  es würde sich ein Strahlungsgleichgewicht einstellen, in dem die Troposphäre kälter wäre, als sie es eigentlich ist. In der realen Troposphäre wirkt Strahlung folglich abkühlend in Richtung dieses Strahlungsgleichgewicht. Irgendwann wird jedoch in der realen Troposphäre Luftbewegung ausgelöst, welche netto Wärme niedrigerer Höhen in die obere Troposphäre transportiert. &#039;&#039;&#039;Abbildung 1&#039;&#039;&#039; zeigt skizzenhaft die Temperaturabnahme mit der Höhe für verschiedene Modellatmosphären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Luftbewegung zeichnet sich an den Orten in den Tropen, wo die Luft aufsteigt, durch hochreichende, die Troposphäre durchdringende Wolken aus (Damit am Boden nicht plötzlich Luft und damit Masse fehlt, muss Luft nachströmen und folglich an anderen Stellen absinken. Dieses Prinzip nennt sich Massenerhaltung und wird mathematisch durch die Kontinuitätsgleichung beschrieben). Im Mittel ergibt sich ein Ausgleich zwischen Strahlungsabkühlung und konvektiver Erwärmung, welches Strahlungs-konvektions-gleichgewicht genannt wird. Die Wolkenoberkante, also das Ende des Luftaufstiegs befindet sich in der Höhe, in der die Strahlungsabkühlung deutlich schwächer wird, da es sozusagen ohne Strahlungsabkühlung auch keine Konvektion gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Claclap.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 2:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Zunahme der Wasserdampfaufnahmekapazität von Luft mit der Temperatur. Eine Variable für die y-Achse wäre bspw. die Sättigungsfeuchte.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Strahlungsabk.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 3:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Veränderung der tropischen Strahlungsabkühlung und Feuchtigkeit mit der Höhe im Klimawandel. &#039;&#039;&#039;Blau:&#039;&#039;&#039; Die spezifische Feuchtigkeit im aktuellen Klimasystem (durchgezogene Linie) und in einem erwärmten (gestrichelte Linie). &#039;&#039;&#039;Gelb:&#039;&#039;&#039; Strahlungsabkühlung im aktuellen Klimasystem (durchgezogene Linie) und in einem erwärmten (gestrichelte Linie). ]]&lt;br /&gt;
Die Strahlungsabkühlung hängt nun maßgeblich vom Wasserdampfgehalt ab, da Wasserdampf ein starker Emittent von langwelliger Strahlung ist. Der Wasserdampfgehalt ist wiederum nach der Clausis-Clapeyron-Gleichung stark Temperaturabhängig und nimmt deswegen mit der Höhe exponentiell ab (&#039;&#039;&#039;Abbildung 2&#039;&#039;&#039; zeigt skizzenhaft die Abhängigkeit von Wasserdampf von der Temperatur). In einer bestimmten Höhe, in der sich kaum mehr Wasserdampf befindet, nimmt folglich auch die Strahlungsabkühlung stark ab. In Modellexperimenten zeigt sich, dass die Strahlungsabkühlung immer dann deutlich ineffizient wird, wenn die Temperatur und damit der Wasserdampfgehalt einen bestimmten Wert unterschreiten. &#039;&#039;&#039;Abbildung 3&#039;&#039;&#039; zeigt den Zusammenhang von Strahlungsabkühlung und Wasserdampfgehalt skizzenhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommt es durch CO2 zu einer Erwärmung der Troposphäre, nimmt auch der mittlere Wassergehalt der oberen Troposphäre zu, sodass die Strahlungsabkühlung bis in eine höhere Schicht stattfindet. Das Aufsteigen und die Wolkenbildung passen sich dem an und erreichen ebenfalls eine höhere Schicht und zwar genau die, in der wieder die bestimmte Temperatur herrscht, ab der kaum mehr Wasserdampf vorhanden ist (Fixe Wolkenoberkantentemperatur oder „fixed anvil temperature“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Oberkantentemperatur entscheidet ebenfalls über die Gesamtstrahlungswirkung von Wolken. Würden die Wolken nicht auf eine Klimaerwärmung reagieren, wäre ihre Oberkante noch in der gleichen Höhe wie zuvor, welche durch die Klimaerwärmung wärmer wäre. So würden die Wolken in einem wärmeren Klima mit einer höheren Temperatur, und somit auch stärker in den Weltraum ausstrahlen. Die Anhebung der Wolkenoberkante in eine Höhe mit einer niedrigen Temperatur ist nun unsere Rückkopplung: Sie bewirkt eine Abschwächung der Ausstrahlung und somit verbleibt noch mehr Energie in der Troposphäre. Folglich ist sie positiv und eine Studie schätzt ihren Wert auf etwa 0.5 W/(m²K).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Iris Effekt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein wärmeres Klima berechnen einige Modelle eine Abnahme des tropischen Bedeckungsgrads bei einem gleichzeitigen Anstieg von trockenen Regionen mit Absinken. Der Name dieser Theorie wurde in Anlehnung an die Iris des Auges gewählt, die auf wechselnde Helligkeit mit einer veränderlichen Öffnung der Pupille reagiert. In ähnlicher Weise soll nach der Iris-Hypothese eine Erhöhung der äquatornahen Oberflächentemperaturen eine &amp;quot;Öffnung&amp;quot;, d.h. Verringerung der Cirrus-Wolkenbedeckung in diesen Breiten ergeben *1. Einerseits erreicht in diesem Falle kurzwellige Sonnenstrahlung häufiger die Oberfläche und erwärmt diese stärker, was für eine positive Rückkopplung sprechen würde. Andererseits wird im wolkenfreien Bereich auch sehr viel mehr langwellige Strahlung in den Weltraum emittiert, denn es fehlen die Wolken, welche diese Strahlung absorbieren würden. Im Mittel gleichen sich diese Prozesse möglicherweise aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Hartmann, D., Larson, K. (2002). An important constraint on tropical cloud - climate feedback. Geophysical Research Letters. Vol. 29, Issue 20. P. 12-1-12-4.&lt;br /&gt;
* Zelinka, M., Hartmann, D. (2010). Why is longwave cloud feedback positive? Journal of Geophysical Research: Atmospheres. Volume 115, Issue D16117&lt;br /&gt;
* Bony, S., Colman, R., Kattsov, V., Allan, R., Bretherton, C., Dufresne, J-L., Hall, A., Hallegatte, S., Holland, M., Ingram, W., Randall, D., Soden, B., Tselioudis, G. und Webb, M. (2006): How Well Do We Understand and Evaluate Climate Change Feedback Processes? Journal of Climate. Vol. 19. S.3445-3482.&lt;br /&gt;
* Vial, J., Dufresne, J-L., Bony, S. (2013). On the interpretation of inter-model spread in CMIP5 climate sensitivity estimates. Climate Dynamics. Vol. 41, Issue 11-12, S. 3339-3362. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Teil von=Rückkopplung&lt;br /&gt;
Teil von=Wolken&lt;br /&gt;
|verursacht=Klimasensitivität&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlung&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungshaushalt der Atmosphäre&lt;br /&gt;
|umfasst=Wolken im Klimasystem&lt;br /&gt;
|umfasst Prozess=Wasserkreislauf&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Troposphäre, Wolken, Strahlungshaushalt der Atmosphäre, Aerosole, Wasserkreislauf, Konvektion, Kondensation, Grundbegriffe&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaänderungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Feedback&amp;diff=19382</id>
		<title>Feedback</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Feedback&amp;diff=19382"/>
		<updated>2015-08-13T13:17:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Forcing_Feedback.png|thumb|468px|Konzeptionelles Modell der Wirkungen von Klimaantrieb und Feedback auf die Strahlungsbilanz. Das Strahlungsungleichgewicht bezieht sich hier auf den oberen Rand der Atmosphäre, die Temperaturänderung auf die 2m Temperatur. Rote Pfeile sind Klimaantreibe, blaue Pfeile Rückkopplungen. Der gelbe Pfeil symbolisiert eine Störung der solaren Einstrahlung. Das Planck-feedback ist die Anpassung der emittierten Strahlung der Erde an ihre Temperaturänderung. Die Abbildung ist selbstgezeichnet nach Sherwood et al. (2014).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Störung&#039;&#039;&#039; wäre beispielsweise eine erhöhte CO2 Konzentration. Der resultierende [[Treibhauseffekt]] ist ein &#039;&#039;&#039;Klimaantrieb&#039;&#039;&#039;, welcher zu einem &#039;&#039;&#039;Strahlungsungleichgewicht&#039;&#039;&#039; führt, in dem das Erdsystem am Oberrand der Atmosphäre weniger Strahlung emittiert als von der Sonne erhält. Dies gleicht die Erde zunächst und im Laufe der Zeit durch eine Temperaturänderung an der Oberfläche (in diesem Falle durch eine Temperaturerhöhung) aus. Dabei treten Rückkopplungen/&#039;&#039;&#039;Feedbacks&#039;&#039;&#039; innerhalb des Klimasystems auf, die wiederum Albedo und die atmosphärischen Durchlässigkeit (auch Emissivität genannt) der langwelligen Strahlung auf, welche wieder zu Temperaturveränderungen führen.&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Diskussion über das Ausmaß des Klimawandels wird oft von &#039;&#039;&#039;Rückkopplungsmechanismen (feedbacks)&#039;&#039;&#039; gesprochen. Diese treten als Folge des externen [[Klimaantrieb]]s bei Wechselwirkungen zwischen dem  hervorgerufenen Strahlungsungleichgewicht bzw. der Temperaturerhöhung und der Antwort des Klimasystems auf diese Veränderung  auf (Abb.1). Während Klimaantriebe die Ursache für einen Klimawandel darstellen, sind Rückkopplungen nur Folgen davon. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei bezieht sich die Rückkopplung auf die durch den Antrieb hervorgerufene Temperaturerhöhung an der Oberfläche. Wenn eine Änderung der Temperatur eine Größe beeinflusst, die über die Strahlungsbilanz wiederum zu einer Temperaturänderung führt, spricht man von einer Rückkopplung. So können Rückkopplungen anschaulich anhand eines Kreislaufs illustriert werden, der mit der  Erwärmung der Oberflächentemperatur beginnt (Abbildung 1, rechte Seite). Innerhalb dieses Kreislaufs kann es dann zu einer Verstärkung oder Linderung des anfänglichen Temperaturanstiegs kommen. Im ersten Fall spricht man von einer positiven, im zweiten von einer negativen Rückkopplung.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein solcher Kreislauf ist allerdings nur eine Modellvorstellung unter bestimmten Annahmen, da Rückkopplungen im Klimasystem nicht von einander getrennt ablaufen sondern untereinander interagieren (deshalb bezeichnet man das Klimasystems als nichtlinear). So lässt sich der Effekt einer einzelnen Rückkopplung auf die Temperatur nur schwer einschätzen. Beispielsweise  wird bei einer deutlich negativen Temperaturgradient-Rückkopplung die Wasserdampf-Rückkopplung am Boden wahrscheinlich größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
*[[Wasserdampf-Rückkopplung und Temperatur-Gradient-Rückkopplung|Wasserdampf-Rückkopplung (water vapour feedback) und Temperatur-Gradient-Rückkopplung (lapse rate feedback)]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Wolkenrückkopplungen|Wolkenrückkopplung]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Eis-Albedo-Rückkopplung]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Biogeophysikalische Rückkopplungen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Schwarzkörperstrahlung &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Kohlenstoffkreislauf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einschätzung der Größenordnung der Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Summe verstärken Rückkopplungen eine anfängliche Erwärmung nach aktuellen Modellläufen um 2 W/(m²K) (Abbildung 2). Die größte Bedeutung kommt dabei der Wasserdampfrückkopplung zu. Die Ergebnisse streuen im Allgemeinen noch recht weit. Sehr wahrscheinlich sind jedoch die meisten Rückkopplungen positiv und verstärken die Klimaerwärmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzangaben ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|Folge von=Klimaantrieb&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt; Grundbegriffe&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundbegriffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimasystem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wasserdampfr%C3%BCckkopplung_und_Temperaturgradientr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19381</id>
		<title>Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wasserdampfr%C3%BCckkopplung_und_Temperaturgradientr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19381"/>
		<updated>2015-08-13T13:11:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Wasserdampfrückkopplung und die Temperaturgradientrückkopplung beeinflussen sich gegenseitig, weshalb sie im folgenden Artikel zusammen erläutert werden.&lt;br /&gt;
==Wasserdampfrückkopplung==&lt;br /&gt;
[[Wasserdampf]] ist ein starkes [[Treibhausgase|Treibhausgas]] und absorbiert stark im [[Strahlungshaushalt der Atmosphäre|langwelligen Strahlungsbereich]]. Diese Absorption ist dabei  (logarithmisch) abhängig von der Wasserdampfkonzentration. Wärmere Luft kann zudem mehr Wasserdampf aufnehmen. Kombiniert man diese beiden Punkte, erhält man eine stark positive Wasserdampfrückkopplung bei einer globalen Erwärmung (solange die relative Feuchtigkeit gleich bleibt). Die globale Erwärmung durch Kohlenstoffdioxid wird durch Wasserdampf verdoppelt, wenn man allein dieses [[Feedback]] in Betracht zieht.&lt;br /&gt;
==Temperaturgradientrückkopplung==&lt;br /&gt;
Durch unterschiedliche Erwärmung  mit der Höhe als Reaktion auf einen [[Strahlungsantrieb]] wie bspw. eine erhöhte CO2 Konzentration kommt es ebenfalls zu einer Rückkopplung. Die Temperaturabnahme mit der Höhe ([[Gradient|Temperaturgradient]]) wird in der Troposphäre von Strahlung, Konvektion und dynamischen Prozessen bestimmt. In hochreichenden konvektiven Wolken nimmt die Temperatur [[adiabatische Prozesse|feuchtadiabatisch]] mit der Höhe ab. Das bedeutet, dass für ein Luftpaket angenommen wird, dass es bei seinem Aufstieg seine Temperatur nur durch Arbeit gegen Druckänderung (Expansionsabkühlung) oder durch Phasenumwandlungen des Wassers (Kondensationswärme) verändert und ansonsten keine Wärme, bspw. durch Strahlung aufnimmt oder abgibt - also isoliert ist. Da in einer Wolke vorrangig [[Kondensation]] und somit eine Erwärmung stattfindet, ist die Temperaturabnahme mit der Höhe im feuchtadiabatischem Fall nicht so stark wie ohne die Berücksichtigung von Phasenumwandlungen, also im trockenadiabatischem Fall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tropische Temperaturgradientrückkopplung===&lt;br /&gt;
[[Datei:TempGradRueck.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 1:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte adiabatische (&#039;&#039;&#039;durchgezogene Linien&#039;&#039;&#039;) und feuchtadiabatische (&#039;&#039;&#039;gestrichelte Linien&#039;&#039;&#039;) Temperaturabnahme mit der Höhe im jetztigen Klima (&#039;&#039;&#039;blau&#039;&#039;&#039;) und in einem wärmeren Klima (&#039;&#039;&#039;rot&#039;&#039;&#039;). Die Tropen sind im mittel feuchtadiabatisch geschichtet. Dort ist die Erwärmung in der Höhe (Länge des oberen schwarzen Doppelpfeils) größer als bodennah (Länge des unteren schwarzen Doppelpfeils).]]&lt;br /&gt;
In den Tropen tritt konvektive Wolkenbildung immer wieder auf. Da dort horizontale Temperaturunterschiede sehr schnell durch dynamische Prozesse ausgeglichen werden, ist die tropische Troposphäre im mittel feuchtadiabatisch geschichtet. Klimamodelle zeigen, dass sie auch in einem wärmeren Klima so geschichtet sein wird, was bedeutet, dass in der Höhe eine stärkere Erwärmung stattfindet, als am Boden (s.h. &#039;&#039;&#039;Abbildung 1&#039;&#039;&#039;). Da die entscheidenden Schichten für die troposphärische Ausstrahlung in den Weltraum in der höheren Troposphäre liegen, nimmt durch diesen Effekt die langwellige Ausstrahlung zu (also das Gegenteil vom Treibhauseffekt), da sie auf Basis einer noch höheren Temperatur stattfindet. Deshalb ist diese Rückkopplung negativ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Außertropische Temperaturgradientrückkopplung===&lt;br /&gt;
In den Außertropen berechnen die Klimamodelle stattdessen eine positive Temperaturgradientrückkopplung, da hier andere Prozesse eine Rolle spielen und horizontale Temperaturunterschiede nicht sofort ausgeglichen werden. Die tropische Rückkopplung überwiegt global gemittelt jedoch. Die berechneten Werte für die Rückkopplung unterscheiden sich auch von Modell zu Modell. Je stärker ein Modell die Erwärmung der tropischen Gebiete und je schwächer die Erwärmung in den Außertropen berechnet, desto negativer ist die Rückkopplung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abhängigkeit von Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung==&lt;br /&gt;
Die negative Temperaturgradientrückkopplung wirkt der positiven Wasserdampfrückkopplung entgegen und hängt stark von ihr ab. Ist die Wasserdampfrückkopplung stark, nimmt die Temperatur zu - die Atmosphäre schichtet sich aber feuchtadiabatisch, sodass es in der höheren Troposphäre wärmer ist und es kommt zu einer stärker negativen und somit ausgleichenden Temperaturgradientrückkopplung (s.h. &#039;&#039;&#039;Abildung 1&#039;&#039;&#039;). Dabei ist wichtig, dass Änderungen in der relativen Feuchte diese gegenseitige Beeinflussung verändern würden. Würde es relativ gesehen feuchter werden, wäre die ausgleichende Temperaturgradientrückkopplung nicht mehr so stark, sodass die Wasserdampfrückkopplung stärker ins Gewicht fallen würde. Die mittlere relative Feuchtigkeit zeigt aber kaum Veränderungen in Klimamodellen, solange die großskalige Zirkulation unverändert bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Bony, S., Colman, R., Kattsov, V., Allan, R., Bretherton, C., Dufresne, J-L., Hall, A., Hallegatte, S., Holland, M., Ingram, W., Randall, D., Soden, B., Tselioudis, G. und Webb, M. (2006): How Well Do We Understand and Evaluate Climate Change Feedback Processes? Journal of Climate. Vol. 19. S.3445-3482.&lt;br /&gt;
* Vial, J., Dufresne, J-L., Bony, S. (2013). On the interpretation of inter-model spread in CMIP5 climate sensitivity estimates. Climate Dynamics. Vol. 41, Issue 11-12, S. 3339-3362. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Teil von=Rückkopplung&lt;br /&gt;
Teil von=Gradient&lt;br /&gt;
Teil von=Wasserdampf&lt;br /&gt;
|verursacht=Klimasensitivität&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlung&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungshaushalt der Atmosphäre&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Troposphäre, Wasserdampf, Strahlungshaushalt der Atmosphäre, Gradient, Rückkopplung&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaänderungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wasserdampfr%C3%BCckkopplung_und_Temperaturgradientr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19380</id>
		<title>Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wasserdampfr%C3%BCckkopplung_und_Temperaturgradientr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19380"/>
		<updated>2015-08-13T10:26:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Wasserdampfrückkopplung und die Temperaturgradientrückkopplung beeinflussen sich gegenseitig, weshalb sie im Folgenden Artikel zusammen erläutert werden.&lt;br /&gt;
==Wasserdampfrückkopplung==&lt;br /&gt;
[[Wasserdampf]] ist ein starkes [[Treibhausgase|Treibhausgas]] und absorbiert stark im [[Strahlungshaushalt der Atmosphäre|langwelligen Strahlungsbereich]]. Diese Absorption ist dabei  (logarithmisch) abhängig von der Wasserdampfkonzentration. Wärmere Luft kann zudem mehr Wasserdampf aufnehmen. Kombiniert man diese beiden Punkte, erhält man eine stark positive Wasserdampfrückkopplung bei einer globalen Erwärmung (solange die relative Feuchtigkeit gleich bleibt). Die globale Erwärmung durch Kohlenstoffdioxid wird durch Wasserdampf verdoppelt, wenn man allein dieses [[Feedback]] in Betracht zieht.&lt;br /&gt;
==Temperaturgradientrückkopplung==&lt;br /&gt;
Durch unterschiedliche Erwärmung  mit der Höhe als Reaktion auf einen [[Strahlungsantrieb]] wie bspw. eine erhöhte CO2 Konzentration kommt es ebenfalls zu einer Rückkopplung. Die Temperaturabnahme mit der Höhe ([[Gradient|Temperaturgradient]]) wird in der Troposphäre von Strahlung, Konvektion und dynamischen Prozessen bestimmt. In hochreichenden konvektiven Wolken nimmt die Temperatur [[adiabatische Prozesse|feuchtadiabatisch]] mit der Höhe ab. Das bedeutet, dass für ein Luftpaket angenommen wird, dass es bei seinem Aufstieg seine Temperatur nur durch Arbeit gegen Druckänderung (Expansionsabkühlung) oder durch Phasenumwandlungen des Wassers (Kondensationswärme) verändert und ansonsten keine Wärme, bspw. durch Strahlung aufnimmt oder abgibt - also isoliert ist. Da in einer Wolke vorrangig [[Kondensation]] und somit eine Erwärmung stattfindet, ist die Temperaturabnahme mit der Höhe im feuchtadiabatischem Fall nicht so stark wie ohne die Berücksichtigung von Phasenumwandlungen, also im trockenadiabatischem Fall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tropische Temperaturgradientrückkopplung===&lt;br /&gt;
[[Datei:TempGradRueck.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 1:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte adiabatische (&#039;&#039;&#039;durchgezogene Linien&#039;&#039;&#039;) und feuchtadiabatische (&#039;&#039;&#039;gestrichelte Linien&#039;&#039;&#039;) Temperaturabnahme mit der Höhe im jetztigen Klima (&#039;&#039;&#039;blau&#039;&#039;&#039;) und in einem wärmeren Klima (&#039;&#039;&#039;rot&#039;&#039;&#039;). Die Tropen sind im mittel feuchtadiabatisch geschichtet. Dort ist die Erwärmung in der Höhe (Länge des oberen schwarzen Doppelpfeils) größer als bodennah (Länge des unteren schwarzen Doppelpfeils).]]&lt;br /&gt;
In den Tropen tritt konvektive Wolkenbildung immer wieder auf. Da dort horizontale Temperaturunterschiede sehr schnell durch dynamische Prozesse ausgeglichen werden, ist die tropische Troposphäre im mittel feuchtadiabatisch geschichtet. Klimamodelle zeigen, dass sie auch in einem wärmeren Klima so geschichtet sein wird, was bedeutet, dass in der Höhe eine stärkere Erwärmung stattfindet, als am Boden (s.h. &#039;&#039;&#039;Abbildung 1&#039;&#039;&#039;). Da die entscheidenden Schichten für die troposphärische Ausstrahlung in den Weltraum in der höheren Troposphäre liegen, nimmt durch diesen Effekt die langwellige Ausstrahlung zu (also das Gegenteil vom Treibhauseffekt), da sie auf Basis einer noch höheren Temperatur stattfindet. Deshalb ist diese Rückkopplung negativ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Außertropische Temperaturgradientrückkopplung===&lt;br /&gt;
In den Außertropen berechnen die Klimamodelle stattdessen eine positive Temperaturgradientrückkopplung, da hier andere Prozesse eine Rolle spielen und horizontale Temperaturunterschiede nicht sofort ausgeglichen werden. Die tropische Rückkopplung überwiegt global gemittelt jedoch. Die berechneten Werte für die Rückkopplung unterscheiden sich auch von Modell zu Modell. Je stärker ein Modell die Erwärmung der tropischen Gebiete und je schwächer die Erwärmung in den Außertropen berechnet, desto negativer ist die Rückkopplung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abhängigkeit von Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung==&lt;br /&gt;
Die negative Temperaturgradientrückkopplung wirkt der positiven Wasserdampfrückkopplung entgegen und hängt stark von ihr ab. Ist die Wasserdampfrückkopplung stark, nimmt die Temperatur zu - die Atmosphäre schichtet sich aber feuchtadiabatisch, sodass es in der höheren Troposphäre wärmer ist und es kommt zu einer stärker negativen und somit ausgleichenden Temperaturgradientrückkopplung (s.h. &#039;&#039;&#039;Abildung 1&#039;&#039;&#039;). Dabei ist wichtig, dass Änderungen in der relativen Feuchte diese gegenseitige Beeinflussung verändern würden. Würde es relativ gesehen feuchter werden, wäre die ausgleichende Temperaturgradientrückkopplung nicht mehr so stark, sodass die Wasserdampfrückkopplung stärker ins Gewicht fallen würde. Die mittlere relative Feuchtigkeit zeigt aber kaum Veränderungen in Klimamodellen, solange die großskalige Zirkulation unverändert bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Bony, S., Colman, R., Kattsov, V., Allan, R., Bretherton, C., Dufresne, J-L., Hall, A., Hallegatte, S., Holland, M., Ingram, W., Randall, D., Soden, B., Tselioudis, G. und Webb, M. (2006): How Well Do We Understand and Evaluate Climate Change Feedback Processes? Journal of Climate. Vol. 19. S.3445-3482.&lt;br /&gt;
* Vial, J., Dufresne, J-L., Bony, S. (2013). On the interpretation of inter-model spread in CMIP5 climate sensitivity estimates. Climate Dynamics. Vol. 41, Issue 11-12, S. 3339-3362. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Teil von=Rückkopplung&lt;br /&gt;
Teil von=Gradient&lt;br /&gt;
Teil von=Wasserdampf&lt;br /&gt;
|verursacht=Klimasensitivität&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlung&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungshaushalt der Atmosphäre&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Troposphäre, Wasserdampf, Strahlungshaushalt der Atmosphäre, Gradient, Rückkopplung&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaänderungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wasserdampfr%C3%BCckkopplung_und_Temperaturgradientr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19379</id>
		<title>Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wasserdampfr%C3%BCckkopplung_und_Temperaturgradientr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19379"/>
		<updated>2015-08-13T10:24:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Wasserdampfrückkopplung und die Temperaturgradientrückkopplung beeinflussen sich gegenseitig, weshalb sie im Folgenden Artikel zusammen erläutert werden.&lt;br /&gt;
==Wasserdampfrückkopplung==&lt;br /&gt;
[[Wasserdampf]] ist ein starkes [[Treibhausgase|Treibhausgas]] und absorbiert stark im [[Strahlungshaushalt der Atmosphäre|langwelligen Strahlungsbereich]]. Diese Absorption ist dabei  (logarithmisch) abhängig von der Wasserdampfkonzentration. Wärmere Luft kann zudem mehr Wasserdampf aufnehmen. Kombiniert man diese beiden Punkte, erhält man eine stark positive Wasserdampfrückkopplung bei einer globalen Erwärmung (solange die relative Feuchtigkeit gleich bleibt). Die globale Erwärmung durch Kohlenstoffdioxid wird durch Wasserdampf verdoppelt, wenn man allein dieses [[Feedback]] in Betracht zieht.&lt;br /&gt;
==Temperaturgradientrückkopplung==&lt;br /&gt;
Durch unterschiedliche Erwärmung  mit der Höhe als Reaktion auf einen [[Strahlungsantrieb]] wie bspw. eine erhöhte CO2 Konzentration kommt es ebenfalls zu einer Rückkopplung. Die Temperaturabnahme mit der Höhe ([[Gradient|Temperaturgradient]]) wird in der Troposphäre von Strahlung, Konvektion und dynamischen Prozessen bestimmt. In hochreichenden konvektiven Wolken nimmt die Temperatur [[adiabatische Prozesse|feuchtadiabatisch]] mit der Höhe ab. Das bedeutet, dass für ein Luftpaket angenommen wird, dass es bei seinem Aufstieg seine Temperatur nur durch Arbeit gegen Druckänderung (Expansionsabkühlung) oder durch Phasenumwandlungen des Wassers (Kondensationswärme) verändert und ansonsten keine Wärme, bspw. durch Strahlung aufnimmt oder abgibt - also isoliert ist. Da in einer Wolke vorrangig [[Kondensation]] und somit eine Erwärmung stattfindet, ist die Temperaturabnahme mit der Höhe im feuchtadiabatischem Fall nicht so stark wie ohne die Berücksichtigung von Phasenumwandlungen, also im trockenadiabatischem Fall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tropische Temperaturgradientrückkopplung===&lt;br /&gt;
[[Datei:TempGradRueck.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 1:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte adiabatische (&#039;&#039;&#039;durchgezogene Linien&#039;&#039;&#039;) und feuchtadiabatische (&#039;&#039;&#039;gestrichelte Linien&#039;&#039;&#039;) Temperaturabnahme mit der Höhe im jetztigen Klima (&#039;&#039;&#039;blau&#039;&#039;&#039;) und in einem wärmeren Klima (&#039;&#039;&#039;rot&#039;&#039;&#039;). Die Erwärmung ist in der Höhe (Länge des oberen schwarzen Doppelpfeils) größer als bodennah (Länge des unteren schwarzen Doppelpfeils).]]&lt;br /&gt;
In den Tropen tritt konvektive Wolkenbildung immer wieder auf. Da dort horizontale Temperaturunterschiede sehr schnell durch dynamische Prozesse ausgeglichen werden, ist die tropische Troposphäre im mittel feuchtadiabatisch geschichtet. Klimamodelle zeigen, dass sie auch in einem wärmeren Klima so geschichtet sein wird, was bedeutet, dass in der Höhe eine stärkere Erwärmung stattfindet, als am Boden (s.h. &#039;&#039;&#039;Abbildung 1&#039;&#039;&#039;). Da die entscheidenden Schichten für die troposphärische Ausstrahlung in den Weltraum in der höheren Troposphäre liegen, nimmt durch diesen Effekt die langwellige Ausstrahlung zu (also das Gegenteil vom Treibhauseffekt), da sie auf Basis einer noch höheren Temperatur stattfindet. Deshalb ist diese Rückkopplung negativ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Außertropische Temperaturgradientrückkopplung===&lt;br /&gt;
In den Außertropen berechnen die Klimamodelle stattdessen eine positive Temperaturgradientrückkopplung, da hier andere Prozesse eine Rolle spielen und horizontale Temperaturunterschiede nicht sofort ausgeglichen werden. Die tropische Rückkopplung überwiegt global gemittelt jedoch. Die berechneten Werte für die Rückkopplung unterscheiden sich auch von Modell zu Modell. Je stärker ein Modell die Erwärmung der tropischen Gebiete und je schwächer die Erwärmung in den Außertropen berechnet, desto negativer ist die Rückkopplung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abhängigkeit von Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung==&lt;br /&gt;
Die negative Temperaturgradientrückkopplung wirkt der positiven Wasserdampfrückkopplung entgegen und hängt stark von ihr ab. Ist die Wasserdampfrückkopplung stark, nimmt die Temperatur zu - die Atmosphäre schichtet sich aber feuchtadiabatisch, sodass es in der höheren Troposphäre wärmer ist und es kommt zu einer stärker negativen und somit ausgleichenden Temperaturgradientrückkopplung (s.h. &#039;&#039;&#039;Abildung 1&#039;&#039;&#039;). Dabei ist wichtig, dass Änderungen in der relativen Feuchte diese gegenseitige Beeinflussung verändern würden. Würde es relativ gesehen feuchter werden, wäre die ausgleichende Temperaturgradientrückkopplung nicht mehr so stark, sodass die Wasserdampfrückkopplung stärker ins Gewicht fallen würde. Die mittlere relative Feuchtigkeit zeigt aber kaum Veränderungen in Klimamodellen, solange die großskalige Zirkulation unverändert bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Bony, S., Colman, R., Kattsov, V., Allan, R., Bretherton, C., Dufresne, J-L., Hall, A., Hallegatte, S., Holland, M., Ingram, W., Randall, D., Soden, B., Tselioudis, G. und Webb, M. (2006): How Well Do We Understand and Evaluate Climate Change Feedback Processes? Journal of Climate. Vol. 19. S.3445-3482.&lt;br /&gt;
* Vial, J., Dufresne, J-L., Bony, S. (2013). On the interpretation of inter-model spread in CMIP5 climate sensitivity estimates. Climate Dynamics. Vol. 41, Issue 11-12, S. 3339-3362. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Teil von=Rückkopplung&lt;br /&gt;
Teil von=Gradient&lt;br /&gt;
Teil von=Wasserdampf&lt;br /&gt;
|verursacht=Klimasensitivität&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlung&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungshaushalt der Atmosphäre&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Troposphäre, Wasserdampf, Strahlungshaushalt der Atmosphäre, Gradient, Rückkopplung&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaänderungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Datei:TempGradRueck.png&amp;diff=19378</id>
		<title>Datei:TempGradRueck.png</title>
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		<updated>2015-08-13T10:19:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: Die Veränderung des Temperaturgradienten in einem wärmeren Klima&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Veränderung des Temperaturgradienten in einem wärmeren Klima&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wasserdampfr%C3%BCckkopplung_und_Temperaturgradientr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19377</id>
		<title>Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wasserdampfr%C3%BCckkopplung_und_Temperaturgradientr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19377"/>
		<updated>2015-08-13T10:17:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: Die Seite wurde neu angelegt: „Die Wasserdampfrückkopplung und die Temperaturgradientrückkopplung beeinflussen sich gegenseitig, weshalb sie im Folgenden Artikel zusammen erläutert werden…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Wasserdampfrückkopplung und die Temperaturgradientrückkopplung beeinflussen sich gegenseitig, weshalb sie im Folgenden Artikel zusammen erläutert werden.&lt;br /&gt;
==Wasserdampfrückkopplung==&lt;br /&gt;
[[Wasserdampf]] ist ein starkes [[Treibhausgase|Treibhausgas]] und absorbiert stark im [[Strahlungshaushalt der Atmosphäre|langwelligen Strahlungsbereich]]. Diese Absorption ist dabei  (logarithmisch) abhängig von der Wasserdampfkonzentration. Wärmere Luft kann zudem mehr Wasserdampf aufnehmen. Kombiniert man diese beiden Punkte, erhält man eine stark positive Wasserdampfrückkopplung bei einer globalen Erwärmung (solange die relative Feuchtigkeit gleich bleibt). Die globale Erwärmung durch Kohlenstoffdioxid wird durch Wasserdampf verdoppelt, wenn man allein dieses [[Feedback]] in Betracht zieht.&lt;br /&gt;
==Temperaturgradientrückkopplung==&lt;br /&gt;
Durch unterschiedliche Erwärmung  mit der Höhe als Reaktion auf einen [[Strahlungsantrieb]] wie bspw. eine erhöhte CO2 Konzentration kommt es ebenfalls zu einer Rückkopplung. Die Temperaturabnahme mit der Höhe ([[Gradient|Temperaturgradient]]) wird in der Troposphäre von Strahlung, Konvektion und dynamischen Prozessen bestimmt. In hochreichenden konvektiven Wolken nimmt die Temperatur [[adiabatische Prozesse|feuchtadiabatisch]] mit der Höhe ab. Das bedeutet, dass für ein Luftpaket angenommen wird, dass es bei seinem Aufstieg seine Temperatur nur durch Arbeit gegen Druckänderung (Expansionsabkühlung) oder durch Phasenumwandlungen des Wassers (Kondensationswärme) verändert und ansonsten keine Wärme, bspw. durch Strahlung aufnimmt oder abgibt - also isoliert ist. Da in einer Wolke vorrangig [[Kondensation]] und somit eine Erwärmung stattfindet, ist die Temperaturabnahme mit der Höhe im feuchtadiabatischem Fall nicht so stark wie ohne die Berücksichtigung von Phasenumwandlungen, also im trockenadiabatischem Fall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tropische Temperaturgradientrückkopplung===&lt;br /&gt;
In den Tropen tritt konvektive Wolkenbildung immer wieder auf. Da dort horizontale Temperaturunterschiede sehr schnell durch dynamische Prozesse ausgeglichen werden, ist die tropische Troposphäre im mittel feuchtadiabatisch geschichtet. Klimamodelle zeigen, dass sie auch in einem wärmeren Klima so geschichtet sein wird, was bedeutet, dass in der Höhe eine stärkere Erwärmung stattfindet, als am Boden (s.h. &#039;&#039;&#039;Abbildung 1&#039;&#039;&#039;). Da die entscheidenden Schichten für die troposphärische Ausstrahlung in den Weltraum in der höheren Troposphäre liegen, nimmt durch diesen Effekt die langwellige Ausstrahlung zu (also das Gegenteil vom Treibhauseffekt), da sie auf Basis einer noch höheren Temperatur stattfindet. Deshalb ist diese Rückkopplung negativ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Außertropische Temperaturgradientrückkopplung===&lt;br /&gt;
In den Außertropen berechnen die Klimamodelle stattdessen eine positive Temperaturgradientrückkopplung, da hier andere Prozesse eine Rolle spielen und horizontale Temperaturunterschiede nicht sofort ausgeglichen werden. Die tropische Rückkopplung überwiegt global gemittelt jedoch. Die berechneten Werte für die Rückkopplung unterscheiden sich auch von Modell zu Modell. Je stärker ein Modell die Erwärmung der tropischen Gebiete und je schwächer die Erwärmung in den Außertropen berechnet, desto negativer ist die Rückkopplung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abhängigkeit von Wasserdampfrückkopplung und Temperaturgradientrückkopplung==&lt;br /&gt;
Die negative Temperaturgradientrückkopplung wirkt der positiven Wasserdampfrückkopplung entgegen und hängt stark von ihr ab. Ist die Wasserdampfrückkopplung stark, nimmt die Temperatur zu - die Atmosphäre schichtet sich aber feuchtadiabatisch, sodass es in der höheren Troposphäre wärmer ist und es kommt zu einer stärker negativen und somit ausgleichenden Temperaturgradientrückkopplung (s.h. &#039;&#039;&#039;Abildung 1&#039;&#039;&#039;). Dabei ist wichtig, dass Änderungen in der relativen Feuchte diese gegenseitige Beeinflussung verändern würden. Würde es relativ gesehen feuchter werden, wäre die ausgleichende Temperaturgradientrückkopplung nicht mehr so stark, sodass die Wasserdampfrückkopplung stärker ins Gewicht fallen würde. Die mittlere relative Feuchtigkeit zeigt aber kaum Veränderungen in Klimamodellen, solange die großskalige Zirkulation unverändert bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Bony, S., Colman, R., Kattsov, V., Allan, R., Bretherton, C., Dufresne, J-L., Hall, A., Hallegatte, S., Holland, M., Ingram, W., Randall, D., Soden, B., Tselioudis, G. und Webb, M. (2006): How Well Do We Understand and Evaluate Climate Change Feedback Processes? Journal of Climate. Vol. 19. S.3445-3482.&lt;br /&gt;
* Vial, J., Dufresne, J-L., Bony, S. (2013). On the interpretation of inter-model spread in CMIP5 climate sensitivity estimates. Climate Dynamics. Vol. 41, Issue 11-12, S. 3339-3362. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Teil von=Rückkopplung&lt;br /&gt;
Teil von=Gradient&lt;br /&gt;
Teil von=Wasserdampf&lt;br /&gt;
|verursacht=Klimasensitivität&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlung&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungshaushalt der Atmosphäre&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Troposphäre, Wasserdampf, Strahlungshaushalt der Atmosphäre, Gradient, Rückkopplung&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaänderungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19376</id>
		<title>Wolkenrückkopplung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19376"/>
		<updated>2015-08-13T10:14:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wolken wirken sich stark und durch unterschiedliche Prozesse auf den [[Strahlungshaushalt]] des Klimasystems aus. Auf das aktuelle Klima wirken Wolken abkühlend mit einem [[Strahlungsantrieb]] von -20 W/m² am Oberrand der Atmosphäre durch Reflexion von [[Wolken|Sonnenstrahlen]]. Vergleicht man diesen Wert mit dem Strahlungsantrieb bei einer Verdoppelung von CO2, nämlich in etwa 4 W/m², so erkennt man, dass kleine Änderungen der Wolken dramatische Effekte auf das Klima haben können. Dementsprechend wichtig ist es, die Reaktion von Wolken auf eine eine Klimaerwärmung - also die Wolkenrückkopplung, zu kennen und ihre Größe zu bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bestimmung der Wolkenrückkopplung==&lt;br /&gt;
Ob eine Rückkopplung sich verstärkend oder abschwächend auswirkt, lässt sich [[Feedback|mit Klimamodellen berechnen]]. Die Reaktion sowohl des Bewölkungsgrad als auch der Eigenschaften von Wolken an sich auf eine bodennahe Temperaturänderung ist allerdings noch recht unklar. Die Großzahl der Modelle zeigt eine positive Rückkopplung - das heißt, Wolken verstärken die globale Erwärmung. Die Modelle weichen untereinander in der Größe aber stark ab. So macht die Wolkenrückkopplung den größten Anteil der Unsicherheit in der Bestimmung der Klimasensitivität aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unsicherheiten==&lt;br /&gt;
Die Unsicherheiten bei der Bestimmung der Wolkenrückkopplung werden Veränderungen im kurzwelligen Strahlungsbereich (Sonnenstrahlen) zugeschrieben. Modelle, welche weniger tiefe Bewölkung in der Zukunft berechnen, weisen gleichzeitig eine stärkere Erwärmung im 21. Jahrhundert auf, weil weniger kurzwellige Strahlung reflektiert wird. Genau so gibt es auch Modelle, die einen Anstieg der Fläche tiefer Wolkenschichten simulieren bei gleichzeitig geringerem Anstieg der Temperatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bekannte Mechanismen bei der Wolkenrückkopplung==&lt;br /&gt;
Wolkenauftreten ist maßgeblich gekoppelt an die mittleren Lufströmungen (Dynamik) der Troposphäre. Für die tropischen Gebiete weiß man, dass die regionale Zirkulation über die Wolkenart und ihre Häufigkeit entscheidend ist. Daraus folgt, dass ein besseres Verständnis der Wolkenrückkopplung erzielt werden könnte, wenn man die Reaktion der tropischen Dynamik auf den Klimawandel besser verstehen würde. Die Tropen sind auch deshalb so wichtig, weil auf Grund ihrer großen Ausdehnung fast 50 Prozent des Feedbacks von ihnen ausgehen. Eine Theorie, wie in den Tropen auf regionaler Skala die Zirkulation Änderungen in der Bewölkung und in der Strahlungswirkung der Wolken hervorruft, ist der Iris Effekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in den Außertropen wird sich eine Veränderung in der Zirkulation auf die Bewölkung auswirken. Beispielsweise sehen viele Modelle eine vermehrte Sturmaktivität in einem Klima mit erhöhter Co2 Konzentration, welche unmittelbar mit dem mittleren Bewölkungsgrad zusammenhängt. Doch auch hier ist die genaue Wirkung auf die Wolken noch unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im langwelligen Strahlungsbereich sind die Modelle einig, dass die Wolkenrückkopplung positiv ist. Eine unterstützende Theorie dazu bildet die Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur===&lt;br /&gt;
[[Datei:TempGrad.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 1:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Temperaturabnahmen mit der Höhe für verschiedene Modellatmosphären. &#039;&#039;&#039;Blau&#039;&#039;&#039;: Unbewegliche Troposphäre ohne Phasenumwandlung von Wasser. &#039;&#039;&#039;Rot&#039;&#039;&#039;: Bewegliche, also konvektive Troposphäre ohne Phasenumwandlung von Wasser. &#039;&#039;&#039;Rot gestrichelt&#039;&#039;&#039;: Konvektive Troposphäre mit Phasenumwandlung von Wasser.&lt;br /&gt;
Die tropische Troposphäre ist wie eine konvektive Troposphäre mit Kondensation geschichtet. Strahlung wirkt in dieser abkühlend hin zu der unbeweglich geschichteten Atmosphäre.]]&lt;br /&gt;
Eine Theorie besagt, dass die Temperatur an der Oberkante von hochreichenden Wolken in einem wärmeren Klima nicht von der Temperatur am Boden abhängt. Das bedeutet, dass sich die Wolkenoberkante in einem wärmeren Klima in einer größeren Höhe befände. Durch Strahlungsprozesse hätte dies eine positive Rückkopplung zur Folge. Der gesamte Mechanismus erklärt sich folgendermaßen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tropische Troposphäre lässt sich gut durch ein sogenanntes &#039;&#039;Strahlungs-konvektions-Gleichgewicht&#039;&#039; beschreiben. Stellen wir uns eine Troposphäre ohne Luftbewegung ([[Konvektion]]) oder Phasenumwandlungen von Wasser ([[latente Wärme]]) vor. In einer solchen würden hauptsächlich Strahlungsprozesse auf die Temperatur wirksam sein und  es würde sich ein Strahlungsgleichgewicht einstellen, in dem die Troposphäre kälter wäre, als sie es eigentlich ist. In der realen Troposphäre wirkt Strahlung folglich abkühlend in Richtung dieses Strahlungsgleichgewicht. Irgendwann wird jedoch in der realen Troposphäre Luftbewegung ausgelöst, welche netto Wärme niedrigerer Höhen in die obere Troposphäre transportiert. &#039;&#039;&#039;Abbildung 1&#039;&#039;&#039; zeigt skizzenhaft die Temperaturabnahme mit der Höhe für verschiedene Modellatmosphären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Luftbewegung zeichnet sich an den Orten in den Tropen, wo die Luft aufsteigt, durch hochreichende, die Troposphäre durchdringende Wolken aus (Damit am Boden nicht plötzlich Luft und damit Masse fehlt, muss Luft nachströmen und folglich an anderen Stellen absinken. Dieses Prinzip nennt sich Massenerhaltung und wird mathematisch durch die Kontinuitätsgleichung beschrieben). Im Mittel ergibt sich ein Ausgleich zwischen Strahlungsabkühlung und konvektiver Erwärmung, welches Strahlungs-konvektions-gleichgewicht genannt wird. Die Wolkenoberkante, also das Ende des Luftaufstiegs befindet sich in der Höhe, in der die Strahlungsabkühlung deutlich schwächer wird, da es sozusagen ohne Strahlungsabkühlung auch keine Konvektion gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Claclap.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 2:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Zunahme der Wasserdampfaufnahmekapazität von Luft mit der Temperatur. Eine Variable für die y-Achse wäre bspw. die Sättigungsfeuchte.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Strahlungsabk.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 3:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Veränderung der tropischen Strahlungsabkühlung und Feuchtigkeit mit der Höhe im Klimawandel. &#039;&#039;&#039;Blau:&#039;&#039;&#039; Die spezifische Feuchtigkeit im aktuellen Klimasystem (durchgezogene Linie) und in einem erwärmten (gestrichelte Linie). &#039;&#039;&#039;Gelb:&#039;&#039;&#039; Strahlungsabkühlung im aktuellen Klimasystem (durchgezogene Linie) und in einem erwärmten (gestrichelte Linie). ]]&lt;br /&gt;
Die Strahlungsabkühlung hängt nun maßgeblich vom Wasserdampfgehalt ab, da Wasserdampf ein starker Emittent von langwelliger Strahlung ist. Der Wasserdampfgehalt ist wiederum nach der Clausis-Clapeyron-Gleichung stark Temperaturabhängig und nimmt deswegen mit der Höhe exponentiell ab (&#039;&#039;&#039;Abbildung 2&#039;&#039;&#039; zeigt skizzenhaft die Abhängigkeit von Wasserdampf von der Temperatur). In einer bestimmten Höhe, in der sich kaum mehr Wasserdampf befindet, nimmt folglich auch die Strahlungsabkühlung stark ab. In Modellexperimenten zeigt sich, dass die Strahlungsabkühlung immer dann deutlich ineffizient wird, wenn die Temperatur und damit der Wasserdampfgehalt einen bestimmten Wert unterschreiten. &#039;&#039;&#039;Abbildung 3&#039;&#039;&#039; zeigt den Zusammenhang von Strahlungsabkühlung und Wasserdampfgehalt skizzenhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommt es durch CO2 zu einer Erwärmung der Troposphäre, nimmt auch der mittlere Wassergehalt der oberen Troposphäre zu, sodass die Strahlungsabkühlung bis in eine höhere Schicht stattfindet. Das Aufsteigen und die Wolkenbildung passen sich dem an und erreichen ebenfalls eine höhere Schicht und zwar genau die, in der wieder die bestimmte Temperatur herrscht, ab der kaum mehr Wasserdampf vorhanden ist (Fixe Wolkenoberkantentemperatur oder „fixed anvil temperature“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Oberkantentemperatur entscheidet ebenfalls über die Gesamtstrahlungswirkung von Wolken. Würden die Wolken nicht auf eine Klimaerwärmung reagieren, wäre ihre Oberkante noch in der gleichen Höhe wie zuvor, welche durch die Klimaerwärmung wärmer wäre. So würden die Wolken in einem wärmeren Klima mit einer höheren Temperatur, und somit auch stärker in den Weltraum ausstrahlen. Die Anhebung der Wolkenoberkante in eine Höhe mit einer niedrigen Temperatur ist nun unsere Rückkopplung: Sie bewirkt eine Abschwächung der Ausstrahlung und somit verbleibt noch mehr Energie in der Troposphäre. Folglich ist sie positiv und eine Studie schätzt ihren Wert auf etwa 0.5 W/(m²K).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Iris Effekt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein wärmeres Klima berechnen einige Modelle eine Abnahme des tropischen Bedeckungsgrads bei einem gleichzeitigen Anstieg von trockenen Regionen mit Absinken. Der Name dieser Theorie wurde in Anlehnung an die Iris des Auges gewählt, die auf wechselnde Helligkeit mit einer veränderlichen Öffnung der Pupille reagiert. In ähnlicher Weise soll nach der Iris-Hypothese eine Erhöhung der äquatornahen Oberflächentemperaturen eine &amp;quot;Öffnung&amp;quot;, d.h. Verringerung der Cirrus-Wolkenbedeckung in diesen Breiten ergeben *1. Einerseits erreicht in diesem Falle kurzwellige Sonnenstrahlung häufiger die Oberfläche und erwärmt diese stärker, was für eine positive Rückkopplung sprechen würde. Andererseits wird im wolkenfreien Bereich auch sehr viel mehr langwellige Strahlung in den Weltraum emittiert, denn es fehlen die Wolken, welche diese Strahlung absorbieren würden. Im Mittel gleichen sich diese Prozesse möglicherweise aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Hartmann, D., Larson, K. (2002). An important constraint on tropical cloud - climate feedback. Geophysical Research Letters. Vol. 29, Issue 20. P. 12-1-12-4.&lt;br /&gt;
* Zelinka, M., Hartmann, D. (2010). Why is longwave cloud feedback positive? Journal of Geophysical Research: Atmospheres. Volume 115, Issue D16117&lt;br /&gt;
* Bony, S., Colman, R., Kattsov, V., Allan, R., Bretherton, C., Dufresne, J-L., Hall, A., Hallegatte, S., Holland, M., Ingram, W., Randall, D., Soden, B., Tselioudis, G. und Webb, M. (2006): How Well Do We Understand and Evaluate Climate Change Feedback Processes? Journal of Climate. Vol. 19. S.3445-3482.&lt;br /&gt;
* Vial, J., Dufresne, J-L., Bony, S. (2013). On the interpretation of inter-model spread in CMIP5 climate sensitivity estimates. Climate Dynamics. Vol. 41, Issue 11-12, S. 3339-3362. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Teil von=Rückkopplung&lt;br /&gt;
Teil von=Wolken&lt;br /&gt;
|verursacht=Klimasensitivität&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlung&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungshaushalt der Atmosphäre&lt;br /&gt;
|umfasst=Wolken im Klimasystem&lt;br /&gt;
|umfasst Prozess=Wasserkreislauf&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Troposphäre, Wolken, Strahlungshaushalt der Atmosphäre, Aerosole, Wasserkreislauf, Konvektion, Kondensation, Grundbegriffe&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaänderungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19375</id>
		<title>Wolkenrückkopplung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19375"/>
		<updated>2015-08-12T15:50:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: /* Iris Effekt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wolken wirken sich stark und durch unterschiedliche Prozesse auf den [[Strahlungshaushalt]] des Klimasystems aus. Auf das aktuelle Klima wirken Wolken abkühlend mit einem [[Strahlungsantrieb]] von -20 W/m² am Oberrand der Atmosphäre durch Reflexion von [[Wolken|Sonnenstrahlen]]. Vergleicht man diesen Wert mit dem Strahlungsantrieb bei einer Verdoppelung von CO2, nämlich in etwa 4 W/m², so erkennt man, dass kleine Änderungen der Wolken dramatische Effekte auf das Klima haben können. Dementsprechend wichtig ist es, die Reaktion von Wolken auf eine eine Klimaerwärmung - also die Wolkenrückkopplung, zu kennen und ihre Größe zu bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bestimmung der Wolkenrückkopplung==&lt;br /&gt;
Ob eine Rückkopplung sich verstärkend oder abschwächend auswirkt, lässt sich [[Feedback|mit Klimamodellen berechnen]]. Die Reaktion sowohl des Bewölkungsgrad als auch der Eigenschaften von Wolken an sich auf eine bodennahe Temperaturänderung ist allerdings noch recht unklar. Die Großzahl der Modelle zeigt eine positive Rückkopplung - das heißt, Wolken verstärken die globale Erwärmung. Die Modelle weichen untereinander in der Größe aber stark ab. So macht die Wolkenrückkopplung den größten Anteil der Unsicherheit in der Bestimmung der Klimasensitivität aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unsicherheiten==&lt;br /&gt;
Die Unsicherheiten bei der Bestimmung der Wolkenrückkopplung werden Veränderungen im kurzwelligen Strahlungsbereich (Sonnenstrahlen) zugeschrieben. Modelle, welche weniger tiefe Bewölkung in der Zukunft berechnen, weisen gleichzeitig eine stärkere Erwärmung im 21. Jahrhundert auf, weil weniger kurzwellige Strahlung reflektiert wird. Genau so gibt es auch Modelle, die einen Anstieg der Fläche tiefer Wolkenschichten simulieren bei gleichzeitig geringerem Anstieg der Temperatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bekannte Mechanismen bei der Wolkenrückkopplung==&lt;br /&gt;
Wolkenauftreten ist maßgeblich gekoppelt an die mittleren Lufströmungen (Dynamik) der Troposphäre. Für die tropischen Gebiete weiß man, dass die regionale Zirkulation über die Wolkenart und ihre Häufigkeit entscheidend ist. Daraus folgt, dass ein besseres Verständnis der Wolkenrückkopplung erzielt werden könnte, wenn man die Reaktion der tropischen Dynamik auf den Klimawandel besser verstehen würde. Die Tropen sind auch deshalb so wichtig, weil auf Grund ihrer großen Ausdehnung fast 50 Prozent des Feedbacks von ihnen ausgehen. Eine Theorie, wie in den Tropen auf regionaler Skala die Zirkulation Änderungen in der Bewölkung und in der Strahlungswirkung der Wolken hervorruft, ist der Iris Effekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in den Außertropen wird sich eine Veränderung in der Zirkulation auf die Bewölkung auswirken. Beispielsweise sehen viele Modelle eine vermehrte Sturmaktivität in einem Klima mit erhöhter Co2 Konzentration, welche unmittelbar mit dem mittleren Bewölkungsgrad zusammenhängt. Doch auch hier ist die genaue Wirkung auf die Wolken noch unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im langwelligen Strahlungsbereich sind die Modelle einig, dass die Wolkenrückkopplung positiv ist. Eine unterstützende Theorie dazu bildet die Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur===&lt;br /&gt;
[[Datei:TempGrad.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 1:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Temperaturabnahmen mit der Höhe für verschiedene Modellatmosphären. &#039;&#039;&#039;Blau&#039;&#039;&#039;: Unbewegliche Troposphäre ohne Phasenumwandlung von Wasser. &#039;&#039;&#039;Rot&#039;&#039;&#039;: Bewegliche, also konvektive Troposphäre ohne Phasenumwandlung von Wasser. &#039;&#039;&#039;Rot gestrichelt&#039;&#039;&#039;: Konvektive Troposphäre mit Phasenumwandlung von Wasser.&lt;br /&gt;
Die tropische Troposphäre ist wie eine konvektive Troposphäre mit Kondensation geschichtet. Strahlung wirkt in dieser abkühlend hin zu der unbeweglich geschichteten Atmosphäre.]]&lt;br /&gt;
Eine Theorie besagt, dass die Temperatur an der Oberkante von hochreichenden Wolken in einem wärmeren Klima nicht von der Temperatur am Boden abhängt. Das bedeutet, dass sich die Wolkenoberkante in einem wärmeren Klima in einer größeren Höhe befände. Durch Strahlungsprozesse hätte dies eine positive Rückkopplung zur Folge. Der gesamte Mechanismus erklärt sich folgendermaßen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tropische Troposphäre lässt sich gut durch ein sogenanntes &#039;&#039;Strahlungs-konvektions-Gleichgewicht&#039;&#039; beschreiben. Stellen wir uns eine Troposphäre ohne Luftbewegung ([[Konvektion]]) oder Phasenumwandlungen von Wasser ([[latente Wärme]]) vor. In einer solchen würden hauptsächlich Strahlungsprozesse auf die Temperatur wirksam sein und  es würde sich ein Strahlungsgleichgewicht einstellen, in dem die Troposphäre kälter wäre, als sie es eigentlich ist. In der realen Troposphäre wirkt Strahlung folglich abkühlend in Richtung dieses Strahlungsgleichgewicht. Irgendwann wird jedoch in der realen Troposphäre Luftbewegung ausgelöst, welche netto Wärme niedrigerer Höhen in die obere Troposphäre transportiert. &#039;&#039;&#039;Abbildung 1&#039;&#039;&#039; zeigt skizzenhaft die Temperaturabnahme mit der Höhe für verschiedene Modellatmosphären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Luftbewegung zeichnet sich an den Orten in den Tropen, wo die Luft aufsteigt, durch hochreichende, die Troposphäre durchdringende Wolken aus (Damit am Boden nicht plötzlich Luft und damit Masse fehlt, muss Luft nachströmen und folglich an anderen Stellen absinken. Dieses Prinzip nennt sich Massenerhaltung und wird mathematisch durch die Kontinuitätsgleichung beschrieben). Im Mittel ergibt sich ein Ausgleich zwischen Strahlungsabkühlung und konvektiver Erwärmung, welches Strahlungs-konvektions-gleichgewicht genannt wird. Die Wolkenoberkante, also das Ende des Luftaufstiegs befindet sich in der Höhe, in der die Strahlungsabkühlung deutlich schwächer wird, da es sozusagen ohne Strahlungsabkühlung auch keine Konvektion gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Claclap.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 2:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Zunahme der Wasserdampfaufnahmekapazität von Luft mit der Temperatur. Eine Variable für die y-Achse wäre bspw. die Sättigungsfeuchte.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Strahlungsabk.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 3:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Veränderung der tropischen Strahlungsabkühlung und Feuchtigkeit mit der Höhe im Klimawandel. &#039;&#039;&#039;Blau:&#039;&#039;&#039; Die spezifische Feuchtigkeit im aktuellen Klimasystem (durchgezogene Linie) und in einem erwärmten (gestrichelte Linie). &#039;&#039;&#039;Gelb:&#039;&#039;&#039; Strahlungsabkühlung im aktuellen Klimasystem (durchgezogene Linie) und in einem erwärmten (gestrichelte Linie). ]]&lt;br /&gt;
Die Strahlungsabkühlung hängt nun maßgeblich vom Wasserdampfgehalt ab, da Wasserdampf ein starker Emittent von langwelliger Strahlung ist. Der Wasserdampfgehalt ist wiederum nach der Clausis-Clapeyron-Gleichung stark Temperaturabhängig und nimmt deswegen mit der Höhe exponentiell ab (&#039;&#039;&#039;Abbildung 2&#039;&#039;&#039; zeigt skizzenhaft die Abhängigkeit von Wasserdampf von der Temperatur). In einer bestimmten Höhe, in der sich kaum mehr Wasserdampf befindet, nimmt folglich auch die Strahlungsabkühlung stark ab. In Modellexperimenten zeigt sich, dass die Strahlungsabkühlung immer dann deutlich ineffizient wird, wenn die Temperatur und damit der Wasserdampfgehalt einen bestimmten Wert unterschreiten. &#039;&#039;&#039;Abbildung 3&#039;&#039;&#039; zeigt den Zusammenhang von Strahlungsabkühlung und Wasserdampfgehalt skizzenhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommt es durch CO2 zu einer Erwärmung der Troposphäre, nimmt auch der mittlere Wassergehalt der oberen Troposphäre zu, sodass die Strahlungsabkühlung bis in eine höhere Schicht stattfindet. Das Aufsteigen und die Wolkenbildung passen sich dem an und erreichen ebenfalls eine höhere Schicht und zwar genau die, in der wieder die bestimmte Temperatur herrscht, ab der kaum mehr Wasserdampf vorhanden ist (Fixe Wolkenoberkantentemperatur oder „fixed anvil temperature“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Oberkantentemperatur entscheidet ebenfalls über die Gesamtstrahlungswirkung von Wolken. Würden die Wolken nicht auf eine Klimaerwärmung reagieren, wäre ihre Oberkante noch in der gleichen Höhe wie zuvor, welche durch die Klimaerwärmung wärmer wäre. So würden die Wolken in einem wärmeren Klima mit einer höheren Temperatur, und somit auch stärker in den Weltraum ausstrahlen. Die Anhebung der Wolkenoberkante in eine Höhe mit einer niedrigen Temperatur ist nun unsere Rückkopplung: Sie bewirkt eine Abschwächung der Ausstrahlung und somit verbleibt noch mehr Energie in der Troposphäre. Folglich ist sie positiv und eine Studie schätzt ihren Wert auf etwa 0.5 W/(m²K).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Iris Effekt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein wärmeres Klima berechnen einige Modelle eine Abnahme der Häufigkeit von tropischen hochreichenden, konvektiven Wolken wie Kumulonimbus Wolken bei einem gleichzeitigen Anstieg von trockenen Regionen mit Absinken. Einerseits erreicht in diesem Falle kurzwellige Sonnenstrahlung häufiger die Oberfläche und erwärmt diese stärker, was für eine positive Rückkopplung sprechen würde. Andererseits wird im wolkenfreien Bereich auch sehr viel mehr langwellige Strahlung in den Weltraum emittiert, denn es fehlen die Wolken, welche diese Strahlung absorbieren würden. Im Mittel gleichen sich diese Prozesse ungefähr aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Hartmann, D., Larson, K. (2002). An important constraint on tropical cloud - climate feedback. Geophysical Research Letters. Vol. 29, Issue 20. P. 12-1-12-4.&lt;br /&gt;
* Zelinka, M., Hartmann, D. (2010). Why is longwave cloud feedback positive? Journal of Geophysical Research: Atmospheres. Volume 115, Issue D16117&lt;br /&gt;
* Bony, S., Colman, R., Kattsov, V., Allan, R., Bretherton, C., Dufresne, J-L., Hall, A., Hallegatte, S., Holland, M., Ingram, W., Randall, D., Soden, B., Tselioudis, G. und Webb, M. (2006): How Well Do We Understand and Evaluate Climate Change Feedback Processes? Journal of Climate. Vol. 19. S.3445-3482.&lt;br /&gt;
* Vial, J., Dufresne, J-L., Bony, S. (2013). On the interpretation of inter-model spread in CMIP5 climate sensitivity estimates. Climate Dynamics. Vol. 41, Issue 11-12, S. 3339-3362. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Teil von=Rückkopplung&lt;br /&gt;
Teil von=Wolken&lt;br /&gt;
|verursacht=Klimasensitivität&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlung&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungshaushalt der Atmosphäre&lt;br /&gt;
|umfasst=Wolken im Klimasystem&lt;br /&gt;
|umfasst Prozess=Wasserkreislauf&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Troposphäre, Wolken, Strahlungshaushalt der Atmosphäre, Aerosole, Wasserkreislauf, Konvektion, Kondensation, Grundbegriffe&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaänderungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19374</id>
		<title>Wolkenrückkopplung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19374"/>
		<updated>2015-08-12T15:49:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: Änderung 19373 von Fabi (Diskussion) rückgängig gemacht.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wolken wirken sich stark und durch unterschiedliche Prozesse auf den [[Strahlungshaushalt]] des Klimasystems aus. Auf das aktuelle Klima wirken Wolken abkühlend mit einem [[Strahlungsantrieb]] von -20 W/m² am Oberrand der Atmosphäre durch Reflexion von [[Wolken|Sonnenstrahlen]]. Vergleicht man diesen Wert mit dem Strahlungsantrieb bei einer Verdoppelung von CO2, nämlich in etwa 4 W/m², so erkennt man, dass kleine Änderungen der Wolken dramatische Effekte auf das Klima haben können. Dementsprechend wichtig ist es, die Reaktion von Wolken auf eine eine Klimaerwärmung - also die Wolkenrückkopplung, zu kennen und ihre Größe zu bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bestimmung der Wolkenrückkopplung==&lt;br /&gt;
Ob eine Rückkopplung sich verstärkend oder abschwächend auswirkt, lässt sich [[Feedback|mit Klimamodellen berechnen]]. Die Reaktion sowohl des Bewölkungsgrad als auch der Eigenschaften von Wolken an sich auf eine bodennahe Temperaturänderung ist allerdings noch recht unklar. Die Großzahl der Modelle zeigt eine positive Rückkopplung - das heißt, Wolken verstärken die globale Erwärmung. Die Modelle weichen untereinander in der Größe aber stark ab. So macht die Wolkenrückkopplung den größten Anteil der Unsicherheit in der Bestimmung der Klimasensitivität aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unsicherheiten==&lt;br /&gt;
Die Unsicherheiten bei der Bestimmung der Wolkenrückkopplung werden Veränderungen im kurzwelligen Strahlungsbereich (Sonnenstrahlen) zugeschrieben. Modelle, welche weniger tiefe Bewölkung in der Zukunft berechnen, weisen gleichzeitig eine stärkere Erwärmung im 21. Jahrhundert auf, weil weniger kurzwellige Strahlung reflektiert wird. Genau so gibt es auch Modelle, die einen Anstieg der Fläche tiefer Wolkenschichten simulieren bei gleichzeitig geringerem Anstieg der Temperatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bekannte Mechanismen bei der Wolkenrückkopplung==&lt;br /&gt;
Wolkenauftreten ist maßgeblich gekoppelt an die mittleren Lufströmungen (Dynamik) der Troposphäre. Für die tropischen Gebiete weiß man, dass die regionale Zirkulation über die Wolkenart und ihre Häufigkeit entscheidend ist. Daraus folgt, dass ein besseres Verständnis der Wolkenrückkopplung erzielt werden könnte, wenn man die Reaktion der tropischen Dynamik auf den Klimawandel besser verstehen würde. Die Tropen sind auch deshalb so wichtig, weil auf Grund ihrer großen Ausdehnung fast 50 Prozent des Feedbacks von ihnen ausgehen. Eine Theorie, wie in den Tropen auf regionaler Skala die Zirkulation Änderungen in der Bewölkung und in der Strahlungswirkung der Wolken hervorruft, ist der Iris Effekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in den Außertropen wird sich eine Veränderung in der Zirkulation auf die Bewölkung auswirken. Beispielsweise sehen viele Modelle eine vermehrte Sturmaktivität in einem Klima mit erhöhter Co2 Konzentration, welche unmittelbar mit dem mittleren Bewölkungsgrad zusammenhängt. Doch auch hier ist die genaue Wirkung auf die Wolken noch unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im langwelligen Strahlungsbereich sind die Modelle einig, dass die Wolkenrückkopplung positiv ist. Eine unterstützende Theorie dazu bildet die Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur===&lt;br /&gt;
[[Datei:TempGrad.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 1:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Temperaturabnahmen mit der Höhe für verschiedene Modellatmosphären. &#039;&#039;&#039;Blau&#039;&#039;&#039;: Unbewegliche Troposphäre ohne Phasenumwandlung von Wasser. &#039;&#039;&#039;Rot&#039;&#039;&#039;: Bewegliche, also konvektive Troposphäre ohne Phasenumwandlung von Wasser. &#039;&#039;&#039;Rot gestrichelt&#039;&#039;&#039;: Konvektive Troposphäre mit Phasenumwandlung von Wasser.&lt;br /&gt;
Die tropische Troposphäre ist wie eine konvektive Troposphäre mit Kondensation geschichtet. Strahlung wirkt in dieser abkühlend hin zu der unbeweglich geschichteten Atmosphäre.]]&lt;br /&gt;
Eine Theorie besagt, dass die Temperatur an der Oberkante von hochreichenden Wolken in einem wärmeren Klima nicht von der Temperatur am Boden abhängt. Das bedeutet, dass sich die Wolkenoberkante in einem wärmeren Klima in einer größeren Höhe befände. Durch Strahlungsprozesse hätte dies eine positive Rückkopplung zur Folge. Der gesamte Mechanismus erklärt sich folgendermaßen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tropische Troposphäre lässt sich gut durch ein sogenanntes &#039;&#039;Strahlungs-konvektions-Gleichgewicht&#039;&#039; beschreiben. Stellen wir uns eine Troposphäre ohne Luftbewegung ([[Konvektion]]) oder Phasenumwandlungen von Wasser ([[latente Wärme]]) vor. In einer solchen würden hauptsächlich Strahlungsprozesse auf die Temperatur wirksam sein und  es würde sich ein Strahlungsgleichgewicht einstellen, in dem die Troposphäre kälter wäre, als sie es eigentlich ist. In der realen Troposphäre wirkt Strahlung folglich abkühlend in Richtung dieses Strahlungsgleichgewicht. Irgendwann wird jedoch in der realen Troposphäre Luftbewegung ausgelöst, welche netto Wärme niedrigerer Höhen in die obere Troposphäre transportiert. &#039;&#039;&#039;Abbildung 1&#039;&#039;&#039; zeigt skizzenhaft die Temperaturabnahme mit der Höhe für verschiedene Modellatmosphären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Luftbewegung zeichnet sich an den Orten in den Tropen, wo die Luft aufsteigt, durch hochreichende, die Troposphäre durchdringende Wolken aus (Damit am Boden nicht plötzlich Luft und damit Masse fehlt, muss Luft nachströmen und folglich an anderen Stellen absinken. Dieses Prinzip nennt sich Massenerhaltung und wird mathematisch durch die Kontinuitätsgleichung beschrieben). Im Mittel ergibt sich ein Ausgleich zwischen Strahlungsabkühlung und konvektiver Erwärmung, welches Strahlungs-konvektions-gleichgewicht genannt wird. Die Wolkenoberkante, also das Ende des Luftaufstiegs befindet sich in der Höhe, in der die Strahlungsabkühlung deutlich schwächer wird, da es sozusagen ohne Strahlungsabkühlung auch keine Konvektion gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Claclap.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 2:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Zunahme der Wasserdampfaufnahmekapazität von Luft mit der Temperatur. Eine Variable für die y-Achse wäre bspw. die Sättigungsfeuchte.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Strahlungsabk.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 3:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Veränderung der tropischen Strahlungsabkühlung und Feuchtigkeit mit der Höhe im Klimawandel. &#039;&#039;&#039;Blau:&#039;&#039;&#039; Die spezifische Feuchtigkeit im aktuellen Klimasystem (durchgezogene Linie) und in einem erwärmten (gestrichelte Linie). &#039;&#039;&#039;Gelb:&#039;&#039;&#039; Strahlungsabkühlung im aktuellen Klimasystem (durchgezogene Linie) und in einem erwärmten (gestrichelte Linie). ]]&lt;br /&gt;
Die Strahlungsabkühlung hängt nun maßgeblich vom Wasserdampfgehalt ab, da Wasserdampf ein starker Emittent von langwelliger Strahlung ist. Der Wasserdampfgehalt ist wiederum nach der Clausis-Clapeyron-Gleichung stark Temperaturabhängig und nimmt deswegen mit der Höhe exponentiell ab (&#039;&#039;&#039;Abbildung 2&#039;&#039;&#039; zeigt skizzenhaft die Abhängigkeit von Wasserdampf von der Temperatur). In einer bestimmten Höhe, in der sich kaum mehr Wasserdampf befindet, nimmt folglich auch die Strahlungsabkühlung stark ab. In Modellexperimenten zeigt sich, dass die Strahlungsabkühlung immer dann deutlich ineffizient wird, wenn die Temperatur und damit der Wasserdampfgehalt einen bestimmten Wert unterschreiten. &#039;&#039;&#039;Abbildung 3&#039;&#039;&#039; zeigt den Zusammenhang von Strahlungsabkühlung und Wasserdampfgehalt skizzenhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommt es durch CO2 zu einer Erwärmung der Troposphäre, nimmt auch der mittlere Wassergehalt der oberen Troposphäre zu, sodass die Strahlungsabkühlung bis in eine höhere Schicht stattfindet. Das Aufsteigen und die Wolkenbildung passen sich dem an und erreichen ebenfalls eine höhere Schicht und zwar genau die, in der wieder die bestimmte Temperatur herrscht, ab der kaum mehr Wasserdampf vorhanden ist (Fixe Wolkenoberkantentemperatur oder „fixed anvil temperature“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Oberkantentemperatur entscheidet ebenfalls über die Gesamtstrahlungswirkung von Wolken. Würden die Wolken nicht auf eine Klimaerwärmung reagieren, wäre ihre Oberkante noch in der gleichen Höhe wie zuvor, welche durch die Klimaerwärmung wärmer wäre. So würden die Wolken in einem wärmeren Klima mit einer höheren Temperatur, und somit auch stärker in den Weltraum ausstrahlen. Die Anhebung der Wolkenoberkante in eine Höhe mit einer niedrigen Temperatur ist nun unsere Rückkopplung: Sie bewirkt eine Abschwächung der Ausstrahlung und somit verbleibt noch mehr Energie in der Troposphäre. Folglich ist sie positiv und eine Studie schätzt ihren Wert auf etwa 0.5 W/(m²K).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Iris Effekt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem wärmeren Klima berechnen einige Modelle eine Abnahme der Häufigkeit von tropischen hochreichenden, konvektiven Wolken wie Kumulonimbus Wolken bei einem gleichzeitigen Anstieg von trockenen Regionen mit Absinken. Einerseits erreicht in diesem Falle kurzwellige Sonnenstrahlung häufiger die Oberfläche und erwärmt diese stärker, was für eine positive Rückkopplung sprechen würde. Andererseits wird im wolkenfreien Bereich auch sehr viel mehr langwellige Strahlung in den Weltraum emittiert, denn es fehlen die Wolken, welche diese Strahlung absorbieren würden. Im Mittel gleichen sich diese Prozesse ungefähr aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Hartmann, D., Larson, K. (2002). An important constraint on tropical cloud - climate feedback. Geophysical Research Letters. Vol. 29, Issue 20. P. 12-1-12-4.&lt;br /&gt;
* Zelinka, M., Hartmann, D. (2010). Why is longwave cloud feedback positive? Journal of Geophysical Research: Atmospheres. Volume 115, Issue D16117&lt;br /&gt;
* Bony, S., Colman, R., Kattsov, V., Allan, R., Bretherton, C., Dufresne, J-L., Hall, A., Hallegatte, S., Holland, M., Ingram, W., Randall, D., Soden, B., Tselioudis, G. und Webb, M. (2006): How Well Do We Understand and Evaluate Climate Change Feedback Processes? Journal of Climate. Vol. 19. S.3445-3482.&lt;br /&gt;
* Vial, J., Dufresne, J-L., Bony, S. (2013). On the interpretation of inter-model spread in CMIP5 climate sensitivity estimates. Climate Dynamics. Vol. 41, Issue 11-12, S. 3339-3362. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Teil von=Rückkopplung&lt;br /&gt;
Teil von=Wolken&lt;br /&gt;
|verursacht=Klimasensitivität&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlung&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungshaushalt der Atmosphäre&lt;br /&gt;
|umfasst=Wolken im Klimasystem&lt;br /&gt;
|umfasst Prozess=Wasserkreislauf&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Troposphäre, Wolken, Strahlungshaushalt der Atmosphäre, Aerosole, Wasserkreislauf, Konvektion, Kondensation, Grundbegriffe&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaänderungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19373</id>
		<title>Wolkenrückkopplung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19373"/>
		<updated>2015-08-12T15:46:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: /* Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wolken wirken sich stark und durch unterschiedliche Prozesse auf den [[Strahlungshaushalt]] des Klimasystems aus. Auf das aktuelle Klima wirken Wolken abkühlend mit einem [[Strahlungsantrieb]] von -20 W/m² am Oberrand der Atmosphäre durch Reflexion von [[Wolken|Sonnenstrahlen]]. Vergleicht man diesen Wert mit dem Strahlungsantrieb bei einer Verdoppelung von CO2, nämlich in etwa 4 W/m², so erkennt man, dass kleine Änderungen der Wolken dramatische Effekte auf das Klima haben können. Dementsprechend wichtig ist es, die Reaktion von Wolken auf eine eine Klimaerwärmung - also die Wolkenrückkopplung, zu kennen und ihre Größe zu bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bestimmung der Wolkenrückkopplung==&lt;br /&gt;
Ob eine Rückkopplung sich verstärkend oder abschwächend auswirkt, lässt sich [[Feedback|mit Klimamodellen berechnen]]. Die Reaktion sowohl des Bewölkungsgrad als auch der Eigenschaften von Wolken an sich auf eine bodennahe Temperaturänderung ist allerdings noch recht unklar. Die Großzahl der Modelle zeigt eine positive Rückkopplung - das heißt, Wolken verstärken die globale Erwärmung. Die Modelle weichen untereinander in der Größe aber stark ab. So macht die Wolkenrückkopplung den größten Anteil der Unsicherheit in der Bestimmung der Klimasensitivität aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unsicherheiten==&lt;br /&gt;
Die Unsicherheiten bei der Bestimmung der Wolkenrückkopplung werden Veränderungen im kurzwelligen Strahlungsbereich (Sonnenstrahlen) zugeschrieben. Modelle, welche weniger tiefe Bewölkung in der Zukunft berechnen, weisen gleichzeitig eine stärkere Erwärmung im 21. Jahrhundert auf, weil weniger kurzwellige Strahlung reflektiert wird. Genau so gibt es auch Modelle, die einen Anstieg der Fläche tiefer Wolkenschichten simulieren bei gleichzeitig geringerem Anstieg der Temperatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bekannte Mechanismen bei der Wolkenrückkopplung==&lt;br /&gt;
Wolkenauftreten ist maßgeblich gekoppelt an die mittleren Lufströmungen (Dynamik) der Troposphäre. Für die tropischen Gebiete weiß man, dass die regionale Zirkulation über die Wolkenart und ihre Häufigkeit entscheidend ist. Daraus folgt, dass ein besseres Verständnis der Wolkenrückkopplung erzielt werden könnte, wenn man die Reaktion der tropischen Dynamik auf den Klimawandel besser verstehen würde. Die Tropen sind auch deshalb so wichtig, weil auf Grund ihrer großen Ausdehnung fast 50 Prozent des Feedbacks von ihnen ausgehen. Eine Theorie, wie in den Tropen auf regionaler Skala die Zirkulation Änderungen in der Bewölkung und in der Strahlungswirkung der Wolken hervorruft, ist der Iris Effekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in den Außertropen wird sich eine Veränderung in der Zirkulation auf die Bewölkung auswirken. Beispielsweise sehen viele Modelle eine vermehrte Sturmaktivität in einem Klima mit erhöhter Co2 Konzentration, welche unmittelbar mit dem mittleren Bewölkungsgrad zusammenhängt. Doch auch hier ist die genaue Wirkung auf die Wolken noch unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im langwelligen Strahlungsbereich sind die Modelle einig, dass die Wolkenrückkopplung positiv ist. Eine unterstützende Theorie dazu bildet die Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur===&lt;br /&gt;
[[Datei:TempGrad.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 1:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Temperaturabnahmen mit der Höhe für verschiedene Modellatmosphären. &#039;&#039;&#039;Blau&#039;&#039;&#039;: Normale Troposphäre, aber unbewegt und ohne Phasenumwandlung von Wasser. &#039;&#039;&#039;Rot&#039;&#039;&#039;: Normale Troposphäre ohne Phasenumwandlung von Wasser. &#039;&#039;&#039;Rot gestrichelt&#039;&#039;&#039;: Normale Troposphäre.&lt;br /&gt;
Die tropische Atmosphäre ist wie eine konvektive Atmosphäre mit Kondensation geschichtet. Strahlung wirkt in dieser abkühlend hin zu der unbeweglich geschichteten Atmosphäre.]]&lt;br /&gt;
Eine Theorie besagt, dass die Temperatur an der Oberkante von hochreichenden Wolken in einem wärmeren Klima nicht von der Temperatur am Boden abhängt. Das bedeutet, dass sich die Wolkenoberkante in einem wärmeren Klima in einer größeren Höhe befände. Durch Strahlungsprozesse hätte dies eine positive Rückkopplung zur Folge. Der gesamte Mechanismus erklärt sich folgendermaßen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tropische Troposphäre lässt sich gut durch ein sogenanntes &#039;&#039;Strahlungs-konvektions-Gleichgewicht&#039;&#039; beschreiben. Stellen wir uns eine Troposphäre ohne Luftbewegung ([[Konvektion]]) oder Phasenumwandlungen von Wasser ([[latente Wärme]]) vor. In einer solchen würden hauptsächlich Strahlungsprozesse auf die Temperatur wirksam sein und  es würde sich ein Strahlungsgleichgewicht einstellen, in dem die Troposphäre kälter wäre, als sie es eigentlich ist. In der realen Troposphäre wirkt Strahlung folglich abkühlend in Richtung dieses Strahlungsgleichgewicht. Irgendwann wird jedoch in der realen Troposphäre Luftbewegung ausgelöst, welche netto Wärme niedrigerer Höhen in die obere Troposphäre transportiert. &#039;&#039;&#039;Abbildung 1&#039;&#039;&#039; zeigt skizzenhaft die Temperaturabnahme mit der Höhe für verschiedene Modellatmosphären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Luftbewegung zeichnet sich an den Orten in den Tropen, wo die Luft aufsteigt, durch hochreichende, die Troposphäre durchdringende Wolken aus (Damit am Boden nicht plötzlich Luft und damit Masse fehlt, muss Luft nachströmen und folglich an anderen Stellen absinken. Dieses Prinzip nennt sich Massenerhaltung und wird mathematisch durch die Kontinuitätsgleichung beschrieben). Im Mittel ergibt sich ein Ausgleich zwischen Strahlungsabkühlung und konvektiver Erwärmung, welches Strahlungs-konvektions-gleichgewicht genannt wird. Die Wolkenoberkante, also das Ende des Luftaufstiegs befindet sich in der Höhe, in der die Strahlungsabkühlung deutlich schwächer wird, da es sozusagen ohne Strahlungsabkühlung auch keine Konvektion gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Claclap.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 2:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Zunahme der Wasserdampfaufnahmekapazität von Luft mit der Temperatur. Eine Variable für die y-Achse wäre bspw. die Sättigungsfeuchte.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Strahlungsabk.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 3:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Veränderung der tropischen Strahlungsabkühlung und Feuchtigkeit mit der Höhe im Klimawandel. &#039;&#039;&#039;Blau:&#039;&#039;&#039; Die spezifische Feuchtigkeit im aktuellen Klimasystem (durchgezogene Linie) und in einem erwärmten (gestrichelte Linie). &#039;&#039;&#039;Gelb:&#039;&#039;&#039; Strahlungsabkühlung im aktuellen Klimasystem (durchgezogene Linie) und in einem erwärmten (gestrichelte Linie). ]]&lt;br /&gt;
Die Strahlungsabkühlung hängt nun maßgeblich vom Wasserdampfgehalt ab, da Wasserdampf ein starker Emittent von langwelliger Strahlung ist. Der Wasserdampfgehalt ist wiederum nach der Clausis-Clapeyron-Gleichung stark Temperaturabhängig und nimmt deswegen mit der Höhe exponentiell ab (&#039;&#039;&#039;Abbildung 2&#039;&#039;&#039; zeigt skizzenhaft die Abhängigkeit von Wasserdampf von der Temperatur). In einer bestimmten Höhe, in der sich kaum mehr Wasserdampf befindet, nimmt folglich auch die Strahlungsabkühlung stark ab. In Modellexperimenten zeigt sich, dass die Strahlungsabkühlung immer dann deutlich ineffizient wird, wenn die Temperatur und damit der Wasserdampfgehalt einen bestimmten Wert unterschreiten. &#039;&#039;&#039;Abbildung 3&#039;&#039;&#039; zeigt den Zusammenhang von Strahlungsabkühlung und Wasserdampfgehalt skizzenhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommt es durch CO2 zu einer Erwärmung der Troposphäre, nimmt auch der mittlere Wassergehalt der oberen Troposphäre zu, sodass die Strahlungsabkühlung bis in eine höhere Schicht stattfindet. Das Aufsteigen und die Wolkenbildung passen sich dem an und erreichen ebenfalls eine höhere Schicht und zwar genau die, in der wieder die bestimmte Temperatur herrscht, ab der kaum mehr Wasserdampf vorhanden ist (Fixe Wolkenoberkantentemperatur oder „fixed anvil temperature“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Oberkantentemperatur entscheidet ebenfalls über die Gesamtstrahlungswirkung von Wolken. Würden die Wolken nicht auf eine Klimaerwärmung reagieren, wäre ihre Oberkante noch in der gleichen Höhe wie zuvor, welche durch die Klimaerwärmung wärmer wäre. So würden die Wolken in einem wärmeren Klima mit einer höheren Temperatur, und somit auch stärker in den Weltraum ausstrahlen. Die Anhebung der Wolkenoberkante in eine Höhe mit einer niedrigen Temperatur ist nun unsere Rückkopplung: Sie bewirkt eine Abschwächung der Ausstrahlung und somit verbleibt noch mehr Energie in der Troposphäre. Folglich ist sie positiv und eine Studie schätzt ihren Wert auf etwa 0.5 W/(m²K).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Iris Effekt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem wärmeren Klima berechnen einige Modelle eine Abnahme der Häufigkeit von tropischen hochreichenden, konvektiven Wolken wie Kumulonimbus Wolken bei einem gleichzeitigen Anstieg von trockenen Regionen mit Absinken. Einerseits erreicht in diesem Falle kurzwellige Sonnenstrahlung häufiger die Oberfläche und erwärmt diese stärker, was für eine positive Rückkopplung sprechen würde. Andererseits wird im wolkenfreien Bereich auch sehr viel mehr langwellige Strahlung in den Weltraum emittiert, denn es fehlen die Wolken, welche diese Strahlung absorbieren würden. Im Mittel gleichen sich diese Prozesse ungefähr aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Hartmann, D., Larson, K. (2002). An important constraint on tropical cloud - climate feedback. Geophysical Research Letters. Vol. 29, Issue 20. P. 12-1-12-4.&lt;br /&gt;
* Zelinka, M., Hartmann, D. (2010). Why is longwave cloud feedback positive? Journal of Geophysical Research: Atmospheres. Volume 115, Issue D16117&lt;br /&gt;
* Bony, S., Colman, R., Kattsov, V., Allan, R., Bretherton, C., Dufresne, J-L., Hall, A., Hallegatte, S., Holland, M., Ingram, W., Randall, D., Soden, B., Tselioudis, G. und Webb, M. (2006): How Well Do We Understand and Evaluate Climate Change Feedback Processes? Journal of Climate. Vol. 19. S.3445-3482.&lt;br /&gt;
* Vial, J., Dufresne, J-L., Bony, S. (2013). On the interpretation of inter-model spread in CMIP5 climate sensitivity estimates. Climate Dynamics. Vol. 41, Issue 11-12, S. 3339-3362. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Teil von=Rückkopplung&lt;br /&gt;
Teil von=Wolken&lt;br /&gt;
|verursacht=Klimasensitivität&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlung&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungshaushalt der Atmosphäre&lt;br /&gt;
|umfasst=Wolken im Klimasystem&lt;br /&gt;
|umfasst Prozess=Wasserkreislauf&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Troposphäre, Wolken, Strahlungshaushalt der Atmosphäre, Aerosole, Wasserkreislauf, Konvektion, Kondensation, Grundbegriffe&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaänderungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19372</id>
		<title>Wolkenrückkopplung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19372"/>
		<updated>2015-08-12T15:44:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: /* Bekannte Mechanismen bei der Wolkenrückkopplung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wolken wirken sich stark und durch unterschiedliche Prozesse auf den [[Strahlungshaushalt]] des Klimasystems aus. Auf das aktuelle Klima wirken Wolken abkühlend mit einem [[Strahlungsantrieb]] von -20 W/m² am Oberrand der Atmosphäre durch Reflexion von [[Wolken|Sonnenstrahlen]]. Vergleicht man diesen Wert mit dem Strahlungsantrieb bei einer Verdoppelung von CO2, nämlich in etwa 4 W/m², so erkennt man, dass kleine Änderungen der Wolken dramatische Effekte auf das Klima haben können. Dementsprechend wichtig ist es, die Reaktion von Wolken auf eine eine Klimaerwärmung - also die Wolkenrückkopplung, zu kennen und ihre Größe zu bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bestimmung der Wolkenrückkopplung==&lt;br /&gt;
Ob eine Rückkopplung sich verstärkend oder abschwächend auswirkt, lässt sich [[Feedback|mit Klimamodellen berechnen]]. Die Reaktion sowohl des Bewölkungsgrad als auch der Eigenschaften von Wolken an sich auf eine bodennahe Temperaturänderung ist allerdings noch recht unklar. Die Großzahl der Modelle zeigt eine positive Rückkopplung - das heißt, Wolken verstärken die globale Erwärmung. Die Modelle weichen untereinander in der Größe aber stark ab. So macht die Wolkenrückkopplung den größten Anteil der Unsicherheit in der Bestimmung der Klimasensitivität aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unsicherheiten==&lt;br /&gt;
Die Unsicherheiten bei der Bestimmung der Wolkenrückkopplung werden Veränderungen im kurzwelligen Strahlungsbereich (Sonnenstrahlen) zugeschrieben. Modelle, welche weniger tiefe Bewölkung in der Zukunft berechnen, weisen gleichzeitig eine stärkere Erwärmung im 21. Jahrhundert auf, weil weniger kurzwellige Strahlung reflektiert wird. Genau so gibt es auch Modelle, die einen Anstieg der Fläche tiefer Wolkenschichten simulieren bei gleichzeitig geringerem Anstieg der Temperatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bekannte Mechanismen bei der Wolkenrückkopplung==&lt;br /&gt;
Wolkenauftreten ist maßgeblich gekoppelt an die mittleren Lufströmungen (Dynamik) der Troposphäre. Für die tropischen Gebiete weiß man, dass die regionale Zirkulation über die Wolkenart und ihre Häufigkeit entscheidend ist. Daraus folgt, dass ein besseres Verständnis der Wolkenrückkopplung erzielt werden könnte, wenn man die Reaktion der tropischen Dynamik auf den Klimawandel besser verstehen würde. Die Tropen sind auch deshalb so wichtig, weil auf Grund ihrer großen Ausdehnung fast 50 Prozent des Feedbacks von ihnen ausgehen. Eine Theorie, wie in den Tropen auf regionaler Skala die Zirkulation Änderungen in der Bewölkung und in der Strahlungswirkung der Wolken hervorruft, ist der Iris Effekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in den Außertropen wird sich eine Veränderung in der Zirkulation auf die Bewölkung auswirken. Beispielsweise sehen viele Modelle eine vermehrte Sturmaktivität in einem Klima mit erhöhter Co2 Konzentration, welche unmittelbar mit dem mittleren Bewölkungsgrad zusammenhängt. Doch auch hier ist die genaue Wirkung auf die Wolken noch unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im langwelligen Strahlungsbereich sind die Modelle einig, dass die Wolkenrückkopplung positiv ist. Eine unterstützende Theorie dazu bildet die Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur===&lt;br /&gt;
[[Datei:TempGrad.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 1:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Temperaturabnahmen mit der Höhe für verschiedene Modellatmosphären mit Strahlung. &#039;&#039;&#039;Blau&#039;&#039;&#039;: Unbewegliche Troposphäre ohne Phasenumwandlung von Wasser. &#039;&#039;&#039;Rot&#039;&#039;&#039;: Bewegliche, also konvektive Atmosphäre ohne Phasenumwandlung von Wasser. &#039;&#039;&#039;Rot gestrichelt&#039;&#039;&#039;: Konvektive Atmosphäre mit Phasenumwandlung von Wasser.&lt;br /&gt;
Die tropische Atmosphäre ist wie eine konvektive Atmosphäre mit Kondensation geschichtet. Strahlung wirkt in dieser abkühlend hin zu der unbeweglich geschichteten Atmosphäre.]]&lt;br /&gt;
Eine Theorie besagt, dass die Temperatur an der Oberkante von hochreichenden Wolken in einem wärmeren Klima nicht von der Temperatur am Boden abhängt. Das bedeutet, dass sich die Wolkenoberkante in einem wärmeren Klima in einer größeren Höhe befände. Durch Strahlungsprozesse hätte dies eine positive Rückkopplung zur Folge. Der gesamte Mechanismus erklärt sich folgendermaßen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tropische Troposphäre lässt sich gut durch ein sogenanntes &#039;&#039;Strahlungs-konvektions-Gleichgewicht&#039;&#039; beschreiben. Stellen wir uns eine Troposphäre ohne Luftbewegung ([[Konvektion]]) oder Phasenumwandlungen von Wasser ([[latente Wärme]]) vor. In einer solchen würden hauptsächlich Strahlungsprozesse auf die Temperatur wirksam sein und  es würde sich ein Strahlungsgleichgewicht einstellen, in dem die Troposphäre kälter wäre, als sie es eigentlich ist. In der realen Troposphäre wirkt Strahlung folglich abkühlend in Richtung dieses Strahlungsgleichgewicht. Irgendwann wird jedoch in der realen Troposphäre Luftbewegung ausgelöst, welche netto Wärme niedrigerer Höhen in die obere Troposphäre transportiert. &#039;&#039;&#039;Abbildung 1&#039;&#039;&#039; zeigt skizzenhaft die Temperaturabnahme mit der Höhe für verschiedene Modellatmosphären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Luftbewegung zeichnet sich an den Orten in den Tropen, wo die Luft aufsteigt, durch hochreichende, die Troposphäre durchdringende Wolken aus (Damit am Boden nicht plötzlich Luft und damit Masse fehlt, muss Luft nachströmen und folglich an anderen Stellen absinken. Dieses Prinzip nennt sich Massenerhaltung und wird mathematisch durch die Kontinuitätsgleichung beschrieben). Im Mittel ergibt sich ein Ausgleich zwischen Strahlungsabkühlung und konvektiver Erwärmung, welches Strahlungs-konvektions-gleichgewicht genannt wird. Die Wolkenoberkante, also das Ende des Luftaufstiegs befindet sich in der Höhe, in der die Strahlungsabkühlung deutlich schwächer wird, da es sozusagen ohne Strahlungsabkühlung auch keine Konvektion gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Claclap.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 2:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Zunahme der Wasserdampfaufnahmekapazität von Luft mit der Temperatur. Eine Variable für die y-Achse wäre bspw. die Sättigungsfeuchte.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Strahlungsabk.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 3:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Veränderung der tropischen Strahlungsabkühlung und Feuchtigkeit mit der Höhe im Klimawandel. &#039;&#039;&#039;Blau:&#039;&#039;&#039; Die spezifische Feuchtigkeit im aktuellen Klimasystem (durchgezogene Linie) und in einem erwärmten (gestrichelte Linie). &#039;&#039;&#039;Gelb:&#039;&#039;&#039; Strahlungsabkühlung im aktuellen Klimasystem (durchgezogene Linie) und in einem erwärmten (gestrichelte Linie). ]]&lt;br /&gt;
Die Strahlungsabkühlung hängt nun maßgeblich vom Wasserdampfgehalt ab, da Wasserdampf ein starker Emittent von langwelliger Strahlung ist. Der Wasserdampfgehalt ist wiederum nach der Clausis-Clapeyron-Gleichung stark Temperaturabhängig und nimmt deswegen mit der Höhe exponentiell ab (&#039;&#039;&#039;Abbildung 2&#039;&#039;&#039; zeigt skizzenhaft die Abhängigkeit von Wasserdampf von der Temperatur). In einer bestimmten Höhe, in der sich kaum mehr Wasserdampf befindet, nimmt folglich auch die Strahlungsabkühlung stark ab. In Modellexperimenten zeigt sich, dass die Strahlungsabkühlung immer dann deutlich ineffizient wird, wenn die Temperatur und damit der Wasserdampfgehalt einen bestimmten Wert unterschreiten. &#039;&#039;&#039;Abbildung 3&#039;&#039;&#039; zeigt den Zusammenhang von Strahlungsabkühlung und Wasserdampfgehalt skizzenhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommt es durch CO2 zu einer Erwärmung der Troposphäre, nimmt auch der mittlere Wassergehalt der oberen Troposphäre zu, sodass die Strahlungsabkühlung bis in eine höhere Schicht stattfindet. Das Aufsteigen und die Wolkenbildung passen sich dem an und erreichen ebenfalls eine höhere Schicht und zwar genau die, in der wieder die bestimmte Temperatur herrscht, ab der kaum mehr Wasserdampf vorhanden ist (Fixe Wolkenoberkantentemperatur oder „fixed anvil temperature“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Oberkantentemperatur entscheidet ebenfalls über die Gesamtstrahlungswirkung von Wolken. Würden die Wolken nicht auf eine Klimaerwärmung reagieren, wäre ihre Oberkante noch in der gleichen Höhe wie zuvor, welche durch die Klimaerwärmung wärmer wäre. So würden die Wolken in einem wärmeren Klima mit einer höheren Temperatur, und somit auch stärker in den Weltraum ausstrahlen. Die Anhebung der Wolkenoberkante in eine Höhe mit einer niedrigen Temperatur ist nun unsere Rückkopplung: Sie bewirkt eine Abschwächung der Ausstrahlung und somit verbleibt noch mehr Energie in der Troposphäre. Folglich ist sie positiv und eine Studie schätzt ihren Wert auf etwa 0.5 W/(m²K).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Iris Effekt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem wärmeren Klima berechnen einige Modelle eine Abnahme der Häufigkeit von tropischen hochreichenden, konvektiven Wolken wie Kumulonimbus Wolken bei einem gleichzeitigen Anstieg von trockenen Regionen mit Absinken. Einerseits erreicht in diesem Falle kurzwellige Sonnenstrahlung häufiger die Oberfläche und erwärmt diese stärker, was für eine positive Rückkopplung sprechen würde. Andererseits wird im wolkenfreien Bereich auch sehr viel mehr langwellige Strahlung in den Weltraum emittiert, denn es fehlen die Wolken, welche diese Strahlung absorbieren würden. Im Mittel gleichen sich diese Prozesse ungefähr aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Hartmann, D., Larson, K. (2002). An important constraint on tropical cloud - climate feedback. Geophysical Research Letters. Vol. 29, Issue 20. P. 12-1-12-4.&lt;br /&gt;
* Zelinka, M., Hartmann, D. (2010). Why is longwave cloud feedback positive? Journal of Geophysical Research: Atmospheres. Volume 115, Issue D16117&lt;br /&gt;
* Bony, S., Colman, R., Kattsov, V., Allan, R., Bretherton, C., Dufresne, J-L., Hall, A., Hallegatte, S., Holland, M., Ingram, W., Randall, D., Soden, B., Tselioudis, G. und Webb, M. (2006): How Well Do We Understand and Evaluate Climate Change Feedback Processes? Journal of Climate. Vol. 19. S.3445-3482.&lt;br /&gt;
* Vial, J., Dufresne, J-L., Bony, S. (2013). On the interpretation of inter-model spread in CMIP5 climate sensitivity estimates. Climate Dynamics. Vol. 41, Issue 11-12, S. 3339-3362. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Teil von=Rückkopplung&lt;br /&gt;
Teil von=Wolken&lt;br /&gt;
|verursacht=Klimasensitivität&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlung&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungshaushalt der Atmosphäre&lt;br /&gt;
|umfasst=Wolken im Klimasystem&lt;br /&gt;
|umfasst Prozess=Wasserkreislauf&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Troposphäre, Wolken, Strahlungshaushalt der Atmosphäre, Aerosole, Wasserkreislauf, Konvektion, Kondensation, Grundbegriffe&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaänderungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19371</id>
		<title>Wolkenrückkopplung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19371"/>
		<updated>2015-08-12T15:43:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: /* Bekannte Mechanismen bei der Wolkenrückkopplung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wolken wirken sich stark und durch unterschiedliche Prozesse auf den [[Strahlungshaushalt]] des Klimasystems aus. Auf das aktuelle Klima wirken Wolken abkühlend mit einem [[Strahlungsantrieb]] von -20 W/m² am Oberrand der Atmosphäre durch Reflexion von [[Wolken|Sonnenstrahlen]]. Vergleicht man diesen Wert mit dem Strahlungsantrieb bei einer Verdoppelung von CO2, nämlich in etwa 4 W/m², so erkennt man, dass kleine Änderungen der Wolken dramatische Effekte auf das Klima haben können. Dementsprechend wichtig ist es, die Reaktion von Wolken auf eine eine Klimaerwärmung - also die Wolkenrückkopplung, zu kennen und ihre Größe zu bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bestimmung der Wolkenrückkopplung==&lt;br /&gt;
Ob eine Rückkopplung sich verstärkend oder abschwächend auswirkt, lässt sich [[Feedback|mit Klimamodellen berechnen]]. Die Reaktion sowohl des Bewölkungsgrad als auch der Eigenschaften von Wolken an sich auf eine bodennahe Temperaturänderung ist allerdings noch recht unklar. Die Großzahl der Modelle zeigt eine positive Rückkopplung - das heißt, Wolken verstärken die globale Erwärmung. Die Modelle weichen untereinander in der Größe aber stark ab. So macht die Wolkenrückkopplung den größten Anteil der Unsicherheit in der Bestimmung der Klimasensitivität aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unsicherheiten==&lt;br /&gt;
Die Unsicherheiten bei der Bestimmung der Wolkenrückkopplung werden Veränderungen im kurzwelligen Strahlungsbereich (Sonnenstrahlen) zugeschrieben. Modelle, welche weniger tiefe Bewölkung in der Zukunft berechnen, weisen gleichzeitig eine stärkere Erwärmung im 21. Jahrhundert auf, weil weniger kurzwellige Strahlung reflektiert wird. Genau so gibt es auch Modelle, die einen Anstieg der Fläche tiefer Wolkenschichten simulieren bei gleichzeitig geringerem Anstieg der Temperatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bekannte Mechanismen bei der Wolkenrückkopplung==&lt;br /&gt;
Wolkenauftreten ist maßgeblich gekoppelt an die mittleren Lufströmungen (Dynamik) der Troposphäre. Für die tropischen Gebiete weiß man, dass die regionale Zirkulation über die Wolkenart und ihre Häufigkeit entscheidend ist. Daraus folgt, dass ein besseres Verständnis der Wolkenrückkopplung erzielt werden könnte, wenn man die Reaktion der tropischen Dynamik auf den Klimawandel besser verstehen würde. Die Tropen sind auch deshalb so wichtig, weil auf Grund ihrer großen Ausdehnung fast 50 Prozent des Feedbacks von ihnen ausgehen. Eine Theorie, wie in den Tropen auf regionaler Skala die Zirkulation Änderungen in der Bewölkung und in der Strahlungswirkung der Wolken hervorruft, ist der Iris Effekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in den Außertropen wird sich eine Veränderung in der Zirkulation auf die Bewölkung auswirken. Beispielsweise sehen viele Modelle eine vermehrte Sturmaktivität in einem Klima mit erhöhter Co2 Konzentration, welche unmittelbar mit dem mittleren Bewölkungsgrad zusammenhängt. Doch auch hier ist die genaue Wirkung auf die Wolken noch unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im langwelligen Strahlungsbereich sind die Modelle einig, dass die Wolkenrückkopplung positiv ist. Eine unterstützende Theorie dazu bildet die Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur. Im Folgenden werden diese Theorien erläutert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur===&lt;br /&gt;
[[Datei:TempGrad.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 1:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Temperaturabnahmen mit der Höhe für verschiedene Modellatmosphären mit Strahlung. &#039;&#039;&#039;Blau&#039;&#039;&#039;: Unbewegliche Troposphäre ohne Phasenumwandlung von Wasser. &#039;&#039;&#039;Rot&#039;&#039;&#039;: Bewegliche, also konvektive Atmosphäre ohne Phasenumwandlung von Wasser. &#039;&#039;&#039;Rot gestrichelt&#039;&#039;&#039;: Konvektive Atmosphäre mit Phasenumwandlung von Wasser.&lt;br /&gt;
Die tropische Atmosphäre ist wie eine konvektive Atmosphäre mit Kondensation geschichtet. Strahlung wirkt in dieser abkühlend hin zu der unbeweglich geschichteten Atmosphäre.]]&lt;br /&gt;
Eine Theorie besagt, dass die Temperatur an der Oberkante von hochreichenden Wolken in einem wärmeren Klima nicht von der Temperatur am Boden abhängt. Das bedeutet, dass sich die Wolkenoberkante in einem wärmeren Klima in einer größeren Höhe befände. Durch Strahlungsprozesse hätte dies eine positive Rückkopplung zur Folge. Der gesamte Mechanismus erklärt sich folgendermaßen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tropische Troposphäre lässt sich gut durch ein sogenanntes &#039;&#039;Strahlungs-konvektions-Gleichgewicht&#039;&#039; beschreiben. Stellen wir uns eine Troposphäre ohne Luftbewegung ([[Konvektion]]) oder Phasenumwandlungen von Wasser ([[latente Wärme]]) vor. In einer solchen würden hauptsächlich Strahlungsprozesse auf die Temperatur wirksam sein und  es würde sich ein Strahlungsgleichgewicht einstellen, in dem die Troposphäre kälter wäre, als sie es eigentlich ist. In der realen Troposphäre wirkt Strahlung folglich abkühlend in Richtung dieses Strahlungsgleichgewicht. Irgendwann wird jedoch in der realen Troposphäre Luftbewegung ausgelöst, welche netto Wärme niedrigerer Höhen in die obere Troposphäre transportiert. &#039;&#039;&#039;Abbildung 1&#039;&#039;&#039; zeigt skizzenhaft die Temperaturabnahme mit der Höhe für verschiedene Modellatmosphären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Luftbewegung zeichnet sich an den Orten in den Tropen, wo die Luft aufsteigt, durch hochreichende, die Troposphäre durchdringende Wolken aus (Damit am Boden nicht plötzlich Luft und damit Masse fehlt, muss Luft nachströmen und folglich an anderen Stellen absinken. Dieses Prinzip nennt sich Massenerhaltung und wird mathematisch durch die Kontinuitätsgleichung beschrieben). Im Mittel ergibt sich ein Ausgleich zwischen Strahlungsabkühlung und konvektiver Erwärmung, welches Strahlungs-konvektions-gleichgewicht genannt wird. Die Wolkenoberkante, also das Ende des Luftaufstiegs befindet sich in der Höhe, in der die Strahlungsabkühlung deutlich schwächer wird, da es sozusagen ohne Strahlungsabkühlung auch keine Konvektion gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Claclap.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 2:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Zunahme der Wasserdampfaufnahmekapazität von Luft mit der Temperatur. Eine Variable für die y-Achse wäre bspw. die Sättigungsfeuchte.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Strahlungsabk.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 3:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Veränderung der tropischen Strahlungsabkühlung und Feuchtigkeit mit der Höhe im Klimawandel. &#039;&#039;&#039;Blau:&#039;&#039;&#039; Die spezifische Feuchtigkeit im aktuellen Klimasystem (durchgezogene Linie) und in einem erwärmten (gestrichelte Linie). &#039;&#039;&#039;Gelb:&#039;&#039;&#039; Strahlungsabkühlung im aktuellen Klimasystem (durchgezogene Linie) und in einem erwärmten (gestrichelte Linie). ]]&lt;br /&gt;
Die Strahlungsabkühlung hängt nun maßgeblich vom Wasserdampfgehalt ab, da Wasserdampf ein starker Emittent von langwelliger Strahlung ist. Der Wasserdampfgehalt ist wiederum nach der Clausis-Clapeyron-Gleichung stark Temperaturabhängig und nimmt deswegen mit der Höhe exponentiell ab (&#039;&#039;&#039;Abbildung 2&#039;&#039;&#039; zeigt skizzenhaft die Abhängigkeit von Wasserdampf von der Temperatur). In einer bestimmten Höhe, in der sich kaum mehr Wasserdampf befindet, nimmt folglich auch die Strahlungsabkühlung stark ab. In Modellexperimenten zeigt sich, dass die Strahlungsabkühlung immer dann deutlich ineffizient wird, wenn die Temperatur und damit der Wasserdampfgehalt einen bestimmten Wert unterschreiten. &#039;&#039;&#039;Abbildung 3&#039;&#039;&#039; zeigt den Zusammenhang von Strahlungsabkühlung und Wasserdampfgehalt skizzenhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommt es durch CO2 zu einer Erwärmung der Troposphäre, nimmt auch der mittlere Wassergehalt der oberen Troposphäre zu, sodass die Strahlungsabkühlung bis in eine höhere Schicht stattfindet. Das Aufsteigen und die Wolkenbildung passen sich dem an und erreichen ebenfalls eine höhere Schicht und zwar genau die, in der wieder die bestimmte Temperatur herrscht, ab der kaum mehr Wasserdampf vorhanden ist (Fixe Wolkenoberkantentemperatur oder „fixed anvil temperature“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Oberkantentemperatur entscheidet ebenfalls über die Gesamtstrahlungswirkung von Wolken. Würden die Wolken nicht auf eine Klimaerwärmung reagieren, wäre ihre Oberkante noch in der gleichen Höhe wie zuvor, welche durch die Klimaerwärmung wärmer wäre. So würden die Wolken in einem wärmeren Klima mit einer höheren Temperatur, und somit auch stärker in den Weltraum ausstrahlen. Die Anhebung der Wolkenoberkante in eine Höhe mit einer niedrigen Temperatur ist nun unsere Rückkopplung: Sie bewirkt eine Abschwächung der Ausstrahlung und somit verbleibt noch mehr Energie in der Troposphäre. Folglich ist sie positiv und eine Studie schätzt ihren Wert auf etwa 0.5 W/(m²K).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Iris Effekt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem wärmeren Klima berechnen einige Modelle eine Abnahme der Häufigkeit von tropischen hochreichenden, konvektiven Wolken wie Kumulonimbus Wolken bei einem gleichzeitigen Anstieg von trockenen Regionen mit Absinken. Einerseits erreicht in diesem Falle kurzwellige Sonnenstrahlung häufiger die Oberfläche und erwärmt diese stärker, was für eine positive Rückkopplung sprechen würde. Andererseits wird im wolkenfreien Bereich auch sehr viel mehr langwellige Strahlung in den Weltraum emittiert, denn es fehlen die Wolken, welche diese Strahlung absorbieren würden. Im Mittel gleichen sich diese Prozesse ungefähr aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Hartmann, D., Larson, K. (2002). An important constraint on tropical cloud - climate feedback. Geophysical Research Letters. Vol. 29, Issue 20. P. 12-1-12-4.&lt;br /&gt;
* Zelinka, M., Hartmann, D. (2010). Why is longwave cloud feedback positive? Journal of Geophysical Research: Atmospheres. Volume 115, Issue D16117&lt;br /&gt;
* Bony, S., Colman, R., Kattsov, V., Allan, R., Bretherton, C., Dufresne, J-L., Hall, A., Hallegatte, S., Holland, M., Ingram, W., Randall, D., Soden, B., Tselioudis, G. und Webb, M. (2006): How Well Do We Understand and Evaluate Climate Change Feedback Processes? Journal of Climate. Vol. 19. S.3445-3482.&lt;br /&gt;
* Vial, J., Dufresne, J-L., Bony, S. (2013). On the interpretation of inter-model spread in CMIP5 climate sensitivity estimates. Climate Dynamics. Vol. 41, Issue 11-12, S. 3339-3362. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Teil von=Rückkopplung&lt;br /&gt;
Teil von=Wolken&lt;br /&gt;
|verursacht=Klimasensitivität&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlung&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungshaushalt der Atmosphäre&lt;br /&gt;
|umfasst=Wolken im Klimasystem&lt;br /&gt;
|umfasst Prozess=Wasserkreislauf&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Troposphäre, Wolken, Strahlungshaushalt der Atmosphäre, Aerosole, Wasserkreislauf, Konvektion, Kondensation, Grundbegriffe&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaänderungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19370</id>
		<title>Wolkenrückkopplung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19370"/>
		<updated>2015-08-12T15:42:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: /* Bekannte Mechanismen bei der Wolkenrückkopplung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wolken wirken sich stark und durch unterschiedliche Prozesse auf den [[Strahlungshaushalt]] des Klimasystems aus. Auf das aktuelle Klima wirken Wolken abkühlend mit einem [[Strahlungsantrieb]] von -20 W/m² am Oberrand der Atmosphäre durch Reflexion von [[Wolken|Sonnenstrahlen]]. Vergleicht man diesen Wert mit dem Strahlungsantrieb bei einer Verdoppelung von CO2, nämlich in etwa 4 W/m², so erkennt man, dass kleine Änderungen der Wolken dramatische Effekte auf das Klima haben können. Dementsprechend wichtig ist es, die Reaktion von Wolken auf eine eine Klimaerwärmung - also die Wolkenrückkopplung, zu kennen und ihre Größe zu bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bestimmung der Wolkenrückkopplung==&lt;br /&gt;
Ob eine Rückkopplung sich verstärkend oder abschwächend auswirkt, lässt sich [[Feedback|mit Klimamodellen berechnen]]. Die Reaktion sowohl des Bewölkungsgrad als auch der Eigenschaften von Wolken an sich auf eine bodennahe Temperaturänderung ist allerdings noch recht unklar. Die Großzahl der Modelle zeigt eine positive Rückkopplung - das heißt, Wolken verstärken die globale Erwärmung. Die Modelle weichen untereinander in der Größe aber stark ab. So macht die Wolkenrückkopplung den größten Anteil der Unsicherheit in der Bestimmung der Klimasensitivität aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unsicherheiten==&lt;br /&gt;
Die Unsicherheiten bei der Bestimmung der Wolkenrückkopplung werden Veränderungen im kurzwelligen Strahlungsbereich (Sonnenstrahlen) zugeschrieben. Modelle, welche weniger tiefe Bewölkung in der Zukunft berechnen, weisen gleichzeitig eine stärkere Erwärmung im 21. Jahrhundert auf, weil weniger kurzwellige Strahlung reflektiert wird. Genau so gibt es auch Modelle, die einen Anstieg der Fläche tiefer Wolkenschichten simulieren bei gleichzeitig geringerem Anstieg der Temperatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bekannte Mechanismen bei der Wolkenrückkopplung==&lt;br /&gt;
Wolkenauftreten ist maßgeblich gekoppelt an die mittleren Lufströmungen (Dynamik) der Troposphäre. In den Tropen ist bekannt, dass die regionale Zirkulation über die Wolkenart und ihre Häufigkeit entscheidend ist. Daraus folgt, dass ein besseres Verständnis der Wolkenrückkopplung erzielt werden könnte, wenn man die Reaktion der tropischen Dynamik auf den Klimawandel besser verstehen würde. Die Tropen sind auch deshalb so wichtig, weil auf Grund ihrer großen Ausdehnung fast 50 Prozent des Feedbacks von ihnen ausgehen. Eine Theorie, wie in den Tropen auf regionaler Skala die Zirkulation Änderungen in der Bewölkung und in der Strahlungswirkung der Wolken hervorruft, ist der Iris Effekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in den Außertropen wird sich eine Veränderung in der Zirkulation auf die Bewölkung auswirken. Beispielsweise sehen viele Modelle eine vermehrte Sturmaktivität in einem Klima mit erhöhter Co2 Konzentration, welche unmittelbar mit dem mittleren Bewölkungsgrad zusammenhängt. Doch auch hier ist die genaue Wirkung auf die Wolken noch unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im langwelligen Strahlungsbereich sind die Modelle einig, dass die Wolkenrückkopplung positiv ist. Eine unterstützende Theorie dazu bildet die Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur. Im Folgenden werden diese Theorien erläutert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur===&lt;br /&gt;
[[Datei:TempGrad.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 1:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Temperaturabnahmen mit der Höhe für verschiedene Modellatmosphären mit Strahlung. &#039;&#039;&#039;Blau&#039;&#039;&#039;: Unbewegliche Troposphäre ohne Phasenumwandlung von Wasser. &#039;&#039;&#039;Rot&#039;&#039;&#039;: Bewegliche, also konvektive Atmosphäre ohne Phasenumwandlung von Wasser. &#039;&#039;&#039;Rot gestrichelt&#039;&#039;&#039;: Konvektive Atmosphäre mit Phasenumwandlung von Wasser.&lt;br /&gt;
Die tropische Atmosphäre ist wie eine konvektive Atmosphäre mit Kondensation geschichtet. Strahlung wirkt in dieser abkühlend hin zu der unbeweglich geschichteten Atmosphäre.]]&lt;br /&gt;
Eine Theorie besagt, dass die Temperatur an der Oberkante von hochreichenden Wolken in einem wärmeren Klima nicht von der Temperatur am Boden abhängt. Das bedeutet, dass sich die Wolkenoberkante in einem wärmeren Klima in einer größeren Höhe befände. Durch Strahlungsprozesse hätte dies eine positive Rückkopplung zur Folge. Der gesamte Mechanismus erklärt sich folgendermaßen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tropische Troposphäre lässt sich gut durch ein sogenanntes &#039;&#039;Strahlungs-konvektions-Gleichgewicht&#039;&#039; beschreiben. Stellen wir uns eine Troposphäre ohne Luftbewegung ([[Konvektion]]) oder Phasenumwandlungen von Wasser ([[latente Wärme]]) vor. In einer solchen würden hauptsächlich Strahlungsprozesse auf die Temperatur wirksam sein und  es würde sich ein Strahlungsgleichgewicht einstellen, in dem die Troposphäre kälter wäre, als sie es eigentlich ist. In der realen Troposphäre wirkt Strahlung folglich abkühlend in Richtung dieses Strahlungsgleichgewicht. Irgendwann wird jedoch in der realen Troposphäre Luftbewegung ausgelöst, welche netto Wärme niedrigerer Höhen in die obere Troposphäre transportiert. &#039;&#039;&#039;Abbildung 1&#039;&#039;&#039; zeigt skizzenhaft die Temperaturabnahme mit der Höhe für verschiedene Modellatmosphären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Luftbewegung zeichnet sich an den Orten in den Tropen, wo die Luft aufsteigt, durch hochreichende, die Troposphäre durchdringende Wolken aus (Damit am Boden nicht plötzlich Luft und damit Masse fehlt, muss Luft nachströmen und folglich an anderen Stellen absinken. Dieses Prinzip nennt sich Massenerhaltung und wird mathematisch durch die Kontinuitätsgleichung beschrieben). Im Mittel ergibt sich ein Ausgleich zwischen Strahlungsabkühlung und konvektiver Erwärmung, welches Strahlungs-konvektions-gleichgewicht genannt wird. Die Wolkenoberkante, also das Ende des Luftaufstiegs befindet sich in der Höhe, in der die Strahlungsabkühlung deutlich schwächer wird, da es sozusagen ohne Strahlungsabkühlung auch keine Konvektion gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Claclap.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 2:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Zunahme der Wasserdampfaufnahmekapazität von Luft mit der Temperatur. Eine Variable für die y-Achse wäre bspw. die Sättigungsfeuchte.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Strahlungsabk.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 3:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Veränderung der tropischen Strahlungsabkühlung und Feuchtigkeit mit der Höhe im Klimawandel. &#039;&#039;&#039;Blau:&#039;&#039;&#039; Die spezifische Feuchtigkeit im aktuellen Klimasystem (durchgezogene Linie) und in einem erwärmten (gestrichelte Linie). &#039;&#039;&#039;Gelb:&#039;&#039;&#039; Strahlungsabkühlung im aktuellen Klimasystem (durchgezogene Linie) und in einem erwärmten (gestrichelte Linie). ]]&lt;br /&gt;
Die Strahlungsabkühlung hängt nun maßgeblich vom Wasserdampfgehalt ab, da Wasserdampf ein starker Emittent von langwelliger Strahlung ist. Der Wasserdampfgehalt ist wiederum nach der Clausis-Clapeyron-Gleichung stark Temperaturabhängig und nimmt deswegen mit der Höhe exponentiell ab (&#039;&#039;&#039;Abbildung 2&#039;&#039;&#039; zeigt skizzenhaft die Abhängigkeit von Wasserdampf von der Temperatur). In einer bestimmten Höhe, in der sich kaum mehr Wasserdampf befindet, nimmt folglich auch die Strahlungsabkühlung stark ab. In Modellexperimenten zeigt sich, dass die Strahlungsabkühlung immer dann deutlich ineffizient wird, wenn die Temperatur und damit der Wasserdampfgehalt einen bestimmten Wert unterschreiten. &#039;&#039;&#039;Abbildung 3&#039;&#039;&#039; zeigt den Zusammenhang von Strahlungsabkühlung und Wasserdampfgehalt skizzenhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommt es durch CO2 zu einer Erwärmung der Troposphäre, nimmt auch der mittlere Wassergehalt der oberen Troposphäre zu, sodass die Strahlungsabkühlung bis in eine höhere Schicht stattfindet. Das Aufsteigen und die Wolkenbildung passen sich dem an und erreichen ebenfalls eine höhere Schicht und zwar genau die, in der wieder die bestimmte Temperatur herrscht, ab der kaum mehr Wasserdampf vorhanden ist (Fixe Wolkenoberkantentemperatur oder „fixed anvil temperature“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Oberkantentemperatur entscheidet ebenfalls über die Gesamtstrahlungswirkung von Wolken. Würden die Wolken nicht auf eine Klimaerwärmung reagieren, wäre ihre Oberkante noch in der gleichen Höhe wie zuvor, welche durch die Klimaerwärmung wärmer wäre. So würden die Wolken in einem wärmeren Klima mit einer höheren Temperatur, und somit auch stärker in den Weltraum ausstrahlen. Die Anhebung der Wolkenoberkante in eine Höhe mit einer niedrigen Temperatur ist nun unsere Rückkopplung: Sie bewirkt eine Abschwächung der Ausstrahlung und somit verbleibt noch mehr Energie in der Troposphäre. Folglich ist sie positiv und eine Studie schätzt ihren Wert auf etwa 0.5 W/(m²K).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Iris Effekt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem wärmeren Klima berechnen einige Modelle eine Abnahme der Häufigkeit von tropischen hochreichenden, konvektiven Wolken wie Kumulonimbus Wolken bei einem gleichzeitigen Anstieg von trockenen Regionen mit Absinken. Einerseits erreicht in diesem Falle kurzwellige Sonnenstrahlung häufiger die Oberfläche und erwärmt diese stärker, was für eine positive Rückkopplung sprechen würde. Andererseits wird im wolkenfreien Bereich auch sehr viel mehr langwellige Strahlung in den Weltraum emittiert, denn es fehlen die Wolken, welche diese Strahlung absorbieren würden. Im Mittel gleichen sich diese Prozesse ungefähr aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Hartmann, D., Larson, K. (2002). An important constraint on tropical cloud - climate feedback. Geophysical Research Letters. Vol. 29, Issue 20. P. 12-1-12-4.&lt;br /&gt;
* Zelinka, M., Hartmann, D. (2010). Why is longwave cloud feedback positive? Journal of Geophysical Research: Atmospheres. Volume 115, Issue D16117&lt;br /&gt;
* Bony, S., Colman, R., Kattsov, V., Allan, R., Bretherton, C., Dufresne, J-L., Hall, A., Hallegatte, S., Holland, M., Ingram, W., Randall, D., Soden, B., Tselioudis, G. und Webb, M. (2006): How Well Do We Understand and Evaluate Climate Change Feedback Processes? Journal of Climate. Vol. 19. S.3445-3482.&lt;br /&gt;
* Vial, J., Dufresne, J-L., Bony, S. (2013). On the interpretation of inter-model spread in CMIP5 climate sensitivity estimates. Climate Dynamics. Vol. 41, Issue 11-12, S. 3339-3362. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Teil von=Rückkopplung&lt;br /&gt;
Teil von=Wolken&lt;br /&gt;
|verursacht=Klimasensitivität&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlung&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungshaushalt der Atmosphäre&lt;br /&gt;
|umfasst=Wolken im Klimasystem&lt;br /&gt;
|umfasst Prozess=Wasserkreislauf&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Troposphäre, Wolken, Strahlungshaushalt der Atmosphäre, Aerosole, Wasserkreislauf, Konvektion, Kondensation, Grundbegriffe&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaänderungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19369</id>
		<title>Wolkenrückkopplung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19369"/>
		<updated>2015-08-12T15:39:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wolken wirken sich stark und durch unterschiedliche Prozesse auf den [[Strahlungshaushalt]] des Klimasystems aus. Auf das aktuelle Klima wirken Wolken abkühlend mit einem [[Strahlungsantrieb]] von -20 W/m² am Oberrand der Atmosphäre durch Reflexion von [[Wolken|Sonnenstrahlen]]. Vergleicht man diesen Wert mit dem Strahlungsantrieb bei einer Verdoppelung von CO2, nämlich in etwa 4 W/m², so erkennt man, dass kleine Änderungen der Wolken dramatische Effekte auf das Klima haben können. Dementsprechend wichtig ist es, die Reaktion von Wolken auf eine eine Klimaerwärmung - also die Wolkenrückkopplung, zu kennen und ihre Größe zu bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bestimmung der Wolkenrückkopplung==&lt;br /&gt;
Ob eine Rückkopplung sich verstärkend oder abschwächend auswirkt, lässt sich [[Feedback|mit Klimamodellen berechnen]]. Die Reaktion sowohl des Bewölkungsgrad als auch der Eigenschaften von Wolken an sich auf eine bodennahe Temperaturänderung ist allerdings noch recht unklar. Die Großzahl der Modelle zeigt eine positive Rückkopplung - das heißt, Wolken verstärken die globale Erwärmung. Die Modelle weichen untereinander in der Größe aber stark ab. So macht die Wolkenrückkopplung den größten Anteil der Unsicherheit in der Bestimmung der Klimasensitivität aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unsicherheiten==&lt;br /&gt;
Die Unsicherheiten bei der Bestimmung der Wolkenrückkopplung werden Veränderungen im kurzwelligen Strahlungsbereich (Sonnenstrahlen) zugeschrieben. Modelle, welche weniger tiefe Bewölkung in der Zukunft berechnen, weisen gleichzeitig eine stärkere Erwärmung im 21. Jahrhundert auf, weil weniger kurzwellige Strahlung reflektiert wird. Genau so gibt es auch Modelle, die einen Anstieg der Fläche tiefer Wolkenschichten simulieren bei gleichzeitig geringerem Anstieg der Temperatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bekannte Mechanismen bei der Wolkenrückkopplung==&lt;br /&gt;
Wolkenauftreten ist maßgeblich gekoppelt an die mittleren Lufströmungen (Dynamik) der Troposphäre. Gerade in den Tropen ist bekannt, dass die Zirkulation über die Wolkenart und ihre Häufigkeit entscheidend ist. Daraus folgt, dass ein besseres Verständnis der Wolkenrückkopplung erzielt werden könnte, wenn man die Reaktion der tropischen Dynamik auf den Klimawandel besser verstehen würde. Die Tropen sind auch deshalb so wichtig, weil auf Grund ihrer großen Ausdehnung fast 50 Prozent des Feedbacks von ihnen ausgehen. Eine Theorie, wie in den Tropen auf regionaler Skala die Zirkulation Änderungen in der Bewölkung und in der Strahlungswirkung der Wolken hervorruft, ist der Iris Effekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in den Außertropen wird sich eine Veränderung in der Zirkulation auf die Bewölkung auswirken. Beispielsweise sehen viele Modelle eine vermehrte Sturmaktivität in einem Klima mit erhöhter Co2 Konzentration, welche unmittelbar mit dem mittleren Bewölkungsgrad zusammenhängt. Doch auch hier ist die genaue Wirkung auf die Wolken noch unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im langwelligen Strahlungsbereich sind die Modelle einig, dass die Wolkenrückkopplung positiv ist. Eine unterstützende Theorie dazu bildet die Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur. Im Folgenden werden diese Theorien erläutert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur===&lt;br /&gt;
[[Datei:TempGrad.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 1:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Temperaturabnahmen mit der Höhe für verschiedene Modellatmosphären mit Strahlung. &#039;&#039;&#039;Blau&#039;&#039;&#039;: Unbewegliche Troposphäre ohne Phasenumwandlung von Wasser. &#039;&#039;&#039;Rot&#039;&#039;&#039;: Bewegliche, also konvektive Atmosphäre ohne Phasenumwandlung von Wasser. &#039;&#039;&#039;Rot gestrichelt&#039;&#039;&#039;: Konvektive Atmosphäre mit Phasenumwandlung von Wasser.&lt;br /&gt;
Die tropische Atmosphäre ist wie eine konvektive Atmosphäre mit Kondensation geschichtet. Strahlung wirkt in dieser abkühlend hin zu der unbeweglich geschichteten Atmosphäre.]]&lt;br /&gt;
Eine Theorie besagt, dass die Temperatur an der Oberkante von hochreichenden Wolken in einem wärmeren Klima nicht von der Temperatur am Boden abhängt. Das bedeutet, dass sich die Wolkenoberkante in einem wärmeren Klima in einer größeren Höhe befände. Durch Strahlungsprozesse hätte dies eine positive Rückkopplung zur Folge. Der gesamte Mechanismus erklärt sich folgendermaßen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tropische Troposphäre lässt sich gut durch ein sogenanntes &#039;&#039;Strahlungs-konvektions-Gleichgewicht&#039;&#039; beschreiben. Stellen wir uns eine Troposphäre ohne Luftbewegung ([[Konvektion]]) oder Phasenumwandlungen von Wasser ([[latente Wärme]]) vor. In einer solchen würden hauptsächlich Strahlungsprozesse auf die Temperatur wirksam sein und  es würde sich ein Strahlungsgleichgewicht einstellen, in dem die Troposphäre kälter wäre, als sie es eigentlich ist. In der realen Troposphäre wirkt Strahlung folglich abkühlend in Richtung dieses Strahlungsgleichgewicht. Irgendwann wird jedoch in der realen Troposphäre Luftbewegung ausgelöst, welche netto Wärme niedrigerer Höhen in die obere Troposphäre transportiert. &#039;&#039;&#039;Abbildung 1&#039;&#039;&#039; zeigt skizzenhaft die Temperaturabnahme mit der Höhe für verschiedene Modellatmosphären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Luftbewegung zeichnet sich an den Orten in den Tropen, wo die Luft aufsteigt, durch hochreichende, die Troposphäre durchdringende Wolken aus (Damit am Boden nicht plötzlich Luft und damit Masse fehlt, muss Luft nachströmen und folglich an anderen Stellen absinken. Dieses Prinzip nennt sich Massenerhaltung und wird mathematisch durch die Kontinuitätsgleichung beschrieben). Im Mittel ergibt sich ein Ausgleich zwischen Strahlungsabkühlung und konvektiver Erwärmung, welches Strahlungs-konvektions-gleichgewicht genannt wird. Die Wolkenoberkante, also das Ende des Luftaufstiegs befindet sich in der Höhe, in der die Strahlungsabkühlung deutlich schwächer wird, da es sozusagen ohne Strahlungsabkühlung auch keine Konvektion gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Claclap.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 2:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Zunahme der Wasserdampfaufnahmekapazität von Luft mit der Temperatur. Eine Variable für die y-Achse wäre bspw. die Sättigungsfeuchte.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Strahlungsabk.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 3:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Veränderung der tropischen Strahlungsabkühlung und Feuchtigkeit mit der Höhe im Klimawandel. &#039;&#039;&#039;Blau:&#039;&#039;&#039; Die spezifische Feuchtigkeit im aktuellen Klimasystem (durchgezogene Linie) und in einem erwärmten (gestrichelte Linie). &#039;&#039;&#039;Gelb:&#039;&#039;&#039; Strahlungsabkühlung im aktuellen Klimasystem (durchgezogene Linie) und in einem erwärmten (gestrichelte Linie). ]]&lt;br /&gt;
Die Strahlungsabkühlung hängt nun maßgeblich vom Wasserdampfgehalt ab, da Wasserdampf ein starker Emittent von langwelliger Strahlung ist. Der Wasserdampfgehalt ist wiederum nach der Clausis-Clapeyron-Gleichung stark Temperaturabhängig und nimmt deswegen mit der Höhe exponentiell ab (&#039;&#039;&#039;Abbildung 2&#039;&#039;&#039; zeigt skizzenhaft die Abhängigkeit von Wasserdampf von der Temperatur). In einer bestimmten Höhe, in der sich kaum mehr Wasserdampf befindet, nimmt folglich auch die Strahlungsabkühlung stark ab. In Modellexperimenten zeigt sich, dass die Strahlungsabkühlung immer dann deutlich ineffizient wird, wenn die Temperatur und damit der Wasserdampfgehalt einen bestimmten Wert unterschreiten. &#039;&#039;&#039;Abbildung 3&#039;&#039;&#039; zeigt den Zusammenhang von Strahlungsabkühlung und Wasserdampfgehalt skizzenhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommt es durch CO2 zu einer Erwärmung der Troposphäre, nimmt auch der mittlere Wassergehalt der oberen Troposphäre zu, sodass die Strahlungsabkühlung bis in eine höhere Schicht stattfindet. Das Aufsteigen und die Wolkenbildung passen sich dem an und erreichen ebenfalls eine höhere Schicht und zwar genau die, in der wieder die bestimmte Temperatur herrscht, ab der kaum mehr Wasserdampf vorhanden ist (Fixe Wolkenoberkantentemperatur oder „fixed anvil temperature“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Oberkantentemperatur entscheidet ebenfalls über die Gesamtstrahlungswirkung von Wolken. Würden die Wolken nicht auf eine Klimaerwärmung reagieren, wäre ihre Oberkante noch in der gleichen Höhe wie zuvor, welche durch die Klimaerwärmung wärmer wäre. So würden die Wolken in einem wärmeren Klima mit einer höheren Temperatur, und somit auch stärker in den Weltraum ausstrahlen. Die Anhebung der Wolkenoberkante in eine Höhe mit einer niedrigen Temperatur ist nun unsere Rückkopplung: Sie bewirkt eine Abschwächung der Ausstrahlung und somit verbleibt noch mehr Energie in der Troposphäre. Folglich ist sie positiv und eine Studie schätzt ihren Wert auf etwa 0.5 W/(m²K).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Iris Effekt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem wärmeren Klima berechnen einige Modelle eine Abnahme der Häufigkeit von tropischen hochreichenden, konvektiven Wolken wie Kumulonimbus Wolken bei einem gleichzeitigen Anstieg von trockenen Regionen mit Absinken. Einerseits erreicht in diesem Falle kurzwellige Sonnenstrahlung häufiger die Oberfläche und erwärmt diese stärker, was für eine positive Rückkopplung sprechen würde. Andererseits wird im wolkenfreien Bereich auch sehr viel mehr langwellige Strahlung in den Weltraum emittiert, denn es fehlen die Wolken, welche diese Strahlung absorbieren würden. Im Mittel gleichen sich diese Prozesse ungefähr aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Hartmann, D., Larson, K. (2002). An important constraint on tropical cloud - climate feedback. Geophysical Research Letters. Vol. 29, Issue 20. P. 12-1-12-4.&lt;br /&gt;
* Zelinka, M., Hartmann, D. (2010). Why is longwave cloud feedback positive? Journal of Geophysical Research: Atmospheres. Volume 115, Issue D16117&lt;br /&gt;
* Bony, S., Colman, R., Kattsov, V., Allan, R., Bretherton, C., Dufresne, J-L., Hall, A., Hallegatte, S., Holland, M., Ingram, W., Randall, D., Soden, B., Tselioudis, G. und Webb, M. (2006): How Well Do We Understand and Evaluate Climate Change Feedback Processes? Journal of Climate. Vol. 19. S.3445-3482.&lt;br /&gt;
* Vial, J., Dufresne, J-L., Bony, S. (2013). On the interpretation of inter-model spread in CMIP5 climate sensitivity estimates. Climate Dynamics. Vol. 41, Issue 11-12, S. 3339-3362. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Teil von=Rückkopplung&lt;br /&gt;
Teil von=Wolken&lt;br /&gt;
|verursacht=Klimasensitivität&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlung&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungshaushalt der Atmosphäre&lt;br /&gt;
|umfasst=Wolken im Klimasystem&lt;br /&gt;
|umfasst Prozess=Wasserkreislauf&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Troposphäre, Wolken, Strahlungshaushalt der Atmosphäre, Aerosole, Wasserkreislauf, Konvektion, Kondensation, Grundbegriffe&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaänderungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19368</id>
		<title>Wolkenrückkopplung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19368"/>
		<updated>2015-08-12T15:34:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wolken wirken sich stark und durch unterschiedliche Prozesse auf den [[Strahlungshaushalt]] des Klimasystems aus. Auf das aktuelle Klima wirken Wolken abkühlend mit einem [[Strahlungsantrieb]] von -20 W/m² am Oberrand der Atmosphäre durch Reflexion von [[Wolken|Sonnenstrahlen]]. Vergleicht man diesen Wert mit dem Strahlungsantrieb bei einer Verdoppelung von CO2, nämlich in etwa 4 W/m², so erkennt man, dass kleine Änderungen der Wolken dramatische Effekte auf das Klima haben können. Dementsprechend wichtig ist es, die Reaktion von Wolken auf eine eine Klimaerwärmung - also die Wolkenrückkopplung, zu kennen und ihre Größe zu bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bestimmung der Wolkenrückkopplung==&lt;br /&gt;
Ob eine Rückkopplung sich verstärkend oder abschwächend auswirkt, lässt sich [[Feedback|mit Klimamodellen berechnen]]. Die Reaktion sowohl des Bewölkungsgrad als auch der Eigenschaften von Wolken an sich auf eine bodennahe Temperaturänderung ist allerdings noch recht unklar. Die Großzahl der Modelle zeigt eine positive Rückkopplung - das heißt, Wolken verstärken die globale Erwärmung. Die Modelle weichen untereinander in der Größe aber stark ab. So macht die Wolkenrückkopplung den größten Anteil der Unsicherheit in der Bestimmung der Klimasensitivität aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unsicherheiten==&lt;br /&gt;
Die Unsicherheiten bei der Bestimmung der Wolkenrückkopplung werden Veränderungen im kurzwelligen Strahlungsbereich (Sonnenstrahlen) zugeschrieben. Modelle, welche weniger tiefe Bewölkung in der Zukunft berechnen, weisen gleichzeitig eine stärkere Erwärmung im 21. Jahrhundert auf, weil weniger kurzwellige Strahlung reflektiert wird. Genau so gibt es auch Modelle, die einen Anstieg der Fläche tiefer Wolkenschichten simulieren bei gleichzeitig geringerem Anstieg der Temperatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bekannte Mechanismen bei der Wolkenrückkopplung==&lt;br /&gt;
Wolkenauftreten ist maßgeblich gekoppelt an die mittleren Lufströmungen (Dynamik) der Troposphäre. Gerade in den Tropen ist bekannt, dass die Zirkulation über die Wolkenart und ihre Häufigkeit entscheidend ist. Daraus folgt, dass ein besseres Verständnis der Wolkenrückkopplung erzielt werden könnte, wenn man die Reaktion der tropischen Dynamik auf den Klimawandel besser verstehen würde. Vial: Die Tropen sind auch deshalb so wichtig, weil auf Grund ihrer großen Ausdehnung fast 50 Prozent des Feedbacks von ihnen ausgehen). Eine Theorie, wie in den Tropen auf regionaler Skala die Zirkulation Änderungen in der Bewölkung und in der Strahlungswirkung der Wolken hervorruft, ist der Iris Effekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in den Außertropen wird sich eine Veränderung in der Zirkulation auf die Bewölkung auswirken. Beispielsweise sehen viele Modelle eine vermehrte Sturmaktivität in einem Klima mit erhöhter Co2 Konzentration, welche unmittelbar mit dem mittleren Bewölkungsgrad zusammenhängt. Doch auch hier ist die genaue Wirkung auf die Wolken noch unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im langwelligen Strahlungsbereich sind die Modelle einig, dass die Wolkenrückkopplung positiv ist. Eine unterstützende Theorie dazu bildet die Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur. Im Folgenden werden diese Theorien erläutert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur===&lt;br /&gt;
[[Datei:TempGrad.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 1:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Temperaturabnahmen mit der Höhe für verschiedene Modellatmosphären mit Strahlung. &#039;&#039;&#039;Blau&#039;&#039;&#039;: Unbewegliche Troposphäre ohne Phasenumwandlung von Wasser. &#039;&#039;&#039;Rot&#039;&#039;&#039;: Bewegliche, also konvektive Atmosphäre ohne Phasenumwandlung von Wasser. &#039;&#039;&#039;Rot gestrichelt&#039;&#039;&#039;: Konvektive Atmosphäre mit Phasenumwandlung von Wasser.&lt;br /&gt;
Die tropische Atmosphäre ist wie eine konvektive Atmosphäre mit Kondensation geschichtet. Strahlung wirkt in dieser abkühlend hin zu der unbeweglich geschichteten Atmosphäre.]]&lt;br /&gt;
Eine Theorie besagt, dass die Temperatur an der Oberkante von hochreichenden Wolken in einem wärmeren Klima nicht von der Temperatur am Boden abhängt. Das bedeutet, dass sich die Wolkenoberkante in einem wärmeren Klima in einer größeren Höhe befände. Durch Strahlungsprozesse hätte dies eine positive Rückkopplung zur Folge. Der gesamte Mechanismus erklärt sich folgendermaßen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tropische Troposphäre lässt sich gut durch ein sogenanntes &#039;&#039;Strahlungs-konvektions-Gleichgewicht&#039;&#039; beschreiben. Stellen wir uns eine Troposphäre ohne Luftbewegung ([[Konvektion]]) oder Phasenumwandlungen von Wasser ([[latente Wärme]]) vor. In einer solchen würden hauptsächlich Strahlungsprozesse auf die Temperatur wirksam sein und  es würde sich ein Strahlungsgleichgewicht einstellen, in dem die Troposphäre kälter wäre, als sie es eigentlich ist. In der realen Troposphäre wirkt Strahlung folglich abkühlend in Richtung dieses Strahlungsgleichgewicht. Irgendwann wird jedoch in der realen Troposphäre Luftbewegung ausgelöst, welche netto Wärme niedrigerer Höhen in die obere Troposphäre transportiert. &#039;&#039;&#039;Abbildung 1&#039;&#039;&#039; zeigt skizzenhaft die Temperaturabnahme mit der Höhe für verschiedene Modellatmosphären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Luftbewegung zeichnet sich an den Orten in den Tropen, wo die Luft aufsteigt, durch hochreichende, die Troposphäre durchdringende Wolken aus (Damit am Boden nicht plötzlich Luft und damit Masse fehlt, muss Luft nachströmen und folglich an anderen Stellen absinken. Dieses Prinzip nennt sich Massenerhaltung und wird mathematisch durch die Kontinuitätsgleichung beschrieben). Im Mittel ergibt sich ein Ausgleich zwischen Strahlungsabkühlung und konvektiver Erwärmung, welches Strahlungs-konvektions-gleichgewicht genannt wird. Die Wolkenoberkante, also das Ende des Luftaufstiegs befindet sich in der Höhe, in der die Strahlungsabkühlung deutlich schwächer wird, da es sozusagen ohne Strahlungsabkühlung auch keine Konvektion gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Claclap.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 2:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Zunahme der Wasserdampfaufnahmekapazität von Luft mit der Temperatur. Eine Variable für die y-Achse wäre bspw. die Sättigungsfeuchte.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Strahlungsabk.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 3:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Veränderung der tropischen Strahlungsabkühlung und Feuchtigkeit mit der Höhe im Klimawandel. &#039;&#039;&#039;Blau:&#039;&#039;&#039; Die spezifische Feuchtigkeit im aktuellen Klimasystem (durchgezogene Linie) und in einem erwärmten (gestrichelte Linie). &#039;&#039;&#039;Gelb:&#039;&#039;&#039; Strahlungsabkühlung im aktuellen Klimasystem (durchgezogene Linie) und in einem erwärmten (gestrichelte Linie). ]]&lt;br /&gt;
Die Strahlungsabkühlung hängt nun maßgeblich vom Wasserdampfgehalt ab, da Wasserdampf ein starker Emittent von langwelliger Strahlung ist. Der Wasserdampfgehalt ist wiederum nach der Clausis-Clapeyron-Gleichung stark Temperaturabhängig und nimmt deswegen mit der Höhe exponentiell ab (&#039;&#039;&#039;Abbildung 2&#039;&#039;&#039; zeigt skizzenhaft die Abhängigkeit von Wasserdampf von der Temperatur). In einer bestimmten Höhe, in der sich kaum mehr Wasserdampf befindet, nimmt folglich auch die Strahlungsabkühlung stark ab. In Modellexperimenten zeigt sich, dass die Strahlungsabkühlung immer dann deutlich ineffizient wird, wenn die Temperatur und damit der Wasserdampfgehalt einen bestimmten Wert unterschreiten. &#039;&#039;&#039;Abbildung 3&#039;&#039;&#039; zeigt den Zusammenhang von Strahlungsabkühlung und Wasserdampfgehalt skizzenhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommt es durch CO2 zu einer Erwärmung der Troposphäre, nimmt auch der mittlere Wassergehalt der oberen Troposphäre zu, sodass die Strahlungsabkühlung bis in eine höhere Schicht stattfindet. Das Aufsteigen und die Wolkenbildung passen sich dem an und erreichen ebenfalls eine höhere Schicht und zwar genau die, in der wieder die bestimmte Temperatur herrscht, ab der kaum mehr Wasserdampf vorhanden ist (Fixe Wolkenoberkantentemperatur oder „fixed anvil temperature“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Oberkantentemperatur entscheidet ebenfalls über die Gesamtstrahlungswirkung von Wolken. Würden die Wolken nicht auf eine Klimaerwärmung reagieren, wäre ihre Oberkante noch in der gleichen Höhe wie zuvor, welche durch die Klimaerwärmung wärmer wäre. So würden die Wolken in einem wärmeren Klima mit einer höheren Temperatur, und somit auch stärker in den Weltraum ausstrahlen. Die Anhebung der Wolkenoberkante in eine Höhe mit einer niedrigen Temperatur ist nun unsere Rückkopplung: Sie bewirkt eine Abschwächung der Ausstrahlung und somit verbleibt noch mehr Energie in der Troposphäre. Folglich ist sie positiv und eine Studie schätzt ihren Wert auf etwa 0.5 W/(m²K).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Iris Effekt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem wärmeren Klima berechnen einige Modelle eine Abnahme der Häufigkeit von tropischen hochreichenden, konvektiven Wolken wie Kumulonimbus Wolken bei einem gleichzeitigen Anstieg von trockenen Regionen mit Absinken. Einerseits erreicht in diesem Falle kurzwellige Sonnenstrahlung häufiger die Oberfläche und erwärmt diese stärker, was für eine positive Rückkopplung sprechen würde. Andererseits wird im wolkenfreien Bereich auch sehr viel mehr langwellige Strahlung in den Weltraum emittiert, denn es fehlen die Wolken, welche diese Strahlung absorbieren würden. Im Mittel gleichen sich diese Prozesse ungefähr aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Hartmann, D., Larson, K. (2002). An important constraint on tropical cloud - climate feedback. Geophysical Research Letters. Vol. 29, Issue 20. P. 12-1-12-4.&lt;br /&gt;
* Zelinka, M., Hartmann, D. (2010). Why is longwave cloud feedback positive? Journal of Geophysical Research: Atmospheres. Volume 115, Issue D16117&lt;br /&gt;
* Bony, S., Colman, R., Kattsov, V., Allan, R., Bretherton, C., Dufresne, J-L., Hall, A., Hallegatte, S., Holland, M., Ingram, W., Randall, D., Soden, B., Tselioudis, G. und Webb, M. (2006): How Well Do We Understand and Evaluate Climate Change Feedback Processes? Journal of Climate. Vol. 19. S.3445-3482.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Teil von=Rückkopplung&lt;br /&gt;
Teil von=Wolken&lt;br /&gt;
|verursacht=Klimasensitivität&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlung&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungshaushalt der Atmosphäre&lt;br /&gt;
|umfasst=Wolken im Klimasystem&lt;br /&gt;
|umfasst Prozess=Wasserkreislauf&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Troposphäre, Wolken, Strahlungshaushalt der Atmosphäre, Aerosole, Wasserkreislauf, Konvektion, Kondensation, Grundbegriffe&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaänderungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19367</id>
		<title>Wolkenrückkopplung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19367"/>
		<updated>2015-08-12T15:34:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wolken wirken sich stark und durch unterschiedliche Prozesse auf den [[Strahlungshaushalt]] des Klimasystems aus. Auf das aktuelle Klima wirken Wolken abkühlend mit einem [[Strahlungsantrieb]] von -20 W/m² am Oberrand der Atmosphäre durch Reflexion von [[Wolken|Sonnenstrahlen]]. Vergleicht man diesen Wert mit dem Strahlungsantrieb bei einer Verdoppelung von CO2, nämlich in etwa 4 W/m², so erkennt man, dass kleine Änderungen der Wolken dramatische Effekte auf das Klima haben können. Dementsprechend wichtig ist es, die Reaktion von Wolken auf eine eine Klimaerwärmung - also die Wolkenrückkopplung, zu kennen und ihre Größe zu bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bestimmung der Wolkenrückkopplung==&lt;br /&gt;
Ob eine Rückkopplung sich verstärkend oder abschwächend auswirkt, lässt sich [[Feedback|mit Klimamodellen berechnen]]. Die Reaktion sowohl des Bewölkungsgrad als auch der Eigenschaften von Wolken an sich auf eine bodennahe Temperaturänderung ist allerdings noch recht unklar. Die Großzahl der Modelle zeigt eine positive Rückkopplung - das heißt, Wolken verstärken die globale Erwärmung. Die Modelle weichen untereinander in der Größe aber stark ab. So macht die Wolkenrückkopplung den größten Anteil der Unsicherheit in der Bestimmung der Klimasensitivität aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unsicherheiten==&lt;br /&gt;
Die Unsicherheiten bei der Bestimmung der Wolkenrückkopplung werden Veränderungen im kurzwelligen Strahlungsbereich (Sonnenstrahlen) zugeschrieben. Modelle, welche weniger tiefe Bewölkung in der Zukunft berechnen, weisen gleichzeitig eine stärkere Erwärmung im 21. Jahrhundert auf, weil weniger kurzwellige Strahlung reflektiert wird. Genau so gibt es auch Modelle, die einen Anstieg der Fläche tiefer Wolkenschichten simulieren bei gleichzeitig geringerem Anstieg der Temperatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bekannte Mechanismen bei der Wolkenrückkopplung==&lt;br /&gt;
Wolkenauftreten ist maßgeblich gekoppelt an die mittleren Lufströmungen (Dynamik) der Troposphäre. Gerade in den Tropen ist bekannt, dass die Zirkulation über die Wolkenart und ihre Häufigkeit entscheidend ist. Daraus folgt, dass ein besseres Verständnis der Wolkenrückkopplung erzielt werden könnte, wenn man die Reaktion der tropischen Dynamik auf den Klimawandel besser verstehen würde. Vial: Die Tropen sind auch deshalb so wichtig, weil auf Grund ihrer großen Ausdehnung fast 50 Prozent des Feedbacks von ihnen ausgehen). Eine Theorie, wie in den Tropen auf regionaler Skala die Zirkulation Änderungen in der Bewölkung und in der Strahlungswirkung der Wolken hervorruft, ist der Iris Effekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in den Außertropen wird sich eine Veränderung in der Zirkulation auf die Bewölkung auswirken. Beispielsweise sehen viele Modelle eine vermehrte Sturmaktivität in einem Klima mit erhöhter Co2 Konzentration, welche unmittelbar mit dem mittleren Bewölkungsgrad zusammenhängt. Doch auch hier ist die genaue Wirkung auf die Wolken noch unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im langwelligen Strahlungsbereich sind die Modelle einig, dass die Wolkenrückkopplung positiv ist. Eine unterstützende Theorie dazu bildet die Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur. Im Folgenden werden diese Theorien erläutert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur===&lt;br /&gt;
[[Datei:TempGrad.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 1:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Temperaturabnahmen mit der Höhe für verschiedene Modellatmosphären mit Strahlung. &#039;&#039;&#039;Blau&#039;&#039;&#039;: Unbewegliche Troposphäre ohne Phasenumwandlung von Wasser. &#039;&#039;&#039;Rot&#039;&#039;&#039;: Bewegliche, also konvektive Atmosphäre ohne Phasenumwandlung von Wasser. &#039;&#039;&#039;Rot gestrichelt&#039;&#039;&#039;: Konvektive Atmosphäre mit Phasenumwandlung von Wasser.&lt;br /&gt;
Die tropische Atmosphäre ist wie eine konvektive Atmosphäre mit Kondensation geschichtet. Strahlung wirkt in dieser abkühlend hin zu der unbeweglich geschichteten Atmosphäre.]]&lt;br /&gt;
Eine Theorie besagt, dass die Temperatur an der Oberkante von hochreichenden Wolken in einem wärmeren Klima nicht von der Temperatur am Boden abhängt. Das bedeutet, dass sich die Wolkenoberkante in einem wärmeren Klima in einer größeren Höhe befände. Durch Strahlungsprozesse hätte dies eine positive Rückkopplung zur Folge. Der gesamte Mechanismus erklärt sich folgendermaßen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tropische Troposphäre lässt sich gut durch ein sogenanntes &#039;&#039;Strahlungs-konvektions-Gleichgewicht&#039;&#039; beschreiben. Stellen wir uns eine Troposphäre ohne Luftbewegung ([[Konvektion]]) oder Phasenumwandlungen von Wasser ([[latente Wärme]]) vor. In einer solchen würden hauptsächlich Strahlungsprozesse auf die Temperatur wirksam sein und  es würde sich ein Strahlungsgleichgewicht einstellen, in dem die Troposphäre kälter wäre, als sie es eigentlich ist. In der realen Troposphäre wirkt Strahlung folglich abkühlend in Richtung dieses Strahlungsgleichgewicht. Irgendwann wird jedoch in der realen Troposphäre Luftbewegung ausgelöst, welche netto Wärme niedrigerer Höhen in die obere Troposphäre transportiert. &#039;&#039;&#039;Abbildung 1&#039;&#039;&#039; zeigt skizzenhaft die Temperaturabnahme mit der Höhe für verschiedene Modellatmosphären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Luftbewegung zeichnet sich an den Orten in den Tropen, wo die Luft aufsteigt, durch hochreichende, die Troposphäre durchdringende Wolken aus (Damit am Boden nicht plötzlich Luft und damit Masse fehlt, muss Luft nachströmen und folglich an anderen Stellen absinken. Dieses Prinzip nennt sich Massenerhaltung und wird mathematisch durch die Kontinuitätsgleichung beschrieben). Im Mittel ergibt sich ein Ausgleich zwischen Strahlungsabkühlung und konvektiver Erwärmung, welches Strahlungs-konvektions-gleichgewicht genannt wird. Die Wolkenoberkante, also das Ende des Luftaufstiegs befindet sich in der Höhe, in der die Strahlungsabkühlung deutlich schwächer wird, da es sozusagen ohne Strahlungsabkühlung auch keine Konvektion gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Claclap.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 2:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Zunahme der Wasserdampfaufnahmekapazität von Luft mit der Temperatur. Eine Variable für die y-Achse wäre bspw. die Sättigungsfeuchte.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Strahlungsabk.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 3:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Veränderung der tropischen Strahlungsabkühlung und Feuchtigkeit mit der Höhe im Klimawandel. &#039;&#039;&#039;Blau:&#039;&#039;&#039; Die spezifische Feuchtigkeit im aktuellen Klimasystem (durchgezogene Linie) und in einem erwärmten (gestrichelte Linie). &#039;&#039;&#039;Gelb:&#039;&#039;&#039; Strahlungsabkühlung im aktuellen Klimasystem (durchgezogene Linie) und in einem erwärmten (gestrichelte Linie). ]]&lt;br /&gt;
Die Strahlungsabkühlung hängt nun maßgeblich vom Wasserdampfgehalt ab, da Wasserdampf ein starker Emittent von langwelliger Strahlung ist. Der Wasserdampfgehalt ist wiederum nach der Clausis-Clapeyron-Gleichung stark Temperaturabhängig und nimmt deswegen mit der Höhe exponentiell ab (&#039;&#039;&#039;Abbildung 2&#039;&#039;&#039; zeigt skizzenhaft die Abhängigkeit von Wasserdampf von der Temperatur). In einer bestimmten Höhe, in der sich kaum mehr Wasserdampf befindet, nimmt folglich auch die Strahlungsabkühlung stark ab. In Modellexperimenten zeigt sich, dass die Strahlungsabkühlung immer dann deutlich ineffizient wird, wenn die Temperatur und damit der Wasserdampfgehalt einen bestimmten Wert unterschreiten. &#039;&#039;&#039;Abbildung 3&#039;&#039;&#039; zeigt den Zusammenhang von Strahlungsabkühlung und Wasserdampfgehalt skizzenhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommt es durch CO2 zu einer Erwärmung der Troposphäre, nimmt auch der mittlere Wassergehalt der oberen Troposphäre zu, sodass die Strahlungsabkühlung bis in eine höhere Schicht stattfindet. Das Aufsteigen und die Wolkenbildung passen sich dem an und erreichen ebenfalls eine höhere Schicht und zwar genau die, in der wieder die bestimmte Temperatur herrscht, ab der kaum mehr Wasserdampf vorhanden ist (Fixe Wolkenoberkantentemperatur oder „fixed anvil temperature“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Oberkantentemperatur entscheidet ebenfalls über die Gesamtstrahlungswirkung von Wolken. Würden die Wolken nicht auf eine Klimaerwärmung reagieren, wäre ihre Oberkante noch in der gleichen Höhe wie zuvor, welche durch die Klimaerwärmung wärmer wäre. So würden die Wolken in einem wärmeren Klima mit einer höheren Temperatur, und somit auch stärker in den Weltraum ausstrahlen. Die Anhebung der Wolkenoberkante in eine Höhe mit einer niedrigen Temperatur ist nun unsere Rückkopplung: Sie bewirkt eine Abschwächung der Ausstrahlung und somit verbleibt noch mehr Energie in der Troposphäre. Folglich ist sie positiv und eine Studie schätzt ihren Wert auf etwa 0.5 W/(m²K).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Iris Effekt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem wärmeren Klima berechnen einige Modelle eine Abnahme der Häufigkeit von tropischen hochreichenden, konvektiven Wolken wie Kumulonimbus Wolken bei einem gleichzeitigen Anstieg von trockenen Regionen mit Absinken. Einerseits erreicht in diesem Falle kurzwellige Sonnenstrahlung häufiger die Oberfläche und erwärmt diese stärker, was für eine positive Rückkopplung sprechen würde. Andererseits wird im wolkenfreien Bereich auch sehr viel mehr langwellige Strahlung in den Weltraum emittiert, denn es fehlen die Wolken, welche diese Strahlung absorbieren würden. Im Mittel gleichen sich diese Prozesse ungefähr aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Hartmann, D., Larson, K. (2002). An important constraint on tropical cloud - climate feedback. Geophysical Research Letters. Vol. 29, Issue 20. P. 12-1-12-4.&lt;br /&gt;
* Zelinka, M., Hartmann, D. (2010). Why is longwave cloud feedback positive? Journal of Geophysical Research: Atmospheres. Volume 115, Issue D16117&lt;br /&gt;
* Bony, S., Colman, R., Kattsov, V., Allan, R., Bretherton, C., Dufresne, J-L., Hall, A., Hallegatte, S., Holland, M., Ingram, W., Randall, D., Soden, B., Tselioudis, G. und Webb, M. (2006):&lt;br /&gt;
How Well Do We Understand and Evaluate Climate Change Feedback Processes? Journal of Climate. Vol. 19. S.3445-3482.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Teil von=Rückkopplung&lt;br /&gt;
Teil von=Wolken&lt;br /&gt;
|verursacht=Klimasensitivität&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlung&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungshaushalt der Atmosphäre&lt;br /&gt;
|umfasst=Wolken im Klimasystem&lt;br /&gt;
|umfasst Prozess=Wasserkreislauf&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Troposphäre, Wolken, Strahlungshaushalt der Atmosphäre, Aerosole, Wasserkreislauf, Konvektion, Kondensation, Grundbegriffe&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaänderungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19366</id>
		<title>Wolkenrückkopplung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19366"/>
		<updated>2015-08-12T15:22:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wolken wirken sich stark und durch unterschiedliche Prozesse auf den [[Strahlungshaushalt]] des Klimasystems aus. (Zelinka, 2010: Auf das aktuelle Klima wirken Wolken abkühlend mit einem [[Strahlungsantrieb]] von -20 W/m² am Oberrand der Atmosphäre durch Reflexion von [[Wolken|Sonnenstrahlen]]. Vergleicht man diesen Wert mit dem Strahlungsantrieb bei einer Verdoppelung von CO2, nämlich in etwa 4 W/m², so erkennt man, dass kleine Änderungen der Wolken dramatische Effekte auf das Klima haben können.) Dementsprechend wichtig ist es, die Reaktion von Wolken auf eine eine Klimaerwärmung - also die Wolkenrückkopplung, zu kennen und ihre Größe zu bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bestimmung der Wolkenrückkopplung==&lt;br /&gt;
Ob eine Rückkopplung sich verstärkend oder abschwächend auswirkt, lässt sich [[Feedback|mit Klimamodellen berechnen]]. Die Reaktion sowohl des Bewölkungsgrad als auch der Eigenschaften von Wolken an sich auf eine bodennahe Temperaturänderung ist allerdings noch recht unklar. Die Großzahl der Modelle zeigt eine positive Rückkopplung - das heißt, Wolken verstärken die globale Erwärmung. Die Modelle weichen untereinander in der Größe aber stark ab. So macht die Wolkenrückkopplung den größten Anteil der Unsicherheit in der Bestimmung der Klimasensitivität aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unsicherheiten==&lt;br /&gt;
(Zelinka, 2010): Die Unsicherheiten bei der Bestimmung der Wolkenrückkopplung werden Veränderungen im kurzwelligen Strahlungsbereich (Sonnenstrahlen) zugeschrieben. Modelle, welche weniger tiefe Bewölkung in der Zukunft berechnen, weisen gleichzeitig eine stärkere Erwärmung im 21. Jahrhundert auf, weil weniger kurzwellige Strahlung reflektiert wird. Genau so gibt es auch Modelle, die einen Anstieg der Fläche tiefer Wolkenschichten simulieren bei gleichzeitig geringerem Anstieg der Temperatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bekannte Mechanismen bei der Wolkenrückkopplung==&lt;br /&gt;
Wolkenauftreten ist maßgeblich gekoppelt an die mittleren Lufströmungen (Dynamik) der Troposphäre. Gerade in den Tropen ist bekannt, dass die Zirkulation über die Wolkenart und ihre Häufigkeit entscheidend ist. Daraus folgt, dass ein besseres Verständnis der Wolkenrückkopplung erzielt werden könnte, wenn man die Reaktion der tropischen Dynamik auf den Klimawandel besser verstehen würde. Vial: Die Tropen sind auch deshalb so wichtig, weil auf Grund ihrer großen Ausdehnung fast 50 Prozent des Feedbacks von ihnen ausgehen). Eine Theorie, wie in den Tropen auf regionaler Skala die Zirkulation Änderungen in der Bewölkung und in der Strahlungswirkung der Wolken hervorruft, ist der Iris Effekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in den Außertropen wird sich eine Veränderung in der Zirkulation auf die Bewölkung auswirken. Beispielsweise sehen viele Modelle eine vermehrte Sturmaktivität in einem Klima mit erhöhter Co2 Konzentration, welche unmittelbar mit dem mittleren Bewölkungsgrad zusammenhängt. Doch auch hier ist die genaue Wirkung auf die Wolken noch unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im langwelligen Strahlungsbereich sind die Modelle einig, dass die Wolkenrückkopplung positiv ist. Eine unterstützende Theorie dazu bildet die Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur. Im Folgenden werden diese Theorien erläutert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur===&lt;br /&gt;
[[Datei:TempGrad.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 1:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Temperaturabnahmen mit der Höhe für verschiedene Modellatmosphären mit Strahlung. &#039;&#039;&#039;Blau&#039;&#039;&#039;: Unbewegliche Troposphäre ohne Phasenumwandlung von Wasser. &#039;&#039;&#039;Rot&#039;&#039;&#039;: Bewegliche, also konvektive Atmosphäre ohne Phasenumwandlung von Wasser. &#039;&#039;&#039;Rot gestrichelt&#039;&#039;&#039;: Konvektive Atmosphäre mit Phasenumwandlung von Wasser.&lt;br /&gt;
Die tropische Atmosphäre ist wie eine konvektive Atmosphäre mit Kondensation geschichtet. Strahlung wirkt in dieser abkühlend hin zu der unbeweglich geschichteten Atmosphäre.]]&lt;br /&gt;
(Zelinka, 2010): Eine Theorie besagt, dass die Temperatur an der Oberkante von hochreichenden Wolken in einem wärmeren Klima nicht von der Temperatur am Boden abhängt. Das bedeutet, dass sich die Wolkenoberkante in einem wärmeren Klima in einer größeren Höhe befände. (Hartmann &amp;amp; Larson, 2002). Durch Strahlungsprozesse hätte dies eine positive Rückkopplung zur Folge. Der gesamte Mechanismus erklärt sich folgendermaßen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tropische Troposphäre lässt sich gut durch ein sogenanntes &#039;&#039;Strahlungs-konvektions-Gleichgewicht&#039;&#039; beschreiben. Stellen wir uns eine Troposphäre ohne Luftbewegung ([[Konvektion]]) oder Phasenumwandlungen von Wasser ([[latente Wärme]]) vor. In einer solchen würden hauptsächlich Strahlungsprozesse auf die Temperatur wirksam sein und  es würde sich ein Strahlungsgleichgewicht einstellen, in dem die Troposphäre kälter wäre, als sie es eigentlich ist. In der realen Troposphäre wirkt Strahlung folglich abkühlend in Richtung dieses Strahlungsgleichgewicht. Irgendwann wird jedoch in der realen Troposphäre Luftbewegung ausgelöst, welche netto Wärme niedrigerer Höhen in die obere Troposphäre transportiert. &#039;&#039;&#039;Abbildung 1&#039;&#039;&#039; zeigt skizzenhaft die Temperaturabnahme mit der Höhe für verschiedene Modellatmosphären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Luftbewegung zeichnet sich an den Orten in den Tropen, wo die Luft aufsteigt, durch hochreichende, die Troposphäre durchdringende Wolken aus (Damit am Boden nicht plötzlich Luft und damit Masse fehlt, muss Luft nachströmen und folglich an anderen Stellen absinken. Dieses Prinzip nennt sich Massenerhaltung und wird mathematisch durch die Kontinuitätsgleichung beschrieben). Im Mittel ergibt sich ein Ausgleich zwischen Strahlungsabkühlung und konvektiver Erwärmung, welches Strahlungs-konvektions-gleichgewicht genannt wird. Die Wolkenoberkante, also das Ende des Luftaufstiegs befindet sich in der Höhe, in der die Strahlungsabkühlung deutlich schwächer wird, da es sozusagen ohne Strahlungsabkühlung auch keine Konvektion gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Claclap.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 2:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Zunahme der Wasserdampfaufnahmekapazität von Luft mit der Temperatur. Eine Variable für die y-Achse wäre bspw. die Sättigungsfeuchte.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Strahlungsabk.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 3:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Veränderung der tropischen Strahlungsabkühlung und Feuchtigkeit mit der Höhe im Klimawandel. &#039;&#039;&#039;Blau:&#039;&#039;&#039; Die spezifische Feuchtigkeit im aktuellen Klimasystem (durchgezogene Linie) und in einem erwärmten (gestrichelte Linie). &#039;&#039;&#039;Gelb:&#039;&#039;&#039; Strahlungsabkühlung im aktuellen Klimasystem (durchgezogene Linie) und in einem erwärmten (gestrichelte Linie). ]]&lt;br /&gt;
Die Strahlungsabkühlung hängt nun maßgeblich vom Wasserdampfgehalt ab, da Wasserdampf ein starker Emittent von langwelliger Strahlung ist. Der Wasserdampfgehalt ist wiederum nach der Clausis-Clapeyron-Gleichung stark Temperaturabhängig und nimmt deswegen mit der Höhe exponentiell ab (&#039;&#039;&#039;Abbildung 2&#039;&#039;&#039; zeigt skizzenhaft die Abhängigkeit von Wasserdampf von der Temperatur). In einer bestimmten Höhe, in der sich kaum mehr Wasserdampf befindet, nimmt folglich auch die Strahlungsabkühlung stark ab. In Modellexperimenten zeigt sich, dass die Strahlungsabkühlung immer dann deutlich ineffizient wird, wenn die Temperatur und damit der Wasserdampfgehalt einen bestimmten Wert unterschreiten. &#039;&#039;&#039;Abbildung 3&#039;&#039;&#039; zeigt den Zusammenhang von Strahlungsabkühlung und Wasserdampfgehalt skizzenhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommt es durch CO2 zu einer Erwärmung der Troposphäre, nimmt auch der mittlere Wassergehalt der oberen Troposphäre zu, sodass die Strahlungsabkühlung bis in eine höhere Schicht stattfindet. Das Aufsteigen und die Wolkenbildung passen sich dem an und erreichen ebenfalls eine höhere Schicht und zwar genau die, in der wieder die bestimmte Temperatur herrscht, ab der kaum mehr Wasserdampf vorhanden ist (Fixe Wolkenoberkantentemperatur oder „fixed anvil temperature“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Oberkantentemperatur entscheidet ebenfalls über die Gesamtstrahlungswirkung von Wolken. Würden die Wolken nicht auf eine Klimaerwärmung reagieren, wäre ihre Oberkante noch in der gleichen Höhe wie zuvor, welche durch die Klimaerwärmung wärmer wäre. So würden die Wolken in einem wärmeren Klima mit einer höheren Temperatur, und somit auch stärker in den Weltraum ausstrahlen. Die Anhebung der Wolkenoberkante in eine Höhe mit einer niedrigen Temperatur ist nun unsere Rückkopplung: Sie bewirkt eine Abschwächung der Ausstrahlung und somit verbleibt noch mehr Energie in der Troposphäre. Folglich ist sie positiv und eine Studie schätzt ihren Wert auf etwa 0.5 W/(m²K).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Iris Effekt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem wärmeren Klima berechnen einige Modelle eine Abnahme der Häufigkeit von tropischen hochreichenden, konvektiven Wolken wie Kumulonimbus Wolken bei einem gleichzeitigen Anstieg von trockenen Regionen mit Absinken. Einerseits erreicht in diesem Falle kurzwellige Sonnenstrahlung häufiger die Oberfläche und erwärmt diese stärker, was für eine positive Rückkopplung sprechen würde. Andererseits wird im wolkenfreien Bereich auch sehr viel mehr langwellige Strahlung in den Weltraum emittiert, denn es fehlen die Wolken, welche diese Strahlung absorbieren würden. Im Mittel gleichen sich diese Prozesse ungefähr aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzhinweis ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
Teil von=Rückkopplung&lt;br /&gt;
Teil von=Wolken&lt;br /&gt;
|verursacht=Klimasensitivität&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlung&lt;br /&gt;
|beeinflusst=Strahlungshaushalt der Atmosphäre&lt;br /&gt;
|umfasst=Wolken im Klimasystem&lt;br /&gt;
|umfasst Prozess=Wasserkreislauf&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt;DBS-Wiki-KW, Troposphäre, Wolken, Strahlungshaushalt der Atmosphäre, Aerosole, Wasserkreislauf, Konvektion, Kondensation, Grundbegriffe&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaänderungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19365</id>
		<title>Wolkenrückkopplung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19365"/>
		<updated>2015-08-12T15:16:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: /* Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wolken wirken sich stark und durch unterschiedliche Prozesse auf den [[Strahlungshaushalt]] des Klimasystems aus. (Zelinka, 2010: Auf das aktuelle Klima wirken Wolken abkühlend mit einem [[Strahlungsantrieb]] von -20 W/m² am Oberrand der Atmosphäre durch Reflexion von [[Wolken|Sonnenstrahlen]]. Vergleicht man diesen Wert mit dem Strahlungsantrieb bei einer Verdoppelung von CO2, nämlich in etwa 4 W/m², so erkennt man, dass kleine Änderungen der Wolken dramatische Effekte auf das Klima haben können.) Dementsprechend wichtig ist es, die Reaktion von Wolken auf eine eine Klimaerwärmung - also die Wolkenrückkopplung, zu kennen und ihre Größe zu bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bestimmung der Wolkenrückkopplung==&lt;br /&gt;
Ob eine Rückkopplung sich verstärkend oder abschwächend auswirkt, lässt sich [[Feedback|mit Klimamodellen berechnen]]. Die Reaktion sowohl des Bewölkungsgrad als auch der Eigenschaften von Wolken an sich auf eine bodennahe Temperaturänderung ist allerdings noch recht unklar. Die Großzahl der Modelle zeigt eine positive Rückkopplung - das heißt, Wolken verstärken die globale Erwärmung. Die Modelle weichen untereinander in der Größe aber stark ab. So macht die Wolkenrückkopplung den größten Anteil der Unsicherheit in der Bestimmung der Klimasensitivität aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unsicherheiten==&lt;br /&gt;
(Zelinka, 2010): Die Unsicherheiten bei der Bestimmung der Wolkenrückkopplung werden Veränderungen im kurzwelligen Strahlungsbereich (Sonnenstrahlen) zugeschrieben. Modelle, welche weniger tiefe Bewölkung in der Zukunft berechnen, weisen gleichzeitig eine stärkere Erwärmung im 21. Jahrhundert auf, weil weniger kurzwellige Strahlung reflektiert wird. Genau so gibt es auch Modelle, die einen Anstieg der Fläche tiefer Wolkenschichten simulieren bei gleichzeitig geringerem Anstieg der Temperatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bekannte Mechanismen bei der Wolkenrückkopplung==&lt;br /&gt;
Wolkenauftreten ist maßgeblich gekoppelt an die mittleren Lufströmungen (Dynamik) der Troposphäre. Gerade in den Tropen ist bekannt, dass die Zirkulation über die Wolkenart und ihre Häufigkeit entscheidend ist. Daraus folgt, dass ein besseres Verständnis der Wolkenrückkopplung erzielt werden könnte, wenn man die Reaktion der tropischen Dynamik auf den Klimawandel besser verstehen würde. Vial: Die Tropen sind auch deshalb so wichtig, weil auf Grund ihrer großen Ausdehnung fast 50 Prozent des Feedbacks von ihnen ausgehen). Eine Theorie, wie in den Tropen auf regionaler Skala die Zirkulation Änderungen in der Bewölkung und in der Strahlungswirkung der Wolken hervorruft, ist der Iris Effekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in den Außertropen wird sich eine Veränderung in der Zirkulation auf die Bewölkung auswirken. Beispielsweise sehen viele Modelle eine vermehrte Sturmaktivität in einem Klima mit erhöhter Co2 Konzentration, welche unmittelbar mit dem mittleren Bewölkungsgrad zusammenhängt. Doch auch hier ist die genaue Wirkung auf die Wolken noch unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im langwelligen Strahlungsbereich sind die Modelle einig, dass die Wolkenrückkopplung positiv ist. Eine unterstützende Theorie dazu bildet die Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur. Im Folgenden werden diese Theorien erläutert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur===&lt;br /&gt;
[[Datei:TempGrad.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 1:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Temperaturabnahmen mit der Höhe für verschiedene Modellatmosphären mit Strahlung. &#039;&#039;&#039;Blau&#039;&#039;&#039;: Unbewegliche Troposphäre ohne Phasenumwandlung von Wasser. &#039;&#039;&#039;Rot&#039;&#039;&#039;: Bewegliche, also konvektive Atmosphäre ohne Phasenumwandlung von Wasser. &#039;&#039;&#039;Rot gestrichelt&#039;&#039;&#039;: Konvektive Atmosphäre mit Phasenumwandlung von Wasser.&lt;br /&gt;
Die tropische Atmosphäre ist wie eine konvektive Atmosphäre mit Kondensation geschichtet. Strahlung wirkt in dieser abkühlend hin zu der unbeweglich geschichteten Atmosphäre.]]&lt;br /&gt;
(Zelinka, 2010): Eine Theorie besagt, dass die Temperatur an der Oberkante von hochreichenden Wolken in einem wärmeren Klima nicht von der Temperatur am Boden abhängt. Das bedeutet, dass sich die Wolkenoberkante in einem wärmeren Klima in einer größeren Höhe befände. (Hartmann &amp;amp; Larson, 2002). Durch Strahlungsprozesse hätte dies eine positive Rückkopplung zur Folge. Der gesamte Mechanismus erklärt sich folgendermaßen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tropische Troposphäre lässt sich gut durch ein sogenanntes &#039;&#039;Strahlungs-konvektions-Gleichgewicht&#039;&#039; beschreiben. Stellen wir uns eine Troposphäre ohne Luftbewegung ([[Konvektion]]) oder Phasenumwandlungen von Wasser ([[latente Wärme]]) vor. In einer solchen würden hauptsächlich Strahlungsprozesse auf die Temperatur wirksam sein und  es würde sich ein Strahlungsgleichgewicht einstellen, in dem die Troposphäre kälter wäre, als sie es eigentlich ist. In der realen Troposphäre wirkt Strahlung folglich abkühlend in Richtung dieses Strahlungsgleichgewicht. Irgendwann wird jedoch in der realen Troposphäre Luftbewegung ausgelöst, welche netto Wärme niedrigerer Höhen in die obere Troposphäre transportiert. &#039;&#039;&#039;Abbildung 1&#039;&#039;&#039; zeigt skizzenhaft die Temperaturabnahme mit der Höhe für verschiedene Modellatmosphären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Luftbewegung zeichnet sich an den Orten in den Tropen, wo die Luft aufsteigt, durch hochreichende, die Troposphäre durchdringende Wolken aus (Damit am Boden nicht plötzlich Luft und damit Masse fehlt, muss Luft nachströmen und folglich an anderen Stellen absinken. Dieses Prinzip nennt sich Massenerhaltung und wird mathematisch durch die Kontinuitätsgleichung beschrieben). Im Mittel ergibt sich ein Ausgleich zwischen Strahlungsabkühlung und konvektiver Erwärmung, welches Strahlungs-konvektions-gleichgewicht genannt wird. Die Wolkenoberkante, also das Ende des Luftaufstiegs befindet sich in der Höhe, in der die Strahlungsabkühlung deutlich schwächer wird, da es sozusagen ohne Strahlungsabkühlung auch keine Konvektion gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Claclap.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 2:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Zunahme der Wasserdampfaufnahmekapazität von Luft mit der Temperatur. Eine Variable für die y-Achse wäre bspw. die Sättigungsfeuchte.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Strahlungsabk.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 3:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Veränderung der tropischen Strahlungsabkühlung und Feuchtigkeit mit der Höhe im Klimawandel. &#039;&#039;&#039;Blau:&#039;&#039;&#039; Die spezifische Feuchtigkeit im aktuellen Klimasystem (durchgezogene Linie) und in einem erwärmten (gestrichelte Linie). &#039;&#039;&#039;Gelb:&#039;&#039;&#039; Strahlungsabkühlung im aktuellen Klimasystem (durchgezogene Linie) und in einem erwärmten (gestrichelte Linie). ]]&lt;br /&gt;
Die Strahlungsabkühlung hängt nun maßgeblich vom Wasserdampfgehalt ab, da Wasserdampf ein starker Emittent von langwelliger Strahlung ist. Der Wasserdampfgehalt ist wiederum nach der Clausis-Clapeyron-Gleichung stark Temperaturabhängig und nimmt deswegen mit der Höhe exponentiell ab (&#039;&#039;&#039;Abbildung 2&#039;&#039;&#039; zeigt skizzenhaft die Abhängigkeit von Wasserdampf von der Temperatur). In einer bestimmten Höhe, in der sich kaum mehr Wasserdampf befindet, nimmt folglich auch die Strahlungsabkühlung stark ab. In Modellexperimenten zeigt sich, dass die Strahlungsabkühlung immer dann deutlich ineffizient wird, wenn die Temperatur und damit der Wasserdampfgehalt einen bestimmten Wert unterschreiten. &#039;&#039;&#039;Abbildung 3&#039;&#039;&#039; zeigt den Zusammenhang von Strahlungsabkühlung und Wasserdampfgehalt skizzenhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommt es durch CO2 zu einer Erwärmung der Troposphäre, nimmt auch der mittlere Wassergehalt der oberen Troposphäre zu, sodass die Strahlungsabkühlung bis in eine höhere Schicht stattfindet. Das Aufsteigen und die Wolkenbildung passen sich dem an und erreichen ebenfalls eine höhere Schicht und zwar genau die, in der wieder die bestimmte Temperatur herrscht, ab der kaum mehr Wasserdampf vorhanden ist (Fixe Wolkenoberkantentemperatur oder „fixed anvil temperature“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Oberkantentemperatur entscheidet ebenfalls über die Gesamtstrahlungswirkung von Wolken. Würden die Wolken nicht auf eine Klimaerwärmung reagieren, wäre ihre Oberkante noch in der gleichen Höhe wie zuvor, welche durch die Klimaerwärmung wärmer wäre. So würden die Wolken in einem wärmeren Klima mit einer höheren Temperatur, und somit auch stärker in den Weltraum ausstrahlen. Die Anhebung der Wolkenoberkante in eine Höhe mit einer niedrigen Temperatur ist nun unsere Rückkopplung: Sie bewirkt eine Abschwächung der Ausstrahlung und somit verbleibt noch mehr Energie in der Troposphäre. Folglich ist sie positiv und eine Studie schätzt ihren Wert auf etwa 0.5 W/(m²K).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Iris Effekt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem wärmeren Klima berechnen einige Modelle eine Abnahme der Häufigkeit von tropischen hochreichenden, konvektiven Wolken wie Kumulonimbus Wolken bei einem gleichzeitigen Anstieg von trockenen Regionen mit Absinken. Einerseits erreicht in diesem Falle kurzwellige Sonnenstrahlung häufiger die Oberfläche und erwärmt diese stärker, was für eine positive Rückkopplung sprechen würde. Andererseits wird im wolkenfreien Bereich auch sehr viel mehr langwellige Strahlung in den Weltraum emittiert, denn es fehlen die Wolken, welche diese Strahlung absorbieren würden. Im Mittel gleichen sich diese Prozesse ungefähr aus.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19364</id>
		<title>Wolkenrückkopplung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Wolkenr%C3%BCckkopplung&amp;diff=19364"/>
		<updated>2015-08-12T15:16:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: Die Seite wurde neu angelegt: „Wolken wirken sich stark und durch unterschiedliche Prozesse auf den Strahlungshaushalt des Klimasystems aus. (Zelinka, 2010: Auf das aktuelle Klima wirken…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wolken wirken sich stark und durch unterschiedliche Prozesse auf den [[Strahlungshaushalt]] des Klimasystems aus. (Zelinka, 2010: Auf das aktuelle Klima wirken Wolken abkühlend mit einem [[Strahlungsantrieb]] von -20 W/m² am Oberrand der Atmosphäre durch Reflexion von [[Wolken|Sonnenstrahlen]]. Vergleicht man diesen Wert mit dem Strahlungsantrieb bei einer Verdoppelung von CO2, nämlich in etwa 4 W/m², so erkennt man, dass kleine Änderungen der Wolken dramatische Effekte auf das Klima haben können.) Dementsprechend wichtig ist es, die Reaktion von Wolken auf eine eine Klimaerwärmung - also die Wolkenrückkopplung, zu kennen und ihre Größe zu bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bestimmung der Wolkenrückkopplung==&lt;br /&gt;
Ob eine Rückkopplung sich verstärkend oder abschwächend auswirkt, lässt sich [[Feedback|mit Klimamodellen berechnen]]. Die Reaktion sowohl des Bewölkungsgrad als auch der Eigenschaften von Wolken an sich auf eine bodennahe Temperaturänderung ist allerdings noch recht unklar. Die Großzahl der Modelle zeigt eine positive Rückkopplung - das heißt, Wolken verstärken die globale Erwärmung. Die Modelle weichen untereinander in der Größe aber stark ab. So macht die Wolkenrückkopplung den größten Anteil der Unsicherheit in der Bestimmung der Klimasensitivität aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unsicherheiten==&lt;br /&gt;
(Zelinka, 2010): Die Unsicherheiten bei der Bestimmung der Wolkenrückkopplung werden Veränderungen im kurzwelligen Strahlungsbereich (Sonnenstrahlen) zugeschrieben. Modelle, welche weniger tiefe Bewölkung in der Zukunft berechnen, weisen gleichzeitig eine stärkere Erwärmung im 21. Jahrhundert auf, weil weniger kurzwellige Strahlung reflektiert wird. Genau so gibt es auch Modelle, die einen Anstieg der Fläche tiefer Wolkenschichten simulieren bei gleichzeitig geringerem Anstieg der Temperatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bekannte Mechanismen bei der Wolkenrückkopplung==&lt;br /&gt;
Wolkenauftreten ist maßgeblich gekoppelt an die mittleren Lufströmungen (Dynamik) der Troposphäre. Gerade in den Tropen ist bekannt, dass die Zirkulation über die Wolkenart und ihre Häufigkeit entscheidend ist. Daraus folgt, dass ein besseres Verständnis der Wolkenrückkopplung erzielt werden könnte, wenn man die Reaktion der tropischen Dynamik auf den Klimawandel besser verstehen würde. Vial: Die Tropen sind auch deshalb so wichtig, weil auf Grund ihrer großen Ausdehnung fast 50 Prozent des Feedbacks von ihnen ausgehen). Eine Theorie, wie in den Tropen auf regionaler Skala die Zirkulation Änderungen in der Bewölkung und in der Strahlungswirkung der Wolken hervorruft, ist der Iris Effekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in den Außertropen wird sich eine Veränderung in der Zirkulation auf die Bewölkung auswirken. Beispielsweise sehen viele Modelle eine vermehrte Sturmaktivität in einem Klima mit erhöhter Co2 Konzentration, welche unmittelbar mit dem mittleren Bewölkungsgrad zusammenhängt. Doch auch hier ist die genaue Wirkung auf die Wolken noch unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im langwelligen Strahlungsbereich sind die Modelle einig, dass die Wolkenrückkopplung positiv ist. Eine unterstützende Theorie dazu bildet die Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur. Im Folgenden werden diese Theorien erläutert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Theorie der fixen Wolkenoberkantentemperatur===&lt;br /&gt;
[[Datei:TempGrad.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 1:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Temperaturabnahmen mit der Höhe für verschiedene Modellatmosphären mit Strahlung. &#039;&#039;&#039;Blau&#039;&#039;&#039;: Unbewegliche Troposphäre ohne Phasenumwandlung von Wasser. &#039;&#039;&#039;Rot&#039;&#039;&#039;: Bewegliche, also konvektive Atmosphäre ohne Phasenumwandlung von Wasser. &#039;&#039;&#039;Rot gestrichelt&#039;&#039;&#039;: Konvektive Atmosphäre mit Phasenumwandlung von Wasser.&lt;br /&gt;
Die tropische Atmosphäre ist wie eine konvektive Atmosphäre mit Kondensation geschichtet. Strahlung wirkt in dieser abkühlend hin zu der unbeweglich geschichteten Atmosphäre.]]&lt;br /&gt;
(Zelinka, 2010): Eine Theorie besagt, dass die Temperatur an der Oberkante von hochreichenden Wolken in einem wärmeren Klima nicht von der Temperatur am Boden abhängt. Das bedeutet, dass sich die Wolkenoberkante in einem wärmeren Klima in einer größeren Höhe befände. (Hartmann &amp;amp; Larson, 2002). Durch Strahlungsprozesse hätte dies eine positive Rückkopplung zur Folge. Der gesamte Mechanismus erklärt sich folgendermaßen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tropische Troposphäre lässt sich gut durch ein sogenanntes &#039;&#039;Strahlungs-konvektions-Gleichgewicht&#039;&#039; beschreiben. Stellen wir uns eine Troposphäre ohne Luftbewegung ([[Konvektion]]) oder Phasenumwandlungen von Wasser ([[latente Wärme]]) vor. In einer solchen würden hauptsächlich Strahlungsprozesse auf die Temperatur wirksam sein und  es würde sich ein Strahlungsgleichgewicht einstellen, in dem die Troposphäre kälter wäre, als sie es eigentlich ist. In der realen Troposphäre wirkt Strahlung folglich abkühlend in Richtung dieses Strahlungsgleichgewicht. Irgendwann wird jedoch in der realen Troposphäre Luftbewegung ausgelöst, welche netto Wärme niedrigerer Höhen in die obere Troposphäre transportiert. &#039;&#039;&#039;Abbildung 1&#039;&#039;&#039; zeigt skizzenhaft die Temperaturabnahme mit der Höhe für verschiedene Modellatmosphären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Luftbewegung zeichnet sich an den Orten in den Tropen, wo die Luft aufsteigt, durch hochreichende, die Troposphäre durchdringende Wolken aus (Damit am Boden nicht plötzlich Luft und damit Masse fehlt, muss Luft nachströmen und folglich an anderen Stellen absinken. Dieses Prinzip nennt sich Massenerhaltung und wird mathematisch durch die Kontinuitätsgleichung beschrieben). Im Mittel ergibt sich ein Ausgleich zwischen Strahlungsabkühlung und konvektiver Erwärmung, welches Strahlungs-konvektions-gleichgewicht genannt wird. Die Wolkenoberkante, also das Ende des Luftaufstiegs befindet sich in der Höhe, in der die Strahlungsabkühlung deutlich schwächer wird, da es sozusagen ohne Strahlungsabkühlung auch keine Konvektion gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Claclap.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 2:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Zunahme der Wasserdampfaufnahmekapazität von Luft mit der Temperatur. Eine Variable für die y-Achse wäre bspw. die Sättigungsfeuchte.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Strahlungsabk.png|thumb|420px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 3:&#039;&#039;&#039; Skizzenhafte Veränderung der tropischen Strahlungsabkühlung und Feuchtigkeit mit der Höhe im Klimawandel. &#039;&#039;&#039;Blau:&#039;&#039;&#039; Die spezifische Feuchtigkeit im aktuellen Klimasystem (durchgezogene Linie) und in einem erwärmten (gestrichelte Linie). &#039;&#039;&#039;Gelb:&#039;&#039;&#039; Strahlungsabkühlung im aktuellen Klimasystem (durchgezogene Linie) und in einem erwärmten (gestrichelte Linie). ]]&lt;br /&gt;
Die Strahlungsabkühlung hängt nun maßgeblich vom Wasserdampfgehalt ab, da Wasserdampf ein starker Emittent von langwelliger Strahlung ist. Der Wasserdampfgehalt ist wiederum nach der Clausis-Clapeyron-Gleichung stark Temperaturabhängig und nimmt deswegen mit der Höhe exponentiell ab (&#039;&#039;&#039;Abbildung 2&#039;&#039;&#039; zeigt skizzenhaft die Abhängigkeit von Wasserdampf von der Temperatur). In einer bestimmten Höhe, in der sich kaum mehr Wasserdampf befindet, nimmt folglich auch die Strahlungsabkühlung stark ab. In Modellexperimenten zeigt sich, dass die Strahlungsabkühlung immer dann deutlich ineffizient wird, wenn die Temperatur und damit der Wasserdampfgehalt einen bestimmten Wert unterschreiten. Abbildung 3 zeigt den Zusammenhang von Strahlungsabkühlung und Wasserdampfgehalt skizzenhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommt es durch CO2 zu einer Erwärmung der Troposphäre, nimmt auch der mittlere Wassergehalt der oberen Troposphäre zu, sodass die Strahlungsabkühlung bis in eine höhere Schicht stattfindet. Das Aufsteigen und die Wolkenbildung passen sich dem an und erreichen ebenfalls eine höhere Schicht und zwar genau die, in der wieder die bestimmte Temperatur herrscht, ab der kaum mehr Wasserdampf vorhanden ist (Fixe Wolkenoberkantentemperatur oder „fixed anvil temperature“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Oberkantentemperatur entscheidet ebenfalls über die Gesamtstrahlungswirkung von Wolken. Würden die Wolken nicht auf eine Klimaerwärmung reagieren, wäre ihre Oberkante noch in der gleichen Höhe wie zuvor, welche durch die Klimaerwärmung wärmer wäre. So würden die Wolken in einem wärmeren Klima mit einer höheren Temperatur, und somit auch stärker in den Weltraum ausstrahlen. Die Anhebung der Wolkenoberkante in eine Höhe mit einer niedrigen Temperatur ist nun unsere Rückkopplung: Sie bewirkt eine Abschwächung der Ausstrahlung und somit verbleibt noch mehr Energie in der Troposphäre. Folglich ist sie positiv und eine Studie schätzt ihren Wert auf etwa 0.5 W/(m²K).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Iris Effekt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem wärmeren Klima berechnen einige Modelle eine Abnahme der Häufigkeit von tropischen hochreichenden, konvektiven Wolken wie Kumulonimbus Wolken bei einem gleichzeitigen Anstieg von trockenen Regionen mit Absinken. Einerseits erreicht in diesem Falle kurzwellige Sonnenstrahlung häufiger die Oberfläche und erwärmt diese stärker, was für eine positive Rückkopplung sprechen würde. Andererseits wird im wolkenfreien Bereich auch sehr viel mehr langwellige Strahlung in den Weltraum emittiert, denn es fehlen die Wolken, welche diese Strahlung absorbieren würden. Im Mittel gleichen sich diese Prozesse ungefähr aus.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Datei:Strahlungsabk.png&amp;diff=19363</id>
		<title>Datei:Strahlungsabk.png</title>
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		<updated>2015-08-12T15:13:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: Skizzenhafte Veränderung der Strahlungsabkühlung und der Feuchtigkeit mit der Höhe im Klimawandel&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Skizzenhafte Veränderung der Strahlungsabkühlung und der Feuchtigkeit mit der Höhe im Klimawandel&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: Skizzenhafte Darstellung der Zunahme der Sättigungsfeuchte mit der Temperatur&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Skizzenhafte Darstellung der Zunahme der Sättigungsfeuchte mit der Temperatur&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: Fabi lud eine neue Version von Datei:TempGrad.png hoch&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Skizzenhafte Temperaturabnahme mit der Höhe für verschiedene Gleichgewichte&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2015-08-12T14:44:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: Fabi lud eine neue Version von Datei:TempGrad.png hoch&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Skizzenhafte Temperaturabnahme mit der Höhe für verschiedene Gleichgewichte&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: Skizzenhafte Temperaturabnahme mit der Höhe für verschiedene Gleichgewichte&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Skizzenhafte Temperaturabnahme mit der Höhe für verschiedene Gleichgewichte&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Feedback&amp;diff=18997</id>
		<title>Feedback</title>
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		<updated>2015-02-12T13:46:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Forcing_Feedback.png|thumb|468px|Konzeptionelles Modell der Wirkungen von Klimaantrieb und Feedback auf die Strahlungsbilanz. Das Strahlungsungleichgewicht bezieht sich hier auf den oberen Rand der Atmosphäre, die Temperaturänderung auf die 2m Temperatur. Rote Pfeile sind Klimaantreibe, blaue Pfeile Rückkopplungen. Der gelbe Pfeil symbolisiert eine Störung der solaren Einstrahlung. Das Planck-feedback ist die Anpassung der emittierten Strahlung der Erde an ihre Temperaturänderung. Die Abbildung ist selbstgezeichnet nach Sherwood et al. (2014).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Störung&#039;&#039;&#039; wäre beispielsweise eine erhöhte CO2 Konzentration. Der resultierende [[Treibhauseffekt]] ist ein &#039;&#039;&#039;Klimaantrieb&#039;&#039;&#039;, welcher zu einem &#039;&#039;&#039;Strahlungsungleichgewicht&#039;&#039;&#039; führt, in dem das Erdsystem am Oberrand der Atmosphäre weniger Strahlung emittiert als von der Sonne erhält. Dies gleicht die Erde zunächst und im Laufe der Zeit durch eine Temperaturänderung an der Oberfläche (in diesem Falle durch eine Temperaturerhöhung) aus. Dabei treten Rückkopplungen/&#039;&#039;&#039;Feedbacks&#039;&#039;&#039; innerhalb des Klimasystems auf, die wiederum Albedo und die atmosphärischen Durchlässigkeit (auch Emissivität genannt) der langwelligen Strahlung auf, welche wieder zu Temperaturveränderungen führen.&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Diskussion über das Ausmaß des Klimawandels wird oft von &#039;&#039;&#039;Rückkopplungsmechanismen (feedbacks)&#039;&#039;&#039; gesprochen. Diese treten als Folge des externen [[Klimaantrieb]]s bei Wechselwirkungen zwischen dem  hervorgerufenen Strahlungsungleichgewicht bzw. der Temperaturerhöhung und der Antwort des Klimasystems auf diese Veränderung  auf (Abb.1). Während Klimaantriebe die Ursache für einen Klimawandel darstellen, sind Rückkopplungen nur Folgen davon. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei bezieht sich die Rückkopplung auf die durch den Antrieb hervorgerufene Temperaturerhöhung an der Oberfläche. Wenn eine Änderung der Temperatur eine Größe beeinflusst, die über die Strahlungsbilanz wiederum zu einer Temperaturänderung führt, spricht man von einer Rückkopplung. So können Rückkopplungen anschaulich anhand eines Kreislaufs illustriert werden, der mit der  Erwärmung der Oberflächentemperatur beginnt (Abbildung 1, rechte Seite). Innerhalb dieses Kreislaufs kann es dann zu einer Verstärkung oder Linderung des anfänglichen Temperaturanstiegs kommen. Im ersten Fall spricht man von einer positiven, im zweiten von einer negativen Rückkopplung.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein solcher Kreislauf ist allerdings nur eine Modellvorstellung unter bestimmten Annahmen, da Rückkopplungen im Klimasystem nicht von einander getrennt ablaufen sondern untereinander interagieren (deshalb bezeichnet man das Klimasystems als nichtlinear). So lässt sich der Effekt einer einzelnen Rückkopplung auf die Temperatur nur schwer einschätzen. Beispielsweise  wird bei einer deutlich negativen Temperaturgradient-Rückkopplung die Wasserdampf-Rückkopplung am Boden wahrscheinlich größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
*Wasserdampf-Rückkopplung (water vapour feedback) und Temperatur-Gradient-Rückkopplung (lapse rate feedback) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Wolken-Rückkopplungen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Eis-Albedo-Rückkopplung]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Biogeophysikalische Rückkopplungen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Schwarzkörperstrahlung &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Kohlenstoffkreislauf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einschätzung der Größenordnung der Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Summe verstärken Rückkopplungen eine anfängliche Erwärmung nach aktuellen Modellläufen um 2 W/(m²K) (Abbildung 2). Die größte Bedeutung kommt dabei der Wasserdampfrückkopplung zu. Die Ergebnisse streuen im Allgemeinen noch recht weit. Sehr wahrscheinlich sind jedoch die meisten Rückkopplungen positiv und verstärken die Klimaerwärmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzangaben ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|Folge von=Klimaantrieb&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt; Grundbegriffe&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundbegriffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimasystem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Feedback&amp;diff=18996</id>
		<title>Feedback</title>
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		<updated>2015-02-12T13:42:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Forcing_Feedback.png|thumb|468px|Konzeptionelles Modell der Wirkungen von Klimaantrieb und Feedback auf die Strahlungsbilanz. Das Strahlungsungleichgewicht bezieht sich hier auf den oberen Rand der Atmosphäre, die Temperaturänderung auf die 2m Temperatur. Rote Pfeile sind Klimaantreibe, blaue Pfeile Rückkopplungen. Der gelbe Pfeil symbolisiert eine Störung der solaren Einstrahlung. Das Planck-feedback ist die Anpassung der emittierten Strahlung der Erde an ihre Temperaturänderung. Die Abbildung ist selbstgezeichnet nach Sherwood et al. (2014).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Störung&#039;&#039;&#039; wäre beispielsweise eine erhöhte CO2 Konzentration. Dieser [[Treibhauseffekt]] ist ein &#039;&#039;&#039;Klimaantrieb&#039;&#039;&#039;, welcher zu einem &#039;&#039;&#039;Strahlungsungleichgewicht&#039;&#039;&#039; führt, in dem das Erdsystem am Oberrand der Atmosphäre weniger Strahlung emittiert als von der Sonne erhält. Dies gleicht die Erde zunächst und im Laufe der Zeit durch eine Temperaturänderung an der Oberfläche (in diesem Falle durch eine Temperaturerhöhung) aus. Dabei treten Rückkopplungen/&#039;&#039;&#039;Feedbacks&#039;&#039;&#039; innerhalb des Klimasystems auf, die wiederum Albedo und die atmosphärischen Durchlässigkeit (auch Emissivität genannt) der langwelligen Strahlung auf, welche wieder zu Temperaturveränderungen führen.&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Diskussion über das Ausmaß des Klimawandels wird oft von &#039;&#039;&#039;Rückkopplungsmechanismen (feedbacks)&#039;&#039;&#039; gesprochen. Diese treten als Folge des externen [[Klimaantrieb]]s bei Wechselwirkungen zwischen dem  hervorgerufenen Strahlungsungleichgewicht bzw. der Temperaturerhöhung und der Antwort des Klimasystems auf diese Veränderung  auf (Abb.1). Während Klimaantriebe die Ursache für einen Klimawandel darstellen, sind Rückkopplungen nur Folgen davon. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei bezieht sich die Rückkopplung auf die durch den Antrieb hervorgerufene Temperaturerhöhung an der Oberfläche. Wenn eine Änderung der Temperatur eine Größe beeinflusst, die über die Strahlungsbilanz wiederum zu einer Temperaturänderung führt, spricht man von einer Rückkopplung. So können Rückkopplungen anschaulich anhand eines Kreislaufs illustriert werden, der mit der  Erwärmung der Oberflächentemperatur beginnt (Abbildung 1, rechte Seite). Innerhalb dieses Kreislaufs kann es dann zu einer Verstärkung oder Linderung des anfänglichen Temperaturanstiegs kommen. Im ersten Fall spricht man von einer positiven, im zweiten von einer negativen Rückkopplung.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein solcher Kreislauf ist allerdings nur eine Modellvorstellung unter bestimmten Annahmen, da Rückkopplungen im Klimasystem nicht von einander getrennt ablaufen sondern untereinander interagieren (deshalb bezeichnet man das Klimasystems als nichtlinear). So lässt sich der Effekt einer einzelnen Rückkopplung auf die Temperatur nur schwer einschätzen. Beispielsweise  wird bei einer deutlich negativen Temperaturgradient-Rückkopplung die Wasserdampf-Rückkopplung am Boden wahrscheinlich größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
*Wasserdampf-Rückkopplung (water vapour feedback) und Temperatur-Gradient-Rückkopplung (lapse rate feedback) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Wolken-Rückkopplungen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Eis-Albedo-Rückkopplung]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Biogeophysikalische Rückkopplungen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Schwarzkörperstrahlung &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Kohlenstoffkreislauf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einschätzung der Größenordnung der Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Summe verstärken Rückkopplungen eine anfängliche Erwärmung nach aktuellen Modellläufen um 2 W/(m²K) (Abbildung 2). Die größte Bedeutung kommt dabei der Wasserdampfrückkopplung zu. Die Ergebnisse streuen im Allgemeinen noch recht weit. Sehr wahrscheinlich sind jedoch die meisten Rückkopplungen positiv und verstärken die Klimaerwärmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzangaben ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|Folge von=Klimaantrieb&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt; Grundbegriffe&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundbegriffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimasystem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Feedback&amp;diff=18995</id>
		<title>Feedback</title>
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		<updated>2015-02-11T16:52:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Forcing_Feedback.png|thumb|468px|Konzeptionelles Modell der Wirkungen von Klimaantrieb und Feedback auf die Strahlungsbilanz. Das Strahlungsungleichgewicht bezieht sich hier auf den oberen Rand der Atmosphäre, die Temperaturänderung auf die 2m Temperatur. Rote Pfeile sind Klimaantreibe, blaue Pfeile Rückkopplungen. Der gelbe Pfeil symbolisiert eine Störung der solaren Einstrahlung. Das Planck-feedback ist die Anpassung der emittierten Strahlung der Erde an ihre Temperaturänderung. Die Abbildung ist selbstgezeichnet nach Sherwood et al. (2014).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Störung&#039;&#039;&#039; wäre beispielsweise eine erhöhte CO2 Konzentration. Dieser [[Treibhauseffekt]] ist ein &#039;&#039;&#039;Klimaantrieb&#039;&#039;&#039;, welcher zu einem &#039;&#039;&#039;Strahlungsungleichgewicht&#039;&#039;&#039; führt, in dem das Erdsystem am Oberrand der Atmosphäre weniger Strahlung emittiert als von der Sonne erhält. Dies führt zu einer Antwort des Klimasystems - in diesem Falle einer &#039;&#039;&#039;Temperaturerhöhung&#039;&#039;&#039; -, welche durch die rechte Seite dargestellt ist. Hier treten Rückkopplungen/&#039;&#039;&#039;Feedbacks&#039;&#039;&#039; über Veränderungen der Albedo und der atmosphärischen Durchlässigkeit (auch Emissivität genannt) auf, welche wieder zu Temperaturveränderungen führen.&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Diskussion über das Ausmaß des Klimawandels wird oft von &#039;&#039;&#039;Rückkopplungsmechanismen (feedbacks)&#039;&#039;&#039; gesprochen. Diese treten als Folge des externen [[Klimaantriebs]] bei Wechselwirkungen zwischen dem  hervorgerufenen Strahlungsungleichgewicht bzw. der Temperaturerhöhung und der Antwort des Klimasystems auf diese Veränderung  auf (Abb.1). Während Klimaantriebe die Ursache für einen Klimawandel darstellen, sind Rückkopplungen nur Folgen davon. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei bezieht sich die Rückkopplung auf die durch den Antrieb hervorgerufene Temperaturerhöhung an der Oberfläche. Wenn eine Änderung der Temperatur eine Größe beeinflusst, die über die Strahlungsbilanz wiederum zu einer Temperaturänderung führt, spricht man von einer Rückkopplung. So können Rückkopplungen anschaulich anhand eines Kreislaufs illustriert werden, der mit der  Erwärmung der Oberflächentemperatur beginnt (Abbildung 1, rechte Seite). Innerhalb dieses Kreislaufs kann es dann zu einer Verstärkung oder Linderung des anfänglichen Temperaturanstiegs kommen. Im ersten Fall spricht man von einer positiven, im zweiten von einer negativen Rückkopplung.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein solcher Kreislauf ist allerdings nur eine Modellvorstellung unter bestimmten Annahmen, da Rückkopplungen im Klimasystem nicht von einander getrennt ablaufen sondern untereinander interagieren (deshalb bezeichnet man das Klimasystems als nichtlinear). So lässt sich der Effekt einer einzelnen Rückkopplung auf die Temperatur nur schwer einschätzen. Beispielsweise  wird bei einer deutlich negativen Temperaturgradient-Rückkopplung die Wasserdampf-Rückkopplung am Boden wahrscheinlich größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
*Wasserdampf-Rückkopplung (water vapour feedback) und Temperatur-Gradient-Rückkopplung (lapse rate feedback) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Wolken-Rückkopplungen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Eis-Albedo-Rückkopplung]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Biogeophysikalische Rückkopplungen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Schwarzkörperstrahlung &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Kohlenstoffkreislauf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einschätzung der Größenordnung der Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Summe verstärken Rückkopplungen eine anfängliche Erwärmung nach aktuellen Modellläufen um 2 W/(m²K) (Abbildung 2). Die größte Bedeutung kommt dabei der Wasserdampfrückkopplung zu. Die Ergebnisse streuen im Allgemeinen noch recht weit. Sehr wahrscheinlich sind jedoch die meisten Rückkopplungen positiv und verstärken die Klimaerwärmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzangaben ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|Folge von=Klimaantrieb&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt; Grundbegriffe&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundbegriffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimasystem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Feedback&amp;diff=18994</id>
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		<updated>2015-02-11T16:48:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Forcing_Feedback.png|thumb|468px|Konzeptionelles Modell der Wirkungen von Klimaantrieb und Feedback auf die Strahlungsbilanz. Das Strahlungsungleichgewicht bezieht sich hier auf den oberen Rand der Atmosphäre, die Temperaturänderung auf die 2m Temperatur. Rote Pfeile sind Klimaantreibe, blaue Pfeile Rückkopplungen. Der gelbe Pfeil symbolisiert eine Störung der solaren Einstrahlung. Nach Sherwood et al. (2014).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Störung&#039;&#039;&#039; wäre beispielsweise eine erhöhte CO2 Konzentration. Dieser [[Treibhauseffekt]] ist ein &#039;&#039;&#039;Klimaantrieb&#039;&#039;&#039;, welcher zu einem &#039;&#039;&#039;Strahlungsungleichgewicht&#039;&#039;&#039; führt, in dem das Erdsystem am Oberrand der Atmosphäre weniger Strahlung emittiert als von der Sonne erhält. Dies führt zu einer Antwort des Klimasystems - in diesem Falle einer &#039;&#039;&#039;Temperaturerhöhung&#039;&#039;&#039; -, welche durch die rechte Seite dargestellt ist. Hier treten Rückkopplungen/&#039;&#039;&#039;Feedbacks&#039;&#039;&#039; über Veränderungen der Albedo und der atmosphärischen Durchlässigkeit (auch Emissivität genannt) auf, welche wieder zu Temperaturveränderungen führen.&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Diskussion über das Ausmaß des Klimawandels wird oft von &#039;&#039;&#039;Rückkopplungsmechanismen (feedbacks)&#039;&#039;&#039; gesprochen. Diese treten bei Wechselwirkungen zwischen dem externen [[Klimaantrieb]] und der Antwort des Klimasystems auf diese Veränderung  auf (Abb.1). Während Klimaantriebe die Ursache für einen Klimawandel darstellen, sind Rückkopplungen nur Folgen davon. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei bezieht sich die Rückkopplung auf die durch den Antrieb hervorgerufene Temperaturerhöhung an der Oberfläche. Wenn eine Änderung der Temperatur eine Größe beeinflusst, die über die Strahlungsbilanz wiederum zu einer Temperaturänderung führt, spricht man von einer Rückkopplung. So können Rückkopplungen anschaulich anhand eines Kreislaufs illustriert werden, der mit der  Erwärmung der Oberflächentemperatur beginnt (Abbildung 1, rechte Seite). Innerhalb dieses Kreislaufs kann es dann zu einer Verstärkung oder Linderung des anfänglichen Temperaturanstiegs kommen. Im ersten Fall spricht man von einer positiven, im zweiten von einer negativen Rückkopplung.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein solcher Kreislauf ist allerdings nur eine Modellvorstellung unter bestimmten Annahmen, da Rückkopplungen im Klimasystem nicht von einander getrennt ablaufen sondern untereinander interagieren (deshalb bezeichnet man das Klimasystems als nichtlinear). So lässt sich der Effekt einer einzelnen Rückkopplung auf die Temperatur nur schwer einschätzen. Beispielsweise  wird bei einer deutlich negativen Temperaturgradient-Rückkopplung die Wasserdampf-Rückkopplung am Boden wahrscheinlich größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
*Wasserdampf-Rückkopplung (water vapour feedback) und Temperatur-Gradient-Rückkopplung (lapse rate feedback) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Wolken-Rückkopplungen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Eis-Albedo-Rückkopplung]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Biogeophysikalische Rückkopplungen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Schwarzkörperstrahlung &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Kohlenstoffkreislauf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einschätzung der Größenordnung der Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Summe verstärken Rückkopplungen eine anfängliche Erwärmung nach aktuellen Modellläufen um 2 W/(m²K) (Abbildung 2). Die größte Bedeutung kommt dabei der Wasserdampfrückkopplung zu. Die Ergebnisse streuen im Allgemeinen noch recht weit. Sehr wahrscheinlich sind jedoch die meisten Rückkopplungen positiv und verstärken die Klimaerwärmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzangaben ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|Folge von=Klimaantrieb&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt; Grundbegriffe&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundbegriffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimasystem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Feedback&amp;diff=18993</id>
		<title>Feedback</title>
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		<updated>2015-02-11T16:40:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Forcing_Feedback.png|thumb|468px|Konzeptionelles Modell der Wirkungen von Klimaantrieb und Feedback auf die Strahlungsbilanz. Das Strahlungsungleichgewicht bezieht sich hier auf den oberen Rand der Atmosphäre, die Temperaturänderung auf die 2m Temperatur. Rote Pfeile sind Klimaantreibe, blaue Pfeile Rückkopplungen. Der gelbe Pfeil symbolisiert eine Störung der solaren Einstrahlung. ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Diskussion über das Ausmaß des Klimawandels wird oft von &#039;&#039;&#039;Rückkopplungsmechanismen (feedbacks)&#039;&#039;&#039; gesprochen. Diese treten bei Wechselwirkungen zwischen dem externen [[Klimaantrieb]] und der Antwort des Klimasystems auf diese Veränderung  auf (Abb.1). Während Klimaantriebe die Ursache für einen Klimawandel darstellen, sind Rückkopplungen nur Folgen davon. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei bezieht sich die Rückkopplung auf die durch den Antrieb hervorgerufene Temperaturerhöhung an der Oberfläche. Wenn eine Änderung der Temperatur eine Größe beeinflusst, die über die Strahlungsbilanz wiederum zu einer Temperaturänderung führt, spricht man von einer Rückkopplung. So können Rückkopplungen anschaulich anhand eines Kreislaufs illustriert werden, der mit der  Erwärmung der Oberflächentemperatur beginnt (Abbildung 1, rechte Seite). Innerhalb dieses Kreislaufs kann es dann zu einer Verstärkung oder Linderung des anfänglichen Temperaturanstiegs kommen. Im ersten Fall spricht man von einer positiven, im zweiten von einer negativen Rückkopplung.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein solcher Kreislauf ist allerdings nur eine Modellvorstellung unter bestimmten Annahmen, da Rückkopplungen im Klimasystem nicht von einander getrennt ablaufen sondern untereinander interagieren (deshalb bezeichnet man das Klimasystems als nichtlinear). So lässt sich der Effekt einer einzelnen Rückkopplung auf die Temperatur nur schwer einschätzen. Beispielsweise  wird bei einer deutlich negativen Temperaturgradient-Rückkopplung die Wasserdampf-Rückkopplung am Boden wahrscheinlich größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
*Wasserdampf-Rückkopplung (water vapour feedback) und Temperatur-Gradient-Rückkopplung (lapse rate feedback) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Wolken-Rückkopplungen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Eis-Albedo-Rückkopplung]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Biogeophysikalische Rückkopplungen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Schwarzkörperstrahlung &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Kohlenstoffkreislauf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einschätzung der Größenordnung der Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Summe verstärken Rückkopplungen eine anfängliche Erwärmung nach aktuellen Modellläufen um 2 W/(m²K) (Abbildung 2). Die größte Bedeutung kommt dabei der Wasserdampfrückkopplung zu. Die Ergebnisse streuen im Allgemeinen noch recht weit. Sehr wahrscheinlich sind jedoch die meisten Rückkopplungen positiv und verstärken die Klimaerwärmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzangaben ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|Folge von=Klimaantrieb&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;metakeywords&amp;gt; Grundbegriffe&amp;lt;/metakeywords&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundbegriffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimasystem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
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		<id>https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php?title=Datei:Forcing_Feedback.png&amp;diff=18992</id>
		<title>Datei:Forcing Feedback.png</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: Nach Sherwood et al. (2014).&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Nach Sherwood et al. (2014).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Fabi</name></author>
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		<title>Feedback</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;In der Diskussion über das Ausmaß des Klimawandels wird oft von &#039;&#039;&#039;Rückkopplungsmechanismen (feedbacks)&#039;&#039;&#039; gesprochen. Diese treten bei Wechselwirkungen zwischen dem externen [[Klimaantrieb]] und der Antwort des Klimasystems auf diese Veränderung  auf (Abb.1). Während Klimaantriebe die Ursache für einen Klimawandel darstellen, sind Rückkopplungen nur Folgen davon. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei bezieht sich die Rückkopplung meistens auf die durch den Antrieb hervorgerufene Temperaturerhöhung an der Oberfläche. Wenn diese Anfangsstörung eine Größe beeinflusst, die wiederum die Temperaturerhöhung beeinflusst, spricht man von einer Rückkopplung. So können Rückkopplungen anschaulich anhand eines Kreislaufs illustriert werden, der mit der  Erwärmung der Oberflächentemperatur beginnt. Innerhalb dieses Kreislaufs kann es dann zu einer Verstärkung oder Linderung des anfänglichen Temperaturanstiegs kommen. Im ersten Fall spricht man von einer positiven, im zweiten von einer negativen Rückkopplung.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein solcher Kreislauf ist allerdings nur eine Modellvorstellung unter bestimmten Annahmen, da Rückkopplungen im Klimasystem nicht von einander getrennt ablaufen sondern untereinander interagieren (deshalb bezeichnet man das Klimasystems als nichtlinear). So lässt sich der Effekt einer einzelnen Rückkopplung auf die Temperatur nur schwer einschätzen. Beispielsweise  wird bei einer deutlich negativen Temperaturgradient-Rückkopplung die Wasserdampf-Rückkopplung am Boden wahrscheinlich größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
*Wasserdampf-Rückkopplung (water vapour feedback) und Temperatur-Gradient-Rückkopplung (lapse rate feedback) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Wolken-Rückkopplungen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Eis-Albedo-Rückkopplung]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Biogeophysikalische Rückkopplungen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Schwarzkörperstrahlung &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Kohlenstoffkreislauf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einschätzung der Größenordnung der Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Summe verstärken Rückkopplungen eine anfängliche Erwärmung nach aktuellen Modellläufen um 2 W/(m²K) (Abbildung 2). Die größte Bedeutung kommt dabei der Wasserdampfrückkopplung zu. Die Ergebnisse streuen im Allgemeinen noch recht weit. Sehr wahrscheinlich sind jedoch die meisten Rückkopplungen positiv und verstärken die Klimaerwärmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzangaben ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|Folge von=Klimaantrieb&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundbegriffe]]&lt;br /&gt;
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&lt;div&gt;In der Diskussion über das Ausmaß des Klimawandels wird oft von &#039;&#039;&#039;Rückkopplungsmechanismen (feedbacks)&#039;&#039;&#039; gesprochen. Diese treten bei Wechselwirkungen zwischen dem externen Klimaantrieb und der Antwort des Klimasystems auf diese Veränderung  auf (Abb.1). Während Klimaantriebe die Ursache für einen Klimawandel darstellen, sind Rückkopplungen nur Folgen davon. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei bezieht sich die Rückkopplung meistens auf die durch den Antrieb hervorgerufene Temperaturerhöhung an der Oberfläche. Wenn diese Anfangsstörung eine Größe beeinflusst, die wiederum die Temperaturerhöhung beeinflusst, spricht man von einer Rückkopplung. So können Rückkopplungen anschaulich anhand eines Kreislaufs illustriert werden, der mit der  Erwärmung der Oberflächentemperatur beginnt. Innerhalb dieses Kreislaufs kann es dann zu einer Verstärkung oder Linderung des anfänglichen Temperaturanstiegs kommen. Im ersten Fall spricht man von einer positiven, im zweiten von einer negativen Rückkopplung.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein solcher Kreislauf ist allerdings nur eine Modellvorstellung unter bestimmten Annahmen, da Rückkopplungen im Klimasystem nicht von einander getrennt ablaufen sondern untereinander interagieren (deshalb bezeichnet man das Klimasystems als nichtlinear). So lässt sich der Effekt einer einzelnen Rückkopplung auf die Temperatur nur schwer einschätzen. Beispielsweise  wird bei einer deutlich negativen Temperaturgradient-Rückkopplung die Wasserdampf-Rückkopplung am Boden wahrscheinlich größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
*Wasserdampf-Rückkopplung (water vapour feedback) und Temperatur-Gradient-Rückkopplung (lapse rate feedback) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Wolken-Rückkopplungen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Eis-Albedo-Rückkopplung]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Biogeophysikalische Rückkopplungen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Schwarzkörperstrahlung &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Kohlenstoffkreislauf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einschätzung der Größenordnung der Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Summe verstärken Rückkopplungen eine anfängliche Erwärmung nach aktuellen Modellläufen um 2 W/(m²K) (Abbildung 2). Die größte Bedeutung kommt dabei der Wasserdampfrückkopplung zu. Die Ergebnisse streuen im Allgemeinen noch recht weit. Sehr wahrscheinlich sind jedoch die meisten Rückkopplungen positiv und verstärken die Klimaerwärmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzangaben ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
{{#set:&lt;br /&gt;
|Folge von=Klimaantrieb&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundbegriffe]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>Fabi</name></author>
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		<updated>2015-01-28T15:39:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fabi: Die Seite wurde neu angelegt: „In der Diskussion über das Ausmaß des Klimawandels wird oft von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rückkopplungsmechanismen (feedbacks)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gesprochen. Diese treten bei Wechselwirkungen zwi…“&lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;In der Diskussion über das Ausmaß des Klimawandels wird oft von &#039;&#039;&#039;Rückkopplungsmechanismen (feedbacks)&#039;&#039;&#039; gesprochen. Diese treten bei Wechselwirkungen zwischen dem externen Klimaantrieb und der Antwort des Klimasystems auf diese Veränderung  auf (Abb.1). Während Klimaantriebe die Ursache für einen Klimawandel darstellen, sind Rückkopplungen nur Folgen davon. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei bezieht sich die Rückkopplung meistens auf die durch den Antrieb hervorgerufene Temperaturerhöhung an der Oberfläche. Wenn diese Anfangsstörung eine Größe beeinflusst, die wiederum die Temperaturerhöhung beeinflusst, spricht man von einer Rückkopplung. So können Rückkopplungen anschaulich anhand eines Kreislaufs illustriert werden, der mit der  Erwärmung der Oberflächentemperatur beginnt. Innerhalb dieses Kreislaufs kann es dann zu einer Verstärkung oder Linderung des anfänglichen Temperaturanstiegs kommen. Im ersten Fall spricht man von einer positiven, im zweiten von einer negativen Rückkopplung.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein solcher Kreislauf ist allerdings nur eine Modellvorstellung unter bestimmten Annahmen, da Rückkopplungen im Klimasystem nicht von einander getrennt ablaufen sondern untereinander interagieren (deshalb bezeichnet man das Klimasystems als nichtlinear). So lässt sich der Effekt einer einzelnen Rückkopplung auf die Temperatur nur schwer einschätzen. Beispielsweise  wird bei einer deutlich negativen Temperaturgradient-Rückkopplung die Wasserdampf-Rückkopplung am Boden wahrscheinlich größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von Rückkopllungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
*Wasserdampf-Rückkopplung (water vapour feedback) und Temperatur-Gradient-Rückkopplung (lapse rate feedback) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Wolken-Rückkopplungen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Eis-Albedo-Rückkopplung]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Biogeophysikalische Rückkopplungen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Schwarzkörperstrahlung &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Kohlenstoffkreislauf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einschätzung der Größenordnung der Rückkopplungsmechanismen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Summe verstärken Rückkopplungen eine anfängliche Erwärmung nach aktuellen Modellläufen um 2 W/(m²K) (Abbildung 2). Die größte Bedeutung kommt dabei der Wasserdampfrückkopplung zu. Die Ergebnisse streuen im Allgemeinen noch recht weit. Sehr wahrscheinlich sind jedoch die meisten Rückkopplungen positiv und verstärken die Klimaerwärmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzangaben ==&lt;br /&gt;
{{CC-Lizenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kontakt}}&lt;br /&gt;
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