Der letzte Mohikaner

Aus Weltliteratur
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Der letzte Mohikaner ist ein 1826 erstmals erschienener historischer Roman des amerikanischen Schriftstellers James Fenimore Cooper (1789-1851), dessen Handlung zur Zeit des Franzosen- und Indianerkriegs angesiedelt ist. Er ist der zweite Roman aus der „Lederstrumpf“-Serie um den Trapper Natty Bumppo. Nicht nur im Titel thematisiert der Roman auch den Untergang nordamerikanischer Indianerstämme durch die vorrückenden europäischen Siedler. Schon im 19. Jahrhundert in Deutschland populär, wurde die Alltagsformulierung „der letzte Mohikaner“ für viele letztüberlebende Zeitzeugen oder Anhänger einer Idee sprichwörtlich.

Inhalt

Der Roman spielt zur Zeit der Kriege der Franzosen gegen die Engländer (mit indianischen Verbündeten auf beiden Seiten) um die koloniale Vorherrschaft in Nordamerika (Franzosen- und Indianerkrieg). Aufhänger des Romans ist das historisch verbürgte Massaker an der britischen Garnison von Fort William Henry im Jahr 1757. Rein fiktiv ist hingegen die anschließende Entführung zweier Töchter des Kommandanten, Oberst Munro. Dieser Handlungsstrang lehnt sich jedoch an ein tatsächliches Ereignis an.

Die Darstellung der mitspielenden Indianerstämme der Mohikaner - Chingachgook und Uncas - und Huronen - mit Magua - ist typisiert und entspricht nicht der Realität. Sie hatte jedoch zu ihrer Zeit großen Einfluss auf die öffentliche Vorstellung und die spätere Diskussion um die Verbringung der Indianer in Reservate.

In der Erzählung versuchen Unkas und Hawkeye die beiden entführten Töchter Munros, Cora und Alice, aus den Händen der Huronen zu befreien. Deren Anführer Magua möchte die dunkelhaarige Cora zu seiner Frau machen. Mit dabei sind Major Duncan Heyward, der Geliebte der blonden Alice, und ein Prediger namens David Gamut. Sie werden auf ihrem Weg in tödliche Kämpfe mit den Huronen verwickelt. In der zweiten Hälfte des Romans spielt auch der Stamm der Delawaren eine für die Entwicklung der Geschichte wichtige Rolle. Der Stamm der Delawaren ist eigentlich mit den Huronen verbündet, doch die Mohikaner Chingachgook und Uncas können durch ihre Verwandtschaft mit den Delawaren diesen Stamm auf ihre Seite bringen. Am Ende sterben Uncas und Cora, während der Stamm der Huronen besiegt und Alice befreit wird.

Cooper entwickelt die Geschichte mehr aus vorhandenen Schriften zur Indianergeschichte als aus Kontakt zu tatsächlichen Personen. Dennoch zeigt er tiefes Verständnis für die Kultur der amerikanischen Indianer.

Im Gegensatz zu den anderen Büchern derselben Reihe, die durch die Handlung kaum verknüpft sind, findet Der letzte Mohikaner seine Fortsetzung im chronologisch letzten Band der Reihe, „Die Prärie“, wo der vor den Siedlern in die Prärie ausgewanderte greise Natty Bumppo einem jungen Enkel von Heyward und Alice begegnet und nun ihm bei der Befreiung seiner Braut hilft.


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