Berufsvorbereitung

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Die Berufsvorbereitung oder Berufsausbildungsvorbereitung hat das Ziel, jungen Menschen den Einstieg in das Berufsleben zu erleichtern bzw. erst zu ermöglichen. Insbesondere soll die Berufswahl unterstützt werden und eine Nachqualifizierung erreicht werden, um Voraussetzungen für die erfolgreiche Aufnahme einer Berufsausbildung zu schaffen, die durch die Schulbildung nicht erreicht wurden.

In der Berufsvorbereitung unterscheidet man zwischen Angeboten der Berufsbildenden Schulen und "Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen" der Bundesagentur für Arbeit (BvB). Das Angebot der Berufsbildenden Schulen ist landesrechtlich geregelt. Das Angebot der Bundesagentur für Arbeit im SGB III, § 61.

"Das BVJ wird von Schülerinnen und Schülern besucht, die keinen Ausbildungsplatzgefunden haben und nicht die Voraussetzungen für die Berufsfachschule oder das Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) mitbringen, z. B. weil sie keinen Hauptschulabschluss haben oder aus persönlichen Gründen derzeit zu einem weiterführenden Schulbesuch nicht in der Lage erscheinen.

Allerdings ist das BVJ aufgrund der föderalen Struktur sehr unterschiedlich geregelt. In einigen Bundesländern ist es Pflicht für all diejenigen, die nach der Hauptschule keine Ausbildung oder keine schulische Weiterbildung beginnen, so z. B. in Baden- Württemberg oder Niedersachen (in diesen Bundesländern kommt eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) der Bundesagentur für Arbeit – wenn überhaupt – inder Regel erst im Anschluss an das BVJ in Frage).

Aus diesen Regelungen resultieren große Unterschiede im Umfang des BVJ in den einzelnen Bundesländern." (BMBF 2005, 52)

Durch die Teilnahme am BVJ kann zugleich die Berufsschulpflicht erfüllt werden.

EIBE, ist ein vom Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördertes Programm in Hessen, mit dem Jugendlichen der Einstieg in die Berufs- und Arbeitswelt erleichtert werden soll. EIBE ersetzt keine Schulform, sondern stellt eine Ergänzung dar. [1]

Im Jahr 2004 wurde die gesamte Berufsvorbereitung im Bereich des SGB III (Arbeitsförderung) neu gegliedert. Nun gibt es eine Gesamtmaßnahme, die alle vorherigen Einzellehrgänge in sich vereint. Wichtige Neuerung ist die Einführung des Bildungsbegleiters, der kontinuierlicher Ansprechpartner für den Jugendlichen bleibt, unabhängig davon, in welcher Phase und an welchem Ort er sich grade befindet.

Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen nach dem Neuen Fachkonzept (NFK) der Bundesagentur für Arbeit haben 2005 die bisherigen Grundausbildungslehrgänge (G-Lehrgang), Maßnahmen zur Verbesserung beruflicher Bildungs- und Eingliederungschancen (BBE), Förderlehrgänge für Reha Jugendliche F-Lehrgänge und Testen-Informieren-Probieren (TIP-Lehrgänge) abgelöst. Ziel ist hier speziell das Erreichen von Ausbildungs- bzw. Berufs- und Berufswahlreife sowie das Einmünden in ein Ausbildungs- oder sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis.

Mit der Aufnahme der Berufsvorbereitung in das Berufsbildungsgesetz (§ 60 BBiG), ist diese Bestandteil des beruflichen Bildungssystems in Deutschland geworden.

Träger solcher Maßnahmen sind regionale oder überregionale, kommerzielle, private, gemeinnützige oder öffentliche Bildungseinrichtungen und Wohlfahrtsverbände (z.B. Internationaler Bund), die im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit die BvB-Maßnahme vor Ort durchführen.

Einen guten Überblick gibt die Broschüre "Berufliche Qualifizierung Jugendlicher mit besonderem Förderbedarf, die hier heruntergeladen werden kann. [2] (Rechte Spalte, etwas weiter unten)

Weblinks

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Berufsvorbereitung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren findet sich in der Versionsgeschichte des hier vorliegenden Artikels.

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