Hochdruckgebiet: Unterschied zwischen den Versionen

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Ein '''Hochdruckgebiet''' auch als ''Hoch'' oder ''Antizyklone''(nur wenn dynamisch bedingtes Hochdruckgebiet) bezeichnet, ist ein Gebiet mit im Vergleich zur Umgebung relativ hohen [[Luftdruck|Luftdrucks]], dessen Zentrum den höchsten Druckwert dieses Gebietes kennzeichnet und in der Wetterkarte mit dem Buchstaben "H" gekennzeichnet wird.  
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Ein '''Hochdruckgebiet''', auch als ''Hoch'' oder ''Antizyklone'' (dynamisch bedingtes Hochdruckgebiet) bezeichnet, ist ein Gebiet mit im Vergleich zur Umgebung relativ hohem [[Luftdruck|Luftdruck]], dessen Zentrum den höchsten Druckwert dieses Gebietes aufweist. In der Wetterkarte wird ein Hochdruckgebiet mit dem Buchstaben "H" gekennzeichnet.  
  
 
== Entstehung von Hochdruckgebieten ==
 
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Man unterscheidet ''dynamisch'' und ''thermisch'' bedingte Hochdruckgebiete.  
 
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'''Dynamisch bedingte Hochdruckgebiete'''
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=== Dynamisch bedingte Hochdruckgebiete ===
In diesem Fall führt großräumiges Absinken von Luftmassen zu Druckanstieg am Boden und zur Ausbildung von Hochdruckgebieten. Durch die Absinkprozesse erwärmt sich die Luft und trocknet aus. Daher lösen sich im Bereich eines Hochs meistens die Wolken auf und es herrscht sonniges Wetter. Im Winter entsteht jedoch vielfach eine Absinkinversion, unter der sich Stratusbewölkung und Hochnebel bilden. Dynamisch bedingte Hochdruckgebiete sind vertikal hochreichend und bestimmen den Wetterverlauf größerer Gebiete über einen längeren Zeitraum.  
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In diesem Fall führt großräumiges Absinken von Luftmassen zu Druckanstieg am Boden und zur Ausbildung von Hochdruckgebieten. Durch die [[Adiabatische Prozesse|Absinkprozesse]] erwärmt sich die Luft und trocknet aus. Daher lösen sich im Bereich eines Hochs meistens die Wolken auf und es herrscht sonniges Wetter. Im Winter entsteht jedoch vielfach eine [[Inversion|Absinkinversion]], unter der sich Stratusbewölkung und Hochnebel bilden. Dynamisch bedingte Hochdruckgebiete sind vertikal hochreichend und bestimmen den Wetterverlauf größerer Gebiete über einen längeren Zeitraum.
  
'''Thermisch bedingte Hochdruckgebiete'''
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=== Thermisch bedingte Hochdruckgebiete ===
Thermisch bedingte Hochdruckgebiete bestehen aus Kaltluftmassen mit geringer vertikaler Mächtigkeit. Sie bilden sich durch Kaltluftanreicherung bei negativer Strahlungsbilanz am Erdboden. Beständige Kältehochs findet man im Winter über Sibirien, Kanada und über der Antarktis.
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Thermisch bedingte Hochdruckgebiete bestehen aus Kaltluftmassen mit geringer vertikaler Mächtigkeit. Sie bilden sich durch Kaltluftanreicherung bei negativer [[Strahlungshaushalt_der_Atmosphäre#Die_Strahlungsbilanz|Strahlungsbilanz]] am Erdboden. Beständige Kältehochs findet man im Winter über Sibirien, Kanada und über der Antarktis.
  
 
== Modifikationen von Hochdruckgebieten ==
 
== Modifikationen von Hochdruckgebieten ==
  
Ein Ausläufer eines Hochdruckgebietes wird "Hochdruckkeil" genannt und eine Verbindung zwischen zwei Hochs wird als "Hochdruckbrücke" bezeichnet. Die Luftmassen bewegen sich mit antizyklonalem Drehsinn um ein Hochdruckgebiet (und seine Ausläufer) herum.
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Ein Ausläufer eines Hochdruckgebietes wird "Hochdruckkeil" genannt und eine Verbindung zwischen zwei Hochs wird als "Hochdruckbrücke" bezeichnet.  
  
 
== Strömungen im Hochdruckgebiet ==
 
== Strömungen im Hochdruckgebiet ==
 
 
Der Wind umströmt ein Hochdruckgebiet immer antizyklonal, d.h. auf der Nordhalbkugel im Uhrzeigersinn, auf der Südhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn. Der Drehsinn wird durch die auftretende Corioliskraft bestimmt, die eine sich bewegende Luftmasse auf der Nordhalbkugel in Bewegungsrichtung nach rechts ablenkt und auf der Südhalbkugel entsprechend in Bewegungsrichtung nach links, wobei die Stärke dieser Ablenkung vom Äquator zu den Polen zunimmt und von der Windgeschwindigkeit abhängt.
 
Der Bodenwind weht als Folge der Bodenreibung in Spiralbahnen gegen den tiefen Druck hin. Die Luft fließt also aus dem Hochdruckkern hinnaus.
 
  
== Siehe auch ==
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Die Luftmassen bewegen sich immer mit antizyklonalem Drehsinn um ein Hochdruckgebiet (und seine Ausläufer) herum, d.h. der Wind umströmt ein Hochdruckgebiet auf der Nordhalbkugel im Uhrzeigersinn, auf der Südhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn. Der Drehsinn wird durch die auftretende [[Corioliskraft]] bestimmt, die eine sich bewegende Luftmasse auf der Nordhalbkugel in Bewegungsrichtung nach rechts ablenkt und auf der Südhalbkugel entsprechend in Bewegungsrichtung nach links, wobei die Stärke dieser Ablenkung vom Äquator zu den Polen zunimmt und von der Windgeschwindigkeit abhängt.
* [[Tiefdruckgebiet]]
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Der Bodenwind weht als Folge der Bodenreibung in Spiralbahnen gegen den tiefen Druck hin. Die Luft fließt also aus dem Hochdruckzentrum hinaus.
  
 
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[[Kategorie:Atmosphäre]]
 
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Aktuelle Version vom 2. Oktober 2013, 13:06 Uhr

Wetterkarte mit Hoch- und Tiefdruckgebieten

Ein Hochdruckgebiet, auch als Hoch oder Antizyklone (dynamisch bedingtes Hochdruckgebiet) bezeichnet, ist ein Gebiet mit im Vergleich zur Umgebung relativ hohem Luftdruck, dessen Zentrum den höchsten Druckwert dieses Gebietes aufweist. In der Wetterkarte wird ein Hochdruckgebiet mit dem Buchstaben "H" gekennzeichnet.

1 Entstehung von Hochdruckgebieten

Man unterscheidet dynamisch und thermisch bedingte Hochdruckgebiete.

1.1 Dynamisch bedingte Hochdruckgebiete

In diesem Fall führt großräumiges Absinken von Luftmassen zu Druckanstieg am Boden und zur Ausbildung von Hochdruckgebieten. Durch die Absinkprozesse erwärmt sich die Luft und trocknet aus. Daher lösen sich im Bereich eines Hochs meistens die Wolken auf und es herrscht sonniges Wetter. Im Winter entsteht jedoch vielfach eine Absinkinversion, unter der sich Stratusbewölkung und Hochnebel bilden. Dynamisch bedingte Hochdruckgebiete sind vertikal hochreichend und bestimmen den Wetterverlauf größerer Gebiete über einen längeren Zeitraum.

1.2 Thermisch bedingte Hochdruckgebiete

Thermisch bedingte Hochdruckgebiete bestehen aus Kaltluftmassen mit geringer vertikaler Mächtigkeit. Sie bilden sich durch Kaltluftanreicherung bei negativer Strahlungsbilanz am Erdboden. Beständige Kältehochs findet man im Winter über Sibirien, Kanada und über der Antarktis.

2 Modifikationen von Hochdruckgebieten

Ein Ausläufer eines Hochdruckgebietes wird "Hochdruckkeil" genannt und eine Verbindung zwischen zwei Hochs wird als "Hochdruckbrücke" bezeichnet.

3 Strömungen im Hochdruckgebiet

Die Luftmassen bewegen sich immer mit antizyklonalem Drehsinn um ein Hochdruckgebiet (und seine Ausläufer) herum, d.h. der Wind umströmt ein Hochdruckgebiet auf der Nordhalbkugel im Uhrzeigersinn, auf der Südhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn. Der Drehsinn wird durch die auftretende Corioliskraft bestimmt, die eine sich bewegende Luftmasse auf der Nordhalbkugel in Bewegungsrichtung nach rechts ablenkt und auf der Südhalbkugel entsprechend in Bewegungsrichtung nach links, wobei die Stärke dieser Ablenkung vom Äquator zu den Polen zunimmt und von der Windgeschwindigkeit abhängt. Der Bodenwind weht als Folge der Bodenreibung in Spiralbahnen gegen den tiefen Druck hin. Die Luft fließt also aus dem Hochdruckzentrum hinaus.

4 Literatur

  • G.D. Roth (2002): Wetterkunde für alle, BLV Verlagsgesellschaft mbH München, Wien, Zürich; ISBN 3-405-16271-8

5 Weblinks


6 Lizenzhinweis

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